Nach dem denkwürdi­gen Inter­view der frischge­back­e­nen grü­nen Parte­ichefin Annale­na Baer­bock mit dem DLF, bei dem sie in einem Halb­satz verkün­dete, die tech­nis­chen Her­aus­forderun­gen der Energiewende seien gelöst, weil „das Netz der Spe­ich­er“ sei, muss es kör­be­weise Anfra­gen an die grüne Parteizen­trale gegeben haben, wie ich aus gut unter­richteter Quelle weiß. Ich wun­derte mich aber schon, dass ich nach über einem Monat auf meine eMail-Anfrage, wie dies denn wohl gemeint gewe­sen sei, tat­säch­lich noch eine Antwort vom „Team Baer­bock“ erhielt. Diese möchte ich meinen Lesern natür­lich nicht voren­thal­ten, auch wenn es sich nur um eine belan­glose Aneinan­der­rei­hung von Textbausteinen han­delt, welche die grü­nen Pläne zur Energiewende um keinen Deut konkreter machen.

Sehr geehrter Herr Letsch, 
vie­len Dank für Ihr Schreiben und Ihre Hin­weise zu Frau Baer­bocks Inter­view vom 21. Jan­u­ar. Der Deutsch­land­funk hat­te dieses Inter­view live gesendet, anschließend auch ver­schriftlicht online gestellt. Bei diesem Gespräch ging es u.a. um die The­men Energien­et­ze, Kohleausstieg und Klimapoli­tik der Groko. Lei­der blieb durch die eher knappe Antwort zum größeren The­menkom­plex Energiewende, Net­ze und Spe­ich­er im Detail offen, wie der Zusam­men­hang zwis­chen Energieerzeu­gung, ‑nutzung und ‑spe­icherung gemeint war. Um das nachzure­ichen, find­en Sie inzwis­chen einen Artikel auf Frau Baer­bocks Web­site, auf den wir Sie hier gerne hin­weisen http://www.annalena-baerbock.de/netze-und-speicher/

Da meine ursprüngliche Frage, näm­lich die nach der „Rech­nung“ jedoch nicht beant­wortet wurde, muss ich erneut um Klärung bit­ten. Hier meine Antwort im Wortlaut:

Liebes Team Baerbock,
ich bin ein wenig ent­täuscht darüber, dass sie mich mit ein­er solchen nichtssagen­den und auswe­ichen­den Antwort abzus­peisen ver­suchen. Sie hinken, was vielle­icht arche­typ­isch für grün-ver­sponnene Ideen zu sein scheint, dem all­ge­meinen Ken­nt­nis­stand weit hin­ter­her. Ihre Team­chefin veröf­fentlichte ihre nachgeschobene „Erk­lärung“ darüber, wie das mit den Net­zen und dem Spe­ich­er „gemeint“ war, am 2.2.2018 – auf die weni­gen nichtssagen­den Zeilen dort antwortete ich am 6.2.2018 mit einem Artikel, in welchem ich nichts weniger tat, als Ihre Arbeit zu machen – ich hat­te ver­sucht, die Behaup­tun­gen ihrer Chefin zu ver­i­fizieren, was gründlich miss­lang! Ich hat­te sie ursprünglich gebeten, mir die „Rech­nun­gen“ vorzule­gen, auf denen die Energiewen­de­pläne der Grü­nen basieren sollen und von denen im Inter­view so opti­mistisch die Rede war. Ich wollte nachvol­lziehen kön­nen, dass Frau Baer­bock vom Gegen­stand ihrer poli­tis­chen Heil­slehre, der Energiewende tat­säch­lich wenig­stens einen Hauch Ahnung hat. Doch Frau Baer­bock ließ sich in der Stel­lung­nahme auf ihrer Web­seite, die sie mir in ihrer Antwort aus lohnenswerte Lek­türe empfehlen, nicht dazu herab, auch nur eine einzige Zahl zu nen­nen, son­dern ver­suchte, durch die Ver­wen­dung schick­er Ver­fahrens­beze­ich­nun­gen wie „Pow­er to Gas“ davon abzu­lenken, dass sie alle, das „Team Baer­bock“, Frau Baer­bock selb­st und wohl auch die gesamte grüne Partei lei­der keinen blassen Schim­mer davon haben, was sie da eigentlich propagieren!

Man verkauft den Men­schen die Decar­bon­isierung und die Energiewende als einen tech­nol­o­gis­chen Mas­ter­plan, obwohl alle ins Feld geführten Argu­mente ein­er detail­lierten Prü­fung nicht stand­hal­ten. Das „Pow­er to Gas“-Verfahren, welch­es Frau Baer­bock so großzügig wie unwis­send als Geheimwaffe für die Spe­icherung von grün­er Energie im deutschen Erdgas­netz nen­nt, ist auf­grund tech­nol­o­gis­ch­er und physikalis­ch­er Geset­zmäßigkeit­en so abgrundtief inef­fizient, dass es gän­zlich ungeeignet ist, die Energiev­er­sorgung der Zukun­ft zu sich­ern oder auch nur nen­nenswert dazu beizu­tra­gen. Hät­ten sie meinen Artikel gele­sen, oder, wenn sie meinen Berech­nun­gen nicht trauen und lieber einem aus­gewiese­nen Experten lauschen, den Berech­nun­gen von Prof. Sinn ihre Aufmerk­samkeit geschenkt hät­ten, dann wüssten sie, dass durch das Pow­er-to-Gas-Ver­fahren der Strom vier­mal so teuer aus dem Sys­tem ent­nom­men wird, wie er hineinge­ht. Die Energieef­fizienz von max­i­mal 25% ist so grot­ten­schlecht, dass sie schon rein rech­ner­isch die Kapaz­itäten der „erneuer­baren Energien“ sog­ar nach deren Endaus­baustufe noch um den Fak­tor vier ver­größern müssten, um die Energiev­er­sorgung auch nur the­o­retisch sicherzustellen. Und bevor sie jet­zt mit der Ausrede kom­men, es han­dele sich doch immer um einen Mix an Maß­nah­men, Energieerzeugern und Spe­icher­me­di­en, muss ich ihnen lei­der mit­teilen, dass diese Rech­nung mit KEINER EINZIGEN heute bekan­nten Tech­nolo­gie zu ihren Gun­sten aus­ge­ht. Die tech­nis­che Mach­barkeit bleibt Null, ganz egal, wie oft sie diese Null mit anderen Zahlen mul­ti­plizieren. Das bet­rifft ins­beson­dere die Über­brück­ung der saisonalen Ver­sorgungslücke. Pump­spe­icherkraftwerke, Puffer­bat­te­rien, Pow­er-to-Gas, Druckluftspeicher…ganz gle­ich, in welch­er Kom­bi­na­tion sie dies alles Zusam­men­schal­ten, es reicht nicht für eine gesicherte Energiev­er­sorgung – es sei denn, sie beziehen die Atom­kraftwerke unser­er Nach­bar­län­der mit ins Kalkül. Eine Unter­stel­lung, die sie gern entkräften dür­fen, sofern sie dazu in der Lage sind.

Frau Baer­bocks „Erk­lärung“, die sie mir zur Lek­türe empfehlen, ist keine. Sie befind­et sich zudem auf deren per­sön­lichen Inter­net­seite, was ihr natür­lich jede Verbindlichkeit nimmt. Mir wäre wichtig, dass sie endlich die konkrete Berech­nung nach­liefert, von der sie bere­its im DLF-Inter­view sprach, am besten über einen offiziellen Kanal ihrer Partei. Bis es soweit ist, muss ich lei­der auch weit­er­hin die gesamte Energiepoli­tik der Grü­nen als ein Pro­dukt von Träumerei, Unken­nt­nis, Lob­bye­in­fluss und Schar­la­taner­ie betrachten.

Mit fre­undlichen Grüßen
Roger Letsch

PS: Hier eine kleine Auswahl mein­er Artikel, die sich mit der von ihnen propagierten Energiewende befassen. Vielle­icht lesen sie ja mal, was außer­halb ihrer Bub­ble so geschrieben wird – ich ver­spreche Ihnen im Gegen­zug, auch weit­er­hin aufmerk­sam zu lesen, was ihre Partei veröffentlicht.

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20 Kommentare

  1. @Landvoigt
    Das Prob­lem in unser­er heuti­gen Zeit bei hys­ter­ischen Anwand­lun­gen und entste­hen­der Igno­ranz zur Wahrung ein­er fehler­haften Ide­olo­gie sind die direk­ten Auswirkun­gen auf eine Infra­sruk­tur eines Staates, der nur deswe­gen einen so hohen Lebens­stan­dart ermöglicht, weil es Gen­er­a­tio­nen gebraucht hat, diese Struk­tur nach unseren let­zen bei­den Dik­taturen aufzubauen und zu erhalten.
    Diese Ver­sorgung für unsere Zukun­ft wird geade ent­ge­gen dem Wäh­ler mit Partei-Entschei­dun­gen a la KPDSU mit Koali­tionsverträ­gen für die näch­sten 4 Jahre irre­versibel an die Wand gefahren.
    Wir sind aber nicht die DDR, die sich beim Klassen­feind BRD anschlis­send ausheulen kon­nte, denn hin­ter uns gibt,s kein Spon­sor mehr und bei den Russen und Amis haben wir ver­schissen (Dank SPDCDU/Merkel).
    Übri­gens eine Griechen­land bonus gibts nicht, weil wir schon von Kranken­häusern, DB, Mer­cedes, Auto­bahn Fra­port und wie das ver­mö­gen hiess, schon unser “Tafel­silöber” ver­hök­ert haben.
    Wenn Dies so weit ist, wird unser Bildungs‑, Gesundheits‑, Renten- und Sozial­sys­tem zusam­men­brechen und keine Hife möglich.
    Unser Staatswe­sen ist emfind­lich­er als wir wahrhaben wollen.
    “Geniessen wir die Krise, das Ende wird schreck­lich sein”

    • Gerne möcht­en wir diese Schwarzse­herei als Pes­simiss­mus den Prophets of Doom zuweisen. Denn es geht uns zugegeben­er Weise schon ziem­lich lange ziem­lich gut. Aber wir soll­ten das gemein­same Inter­esse ver­fol­gen, dass es auch so gut bleibt. Und dazu bedarf es der Gründe. 

      Bekan­ntlich wirkt der 2. Haupt­satz der Ther­mo­dy­namik so, dass es eine Ten­denz zum Zer­fall gibt, wenn man nichts dage­gen tut. Und das ist auch so bei Wirtschaft und Gesellschaft. Mir fehlen die erkennbaren Fak­toren in der Gesellschaft, die sich wirk­sam dem Zer­fall ent­ge­gen stellen. Das ver­hök­erte Tafel­sil­ber gibt es wirk­lich. Kon­ser­v­a­tiv heißt, dass man das Erre­ichte nicht leicht­fer­tig Preis gibt. Pro­gres­siv meint, dass es über das Erre­ichte hin­aus einen pos­i­tiv­en Fortschritt gäbe. 

      Aber Pro­gres­sive in diesem Sinne kann ich in der Gesellschaft eher nicht find­en. Vielmehr müsste man den vorherrschen­den Öko-Trend eher regres­siv nennen.

  2. Das es sich bei Frau Baer­bock, den Grü­nen ins­ge­samt und allen anderen Energiewen­dern um gefährliche Unwis­sende han­delt, die die Infra­struk­tur, Wohl­stand und Konkur­ren­zfähigkeit des Lan­des nach­haltig schädi­gen wollen, ist selb­st hal­bge­bilde­ten, die über mar­ginale Fähigkeit­en ver­fü­gen, sich selb­st sachkundig zu machen, glasklar. Ich glaube zwar, dass es notwendig ist, sich immer wieder gegen den Strom des Wahns zu stellen und aufzuk­lären, selb­st wenn das zuweilen an eine Don Qux­o­terie erin­nert. Aber ich frage hier, wieso das so vehe­ment doch von Leuten vertreten wird, die wed­er kom­plett verblödet sind, noch dass man diesen eine sin­istre Ver­schwörung unter­stellen müsste. 

    Es set­zt mich allerd­ings immer wieder in ungläu­biges Erstaunen, wie die besten Gege­nar­gu­mente unge­hört und unbeant­wortet an der Pha­lanx der verblende­ten Lem­minge abprallt. Sie marschieren weit­er. Im Beson­deren die Riege der Jour­nal­is­ten und ange­blichen ‘Fak­ten­find­er’ ver­bre­it­en stets den gle­ichen Unsinn. Ich kann auch nicht glauben, dass eine neue Umwelt­min­is­terin den ver­häng­nisvollen Kurs kor­rigiert. Aber mir fehlen die überzeu­gen­den Erk­lärun­gen für die all­seits durchgängi­gen Beobach­tun­gen. Ich ver­mute, es han­delt sich um ein selb­stimu­nisieren­des Knäuel de Kli­ma-Estab­lish­ments aus fol­gen­den Elementen:

    1. Gesin­nungsethik aka. Gut­men­schen­tum: Man will ja das Gute, und da ist es nicht mehr wichtig, dass man das schlechte schafft. Denn wenn die Inten­tion alleine einen heilig spricht, ficht das das Gewis­sen nicht mehr an.

    2. Ide­olo­gie als Massen­hys­terie — wer denn zutief­st überzeugt ist, dass die Erder­wär­mung zur schlimm­sten Katas­tro­phe der Men­schheit wird, wird jeden Aktivis­mus, der hierge­gen vorge­hen will, unter­stützen, egal ob die Ursache über­haupt kor­rekt ist und ob die Maß­nah­men sin­nvoll sind. 

    3. Lager­denken und Peer-Group Druck: Wenn ver­meintliche Wahrheit­en in der Peer­group erst recht fest ver­ankert sind, führt eine Dis­tanzierung von diesem Cre­do zur Exkom­mu­nika­tion und zwangsläu­fig zur Zuord­nung zu den dämonis­chen Fein­den. Wer will sich das denn antun?

    4. Geld: Mit­tler­weile gibt es einige aus der Alarmis­ten-Grün­denk-Ecke, die sich eine gold­ene Nase an dem Mega­trend ver­di­ent haben, zumin­d­est lukra­tive Pöstchen oder halb­wegs auskömm­liche Jobs die Menge hän­gen daran. Ein Auss­cheren wäre, dass man den Ast absägt, auf den man sitzt. Oft wird das vielle­icht gar nicht bewusst reflek­tiert, denn das kön­nte ja zu solcher­art Zweifel führen, die man braucht wie Zahn­schmerz. Und auch ohne Reflek­tion der eige­nen Motive kann man das Selb­st­bild des moralisch über­lege­nen Men­schen aufrecht erhal­ten. Frei nach dem Motte, dem Fuchs, dem die Trauben zu hoch hän­gen, sind sie auch zu sauer.

    5. Macht: Der Mega­trend der Poli­tik ist, sich ein­er rol­lende Woge nicht in den Weg stellen, son­dern sie als Surfer nutzen, um eben den Erfolg der Kraft zu nutzen. Ganz gle­ich, ob es ein medi­engemachter Hype ist, oder ob es die Men­schen aus anderen Grün­den umtreibt, ganz gle­ich, worum es geht: Set­ze dich an die Spitze der Bewe­gung und sauge daraus die Macht. Denn Demokratie heißt bekan­ntlich nicht, dass die Ver­nun­ft regiert, son­dern die Masse. 

    Vielle­icht gibt es noch weit­ere Momente, die diesen absur­den Trend befeuert, oder andere Erk­lärun­gen, wie es zus­tande kommt … aber ich hätte nichts dage­gen, wenn Sie, Herr Letsch, diesen Beitrag redak­tionell bear­beit­en oder erweit­ern und als Haupt­beitrag in den Blog stellen wür­den. Dort kön­nte er bess­er disku­tiert werden.

  3. Man hat den Ein­druck, die Grü­nen ken­nen nur den 4. Haupt­satz der Ther­mo­dy­namik, welch­er da lautet: Kaf­fee wird kalt, Bier dage­gen warm! Viele Grüße aus einem der effizien­testen Braunkohlekraftwerke der Bana­nen­re­pub­lik, tschuldigung, Bun­desre­pub­lik. Und seid mal alle froh, dass wir hier noch ordentlich schaf­fen, wenn ich so nach draussen schaue, heute wird’s wohl nichts mehr mit PV und der Wind ist auch ziem­lich schwach.

  4. Ich hab hier noch mehr “Öl für,s Feuer”:
    jed­er ver­dammt die Ver­stro­mung von Kohle, obwohl hier ein Fak­tor benutzt wird, der so gar nicht dom­i­nant ist.
    Ein Kraftwerk pro­duziert näm­lich durch Fil­ter und inter­nen Ver­brauch lei­dglich ca. 36% “dreck­i­gen Strom”…jaja ist ja auch richtig.…aber?
    Kein Kritzel­fritze hat jemals etwas darüber geschrieben, was mit den restlichen 63% an “ver­jux­ter Energie” passiert.
    Es ist näm­lich “dreck­ige Energie”, die dann als Abwärme den Stadthaushal­ten in Form von “ökol­o­gis­ch­er Fer­n­wärme” angepreist wird.
    Gilt übri­gens auch für Früh­beete die damit “vorgewärmt” werden.
    Übri­gens hat Frau Baer­bock dur­chaus recht, denn wenn Sie ein Kabel mit elek­trisch­er Span­nung belas­ten und schla­gar­tig tren­nen, bleiben natür­lich in den bei­den Dräht­en die Ladun­gen erhal­ten, weil das Kabel wie ein Kon­den­sator wirkt.
    Crux: Bei offe­nen Über­landleitun­gen und elek­trischen Schal­tern bzw. leis­tunges­be­d­ingten “Funken­lösch­ern” ist dies eine reine The­o­rie. Dann kön­nen Sie auch Strom aus 2 ver­schiede­nen Met­allplat­ten bekom­men , die nur war­mgemacht wer­den müssen (Ther­moele­mente).
    ich nenne so was “gefährlich­es Halbwissen”

  5. Auch wenn es bekan­nt ist. Die energiepoli­tis­chen Ken­nt­nisse der Frau Baer­bock sind mar­gin­al entwick­elt und mit solchen Leuten ist jede Diskus­sion sinn­los. Man kann auch nicht mit ein­er Taube Schach spie­len: «Mit dum­men Men­schen zu stre­it­en, ist wie mit ein­er Taube Schach zu spie­len. Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Fig­uren umw­er­fen, auf das Brett kack­en und herum­stolzieren, als hätte sie gewonnen.»

    • Ich bin auch nur ein Laie, der Angst vor der explodieren­den Strom­rech­nung hat. Das Bild der Taube trifft aber so manchen Zeitgenossen ins Mark.

      Schon erstaunlich, dass die Grü­nen, die vorge­blich so besessen von einem einzi­gen The­ma sind, dann doch nichts wirk­lich darüber wissen.

  6. Sehr geehrter Herr Lesch,
    gibt es eigentlich Unter­suchun­gen darüber welche Auswirkung die bet­sändi­ge Ent­nahme von (Bewe­gungs-) Energie im zig­tausend Mega-Watt Bere­ich aus der Atmo­sphäre hat? So ich das erken­nen kann und jet­zt mach ich es mal wie die Klimahys­terik­er, indem ich eine Kor­re­la­tion mit Kausal­ität gle­ich­set­ze, führen mehr Wind­kraftan­la­gen zum Tem­per­anstieg der Atmosphäre.
    Wohlan…

    • Soweit ich weiß, gibt es solche Unter­suchun­gen nicht. Die Sonne schickt ja bekan­ntlich keine Rech­nung — es sei denn, sie schickt ihre Energie durch das deutsche EEG. Und btw. (und im Scherz): mein Name ist LeTsch — der Lesch arbeit­et für die andere Seite. 😉

    • “[…] welche Auswirkung die bet­sändi­ge Ent­nahme von (Bewe­gungs-) Energie im zig­tausend Mega-Watt Bere­ich aus der Atmo­sphäre hat?”

      Hmmm, inter­es­san­ter Aspekt. Selb­st ohne Jonglieren mit Kor­re­la­tio­nen und Kausal­itäten dürfte zweifels­frei fest­ste­hen, dass diese Energie-Ent­nahme einen neg­a­tiv­en Ein­fluss auf die Wind­in­ten­sität hat. Es dürfte auch nur schw­er zu leug­nen sein, dass dieser Effekt unmit­tel­bare Auswirkun­gen auf die Frucht­barkeit der Windbestäu­ber zeit­i­gen wird, mit möglicher­weise katas­trophalen Fol­gen: Da zu dieser Pflanzenkat­e­gorie mit den Süß­gräsern, u.a. alle Getrei­de, die wichtig­sten Nahrungs- und Fut­terpflanzen gehören, …
      https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdbest%C3%A4ubung#Windbest%C3%A4ubung
      … dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wann die Ertrag­sein­bußen bei weit­erem Aus­bau der Winden­ergie-Anzap­fung zu ersten Hunger­snöten führen.
      Und schlim­mer noch: Da zu diesen Windbestäu­bern gle­ichzeit­ig wichtige Pflanzen für die Bio-Energie-Gewin­nung zählen, kön­nte es sog­ar sein, dass diese Ein­bußen die ganze gewonnene Energie der Win­dräder wieder auf­fressen. Der winden­er­getis­che Super-GAU. Kein Wun­der, dass es dazu noch keine Stu­di­en gibt!
      (Aber vielle­icht hät­ten ja Land­wirte, deren Getrei­de­felder im Lee solch­er Wind­parks ‘dahin­veg­etieren’ müssen, Inter­esse daran, diese Ver­luste zu bez­if­fern und die Betreiber auf Schaden­er­satz zu verk­la­gen? Hah!)

      Als pos­i­tiv­er Fak­tor der ver­min­derten Wind­in­ten­sität wäre allen­falls eine ver­ringerte Heuschnupfen-Inzi­denz denkbar.

      Und an alle Öko-Stromer die jet­zt sagen: ‘Na gut, dann müssen wir uns halt auf die Pho­to­voltaik konzentrieren.’
      Das ist noch viel, viel übler: Auf das geklaute Son­nen­licht sind nicht nur die Windbestäu­ber son­dern so ziem­lich ALLE Pflanzen angewiesen. Jawoll!

  7. Ich muss zugeben, ich ver­ste­he nicht allzu viel von “Spe­ich­er­net­zen” o.ä.
    Ich habe aber eine Bitte, die mit dem The­ma zu tun hat.
    Wie vielle­icht der eine oder andere weiß, soll über kurz oder lang in JEDEM Haushalt ein Smart­meter einge­baut wer­den. Diese Geräte sind nicht kosten­los, son­dern müssen bezahlt werden.
    Die Begrün­dung der Bun­desregierung für die EINBAUPFLICHT von Smart­metern ist, dass Strom effizien­ter genutzt werde, weil der Stromkunde jed­erzeit seinen Stromver­brauch über­prüfen kann.
    Ich glaube, dass es nur einen gerin­gen, wenn nicht gar keinen Effekt auf den Stromver­brauch geben wird — aber das nur nebenbei.
    Zugle­ich wird gesagt, dass die Smart­metertech­nik dazu beiträgt, den Strom bess­er dor­thin zu verteilen, wo er aktuell gebraucht wird, da diese Geräte sehr genaue Angaben SENDEN kön­nen, wo ger­ade wie viel Strom genutzt wird.
    Was mich beun­ruhigt, ist dass Smart­meter ein hochfre­quentes Feld auf­bauen, dass also kün­ftig um jede Messstelle herum sein wird.
    Als tech­nis­ch­er Laie kann ich nicht abschätzen, welche Auswirkun­gen auf Men­schen und Tiere so ein Feld hat.
    Gibt es dazu gesicherte Angaben oder Untersuchungen?
    Mich würde das sehr interessieren,

    • Sinn der Smart­meter ist es nicht, dass der Kunde seinen Stromver­brauch kon­trol­lieren kann, son­dern dass in zu erwartenden Zeit­en knap­per Last-Ressourcen dem Kun­den bei Bedarf und Eng­pass der Strom aus der Ferne abgeschal­tet wer­den kann. Wenn der volatile Grün­strom erst die endgültige Net­zho­heit errun­gen hat, wird es Zeit­en geben, da wird es eng für den Bürg­er, der selb­st entschei­den will, ob und wann er Herd und Waschmas­chine laufen lässt. Die Smart­meter sind der per­fek­te Ein­stieg in die ener­getis­che Überwachungs­ge­sellschaft. Und das beste daran: die Bürg­er wer­den auch noch gern dafür zahlen. Dass sich die Ein­führung jet­zt verzögert, liegt übri­gens daran, dass die Teile in punk­to Daten­sicher­heit gegen Hack­eran­griffe nicht aus­re­ichend geschützt sind.

      • Dass die Regierung Angst vor bürg­erkriegsähn­lichen Zustän­den bei zu erwartender Dunkelflaute und fol­glichem black­out hat, zeigte sich als DieMis­ere vor einiger Zeit eine 14 tägige Bevor­ratung des Bürg­ers durch sich selb­st anmah­nte. Der wahre Grund dafür wurde selb­stver­ständlich nicht genan­nt, zeigt aber, dass die genau wis­sen welch­es Risiko besteht.
        Wohlan…

  8. Her­rlich, her­rlich, herrlich.
    Ich grüble, was man gegen solchen poli­tis­chen und vor allem sach­lichen Blödsinn unternehmen könnte.
    Meine demokratis­chen Möglichkeit­en, (alle 4 Jahre mal 4 Sekun­den ein Kreuz set­zen) reichen nie aus!!!
    Rebellion???

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