Die ARD-Generalsekretärin spricht nicht gern vom Framing

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Es hat eine Weile gedau­ert, bis die ARD geruhte, auf die Empö­rung des framing-gewöhn­ten Publi­kums zu reagie­ren, welches erst nur vom Hören­sa­gen, dann aber durch aus­führ­lich gewür­digte Zitate (etwa hier, hier und hier [Teil 3, wird nach­ge­reicht]) von einer Studie erfuhr, welche die ARD-Geschäfts­füh­rung (damals unter dem Vorsitz von Karola Wille, MDR) bei der Lin­gu­is­tin Dr. Eli­sa­beth Wehling in Auftrag gab. Nun meldete sich am Sonntag, den 17.2.2019 um 14 Uhr die aktu­elle ARD-Gene­ral­se­kre­tä­rin Dr. Susanne Pfab zu Wort, was an sich schon ein unge­wöhn­li­cher Vorgang ist, aber die Dring­lich­keit nahm keine Rück­sicht auf das Wochen­ende. Teil zwei des drei­tei­li­gen Arti­kels in der Welt erschien schließ­lich nur wenige Stunden später, es war also Eile geboten. weiter lesen

Rechenfehler im Speicherwunderland

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Feh­ler­kor­rek­tur und Kor­rek­tur der Kor­rek­tur Ok, das war ein Verstoß gegen meine eigene Regel Nr. 2 (Schreib keinen Scheiß). Die 3.000 MWh Kapa­zi­tät, die ich hier im Artikel anhand eines ver­gleich­ba­ren Spei­cher­kraft­werks in Aus­tra­lien für ein deut­sche Mil­li­ar­den­pro­jekt herbei rech­nete, stimmen so nicht ganz. Die ange­nom­mene Zeit, mit der man den Spei­cher unter 900 MW Vollast betrei­ben könnte, ist aller­dings richtig falsch.

In Aus­tra­lien bekom­men wir (laut SPON, siehe Artikel oben im Link) für 42 Mil­lio­nen Euro 100 MW Leis­tung und 129 MWh Kapa­zi­tät. Für das deut­sche Projekt kennen wir nur Kosten und Leis­tung, die Kapa­zi­tät nicht. Setzen wir voraus, dass die Kosten für Leis­tung oder Kapa­zi­tät jeweils linear steigen – was natür­lich nur eine Annahme ist – bekom­men wir für 1 Mil­li­arde die 23,8-fache Spei­cher­menge wie in Aus­tra­lien, nämlich 3.070 MWh. Diese Menge ist drin im Spei­cher, wenn wir ihn geladen haben. Punkt. Die Leis­tung von 900 MW sagt ja ledig­lich, wie schnell wir den Spei­cher leeren würden. Das geht bei Vollast dann schon in drei­ein­halb Stunden, bei weniger Bedarf ent­spre­chend länger. weiter lesen

Das Netz ist nicht nur der Speicher, der Speicher ist auch das Netz!

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Um zu unter­su­chen, in welchem Zustand die deut­sche Ener­gie­wende und der Netz­aus­bau sind, muss man den Reden ihrer poli­ti­schen Herolde lau­schen. Anna­lena Baer­bocks Aus­spruch im Inter­view mit dem DLF, als sie das Netz zum Spei­cher erklärte und behaup­tete, „das ist alles aus­ge­rech­net“, war bislang nur die ver­rück­teste Äuße­rung. Damit schaffte sie es kurz­fris­tig, an Jürgen Trit­tins Aussage vor­bei­zu­zie­hen, der einst behaup­tete, die Ener­gie­wende werde den Bürger monat­lich nicht mehr kosten als eine Kugel Eis. Mitt­ler­weile wissen wir, dass der Preis für das Eis immer heißer wird und Baer­bocks nach­ge­scho­bene Begrün­dung, mit „das Netz“ sei das Stadt­gas­netz gemeint, weit weniger lus­ti­gere Effekte als Knall­gas-Expe­ri­mente im Chemie-Unter­richt zur Folge hätte. Doch nun folgt die nächste Volte, indem man einen Strom­spei­cher mal eben zum Netz-Ersatz erklärt. Das glauben Sie nicht? Dann lesen Sie mal hier bei Spiegel-Online nach! weiter lesen

Ute, Malte, Klaus, Luise: Mangelnde Multikulti-Diversität in der Redaktion der „taz“

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Im deut­schen Hand­ball tummeln sich „weiße Recken“, beklagt die „taz“ und dia­gnos­ti­ziert dem Sport­ver­band man­gelnde Diver­si­tät. Der Fußball habe Özil, Boateng und Khedira, doch im Hand­ball suche man die wun­der­bare Bunt­heit ver­geb­lich, an der sich heute die Wertung „fort­schritt­lich-gut“ oder „natio­na­lis­tisch-böse“ ent­schei­det. Der Vorwurf lautet, dass im Hand­ball ein soge­nann­ter Migra­ti­ons­hin­ter­grund hin­der­lich sein könnte, dass die Hand­ball-Vereine Mesuts, Ahmeds oder Alis „drau­ßen­hal­ten“ wollten. Ein „kon­ser­va­ti­ves Pro­vinz­ver­gnü­gen“ ohne Street-Credi­bi­lity sei Hand­ball eben. weiter lesen

Das Märchen von der unsolidarischen Industrie – eine EEG-Relotiade

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Indus­trie spart acht Mil­li­ar­den Euro an Strom­kos­ten“ schreibt Stefan Schultz auf SPON und dem Leser wird schnell klar, gegen wen die Fackel der Empö­rung geschwun­gen wird. Schon der Titel lässt ver­mu­ten, die Indus­trie sitze auf einem Batzen gespar­ten Geldes, dass sie im Grunde den „ein­fa­chen Ver­brau­chern“ weg­ge­nom­men habe. Der Hinweis, dass der Koh­le­aus­stieg dieses „Ungleich­ge­wicht“ noch ver­stär­ken werde, lässt die Fackel gleich noch höher steigen. Die Gerech­tig­keit ist in Gefahr! Die Politik muss handeln! Die Pri­vi­le­gien, mit denen die Ener­gie­kos­ten der Unter­neh­men gedrückt werden, bezeich­net Oliver Kri­scher von den Grünen als „Sub­ven­ti­ons­dschun­gel“ und damit auch dem letzten Leser klar werde, wem er angeb­lich seine hohe Strom­rech­nung ver­dankt, werden Namen genannt: Thys­sen­Krupp, Exxon­Mo­bil, Knauf, Hei­del­berg­Ce­ment und die Deut­sche Bahn – also Pan­zer­stahl, Diesel, Bau­stoffe und Beton für Miethaie sowie Zug­ver­spä­tung. Da hört das Ver­ständ­nis des Spiegel-Lesers aber auf! weiter lesen

Energie sparen ist gesund, Win-Win-Win für Düsseldorfer Schule

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Lese­dauer drei Minuten steht über einem Artikel auf RP-Online. Sinn­vol­ler wäre es oft, die Leser zu infor­mie­ren, wie lange sie am Gele­se­nen zu knab­bern haben werden. Für den Artikel „Kein Kind erfriert, wenn mal die Heizung run­ter­ge­dreht wird“ von Helene Paw­litzki kommt nämlich einiges an Ver­dau­ungs­an­stren­gung zu den drei Lese­mi­nu­ten hinzu. Hin­ter­grund der Beleh­rung war die kleine Empö­rungs­welle, die im Inter­net auf die Ankün­di­gung eines eigen­wil­li­gen Pro­jekt­tags an einer Düs­sel­dor­fer Schule folgte. Die Eltern der Kinder sollten ihren Spröss­lin­gen am „Warmer-Pulli-Tag“ am 8. Februar dicke Sachen anzie­hen, weil „die Heizung an diesem Tag aus­ge­schal­tet bleibe“ – das bringe der Schule Hei­zer­spar­nis und Extra­punkte im moder­nen Klima-Fünf­kampf aus Ener­gie­spa­ren, Flach atmen, Bio essen, Müll trennen und Auto ver­mei­den. Von „Ener­gie­be­wusst­sein“ und „umwelt­be­wuss­ter Lebens­weise“ war auch die in infan­ti­lem Comic-Sans gedruckte Rede. Auf Recy­cling­pa­pier, will ich hoffen. weiter lesen

Ein Schiff wird kommen – mit der CEIBA zurück in die Vergangenheit

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Es könnte ein wirk­lich schönes Schiff werden, wenn es in zwei bis vier Jahren fertig ist: das Holz- Segel­fracht­schiff „CEIBA“, dessen Bau letztes Jahr in Costa Rica begann. Die schönste Art, einen Ozean zu berei­sen, ist ohnehin das Segeln und warum nicht das Ange­nehme mit dem Gewinn­brin­gen­den ver­bin­den und Fracht trans­por­tie­ren? Die sich auf der Reise ein­stel­lende Ent­schleu­ni­gung und Unmit­tel­bar­keit ist eine wahre Wonne und wenn man sich Riss und Segel­plan der „CEIBA“ ansieht, findet man das Schiff für seine Zwecke aus­ge­spro­chen taug­lich. Einige Rah­se­gel am Fock­mast, um Pas­sat­winde gut nutzen zu können, ansons­ten Gaf­fel­se­gel, die sich auch mit wenig Per­so­nal und von Deck aus bedie­nen lassen. Alles sehr schön und mit viel Vintage-Appeal. Das fertige Schiff wird eine Zierde aller sieben Meere sein, da bin ich mir sicher. Ganz ernst­haft! Selbst die avi­sier­ten Bau­kos­ten von 3,2 Mil­lio­nen Euro sehen ange­sichts der aus dem Ruder lau­fen­den Kosten für die kariöse „Gorch Fock“ der Bun­des­ma­rine wie Taschen­geld aus. Unsere Kanonen-Ursel sollte einen ihrer exter­nen Berater auf die Helling in Costa Rica schi­cken. weiter lesen

Chancengleichheit – Freie Menschen folgen Neigungen, nicht Ideologien

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Das servile Inter­view der „Zeit“-Journalistin Jana Hensel mit der Kanz­le­rin sorgte für hef­ti­ges Sod­bren­nen bei jenen Publi­zis­ten, die sich nicht wider­spruchs­los in die Reihen der Merkel-Ära-Cla­queure ein­rei­hen wollen, um der Kanz­le­rin den Roten Teppich bis in die Geschichts­bü­cher aus­zu­rol­len. Alex­an­der Wendt zum Bei­spiel file­tiert auf Publi­co­mag die dümm­li­che Sprache in den Fragen und For­mu­lie­run­gen, in denen er Buch­ti­tel­po­ten­zial ent­deckt. Beim Nach­le­sen der Hen­se­liade in der „Zeit“ muss man in der Tat die Nar­ren­kappe als Schutz­helm tragen, um unfall­frei durch den Text zu kommen. Sätze wie Ich zog in das Merkel-Gefühl ein wie in eine zweite Haut“ sind nüch­tern und in ernst­haf­ter Stim­mung kaum zu ertra­gen, kopie­ren aber perfekt den pseu­do­in­tel­lek­tu­el­len Sing­sang, mit dem fest ver­schraubte DDR-Lite­ra­ten Stalin noch nach dessen Tod pein­li­che Wort­denk­male errich­te­ten. Die „Johan­nes R. Becher Medaille“ wäre Jana Hensel für ihre Lob­hu­de­lei jeden­falls sicher! Dem „Neuen Deutsch­land“ sollte – sofern es von den Geset­zen der Markt­wirt­schaft nicht bald end­gül­tig hinweg gerafft wird – ein Revival diese Preis­ver­lei­hung ange­le­gen sein. weiter lesen

Heiko Maas: mit Blindheit gegen Unwissen und Antisemitismus

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Hamas-Kämpfer, Foto: www.honestlyconcerned.info

Außen­mi­nis­ter Heiko Maas beweist wieder einmal, wie ober­fläch­lich und ein­di­men­sio­nal sein Denken ist. Richtig ist, dass der Anti­se­mi­tis­mus zunimmt in Europa und in Deutsch­land. Maas blickt jedoch in die falsche Rich­tung, wenn er mal wieder die Gefahr von rechts pro­pa­giert und die Gefahr des mil­lio­nen­fach impor­tier­ten isla­mi­schen Anti­se­mi­tis­mus igno­riert. Der Islam als Quelle des Hasses kommt in Heikos Schul­auf­satz, dem „Die Welt“ eine Bühne gab, über­haupt nicht vor. Und er macht unver­zeih­li­che Kate­go­rie­feh­ler, wenn er anmahnt, Gedenk­stät­ten wie das Haus der Wann­see­kon­fe­renz zu besu­chen, wo der Mas­sen­mord an den Juden geplant wurde. Ausch­witz, Bergen-Belsen, Buchenwald…das alles sind genuin deut­sche Schre­cken­sorte, an denen gewiss deut­sche Jugend­li­che etwas über ihre Groß­vä­ter und Urgroß­vä­ter lernen können – den isla­mi­schen Anti­se­mi­tis­mus tan­gie­ren sie nicht, weil diese Orte nur Teil der deut­schen Ver­gan­gen­heit sind, nicht aber der Ver­gan­gen­heit von Migran­ten aus Syrien, Sudan oder Afgha­ni­stan. weiter lesen

Geraten Sie bitte JETZT in Panik, der Klimawandel ist da!

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Davos schein ein wenig auf den Hund gekom­men zu sein in diesem Jahr. Es hagelte Absagen der „Big Player“ aus den USA, China, Frank­reich und Groß­bri­tan­nien. Man war höchs­tens sub­al­tern ver­tre­ten, was natür­lich größere Bühnen für Merkel, Lagarde oder Soros bedeu­tete. Der tiefere Sinn dieses kaum „Ver­an­stal­tung“ nenn­ba­ren jähr­li­chen Alm-Auf­triebs hat Dellen bekom­men. Doch während bisher gerade linke Pau­schal-Kri­ti­ker des Kapi­ta­lis­mus mit Ver­ach­tung und Miss­trauen auf die Kamin­ge­sprä­che der Mäch­ti­gen blick­ten, sieht die Sache ganz anders aus, wenn man in Davos ein paar Pin­sel­stri­che „Kli­ma­po­li­tik“ über die Schwei­zer Alpen malt. Greta Thun­berg, die im Dezem­ber noch vor leeren Sälen auf der COP in Kato­wice an das Welt­kli­mage­wis­sen appel­lierte, ist extra mit dem Zug aus Schwe­den ange­reist, um auch in Davos ihr Sprüch­lein auf­zu­sa­gen, Hände zu schüt­teln, Schul­schwän­zer zu adeln und all die rüh­ren­den inter­na­tio­na­len „Awhhhs“ und „Owhhhs“ ein­zu­sam­meln. Wie toll sie doch ist! Was für ein Gra­tis­mut, für das zu kämpfen, was längst unhin­ter­fragt regie­rungs­amt­li­che Politik aller Glo­ba­lis­ten ist! Da die nächste COP im fernen Chile statt­fin­det und Greta bis zur end­gül­ti­gen Kli­ma­ret­tung Flug­zeug-Ent­hal­tung gelobt hat, muss sie sich beeilen mit der Welt­ret­tung. Es scheint, als sei sie noch ein wenig mili­tan­ter gewor­den in den letzten Wochen, denn die Auf­merk­sam­keit der Welt reicht ihr heute nicht mehr: weiter lesen

Tempolimits und andere Gerechtigkeiten in Wendezeiten

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Auf einigen wenigen deut­schen Auto­bah­nen gele­gent­lich Vollgas geben zu können, gehört sicher in die Reihe natio­na­ler Eigen­ar­ten wie islän­di­scher Gam­mel­hai oder ame­ri­ka­ni­sche Waf­fen­ge­setze und es lassen sich natür­lich für jede Abwei­chung von einer nicht defi­nier­ten „inter­na­tio­na­len Norm“ Gründe finden, diese Marot­ten zu regu­lie­ren und zu ver­bie­ten. Das feh­lende gene­relle Tem­po­li­mit auf unseren Auto­bah­nen gehört bislang zu den inter­na­tio­nal bekann­te­ren deut­schen Mythen, bekann­ter noch als fins­tere deut­sche Wälder, Kuckucks-Uhren oder Leder­ho­sen und dient nicht selten als Erklä­rung für die Zuver­läs­sig­keit deut­schen Auto­mo­bil­baus. Doch da sich letz­te­rer ohnehin auf dem Weg der ideo­lo­gi­schen Abschaf­fung befin­det, braucht man die „freie Fahrt für freie Bürger“ wohl auch nicht mehr. In schöner Regel­mä­ßig­keit wird folg­lich das „Ende der Raserei“ gefor­dert. Die jüngste Debat­ten­auffri­schung kam von der „Natio­na­len Platt­form Zukunft der Mobi­li­tät – für eine bezahl­bare, nach­hal­tige und kli­ma­freund­li­che Mobi­li­tät“, einer per­so­nal­star­ken regie­rungs­amt­li­chen Fazi­li­tät, welche reich an Wich­tig­keit und arm an Selbst­zwei­feln und direkt dem Koali­ti­ons­ver­trag der Regie­rungs­par­teien ent­sprun­gen ist. Seit einem Jahr schauen die Exper­ten dieser Regie­rungs­kom­mis­sion nun schon in ihre Kris­tall­ku­gel und haben her­aus­ge­fun­den, was gesche­hen müsse in Deutsch­land, um die Ver­kehrs­wende ein­zu­lei­ten: Tem­po­li­mits auf Auto­bah­nen und Steu­er­erhö­hun­gen auf Diesel – kleine Grau­sam­kei­ten sind erlaubt, weil man sonst die „Wende” nicht schafft…wer hätte das gedacht! weiter lesen

Brexit: Ein Stern weniger und ein oberflächlicher Brief

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Wir leben in einer Zeit der gera­dezu epi­de­mi­schen Ver­brei­tung von Sym­bo­len sowie deren poli­ti­scher Auf­la­dung und Instru­men­ta­li­sie­rung. Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete der SPD tragen weiße Blusen anläss­lich 100 Jahre Frau­en­wahl­recht, Demons­tran­ten in Europa und den USA tragen rosa Mützen als Protest gegen Donald Trump, gelbe Westen dürfte der Fran­zö­si­sche Prä­si­dent noch in seinen Alb­träu­men sehen und neu­er­dings tragen deut­sche Jus­tiz­mi­nis­te­rin­nen mit EU-Ambi­tio­nen dun­kel­blaue Hoodies samt EU-Logo mit Stern­aus­fall um…ja um was eigent­lich aus­zu­sa­gen? „Wer in der Krea­tiv­szene was auf sich und sein poli­tisch auf­ge­klär­tes Image hält, der besitzt so einen Pulli“ meint die Welt. Auf­ge­klär­tes Image also und Frau Barley hält sich offen­bar für kreativ. Dem EUnify-Pulli fehlt nämlich ein Stern, es sind nicht zwölf, sondern nur elf. Die Briten sind raus. De facto noch nicht ganz und viel­leicht sogar nie richtig, mora­lisch sind sie abge­schrie­ben von „Genera­tion EU-Iden­ti­tät“ denn sie haben gezwei­felt am Weg der EU und nun wirft man ihnen schnell noch ein paar ver­lo­gene Kro­ko­dils­trä­nen hin­ter­her. weiter lesen

Vereinte Nationen gegen Israel – wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

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Eine Rezen­sion zum Buch von Alex Feu­er­herdt und Florian Markl. Wer Bücher wie dieses wirk­lich inten­siv liest, bekommt eine Vor­stel­lung davon, was es heißt, sich ein Thema wirk­lich zu erar­bei­ten. Es ist zeit­auf­wän­dig, in den Quellen nach­zu­schla­gen, aber ich habe es immer wieder getan, um Gewiss­heit über das zu erlan­gen, was ich doch schon aus eigenen Recher­chen und Arti­keln oder aus anderen Büchern kannte. Die Fakten spre­chen eine klare Sprache und in Sachen Israel und UN besteht diese Sprache seit Jahr­zehn­ten vor­wie­gend aus grund­lo­sen Ver­ur­tei­lun­gen, halt­lo­sen Unter­stel­lun­gen, gefälsch­ten Anschul­di­gun­gen und der Ver­harm­lo­sung von Terror. Tuvia Tenen­boms Buch „Allein unter Juden“ lie­ferte bereits vor einigen Jahren einen guten Über­blick über Agenda und Vor­ge­hens­weise von UN und den zahl­rei­chen NGO in Israel, das Buch von Feu­er­herdt und Markl liefert ein chro­no­lo­gisch sor­tier­tes eis­kal­tes Buffet an Fakten dazu, dass einem beim Beladen des Tellers schon schlecht werden kann. Ange­kom­men auf Seite 239 von „Ver­einte Natio­nen gegen Israel“ gab mein Text­mar­ker auf – leer. Aber da lagen nur noch 43 Inhalts­sei­ten vor mir, den Rest des Buches bilden 701 Quellen-Anmer­kun­gen und 22 Seiten ver­wen­dete Lite­ra­tur. Was der Umfang des Buches zunächst nur erahnen lässt, zeigt sich spä­tes­tens dort: es ist eine der wohl umfang­reichs­ten und voll­stän­digs­ten Arbei­ten zum Thema. weiter lesen

Zwischen Leber und Miliz – Schreiben am Rande des Gesinnungsdeliriums

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Sebas­tian Leber ist beim Tages­spie­gel für die Beleuch­tung zustän­dig. Er setzt dort den „rechten Rand“ in schar­fes und den „linken Rand“ in schmei­chel­haft weiches Licht. Etwa als er mit Blick auf Chem­nitz fragt, „Wie rechts ist die Stadt?“ oder im Artikel „Danke, liebe Antifa!“ mit pas­tel­le­nen Farben zur Ver­tei­di­gung einer „viel geschol­te­nen Subkultur (meine Her­vor­he­bung) anhob. Doch was ist der Schnee von gestern gegen einen Shit­s­torm von heute! Einem solchen sah sich nämlich aktuell Nicole Diek­mann vom ZDF aus­ge­setzt und wer wollte bestrei­ten, dass derlei sozial-mediale Fle­ge­leien eine unan­ge­nehme und meist auch völlig unan­ge­mes­sene Sache sind. Was mich zum Bei­spiel prin­zi­pi­ell an solchen Wut-Tiraden stört, ist die völlige Abwe­sen­heit sach­li­cher Argu­mente, die es auch in diesem Fall durch­aus gegeben hätte. Es ging statt­des­sen nur noch darum, mög­lichst kräftig aus­zu­ho­len, um Knie und Schien­beine des Kon­tra­hen­ten zu treffen. „Ad hominem” also und damit an der Sache vorbei. Die Kon­den­sa­ti­ons­kerne, um die herum sich die Gewit­ter­wol­ken bilden, kommen jedoch seit Jahren von aus­nahms­los allen (!) poli­ti­schen Par­teien und die Saat scheint gut auf­zu­ge­hen in diesem Land, wie der aktu­elle Anschlag auf den Bremer AfD-Chef gezeigt hat. Für bedau­ernde Sprüche und schein­hei­lige Aufrufe zur Mäßi­gung ist es wohl leider schon zu spät, der poli­ti­sche Gegner wird nicht mehr als Mensch wahr­ge­nom­men und ist längst zum Zerr­bild des Feindes schlecht­hin mutiert. Soviel zum Prin­zi­pi­el­len, wenden wir uns dem Spe­zi­el­len des Falles Diek­mann zu und was der Beleuch­ter Leber damit zu schaf­fen hat. weiter lesen

Beweis erbracht: Facebook hat sie nicht mehr alle!

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24-Stunden-Sperre

Nachdem Joachim Stein­hö­fel auf seiner Wall-of-Shame darüber berich­tete, dass Roland Mösl für das Posten eines Welt-Arti­kels aus dem Jahr 2014 gesperrt und der Artikel bei Face­book auto­ma­ti­siert gelöscht wird, wollte ich wissen, ob die auto­ma­ti­sierte Sperre auch bei mir zuschnappt. Fast 24 Stunden war der Artikel online und immer wieder berich­te­ten User, dass ihr eigener Selbst­ver­such binnen Minuten zur Löschung und Ver­war­nung führte.

Nun auch bei mir, zuzüg­lich einer 24-Stün­di­gen Sperre mit Andro­hung eines Zuschla­ges, sollte ich mich künftig nicht besser beneh­men. Nun, das kannst Du schon mal ver­ges­sen, Face­book! „Die Welt“ ist ein aner­kann­tes – wenn sicher auch nicht all­seits belieb­tes Medium der deut­schen Pres­se­land­schaft. Der Autor des Arti­kels, Clemens Wergin, ist im Gegen­satz zu vielen anderen noch nicht durch Relo­tia­den auf­ge­fal­len, sein Text war und ist von der im Grund­ge­setz ver­an­ker­ten Presse- und Mei­nungs­frei­heit geschützt, ebenso mein Recht auf Link und Zitat. Face­book ver­stößt also gegen meine Grund­rechte. Nur Halb-Auto­ma­ti­siert, wie es den Anschein hat. weiter lesen