Wahlkampf in den USA. In Deutschland gilt Biden nach wie vor als Favorit.Auch der größte Medi­en­muf­fel in Deutsch­land hat wohl inzwis­chen mit­bekom­men, dass im US-Wahlkampf derzeit einiges schiefläuft. Auch wenn viele Medi­en die Mel­dung über die Vor­wahl der Demokrat­en in Iowa möglichst tief hän­gen woll­ten und deshalb weit nach hin­ten schoben. Ist ja alles noch nicht wirk­lich wichtig, redet man sich ein. In New Hamp­shire lief hinge­gen alles wie am Schnürchen und es gab auch einen klaren Sieger: Bernie Sanders. In der deutschen Berichter­stat­tung lässt man sich von der Begeis­terung mitreißen, die FAZ etwa titelte „Der Anfang vom Ende von Don­ald Trump“, wobei im Ver­lauf des Artikels klar wird, dass man nur eine Aus­sage Sanders zitiert hat­te. Und doch glauben die Experten bere­its genau zu wis­sen, wie die eigentliche Wahl im Novem­ber aus­ge­hen wird. So auch Pro­fes­sor Stephan Bier­ling, der sich am Tag nach der Iowa-Wahl in einem Inter­view mit dem Deutsch­land­funk sich­er war: Biden gewin­nt im Novem­ber gegen Trump.

Nun gehörte Bier­ling schon 2016 zu jenen, die recht genau zu wis­sen glaubten, wie die Amerikan­er so tick­en und hat­te wenig Zweifel daran, dass Hillary Clin­ton das Ren­nen am Ende schon machen würde – zumal gegen einen Auf­schnei­der, Großkotz und P**grabber wie Trump. Doch muss ich geste­hen, dass ich damals auch so dachte. Zu mein­er Ent­las­tung kann ich anführen, dass ich mich 2016 noch sehr naiv auf das Urteil ver­lassen hat­te, welch­es deutsche „Experten“ wie Bier­ling so selb­st­sich­er auf allen Kanälen abgaben. Den Fehler mache ich nicht wieder, soviel ste­ht fest!

Spätestens seit den Zwis­chen­wahlen 2018 geri­et die Präsi­dentschaftswahl 2020 wieder ver­stärkt in meinen Blick, wobei ich per­ma­nent eine ekla­tant unter­schiedliche Bew­er­tung von Trumps Posi­tion und Lage in hiesi­gen sowie US-Medi­en bemerk­te. Schließlich konzen­tri­erte ich mich deshalb vor allem auf US-Quellen, las quer­beet ver­schiedene Medi­en, abon­nierte unter­schiedlich­ste Blog­ger und ver­folge nun schon seit zwei Jahren die verzweifel­ten Ver­suche der Demokrat­en, Trump aus dem Amt zu kegeln.

Ich sage nicht, dass es keine Gründe gäbe, sich dies zu wün­schen. Was man jedoch fest­stellen muss, ist, dass alle poli­tis­chen Vor­würfe, alle Zweifel am Geistes- oder Gesund­heit­szu­s­tand Trumps, alle juris­tis­chen Unter­suchun­gen nichts erbracht, und nichts genützt haben. Selb­st deutsche Kom­men­ta­toren, die seit drei Jahren ganz oben auf der „Orange Man Bad“ Welle reit­en, kon­sta­tieren nun ganz offen, dass auch das völ­lig hys­ter­ische Impeach­ment-Ver­fahren in der Ukraine-Sache vor allem einem genutzt habe: Trump, der dank der Demokrat­en ger­ade die besten Wochen sein­er Amt­szeit erlebt. Nun ste­ht bere­its das näch­ste Impeach­ment wegen mehrerer ange­blich unberechtigten Ent­las­sun­gen (die eigentlich nur Ver­set­zun­gen sind) im Raum, was Trump sehr freuen dürfte. Das Estab­lish­ment der Demokrat­en lernt offen­bar nicht aus seinen Fehlern.

Pelosi hat längst die Nerven verloren

Pro­fes­sor Bier­lings Prog­nose, Biden und die Demokrat­en wür­den die Wahl im Novem­ber gewin­nen, stammt vom Tag nach der vergeigten Iowa-Vor­wahl, aber vor der Rede Trumps an die Nation, nach deren Ende Nan­cy Pelosi, hin­ter dem Red­ner­pult und Trump ste­hend, dessen Rede demon­stra­tiv zer­riss. Ich bin mir fol­glich nicht sich­er, ob Bier­ling seine Prog­nose heute noch aufrecht hält, nehme es aber mal an. Auch möchte ich hier nicht den Ein­druck erweck­en, aus einzel­nen Vor­fällen im Feb­ru­ar auf einen Wahlaus­gang im Novem­ber schließen zu kön­nen. Es fließt noch viel Wass­er den Mis­sis­sip­pi hin­unter, die Wirtschaft kön­nte schwächeln, der Euro implodieren und den Dol­lar beschädi­gen, der Coro­na-Virus die Wirtschaft läh­men oder eine Flotte Raum­schiffe von Super­novakan­di­dat Beteigeuze Flori­da erobern. Ich bezwei­fle jedoch, dass Pro­fes­sor Bier­ling die Lage richtig ein­schätzt, wenn er aus­gerech­net “Creepy-Joe” Biden große Chan­cen ein­räumt.

Natür­lich haben wir alle keine Glaskugel und es beste­ht tat­säch­lich die Möglichkeit, dass Trump im Novem­ber trotz aller Fak­ten, die derzeit dage­gen­sprechen, abgewählt wird. Aber während man zu Trump hierzu­lande alles zu wis­sen scheint, ist über die Schwächen der Kan­di­dat­en der Demokrat­en nur sehr wenig zu lesen und schon wieder scheint in Gesprächen und Artikeln die Mei­n­ung durch, Trump sei so gut wie erledigt. Ich möchte hier ein paar Körnchen Salz auf die Torte streuen, indem ich nach­fol­gend einige Fak­ten und Ein­schätzun­gen aufliste, die gegen einen Wahlsieg der Demokrat­en sprechen, ganz gle­ich welch­er Kan­di­dat antreten wird. Der Leser mag selb­st entschei­den, ob diese stich­haltig sind und in der Summe genau jenes Bild ergeben kön­nen, dem ich derzeit die größte Wahrschein­lichkeit zurechne: Trump wird bis 2024 Präsi­dent bleiben.

Der Image-Albtraum von Iowa

Die Vor­wahl in Iowa geri­et zum Image-Alb­traum für die Demokrat­en und Trump muss kaum mehr tun, als genüsslich die Fak­ten aufzuzählen, um Wirkungstr­e­f­fer zu erzie­len. Die App, die beim Zusam­men­tra­gen der Wahlergeb­nisse ver­sagt hat­te, stammt von ein­er Fir­ma namens „Shad­ow inc.“, wahrlich ein Name, der nicht nach poli­tis­ch­er Trans­parenz klingt. Damit nicht genug kom­men die Eigen­tümer der Fir­ma aus dem direk­ten Kam­pag­nenum­feld von Hillary Clin­ton. Die Vor­würfe von Nepo­tismus und Unfähigkeit liegen hier min­destens so deut­lich auf dem Sil­bertablett, wie Pelo­sis Stifte für die Unterze­ich­nung der Impeach­ment-Urkun­den.

Das US-Parteisystem

Ohne es zu merken, ver­gle­ichen deutsche Jour­nal­is­ten und Ana­lysten Repub­likan­er und Demokrat­en mit deutschen Parteien. Dabei agieren die Kan­di­dat­en für hohe Wahlämter in den Staat­en viel eigen­ständi­ger, als dies in Deutsch­land jemals der Fall war. Die medi­ale Präsenz von Abge­ord­neten die Alexan­dria Oca­sio-Cortez, die weniger den Demokrat­en als den Sozial­is­ten zugerech­net wer­den muss, hil­ft nicht jedem Präsi­dentschaft­skan­di­dat­en der Demokrat­en gle­icher­maßen. AOC weigert sich sog­ar offen, von ihren einge­sam­melten Spenden­geldern wie üblich einen Teil an den DNC, also die Kam­pag­nenor­gan­i­sa­tion der Demokrat­en, abzugeben. Wun­dert sich da noch jemand, dass sie schnip­pisch anmerk­te, Biden und sie wären eigentlich gar nicht in der­sel­ben Partei?

Loyalität und Wählerbasis

Dies führt uns gle­ich zum näch­sten Missver­ständ­nis, näm­lich zur typ­isch deutschen Vorstel­lung, nach der finalen Kür eines Kan­di­dat­en würde sich die Basis der Demokrat­en hin­ter dessen Fähn­lein sam­meln. Das wird nicht passieren! Schon 2016, als Sanders in der Vor­wahl gegen Clin­ton unter­lag, verkün­de­ten viele sein­er Anhänger mit ihrem Mot­to „Bernie or bust“, dass sie lieber Trump wählen oder der Wahl fern bleiben wür­den, als für Clin­ton zu stim­men. Ger­ade viele Anhänger von Sanders, Yang und Gab­bard, deren Kan­di­dat­en weit außer­halb des Estab­lish­ments ste­hen und als unab­hängig vom DNC gel­ten, wer­den ehr auf „or bust“ gehen, als Biden, dem Wun­schkan­di­dat­en der Parteispitze, ihre Stimme zu geben. Auch viele Anhänger von Elis­a­beth War­ren haben sich bere­its in dieser Weise erk­lärt. Yang und Gab­bard mögen chan­cen­los sein und ihre Anhänger­schaft nicht sehr groß. Aber bei Sanders ist dies anders. Dessen „Bernie or bust“-Potential hat schon den Wahlsieg Clin­tons ver­hin­dert.

Biden und die gute alte Obama-Zeit

Am lieb­sten wer es den Demokrat­en gewe­sen, auf dem abge­laufe­nen Oba­ma-Tick­et mit Biden wieder ins Weiße Haus einzuziehen. Doch Biden gebärdet sich eher wie ein Kan­di­dat wider Willen, wirkt in Debat­ten Lust- und Ideen­los, reagiert bere­its jet­zt extrem dünnhäutig auf Nach­fra­gen von Jour­nal­is­ten und fordert sog­ar vor laufend­er Kam­era Bürg­er auf, doch lieber gle­ich Trump zu wählen, nur weil ihm deren Fra­gen nicht gefall­en. Nicht erst das schwache Abschnei­den in Iowa und nun auch in New Hamp­shire macht die Parteiführung nervös. Schon die Umfra­gen im Vor­feld sahen leichte Vorteile für Sanders, weshalb man plöt­zlich sog­ar die Regeln änderte, die für die Zulas­sung von Kan­di­dat­en für TV-Diskus­sio­nen gel­ten, um mit Bloomberg noch eine Alter­na­tive zum schwächel­nden Biden zu haben. Diese Regelän­derung ver­bit­tert nicht nur die sozial­is­tis­che Oppo­si­tion inner­halb der Demokrat­en.

Zahlen, Umfragen, Wählermobilisierung

Die Iowa-Vor­wahl ist stets mehr als nur ein Stim­mung­stest. Vielmehr kann aus der Wahlbeteili­gung einiges abge­le­sen wer­den über die Fähigkeit der Kan­di­dat­en, ihre Anhänger zu mobil­isieren. 2008, als Barak Oba­ma bekan­ntlich auf der „Yes we can“ Welle ins Weiße Haus getra­gen wurde, lag auch die Beteili­gung am Cau­cus in Iowa auf Reko­rd­niveau. 2016 hinge­gen war sie sehr viel geringer, wir wis­sen, wie diese Wahl aus­ging. Moody’s Ana­lyt­ics etwa, eine Tochterge­sellschaft der bekan­nten Rat­ing-Agen­tur, sieht einen deut­lichen Zusam­men­hang zwis­chen der Wahlbeteili­gung und den möglichen Szenar­ien für den Wahlaus­gang. Für die Demokrat­en sieht es zwar ins­ge­samt nicht gut aus, bei ein­er gerin­gen Wahlbeteili­gung jedoch kön­nte die Nieder­lage ger­adezu desas­trös enden. Bleibt zu hof­fen, dass die Auguren seit 2016 dazu gel­ernt haben, denn bei der Deu­tung des Vogelflugs lagen sie vor vier Jahren gründlich daneben. Fakt ist, dass kein einziger Kan­di­dat der Demokrat­en heute das For­mat eines Barak Oba­ma hat, dessen Per­sön­lichkeit ein entschei­den­der Fak­tor bei der Wäh­ler­mo­bil­isierung war.

Biden, die Legende, die aus der Zeit gefallen ist

Das Impeach­mentver­fahren gegen Trump schuf eine Leg­ende, die Biden bis heute bei jed­er Gele­gen­heit erzählt: Trump habe Angst vor ihm, weil nur er ihn schla­gen könne und deshalb habe Trump ver­sucht, ihn in der Ukraine mit Dreck zu bew­er­fen. Dabei wirkt Biden gle­ichzeit­ig lust­los und angeschla­gen und die unan­genehmen Fra­gen bezüglich der Tätigkeit seines Sohnes Hunter in der Ukraine wür­den erst noch kom­men. Dazu kommt, dass Trumps dubios­es Tele­fonat mit der Ukraine, welch­es ihm bekan­ntlich das Amt­sen­the­bungsver­fahren ein­brachte, vor dem Zeit­punkt stat­tfand, als Biden sich zur Kan­di­datur entschloss.

Trump hätte also Hellse­her sein müssen, um zu wis­sen, dass Biden seinen Hut über­haupt in den Ring wer­fen würde. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Biden ihm diese Fähigkeit zugeste­hen möchte. Auch der ange­blich so großar­tige Kon­takt Bidens zu seinen Wäh­lern hat Risse. Man fragt sich unwillkür­lich, ob Biden sich schon im Jahr 2020 befind­et, wenn er eine Fragestel­lerin in den Zwanzigern (im Scherz, wie ich annehme) als „lying, dog-faced pony sol­dier“ beze­ich­net. Wie sich später her­ausstellte, benutzte Biden hier ein Zitat aus einem 70(!!) Jahre alten John-Wayne-Film. Wer das nicht selt­sam find­et, muss schon ein großer Fan sein! Denn merke: wenn deine Wäh­ler deinen muse­alen Humor nicht ver­ste­hen, hast du ein Prob­lem.

Sanders, der Sozialist ohne Rückgrat

Sanders, langjährige Sen­a­tor aus Ver­mont, dessen Poli­tik gut in „Die Linke“ passen würde, hat eine recht große Basis bei jün­geren Wäh­lern, die niemals dem Estab­lish­ment des DNC fol­gen wür­den. Dabei kann man Sanders Kom­pe­tenz beim Erken­nen von Prob­le­men nicht absprechen. Er hat nur lei­der, wie es selb­st der bei den Dems wie den deutschen Medi­en gle­icher­maßen ver­has­ste Steve Ban­non bei Bill Maher fest­stellte, die falschen, näm­lich sozial­is­tis­che Lösun­gen. Und während Sanders als Leit­fig­ur der Linken in seinen Reden noch diplo­ma­tis­che Zurück­hal­tung wal­ten lässt, sind viele sein­er Wahlhelfer und Unter­stützer weniger zim­per­lich, was die Rich­tung ange­ht, in die sie die Vere­inigten Staat­en gern schub­sen möcht­en.

Da ist von Gulags die Rede, von Zwang, Enteig­nung, Umerziehung und vom Paradies, das die Sow­je­tu­nion im Ver­gle­ich mit den USA ange­blich gewe­sen sein soll. Nach mehreren geleak­ten Videomitschnit­ten set­zte ein Dutzend von Sanders Wahlkampf­man­agern ihren Twit­ter-Account panisch auf „pri­vat“, um dem anrauschen­den Shit­storm zu ent­ge­hen – ein für amerikanis­che Ver­hält­nisse ger­adezu unge­heuer­lich­er Vor­gang, der Sanders noch auf die Füße fall­en kön­nte. Bish­er hält die Presse in dieser Sache still, das dürfte sich ändern, wenn Sanders tat­säch­lich offizieller Kan­di­dat würde. Trumps Wahlkampfteam dürfte die Adds bere­its vor­bere­it­et haben und ich bin mir sich­er, dass auch ein Spot dabei sein wird, der Sanders zehn­tägige Hochzeit­sreise in die Sow­je­tu­nion zum The­ma hat. Man kann auch kaum erwarten, dass zwar jahre­lang mit dem Vor­wurf der „rus­sion col­lu­sion“ gegen Trump geschossen wird und Trump dann aus­gerech­net diese Verbindung nicht gegen Sanders ver­wen­den würde.

Sanders hat sog­ar noch größere Prob­leme. Er unter­stützt den das ökonomis­che Him­melfahrt­skom­man­do namens „Green New Deal“ von AOC, umgibt sich im Wahlkampf mit Linksradikalen und wirkt in seinen Reden und Demen­tis arg hin und her geschub­st. Heute „open Bor­ders“, mor­gen nicht. Heute Medicare für alle, mor­gen schon ist das alles zu teuer. Heute greift er Biden direkt an, mor­gen entschuldigt er sich bei ihm. Heute Flip, mor­gen Flop. “Der kann ja nicht mal für sich selb­st kämpfen, wie soll er dann für uns kämpfen?” fra­gen sich viele. Es ist also sehr unwahrschein­lich, dass die Amerikan­er aus­gerech­net einen Sozial­is­ten ins Amt hieven wer­den. Die Par­al­le­len zu Jere­my Corbin, dem Chef der britis­chen Labour-Partei, der ger­ade erst krachend die Unter­hauswahl in Großbri­tan­nien gegen die Wand gefahren hat, sind überdeut­lich.

Biden und der Rest des Feldes

War­ren ist eine notorische Lügner­in (ihre „Indi­an Nation“-Herkunft ist eine Leg­ende aus dem Promille-Bere­ich, mit der sich sich über das Min­der­heit­en-Tick­et Zugang zu ihrem Job ver­schaffte), Klobuchar und Buttigieg sind fast unbekan­nt und rhetorisch ziem­lich fade. Let­zter­er hat wom­öglich für seinen „Oba­ma-Moment“ in Iowa (Platz 1) und New Hamp­shire (Platz 2) bere­its viel Pul­ver ver­schossen, weil er sehr wohl weiß, dass er vor allem Bekan­ntheit braucht. Buttigiegs Bonus, seine sol­ven­ten Unter­stützer, kön­nte sich im Fall sein­er Kan­di­datur sog­ar in einen Malus ver­wan­deln. Denn Trump gerierte sich schon 2016 als der Kan­di­dat der „kleinen Leute“, was auch insofern glaub­haft ist, weil er unter seinem „Mil­liardärskol­le­gen“ eher ver­achtet wird.

Falls Trump gegen Klobuchar oder Buttigieg eine Strate­gie hat, ken­nen wir sie nur deshalb noch nicht, weil bei­de bish­er in kaum ein­er Wette auf­taucht­en. Der partei­in­terne Rivale Biden, der in Buttigieg seinen wichtig­sten Oppo­nen­ten im DNC-Estab­lish­ment sieht, beweist im aktuellen Vor­wahlkampf schlecht­en Stil. In seinen Werbespots schnei­det er die große Welt­poli­tik, an der er unter Oba­ma teil­haben durfte, mit den kleinen Entschei­dun­gen zusam­men, die Buttigieg als Bürg­er­meis­ter von South Bend in Indi­ana zu tre­f­fen hat­te. Das wirk­te abge­hoben, arro­gant, aus der Zeit gefall­en und kam bei den demokratis­chen Wäh­lern gar nicht gut an. Die ver­ste­hen näm­lich sehr gut, dass ein Vizepräsi­dent andere Entschei­dun­gen zu tre­f­fen hat als ein Bürg­er­meis­ter, der eine Straße sanieren muss oder eine Brücke beleucht­en lässt. Man ver­gle­iche die View­er-Wer­tun­gen des Biden-Spots bei YouTube.

Fazit

Ob Nan­cy Pelosi nach Trumps Rede gut vor­bere­it­et dessen Skripte oder ganze Tele­fon­büch­er zer­reißt, spielt bei der Beurteilung der Lage in den USA keine Rolle. Egal was die Demokrat­en sagen mögen, der Wirtschaft geht es tat­säch­lich so gut wie seit 50 Jahren nicht mehr, was die Amerikan­er an den Beschäf­ti­gungszahlen sehen und in ihrer Brief­tasche spüren kön­nen. Das Ver­di­enst dafür kann Trump nicht zu unrecht in Anspruch nehmen. Die Einkom­men der unteren zehn Prozent wuch­sen zudem prozen­tu­al viel stärk­er als die der oberen zwei Prozent. Auch befind­et sich die Zus­tim­mungsrate Trumps nach langem Anlauf auf einem Allzei­thoch.

Ich bezwei­fle, dass die Demokrat­en es schaf­fen wer­den, die Wäh­ler davon zu überzeu­gen, dass es ihnen in Wirk­lichkeit schlecht gin­ge. Gle­ich­wohl ver­suchen sie es ger­ade. Doch derzeit sehen nur etwa 10% der Amerikan­er laut ein­er Gallup-Umfrage die Wirtschaft als vor­dringlich­es Prob­lem an, was bedeutet, dass 90% zufrieden sind, wie sich die Wirtschaft für sie entwick­elt. Unter diesen Umstän­den kann es Trump gelin­gen, die Wäh­ler davon zu überzeu­gen, dass es ihnen mit ihm als Präsi­den­ten bess­er geht, ob sie ihn nun mögen, oder nicht. Seine Wahlver­sprechen löst er offen­bar ein.

Wie gesagt, ich habe keine Kristal­lkugel und wage aus vie­len Grün­den keine Prog­nose für die Präsi­dentschaftswahl im Novem­ber. Es ist noch viel zu früh und es ist schw­er einzuschätzen, wie sich Bloombergs später Ein­stieg ins Ren­nen auswirken wird. Für am wahrschein­lich­sten halte ich derzeit eine Kan­di­datur von „May­or Pete“ Buttigieg, gegen den Trump es wohl tat­säch­lich am schw­er­sten hätte.

Nur zwei Szenar­ien schließe ich mit großer Gewis­sheit aus. Näm­lich, dass Sanders oder Biden am Ende im Wahlkampf gegen Trump antreten wer­den und falls doch, sog­ar gewin­nen kön­nten. Ich nehme dies­bezüglich noch Wet­ten an, lieber Pro­fes­sor Bier­ling. Der Nominierungsparteitag der Demokrat­en ist im Juli, bis dahin lege ich diesen Artikel also auf Wieder­vor­lage.

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16 Kommentare

  1. Der arg empfehlenswerte No-Agen­da-Pod­cast von Adam Cur­ry (erster MTV-VJ) und John Dvo­rak (leg­endär­er Tech-Jour­nal­ist) nimmt zweimal die Woche die US-Medi­en auseinan­der, ohne Agen­da.

    Die hat­ten eine inter­es­sante Idee: Das Debakel um die App mag eventuell geplant gewe­sen sein, weil so den Leuten der Cau­cus madig und eine generelle Vor­wahl sym­pa­this­ch­er gemacht wer­den kann. Let­ztere lässt sich bess­er, sagen wir, kor­rigieren als ein Cau­cus, bei dem reale Men­schen vor anderen Men­schen agieren.

    Wenn Trump heute zu tweet­en aufhören würde, wäre seine Wieder­wahl im Herb­st gesichert.

    Schöne Grüße von der US-West­küste!

  2. Hal­lo mal wieder,

    > Zu mein­er Ent­las­tung kann ich anführen, dass ich mich 2016 noch sehr naiv auf das Urteil ver­lassen hat­te, welch­es deutsche „Experten“ wie Bier­ling so selb­st­sich­er auf allen Kanälen abgaben. Den Fehler mache ich nicht wieder, soviel ste­ht fest!

    Jed­er fängt mal klein an 😉

    > Schließ­lich kon­zen­trierte ich mich deshalb vor allem auf US-Quellen, las quer­beet ver­schie­dene Medi­en, abon­nierte unter­schied­lichste Blog­ger und ver­folge nun schon seit zwei Jahren die ver­zwei­fel­ten Ver­su­che der Demo­kra­ten, Trump aus dem Amt zu kegeln.

    Tip: https://www.bitchute.com/channel/Styxhexenham/

    Der hat, zumin­d­est mein­er Ansicht nach, bish­er die besten Prog­nosen darüber abgegeben, wie sich die jew­eili­gen Medi­en­säue weit­er­en­twick­eln, und lag damit meis­tens richtig. Ein Youtube-Link ist nicht vorhan­den, weil youtube den zen­siert, und man sowieso auf Seit­en umschwenken sollte, die ein Geschäftsmod­ell haben, das die Befol­gung von Anti-Rede­frei­heits­ge­set­zen nicht vor­sieht.

    > Dessen „Bernie or bust“-Potential hat schon den Wahl­sieg Clin­tons ver­hin­dert.

    Nee, der Don­ald hat fast über­all gewon­nen, nur nicht in den über­sozial­isierten Städten, die (lei­der, hof­fentlich ändert Coro­na-Chan das bald,) die Bevölkerungsmehrheit darstellen. Die Wahlergeb­nis-Karte war über­wiegend rot, außer in Bevölkerungszen­tren. Außer­dem haben die Amis kein Mehrheitswahlsys­tem, son­dern die Staat­en sind diejeni­gen, die let­ztlich wählen, weshalb der Don­ald sich in seinem Wahlkampf auch nicht auf Bevölkerungsmehrheit­en konzen­tri­erte, son­dern die Swing-States auf seine Seite zu ziehen tra­chtete. Dieser Schlin­gel. Außer­dem war Hillary eine Scheiß-Sys­tem­skan­di­datin, für deren Ver­anstal­tun­gen sich nie­mand inter­essiert, so lange das wer­fen von faulen Eiern oder auch Hand­granat­en nicht erlaubt ist. Das Wer­fen von Hand­granat­en zu erlauben hätte, wohlge­merkt, bei ihren Wahlkamp­fauftrit­ten zu volleren Säälen geführt, da sie mehr Hand­granaten­wer­fer mobil­isiert hätte, als Leute durch diese Hand­granaten­würfe abgeschreckt wor­den wären. Ins­ge­samt hätte man damit sog­ar die Gesamtzahl der Wäh­ler der Gegen­seite ver­ringert, da Hand­granat­en in vollen Säälen nun­mal eine gewisse Flächen­wirkung haben. Naja, ver­passte Chan­cen der Dems…

    Und der Don­ald hat­te oben­drein noch das damals noch unver­schwuchtelte 4chan und Youtube auf sein­er Seite, wo sich dank der damals noch wenig exis­ten­ten Zen­sur und der hohen Autis­ten­rate ein Hive­mind bilden kon­nte, das jedem poli­tis­chen Sys­tem über­legen ist, das sich auf die Verteilung von Stellen in den Pro­pa­gan­da-Abteilun­gen ver­lässt. Ein von Autis­ten geführter totaler Mem-Krieg ist halt ein­fach mer­i­tokratis­ch­er, als Posten­verteilung nach Blowjob und Wohlbe­tra­gen. Evo­lu­tion obsiegt.

    > Biden

    Zeigt Anze­ichen von Demenz. Schau im ICD-10 nach, wie sowas aussieht, und ver­gle­iche den Biden von heute mit dem Biden von früher.

    > Trump hätte also Hell­se­her sein müssen, um zu wis­sen, dass Biden seinen Hut über­haupt in den Ring wer­fen würde.

    Biss­chen Voraus­sicht reicht, und der Don­ald ist nicht dumm, und selb­st wenn ers wäre, so hätte er immer noch Leute um sich, die nicht dumm sind.

    > Sanders, lang­jäh­rige Sen­a­tor aus Ver­mont, dessen Poli­tik gut in „Die Linke“

    Oder zur CDU. Oder zur AfD. In Deutsch­land gibts nur link­sex­treme Parteien, weil sich alles weit­ere außer­halb des Grundge­set­zes nach aktueller Recht­sprechung bewegt, und wenn Sanders von “Social­ism” spricht, dann meint er Sozialdemokratie. Diese hat in Sch­land nach gel­tender Recht­sprechung Ver­fas­sungsrang. Übri­gens war Sanders früher gegen offene Gren­zen und Massenein­wan­derung, und wäre in Sch­land damit in NPD-Nähe gerückt. Die eben­falls link­sex­trem ist.

    > Und während Sanders als Leit­fi­gur der Linken in seinen Reden noch diplo­ma­ti­sche Zurück­hal­tung wal­ten lässt,

    Der ist alt gewor­den, und hat­te kür­zlich einen Herz­in­farkt. Ich meine sog­ar während ein­er Wahlkampfver­anstal­tung. Übri­gens, hat der nicht auch lebenslang nie von etwas anderem als von Steuern gelebt?

    > Man kann auch kaum erwar­ten, dass zwar jah­re­lang mit dem Vor­wurf der „rus­sion col­lu­sion“ gegen Trump geschos­sen wird und Trump dann aus­ge­rech­net diese Ver­bin­dung nicht gegen Sanders ver­wen­den würde.

    Inter­es­sant finde ich, dass Rus­s­land immer als Bösewicht dargestellt wird. Israel hat ganz offiziell sehr viel mehr Ein­fluss. AIPAC und so. Und wenn man Juden all­ge­mein als Ein­flussfak­toren nimmt, so schön nach Herkun­ft der Fam­i­lie, wirds noch witziger. Aber sowas darf man nicht sagen, son­st Zen­sur. Das Inter­net malt in diesem Zusam­men­hang Leute gerne blau an, und es ist schon inter­es­sant, wie da die Ver­hält­nisse sind.

    > War­ren ist eine notorische Lügner­in

    Poli­tik impliziert diesen Soft-Skill. Gäbe es Stel­lenauss­chrei­bun­gen, stünde das an zweit­er Stelle, gle­ich nach “Anhand der Infor­ma­tion­slück­en der Öffentlichkeit die Unwahrheit zu sagen ohne formell zu lügen”. Wobei das vielle­icht auf­grund der Länge des Textab­schnitts, dessen kor­rek­te Ausle­gung man den Kan­di­dat­en nicht unbe­d­ingt zumuten kann, wegge­lassen würde.

    > Butt­i­geek

    Zu jung und scheiß Name, der auf seine sex­uelle Ori­en­tierung schließen lässt. Nicht tauglich als Iden­ti­fika­tions­fig­ur. Und ja, eben­so wie Ras­sis­mus umso stärk­er wird, je mehr man mit anderen Rassen in Berührung kommt, wird die Abnei­gung gegen Homo­sex­uelle umso stärk­er, je mehr man davon sieht. Man informiere sich über deren durch­schnit­tliche Anzahl an Geschlechtsparn­ern, und deren sich daraus ergebende Durch­seuchungsrate mit Geschlecht­skrankheit­en. Wer das nicht sieht, der glaubt die eige­nen Pro­pa­gan­dalü­gen. Wahlen sind Beliebtheitscon­tests, die so ähn­lich wie “Wer wird Super­star” funk­tion­ieren, und bei denen Inhalte weniger wichtig als Optik sind, aber die Optik ist halt nicht voll­ständig unter Medi­enkon­trolle, son­st würde Mul­ti­kul­tur­al­is­mus funk­tion­ieren. Ras­sis­mus, Homo­pho­bie, Patri­ar­chat, starke In-Group-Pref­er­ence, und so weit­er, sind natür­lich und haben sich in der Natur bewährt, weshalb sie weltweit ver­bre­it­et sind. Weiße sind halt beson­ders anfäl­lig für Gehirn­wäsche, weshalb sie sich auf solchen unnatür­lichen Scheiß über­haupt erst ein­ge­lassen haben, und das auch erst einige Jahrzehnte lang, während man zu jedem Zeit­punkt vor 1950 für poli­tis­che Kor­rek­theit ein­stim­mig aus­gelacht wor­den wäre. Und der Ein­fluss von Weißen geht, auf­grund des demografis­chen Wan­dels, stark zurück. Bei den unter 18-jähri­gen sind die jet­zt schon eine Min­der­heit. Ich bezwei­fle daher, dass es jemals einen offen schwulen Präsi­den­ten geben wird. Die wer­den sich in Zukun­ft um Allianzen von Kul­turkreisen und Haut­far­ben bemühen, die sehr viel kollek­tivis­tis­ch­er sind, als Weiße, und da ist Homo­sex­u­al­ität ein Auss­chlusskri­teri­um. Ist es jet­zt schon, wenn man oben­drein auch noch Buttigeek heißt, würde ich meinen.

    > Für am wahrschein­lich­sten halte ich derzeit eine Kan­di­datur von „May­or Pete“ Buttigieg, gegen den Trump es wohl tat­säch­lich am schw­er­sten hätte.

    Ratio­nal wärs vielle­icht unter Aus­blendung sein­er Homo­sex­u­al­ität, aber das würde voraus­set­zen, dass die Demokrat­en zu ratio­nalem Han­deln fähig sind, was eine These ist, der sich in den let­zten Jahren eher nicht bestätigte. Die sind, zusam­men mit den Medi­en, in eine Falle nach der anderen getappt, und haben sich der­maßen häu­fig blamiert… Das einzige, was sie gerettet hat, ist, dass die Medi­en keine Fol­low-Ups gebracht haben, sobald klar wurde, dass es eine Bla­m­age war.

    > Ich nehme dies­be­züg­lich noch Wet­ten an, lieber Pro­fes­sor Bier­ling.

    Ein­satz? Ich würde weit­er­hin auf Biden set­zen, weil der die besten Kon­tak­te hat, und Parteien halt kor­rupte Entitäten sind, bei denen Kon­tak­te die auss­chlaggebende Rolle spie­len. Welchen Gegen­wert hätte klein Hunter für die Ukrain­er gehabt, wenn er nicht Papis pri­vate Tele­fon­num­mer gehabt hätte? Eben. So funk­tion­iert das Sys­tem.

    Buttigeek ist zu jung um rel­e­van­ten “Kon­tak­ten” bere­its einen “Gefall­en” getan zu haben, wenn man annimmt, dass diese mehrheitlich het­ero­sex­uell sind, und zu schwul um gewählt zu wer­den, und Sanders wird genau so wie beim let­zten Mal von den Kon­tak­ten abgesägt wer­den, ganz gle­ich, ob er jet­zt williger an deren Schwänzen lutscht, als beim let­zten Ver­such. Außer­dem hat­te der ger­ade nen Herz­in­farkt. Ich würde mich tot­lachen, wenn der während eines dieser gecasteten Red­e­du­ells röchel­nd zusam­men­klappt, nach­dem der Don­ald ihn getrig­gert hat. Aber nicht so sehr, wie wenn Biden plöt­zlich mit seinem dementen Opa-Ges­tam­mel anfängt. Oder der Don­ald plöt­zlich “die Wahrheit über die Juden” raushaut, während er von Medi­en und Lob­by-Organ­i­sa­tio­nen spricht, und er, man­gels Erfahrung im Dou­ble­think, ein­fach kurz das Syn­onym ver­wech­selt.

    Die beste Chance, die die Demokrat­en haben, wäre, wenn die süße Coro­na-Chan in Ami­land aus­bricht, und Pro­pa­gan­da für Uni­ver­sal Health-Care macht, während 100 Bewer­ber auf ein Kranken­haus­bett kom­men. Wobei der Don­ald sich selb­st in dem Fall ungewöhn­lich blöd anstellen müsste, und er zu diesem The­ma im let­zten Monat das Maul gehal­ten hat, was darauf hin­weist, dass ihm sowas klar ist. Wobei er dann sowieso keine Rolle mehr spielt, weil über­all der Not­stand aus­bricht, und die Leute dann andere Sor­gen haben, als was beim Beliebtheitscon­test rauskommt.

    Apro­pos wet­ten: Wet­ten, Coro­na-Chan nimmt die Route über Afri­ka, wenn sie uns beehrt? Das wird lustig. Über­bevölkerung bei fehlen­den san­itären und medi­zinis­chen Ein­rich­tun­gen, und ein­er Bevölkerung, die sich eher am Mach­baren als an den Wün­schen von Uni­formträgern ori­en­tiert, und oben­drein gerne in Europa Sozial­hil­fe kassieren würde. Das pro 150 Bewohn­ern ein Kranken­haus­bett hat, das auch ohne Seuche meis­tens belegt ist, und dessen Bevölkerung über­al­tert ist und daher nicht mehr unbe­d­ingt mit ner Lun­genentzün­dung klar kom­men. Ich freu mich drauf.

    P.S.
    Die besten Pics von Coro­na-Chan gibts bei mlpol.

  3. Wir kön­nen uns hier wün­schen, was wir wollen. Und wir kön­nen viel darüber philoso­phieren, an welchem Wahlsys­tem die Welt gene­sen sollte. Aber am Ende müssen wir uns damit abfind­en, dass einzig die amerikanis­chen Wäh­ler über ihren Präsi­den­ten abstim­men.

    Draußen in der Welt der Erwach­se­nen inter­essiert es nie­man­den, was die SPD-kon­trol­lierte Mei­n­ungsin­dus­trie verkün­det. Und es ist auch kein Platz für die Auf­forderung, dass diese Wahl unverzeih­lich sei und rück­gängig gemacht wer­den solle.

  4. Damit dürfte ihre Frage,sehr geehrte Fr. Köning,ob Mr. Frepp ein “blind­er” Demo­c­rat ist, beant­wortet sein. Die für US cit­i­zens “wichti­gen” Fra­gen sind also, wie ich mal annehme, aus dem Text von Mr. Frepp, der Hoax des ange­blichen anthro­po­ge­nen Kli­mawan­dels und ein ange­blich notwendi­ger Ein­griff in ein con­sti­tu­tion­al law.
    Es ver­langt chuzpe, Don­ald Trump als durch und durch kor­rupt zu beze­ich­nen, aus der Per­spek­tive ein­er tat­säch­lich tiefenko­r­rupten Demo­c­ra­t­ic Par­ty mit der Clin­ton Mafia, den Bidens, der AOC Katas­tro­phe, dem Couch Sozial­is­ten Bernie, der Fake Native War­ren, ein­er unglaublich respek­t­losen Pelosi, der Islamistin Ilhan Omar etc. p. p.…
    Die Afd ist übri­gens nur eine Partei,welche etwas weniger links ist, in einem sehr linken, bis, inzwis­chen lei­der, offen sozial­is­tisch / kom­mu­nis­tisch / faschis­tisch geprägten Deutsch­land.
    Auch wenn es sich inzwis­chen erfol­gre­ich einge­bürg­ert hat(sowie viele andere Ver­drehun­gen der Geschichte… als Beispiel sei nur mal das erfol­gre­iche Weglassen/Ignorieren/Herunterspielen der engen Verknüp­fung zwis­chen den Democ­rats und dem KKK, lange Zeit der paramil­itärische Arm der Partei, genan­nt) : lib­er­al und links passt so gut zusam­men, wie Sozial­is­mus und frei­heitlich demokratis­che Grun­dord­nung.
    Eine weit­ere Erfindung/Verdrehung der poli­tis­chen Linken ist die Leg­ende, die soge­nan­nten Recht­en stän­den in irgen­dein­er Verbindung mit Nationalen SOZIALISTEN. Entwed­er ein Rechter lehnt diese Art der zer­störerischen, kollek­tivis­tis­chen Ide­olo­gie ab oder es han­delt sich eine false flag action, wie zb. die soge­nan­nte “Alt Right”, aus­gemachte Sozial­is­ten, Ras­sis­ten und Kollek­tivis­ten, wie man leicht sel­ber eruieren kann, wenn man sich mit diesen Flach­pfeifen 10 Minuten unter­hält.

  5. Warum wollen Sie aus­gerech­net diesen manip­u­la­tiv­en und nicht ein­mal getarn­ten Sozial­is­ten? Er wird die Wirtschaft umge­hend wieder auf 0ba­ma-Niveau brin­gen, außen­poli­tisch gefährlichen 0ba­ma-Unfug anstellen, und innen­poli­tisch über Ras­sis­mus und Schwu­len­hass faseln. Wer braucht bloß sowas? Na kein Men­sch. Nicht­mal in Buf­fa­lo, NY braucht man sowas.

    • Huch?, ich hab doch auf “Matt Frepp” geant­wortet!, der etwas weit­er unten ste­ht und aus­gerech­net den Her­rn Buttigieg als Präsi­den­ten möchte.

      • Ich halte bloss fest, bei der miesen Auswahl waere Herr Buttigieg mmn die beste Alter­na­tive. Aber ich bin ueberzeugt davon dass (von Katas­tro­phen mal abge­se­hen) Trump wiederge­waehlt wird.

  6. Guter Artikel und erfrischend real­is­tisch.
    Wer in den let­zten Jahren die Prog­nosen der Sys­tem Medi­en ver­fol­gt hat der weis, dass Trump gewin­nt. Es ist immer das Gegen­teil der ein­hel­li­gen Medi­en Mei­n­ung einge­treten. Nur eines ist sich­er, dass Trump nach der zweit­en Amtspe­ri­ode nicht mehr antreten kann. Wenn wir die selbe Regelung hät­ten wäre uns viel erspart geblieben.

  7. AOC und Biden sind eben­so wenig in der­sel­ben Partei, wie Polenz und Merz. Ja, die Enthül­lun­gen über die Gulagfre­unde und andere Anhänger stal­in­is­tisch-sozial­is­tis­ch­er Errun­gen­schaften dürften den Democ­rats eben­so vor die Füße fall­en, wie das Impeach­ment-Kabu­ki* und die zer­ris­sene Trump Rede.
    Die Men­schen in den USA — extrem­istis­che poli­tis­che Rän­der mal ausgenom­men — tick­en da näm­lich noch anders, die ver­lan­gen einen gewis­sen Respekt vor Amt und Wür­den, und vor allem vor Leis­tung und Andenken. Trump hat­te ja einige Vorzeige­fälle zu sein­er Rede ein­ge­laden, die Eltern der jun­gen Frau die ein Opfer von ISIS wurde, den Sol­dat­en der Frau und Kind mit sein­er Heimkehr über­raschte, und andere; diese Per­so­n­en waren Teil der Rede, die Pelosi da so leicht­ferig zer­ris­sen hat, und das nehmen ihr sehr viele übel. Nach den Rea­gan Democ­rats gibt es nun wohl auch einige Trump Democ­rats.
    https://www.c‑span.org/video/?468650–1/state-union-reaction

    Let­z­tendlich bleibt festzustellen: Ob Labour, Demo­c­ra­t­ic Par­ty oder SPD, die linken Parteien haben ihre Boden­haf­tung und den Kon­takt zu ihren alten Wäh­lern ver­loren. Sozial­is­mus, offene Gren­zen und gen­derneu­trale Toi­let­ten sind für sie, abge­se­hen vom Kli­mawan­del, die vor­dringlich­sten Prob­leme. Leis­tung wird nicht mehr anerkan­nt, Arbeit ist nichts mehr wert, und wer es wagt mit guter Arbeit gut zu ver­di­enen, wird gerupft. Deut­lich wird dies an dem „Fak­tencheck“ zur State of the Union, in dem her­aus­gekehrt wird daß Trumps neugeschaf­fene Jobs und Unternehmen ja nicht wirk­lich Indus­trie wären son­dern nur(!) kleine Unternehmen mit bis zu fünf Mitar­beit­ern.
    Ja, gut, das waren Apple, Microsoft und Ama­zon auch ein­mal. Die kleinen Geschäfte und Läden sind das Rück­grat ein­er jeden freien Volk­swirtschaft. Aber die ehe­ma­li­gen Arbeit­er­parteien gebären sich, wie die Lords im Ober­haus des Britis­chen Par­la­ments im 19. Jahrhun­dert, sie sehen in solchen Men­schen nur noch den Pöbel, die unge­wasch­enen Massen. (the great unwashed, im Orig­i­nal).

  8. Biden wird nie Präsi­dent:
    Joe Biden hat die ukrainis­che Regierung Anfang 2015 erpresst: Entwed­er der Staat­san­walt Schokin wird gefeuert, oder die USA hal­ten eine Mil­liarde an Finanzhil­fen für die Ukraine zurück.
    Schokin war der Gen­er­al­staat­san­walt, der 2014 das Strafver­fahren gegen den ukrainis­chen Gaskonz­ern Buris­ma, bei dem Joe Bidens Sohn Hunter 2014 einen Job mit einem offiziellen Monats­ge­halt von 50.000 Dol­lar bekom­men hat­te, geleit­et hat.
    Nach­dem Schokin gefeuert war, hat sein Nach­fol­ger das Ver­fahren eingestellt.
    Jet­zt wird das Ver­fahren in der Ukraine wieder aufgenom­men. Das wird auch in Ameri­ka pub­lik.

    https://youtu.be/urTk6O4c0mU

  9. Gute Analyse. Was am meis­ten nervt ist dass es keine Alters­beschraenkung nach oben gibt, nach unten jedoch sehr wohl. Trump und Biden in den 70-ern, Sanders ist schon 80 oder nahe daran. Ich set­ze und hoffe auf Buttigi­et.

    Gruss, Matt aus Buf­fa­lo NY

    • Hal­lo Matt, da Sie ja in USA leben ken­nen Sie die Vorgänge höchst­wahrschein­lich bess­er als wir hier in D und wenn Sie nicht ein “blind­er” Demokrat sind wer­den Sie wis­sen, dass da mehr in der Pipeline der Repub­likan­er ist als das was Herr Letsch in sein­er recht all­ge­meine Analyse geschrieben hat. Der Horowitz Bericht, FISA Mißbrauch, Mueller Unter­suchung, das ein­seit­ige Impeach­mentver­fahren im Rep House, die anste­hende Unter­suchung des Sen­ats zu diesen Vorgän­gen, das Pro­tokoll des 18ten Zeu­gen, Atkin­son, der den soge­nan­nten Whistle­blow­er zuge­lassen hat,Hunter/ Joe Biden, all das wird den Demokrat­en auf die Füße fall­en.
      Nicht zu vergessen der Durham Bericht, der sicher­lich noch rechtzeit­ig vor dem 4th of July veröf­fentlicht wird und das ganze Elend der Demokrat­en aufzeigen wird was da mit der Russ­ian Col­lu­sion gelaufen ist.
      Zu Buttigi­et bleibt zu sagen, dass der wohl vom DNC zugun­sten von Bloomberg geopfert wird, der sich mit seinen Mil­lio­nen, die er schon jet­zt reich­lich ver­ballert hat und sich so die Kan­di­datur ver­sucht zu “kaufen” was nicht den anderen Kan­di­dat­en ungut auf­stößt. Das wer­den sicher­lich auch viele Wäh­ler der Demokrat­en nicht gutheißen…Seine Zeit als NYC May­or holt ihn ein, nicht zum Vorteil, zumin­d­est bei den Afroamerikan­ern, bei denen auch May­or Pete kein Stein im Brett hat…Geht es Ihnen per­sön­lich unter Trump so viel schlechter ? Man mag ihn doof find­en, aber er bewegt etwas zum Guten.…vergleichen Sie ihn mal mit Frau Merkel, die genau das Gegen­teil für D geschafft hat. Her­zlichen Gruss, Madeleine

      • Es geht mir wed­er bess­er noch schlechter als in der Zeit von Oba­ma und dessen “Sozial­is­mus” (Hirnge­spin­ste der ultra-recht­en gegen die ist die AfD echt linkslib­er­al) aber Trump is kor­rupt bis auf die Knochen (neustes Beispiel: Roger Stone Tri­al), ver­raet seine treusten Ver­buen­de­ten (Kur­den) und ver­schlaeft oder ignori­ert wichtige Prob­leme, das sind nun­mal Kli­ma und die Waf­fenge­set­ze. Von einem Praes­i­den­ten darf man schon mehr erwarten als staendi­ges Selb­st­lob. Gruss aus dem ver­schneit­en Ros­tguer­tel, Matt

    • Doch, das ist richtig. Eine Alters­gren­ze wäre sin­nvoll. Für die aktive Teil­nahme an der Wahl sollte ein Min­destal­ter von 21 gel­ten. Denn erst ab diesem Alter haftet man im vollen Umfang für seine Fehler.

      Und Min­der­jährige soll­ten sich nicht in den sozialen Medi­en exponieren, und schon gar nicht ihre Patholo­gie wie eine Mon­stranz vor sich her­tra­gen wie die Heilige Gre­ta.

      Eines unser­er größten Prob­leme ist die Verkinderung von Poli­tik und öffentlich­er Mei­n­ung.

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