Das Neun-Punkte-Programm und die glorreichen Zehn


merkelBerlin, Bundespressekonferenz, 28.7.2016:
Blauer Blazer, blaue Halskette. Wenn Merkel jetzt noch anfinge, sich die Haare blau zu tönen, könnte sie vor dem Blau der Wände der Bundespressekonferenz wie die Grinsekatze aus „Alice im Wunderland“ verschwinden und nur ihr Lächeln würde noch eine Weile zu sehen sein und ihre Stimme zu hören. Unsichtbar werden, eine Eigenschaft, die ich Frau Merkel von Herzen gönne. Das Blau war ein Anfang.

Wann immer etwas Bedeutendes geschieht, braucht es eine Zahl dabei. Die glorreichen Sieben, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, die Zehn Gebote…nun also ist ein Neun-Punkte-Plan verkündet. Wir verstärken dies, wir verbessern das, wir bauen aus, wir hören uns selbst beim Reden zu und hoffen. Hoffen ist immer gut. Und schaffen natürlich! Mit „wir“ und „das“. Es wird genau dieser Satz sein, der einst auf Angela Merkels Grabstein stehen wird, jede Wette.

Dabei ist gestern auf dieser mittelwichtigen Pressekonferenz etwas Bedeutendes geschehen, von dem die meisten Zuschauer, die Korrespondenten und die bienenfleißig repitierenden Medienprofis Garnichts mitbekommen haben. Nichts davon in der Tagesschau, nichts zu sehen auch in „heute“. Sie hat einen Plan – das war die Hauptmeldung des Tages. Sie hatte bisher keinen, stand zwischen den Zeilen.

Die DWN (deutsche Wirtschaftsnachrichten) waren eine der wenigen Quellen, die Zeuge dieses Wunders wurden. Ich hatte also doch kein Fieber, die Kanzlerin sagte es wirklich: Experten sind unterwegs, einen Schaden zu beheben, den es eigentlich gar nicht geben darf. McKinsey kommt!

Warum holt die Kanzlerin sich ausgerechnet Expertise von McKinsey ins Haus, wenn der Satz „Wir schaffen das“ noch Gültigkeit hat? Wenn McKinsey anrückt, dann nur, weil man etwas so ganz und gar nicht mehr auf die Reihe bekommt. Warum holt sich die Kanzlerin, die seit Monaten immer und immer wieder erklärt, sie hätte nichts falsch gemacht, offiziell externen Sachverstand und prahlt damit auch noch in der Bundespressekonferenz? Nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Ich habe absolut nicht gegen Expertenwissen! Ich halte es aber für notwendig und geboten, dass die geballte Kraft von Innen-, Außen-, Justiz-, Finanz-, Wirtschafts-, Bildung- und Kanzleramtsministeriums gemeinsam in der Lage sein sollten, diese Krise zu bewältigen! Wenn dazu externes Wissen gebraucht wird, bitte. Merkels Botschaft heute lautete jedenfalls „wir haben es nicht geschafft, wir brauchen Hilfe von Experten“. Mir ist nicht wohl dabei, dass am Ende dieser Expertise etwas steht, ein Gesetz vielleicht, auf dem nicht ein „Made by Bundestag“ sondern „Präsentiert von McKinsey“ glitzert. Und was passiert, wenn nichts glitzert? Tritt die Kanzlerin dann einen Schritt zur Seite, um das Schussfeld auf die Experten frei zu geben, auf die sie sich verlassen hat?

Die glorreichen Zehn

Da sind sie nun also unterwegs ins Kanzlerinnenamt, die Phalanx aus zehn tapferen McKinseyianern, um sich an den Thermophylen der Flut aus asylsuchenden Pers… ähm Syrern zu stellen. Sie tun es freiwillig, sie tun es gern. Zu ihren Füßen liegen im Staub die ausgelutschten zehntausenden Beamten, Angestellten und Freiwilligen aus Bund, Ländern und Kommunen, die es ein Jahr lang nicht vermochten, die „Koalition der Fordernden“ und die „Koalition der Willkommenden“ aufzuhalten.

Mal ehrlich, wenn das gut geht, kann das der Anfang einer großen Welle der Privatisierung staatlicher Aufgaben gewesen sein! Zehn Supermänner werden die Bundesrepublik in sechs Wochen retten. Noch dazu unentgeltlich! Man stelle sich das Potenzial vor, wenn wir die Bundesregierung generell an Experten expedieren, die wirklich was davon verstehen!

Lasst uns Outsourcen!

McKinsey bekommt ja das Kanzleramt, das scheint beschlossene Sache zu sein. Das Innenministerium geht natürlich an Google, die wissen sowieso schon alles über jeden. Google StreetView wird unsere neue Polizei. Das Justizministerium übergeben wir an DITIP, die befragen ihren großen Guru in Ankara und der entscheidet, wer die Guten und die Bösen sind, das entlastet auch die deutschen Gerichte erheblich und beschleunigt die Verfahren. Das Sozialministerium übernimmt Amazon, dann gibt es in Deutschland einen flächendeckenden Mindestlohn nach dem Vorbild der Logistikbranche. Umwelt und Verbraucher? Klar, Volkswagen! Das Wirtschaftsministerium übernimmt Siemens Windenergie, die dann den alten Spruch „Räder müssen sich drehen für den Sieg“ neu interpretieren werden. Die Bahn übernimmt das Verkehrsministerium und beginnt sofort mit der Renaturierung von A1, A2, A7 und A9. Das Finanzministerium geben wir natürlich keiner Bank! Wir müssen auf alles vorbereitet sein und wenn die EZB den Euro weiter in die Seife reitet, ist es gut, breit und währungsunabhängig aufgestellt zu sein. Also geben wir das Finanzministerium an PayPal. Das Bildungsministerium übernimmt der SPIEGEL, der bereitet sich mit seinem Ableger bento schon seit einer Weile auf die neuen ABC-Schützen vor. Unsere Uschi übergibt die Schlüssel des Verteidigungsministeriums an Heckler & Koch, das Außenministerium übernimmt die Lufthansa. Für das Familienministerium gibt es auch längst einen Kandidaten! IKEA bietet deshalb bereits seit langem kostenlose Kinderbetreuung im „Small-Land“ an. Die Expertise all dieser Firmen ist unumstritten!

An der Expertise der Kanzlerin zweifelt mittlerweile sogar sie selbst.

 

Ergänzung: Alter Wein in neuen Schläuchen

Der Link zur Meldung beim DWN ist ein alter Hut! Gestern leider der einzige Hinweis, den für die Zusammenarbeit mit McKinsey finden konnte. Frau Merkel hat wohl auf ihrer Pressekonferenz einen alten Hut hervor geholt, den Staub weggeblasen und erneut ins Licht gehalten. Wer’s nicht glauben kann…hier der Link zum ungeschnittenen Video der Pressekonferenz, unter Punkt 9 (Rückführung) wird es interessant, da kommt auch McKinsey ins Spiel. Im Video etwa ab Minute 14. Das bedeutet leider, dass ich mein voreiliges Lob auf den DWN zurückziehen muss.

https://www.facebook.com/tagesschau/videos/10154394861239407/

Ich frage mich allerdings, warum es heute nirgends im deutschen Blätterwald rauscht, wenn Merkel ihre eigene Regierung für ratlos erklärt hat. Kann es sein, dass alle Journalisten spätestens bei Minute 10 im Tiefschlaf waren, die Aussage aber erst bei Minute 14 kam?

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Wie man Angst wegphilosophiert – und warum sie wieder kommt

Marina Weisband schreibt in ihrem Blog über die Angst. Nachdem sie einen Tweet des folgenden Inhalts abgesetzt hat „Für Angst ist übrigens kein Grund. Die Welt wird gerade anders, ja. Aber es ist Angst, durch die sie schlimmer wird.“, glaubte sie wohl, sich erklären zu müssen.

Marina Weisband liegt Falsch!

Es ist geradezu wohlfeil, sich an der Angst abzuarbeiten, weil Angst in einer zunehmend fatalistischer werdenden Welt einfach keine Lobby hat. Angst ist schädlich für den Fatalismus, zu dem wir immer mehr erzogen werden. „Es kütt wie’s kütt“ sagt der Kölner – und so sähe uns auch unsere Regierung gern, als fatalistische, ruhige Masse, an der sie in ihren gepanzerten Limousinen beschützt von Security angstfrei vorbeifahren kann. Wer keine Angst haben muss, kann leichthin über sie spotten.

Für alle, die nicht dieser Auffassung sind, für alle, die nicht der Meinung sind, „da kann man sowieso nichts machen“, für alle, die sich Gefahren ausgesetzt sehen, deren Abwendung sie nicht „anderen“ oder „höheren Mächten“ überlassen wollen, welche die Ängste Anderer einfach zum psychologischen Problem erklären…für diese Menschen ist die Angst lebenswichtig, weil sie für Wachsamkeit sorgt!

Angst wird in der Praxis oft mit Panik verwechselt – was auch daran liegt, dass Ängste, die man immer und immer wieder wegdiskutiert, mit Optimismus überkleistert und durch Ausblendung ignoriert, sich irgendwann in Panik Bahn brechen können, wenn’s brenzlich wird.

Frau Weisband hat unrecht. Und das beweist sie persönlich in ihrem Text, wenn sie der angeblich falschen Angst vor dem Terror die angeblich richtige Angst vor dem Verlust von Rechten und Freiheiten gegenüberstellt. Beides bedroht unsere Gesellschaft, beides lässt sich nicht weglächeln, beides darf man nicht mit „es kütt wie’s kütt“ beantworten!

Frau Weisband singt dasselbe Lied wie all die anderen Relativierer, die Gefahren miteinander vergleichen, die nichts miteinander zu tun haben, die Statistiken bemühen und auf Terror, der sich ihrer Kontrolle entzieht, mit Selbstkontrolle reagieren.

Frau Weisband denkt, wenn du die andere Seite nicht ändern kannst, ändere dich – das ist Appeasement in Formvollendung.

Frau Weisband glaubt, das Ziel des Terrors sei es, uns in Angst zu versetzen. Ihr sind da leider die Begriffe verrutscht! Die Terroristen wollen, dass wir sie fürchten! Langfristig wollen sie unsere vollständige und bedingungslose Kapitulation. Wer sagt dazu noch „es kütt wie’s kütt“ oder „habt keine Angst“?

Für alle Nicht-Fatalisten lautet das Motto eher: Fürchte Dich nicht, aber höre auf Deine Angst, kontrolliere sie. Und falle vor allem nicht in Panik!

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Per Anhalter durch die ZDF-Galaxis

media.media.bcc86e9b-a890-4e4d-9453-b4be832acfce.normalizedZDF-Spezial vom 25.7.2016: Wenn Du das Gefühl hast, das ZDF-Spezial wäre neuerdings der Ersatz für die Heute-Nachrichten, wenn Dir gesagt wird, dass die Angst die Sinne der Bürger trübe, obwohl jeder Evolutionsbiologe dem ZDF sagen könnte, dass Angst die Sinne eher schärft. Wenn Dir erklärt wird, dass ein Amokläufer sich ein Jahr lang akribisch auf seinen spontanen Amoklauf vorbereitet hat, wenn Du hörst, dass es in Kabul aber noch schlimmer ist und in Syrien, Sie wissen schon, noch viel viel schlimmer. Dann weißt Du, dass Du 17,50 Euro im Monat für einen Aufkleber bezahlst, auf dem nichts Anderes steht als „Don’t panic“.

Der Attentäter von Nizza war ein Kleinkrimineller, wie man sie in Europa und der Welt zu hunderttausenden findet. Er hatte Beziehungsprobleme, etwas, das dem durchschnittlichen Mitteleuropäer selbstredend völlig fremd ist! Ist es der französischen Gesellschaft anzulasten, dass er sich Verbrecher zugewandt hat, die einige Nummer größer waren? Nein. Gibt es nun eine breite Ablehnung und zunehmenden Hass auf LKW-Fahrer oder Kleinkriminelle mit Beziehungsproblemen, weil der Massenmörder von Nizza beides war? Auch nicht. Misstrauen und Angst gehen in eine andere Richtung. Das ist kein Vorurteil, sondern die Erfahrung der Angst, welche die Sinne schärft.

Der Axtschwinger aus Würzburg galt als lieb und nett. Er hatte die Chance auf ein neues Leben in Deutschland, er hatte ein Zuhause, er hatte die Aussicht auf eine Lehre in einem anerkannten Beruf. Wie kommt es nun, dass nach dessen Bluttat Bundespräsident Gauck zu verstärkten Anstrengungen in der Integration von Flüchtlingen aufruft? Was stimmte denn nicht mit den Angeboten, die der Attentäter erhalten hat? War die Wohnung zu klein, das Berufspraktikum zu anstrengend? Sollten wir vielleicht darüber nachdenken, alle 18jährigen Flüchtlingen mit voll krass getunten 3er BMWs auszustatten und denen, die dann immer noch unzufrieden dreinschauen, besser gleich einen 5er geben?

Der Terrorist aus München war gar keiner, das war ja ein „normaler“ Amoklauf, etwas, das wir kennen, wenngleich es Zeugenaussagen gab, die verstörende Rufe auf der Toilette hörten, als der Mörder seine Waffe nochmal auf Einsatzfähigkeit prüfte und durchlud.

Wenn in Reutlingen ein Mann mit Machete auf Passanten losgeht, meldet man geradezu erleichtert, dass der Mörder sein Opfer kannte – eine Beziehungstat, Inschallah! Man schnappt sich viel lieber das angeblich zu lasche Waffengesetz in Deutschland und schenkt ihm links und rechts eine ein, weil es die Tat nicht verhindert hat. Böses Gesetz aber auch!

Der Selbstmordbomber von Ansbach war natürlich psychisch krank und bekannte sich zum islamistischen Terror – als ob letzteres eine gesunde Lebensäußerung sei. Was „das“ mit uns macht, liebes ZDF-Spezial-Team? Es lässt uns zunächst den Kopf schütteln über Äußerungen wie die des Kanzleramtsminister Altmaier der uns geradezu anfleht, die Terroristen „nicht ihr Ziel erreichen zu lassen, nämlich unsere Gesellschaft zu verunsichern“. Gut, dass das mal jemand gesagt hat! Von der Droge bekommen wir sonst viel zu wenig. Gefährlich wird es wohl erst, wenn geistig gesunde akkreditierte Diplomaten aus Rakkah die Attentate begehen. Aber wahrscheinlich könnten wir dann ebenfalls nichts Anderes tun als Ruhe zu bewahren, weil gegen diplomatische Immunität nun mal nichts zu machen sei.

Der Bundesinnenminister meint, wir sollten weiterhin freundlich und aufgeschlossen gegenüber Flüchtlingen sein. Außerdem nüchtern und nicht naiv, gewissermaßen Jing und Jang gleichzeitig. Und dann macht er uns Hoffnung: Die Täter, von denen aktuell die Rede ist, sind vor dem letzten Herbst zu uns gekommen. Man könnte sagen, dass es sich um legal eingereiste oder sogar hier geborene Attentäter und Mörder handelt. Die Polizei kannte Namen, Adressen und hatte sogar manchmal eine vage Vermutung, aus welchem Land die Täter ursprünglich wirklich kamen. Es scheint, als bereite der Innenminister uns darauf vor, dass die richtigen Ü-Eier noch darauf warten, ausgepackt zu werden. Statt Spannung, Spiel und Schokolade sind dann Traumatisierung, Tod und Terror zu erwarten. Als im Spätherbst letzten Jahres die Ersten Bürger „Stop“ riefen, mussten sie sich anhören, dass Deutschland schon einmal einen solch massiven Zustrom am Flüchtlingen bewältigt hatte. Nämlich, als 1945/46 die Landsleute aus Pommern, Schlesien und Ostpreußen vor den Türen der Städte im Westen standen. Ich habe diesen Vergleich schon damals immer wieder als unzulässig und unpassend bezeichnet. Aber nun klingeln mir im ZDF-Spezial die Ohren, wenn ich höre, dass die Traumatisierung der Bürgerkriegsflüchtlinge zur Erklärung der Terroranschläge herangezogen wird. Nicht allein diese, nein. So viel Chuzpe bringt das ZDF (noch) nicht auf. Aber die Vergleiche mit der Situation 1945/46 sind seltsamerweise verstummt. Die Traumatisierten Deutschen aus Pommern und Ostpreußen der Nachkriegsjahre rannten nicht mit Macheten durch die Straßen, bombten sich nicht in die Luft und luden nicht durch, um besonders Kinder zu erschießen.

Der sah so lieb aus

Gehen Sie in Ihre Küche und schließen Sie die Augen. Öffnen Sie die Schublade, in der sich das Besteck befindet. Ich wette, Sie können blind Messer, Gabel und Löffel herausholen. Solche festen Schubladen haben wir trotz 9/11 immer noch für den Terror. Wer lieb schaut, kann kein Terrorist sein. Wer in Deutschland ein warmes Willkommen erfahren hat, ist immunisiert gegen Terrorismus. Terroristen erkennen wir zuverlässig daran, dass sie wallende Gewänder haben, Zauselbärte tragen, öffentlich beten und bei jeder Gelegenheit arabische Versatzstücke murmeln. So ein Terrorist muss schließlich ein geistiges Fundament haben und mit Beton kennen wir uns aus! Wie Kinder, die die Kellergespenster durch Singen, Klatschen und Taschenlampenschein auf Abstand halten, hat sich in unserer Zivilgesellschaft die Meinung verfestigt, man könne Terrorismus aktiv an der Entstehung hindern. Durch deutschen Kontrollzwang. An Ihrem Gebaren, ihrem Aussehen, ihren Reden, ihrer Verweigerungshaltung sollst du sie erkennen! Ein Flüchtling gibt artig Händchen? Entwarnung! Er zieht von der Massenunterkunft in ein umgewidmetes Hotel? Er hat keinen Grund mehr, sich zu radikalisieren. Er bekommt eine Lehrstelle? Geschafft, er ist perfekt integriert.

Und nun das: Die Welt ist doch nicht so einfach zu erklären. Frömmelei ist nicht zwingend ein Attentatsgrund und weder Alkoholkonsum noch Schweinefleischverzehr sind Indizien für gelungene Integration. Es ist vielmehr auffällig, wenn auch nicht für unser deutsches Staatsfernsehn, dass Muslime, die in Sachen Bildung, Kenntnissen und Vernetzung sehr viel bessergestellt sind, auch ein deutlich längeres Leben haben als diejenigen, die mit Messern, Macheten, Pistolen oder Bomben bewaffnet auf ihre Mitmenschen losgelassen werden. So funktioniert Arbeitsteilung. Die einen beten, beschwichtigen und beschönigen – die anderen morden, verletzen und sterben. Wie kommt es dennoch dazu, dass verstörte Betreuer solcher Terroristen völlig fassungslos ausrufen „warum nur, er war ja nicht mal religiös!“ Es kommt einem manchmal so vor, als würde deutsche Gründlichkeit längst auch den Dschihad für sich entdeckt haben: „Wenn du 72 Jungfrauen haben willst, darfst du keinen Alkohol trinken“ – seit wann werden „Wollen“, „Können“ und „Dürfen“ vom TÜV geprüft?

„Sich intensiv kümmern sei die beste Vorsorge gegen ein Abgleiten in Gewalt“ heißt es im ZDF-Spezial.

Dieser Satz klingt nach den Attentaten der letzten Tage wie höhnisches Gelächter, er ist wiederlegt, die Realität hat ihn eingeholt. All die Islamversteher, Streetworker, Soziologen und Arabisten lassen uns ohne Deckung stehen. „Wir sind euer Schild“ haben sie gerufen. Gebt uns mehr Geld für Studien, für Projekte, Begegnungsstätten, Rehabilitationsprogramme und Mitarbeiter – wir schaffen das schon, mit der Integration. Wir verstehen den Orient, wir führen den Dialog. Das Geld, dass ihr nicht uns gebt, gebt den Islamverbänden, damit wir ein Gegenüber haben, mit denen wir gemeinsam am Tisch sitzen können. Und wofür das alles? Für eine im Endeffekt zunehmende Radikalisierung des Islam in Deutschland, für das Soziologen und die sie beauftragenden Politiker die verängstigte Bevölkerung verantwortlich machen – es ist eine Farce!

Mir scheint, wir haben das Geld den Falschen gegeben. Es sieht nämlich so aus, als wäre Integration doch nicht von äußeren Merkmalen wie Sprachkenntnissen anhängig, es scheint, als sei materielle Absicherung keine Garantie dafür, dass diese gelingt. Es sieht vielmehr so aus, als wäre es egal, was wir tun oder unterlassen, die Probleme bleiben. Eines Tages werden die Soziologen vielleicht darüber forschen, warum wir es dennoch taten und immer noch mehr Geld ausgaben für Integration, uns immer mehr anstrengen beim Aufbau einer „Willkommenskultur“. Sie werden dann vielleicht feststellen, dass wir uns selbst täuschten, dass wir lediglich an unserer Selbstwahrnehmung gearbeitet haben und die Folgen dessen, was wir da taten, aus dem Blick verloren hatten. Dann wird es zu spät sein für die Erkenntnis, dass wir das viele Geld nicht den Soziologen, sondern der Polizei hätten geben sollen.

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Ein Pharao, ein Wunder und ich mittendrin!

1403081598991Arabische Hilfsbereitschaft lernte ich im Sommer des Jahres 2000 im ägyptischen Museum in Kairo kennen. Der Wachmann nämlich, der ganz in meiner Nähe stand, als ich infolge Salmonellenvergiftung und Dehydration auf der Treppe zum ersten Stockwerk bewusstlos zusammenbrach, behielt mich im Auge. Als ich nach einigen Minuten am Fuß der Treppe langsam wieder zu mir kam, hatte er wohl längst beschlossen, nicht mehr in meine Richtung sehen zu müssen. Ich lebte ja offensichtlich noch und er war nur für die Bewachung der Toten zuständig. Mumien, Kanopen, überall Mumien und Kanopen. Kurz vor meiner Auszeit auf der Treppe hatte ich mir Ramses II. angesehen, für den ich mich aufgrund seiner Omnipräsenz in den Bauten von Luxor und Karnak deutlich mehr interessierte als für den unbedeutenden Tutenchamun, bis zu dessen Ausstellung im ersten Stockwerk ich letztlich nie gekommen bin. Auf der Treppe war Schluss und ich war froh, noch genug Kraft gefunden zu haben, mich wieder aus dem Museum zu schleppen.

Das ägyptische Museum in Kairo ist ein sehr überfüllter Ort. Vollgestopft mit Ausstellungsstücken, viktorianischen Vitrinen und gehetzten Besuchermassen, die nur ein Ziel zu haben scheinen: Gold gucken! So war es auch nicht verwunderlich, dass es um Ramses II. kaum Andrang gab und alle Besucher nur den Weg zu „King Tuti“ suchten, wie die Ägypter den „Devisenbringer Nummer Eins“ im Museum gern nennen. Was ich damals nicht wusste, war, dass mir da unter Ramses‘ Vitrine aus Glas und Holz ein Muslim entgegen schaute. Wobei anzumerken ist, dass Ramses davon auch nichts wusste.

Etwa 1900 Jahre nach seinem Tod wurde er zum Muslim und laut Koran kam das so: Als dem Pharao bei der Verfolgung der Israeliten das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand „glaubte“ er plötzlich an den einen Gott der Israeliten und flehte ihn um Rettung an. Vielleicht hat er auch einfach nur das gesagt, was auch mir gelegentlich herausrutscht, wenn ich von etwas total überrascht werde. „Oh! Mein! Gott!“. Laut Sure 10:92 währte das gläubige Leben des Pharaos aber nur noch kurz, denn im Koran ließ Gott ihn sogleich ertrinken. Nur Ramses Körper, den konservierte Gott zur Abschreckung späterer Zweifler schnell noch. Ein Wunder, ist ja klar!

Nun ja, ich habe den Pharao in Kairo getroffen. Er war über 80 Jahre alt, als er starb. Er ging wohl am Stock, hatte Rheuma und Arthritis, Abszesse an den Zähnen, ein Hüftleiden, Herzprobleme und konnte seine Schultern kaum bewegen. Mit anderen Worten, er war nicht gerade in der Verfassung eines Yul Brynner, um Charlton Heston im Streitwagen bis ins Rote Meer nachzujagen wie im Holywood-Schinken „Die 10 Gebote“. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass es ausgerechnet dieser Pharao gewesen sein soll, der den Israeliten nachjagte und dabei laut Koran im Meer ertrank. Das Salz, das man in seiner Mumie fand, ist auch kein Beweis für den Wassertod, sondern logische Folge des „Pökelns“ – der Behandlung mit Natron für die Austrocknung, denn ausnahmslos alle ägyptischen Mumien wurden so behandelt. Ägyptologie, Archäologie und Medizin haben den koranischen Zusammenhang zwischen Ramses II oder dessen Nachfolger mit dem Exodus längst widerlegt. Aber die Prediger dieses „Koran-Wunders“ befassen sich nicht mit Ägyptologie, Archäologie oder Medizin.

Archäologische „Beweise“ für Textstellen in der Tora oder der Bibel zu finden ist immer problematisch, weil es stets eine riesige Bandbreite von Interpretationen gibt. Zwar gibt es bei einigen Juden und Christen auch die Neigung, ihre heiligen Schriften wie Geschichtsbücher zu lesen, in letzter Konsequenz steckt aber nur der Islam in einem unlösbaren Dilemma. Der Wortlaut der Suren lässt nach Auffassung der Muslime keine Interpretation zu, es muss alles genau so passiert sein, wie es geschrieben steht. Stünde im Koran, dass von 2000 Jahren der Himmel eingestürzt sei, würde heute jede Glasscherbe ein Gottesbeweis sein. Da nun aber im Koran steht, der Pharao (und gemeint ist Ramses II) sei ertrunken und wurde nicht mumifiziert, fährt man besser nicht nach Kairo und geht besser nicht ins ägyptische Museum, um sich vom Gegenteil zu überzeugen. Und es zeigt sich noch ein Dilemma. Der Koran muss auch alle Erklärungen für alle Zeit vor seiner Verschriftlichung und für alle Zeit danach liefern. Eine Aufgabe, an der er stets scheitert, wenn man den Vorhang für die Erkenntnisse der Wissenschaft, der Geschichtsforschung und der Archäologie auch nur ein wenig öffnet – was man deshalb tunlichst vermeidet.

Wenn man den Beweis einer These antreten will, aber davon ausgeht, dass die These korrekt sein muss, kannst man forschen und schlussfolgern was man will: Am Ende bleibt einem nichts Anderes übrig, als die Realität der These anzupassen. Das tötet leider jede neue Erkenntnis.

Nun könnte man sagen, dass mich das alles gar nichts angeht. Jeder kann schließlich glauben was er will. Das stimmt natürlich, wenn es beim Glauben bleibt. Die Gefahr lauert an anderer Stelle. Die Angewohnheit vieler Muslime, „Wahrheiten“ ex cathedra einfach hinzunehmen, nicht nach Beweisen zu suchen und diese „Wahrheiten“ auch dann noch zu akzeptieren, wenn sie nicht mit den Beobachtungen übereinstimmen, sorgt dafür, dass man historische Fakten nicht suchen muss, sondern auch einfach schnell mal welche erfinden kann. Es besteht qualitativ kein Unterschied zwischen einer Lüge und dem bewussten Leugnen einer Erkenntnis. Ein Beispiel?

Liest man in Jerusalem-Reiseführern, was die Waqf, ein Zweig des jordanischen Ministeriums für Heilige Stätten, die den Tempelberg verwaltet, in den 1920er Jahren über den Tempelberg verbreitete, findet sich dort auch eine Beschreibung der Klagemauer und deren Interpretation als Umfassungsmauer des herodischen Tempels. Legitimation und Bedeutung dieses Ortes wurden nicht angezweifelt. Heute sieht das anders aus. Heute ist an dieser Stelle von der „Al Burak-Mauer“ die Rede und bezeichnet den Ort, an dem Mohammed sein geflügeltes Reittier (im Traum) festgebunden haben soll, bevor er (im Traum) in den Himmel reiste. Und der Jüdische Tempel? Den hätte es dort nie gegeben. Wie kam die Mauer denn dort hin, wer hat sie gebaut? Na, die Juden jedenfalls nicht – die bauen doch keine Mauern, damit der Prophet seine Reittiere daran anbinden kann! Allah wird schon wissen, wer die Mauer gebaut hat. Beweis erbracht, fertig!

Ich habe schon Christen erlebt, die angesichts solch unverschämter Geschichtskritteleien hämisch lachten und wenn ich dann fragte, ob das nicht auch sie beträfe, mit „Nö, wieso?“ antworteten. Liebe Christen, in eurer Bibel drehen sich entscheidende Verse um Jesus und sein Auftreten im jüdischen Tempel. Wie er dort predigte, mit Gegnern diskutierte und randalierte. Kein jüdischer Tempel heißt auch kein Jesus heißt auch kein Christentum. Herzlichen Glückwunsch, ihr habt soeben durch Unaufmerksamkeit eure Religion abgeschafft!

Lässt man die Koran-Interpretation aber mal beiseite, glaube ich schon, dass die Pharaonen präislamische muslimische Anführer gewesen sein könnten. Ihre Neigung, in Saus und Braus zu leben und andere Völker dafür bezahlen zu lassen. Ihre Verherrlichung des Todes und die Angewohnheit, sich prächtige Grabmale schaffen zu lassen, hinterließ uns nicht nur die Pyramiden, sondern etwas später auch Arafats Mausoleum. Natürlich könnte man auch andersherum schlussfolgern und annehmen, dass viele muslimische Anführer von heute sich in der Nachfolge der alten Pharaonen sehen. Es kommt auf’s gleiche raus. Außerdem mochte der Pharao die Israeliten nicht und hatte sie deshalb für sein Programm „Vernichtung durch Arbeit“ ausgewählt. Das macht aus dem Pharao einen Bruder im Geiste, den man ungefragt vereinnahmen darf. Hat bei Mohammed Hadsch Hitler ja auch funktioniert, der, glaubt man Mohammed Amin al-Husseini, dem Mufti von Jerusalem, heimlich eine Pilgerreise nach Mekka unternahm und danach seinen Namen geändert habe. Was für `ne feine Gesellschaft, was für ein Bullshit!

Der muslimisch-kreative Umgang mit der Geschichte führt besonders bei den Palästinensern immer wieder zu aberwitzigen Schlussfolgerungen. Wenn etwa Herr Abbas mal von der ruhmreichen 3.000 Jahre, 5.000 Jahre oder gar 14.000 Jahre langen Geschichte der Palästinenser schwafelt oder die griechischen Philister zu deren Vorfahren erklärt. Beweise für die Behauptungen? Er hat’s gesagt, das muss uns genügen. Abbas hat schließlich Autorität und die allein zählt, wenn man ex cathedra spricht. Wer glaubt, die Philister seien die Vorfahren der Palästinenser, glaubt auch das Scheinwerfer Scheine werfen und Zitronenfalter Zitronen falten. Noch in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts hätte einem ein Araber aus Akko, den man als Palästinenser bezeichnete, eine Tracht Prügel verpasst. Heute reicht die Geschichte der Palästinenser angeblich bereits ins Neolithikum zurück. Einfach so, Triumph des Willens.

Nun wissen wir ja, warum Abbas und seine Brüder im Geiste so argumentieren. Wir kennen das aus Kindertagen: Wer als erster in der Sandkiste ist, ist der Bestimmer; der der sagt, was gespielt wird und wer nicht mitspielen darf. Jemand, der in der Gegenwart eine Konfrontation nicht für sich entscheiden kann und dem die Zukunft seines Volkes egal ist, führt – wie Fatah und Hamas – die Auseinandersetzungen auch in der Vergangenheit.

Wenn also mal wieder von „Rückkehrrecht“ für Araber die Rede ist und der Grund für Flucht oder Vertreibung angeblich keine Rolle spielt; wenn das Recht auf Rückkehr nicht an Zeiträume und Bedingungen geknüpft ist, können die Juden dann nicht auch Forderungen an Ägypten stellen? Sie hatten vor dem Exodus Häuser dort und Land, das sie bestellten. Gehört das also nicht immer noch ihnen und muss zurückgegeben werden? Hätte nach dem Tod des Pharaos nicht dessen Adoptivbruder Moses „am Drücker“ sein müssen? Müsste nicht eigentlich Netanjahu heute Pharao von Ägypten sein – oder wenigstens sein Präsident?

Aber Spaß beiseite, wir müssen ja noch Lehren aus der Geschichte ziehen. Die könnten etwa wie folgt lauten: Das Märchen von Rotkäppchen ist kein Beweis dafür, dass Wölfe früher viel größer waren, das Märchen vom ertrunkenen Pharao Ramses II ist kein Beweis für ein angebliches Koran-Wunder und wer in Kairo Obst vom Markt isst, darf sich über vier Wochen heftigsten Durchfall nicht wundern.

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Nachbemerkung

Koran-Exegese ist natürlich nicht mein Fach. Aber beim stöbern im Internet stieß ich immer wieder auf so genannte „wissenschaftliche Zeichen“ im Koran beziehungsweise auf deren mystisches Gegenstück, die „Koran-Wunder“. Das Netz ist voll davon. Unter anderen auch mit dem angeblichen Wassertod des „Pharaos“, der meist als Ramses II, seltener auch als Setos I oder als ein nachfolgender Ramesside bezeichnet wird und dessen ertrunkene, nicht mumifizierte Leiche alle Nase lang irgendwo zufällig entdeckt wird. Nicht ich war es also, der Ramses II mit diesen Geschichten in Verbindung brachte, sondern islamische Gelehrte und andere „Experten“. Als dieser Artikel letzte Monat in der „Jüdische Rundschau“ veröffentlicht wurde, meldeten sich denn auch erwartungsgemäß jemand, der Beweise für meine Behauptungen forderte. Zunächst muss ich natürlich nachweisen, dass die Geschichte des Pharao tatsächlich so im Koran steht. Das ist nicht schwer.

Sure 2/50: Und denkt daran, dass Wir für euch das Meer teilten und euch retteten, während Wir die Leute des Pharao vor euren Augen ertrinken ließen.

Sure 10/90. Und Wir führten die Kinder Israels durch das Meer; und Pharao mit seinen Heerscharen verfolgte sie widerrechtlich und feindlich, bis er nahe daran war, zu ertrinken, (und) sagte: ”Ich glaube, dass kein Gott da ist außer Dem, an Den die Kinder Israels glauben, und ich gehöre nun zu den Gottergebenen.”

Sure 10/91. Wie? Jetzt? Wo du bisher ungehorsam und einer derer warst, die Unheil stifteten?

Sure 10/92. Nun wollen Wir dich heute dem Leibe nach erretten, auf dass du ein Beweis für diejenigen seist, die nach dir kommen. Und es gibt sicher viele Menschen, die Unseren Zeichen keine Beachtung schenken.

„Jetzt hab ich Dich“ wird der Beweiseforderer sich wohl gedacht haben, den er schrieb „Dort steht aber nirgends, dass es sich bei „Pharao“ um „Ramses II“ gehandelt hat. Wo steht im Koran, dass der besagte Pharao wirklich Ramses II war?“ 

Richtig, es ist stets nur von „Pharao“ die Rede, genau wie übrigens auch im Buch Exodus der Tora oder der Bibel. Und wie gesagt habe nicht ich diese Verbindung hergestellt – sie kam jedoch durch Zufall meiner Geschichte zugute. Verfechter der Theorie, Ramses II würde im Koran angesprochen, führen ins Feld, dass dieser Pharao so lange an der Macht war, dass Amt und Person einfach zu „Pharao“ verschmelzen konnten. Leider stehen in diesem Fall dem „Koran-Wunder“ die tatsächlichen Beweise im ägyptischen Museum entgegen.

Ihr Argument, lieber Beweiseanforderer, fällt aber anderenfalls auch zu Ihren Ungunsten aus, weil kein Pharao jemals den Namen „Pharao“ trug, als welcher der ägyptische Herrscher stets im Koran angesprochen wird. Kannte der Verfasser etwa seinen wirklichen Herrschernamen gar nicht? Aber warum sollte er ihn nicht beim Namen nennen, zumal der eigentliche Verfasser ja angeblich kein sterbliches, menschliches Wesen mit beschränkter Welt- und Wüstensicht war, sondern Allah höchstselbst? Schrieb man in Wirklichkeit vielleicht doch nur eine Geschichte aus der Tora und Bibel ab? Wer weiß…

Wer in Tora, Bibel oder Koran Geschichtsbücher und Handlungsanweisungen sehen will und nicht eine Sammlung von religiösen Texten, die sowohl von ihrer Zeit, Traditionen, dem politischen Umfeld und auch von ihren Verfassern geprägt wurden, hat ein ernstes Problem. Wer durch Koransuren konkrete historische Ereignisse als bewiesen ansieht, bewegt sich auf sehr dünnem Eis. Die meisten Juden und Christen (wenn auch nicht alle) haben dieses Eis längst verlassen und geben sich mit den Atheisten am Rand des Eises „high five“. Vielleicht ist es an der Zeit, dass auch mehr Muslime zu uns rüber kommen und anfangen, entspannter und nachsichtiger auf ihre heiligen Texte zu blicken.

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