Photo: DonkeyHotey/cc/flickr
Pho­to: DonkeyHotey/cc/flickr

In den Vere­inigten Staat­en von Ameri­ka tobt ein Krieg. Das ist alle vier Jahre so und diese Kriege, die eigentlich Präsi­dentschaftswahlkampf heißen, wer­den von Mal zu Mal heftiger. Es wird so aus­führlich darüber berichtet, das man in Deutsch­land das Gefühl hat, als wüsste man mit­tler­weile alles über das Kräftemessen von Hillary und Don­ald. Die einen beleucht­en das Wahlrecht, beto­nen die Bedeu­tung der „Swing-States“ und ver­suchen auf die eine oder andere Art, dem möglichen Wahlaus­gang pos­i­tive Aspek­te abzugewin­nen. Die anderen ver­suchen die möglichen Kon­se­quen­zen für die amerikanis­che Außen­poli­tik im Kaf­feesatz zu lesen. Bei­de, die Sta­tis­tik­er und die Auguren, sind aber rat­los, was die Prog­nose ange­ht. Es ist ja auch wirk­lich zum ver­rückt wer­den: da ver­suchen unsere Poli­tik­er „auf dem Weg nach Europa“ das Augen­merk auf Brüs­sel und das europäis­che Par­la­ment zu richt­en, auf das die Deutschen ja zumin­d­est einen kleinen Ein­fluss durch Wahlen haben. Aber aus­gerech­net über die Wahl, die für Frieden, Sicher­heit und das kusche­lige Europage­fühl den größten Ein­fluss haben kön­nte, haben sie nicht die ger­ing­ste Macht.

Ich werde heute mal den Blog­ger in mir auss­chal­ten und mich dem The­ma US-Wahl von der beru­flichen Seite näh­ern, von der Seite des Mar­ket­ings. Wobei ich mir bewusst bin, dass dies mit meinen beschei­de­nen Ein­sicht­en und aus der Ent­fer­nung auch kaum mehr als Kaffe­sat­zle­sen sein kann. Aber keine Sorge, es wird vielle­icht weniger lang­weilig, als Sie glauben und ich ver­spreche Ihnen, ent­ge­gen mein­er son­sti­gen Gewohn­heit­en kein Hon­o­rar zu ver­lan­gen. Entspan­nen Sie sich also!

Who’s next?

HilalrycareWenn deutsche Medi­en über Wahlen im Aus­land bericht­en, tun sie das in der Regel mit umso gelassener­er Dis­tanz, je weit­er das betr­e­f­fende Land ent­fer­nt ist. Mit ein­er Aus­nahme, näm­lich Wahlen in den USA. Allen Beobachtern ist klar, dass diese Wahlen auch für Europa ein größeres Gewicht haben, als es zum Beispiel eine Wahl in Kana­da hätte. In diesem Punkt sind sich Kri­tik­er und Befür­worter des amerikanis­chen Ein­flusses auf das Welt­geschehen aus­nahm­sweise einig. Bei den let­zten Wahlen schlug sich die europäis­che Öffentlichkeit denn auch mehr oder weniger deut­lich auf eine Seite. Al Gore fan­den die Europäer schon mal ganz toll. Ein qua­si Grün­er, ein Umweltschützer, ein Fre­und vom smarten Clin­ton – das gefiel den Deutschen. Gore ver­lor aber dum­mer­weise die Wahl. John Ker­ry war uns auch alle­mal sym­phytis­ch­er als George W. Bush, es nützte aber nichts, wieder aufs falsche Pferd geset­zt. Dann endlich set­zte die europäis­che Öffentlichkeit auf den strahlen­den Oba­ma und lag damit aus­nahm­sweise richtig. Oba­ma hier, Oba­ma da. Oba­ma, der das Jack­ett auszieht, Oba­ma, der nach weni­gen Wochen im Amt den Frieden­sno­bel­preis für sein Lächeln bekommt, Oba­ma, der schon mal super­cool ein Lied­chen trällert und das auch noch mit guter Stimme – ein Enter­tain­er, ein Super­typ, wie ihn Europa mag!

Und Deutsch­land mochte ihn beson­ders. Nun, es gab sich­er schlechtere Präsi­den­ten in der Geschichte der Vere­inigten Staat­en. Zumal solche, die das Amt nicht mal „optisch“ oder rhetorisch auszufüllen ver­mocht­en. Oba­mas Bilanz liest sich indes nicht so toll. Aber lassen wir das, alles Schnee von gestern, denn Europa hat sich neu ver­liebt. In Hillary Clin­ton. Denn deren Gegen­spiel­er Trump ist den Europäern so unsym­pa­thisch, das selb­st Oba­mas Amtsvorgänger George W. Bush wie ein Chorkn­abe gegen ihn wirkt.

Um es gle­ich klar zu sagen: Meine Kristal­lkugel ist zur Reparatur, weshalb ich lei­der keine Vorher­sagen zum Wahlaus­gang machen werde. Das Wählen selb­st müssen wir lei­der auch dieses Mal den Amerikan­ern über­lassen – und das obwohl nicht wenige Deutsche der Mei­n­ung sind, dass sie selb­st dies bess­er hin­bekom­men wür­den. Dieser deutsche Kul­tur­chau­vin­is­mus gegenüber den USA sitzt lei­der immer noch tief. Ver­mut­lich stammt er noch aus der Zeit, als Deutsch­land, das die Schriften Heines, Tuchol­skys und Remar­ques auf Scheit­er­haufen ver­bran­nte und sechs Mil­lio­nen Juden gle­ich noch dazu, aus­gerech­net von Kau­gum­mi kauen­den Cow­boys aus Texas aus der Scheiße gezo­gen wer­den musste. Diese Schmach schmerzt immer noch ein biss­chen.

Mir geht es aber um etwas Anderes. Irgen­det­was scheint dem Wahlkampf 2016 zu fehlen, etwas, das sich dem ent­fer­n­ten Beobachter nicht sofort erschließt, weil es angesichts des Krachs, der Grabenkämpfe und der inner­parteilichen Auseinan­der­set­zun­gen nicht so offen­sichtlich ist. Um das zu erken­nen, muss man etwas tiefer in die alltäglichen amerikanis­chen Real­itäten ein­tauchen, die sich von europäis­chen und ins­beson­dere deutschen Real­itäten sehr stark unter­schei­den.

Ain’t no friend …
your government!

Erin­nern Sie sich noch daran, wie „Oba­ma-Care“ in den USA die Gemüter entzün­dete? Wenn in Tagess­chau-Bericht­en die wüten­den Demon­stran­ten zu sehen waren, die über­all sozial­is­tis­che Umtriebe ver­muteten und gegen die Ein­führung eines verpflich­t­en­den Gesund­heitssys­tems für alle protestierten, schüt­telte in Deutsch­land fast jed­er nur den Kopf. Wie kann man nur gegen eine solche all­ge­meine und sin­nvolle Vor­sorge sein! Dabei sind zahlre­ich Entschei­dun­gen, die in Wash­ing­ton fall­en, für viele Amerikan­er tra­di­tionell so weit ent­fer­nt von ihrer Lebenswirk­lichkeit, dass sich bei vie­len ein starkes Mis­strauen gegen alles ein­stellt, das von dort kommt. Kaum ein US-Amerikan­er, der noch bei klarem Ver­stand ist, würde behaupten, die Regierung in Wash­ing­ton stünde stel­lvertre­tend für die USA oder spreche auch nur in ihrem Namen! Eine solche Autorität wird nur von Fall zu Fall erteilt. Diese skep­tis­che Grund­hal­tung gegenüber der Bun­de­spoli­tik, wie sie sich bei den Ein­wohn­ern Europas gegenüber Brüs­sel und den Deutschen gegenüber Berlin erst allmäh­lich her­aus­bildet, ist sich­er typ­isch für die Vere­inigten Staat­en — man hat dort auch schon deut­lich län­gere Erfahrun­gen in dieser Hin­sicht. Sehr viel län­gere!

Sich­er wis­sen Sie auch, dass „Oba­ma-Care“ in den 90er Jahren als „Hillary-Care“ ges­tartet war und sich so lange in Details verzettelt hat­te, dass dieser erste Ver­such zur Ein­führung ein­er all­ge­meinen Gesund­heitsver­sorgung unter dem eige­nen Gewicht zusam­men­brach. Zu kom­pliziert, zu teuer, zu viele Regeln, zu viel auf ein­mal, zu viel Staat. Hillary Clin­ton, damals „First Lady“, erwies sich bei der Ausar­beitung des Gesund­heitssys­tems als Kon­troll­f­reak. Kom­pe­tent, ambi­tion­iert aber auch abge­hoben, detail­ver­liebt und gän­zlich unfähig, ihre Ideen dahin zu tra­gen, wo sie ver­standen wer­den mussten: raus aus dem Weißen Haus, rein in die Häuser unter­priv­i­legiert­er Bürg­er. Das Gesund­heitssys­tem sah nach Regierung­shan­deln aus, nach Bevor­mundung, nach mehr Staat. Es wäre an Kom­plex­ität wohl nur mit dem deutschen Steuer­recht ver­gle­ich­bar gewe­sen und ein bürokratis­ches Mon­ster gewor­den. Ameri­ka lehnte das Sys­tem ab und in Deutsch­land kon­nte das nie­mand begreifen – ein­er­seits deshalb, weil nie­mand den Ver­gle­ich mit dem deutschen Steuer­recht machte. Ander­er­seits deshalb, weil deutsches Regierung­shan­deln häu­fig darauf hin­aus­läuft, dass wichtige Geset­ze­sen­twürfe so lange durch die Müh­le von Ver­mit­tlungsauss­chüssen, Gericht­en und Auss­chuss­sitzun­gen gedreht wer­den, bis sie so ver­fälscht und schlecht sind, dass keine Seite mehr damit zufrieden ist. Sowas heißt dann in Deutsch­land „Kom­pro­miss“, die Amerikan­er wür­den es wohl eher „dead horse“ nen­nen.

hqdefaultLassen wir das für einen Moment so ste­hen und schauen uns den Rivalen von Clin­ton an, Don­ald Trump. Nein, sym­pa­thisch kann ich ihn beim besten Willen nicht nen­nen. Aber die Art seines Wahlkampfes, seine ver­balen Ent­gleisun­gen, die Schuldzuweisun­gen und das hem­mungslose Verunglimpfen des poli­tis­chen Geg­n­ers (auch im eige­nen Lager) sind so neu nicht. Hat es alles schon gegeben, wenn es frühere Kan­di­dat­en auch meist vorge­zo­gen haben, das Wer­fen mit Dreck nicht selb­st zu übernehmen, son­dern dies den Net­zw­erken aus den poli­tisch befre­un­de­ten oder beauf­tragten Organ­i­sa­tio­nen über­lassen hat­ten. Trump macht das lieber selb­st, weil er der Mei­n­ung ist, dass nur er das richtig und glaub­haft kann. Er kann sowieso alles bess­er als alle anderen. Ein Kon­troll­f­reak ist also auch er – und das schon in diesem lächer­lichen Punkt. Gefährlich ist dieser Aspekt, falls Clin­ton sich irgend­wann auch dazu entschließen sollte, den Dreck Kübel­weise über Trump auszuschüt­ten. Denn Trump ste­ht bere­its im Dreck. Er hat keine weiße Weste und braucht auch keine. Macht Clin­ton den Fehler, sich auf Trumps Niveau ziehen zu lassen, schlägt er sie dort müh­e­los mit sein­er Erfahrung. Den Fehler wird sie nicht machen, denke ich.

Ähneln sich die bei­den Kan­di­dat­en vielle­icht stärk­er, als wir das wahrhaben wollen? Nur ober­fläch­lich und dahinge­hend, dass bei­de Kon­troll­f­reaks sind, hoffe ich. Denn während Clin­ton es nicht schafft, ihre zahlre­ichen guten Ideen für das Land in einen pos­i­tiv­en Spin bei den Wäh­lern zu ver­wan­deln, hat Trump erst gar keine – und kann also leicht und unbeschw­ert auf­spie­len. Wer keine Prinzip­i­en hat, muss sich an keine klam­mern und im Zweifel auch keine aufgeben.

The missing thing

Was jedoch bei­den Wahlkämpfen gle­icher­maßen fehlt, ist etwas, das in US-Wahlkämpfen entschei­den­der sein kann, als alles andere: Eine opti­mistis­che Botschaft für die Zukun­ft, eine belast­bare Idee, die jed­er Amerikan­er selb­st tra­gen kann, eine Idee, die viele Wäh­ler mit ein­schließt, vielle­icht sog­ar mitreißt. Aber auf jeden Fall jeden Wäh­ler zur han­del­nden Per­son wer­den lässt, auf die es ankommt.

Oba­mas „Yes, we can“ schaffte diese Inklu­sion. Trumps „Make Amer­i­ca great again“ bezieht sich allein auf ihn selb­st. Er selb­st hat diesen Slo­gan schon vor Jahren als Marke schützen lassen, denn für den besten Mar­ket­ing-Strate­gen hält er sich natür­lich auch. Er will es richt­en, er wird Super­mann sein. Das „Vic­to­ry-Sign“ ist nichts als seine per­sön­liche Attitüde, keine Per­spek­tive für sein Land. Größe ist nicht sein Ziel für das Land, son­dern sein wert­neu­traler Maßstab. Größter Bau­un­ternehmer, größter Held, größter Fehler, größte Klappe, größte Insol­venz, Haupt­sache groß. Er braucht kein Land, son­dern nur ein Pub­likum zur Bestä­ti­gung. Ein Großes selb­stver­ständlich. Seine Geschäfte waren ja so klein nicht, er ist finanziell erfol­gre­ich. Und flex­i­bel! Wenn ein Geschäft nicht funk­tion­iert, oder nicht genug Gewinn abwirft, stößt er es ab. Clin­tons Team hat erkan­nt, dass dies seine Achilles­ferse ist und ver­sucht nun die Wäh­ler davon zu überzeu­gen, dass Trumps Präpotenz einst dazu führte, dass er seine Beteili­gun­gen an einem Casi­no in Atlantic City abstieß, als es ihm nicht mehr prof­ita­bel genug war…und dass er dies auch jed­erzeit mit seinem Land machen kön­nte, würde man es ihm anver­trauen. Clin­ton wird so ver­suchen, Trump dazu zu zwin­gen, den Schritt vom kühl berech­nen­den Unternehmer zum ver­lässlichen Poli­tik­er zu machen – das ist ihre „Estab­lish­ment-Falle“. Man darf ges­pan­nt sein, ob Trump das Fet­tnäpfchen sieht.

Es liegt vieles im Argen in den USA, wer wollte das bestre­it­en. Trumps Fehler ist es aber, das Land nur in den düster­sten Far­ben zu malen. Er pul­verisiert damit die wohl wichtig­ste Pro­duk­tivkraft des Lan­des, auf die es sich in Zeit­en größter Not stets ver­lassen kon­nte: Den Opti­mis­mus sein­er Bürg­er. Je schlim­mer die Lage war, desto wichtiger war dieser Opti­mis­mus.

Einem Deutschen kann man das vielle­icht nur schw­er erk­lären, weil er in solchen Zeit­en eher auf den Staat baut, auf Hil­f­spro­gramme, Trans­fer­leis­tun­gen, Sozial­staat oder die EU zu Hil­fe ruft. Oder eben die US-Armee, wenn es mil­itärisch bren­nt wie damals in Jugoslaw­ien. Sich­er, nicht alle Deutschen denken so. Das wäre ja auch deprim­ierend. Aber in den USA ist diese obrigkeit­shörige Hal­tung noch sehr viel sel­tener. Dort erwartet man eher, in sein­er Eigenini­tia­tive nicht aus­gerech­net vom Staat behin­dert zu wer­den, von dem man sowieso nichts Gutes erwartet. Trumps Ver­sprechen lautet „Ich mache das, ich weiß, was zu tun ist“ – das ist aber Bevor­mundung mit Ansage und passt nicht zu einem Kan­di­dat­en, der die Bevor­mundung durch das „Wash­ing­ton­er Estab­lish­ment“ doch eigentlich abzuschaf­fen beab­sichtigt.

Hillary Clin­ton hat viele Pläne. Sich­er ist auch viel Gutes und Nüt­zlich­es dabei. Aber ihr Wahlkampf verzettelt sich in Details, ist tech­nisch, um nicht zu sagen tech­nokratisch. Sie erk­lärt viel, aber sie überzeugt nicht, sie reißt nie­man­den mit, sie doziert lieber. Ganz so als würde sie befürcht­en, in den Augen der Wäh­ler immer noch die „First Lady“ zu sein. Wer hier auch eine Emanzi­pa­tions­front sieht, liegt ver­mut­lich goldrichtig. Sie weiß alles bess­er, sie hat viel Erfahrung. Das mag in manchen Punk­ten auch stim­men aber ihre Art der Bevor­mundung ist vie­len Amerikan­ern fast genau­so zuwider, wie die großmäuli­gen Zurechtweisun­gen Trumps. Auch ihr fehlt eine große, verbindende Idee, hin­ter der sich die Trump-Geg­n­er ver­sam­meln kön­nten. Ihr Wahlkampf sieht wie ein Gemis­cht­waren­laden aus, wobei all die The­men, die sie aus­bre­it­et, wichtig sind und doch weiß jed­er, dass Clin­ton eine Menge Kom­pro­misse würde machen müssen, wenn sie die Wahl gewönne. Clin­tons bunter Gaben­tisch ist genau so voll von teuren Ver­sprechen, wie der von Trump. Eine pos­i­tive Idee von Ameri­ka, seinen Bürg­ern, ihrer Ver­fas­sung und der Rolle der USA in der glob­al­isierten Welt ver­bre­it­en bish­er lei­der bei­de nicht. Wenn Hillary Clin­ton nicht auf­passt, endet ihr Wahlkampf genau­so wie ihre Gesund­heit­sre­form: Zu kom­pliziert, zu teuer, zu viele Regeln, zu viel auf ein­mal, zu viel Staat.

Opti­mis­mus ist in Clin­tons Wahlkampf noch am ehesten zu find­en, aber er ver­steckt sich irgend­wo im Kleinge­druck­ten und ist für viele kaum sicht­bar. Wenn sie es schafft, diesen Opti­mis­mus rechtzeit­ig zum Punkt Eins zu machen, hat sie eine Chance auf den Sieg. Und Trump? Dem möchte ich zwar keine Tipps geben, aber da er nach allem was man hört sowieso beratungsre­sistent ist, spielt das keine Rolle.

Ein Nixon wird er nicht, dafür fehlen ihm die poli­tis­chen Instink­te. Ein George Bush Senior auch nicht, dazu fehlt ihm der Grips. Die rhetorischen Fähigkeit­en eines Ronald Rea­gan hat er lei­der auch nicht, aber vielle­icht erin­nert er sich im Fall seines Wahlsieges daran, dass Rea­gan die Fähigkeit besaß, auf das zu hören, was seine Berater zu sagen hat­ten und dass sich Rea­gan nicht zulet­zt deshalb langfristig als ein­er der strate­gisch erfol­gre­ich­sten Präsi­den­ten der jün­geren Geschichte erwies. Rea­gan hat­te allerd­ings auch eine Frau, mit der es Mela­nia Trump intellek­tuell kaum aufnehmen kann. Also würde wohl auch kein zweit­er Rea­gan aus Trump wer­den. Hof­fentlich würde es wenig­stens zur Entschlusskraft eines Lyn­don B. John­son reichen, einem Demokrat­en zwar, der aber „Nein“ sagen kon­nte, als Gen­er­al West­more­land den Ein­satz von Kern­waf­fen im Viet­nam-Krieg forderte. Diese Dinger sollte man näm­lich nicht nur deshalb ein­set­zen, weil man welche hat.

Der Blog­ger darf wieder übernehmen und den Wahlkampf inter­essiert und nicht ganz unpartei­isch weit­er­ver­fol­gen. Er ist ges­pan­nt, ob die Ver­mu­tun­gen des Mar­ket­ing-Fuzzys wenig­stens bis nahe an die Real­ität her­an­re­ichen, oder ob alles mal wieder ganz anders kommt, als gedacht. Bis zum 8. Novem­ber kann noch viel passieren. Yes, we observe!

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2 Kommentare

  1. Also Trump hat erst gar keine Ideen darum kan er später auch keine Ver­sprechun­gen vergessen.….. oder sowas.
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    Das ist gelinde gesagt ein Unsinn.
    Was ein Land mit 20 Bil­lio­nen Schulden braucht ist als allererstes einen Mann der mit viel Geld umzuge­hen weiss.
    Trump hat Qual­itäten, denn ohne die wäre er heute ein armer Mann.
    Und bei der Ver­fas­sung in der die USA sind, hat er somit genau die richti­gen Fähigkeit­en.
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    Er hat die Qual­itäten die matchentschei­dend sind, nicht für Moral­is­ten aber für über­schuldete Staat­en.
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    Seine Äusserun­gen wegen der Mexikanis­chen Gren­ze, der Ein­wan­derung von Mus­li­men, nur schon das würde gewaltige Prob­leme lösen, würde man es endlich anpack­en.
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    Trump ist zudem der­jenige der sich von Mil­itärisch Indus­triellen Kom­plex dis­tanzieren kön­nte, auch etwas was unge­heuer viel brin­gen würde.
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    Mil­itäraus­gaben dürften bei ihm kein Tabu sein, im Gegen­satz zu Clin­ton.
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    Warum nur warten alle Europäer auf einen neuen Heuch­ler, wenn sie Trump haben kön­nen.
    Natür­lich wird auch er Dinge tun die uns nicht passen, aber er wird ganz sich­er das elendi­ge Estab­lish­ment in den USA das fürcht­en lehren.
    Kön­nen wir uns etwas besseres wün­schen.….?
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    Ja die Heuch­ler schon.

    • Das sind alles sehr inter­es­sante Aspek­te, beson­ders da Trump gestern erst seinen kreativ­en Lösungsan­sätzen einen weit­eren hinzuge­fügt hat: Waf­fenbe­sitzer kön­nten Clin­ton stop­pen, falls sie die Präsi­dentschaft gewin­nen sollte. Der Don­ald ist ein Aus­bund von Ver­nun­ft, das muss ich schon sagen. Vielle­icht soll­ten Sie Ihre Kristal­lkugel auch mal zur Reparatur brin­gen, Herr Roth.
      Ich hätte da auch noch ein alter­na­tives Szenario zum The­ma Staatss­chulden und Trump, falls Sie die FAZ in Sachen Wirtschaft für annäh­ernd ser­iös hal­ten:

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