(Mit Haus­auf­ga­be am Ende des Textes)
Wir haben offen­bar rest­los den Ver­stand ver­lo­ren! Und ich kann es anhand zwei­er Vor­fäl­le beweisen!
(1) Der lan­ge Auf­ent­halt von Sami A. in Deutsch­land beruh­te bis vor kur­zem auf der Annah­me, ihm dro­he in Tune­si­en Fol­ter, Sei­fe auf­he­ben und der Ver­lust kos­ten­lo­sen WLANs. Sei­ne „ver­se­hent­li­che“ Abschie­bung zeig­te jedoch, dass ihm in sei­ner tune­si­schen Hei­mat nichts droht – außer viel­leicht der Ver­lust des kos­ten­lo­sen WLAN. Er muss nun nach Deutsch­land zurück­ge­holt wer­den, wo man sei­nen Fall dann neu auf­rol­len wür­de und sich bei der Ein­schät­zung der Gefähr­dungs­la­ge für den Gefähr­der Sami A. nicht mehr auf Annah­men, son­dern auf ech­te Fak­ten stüt­zen könn­te: Tune­si­en ist sicher für ihn – das ein­zi­ge was ihm droht, ist, dass die GSG9 ihn dort abholt, um ihn zurück in deut­sche Voll­pen­si­on zu schaf­fen. Ein erneu­tes Asyl-Ver­fah­ren müss­te also zwangs­läu­fig mit sei­ner Aus­wei­sung enden und er könn­te dann wirk­lich wirk­lich wirk­lich recht­mä­ßig abge­scho­ben wer­den. Man begrün­det das absur­de Vor­ge­hen der deut­schen Jus­tiz mit der Tat­sa­che, dass dem Gesetz genü­ge getan wer­den muss, dass es eben for­mal so lau­fen müs­se und man sich nicht aus­su­chen kön­ne, was man in wel­cher Rei­hen­fol­ge tun kann.
#muss­Man­Nicht­Ver­ste­hen
#isHalt­So
#deutscheJustiz_gruendlicheJustiz
#recht­Muss­Recht­Blei­ben
#wokom­men­Wir­Denn­Hin­Wenn­Das­Je­der­So­Macht
#ord­nungMuss­Sein

(2) Die Bun­des­re­gie­rung prüft, wie man soge­nann­te „Spur­wech­sel“ ermög­li­chen kann. Jemand, des­sen Asyl­an­trag abge­lehnt ist, soll von der Spur „Asyl“ auf die „Spur“ Arbeits­mi­gra­ti­on wech­seln kön­nen, weil er oder sie ja „ohne­hin schon hier sei“. Wäh­rend in Fall 1) also eine Neu­be­ur­tei­lung der Lage aus­ge­schlos­sen sein soll, will man sie in Fall 2) ermög­li­chen? Die­se bei­den Mel­dun­gen wer­den aktu­ell in allen Nach­rich­ten­sen­dun­gen direkt hin­ter­ein­an­der beklin­gelt und jedes Mal äußern sich schlaue Juris­ten und behaup­ten, dass es nur so gin­ge. Wäh­rend man sich also im Fall Sami A. gera­de­zu hün­disch in Recht­ha­be­rei und For­ma­li­en ver­beißt, han­delt man in allen ande­ren Abschie­bungs-Fäl­len so, als gäbe es bereits ande­re Geset­ze und die aktu­el­len müs­se man nicht so ernst neh­men. Wer jedoch im Fall Sami A. dar­auf besteht, die­ser müs­se nun zurück nach Deutsch­land, OBWOHL der ursprüng­li­che Grund sei­nes Auf­ent­hal­tes sich als fixe Idee oder gar Lüge erwie­sen hat, der müss­te kon­se­quen­ter­wei­se auch jeden gut­in­te­grier­ten, gut deutsch­spre­chen­den Afgha­nen aus Abitur­prü­fun­gen zer­ren und ins Flug­zeug set­zen, wenn des­sen Dul­dungs­sta­tus erlischt.
#muss­Man­Nicht­Ver­ste­hen
#isHalt­So
#deutscheJustiz_gruendlicheJustiz
#recht­Muss­Recht­Blei­ben
#wokom­men­Wir­Denn­Hin­Wenn­Das­Je­der­So­Macht
#ord­nungMuss­Sein

Dop­pel­stan­dards wohin man schaut! Richard Wag­ner sag­te einst, „Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst wil­len tun.“ Er hat­te ja kei­ne Ahnung wie sich die­ses Prin­zip eines Tages ad absur­dum füh­ren wür­de! Es gibt kei­ne Sache, kein selbst, gar nichts mehr. Was in die­sem Land pas­siert ist der Ver­such, zu bewei­sen, dass die Divi­si­on durch Null doch irgend­ein ver­wert­ba­res Ergeb­nis hat. Das alles kotzt mich eigent­lich nur noch an.

Haus­auf­ga­be: Wider­le­ge anhand der Fäl­le (1) und (2) die The­se, dass Deutsch­land in Sachen Asyl, Zuwan­de­rung und Migra­ti­on nicht nach aktu­ell gel­ten­dem Recht vor­geht, son­dern aus­schließ­lich nach dem Prin­zip „Rein geht immer, raus geht nim­mer“ handelt.

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43 Kommentare

  1. @Rolf 27.08.2018 – Habe Dei­nen letz­ten Post gele­sen und bin damit ein­ver­stan­den, dass wir die Dis­kus­si­on beenden.

  2. OMG Rolf (17:12, 18:43)

    Viel liber­tä­re Rhe­to­rik ohne Inhalt. Ohne auf alle Ein­zel­hei­ten einzugehen:

    „Ich wür­de behaup­ten, dass so etwas wie eine „Gesell­schaft” über­haupt nicht exis­tiert. Was exis­tiert, sind Individuen, “

    Mar­ga­ret That­cher, „The­re is no alternative“.

    „Wenn „Gerech­tig­keit” und „Sozia­le Gerech­tig­keit” sich nicht von­ein­an­der unter­schei­den, dann ist das Wort „Sozia­le” über­flüs­sig. Wenn „Sozia­le Gerech­tig­keit” und „Gerech­tig­keit” sich von­ein­an­der unter­schei­den, dann ist „Sozia­le Gerech­tig­keit” nicht gerecht.“

    Ja ne is klar. Wenn Stein­obst sich nicht von Obst unter­schei­det, ist „Stein-“ über­flüs­sig. Falls doch, ist es kein Obst.


    „Steu­ern sind kein Dieb­stahl, und kei­ne räu­be­ri­sche Erpressung“

    Typi­sche liber­tä­re Phrase.
    Steu­ern wer­den für Auf­ga­ben erho­ben, die von (fast) allen benö­tigt wer­den. Wenn Sie frei­lich genug Gald haben, brau­chen Sie die Poli­zei nicht. Alle ande­ren sind auf so man­che Staats­auf­ga­ben ange­wie­sen. Daß es in Staa­ten Kor­rup­ti­on und Miß­wirt­schaft geben kann ist eine Bin­se. Aber das gibt es auch - und gera­de - in der pri­va­ten Wirt­schaft (daß der Markt das schon rich­tig regelt ist schon damit wider­legt, nach jeder Plei­te bzw. Zusam­men­bruch darf der Staat wie­der hel­fen, also wir alle wer­den zur Zah­lung gezwun­gen, und ja, das ist in der Tat „räu­be­ri­sche Erpressung“


    „Die 2008 Sub­­­prime-Kri­se wur­de durch sin­kende Immo­bi­li­en­preise eingeleitet,“

    aber nicht ver­ur­sacht. Hät­ten Spe­ku­lan­ten nicht ein Kar­ten­haus hoch­kom­ple­xer, von nie­man­dem mehr durch­schau­ten „Wert­pa­pie­ren“ kre­iert und an Dum­me (oft Staats­ban­ken) ver­kauft, in Geld-Beträ­gen vom zig-fachen des über­haupt vor­han­de­nen Werts, Stich­wort „Pon­zi sche­me“, hät­te das kei­nen gro­ßen Scha­den anrich­ten können.

    m.a.W. = „mit ande­ren Worten“ ?


    „Gegen­über Kin­dern und Frau­en. Bei­de inter­es­sie­ren sich nicht dafür, was wahr ist, son­dern, was sich durch­setzt. Men­schen sind nicht bereit, für den Wahr­heits­ge­halt von 2+2=4 in den Krieg zu zie­hen. Der­je­ni­ge, der dazu bereit ist, setzt sich durch, und kriegt am Ende die Wei­ber ab.“

    Lei­der wahr.
    Nichts für ungut, no bad fee­lings, und die Hegel Kri­tik tei­le ich (Kant nie gele­sen. Bin der Mei­nung, gro­ße Geis­ter sind in der Lage auch kom­pli­zier­te Sach­ver­hal­te ver­ständ­lich dar­zu­stel­len. Schar­la­ta­ne brau­chen ver­schwur­bel­te Sprache).

    • Lie­ber Ole,

      „Nichts für ungut, no bad feelings“

      Kei­ne Sor­ge, Gefüh­le sind für Frau­en, wie schon Kro­nar der Bar­bar (https://www.oglaf.com/honor/) so wei­se fest­stell­te (https://www.oglaf.com/dark-miasma/24/). Fühl Dich zudem getät­schelt für Dei­ne leicht ver­ständ­li­che Spra­che, und auch für Dei­ne Fähig­keit, Text kur­siv und fett dar­zu­stel­len. Ich habe gera­de das Gefühl, die­se Din­ge posi­tiv her­vor­he­ben zu müssen.

      > > „Ich wür­de behaup­ten, dass so etwas wie eine „Gesell­schaft” über­haupt nicht exis­tiert. Was exis­tiert, sind Individuen, ”

      > Mar­ga­ret That­cher, „The­re is no alternative”.

      Das rich­ti­ge That­cher-Zitat lau­tet: „The­re is no such thing as socie­ty“. Woll­test Du damit irgend­et­was aus­sa­gen? Falls ja, habe ich es nicht ver­stan­den. Denkst Du, man kann eine Aus­sa­ge wider­le­gen, indem man sie einem unpo­pu­lä­ren Pro­mi­nen­ten zuord­net? Falls ja, was wäre, wenn ich ein Ton­band hät­te, auf dem Adolf Hit­ler höchst­per­sön­lich behaup­tet, dass 2+2=4 sind? Könn­te Dich Dei­ne Mami dann damit erpres­sen, dass sie Dich als lebens­lan­gen Nazi dis­kre­di­tiert, indem sie die­ses Ton­band zusam­men mit Dei­ne von Dei­ner Grund­schul­leh­re­rin beglau­big­ten Arbei­ten aus der ers­ten Klas­se ver­öf­fent­licht, wenn Du nicht spurst?

      > „Ja ne is klar. Wenn Stein­obst sich nicht von Obst unter­schei­det, ist „Stein-” über­flüs­sig. Falls doch, ist es kein Obst.“

      Mit Bota­nik oder Super­markt­kun­de ken­ne ich mich nicht aus. Aller­dings habe ich noch nicht gehört, dass die Defi­ni­ti­on von „Stein­obst“ irgend­wel­che Attri­bu­te ent­hält, die die Defi­ni­ti­on von „Obst“ aus­schließt. Die Defi­ni­ti­on von „Sozia­le Gerech­tig­keit“ hat Attri­bu­te, die die Defi­ni­ti­on von „Gerech­tig­keit“ aus­schließt. „Gerech­tig­keit“ basiert auf sol­chen Din­gen wie „Ver­dienst“ und „Ver­ant­wor­tung“. „Bedürft­nis­be­frie­di­gung“ hat in der Defi­ni­ti­on von „Gerech­tig­keit“ kei­ne tra­gen­de Rol­le. „Sozia­le Gerech­tig­keit“ bedient sich gewalt­sa­mer Mit­tel gegen Unbe­tei­lig­te, um Bedürft­nis­se zu befrie­di­gen, deren „Besit­zer“ die­se Befrie­di­gung durch nichts ver­dient haben, und die man dadurch för­dert. Damit ist „Sozia­le Gerech­tig­keit“ ungerecht.

      > „Steu­ern wer­den für Auf­ga­ben erho­ben, die von (fast) allen benö­tigt wer­den. Wenn Sie frei­lich genug Gald haben, brau­chen Sie die Poli­zei nicht. Alle ande­ren sind auf so man­che Staats­auf­ga­ben angewiesen.“

      Ich ver­ste­he Dei­nen Absatz mal so, dass Du der Aus­sa­ge, dass es sich bei Steu­ern um räu­be­ri­sche Erpres­sung han­delt, wider­sprichst, da es auf der Welt Bedürf­ti­ge gibt, die des Gel­des bedür­fen, das mit Mit­teln der räu­be­ri­schen Erpres­sung erlangt wur­de. Räu­be­ri­sche Erpres­sung ist okay, wenn sie mit dem Zweck geschieht, die Bedürft­nis­se von Leu­ten zu befrie­di­gen, die andern­falls unbe­frie­digt ins Bett gehen müssten.

      Das erin­nert mich an Lukas. Lukas hat vie­le unbe­frie­dig­te Bedürft­nis­se, und er hat bei der Lot­te­rie des Lebens auch so rich­tig ins Klo gegrif­fen. Lukas hat zum Bei­spiel schon mal sei­ne Bude abge­fa­ckelt, weil er, im Dro­gen­rausch, die bösen Geis­ter aus­trei­ben woll­te, die sich in sei­nem Wohn­zim­mer ver­sam­melt hat­ten. Des­halb hät­te der Ver­mie­ter ger­ne etwas um die 150.000€ von ihm, die er natür­lich nie­mals abbe­zah­len kann, da er, auf­grund sei­ner „dro­gen­in­du­zier­ten Psy­cho­se“, lebens­lang arbeits­un­fä­hig ist. Wenn man ihn fragt, dann ist er nicht arbeits­un­fä­hig, son­dern die Din­ge, die er tun könn­te, sind ein­fach nur unter sei­nem Niveau. Er ist halt sehr anspruchs­voll bezüg­lich der Din­ge, die das Leben ihm bie­tet. Der­zeit läuft auch ein Ver­fah­ren, in dem er ent­mün­digt wer­den soll, damit er wenigs­tens nicht wegen schwe­rer Brand­stif­tung in den Knast muss. Er wur­de auch mal dabei erwischt, dass er sich Kin­der­por­nos aus dem Netz gela­den hat, aber wir küm­mern uns ja nicht um Klei­nig­kei­ten, und er hat nie­man­dem etwas getan. Irgend­wie ist so eine Ent­mün­di­gung auch in einem Insol­venz­ver­fah­ren hilf­reich, aber die­sen Zusam­men­hang kapie­re ich nicht ganz. In jedem Fall ver­dient er es aber, dass man ihm dabei hilft, sei­ne Bedürft­nis­se zu befrie­di­gen, weil schließ­lich auch er eine Wür­de hat, und natür­lich auch Ansprüche.

      Naja, für Lukas leib­li­ches Wohl­erge­hen ist zwar gesorgt, dafür küm­mert sich der Sozi­al­staat, Rechts­bei­hil­fe kriegt er auch, und auch wenns in sei­ner neu­en Bude schim­melt, weil er nicht lüf­tet, und nach totem Tier stinkt, weil er nicht putzt, und sei­ne Nach­barn von ihm nachts geweckt wer­den, weil er ger­ne lau­te Musik hört, wird ihm nie­mand irgend­wel­che über­mä­ßi­gen Här­ten zumu­ten wol­len. Aller­dings ist Lukas, mit Ende 30, immer noch Jung­frau, und wür­de dar­an ger­ne etwas ändern. Man fühlt sich ein­fach nicht gut, wenn man noch nie mit einer Frau geschla­fen hat, und das geht an die Psy­che, und ver­ur­sacht gro­ßes Leid. Aller­dings sind Lukas Ansprü­che auch in die­sem Bereich schon sehr geho­ben. Mei­ne Freun­din wäre ihm zum Bei­spiel zu lang­wei­lig, und auch etwas dümm­lich, und natür­lich nicht hübsch genug. Ins Bor­dell will er auch nicht gehen, weil die dort arbei­ten­den Mädels ihm zu aso­zi­al sind, und er befürch­tet, die wür­den ihn nicht ange­mes­sen wür­di­gen. Lukas hält auch nicht all­zu­viel von kör­per­li­cher Ertüch­ti­gung - er wohnt zwar im vier­ten Stock, schafft die Trep­pen jedoch nicht - und riecht wie sei­ne Woh­nung. Ich bin nicht sicher, ob das an man­geln­der Hygie­ne liegt, oder dar­an, dass die Klei­dung den Geruch sei­nes Schranks ange­nom­men hat. Naja, und er ist fett. 

      Da es Dir wich­tig erscheint, dass die Bedürft­nis­se von Men­schen befrie­digt wer­den, die andern­falls unbe­frie­digt blie­ben - und Sex ist schon ein wich­ti­ges, mensch­li­ches, Bedürft­nis - wür­de ich Dich hier­mit bit­ten, dem armen Lukas Dei­ne Frau bereit zu stel­len. Die ist pri­vi­le­giert, weil sie mit einer Vagi­na gebo­ren wur­de, und man muss eben auch an arme Men­schen wie Lukas den­ken, bevor man ihr das Recht zuge­steht, über die Nut­zung ihrer Vagi­na selbst zu ver­fü­gen. Ich per­sön­lich wür­de sie sogar dafür ent­loh­nen. Sagen wir, 50€ um 20 Minu­ten lang auf Lukas Schwanz zu rei­ten? Das wären 150€ Stun­den­lohn, was schon fürst­lich ist. Geschlechts­krank­hei­ten sind auch aus­ge­schlos­sen, wes­halb das eigent­lich schon eine Über­be­zah­lung wäre. Aller­dings hat Lukas, wie bereits gesagt, Ansprü­che. Dei­ne Frau soll­te also nicht häss­lich sein. Falls dies nicht der Fall ist, hast Du viel­leicht eine Toch­ter? Jung und Frisch scheint ja eben­falls zu Lukas Vor­lie­ben zu gehören.

      Da Du, als guter Mensch, kein Pro­blem mit Gewalt für einen guten Zweck hast, weil räu­be­ri­sche Erpres­sung ja schon okay ist, wenn sie zu einem guten Zweck erfolgt, wür­de ich mich auch ger­ne bereit erklä­ren, Dei­ne Frau oder Toch­ter fest­zu­hal­ten, soll­te sie sich nicht frei­wil­lig auf ein Lust­spiel mit Lukas ein­zu­las­sen. Das wäre zwar Arbeit, aber ich muss sagen, irgend­wie mag ich Gewalt, wenn sie in solch altru­is­ti­scher Wei­se erfolgt. Ver­ge­wal­ti­gung wäre das in die­sem Fall ja nicht, weil es zu einem guten Zweck erfolgt.

      Oder sehe ich da irgend­et­was falsch? Wenn Du möch­test, such ich im Inter­net noch ein Paar Leu­te zusam­men, die „Ekel­tier fickt Frau/Tochter“ ger­ne mal sehen wür­den. Dann kön­nen wir dem gan­zen sogar noch eine demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on geben. Mei­ne Pervs wer­den Dich und Dei­ne Frau/Tochter sicher über­stim­men. Wir könn­ten das Gan­ze auch noch fil­men, und im Inter­net verkaufen.

      Aber bevor ich hier bezüg­lich der Ver­mark­tung zu aus­schwei­fend wer­de… Darf ich also davon aus­ge­hen, dass Du kei­ne Ein­wän­de dage­gen hast, dass Lukas Dei­ne Frau/Tochter, not­falls auch gegen ihren Wil­len, fickt? Er ist eine ganz arme Socke, und auf sich gestellt wird er wohl lebens­lang Jung­frau blei­ben. Und, mal ehr­lich, was hat Dei­ne Frau/Tochter schon für ihre Vagi­na getan? Die wur­de damit gebo­ren, und arme Säue wie Lukas haben doch kei­ne Chan­ce, wenn man den Wei­bern das allei­ni­ge Bestim­mungs­recht über ihre Geni­ta­li­en gibt. Das ist doch unge­recht. Und soll Dei­ne Frau/Tochter etwa mehr Anspruch auf etwas haben, das ihr ein­fach so geschenkt wur­de, als ande­re Men­schen einen Anspruch auf Din­ge haben, die sie sich erst hart erar­bei­ten muss­ten? Das ist unge­recht. Also muss man Vagi­nas, der sozia­len Gerech­tig­keit wegen, umverteilen.

      Und komm mir jetzt nicht damit, dass mein Ver­gleich gegen die guten Sit­ten ver­stößt. Räu­be­ri­sche Erpres­sung ver­stößt auch dage­gen, und Du recht­fer­tigst sowas mit Bedürft­nis­sen. Ich recht­fer­ti­ge hier Ver­ge­wal­ti­gung mit Bedürft­nis­sen. Wenn Du Ein­wän­de dage­gen hast, dass Lukas Dei­ne Frau/Tochter fickt, dann erklä­re mir, wo der Unter­schied ist, und wes­halb räu­be­ri­sche Erpres­sung okay ist, Ver­ge­wal­ti­gung hin­ge­gen nicht. Und ver­scho­ne mich dabei mit Geset­zes­tex­ten. Die macht man sich, wie es gera­de passt, und wenn man nen Krieg ver­liert, lan­det man - voll­kom­men zurecht - am nächs­ten Later­nen­pfahl, weil man die fal­schen Geset­ze beach­tet hat.

      > „Aber das gibt es auch – und gera­de – in der pri­va­ten Wirt­schaft (daß der Markt das schon rich­tig regelt ist schon damit wider­legt, nach jeder Plei­te bzw. Zusam­men­bruch darf der Staat wie­der hel­fen, also wir alle wer­den zur Zah­lung gezwun­gen, und ja, das ist in der Tat „räu­be­ri­sche Erpressung”“

      War­um sind die Bedürft­nis­se von mas­sen­haft auf­tre­ten­den Men­schen wich­ti­ger, als die Bedürft­nis­se von Fir­men? Die Fir­men haben in ihrer Lebens­zeit zumin­dest mal Geld ver­dient, was beweist, dass sie etwas pro­du­ziert haben, das jemand haben woll­te. Abge­se­hen davon, haben sie Ange­stell­te, die eben­falls Bedürft­nis­se haben, die sie nicht mehr befrie­di­gen kön­nen, wenn sie ihren Job ver­lie­ren. Wes­halb ist es schlimm, wenn sol­che Fir­men aus einer Not­la­ge geret­tet wer­den, wenn man sogar Men­schen ret­tet, die lebens­lang kei­nen Mehr­wert schaf­fen? Die­se Logik ver­ste­he ich nicht. Je weni­ger man leis­ten kann, und je pre­kä­rer die Lage, des­to mehr Geld ande­rer Leu­te hat man „ver­dient“?

      „Hät­ten Spe­ku­lan­ten nicht ein Kar­ten­haus hoch­kom­ple­xer, von nie­man­dem mehr durch­schau­ten „Wert­pa­pie­ren” kre­iert und an Dum­me (oft Staats­ban­ken) ver­kauft, in Geld-Beträ­­gen vom zig-fachen des über­haupt vor­han­de­nen Werts, Stich­wort „Pon­zi sche­me”, hät­te das kei­nen gro­ßen Scha­den anrich­ten können.“

      Du ver­wech­selst die Sub­prime-Kri­se mit dem Ren­ten­sys­tem. Der US-Immo­bi­li­en­markt ist etwas ande­res. Die Sub­prime-Kri­se hat­te auch nichts mit Deri­va­ten zu tun, da sich der Wert von Futures, CFDs, Opti­ons­schei­nen, und Has­te­nicht­ge­se­hen, an den Real­markt­prei­sen ori­en­tiert, und nicht umge­kehrt. Egal, wie vie­le Wei­zen­fu­tures Du zu wel­chem Preis kaufst oder ver­kaufst, Du kannst den Wei­zen­markt damit nicht beeinflussen.

      Die Sub­prime-Kri­se wur­de aus­ge­löst, weil unter Geor­ge Wal­ker bemän­gelt wur­de, dass die Wirt­schaft nicht so rich­tig rund läuft, und zu weni­ge Neger Eigen­heim­be­sit­zer sind. Also wur­de Geld gedruckt, das für Bau­kre­di­te von Negern aus­ge­ge­ben wer­den soll­te. Natür­lich kann man nicht „Neger“ sagen, wes­halb man die Anwei­sung so for­mu­lier­te, dass die Mit­tel für Sub­prime-Kre­di­te - Also Kre­di­te an Schuld­ner mit schlech­tem Rating zum Zweck des Eigen­heim­baus - emit­tiert wer­den soll­ten. Die Schuld­schei­ne wur­den dann stan­dar­di­siert und an Bör­sen gehan­delt, wo sie von Ban­ken als beleih­ba­re Anla­gen gekauft wur­de, also als Geld­an­la­gen, die mehr Zin­sen Zin­sen abwer­fen, als Bar­geld, und die man direkt wie­der belei­hen kann. Genau so, wie das auch mit Staats­an­lei­hen funk­tio­niert. Die Ban­ken kau­fen die­se, belei­hen sie dann, damit sie wie­der Geld haben, ver­lei­hen besag­tes Geld, und kas­sie­ren in der Zwi­schen­zeit die Zin­sen für die Anleihen. 

      Die Sub­prime-Kri­se von 2008 wur­de aus­ge­löst, als die Sub­prime-Schuld­ner began­nen plei­te zu gehen, und dadurch das Eigen­ka­pi­tal der Ban­ken ver­schwand. Die Sub­prime-Kre­di­te wur­den ja der Gut­ha­ben­sei­te der Ban­ken - dem Eigen­ka­pi­tal - ange­rech­net. Als die Schuld­ner mas­sen­haft plei­te gin­gen, beka­men die Ban­ken Zugriff auf die Immo­bi­lie, die dann mas­sen­haft liqui­diert wer­den muss­ten, was die Immo­bi­li­en­bla­se plat­zen ließ, die sich - wegen der Sub­prime-Kre­di­te - gebil­det hat­te. Dadurch ver­lo­ren auch die Immo­bi­li­en­ein­la­gen der Ban­ken - die ein Groß­teil aller Geld­an­la­gen dar­stel­len - an Wert. 

      Die­se Wirt­schafts­kri­se ist also nicht auf dem Mist von Spe­ku­lan­ten gewach­sen, son­dern ist ein Bei­spiel von falsch gelau­fe­nem Keyne­sia­nis­mus, sowie von schlech­ten Geschäfts­ent­schei­dun­gen zur Befol­gung staat­li­cher Anwei­sun­gen. Dass man es auf Deri­va­te, die kein Mensch ver­steht, oder auf böse Spe­ku­lan­ten schiebt, ist rei­ne Sün­den­bock­men­ta­li­tät. Der Staat und der sozia­le Gedan­ke warens.

      • Eine Kor­rek­tur:

        Das Gesetz, das mehr Neger zu Eigen­heim­be­sit­zern machen soll­te, und das dazu Ban­ken zwang, Kre­di­te an Leu­te mit schlech­tem Rating raus­zu­ge­ben, ent­stamm­te der Car­ter Admi­nis­tra­ti­on. Geor­ge Wal­ker war unschul­dig dar­an. Ich hat­te da etwas verwechselt.

        Noch kurz zu den Deri­va­ten: Als die Sub­prime-Kre­di­te her­aus­ge­ge­ben wur­den, hat­ten die Ban­ken zwei Hedging-Stra­te­gien zur Risikominimierung:

        Ers­tens beka­men sie die Häu­ser, soll­te jemand plei­te gehen, bevor der Kre­dit abge­zahlt war. Im Ver­lauf der Kri­se ver­lo­ren die Häu­ser so stark an Wert, dass rei­hen­wei­se Schuld­ner sich ein­fach dazu ent­schlos­sen aus­zu­fal­len, weil ihr Haus nur noch einen Bruch­teil der Kre­dit­schul­den wert war. Selbst, wenn sie nicht plei­te waren. Das war die Krise. 

        Zwei­tens bün­del­ten die Ban­ken Kre­di­te mit schlech­tem Rating zusam­men mit Kre­di­ten mit gutem Rating in Finanz­in­stru­men­ten, die durch die Bün­de­lung das Aus­fall­ri­si­ko mini­mie­ren soll­ten. Auf die­se Wei­se wur­de das erhöh­te Risi­ko der Sub­prime-Kre­di­te - die gesetz­lich erzwun­gen wor­den sind - mit zuver­läs­si­ge­ren Kre­dit­neh­mern ver­kop­pelt, und dadurch gesenkt. Die­se Ver­kop­pe­lung von High-Risk mit Low-Risk ist eine ganz nor­ma­le Hedging Stra­te­gie, ohne die kein Risi­ko­ma­nage­ment funk­tio­nie­ren wür­de. Ver­si­che­run­gen könn­ten ohne sol­ches Risi­ko­ma­nage­ment nicht exis­tie­ren. Die­se Deri­va­te wur­den dann gehan­delt, und waren dann auch die Wert­pa­pie­re, mit denen Ban­ken und Fonds einen Groß­teil ihrer Ein­la­gen­si­che­rung umsetz­ten. Und als die dann auch rei­hen­wei­se aus­fie­len, hat­ten die Ban­ken kein Geld mehr, das sie ver­lei­hen konn­ten, und Ren­ten­fonds waren platt.

        Das Gan­ze auf Spe­ku­lan­ten und Deri­vat­händ­ler zu schie­ben ist unge­fähr auf einem Niveau damit, den Bör­sen­crash von 1929 auf gie­ri­ge Finanz-Juden zu schie­ben. Man kapiert zwar nicht, wie das alles funk­tio­niert, aber die bösen Kapi­ta­lis­ten­ju­den­schwei­ne müs­sens gewe­sen sein. Biss­chen Gebrab­bel mit Fach­wor­ten, die kein Schwein ver­steht, und noch etwas Her­um­ge­ze­te­re, und der Fisch ist geputzt. Dabei wars der Staat, der das Übel ver­ur­sacht hat. In bei­den Fällen.

  3. Für alle, die es inter­es­siert, hier noch ein klei­ner Hin­weis : Bit­te unbe­dingt mal den Arti­kel “ Das Volk ist das Pro­blem“ von Jür­gen Fritz auf dem Jür­gen-Fritz-Blog lesen. Viel­leicht gibt es ja hier und da doch einen Aha-Effekt.
    Lie­be Grü­ße von Doris Mahlberg

  4. Die­ses Land ist nicht nur durch­ge­knallt, son­dern eine völ­lig gehirn­ge­wa­sche­ne, instinkt­lo­se Mas­se, die schon lan­ge nicht mehr wil­lens ist, Freund von Feind zu unter­schei­den oder die Rea­li­tät zu erfas­sen und Gefah­ren zu erken­nen. Wür­de hier in mei­ner Hei­mat­stadt ein Jour­na­list die Bevöl­ke­rung fra­gen, wer Maria Laden­bur­ger oder Mia aus Kan­del ist, oder was mit AfD gemeint ist, wüß­te die Mehr­heit dar­auf nichts zu sagen. “ Mia ? Nie gehört. Wer soll das sein ? Ermor­det ? Ja, das hat es immer schon gege­ben.“ Das Schlimms­te aber ist, daß sie es auch gar nicht wis­sen w o l l e n ! Wo sind denn nur all die Men­schen, die inzwi­schen auf­ge­wacht sein müß­ten ??? Ob Bevöl­ke­rungs­aus­tausch, Migran­ten­ge­walt, ob Ter­ror­ris­mus, Ent­eig­nung oder Köter­ras­se : die­ses Volk igno­riert mehr­heit­lich jeden ihm zuge­füg­ten kör­per­li­chen oder finan­zi­el­len Scha­den. Jede Wider­wär­tig­keit und jede Demü­ti­gung. Der Wider­stand ist immer noch zu schwach, es müß­ten viel mehr sein. Wie sonst kann man sich erklä­ren, daß die Grü­nen in Bay­ern (!!!) bei 15 % sind oder daß wir uns die Ver­bre­cher auch noch ins Land zurück­ho­len ??? Ja, in der Tat, völ­lig durch­ge­knallt. Nicht nur die Poli­tik und Jus­tiz, son­dern auch die, die sie wählen.
    Doris Mahlberg

    • Falls es Dich beru­higt, ich hab schon meh­re­re bay­ri­sche Grü­nIn­nen zum Heu­len gebracht, indem ich sie frag­te, wes­halb sie die­se Par­tei denn wäh­len (Häu­figs­te Ant­wort: Grün ist doch eine schö­ne Far­be. Magst Du etwa kein Grün), und ich anschlie­ßend ziem­lich öffent­lich die Ansicht ver­trat, dass die­se Frau­en kein Wahl­recht ver­dient haben, weil sie soeben offen­sicht­lich bewie­sen haben, dass sie nicht fähig sind, über Gewalt und das Leben ande­rer Men­schen zu bestim­men, und sie es auf­grund ihrer Anma­ßung wäh­len zu gehen ver­dient haben, öffent­lich dis­kri­mi­niert zu werden. 

      Nach­dem ich deren Umfeld über­zeugt hat­te, dass man die­se Per­so­nen bis zu ihrer Bes­se­rung öffent­lich dis­kri­mi­nie­ren und aus­gren­zen muss, kamen die Trä­nen. Ich bekam dann sogar einen leich­ten Stän­der. Die Grü­nIn­nen sind ziem­lich anfäl­lig für Dis­kri­mi­nie­rung, und es ist mit­ler­wei­le leicht eine Mehr­heit dazu zu bewe­gen, die­se Men­schen zu dis­kri­mi­nie­ren, wenn man nur mit Über­zeu­gung den ers­ten Stein wirft.

      • Ja, natür­lich, die Grü­nen sind sehr anfäl­lig für Dis­kri­mi­nie­rung. Sie haben aller­dings kein Pro­blem damit, ande­re zu diskriminieren.
        Doris Mahlberg

      • „Sie haben aller­dings kein Pro­blem damit, ande­re zu diskriminieren.“

        Damit haben sie doch impli­zit ihre Ein­wil­li­gung gege­ben, selbst dis­kri­mi­niert zu wer­den. Wenn Dis­kri­mi­nie­rung schlimm wäre, wür­den sie es selbst schließ­lich auch nicht machen. 

        Es ist auch wit­zig, wenn man die eige­ne Dis­kri­mi­nie­rungs­kam­pa­gne damit eröff­net, dass man ihnen vor­wirft, sie wür­den Ande­re dis­kri­mi­nie­ren, und sei­en ras­sis­tisch. Was ja auch eben­so den Tat­sa­chen wie ihrer eige­nen Tak­tik entspricht.

      • Lan­ge Rede, kur­zer Sinn : Die „Deutsch­land-ver­re­cke-Par­tei“ ist inak­zep­ta­bel und unwähl­bar. Sie müss­te im gan­zen Land an der 5%-Hürde schei­tern, aber das Gegen­teil ist der Fall. Was ist also los im schö­nen Bay­ern­land ??? Daß das Brett vorm Kopf in Nord­deutsch­land schon immer rot-grün war und blei­ben wird, ist bekannt. Aber in Bayern ???
        Doris Mahlberg

  5. Es geht um den Wan­del grund­sätz­li­cher Ideo­lo­gien oder Welt­an­schau­un­gen, um eine a-prio­ri lin­ke oder rech­te. Kar­di­nal Rein­hard Marx dürf­te Recht haben, wenn er sagt: ..“In Deutsch­land wie in der Welt spü­ren wir, dass viel­leicht doch eine Epo­che zu Ende geht. Wir müs­sen uns damit auf neue Zei­ten ein­stel­len. Ich wun­de­re mich dar­um auch nicht, dass es span­nungs­vol­le Gärungs­pro­zes­se gibt.“.. (ZEIT–Interview 19.07.2018). Sei­ne Schluss­fol­ge­rung eines „Christ–Kommunismus“ ist natür­lich falsch.

    Bei den „Gärungs­pro­zes­sen“ wird man sich u.A. von der heh­ren Kan­ti­schen „Auf­klä­rung“, dem Haupt­stand­bein unse­rer »Moder­ne«, ver­ab­schie­den müs­sen. Ihr Ratio­na­lis­mus ver­ur­sacht viel­fach ratio­na­len Irra­tio­na­lis­mus bzw. umge­kehrt und hat selbst­zer­stö­re­ri­sche Wir­kung ange­nom­men (nach einst epo­cha­ler Bedeu­tung). Eine „Gegen–Aufklärung“ müss­te noch durch eine rech­te Raum- und Zeit­auf­fas­sung ergänzt wer­den. Das benö­tigt Zeit (und noch eini­ge Bank­rot­te). Der Weg nach „Oben“ und das ent­spre­chen­de Bewusst­sein ist schwie­ri­ger als der reduk­ti­ve nach „Unten“. Nur so kommt man zu einer „über­sum­ma­ti­ven“, ganz­heit­li­chen »Post­mo­der­ne«. Der lin­ke Alllein–Vertretungsanspruch und die Paro­le einer „ewi­gen“ »Moder­ne« sind nicht mehr haltbar.

    • 1. Kant wird über­schätzt. Des­sen Meta­phy­sik spielt kei­ne Rol­le. Er hat zwar die Grund­la­gen der Phi­lo­so­phie von sowas wie Scho­pen­hau­er und Nietz­sche defi­niert, die ihn jedoch ers­tens bei­de abge­lehnt haben, und deren Phi­lo­so­phie zwei­tens kei­ne prak­ti­sche Rol­le spielt. Die Phi­lo­so­phen, die auf Kants Meta­phy­sik auf­bau­ten, sind bes­ten­falls alt­mo­di­sche Lebens­rat­ge­ber, die jedoch nichts pro­du­ziert habe, das außer­halb der Welt „tief­sin­ni­ger“ Schwur­be­lei rea­li­siert wor­den wäre. Ja, ich mei­ne Nietz­sche und Scho­pen­hau­er. Außer eini­gen tief­sin­ni­gen Lebens­weis­hei­ten kam von denen nichts, und viel mehr Nen­nens­wer­tes wuchs in Kants Gedan­ken­ge­bäu­de nicht. Kants Poli­tik- und Rechts­leh­re wur­de in den ver­schie­de­nen sozia­lis­ti­schen Volks­re­pu­bli­ken ver­sucht umzu­set­zen, und ist gescheitert.

      Ich wür­de Kant als kon­ti­nen­tal­eu­ro­päi­sche Reak­ti­on auf John Lockes Publi­ka­tio­nen betrach­ten, die von ihrem Ein­fluss her jedoch weit hin­ter Letz­te­rem zurück bleibt. Kant und Hegel sind nicht die gro­ßen Den­ker, für die sie von den­je­ni­gen, die ihre (unles­bar ver­wor­re­nen) Bücher nicht gele­sen haben, gehal­ten wer­den. Schlag ein­fach mal eine zufäl­li­ge Sei­te in der Kri­tik der rei­nen Ver­nunft auf, und ver­such zu ver­ste­hen, wor­um es geht. Und dann ver­gleich das mit Locke, wenn Du es alt­mo­disch magst, oder auch sowas wie Karl Pop­pers Schrif­ten, wenn Du eher modern gesinnt bist. Geschicht­lich sind die Gedan­ken­gän­ge, die ori­gi­när auf Kant&Hegel zurück­ge­führt wer­den kön­nen, eigent­lich nur zur Auf­recht­erhal­tung von Tyran­nei gebraucht wor­den. Laut Kant kann sich der König zwar irren, aber das Staats­volk hat kein Recht, sich außer­halb gel­ten­den Rechts gegen einen Tyran­nen zu erhe­ben, und die­ser soll­te, aus prak­ti­schen Erwä­gun­gen her­aus, dem Volk das Recht zum Rechts­bruch nicht ein­zu­räu­men. Kants poli­ti­sche Phi­lo­so­phie unter­schei­det sich nur in eini­gen theo­re­ti­schen Aspek­ten vom Abso­lu­tis­mus, und ist eher ein Rück­schritt vom Libe­ra­lis­mus hin zum Abso­lu­tis­mus - Abso­lu­tis­mus even­tu­ell auch mal ohne könig - als eine Wei­ter­ent­wick­lung des Libe­ra­lis­mus. Kants Defi­ni­ti­on von Tugend ist eben­falls abso­lut idio­tisch, da laut sei­ner Phi­lo­so­phie weder die Nütz­lich­keit einer Hand­lung, noch des­sen Resul­tat, eine Rol­le spielt, son­dern ledig­lich die Gefühls­welt des Han­deln­den für die Tugend­haf­tig­keit einer Hand­lung aus­schlag­ge­bend sind. Übri­gens genau wie bei Hegel. Bei­des waren Gesin­nungs­ethi­ker. Abge­se­hen davon, kann jeder vier­zehn­jäh­ri­ge Haupt­schü­ler den kate­go­ri­schen Impe­ra­tiv wider­le­gen. Das, was wir als „Moder­ne“ bezeich­nen, ent­stammt vom eng­li­schen Libe­ra­lis­mus, auf den Kant der kon­ti­nen­tal­eu­ro­päi­sche Gegen­ent­wurf war.

      2. Ich ver­ste­he die zwei­te Hälf­te Dei­nes zwei­ten Absat­zes nicht. Könn­test Du die­sen Absatz bit­te noch­mal unter Ver­wen­dung des all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauchs for­mu­lie­ren, damit ich Dir fol­gen kann? Du klingst näm­lich, als hät­test Du zu viel Hegel gele­sen, der, neben­bei bemerkt, regel­mä­ßig nur wohl­klin­gen Kau­der­welsch pro­du­ziert hat, dem nur des­halb nie­mand wider­spricht, weil es kei­nen Sinn gibt, dem man wider­spre­chen könn­te, und jeder so tut, als hät­te das wohl­klin­gen­de Geschwur­bel einen Sinn, den man doch erken­nen müss­te. Des Kai­sers neue Kleider.

      • 1. Dei­ner Kant–Kritik stim­me ich voll zu, Rolf. Genau des­we­gen brau­chen wir eine (post­mo­der­ne) „Gegen­auf­klä­rung“. Hein­rich Hei­ne sah auch hier klar mit sei­nem: ..“Kant ist unser Robes­pierre“.. Rich­tig ist, dass Kant und Hegel in ver­schwur­bel­ten Sät­zen schrie­ben und wie bei den meis­ten Phi­lo­so­phen, muss man die frü­hen Schrif­ten von den spä­te­ren unter­schei­den. Den­noch möch­te ich Hegel nicht pau­schal ableh­nen; allein sein Ver­such, gesell­schaft­li­che Beson­der­heit mit auf­klä­re­ri­scher Uni­ver­sa­li­tät zu ver­bin­den, wäre für die »Nach­mo­der­ne« und „Neu–Rechten“ als Theo­rie wich­tig. Man müss­te es anders for­mu­lie­ren. In die­sem Punkt fol­ge ich Prof. Albrecht Well­mer: ..“Ich glau­be, dass Hegel‚s Ant­wort trotz aller unüber­seh­ba­ren Schwä­chen sei­ner Staats­kon­struk­ti­on in eini­gen Zügen bis heu­te unüber­trof­fen blieb“.. (1993). Zu den fol­gen­reichs­ten Fehl­ent­wick­lun­gen der Moder­ne gehört fer­ner, dass Kant, K. Marx und Ratio­na­lis­ten Hegels Prin­zip: »The­se / Anti­the­se / Syn­the­se« über Bord war­fen, weil a) der „com­mon intel­lect“ (K. Marx) Syn­the­se nicht leis­ten kann und b) der positivistisch–objektive ana­ly­ti­sche Ver­stand auf EIN-dimen­sio­na­les, linea­res Den­ken setzt. Durch die Reduk­ti­on des Dua­lis­mus auf Monis­mus litt das Unter­schei­dungs­ver­mö­gen, der umfas­sen­de­re Blick und es bewirk­te die beklag­te Rea­li­täts­fremd­heit. Fast alle Dis­ser­ta­tio­nen und wis­sen­schaft­li­che Schrif­ten zei­gen das. Die addi­ti­ve oder sub­trak­ti­ve EINS fas­zi­nier­te in Ver­bin­dung mit der Dro­ge EIN-fach­heit sowohl „Lin­ke“ wie „Rech­te“ und Kapi­ta­lis­ten. Die „Intel­li­gen­zi­ja“ wird wie­der ler­nen müs­sen, min­des­tens von 1–3 zu zäh­len (im über­tra­ge­nen Sin­ne). Der Auf­stieg vom Monis­mus über den Dua­lis­mus zur ganz­heit­li­chen Triple­xi­tät des „Den­ken“ wird schwie­rig. Der Abstieg nach Unten war ein-facher. 

        2. Die »Post­mo­der­ne« lässt sich hier nicht erschöp­fend behan­deln. Zahl­rei­che In- und aus­län­di­sche Autoren schrie­ben dar­über. Da sie auf geziel­ter Kri­tik am mate­ria­lis­ti­schen, wert­frei­en Zweck­den­ken der »Moder­ne« („Deus ex machina“–Hype), basiert, liegt kei­ne Belie­big­keit oder „anything goes“ vor. Fast alle Autoren ver­wech­seln Plu­ra­li­tät mit Ganzheit.

        Wie gesagt, die EINS lässt sich nur addie­ren oder sub­tra­hie­ren, des­halb geht die »Post­mo­der­ne« von einem „über­sum­ma­ti­ven“ Den­ken aus, eben dem holis­ti­schen. („Das Gan­ze ist mehr als die Sum­me der Tei­le“). Dafür wären die brach geleg­ten Berei­che des mensch­li­chen Bewusst­seins und der Gehirn–Hemisphären wie­der zu akti­vie­ren, ins­be­son­de­re die im Ratio­na­lis­mus ver­pön­ten (höhe­ren) Emo­tio­nen und Spi­ri­tua­li­tät; m.a.W. das Über-, Ober- und Unter­be­wusst­sein. Die „Auf­klä­rung“ schei­ter­te auch, weil der „mün­di­ge Ver­stand“ die nie­de­ren Trieb­kräf­te nie beherrsch­te, wie Freud es ver­lang­te. Die Kri­tik, dass das zu Irra­tio­na­lis­mus füh­re, meint in Wirk­lich­keit: Wir wol­len nur Ratio­na­lis­mus. Die Bevöl­ke­rung ist da wei­ter. Es gibt bereits vie­le Bran­chen mit ganz­heit­li­chem Anspruch, z.Bsp. in der Medi­zin, der Aus­bil­dung mit Kopf, Herz und Hand oder im „ganz­heit­li­chen Tou­ris­mus“. Die 2000 Jah­re alte reli­giö­se patri­ar­cha­li­sche EIN–seitigkeit wird gegen­wär­tig durch den Femi­nis­mus ergänzt, ob in der rich­ti­gen Wei­se, muss sich zeigen. 

        Raum- und Zeit–Vorstellungen bil­den das Fun­da­ment einer Welt­an­schau­ung, wenn man so will, die „Vor­ur­tei­le“. Für den Zeit­be­griff heißt das, die ratio­na­le, exo­te­ri­sche, ein­di­men­sio­na­le Fol­ge­zeit durch eine zykli­sche Zeit­auf­fas­sung und inne­re Zeit der Objek­te und Sub­jek­te zu ergän­zen. Erst die­se ermög­li­chen nicht­li­nea­re Dyna­mik und die buch­stäb­lich not-wen­di­ge stu­fen­wei­se Tran­szen­denz (Über­stei­gen) von nie­de­rer zu höhe­rer Raum–Zeit. Das­sel­be gilt für den Raum­be­griff. Er wird künf­tig nicht mehr die Newton‚sche Lee­re oder das car­te­si­sche Nichts sein, in dem Objek­te zufäl­lig und addi­tiv ange­ord­net sind. Die Objek­te selbst wer­den „raum­grei­fend“. Der (Zwi­schen-) Raum ist nicht mehr nur Abstand, son­dern wird kon­sti­tu­tiv und dyna­misch auf­ge­fasst. Die lin­ke Raum­vor­stel­lung bevor­zugt uni­ver­sel­le Offen­heit, Gren­zen­lo­sig­keit und Gleich­heit der Ele­men­te, Sub­jek­te oder Natio­nen. Die rech­te Auf­fas­sung zieht begrenz­te, mehr oder weni­ger geschlos­se­ne Zel­len vor (Fami­lie, Haus, Natio­nen). Sie ermög­li­chen mehr Indi­vi­dua­li­tät, Frei­heit und „Ein­heit in der Viel­falt“ (anders als „Mul­ti­kul­ti“) statt UNI-for­mer „Ein­heit in der Ein­heit“. Nur mit klei­ne­ren Ein­hei­ten sind Demo­kra­tie und frei­heit­li­che Ord­nung mög­lich. Eine „One world“ kann nur mit Dik­ta­tur, Zen­sur und (Bür­ger-) Krie­gen beherrscht wer­den. Schon die rela­tiv klei­ne EU deu­tet es an. 

        In »Das Tao der Phy­sik« (2000) lie­fer­te der Phy­si­ker Frit­jof Capra Bau­stei­ne für ein neu­es Welt­bild. Er emp­fahl eine Kon­ver­genz west­li­cher mate­ria­lis­ti­scher Natur­wis­sen­schaft und öst­li­cher Phi­lo­so­phie. Auch Prof. Wolf­gang Welsch will die »Post­mo­der­ne« heu­te nicht mehr nur als »Zwei­te Moder­ne« sehen: ..“Die heh­ren Model­le der älte­ren und neue­ren »Moder­ne« haben sich, gelin­de aus­ge­drückt, nicht als ziel­füh­rend erwie­sen. Ein Kurs­wech­sel ist fäl­lig. (…) Die­ser Befund legt den Gedan­ken nahe, dass wir nicht einer Fort­schrei­bung oder Erneue­rung oder einer Ergän­zung und Detail­ver­bes­se­rung der moder­nen Pro­gram­ma­tik bedür­fen, son­dern eines tie­fe­ren Wan­dels, einer radi­ka­len Umstel­lung“.. (S. 177). (W. Welsch »Blick­wech­sel«, Reclam 2012). Hof­fent­lich habe ich das nicht EIN-fache The­ma eini­ger­ma­ßen ver­ständ­lich dargestellt?

      • Da Du Dir Mühe gege­ben hast, zu ant­wor­ten, will ich mir auch Mühe geben, eine Ent­geg­nung auf die Ant­wort zu ver­fas­sen. Du wirst lei­den. Fan­gen wir mit Hegel an. Du schriebst:

        „allein sein Ver­such, gesell­schaft­li­che Beson­der­heit mit auf­klä­re­ri­scher Uni­ver­sa­li­tät zu ver­bin­den, wäre für die »Nach­mo­derne« und „Neu–Rechten“ als Theo­rie wichtig.“

        Ich wür­de behaup­ten, dass so etwas wie eine „Gesell­schaft“ über­haupt nicht exis­tiert. Was exis­tiert, sind Indi­vi­du­en, die sich, als sozia­le Tie­re, in Grup­pen sam­meln, und sind in der Regel in meh­re­ren davon. Ich bin zum Bei­spiel Teil einer Fami­lie, einer Nach­bar­schaft, einer Prü­gel­sport­grup­pe, eines Schieß­sport­ver­eins, einer Ver­ei­ni­gung der Freun­de extra­le­ga­ler Destruk­ti­on, und ich ste­he im Kon­takt zu diver­sen Grup­pen von Geschäfts­part­nern, sowie zu mei­nen sozia­len Krei­sen. Ich bin nicht Teil irgend­ei­ner Gesell­schaft, und ich weh­re mich aktiv dage­gen, wenn jemand ande­rer Mei­nung ist, und meint, damit Über­grif­fe begrün­den zu kön­nen. Einer der Grün­de, wes­halb ich dies tue, ist, dass eine Grup­pe, die ihre Mit­glied­schaft mit Gewalt erzwingt, dadurch recht­fer­tigt, dass man sie mit Gewalt bekämpft. Sofern der A das Recht hat, ohne wei­te­re Vor­be­din­gun­gen den B mit Gewalt zu etwas zu zwin­gen, hat der B das Recht, den A ohne wei­te­re Vor­be­din­gun­gen mit Gewalt zu etwas zu zwin­gen, und dazu gehört auch, ihn mit Gewalt dazu zu zwin­gen, den Ver­such ein­zu­stel­len. Wenn der A die­ses Recht nicht hat, und es den­noch tut, gibt er dem dadurch B das Recht, zu tun, was nötig ist, um dies zu unter­bin­den. Dies alles liegt, neben­bei bemerkt, durch­aus im Anwen­dungs­be­reich von Kants kate­go­ri­schem Impe­ra­tiv. Und da wir, nach Kant, im Reich der Uni­ver­sa­li­sier­bar­keit blei­ben wol­len, exis­tiert eine Gesell­schaft folg­lich ent­we­der über­haupt nicht, oder sie ist auf­grund ihrer All­um­fas­send­heit so bedeu­tungs­los, dass man sie ohne Infor­ma­ti­ons­ver­lust weg­las­sen kann. Was man nicht igno­rie­ren kann, ist die von ihr aus­ge­hen­de Gewalt­an­wen­dung, aber da sind wir im Bereich der Selbst­ver­tei­di­gung, und die hat mit dem vor­lie­gen­den The­ma nichts zu tun.

        „Zu den fol­gen­reichs­ten Fehl­ent­wick­lun­gen der Moder­ne gehört fer­ner, dass Kant, K. Marx und Ratio­na­lis­ten Hegels Prin­zip: »The­se / Anti­these / Syn­these« über Bord warfen“

        Hegels Dia­lek­tik, also das „The­se -> Anti­the­se -> Synthese“-Ding ist ja auch im Kern feh­ler­haft. Im Klei­nen wie im Großen.

        Im Klei­nen:

        - The­se: 2+2=6
        - Anti­the­se: 2+2=4
        - Syn­the­se: 2+2=(6+4)/2=5

        Sofern eine „Gesell­schaft“ sich dar­auf ein­ge­rich­tet hat, dass 2+2=6 wahr ist, ist die­se Aus­sa­ge in der ein­zi­gen Welt, die Men­schen zugäng­lich ist, wahr. Denk dran, das „Ding an sich“ und die „Welt an sich“ sind für Men­schen unzu­gäng­lich, und alle Kon­zep­te dar­über sind not­wen­di­ger­wei­se falsch, weil man vom Sub­jek­ti­ven nicht aufs Objek­ti­ve schlie­ßen kann. Die ein­zi­ge Rea­li­tät, zu der wir einen Zugang besit­zen, ist das kol­lek­ti­ve Gedan­ken­kon­strukt in den Köp­fen der Men­schen, in denen 2+2 durch­aus 6 erge­ben kann. Sofern Kants Meta­phy­sik wahr ist - und Hegel setzt dies vor­aus - ist das die Lage.

        Und im Großen:

        - The­se Marx&Engels: Pro­le­ta­ri­er aller Län­der, ver­ei­nigt Euch! Es lebe der Sozia­lis­mus! Es lebe der Kommunismus!
        - Anti­the­se Pro­le­ta­ri­er: Wir könn­ten so klei­ne Ver­si­che­run­gen auf­ma­chen, in die alle frei­wil­lig ein­zah­len, und die als Kran­ken­ver­si­che­rung und sozia­le Absi­che­rung fun­gie­ren. Wir nen­nen die­se Ver­si­che­run­gen „Arbei­ter­ge­nos­sen­schaf­ten“.
        - Anti­the­se Bis­marck: Nene­ne, die­se „Arbei­ter­ge­nos­sen­schaf­ten“ bekom­men mir zu viel Ein­fluss, das geht ja gar nicht, ich will hier allei­ne das Sagen haben. Wir ver­staat­li­chen die Din­ger jetzt ein­fach, und recht­fer­ti­gen dies damit, dass so ein Ver­ein plei­te gehen kann, der Staat hin­ge­gen nicht. Dann freu­en sich alle.
        - Anti­the­se Hit­ler: So ein Sozi­al­staat ist schon eine tol­le Sache, weil man, beson­ders wäh­rend einer Wirt­schafts­kri­se, ganz vie­le Wäh­ler mit Sozi­al­hil­fe und Ren­ten ködern kann. Man muss denen ja nicht sagen, dass auch so ein Staat plei­te gehen kann. Man hat dadurch auch gleich noch die Mög­lich­keit, einen bes­se­ren Men­schen zu züch­ten. Ich mag blau­äu­gi­ge Ira­ner. Ja, wir züch­ten blau­äu­gi­ge Ira­ner, und för­dern sie von der Wie­ge bis ins Grab. Aller­dings wol­len wir auch kein Geld an die Lebens­un­wer­ten ver­tei­len, die kei­ne blau­äu­gi­gen Ira­ner sind. Und an Behin­der­te auch nicht, die kön­nen eh nichts ande­res als zu ficken, und die ver­meh­ren sich sonst schnel­ler, als die blau­äu­gi­gen Ira­ner. Und ich has­se Juden. Und Kom­mu­nis­ten. Zumin­dest die, die den Sta­lin lie­ber mögen als mich. Also, wenn ich schon mal das Sagen habe, dann kann ich auch gleich alle umbrin­gen, die kei­ne blau­äu­gi­gen Ira­ner sind. Zumin­dest Juden, und den Teil der Kom­mu­nis­ten, die Sta­lin lie­ber mögen als mich. Und Behin­der­te. Und alle, die mich stö­ren. Das spart auch Geld, von dem dann mehr für die blau­äu­gi­gen Ira­ner da ist. Ich bin ja nicht Krö­sus. Ja, das ist super, so machen wirs.
        - Anti­the­se Grund­ge­setz: Die BRD ist ein sozia­ler Rechts­staat. Alle sind gleich, es wird nie­mand umge­bracht, und jeder Deut­sche darf Sozi­al­hil­fe beantragen.
        - Anti­the­se Ange­la Mer­kel: Alle sind gleich, nie­mand wird auf lega­lem Weg umge­bracht, und jeder kriegt Sozi­al­hil­fe, egal wo er her kommt.
        - Anti­the­se irgend­so­ein Rich­ter: Alle sind gleich, außer Min­der­hei­ten, die haben Son­der­rech­te, weil sie dadurch benach­tei­ligt wer­den, dass sie über­pro­por­tio­nal viel Sozi­al­hil­fe bekom­men. Dar­um müs­sen sie noch mehr Sozi­al­hil­fe bekom­men. Soll­te jemand umge­bracht wer­den, tun wir so, als wärs ein Rechen­feh­ler. Oh ja, Baby, schlag mich und gib mir Tiernamen
        - Anti­the­se: Alla­hu Akbar! Tod den Ungläu­bi­gen! Lang lebe das Kali­fat! Wir haben den Gebur­ten­ji­had gewon­nen, und jetzt bau­en wir Atom­waf­fen für Allah!
        - Anti­the­se: BOOOM!
        - Syn­the­se: … Ich habe Hun­ger … Und zwei Köp­fe … Mir ist kalt … Kill me … Please?

        Ver­giss nicht, dass Hegels Dia­lek­tik, zumin­dest laut dem, was ich gele­sen habe, auf „Gesell­schaft­li­che“ Ent­wick­lun­gen ange­wen­det wur­de, und nicht auf indi­vi­du­el­len Pri­vat­kram. Laut Hegel dien­te sei­ne Dia­lek­tik eher dazu zu erklä­ren, wie gesell­schaft­li­cher Fort­schritt funk­tio­niert. Näm­lich so: Die The­se ist eine Mas­sen­hys­te­rie, die irgend­ein Kern­chen an Wahr­heit ent­hält, die aber viel zu weit geht. Die Anti­the­se ist eine Mas­sen­hys­te­rie, deren Kern­chen an Wahr­heit die Pro­ble­me der Mas­sen­hys­te­rie-The­se ist, und die in genau ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung ori­en­tiert ist, die aber auch viel zu weit geht. Die Syn­the­se, und damit der Fort­schritt, ist die Ver­schmel­zung der bei­den erst­ge­nann­ten Mas­sen­hys­te­rien. Und ja, es ging bei Hegels geschicht­li­chen Betrach­tun­gen um Mas­sen­hys­te­rien. Neben­bei bemerkt, das klappt mathe­ma­tisch nicht, weils zu vie­le Fak­to­ren gibt, und man dadurch mit der Anti­the­se die Gegen­rich­tung mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit ver­fehlt, wodurch man nicht irgend­wo in der Mit­te her­aus kommt, son­dern ganz woanders. 

        „weil a) der „com­mon intel­lect“ (K. Marx) Syn­the­se nicht leis­ten kann und b) der positivistisch–objektive ana­ly­ti­sche Ver­stand auf EIN-dimen­sio­na­les, linea­res Den­ken setzt. “

        Es kann sein, dass nur ich das bin, und ich das beim Pokern gelernt habe, aber ich dach­te immer, man denkt in Wahr­schein­lich­keits­bäu­men, also nicht line­ar, son­dern so, dass die auch aus irgend­wel­chen Prä­mis­sen erge­ben­den Schlüs­se, sofern derer meh­re­re exis­tie­ren, nur mit einer gewis­sen Wahr­schein­lich­keit wahr sind. „Bayes­scher Wahr­schein­lich­keits­be­griff“, wenn Du es for­mal magst.

        „Durch die Reduk­tion des Dua­lis­mus auf Monis­mus litt das Unter­schei­dungs­ver­mö­gen, der umfas­sen­dere Blick und es bewirk­te die beklag­te Realitätsfremdheit.“

        Ich stim­me zu, aller­dings nur, was Monis­mus betrifft. Monis­mus heißt, dass ent­we­der alles Geist, alles Mate­rie, oder alles ein Zwi­schen­ding ist. nud nur eins davon. Das gehört zu den Din­gen, über die man kei­ne wert­hal­ti­ge Aus­sa­ge tref­fen kann. Die „Wert­hal­tig­keit“ defi­nie­re ich so, dass eine Aus­sa­ge dann wert­hal­tig ist, wenn sich durch die­se Aus­sa­ge mess­ba­re Ergeb­nis­se vor­her­sa­gen las­sen, und in der Rea­li­tät gemes­se­ne Wer­te den Vor­her­sa­ge­wer­ten der Aus­sa­ge ent­spre­chen. Ist eine Aus­sa­ge nicht durch Mes­sun­gen wider­leg­bar, ist sie irrele­vant, selbst dann, wenn sie für sich genom­men vali­de ist. Es gibt durch­aus eini­ge for­mell vali­de Got­tes­be­wei­se, aber den­noch ist es irrele­vant, ob es einen Gott gibt, so lan­ge er nicht mess­bar ist. Ich wür­de das, was in der Phi­lo­so­phie unter Dua­lis­mus und Plu­ra­lis­mus zählt, eben­so in die­se Kate­go­rie zäh­len. Irrele­vant. Oder auch red­un­dant. Kann ohne Infor­ma­ti­ons­ver­lust weg­ge­las­sen werden.

        Ich hab gera­de auf Wiki­pe­dia nach­ge­le­sen, und neh­me nicht an, dass Du mit „Monis­mus“ sowas wie „Emer­genz“ meinst, weil Du das sonst so geschrie­ben hät­test. Falls doch: Was genau ist an die­sem Denk­an­satz jetzt ver­kehrt? Er lässt sich bei Fisch­schwär­men und Amei­sen­hau­fen beob­ach­ten, hat einen defi­nier­ten Anwen­dungs­be­reich, und ist anhand von Mes­sun­gen wider­leg­bar. Auf Men­schen bezo­gen sagt er aus, dass eine Men­schen­mas­se nach ande­ren Mus­tern agiert, als die Indi­vi­du­en, aus denen sie besteht, und das wirst Du nicht bestrei­ten können.

        Willst Du mit Dua­lis­mus oder der Triple­xi­tät aus­sa­gen, dass eine Mas­se nach ande­ren Gesichts­punk­ten bewer­tet wer­den soll­te, als deren Indi­vi­du­en, oder Indi­vi­du­en Son­der­rech­te bekom­men, sobald sie Teil einer Mas­se sind, die sie als Indi­vi­du­en nicht hät­ten? Sowas wie: Mit Bat­man-Kos­tüm darf ich Leu­te ver­prü­geln, weil die Mas­se das gut fin­det, nicht jedoch im Joker-Kos­tüm? Also Kants The­se, dass die Mas­se dar­über ent­schei­det, was mora­li­sche Rea­li­tät ist, und wenn die Mas­se einen Adolf Hit­ler zum Füh­rer ernennt, die­ser dadurch mora­lisch ein­wand­frei han­delt? Ich mei­ne, sofern er nicht aus Eigen­in­ter­es­se, son­dern aus uni­ver­sa­li­sier­ba­ren Ver­nunfts­grün­den, also pflicht­ge­mäß, Juden ver­gast, und er die­se auch nicht als Mit­tel son­dern als Zweck betrach­tet? Laut Kant wür­de der Herr Hit­ler ja als mora­lisch beson­ders ehren­haft gel­ten, wenn er die Juden ver­gast hät­te, obwohl er einen per­sön­li­chen Wider­wil­len gegen die­se Hand­lung verspürte.

        Oh, und ich grei­fe jetzt Kant an, weil auf ihm Hegel und der größ­te Teil der der­zei­ti­gen Staats­phi­lo­so­phen basie­ren, und die alle fal­len, sobald Kant fällt. Ich hacke hier eine Wur­zel des Übels durch. Nie­mand wirds lesen, aber viel­leicht bring­ts mir ja bei/nach der nächs­ten eth­ni­schen Säu­be­rung etwas, dar­auf zu ver­wei­sen, dass ichs ja schon immer gesagt habe.

        „Wie gesagt, die EINS lässt sich nur addie­ren oder sub­tra­hie­ren, des­halb geht die »Post­mo­derne« von einem „über­sum­ma­ti­ven“ Den­ken aus, eben dem holistischen.“

        Zu Holis­mus lässt sich das sel­be sagen, das sich auch zu Monis­mus sagen lässt: Wenn sich dar­aus kei­ne nach­prüf­ba­ren Aus­sa­gen ablei­ten las­sen, ist es irrele­vant, und wenn die­se Aus­sa­gen nicht mit den Mess­wer­ten über­ein­stim­men, ist es falsch. Neben­bei bemerkt: Es ist unmög­lich, eine wie auch immer gear­te­te Aus­sa­ge ohne klar defi­nier­te Ope­ra­to­ren - wie zum Bei­spiel Grund­re­chen­ar­ten - zu defi­nie­ren. Ohne kla­re Defi­ni­ti­on ist eine Aus­sa­ge noch nicht­mal falsch, son­dern bedeu­tungs­lo­ses Gebrabbel.

        „Dafür wären die brach geleg­ten Berei­che des mensch­li­chen Bewusst­seins und der Gehirn–Hemisphären wie­der zu akti­vie­ren, ins­be­son­de­re die im Ratio­na­lis­mus ver­pön­ten (höhe­ren) Emo­tio­nen und Spiritualität; “

        Wel­chen Ein­fluss genau soll es haben, die aus der Struk­tur des mensch­li­chen Gehirns emer­gen­ten Fehl­funk­tio­nen vom Pri­va­ten ins Kol­lek­ti­ve zu erhe­ben? Men­schen kön­nen sich im Recht füh­len, beson­ders aus spi­ri­tu­el­len Grün­den, und den­noch Unrecht haben. Gefüh­le und Spi­ri­tua­li­tät sind doch kein Kri­te­ri­um, anhand des­sen man irgend­wel­che brauch­ba­ren Schlüs­se zie­hen kann. Das ers­te, was man Kin­dern abtrai­niert, nach­dem sie auf der Welt sind, ist es, ihre zufäl­li­gen Gehirn­pup­se aus­zu­le­ben. Das nennt sich „Erwach­sen­wer­den“. Es gibt eine Rea­li­tät außer­halb der Gehirn­pup­se, die sie dadurch erken­nen, dass sie von Gehirn­pup­sen unab­hän­gig und fort­be­stehend ist, und an der sie sich zu ori­en­tie­ren haben, wenn sie ger­ne am leben blei­ben wol­len. Lese ich da den Wunsch, sich ohne schlech­tes Gewis­sen wie ein Säug­ling ver­hal­ten zu wollen?

        „Die Post­mo­der­ne als Phä­no­me­no­lo­gie der Gehirn­pup­se“ hal­te ich übri­gens für einen guten Buch­ti­tel, falls jemand Inter­es­se hat.

        „m.a.W. das Über-, Ober- und Unterbewusstsein.“

        Was bedeu­tet „m.a.W“? Zudem… Ich bin unge­bil­det, und ken­ne auch nur das Bewuss­te, sowie das Unbe­wuss­te. Viel­leicht auch noch das Vor­be­wusst­se, jetzt, wo ich nachschlage. 

        „Die „Auf­klä­rung“ schei­ter­te auch, weil der „mün­di­ge Ver­stand“ die nie­de­ren Trieb­kräf­te nie beherrsch­te, wie Freud es verlangte. “

        Freud ver­lang­te, dass das Ich mit­tels Über-Ich das Es sub­li­miert, die­sem also einen Weg auf­zeigt, wie das Es sei­ne Trie­be aus­le­ben kann. Im Prin­zip hät­te Freud von einem Men­schen, der sich durch beson­de­re Blut­rüns­tig­keit und Mord­lust aus­zeich­net, also ver­langt, viel Sport zu trei­ben, früh auf­zu­ste­hen, sich selbst gut zu dis­zi­pli­nie­ren, um der Frem­den­le­gi­on bei­zu­tre­ten, wo er dann zu einem beson­ders leis­tungs­fä­hi­gen Kil­ler aus­ge­bil­det wird, und Gele­gen­heit bekommt, sei­nen Inter­es­sen nach­zu­ge­hen. Nie­de­re Trie­be auf „gesell­schaft­lich“ akzep­ta­ble Wei­se ohne sozia­le Kon­flik­te aus­zu­le­ben und deren Ener­gie nutz­bar zu machen war Freuds Ziel. Trieb­be­herr­schung durch den Ver­stand eher nicht. Die aus über­mä­ßi­ger Trieb­be­herr­schung resul­tie­ren­den Kon­flik­te waren, was er lösen wollte.

        „Es gibt bereits vie­le Bran­chen mit ganz­heit­li­chem Anspruch, z.Bsp. in der Medizin,“

        Nicht so wirk­lich, wenn Du gesetz­lich kran­ken­ver­si­chert bist. Da ist es eher Fließ­band­ar­beit, und man ist am Arsch, wenns kei­ne kla­re Dia­gno­se gibt. Und was dar­über hin­aus­geht, ist eher ziem­lich nerdig, als ganz­heit­lich, sofern man nicht an einen Quack­sal­ber gerät.

        „der Aus­bil­dung mit Kopf, Herz und Hand “

        Kei­ne Ahnung, was das ist, aber es klingt nach einer neu­en Ver­si­on des Hit­ler­gru­ßes. Fin­de ich witzig.

        „oder im „ganz­heit­li­chen Tourismus“. “

        Eso­the­rik. Gehört in die Kis­te mit den Belanglosigkeiten.

        „Raum- und Zeit–Vorstellungen bil­den das Fun­da­ment einer Welt­an­schau­ung, wenn man so will, die „Vor­ur­teile“.“

        Sind wir jetzt wie­der bei Kant, der sag­te, dass es grund­sätz­lich falsch ist, anzu­neh­men, dass sich die Din­ge im drei­di­men­sio­na­len Raum abspie­len, weil unse­re Sin­nes­or­ga­ne uns die­sen Ein­druck ver­mit­teln? Ich glau­be, es ist ein Kunst­griff der Eso­the­ri­ker, wenn sie von höhe­ren Dimen­sio­nen spre­chen, weil es dem mensch­li­chen Gehirn sehr schwer fällt, sich eine Form im vier­di­men­sio­na­len Raum vor­zu­stel­len, und das gut klingt. Ich bezweif­le es jedoch, dass die Eso­the­ri­ker selbst Aus­sa­gen dar­über tref­fen kön­nen, wie ein Kör­per im hun­dert­di­men­sio­na­len Raum aus­sieht, oder mit wel­chem Vek­tor man inner­halb die­ses Kör­pers von Punkt A nach Punkt B kommt. Geo­me­tri­sche Dimen­sio­nen sind halt so ne Sache, die man intui­tiv nur bis zur drit­ten Dimen­si­on ver­steht, und bezüg­lich derer man dar­über hin­aus super was vom Pferd erzäh­len kann, ohne, dass es jemals jemand nachprüft.

        „Für den Zeit­be­griff heißt das, die ratio­na­le, exo­te­ri­sche, ein­di­men­sio­na­le Fol­ge­zeit durch eine zykli­sche Zeit­auf­fas­sung und inne­re Zeit der Objek­te und Sub­jek­te zu ergänzen.“

        Ver­ste­he ich nicht, aber Zeit ist, zumin­dest inner­halb unse­res Uni­ver­sums, nicht zyklisch. Nicht­mal im Mul­ti­ver­sum, wenn man denn annimmt, dass es exis­tiert. Soll­te irgend­wann, nach­dem die sub­ato­ma­ten Par­ti­kel unse­res Uni­ver­sums durch die fort­lau­fen­de Aus­deh­nung des Raums zer­ris­sen wor­den sind, zufäl­lig das sel­be Uni­ver­sum in die Exis­tenz plop­pen, betrifft das nie­man­den, der in unse­rem Uni­ver­sum lebt. Und man kann vor allem auch kei­ne Aus­sa­ge dar­über tref­fen, was vor der Exis­tenz unse­res Uni­ver­sums war, oder was danach sein wird.

        „Erst die­se ermög­li­chen nicht­li­neare Dyna­mik und die buch­stäb­lich not-wen­di­ge stu­fen­weise Tran­szen­denz (Über­stei­gen) von nie­de­rer zu höhe­rer Raum–Zeit.“

        Was ist nie­de­re, und was ist höhe­re Raum-Zeit? Und Tran­szen­denz wür­de ich ger­ne in den Kar­ton mit den irrele­van­ten Begrif­fen packen, in dem schon Monus­mus, Dua­lis­mus, und so wei­ter, liegen. 

        „Das­sel­be gilt für den Raum­be­griff. Er wird künf­tig nicht mehr die Newton‚sche Lee­re oder das car­te­si­sche Nichts sein, in dem Objek­te zufäl­lig und addi­tiv ange­ord­net sind.“

        Das ergibt sich ja auch aus Ein­steins Rela­ti­vi­täts­theo­rie, zu der die Newton’sche Phy­sik und die Geo­me­trie nur eine Appro­xi­mie­rung ist. Aber was hat jetzt theo­re­ti­sche Phy­sik mit irgend­et­was zu tun, über das man in die­sem Blog schreibt?

        „Die Objek­te selbst wer­den „raum­grei­fend“. Der (Zwi­­schen-) Raum ist nicht mehr nur Abstand, son­dern wird kon­sti­tu­tiv und dyna­misch aufgefasst“

        Ja. Und er dehnt sich aus, was man dar­an sehen kann, dass Ster­ne, die sehr weit ent­fernt sind, wegen des Dopp­ler-Effekts eine Rot­ver­schie­bung haben. Irgend­wann wer­den sie nicht mehr rot sein, son­dern Infra­rot. Und danach wer­den die Far­be haben, die Mikro­wel­len haben, und danach die Far­be, die Funk­wel­len haben. Was hat jetzt Kos­mo­lo­gie, oder wie sich das Fach nennt, mit Post­mo­der­ne zu tun?

        „Die lin­ke Raum­vor­stel­lung bevor­zugt uni­ver­selle Offen­heit, Gren­zen­lo­sig­keit und Gleich­heit der Ele­mente, Sub­jekte oder Nationen. “

        Was haben poli­ti­sche Wer­te­vor­stel­lun­gen etwas mit dem Raum zu tun? Sind das etwa Funk­tio­nen, deren Ober­flä­che im N-dimen­sio­na­len Raum geplot­tet wird? Haben die auch ne Feh­ler­funk­ti­on? Falls ja, ist die­se ableit­bar, damit man die Stei­gung mit­tels Gra­di­en­ten­ver­fah­ren berech­nen kann, damit man weiß, in wel­che Rich­tung sich eine Ver­än­de­rung aus­wirkt, falls man Opti­mie­rungs­be­darf sieht? Falls ja, wie sieht die­se Feh­ler­funk­ti­on aus? (Soll - Ist)², wobei bei­des Matri­zen sind? Wie wird „Soll“ und wie wird „Ist“ berech­net? Und was macht man mit die­ser n-dimen­sio­na­len Flä­che, bezie­hungs­wei­se deren Gradienten?

        „Nur mit klei­ne­ren Ein­hei­ten sind Demo­kra­tie und frei­heit­li­che Ord­nung mög­lich. Eine „One world“ kann nur mit Dik­ta­tur, Zen­sur und (Bür­ger-) Krie­gen beherrscht wer­den. Schon die rela­tiv klei­ne EU deu­tet es an. “

        Ja, ein Pro­blem der Demo­kra­tie ist halt, dass sie nur bei homo­ge­nen Grup­pen ein Ergeb­nis her­vor­bringt, mit dem alle leben kön­nen. Bei hete­ro­ge­nen Grup­pen liegt das demo­kra­ti­sche End­ergeb­nis immer im Tal der Beliebt­heits­kur­ve, das, euphe­mis­tisch gespro­chen, das kleins­te Übel dar­stellt, das aber nie­mand haben will. Bezie­hungs­wei­se, das den gerings­ten Abstand zu den ver­schie­de­nen Polen hat, das jedoch prak­tisch immer in dem Bereich liegt, den sich so nie­mand gewünscht hat. Dik­ta­tu­ren sind da bes­ser. Da gibts wenigs­tens die Mög­lich­keit, dass zumin­dest eine Min­der­heit das kriegt, was sie ger­ne haben will. Das pas­siert in der Regel zwar auch nicht, aber zumin­dest gibt es da in der Theo­rie die­se Mög­lich­keit, und Tyran­nen­mord scheint mir auch eine zuver­läs­si­ge­re Ein­spruchs­mög­lich­keit zu sein, als Wah­len. Ide­al wäre eine unbe­grenz­te Zahl an Dik­ta­tu­ren, die zuein­an­der im Wett­be­werb ste­hen, die man belie­big wech­seln kann, und deren Bei­tritt frei­wil­lig erfolgt. Sofern es, zum jeder­zeit mög­li­chen Tyran­nen­mord, ein Grund­recht gibt, Kriegs­waf­fen zu besit­zen und zu tra­gen, soll­te mal jemand auf die Idee kom­men, unzu­frie­de­ne Kun­den nicht aus dem Ver­trag zu ent­las­sen. Man will schließ­lich kei­ne Skla­ve­rei haben. Vom Stand­punkt der Selb­st­op­ti­mie­rung wäre ein sol­ches Sys­tem unschlag­bar, und was sich selbst opti­miert, das bringt auf Dau­er bes­se­re Ergeb­nis­se her­vor. Aber dar­auf woll­test Du bestimmt nicht hinaus.

        „In »Das Tao der Phy­sik« (2000) lie­fer­te der Phy­si­ker Frit­jof Capra Bau­stei­ne für ein neu­es Weltbild.“

        Mei­ne Ex hat mich, im Ver­lauf einer Unter­hal­tung über Dao­is­mus, mal geschla­gen, nach­dem ich ihr etwas von Null­punkt­fluk­tua­tio­nen erzähl­te, als ver­lang­te, ich soll­te mir das „Nichts“ vor­stel­len. Hät­te es danach Sex gege­ben, wäre die­ser gut gewe­sen. Sex macht, in aggres­siv-gewalt­tä­ti­ger Stim­mungs­la­ge, Spaß. Hass­fi­cken. Aber ich glau­be, sie war damals selbst dafür zu erzürnt gewe­sen. Dao­is­mus wird ger­ne von hys­te­ri­schen Wei­bern ver­wen­det, wenn sie das Gehirn von jeman­dem mit dem Gedan­ken an „Das Nichts“ oder an „den n-dimen­sio­na­len Raum“ über­for­dern wol­len. Die kapie­ren das, wor­über sie reden, aber selbst nicht. Die ver­su­chen ledig­lich, einem das Gehirn mit sol­chen Zau­ber­tricks zu über­for­dern. Gott sei Dank, habe ich in mei­ner Jugend rau­he Men­gen LSD genom­men, was mich davor bewahr­te, mich so ein­fach aus dem Kon­zept brin­gen zu las­sen. Man stel­le sich vor, ich hät­te die damals geschwän­gert… Lan­ge Geschich­te, und ich schwei­fe ab.

        „Er emp­fahl eine Kon­ver­genz west­li­cher mate­ria­lis­ti­scher Natur­wis­sen­schaft und öst­li­cher Philosophie.“

        Natur­wis­sen­schaft kon­ver­giert nicht mit fern­öst­li­cher Phi­lo­so­phie. Genau so wenig, wie sie sich anti­ker Phi­lo­so­phie annä­hert, ohne sie jemals zu errei­chen. Oder mit dem Islam. Stoi­zis­mus, Dao­is­mus, und die sie­ben Tod­sün­den mögen sehr prak­ti­sche Kon­zep­te sein, eig­nen sich jedoch aus­schließ­lich als Lebens­rat­ge­ber, und nicht zur metho­di­schen Wahrheitsfindung.

      • P.S.
        OMFG, ich hab soo nen Dach­scha­den, jetzt wo ich mein Geschrie­be­nes lese! Nicht wegen dem Inhalt, son­dern, weil ichs schreibe.

        😀

      • Vie­len Dank für Dei­ne umfang­rei­che Replik. Ich muss sie noch Mal in Ruhe lesen und kom­me dann – aller­dings nicht so aus­führ­lich – dar­auf zurück.

      • Tja, Rolf, ich weiß jetzt nicht, was ich von all dem hal­ten soll. War Dei­ne Kant- und Auf­klä­rungs­kri­tik als Sati­re gedacht? Jetzt ver­tei­digst Du den Kan­ti­schen Uni­ver­sa­lis­mus und sei­ne sog. Meta­phy­sik wie­der, und metho­disch wird der über­hol­te auf­klä­re­ri­sche „Ato­mis­mus“ prak­ti­ziert. Was gilt denn nun? Kein »Post­mo­der­nist« sagt, dass 2+2=6 ist. Falls die gra­vie­ren­de Kri­tik der Auf­klä­rung ernst gemeint war, wäre nun ein­mal Dei­ne Alter­na­ti­ve zur „geschei­ter­ten“ Auf­klä­rung ange­bracht, mög­lichst mit weni­ger Wider­sprü­chen. Frit­jof Capra war kein „hys­te­ri­sches Weib“. Hei­sen­berg u.a. Phy­si­ker haben sich aus­führ­lich über Phi­lo­so­phie und Natur­wis­sen­schaft ausgelassen.

      • „War Dei­ne Kant- und Auf­klä­rungs­kri­tik als Sati­re gedacht?“

        Nö, aber ich hab mich mal mit dem Zeug beschäf­tigt, und habe den Anspruch, Din­ge mit denen ich mich beschäf­ti­ge, auch anwen­den zu kön­nen. Man kann nichts kri­ti­sie­ren, das man nicht ver­steht. Rei­ne Mei­nun­gen und gefühls­mä­ßi­ge Prä­fe­ren­zen sind wertlos.

        „Jetzt ver­tei­digst Du den Kan­ti­schen Uni­ver­sa­lis­mus und sei­ne sog. Meta­phy­sik wie­der, und metho­disch wird der über­holte auf­klä­re­ri­sche „Ato­mis­mus“ praktiziert.“

        Ver­nunft, also das Werk­zeug, das Men­schen von Tie­ren unter­schei­det, und das das ein­zi­ge Werk­zeug ist, das Mut­ter Natur dem Men­schen als zum Über­le­ben gege­ben hat, funk­tio­niert wie folgt: Man nimmt Infor­ma­tio­nen auf, und ver­sucht sich anhand des­sen ein Bild dar­über zu machen, wie die Welt funk­tio­niert. Das grund­le­gends­te Prin­zip der Ver­nunft ist „A ist A“. Das bedeu­tet, dass ein Ding nicht zugleich es selbst, und nicht es selbst sein kann. Das wie­der­um bedeu­tet, dass das Modell von der Rea­li­tät, das man sich mit­tels Ver­nunft gene­riert, wider­spruchs­frei sein muss. Sobald man Wider­sprü­che zulässt, oder unkla­re Defi­ni­tio­nen, begibt man sich in die Welt des magi­schen Den­kens, das in der Regel so aus­sieht, dass man auf­hört, die Rea­li­tät mit­tels Ver­ste­hens und Han­delns zu beherr­schen, und damit beginnt, zu erwar­ten, dass die Rea­li­tät sich danach rich­tet, was man sich wünscht, und wel­che Bedürft­nis­se man hat. Man erwar­tet dann nicht mehr, dass man bekommt, was man ver­dient, son­dern man bekommt, was man sich wünscht, weil man des­sen bedarf, und stellt dann in der Regel auch den Anspruch an ande­re Men­schen, dass sie einem die­se Wün­sche erfül­len, zu deren Erfül­lung man selbst nicht befä­higt ist. Wer so denkt, hat es ver­dient, dass die Rea­li­tät sei­ne Wün­sche igno­riert, und er stirbt. Wer die Grund­la­ge der Auf­recht­erhal­tung sei­ner Exis­tenz negiert, ver­dient Nichtexistenz.

        „Kein »Post­mo­der­nist« sagt, dass 2+2=6 ist.“

        - Natio­nal­so­zia­lis­mus hat mehr Tote ver­ur­sacht als Islam oder Sozia­lis­mus, und ist des­halb schlimmer
        - Islam ist Frieden.
        - Diver­si­tät ist Stärke
        - Dis­kri­mi­nie­rung ist nachteilig
        - Gewin­nen ist unmoralisch
        - Alle Men­schen sind gleich
        - Frau­en und Män­ner sind gleich
        - Unter­schie­de im End­ergeb­nis wer­den durch sys­te­ma­ti­sche Ungleich­hei­ten in der Ver­tei­lung hervorgerufen
        - „Sozia­le-Gerech­tig­keit-Gedöns“. Wenn „Gerech­tig­keit“ und „Sozia­le Gerech­tig­keit“ sich nicht von­ein­an­der unter­schei­den, dann ist das Wort „Sozia­le“ über­flüs­sig. Wenn „Sozia­le Gerech­tig­keit“ und „Gerech­tig­keit“ sich von­ein­an­der unter­schei­den, dann ist „Sozia­le Gerech­tig­keit“ nicht gerecht.
        - Sozia­lis­mus bringt Glück, Frie­den, und Wohlstand
        - „Der Wes­ten“ ist kapitalistisch
        - „Die drit­te Welt“ ist arm, weil die ers­te Welt ihre Res­sour­cen gestoh­len hat, und sie unterdrückt
        - Opfer sind mora­lisch hochstehend
        - Intel­li­genz ist nicht erb­lich, das Intel­li­genz­po­ten­zi­al ist gleich verteilt
        - Geo­gra­phi­sche Tren­nung in unter­schied­lichs­te Umge­bun­gen über 100000 Jah­re hat auf evo­lu­tio­nä­rem Weg kei­ne Unter­schie­de im Leis­tungs­po­ten­zi­al des bio­lo­gisch teu­ers­ten Organs, des Gehirns, hervorgerufen
        - Gewalt löst kei­ne Pro­ble­me und ist verwerflich
        - Die Men­schen­wür­de ist unantastbar
        - Gefüh­le sind wich­ti­ger als Tatsachen
        - Das Recht auf Leben ist unantastbar
        - Steu­ern sind kein Dieb­stahl, und kei­ne räu­be­ri­sche Erpressung
        - Es gibt eine Gesellschaft
        - Staa­ten sind nicht die „Tra­ge­dy of the commons“
        - Bedürft­nis­se sind wich­ti­ger als Leistungen
        - Bedürft­nis­er­fül­lung ohne Gegen­leis­tung ist nicht das Trittbrettfahrerproblem
        - Men­schen haben das Recht, ohne Gegen­leis­tung und auf Kos­ten und zum Nach­teil von Ande­ren, am Leben gehal­ten zu werden
        - Demo­kra­tie funktioniert
        - Men­schen kön­nen durch Wah­len oder sons­ti­gen Schnick­schnack einem Kol­lek­tiv Rech­te und Ansprü­che gegen­über Drit­ten über­tra­gen, die sie als Indi­vi­du­um selbst weder haben, noch jemals hatten
        - Zusam­men­ge­rech­net unge­fähr 70% Steu­ern, ein voll­kom­men durch­re­gu­lier­tes Leben, kein Recht Waf­fen zu tra­gen, und kein Besitz­an­spruch an den eige­nen Kin­dern zu haben, unter­schei­det sich in rele­van­ten Punk­ten von anti­ker Sklaverei
        - …

        Um die­se Punk­te zusam­men­zu­fas­sen brauch­te ich weni­ger als vier Minu­ten. Alle sind ent­we­der objek­tiv unwahr, bedeu­tungs­lo­ses Gedöns, aus dem „post­mo­der­ne Gesell­schaf­ten“ ein Recht zu über­grif­fi­gem Han­deln ablei­ten, das nicht exis­tiert, weil die Grund­la­ge ent­we­der falsch oder irrele­vant ist. Wenn ich län­ger nach­den­ken wür­de, wür­de die­se Lis­te län­ger wer­den, aber ich will mich kurz fas­sen. Ich wür­de sagen, dass die­se Din­ge in etwa auf einem Level mit 2+2=6 sind.

        „Falls die gra­vie­rende Kri­tik der Auf­klä­rung ernst gemeint war, wäre nun ein­mal Dei­ne Alter­na­tive zur „geschei­ter­ten” Auf­klä­rung ange­bracht, mög­lichst mit weni­ger Widersprüchen.“

        - A ist A
        - Wenn Dein Nach­bar, ein Reprä­sen­tant Dei­nes Nach­bars, oder sonst jemand, damit anfängt, in Dei­ne per­sön­li­che Frei­heit oder Dei­ne erwor­be­nen Besitz­an­sprü­che ein­zu­grei­fen, gibt er Dir damit das Recht zu jeder belie­bi­gen gegen ihn gerich­te­ten Hand­lung, die geeig­net ist, ihn dar­an zu hin­dern. Das ist das Nichtaggressionsprinzip.
        - Kei­ne Nach­gie­big­keit, sonst kom­men die Ver­sa­ger mit ihren Bedürft­nis­sen, und plün­dern Dich aus

        „Frit­jof Capra war kein „hys­te­ri­sches Weib“.“

        Mei­ne dao­is­ti­sche Ex, die mich geschla­gen hat, als ich ihr ver­such­te zu erklä­ren, dass es im erreich­ba­ren Uni­ver­sum kein „Nichts“ gibt, und man sich die­ses des­halb nicht vor­stel­len kön­nen muss, hin­ge­gen schon. Um die ging es in mei­ner Ant­wort. Die war sexy, litt aber unter dem Pro­blem, dass sie sich dar­an gewöhnt hat­te, dass Ker­le ihr den Unsinn, den sie redet, nor­ma­ler­wei­se nach­se­hen, weil die­se mit ihr ficken wol­len. Man­gels Gren­zen dreh­te sie frei, und bekam jedes Mal Pro­ble­me, sobald der vom Geschlechts­trieb ver­ne­bel­te Geist auf­hör­te, ver­ne­belt zu sein.

        Der Punkt, auf den ich hin­aus­woll­te, war, dass es kei­nen Sinn ergibt, es sich schwer zu machen, indem man ver­sucht Din­ge zu ver­ste­hen, die uns auf­grund der Beschaf­fen­heit unse­res Gehirns unzu­gäng­lich sind. Einen vier­di­men­sio­na­len Wür­fel, Tes­ser­akt genannt, kann sich prak­tisch nie­mand bild­lich vor­stel­len. Berech­nen kann man ihn hin­ge­gen ganz ein­fach. Dar­um ver­sucht man nicht, Din­ge zu ver­ste­hen, für die unser Gehirn nicht aus­ge­legt ist, son­dern berech­net sie, und ver­traut auf die Metho­den und Hilfs­mit­tel, die man hat, um sich der Rea­li­tät anzunähern. 

        „Hei­sen­berg u.a. Phy­si­ker haben sich aus­führ­lich über Phi­lo­so­phie und Natur­wis­sen­schaft ausgelassen.“

        Ein­stein hat sich auch aus­führ­lich über Poli­tik aus­ge­las­sen. Zum Bei­spiel im Buch „War­um Sozia­lis­mus“. Dar­an erkennt man, dass Men­schen, so her­aus­ra­gend sie auch in ihrem Gebiet sein mögen, dadurch nicht auch in ande­ren Gebie­ten her­aus­ra­gend sein müs­sen. Soweit ich die Natur­wis­sen­schaf­ten begrei­fe, die­nen sie aus­schließ­lich dazu, das Wis­sen der Mensch­heit zu ver­meh­ren, das spä­ter in tech­no­lo­gi­scher Form Anwen­dung fin­det. Mit wel­cher Welt­sicht die Inge­nieu­re das geschaf­fe­ne Wis­sens anwen­den, ist egal. Aus­schlag­ge­bend ist, ob es funk­tio­niert, und dass sie Koh­le ver­die­nen, wenn es dies tun.Ich wür­de erwar­ten, dass sich die prak­ti­ka­bels­te Welt­sicht auf Dau­er von selbst durch­setzt, weil „prak­ti­ka­bel“ in die­sem Fall gleich­be­deu­tend mit „vor­teil­haft“ ist, und Nach­tei­le zu Schwie­rig­kei­ten mit der Kon­ku­renz­fä­hig­keit - und damit in die Plei­te - füh­ren. So lan­ge Wis­sen­schaft­ler die ent­spre­chen­den Metho­den beach­ten, und scharf auf Koh­le sind, soll­te ihre Welt­sicht kei­ne Rol­le spielen.

        P.S.
        Die Theo­rie des Mul­ti­ver­sums macht Quan­ten­ef­fek­te wie­der voll­kom­men deter­mi­nis­tisch, und spielt kei­ne Rol­le, weil wir, falls es meh­re­re Uni­ver­sen gibt, kei­nen Zugriff auf die Ande­ren haben. Was bleibt ist der „Bayes­sche Wahr­schein­lich­keits­be­griff”, dem auch die wis­sen­schaft­li­che Metho­de zugrun­de­liegt, und der es berück­sich­tigt, dass meh­re­re Zustän­de gleich­zei­tig mög­lich sein können.

        Abge­se­hen davon, wenn Du schon sich gegen­sei­tig aus­glei­chen­de, zufäl­li­ge Quan­ten­ef­fek­te her­an­ziehst, Din­ge aus dem All­tag ablei­ten, die Dir in den Kram pas­sen, war­um ziehst Du es nicht auch in Erwä­gung, dass Du nur eine Simu­la­ti­on bist, bezie­hungs­wei­se, das gesam­te Uni­ver­sum eine Simu­la­ti­on ist? So unwahr­schein­lich ist das gar nicht. Damit hät­test Du die Frei­heit belie­bi­ge Pos­tu­la­te zu for­mu­lie­ren. Weil die Rea­li­tät in die­sem Fall nicht real wäre, hät­test Du die vol­le Frei­heit, zu bestim­men, was Du für real hal­ten willst. Wenn das Uni­ver­sum eine Simu­la­ti­on ist, dann spricht nichts dage­gen, dass die ech­te Welt vol­ler zwölf­di­men­sio­na­ler Regen­bo­gen kacken­der Ein­hör­ner ist, und die­se Behaup­tung wäre genau so stich­hal­tig, wie alle ande­ren mög­li­chen Behaup­tun­gen. Das wür­de Dir viel Arbeit ersparen.

      • Also, Rolf, nun singst Du wie­der das „Hohe­lied“ von Ratio­na­li­tät, Funk­tio­na­li­tät, Mate­ria­lis­mus, Anti–Metaphysik usw., d.h. die Prä­mis­sen des zuvor fun­da­men­tal kri­ti­sier­ten Kant und der „Auf­klä­rung“. Kein Wun­der, dass die Pas­sa­ge über die von mir ver­lang­te Alter­na­ti­ve denn unge­wohnt knapp aber gewohnt abschwei­fend aus­fällt. (Gan­ze 5 Zei­len). Wie kann man etwas hef­tig kri­ti­sie­ren ohne die Vor­stel­lung oder Ablei­tung eines bes­ser „funk­tio­nie­ren­den“ Kon­zepts, wenigs­tens in Ansät­zen? Über den Sex mit Dei­ner Ehe­ma­li­gen lässt Du Dich gründ­li­cher aus. Was soll das? 

        Weder Natio­nal­so­zia­lis­ten noch Sozia­lis­ten mach­ten den Rechen­feh­ler 2+2=6. Ursa­che der Mor­de waren die unter­schied­li­chen Gesell­schafts­auf­fas­sun­gen, Ismen oder Ideo­lo­gien. Sie führ­ten zu den ver­bre­che­ri­schen Dik­ta­tu­ren. Die Pas­sa­gen „Islam ist Frie­den“, „Frau­en und Män­ner sind gleich“, „Intel­li­genz ist gleich ver­teilt“ usw. sind fal­sche lin­ke Glau­bens­sät­ze oder Vor­ur­tei­le, die wie­der­um nichts mit 2+2=6 zu tun haben. »Post­mo­der­nis­ten« lei­ten dar­aus auch kein „über­grif­fi­ges Han­deln“ ab. Wie die zuneh­men­den „Rechts­po­pu­lis­ten“ der­zeit in Euro­pa zei­gen, wer­den die­se Denk­feh­ler lang­sam und demo­kra­tisch geändert. 

        A = A, rich­tig; aber A ist nicht gleich den rest­li­chen 25 Buch­sta­ben des Alpha­bets. Es man­gelt ein­fach an „These–Antithese–Synthese“. Unse­re Auf­fas­sun­gen unter­schei­den sich offen­bar eben­falls erheb­lich, obwohl bei bei­den 2+2=4 ist. Wie „kömmt“?

        Köst­lich wie Du Dich jetzt mit Frit­jof Capra her­aus­re­dest. Dei­ne Wor­te waren: ..“Dao­is­mus wird ger­ne von hys­te­ri­schen Wei­bern ver­wen­det“.. Capra wies nach, dass die Newton‚sche Per­spek­ti­ve der „Auf­klä­rung“ auch nicht mehr für Phy­si­ker und die Phy­sik gel­ten kann. Aber nun ver­wirfst Du jeg­li­che Kri­tik und jeden Kri­ti­ker der „Auf­klä­rung“. Tut mir leid, aber das scheint mir doch sehr wider­sprüch­lich, teils nebu­lös und unsinnig.

      • > Kein Wun­der, dass die Pas­sa­ge über die von mir ver­langte Alter­na­tive denn unge­wohnt knapp aber gewohnt abschwei­fend ausfällt.

        Das hängt damit zusam­men, dass ich nicht auf über­kom­ple­xes Her­um­ge­schwur­be­le ange­wie­sen bin, das nie­mand, mich ein­ge­schlos­sen, ver­steht. Wenn Du einen Feh­ler siehst, so bewei­se mir, dass die­ser exis­tiert, dann wer­de ich mei­ne Aus­sa­gen überarbeiten. 

        > Wie kann man etwas hef­tig kri­ti­sie­ren ohne die Vor­stel­lung oder Ablei­tung eines bes­ser „funk­tio­nie­ren­den“ Kon­zepts, wenigs­tens in Ansätzen?

        Ich will Dir ja nicht zu nahe tre­ten, aber ich hege Zwei­fel dar­an, dass Du weißt, was eine Ablei­tung ist. Doch dazu spä­ter mehr. Abge­se­hen davon muss man nicht wis­sen, was wahr ist, um zu bewei­sen, dass etwas unwahr ist. Dies ist einer der fun­da­men­tals­ten Grund­sät­ze, auf denen die wis­sen­schaft­li­che Metho­de basiert. 

        > Über den Sex mit Dei­ner Ehe­ma­li­gen lässt Du Dich gründ­li­cher aus. Was soll das? 

        Ganz ein­fach: Das soll den Ein­druck ver­mit­teln, ich wäre ein tol­ler Ste­cher, indem ich ein­fach wie­der­holt zu Anspie­lun­gen in Situa­tio­nen grei­fe, in denen nie­mand wider­spre­chen wird, weils unpas­send wäre. Dadurch, dass die­se Behaup­tung stän­dig wie­der­holt wird, ohne, dass ihr wider­spro­chen wird, fan­gen die Men­schen damit an, die­se für wahr, oder zumin­dest für poten­zi­ell wahr, zu hal­ten. Ich nut­ze damit die Nei­gung von Men­schen, die Din­ge, die ihre Umwelt als wahr gel­ten, auch selbst für wahr zu hal­ten, in Ver­bin­dung zu deren Nei­gung zu sozi­al­kon­for­mem Ver­hal­ten, zu mei­ner per­sön­li­chen Unter­hal­tung aus. So ist mein Humor, und irgend­et­was muss man ja gegen die Lan­ge­wei­le tun. Mit die­sem Trick habe ich schon Men­schen davon über­zeugt, mein Schwanz hät­te in ere­gier­tem Zustand die Maße mei­nes Unterarms. 

        > Weder Natio­nal­so­zia­lis­ten noch Sozia­lis­ten mach­ten den Rechen­feh­ler 2+2=6.

        Ich habe eine Rei­he von ver­brei­te­ten Irr­glau­ben auf­ge­führt, die auf einem Niveau mit 2+2=6 sind. Weißt Du, was eine Para­bel ist? Ein Gleichnis?

        > »Post­mo­der­nis­ten« lei­ten dar­aus auch kein „über­grif­fi­ges Han­deln“ ab. 

        Sofern es Geset­ze gibt, die mit den genann­ten Fehl­an­nah­men begrün­det wer­den, die­se Geset­ze durch­ge­setzt wer­den, und Geset­ze damit durch­ge­setzt wer­den, dass der Staat gegen­über einem ent­waff­ne­ten und unter­le­ge­nen Unbot­sa­men die Gewalt eska­liert, bis der Unbot­sa­me ent­we­der ein­lenkt, gezwun­gen wird, oder, im Fal­le effek­ti­ver Gegen­wehr, wie ein toll­wü­ti­ger Hund erschos­sen wird… Ähm… Wenn das kein über­grif­fi­ges Han­deln ist, was wäre dann wel­ches?! Gas­kam­mern? Oder unter­schrei­ten die auch die Schwelle?!

        > Wie die zuneh­men­den „Rechts­po­pu­lis­ten“ der­zeit in Euro­pa zei­gen, wer­den die­se Denk­feh­ler lang­sam und demo­kra­tisch geändert. 

        Wer­den sie nicht. Sie wer­den durch neue Denk­feh­ler ersetzt. Ich hab Dir bereits erklärt, wes­halb „Dia­lek­tik“ als Opti­mie­rungs­ver­fah­ren nicht funk­tio­niert. Wenn Du einen kom­ple­xen Sach­ver­halt hast, und die­ser auf kom­ple­xe Wei­se funk­tio­niert, brauchst Du ein Opti­mie­rungs­ver­fah­ren, um ihn in eine bestimm­te Rich­tung zu ver­än­dern. Ohne Opti­mie­rungs­ver­fah­ren sind die Aus­wir­kun­gen von Ver­än­de­rung in den aller­meis­ten Fäl­len unvor­her­seh­bar. Es gibt eine gan­ze Rei­he von Opti­mie­rungs­ver­fah­ren, die funk­tio­nie­ren. Evo­lu­tio­nä­re Algo­rith­men, Back­pro­pa­ga­ti­on, etc. Es gibt jedoch kei­ne ein­zi­ge funk­tio­nie­ren­de Imple­men­tie­rung von „Dia­lek­tik“. Ergo: Dia­lek­tik funk­tio­niert nicht­mal in Umge­bun­gen, in denen man als Pro­gram­mie­rer und Herr des Input gott­glei­che All­macht besitzt. Wenns unter die­sen Bedin­gun­gen nicht klappt, dann ganz gewiss nicht in der Realität.

        Man kann das gan­ze auch mathe­ma­ti­scher aus­drü­cken, wenn man die Varia­blen, die eine Rol­le spie­len, als n-dimen­sio­na­len Raum einer Funk­ti­on (der Rea­li­tät) dar­stellt, und das loka­le Mini­mum einer Feh­ler­funk­ti­on sucht (Soll - Ist)². Sofern Du ver­stehst, was dies bedeu­tet, soll­te Dir klar sein, dass „Dia­lek­tik“ nicht dazu geeig­net ist, um über­haupt die Rich­tung fest­zu­stel­len, in der es auf einem n-dimen­sio­na­len Berg nach unten geht. Aus dem sel­ben Grund funk­tio­niert „Poli­tik“, „Sozia­lis­mus“, und „Demo­kra­tie“ übri­gens auch nicht. Aber mir wird es jetzt zu kom­pli­ziert, das wei­ter aus­zu­füh­ren, und das ist auch eher ein The­ma, über das man Dis­ser­ta­tio­nen schreibt, und kei­ne Blog­posts, die nie­mand liest, und für die man nicht bezahlt wird.

        > A = A, rich­tig; aber A ist nicht gleich den rest­li­chen 25 Buch­sta­ben des Alphabets. 

        Exakt. Und das soll auch so sein. Jeder Ver­such dar­an etwas zu ändern führt weg von Ver­nunft und Rea­li­täts­be­zug, und ist das Refu­gi­um derer, die nach Wegen suchen, ihr Unrecht am Leben zu erhalten.

        > Unse­re Auf­fas­sun­gen unter­schei­den sich offen­bar eben­falls erheb­lich, obwohl bei bei­den 2+2=4 ist.

        Ich bezweif­le, dass bei Dir 2+2=4 ergibt, weil Du zu unprä­zi­se denkst. Dei­ne Denk­wei­se führt eher zu „2+2 fühlt sich wie ein unde­fi­nier­ter Wahr­schein­lich­keits­be­reich an, aber wenn ich so rede, dass es kei­nen Sinn ergibt, sind die Leu­te viel­leicht höf­lich und faul genug, um zu akzep­tie­ren, was ich da von mir gebe“.

        > Capra wies nach, dass die Newton‚sche Per­spek­tive der „Auf­klä­rung“ auch nicht mehr für Phy­si­ker und die Phy­sik gel­ten kann.

        New­ton­sche Phy­sik ist kei­ne Abbil­dung der Rea­li­tät, son­dern eine prak­ti­sche For­mel­samm­lung, mit der man alles mög­li­che grob abschät­zen kann. Das, was Phy­si­ker heu­te stu­die­ren, basiert eher auf Ein­steins Rela­ti­vi­täts­theo­rie, als auf New­tons Axio­men. Dies spielt für High-Tech eine Rol­le, für den Lebens­all­tag hin­ge­gen nicht. Für den Lebens­all­tag erhöht die­se Her­an­ge­hens­wei­se ein­fach nur völ­lig unnö­tig den Rechen­auf­wand. Dies ist prak­tisch für Schar­la­ta­ne, die dar­auf spe­ku­lie­ren, dass ihren Zuhö­rern die IQ-Punk­te feh­len, um im ein­stein­schen Raum zu ope­rie­ren, und man ihnen des­halb jeden Scheiß ver­kau­fen kann. Das ist eine Abart der Esoterik.

        > Aber nun ver­wirfst Du jeg­li­che Kri­tik und jeden Kri­ti­ker der „Auf­klä­rung“.

        Ich ver­wer­fe alles, was ent­we­der fal­si­fi­ziert wur­de, oder nicht fal­si­fi­zier­bar ist. Was ich hin­ge­gen nicht ver­wer­fe, ist die Ver­nunft. So weit ich es ein­schät­zen kann, tun dies die Auf­klä­rer seit Kant eben­so, wie die moder­nen, eher eso­the­ri­schen, Aufklärungsgegner.

      • Unab­hän­gig von mir bezeich­net nun auch der Kom­men­tar „Ole Peder­son“ (22.08.18) Dei­ne Aus­füh­run­gen als ..„viel liber­tä­re Rhe­to­rik ohne Inhalt“.. Ich hal­te sie nach wie vor für kon­fus mit vie­len fal­schen Kon­ne­xio­nen. Eini­ge Punk­te wur­den von mir „fal­si­fi­ziert“! Beson­ders frag­wür­dig ist, will­kür­li­che Unter­stel­lun­gen zu brin­gen oder in Sex–Berichte aus­zu­wei­chen, wenn sach­li­che Argu­men­te feh­len. Ich kann nur ver­si­chern, dass Ande­re mei­ne Mathe–Noten gern gehabt hät­ten. Nach Dei­ner „Logik“ müss­ten also auch mei­ne Begrün­dun­gen schlüs­sig sein.
        Ein grund­sätz­li­cher Man­gel in Dei­nen Tex­ten: Durch­weg wer­den „Ver­stand“, „Ver­nunft“ und „Urteils­kraft“ nicht unter­schie­den, bzw. nur „Ver­nunft“ als Haupt­kri­te­ri­um betont und es haben sich fal­sche Vor­ur­tei­le fest­ge­setzt. Kant ver­lang­te dage­gen rich­tig, alle drei Berei­che anzu­wen­den und ihre spe­zi­fi­schen Metho­den zu beach­ten. Die­se wur­den jedoch vage beschrie­ben und er war zu opti­mis­tisch in der Annah­me, dass sie als „sub­jek­ti­ve Mög­lich­kei­ten“ bei allen Men­schen gleich per­fekt „mög­lich“ wären.

      • Ich kann Dir ver­si­chern, dass ich im Fall von Ole Peder­sons Kom­men­tar nicht auf Sex­be­rich­te aus­ge­wi­chen bin, son­dern ich ledig­lich von ihm ver­lang­te, mit gutem Bei­spiel vor­an­zu­ge­hen, wenn er es recht­fer­tigt, dass die zur Befrie­di­gung von Bedürft­nis­sen not­wen­di­gen Res­sour­cen von Unbe­tei­lig­ten mit Gewalt extra­hiert wer­den. Ich habe ihm sogar mei­ne Hil­fe ange­bo­ten, als ich mich als Gewalt­dienst­leis­ter, und Lukas als Hilfs­be­dürf­ti­gen anbot. Ich glau­be, es kam nicht ganz durch, dass ich von ihm erwar­tet hät­te, dass er die 50€ für die 20 Minu­ten Rei­te­rei bezahlt, und ich auch da mei­ne Hil­fe als Gewalt­dienst­leis­ter anbie­ten würde.

        In Dei­nem Fall wirst Du es mir nach­se­hen, dass ich ver­such­te, den ansons­ten sehr tro­cke­nen Text mit etwas Humor auf­zu­lo­ckern. Falls Du es nicht lus­tig fin­dest, ist dies jedoch egal, weil ich es lus­tig fin­de, und das genügt. Fern­öst­li­che Phi­lo­so­phie ist mit Wis­sen­schaft nicht auf einen Nen­ner zu brin­gen, weil es bei der Fern­öst­li­chen eher um psy­che­de­li­sche Spiel­chen als um Wis­sen geht. Medi­ta­ti­on mag für die see­li­sche Gesund­heit hilf­reich sein, ist aber als Mit­tel zur objek­ti­ven Wahr­heits­fin­dung nicht geeig­net. Die Ant­wort auf die Fra­ge, wie es klingt, wenn man mit nur einer Hand klatscht, beant­wor­tet rein gar nichts. Dass man mit Medi­ta­ti­on zu einem ähn­li­chen Ergeb­nis kommt, wie mit einem LSD-Trip, hilft einem nicht wei­ter, wenn es dar­um geht, zu erklä­ren, war­um der Him­mel tags­über blau ist, und nicht schwarz, oder wes­halb er Nachts schwarz ist, und nicht weiß. Im Fall eines nachts wei­ßen Him­mels wür­de man übri­gens gekocht wer­den, und es ist nicht tri­vi­al zu erklä­ren, wes­halb er schwarz ist, und nicht weiß. Um mal bei theo­re­ti­scher Phy­sik zu bleiben. 

        „Eini­ge Punk­te wur­den von mir „fal­si­fi­ziert“! “

        Dies ist mir nicht auf­ge­fal­len. Nor­ma­ler­wei­se funk­tio­niert „Fal­si­fi­zie­rung“ wie folgt: Jemand for­mu­liert eine Hypo­the­se. Die­se Hypo­the­se hat einen spe­zi­fi­schen Anwen­dungs­be­reich, und trifft spe­zi­fi­sche Vor­aus­sa­gen. Sobald es einen spe­zi­fi­schen und wah­ren Fall gibt, der im Anwen­dungs­be­reich der Hypo­the­se liegt, in dem die Vor­aus­sa­ge der Hypo­the­se nicht zutrifft, gilt die Hypo­the­se als fal­si­fi­ziert. Kurz­um, die Aus­sa­ge, die die Hypo­the­se trifft, gilt als unwahr. Wenn die in der Rea­li­tät gemes­se­nen Mess­wer­te von der Vor­aus­sa­ge einer Hypo­the­se abwei­chen, ist die Hypo­the­se falsch. Gibt es kei­nen sol­chen Mess­wert, nimmt man an, die Hypo­the­se sei „wahr“. Alles ist wahr, bis es einen Fall gibt, der die­se Aus­sa­ge wider­legt. Sobald es aber nur einen ein­zi­gen Fall gibt, ist sie unwahr. Wenn man beson­ders auf­merk­sam sein will, for­mu­liert man die Gegen­hy­po­the­se gleich mit, die die getä­tig­te Aus­sa­ge in jedem Fall wider­legt, falls sie wahr ist. 

        Bei Dir ist mir auf­ge­fal­len, dass Du Dei­ne Aus­sa­gen ger­ne so for­mu­lierst, dass sie nicht fal­si­fi­zier­bar sind, weil sie zu unspe­zi­fisch sind, und kei­ne kon­kre­ten und über­prüf­ba­ren Vor­aus­sa­gen tref­fen. Nicht fal­si­fi­zier­ba­re Aus­sa­gen sind jedoch belang­los, da sie kei­nen Rea­li­täts­be­zug haben. Got­tes­be­wei­se, oder das flie­gen­de Spa­ghet­ti­mons­ter, sind zwar nicht fal­si­fi­zier­bar, dafür aber belang­los. Dar­über hin­aus scheinst Du auch zu den­ken, dass manch­mal halt die Rea­li­tät falsch ist, nicht jedoch die Hypo­the­se. Zum Bei­spiel bei Dia­lek­tik. Aus mei­ner Sicht war die­se Hypo­the­se mit mei­nem Sozi­al­staat-Bei­spiel bereits wider­legt, weil sich die Situa­ti­on offen­sicht­lich nicht dem Opti­mum - kei­nem Sozi­al­staat - annä­hert. Dass es nicht tri­vi­al ist, in einem N-dimen­sio­na­len Raum, der die gan­zen Wer­te­be­rei­che der Varia­blen in Ver­bin­dung mit der „Rea­li­täts-Funk­ti­on“ reprä­sen­tiert, fest­zu­stel­len, in wel­che Rich­tung sich eine bestimm­te Ver­än­de­rung aus­wirkt, wenn sich stän­dig auch ande­re Varia­blen ver­än­dern, war das I-Tüp­fel­chen, das aber kaum jemand ver­ste­hen wird. Was damit aus­ge­sagt wird ist, dass sich „Dia­lek­tik“ nicht als Opti­mie­rungs­ver­fah­ren eig­net, weil es kei­nen Grund gibt anzu­neh­men, dass zwi­schen The­se und Anti­the­se das loka­le Opti­mum liegt, und Dia­lek­tik von die­sem weg führt, wenn man es, zum Bei­spiel mit­tels Evo­lu­ti­on, bereits gefun­den hat. 

        Bei Ole ist mir auf­ge­fal­len, dass er mit rhe­to­ri­schen Kunst­grif­fen, wie dem Obst-Stein­obst-Ver­gleich, arbei­tet, die ledig­lich den Ein­druck erwe­cken sol­len, er sei im Recht. Scho­pen­hau­er hat dazu mal ein klei­nes Büch­lein namens „Eris­ti­sche Dia­lek­tik“ geschrie­ben, in dem erklärt wird, wie man Recht behält, ohne Recht zu haben. Es gab kei­nen Teil sei­nes Tex­tes, der ohne der­ar­ti­ge Sophis­tik aus­kommt. Ich glau­be, er ist halt Leh­rer, und wäre arbeits­los, wenn die Leu­te bestimm­te Din­ge nicht glau­ben wür­den. Da die­se Din­ge jedoch frag­wür­dig sind, greift er zu Kunst­grif­fen. Ihm geht es auch weni­ger um „Wahr­heit“, als dar­um, dass genug Leu­te die von ihm gewünsch­te Mei­nung anneh­men, damit er nicht arbeits­los wird, und ihm spä­ter für geleis­te­te „Diens­te“ sei­ne Pen­si­on gezahlt wird. Und ja, der zwei­te Teil die­ses Absat­zes ist eben­falls ein sol­cher Kunstgriff.

        „Ein grund­sätz­li­cher Man­gel in Dei­nen Tex­ten: Durch­weg wer­den „Ver­stand“, „Ver­nunft“ und „Urteils­kraft“ nicht unter­schie­den, bzw. nur „Ver­nunft“ als Haupt­kri­te­rium betont und es haben sich fal­sche Vor­ur­teile festgesetzt. “

        Ich wür­de behaup­ten, dass „Ver­nunft“ die kor­rek­te Anwen­dung des „Ver­stan­des“ ist, und die­se, als etwas, das fähig ist, sich selbst zu erken­nen, auch die Gren­zen der „Urteils­kraft“ defi­niert. Oder sehe ich das falsch?

        „Die­se wur­den jedoch vage beschrie­ben und er war zu opti­mis­tisch in der Annah­me, dass sie als „sub­jek­tive Mög­lich­kei­ten“ bei allen Men­schen gleich per­fekt „mög­lich“ wären.“

        Ja, Intel­li­genz spielt eine Rol­le, und die­se ist erb­lich und ungleich ver­teilt. Eben­falls spielt es eine Rol­le, mit wel­chen Gedan­ken man in Berüh­rung kommt. Es ist schon ziem­lich schwer, von Men­schen einen kla­ren Gedan­ken zu erwar­ten, wenn sie zugleich dumm sind, inmit­ten von dum­men Men­schen auf­ge­wach­sen sind, von der Wie­ge bis ins Grab mit Pro­pa­gan­da umsorgt wer­den, und die kei­nen per­sön­li­chen Vor­teil dadurch erlan­gen, wenn sie irgend­wo rich­tig lie­gen. Und die­se Men­schen sind die Mehr­heit. Dar­um funk­tio­niert „Demo­kra­tie“ nicht.

        P.S.

        Ich schla­ge vor, dass wir die­se Kon­ver­sa­ti­on erst­mal been­den, und gege­be­nen­falls an ande­rer Stel­le wei­ter­füh­ren. Es liest ohne­hin nie­mand alte Kom­men­ta­re aus alten Arti­keln, und ich den­ke nicht, dass es bei sol­chen Unter­hal­tun­gen dar­um geht, den jewei­li­gen Geg­ner zu über­zeu­gen, son­dern den Zuhörer.

  6. Wir leben längst in einer Gesinnungsdiktatur!
    Wenn das geschrie­be­ne Recht eben die­ser gefor­der­ten Gesin­nung im Wege steht, dann kann man pro­blem­los dar­auf scheißen.
    Sie­he z.B.
    ca 148 000 offe­ne Haft­be­feh­le, die kein Schwein interessieren
    irgend­was zw. 500 000 und über 700 000 Ausreisepflichtige
    unzäh­li­ge Iden­ti­tä­ten angeb­li­cher Flüchtlinge
    Kinderehen
    Zwangsehen
    Scharia
    Vielweiberei
    oder das, was Kol­le­ge Rolf hier ange­spro­chen hat:
    https://www.focus.de/politik/deutschland/in-geheimaktion-bka-evakuierte-zwei-gefaehrliche-is-frauen-aus-dem-irak-jetzt-einreisesperre-fuer-deutsche-ermittler_id_9394789.html
    Wenn aber das Gesetz mal für die Gesin­nung nütz­lich ist, dann muss es natür­lich auf Kom­ma und Punkt beach­tet werden.
    Wobei im Fal­le Sami A sicher­lich noch das Par­tei­buch bzw. die poli­ti­sche Nähe der Rich­ter eine Rol­le spielt.
    Oder glaubt tat­säch­lich jemand, NRW hät­te sich sonst zum Tum­mel­platz des radi­ka­len Islam ent­wi­ckeln kön­nen, wenn nicht die ehem. rot-grü­ne Regie­rung die ent­spre­chen­den Rich­ter (mit pas­sen­der Gesin­nung) ernannt hätte.
    Was natür­lich auch für ande­re Schlüs­sel­po­si­tio­nen z.B. beim LKA gilt.
    Jetzt bie­tet der Fall mit der gespiel­ten Empö­rung der höchs­ten NRW Rich­te­rin natür­lich Rot und Grün schö­ne Nah­rung, um der Lan­des­re­gie­rung einen zu verpassen.
    Dar­um geht es.
    So Nich­tig­kei­ten wie öffent­li­che Sicher­heit stö­ren da nur.

  7. Deutsch­land ist inzwi­schen ein Hip­pie-Land. Die herr­schen­de Klas­se und ihre Kin­der sind sozia­li­siert mit „legal – ille­gal – scheiß­egal“. Und so ver­hal­ten sie sich auch.

    Man tut, was man ohne­hin will, und erfin­det eine sophis­ti­sche Argu­men­ta­ti­on drum her­um. Die­se ist aber nicht belast­ba­rer als ein Wer­be­spruch. Inso­fern ver­pufft der Vor­wurf, die Prot­ago­nis­ten argu­men­tier­ten im Wider­spruch zu Logik oder gel­ten­dem Recht. Wör­ter sind Schall und Rauch, die Welt dreht sich um mein Gefühl: ICD-10 F60.8.

    À pro­pos Logik: Die Bahn­hofs­klat­scher und Will­kom­mens­jub­ler sind zu min­des­tens 60% weib­lich. Was ich an Frau­en so bewun­de­re: sie kön­nen sich ein Leben lang ihr kind­li­ches Gemüt bewah­ren. Mei­ne Ver­mu­tung ist frei­lich: Wenn es schief geht, zün­den sie ein­fach den Plan B, und der heißt Sou­mis­si­on. Denn zwi­schen­mensch­li­che Kon­flik­te kann „Sie“ gar nicht ver­tra­gen. Immer­hin gibt es Schlei­er in vie­len bun­ten Far­ben und Mut­ter­sein ist auch sehr erfüllend.

    • Jetzt muß ich mal eine ‚Lant­ze‘ für uns Frau­en bre­chen! Wir sind nicht alle die­se irra­tio­nal gefühls­du­se­li­gen Wesen, auch wenn es eine Men­ge davon gibt. Ihr Män­ner aller­dings ( glei­che Gene­ra­li­sie­rung) macht es euch auch bequem und quatscht unre­flek­tiert nach, was das ‚Lieb­chen‘ euch vor­gibt. Bei der Erzie­hung bleibt ihr im Kern außen vor und so wer­den auch die lie­ben Kind­lein gleich in die ‚rich­ti­ge‘ ideo­lo­gi­sche Rich­tung gescho­ben, gemein­sam mit der soge­nann­ten ‘ Schul­bil­dung‘. Olé!

      • Ich beken­ne mich schul­dig der pole­mi­schen Über­trei­bung. Nor­ma­ler­wei­se bezeich­ne ich den deut­schen Mann genau­so pole­misch als Weich­ei. Sind wir jetzt quitt?

        Mit mei­nem Lieb­chen kann ich frei­lich über die bren­nen­den The­men seit 2015 nicht mehr dis­ku­tie­ren; bei Kul­ler­au­gen! Bom­ben! Krieg! fühlt sie als Mut­ter und will allen hel­fen. Mich schaut sie nur ver­ständ­nis­los an und fragt, in wel­chen rech­ten Fil­ter­bla­sen ich mich rum­trei­be (nun gut, ich lese täg­lich etwa zwei Stun­den bei Ach­se, Tichy sowie bei Welt und MM die Kom­men­ta­re). Sie hin­ge­gen ist SPD-nah, also per defi­ni­tio­nem kri­tisch, liest auf Papier Stern und Spie­gel, kennt aber nicht mal den Begriff TARGET2. Und die gan­zen Ein­zel­fäl­le will sie gar nicht wis­sen, weil sie das psy­chisch belas­ten wür­de, die Arme. Aber ich sei rechts… – muss man(n) das verstehen???

        Poli­tisch ist es nicht die glei­che Welt, und die­ser Riss geht in Deutsch­land seit drei Jah­ren quer durch Fami­li­en und Freun­des­krei­se. Ges­tern schrieb ein Kom­men­ta­tor auf der Ach­se vom Aus­ein­an­der­fal­len von Online-Deutsch­land und Off­line-Deutsch­land. Ich schrieb vom Unter­schied bei den par­tei­li­chen Prä­fe­ren­zen der Alten und der Jungen.

        In der Erzie­hung blei­be ich übri­gens nicht außen vor, son­dern erzie­he mei­ne erwach­se­nen Schü­ler zum Sel­ber­den­ken. Eige­ne Kin­der habe ich nicht; ich wür­de sie zum Anstand erzie­hen, aber auf kei­nen Fall poli­tisch beein­flus­sen (also gezielt in mei­ne Rich­tung mani­pu­lie­ren). Denn puber­tie­ren­de Kin­der müs­sen sich durch Wider­spruch zu den Alten freischwimmen.

      • „Denn puber­tie­rende Kin­der müs­sen sich durch Wider­spruch zu den Alten freischwimmen.“

        Wenn dies stimmt, müss­te dies auch für mus­li­mi­sche Kin­der gel­ten. In dem Fall wäre zu erwar­ten, dass die mit jeder Genera­ti­on athe­is­ti­scher und „pro­gres­si­ver“ wer­den. Wenn man den Umfra­gen glaubt, ist jedoch das Gegen­teil der Fall, und die wer­den mit jeder Genera­ti­on strenggläubiger.

        Mei­ner per­sön­li­chen Ansicht nach ist die Form der Kin­des­auf­zucht, die im Wes­ten gewählt wird, also Kin­der­gär­ten und Schul­pflicht, die Ursa­che der Per­sön­lich­keits­ver­än­de­run­gen. Kin­der­gär­ten sind für Kin­der halt Extrems­tress, und rufen in etwa die sel­be Reak­ti­on her­vor, die man hat, wenn man Kin­der aus­setzt oder ver­nach­läs­sigt. Naja, und Aus­set­zen wäre ein Todes­ur­teil, und Ver­nach­läs­si­gung ist auf der Schäd­lich­keits­ska­le unge­fähr auf einer Stu­fe mit sexu­el­lem Miss­brauch. Daher wun­dert es mich nicht, dass die Men­schen, die aus die­sen Kin­dern her­an­wach­sen, zu psy­chi­schen Auf­fäl­lig­kei­ten nei­gen. Ich habe eben­falls den Ein­druck, dass die Puber­täts­pha­se umso schlim­mer ver­läuft, je mehr man sich auf die Insti­tu­tio­nen ver­lässt. Ein wei­te­rer Fak­tor ist die Häu­fig­keit, mit der man sie anlügt, bezie­hungs­wei­se, wie oft man gesell­schaft­li­che Inter­es­sen den Inter­es­sen des Kin­des über­ord­net. „Ich has­se mei­nen schlecht bezahl­ten Job, aber er ist mir wich­ti­ger als Du klei­ner Schei­ßer, dar­um schie­be ich Dich ab. Ich lie­be Dich.“ ist eine Sache, die Kin­der ver­ste­hen kön­nen, und die könn­ten spä­ter nach­tra­gend sein. Ich wür­de anneh­men, dass sowas im Ver­lauf der Puber­tät eine Rol­le spielt.

        Mei­ner per­sön­li­chen Erfah­rung nach kommt man mit Kom­pro­miss­lo­sig­keit in rele­van­ten Din­gen im All­ge­mei­nen wei­ter, als mit Nach­gie­big­keit. Gegen­über Kin­dern und Frau­en. Bei­de inter­es­sie­ren sich nicht dafür, was wahr ist, son­dern, was sich durch­setzt. Men­schen sind nicht bereit, für den Wahr­heits­ge­halt von 2+2=4 in den Krieg zu zie­hen. Der­je­ni­ge, der dazu bereit ist, setzt sich durch, und kriegt am Ende die Wei­ber ab.

  8. Man muß die Welt nicht ver­ste­hen, man muß sich nur dar­in zurecht­fin­den, sag­te Ein­stein. Gut­mensch­pro­pa­gan­da seit den 70ziger Jah­ren hat sich in den Köp­fen der Men­schen ver­an­kert, und heu­te erle­ben wir eine Art Mas­sen­psy­cho­se, ein Vor­gang, den man in ver­schie­de­nen Aus­rich­tun­gen auf der gan­zen Welt beob­ach­ten kann. Unser Gehirn ist evo­lu­tio­när genau­so ange­legt. Stän­di­ge Wie­der­ho­lung kann unser Gehirn nicht von der Rea­li­tät unter­schei­den. Pro­biert es aus. Wenn Ihr Euch eine Lüge lan­ge genug selbst erzählt, glaubt Ihr Sie irgend­wann. Die pater­na­lis­ti­sche Regie­rungs­form, gespickt mit Ermah­nun­gen und Rat­schlä­gen soll Selbst­den­ken unter­drü­cken. Der Teil der Gesell­schaft, der indi­vi­du­el­ler, also mehr eigen­re­flek­tiert denkt, ist für Pro­pan­da weni­ger emp­fäng­lich. Die­se Art des Den­kens ist bil­dungs­un­ab­hän­gig, ver­kör­pert den soge­nann­ten ‚gesun­den Men­schen­ver­stand‘. Im Moment wird die Gesell­schaft auf die For­mel Migration=gut-, -gegen Migra­ti­on= rechts­ra­di­kal-, getrimmt. Des­halb ist der Spruch von Herrn Letsch zur Zeit die vor­herr­schen­de Maxi­me: Rein geht immer, raus geht nim­mer. Aus ihr läßt sich sämt­li­ches Ver­hal­ten der Gut­men­schen ableiten,die mitt­ler­wei­le an vie­len Hebeln des Staa­tes sit­zen, bedau­er­li­cher­wei­se, und durch Mer­kel auch noch die Kon­ser­va­ti­ven zu ihrem Stimm­vieh zäh­len dürfen.
    SchönenTag!

  9. Die Mehr­zahl der Deut­schen ist poli­tisch nicht inter­es­siert und durch die Staats­funk­be­rie­se­lung gleich­ge­schal­tet. So lan­ge sie “Bau­er sucht Frau“ und “The big­gest Loser“ im Fern­se­hen gucken kön­nen, ist für sie die Welt in Ordnung.

  10. Bah, nur noch zum kot­zen, die­ser Staat - und gro­ße Tei­le derer, die ihn bewoh­nen. Bert­hold Brecht selig, der alte lupen­rei­ne Kom­mu­nist, äußer­te einst das geflü­gel­te Wort „Der Tod ist ein Meis­ter aus Deutsch­land“. Heu­te müß­te er aus gege­be­nen Anläs­sen hin­zu­fü­gen: „Die Blöd­heit ist die Frau Meis­te­rin dazu“.

  11. Lie­be Mitkommentatoren,

    „Und in Fall zwei wird end­lich offen­bar, wor­um es bei die­sem gan­zen angeb­li­chen Flücht­lings­dra­ma wirk­lich geht: bil­li­ger Kon­kur­renz­druck für den Arbeitsmarkt.“

    Wem machen die soge­nann­ten Flücht­lin­ge denn Kon­kur­renz? Wel­che wirt­schafts­re­le­van­te Tätig­keit kon­nen Men­schen mit nem durch­schnitt­li­chen IQ um die 85 ohne Sprach­kennt­nis­se und mit einer nicht gesell­schafts­kom­pa­ti­blen Reli­gi­on denn ver­rich­ten? Klo put­zen? Stra­ßen­stri­cher? Auf­trags­schlä­ger? Pro­fes­sio­nel­ler Sozi­al­hil­fe-Abstau­ber? Gebär­ma­schi­ne? Ich gebe zu, dass die Flücht­lin­ge für eine ziem­lich dum­me ein­hei­mi­sche Min­der­heit eine beruf­li­che Kata­stro­phe sind, aber die­se Min­der­heit spielt wirt­schaft­lich kei­ne Rol­le. Nie­mand ist moti­viert, Cha­os anzu­zet­teln, um mit­tels Mas­sen­ein­wan­de­rung die Löh­ne von Lager­ar­bei­tern und Putz­frau­en zu drü­cken. Dum­me Men­schen wer­den zuneh­mend weg­au­to­ma­ti­siert, und wer­den des­halb immer weni­ger gebraucht.

    Hin­zu kommt, dass arbei­ten­de „Flücht­lin­ge“ und Mas­sen­ein­wan­de­rer in der Regel kei­ne Net­to-Steu­er­zah­ler sind, sie die All­ge­mein­heit also mehr kos­ten, als sie zurück­ge­ben. Da sie die Steu­er­aus­ga­ben nach oben trei­ben, ver­sau­en sie die Opti­on, die Steu­ern zu sen­ken, was Lohn­kür­zun­gen ermög­li­chen wür­de. Selbst wenns dem Staat also um wirt­schaft­li­che Kon­kur­renz­fä­hig­keit im Nied­rig­lohn­sek­tor gin­ge, wären die Flücht­lin­ge kein Vor­teil, son­dern ein Nachteil.

    Denk mal drü­ber nach, was pas­sie­ren wür­de, wenns weder „Flücht­lin­ge“ noch Mas­sen­ein­wan­de­rer gäbe: Wohn­raum wür­de bil­li­ger wer­den, weil die Bevöl­ke­rung abnäh­me. Immo­bi­li­en ver­lö­ren an Wert. Die Ein­la­gen der Ban­ken und deren Kre­dit­si­cher­hei­ten ver­lö­ren an Wert. Und das wäre für unse­re Regie­ren­den sehr schlecht. Falls Du Dich erin­nern soll­test: Die 2008 Sub­prime-Kri­se wur­de durch sin­ken­de Immo­bi­li­en­prei­se ein­ge­lei­tet, und der deut­sche Immo­bi­li­en­markt ist eine Bla­se, deren Plat­zen das hal­be Wirt­schafts­sys­tem mit­zie­hen wird. Sowas wür­de weder mit Gold noch mit Bit­coins pas­sie­ren, mit einer belie­big druck­ba­ren Staats­wäh­rung hin­ge­gen schon. Keyne­sia­nis­mus nennt man das.

    Zuden wären eini­ge hun­dert­tau­send Men­schen, die in der Sozi­al­in­dus­trie arbei­ten, arbeits­los. Die Sozi­al­in­dis­trie ist immer­hin der größ­te Arbeit­ge­ber des Lan­des. Aber die­ser Punkt ist allen­falls von sekun­dä­rer Bedeu­tung. Ande­re Indus­trie­zwei­ge mit gro­ßer Arbeit­neh­mer­schaft macht man auch kaputt.

    „Ich kann mich nur wie­der­ho­len: Deutsch­land ist zum Nar­ren­schiff mutiert – aber war­um bloß? Ich ver­ste­he es ein­fach nicht.“

    Das ist doch ganz ein­fach: Weils mög­lich ist. Mur­phies Law. Was schief­ge­hen kann, wird schief gehen. Hof­fent­lich denkt beim nächs­ten Ver­such mal jemand dar­über nach, dass es eine ziem­lich blö­de Idee ist, sich einem Staat aus­zu­lie­fern. Im Ide­al­fall setzt sich die­ser Gedan­ke sogar bei der Bevöl­ke­rung durch. Falls nicht, wirds auch beim nächs­ten Ver­such groß­flä­chig und alter­na­tiv­los schiefgehen.

    „Lan­ger Text von Roger“

    OMFG. WTF? Lol? 

    Die geils­te Geschich­te hast Du aber ver­ges­sen. Sie­he hier:

    https://www.focus.de/politik/deutschland/in-geheimaktion-bka-evakuierte-zwei-gefaehrliche-is-frauen-aus-dem-irak-jetzt-einreisesperre-fuer-deutsche-ermittler_id_9394789.html

    Das BKA ist im Irak unter fal­schen Anga­ben ein­ge­reist, und hat gefan­ge­ne IS-Kopf­tuch­t­an­ten aus dem Gefäng­nis befreit, und die­se nach Schland aus­ge­flo­gen, wo sie dann frei her­um­lie­fen, und voll­zeit­über­wacht wur­den. Was schwei­ne­teu­er ist. Als Reak­ti­on auf die­se Gefan­ge­nen­be­frei­ung arbei­tet der Irak jetzt nicht mehr mit deut­schen Ermitt­lern zusam­men. Eine der zwei Kopf­tuch­t­an­ten sitzt mit­ler­wei­le im Knast, aber wenn ich wet­ten soll, wür­de ich dar­auf set­zen, dass das nur irgend­et­was Vor­ge­scho­be­nes zur Gesichts­wah­rung war, und sie in abseh­ba­rer Zeit still und heim­lich wie­der ent­las­sen wer­den wird.

    SO geht deut­sche Polizeiarbeit 😀

  12. Einer flog übers Kuckucks­nest. In Ber­lin sitzt die­ser Kuckuck im Kanz­ler­amt und dort sind genau die Typen aktiv, die im ent­spre­chen­den Film weg­ge­schlos­sen waren. Wer ist wohl der Alt­mei­er im Film? Oder wer ähnelt dem India­ner oder ist unse­re Kriegs­mi­nis­te­rin nicht ver­gleich­bar mit der Arbeits­kreis­the­ra­peu­tin? Man könn­te auch den Film Clock­work Oran­ge neh­men. Die 3 irren Typen sind wer.…

  13. Was ist, wenn es im Fall Sami A. ein ganz ande­res, über­ge­ord­ne­tes Inter­es­se gibt, dass der hier ist? Die Ähn­lich­kei­ten zu den durch die Israe­lis „geret­te­ten“ soge­nann­ten Weiss­hel­men, die eben­falls einen gesi­cher­ten Auf­ent­halt unter ande­rem im hie­si­gen Para­dies genie­ßen dür­fen oder den zwei vom BKA “befrei­ten” IS-Wei­bern ist doch kaum zu übersehen.
    Und in Fall zwei wird end­lich offen­bar, wor­um es bei die­sem gan­zen angeb­li­chen Flücht­lings­dra­ma wirk­lich geht: bil­li­ger Kon­kur­renz­druck für den Arbeits­markt. Die­ser gan­ze Huma­ni­täts­schwach­sinn ist doch nur die ein­fa­che Tar­nung dafür, wie das Wohl­füh­len in der Welt­ret­tung funk­tio­niert, hat Tichy gera­de schön beschrie­ben. Läuft.

  14. Ich kann mich nur wie­der­ho­len: Deutsch­land ist zum Nar­ren­schiff mutiert - aber war­um bloß? Ich ver­ste­he es ein­fach nicht.

  15. Ich schlie­ße mich voll und ganz dem Gesag­ten an. 

    Das ist mehr als nur Spin­ne­rei, das wäre ja noch sym­pa­thisch, das ist wirk­li­ches Irresein.

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