abgrund100-_pd-1440399414404_v-z-a-par-a-lJa, ver­dammt, ich gestehe! Ich habe geschum­melt! In meinem Artikel habe ich Zahlen geschönt, Wir­kungs­grade gerun­det, Leis­tungs­ver­luste igno­riert und dass alles nur, um viel­leicht doch ein Ergeb­nis zu erhal­ten, das meine Kanz­le­rin (die immer­hin Phy­si­ke­rin ist) von der ener­gie­ge­wan­del­ten Zukunft erwar­tet. „Geschafft“ würde sie 2030 gern aus­ru­fen, wenn die Ener­gie­wende fast voll­endet ist und alles wie am Schnür­chen geklappt hat. Ich wollte doch nur helfen!

Ich hatte mit Absicht einen Aufruf in meinen ket­ze­ri­schen Artikel ein­ge­baut, um die Exper­ten aus Umwelt- und Wirt­schafts­mi­nis­te­rium oder viel­leicht sogar Jürgen Trittin oder Claudia Roth per­sön­lich dazu auf­zu­for­dern, mir meine frechen Rech­nun­gen um die Ohren zu hauen und mich wieder auf das öko­lo­gisch decar­bo­ni­sierte Gleis zu setzen. Denn wenn meine Regie­rung etwas beschließt, kann es doch nicht sein, dass ich in einer lai­en­haf­ten Rech­nung zu dem Ergeb­nis kommen kann, dass der Beschluss in die Kata­stro­phe führt – es muss ein Fehler in meiner Rech­nung sein! Aber alle Nach­rich­ten, die mich nach meinem Artikel erreich­ten (und es waren so einige), gingen in genau die­selbe Rich­tung – nur fiel in den Rech­nun­gen meiner Kom­men­ta­to­ren die Kata­stro­phe noch größer, schnel­ler und umfas­sen­der aus.

Meine Angaben des Wir­kungs­gra­des von E-Autos sei zu hoch, es gäbe noch nicht einmal belast­bare Studien zum Einsatz von E-LKW’s, der Wind würde nicht mal halb so zuver­läs­sig wehen, wie ich in meinen Berech­nun­gen ange­nom­men hatte und viele Bürger würden vor allem auch noch Energie zum Heizen ihrer Häuser benötigen…puh! Überall nur nega­ti­ven Schwin­gun­gen. Geht nicht, klappt nicht, können wir nicht…immer wieder diese „Kli­ma­l­eug­ner“ und „Alles-genau-Aus­rech­ner“ die so tun, als könne man nicht mal eben vom Dach eines Hoch­hau­ses sprin­gen und erwar­ten, gesund unten anzu­kom­men. Doch, das kann man machen! Unsere Bun­des­re­gie­rung ist 2011 gesprun­gen und sie ist der Meinung, dass der Sturz bis jetzt nach Plan ver­läuft. Und bis zur Landung ist noch so viel Zeit… bis dahin muss man eigent­lich nichts weiter tun, als fliegen zu lernen. Seit Douglas Adams „Per Anhal­ter durch die Galaxis” wissen wir, das man fliegt, wenn man beim fallen den Boden absicht­lich ver­fehlt – wie man sieht, liest die Bun­des­re­gie­rung wich­tige Werke der Welt­li­te­ra­tur!

Dabei hatte ich wirk­lich auf die Hilfe der Kli­ma­schutz-Elite gehofft. Ich meine, da erbli­cken ganze Par­teien, Minis­te­rien, Bun­des­re­gie­run­gen und UN-Orga­ni­sa­tio­nen den Kli­ma­wan­del und legen fest, dass der sich gefäl­ligst ver­pis­sen muss und dann lassen die mich hier in meinem Blog argu­men­ta­tiv einfach so im Stich, wenn ich der skep­ti­schen Welt zeigen will, dass es da einen Plan gibt! Den großen Plan, Sie wissen schon…Klimawandel, Erd­er­wär­mung, Eis­bä­ren, Tuvalu retten (schon wegen der Top­le­vel­do­main .tv), 2°-Ziel, Cumbaya! Aber niemand aus dem Elfen­bein­turm der kind­li­chen Kai­se­rin Angela meldete sich bei mir, niemand erläu­terte mir die Umbau-Pläne, zeigt mir die geplan­ten Ener­gie­spei­cher oder beru­higt mich mit den Worten „die Regie­rung passt auf dich auf, die werden schon wissen, was sie tun“. Und nicht nur ich wartete ver­geb­lich auf erleuch­te­ten Ener­gie­wende-Sach­ver­stand. In einem Inter­net­fo­rum für Elek­tro­au­tos wurde mein Artikel den Lesern „zum Fraß“ vor­ge­wor­fen. Man solle doch bitte „den“ oder besser noch „die Fehler“ finden…doch niemand wollte zubei­ßen und es fand bisher auch niemand „den Fehler“.

Als im Jahr 2000 die UMTS-Fre­quen­zen ver­stei­gert wurden, schwärm­ten ganze Heer­scha­ren von „Bera­tern“ durch das Land, um den Men­schen zu erklä­ren, wie toll die Welt mit UMTS sein wird. Nur zur Erin­ne­rung: UMTS ist ein heute ver­al­te­ter 3G-Mobil­funk-Stan­dard, nach dem heute, 16 Jahre später, kein Hahn mehr kräht. Und jetzt, wo es nicht nur um ein paar über­teu­erte Mobil­funk­fre­quen­zen geht, sondern um den kom­plet­ten Umbau unserer Gesell­schaft, gibt es solches Sen­dungs­be­wusst­sein nicht? Gibt es nichts zu erklä­ren? Ist allen Betei­lig­ten wirk­lich klar, in welche Rich­tung die Reise geht?

Stumme Hilferufe der Automobilindustrie

Ob ich denn etwas gegen Elek­tro­au­tos hätte, wurde ich nach meinem letzten Artikel auch gefragt. Nun, ich habe etwas gegen Grün­kohl und bin ehrlich froh, dass dessen Anbau nicht stärker sub­ven­tio­niert wird, als der anderen Gemüses. Elek­tro­au­tos sind für mich wie Grün­kohl – reine Geschmacks­sa­che. Und mal ehrlich: wir können doch froh sein, dass Grün­kohl noch nicht das einzige Gemüse ist, dessen Anbau und Verzehr in Deutsch­land zuläs­sig ist, oder? Ich bin ja eher der Spargel-Typ – aber sagen Sie das bitte nicht weiter!

Die Firma Tesla meldet gerade, dass sie mit dem Verkauf ihrer teuren Spiel­sa­chen erst­mals seit drei Jahren Gewinn gemacht hat. Dazu kann man Elon Musk nur gra­tu­lie­ren und jeder Tesla-Fahrer, der seinen Öko-Sport­wa­gen neben Hummer und Lam­bor­ghini in der Garage stehen hat, wird sich auch freuen. Gleich­zei­tig meldete die Firma Audi, aus der le Mans-Renn­se­rie aus­zu­stei­gen, in der man jah­re­lang so große Erfolge feierte. Als Begrün­dung gab Rupert Stadler, der Vor­stands­vor­sit­zende von Audi an „Das Rennen um die Zukunft tragen wir elek­trisch aus“. Das klang elek­trisch, elek­tri­sie­rend klang es nicht. Dabei kann der VW-Konzern eine Image-Ver­bes­se­rung in Sachen Umwelt ganz gut brau­chen, aber den Kunden deshalb gleich wich­ti­ges Iden­ti­fi­ka­ti­ons­po­ten­zial zu ent­zie­hen…? Kein „Vor­sprung durch Technik” mehr? Ist es Resi­gna­tion? Oder lief im Hin­ter­grund ein Deal, der VW vor Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen in Europa bewahrt, wenn man sich im Gegen­zug als Zug­pferd vor den Karren der Elek­tro­mo­bi­li­tät spannen lässt? Die rosigen Markt­aus­sich­ten können es kaum sein, spre­chen die sta­gnie­ren­den Zulas­sungs­zah­len für E-Autos in Deutsch­land trotz staat­li­cher För­der­mil­li­ar­den doch eine ein­deu­tige Sprache. Noch nie hat eine deut­sche Indus­trie frei­wil­lig einen Weg ein­ge­schla­gen, der ihr nicht unmit­tel­bar Vor­teile brachte. Die heilige Kuh namens „Share­hol­der Value“ ließ das nicht zu. Ver­mut­lich ist also wirk­lich Erpres­sung im Spiel – und der klamm­heim­li­che Umbau einer Markt- zu einer Plan­wirt­schaft.

Die lautere Wahrheit

15-windjahreJede Rech­nung, die ich mit von Exper­ten kor­ri­gier­ten Zahlen und rea­lis­ti­sche­ren Annah­men anstelle, kommt noch weit unter meinem eigenen, kata­stro­pha­len Ergeb­nis heraus. Ich möchte diesmal nicht zu sehr ins Detail gehen, deshalb nur die wich­tigs­ten Aspekte. Zunächst zum Wind, denn dort war ich wirk­lich beson­ders groß­zü­gig! Von 3000 Voll­last­stun­den pro Jahr ging ich aus, dabei kommt das lang­jäh­rige Mittel mit Mühe auf die Hälfte! Für Off­shore sieht es natür­lich etwas besser aus. Dann der Mate­ri­al­auf­wand, die Anlagen zu bauen. Um etwa 100.000 materialverbrauchAnlagen zu errich­ten, bräuchte es zwei Jah­res­pro­duk­tio­nen Kupfer, etwas mehr als eine halbe Jah­res­pro­duk­tion Stahl und eine Jah­res­pro­duk­tion Zement. Rechnet man dann zusam­men, wieviel CO2 allein bei der Pro­duk­tion und Errich­tung der Wind­an­la­gen erzeugt wird, schiebt man einen gewal­ti­gen Kli­ma­schul­den­berg vor sich her, der in keiner Berech­nung der Minis­te­rien vor­kommt. Dann ist da noch die Effi­zi­enz und das Problem, dass wir Strom nicht in aus­rei­chen­der Menge spei­chern können – und mit den vor­han­de­nen Spei­cher­ver­fah­ren so große Ener­gie­ver­luste haben, dass wir locker dreimal so viel Wind- oder Son­nen­kraft­werke bauen müssten, um diese Ver­luste aus­zu­glei­chen, als wir in meiner opti­mis­ti­schen Rech­nung sowieso schon auf­stel­len müssten. Die man­gelnde Effi­zi­enz bringt mich zu einer der größten Lüge der Ener­gie­wende.

Die Lüge von der veredelte Energie

Natür­lich kommt auch in den Stra­te­gie­pa­pie­ren des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums die zeit­lich unge­wisse Ver­füg­bar­keit der erneu­er­ba­ren Ener­gie­trä­ger Sonne und Wind vor. Deshalb mangelt es im Gesangs­buch der Kirche der unbe­fleck­ten Ener­gie­er­zeu­gung auch nicht an Kampf­be­grif­fen, die sug­ge­rie­ren sollen, dass es da schon etwas gäbe – man müsse es nur noch ein wenig ver­bes­sern, fest daran glauben und dann schnell mal eben so bauen. Zwei Begriffe stechen dabei hervor: Pump­spei­cher­kraft­werke und „Power to Gas“. Die Pump­spei­cher­kraft­werke sehen zunächst wie eine sinn­volle Maß­nahme aus, zumal der Ener­gie­ver­lust nur 20–30% beträgt. Aller­dings ist der Bau nur in ber­gi­gen Gegen­den möglich (Herr See­ho­fer, auf­ge­passt), weil man ein mög­lichst großes Gefälle braucht. Der Flä­chen­be­darf ist zudem so riesig, dass man mehrere solcher Anlagen von der Fläche des Boden­sees bräuchte, um den Ener­gie­be­darf Deutsch­lands für mehrere wind­freie Tage zu decken. Nicht durch­setz­bar.

Das hipp klin­gende „Power to Gas“ ist eine noch ver­rück­tere Sache. Kurz gesagt spaltet man dabei mit dem über­schüs­si­gen Strom aus der Wind­kraft Wasser in Sauer­stoff und Was­ser­stoff und erzeugt dann mit­hilfe von CO2 Methan, das man ent­we­der in das ganz normale Stadt­gas­netz ein­spei­sen kann, oder an Ort und Stelle spei­chert und mittels Gas­tur­bine wieder zu Strom ver­ar­bei­tet, wenn es nötig ist. Der Prozess ist aller­dings so ener­gie­auf­wen­dig, dass etwa 75% der ein­ge­setz­ten Energie ver­lo­ren geht! Derzeit kostet eine kWh auf diese Weise erzeug­ten Stroms EINEN EURO! Im großen Maßstab also auch nicht durch­setz­bar, das direkte Ver­bren­nen von Geld wäre sicher effek­ti­ver!

Inter­es­san­ter­weise spricht man bei beiden Spei­cher­va­ri­an­ten euphe­mis­tisch von „Strom­ver­ede­lung“, ganz so, als würde hier aus schnö­dem Strom etwas Bes­se­res, Rei­ne­res gemacht. Dabei ist das Gegen­teil der Fall. Jeder Phy­sik­stu­dent im Erst­se­mes­ter kann Ener­gie­for­men so ein­ord­nen, dass eine logi­sche Rang­folge der Mög­lich­kei­ten ent­steht, die Energie für Arbeit zu ver­wen­den. Am unteren Ende logiert unum­strit­ten die Wär­me­en­er­gie. Denn sie ist unge­rich­tet und chao­tisch. Deut­lich weiter oben in der Rang­folge haben wir die elek­tri­sche Energie. Gerich­tet, viel­sei­tig ein­setz­bar, geord­net. Von „Ver­ed­lung“ kann man spre­chen, wenn man aus che­mi­scher Energie (Gas) durch Ver­bren­nung (Gas­tur­bine) kine­ti­sche Energie macht (Antriebs­welle) und diese in elek­tri­sche Energie (Gene­ra­tor) ver­wan­delt. Der Wir­kungs­grad der Pro­zesse nimmt dabei zu. Wenn man aber wie bei „Power to Gas“ elek­tri­sche Energie dafür ver­wen­det, che­mi­sche Energie zu erzeu­gen, nur um diese dann wieder in Wärme umzu­wan­deln, die man dann wieder zu elek­tri­scher Energie macht, kann man wohl kaum von „Ver­ede­lung“ spre­chen – Ener­gie­ver­nich­tung trifft es eher (auch wenn das laut Ener­gie­er­hal­tungs­satz natür­lich unkor­rekt ist). Mit Hilfe von Elek­tri­zi­tät Wärme zu erzeu­gen ist denn auch die denkbar dümmste Art, Strom zu ver­wen­den. Das kann auf der Kos­ten­seite jeder bestä­ti­gen, der im Winter elek­trisch heizen muss – oder der Fahrer eines E-Autos, der es auch im Winter schön warm haben möchte in seinem Fahr­zeug und dafür mit Reich­weite bezahlt.

Ein wei­te­res Argu­ment gegen meine Rech­nung könnte sein, dass ich mich hier bei­spiel­haft auf die Wind­ener­gie kapri­ziert habe, es aber noch so viele andere Mög­lich­kei­ten gibt, Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gie­trä­gern zu erzeu­gen. Man könnte die­selbe Rech­nung aber mit jedem anderen erneu­er­ba­ren Ener­gie­trä­ger glei­cher­ma­ßen anstel­len, es käme nichts Anderes als Murks dabei heraus. Das bedeu­tet aber, dass auch jeder denk­bare Mix aus Sonne, Wind, Wasser und Bio­masse eben­falls nicht funk­tio­nie­ren kann. Murks mal Murks plus Murks ist Murks!

Klimawandel – die neue, universelle Kirche für Christen und Atheisten

Vom 7.–18. Novem­ber dieses Jahres kommen sie wieder alle zusam­men, die Kir­chen­fürs­ten der Kli­ma­re­li­gion, um sich dieses Mal in Mar­ra­kesch zu ihrem jähr­li­chen Konzil zu treffen. Tau­sende Kle­ri­ker, Jünger und Bediens­tete aus aller Herren Länder werden auf ihrem Weg dorthin mit Busi­ness-Class-Jets aber­tau­sende Tonnen CO2 in die Luft blasen, um in ange­neh­mer Umge­bung unter Gleich­ge­sinn­ten zu sein, zu schlauen Reden zustim­mend zu nicken und Pläne für das Leben nach dem Tod jen­seits der Kli­ma­er­wär­mung zu schmie­den. Und weil eine gute Reli­gion ohne Ablass­han­del nicht funk­tio­niert, bietet die Kirche auf der Web­seite der COP22 auch gleich ein Tool an, mit dem man ermit­teln kann, wieviel man in welche Pro­jekte inves­tie­ren soll, um diese Menge CO2 wieder abzu­gel­ten. Bei meh­re­ren tausend Tonnen CO2 für eine Dele­ga­tion mit langer Anreise wie z. B. aus Kanada, kommt schon eine Menge sünd­haf­tes Reisen zusam­men! Emp­feh­lun­gen und Abso­lu­tio­nen gibt’s dann per Mail, wer sich also regis­trie­ren möchte…aber Vor­sicht! Mit ein paar „Ave-Maria” schaf­fen Sie Ihre Sünden nicht aus der Welt!

Zum festen Bestand­teil dieses Klima-Wan­der­zir­kus gehören übri­gens jede Menge soge­nann­ter „Jour­na­lis­ten“, die, ent­spre­chend ihrer Berufs­ethik, „unvor­ein­ge­nom­men und neutral” von den Vor­gän­gen und Beschlüs­sen berich­ten. Aller­dings werden nur Jour­na­lis­ten zur Hof­be­richt­erstat­tung akkre­di­tiert, wenn sie „hilf­reich“ sind. Hilf­reich, werden Sie sich fragen? Seit wann ist es die Aufgabe eines Jour­na­lis­ten, „hilf­reich“ zu sein? Und wer legt fest, ob jemand oder etwas hilf­reich ist? Im deut­schen Lite­ra­tur­be­trieb wäre die Antwort klar, dort legt die Kanz­le­rin fest, was hilf­reich und welches Buch von Thilo Sar­ra­zin es nicht ist. Aber wie ist das bei einer UN-Orga­ni­sa­tion wie der UNFCCC, der United Nations Frame­work Con­ven­tion on Climate Change? Dort darf der Spre­cher dieser UN-Orga­ni­sa­tion, Nick Nuttall, fest­le­gen, welche Jour­na­lis­ten es einfach nicht wert sind, von einem hei­li­gen Ereig­nis wie dem Kli­ma­kir­chen­kon­zil zu berich­ten, wenn sie wie die Mit­ar­bei­ter von Rebel Media nicht zu den Gläu­bi­gen gehören. Kri­ti­sche Bericht­erstat­tung? Zen­siert! Welche Art Jour­na­lis­ten den Beschlüs­sen der UNFCC andäch­tig und unvor­ein­ge­nom­men lau­schen dürfen, zeigt dieser kleine Video­aus­schnitt, der die Sekun­den nach der Ver­kün­dung der Beschlüsse der 21. Kli­ma­kon­fe­renz im Jahr 2015 in Paris ein­fängt. Zu sehen ist nicht die Zuschau­er­tri­büne, sondern der Pres­se­raum! (Das ganze Video, zu dieser dreis­ten UN-Zensur hier)

Was man dem Unbe­wuss­ten als wahr über­mit­telt, wird wahr.“ (viel­leicht der eine, unbe­streit­bar klare Gedanke des Joseph Murphy. Phi­lo­soph, Hob­byp­sy­cho­loge, Spinner und nicht der Ent­de­cker von Murphys Law)

Hilfreich sei der Mensch, ökologisch und gut

Die gute Absicht, nichts weniger als die Welt zu retten liegt wie eine kara­mel­li­sierte Zucker­kruste auf einer Creme Brulee über den Hand­lun­gen der Kli­ma­ret­ter. Doch sie bekommt langsam Risse und weicht hier und da bereits auf. Dar­un­ter kommt die schau­mig auf­ge­schla­gene Sub­stanz zu Tage. Und jede Menge Pein­lich­kei­ten, wie zum Bei­spiel ein Video aus dem Jahr 2014, in dem aus­ge­rech­net der Klima-Ober­zen­sor der UN, Nick Nuttall mit Musik und nicht weniger pein­li­cher deut­scher Beglei­tung das Welt­klima retten wollte. Falls Sie das Video sehen und sich fragen, ob das ein Scherz sein soll…ist es nicht!

Das Welt­klima ist ein dank­ba­rer Gegner, gegen den man im Kampf nur gewin­nen kann. Denn wenn im Jahr 2050 die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur um 4° statt nur um 2° gestie­gen sein wird, werden die Kli­ma­ret­ter voller Stolz ver­kün­den, dass es nur dank ihrer uner­müd­li­chen Kon­fe­ren­zen nicht 5° gewor­den sind. Es ist voll­kom­men egal, in welche Rich­tung sich das Erd­klima ent­wi­ckelt, die Kli­ma­schüt­zer sehen sich auf dem rich­ti­gen Weg. Ich frage mich aller­dings, was wohl pas­sie­ren würde, wenn die Klima-Auguren plötz­lich eine Abküh­lung des Klimas von drei Grad vor­her­se­hen würden und eine Eiszeit Kanada, Nor­we­gen und Russ­land bedrohte? Würden wir noch heute die Filter aus den Kraft­werks­schlo­ten ent­fer­nen, Min­dest­quo­ten für CO2-Ausstoß für jeden Bürger fest­le­gen, eine Son­der­steuer auf Emis­si­ons­freie Elek­tro­au­tos erheben und das Fahr­rad­fah­ren ver­bie­ten? Eine Eiszeit ist laut 100.000-Jahre-Zyklus schließ­lich längst über­fäl­lig, was wäre also, wenn Kanada, Nor­we­gen und Russ­land ihr Über­le­ben nur der Tat­sa­che ver­dan­ken, dass der CO2-Ausstoß unge­bremst wei­ter­geht? Man wird ja mal fragen dürfen…

Manche Medien, beson­ders die unab­hän­gi­gen wie Rebel Media, wagen es immer häu­fi­ger, die auf­ge­regte Kli­ma­wan­del- und Ener­gie­wend­e­de­batte kri­tisch zu hin­ter­fra­gen. Und Skepsis ist ange­bracht, wie eigent­lich bei jedem Thema, das dem Bürger als „alter­na­tiv­los” ver­kauft wird. Wenn wir Denk­ver­bote zulas­sen und uns an Zensur gewöh­nen, wie die UN sie in der Kli­ma­de­batte ausübt, besteht die große Gefahr, dass Irrwege nicht recht­zei­tig erkannt werden, weil alle Beob­ach­ter wie die Lem­minge einem Dogma hin­ter­her­lau­fen – auf einem Weg, der in den Abgrund führt. Und der Fall in Rich­tung „Boden der Tat­sa­chen“ ist leider nicht lang genug, als dass die Evo­lu­tion uns die nötigen Flügel wachsen lassen könnte.

Wenn die Lichter erst aus­ge­gan­gen sind, ist es zu spät. Dann sitzen wir dau­er­haft im Dunkeln.

Die pas­sende Stim­mung zum Text und zur Ener­gie­wende:
Amy Wine­house, Back to Black

Auch erschie­nen auf achgut​.com

7 Kommentare

  1. Moment! Murks mal Murks ist Murks zum Quadrat! ;-D

    na aber mal ehrlich (habe ich so ähnlich aus einer Antwort aus einem Forum, in dem es um die Lebens­weise der digi­ta­len Nomaden geht), „dafür, dass ich einmal im Winter in den Süden fliege, spare ich ja die Heiz­kos­ten im kalten Norden” – Fazit: ver­frachte mal alle Deut­schen (und Ösis und Schwei­zer und­so­wei­ter.….…) im Winter in den Süden, damit hier Heiz­kos­ten, und damit CO2 .…das Sze­na­rio möchte sich bitte jeder selbst wei­ter­spin­nen

  2. Zu CO2 und Roh­stof­fen: http://​www​.science​-skep​ti​cal​.de/​b​l​o​g​/​v​i​e​r​-​k​o​s​t​b​a​r​k​e​i​t​e​n​-​u​n​d​-​e​i​n​-​t​o​d​e​s​f​a​l​l​/​0​0​4​0​02/
    Die „400-Giga­ton­nen-Welt“ besteht damit nicht nur aus Wind­rä­dern und Solar­zel­len. Sie müßte auch eine Welt sein, die ohne Stahl und Zement, ohne Keramik und Glas aus­kommt. Grund­stoffe, die doch so drin­gend benö­tigt werden, um bei­spiels­weise all die erfor­der­li­chen Wind­müh­len auf­zu­bauen. Alter­na­tiv müssten neue Her­stel­lungs­ver­fah­ren ohne die Nutzung fos­si­ler Ener­gie­trä­ger für alle vier Bei­spiele ent­wi­ckelt werden. Ange­sichts der langen Inven­ti­ons­zy­klen ist dies eine Aufgabe, die nicht einfach durch mehr Geld gelöst werden kann. Ange­sichts vor allem der erfor­der­li­chen Pro­zeß­wärme und der erfor­der­li­chen che­mi­schen Abläufe in der Pro­duk­tion scheint dies sogar eine unlös­bare Aufgabe. Es ist jeden­falls keine Alter­na­tive im Labor­maß­stab erkenn­bar, die ähnlich wie die Mikro­chips in nur vierzig Jahren nicht nur die Markt­reife, sondern auch die umfas­sende Markt­dif­fu­sion errei­chen könnte.

  3. Bitte beach­ten Sie doch auch die Vor­teile der Elek­tro­mo­bi­li­tät zwecks Sttom­spei­che­rung. Es gibt z. B. ein Patent für Gigan­ten­wachs­tum in der Fisch­zucht mittels elek­tro­ma­gne­ti­scher Felder (vgl. auch „Der Urzeit­code”). Aus nicht nach­voll­zieh­ba­ren Gründen wird daher für Schwan­gere vom Gebrauch von Magnet­mat­ten abge­ra­ten. Aber stellen Sie sich die Vor­teile der elek­tro­ma­gne­ti­schen Felder vor und lassen Sie sich nichts plump von „Elek­tro­smog” erzäh­len:
    Schwan­gere Elek­tro­mo­bi­lis­tin­nen könnten Gigan­ten­nach­wuchs zur Welt bringen! Die Eigen­scb­aft wüfde sich sogar in den fol­gen­den Genera­tio­nen ver­er­ben! Green­peace Deutsch­land könnte mit einer Armee von Hulks den Kampf gegen die Lieb­lo­sig­keit mit der Natur antre­ten, welche Hitlers feuch­teste Rasse-Träume weit in den Schat­ten stellen würde! Die Fort­schritts­ver­wei­ge­rer könnten immer­hin Fahrrad fahren und wären damit auch gesün­der. Also ich sehe nur Vor­teile durch die die Iro­nie­brille.

  4. Ein biss­chen schade ist es schon …
    … ich hatte mir nach dem ersten Artikel ziem­lich Mühe gegeben, das Ganze voll­kom­men für Pho­to­vol­taik durch­zu­rech­nen, abge­schickt, eine Meldung erhal­ten es würde mode­riert werden.
    Am Schluss war es weg, nicht frei­ge­ge­ben (warum eigent­lich??) und den Text habe ich auch nicht mehr.

    Ein biss­chen schade ist es schon, dass offen­bar alles Zusam­men­ge­tra­gene nicht an einer Stelle gesam­melt und zur Ver­fü­gung gestellt wird – oder werden sollte. Warum eigent­lich nicht? Es wäre eine gute Quelle für alle Leser die zukünf­tig gute Argu­mente gebrau­chen können für diese und ähn­li­che Dis­kus­sio­nen.

  5. Die Effek­ti­vi­tät von Pump­spei­cher­werke wird zwar mit 69 – 80 % ange­ge­ben, aber das betrifft nur die Strom­erzeu­gung (= Was­ser­kraft­werk). Die not­wen­dige Strom­leis­tung zum Wasser hoch­pum­pen ist dabei nicht ent­hal­ten!
    Man muss daher von einem durch­schnitt­li­chen Wir­kungs­grad von ca. 60 % aus­ge­hen (früher 65 %).

    Power to Gas umfasst zwei Vari­an­ten:
    1) Strom zu Was­ser­stoff. Der gesamte Wir­kungs­grad beträgt ca. 40 – 45 %. Da aber nur maximal 5 % des Erd­gas­lei­tungs­net­zes aus Was­ser­stoff bestehen darf (bei 10 % gehen unsere Hei­zun­gen aus), kommen wir zu Punkt 2.
    2) Strom zu Was­ser­stoff zu Methan. Der Wir­kungs­grad beträgt nur noch 30 – 35 %, kann aber not­wen­dig sein, wenn zuviel Was­ser­stoff in das Erd­gas­netz gelei­tet wird. Es ist aber noch unge­klärt, woher das CO² kommen soll.

    Im Frank­fur­ter Westend steht ein Con­tai­ner für Power to Gas.
    Am Kochel­see in Bayern wird derzeit an einer Vari­ante von Pump­spei­cher­kraft­werke gebaut. Dabei wird ein Loch in den Fels gesägt und ein Kolben sorgt für den nötigen Druck:
    http://​www​.energy​-mag​.com/​p​r​i​n​z​i​p​-​k​o​l​b​e​n​m​o​t​o​r​-​p​u​m​p​s​p​e​i​c​h​e​r​k​r​a​f​t​w​e​r​k​-​f​u​e​r​-​b​a​y​e​rn/
    Das ist aber nur eine Ver­suchs­an­lage, die noch nicht ren­ta­bel ist.
    Eine weitere Vari­ante wäre fol­gen­des:
    http://​eduard​-heindl​.de/​e​n​e​r​g​y​-​s​t​o​r​a​g​e​/​E​n​e​r​g​i​e​s​p​e​i​c​h​e​r​-​E​r​n​e​u​e​r​b​a​r​e​.​h​tml

Comments are closed.