Jeru­sa­lem

Das Gol­de­ne Tor ist das ein­zi­ge der acht Tore zur Alt­stadt, dass heu­te nicht mehr begeh­bar ist. Süley­man der Präch­ti­ge ließ es, gleich nach­dem er die Stadt­mau­er der Stadt neu errich­tet hat­te, zumau­ern – angeb­lich, um die Ankunft des Mes­si­as zu ver­hin­dern, der der Legen­de nach durch die­ses Tor kom­men muss. Die Wirk­lich­keit ist pro­fa­ner. Die­ses Tor führ­te als ein­zi­ges direkt auf den Tem­pel­berg, was der Sul­tan gera­de „ungläu­bi­gen“ Juden und Chris­ten ver­weh­ren woll­te. Und das mit wach­sen­dem Erfolg: vor 20 Jah­ren durf­ten Nicht­mus­li­me Al Aqsa Moschee und Fel­sen­dom noch betre­ten – heu­te nicht mehr.

[Jah­res­end-Kalen­der 2019]

Vorheriger Artikel5. Dezember
Nächster Artikel7. Dezember