abgrund100-_pd-1440399414404_v-z-a-par-a-lJa, ver­dammt, ich geste­he! Ich habe geschum­melt! In mei­nem Arti­kel habe ich Zah­len geschönt, Wir­kungs­gra­de gerun­det, Leis­tungs­ver­lus­te igno­riert und dass alles nur, um viel­leicht doch ein Ergeb­nis zu erhal­ten, das mei­ne Kanz­le­rin (die immer­hin Phy­si­ke­rin ist) von der ener­gie­ge­wan­del­ten Zukunft erwar­tet. „Geschafft“ wür­de sie 2030 gern aus­ru­fen, wenn die Ener­gie­wen­de fast voll­endet ist und alles wie am Schnür­chen geklappt hat. Ich woll­te doch nur helfen!

Ich hat­te mit Absicht einen Auf­ruf in mei­nen ket­ze­ri­schen Arti­kel ein­ge­baut, um die Exper­ten aus Umwelt- und Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um oder viel­leicht sogar Jür­gen Trit­tin oder Clau­dia Roth per­sön­lich dazu auf­zu­for­dern, mir mei­ne fre­chen Rech­nun­gen um die Ohren zu hau­en und mich wie­der auf das öko­lo­gisch decar­bo­ni­sier­te Gleis zu set­zen. Denn wenn mei­ne Regie­rung etwas beschließt, kann es doch nicht sein, dass ich in einer lai­en­haf­ten Rech­nung zu dem Ergeb­nis kom­men kann, dass der Beschluss in die Kata­stro­phe führt – es muss ein Feh­ler in mei­ner Rech­nung sein! Aber alle Nach­rich­ten, die mich nach mei­nem Arti­kel erreich­ten (und es waren so eini­ge), gin­gen in genau die­sel­be Rich­tung – nur fiel in den Rech­nun­gen mei­ner Kom­men­ta­to­ren die Kata­stro­phe noch grö­ßer, schnel­ler und umfas­sen­der aus.

Mei­ne Anga­ben des Wir­kungs­gra­des von E‑Autos sei zu hoch, es gäbe noch nicht ein­mal belast­ba­re Stu­di­en zum Ein­satz von E‑LKW’s, der Wind wür­de nicht mal halb so zuver­läs­sig wehen, wie ich in mei­nen Berech­nun­gen ange­nom­men hat­te und vie­le Bür­ger wür­den vor allem auch noch Ener­gie zum Hei­zen ihrer Häu­ser benötigen…puh! Über­all nur nega­ti­ven Schwin­gun­gen. Geht nicht, klappt nicht, kön­nen wir nicht…immer wie­der die­se „Kli­ma­l­eug­ner“ und „Alles-genau-Aus­rech­ner“ die so tun, als kön­ne man nicht mal eben vom Dach eines Hoch­hau­ses sprin­gen und erwar­ten, gesund unten anzu­kom­men. Doch, das kann man machen! Unse­re Bun­des­re­gie­rung ist 2011 gesprun­gen und sie ist der Mei­nung, dass der Sturz bis jetzt nach Plan ver­läuft. Und bis zur Lan­dung ist noch so viel Zeit… bis dahin muss man eigent­lich nichts wei­ter tun, als flie­gen zu ler­nen. Seit Dou­glas Adams „Per Anhal­ter durch die Gala­xis” wis­sen wir, das man fliegt, wenn man beim fal­len den Boden absicht­lich ver­fehlt – wie man sieht, liest die Bun­des­re­gie­rung wich­ti­ge Wer­ke der Weltliteratur!

Dabei hat­te ich wirk­lich auf die Hil­fe der Kli­ma­schutz-Eli­te gehofft. Ich mei­ne, da erbli­cken gan­ze Par­tei­en, Minis­te­ri­en, Bun­des­re­gie­run­gen und UN-Orga­ni­sa­tio­nen den Kli­ma­wan­del und legen fest, dass der sich gefäl­ligst ver­pis­sen muss und dann las­sen die mich hier in mei­nem Blog argu­men­ta­tiv ein­fach so im Stich, wenn ich der skep­ti­schen Welt zei­gen will, dass es da einen Plan gibt! Den gro­ßen Plan, Sie wis­sen schon…Klimawandel, Erd­er­wär­mung, Eis­bä­ren, Tuva­lu ret­ten (schon wegen der Top­le­vel­do­main .tv), 2°-Ziel, Cum­ba­ya! Aber nie­mand aus dem Elfen­bein­turm der kind­li­chen Kai­se­rin Ange­la mel­de­te sich bei mir, nie­mand erläu­ter­te mir die Umbau-Plä­ne, zeigt mir die geplan­ten Ener­gie­spei­cher oder beru­higt mich mit den Wor­ten „die Regie­rung passt auf dich auf, die wer­den schon wis­sen, was sie tun“. Und nicht nur ich war­te­te ver­geb­lich auf erleuch­te­ten Ener­gie­wen­de-Sach­ver­stand. In einem Inter­net­fo­rum für Elek­tro­au­tos wur­de mein Arti­kel den Lesern „zum Fraß“ vor­ge­wor­fen. Man sol­le doch bit­te „den“ oder bes­ser noch „die Feh­ler“ finden…doch nie­mand woll­te zubei­ßen und es fand bis­her auch nie­mand „den Fehler“.

Als im Jahr 2000 die UMTS-Fre­quen­zen ver­stei­gert wur­den, schwärm­ten gan­ze Heer­scha­ren von „Bera­tern“ durch das Land, um den Men­schen zu erklä­ren, wie toll die Welt mit UMTS sein wird. Nur zur Erin­ne­rung: UMTS ist ein heu­te ver­al­te­ter 3G-Mobil­funk-Stan­dard, nach dem heu­te, 16 Jah­re spä­ter, kein Hahn mehr kräht. Und jetzt, wo es nicht nur um ein paar über­teu­er­te Mobil­funk­fre­quen­zen geht, son­dern um den kom­plet­ten Umbau unse­rer Gesell­schaft, gibt es sol­ches Sen­dungs­be­wusst­sein nicht? Gibt es nichts zu erklä­ren? Ist allen Betei­lig­ten wirk­lich klar, in wel­che Rich­tung die Rei­se geht?

Stumme Hilferufe der Automobilindustrie

Ob ich denn etwas gegen Elek­tro­au­tos hät­te, wur­de ich nach mei­nem letz­ten Arti­kel auch gefragt. Nun, ich habe etwas gegen Grün­kohl und bin ehr­lich froh, dass des­sen Anbau nicht stär­ker sub­ven­tio­niert wird, als der ande­ren Gemü­ses. Elek­tro­au­tos sind für mich wie Grün­kohl – rei­ne Geschmacks­sa­che. Und mal ehr­lich: wir kön­nen doch froh sein, dass Grün­kohl noch nicht das ein­zi­ge Gemü­se ist, des­sen Anbau und Ver­zehr in Deutsch­land zuläs­sig ist, oder? Ich bin ja eher der Spar­gel-Typ – aber sagen Sie das bit­te nicht weiter!

Die Fir­ma Tes­la mel­det gera­de, dass sie mit dem Ver­kauf ihrer teu­ren Spiel­sa­chen erst­mals seit drei Jah­ren Gewinn gemacht hat. Dazu kann man Elon Musk nur gra­tu­lie­ren und jeder Tes­la-Fah­rer, der sei­nen Öko-Sport­wa­gen neben Hum­mer und Lam­bor­ghi­ni in der Gara­ge ste­hen hat, wird sich auch freu­en. Gleich­zei­tig mel­de­te die Fir­ma Audi, aus der le Mans-Renn­se­rie aus­zu­stei­gen, in der man jah­re­lang so gro­ße Erfol­ge fei­er­te. Als Begrün­dung gab Rupert Stad­ler, der Vor­stands­vor­sit­zen­de von Audi an „Das Ren­nen um die Zukunft tra­gen wir elek­trisch aus“. Das klang elek­trisch, elek­tri­sie­rend klang es nicht. Dabei kann der VW-Kon­zern eine Image-Ver­bes­se­rung in Sachen Umwelt ganz gut brau­chen, aber den Kun­den des­halb gleich wich­ti­ges Iden­ti­fi­ka­ti­ons­po­ten­zi­al zu ent­zie­hen…? Kein „Vor­sprung durch Tech­nik” mehr? Ist es Resi­gna­ti­on? Oder lief im Hin­ter­grund ein Deal, der VW vor Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen in Euro­pa bewahrt, wenn man sich im Gegen­zug als Zug­pferd vor den Kar­ren der Elek­tro­mo­bi­li­tät span­nen lässt? Die rosi­gen Markt­aus­sich­ten kön­nen es kaum sein, spre­chen die sta­gnie­ren­den Zulas­sungs­zah­len für E‑Autos in Deutsch­land trotz staat­li­cher För­der­mil­li­ar­den doch eine ein­deu­ti­ge Spra­che. Noch nie hat eine deut­sche Indus­trie frei­wil­lig einen Weg ein­ge­schla­gen, der ihr nicht unmit­tel­bar Vor­tei­le brach­te. Die hei­li­ge Kuh namens „Share­hol­der Value“ ließ das nicht zu. Ver­mut­lich ist also wirk­lich Erpres­sung im Spiel – und der klamm­heim­li­che Umbau einer Markt- zu einer Planwirtschaft.

Die lautere Wahrheit

15-windjahreJede Rech­nung, die ich mit von Exper­ten kor­ri­gier­ten Zah­len und rea­lis­ti­sche­ren Annah­men anstel­le, kommt noch weit unter mei­nem eige­nen, kata­stro­pha­len Ergeb­nis her­aus. Ich möch­te dies­mal nicht zu sehr ins Detail gehen, des­halb nur die wich­tigs­ten Aspek­te. Zunächst zum Wind, denn dort war ich wirk­lich beson­ders groß­zü­gig! Von 3000 Voll­last­stun­den pro Jahr ging ich aus, dabei kommt das lang­jäh­ri­ge Mit­tel mit Mühe auf die Hälf­te! Für Off­shore sieht es natür­lich etwas bes­ser aus. Dann der Mate­ri­al­auf­wand, die Anla­gen zu bau­en. Um etwa 100.000 materialverbrauchAnla­gen zu errich­ten, bräuch­te es zwei Jah­res­pro­duk­tio­nen Kup­fer, etwas mehr als eine hal­be Jah­res­pro­duk­ti­on Stahl und eine Jah­res­pro­duk­ti­on Zement. Rech­net man dann zusam­men, wie­viel CO2 allein bei der Pro­duk­ti­on und Errich­tung der Wind­an­la­gen erzeugt wird, schiebt man einen gewal­ti­gen Kli­ma­schul­den­berg vor sich her, der in kei­ner Berech­nung der Minis­te­ri­en vor­kommt. Dann ist da noch die Effi­zi­enz und das Pro­blem, dass wir Strom nicht in aus­rei­chen­der Men­ge spei­chern kön­nen – und mit den vor­han­de­nen Spei­cher­ver­fah­ren so gro­ße Ener­gie­ver­lus­te haben, dass wir locker drei­mal so viel Wind- oder Son­nen­kraft­wer­ke bau­en müss­ten, um die­se Ver­lus­te aus­zu­glei­chen, als wir in mei­ner opti­mis­ti­schen Rech­nung sowie­so schon auf­stel­len müss­ten. Die man­geln­de Effi­zi­enz bringt mich zu einer der größ­ten Lüge der Energiewende.

Die Lüge von der veredelte Energie

Natür­lich kommt auch in den Stra­te­gie­pa­pie­ren des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums die zeit­lich unge­wis­se Ver­füg­bar­keit der erneu­er­ba­ren Ener­gie­trä­ger Son­ne und Wind vor. Des­halb man­gelt es im Gesangs­buch der Kir­che der unbe­fleck­ten Ener­gie­er­zeu­gung auch nicht an Kampf­be­grif­fen, die sug­ge­rie­ren sol­len, dass es da schon etwas gäbe – man müs­se es nur noch ein wenig ver­bes­sern, fest dar­an glau­ben und dann schnell mal eben so bau­en. Zwei Begrif­fe ste­chen dabei her­vor: Pump­spei­cher­kraft­wer­ke und „Power to Gas“. Die Pump­spei­cher­kraft­wer­ke sehen zunächst wie eine sinn­vol­le Maß­nah­me aus, zumal der Ener­gie­ver­lust nur 20–30% beträgt. Aller­dings ist der Bau nur in ber­gi­gen Gegen­den mög­lich (Herr See­hofer, auf­ge­passt), weil man ein mög­lichst gro­ßes Gefäl­le braucht. Der Flä­chen­be­darf ist zudem so rie­sig, dass man meh­re­re sol­cher Anla­gen von der Flä­che des Boden­sees bräuch­te, um den Ener­gie­be­darf Deutsch­lands für meh­re­re wind­freie Tage zu decken. Nicht durchsetzbar.

Das hipp klin­gen­de „Power to Gas“ ist eine noch ver­rück­te­re Sache. Kurz gesagt spal­tet man dabei mit dem über­schüs­si­gen Strom aus der Wind­kraft Was­ser in Sauer­stoff und Was­ser­stoff und erzeugt dann mit­hil­fe von CO2 Methan, das man ent­we­der in das ganz nor­ma­le Stadt­gas­netz ein­spei­sen kann, oder an Ort und Stel­le spei­chert und mit­tels Gas­tur­bi­ne wie­der zu Strom ver­ar­bei­tet, wenn es nötig ist. Der Pro­zess ist aller­dings so ener­gie­auf­wen­dig, dass etwa 75% der ein­ge­setz­ten Ener­gie ver­lo­ren geht! Der­zeit kos­tet eine kWh auf die­se Wei­se erzeug­ten Stroms EINEN EURO! Im gro­ßen Maß­stab also auch nicht durch­setz­bar, das direk­te Ver­bren­nen von Geld wäre sicher effektiver!

Inter­es­san­ter­wei­se spricht man bei bei­den Spei­cher­va­ri­an­ten euphe­mis­tisch von „Strom­ver­ede­lung“, ganz so, als wür­de hier aus schnö­dem Strom etwas Bes­se­res, Rei­ne­res gemacht. Dabei ist das Gegen­teil der Fall. Jeder Phy­sik­stu­dent im Erst­se­mes­ter kann Ener­gie­for­men so ein­ord­nen, dass eine logi­sche Rang­fol­ge der Mög­lich­kei­ten ent­steht, die Ener­gie für Arbeit zu ver­wen­den. Am unte­ren Ende logiert unum­strit­ten die Wär­me­en­er­gie. Denn sie ist unge­rich­tet und chao­tisch. Deut­lich wei­ter oben in der Rang­fol­ge haben wir die elek­tri­sche Ener­gie. Gerich­tet, viel­sei­tig ein­setz­bar, geord­net. Von „Ver­ed­lung“ kann man spre­chen, wenn man aus che­mi­scher Ener­gie (Gas) durch Ver­bren­nung (Gas­tur­bi­ne) kine­ti­sche Ener­gie macht (Antriebs­wel­le) und die­se in elek­tri­sche Ener­gie (Gene­ra­tor) ver­wan­delt. Der Wir­kungs­grad der Pro­zes­se nimmt dabei zu. Wenn man aber wie bei „Power to Gas“ elek­tri­sche Ener­gie dafür ver­wen­det, che­mi­sche Ener­gie zu erzeu­gen, nur um die­se dann wie­der in Wär­me umzu­wan­deln, die man dann wie­der zu elek­tri­scher Ener­gie macht, kann man wohl kaum von „Ver­ede­lung“ spre­chen – Ener­gie­ver­nich­tung trifft es eher (auch wenn das laut Ener­gie­er­hal­tungs­satz natür­lich unkor­rekt ist). Mit Hil­fe von Elek­tri­zi­tät Wär­me zu erzeu­gen ist denn auch die denk­bar dümms­te Art, Strom zu ver­wen­den. Das kann auf der Kos­ten­sei­te jeder bestä­ti­gen, der im Win­ter elek­trisch hei­zen muss – oder der Fah­rer eines E‑Autos, der es auch im Win­ter schön warm haben möch­te in sei­nem Fahr­zeug und dafür mit Reich­wei­te bezahlt.

Ein wei­te­res Argu­ment gegen mei­ne Rech­nung könn­te sein, dass ich mich hier bei­spiel­haft auf die Wind­ener­gie kapri­ziert habe, es aber noch so vie­le ande­re Mög­lich­kei­ten gibt, Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gie­trä­gern zu erzeu­gen. Man könn­te die­sel­be Rech­nung aber mit jedem ande­ren erneu­er­ba­ren Ener­gie­trä­ger glei­cher­ma­ßen anstel­len, es käme nichts Ande­res als Murks dabei her­aus. Das bedeu­tet aber, dass auch jeder denk­ba­re Mix aus Son­ne, Wind, Was­ser und Bio­mas­se eben­falls nicht funk­tio­nie­ren kann. Murks mal Murks plus Murks ist Murks!

Klimawandel – die neue, universelle Kirche für Christen und Atheisten

Vom 7.–18. Novem­ber die­ses Jah­res kom­men sie wie­der alle zusam­men, die Kir­chen­fürs­ten der Kli­ma­re­li­gi­on, um sich die­ses Mal in Mar­ra­kesch zu ihrem jähr­li­chen Kon­zil zu tref­fen. Tau­sen­de Kle­ri­ker, Jün­ger und Bediens­te­te aus aller Her­ren Län­der wer­den auf ihrem Weg dort­hin mit Busi­ness-Class-Jets aber­tau­sen­de Ton­nen CO2 in die Luft bla­sen, um in ange­neh­mer Umge­bung unter Gleich­ge­sinn­ten zu sein, zu schlau­en Reden zustim­mend zu nicken und Plä­ne für das Leben nach dem Tod jen­seits der Kli­ma­er­wär­mung zu schmie­den. Und weil eine gute Reli­gi­on ohne Ablass­han­del nicht funk­tio­niert, bie­tet die Kir­che auf der Web­sei­te der COP22 auch gleich ein Tool an, mit dem man ermit­teln kann, wie­viel man in wel­che Pro­jek­te inves­tie­ren soll, um die­se Men­ge CO2 wie­der abzu­gel­ten. Bei meh­re­ren tau­send Ton­nen CO2 für eine Dele­ga­ti­on mit lan­ger Anrei­se wie z. B. aus Kana­da, kommt schon eine Men­ge sünd­haf­tes Rei­sen zusam­men! Emp­feh­lun­gen und Abso­lu­tio­nen gibt’s dann per Mail, wer sich also regis­trie­ren möchte…aber Vor­sicht! Mit ein paar „Ave-Maria” schaf­fen Sie Ihre Sün­den nicht aus der Welt!

Zum fes­ten Bestand­teil die­ses Kli­ma-Wan­der­zir­kus gehö­ren übri­gens jede Men­ge soge­nann­ter „Jour­na­lis­ten“, die, ent­spre­chend ihrer Berufs­ethik, „unvor­ein­ge­nom­men und neu­tral” von den Vor­gän­gen und Beschlüs­sen berich­ten. Aller­dings wer­den nur Jour­na­lis­ten zur Hof­be­richt­erstat­tung akkre­di­tiert, wenn sie „hilf­reich“ sind. Hilf­reich, wer­den Sie sich fra­gen? Seit wann ist es die Auf­ga­be eines Jour­na­lis­ten, „hilf­reich“ zu sein? Und wer legt fest, ob jemand oder etwas hilf­reich ist? Im deut­schen Lite­ra­tur­be­trieb wäre die Ant­wort klar, dort legt die Kanz­le­rin fest, was hilf­reich und wel­ches Buch von Thi­lo Sar­ra­zin es nicht ist. Aber wie ist das bei einer UN-Orga­ni­sa­ti­on wie der UNFCCC, der United Nati­ons Frame­work Con­ven­ti­on on Cli­ma­te Chan­ge? Dort darf der Spre­cher die­ser UN-Orga­ni­sa­ti­on, Nick Nut­tall, fest­le­gen, wel­che Jour­na­lis­ten es ein­fach nicht wert sind, von einem hei­li­gen Ereig­nis wie dem Kli­ma­kir­chen­kon­zil zu berich­ten, wenn sie wie die Mit­ar­bei­ter von Rebel Media nicht zu den Gläu­bi­gen gehö­ren. Kri­ti­sche Bericht­erstat­tung? Zen­siert! Wel­che Art Jour­na­lis­ten den Beschlüs­sen der UNFCC andäch­tig und unvor­ein­ge­nom­men lau­schen dür­fen, zeigt die­ser klei­ne Video­aus­schnitt, der die Sekun­den nach der Ver­kün­dung der Beschlüs­se der 21. Kli­ma­kon­fe­renz im Jahr 2015 in Paris ein­fängt. Zu sehen ist nicht die Zuschau­er­tri­bü­ne, son­dern der Pres­se­raum! (Das gan­ze Video, zu die­ser dreis­ten UN-Zen­sur hier)

 „Was man dem Unbe­wuss­ten als wahr über­mit­telt, wird wahr.“ (viel­leicht der eine, unbe­streit­bar kla­re Gedan­ke des Joseph Mur­phy. Phi­lo­soph, Hob­by­psy­cho­lo­ge, Spin­ner und nicht der Ent­de­cker von Mur­phys Law)

Hilfreich sei der Mensch, ökologisch und gut

Die gute Absicht, nichts weni­ger als die Welt zu ret­ten liegt wie eine kara­mel­li­sier­te Zucker­krus­te auf einer Creme Bru­lee über den Hand­lun­gen der Kli­ma­ret­ter. Doch sie bekommt lang­sam Ris­se und weicht hier und da bereits auf. Dar­un­ter kommt die schau­mig auf­ge­schla­ge­ne Sub­stanz zu Tage. Und jede Men­ge Pein­lich­kei­ten, wie zum Bei­spiel ein Video aus dem Jahr 2014, in dem aus­ge­rech­net der Kli­ma-Ober­zen­sor der UN, Nick Nut­tall mit Musik und nicht weni­ger pein­li­cher deut­scher Beglei­tung das Welt­kli­ma ret­ten woll­te. Falls Sie das Video sehen und sich fra­gen, ob das ein Scherz sein soll…ist es nicht!

Das Welt­kli­ma ist ein dank­ba­rer Geg­ner, gegen den man im Kampf nur gewin­nen kann. Denn wenn im Jahr 2050 die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur um 4° statt nur um 2° gestie­gen sein wird, wer­den die Kli­ma­ret­ter vol­ler Stolz ver­kün­den, dass es nur dank ihrer uner­müd­li­chen Kon­fe­ren­zen nicht 5° gewor­den sind. Es ist voll­kom­men egal, in wel­che Rich­tung sich das Erd­kli­ma ent­wi­ckelt, die Kli­ma­schüt­zer sehen sich auf dem rich­ti­gen Weg. Ich fra­ge mich aller­dings, was wohl pas­sie­ren wür­de, wenn die Kli­ma-Augu­ren plötz­lich eine Abküh­lung des Kli­mas von drei Grad vor­her­se­hen wür­den und eine Eis­zeit Kana­da, Nor­we­gen und Russ­land bedroh­te? Wür­den wir noch heu­te die Fil­ter aus den Kraft­werks­schlo­ten ent­fer­nen, Min­dest­quo­ten für CO2-Aus­stoß für jeden Bür­ger fest­le­gen, eine Son­der­steu­er auf Emis­si­ons­freie Elek­tro­au­tos erhe­ben und das Fahr­rad­fah­ren ver­bie­ten? Eine Eis­zeit ist laut 100.000-Jahre-Zyklus schließ­lich längst über­fäl­lig, was wäre also, wenn Kana­da, Nor­we­gen und Russ­land ihr Über­le­ben nur der Tat­sa­che ver­dan­ken, dass der CO2-Aus­stoß unge­bremst wei­ter­geht? Man wird ja mal fra­gen dürfen…

Man­che Medi­en, beson­ders die unab­hän­gi­gen wie Rebel Media, wagen es immer häu­fi­ger, die auf­ge­reg­te Kli­ma­wan­del- und Ener­gie­wen­de­de­bat­te kri­tisch zu hin­ter­fra­gen. Und Skep­sis ist ange­bracht, wie eigent­lich bei jedem The­ma, das dem Bür­ger als „alter­na­tiv­los” ver­kauft wird. Wenn wir Denk­ver­bo­te zulas­sen und uns an Zen­sur gewöh­nen, wie die UN sie in der Kli­ma­de­bat­te aus­übt, besteht die gro­ße Gefahr, dass Irr­we­ge nicht recht­zei­tig erkannt wer­den, weil alle Beob­ach­ter wie die Lem­min­ge einem Dog­ma hin­ter­her­lau­fen – auf einem Weg, der in den Abgrund führt. Und der Fall in Rich­tung „Boden der Tat­sa­chen“ ist lei­der nicht lang genug, als dass die Evo­lu­ti­on uns die nöti­gen Flü­gel wach­sen las­sen könnte.

Wenn die Lich­ter erst aus­ge­gan­gen sind, ist es zu spät. Dann sit­zen wir dau­er­haft im Dunkeln.

Die pas­sen­de Stim­mung zum Text und zur Energiewende:
Amy Wine­house, Back to Black

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7 Kommentare

  1. Moment! Murks mal Murks ist Murks zum Qua­drat! ;-D

    na aber mal ehr­lich (habe ich so ähn­lich aus einer Ant­wort aus einem Forum, in dem es um die Lebens­wei­se der digi­ta­len Noma­den geht), „dafür, dass ich ein­mal im Win­ter in den Süden flie­ge, spa­re ich ja die Heiz­kos­ten im kal­ten Nor­den” – Fazit: ver­frach­te mal alle Deut­schen (und Ösis und Schwei­zer und­so­wei­ter.….…) im Win­ter in den Süden, damit hier Heiz­kos­ten, und damit CO2 .…das Sze­na­rio möch­te sich bit­te jeder selbst weiterspinnen

  2. Zu CO2 und Roh­stof­fen: http://www.science-skeptical.de/blog/vier-kostbarkeiten-und-ein-todesfall/004002/
    Die „400-Giga­ton­nen-Welt“ besteht damit nicht nur aus Wind­rä­dern und Solar­zel­len. Sie müß­te auch eine Welt sein, die ohne Stahl und Zement, ohne Kera­mik und Glas aus­kommt. Grund­stof­fe, die doch so drin­gend benö­tigt wer­den, um bei­spiels­wei­se all die erfor­der­li­chen Wind­müh­len auf­zu­bau­en. Alter­na­tiv müss­ten neue Her­stel­lungs­ver­fah­ren ohne die Nut­zung fos­si­ler Ener­gie­trä­ger für alle vier Bei­spie­le ent­wi­ckelt wer­den. Ange­sichts der lan­gen Inven­ti­ons­zy­klen ist dies eine Auf­ga­be, die nicht ein­fach durch mehr Geld gelöst wer­den kann. Ange­sichts vor allem der erfor­der­li­chen Pro­zeß­wär­me und der erfor­der­li­chen che­mi­schen Abläu­fe in der Pro­duk­ti­on scheint dies sogar eine unlös­ba­re Auf­ga­be. Es ist jeden­falls kei­ne Alter­na­ti­ve im Labor­maß­stab erkenn­bar, die ähn­lich wie die Mikro­chips in nur vier­zig Jah­ren nicht nur die Markt­rei­fe, son­dern auch die umfas­sen­de Markt­dif­fu­si­on errei­chen könnte.

  3. Bit­te beach­ten Sie doch auch die Vor­tei­le der Elek­tro­mo­bi­li­tät zwecks Sttom­spei­che­rung. Es gibt z. B. ein Patent für Gigan­ten­wachs­tum in der Fisch­zucht mit­tels elek­tro­ma­gne­ti­scher Fel­der (vgl. auch „Der Urzeit­code”). Aus nicht nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den wird daher für Schwan­ge­re vom Gebrauch von Magnet­mat­ten abge­ra­ten. Aber stel­len Sie sich die Vor­tei­le der elek­tro­ma­gne­ti­schen Fel­der vor und las­sen Sie sich nichts plump von „Elek­tro­smog” erzählen:
    Schwan­ge­re Elek­tro­mo­bi­lis­tin­nen könn­ten Gigan­ten­nach­wuchs zur Welt brin­gen! Die Eigen­scb­aft wüf­de sich sogar in den fol­gen­den Genera­tio­nen ver­er­ben! Green­peace Deutsch­land könn­te mit einer Armee von Hulks den Kampf gegen die Lieb­lo­sig­keit mit der Natur antre­ten, wel­che Hit­lers feuch­tes­te Ras­se-Träu­me weit in den Schat­ten stel­len wür­de! Die Fort­schritts­ver­wei­ge­rer könn­ten immer­hin Fahr­rad fah­ren und wären damit auch gesün­der. Also ich sehe nur Vor­tei­le durch die die Ironiebrille.

  4. Ein biss­chen scha­de ist es schon …
    … ich hat­te mir nach dem ers­ten Arti­kel ziem­lich Mühe gege­ben, das Gan­ze voll­kom­men für Pho­to­vol­ta­ik durch­zu­rech­nen, abge­schickt, eine Mel­dung erhal­ten es wür­de mode­riert werden.
    Am Schluss war es weg, nicht frei­ge­ge­ben (war­um eigent­lich??) und den Text habe ich auch nicht mehr. 

    Ein biss­chen scha­de ist es schon, dass offen­bar alles Zusam­men­ge­tra­ge­ne nicht an einer Stel­le gesam­melt und zur Ver­fü­gung gestellt wird – oder wer­den soll­te. War­um eigent­lich nicht? Es wäre eine gute Quel­le für alle Leser die zukünf­tig gute Argu­men­te gebrau­chen kön­nen für die­se und ähn­li­che Diskussionen.

  5. Die Effek­ti­vi­tät von Pump­spei­cher­wer­ke wird zwar mit 69 – 80 % ange­ge­ben, aber das betrifft nur die Strom­erzeu­gung (= Was­ser­kraft­werk). Die not­wen­di­ge Strom­leis­tung zum Was­ser hoch­pum­pen ist dabei nicht enthalten!
    Man muss daher von einem durch­schnitt­li­chen Wir­kungs­grad von ca. 60 % aus­ge­hen (frü­her 65 %).

    Power to Gas umfasst zwei Varianten:
    1) Strom zu Was­ser­stoff. Der gesam­te Wir­kungs­grad beträgt ca. 40 – 45 %. Da aber nur maxi­mal 5 % des Erd­gas­lei­tungs­net­zes aus Was­ser­stoff bestehen darf (bei 10 % gehen unse­re Hei­zun­gen aus), kom­men wir zu Punkt 2.
    2) Strom zu Was­ser­stoff zu Methan. Der Wir­kungs­grad beträgt nur noch 30 – 35 %, kann aber not­wen­dig sein, wenn zuviel Was­ser­stoff in das Erd­gas­netz gelei­tet wird. Es ist aber noch unge­klärt, woher das CO² kom­men soll.

    Im Frank­fur­ter Westend steht ein Con­tai­ner für Power to Gas.
    Am Kochel­see in Bay­ern wird der­zeit an einer Vari­an­te von Pump­spei­cher­kraft­wer­ke gebaut. Dabei wird ein Loch in den Fels gesägt und ein Kol­ben sorgt für den nöti­gen Druck:
    http://www.energy-mag.com/prinzip-kolbenmotor-pumpspeicherkraftwerk-fuer-bayern/
    Das ist aber nur eine Ver­suchs­an­la­ge, die noch nicht ren­ta­bel ist.
    Eine wei­te­re Vari­an­te wäre folgendes:
    http://eduard-heindl.de/energy-storage/Energiespeicher-Erneuerbare.html

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