Nach dem denk­wür­di­gen Inter­view der frisch­ge­ba­cke­nen grü­nen Par­tei­che­fin Anna­le­na Baer­bock mit dem DLF, bei dem sie in einem Halb­satz ver­kün­de­te, die tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen der Ener­gie­wen­de sei­en gelöst, weil „das Netz der Spei­cher“ sei, muss es kör­be­wei­se Anfra­gen an die grü­ne Par­tei­zen­tra­le gege­ben haben, wie ich aus gut unter­rich­te­ter Quel­le weiß. Ich wun­der­te mich aber schon, dass ich nach über einem Monat auf mei­ne eMail-Anfra­ge, wie dies denn wohl gemeint gewe­sen sei, tat­säch­lich noch eine Ant­wort vom „Team Baer­bock“ erhielt. Die­se möch­te ich mei­nen Lesern natür­lich nicht vor­ent­hal­ten, auch wenn es sich nur um eine belang­lo­se Anein­an­der­rei­hung von Text­bau­stei­nen han­delt, wel­che die grü­nen Plä­ne zur Ener­gie­wen­de um kei­nen Deut kon­kre­ter machen.

Sehr geehr­ter Herr Letsch, 
vie­len Dank für Ihr Schrei­ben und Ihre Hin­wei­se zu Frau Baer­bocks Inter­view vom 21. Janu­ar. Der Deutsch­land­funk hat­te die­ses Inter­view live gesen­det, anschlie­ßend auch ver­schrift­licht online gestellt. Bei die­sem Gespräch ging es u.a. um die The­men Ener­gie­net­ze, Koh­le­aus­stieg und Kli­ma­po­li­tik der Gro­ko. Lei­der blieb durch die eher knap­pe Ant­wort zum grö­ße­ren The­men­kom­plex Ener­gie­wen­de, Net­ze und Spei­cher im Detail offen, wie der Zusam­men­hang zwi­schen Ener­gie­er­zeu­gung, ‑nut­zung und ‑spei­che­rung gemeint war. Um das nach­zu­rei­chen, fin­den Sie inzwi­schen einen Arti­kel auf Frau Baer­bocks Web­site, auf den wir Sie hier ger­ne hin­wei­sen http://www.annalena-baerbock.de/netze-und-speicher/

Da mei­ne ursprüng­li­che Fra­ge, näm­lich die nach der „Rech­nung“ jedoch nicht beant­wor­tet wur­de, muss ich erneut um Klä­rung bit­ten. Hier mei­ne Ant­wort im Wortlaut:

Lie­bes Team Baerbock,
ich bin ein wenig ent­täuscht dar­über, dass sie mich mit einer sol­chen nichts­sa­gen­den und aus­wei­chen­den Ant­wort abzu­spei­sen ver­su­chen. Sie hin­ken, was viel­leicht arche­ty­pisch für grün-ver­spon­ne­ne Ideen zu sein scheint, dem all­ge­mei­nen Kennt­nis­stand weit hin­ter­her. Ihre Team­che­fin ver­öf­fent­lich­te ihre nach­ge­scho­be­ne „Erklä­rung“ dar­über, wie das mit den Net­zen und dem Spei­cher „gemeint“ war, am 2.2.2018 – auf die weni­gen nichts­sa­gen­den Zei­len dort ant­wor­te­te ich am 6.2.2018 mit einem Arti­kel, in wel­chem ich nichts weni­ger tat, als Ihre Arbeit zu machen – ich hat­te ver­sucht, die Behaup­tun­gen ihrer Che­fin zu veri­fi­zie­ren, was gründ­lich miss­lang! Ich hat­te sie ursprüng­lich gebe­ten, mir die „Rech­nun­gen“ vor­zu­le­gen, auf denen die Ener­gie­wen­de­plä­ne der Grü­nen basie­ren sol­len und von denen im Inter­view so opti­mis­tisch die Rede war. Ich woll­te nach­voll­zie­hen kön­nen, dass Frau Baer­bock vom Gegen­stand ihrer poli­ti­schen Heils­leh­re, der Ener­gie­wen­de tat­säch­lich wenigs­tens einen Hauch Ahnung hat. Doch Frau Baer­bock ließ sich in der Stel­lung­nah­me auf ihrer Web­sei­te, die sie mir in ihrer Ant­wort aus loh­nens­wer­te Lek­tü­re emp­feh­len, nicht dazu her­ab, auch nur eine ein­zi­ge Zahl zu nen­nen, son­dern ver­such­te, durch die Ver­wen­dung schi­cker Ver­fah­rens­be­zeich­nun­gen wie „Power to Gas“ davon abzu­len­ken, dass sie alle, das „Team Baer­bock“, Frau Baer­bock selbst und wohl auch die gesam­te grü­ne Par­tei lei­der kei­nen blas­sen Schim­mer davon haben, was sie da eigent­lich propagieren!

Man ver­kauft den Men­schen die Decar­bo­ni­sie­rung und die Ener­gie­wen­de als einen tech­no­lo­gi­schen Mas­ter­plan, obwohl alle ins Feld geführ­ten Argu­men­te einer detail­lier­ten Prü­fung nicht stand­hal­ten. Das „Power to Gas“-Verfahren, wel­ches Frau Baer­bock so groß­zü­gig wie unwis­send als Geheim­waf­fe für die Spei­che­rung von grü­ner Ener­gie im deut­schen Erd­gas­netz nennt, ist auf­grund tech­no­lo­gi­scher und phy­si­ka­li­scher Gesetz­mä­ßig­kei­ten so abgrund­tief inef­fi­zi­ent, dass es gänz­lich unge­eig­net ist, die Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft zu sichern oder auch nur nen­nens­wert dazu bei­zu­tra­gen. Hät­ten sie mei­nen Arti­kel gele­sen, oder, wenn sie mei­nen Berech­nun­gen nicht trau­en und lie­ber einem aus­ge­wie­se­nen Exper­ten lau­schen, den Berech­nun­gen von Prof. Sinn ihre Auf­merk­sam­keit geschenkt hät­ten, dann wüss­ten sie, dass durch das Power-to-Gas-Ver­fah­ren der Strom vier­mal so teu­er aus dem Sys­tem ent­nom­men wird, wie er hin­ein­geht. Die Ener­gie­ef­fi­zi­enz von maxi­mal 25% ist so grot­ten­schlecht, dass sie schon rein rech­ne­risch die Kapa­zi­tä­ten der „erneu­er­ba­ren Ener­gien“ sogar nach deren End­aus­bau­stu­fe noch um den Fak­tor vier ver­grö­ßern müss­ten, um die Ener­gie­ver­sor­gung auch nur theo­re­tisch sicher­zu­stel­len. Und bevor sie jetzt mit der Aus­re­de kom­men, es han­de­le sich doch immer um einen Mix an Maß­nah­men, Ener­gie­er­zeu­gern und Spei­cher­me­di­en, muss ich ihnen lei­der mit­tei­len, dass die­se Rech­nung mit KEINER EINZIGEN heu­te bekann­ten Tech­no­lo­gie zu ihren Guns­ten aus­geht. Die tech­ni­sche Mach­bar­keit bleibt Null, ganz egal, wie oft sie die­se Null mit ande­ren Zah­len mul­ti­pli­zie­ren. Das betrifft ins­be­son­de­re die Über­brü­ckung der sai­so­na­len Ver­sor­gungs­lü­cke. Pump­spei­cher­kraft­wer­ke, Puf­fer­bat­te­rien, Power-to-Gas, Druckluftspeicher…ganz gleich, in wel­cher Kom­bi­na­ti­on sie dies alles Zusam­men­schal­ten, es reicht nicht für eine gesi­cher­te Ener­gie­ver­sor­gung – es sei denn, sie bezie­hen die Atom­kraft­wer­ke unse­rer Nach­bar­län­der mit ins Kal­kül. Eine Unter­stel­lung, die sie gern ent­kräf­ten dür­fen, sofern sie dazu in der Lage sind.

Frau Baer­bocks „Erklä­rung“, die sie mir zur Lek­tü­re emp­feh­len, ist kei­ne. Sie befin­det sich zudem auf deren per­sön­li­chen Inter­net­sei­te, was ihr natür­lich jede Ver­bind­lich­keit nimmt. Mir wäre wich­tig, dass sie end­lich die kon­kre­te Berech­nung nach­lie­fert, von der sie bereits im DLF-Inter­view sprach, am bes­ten über einen offi­zi­el­len Kanal ihrer Par­tei. Bis es soweit ist, muss ich lei­der auch wei­ter­hin die gesam­te Ener­gie­po­li­tik der Grü­nen als ein Pro­dukt von Träu­me­rei, Unkennt­nis, Lob­by­ein­fluss und Schar­la­ta­ne­rie betrachten.

Mit freund­li­chen Grüßen
Roger Letsch

PS: Hier eine klei­ne Aus­wahl mei­ner Arti­kel, die sich mit der von ihnen pro­pa­gier­ten Ener­gie­wen­de befas­sen. Viel­leicht lesen sie ja mal, was außer­halb ihrer Bub­ble so geschrie­ben wird – ich ver­spre­che Ihnen im Gegen­zug, auch wei­ter­hin auf­merk­sam zu lesen, was ihre Par­tei veröffentlicht.

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20 Kommentare

  1. @Landvoigt
    Das Pro­blem in unse­rer heu­ti­gen Zeit bei hys­te­ri­schen Anwand­lun­gen und ent­ste­hen­der Igno­ranz zur Wah­rung einer feh­ler­haf­ten Ideo­lo­gie sind die direk­ten Aus­wir­kun­gen auf eine Infras­ruk­tur eines Staa­tes, der nur des­we­gen einen so hohen Lebens­stan­dart ermög­licht, weil es Genera­tio­nen gebraucht hat, die­se Struk­tur nach unse­ren let­zen bei­den Dik­ta­tu­ren auf­zu­bau­en und zu erhalten.
    Die­se Ver­sor­gung für unse­re Zukunft wird geade ent­ge­gen dem Wäh­ler mit Par­tei-Ent­schei­dun­gen a la KPDSU mit Koali­ti­ons­ver­trä­gen für die nächs­ten 4 Jah­re irrever­si­bel an die Wand gefahren.
    Wir sind aber nicht die DDR, die sich beim Klas­sen­feind BRD anschlis­send aus­heu­len konn­te, denn hin­ter uns gibt,s kein Spon­sor mehr und bei den Rus­sen und Amis haben wir ver­schis­sen (Dank SPDCDU/Merkel).
    Übri­gens eine Grie­chen­land bonus gibts nicht, weil wir schon von Kran­ken­häu­sern, DB, Mer­ce­des, Auto­bahn Fra­port und wie das ver­mö­gen hiess, schon unser „Tafel­si­löb­er” ver­hö­kert haben.
    Wenn Dies so weit ist, wird unser Bildungs‑, Gesundheits‑, Ren­ten- und Sozi­al­sys­tem zusam­men­bre­chen und kei­ne Hife möglich.
    Unser Staats­we­sen ist emfind­li­cher als wir wahr­ha­ben wollen.
    „Genies­sen wir die Kri­se, das Ende wird schreck­lich sein”

    • Ger­ne möch­ten wir die­se Schwarz­se­he­rei als Pes­si­miss­mus den Pro­phe­ts of Doom zuwei­sen. Denn es geht uns zuge­ge­be­ner Wei­se schon ziem­lich lan­ge ziem­lich gut. Aber wir soll­ten das gemein­sa­me Inter­es­se ver­fol­gen, dass es auch so gut bleibt. Und dazu bedarf es der Gründe. 

      Bekannt­lich wirkt der 2. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik so, dass es eine Ten­denz zum Zer­fall gibt, wenn man nichts dage­gen tut. Und das ist auch so bei Wirt­schaft und Gesell­schaft. Mir feh­len die erkenn­ba­ren Fak­to­ren in der Gesell­schaft, die sich wirk­sam dem Zer­fall ent­ge­gen stel­len. Das ver­hö­ker­te Tafel­sil­ber gibt es wirk­lich. Kon­ser­va­tiv heißt, dass man das Erreich­te nicht leicht­fer­tig Preis gibt. Pro­gres­siv meint, dass es über das Erreich­te hin­aus einen posi­ti­ven Fort­schritt gäbe. 

      Aber Pro­gres­si­ve in die­sem Sin­ne kann ich in der Gesell­schaft eher nicht fin­den. Viel­mehr müss­te man den vor­herr­schen­den Öko-Trend eher regres­siv nennen.

  2. Das es sich bei Frau Baer­bock, den Grü­nen ins­ge­samt und allen ande­ren Ener­gie­wen­dern um gefähr­li­che Unwis­sen­de han­delt, die die Infra­struk­tur, Wohl­stand und Kon­kur­renz­fä­hig­keit des Lan­des nach­hal­tig schä­di­gen wol­len, ist selbst halb­ge­bil­de­ten, die über mar­gi­na­le Fähig­kei­ten ver­fü­gen, sich selbst sach­kun­dig zu machen, glas­klar. Ich glau­be zwar, dass es not­wen­dig ist, sich immer wie­der gegen den Strom des Wahns zu stel­len und auf­zu­klä­ren, selbst wenn das zuwei­len an eine Don Quxo­te­rie erin­nert. Aber ich fra­ge hier, wie­so das so vehe­ment doch von Leu­ten ver­tre­ten wird, die weder kom­plett ver­blö­det sind, noch dass man die­sen eine sinist­re Ver­schwö­rung unter­stel­len müsste. 

    Es setzt mich aller­dings immer wie­der in ungläu­bi­ges Erstau­nen, wie die bes­ten Gegen­ar­gu­men­te unge­hört und unbe­ant­wor­tet an der Pha­lanx der ver­blen­de­ten Lem­min­ge abprallt. Sie mar­schie­ren wei­ter. Im Beson­de­ren die Rie­ge der Jour­na­lis­ten und angeb­li­chen ‚Fak­ten­fin­der’ ver­brei­ten stets den glei­chen Unsinn. Ich kann auch nicht glau­ben, dass eine neue Umwelt­mi­nis­te­rin den ver­häng­nis­vol­len Kurs kor­ri­giert. Aber mir feh­len die über­zeu­gen­den Erklä­run­gen für die all­seits durch­gän­gi­gen Beob­ach­tun­gen. Ich ver­mu­te, es han­delt sich um ein selbsti­mu­ni­sie­ren­des Knäu­el de Kli­ma-Estab­lish­ments aus fol­gen­den Elementen:

    1. Gesin­nungs­ethik aka. Gut­men­schen­tum: Man will ja das Gute, und da ist es nicht mehr wich­tig, dass man das schlech­te schafft. Denn wenn die Inten­ti­on allei­ne einen hei­lig spricht, ficht das das Gewis­sen nicht mehr an.

    2. Ideo­lo­gie als Mas­sen­hys­te­rie – wer denn zutiefst über­zeugt ist, dass die Erd­er­wär­mung zur schlimms­ten Kata­stro­phe der Mensch­heit wird, wird jeden Akti­vis­mus, der hier­ge­gen vor­ge­hen will, unter­stüt­zen, egal ob die Ursa­che über­haupt kor­rekt ist und ob die Maß­nah­men sinn­voll sind. 

    3. Lager­den­ken und Peer-Group Druck: Wenn ver­meint­li­che Wahr­hei­ten in der Peer­group erst recht fest ver­an­kert sind, führt eine Distan­zie­rung von die­sem Cre­do zur Exkom­mu­ni­ka­ti­on und zwangs­läu­fig zur Zuord­nung zu den dämo­ni­schen Fein­den. Wer will sich das denn antun?

    4. Geld: Mitt­ler­wei­le gibt es eini­ge aus der Alar­mis­ten-Grün­denk-Ecke, die sich eine gol­de­ne Nase an dem Mega­trend ver­dient haben, zumin­dest lukra­ti­ve Pöst­chen oder halb­wegs aus­kömm­li­che Jobs die Men­ge hän­gen dar­an. Ein Aus­sche­ren wäre, dass man den Ast absägt, auf den man sitzt. Oft wird das viel­leicht gar nicht bewusst reflek­tiert, denn das könn­te ja zu sol­cher­art Zwei­fel füh­ren, die man braucht wie Zahn­schmerz. Und auch ohne Reflek­ti­on der eige­nen Moti­ve kann man das Selbst­bild des mora­lisch über­le­ge­nen Men­schen auf­recht erhal­ten. Frei nach dem Mot­te, dem Fuchs, dem die Trau­ben zu hoch hän­gen, sind sie auch zu sauer.

    5. Macht: Der Mega­trend der Poli­tik ist, sich einer rol­len­de Woge nicht in den Weg stel­len, son­dern sie als Sur­fer nut­zen, um eben den Erfolg der Kraft zu nut­zen. Ganz gleich, ob es ein medi­en­ge­mach­ter Hype ist, oder ob es die Men­schen aus ande­ren Grün­den umtreibt, ganz gleich, wor­um es geht: Set­ze dich an die Spit­ze der Bewe­gung und sau­ge dar­aus die Macht. Denn Demo­kra­tie heißt bekannt­lich nicht, dass die Ver­nunft regiert, son­dern die Masse. 

    Viel­leicht gibt es noch wei­te­re Momen­te, die die­sen absur­den Trend befeu­ert, oder ande­re Erklä­run­gen, wie es zustan­de kommt … aber ich hät­te nichts dage­gen, wenn Sie, Herr Letsch, die­sen Bei­trag redak­tio­nell bear­bei­ten oder erwei­tern und als Haupt­bei­trag in den Blog stel­len wür­den. Dort könn­te er bes­ser dis­ku­tiert werden.

  3. Man hat den Ein­druck, die Grü­nen ken­nen nur den 4. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik, wel­cher da lau­tet: Kaf­fee wird kalt, Bier dage­gen warm! Vie­le Grü­ße aus einem der effi­zi­en­tes­ten Braun­koh­le­kraft­wer­ke der Bana­nen­re­pu­blik, tschul­di­gung, Bun­des­re­pu­blik. Und seid mal alle froh, dass wir hier noch ordent­lich schaf­fen, wenn ich so nach draus­sen schaue, heu­te wird’s wohl nichts mehr mit PV und der Wind ist auch ziem­lich schwach.

  4. Ich hab hier noch mehr „Öl für,s Feuer”:
    jeder ver­dammt die Ver­stro­mung von Koh­le, obwohl hier ein Fak­tor benutzt wird, der so gar nicht domi­nant ist.
    Ein Kraft­werk pro­du­ziert näm­lich durch Fil­ter und inter­nen Ver­brauch leid­glich ca. 36% „dre­cki­gen Strom”…jaja ist ja auch richtig.…aber?
    Kein Krit­zel­frit­ze hat jemals etwas dar­über geschrie­ben, was mit den rest­li­chen 63% an „ver­jux­ter Ener­gie” passiert.
    Es ist näm­lich „dre­cki­ge Ener­gie”, die dann als Abwär­me den Stadt­haus­hal­ten in Form von „öko­lo­gi­scher Fern­wär­me” ange­preist wird.
    Gilt übri­gens auch für Früh­bee­te die damit „vor­ge­wärmt” werden.
    Übri­gens hat Frau Baer­bock durch­aus recht, denn wenn Sie ein Kabel mit elek­tri­scher Span­nung belas­ten und schlag­ar­tig tren­nen, blei­ben natür­lich in den bei­den Dräh­ten die Ladun­gen erhal­ten, weil das Kabel wie ein Kon­den­sa­tor wirkt.
    Crux: Bei offe­nen Über­land­lei­tun­gen und elek­tri­schen Schal­tern bzw. leis­tun­ges­be­ding­ten „Fun­ken­lö­schern” ist dies eine rei­ne Theo­rie. Dann kön­nen Sie auch Strom aus 2 ver­schie­de­nen Metall­plat­ten bekom­men , die nur warm­ge­macht wer­den müs­sen (Ther­mo­ele­men­te).
    ich nen­ne so was „gefähr­li­ches Halbwissen”

  5. Auch wenn es bekannt ist. Die ener­gie­po­li­ti­schen Kennt­nis­se der Frau Baer­bock sind mar­gi­nal ent­wi­ckelt und mit sol­chen Leu­ten ist jede Dis­kus­si­on sinn­los. Man kann auch nicht mit einer Tau­be Schach spie­len: «Mit dum­men Men­schen zu strei­ten, ist wie mit einer Tau­be Schach zu spie­len. Egal, wie gut du Schach spielst, die Tau­be wird alle Figu­ren umwer­fen, auf das Brett kacken und her­um­stol­zie­ren, als hät­te sie gewonnen.»

    • Ich bin auch nur ein Laie, der Angst vor der explo­die­ren­den Strom­rech­nung hat. Das Bild der Tau­be trifft aber so man­chen Zeit­ge­nos­sen ins Mark.

      Schon erstaun­lich, dass die Grü­nen, die vor­geb­lich so beses­sen von einem ein­zi­gen The­ma sind, dann doch nichts wirk­lich dar­über wissen.

  6. Sehr geehr­ter Herr Lesch,
    gibt es eigent­lich Unter­su­chun­gen dar­über wel­che Aus­wir­kung die bets­än­di­ge Ent­nah­me von (Bewe­gungs-) Ener­gie im zig­tau­send Mega-Watt Bereich aus der Atmo­sphä­re hat? So ich das erken­nen kann und jetzt mach ich es mal wie die Kli­ma­hys­te­ri­ker, indem ich eine Kor­re­la­ti­on mit Kau­sa­li­tät gleich­set­ze, füh­ren mehr Wind­kraft­an­la­gen zum Tem­per­an­stieg der Atmosphäre.
    Wohlan…

    • Soweit ich weiß, gibt es sol­che Unter­su­chun­gen nicht. Die Son­ne schickt ja bekannt­lich kei­ne Rech­nung – es sei denn, sie schickt ihre Ener­gie durch das deut­sche EEG. Und btw. (und im Scherz): mein Name ist LeTsch – der Lesch arbei­tet für die ande­re Seite. 😉

    • „[…] wel­che Aus­wir­kung die bets­än­di­ge Ent­nah­me von (Bewe­gungs-) Ener­gie im zig­tau­send Mega-Watt Bereich aus der Atmo­sphä­re hat?”

      Hmmm, inter­es­san­ter Aspekt. Selbst ohne Jon­glie­ren mit Kor­re­la­tio­nen und Kau­sa­li­tä­ten dürf­te zwei­fels­frei fest­ste­hen, dass die­se Ener­gie-Ent­nah­me einen nega­ti­ven Ein­fluss auf die Wind­in­ten­si­tät hat. Es dürf­te auch nur schwer zu leug­nen sein, dass die­ser Effekt unmit­tel­ba­re Aus­wir­kun­gen auf die Frucht­bar­keit der Wind­be­stäu­ber zei­ti­gen wird, mit mög­li­cher­wei­se kata­stro­pha­len Fol­gen: Da zu die­ser Pflan­zen­ka­te­go­rie mit den Süß­grä­sern, u.a. alle Getrei­de, die wich­tigs­ten Nah­rungs- und Fut­ter­pflan­zen gehören, …
      https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdbest%C3%A4ubung#Windbest%C3%A4ubung
      … dürf­te es nur eine Fra­ge der Zeit sein, wann die Ertrags­ein­bu­ßen bei wei­te­rem Aus­bau der Wind­ener­gie-Anzap­fung zu ers­ten Hun­gers­nö­ten führen.
      Und schlim­mer noch: Da zu die­sen Wind­be­stäu­bern gleich­zei­tig wich­ti­ge Pflan­zen für die Bio-Ener­gie-Gewin­nung zäh­len, könn­te es sogar sein, dass die­se Ein­bu­ßen die gan­ze gewon­ne­ne Ener­gie der Wind­rä­der wie­der auf­fres­sen. Der wind­ener­ge­ti­sche Super-GAU. Kein Wun­der, dass es dazu noch kei­ne Stu­di­en gibt!
      (Aber viel­leicht hät­ten ja Land­wir­te, deren Getrei­de­fel­der im Lee sol­cher Wind­parks ‚dahin­ve­ge­tie­ren’ müs­sen, Inter­es­se dar­an, die­se Ver­lus­te zu bezif­fern und die Betrei­ber auf Scha­den­er­satz zu ver­kla­gen? Hah!)

      Als posi­ti­ver Fak­tor der ver­min­der­ten Wind­in­ten­si­tät wäre allen­falls eine ver­rin­ger­te Heu­schnup­fen-Inzi­denz denkbar.

      Und an alle Öko-Stro­mer die jetzt sagen: ‚Na gut, dann müs­sen wir uns halt auf die Pho­to­vol­ta­ik konzentrieren.’
      Das ist noch viel, viel übler: Auf das geklau­te Son­nen­licht sind nicht nur die Wind­be­stäu­ber son­dern so ziem­lich ALLE Pflan­zen ange­wie­sen. Jawoll!

  7. Ich muss zuge­ben, ich ver­ste­he nicht all­zu viel von „Spei­cher­net­zen” o.ä.
    Ich habe aber eine Bit­te, die mit dem The­ma zu tun hat.
    Wie viel­leicht der eine oder ande­re weiß, soll über kurz oder lang in JEDEM Haus­halt ein Smart­me­ter ein­ge­baut wer­den. Die­se Gerä­te sind nicht kos­ten­los, son­dern müs­sen bezahlt werden.
    Die Begrün­dung der Bun­des­re­gie­rung für die EINBAUPFLICHT von Smart­me­tern ist, dass Strom effi­zi­en­ter genutzt wer­de, weil der Strom­kun­de jeder­zeit sei­nen Strom­ver­brauch über­prü­fen kann.
    Ich glau­be, dass es nur einen gerin­gen, wenn nicht gar kei­nen Effekt auf den Strom­ver­brauch geben wird – aber das nur nebenbei.
    Zugleich wird gesagt, dass die Smart­me­ter­tech­nik dazu bei­trägt, den Strom bes­ser dort­hin zu ver­tei­len, wo er aktu­ell gebraucht wird, da die­se Gerä­te sehr genaue Anga­ben SENDEN kön­nen, wo gera­de wie viel Strom genutzt wird.
    Was mich beun­ru­higt, ist dass Smart­me­ter ein hoch­fre­quen­tes Feld auf­bau­en, dass also künf­tig um jede Mess­stel­le her­um sein wird.
    Als tech­ni­scher Laie kann ich nicht abschät­zen, wel­che Aus­wir­kun­gen auf Men­schen und Tie­re so ein Feld hat.
    Gibt es dazu gesi­cher­te Anga­ben oder Untersuchungen?
    Mich wür­de das sehr interessieren,

    • Sinn der Smart­me­ter ist es nicht, dass der Kun­de sei­nen Strom­ver­brauch kon­trol­lie­ren kann, son­dern dass in zu erwar­ten­den Zei­ten knap­per Last-Res­sour­cen dem Kun­den bei Bedarf und Eng­pass der Strom aus der Fer­ne abge­schal­tet wer­den kann. Wenn der vola­ti­le Grün­strom erst die end­gül­ti­ge Netz­ho­heit errun­gen hat, wird es Zei­ten geben, da wird es eng für den Bür­ger, der selbst ent­schei­den will, ob und wann er Herd und Wasch­ma­schi­ne lau­fen lässt. Die Smart­me­ter sind der per­fek­te Ein­stieg in die ener­ge­ti­sche Über­wa­chungs­ge­sell­schaft. Und das bes­te dar­an: die Bür­ger wer­den auch noch gern dafür zah­len. Dass sich die Ein­füh­rung jetzt ver­zö­gert, liegt übri­gens dar­an, dass die Tei­le in punk­to Daten­si­cher­heit gegen Hacker­an­grif­fe nicht aus­rei­chend geschützt sind.

      • Dass die Regie­rung Angst vor bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Zustän­den bei zu erwar­ten­der Dun­kel­flau­te und folg­li­chem black­out hat, zeig­te sich als Die­Mi­se­re vor eini­ger Zeit eine 14 tägi­ge Bevor­ra­tung des Bür­gers durch sich selbst anmahn­te. Der wah­re Grund dafür wur­de selbst­ver­ständ­lich nicht genannt, zeigt aber, dass die genau wis­sen wel­ches Risi­ko besteht.
        Wohlan…

  8. Herr­lich, herr­lich, herrlich.
    Ich grüb­le, was man gegen sol­chen poli­ti­schen und vor allem sach­li­chen Blöd­sinn unter­neh­men könnte.
    Mei­ne demo­kra­ti­schen Mög­lich­kei­ten, (alle 4 Jah­re mal 4 Sekun­den ein Kreuz set­zen) rei­chen nie aus!!!
    Rebellion???

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