Nach dem denk­wür­di­gen Inter­view der frisch­ge­ba­cke­nen grünen Par­tei­che­fin Anna­lena Baer­bock mit dem DLF, bei dem sie in einem Halb­satz ver­kün­dete, die tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen der Ener­gie­wende seien gelöst, weil „das Netz der Spei­cher“ sei, muss es kör­be­weise Anfra­gen an die grüne Par­tei­zen­trale gegeben haben, wie ich aus gut unter­rich­te­ter Quelle weiß. Ich wun­derte mich aber schon, dass ich nach über einem Monat auf meine eMail-Anfrage, wie dies denn wohl gemeint gewesen sei, tat­säch­lich noch eine Antwort vom „Team Baer­bock“ erhielt. Diese möchte ich meinen Lesern natür­lich nicht vor­ent­hal­ten, auch wenn es sich nur um eine belang­lose Anein­an­der­rei­hung von Text­bau­stei­nen handelt, welche die grünen Pläne zur Ener­gie­wende um keinen Deut kon­kre­ter machen.

Sehr geehr­ter Herr Letsch, 
vielen Dank für Ihr Schrei­ben und Ihre Hin­weise zu Frau Baer­bocks Inter­view vom 21. Januar. Der Deutsch­land­funk hatte dieses Inter­view live gesen­det, anschlie­ßend auch ver­schrift­licht online gestellt. Bei diesem Gespräch ging es u.a. um die Themen Ener­gie­netze, Koh­le­aus­stieg und Kli­ma­po­li­tik der Groko. Leider blieb durch die eher knappe Antwort zum grö­ße­ren The­men­kom­plex Ener­gie­wende, Netze und Spei­cher im Detail offen, wie der Zusam­men­hang zwi­schen Ener­gie­er­zeu­gung, -nutzung und -spei­che­rung gemeint war. Um das nach­zu­rei­chen, finden Sie inzwi­schen einen Artikel auf Frau Baer­bocks Website, auf den wir Sie hier gerne hin­wei­sen http://​www​.anna​lena​-baer​bock​.de/​n​e​t​z​e​-​u​n​d​-​s​p​e​i​c​h​er/

Da meine ursprüng­li­che Frage, nämlich die nach der „Rech­nung“ jedoch nicht beant­wor­tet wurde, muss ich erneut um Klärung bitten. Hier meine Antwort im Wort­laut:

Liebes Team Baer­bock,
ich bin ein wenig ent­täuscht darüber, dass sie mich mit einer solchen nichts­sa­gen­den und aus­wei­chen­den Antwort abzu­spei­sen ver­su­chen. Sie hinken, was viel­leicht arche­ty­pisch für grün-ver­spon­nene Ideen zu sein scheint, dem all­ge­mei­nen Kennt­nis­stand weit hin­ter­her. Ihre Team­che­fin ver­öf­fent­lichte ihre nach­ge­scho­bene „Erklä­rung“ darüber, wie das mit den Netzen und dem Spei­cher „gemeint“ war, am 2.2.2018 – auf die wenigen nichts­sa­gen­den Zeilen dort ant­wor­tete ich am 6.2.2018 mit einem Artikel, in welchem ich nichts weniger tat, als Ihre Arbeit zu machen – ich hatte ver­sucht, die Behaup­tun­gen ihrer Chefin zu veri­fi­zie­ren, was gründ­lich miss­lang! Ich hatte sie ursprüng­lich gebeten, mir die „Rech­nun­gen“ vor­zu­le­gen, auf denen die Ener­gie­wen­de­pläne der Grünen basie­ren sollen und von denen im Inter­view so opti­mis­tisch die Rede war. Ich wollte nach­voll­zie­hen können, dass Frau Baer­bock vom Gegen­stand ihrer poli­ti­schen Heils­lehre, der Ener­gie­wende tat­säch­lich wenigs­tens einen Hauch Ahnung hat. Doch Frau Baer­bock ließ sich in der Stel­lung­nahme auf ihrer Web­seite, die sie mir in ihrer Antwort aus loh­nens­werte Lektüre emp­feh­len, nicht dazu herab, auch nur eine einzige Zahl zu nennen, sondern ver­suchte, durch die Ver­wen­dung schi­cker Ver­fah­rens­be­zeich­nun­gen wie „Power to Gas“ davon abzu­len­ken, dass sie alle, das „Team Baer­bock“, Frau Baer­bock selbst und wohl auch die gesamte grüne Partei leider keinen blassen Schim­mer davon haben, was sie da eigent­lich pro­pa­gie­ren!

Man ver­kauft den Men­schen die Decar­bo­ni­sie­rung und die Ener­gie­wende als einen tech­no­lo­gi­schen Mas­ter­plan, obwohl alle ins Feld geführ­ten Argu­mente einer detail­lier­ten Prüfung nicht stand­hal­ten. Das „Power to Gas“-Verfahren, welches Frau Baer­bock so groß­zü­gig wie unwis­send als Geheim­waffe für die Spei­che­rung von grüner Energie im deut­schen Erd­gas­netz nennt, ist auf­grund tech­no­lo­gi­scher und phy­si­ka­li­scher Gesetz­mä­ßig­kei­ten so abgrund­tief inef­fi­zi­ent, dass es gänz­lich unge­eig­net ist, die Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft zu sichern oder auch nur nen­nens­wert dazu bei­zu­tra­gen. Hätten sie meinen Artikel gelesen, oder, wenn sie meinen Berech­nun­gen nicht trauen und lieber einem aus­ge­wie­se­nen Exper­ten lau­schen, den Berech­nun­gen von Prof. Sinn ihre Auf­merk­sam­keit geschenkt hätten, dann wüssten sie, dass durch das Power-to-Gas-Ver­fah­ren der Strom viermal so teuer aus dem System ent­nom­men wird, wie er hin­ein­geht. Die Ener­gie­ef­fi­zi­enz von maximal 25% ist so grot­ten­schlecht, dass sie schon rein rech­ne­risch die Kapa­zi­tä­ten der „erneu­er­ba­ren Ener­gien“ sogar nach deren End­aus­bau­stufe noch um den Faktor vier ver­grö­ßern müssten, um die Ener­gie­ver­sor­gung auch nur theo­re­tisch sicher­zu­stel­len. Und bevor sie jetzt mit der Ausrede kommen, es handele sich doch immer um einen Mix an Maß­nah­men, Ener­gie­er­zeu­gern und Spei­cher­me­dien, muss ich ihnen leider mit­tei­len, dass diese Rech­nung mit KEINER EINZIGEN heute bekann­ten Tech­no­lo­gie zu ihren Gunsten ausgeht. Die tech­ni­sche Mach­bar­keit bleibt Null, ganz egal, wie oft sie diese Null mit anderen Zahlen mul­ti­pli­zie­ren. Das betrifft ins­be­son­dere die Über­brü­ckung der sai­so­na­len Ver­sor­gungs­lü­cke. Pump­spei­cher­kraft­werke, Puf­fer­bat­te­rien, Power-to-Gas, Druckluftspeicher…ganz gleich, in welcher Kom­bi­na­tion sie dies alles Zusam­men­schal­ten, es reicht nicht für eine gesi­cherte Ener­gie­ver­sor­gung – es sei denn, sie bezie­hen die Atom­kraft­werke unserer Nach­bar­län­der mit ins Kalkül. Eine Unter­stel­lung, die sie gern ent­kräf­ten dürfen, sofern sie dazu in der Lage sind.

Frau Baer­bocks „Erklä­rung“, die sie mir zur Lektüre emp­feh­len, ist keine. Sie befin­det sich zudem auf deren per­sön­li­chen Inter­net­seite, was ihr natür­lich jede Ver­bind­lich­keit nimmt. Mir wäre wichtig, dass sie endlich die kon­krete Berech­nung nach­lie­fert, von der sie bereits im DLF-Inter­view sprach, am besten über einen offi­zi­el­len Kanal ihrer Partei. Bis es soweit ist, muss ich leider auch wei­ter­hin die gesamte Ener­gie­po­li­tik der Grünen als ein Produkt von Träu­me­rei, Unkennt­nis, Lob­by­ein­fluss und Schar­la­ta­ne­rie betrach­ten.

Mit freund­li­chen Grüßen
Roger Letsch

PS: Hier eine kleine Auswahl meiner Artikel, die sich mit der von ihnen pro­pa­gier­ten Ener­gie­wende befas­sen. Viel­leicht lesen sie ja mal, was außer­halb ihrer Bubble so geschrie­ben wird – ich ver­spre­che Ihnen im Gegen­zug, auch wei­ter­hin auf­merk­sam zu lesen, was ihre Partei ver­öf­fent­licht.

20 Kommentare

  1. @Landvoigt
    Das Problem in unserer heu­ti­gen Zeit bei hys­te­ri­schen Anwand­lun­gen und ent­ste­hen­der Igno­ranz zur Wahrung einer feh­ler­haf­ten Ideo­lo­gie sind die direk­ten Aus­wir­kun­gen auf eine Infras­ruk­tur eines Staates, der nur des­we­gen einen so hohen Lebens­stan­dart ermög­licht, weil es Genera­tio­nen gebraucht hat, diese Struk­tur nach unseren letzen beiden Dik­ta­tu­ren auf­zu­bauen und zu erhal­ten.
    Diese Ver­sor­gung für unsere Zukunft wird geade ent­ge­gen dem Wähler mit Partei-Ent­schei­dun­gen a la KPDSU mit Koali­ti­ons­ver­trä­gen für die nächs­ten 4 Jahre irrever­si­bel an die Wand gefah­ren.
    Wir sind aber nicht die DDR, die sich beim Klas­sen­feind BRD anschlis­send aus­heu­len konnte, denn hinter uns gibt,s kein Sponsor mehr und bei den Russen und Amis haben wir ver­schis­sen (Dank SPDCDU/Merkel).
    Übri­gens eine Grie­chen­land bonus gibts nicht, weil wir schon von Kran­ken­häu­sern, DB, Mer­ce­des, Auto­bahn Fraport und wie das ver­mö­gen hiess, schon unser „Tafel­si­löber” ver­hö­kert haben.
    Wenn Dies so weit ist, wird unser Bil­dungs-, Gesund­heits-, Renten- und Sozi­al­sys­tem zusam­men­bre­chen und keine Hife möglich.
    Unser Staats­we­sen ist emfind­li­cher als wir wahr­ha­ben wollen.
    „Genies­sen wir die Krise, das Ende wird schreck­lich sein”

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    • Gerne möchten wir diese Schwarz­se­he­rei als Pes­si­miss­mus den Pro­phets of Doom zuwei­sen. Denn es geht uns zuge­ge­be­ner Weise schon ziem­lich lange ziem­lich gut. Aber wir sollten das gemein­same Inter­esse ver­fol­gen, dass es auch so gut bleibt. Und dazu bedarf es der Gründe.

      Bekannt­lich wirkt der 2. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik so, dass es eine Tendenz zum Zerfall gibt, wenn man nichts dagegen tut. Und das ist auch so bei Wirt­schaft und Gesell­schaft. Mir fehlen die erkenn­ba­ren Fak­to­ren in der Gesell­schaft, die sich wirksam dem Zerfall ent­ge­gen stellen. Das ver­hö­kerte Tafel­sil­ber gibt es wirk­lich. Kon­ser­va­tiv heißt, dass man das Erreichte nicht leicht­fer­tig Preis gibt. Pro­gres­siv meint, dass es über das Erreichte hinaus einen posi­ti­ven Fort­schritt gäbe.

      Aber Pro­gres­sive in diesem Sinne kann ich in der Gesell­schaft eher nicht finden. Viel­mehr müsste man den vor­herr­schen­den Öko-Trend eher regres­siv nennen.

  2. Das es sich bei Frau Baer­bock, den Grünen ins­ge­samt und allen anderen Ener­gie­wen­dern um gefähr­li­che Unwis­sende handelt, die die Infra­struk­tur, Wohl­stand und Kon­kur­renz­fä­hig­keit des Landes nach­hal­tig schä­di­gen wollen, ist selbst halb­ge­bil­de­ten, die über mar­gi­nale Fähig­kei­ten ver­fü­gen, sich selbst sach­kun­dig zu machen, glas­klar. Ich glaube zwar, dass es not­wen­dig ist, sich immer wieder gegen den Strom des Wahns zu stellen und auf­zu­klä­ren, selbst wenn das zuwei­len an eine Don Quxo­te­rie erin­nert. Aber ich frage hier, wieso das so vehe­ment doch von Leuten ver­tre­ten wird, die weder kom­plett ver­blö­det sind, noch dass man diesen eine sinistre Ver­schwö­rung unter­stel­len müsste.

    Es setzt mich aller­dings immer wieder in ungläu­bi­ges Erstau­nen, wie die besten Gegen­ar­gu­mente unge­hört und unbe­ant­wor­tet an der Phalanx der ver­blen­de­ten Lem­minge abprallt. Sie mar­schie­ren weiter. Im Beson­de­ren die Riege der Jour­na­lis­ten und angeb­li­chen ‚Fak­ten­fin­der’ ver­brei­ten stets den glei­chen Unsinn. Ich kann auch nicht glauben, dass eine neue Umwelt­mi­nis­te­rin den ver­häng­nis­vol­len Kurs kor­ri­giert. Aber mir fehlen die über­zeu­gen­den Erklä­run­gen für die all­seits durch­gän­gi­gen Beob­ach­tun­gen. Ich vermute, es handelt sich um ein selbsti­mu­ni­sie­ren­des Knäuel de Klima-Estab­lish­ments aus fol­gen­den Ele­men­ten:

    1. Gesin­nungs­ethik aka. Gut­men­schen­tum: Man will ja das Gute, und da ist es nicht mehr wichtig, dass man das schlechte schafft. Denn wenn die Inten­tion alleine einen heilig spricht, ficht das das Gewis­sen nicht mehr an.

    2. Ideo­lo­gie als Mas­sen­hys­te­rie – wer denn zutiefst über­zeugt ist, dass die Erd­er­wär­mung zur schlimms­ten Kata­stro­phe der Mensch­heit wird, wird jeden Akti­vis­mus, der hier­ge­gen vor­ge­hen will, unter­stüt­zen, egal ob die Ursache über­haupt korrekt ist und ob die Maß­nah­men sinn­voll sind.

    3. Lager­den­ken und Peer-Group Druck: Wenn ver­meint­li­che Wahr­hei­ten in der Peer­group erst recht fest ver­an­kert sind, führt eine Distan­zie­rung von diesem Credo zur Exkom­mu­ni­ka­tion und zwangs­läu­fig zur Zuord­nung zu den dämo­ni­schen Feinden. Wer will sich das denn antun?

    4. Geld: Mitt­ler­weile gibt es einige aus der Alar­mis­ten-Grün­denk-Ecke, die sich eine goldene Nase an dem Mega­trend ver­dient haben, zumin­dest lukra­tive Pöst­chen oder halb­wegs aus­kömm­li­che Jobs die Menge hängen daran. Ein Aus­sche­ren wäre, dass man den Ast absägt, auf den man sitzt. Oft wird das viel­leicht gar nicht bewusst reflek­tiert, denn das könnte ja zu sol­cher­art Zweifel führen, die man braucht wie Zahn­schmerz. Und auch ohne Reflek­tion der eigenen Motive kann man das Selbst­bild des mora­lisch über­le­ge­nen Men­schen auf­recht erhal­ten. Frei nach dem Motte, dem Fuchs, dem die Trauben zu hoch hängen, sind sie auch zu sauer.

    5. Macht: Der Mega­trend der Politik ist, sich einer rol­lende Woge nicht in den Weg stellen, sondern sie als Surfer nutzen, um eben den Erfolg der Kraft zu nutzen. Ganz gleich, ob es ein medi­en­ge­mach­ter Hype ist, oder ob es die Men­schen aus anderen Gründen umtreibt, ganz gleich, worum es geht: Setze dich an die Spitze der Bewe­gung und sauge daraus die Macht. Denn Demo­kra­tie heißt bekannt­lich nicht, dass die Ver­nunft regiert, sondern die Masse.

    Viel­leicht gibt es noch weitere Momente, die diesen absur­den Trend befeu­ert, oder andere Erklä­run­gen, wie es zustande kommt … aber ich hätte nichts dagegen, wenn Sie, Herr Letsch, diesen Beitrag redak­tio­nell bear­bei­ten oder erwei­tern und als Haupt­bei­trag in den Blog stellen würden. Dort könnte er besser dis­ku­tiert werden.

  3. Man hat den Ein­druck, die Grünen kennen nur den 4. Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik, welcher da lautet: Kaffee wird kalt, Bier dagegen warm! Viele Grüße aus einem der effi­zi­en­tes­ten Braun­koh­le­kraft­werke der Bana­nen­re­pu­blik, tschul­di­gung, Bun­des­re­pu­blik. Und seid mal alle froh, dass wir hier noch ordent­lich schaf­fen, wenn ich so nach draus­sen schaue, heute wird’s wohl nichts mehr mit PV und der Wind ist auch ziem­lich schwach.

  4. Ich hab hier noch mehr „Öl für,s Feuer”:
    jeder ver­dammt die Ver­stro­mung von Kohle, obwohl hier ein Faktor benutzt wird, der so gar nicht domi­nant ist.
    Ein Kraft­werk pro­du­ziert nämlich durch Filter und inter­nen Ver­brauch leid­glich ca. 36% „dre­cki­gen Strom”…jaja ist ja auch richtig.…aber?
    Kein Krit­zel­fritze hat jemals etwas darüber geschrie­ben, was mit den rest­li­chen 63% an „ver­jux­ter Energie” pas­siert.
    Es ist nämlich „dre­ckige Energie”, die dann als Abwärme den Stadt­haus­hal­ten in Form von „öko­lo­gi­scher Fern­wärme” ange­preist wird.
    Gilt übri­gens auch für Früh­beete die damit „vor­ge­wärmt” werden.
    Übri­gens hat Frau Baer­bock durch­aus recht, denn wenn Sie ein Kabel mit elek­tri­scher Span­nung belas­ten und schlag­ar­tig trennen, bleiben natür­lich in den beiden Drähten die Ladun­gen erhal­ten, weil das Kabel wie ein Kon­den­sa­tor wirkt.
    Crux: Bei offenen Über­land­lei­tun­gen und elek­tri­schen Schal­tern bzw. leis­tun­ges­be­ding­ten „Fun­ken­lö­schern” ist dies eine reine Theorie. Dann können Sie auch Strom aus 2 ver­schie­de­nen Metall­plat­ten bekom­men , die nur warm­ge­macht werden müssen (Ther­mo­ele­mente).
    ich nenne so was „gefähr­li­ches Halb­wis­sen”

  5. Auch wenn es bekannt ist. Die ener­gie­po­li­ti­schen Kennt­nisse der Frau Baer­bock sind mar­gi­nal ent­wi­ckelt und mit solchen Leuten ist jede Dis­kus­sion sinnlos. Man kann auch nicht mit einer Taube Schach spielen: «Mit dummen Men­schen zu strei­ten, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwer­fen, auf das Brett kacken und her­um­stol­zie­ren, als hätte sie gewon­nen.»

    • Ich bin auch nur ein Laie, der Angst vor der explo­die­ren­den Strom­rech­nung hat. Das Bild der Taube trifft aber so manchen Zeit­ge­nos­sen ins Mark.

      Schon erstaun­lich, dass die Grünen, die vor­geb­lich so beses­sen von einem ein­zi­gen Thema sind, dann doch nichts wirk­lich darüber wissen.

  6. Sehr geehr­ter Herr Lesch,
    gibt es eigent­lich Unter­su­chun­gen darüber welche Aus­wir­kung die bets­än­dige Ent­nahme von (Bewe­gungs-) Energie im zig­tau­send Mega-Watt Bereich aus der Atmo­sphäre hat? So ich das erken­nen kann und jetzt mach ich es mal wie die Kli­ma­hys­te­ri­ker, indem ich eine Kor­re­la­tion mit Kau­sa­li­tät gleich­setze, führen mehr Wind­kraft­an­la­gen zum Tem­per­an­stieg der Atmo­sphäre.
    Wohlan…

    • Soweit ich weiß, gibt es solche Unter­su­chun­gen nicht. Die Sonne schickt ja bekannt­lich keine Rech­nung – es sei denn, sie schickt ihre Energie durch das deut­sche EEG. Und btw. (und im Scherz): mein Name ist LeTsch – der Lesch arbei­tet für die andere Seite. 😉

    • […] welche Aus­wir­kung die bets­än­dige Ent­nahme von (Bewe­gungs-) Energie im zig­tau­send Mega-Watt Bereich aus der Atmo­sphäre hat?”

      Hmmm, inter­es­san­ter Aspekt. Selbst ohne Jon­glie­ren mit Kor­re­la­tio­nen und Kau­sa­li­tä­ten dürfte zwei­fels­frei fest­ste­hen, dass diese Energie-Ent­nahme einen nega­ti­ven Ein­fluss auf die Wind­in­ten­si­tät hat. Es dürfte auch nur schwer zu leugnen sein, dass dieser Effekt unmit­tel­bare Aus­wir­kun­gen auf die Frucht­bar­keit der Wind­be­stäu­ber zei­ti­gen wird, mit mög­li­cher­weise kata­stro­pha­len Folgen: Da zu dieser Pflan­zen­ka­te­go­rie mit den Süß­grä­sern, u.a. alle Getreide, die wich­tigs­ten Nah­rungs- und Fut­ter­pflan­zen gehören, …
      https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdbest%C3%A4ubung#Windbest%C3%A4ubung
      … dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wann die Ertrags­ein­bu­ßen bei wei­te­rem Ausbau der Wind­ener­gie-Anzap­fung zu ersten Hun­gers­nö­ten führen.
      Und schlim­mer noch: Da zu diesen Wind­be­stäu­bern gleich­zei­tig wich­tige Pflan­zen für die Bio-Energie-Gewin­nung zählen, könnte es sogar sein, dass diese Ein­bu­ßen die ganze gewon­nene Energie der Wind­rä­der wieder auf­fres­sen. Der wind­ener­ge­ti­sche Super-GAU. Kein Wunder, dass es dazu noch keine Studien gibt!
      (Aber viel­leicht hätten ja Land­wirte, deren Getrei­de­fel­der im Lee solcher Wind­parks ‚dahin­ve­ge­tie­ren’ müssen, Inter­esse daran, diese Ver­luste zu bezif­fern und die Betrei­ber auf Scha­den­er­satz zu ver­kla­gen? Hah!)

      Als posi­ti­ver Faktor der ver­min­der­ten Wind­in­ten­si­tät wäre allen­falls eine ver­rin­gerte Heu­schnup­fen-Inzi­denz denkbar.

      Und an alle Öko-Stromer die jetzt sagen: ‚Na gut, dann müssen wir uns halt auf die Pho­to­vol­taik kon­zen­trie­ren.’
      Das ist noch viel, viel übler: Auf das geklaute Son­nen­licht sind nicht nur die Wind­be­stäu­ber sondern so ziem­lich ALLE Pflan­zen ange­wie­sen. Jawoll!

  7. Ich muss zugeben, ich ver­stehe nicht allzu viel von „Spei­cher­net­zen” o.ä.
    Ich habe aber eine Bitte, die mit dem Thema zu tun hat.
    Wie viel­leicht der eine oder andere weiß, soll über kurz oder lang in JEDEM Haus­halt ein Smart­me­ter ein­ge­baut werden. Diese Geräte sind nicht kos­ten­los, sondern müssen bezahlt werden.
    Die Begrün­dung der Bun­des­re­gie­rung für die EINBAUPFLICHT von Smart­me­tern ist, dass Strom effi­zi­en­ter genutzt werde, weil der Strom­kunde jeder­zeit seinen Strom­ver­brauch über­prü­fen kann.
    Ich glaube, dass es nur einen gerin­gen, wenn nicht gar keinen Effekt auf den Strom­ver­brauch geben wird – aber das nur neben­bei.
    Zugleich wird gesagt, dass die Smart­me­ter­tech­nik dazu bei­trägt, den Strom besser dorthin zu ver­tei­len, wo er aktuell gebraucht wird, da diese Geräte sehr genaue Angaben SENDEN können, wo gerade wie viel Strom genutzt wird.
    Was mich beun­ru­higt, ist dass Smart­me­ter ein hoch­fre­quen­tes Feld auf­bauen, dass also künftig um jede Mess­stelle herum sein wird.
    Als tech­ni­scher Laie kann ich nicht abschät­zen, welche Aus­wir­kun­gen auf Men­schen und Tiere so ein Feld hat.
    Gibt es dazu gesi­cherte Angaben oder Unter­su­chun­gen?
    Mich würde das sehr inter­es­sie­ren,

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    • Sinn der Smart­me­ter ist es nicht, dass der Kunde seinen Strom­ver­brauch kon­trol­lie­ren kann, sondern dass in zu erwar­ten­den Zeiten knapper Last-Res­sour­cen dem Kunden bei Bedarf und Engpass der Strom aus der Ferne abge­schal­tet werden kann. Wenn der vola­tile Grün­strom erst die end­gül­tige Netz­ho­heit errun­gen hat, wird es Zeiten geben, da wird es eng für den Bürger, der selbst ent­schei­den will, ob und wann er Herd und Wasch­ma­schine laufen lässt. Die Smart­me­ter sind der per­fekte Ein­stieg in die ener­ge­ti­sche Über­wa­chungs­ge­sell­schaft. Und das beste daran: die Bürger werden auch noch gern dafür zahlen. Dass sich die Ein­füh­rung jetzt ver­zö­gert, liegt übri­gens daran, dass die Teile in punkto Daten­si­cher­heit gegen Hacker­an­griffe nicht aus­rei­chend geschützt sind.

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      • Dass die Regie­rung Angst vor bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Zustän­den bei zu erwar­ten­der Dun­kel­flaute und folg­li­chem black­out hat, zeigte sich als Die­Mi­sere vor einiger Zeit eine 14 tägige Bevor­ra­tung des Bürgers durch sich selbst anmahnte. Der wahre Grund dafür wurde selbst­ver­ständ­lich nicht genannt, zeigt aber, dass die genau wissen welches Risiko besteht.
        Wohlan…

  8. Herr­lich, herr­lich, herr­lich.
    Ich grüble, was man gegen solchen poli­ti­schen und vor allem sach­li­chen Blöd­sinn unter­neh­men könnte.
    Meine demo­kra­ti­schen Mög­lich­kei­ten, (alle 4 Jahre mal 4 Sekun­den ein Kreuz setzen) reichen nie aus!!!
    Rebel­lion???

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