Beinahe hätte ich einen wich­ti­gen Geburts­tag ver­ges­sen, denn das „Erneu­er­bare-Ener­gien-Gesetz“, dessen tücki­scher Exis­tenz ich schon viele Artikel gewid­met habe, wird heute 20 Jahre alt. Zeit Bilanz zu ziehen und kräftig zu feiern. Ange­sichts der Ener­gie­kos­ten im Land bei Ker­zen­schein und kalter Küche, aber natür­lich mit zünf­ti­ger Torte. Und falls Sie sich fragen, wer wohl aus der Torte hüpft…für diese Rolle kommt natür­lich nur Claudia Kemfert in Frage, Kon­di­to­rin und Kalt­mam­sell der Ener­gie­wende, die ohne das EEG so ganz ohne Aufgabe dastünde. Hoch lebe das EEG, dem Frau Kemfert ihren Job und ich meinen Gal­gen­hu­mor ver­danke. Wie üblich in Inter­view­form – für kri­ti­sche Ana­ly­sen muss man bei Kemfert immer Sekun­där­quel­len bemühen­ – befragt Stefan Römer­mann für den Deutsch­land­funk Kemfert nach den Anfän­gen des EEG.

Warum war das Gesetz sei­ner­zeit so umstrit­ten?“

Igno­rie­ren wir die Antwort, denn diese Gefäl­lig­keits­frage ist sug­ges­tiv und falsch for­mu­liert. Umstrit­ten war das Gesetz anfangs nämlich gerade nicht wegen der hohen Ver­gü­tun­gen, wie Kemfert behaup­tet, sondern höchs­tens deshalb, weil man sich fragte, wozu es über­haupt nütze sei. Es gab im Jahr 2000 so wenige Solar- und Wind­far­mer, denen man feste Ein­spei­se­ver­gü­tun­gen garantierte…was sollte da schon schief gehen! Also legte man im Jahr 2000 zwei Reis­kör­ner aufs erste Feld des Schach­bretts und sah mit wach­sen­der Sorge Jahr für Jahr den Sub­ven­ti­ons­berg wachsen. Bei etwa einer halben Billion sind wir mitt­ler­weile schon. Die Frage hätte also lauten müssen: War das Gesetz sei­ner­zeit so umstrit­ten wie heute?

Exportschlager EEG

Ich will hier aber gar nicht lang­wei­len mit den immer und immer wieder gehör­ten Märchen vom sin­ken­den Preis der „Erneu­er­ba­ren“, wenn erst mal genug davon in der Land­schaft rum­ste­hen (die ersten werden längst wieder abge­räumt). Kemfert wird nicht müde, das zu behaup­ten aber genau dafür wird sie ja schließ­lich bezahlt. Die Branche winselt den knapper wer­den­den Sub­ven­tio­nen nach und das ist leider schon die ganze Geschichte ihres Nie­der­gangs. Gebt uns mehr Geld, damit wir euch bil­li­gen Strom geben können, so das Mantra. Man muss beim Ein­mal­eins nicht mal bis zur Zwei­er­reihe gekom­men sein, um zu erken­nen, dass dies öko­no­mi­scher Koko­lo­res ist. Nein, mir geht es hier um eine andere Behaup­tung Kem­ferts, welche beim Ver­brau­cher gleich­falls durch mög­lichst viele Wie­der­ho­lun­gen in Wahr­heit umge­wan­delt werden soll. Kemfert im DLF:

Im Übrigen ist das deut­sche EEG in über hundert Ländern der Welt kopiert worden. Es wurde fast überall ange­wen­det, und das zeigt, dass es eine sehr erfolg­rei­che För­de­rung war. Heute ist man in einer Welt, wo die erneu­er­ba­ren Ener­gien wett­be­werbs­fä­hig sind, und das ist wirk­lich dank des EEG.“

Das deut­sche EEG kopiert und fast überall ange­wen­det. Diese Aussage ist in meinen Augen unmiss­ver­ständ­lich und besagt, etwas poe­ti­scher, „am deut­schen Ener­gie­we­sen will die Welt genesen“. Schauen wir also mal genauer nach, wie sich das angeb­lich „copy & paste“ des EEG in mehr als der halben Welt (es gibt ja nur 194 Staaten) in der Rea­li­tät dar­stellt.

Hundert Länder

Fragen wir zunächst mal Google nach „Länder mit EEG“. Nicht Staaten, Länder. Denn Frau Kemfert benutzt dieses Wort ja auch. Die Seiten hinter der Mehr­zahl der Treffer sendet aus der­sel­ben poli­ti­schen Bubble wie Kemfert, also kli​ma​ret​ter​.info, wind​kraft​-journal​.de, erneu​er​bare​-ener​gien​.de und andere Pro­pa­gan­da­por­tale. Aller­dings hätte ich doch gern sowas wie eine Liste dieser 100 Länder mitsamt einer nach­voll­zieh­ba­ren Erklä­rung oder Analyse, wie dort via „paste“ der deut­sche Export­schla­ger EEG imple­men­tiert wurde. Statt­des­sen überall nur Jubel­zah­len.

Je nachdem wie weit man in der Zeit zurück geht, sind es 60, 70 oder eben auch 100 Länder, aber nir­gends steht, was genau da pas­siert und wie diese Länder heißen. Ein Link zu kli​ma​ret​ter​.info bringt uns schließ­lich dem Ziel näher. „Welt­weit hundert Mal das EEG“ titelt man dort, Frau Kemfert muss schein­bar hier vor­bei­ge­schaut haben. Im Text bei kli​ma​ret​ter​.info heißt es weiter:

Kein anderes deut­sches Gesetz ist welt­weit jemals so oft über­nom­men oder nach­ge­ahmt worden, wie das Erneu­er­bare-Ener­gien-Gesetz. Wie die Agentur Zukunft ermit­telte, gab es Anfang 2013 welt­weit schon ins­ge­samt 99 Gesetze auf natio­na­ler oder regio­na­ler Ebene, die das deut­sche EEG zum Vorbild genom­men haben.“

Merken Sie auch, wie es brö­ckelt? Ins­ge­samt 99, nicht 100. Gesetze, nicht Länder. Auf natio­na­ler und regio­na­ler Ebene – wie regio­nal darf’s denn sein? Vorbild, nicht Kopie – was auch immer das am Ende genau bedeu­tet. Ermit­telt wurde die Schwamm­zahl noch dazu von der „Agentur Zukunft“, einem nach eigenem Claim „Büro für Nach­hal­tig­keits­fra­gen“, dass sich mit „Energie, Kli­ma­pro­ble­ma­tik, 2°-Grenze und koh­len­stoff­ar­mer Ener­gie­wirt­schaft“ befasst. Hat da etwa jemand bei Dr. Malboro gefragt, wie gesund Rauchen ist? Doch weiter im Text der Kli­ma­ret­ter:

Diese Zahlen würde auch der inter­na­tio­nal aner­kannte Global Status Report Rene­wa­bles 2013 bestä­ti­gen. Demnach haben 71 Länder und 28 Bun­des­staa­ten oder Pro­vin­zen irgend­eine Form von Ein­spei­sungs­ver­gü­tung.“

71 plus 28 macht 99, daher also die „runden Hundert“ Länder aus Kem­ferts Geburts­tags­torte. Es sind auch Bun­des­staa­ten und Pro­vin­zen dabei, sofern sie nur „irgend­eine” Form der Ein­spei­se­ver­gü­tung haben. Wäre Trump nicht solch ein stör­ri­scher Esel, man könnte die Erfolgs­zahl gleich um 50 erhöhen! Der Ver­dacht bestä­tigt sich, wenn man in den erwähn­ten und ver­link­ten Global Status Report schaut. Dort wird man auf Seite 14 fündig. In einer Tabelle für das Jahr 2012 unter „States/provinces/countries with feed-in poli­cies“. Will heißen, dass es in 99 Ländern, Staaten oder Regio­nen poli­ti­sche Regeln für die Ein­spei­sung erneu­er­ba­rer Ener­gien in die jewei­li­gen Strom­netze gibt. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Welt­weit gibt es – außer in Deutsch­land – keine staat­li­chen För­der­mil­li­ar­den, elf (dem­nächst zwölf) Son­der­pos­ten und Haf­tungs­um­la­gen auf den Strom­rech­nun­gen, keine Garan­tie­zah­lun­gen für Inves­to­ren in Erneu­er­bare Ener­gien. Wenn jemand den Strom, den seine Solar­an­lage oder sein Windrad pro­du­ziert, in ein Netz ein­spei­sen will, muss es dafür selbst­ver­ständ­lich Regeln geben. Das ist nicht EEG, sondern logisch, wie Moritz Neu­meier viel­leicht sagen würde. Die Idee, die Strom­ver­sor­gung durch Regu­lie­rung welcher Art auch immer halb­wegs stabil zu halten, haben sich eben gerade nicht deut­sche Ener­gie­wend­ethink­tanks aus­ge­dacht. Von „Vorbild EEG“ oder gar „Export­schla­ger“ kann somit keine Rede sein.

Täuschung oder Taschenspielertrick

Kemfert spricht also im Jahr 2020 von „hundert Ländern“ und benutzt somit stark auf­ge­hübschte Zahlen, die wir schon seit 2012 kennen. Warum ging der EEG-Export­erfolg denn seitdem nicht weiter? Müssten heute, acht Jahre später, nicht min­des­tens 300 „Länder“ der deut­schen Ener­gie­wende ver­fal­len sein? Schwer vor­stell­bar, dass Kemfert keine neueren Zahlen hat. Oder lassen sich diese einfach nicht noch schöner dar­stel­len?

In Wahr­heit geht kein Land oder Staat und keine Provinz auf dieser Welt wie Deutsch­land am Rande einer Klippe spa­zie­ren, wenn es um die Ener­gie­ver­sor­gung geht. Sucht man bei Google nach „EEG Staaten“, kommt man sehr schnell zu einem Wiki­pe­dia-Artikel, der die Bemü­hun­gen ein­zel­ner Staaten beschreibt, die „Ener­gie­wende“ zu schaf­fen. In dem Artikel ist mehr Luft als in zehn bäcker­fri­schen Wind­beu­teln! Viel „streben an“, „wollen errei­chen“ oder „bis zum Jahr 2050 werden“, aber außer einem ellen­lan­gen Abschnitt über das EEG-Mus­ter­land Deutsch­land nichts Sub­stan­zi­el­les, auf das man ein Solar­pa­nel nageln könnte.

Nein, Frau Kemfert, die Kerzen auf der Geburts­tags­torte „20 Jahre EEG“ müssen Sie allein aus­pus­ten. Ein Export­schla­ger war dieser Murks nie. Das EEG wurde viel­mehr niemals irgendwo adap­tiert oder gar kopiert.

Doch ich habe eine Idee, wie Sie die Situa­tion noch retten können. Da der Strom in Deutsch­land mitt­ler­weile welt­weit der teu­erste* ist und die halbe Welt unser EEG angeb­lich erfolg­reich „kopiert“ hat, schlage ich einen zügigen Re-Import vor. Sie bestim­men, aus welchem Land. Denn überall in der erfolg­rei­chen Ener­gie­wende-Welt laufen ja noch die Kern­kraft­werke, die Gas­tur­bi­nen und die Koh­lemei­ler, deren Output Ihren Aus­sa­gen zufolge nur bei uns die Netze „ver­stopft“. Wenn also das EEG überall erfolg­reich ist und nur bei uns die Ener­gie­kos­ten so astro­no­misch hoch sind, warum sollten wir mit der Umset­zung der Ener­gie­wende nicht besser externe Fach­kräfte beauf­tra­gen, statt uns auch nach so vielen Jahren immer noch Kemfert’sche Durch­hal­te­pa­ro­len vom „morgen wird’s bil­li­ger“ anzu­hö­ren?

* Nicht ganz. Auf den Bermuda Islands ist Strom noch etwas teurer. Bermuda steht in der Liste der Pro-Kopf-Ein­kom­men aller­dings auf Rang drei (nach Monaco und Liech­ten­stein und vor der Schweiz), während das „reiche Deutsch­land” auf Rang 19 her­um­düm­pelt.

13 Kommentare

  1. Ein wei­te­res Zitat aus dem Artikel:
    „Kein anderes deut­sches Gesetz ist welt­weit jemals so oft über­nom­men oder nach­ge­ahmt worden, wie das Erneu­er­bare-Ener­gien-Gesetz. Zitat Ende.

    Wenn wir nun mal von der Anzahl der Länder absehen, und die Beto­nung auf … „Nach­ge­ahmt“… legen, ist an der Aussage absolut nichts falsch. Es sei denn es kann mir einer ein deut­sches Gesetz nennen, das öfter in anderen Ländern nach­ge­ahmt wurde. Allein diese Tat­sa­che spricht doch für seine Qua­li­tät. Wenn dann von Lob­by­is­ten ständig ver­sucht wird das EEG zu ihren Gunsten umzu­ge­stal­ten, wie in meinem vorigen Beitrag deut­lich gemacht, ist das ein anderes Thema.
    Über­haupt finde ich etwas unan­ge­mes­sen, wie man mit Frau Kemfert hier umgeht, nur weil sie die Wahr­heit sagt, die einigen Alt­ge­dien­ten nicht ins Konzept passen.
    Bei neu­tra­len Lesern können Sie, mit diesem ‚zum Teil, sexis­ti­schen Unter­ton, bestimmt keinen Ein­druck hin­ter­las­sen.

    • Ich hin­ge­gen finde es unan­ge­mes­sen, wie Frau Kemfert mit der Wahr­heit umgeht. Erklä­ren Sie uns doch einfach mal die „100 Länder” und warum man für diese Zahl die Fakten ver­biegt. Das iro­nisch auf­zu­spie­ßen ist mein Anlie­gen. Warum Sie das sexis­tisch finden, leuch­tet mir nicht ein, aber das liegt wohl im Auge des Betrach­ters. Im übrigen dürfen Sie feiern was Sie wollen, mei­net­we­gen auch das EEG. Zur Feier des Tages emp­fehle ich dieses Video der Che­f­lob­by­is­tin, die Sie hier gegen Kritik ver­tei­di­gen. Viel Spaß beim belehrt werden. https://​youtu​.be/​l​m​j​6​E​6​q​T​gWg

      • Jetzt halten Sie sich doch bitte nicht an den 100 fest, das ist doch unwe­sent­lich, ob nun 50 oder 100. Tat­sa­che ist, das Andere uns nach­ah­men, sonst könnten wir ja nicht, als ehe­ma­lige Vor­rei­ter der Ener­gie­wende nun ins Mit­tel­feld zurück­ge­fal­len sein.

        Kommen wir doch mal zu dem Wesent­li­chen, unserem Strom­preis der immer als der höchste in Europa bezeich­net wird.
        Frau Kemfert kri­ti­siert dies­be­züg­lich u.a. auch die auf­ge­blähte EEG Umlage, wie ich in meinem Beitrag vom 28 Feb. um 22.34 Uhr deut­lich gemacht habe. Was ist nach Ihrer Meinung an dieser meiner Dar­stel­lung falsch.????

        Was ist falsch an der Tat­sa­che, dass seit 2010 die EEG Umlage aus der „Num­me­ri­schen“ Dif­fe­renz zwi­schen Bör­sen­prei­sen und den EE Ver­gü­tun­gen besteht.

        Heißt in der Praxis….je bil­li­ger sich die Ver­sor­ger bei sin­ken­den Bör­sen­prei­sen Strom beschaf­fen können, desto höhere EEG Umlage müssen die Ver­brau­cher bezah­len.

        Alles Daten und Fakten fun­dierte Tat­sa­chen, die Frau Kemfert zum Thema macht.

        • Das ist jetzt aber schon etwas dreist. Sie ver­lan­gen von mir, die Lüge von den 100 EEG-Expor­ten – und es ist eine Lüge – für unwe­sent­lich zu halten? Warum sollte ich das? Warum benutzt jemand, der nichts weniger im Sinn hat, als die voll­stän­dige Umkrem­pe­lung unserer Ener­gie­ver­sor­gung, solche Zahlen? Ich sage es Ihnen: weil unsere Lands­leute sich zurecht fürch­ten, allein im dunklen Wald zu stehen, weil uns in Wirk­lich­keit niemand auf unserem Weg folgt. Ver­ges­sen Sie das Pos­tu­lat, man würde uns „nach­ah­men“. Wenn andere Länder ihre Mörder weg­sper­ren und wir das auch tun, würde niemand auf die Idee kommen, wir würden „nach­ge­ahmt“. Die Ein­spei­sung von Strom in öffent­li­che Netze bedarf ver­schie­de­ner Regeln, um das zu begrei­fen, braucht die Welt nicht das EEG. Die Chi­ne­sen und Süd­ko­rea­ner haben sich vor etwa zehn Jahren das deut­sche System genau ange­se­hen. Ihr Verdikt lautete – voller asia­ti­scher Höf­lich­keit – „Inter­es­sant, aber nichts für uns.“ Die wesent­li­chen Inhalte des EEG, nämlich feste Ver­gü­tun­gen unab­hän­gig vom Bedarf und sogar Garan­tie­zah­lun­gen und Inves­ti­ti­ons­hil­fen über den GESAMTEN Inves­ti­ti­ons­zeit­raum von 20 Jahren, also all die lecken Dinge, die die Inves­ti­tio­nen in Erneu­er­bare so ange­nehm machen, kopiert keiner.
          Was unsere Strom­börse schafft, ist eben­falls welt­weit ein­ma­lig. Je bil­li­ger die Han­dels­ware, desto höher die Auf­schläge für die Kunden. Das ist öko­no­misch pervers. Ganz abge­se­hen davon, dass Strom wegen der vola­ti­len Erneu­er­ba­ren eben gerade nicht so pro­du­ziert werden kann, dass die zwin­gend nötige Netz­sta­bi­li­tät herrscht. Die Ver­klap­pung über­flüs­si­gen Wind­stroms bei unseren Nach­barn während der Stürme der letzten Wochen hat allein einige Mil­lio­nen Euro gekos­tet.
          Zu ihrem Post vom 28. Nur so viel: Finden Sie es nicht seltsam, dass Frau Kemfert, selbst nichts anderes als Lob­by­is­tin trübs­ten Wassers, nun schein­bar gegen zwei Gruppen anderer Lob­by­is­ten kämpft? Im Video gegen die „Fos­si­len“ und laut Ihrer Aussage nun auch noch gegen jene, die das EEG zu ihren Gunsten umge­stal­ten wollen. Lob­by­is­ten wohin man schaut, nur einen Markt sehe ich nicht, höchs­tens dessen Simu­la­tion samt „Börse“. Der Ver­brau­cher ist, egal welche Novel­lie­rung oder Ände­rung des EEG auch immer vor­ge­nom­men wurde, immer außen vor und zahlt, während seine Strom­ver­sor­gung immer unsi­che­rer wird. Nee, nee, Herr Diehl, man kann es drehen und wenden wie man will. Die deut­sche „Ener­gie­wende“ ist Murks und der wurde im Wesent­li­chen vom EEG ver­ur­sacht. Dessen „Vater“ Hermann Scheer kann man übri­gens mit Fug und Recht eben­falls einen Lob­by­is­ten nennen, nament­lich der Solar­in­dus­trie, die bei uns nach Wegfall der üppigs­ten Sub­ven­tio­nen gera­dezu implo­dierte. Wie hoch der Preis für die Lern­kurve war, die wir hier für die ganze Welt bezahlt haben, noch niemand bezif­fern können.

  2. Zitat aus dem Artikel.
    Doch ich habe eine Idee, wie Sie die Situa­tion noch retten können. Da der Strom in Deutsch­land mitt­ler­weile welt­weit der teu­erste* ist Zitat Ende.

    Daran ist nicht das ursprüng­li­che EEG schuld, wie es von den Vätern der Ener­gie­wende auf den Weg gebracht wurde. Die hohen Strom­preise sind das Ergeb­nis, der von Lob­by­is­ten kon­stru­ier­ten, EEG Neu­ord­nung von 2010.

    Siehe hier. https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​A​u​s​g​l​e​i​c​h​s​m​e​c​h​a​n​i​s​m​u​s​v​e​r​o​r​d​n​ung

    Und hier:
    https://​www​.energy​-charts​.de/​p​r​i​c​e​_​a​v​g​_​d​e​.​h​t​m​?​p​r​i​c​e​=​n​o​m​i​n​a​l​&​p​e​r​i​o​d​=​a​n​n​u​a​l​&​y​e​a​r​=​all

    Von 2011 bis 2016 sind dank dem vor­ran­gi­gen Ein­spei­sen von Strom aus Sonne und Wind, die Strom­be­schaf­fungs­kos­ten der Ver­sor­ger von 5,158 auf 2,820 Cent/Kwh gesun­ken.
    Im glei­chen Zeit­raum ist die EEG Umlage von 3,530 auf 6,354 Cent/Kwh gestie­gen.

    Nicht nur, dass die Ver­brau­cher von dem Preis sen­ken­den Merit Order Effekt den die EE aus­lö­sen nichts abbe­kom­men, steigt für sie auch noch wegen dem para­do­xen System die Umlage.

    In der Praxis bedeu­tet das, je bil­li­ger sich bei sin­ken­den Bör­sen­prei­sen die Ver­sor­ger Strom beschaf­fen können, desto höhere Umlage müssen die Ver­brau­cher bezah­len.

    Für unbe­darfte Leser sicher auch eine Tat­sa­che, die man ihnen zum 20. Geburts­tag des EEG nicht vor­ent­hal­ten sollte.

  3. @ronny niebach: Da wird leider erst mal nix (behaup­te­tes, ver­dich­te­tes) sicht­bar. Oder kommt das nach dem Ankli­cken des Karl Valen­tin Videos?
    Will sagen: der LInk ist man­gel­haft.

  4. Ein treff­li­cher Beitrag, danke Roger Letsch. Das Bild mit den sich win­den­den Kerzen spricht mir aus der Seele, denn gleich so winden sich die Schau­spie­ler in dieser Sache.
    Doch erlaube ich mir Zucker­streu­sel auf die Torte zu werfen, sie ver­liert dann noch einmal das Grün-Öko­lo­gi­sche. Also, Wind­rä­der gab es schon tau­sende von Jahren. Das Lügen in Sachen Windrad begann mit Growian.

    Jetzt chro­no­lo­gisch: Ende 1976 beschloss das Bun­des­mi­nis­te­rium für For­schung und Tech­no­lo­gie (BMFT), die Ent­wick­lung großer Wind­kraft­werke mit For­schungs­auf­trä­gen und Exper­ten­an­hö­run­gen zu prüfen. Man sagte, es fiel (BMFT) auf Grund des öffent­li­chen Drucks den blo­ckie­ren­den, großen Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men in den Rücken, Mai 1981.
    (Lüge 1)

    Die Teil­ha­ber MAN – HEW, die kauf­män­ni­sche Geschäfts­füh­rung bei der Schles­wag
    und zum Teil auch das BMFT betrie­ben das Projekt auch mit poli­ti­schen Motiven. Günther Klätte, Vor­stands­mit­glied des RWE, äußerte auf einer Haupt­ver­samm­lung des Unter­neh­mens: „Wir brau­chen Growian (große Wind­an­la­gen), um zu bewei­sen, dass es nicht geht“ und erklärte, „dass Growian so etwas wie ein päd­ago­gi­sches Modell sei, um Kern­kraft­geg­ner zum wahren Glauben zu bekeh­ren.
    (Lüge 2)

    Das war die eine Seite der Gold­münze. Man brauchte Geld, unauf­fäl­li­ges Geld, um in dieser Lau­si­gen Mai­er­zeit an der Gas­zen­tri­fuge (Uran­an­rei­che­rung) werkeln zu können. Solche stehen heute im Isla­mi­schen Iran. Es waren die­sel­ben Hände und Köpfe, die am Growian und an der Gas­zen­tri­fuge arbei­te­ten. Im Growian zugrun­de­lie­gen­den Part­ner­schafts­ver­trag vom 3. Januar wurde fest­ge­legt, dass nach Pro­jek­tende die Anlage „vor­aus­sicht­lich abge­bro­chen und ver­schrot­tet“ werden sollte. Gäbe es nicht den leib­haf­ti­gen Kli­ma­wan­del, würde heute kein Mensch mehr über Wind­rä­der reden. Dabei sehe ich die gespreiz­ten Finge hinter dem Rücken der Schau­spie­ler und die hoff­nungs­vol­len Blicke zur Fusi­ons­tech­no­lo­gie. Darüber erzähle ich in der nächs­ten Nacht, warum das nicht gehen darf.

    Das alles weiß auch Claudia Kemfert im Brem­ser­häu­sel, aber wir schaf­fen es, höre ich die harten Eisen quiet­schen.

    Anto­nius Theiler geb.1941

    • Zumin­dest trägt man sich auf der Insel derzeit nicht mit dem Gedan­ken, die Ener­gie­ver­sor­gung kom­plett an Sonne und Wind zu dele­gie­ren. 😉

  5. Deutsch­land hat nicht nur ein EEG. Jede Novelle des EEG ist bis zum Aus­lau­fen der För­de­rung der letzten Anlage, welche auf der Grund­lage der damals gül­ti­gen Novelle in Betrieb ging, wei­ter­hin gültig.

  6. die mer­kel­sche trans­for­ma­tion unseres landses nimmt ihren lauf, die ucker­mark, vor den toren berlins, nun nur noch indus­tria­li­sierte land­schaft, rück­gang der vogel­po­pu­la­tion um über 90 %, wert­lose immo­bi­lien, ein pul­sie­ren­des brummen liegt in der luft, men­schen erkran­ken, extreme schlaf­stö­run­gen die folge, gigan­ti­sche wind­kraft­an­la­gen ver­nich­ten jede menge natur, ja um das klima zu retten, und es wird weiter ver­dich­tet, der ganze irrsinn sicht­bar unter:
    https://​www​.youtube​.com/​c​h​a​n​n​e​l​/​U​C​Z​V​y​8​C​u​v​J​V​J​Z​9​H​I​c​8​o​V​F​19Q
    bilder des wahn­sinns.

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