Wahlkampf in den USA. In Deutschland gilt Biden nach wie vor als Favorit.Auch der größ­te Medi­en­muf­fel in Deutsch­land hat wohl inzwi­schen mit­be­kom­men, dass im US-Wahl­kampf der­zeit eini­ges schief­läuft. Auch wenn vie­le Medi­en die Mel­dung über die Vor­wahl der Demo­kra­ten in Iowa mög­lichst tief hän­gen woll­ten und des­halb weit nach hin­ten scho­ben. Ist ja alles noch nicht wirk­lich wich­tig, redet man sich ein. In New Hamp­shire lief hin­ge­gen alles wie am Schnür­chen und es gab auch einen kla­ren Sie­ger: Ber­nie San­ders. In der deut­schen Bericht­erstat­tung lässt man sich von der Begeis­te­rung mit­rei­ßen, die FAZ etwa titel­te „Der Anfang vom Ende von Donald Trump“, wobei im Ver­lauf des Arti­kels klar wird, dass man nur eine Aus­sa­ge San­ders zitiert hat­te. Und doch glau­ben die Exper­ten bereits genau zu wis­sen, wie die eigent­li­che Wahl im Novem­ber aus­ge­hen wird. So auch Pro­fes­sor Ste­phan Bier­ling, der sich am Tag nach der Iowa-Wahl in einem Inter­view mit dem Deutsch­land­funk sicher war: Biden gewinnt im Novem­ber gegen Trump.

Nun gehör­te Bier­ling schon 2016 zu jenen, die recht genau zu wis­sen glaub­ten, wie die Ame­ri­ka­ner so ticken und hat­te wenig Zwei­fel dar­an, dass Hil­la­ry Clin­ton das Ren­nen am Ende schon machen wür­de – zumal gegen einen Auf­schnei­der, Groß­kotz und P**grabber wie Trump. Doch muss ich geste­hen, dass ich damals auch so dach­te. Zu mei­ner Ent­las­tung kann ich anfüh­ren, dass ich mich 2016 noch sehr naiv auf das Urteil ver­las­sen hat­te, wel­ches deut­sche „Exper­ten“ wie Bier­ling so selbst­si­cher auf allen Kanä­len abga­ben. Den Feh­ler mache ich nicht wie­der, soviel steht fest!

Spä­tes­tens seit den Zwi­schen­wah­len 2018 geriet die Prä­si­dent­schafts­wahl 2020 wie­der ver­stärkt in mei­nen Blick, wobei ich per­ma­nent eine ekla­tant unter­schied­li­che Bewer­tung von Trumps Posi­ti­on und Lage in hie­si­gen sowie US-Medi­en bemerk­te. Schließ­lich kon­zen­trier­te ich mich des­halb vor allem auf US-Quel­len, las quer­beet ver­schie­de­ne Medi­en, abon­nier­te unter­schied­lichs­te Blog­ger und ver­fol­ge nun schon seit zwei Jah­ren die ver­zwei­fel­ten Ver­su­che der Demo­kra­ten, Trump aus dem Amt zu kegeln.

Ich sage nicht, dass es kei­ne Grün­de gäbe, sich dies zu wün­schen. Was man jedoch fest­stel­len muss, ist, dass alle poli­ti­schen Vor­wür­fe, alle Zwei­fel am Geis­tes- oder Gesund­heits­zu­stand Trumps, alle juris­ti­schen Unter­su­chun­gen nichts erbracht, und nichts genützt haben. Selbst deut­sche Kom­men­ta­to­ren, die seit drei Jah­ren ganz oben auf der „Oran­ge Man Bad“ Wel­le rei­ten, kon­sta­tie­ren nun ganz offen, dass auch das völ­lig hys­te­ri­sche Impeach­ment-Ver­fah­ren in der Ukrai­ne-Sache vor allem einem genutzt habe: Trump, der dank der Demo­kra­ten gera­de die bes­ten Wochen sei­ner Amts­zeit erlebt. Nun steht bereits das nächs­te Impeach­ment wegen meh­re­rer angeb­lich unbe­rech­tig­ten Ent­las­sun­gen (die eigent­lich nur Ver­set­zun­gen sind) im Raum, was Trump sehr freu­en dürf­te. Das Estab­lish­ment der Demo­kra­ten lernt offen­bar nicht aus sei­nen Fehlern.

Pelosi hat längst die Nerven verloren

Pro­fes­sor Bier­lings Pro­gno­se, Biden und die Demo­kra­ten wür­den die Wahl im Novem­ber gewin­nen, stammt vom Tag nach der ver­geig­ten Iowa-Vor­wahl, aber vor der Rede Trumps an die Nati­on, nach deren Ende Nan­cy Pelo­si, hin­ter dem Red­ner­pult und Trump ste­hend, des­sen Rede demons­tra­tiv zer­riss. Ich bin mir folg­lich nicht sicher, ob Bier­ling sei­ne Pro­gno­se heu­te noch auf­recht hält, neh­me es aber mal an. Auch möch­te ich hier nicht den Ein­druck erwe­cken, aus ein­zel­nen Vor­fäl­len im Febru­ar auf einen Wahl­aus­gang im Novem­ber schlie­ßen zu kön­nen. Es fließt noch viel Was­ser den Mis­sis­sip­pi hin­un­ter, die Wirt­schaft könn­te schwä­cheln, der Euro implo­die­ren und den Dol­lar beschä­di­gen, der Coro­na-Virus die Wirt­schaft läh­men oder eine Flot­te Raum­schif­fe von Super­no­va­kan­di­dat Betei­geu­ze Flo­ri­da erobern. Ich bezweif­le jedoch, dass Pro­fes­sor Bier­ling die Lage rich­tig ein­schätzt, wenn er aus­ge­rech­net „Cree­py-Joe“ Biden gro­ße Chan­cen einräumt.

Natür­lich haben wir alle kei­ne Glas­ku­gel und es besteht tat­säch­lich die Mög­lich­keit, dass Trump im Novem­ber trotz aller Fak­ten, die der­zeit dage­gen­spre­chen, abge­wählt wird. Aber wäh­rend man zu Trump hier­zu­lan­de alles zu wis­sen scheint, ist über die Schwä­chen der Kan­di­da­ten der Demo­kra­ten nur sehr wenig zu lesen und schon wie­der scheint in Gesprä­chen und Arti­keln die Mei­nung durch, Trump sei so gut wie erle­digt. Ich möch­te hier ein paar Körn­chen Salz auf die Tor­te streu­en, indem ich nach­fol­gend eini­ge Fak­ten und Ein­schät­zun­gen auf­lis­te, die gegen einen Wahl­sieg der Demo­kra­ten spre­chen, ganz gleich wel­cher Kan­di­dat antre­ten wird. Der Leser mag selbst ent­schei­den, ob die­se stich­hal­tig sind und in der Sum­me genau jenes Bild erge­ben kön­nen, dem ich der­zeit die größ­te Wahr­schein­lich­keit zurech­ne: Trump wird bis 2024 Prä­si­dent bleiben.

Der Image-Albtraum von Iowa

Die Vor­wahl in Iowa geriet zum Image-Alb­traum für die Demo­kra­ten und Trump muss kaum mehr tun, als genüss­lich die Fak­ten auf­zu­zäh­len, um Wir­kungs­tref­fer zu erzie­len. Die App, die beim Zusam­men­tra­gen der Wahl­er­geb­nis­se ver­sagt hat­te, stammt von einer Fir­ma namens „Shadow inc.“, wahr­lich ein Name, der nicht nach poli­ti­scher Trans­pa­renz klingt. Damit nicht genug kom­men die Eigen­tü­mer der Fir­ma aus dem direk­ten Kam­pa­gnen­um­feld von Hil­la­ry Clin­ton. Die Vor­wür­fe von Nepo­tis­mus und Unfä­hig­keit lie­gen hier min­des­tens so deut­lich auf dem Sil­ber­ta­blett, wie Pelo­sis Stif­te für die Unter­zeich­nung der Impeachment-Urkunden.

Das US-Parteisystem

Ohne es zu mer­ken, ver­glei­chen deut­sche Jour­na­lis­ten und Ana­lys­ten Repu­bli­ka­ner und Demo­kra­ten mit deut­schen Par­tei­en. Dabei agie­ren die Kan­di­da­ten für hohe Wahl­äm­ter in den Staa­ten viel eigen­stän­di­ger, als dies in Deutsch­land jemals der Fall war. Die media­le Prä­senz von Abge­ord­ne­ten die Alex­an­dria Oca­sio-Cor­tez, die weni­ger den Demo­kra­ten als den Sozia­lis­ten zuge­rech­net wer­den muss, hilft nicht jedem Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten der Demo­kra­ten glei­cher­ma­ßen. AOC wei­gert sich sogar offen, von ihren ein­ge­sam­mel­ten Spen­den­gel­dern wie üblich einen Teil an den DNC, also die Kam­pa­gnen­or­ga­ni­sa­ti­on der Demo­kra­ten, abzu­ge­ben. Wun­dert sich da noch jemand, dass sie schnip­pisch anmerk­te, Biden und sie wären eigent­lich gar nicht in der­sel­ben Partei?

Loyalität und Wählerbasis

Dies führt uns gleich zum nächs­ten Miss­ver­ständ­nis, näm­lich zur typisch deut­schen Vor­stel­lung, nach der fina­len Kür eines Kan­di­da­ten wür­de sich die Basis der Demo­kra­ten hin­ter des­sen Fähn­lein sam­meln. Das wird nicht pas­sie­ren! Schon 2016, als San­ders in der Vor­wahl gegen Clin­ton unter­lag, ver­kün­de­ten vie­le sei­ner Anhän­ger mit ihrem Mot­to „Ber­nie or bust“, dass sie lie­ber Trump wäh­len oder der Wahl fern blei­ben wür­den, als für Clin­ton zu stim­men. Gera­de vie­le Anhän­ger von San­ders, Yang und Gab­bard, deren Kan­di­da­ten weit außer­halb des Estab­lish­ments ste­hen und als unab­hän­gig vom DNC gel­ten, wer­den ehr auf „or bust“ gehen, als Biden, dem Wunsch­kan­di­da­ten der Par­tei­spit­ze, ihre Stim­me zu geben. Auch vie­le Anhän­ger von Eli­sa­beth War­ren haben sich bereits in die­ser Wei­se erklärt. Yang und Gab­bard mögen chan­cen­los sein und ihre Anhän­ger­schaft nicht sehr groß. Aber bei San­ders ist dies anders. Des­sen „Ber­nie or bust“-Potential hat schon den Wahl­sieg Clin­tons verhindert.

Biden und die gute alte Obama-Zeit

Am liebs­ten wer es den Demo­kra­ten gewe­sen, auf dem abge­lau­fe­nen Oba­ma-Ticket mit Biden wie­der ins Wei­ße Haus ein­zu­zie­hen. Doch Biden gebär­det sich eher wie ein Kan­di­dat wider Wil­len, wirkt in Debat­ten Lust- und Ideen­los, reagiert bereits jetzt extrem dünn­häu­tig auf Nach­fra­gen von Jour­na­lis­ten und for­dert sogar vor lau­fen­der Kame­ra Bür­ger auf, doch lie­ber gleich Trump zu wäh­len, nur weil ihm deren Fra­gen nicht gefal­len. Nicht erst das schwa­che Abschnei­den in Iowa und nun auch in New Hamp­shire macht die Par­tei­füh­rung ner­vös. Schon die Umfra­gen im Vor­feld sahen leich­te Vor­tei­le für San­ders, wes­halb man plötz­lich sogar die Regeln änder­te, die für die Zulas­sung von Kan­di­da­ten für TV-Dis­kus­sio­nen gel­ten, um mit Bloom­berg noch eine Alter­na­ti­ve zum schwä­cheln­den Biden zu haben. Die­se Regel­än­de­rung ver­bit­tert nicht nur die sozia­lis­ti­sche Oppo­si­ti­on inner­halb der Demokraten.

Zahlen, Umfragen, Wählermobilisierung

Die Iowa-Vor­wahl ist stets mehr als nur ein Stim­mungs­test. Viel­mehr kann aus der Wahl­be­tei­li­gung eini­ges abge­le­sen wer­den über die Fähig­keit der Kan­di­da­ten, ihre Anhän­ger zu mobi­li­sie­ren. 2008, als Barak Oba­ma bekannt­lich auf der „Yes we can“ Wel­le ins Wei­ße Haus getra­gen wur­de, lag auch die Betei­li­gung am Cau­cus in Iowa auf Rekord­ni­veau. 2016 hin­ge­gen war sie sehr viel gerin­ger, wir wis­sen, wie die­se Wahl aus­ging. Moody’s Ana­ly­tics etwa, eine Toch­ter­ge­sell­schaft der bekann­ten Rating-Agen­tur, sieht einen deut­li­chen Zusam­men­hang zwi­schen der Wahl­be­tei­li­gung und den mög­li­chen Sze­na­ri­en für den Wahl­aus­gang. Für die Demo­kra­ten sieht es zwar ins­ge­samt nicht gut aus, bei einer gerin­gen Wahl­be­tei­li­gung jedoch könn­te die Nie­der­la­ge gera­de­zu desas­trös enden. Bleibt zu hof­fen, dass die Augu­ren seit 2016 dazu gelernt haben, denn bei der Deu­tung des Vogel­flugs lagen sie vor vier Jah­ren gründ­lich dane­ben. Fakt ist, dass kein ein­zi­ger Kan­di­dat der Demo­kra­ten heu­te das For­mat eines Barak Oba­ma hat, des­sen Per­sön­lich­keit ein ent­schei­den­der Fak­tor bei der Wäh­ler­mo­bi­li­sie­rung war.

Biden, die Legende, die aus der Zeit gefallen ist

Das Impeach­ment­ver­fah­ren gegen Trump schuf eine Legen­de, die Biden bis heu­te bei jeder Gele­gen­heit erzählt: Trump habe Angst vor ihm, weil nur er ihn schla­gen kön­ne und des­halb habe Trump ver­sucht, ihn in der Ukrai­ne mit Dreck zu bewer­fen. Dabei wirkt Biden gleich­zei­tig lust­los und ange­schla­gen und die unan­ge­neh­men Fra­gen bezüg­lich der Tätig­keit sei­nes Soh­nes Hun­ter in der Ukrai­ne wür­den erst noch kom­men. Dazu kommt, dass Trumps dubio­ses Tele­fo­nat mit der Ukrai­ne, wel­ches ihm bekannt­lich das Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren ein­brach­te, vor dem Zeit­punkt statt­fand, als Biden sich zur Kan­di­da­tur entschloss.

Trump hät­te also Hell­se­her sein müs­sen, um zu wis­sen, dass Biden sei­nen Hut über­haupt in den Ring wer­fen wür­de. Ich kann mir kaum vor­stel­len, dass Biden ihm die­se Fähig­keit zuge­ste­hen möch­te. Auch der angeb­lich so groß­ar­ti­ge Kon­takt Bidens zu sei­nen Wäh­lern hat Ris­se. Man fragt sich unwill­kür­lich, ob Biden sich schon im Jahr 2020 befin­det, wenn er eine Fra­ge­stel­le­rin in den Zwan­zi­gern (im Scherz, wie ich anneh­me) als „lying, dog-faced pony sol­dier“ bezeich­net. Wie sich spä­ter her­aus­stell­te, benutz­te Biden hier ein Zitat aus einem 70(!!) Jah­re alten John-Way­ne-Film. Wer das nicht selt­sam fin­det, muss schon ein gro­ßer Fan sein! Denn mer­ke: wenn dei­ne Wäh­ler dei­nen musea­len Humor nicht ver­ste­hen, hast du ein Problem.

Sanders, der Sozialist ohne Rückgrat

San­ders, lang­jäh­ri­ge Sena­tor aus Ver­mont, des­sen Poli­tik gut in „Die Lin­ke“ pas­sen wür­de, hat eine recht gro­ße Basis bei jün­ge­ren Wäh­lern, die nie­mals dem Estab­lish­ment des DNC fol­gen wür­den. Dabei kann man San­ders Kom­pe­tenz beim Erken­nen von Pro­ble­men nicht abspre­chen. Er hat nur lei­der, wie es selbst der bei den Dems wie den deut­schen Medi­en glei­cher­ma­ßen ver­hass­te Ste­ve Ban­non bei Bill Maher fest­stell­te, die fal­schen, näm­lich sozia­lis­ti­sche Lösun­gen. Und wäh­rend San­ders als Leit­fi­gur der Lin­ken in sei­nen Reden noch diplo­ma­ti­sche Zurück­hal­tung wal­ten lässt, sind vie­le sei­ner Wahl­hel­fer und Unter­stüt­zer weni­ger zim­per­lich, was die Rich­tung angeht, in die sie die Ver­ei­nig­ten Staa­ten gern schub­sen möchten.

Da ist von Gulags die Rede, von Zwang, Ent­eig­nung, Umer­zie­hung und vom Para­dies, das die Sowjet­uni­on im Ver­gleich mit den USA angeb­lich gewe­sen sein soll. Nach meh­re­ren gele­ak­ten Video­mit­schnit­ten setz­te ein Dut­zend von San­ders Wahl­kampf­ma­na­gern ihren Twit­ter-Account panisch auf „pri­vat“, um dem anrau­schen­den Shit­s­torm zu ent­ge­hen – ein für ame­ri­ka­ni­sche Ver­hält­nis­se gera­de­zu unge­heu­er­li­cher Vor­gang, der San­ders noch auf die Füße fal­len könn­te. Bis­her hält die Pres­se in die­ser Sache still, das dürf­te sich ändern, wenn San­ders tat­säch­lich offi­zi­el­ler Kan­di­dat wür­de. Trumps Wahl­kampf­team dürf­te die Adds bereits vor­be­rei­tet haben und ich bin mir sicher, dass auch ein Spot dabei sein wird, der San­ders zehn­tä­gi­ge Hoch­zeits­rei­se in die Sowjet­uni­on zum The­ma hat. Man kann auch kaum erwar­ten, dass zwar jah­re­lang mit dem Vor­wurf der „rus­si­on col­lu­si­on“ gegen Trump geschos­sen wird und Trump dann aus­ge­rech­net die­se Ver­bin­dung nicht gegen San­ders ver­wen­den würde.

San­ders hat sogar noch grö­ße­re Pro­ble­me. Er unter­stützt den das öko­no­mi­sche Him­mel­fahrts­kom­man­do namens „Green New Deal“ von AOC, umgibt sich im Wahl­kampf mit Links­ra­di­ka­len und wirkt in sei­nen Reden und Demen­tis arg hin und her geschubst. Heu­te „open Bor­ders“, mor­gen nicht. Heu­te Medi­ca­re für alle, mor­gen schon ist das alles zu teu­er. Heu­te greift er Biden direkt an, mor­gen ent­schul­digt er sich bei ihm. Heu­te Flip, mor­gen Flop. „Der kann ja nicht mal für sich selbst kämp­fen, wie soll er dann für uns kämp­fen?“ fra­gen sich vie­le. Es ist also sehr unwahr­schein­lich, dass die Ame­ri­ka­ner aus­ge­rech­net einen Sozia­lis­ten ins Amt hie­ven wer­den. Die Par­al­le­len zu Jere­my Cor­bin, dem Chef der bri­ti­schen Labour-Par­tei, der gera­de erst kra­chend die Unter­haus­wahl in Groß­bri­tan­ni­en gegen die Wand gefah­ren hat, sind überdeutlich.

Biden und der Rest des Feldes

War­ren ist eine noto­ri­sche Lüg­ne­rin (ihre „Indian Nation“-Herkunft ist eine Legen­de aus dem Pro­mil­le-Bereich, mit der sich sich über das Min­der­hei­ten-Ticket Zugang zu ihrem Job ver­schaff­te), Klo­buchar und Butt­i­gieg sind fast unbe­kannt und rhe­to­risch ziem­lich fade. Letz­te­rer hat womög­lich für sei­nen „Oba­ma-Moment“ in Iowa (Platz 1) und New Hamp­shire (Platz 2) bereits viel Pul­ver ver­schos­sen, weil er sehr wohl weiß, dass er vor allem Bekannt­heit braucht. Butt­i­gie­gs Bonus, sei­ne sol­ven­ten Unter­stüt­zer, könn­te sich im Fall sei­ner Kan­di­da­tur sogar in einen Malus ver­wan­deln. Denn Trump gerier­te sich schon 2016 als der Kan­di­dat der „klei­nen Leu­te“, was auch inso­fern glaub­haft ist, weil er unter sei­nem „Mil­li­ar­därs­kol­le­gen“ eher ver­ach­tet wird.

Falls Trump gegen Klo­buchar oder Butt­i­gieg eine Stra­te­gie hat, ken­nen wir sie nur des­halb noch nicht, weil bei­de bis­her in kaum einer Wet­te auf­tauch­ten. Der par­tei­in­ter­ne Riva­le Biden, der in Butt­i­gieg sei­nen wich­tigs­ten Oppo­nen­ten im DNC-Estab­lish­ment sieht, beweist im aktu­el­len Vor­wahl­kampf schlech­ten Stil. In sei­nen Wer­be­spots schnei­det er die gro­ße Welt­po­li­tik, an der er unter Oba­ma teil­ha­ben durf­te, mit den klei­nen Ent­schei­dun­gen zusam­men, die Butt­i­gieg als Bür­ger­meis­ter von South Bend in India­na zu tref­fen hat­te. Das wirk­te abge­ho­ben, arro­gant, aus der Zeit gefal­len und kam bei den demo­kra­ti­schen Wäh­lern gar nicht gut an. Die ver­ste­hen näm­lich sehr gut, dass ein Vize­prä­si­dent ande­re Ent­schei­dun­gen zu tref­fen hat als ein Bür­ger­meis­ter, der eine Stra­ße sanie­ren muss oder eine Brü­cke beleuch­ten lässt. Man ver­glei­che die View­er-Wer­tun­gen des Biden-Spots bei You­Tube.

Fazit

Ob Nan­cy Pelo­si nach Trumps Rede gut vor­be­rei­tet des­sen Skrip­te oder gan­ze Tele­fon­bü­cher zer­reißt, spielt bei der Beur­tei­lung der Lage in den USA kei­ne Rol­le. Egal was die Demo­kra­ten sagen mögen, der Wirt­schaft geht es tat­säch­lich so gut wie seit 50 Jah­ren nicht mehr, was die Ame­ri­ka­ner an den Beschäf­ti­gungs­zah­len sehen und in ihrer Brief­ta­sche spü­ren kön­nen. Das Ver­dienst dafür kann Trump nicht zu unrecht in Anspruch neh­men. Die Ein­kom­men der unte­ren zehn Pro­zent wuch­sen zudem pro­zen­tu­al viel stär­ker als die der obe­ren zwei Pro­zent. Auch befin­det sich die Zustim­mungs­ra­te Trumps nach lan­gem Anlauf auf einem All­zeit­hoch.

Ich bezweif­le, dass die Demo­kra­ten es schaf­fen wer­den, die Wäh­ler davon zu über­zeu­gen, dass es ihnen in Wirk­lich­keit schlecht gin­ge. Gleich­wohl ver­su­chen sie es gera­de. Doch der­zeit sehen nur etwa 10% der Ame­ri­ka­ner laut einer Gal­lup-Umfra­ge die Wirt­schaft als vor­dring­li­ches Pro­blem an, was bedeu­tet, dass 90% zufrie­den sind, wie sich die Wirt­schaft für sie ent­wi­ckelt. Unter die­sen Umstän­den kann es Trump gelin­gen, die Wäh­ler davon zu über­zeu­gen, dass es ihnen mit ihm als Prä­si­den­ten bes­ser geht, ob sie ihn nun mögen, oder nicht. Sei­ne Wahl­ver­spre­chen löst er offen­bar ein.

Wie gesagt, ich habe kei­ne Kris­tall­ku­gel und wage aus vie­len Grün­den kei­ne Pro­gno­se für die Prä­si­dent­schafts­wahl im Novem­ber. Es ist noch viel zu früh und es ist schwer ein­zu­schät­zen, wie sich Bloom­bergs spä­ter Ein­stieg ins Ren­nen aus­wir­ken wird. Für am wahr­schein­lichs­ten hal­te ich der­zeit eine Kan­di­da­tur von „Mayor Pete“ Butt­i­gieg, gegen den Trump es wohl tat­säch­lich am schwers­ten hätte.

Nur zwei Sze­na­ri­en schlie­ße ich mit gro­ßer Gewiss­heit aus. Näm­lich, dass San­ders oder Biden am Ende im Wahl­kampf gegen Trump antre­ten wer­den und falls doch, sogar gewin­nen könn­ten. Ich neh­me dies­be­züg­lich noch Wet­ten an, lie­ber Pro­fes­sor Bier­ling. Der Nomi­nie­rungs­par­tei­tag der Demo­kra­ten ist im Juli, bis dahin lege ich die­sen Arti­kel also auf Wiedervorlage.

Vorheriger ArtikelBratwurstland ist abgebrannt
Nächster ArtikelAuch das noch – der Valentinstag ist sexistisch!

16 Kommentare

  1. Der arg emp­feh­lens­wer­te No-Agen­da-Pod­cast von Adam Cur­ry (ers­ter MTV-VJ) und John Dvor­ak (legen­dä­rer Tech-Jour­na­list) nimmt zwei­mal die Woche die US-Medi­en aus­ein­an­der, ohne Agenda.

    Die hat­ten eine inter­es­san­te Idee: Das Deba­kel um die App mag even­tu­ell geplant gewe­sen sein, weil so den Leu­ten der Cau­cus madig und eine gene­rel­le Vor­wahl sym­pa­thi­scher gemacht wer­den kann. Letz­te­re lässt sich bes­ser, sagen wir, kor­ri­gie­ren als ein Cau­cus, bei dem rea­le Men­schen vor ande­ren Men­schen agieren.

    Wenn Trump heu­te zu twee­ten auf­hö­ren wür­de, wäre sei­ne Wie­der­wahl im Herbst gesichert.

    Schö­ne Grü­ße von der US-Westküste!

  2. Hal­lo mal wieder,

    > Zu mei­ner Ent­las­tung kann ich anfüh­ren, dass ich mich 2016 noch sehr naiv auf das Urteil ver­las­sen hat­te, wel­ches deut­sche „Exper­ten“ wie Bier­ling so selbst­si­cher auf allen Kanä­len abga­ben. Den Feh­ler mache ich nicht wie­der, soviel steht fest!

    Jeder fängt mal klein an 😉 

    > Schließ­lich kon­zen­trierte ich mich des­halb vor allem auf US-Quel­len, las quer­beet ver­schie­dene Medi­en, abon­nierte unter­schied­lichste Blog­ger und ver­folge nun schon seit zwei Jah­ren die ver­zwei­fel­ten Ver­su­che der Demo­kra­ten, Trump aus dem Amt zu kegeln.

    Tip: https://www.bitchute.com/channel/Styxhexenham/

    Der hat, zumin­dest mei­ner Ansicht nach, bis­her die bes­ten Pro­gno­sen dar­über abge­ge­ben, wie sich die jewei­li­gen Medi­ensäue wei­ter­ent­wi­ckeln, und lag damit meis­tens rich­tig. Ein You­tube-Link ist nicht vor­han­den, weil you­tube den zen­siert, und man sowie­so auf Sei­ten umschwen­ken soll­te, die ein Geschäfts­mo­dell haben, das die Befol­gung von Anti-Rede­frei­heits­ge­set­zen nicht vorsieht.

    > Des­sen „Ber­nie or bust“-Potential hat schon den Wahl­sieg Clin­tons verhindert.

    Nee, der Donald hat fast über­all gewon­nen, nur nicht in den über­so­zia­li­sier­ten Städ­ten, die (lei­der, hof­fent­lich ändert Coro­na-Chan das bald,) die Bevöl­ke­rungs­mehr­heit dar­stel­len. Die Wahl­er­geb­nis-Kar­te war über­wie­gend rot, außer in Bevöl­ke­rungs­zen­tren. Außer­dem haben die Amis kein Mehr­heits­wahl­sys­tem, son­dern die Staa­ten sind die­je­ni­gen, die letzt­lich wäh­len, wes­halb der Donald sich in sei­nem Wahl­kampf auch nicht auf Bevöl­ke­rungs­mehr­hei­ten kon­zen­trier­te, son­dern die Swing-Sta­tes auf sei­ne Sei­te zu zie­hen trach­te­te. Die­ser Schlin­gel. Außer­dem war Hil­la­ry eine Scheiß-Sys­tem­s­kan­di­da­tin, für deren Ver­an­stal­tun­gen sich nie­mand inter­es­siert, so lan­ge das wer­fen von fau­len Eiern oder auch Hand­gra­na­ten nicht erlaubt ist. Das Wer­fen von Hand­gra­na­ten zu erlau­ben hät­te, wohl­ge­merkt, bei ihren Wahl­kampf­auf­trit­ten zu vol­le­ren Sää­len geführt, da sie mehr Hand­gra­na­ten­wer­fer mobi­li­siert hät­te, als Leu­te durch die­se Hand­gra­na­ten­wür­fe abge­schreckt wor­den wären. Ins­ge­samt hät­te man damit sogar die Gesamt­zahl der Wäh­ler der Gegen­sei­te ver­rin­gert, da Hand­gra­na­ten in vol­len Sää­len nun­mal eine gewis­se Flä­chen­wir­kung haben. Naja, ver­pass­te Chan­cen der Dems…

    Und der Donald hat­te oben­drein noch das damals noch unver­schwuch­tel­te 4chan und You­tube auf sei­ner Sei­te, wo sich dank der damals noch wenig exis­ten­ten Zen­sur und der hohen Autis­ten­ra­te ein Hive­mind bil­den konn­te, das jedem poli­ti­schen Sys­tem über­le­gen ist, das sich auf die Ver­tei­lung von Stel­len in den Pro­pa­gan­da-Abtei­lun­gen ver­lässt. Ein von Autis­ten geführ­ter tota­ler Mem-Krieg ist halt ein­fach meri­to­kra­ti­scher, als Pos­ten­ver­tei­lung nach Blo­wjob und Wohl­be­tra­gen. Evo­lu­ti­on obsiegt.

    > Biden

    Zeigt Anzei­chen von Demenz. Schau im ICD-10 nach, wie sowas aus­sieht, und ver­glei­che den Biden von heu­te mit dem Biden von früher. 

    > Trump hät­te also Hell­se­her sein müs­sen, um zu wis­sen, dass Biden sei­nen Hut über­haupt in den Ring wer­fen würde. 

    Biss­chen Vor­aus­sicht reicht, und der Donald ist nicht dumm, und selbst wenn ers wäre, so hät­te er immer noch Leu­te um sich, die nicht dumm sind.

    > San­ders, lang­jäh­rige Sena­tor aus Ver­mont, des­sen Poli­tik gut in „Die Linke“

    Oder zur CDU. Oder zur AfD. In Deutsch­land gibts nur links­ex­tre­me Par­tei­en, weil sich alles wei­te­re außer­halb des Grund­ge­set­zes nach aktu­el­ler Recht­spre­chung bewegt, und wenn San­ders von „Socia­lism“ spricht, dann meint er Sozi­al­de­mo­kra­tie. Die­se hat in Schland nach gel­ten­der Recht­spre­chung Ver­fas­sungs­rang. Übri­gens war San­ders frü­her gegen offe­ne Gren­zen und Mas­sen­ein­wan­de­rung, und wäre in Schland damit in NPD-Nähe gerückt. Die eben­falls links­ex­trem ist.

    > Und wäh­rend San­ders als Leit­fi­gur der Lin­ken in sei­nen Reden noch diplo­ma­ti­sche Zurück­hal­tung wal­ten lässt, 

    Der ist alt gewor­den, und hat­te kürz­lich einen Herz­in­farkt. Ich mei­ne sogar wäh­rend einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung. Übri­gens, hat der nicht auch lebens­lang nie von etwas ande­rem als von Steu­ern gelebt?

    > Man kann auch kaum erwar­ten, dass zwar jah­re­lang mit dem Vor­wurf der „rus­si­on col­lu­sion“ gegen Trump geschos­sen wird und Trump dann aus­ge­rech­net die­se Ver­bin­dung nicht gegen San­ders ver­wen­den würde.

    Inter­es­sant fin­de ich, dass Russ­land immer als Böse­wicht dar­ge­stellt wird. Isra­el hat ganz offi­zi­ell sehr viel mehr Ein­fluss. AIPAC und so. Und wenn man Juden all­ge­mein als Ein­fluss­fak­to­ren nimmt, so schön nach Her­kunft der Fami­lie, wirds noch wit­zi­ger. Aber sowas darf man nicht sagen, sonst Zen­sur. Das Inter­net malt in die­sem Zusam­men­hang Leu­te ger­ne blau an, und es ist schon inter­es­sant, wie da die Ver­hält­nis­se sind.

    > War­ren ist eine noto­ri­sche Lügnerin

    Poli­tik impli­ziert die­sen Soft-Skill. Gäbe es Stel­len­aus­schrei­bun­gen, stün­de das an zwei­ter Stel­le, gleich nach „Anhand der Infor­ma­ti­ons­lü­cken der Öffent­lich­keit die Unwahr­heit zu sagen ohne for­mell zu lügen“. Wobei das viel­leicht auf­grund der Län­ge des Text­ab­schnitts, des­sen kor­rek­te Aus­le­gung man den Kan­di­da­ten nicht unbe­dingt zumu­ten kann, weg­ge­las­sen würde.

    > Butt­i­geek

    Zu jung und scheiß Name, der auf sei­ne sexu­el­le Ori­en­tie­rung schlie­ßen lässt. Nicht taug­lich als Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur. Und ja, eben­so wie Ras­sis­mus umso stär­ker wird, je mehr man mit ande­ren Ras­sen in Berüh­rung kommt, wird die Abnei­gung gegen Homo­se­xu­el­le umso stär­ker, je mehr man davon sieht. Man infor­mie­re sich über deren durch­schnitt­li­che Anzahl an Geschlechts­par­nern, und deren sich dar­aus erge­ben­de Durch­seu­chungs­ra­te mit Geschlechts­krank­hei­ten. Wer das nicht sieht, der glaubt die eige­nen Pro­pa­gan­da­lü­gen. Wah­len sind Beliebt­heits­con­tests, die so ähn­lich wie „Wer wird Super­star“ funk­tio­nie­ren, und bei denen Inhal­te weni­ger wich­tig als Optik sind, aber die Optik ist halt nicht voll­stän­dig unter Medi­en­kon­trol­le, sonst wür­de Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus funk­tio­nie­ren. Ras­sis­mus, Homo­pho­bie, Patri­ar­chat, star­ke In-Group-Pre­fe­rence, und so wei­ter, sind natür­lich und haben sich in der Natur bewährt, wes­halb sie welt­weit ver­brei­tet sind. Wei­ße sind halt beson­ders anfäl­lig für Gehirn­wä­sche, wes­halb sie sich auf sol­chen unna­tür­li­chen Scheiß über­haupt erst ein­ge­las­sen haben, und das auch erst eini­ge Jahr­zehn­te lang, wäh­rend man zu jedem Zeit­punkt vor 1950 für poli­ti­sche Kor­rekt­heit ein­stim­mig aus­ge­lacht wor­den wäre. Und der Ein­fluss von Wei­ßen geht, auf­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels, stark zurück. Bei den unter 18-jäh­ri­gen sind die jetzt schon eine Min­der­heit. Ich bezweif­le daher, dass es jemals einen offen schwu­len Prä­si­den­ten geben wird. Die wer­den sich in Zukunft um Alli­an­zen von Kul­tur­krei­sen und Haut­far­ben bemü­hen, die sehr viel kol­lek­ti­vis­ti­scher sind, als Wei­ße, und da ist Homo­se­xua­li­tät ein Aus­schluss­kri­te­ri­um. Ist es jetzt schon, wenn man oben­drein auch noch But­ti­geek heißt, wür­de ich meinen.

    > Für am wahr­schein­lichs­ten hal­te ich der­zeit eine Kan­di­da­tur von „Mayor Pete“ Butt­i­gieg, gegen den Trump es wohl tat­säch­lich am schwers­ten hätte.

    Ratio­nal wärs viel­leicht unter Aus­blen­dung sei­ner Homo­se­xua­li­tät, aber das wür­de vor­aus­set­zen, dass die Demo­kra­ten zu ratio­na­lem Han­deln fähig sind, was eine The­se ist, der sich in den letz­ten Jah­ren eher nicht bestä­tig­te. Die sind, zusam­men mit den Medi­en, in eine Fal­le nach der ande­ren getappt, und haben sich der­ma­ßen häu­fig bla­miert… Das ein­zi­ge, was sie geret­tet hat, ist, dass die Medi­en kei­ne Fol­low-Ups gebracht haben, sobald klar wur­de, dass es eine Bla­ma­ge war.

    > Ich neh­me dies­be­züg­lich noch Wet­ten an, lie­ber Pro­fes­sor Bierling.

    Ein­satz? Ich wür­de wei­ter­hin auf Biden set­zen, weil der die bes­ten Kon­tak­te hat, und Par­tei­en halt kor­rup­te Enti­tä­ten sind, bei denen Kon­tak­te die aus­schlag­ge­ben­de Rol­le spie­len. Wel­chen Gegen­wert hät­te klein Hun­ter für die Ukrai­ner gehabt, wenn er nicht Papis pri­va­te Tele­fon­num­mer gehabt hät­te? Eben. So funk­tio­niert das System.

    But­ti­geek ist zu jung um rele­van­ten „Kon­tak­ten“ bereits einen „Gefal­len“ getan zu haben, wenn man annimmt, dass die­se mehr­heit­lich hete­ro­se­xu­ell sind, und zu schwul um gewählt zu wer­den, und San­ders wird genau so wie beim letz­ten Mal von den Kon­tak­ten abge­sägt wer­den, ganz gleich, ob er jetzt wil­li­ger an deren Schwän­zen lutscht, als beim letz­ten Ver­such. Außer­dem hat­te der gera­de nen Herz­in­farkt. Ich wür­de mich tot­la­chen, wenn der wäh­rend eines die­ser gecas­te­ten Rede­du­ells röchelnd zusam­men­klappt, nach­dem der Donald ihn getrig­gert hat. Aber nicht so sehr, wie wenn Biden plötz­lich mit sei­nem demen­ten Opa-Gestam­mel anfängt. Oder der Donald plötz­lich „die Wahr­heit über die Juden“ raus­haut, wäh­rend er von Medi­en und Lob­by-Orga­ni­sa­tio­nen spricht, und er, man­gels Erfah­rung im Dou­blethink, ein­fach kurz das Syn­onym verwechselt.

    Die bes­te Chan­ce, die die Demo­kra­ten haben, wäre, wenn die süße Coro­na-Chan in Ami­land aus­bricht, und Pro­pa­gan­da für Uni­ver­sal Health-Care macht, wäh­rend 100 Bewer­ber auf ein Kran­ken­haus­bett kom­men. Wobei der Donald sich selbst in dem Fall unge­wöhn­lich blöd anstel­len müss­te, und er zu die­sem The­ma im letz­ten Monat das Maul gehal­ten hat, was dar­auf hin­weist, dass ihm sowas klar ist. Wobei er dann sowie­so kei­ne Rol­le mehr spielt, weil über­all der Not­stand aus­bricht, und die Leu­te dann ande­re Sor­gen haben, als was beim Beliebt­heits­con­test rauskommt.

    Apro­pos wet­ten: Wet­ten, Coro­na-Chan nimmt die Rou­te über Afri­ka, wenn sie uns beehrt? Das wird lus­tig. Über­be­völ­ke­rung bei feh­len­den sani­tä­ren und medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen, und einer Bevöl­ke­rung, die sich eher am Mach­ba­ren als an den Wün­schen von Uni­form­trä­gern ori­en­tiert, und oben­drein ger­ne in Euro­pa Sozi­al­hil­fe kas­sie­ren wür­de. Das pro 150 Bewoh­nern ein Kran­ken­haus­bett hat, das auch ohne Seu­che meis­tens belegt ist, und des­sen Bevöl­ke­rung über­al­tert ist und daher nicht mehr unbe­dingt mit ner Lun­gen­ent­zün­dung klar kom­men. Ich freu mich drauf.

    P.S.
    Die bes­ten Pics von Coro­na-Chan gibts bei mlpol.

  3. Höchst­wahr­schein­lich wird kei­ner der Frö­sche, die aktu­ell im demo­kra­ti­schen Teich für ihre Nomi­nie­rung um die Wet­te qua­ken, zum Frosch­kö­nig gekürt werden.

    Auf dem Nomi­nie­rungs­par­tei­tag kann es gut mög­lich sein, dass die alte Hexe Hil­la­ry als Ret­te­rin aus der Not aus dem Hut gezau­bert wird.
    Quel­le dazu:
    https://www.armstrongeconomics.com/international-news/politics/the-plight-of-the-democrats-hillary-to-the-rescue/

  4. Wir kön­nen uns hier wün­schen, was wir wol­len. Und wir kön­nen viel dar­über phi­lo­so­phie­ren, an wel­chem Wahl­sys­tem die Welt gene­sen soll­te. Aber am Ende müs­sen wir uns damit abfin­den, dass ein­zig die ame­ri­ka­ni­schen Wäh­ler über ihren Prä­si­den­ten abstimmen.

    Drau­ßen in der Welt der Erwach­se­nen inter­es­siert es nie­man­den, was die SPD-kon­trol­lier­te Mei­nungs­in­dus­trie ver­kün­det. Und es ist auch kein Platz für die Auf­for­de­rung, dass die­se Wahl unver­zeih­lich sei und rück­gän­gig gemacht wer­den solle.

  5. Damit dürf­te ihre Frage,sehr geehr­te Fr. Köning,ob Mr. Frepp ein „blin­der“ Demo­crat ist, beant­wor­tet sein. Die für US citi­zens „wich­ti­gen“ Fra­gen sind also, wie ich mal anneh­me, aus dem Text von Mr. Frepp, der Hoax des angeb­li­chen anthro­po­ge­nen Kli­ma­wan­dels und ein angeb­lich not­wen­di­ger Ein­griff in ein con­sti­tu­tio­nal law.
    Es ver­langt chuz­pe, Donald Trump als durch und durch kor­rupt zu bezeich­nen, aus der Per­spek­ti­ve einer tat­säch­lich tie­fen­kor­rup­ten Demo­cra­tic Par­ty mit der Clin­ton Mafia, den Bidens, der AOC Kata­stro­phe, dem Couch Sozia­lis­ten Ber­nie, der Fake Nati­ve War­ren, einer unglaub­lich respekt­lo­sen Pelo­si, der Isla­mis­tin Ilhan Omar etc. p. p.…
    Die Afd ist übri­gens nur eine Partei,welche etwas weni­ger links ist, in einem sehr lin­ken, bis, inzwi­schen lei­der, offen sozia­lis­tisch / kom­mu­nis­tisch / faschis­tisch gepräg­ten Deutschland.
    Auch wenn es sich inzwi­schen erfolg­reich ein­ge­bür­gert hat(sowie vie­le ande­re Ver­dre­hun­gen der Geschich­te… als Bei­spiel sei nur mal das erfolg­rei­che Weglassen/Ignorieren/Herunterspielen der engen Ver­knüp­fung zwi­schen den Demo­crats und dem KKK, lan­ge Zeit der para­mi­li­tä­ri­sche Arm der Par­tei, genannt) : libe­ral und links passt so gut zusam­men, wie Sozia­lis­mus und frei­heit­lich demo­kra­ti­sche Grundordnung.
    Eine wei­te­re Erfindung/Verdrehung der poli­ti­schen Lin­ken ist die Legen­de, die soge­nann­ten Rech­ten stän­den in irgend­ei­ner Ver­bin­dung mit Natio­na­len SOZIALISTEN. Ent­we­der ein Rech­ter lehnt die­se Art der zer­stö­re­ri­schen, kol­lek­ti­vis­ti­schen Ideo­lo­gie ab oder es han­delt sich eine fal­se flag action, wie zb. die soge­nann­te „Alt Right“, aus­ge­mach­te Sozia­lis­ten, Ras­sis­ten und Kol­lek­ti­vis­ten, wie man leicht sel­ber eru­ie­ren kann, wenn man sich mit die­sen Flach­pfei­fen 10 Minu­ten unterhält.

  6. War­um wol­len Sie aus­ge­rech­net die­sen mani­pu­la­ti­ven und nicht ein­mal getarn­ten Sozia­lis­ten? Er wird die Wirt­schaft umge­hend wie­der auf 0ba­ma-Niveau brin­gen, außen­po­li­tisch gefähr­li­chen 0ba­ma-Unfug anstel­len, und innen­po­li­tisch über Ras­sis­mus und Schwu­len­hass faseln. Wer braucht bloß sowas? Na kein Mensch. Nicht­mal in Buf­fa­lo, NY braucht man sowas.

    • Huch?, ich hab doch auf „Matt Frepp“ geant­wor­tet!, der etwas wei­ter unten steht und aus­ge­rech­net den Herrn Butt­i­gieg als Prä­si­den­ten möchte.

      • Ich hal­te bloss fest, bei der mie­sen Aus­wahl wae­re Herr Butt­i­gieg mmn die bes­te Alter­na­ti­ve. Aber ich bin ueber­zeugt davon dass (von Kata­stro­phen mal abge­se­hen) Trump wie­der­ge­wa­ehlt wird.

  7. Guter Arti­kel und erfri­schend realistisch.
    Wer in den letz­ten Jah­ren die Pro­gno­sen der Sys­tem Medi­en ver­folgt hat der weis, dass Trump gewinnt. Es ist immer das Gegen­teil der ein­hel­li­gen Medi­en Mei­nung ein­ge­tre­ten. Nur eines ist sicher, dass Trump nach der zwei­ten Amts­pe­ri­ode nicht mehr antre­ten kann. Wenn wir die sel­be Rege­lung hät­ten wäre uns viel erspart geblieben.

  8. AOC und Biden sind eben­so wenig in der­sel­ben Par­tei, wie Polenz und Merz. Ja, die Ent­hül­lun­gen über die Gulag­freun­de und ande­re Anhän­ger sta­li­nis­tisch-sozia­lis­ti­scher Errun­gen­schaf­ten dürf­ten den Demo­crats eben­so vor die Füße fal­len, wie das Impeach­ment-Kabu­ki* und die zer­ris­se­ne Trump Rede.
    Die Men­schen in den USA - extre­mis­ti­sche poli­ti­sche Rän­der mal aus­ge­nom­men - ticken da näm­lich noch anders, die ver­lan­gen einen gewis­sen Respekt vor Amt und Wür­den, und vor allem vor Leis­tung und Andenken. Trump hat­te ja eini­ge Vor­zei­ge­fäl­le zu sei­ner Rede ein­ge­la­den, die Eltern der jun­gen Frau die ein Opfer von ISIS wur­de, den Sol­da­ten der Frau und Kind mit sei­ner Heim­kehr über­rasch­te, und ande­re; die­se Per­so­nen waren Teil der Rede, die Pelo­si da so leicht­fe­rig zer­ris­sen hat, und das neh­men ihr sehr vie­le übel. Nach den Rea­gan Demo­crats gibt es nun wohl auch eini­ge Trump Democrats.
    https://www.c-span.org/video/?468650-1/state-union-reaction

    Letzt­end­lich bleibt fest­zu­stel­len: Ob Labour, Demo­cra­tic Par­ty oder SPD, die lin­ken Par­tei­en haben ihre Boden­haf­tung und den Kon­takt zu ihren alten Wäh­lern ver­lo­ren. Sozia­lis­mus, offe­ne Gren­zen und gen­der­neu­tra­le Toi­let­ten sind für sie, abge­se­hen vom Kli­ma­wan­del, die vor­dring­lichs­ten Pro­ble­me. Leis­tung wird nicht mehr aner­kannt, Arbeit ist nichts mehr wert, und wer es wagt mit guter Arbeit gut zu ver­die­nen, wird gerupft. Deut­lich wird dies an dem „Fak­ten­check“ zur Sta­te of the Uni­on, in dem her­aus­ge­kehrt wird daß Trumps neu­ge­schaf­fe­ne Jobs und Unter­neh­men ja nicht wirk­lich Indus­trie wären son­dern nur(!) klei­ne Unter­neh­men mit bis zu fünf Mitarbeitern.
    Ja, gut, das waren Apple, Micro­soft und Ama­zon auch ein­mal. Die klei­nen Geschäf­te und Läden sind das Rück­grat einer jeden frei­en Volks­wirt­schaft. Aber die ehe­ma­li­gen Arbei­ter­par­tei­en gebä­ren sich, wie die Lords im Ober­haus des Bri­ti­schen Par­la­ments im 19. Jahr­hun­dert, sie sehen in sol­chen Men­schen nur noch den Pöbel, die unge­wa­sche­nen Mas­sen. (the gre­at unwa­s­hed, im Original).

  9. Biden wird nie Präsident:
    Joe Biden hat die ukrai­ni­sche Regie­rung Anfang 2015 erpresst: Ent­we­der der Staats­an­walt Scho­kin wird gefeu­ert, oder die USA hal­ten eine Mil­li­ar­de an Finanz­hil­fen für die Ukrai­ne zurück.
    Scho­kin war der Gene­ral­staats­an­walt, der 2014 das Straf­ver­fah­ren gegen den ukrai­ni­schen Gas­kon­zern Buris­ma, bei dem Joe Bidens Sohn Hun­ter 2014 einen Job mit einem offi­zi­el­len Monats­ge­halt von 50.000 Dol­lar bekom­men hat­te, gelei­tet hat.
    Nach­dem Scho­kin gefeu­ert war, hat sein Nach­fol­ger das Ver­fah­ren eingestellt.
    Jetzt wird das Ver­fah­ren in der Ukrai­ne wie­der auf­ge­nom­men. Das wird auch in Ame­ri­ka publik.

    https://youtu.be/urTk6O4c0mU

  10. Gute Ana­ly­se. Was am meis­ten nervt ist dass es kei­ne Alters­be­schra­en­kung nach oben gibt, nach unten jedoch sehr wohl. Trump und Biden in den 70-ern, San­ders ist schon 80 oder nahe dar­an. Ich set­ze und hof­fe auf Buttigiet.

    Gruss, Matt aus Buf­fa­lo NY

    • Hal­lo Matt, da Sie ja in USA leben ken­nen Sie die Vor­gän­ge höchst­wahr­schein­lich bes­ser als wir hier in D und wenn Sie nicht ein „blin­der“ Demo­krat sind wer­den Sie wis­sen, dass da mehr in der Pipe­line der Repu­bli­ka­ner ist als das was Herr Letsch in sei­ner recht all­ge­mei­ne Ana­ly­se geschrie­ben hat. Der Horo­witz Bericht, FISA Miß­brauch, Muel­ler Unter­su­chung, das ein­sei­ti­ge Impeach­ment­ver­fah­ren im Rep House, die anste­hen­de Unter­su­chung des Senats zu die­sen Vor­gän­gen, das Pro­to­koll des 18ten Zeu­gen, Atkin­son, der den soge­nann­ten Whist­leb­lower zuge­las­sen hat,Hunter/ Joe Biden, all das wird den Demo­kra­ten auf die Füße fallen.
      Nicht zu ver­ges­sen der Durham Bericht, der sicher­lich noch recht­zei­tig vor dem 4th of July ver­öf­fent­licht wird und das gan­ze Elend der Demo­kra­ten auf­zei­gen wird was da mit der Rus­si­an Col­lu­si­on gelau­fen ist.
      Zu Butt­i­giet bleibt zu sagen, dass der wohl vom DNC zuguns­ten von Bloom­berg geop­fert wird, der sich mit sei­nen Mil­lio­nen, die er schon jetzt reich­lich ver­bal­lert hat und sich so die Kan­di­da­tur ver­sucht zu „kau­fen“ was nicht den ande­ren Kan­di­da­ten ungut auf­stößt. Das wer­den sicher­lich auch vie­le Wäh­ler der Demo­kra­ten nicht gutheißen…Seine Zeit als NYC Mayor holt ihn ein, nicht zum Vor­teil, zumin­dest bei den Afro­ame­ri­ka­nern, bei denen auch Mayor Pete kein Stein im Brett hat…Geht es Ihnen per­sön­lich unter Trump so viel schlech­ter ? Man mag ihn doof fin­den, aber er bewegt etwas zum Guten.…vergleichen Sie ihn mal mit Frau Mer­kel, die genau das Gegen­teil für D geschafft hat. Herz­li­chen Gruss, Madeleine

      • Es geht mir weder bes­ser noch schlech­ter als in der Zeit von Oba­ma und des­sen „Sozia­lis­mus“ (Hirn­ge­spins­te der ultra-rech­ten gegen die ist die AfD echt links­li­be­ral) aber Trump is kor­rupt bis auf die Kno­chen (neus­tes Bei­spiel: Roger Stone Tri­al), ver­ra­et sei­ne treus­ten Ver­bu­e­n­de­ten (Kur­den) und ver­schla­eft oder igno­riert wich­ti­ge Pro­ble­me, das sind nun­mal Kli­ma und die Waf­fen­ge­set­ze. Von einem Prae­si­den­ten darf man schon mehr erwar­ten als sta­en­di­ges Selbst­lob. Gruss aus dem ver­schnei­ten Rost­guer­tel, Matt

    • Doch, das ist rich­tig. Eine Alters­gren­ze wäre sinn­voll. Für die akti­ve Teil­nah­me an der Wahl soll­te ein Min­dest­al­ter von 21 gel­ten. Denn erst ab die­sem Alter haf­tet man im vol­len Umfang für sei­ne Fehler.

      Und Min­der­jäh­ri­ge soll­ten sich nicht in den sozia­len Medi­en expo­nie­ren, und schon gar nicht ihre Patho­lo­gie wie eine Mons­tranz vor sich her­tra­gen wie die Hei­li­ge Greta.

      Eines unse­rer größ­ten Pro­ble­me ist die Ver­kin­de­rung von Poli­tik und öffent­li­cher Meinung.

Kommentarfunktion ist geschlossen.