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Aus Hamburg nichts Neues über Nahost

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Das ZDF sendete am 25.9. eine Dokumentation (Ewiger Aufruhr – Die Geschichte des Nahost-Konflikts (Spiegel TV 2011), die mir bisher entgangen war. Nun gut, ich lerne ja immer gern etwas dazu und vielleicht gibt es ja mit vier Jahren Abstand eine andere, interessante Sicht auf die Probleme im Nahen Osten. Psst, es geht los…

„Seit Generationen stehen sich die Kontrahenten unversöhnlich gegenüber…“ und weil es sich bei Konflikten im Allgemeinen und im „Heiligen Land“ im Besonderen so anbietet „…es gilt das biblische Prinzip ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn‘…“. Und dann, langsam und mit sanfter, geübter Stimme aus dem Off kommt Volker Perthes, seines Zeichens Politologe, mit geballtem Wissen ins Bild: „Ein Konflikt, der so lange anhält, wird natürlich ideologisch überhöht und er wird auch religiös überhöht. Und wir sehen das auf den beiden Seiten. Wir haben nationalistische Extremismen, wir haben religiöse Extremismen, die das Land selber zum Teil heiligen und religiös überhöhen und den ganzen Konflikt darstellen als einen Konflikt zwischen Judentum und Islam, zwischen Islam und dem Rest, zwischen dem Westen und dem Islam, zischen dem Judentum und dem Antisemitismus der Welt, also eine ganze Menge von Überhöhungen sie letztlich alle ignorieren, es geht um eines: Ums Land.“

Ach!

Das war’s dann mit Erkenntnisgewinn, eigentlich kann ich abschalten. Mal wieder schafft es ein „Nahostexperte“ bereits im Intro, Sachverstand anzutäuschen um mit dem letzten Halbsatz alle Fragen vom Tisch zu wischen und den Konflikt auf einen Begriff zu reduzieren, mit dem der Deutsche Zuschauer etwas anfangen kann. Kriege werden gefälligst um Land geführt, basta! Das haben wir auch immer selbst so gemacht, das kennen wir, so war es immer, so muss es auch sein.

Juden gegen Muslime, Schiiten gehen Sunniten, Hutus gegen Tutsi, Farc-Rebellen gegen kolumbianische Regierung, Protestanten gegen Katholiken… alles Konflikte um Land, die höchstens mal auf irgendeiner Meta-Ebene überhöht wurden. Volker Perthes erklärt mir die Konflikte der Welt. Es gibt nur zu wenig Land, sonst wär nämlich alles bestens. Blöde Meta-Ebene aber auch!

Ginge es wirklich um Land in diesem Konflikt, müssten die Bewohner von Gaza seit Jahren aus dem feiern nicht mehr heraus kommen. Seit 2005 ist der kleine Küstenstreifen „judenrein“, das Land gehört den Arabern. Ein Etappensieg? Aber wohin soll die Reise gehen? Die Hamas sagt: „Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“.  Und das war noch eine der diplomatischeren Aussagen. Der Ball landete dummerweise auf der Meta-Ebene. Echt schwer, ihn da wieder runter zu bekommen und die Hamas ist uns da leider nicht behilflich. Was sollen die Israelis also geben, nachdem sie den Palästinensern „das Land“ gegeben haben? Die Hamas meint: Ihr Leben! Soweit hatte Volker Perthes den Konflikt wohl noch nicht analysiert, wir dürfen also weiter gespannt sein.

Ich bin ja eher der Meinung, dass man den Menschen zuhören und sich genau merken sollte, was sie sagen. Bis zum Gegenbeweis durch die Tat gilt das Wort. Wenn also ein iranischer Präsident sagt, Israel müsse von der Landkarte verschwinden, unterstelle ich ihm nicht, er würde „rhetorisch überzeichnen“ und er verlege seinen Diskurs auf eine „Metaebene“. Wenn eine Gruppe durchgeknallter Krimineller mordend und vergewaltigend durch die Wüste zieht, von sich behauptet, einen direkten Draht zu Allah zu haben und sich Islamischer Staat nennt, stelle ich mich nicht schützend vor sie und behaupte, das hätte „mit dem Islam nichts zu tun“ und der Islam werde „missbraucht“. Wer bin ich, dass ich einem Muslim sagen kann, seine Interpretation des Koran wäre falsch und ich würde es besser wissen?* Wenn die Hamas das Geld, was die internationale Gemeinschaft für humanitäre Zwecke und die Entwicklung des Gaza-Streifens spendet, für Waffen, Tunnel und Terror ausgibt, rede ich nicht von „durch Israel unterdrückten und gedemütigten Palästinensern“. Und schon gar nicht unterstelle ich der Hamas, nur Land zu wollen, wenn sie davon spricht, alle Juden zu töten.

Nach dem Zerfall des osmanischen Reiches und im Ergebnis zweier Weltkriege und des Endes zweier weiterer kolonialer Supermächte (Großbritannien und Frankreich) sind in der Levante und Arabien viele Staaten entstanden (in Afrika übrigens auch). Einige davon erhielten wie Israel ihre Grenzen am Verhandlungstisch und mit Lineal und Karte. Seltsamerweise gab es nie Konflikte über die Grenzen zwischen Jordanien und Syrien, Syrien und Irak oder Saudi Arabien und Jordanien. Es regte sich auch kaum jemand darüber auf, dass die Familie Saud nach einem Aufstand die Kontrolle über die heiligen Stätten Mekka und Medina von der Familie Hussein übernahm, die jetzt Jordanien regiert. Was ist also so besonders an dem kleinen Streifen Land zwischen Tiberias und Elat? War es besonders fruchtbar, gab es Öl, Gas oder Gold dort? Nein, aber es waren Juden die es wagten, dort schon immer zu leben, später dort Land zu kaufen und schließlich in größerer Zahl dahin auszuwandern und auch noch die Frechheit besaßen, dort einen Staat zu gründen. Das die wenigen verbliebenen Juden Europas nach dem Holocaust keine Lust hatten, in Mecklenburg oder Bayern einen Staat zu gründen, selbst wenn man ihnen dies angeboten hätte, wer kann es ihnen verdenken? Als die 600.000 Bewohner Israels sofort nach Gründung ihres Staates von allen Nachbarn mit Krieg überzogen wurden und diesen gewannen, welches Ziel hatten dann wohl weitere jüdische Auswanderer aus aller Welt? Als die Juden 1948 aus den arabischen Nachbarländern und dem Maghreb vertrieben wurden, wo sollten sie hin? Als der Antisemitismus in der Sowjetunion immer schlimmer wurde und die Aussiedlung erlaubt wurde, wohin zog es die russischen Juden wohl dann?

Israels Existenz ist das Ergebnis des weltweiten, mörderischen, latenten und jahrhundertealtem Antisemitismus und gleichzeitig der Beweis für dessen fundamentale Falschheit. Es geht also nicht um Land in dem Konflikt, es geht um die Tatsache dass die bloße Existenz eines jüdischen Staates die gesamte islamische Ideologie, stellenweise sogar Aussagen im Koran selbst ad absurdum führt. Aus tiefstem Herzen (aber ganz im Stillen) wird sich so mancher islamische Gelehrte wünschen, Mohammed hätte sich einen anderen Ort als ausgerechnet Jerusalem ausgesucht, von dem aus er im Traum zu seiner Himmelfahrt aufbrach, dann könnte man den ganzen Konflikt jetzt ignorieren. Glaubt heute wirklich noch jemand, das Schicksal der Menschen in Palästina und Israel (muslimische, jüdische, christliche und alle anderen auch) interessiert die Machthaber in Istanbul, Kairo, Damaskus, Teheran oder Riad auch nur im Mindesten? Es geht nicht um Land, Herr Perthes. Und liebes Spiegel-TV-Team: Wie wäre es mal mit einer aktuellen, korrigierenden Dokumentation? Ein Standpunkt muss ja kein Stehpunkt sein.

 

* Ich sehe schon die empörten Gesichter und höre „das kann er doch so nicht sagen“. Doch, kann ich. Mehr sogar, ich empöre mich jetzt auch: Ich bin entsetzt darüber, dass die Kreuzzüge des 11.-13. Jahrhunderts immer mit dem Christentum in Verbindung gebracht werden. Das Christentum hat NICHTS mit den Kreuzzügen zu tun! Die Kreuzfahrer haben das Christentum missbraucht, denn das Christentum ist die Religion des Friedens! Christus sagt, man soll seine Feinde lieben, welchen Sinn hätte es gemacht, sie zu töten?  q.d.e.

 

 

 

 

 

 

Wann wir scheitern Seit‘ an Seit‘

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„Sag mir was du isst, dann sage ich dir, wer du bist“ sagt ein altes deutsches Sprichwort. In Anlehnung daran kann man die meisten Menschen schon nach wenigen Minuten eines Gesprächs über Alltag und Politik einem politischen Lager zuordnen, oder, andersherum bei Kenntnis deren Parteizugehörigkeit leicht voraussagen, wie schon die ersten Minuten eines Gesprächs über Alltag und Politik verlaufen werden. Während SPD und CDU heute jedoch eine gewisse Beliebigkeit der Grundsätze an den Tag legen und kaum unterscheidbar sind – beide Parteien würden dies selbst sicher eher „Realpolitik“ nennen – schafft es die Linke immer mehr, sich auf steinzeitkommunistische Klassenkampfpositionen zurückzuziehen. Während es die alten Parteigranden a lá Gysi und Bisky noch schafften, angesichts des gescheiterten sozialistischen Freilandversuchs DDR an passender Stelle ein wenig Zerknirschung und Selbstkritik unter ihre Statements zu mischen, kommt die heutige Führungsebene der Linken gänzlich ohne Selbstzweifel aus.

Die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping weiß offenbar genau, was im Argen liegt in der Welt. Besser als jeder andere weiß sie das! Kipping, eine Parteipflanze die durchgehend unter dem Gewächshaus ihrer Partei groß geworden ist und nie Freilandwetter erlebt hat (Schule, Abi, Studium, Parteikarriere) und den „echten“ Kuschelsozialismus der DDR nur noch bis zur sechsten Klasse erleben durfte, lief bei Maybrit Illner am 17.9.2015 zu demagogischer Hochform auf.

https://www.youtube.com/watch?v=6k7KbF6QQto

Es dürfe keine Obergrenze der Aufnahme von Flüchtlingen geben, so Kipping. Es fehle uns das moralische Recht dazu, weil wir den „Süden“ ausgebeutet hätten. Mit „Süden“ ist natürlich nicht Bayern gemeint, wie wir später noch erfahren werden. „Süden“ ist aber für Frau Kipping je nach Diskussion immer mal was anderes. Bei Illner meint sie damit Syrien und den Irak. Dem CSU-Generalsekretär Scheuer wirft Kipping „Hetze“ vor, nur weil dieser auf Unterschiede zwischen Kriegs- und Armutsflüchtlingen hinweist und versteigt sich schließlich in Vergleiche zwischen der Politik der CSU und den ausländerfeindlichen Vorfällen in Rostock-Lichtenhagen. Im Übrigen sei die vorbildliche Willkommenskultur der Münchner Bürger nur Ausdruck der „Zivilgesellschaft“ und hätte nichts mit der Arbeit der CSU zu tun.

Das war innerhalb von wenigen Minuten so viel ideologische Dünnbrettbohrerei, dass ich unwillkürlich auf den Tisch vor Kipping schaute, ob dort Späne in Häufchen lägen. Doch dann dämmerte es mir! Das war eine praktische Lektion in sozialistischer Dialektik! Das kannte ich doch noch aus der DDR: Es gibt nichts Gutes im schlechten, die Hilfsbereitschaft der Münchner darf nichts mit der CSU zu tun haben, nicht mal mittelbar! Denn die CSU ist der Feind, der Feind außerhalb des linken Gewächshauses. Man hätte nun sachlich argumentieren müssen dass es den Bewohnern einer durchschnittlich wohlhabenden Stadt wie München sicher auch finanziell leichter fällt, Wasser, Brezen und Duschgel für die ankommenden Flüchtlinge heran zu schaffen. Ein Psychologe hätte im Auftrag der Linken zu dem Schluss kommen können, dass es ja ausgerechnet die wohlhabenden Münchner waren, die von der „Ausbeutung des Südens“ am meisten profitierten und dass das schlechte Gewissen diese nun zum Hauptbahnhof trieb. Für diese Diskussion fehlte aber wohl die Zeit und Scheuer war (zurecht) so zornig, dass er nur noch empört hyperventilieren konnte.  In jedem Fall stellt aber die CSU in Bayern die Weichen, auch wenn die Linke das je nach Bedarf gern mal ausblendet. Konkret in München ist es natürlich die SPD, aber die ist für Kipping ja auch auf der anderen Seite des Schützengrabens.

Frau Kipping ist meines Wissens leider nicht unter den Freiwilligen, die Busladungen von Flüchtlingen in Empfang nehmen, ärztlich betreuen, mit Kleidung und Essen versorgen und sich um deren Unterbringung kümmern, Frau Kipping möchte aber, dass es grenzenlos so weiter geht. Alle Vergleiche mit Booten die voll seien finde ich grässlich. Ich mag handfestere Beispiele. Nehmen wir also Hamburg als Beispiel. Hamburg ist ja nicht voll, in Hamburg kann man entspannt spazieren gehen und auch mal ein ruhiges Plätzchen finden. Hamburg hat Lebensqualität! Wir könnten deutschlandweit so eng oder weit zusammenleben wie in Hamburg. Das gäbe dann in der Fläche rechnerisch Potenzial für etwas mehr als eine Milliarde Flüchtlinge. Nimmt man die Konflikte in Nahost, der Ukraine, Afrika zusammen – und wer wollte bestreiten, dass überall dort die Menschen Anlass haben, zu fliehen und wir sowieso und generell irgendwie Schuld an all dem Elend haben – stellt das in etwa die Vision von Frau Kipping dar. Vielleicht wäre dann auch unsere Schuld für all die Ausbeutung getilgt, die Frau Kipping in der Welt sieht. Aber soweit reicht der Gedanke von Frau Kipping nicht. Ich bin nur persönlich enttäuscht von ihr, weil sie ihre Wohnung in Dresden nicht einer Irakischen Familie zur Verfügung stellt. Schließlich lebt sie ja auf Kosten der Gemeinschaft auch als Abgeordnete in Berlin. Man moss och jönne könne, sagt der Kölner.

Nichts Gutes im schlechten

Wenn man heute fragt, wann das Ende der DDR besiegelt war, bekommt man meist eine von zwei häufigen Antworten. Entweder wird der 9. November 1989 genannt, der Tag an dem die Mauer fiel, oder – etwas weitsichtiger – die Unterzeichnung des von Strauß eingefädelten Milliardenkredits für die DDR im Jahr 1983. Ich glaube, es war schon 1978 so weit. In diesem Jahr importierte die DDR hochoffiziell 10.000 VW Golf aus der Bundesrepublik. Und genau das hätte nach der vorherrschenden Doktrin nie passieren dürfen, schließlich war der zufolge der Sozialismus dem Kapitalismus doch in jeder Hinsicht überlegen. 10.000 trojanische Pferde fuhren nun durch Land, gefahren größtenteils von den Vertretern der Nomenklatura und straften schon durch ihre bloße Existenz die realsozialistische  Politik lügen.

Doch auch fast 40 Jahre später bekommt die Linkspartei (diesmal die neue Generation) die Ideologie nicht aus dem Schädel – zumindest solange sie als Opposition warm und trocken sitzt und die vom ausbeuterischen Steuerzahler garantierten Diäten pünktlich kommen. Das die CSU mal irgendetwas richtig macht, bekommt man bei der Linken ideologisch einfach nicht verschraubt. In dieser fast schon religiösen Verbohrtheit ähnelt die Linke in fataler Weise ihren alten Waffenbrüdern in Palästina und in Gaza. Auch für Hamas und Fatah spielt es keine Rolle, was ihr erklärter Feind (in dem Fall natürlich Israel) tut oder lässt, solange er noch da ist. Aber die Hamas ist mittlerweile ehrlicher als die Linke: „Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ Aber wenn Frau Kipping in dem Tempo weiter macht, wird sie vielleicht in einer der nächsten Talkshows ideologisch Amok laufen. Genug ungläubige Gesprächspartner hat sie ja immer.

Wann wir scheitern Seit‘ an Seit‘

Wenn ich Kipping, Wagenknecht oder Tsipras zuhöre, ihren Argumenten folge und die Konsequenzen abwäge, triggern deren Worte meine Vergangenheit, denn ich dachte einst ähnlich. Ich frage mich dann immer, was mich von diesen Salonkommunisten unterscheidet und warum ich heute so gänzlich anders denke. Die Antwort steckt bereits in der abfälligen Formulierung „Salon“ oder „Gewächshaus“ weiter oben: Weder Salon noch Gewächshaus haben Kontakt zur Wirklichkeit.

Noch jedes wie auch immer geartete sozialistische Experiment ist gescheitert, sobald es in der Realität in Kontakt kam. Chavés in Venezuela, Castro in Kuba, Gorbatschow in der Sowjetunion, Kim in Nordkorea, Sadat in Ägypten, Tsipras in Griechenland…egal wohin man schaut. Das China gerade nur „wackelt“ liegt einfach an seiner Größe. Als Gründe für das Scheitern werden von den Sozialisten aber keine Mängel in der eigenen Theorie sondern rein praktische Gründe angeführt. Man hat sich halt nicht genug angestrengt, das „Material“ taugte nichts  (die Menschen), die bösen Imperialisten sind Schuld (ein Treppenwitz übrigens wenn ausgerechnet ausgesprochen vom Imperialisten Sowjetunion), ausländische Agenten oder generell böse Mächte, alles eine einzige Weltverschwörung. Man schottet sich ab und jedes Argument der „Anderen“ wird zum Stein in der eigenen ideologischen Abwehrmauer. Solange, bis man die Worte und Argumente der Gegner einfach nicht mehr hört.

Kipping, Wagenknecht und auch Tsipras sind nur in ihren Parteien groß geworden, das reale Leben der Menschen in ihren Ländern ist ihnen größtenteils fremd. Taugliche Konzepte für die heutigen Fragen, Probleme und Ängste der Bevölkerung haben sie nicht und als einer von ihnen, Alexis Tsipras, an die Macht kam, fiel ihm nichts anderes ein als mehr Staatsbeamte einzustellen, um Arbeit zu schaffen. Unnötig zu sagen, dass das schon rein mathematisch nicht funktionieren konnte.

Kipping, die stolz auf ihrer Homepage verkündet wie behütet ihre Kindheit war und dass sie nur einen kurzen Schulweg hatte, trägt zu der seltsamen Stimmung in Deutschland bei wenn sie immer nur von der Bereicherung spricht, die die Flüchtlinge für Deutschland darstellen. Gern zitiert sie das Beispiel einer Schulklasse in einem Brandenburger Dorf, deren Schüler nur deshalb nicht auf weiter entfernte Schulen verteil wurden, weil die zwei neuen Flüchtlingskinder für ein Quorum sorgen. Unerwähnt lässt sie, dass es zu solchen Fällen mittlerweile auch exakte Gegenbeispiele gibt – Schulen also, die geschlossen werden um dort Flüchtlinge unterzubringen. Oder von Sporthallen, die durch die Unterbringungen für Schul- und Vereinssport fehlen. Das mag jetzt kleinlich klingen aber wer über derlei Lappalien nicht reden mag oder sie aus Gründen der „political correctness“ ausblendet, soll bitte auch bezüglich der ach so tollen Bereicherungsbeispiele besser den Mund halten.

Mir gefällt nicht, dass sich Menschen schon wegducken und lieber gar nichts sagen, weil sie mit der politisch und medial allgegenwärtigen Willkommenskultur so ihre Probleme haben. Wer beschwert sich schon über die armen Flüchtlinge, nur weil Söhnchen oder Töchterchen die Schule wechseln müssen oder Hockey im Winter draußen spielen müssen? Sicher nur Imperialisten und Nazis! Frau Kipping beschwert sich nicht, die muss ja heute nicht mehr zur Schule und dafür lange Wege gehen. Und wenn wir schon von Wegen sprechen, Frau Kipping: Vielleicht können Sie ja bei nächster Gelegenheit auf die Unterschiede zwischen Thüringen und Bayern im Umgang mit der Flüchtlingskrise eingehen. In Thüringen herrscht ja Ihr Parteifreund Ramelow, dort geht doch sicher die Sonne niemals unter, dort muss das neue Arbeiter- und Bauernparadies sein! Ach, es gibt keinen Unterschied? Dann stellt sich bei Ihnen sicher mal wieder die Schuldfrage, wie immer.

Kipping, setzten, 6!

PS: 1978 war nicht nur das Jahr, in dem die DDR unterging. Es ist auch das Geburtsjahr von Katja Kipping. Es war von heute aus betrachtet kein gutes Jahr für die deutsche Linke.

Für alles offen und nicht ganz dicht

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Die Hilfsbereitschaft in München und anderen Städten schaffte es, die Weltöffentlichkeit vom so genannten Dunkeldeutschland abzulenken und wenn man anderntags die Presse verfolge erfuhr man, wie beeindruckt das Ausland von den Deutschen war. Das haben wir aber auch wirklich endlich mal gebraucht! Schließlich hatten die Griechen und viele Kommentatoren weltweit noch vor wenigen Wochen nicht verstanden, wie gut wir es mit ihnen, Europa und der ganzen Welt meinen. Dabei hassen wir es wie die Pest, nicht geliebt und bewundert zu werden. Wir beweinen die Opfer des Holocaust, sparen Energie und trennen unseren Müll. Wir können eigentlich alles besser als alle Anderen – nicht nur Autos bauen und Fußball spielen. Nun ja, Gewehre, Flughäfen und Philharmonien können wir nicht so gut, das soziale Gefälle bei uns ist stark wie kaum in einem anderen Land und unsere Infrastruktur bröckelt bedenklich vor sich hin. Aber Klimarettung ist bei uns Chefsache, genau wie nun die Flüchtlingskrise. Wir kritisieren Amerika, lieben es aber nach New York zum Shoppen oder nach Las Vegas zum Protzen zu fliegen und schlüpfen Nacht für Nacht unter die schützende Decke, die das böse amerikanische Militär seit Jahrzehnten über uns breitet. Die Decke kratzt etwas, hielt uns aber viele Jahre lang die Probleme der Welt vom Pelz.

Nun aber bauen wir Europa, vor allem wir natürlich. Wenn nur die anderen Staaten etwas mehr so wären wie wir, dann könnte alles gut werden. Wenn nur alle mehr exportieren würden, müsste auch niemand an seinen Schulden zugrunde gehen. Na gut, Mathe können wir auch grad nicht so gut. Aber sonst liegt unsere Bundeskanzlerin doch goldrichtig. Öffnet ihr Herz und ihr Land allen Elenden und Beladenen der Welt. Hat sie wohl am Sockel der Freiheitsstatue in New York gelesen. Dabei hat sie vergessen, dass sie es war, die noch vor kurzem am stärksten darauf bestand, Flüchtlinge zum Problem anderer Leute zu erklären. Dublin III nannte man das Abkommen das die EU-Länder an der Außengrenze im Süden in die Pflicht nahm und unter dem die Tinte noch nicht trocken und das Papier nicht wert ist, auf dem es steht.

Konnte ja aber auch keiner ahnen, dass die Syrer nach fast fünf Jahren Bürgerkrieg so zahlreich zu uns kommen würden. Amerika hatte bisher noch auf jeden lokalen Konflikt so kräftig eingeschlagen, das dessen Ausläufer uns nie erreichen konnten. Die amerikanischen Soldaten, die dabei verletzt oder getötet wurden, haben wir dann stets großzügig über die Airbase Rammstein in ihre Heimat bringen lassen. Es waren und blieben aber immer die Probleme anderer Länder, mit denen wir am Ende so wenig wie möglich zu tun haben wollten.

„Es sind sieben Busse im Land unterwegs. Wir wissen nicht wann und wo die ankommen und wie viele Flüchtlinge darin sind.“ Solche oder ähnliche „Durchsagen“ von der Landes- zur Kommunalebene gehören seit Wochen zum Alltag in den meisten deutschen Bundesländern. „Frau Merkel sagt, alle Syrer können nach Deutschland kommen“ sagt unterdessen ein Syrer strahlend in die Fernsehkamera. Frau Merkel hat leider vergessen zu Hause mitzuteilen, wie das funktionieren soll. Mit Mühe schaffen wir es derzeit, die Menschen in Erstaufnahmelagern unterzubringen. Und auch das nur deshalb, weil es überall im Land freiwillige Helfer gibt, die zielgenau und zahlreich die Lücken füllen, die die mangelhafte Organisation hinterlassen hat. Aber auch bei den Helfern zeigen sich bereits solche Lücken. Als die ersten Züge aus Ungarn sonntags in München ankamen waren die Helfer so zahlreich, dass die Polizei viele von ihnen wieder nach Hause schicken musste. Aber schon am Montag danach stellte man fest, dass die meisten Freiwilligen wieder arbeiten mussten und deren Zahl bedenklich geschrumpft war.

Es ist gut und richtig, den Flüchtlingen zu helfen. Es wäre aber klug und weise darüber nachzudenken, was genau nach den Erstaufnahmelagern kommen soll. Selbst wenn wir es schaffen die Menschen aus „sicheren Herkunftsländern“ unter den Flüchtlingen zu ermitteln und zurück zu schicken bleiben immer noch Hunderttausende Syrer, deren Asylrecht außer Frage steht, was dann? In Deutschland gibt es seit Jahrzehnten keinen Sozialen Wohnungsbau mehr, die Leerstände stehen durch die Masse an Flüchtlingen in keinem Verhältnis zur Nachfrage. Außerdem gelingt Integration nachweislich am besten in größeren Städten, weil nur dort die Infrastruktur, Schulen, Kindergärten und ein funktionierender Arbeitsmarkt zu finden sind. Der Vorschlag, die Flüchtlinge in die Gegenden zu bringen, wo es die meisten freien Wohnungen gibt war bisher der lächerlichste Beitrag zur Problemlösung. Denn in diesen Städten fehlt es nur vordergründig an Menschen. Es fehlt dort an Arbeit. Wer also nicht will, dass die Neuankömmlinge von vorn herein auf Transferleistungen angewiesen sein sollen, sollte das lieber lassen.

Hoffen auf Putin?

Der Bürgerkrieg in Syrien hat dort bereits fünf Millionen Menschen aus dem Land getrieben, hunderttausende bezahlten mit ihrem Leben. Es sind also noch etwa 14 Millionen Syrer dort und wenn der IS weiter aus dem Vormarsch ist, die Irakische Regierung weiter mit sich selbst und die türkische weiter mit der PKK beschäftigt ist, wenn die USA weiter nur mit wenig effektiven Luftschlägen helfen…nun, dann könnten sich weitere fünf bis acht Millionen Syrer auf den Weg machen. Vielleicht setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass Kriege manchmal nur durch Krieg zu beenden sind, hätte man nach den Erfahrungen des zweiten Weltkrieges aber auch früher drauf kommen können, oder? Aber das hätte in der Konsequenz bedeutet dass es im Nahen Osten wieder Menschen gegeben hätte, die uns nicht leiden können. Dabei sind wir doch so stolz darauf dass wir zum Beispiel von Palästinensern und Israelis gleichermaßen gemocht werden – und das muss man erst mal schaffen! Nein, wir werden in Syrien also weiter für den Frieden arbeiten. Einen Frieden, den man dort erst mal wieder schaffen müsste.  Stattdessen hoffen wir nun still und heimlich, dass uns das Problem jemand anderes abnimmt, Putin. Und im Nachhinein erscheint und das Regime von Assad gar nicht mehr so schlimm zu sein. Genau wie wir 2003 plötzlich unsere Sympathie für Saddam Hussein entdeckten und gegen den aufziehenden Krieg im Irak auf die Straßen gingen (wie schon 1990 übrigens). Genau genommen haben wir nämlich gar nichts gegen Kriege. Wir führen sie nur nicht mehr gern, auch unsere Verbündeten sehen wir nicht gern kämpfen, weil wir dann irgendwie feige rüberkommen und von denen nicht gemocht werden. Gar nicht gut für’s Ego. Aber Putin, der soll mal machen! Er hat uns die Suppe ja schließlich eingebrockt weil er seinen Freund Assad unbedingt halten wollte. Beeilen sollte er sich aber schon, denn unsere Großzügigkeit, die uns derzeit so gute Presse einbringt werden wir nicht lange durchhalten.

Erst wenn das letzte Zelt von Schnee bedeckt, die letzte Turnhalle requiriert und der letzte freiwillige Helfer erschöpft zusammengebrochen ist werden wir feststellen, dass es so etwas wie uneingeschränkte Solidarität nicht geben kann.

Hiobs Zimmer

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Quelle: www.talkurbex.com
Quelle: www.talkurbex.com

Ich bin ein pragmatischer Reisender. Besonders wenn ich nicht zum Zweck der Erholung und allein unterwegs bin, stecke ich so mache Absteige locker weg. Selbst wenn mich das Reisefieber in ferne Länder treibt, gilt mein Interesse eher dem Land, seinen Menschen und den Kulturellen Highlights, die mich dorthin gezogen haben. Mit anderen Worten: Als professioneller Hoteltester würde ich elendiglich verhungern! Dabei ist es natürlich nicht so, dass ich Mängel nicht sehe, im Gegenteil! Ich kann aber im Interesse von Stimmung, Laune und den zu erwartenden Abenteuern lächelnd über vieles hinweg sehen. It’s not an Bug, it’s a feature! Fahrstuhl defekt und das Zimmer liegt im fünften Stockwerk? Man soll ja sowieso mehr für seine Fitness tun. Ein Blitz hat das Wifi des Hotels außer Gefecht gesetzt? Zum Glück war ich noch nicht da! Auf der Fahrt zum abgelegen Hotel irgendwo in Mecklenburg überfahre ich fast einen Strauß? Safari hatte ich gar nicht gebucht, ein kostenloses Extra! Aus Dusche und Wasserhahn plörrt verschiedenfarbiges Wasser? In Ägypten soll man selbiges ja sowieso nicht mal zum Zähneputzen verwenden. Sicher schickt das Hotel so eine Warnung durch die Leitungen.

Gerade jetzt sitze ich aber in Hamburg in einem, nun ja, so steht es draußen an der Fassade, Hotel und dieses scheint einer hiobesken Wette zwischen Gott und Satan entsprungen zu sein. „Siehe, Satan“ sprach Gott.  „Völlig egal, welch Unbill ich ihm in den Weg gelegt, seine Stimmung und Laune ward nimmer vergrätzt. Sein Leiden bleibt still und unsichtbar!“ „Du hast dich nur noch nicht richtig angestrengt“ sagt Satan.

Und nun sitze ich in diesem Hotel. Das heißt, eigentlich schwebe ich  mehr auf diesem schmalen, kunstlederbezogenen Stühlchen, weil dessen Lehne die Neigung hat, sich mehr als sie sollte nach hinten zu neigen. Statisch kann das nicht gut ausgehen, deshalb lasse ich ab von der Lehne und lehne lieber nicht. Wie bin ich nur hier gelandet? Lese ich nicht stets aufmerksam Berichte der Vormieter? Wäge ich nicht stets ab und gebe lieber ein paar Euro mehr aus? In Wahrheit bin ich in letzter Zeit nachlässig geworden. Das Buchungsportal das ich nutze hat sich als zuverlässig erwiesen, nie gab es Katastrophen, für die ich nicht im Geist genügend große „Schwamm drüber“ Pflaster dabei hatte. Du musst morgens zur Rushhour durch Hamburg fahren – das war das Mantra, das ich im Kopf hatte. Such etwas, möglichst nahe am Veranstaltungsort! Nahe, das war in diesem Fall knapp sechs Kilometer. Das klang sehr verlockend. Zu verlockend. Und Gott strengte sich an.

Das Zimmer liegt im Nebenhaus. Kein Fahrstuhl. Dafür wäre augenscheinlich auch kein Platz,  denn die Fassade ist mit „eine Hand  breit“ großzügig beschrieben. Aber ich weiß ja das kostenlose Fitnessprogramm zu schätzen. Die Tür des Zimmers öffnet sich und mir rutscht ein „Oh“ heraus. Wenn ich es betrete, bin ich eigentlich schon wieder draußen.

Rückblende: „Ist das scharf“ fragt die Frau eines Freundes ihren Mann im chinesischen Restaurant und zeigt auf das Glas mit Sambal Oelek. Klare Antwort: „Ja“. Wenig später schimpft sie heftig und beschwert sich, dass er sie nicht gewarnt hätte. „Doch, ich hab JA gesagt“ erwidert er. „Das schon“ sagt sie. „Aber nicht, dass es sooo scharf ist!“.

Zurück zur Tür in der ich stehe. Economy-Size habe ich gebucht. „Small“ sei das Zimmer hatte das Portal geschrieben. Das Zimmer misst zwei auf dreieinhalb Meter. Inklusive einer „Nasszelle“. Ich schlucke. Wer hätte ahnen können, dass es sooo klein ist!

Nun klebe ich also am Kunstleder des Nicht-Lehn-Stuhls fest und werde mich in Kürze entscheiden müssen. Öffne ich das Fenster, um etwas frische Luft in meinen Verschlag zu lassen, oder sperre ich den Hamburger Straßenverkehr aus, um Schlaf zu finden? Ich frage mich, ob das Raumvolumen meinen Sauerstoffbedarf für die Nacht decken könnte und schaue zur flachen Decke aus bröseligen Styroporplatten. Luft gibt es durch die Decke offenbar genug, beinahe als hätte ein Kind mit einem Bleistift viele Luftlöcher in einen Schuhkarton gestochen, damit der darin untergebrachte Wellensittich atmen kann. Ich riskiere es also, das Fenster zu schließen und kämpfe mich dazu durch ein Monster von Vorhang aus knitterigem Goldbrokatimitat, das für die Turbane eines ganzen Sarazenenballets in Mozarts Entführung aus dem Serail ausgereicht hätte und sperre den Lärm aus. Einen weiten Weg hatte der rechte Arm nicht, der Tisch, über den er langen musste und auf dem sich mein Notebook kippelig Platz geschaffen hat, ist kaum größer als eine Schachtel einer Joeys-Familienpizza, der auch noch die linke vordere Ecke fehlt. Schließlich muss man ja auch noch irgendwie ins Bad gelangen.

Diese Perle der Sanitärkultur nimmt ein Viertel des gesamten Raumes ein und besteht aus sandgestrahltem Glas. Meine linke Hand kann ich sitzend ganz bequem auf die Klinke legen, welche sich aber nicht bewegen lässt. Öffnen lässt sich die Kammer indem man die Tür aus ihrer umlaufenden Gummidichtung drückt. Das Geräusch erinnert eher an ein Einmachglas als an eine Tür – sofort aufkommende beklemmende Gefühle verschwinden nach einem Blick an die Decke im Sanitär-Gemach: Dort, wo aus einer kleine Glühbirne frei am Draht baumelnd Licht tropft, klafft ein faustgroßes Loch in der Decke. Für Luft ist also gesorgt. Und für Licht! Licht an, Tür zu, das Bad wird zur Lampe, die das Zimmer zumindest räumlich gut ausfüllt.

Die offen liegenden Leitungen unter dem Hosenknopfgroßen Waschbecken sind gespenstisch, sie führen ein Eigenleben. Ständig zucken und bewegen sie sich, als zögen unsichtbare Muskeln und Sehnen an ihnen. Ich bin offenbar nicht allein in diesem Hotel. Eine Dusche gib es nicht, weil das ganze „Bad“ eine Dusche ist! Ähnlich wie man das von kleinen Booten kennt. Ein Teak-Imitat-Boden liegt auf einem undefinierbaren Metallgerüst auf, durch das das Duschwasser ablaufen soll. Das kann ja heiter werden! Segelfeeling kommt auch bei der Toilette auf. Weil diese inkontinent und absolut nicht dazu zu bringen ist, das Wasser im Spülkasten zu halten, kann man an einem „Seeventil“ die Wasserzufuhr unterbrechen.  Mit einem Schmatzen schließe ich die Gummidichtung der Bad-Tür wieder. Ich möchte jetzt doch lieber nur die Leuchtfunktion dieser Nasszellen-Zumutung nutzen.

Da es beim besten Willen keinen Platz für einen Schrank gibt, werde ich meine Sachen also an den drei kläglichen Kleiderbügeln an der Garderobe über dem Bett parken müssen. Auf einem der Bügel steht PLEASE geschrieben. Ich drehe ihn um, gewiss, auf der anderen Seite das Wort HELP lesen zu können. Aber ich habe mich getäuscht. Ich gehe zu Bett, froh darüber, dass zumindest dieses die Erwartungen übertrifft, die in der Beschreibung des Hotels zu erfahren waren. Es ist nämlich nicht nur acht, sondern ganze achtzig Zentimeter breit und morgen darf ich dieses Loch hier wieder verlassen, was gerade Hochstimmung in meiner Magengegend erzeugt. Gott muss sich wohl noch mehr anstrengen. Aber morgen gibt’s ja noch Frühstück.