Wahlkampf in den USA. In Deutschland gilt Biden nach wie vor als Favorit.Auch der größte Medi­en­muf­fel in Deutsch­land hat wohl inzwi­schen mit­be­kom­men, dass im US-Wahl­kampf derzeit einiges schief­läuft. Auch wenn viele Medien die Meldung über die Vorwahl der Demo­kra­ten in Iowa mög­lichst tief hängen wollten und deshalb weit nach hinten schoben. Ist ja alles noch nicht wirk­lich wichtig, redet man sich ein. In New Hamp­shire lief hin­ge­gen alles wie am Schnür­chen und es gab auch einen klaren Sieger: Bernie Sanders. In der deut­schen Bericht­erstat­tung lässt man sich von der Begeis­te­rung mit­rei­ßen, die FAZ etwa titelte „Der Anfang vom Ende von Donald Trump“, wobei im Verlauf des Arti­kels klar wird, dass man nur eine Aussage Sanders zitiert hatte. Und doch glauben die Exper­ten bereits genau zu wissen, wie die eigent­li­che Wahl im Novem­ber aus­ge­hen wird. So auch Pro­fes­sor Stephan Bier­ling, der sich am Tag nach der Iowa-Wahl in einem Inter­view mit dem Deutsch­land­funk sicher war: Biden gewinnt im Novem­ber gegen Trump.

Nun gehörte Bier­ling schon 2016 zu jenen, die recht genau zu wissen glaub­ten, wie die Ame­ri­ka­ner so ticken und hatte wenig Zweifel daran, dass Hillary Clinton das Rennen am Ende schon machen würde – zumal gegen einen Auf­schnei­der, Groß­kotz und P**grabber wie Trump. Doch muss ich geste­hen, dass ich damals auch so dachte. Zu meiner Ent­las­tung kann ich anfüh­ren, dass ich mich 2016 noch sehr naiv auf das Urteil ver­las­sen hatte, welches deut­sche „Exper­ten“ wie Bier­ling so selbst­si­cher auf allen Kanälen abgaben. Den Fehler mache ich nicht wieder, soviel steht fest!

Spä­tes­tens seit den Zwi­schen­wah­len 2018 geriet die Prä­si­dent­schafts­wahl 2020 wieder ver­stärkt in meinen Blick, wobei ich per­ma­nent eine ekla­tant unter­schied­li­che Bewer­tung von Trumps Posi­tion und Lage in hie­si­gen sowie US-Medien bemerkte. Schließ­lich kon­zen­trierte ich mich deshalb vor allem auf US-Quellen, las quer­beet ver­schie­dene Medien, abon­nierte unter­schied­lichste Blogger und ver­folge nun schon seit zwei Jahren die ver­zwei­fel­ten Ver­su­che der Demo­kra­ten, Trump aus dem Amt zu kegeln.

Ich sage nicht, dass es keine Gründe gäbe, sich dies zu wün­schen. Was man jedoch fest­stel­len muss, ist, dass alle poli­ti­schen Vor­würfe, alle Zweifel am Geistes- oder Gesund­heits­zu­stand Trumps, alle juris­ti­schen Unter­su­chun­gen nichts erbracht, und nichts genützt haben. Selbst deut­sche Kom­men­ta­to­ren, die seit drei Jahren ganz oben auf der „Orange Man Bad“ Welle reiten, kon­sta­tie­ren nun ganz offen, dass auch das völlig hys­te­ri­sche Impeach­ment-Ver­fah­ren in der Ukraine-Sache vor allem einem genutzt habe: Trump, der dank der Demo­kra­ten gerade die besten Wochen seiner Amts­zeit erlebt. Nun steht bereits das nächste Impeach­ment wegen meh­re­rer angeb­lich unbe­rech­tig­ten Ent­las­sun­gen (die eigent­lich nur Ver­set­zun­gen sind) im Raum, was Trump sehr freuen dürfte. Das Estab­lish­ment der Demo­kra­ten lernt offen­bar nicht aus seinen Fehlern.

Pelosi hat längst die Nerven verloren

Pro­fes­sor Bier­lings Pro­gnose, Biden und die Demo­kra­ten würden die Wahl im Novem­ber gewin­nen, stammt vom Tag nach der ver­geig­ten Iowa-Vorwahl, aber vor der Rede Trumps an die Nation, nach deren Ende Nancy Pelosi, hinter dem Red­ner­pult und Trump stehend, dessen Rede demons­tra­tiv zerriss. Ich bin mir folg­lich nicht sicher, ob Bier­ling seine Pro­gnose heute noch auf­recht hält, nehme es aber mal an. Auch möchte ich hier nicht den Ein­druck erwe­cken, aus ein­zel­nen Vor­fäl­len im Februar auf einen Wahl­aus­gang im Novem­ber schlie­ßen zu können. Es fließt noch viel Wasser den Mis­sis­sippi hin­un­ter, die Wirt­schaft könnte schwä­cheln, der Euro implo­die­ren und den Dollar beschä­di­gen, der Corona-Virus die Wirt­schaft lähmen oder eine Flotte Raum­schiffe von Super­no­va­kan­di­dat Betei­geuze Florida erobern. Ich bezweifle jedoch, dass Pro­fes­sor Bier­ling die Lage richtig ein­schätzt, wenn er aus­ge­rech­net „Creepy-Joe” Biden große Chancen ein­räumt.

Natür­lich haben wir alle keine Glas­ku­gel und es besteht tat­säch­lich die Mög­lich­keit, dass Trump im Novem­ber trotz aller Fakten, die derzeit dage­gen­spre­chen, abge­wählt wird. Aber während man zu Trump hier­zu­lande alles zu wissen scheint, ist über die Schwä­chen der Kan­di­da­ten der Demo­kra­ten nur sehr wenig zu lesen und schon wieder scheint in Gesprä­chen und Arti­keln die Meinung durch, Trump sei so gut wie erle­digt. Ich möchte hier ein paar Körn­chen Salz auf die Torte streuen, indem ich nach­fol­gend einige Fakten und Ein­schät­zun­gen auf­liste, die gegen einen Wahl­sieg der Demo­kra­ten spre­chen, ganz gleich welcher Kan­di­dat antre­ten wird. Der Leser mag selbst ent­schei­den, ob diese stich­hal­tig sind und in der Summe genau jenes Bild ergeben können, dem ich derzeit die größte Wahr­schein­lich­keit zurechne: Trump wird bis 2024 Prä­si­dent bleiben.

Der Image-Albtraum von Iowa

Die Vorwahl in Iowa geriet zum Image-Alb­traum für die Demo­kra­ten und Trump muss kaum mehr tun, als genüss­lich die Fakten auf­zu­zäh­len, um Wir­kungs­tref­fer zu erzie­len. Die App, die beim Zusam­men­tra­gen der Wahl­er­geb­nisse versagt hatte, stammt von einer Firma namens „Shadow inc.“, wahr­lich ein Name, der nicht nach poli­ti­scher Trans­pa­renz klingt. Damit nicht genug kommen die Eigen­tü­mer der Firma aus dem direk­ten Kam­pa­gnen­um­feld von Hillary Clinton. Die Vor­würfe von Nepo­tis­mus und Unfä­hig­keit liegen hier min­des­tens so deut­lich auf dem Sil­ber­ta­blett, wie Pelosis Stifte für die Unter­zeich­nung der Impeach­ment-Urkun­den.

Das US-Parteisystem

Ohne es zu merken, ver­glei­chen deut­sche Jour­na­lis­ten und Ana­lys­ten Repu­bli­ka­ner und Demo­kra­ten mit deut­schen Par­teien. Dabei agieren die Kan­di­da­ten für hohe Wahl­äm­ter in den Staaten viel eigen­stän­di­ger, als dies in Deutsch­land jemals der Fall war. Die mediale Präsenz von Abge­ord­ne­ten die Alex­an­dria Ocasio-Cortez, die weniger den Demo­kra­ten als den Sozia­lis­ten zuge­rech­net werden muss, hilft nicht jedem Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten der Demo­kra­ten glei­cher­ma­ßen. AOC weigert sich sogar offen, von ihren ein­ge­sam­mel­ten Spen­den­gel­dern wie üblich einen Teil an den DNC, also die Kam­pa­gnen­or­ga­ni­sa­tion der Demo­kra­ten, abzu­ge­ben. Wundert sich da noch jemand, dass sie schnip­pisch anmerkte, Biden und sie wären eigent­lich gar nicht in der­sel­ben Partei?

Loyalität und Wählerbasis

Dies führt uns gleich zum nächs­ten Miss­ver­ständ­nis, nämlich zur typisch deut­schen Vor­stel­lung, nach der finalen Kür eines Kan­di­da­ten würde sich die Basis der Demo­kra­ten hinter dessen Fähn­lein sammeln. Das wird nicht pas­sie­ren! Schon 2016, als Sanders in der Vorwahl gegen Clinton unter­lag, ver­kün­de­ten viele seiner Anhän­ger mit ihrem Motto „Bernie or bust“, dass sie lieber Trump wählen oder der Wahl fern bleiben würden, als für Clinton zu stimmen. Gerade viele Anhän­ger von Sanders, Yang und Gabbard, deren Kan­di­da­ten weit außer­halb des Estab­lish­ments stehen und als unab­hän­gig vom DNC gelten, werden ehr auf „or bust“ gehen, als Biden, dem Wunsch­kan­di­da­ten der Par­tei­spitze, ihre Stimme zu geben. Auch viele Anhän­ger von Eli­sa­beth Warren haben sich bereits in dieser Weise erklärt. Yang und Gabbard mögen chan­cen­los sein und ihre Anhän­ger­schaft nicht sehr groß. Aber bei Sanders ist dies anders. Dessen „Bernie or bust“-Potential hat schon den Wahl­sieg Clin­tons ver­hin­dert.

Biden und die gute alte Obama-Zeit

Am liebs­ten wer es den Demo­kra­ten gewesen, auf dem abge­lau­fe­nen Obama-Ticket mit Biden wieder ins Weiße Haus ein­zu­zie­hen. Doch Biden gebär­det sich eher wie ein Kan­di­dat wider Willen, wirkt in Debat­ten Lust- und Ideen­los, reagiert bereits jetzt extrem dünn­häu­tig auf Nach­fra­gen von Jour­na­lis­ten und fordert sogar vor lau­fen­der Kamera Bürger auf, doch lieber gleich Trump zu wählen, nur weil ihm deren Fragen nicht gefal­len. Nicht erst das schwa­che Abschnei­den in Iowa und nun auch in New Hamp­shire macht die Par­tei­füh­rung nervös. Schon die Umfra­gen im Vorfeld sahen leichte Vor­teile für Sanders, weshalb man plötz­lich sogar die Regeln änderte, die für die Zulas­sung von Kan­di­da­ten für TV-Dis­kus­sio­nen gelten, um mit Bloom­berg noch eine Alter­na­tive zum schwä­cheln­den Biden zu haben. Diese Regel­än­de­rung ver­bit­tert nicht nur die sozia­lis­ti­sche Oppo­si­tion inner­halb der Demo­kra­ten.

Zahlen, Umfragen, Wählermobilisierung

Die Iowa-Vorwahl ist stets mehr als nur ein Stim­mungs­test. Viel­mehr kann aus der Wahl­be­tei­li­gung einiges abge­le­sen werden über die Fähig­keit der Kan­di­da­ten, ihre Anhän­ger zu mobi­li­sie­ren. 2008, als Barak Obama bekannt­lich auf der „Yes we can“ Welle ins Weiße Haus getra­gen wurde, lag auch die Betei­li­gung am Caucus in Iowa auf Rekord­ni­veau. 2016 hin­ge­gen war sie sehr viel gerin­ger, wir wissen, wie diese Wahl ausging. Moody’s Ana­ly­tics etwa, eine Toch­ter­ge­sell­schaft der bekann­ten Rating-Agentur, sieht einen deut­li­chen Zusam­men­hang zwi­schen der Wahl­be­tei­li­gung und den mög­li­chen Sze­na­rien für den Wahl­aus­gang. Für die Demo­kra­ten sieht es zwar ins­ge­samt nicht gut aus, bei einer gerin­gen Wahl­be­tei­li­gung jedoch könnte die Nie­der­lage gera­dezu desas­trös enden. Bleibt zu hoffen, dass die Auguren seit 2016 dazu gelernt haben, denn bei der Deutung des Vogel­flugs lagen sie vor vier Jahren gründ­lich daneben. Fakt ist, dass kein ein­zi­ger Kan­di­dat der Demo­kra­ten heute das Format eines Barak Obama hat, dessen Per­sön­lich­keit ein ent­schei­den­der Faktor bei der Wäh­ler­mo­bi­li­sie­rung war.

Biden, die Legende, die aus der Zeit gefallen ist

Das Impeach­ment­ver­fah­ren gegen Trump schuf eine Legende, die Biden bis heute bei jeder Gele­gen­heit erzählt: Trump habe Angst vor ihm, weil nur er ihn schla­gen könne und deshalb habe Trump ver­sucht, ihn in der Ukraine mit Dreck zu bewer­fen. Dabei wirkt Biden gleich­zei­tig lustlos und ange­schla­gen und die unan­ge­neh­men Fragen bezüg­lich der Tätig­keit seines Sohnes Hunter in der Ukraine würden erst noch kommen. Dazu kommt, dass Trumps dubio­ses Tele­fo­nat mit der Ukraine, welches ihm bekannt­lich das Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren ein­brachte, vor dem Zeit­punkt statt­fand, als Biden sich zur Kan­di­da­tur ent­schloss.

Trump hätte also Hell­se­her sein müssen, um zu wissen, dass Biden seinen Hut über­haupt in den Ring werfen würde. Ich kann mir kaum vor­stel­len, dass Biden ihm diese Fähig­keit zuge­ste­hen möchte. Auch der angeb­lich so groß­ar­tige Kontakt Bidens zu seinen Wählern hat Risse. Man fragt sich unwill­kür­lich, ob Biden sich schon im Jahr 2020 befin­det, wenn er eine Fra­ge­stel­le­rin in den Zwan­zi­gern (im Scherz, wie ich annehme) als „lying, dog-faced pony soldier“ bezeich­net. Wie sich später her­aus­stellte, benutzte Biden hier ein Zitat aus einem 70(!!) Jahre alten John-Wayne-Film. Wer das nicht seltsam findet, muss schon ein großer Fan sein! Denn merke: wenn deine Wähler deinen musea­len Humor nicht ver­ste­hen, hast du ein Problem.

Sanders, der Sozialist ohne Rückgrat

Sanders, lang­jäh­rige Senator aus Vermont, dessen Politik gut in „Die Linke“ passen würde, hat eine recht große Basis bei jün­ge­ren Wählern, die niemals dem Estab­lish­ment des DNC folgen würden. Dabei kann man Sanders Kom­pe­tenz beim Erken­nen von Pro­ble­men nicht abspre­chen. Er hat nur leider, wie es selbst der bei den Dems wie den deut­schen Medien glei­cher­ma­ßen ver­hasste Steve Bannon bei Bill Maher fest­stellte, die fal­schen, nämlich sozia­lis­ti­sche Lösun­gen. Und während Sanders als Leit­fi­gur der Linken in seinen Reden noch diplo­ma­ti­sche Zurück­hal­tung walten lässt, sind viele seiner Wahl­hel­fer und Unter­stüt­zer weniger zim­per­lich, was die Rich­tung angeht, in die sie die Ver­ei­nig­ten Staaten gern schub­sen möchten.

Da ist von Gulags die Rede, von Zwang, Ent­eig­nung, Umer­zie­hung und vom Para­dies, das die Sowjet­union im Ver­gleich mit den USA angeb­lich gewesen sein soll. Nach meh­re­ren gele­ak­ten Video­mit­schnit­ten setzte ein Dutzend von Sanders Wahl­kampf­ma­na­gern ihren Twitter-Account panisch auf „privat“, um dem anrau­schen­den Shit­s­torm zu ent­ge­hen – ein für ame­ri­ka­ni­sche Ver­hält­nisse gera­dezu unge­heu­er­li­cher Vorgang, der Sanders noch auf die Füße fallen könnte. Bisher hält die Presse in dieser Sache still, das dürfte sich ändern, wenn Sanders tat­säch­lich offi­zi­el­ler Kan­di­dat würde. Trumps Wahl­kampf­team dürfte die Adds bereits vor­be­rei­tet haben und ich bin mir sicher, dass auch ein Spot dabei sein wird, der Sanders zehn­tä­gige Hoch­zeits­reise in die Sowjet­union zum Thema hat. Man kann auch kaum erwar­ten, dass zwar jah­re­lang mit dem Vorwurf der „russion col­lu­sion“ gegen Trump geschos­sen wird und Trump dann aus­ge­rech­net diese Ver­bin­dung nicht gegen Sanders ver­wen­den würde.

Sanders hat sogar noch größere Pro­bleme. Er unter­stützt den das öko­no­mi­sche Him­mel­fahrts­kom­mando namens „Green New Deal“ von AOC, umgibt sich im Wahl­kampf mit Links­ra­di­ka­len und wirkt in seinen Reden und Demen­tis arg hin und her geschubst. Heute „open Borders“, morgen nicht. Heute Medi­care für alle, morgen schon ist das alles zu teuer. Heute greift er Biden direkt an, morgen ent­schul­digt er sich bei ihm. Heute Flip, morgen Flop. „Der kann ja nicht mal für sich selbst kämpfen, wie soll er dann für uns kämpfen?” fragen sich viele. Es ist also sehr unwahr­schein­lich, dass die Ame­ri­ka­ner aus­ge­rech­net einen Sozia­lis­ten ins Amt hieven werden. Die Par­al­le­len zu Jeremy Corbin, dem Chef der bri­ti­schen Labour-Partei, der gerade erst kra­chend die Unter­haus­wahl in Groß­bri­tan­nien gegen die Wand gefah­ren hat, sind über­deut­lich.

Biden und der Rest des Feldes

Warren ist eine noto­ri­sche Lüg­ne­rin (ihre „Indian Nation“-Herkunft ist eine Legende aus dem Pro­mille-Bereich, mit der sich sich über das Min­der­hei­ten-Ticket Zugang zu ihrem Job ver­schaffte), Klo­buchar und Butt­i­gieg sind fast unbe­kannt und rhe­to­risch ziem­lich fade. Letz­te­rer hat womög­lich für seinen „Obama-Moment“ in Iowa (Platz 1) und New Hamp­shire (Platz 2) bereits viel Pulver ver­schos­sen, weil er sehr wohl weiß, dass er vor allem Bekannt­heit braucht. Butt­i­giegs Bonus, seine sol­ven­ten Unter­stüt­zer, könnte sich im Fall seiner Kan­di­da­tur sogar in einen Malus ver­wan­deln. Denn Trump gerierte sich schon 2016 als der Kan­di­dat der „kleinen Leute“, was auch inso­fern glaub­haft ist, weil er unter seinem „Mil­li­ar­därs­kol­le­gen“ eher ver­ach­tet wird.

Falls Trump gegen Klo­buchar oder Butt­i­gieg eine Stra­te­gie hat, kennen wir sie nur deshalb noch nicht, weil beide bisher in kaum einer Wette auf­tauch­ten. Der par­tei­in­terne Rivale Biden, der in Butt­i­gieg seinen wich­tigs­ten Oppo­nen­ten im DNC-Estab­lish­ment sieht, beweist im aktu­el­len Vor­wahl­kampf schlech­ten Stil. In seinen Wer­be­spots schnei­det er die große Welt­po­li­tik, an der er unter Obama teil­ha­ben durfte, mit den kleinen Ent­schei­dun­gen zusam­men, die Butt­i­gieg als Bür­ger­meis­ter von South Bend in Indiana zu treffen hatte. Das wirkte abge­ho­ben, arro­gant, aus der Zeit gefal­len und kam bei den demo­kra­ti­schen Wählern gar nicht gut an. Die ver­ste­hen nämlich sehr gut, dass ein Vize­prä­si­dent andere Ent­schei­dun­gen zu treffen hat als ein Bür­ger­meis­ter, der eine Straße sanie­ren muss oder eine Brücke beleuch­ten lässt. Man ver­glei­che die Viewer-Wer­tun­gen des Biden-Spots bei YouTube.

Fazit

Ob Nancy Pelosi nach Trumps Rede gut vor­be­rei­tet dessen Skripte oder ganze Tele­fon­bü­cher zer­reißt, spielt bei der Beur­tei­lung der Lage in den USA keine Rolle. Egal was die Demo­kra­ten sagen mögen, der Wirt­schaft geht es tat­säch­lich so gut wie seit 50 Jahren nicht mehr, was die Ame­ri­ka­ner an den Beschäf­ti­gungs­zah­len sehen und in ihrer Brief­ta­sche spüren können. Das Ver­dienst dafür kann Trump nicht zu unrecht in Anspruch nehmen. Die Ein­kom­men der unteren zehn Prozent wuchsen zudem pro­zen­tual viel stärker als die der oberen zwei Prozent. Auch befin­det sich die Zustim­mungs­rate Trumps nach langem Anlauf auf einem All­zeit­hoch.

Ich bezweifle, dass die Demo­kra­ten es schaf­fen werden, die Wähler davon zu über­zeu­gen, dass es ihnen in Wirk­lich­keit schlecht ginge. Gleich­wohl ver­su­chen sie es gerade. Doch derzeit sehen nur etwa 10% der Ame­ri­ka­ner laut einer Gallup-Umfrage die Wirt­schaft als vor­dring­li­ches Problem an, was bedeu­tet, dass 90% zufrie­den sind, wie sich die Wirt­schaft für sie ent­wi­ckelt. Unter diesen Umstän­den kann es Trump gelin­gen, die Wähler davon zu über­zeu­gen, dass es ihnen mit ihm als Prä­si­den­ten besser geht, ob sie ihn nun mögen, oder nicht. Seine Wahl­ver­spre­chen löst er offen­bar ein.

Wie gesagt, ich habe keine Kris­tall­ku­gel und wage aus vielen Gründen keine Pro­gnose für die Prä­si­dent­schafts­wahl im Novem­ber. Es ist noch viel zu früh und es ist schwer ein­zu­schät­zen, wie sich Bloom­bergs später Ein­stieg ins Rennen aus­wir­ken wird. Für am wahr­schein­lichs­ten halte ich derzeit eine Kan­di­da­tur von „Mayor Pete“ Butt­i­gieg, gegen den Trump es wohl tat­säch­lich am schwers­ten hätte.

Nur zwei Sze­na­rien schließe ich mit großer Gewiss­heit aus. Nämlich, dass Sanders oder Biden am Ende im Wahl­kampf gegen Trump antre­ten werden und falls doch, sogar gewin­nen könnten. Ich nehme dies­be­züg­lich noch Wetten an, lieber Pro­fes­sor Bier­ling. Der Nomi­nie­rungs­par­tei­tag der Demo­kra­ten ist im Juli, bis dahin lege ich diesen Artikel also auf Wie­der­vor­lage.

16 Kommentare

  1. Der arg emp­feh­lens­werte No-Agenda-Podcast von Adam Curry (erster MTV-VJ) und John Dvorak (legen­dä­rer Tech-Jour­na­list) nimmt zweimal die Woche die US-Medien aus­ein­an­der, ohne Agenda.

    Die hatten eine inter­es­sante Idee: Das Debakel um die App mag even­tu­ell geplant gewesen sein, weil so den Leuten der Caucus madig und eine gene­relle Vorwahl sym­pa­thi­scher gemacht werden kann. Letz­tere lässt sich besser, sagen wir, kor­ri­gie­ren als ein Caucus, bei dem reale Men­schen vor anderen Men­schen agieren.

    Wenn Trump heute zu tweeten auf­hö­ren würde, wäre seine Wie­der­wahl im Herbst gesi­chert.

    Schöne Grüße von der US-West­küste!

  2. Hallo mal wieder,

    > Zu meiner Ent­las­tung kann ich anfüh­ren, dass ich mich 2016 noch sehr naiv auf das Urteil ver­las­sen hatte, welches deut­sche „Exper­ten“ wie Bier­ling so selbst­si­cher auf allen Kanälen abgaben. Den Fehler mache ich nicht wieder, soviel steht fest!

    Jeder fängt mal klein an 😉

    > Schließ­lich kon­zen­trierte ich mich deshalb vor allem auf US-Quellen, las quer­beet ver­schie­dene Medien, abon­nierte unter­schied­lichste Blogger und ver­folge nun schon seit zwei Jahren die ver­zwei­fel­ten Ver­su­che der Demo­kra­ten, Trump aus dem Amt zu kegeln.

    Tip: https://​www​.bitchute​.com/​c​h​a​n​n​e​l​/​S​t​y​x​h​e​x​e​n​h​am/

    Der hat, zumin­dest meiner Ansicht nach, bisher die besten Pro­gno­sen darüber abge­ge­ben, wie sich die jewei­li­gen Medi­ensäue wei­ter­ent­wi­ckeln, und lag damit meis­tens richtig. Ein Youtube-Link ist nicht vor­han­den, weil youtube den zen­siert, und man sowieso auf Seiten umschwen­ken sollte, die ein Geschäfts­mo­dell haben, das die Befol­gung von Anti-Rede­frei­heits­ge­set­zen nicht vor­sieht.

    > Dessen „Bernie or bust“-Potential hat schon den Wahl­sieg Clin­tons ver­hin­dert.

    Nee, der Donald hat fast überall gewon­nen, nur nicht in den über­so­zia­li­sier­ten Städten, die (leider, hof­fent­lich ändert Corona-Chan das bald,) die Bevöl­ke­rungs­mehr­heit dar­stel­len. Die Wahl­er­geb­nis-Karte war über­wie­gend rot, außer in Bevöl­ke­rungs­zen­tren. Außer­dem haben die Amis kein Mehr­heits­wahl­sys­tem, sondern die Staaten sind die­je­ni­gen, die letzt­lich wählen, weshalb der Donald sich in seinem Wahl­kampf auch nicht auf Bevöl­ke­rungs­mehr­hei­ten kon­zen­trierte, sondern die Swing-States auf seine Seite zu ziehen trach­tete. Dieser Schlin­gel. Außer­dem war Hillary eine Scheiß-Sys­tem­s­kan­di­da­tin, für deren Ver­an­stal­tun­gen sich niemand inter­es­siert, so lange das werfen von faulen Eiern oder auch Hand­gra­na­ten nicht erlaubt ist. Das Werfen von Hand­gra­na­ten zu erlau­ben hätte, wohl­ge­merkt, bei ihren Wahl­kampf­auf­trit­ten zu vol­le­ren Säälen geführt, da sie mehr Hand­gra­na­ten­wer­fer mobi­li­siert hätte, als Leute durch diese Hand­gra­na­ten­würfe abge­schreckt worden wären. Ins­ge­samt hätte man damit sogar die Gesamt­zahl der Wähler der Gegen­seite ver­rin­gert, da Hand­gra­na­ten in vollen Säälen nunmal eine gewisse Flä­chen­wir­kung haben. Naja, ver­passte Chancen der Dems…

    Und der Donald hatte oben­drein noch das damals noch unver­schwuch­telte 4chan und Youtube auf seiner Seite, wo sich dank der damals noch wenig exis­ten­ten Zensur und der hohen Autis­ten­rate ein Hive­mind bilden konnte, das jedem poli­ti­schen System über­le­gen ist, das sich auf die Ver­tei­lung von Stellen in den Pro­pa­ganda-Abtei­lun­gen ver­lässt. Ein von Autis­ten geführ­ter totaler Mem-Krieg ist halt einfach meri­to­kra­ti­scher, als Pos­ten­ver­tei­lung nach Blowjob und Wohl­be­tra­gen. Evo­lu­tion obsiegt.

    > Biden

    Zeigt Anzei­chen von Demenz. Schau im ICD-10 nach, wie sowas aus­sieht, und ver­glei­che den Biden von heute mit dem Biden von früher.

    > Trump hätte also Hell­se­her sein müssen, um zu wissen, dass Biden seinen Hut über­haupt in den Ring werfen würde.

    Biss­chen Vor­aus­sicht reicht, und der Donald ist nicht dumm, und selbst wenn ers wäre, so hätte er immer noch Leute um sich, die nicht dumm sind.

    > Sanders, lang­jäh­rige Senator aus Vermont, dessen Politik gut in „Die Linke“

    Oder zur CDU. Oder zur AfD. In Deutsch­land gibts nur links­ex­treme Par­teien, weil sich alles weitere außer­halb des Grund­ge­set­zes nach aktu­el­ler Recht­spre­chung bewegt, und wenn Sanders von „Socia­lism” spricht, dann meint er Sozi­al­de­mo­kra­tie. Diese hat in Schland nach gel­ten­der Recht­spre­chung Ver­fas­sungs­rang. Übri­gens war Sanders früher gegen offene Grenzen und Mas­sen­ein­wan­de­rung, und wäre in Schland damit in NPD-Nähe gerückt. Die eben­falls links­ex­trem ist.

    > Und während Sanders als Leit­fi­gur der Linken in seinen Reden noch diplo­ma­ti­sche Zurück­hal­tung walten lässt,

    Der ist alt gewor­den, und hatte kürz­lich einen Herz­in­farkt. Ich meine sogar während einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung. Übri­gens, hat der nicht auch lebens­lang nie von etwas anderem als von Steuern gelebt?

    > Man kann auch kaum erwar­ten, dass zwar jah­re­lang mit dem Vorwurf der „russion col­lu­sion“ gegen Trump geschos­sen wird und Trump dann aus­ge­rech­net diese Ver­bin­dung nicht gegen Sanders ver­wen­den würde.

    Inter­es­sant finde ich, dass Russ­land immer als Böse­wicht dar­ge­stellt wird. Israel hat ganz offi­zi­ell sehr viel mehr Ein­fluss. AIPAC und so. Und wenn man Juden all­ge­mein als Ein­fluss­fak­to­ren nimmt, so schön nach Her­kunft der Familie, wirds noch wit­zi­ger. Aber sowas darf man nicht sagen, sonst Zensur. Das Inter­net malt in diesem Zusam­men­hang Leute gerne blau an, und es ist schon inter­es­sant, wie da die Ver­hält­nisse sind.

    > Warren ist eine noto­ri­sche Lüg­ne­rin

    Politik impli­ziert diesen Soft-Skill. Gäbe es Stel­len­aus­schrei­bun­gen, stünde das an zweiter Stelle, gleich nach „Anhand der Infor­ma­ti­ons­lü­cken der Öffent­lich­keit die Unwahr­heit zu sagen ohne formell zu lügen”. Wobei das viel­leicht auf­grund der Länge des Text­ab­schnitts, dessen kor­rekte Aus­le­gung man den Kan­di­da­ten nicht unbe­dingt zumuten kann, weg­ge­las­sen würde.

    > Butt­i­geek

    Zu jung und scheiß Name, der auf seine sexu­elle Ori­en­tie­rung schlie­ßen lässt. Nicht taug­lich als Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur. Und ja, ebenso wie Ras­sis­mus umso stärker wird, je mehr man mit anderen Rassen in Berüh­rung kommt, wird die Abnei­gung gegen Homo­se­xu­elle umso stärker, je mehr man davon sieht. Man infor­miere sich über deren durch­schnitt­li­che Anzahl an Geschlechts­par­nern, und deren sich daraus erge­bende Durch­seu­chungs­rate mit Geschlechts­krank­hei­ten. Wer das nicht sieht, der glaubt die eigenen Pro­pa­gan­da­lü­gen. Wahlen sind Beliebt­heits­con­tests, die so ähnlich wie „Wer wird Super­star” funk­tio­nie­ren, und bei denen Inhalte weniger wichtig als Optik sind, aber die Optik ist halt nicht voll­stän­dig unter Medi­en­kon­trolle, sonst würde Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus funk­tio­nie­ren. Ras­sis­mus, Homo­pho­bie, Patri­ar­chat, starke In-Group-Pre­fe­rence, und so weiter, sind natür­lich und haben sich in der Natur bewährt, weshalb sie welt­weit ver­brei­tet sind. Weiße sind halt beson­ders anfäl­lig für Gehirn­wä­sche, weshalb sie sich auf solchen unna­tür­li­chen Scheiß über­haupt erst ein­ge­las­sen haben, und das auch erst einige Jahr­zehnte lang, während man zu jedem Zeit­punkt vor 1950 für poli­ti­sche Kor­rekt­heit ein­stim­mig aus­ge­lacht worden wäre. Und der Ein­fluss von Weißen geht, auf­grund des demo­gra­fi­schen Wandels, stark zurück. Bei den unter 18-jäh­ri­gen sind die jetzt schon eine Min­der­heit. Ich bezweifle daher, dass es jemals einen offen schwu­len Prä­si­den­ten geben wird. Die werden sich in Zukunft um Alli­an­zen von Kul­tur­krei­sen und Haut­far­ben bemühen, die sehr viel kol­lek­ti­vis­ti­scher sind, als Weiße, und da ist Homo­se­xua­li­tät ein Aus­schluss­kri­te­rium. Ist es jetzt schon, wenn man oben­drein auch noch But­ti­geek heißt, würde ich meinen.

    > Für am wahr­schein­lichs­ten halte ich derzeit eine Kan­di­da­tur von „Mayor Pete“ Butt­i­gieg, gegen den Trump es wohl tat­säch­lich am schwers­ten hätte.

    Ratio­nal wärs viel­leicht unter Aus­blen­dung seiner Homo­se­xua­li­tät, aber das würde vor­aus­set­zen, dass die Demo­kra­ten zu ratio­na­lem Handeln fähig sind, was eine These ist, der sich in den letzten Jahren eher nicht bestä­tigte. Die sind, zusam­men mit den Medien, in eine Falle nach der anderen getappt, und haben sich der­ma­ßen häufig bla­miert… Das einzige, was sie geret­tet hat, ist, dass die Medien keine Follow-Ups gebracht haben, sobald klar wurde, dass es eine Blamage war.

    > Ich nehme dies­be­züg­lich noch Wetten an, lieber Pro­fes­sor Bier­ling.

    Einsatz? Ich würde wei­ter­hin auf Biden setzen, weil der die besten Kon­takte hat, und Par­teien halt kor­rupte Enti­tä­ten sind, bei denen Kon­takte die aus­schlag­ge­bende Rolle spielen. Welchen Gegen­wert hätte klein Hunter für die Ukrai­ner gehabt, wenn er nicht Papis private Tele­fon­num­mer gehabt hätte? Eben. So funk­tio­niert das System.

    But­ti­geek ist zu jung um rele­van­ten „Kon­tak­ten” bereits einen „Gefal­len” getan zu haben, wenn man annimmt, dass diese mehr­heit­lich hete­ro­se­xu­ell sind, und zu schwul um gewählt zu werden, und Sanders wird genau so wie beim letzten Mal von den Kon­tak­ten abge­sägt werden, ganz gleich, ob er jetzt wil­li­ger an deren Schwän­zen lutscht, als beim letzten Versuch. Außer­dem hatte der gerade nen Herz­in­farkt. Ich würde mich tot­la­chen, wenn der während eines dieser gecas­te­ten Rede­du­ells röchelnd zusam­men­klappt, nachdem der Donald ihn getrig­gert hat. Aber nicht so sehr, wie wenn Biden plötz­lich mit seinem demen­ten Opa-Gestam­mel anfängt. Oder der Donald plötz­lich „die Wahr­heit über die Juden” raus­haut, während er von Medien und Lobby-Orga­ni­sa­tio­nen spricht, und er, mangels Erfah­rung im Dou­blethink, einfach kurz das Synonym ver­wech­selt.

    Die beste Chance, die die Demo­kra­ten haben, wäre, wenn die süße Corona-Chan in Amiland aus­bricht, und Pro­pa­ganda für Uni­ver­sal Health-Care macht, während 100 Bewer­ber auf ein Kran­ken­haus­bett kommen. Wobei der Donald sich selbst in dem Fall unge­wöhn­lich blöd anstel­len müsste, und er zu diesem Thema im letzten Monat das Maul gehal­ten hat, was darauf hin­weist, dass ihm sowas klar ist. Wobei er dann sowieso keine Rolle mehr spielt, weil überall der Not­stand aus­bricht, und die Leute dann andere Sorgen haben, als was beim Beliebt­heits­con­test raus­kommt.

    Apropos wetten: Wetten, Corona-Chan nimmt die Route über Afrika, wenn sie uns beehrt? Das wird lustig. Über­be­völ­ke­rung bei feh­len­den sani­tä­ren und medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen, und einer Bevöl­ke­rung, die sich eher am Mach­ba­ren als an den Wün­schen von Uni­form­trä­gern ori­en­tiert, und oben­drein gerne in Europa Sozi­al­hilfe kas­sie­ren würde. Das pro 150 Bewoh­nern ein Kran­ken­haus­bett hat, das auch ohne Seuche meis­tens belegt ist, und dessen Bevöl­ke­rung über­al­tert ist und daher nicht mehr unbe­dingt mit ner Lun­gen­ent­zün­dung klar kommen. Ich freu mich drauf.

    P.S.
    Die besten Pics von Corona-Chan gibts bei mlpol.

  3. Höchst­wahr­schein­lich wird keiner der Frösche, die aktuell im demo­kra­ti­schen Teich für ihre Nomi­nie­rung um die Wette quaken, zum Frosch­kö­nig gekürt werden.

    Auf dem Nomi­nie­rungs­par­tei­tag kann es gut möglich sein, dass die alte Hexe Hillary als Ret­te­rin aus der Not aus dem Hut gezau­bert wird.
    Quelle dazu:
    https://​www​.arm​stron​ge​co​no​mics​.com/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​-​n​e​w​s​/​p​o​l​i​t​i​c​s​/​t​h​e​-​p​l​i​g​h​t​-​o​f​-​t​h​e​-​d​e​m​o​c​r​a​t​s​-​h​i​l​l​a​r​y​-​t​o​-​t​h​e​-​r​e​s​c​ue/

  4. Wir können uns hier wün­schen, was wir wollen. Und wir können viel darüber phi­lo­so­phie­ren, an welchem Wahl­sys­tem die Welt genesen sollte. Aber am Ende müssen wir uns damit abfin­den, dass einzig die ame­ri­ka­ni­schen Wähler über ihren Prä­si­den­ten abstim­men.

    Draußen in der Welt der Erwach­se­nen inter­es­siert es nie­man­den, was die SPD-kon­trol­lierte Mei­nungs­in­dus­trie ver­kün­det. Und es ist auch kein Platz für die Auf­for­de­rung, dass diese Wahl unver­zeih­lich sei und rück­gän­gig gemacht werden solle.

  5. Damit dürfte ihre Frage,sehr geehrte Fr. Köning,ob Mr. Frepp ein „blinder” Demo­crat ist, beant­wor­tet sein. Die für US citi­zens „wich­ti­gen” Fragen sind also, wie ich mal annehme, aus dem Text von Mr. Frepp, der Hoax des angeb­li­chen anthro­po­ge­nen Kli­ma­wan­dels und ein angeb­lich not­wen­di­ger Ein­griff in ein con­sti­tu­tio­nal law.
    Es ver­langt chuzpe, Donald Trump als durch und durch korrupt zu bezeich­nen, aus der Per­spek­tive einer tat­säch­lich tie­fen­kor­rup­ten Demo­cra­tic Party mit der Clinton Mafia, den Bidens, der AOC Kata­stro­phe, dem Couch Sozia­lis­ten Bernie, der Fake Native Warren, einer unglaub­lich respekt­lo­sen Pelosi, der Isla­mis­tin Ilhan Omar etc. p. p.…
    Die Afd ist übri­gens nur eine Partei,welche etwas weniger links ist, in einem sehr linken, bis, inzwi­schen leider, offen sozia­lis­tisch / kom­mu­nis­tisch / faschis­tisch gepräg­ten Deutsch­land.
    Auch wenn es sich inzwi­schen erfolg­reich ein­ge­bür­gert hat(sowie viele andere Ver­dre­hun­gen der Geschichte… als Bei­spiel sei nur mal das erfolg­rei­che Weglassen/Ignorieren/Herunterspielen der engen Ver­knüp­fung zwi­schen den Demo­crats und dem KKK, lange Zeit der para­mi­li­tä­ri­sche Arm der Partei, genannt) : liberal und links passt so gut zusam­men, wie Sozia­lis­mus und frei­heit­lich demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung.
    Eine weitere Erfindung/Verdrehung der poli­ti­schen Linken ist die Legende, die soge­nann­ten Rechten ständen in irgend­ei­ner Ver­bin­dung mit Natio­na­len SOZIALISTEN. Ent­we­der ein Rechter lehnt diese Art der zer­stö­re­ri­schen, kol­lek­ti­vis­ti­schen Ideo­lo­gie ab oder es handelt sich eine false flag action, wie zb. die soge­nannte „Alt Right”, aus­ge­machte Sozia­lis­ten, Ras­sis­ten und Kol­lek­ti­vis­ten, wie man leicht selber eru­ie­ren kann, wenn man sich mit diesen Flach­pfei­fen 10 Minuten unter­hält.

  6. Warum wollen Sie aus­ge­rech­net diesen mani­pu­la­ti­ven und nicht einmal getarn­ten Sozia­lis­ten? Er wird die Wirt­schaft umge­hend wieder auf 0bama-Niveau bringen, außen­po­li­tisch gefähr­li­chen 0bama-Unfug anstel­len, und innen­po­li­tisch über Ras­sis­mus und Schwu­len­hass faseln. Wer braucht bloß sowas? Na kein Mensch. Nicht­mal in Buffalo, NY braucht man sowas.

    • Huch?, ich hab doch auf „Matt Frepp” geant­wor­tet!, der etwas weiter unten steht und aus­ge­rech­net den Herrn Butt­i­gieg als Prä­si­den­ten möchte.

      • Ich halte bloss fest, bei der miesen Auswahl waere Herr Butt­i­gieg mmn die beste Alter­na­tive. Aber ich bin ueber­zeugt davon dass (von Kata­stro­phen mal abge­se­hen) Trump wie­der­ge­wa­ehlt wird.

  7. Guter Artikel und erfri­schend rea­lis­tisch.
    Wer in den letzten Jahren die Pro­gno­sen der System Medien ver­folgt hat der weis, dass Trump gewinnt. Es ist immer das Gegen­teil der ein­hel­li­gen Medien Meinung ein­ge­tre­ten. Nur eines ist sicher, dass Trump nach der zweiten Amts­pe­ri­ode nicht mehr antre­ten kann. Wenn wir die selbe Rege­lung hätten wäre uns viel erspart geblie­ben.

  8. AOC und Biden sind ebenso wenig in der­sel­ben Partei, wie Polenz und Merz. Ja, die Ent­hül­lun­gen über die Gulag­freunde und andere Anhän­ger sta­li­nis­tisch-sozia­lis­ti­scher Errun­gen­schaf­ten dürften den Demo­crats ebenso vor die Füße fallen, wie das Impeach­ment-Kabuki* und die zer­ris­sene Trump Rede.
    Die Men­schen in den USA – extre­mis­ti­sche poli­ti­sche Ränder mal aus­ge­nom­men – ticken da nämlich noch anders, die ver­lan­gen einen gewis­sen Respekt vor Amt und Würden, und vor allem vor Leis­tung und Andenken. Trump hatte ja einige Vor­zei­ge­fälle zu seiner Rede ein­ge­la­den, die Eltern der jungen Frau die ein Opfer von ISIS wurde, den Sol­da­ten der Frau und Kind mit seiner Heim­kehr über­raschte, und andere; diese Per­so­nen waren Teil der Rede, die Pelosi da so leicht­fe­rig zer­ris­sen hat, und das nehmen ihr sehr viele übel. Nach den Reagan Demo­crats gibt es nun wohl auch einige Trump Demo­crats.
    https://www.c‑span.org/video/?468650–1/state-union-reaction

    Letzt­end­lich bleibt fest­zu­stel­len: Ob Labour, Demo­cra­tic Party oder SPD, die linken Par­teien haben ihre Boden­haf­tung und den Kontakt zu ihren alten Wählern ver­lo­ren. Sozia­lis­mus, offene Grenzen und gen­der­neu­trale Toi­let­ten sind für sie, abge­se­hen vom Kli­ma­wan­del, die vor­dring­lichs­ten Pro­bleme. Leis­tung wird nicht mehr aner­kannt, Arbeit ist nichts mehr wert, und wer es wagt mit guter Arbeit gut zu ver­die­nen, wird gerupft. Deut­lich wird dies an dem „Fak­ten­check“ zur State of the Union, in dem her­aus­ge­kehrt wird daß Trumps neu­ge­schaf­fene Jobs und Unter­neh­men ja nicht wirk­lich Indus­trie wären sondern nur(!) kleine Unter­neh­men mit bis zu fünf Mit­ar­bei­tern.
    Ja, gut, das waren Apple, Micro­soft und Amazon auch einmal. Die kleinen Geschäfte und Läden sind das Rück­grat einer jeden freien Volks­wirt­schaft. Aber die ehe­ma­li­gen Arbei­ter­par­teien gebären sich, wie die Lords im Ober­haus des Bri­ti­schen Par­la­ments im 19. Jahr­hun­dert, sie sehen in solchen Men­schen nur noch den Pöbel, die unge­wa­sche­nen Massen. (the great unwa­s­hed, im Ori­gi­nal).

  9. Biden wird nie Prä­si­dent:
    Joe Biden hat die ukrai­ni­sche Regie­rung Anfang 2015 erpresst: Ent­we­der der Staats­an­walt Schokin wird gefeu­ert, oder die USA halten eine Mil­li­arde an Finanz­hil­fen für die Ukraine zurück.
    Schokin war der Gene­ral­staats­an­walt, der 2014 das Straf­ver­fah­ren gegen den ukrai­ni­schen Gas­kon­zern Burisma, bei dem Joe Bidens Sohn Hunter 2014 einen Job mit einem offi­zi­el­len Monats­ge­halt von 50.000 Dollar bekom­men hatte, gelei­tet hat.
    Nachdem Schokin gefeu­ert war, hat sein Nach­fol­ger das Ver­fah­ren ein­ge­stellt.
    Jetzt wird das Ver­fah­ren in der Ukraine wieder auf­ge­nom­men. Das wird auch in Amerika publik.

    https://​youtu​.be/​u​r​T​k​6​O​4​c​0mU

  10. Gute Analyse. Was am meisten nervt ist dass es keine Alters­be­schra­en­kung nach oben gibt, nach unten jedoch sehr wohl. Trump und Biden in den 70-ern, Sanders ist schon 80 oder nahe daran. Ich setze und hoffe auf Butt­i­giet.

    Gruss, Matt aus Buffalo NY

    • Hallo Matt, da Sie ja in USA leben kennen Sie die Vor­gänge höchst­wahr­schein­lich besser als wir hier in D und wenn Sie nicht ein „blinder” Demo­krat sind werden Sie wissen, dass da mehr in der Pipe­line der Repu­bli­ka­ner ist als das was Herr Letsch in seiner recht all­ge­meine Analyse geschrie­ben hat. Der Horo­witz Bericht, FISA Miß­brauch, Mueller Unter­su­chung, das ein­sei­tige Impeach­ment­ver­fah­ren im Rep House, die anste­hende Unter­su­chung des Senats zu diesen Vor­gän­gen, das Pro­to­koll des 18ten Zeugen, Atkin­son, der den soge­nann­ten Whist­leb­lower zuge­las­sen hat,Hunter/ Joe Biden, all das wird den Demo­kra­ten auf die Füße fallen.
      Nicht zu ver­ges­sen der Durham Bericht, der sicher­lich noch recht­zei­tig vor dem 4th of July ver­öf­fent­licht wird und das ganze Elend der Demo­kra­ten auf­zei­gen wird was da mit der Russian Col­lu­sion gelau­fen ist.
      Zu Butt­i­giet bleibt zu sagen, dass der wohl vom DNC zuguns­ten von Bloom­berg geop­fert wird, der sich mit seinen Mil­lio­nen, die er schon jetzt reich­lich ver­bal­lert hat und sich so die Kan­di­da­tur ver­sucht zu „kaufen” was nicht den anderen Kan­di­da­ten ungut auf­stößt. Das werden sicher­lich auch viele Wähler der Demo­kra­ten nicht gutheißen…Seine Zeit als NYC Mayor holt ihn ein, nicht zum Vorteil, zumin­dest bei den Afro­ame­ri­ka­nern, bei denen auch Mayor Pete kein Stein im Brett hat…Geht es Ihnen per­sön­lich unter Trump so viel schlech­ter ? Man mag ihn doof finden, aber er bewegt etwas zum Guten.…vergleichen Sie ihn mal mit Frau Merkel, die genau das Gegen­teil für D geschafft hat. Herz­li­chen Gruss, Made­leine

      • Es geht mir weder besser noch schlech­ter als in der Zeit von Obama und dessen „Sozia­lis­mus” (Hirn­ge­spinste der ultra-rechten gegen die ist die AfD echt links­li­be­ral) aber Trump is korrupt bis auf die Knochen (neustes Bei­spiel: Roger Stone Trial), verraet seine treus­ten Ver­bu­e­n­de­ten (Kurden) und ver­schla­eft oder igno­riert wich­tige Pro­bleme, das sind nunmal Klima und die Waf­fen­ge­setze. Von einem Prae­si­den­ten darf man schon mehr erwar­ten als sta­en­di­ges Selbst­lob. Gruss aus dem ver­schnei­ten Rost­guer­tel, Matt

    • Doch, das ist richtig. Eine Alters­grenze wäre sinn­voll. Für die aktive Teil­nahme an der Wahl sollte ein Min­dest­al­ter von 21 gelten. Denn erst ab diesem Alter haftet man im vollen Umfang für seine Fehler.

      Und Min­der­jäh­rige sollten sich nicht in den sozia­len Medien expo­nie­ren, und schon gar nicht ihre Patho­lo­gie wie eine Mons­tranz vor sich her­tra­gen wie die Heilige Greta.

      Eines unserer größten Pro­bleme ist die Ver­kin­de­rung von Politik und öffent­li­cher Meinung.

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