Mit BGE zum "Goldhamster" werden.Gemäß „Bet­teridge’s Gesetz” ist die Antwort auf Fra­gen in Titelzeilen immer „nein“ und der Text wäre hier auch schon zu Ende. Aber meine Leser ken­nen ja meine Geschwätzigkeit und weil ich noch gar nicht gesagt habe, worum es eigentlich geht, müssen sie nun weit­er­lesen. Es geht um ein The­ma, welch­es in unter­schiedlich­er Gestalt immer wieder mal aufkommt und dessen Propheten nicht müde wer­den zu behaupten, seine Real­isierung wäre gewis­ser­maßen die Lösung all unser­er Prob­leme – zumin­d­est der „sys­temis­chen“, die dem Kap­i­tal­is­mus ange­lastet wer­den, der sowieso aus­ge­di­ent habe wegen Kli­ma und Raubtierkap­i­tal­is­mus und so. Die Rede ist vom BGE, dem Bedin­gungslosen Grun­deinkom­men und dem neuesten deutschen Exper­i­ment zu sein­er Einführung.

Nur erwäh­nen möchte ich die Tat­sache, dass unser Finanzmin­is­ter und SPD-Spitzen­scholz die Idee zwar vernün­ftiger­weise ablehnt, dies jedoch in völ­liger Unken­nt­nis des Charak­ters des Exper­i­ments mit der Begrün­dung tat, es han­dele sich um „Neolib­er­al­is­mus“. Das ist lei­der völ­liger Unsinn und ist auf die Jahrzehnte andauernde Begriffsver­wirrung zurück­zuführen. Was Scholz für „Neolib­er­al­is­mus“ hält, ist vielmehr eine Spielart des zen­tral­is­tis­chen Sozial­is­mus, der als Par­a­sit immer mehr Wirtschaft­szweige reg­uliert oder ganz an sich reißt. Vom Euromonopol über die Banken­ret­tung oder der Energiewende find­en sich zahlre­iche Beispiele, die sich in ein­er funk­tion­ieren­den Mark­twirtschaft, in welch­er der Staat lediglich die Regeln überwacht und Wet­tbe­werb fördert, nicht geben dürfte. Das BGE ist allerd­ings auch kein Werkzeug aus der sozial­is­tis­chen Mot­tenkiste, wenn man mal davon absieht, dass die Bezahlung in sozial­is­tis­chen Län­dern durch­weg lausig und kaum leis­tungsangemessen erfol­gt. In der DDR war Geld auch nie das eigentliche Prob­lem – man kon­nte nur eben nichts dafür kaufen.

Keine sozialistische Idee, sondern eine kommunistische

Eigentlich stammt das BGE aus der kom­mu­nis­tis­chen Utopie, in der „jed­er nach seinen Bedürfnis­sen“ leben kön­nen soll. Die Frage, ob das funk­tion­ieren könne, weil doch wohl jed­er den Wun­sch habe, bis elf zu schlafen, dann Kaviar zu früh­stück­en und für den Rest des Tages in Cham­pag­n­er zu baden, beant­worten die Ver­wal­ter des ökonomis­chen Paradieses so: So etwas dekadentes will natür­lich in Zukun­ft nie­mand mehr, weil jed­er das Bedürf­nis hat, eine fleißige Arbeits­bi­ene zu sein, die mit Tatkraft und Selb­st­losigkeit an den Honig­waben des Kom­mu­nis­mus mauert. Der neue Men­sch also. Wieder mal. Und wie dieser Men­sch so tickt und klin­gelt, will nun das neue Exper­i­ment her­aus­find­en, das der DIW gemein­sam mit dem Vere­in „Mein Grun­deinkom­men“ im Novem­ber starten wird.

Ein ähn­lich­es Exper­i­ment hat Finn­land ger­ade hin­ter sich, mit ernüchtern­dem Ergeb­nis. Die Teil­nehmer­ba­sis in Deutsch­land wird deut­lich klein­er sein, dafür gibt’s mehr Geld. Sie ahnen es vielle­icht, liebe Leser: ich halte nicht allzu viel davon. Doch im Gegen­satz zu den Finnen, bei denen das Exper­i­ment auf Kosten der Steuerzahler durchge­führt wurde, set­zt das „Pilot­pro­jekt Grun­deinkom­men“ auf Pri­vat­per­so­n­en als frei­willige Spon­soren. Weil aber jed­er selb­st entschei­den kann, wofür das eigene Geld ver­wen­det wird, soll’s mir recht sein – zumal jen­er Teil der Spende an den Vere­in, der für das BGE ver­wen­det wer­den soll, nicht von der Steuer abset­zbar ist. Pri­vat zahlt also an Pri­vat, dage­gen habe ich nichts.

Als Ver­gle­ich drängt sich die Spon­sor­ing-Plat­tform „Patreaon“ auf, über die Pri­vat­per­so­n­en gän­zlich frei­willig die Betreiber alle möglichen YouTube-Kanäle mit selb­st gewählten Beträ­gen spon­sern. Doch der Ver­gle­ich ist nicht ganz passend, weil es da dur­chaus einen Gegen­wert in Form von Videos über Angeln, Boots­bau, Schmink­tipps und weiß der Him­mel was noch gibt. In unserem BGE-Exper­i­ment wis­sen die Spon­soren nicht mal, wen sie unter­stützen und was mit dem Geld passiert.

Die Fakten

Der Vere­in möchte jedem der auser­wählten Stu­di­en­teil­nehmer (ab 18 Jahre, 122 derzeit) drei Jahre lang monatlich 1.200 € zahlen. Steuer­frei. Für diese Gen­erosität sor­gen derzeit 148.778 Spender. Nicht übel, oder? Aber wie jedes zuvor ist auch dieses Exper­i­ment nicht wirk­lich aus­sagekräftig, weil 122 Men­schen ein­fach nur drei Jahre etwas mehr Kohle in der Tasche haben wer­den! Ziel des Exper­i­ments ist es näm­lich nicht, her­auszufind­en, ob die Idee BGE eine Volk­swirtschaft zer­stören würde, oder ob der Betrag von 1.200 Euro nicht schnell das „neue Nor­mal-Null“ wäre, eine Art „Rente mit 18“, die die Preise in die Höhe triebe – weshalb man sie dann natür­lich in bester staat­slenkerisch­er Tra­di­tion „find­en“ und vor allem „binden“ müsste, um das Exper­i­ment zu ret­ten, was zwangsläu­fig zu Waren­verk­nap­pung und DDR-Ver­hält­nis­sen führen würde. Es wäre genug „Geld“ da, aber 1.201 Euro wären so viel wert wie heute 1 Euro.

Doch der BGE-Vere­in möchte ja vielmehr die soziale Kom­po­nente unter­suchen, was bei hin­re­ichend klein­er Stich­probe und der Art, wie die Mit­tel dafür gesam­melt wer­den, nur ein­er Umverteilung entspricht. Das Geld hat ein­fach jemand anderes, der Staat muss es nicht druck­en, höch­stens mit­tel­bar. Doch was passiert, wenn nach drei Jahren fest­ste­ht, dass die Deutschen wie die Finnen sind? Die nah­men das Extrageld und freuten sich darüber, ihr Leben änderten sie nicht. Sie fin­gen auch nicht mit Malen oder Musizieren an, arbeit­eten nur noch halb­tags, um inten­siv im Gemein­der­at oder der Flüchtling­shil­fe tätig zu sein.

Die Vorstel­lung, das BGE triebe die Men­schen ger­adezu hin zu erfül­len­der weil gemein­nütziger und unent­geltlich­er Arbeit, wie die BGE-The­o­retik­er dies für den „neuen Men­schen“, den „Homo Ein­sichtsvoll“ geplant hat­ten, erwies sich als Trugschluss. Es stellt sich stets her­aus, dass die Bezahlung ein sehr gutes Maß für Anerken­nung und Attrak­tiv­ität ein­er Tätigkeit ist. Ver­mut­lich wer­den auch nur wenige der 122 Teil­nehmer ab sofort unent­geltlich als Pflegekraft arbeit­en. Es wird den meis­ten aber sich­er bess­er gehen über die drei Jahre, denn 1.200 Euro jeden Monat sind alle­mal bess­er als kein Geld für Umme und ein Tritt in den Allerwertesten.

Das sehen offen­bar viele so, denn der Ansturm auf die begren­zten Plätze ist enorm! Eine Mil­lion Bewer­bun­gen wollte man nach drei Monat­en haben. Nach ein­er Woche sind es schon 1.500.000! Dass man damit nicht gerech­net hat­te, zeigt, wie wenig die Ini­tia­toren von den Inten­tio­nen ihrer Labor­mäuse wis­sen. Man rief „Käse für alle – ohne Falle“ und wun­dert sich nun über den Ansturm. 43.200 Euro geschenkt bekom­men von wild­frem­den Men­schen, die das Geld ent­behren kön­nen – wer würde da nein sagen?

Rente mit 18 für alle!

Im Topf sind durch die Spenden und Spenden­zusagen derzeit 5.270.400 Euro (teils als Zusagen), 148.778 Men­schen spenden also im Schnitt knapp 36 Euro. Rech­nen wir auf der Basis von einem Jahr weit­er, sind das 12 Euro pro Jahr. Das bedeutet, dass, um 122 Men­schen mit 1.200 Euro BGE zu ver­sor­gen, etwa jed­er Ein­wohn­er ein­er Stadt von der Größe Pader­borns pro Jahr 12 Euro zahlen müsste. Das klingt nicht nach viel, aber wir wollen ja am Ende das ganz große Rad drehen und nicht nur 122 Auser­wählte glück­lich machen. Sowas ähn­lich­es machen wir schließlich schon mit ein­er über­schaubaren Schar von Inten­dan­ten des ÖRR, die wir mit 17,50 im Monat nur müh­sam vor dem Ver­hungern bewahren kön­nen. Am Ende muss natür­lich der Sys­temwech­sel nicht nur für einige durch Los oder Stel­lung Priv­i­legierte her, die neue Losung soll laut­en: “Rente mit 18 für alle!”.

Eine kleine BGE-Rechnung

Deutsch­land hat­te 2019 etwa 69.460.000 Ein­wohn­er im BGE-Rentenal­ter, also älter als 18 Jahre. Um das Exper­i­ment so richtig aus­sagekräftig zu machen, müssen wir dank etwas Dreisatz nur 84,7 Mil­liar­den Zwölfeu­rospender pro Jahr in der Galax­is auftreiben, um den jährlichen deutschen BGE-Finanzbe­darf von 1.000.224.000.000 € zu deck­en. Alter­na­tiv kön­nten auch 8,4 Mil­liar­den Spender 120 Euro oder 840 Mil­lio­nen Spender 1200 Euro pro Jahr geben. Oder eben 69.460.000 geben jew­eils so viel, wie sie selb­st pro Jahr bekom­men wür­den: 14400 €. Eine tolle Idee, für die wir am Ende wohl doch „den Staat“ zu Hil­fe rufen müssten, denn der ist „reich“ und hat „gut gewirtschaftet“.

‚Ja aber die Reichen‘, denkt jet­zt vielle­icht der eine oder die andere. ‚Die kön­nen doch mehr bezahlen, oder?‘ Denen soll es doch an den Kra­gen gehen. Mal abge­se­hen davon, dass Reich­tum zum großen Teil aus gebun­den­em Kap­i­tal beste­ht, das nicht in Gestalt viel­er Nullen mit führen­der Eins auf Sparkon­ten herumdölpert, kön­nte uns selb­st Jeff Bezos mit seinen 140 Mil­liar­den – oder wie viel es auch ger­ade sein mögen – besten­falls ein paar Monate „ver­sor­gen“ und wir kön­nten zu allem Übel die ganze Kohle nicht mal mehr bei Ama­zon ver­jubeln. Aber das gin­ge ja ohne­hin nicht, denn wer soll uns das Kap­i­tal „Ama­zon“ denn in Kon­sumkohle umwan­deln? Wer kauft uns den Laden ab? Man kann Kap­i­tal natür­lich irgend­wie in Kon­sum ver­wan­deln, doch das geht eben immer nur ein­mal. Wer die Kuh schlachtet, hat nie wieder Milch.

Mitmachen beim BGE?

Schon wieder eine Frage. Aber hier greift Bet­teridge’s Gesetz mal nicht. An diesem Exper­i­ment teilzunehmen bedeutet ja nicht, der All­ge­mein­heit etwas wegzunehmen oder von ander­er Leute Steuern oder Abgaben zu leben. Die Frei­willigkeit ist gewährleis­tet und wenn die Spender nicht mehr zahlungswillig sind, bricht das Exper­i­ment ohne­hin in sich zusam­men. Vielle­icht ist angesichts der aktuell ras­ant aus­geweit­eten Geld­menge der Euro ohne­hin schneller und 1.200 Euro haben in einem Jahr den Gegen­wert eines Espres­so, wer weiß das schon.

Als Erweiterung des Exper­i­ments schlage ich deshalb vor, die Gewin­ner soll­ten – sofern sie sich das irgend­wie leis­ten kön­nen – das Gegen­teil dessen machen, was von ihnen erwartet wird und statt die 1.200 Euro in zusät­zlichen Kon­sum zu steck­en, es zurück in Kap­i­tal zu ver­wan­deln. Geistiges, durch ein paar gute Büch­er, sowie materielles durch den Kauf von Fond-Anteilen und Gold. Ich wün­sche meinen Lesern jeden­falls viel Glück bei der BGE-Lotterie!

Musik zum Text: Dire Straits, „Mon­ey for nothing“

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11 Kommentare

  1. Him­mel­her­rgott.… NICHTS ist ein­fach bere­its vorhan­den! Sog­ar Boden­schätze sind nicht ein­fach vorhan­den, son­dern nur deswe­gen vorhan­den, weil mas­siv­er Aufwand in ihre Ent­deck­ung, die Entwick­lung von Förderun­ga- Auf­bere­itungs- und Nutzungsmeth­o­d­en geflossen ist. Men­schen die nie etwas sin­nvolles geleis­tet haben oder etwss pro­duziert haben, glauben tat­säch­lich, das alles ein­fach so da sei. Ist es in ihrem Dasein ja bish­er auch gewesen.…

  2. @Holger: „Ver­trauen in die Gemein­schaft, daß man bei Scheit­ern aufge­fan­gen wird“. Sie tun ja ger­ade so als wenn in Deutsch­land nicht bere­its jet­zt Mil­liar­den und aber Mil­liar­den für die Men­schen, die Sie beglück­en möcht­en, aus­gegeben wür­den. Und das „Geld, das in der Gesellschaft schon vorhan­den ist“ fällt nicht vom Him­mel, son­dern wird exakt von den­jeni­gen erwirtschaftet, die den „Entspan­nten“ auch das 20. Stu­di­ense­mes­ter und den fün­ften Dro­ge­nentzug noch bezahlen. Zwangsweise. Und d a s macht mich krank, und nicht die selb­stver­ständliche Tat­sache, daß ich für meinen Leben­sun­ter­halt zu arbeit­en habe.

  3. Sie haben alle gar nichts ver­standen. Das Geld für ein BGE ist in der Gesellschaft bere­its vorhan­den. Vie­len wird es mit BGE ökonomisch nicht unbe­d­ingt bess­er gehen als vorher. Das was sich ändert, ist die Psy­che. Ver­trauen in die Gemein­schaft, darauf, dass man bei Scheit­ern aufge­fan­gen wird. Das finnis­che Exper­i­ment ist nicht aus­sagekräftig, die Summe war viel zu ger­ing. Alle BGE Stu­di­en haben gezeigt, dass die Men­schen entspan­nter sind, weniger krank wer­den (enorme Einsparun­gen im Gesund­heitswe­sen). Viele haben eine Aus­bil­dung gemacht. Andere, die keinen Mut mehr hat­ten, haben wieder Hoff­nung geschöpft. Selb­st wenn wie im finnis­chen Exper­i­ment die Men­schen Teilzeit arbeit­en und dafür sozial tätig wer­den, spart der Staat Geld. Unser bish­eriges Sys­tem ist am Ende und wir haben die Wahl zwis­chen etwas Neuem und einem Zusam­men­bruch. Da wäh­le ich doch lieber das erfol­gver­sprechende Experiment.

    • @Holger G: Schön, dass es noch Opti­mis­ten gibt! 🙂
      Allein, mit sym­pa­this­chen Vorstel­lun­gen ist es lei­der nicht getan. Es führt zu wohlig-war­men- Wun­schdenken (WWW)! “Alle Stu­di­en” ist eine Aus­sage, die schon logisch nicht halt­bar ist- die näch­ste kön­nte ja schon wider­sprechen und es gibt natür­lich auch Kontra-Studien.
      Wo ich zus­timme ist: am Geld liegt’s nicht (Covid-Kurzarbeit­ergeld ger­ade als Zuschuss bis 12/21 ver­längert- von EU Plä­nen ganz zu schweigen!); es sind die Kon­se­quen­zen, die nie­mand ser­iös prog­nos­tizieren kann!
      Der Grundgedanke, dass es eine der wohlhabend­sten Gesellschaften aller Zeit­en nicht schafft “Men­sch­sein” eine andere Dimen­sion zu geben als leben um zu arbeit­en ist allerd­ings deprim­ierend, ja.
      Deswe­gen wahrschein­lich der Wun­sch nach dem Grossen Sprung, Trans­for­ma­tion, kom­pro­miss­los­er Neustart blabla. Je hohler der Kopf desto gröss­er die Ziele…

    • Wer ganz offen­sichrlich nichts ver­standen hat, sind sie. Das Men­schen, die nur Teilzeit arbeit­en , ‘sozial tätig wer­den’ heißt noch lange nicht, das das nüt­zlich ist oder Staats­gelder spart. Ganz viele Tätigkeit­en, die Men­schen in ihrer Freizeit so machen, sind näm­lich gar nicht unbe­d­ingt zuträglich.
      Die meis­ten Kosten im Gesund­heitswe­sen entste­hen im Alters­bere­ich ab 65, die liegen pro Per­son min­destens dop­pelt, teils vielfach so hoch wie in den Alters­grup­pen drunter. Ihre enor­men Einsparun­gen kön­nen sie also weitest­ge­hend vergessen.
      Im Übri­gen würde das Gesamtver­mö­gen der 500 reich­sten Deutscben unge­fähr reichen um jedem Deutschen knapp 9000 Euro zu geben — ein­ma­lig. Und dafür müsste man alles, wirk­lich alles verkaufen.…

      Und ob eine Gesellschaft aus Men­schen, die nicht ler­nen das man auch hart fall­en oder draufge­hen kann, weil man immet fein vom Kollek­tiv aufge­fan­gen wird, let­zten Endes wirk­lich bess­er ist, ist auch noch arg fraglich.

  4. Man hätte die 122 Stu­di­en­teil­nehmer ganz bequem im Deutschen Bun­destag find­en und zwangsverpflicht­en können.

    • Die haben doch schon das BGE.
      Keine Beruf­saus­bil­dung, ab und an mal durchs Plenum schlur­fen, sich nach “Ermah­nung durch das Prä­sid­i­um betont langsam irgend­wo hin­hock­en und “Can­dy Crush” auf dem Mobil­tele­fon daddeln.
      Und dann, wenn ein­er von der AfD ans Red­ner­pult tritt, mit hochrotem Kopf einen unterirdisch-strun­z­dum­men Zwis­chen­ruf ins “Hohe Haus” bölken.
      Dann Fre­itags um 10:00 Uhr ins lange Wochenende.

  5. Sehr guter Artikel!
    Rente für alle ab 18 ist eben nicht finanzier­bar. Außer­dem wider­spricht es dem Sinn des Lebens, das nun mal kein Pony­hof ist und daher nicht nur immer eit­el Son­nen­schein sein kann. 🙂
    Ich hätte den Ini­tia­toren der Studie, die ja gern her­aus­find­en wollen, was die Leute mit dem Geld machen, noch ger­at­en, einen Frage­bo­gen ins Inter­net zu stellen, den jed­er beant­worten kann, auch ohne GBE.

  6. Also erst mal vie­len Dank für den (passenden) Hin­weis auf „mon­ey for nothing“von Dire Straits. Ewig nicht gehört, diesen Song. Zum The­ma: Was unter­schei­det denn das (geforderte) von dem (schon existieren­den) Grun­deinkom­men Hartz IV? Nichts anderes, als daß es „bedin­gungs­los“ sein soll. Und welche Bedin­gung stellt der Staat an den Bezug von Hartz IV? Daß man sich ab und zu im Amt melden und dort nach­weisen muß, sich um ehrliche Arbeit bemüht zu haben. Son­st nichts, gar nichts. Es gibt es also bere­its jet­zt, das „mon­ey for noth­ing“. Und warum, bitte, soll jemand, der arbeit­et, um sich und seine Fam­i­lie zu ernähren, für Men­schen mitar­beit­en, die so gar keine Lust auf regelmäßige Arbeit haben? Weil ihnen im Moment vielle­icht nicht danach ist, sie sich nicht „frei ent­fal­ten kön­nen“, wenn sie ihre Zeit mit pro­fa­nen Din­gen wie Arbeit ver­brin­gen. Oder was auch immer. Wer auf „bedin­gungslos­es“, sprich arbeits­be­fre­ites Grun­deinkom­men pocht ist asozial. Ein Schmarotzer, der es sich zum Lebensin­halt gemacht hat, auf Kosten ander­er zu leben. Und daß es mal wieder Linke sind, welche sich zum Befür­worter dieser durch­wun­den durch asozialen Lebensweise auf­schwin­gen, ist auch nicht über­raschend. Der Grund­satz Link­er war seit jeher: „Nehmen ist seliger denn geben“. Und wird es immer bleiben.

    • Es gibt übri­gens noch ein weit­eres “BGE”, das nur anders heißt und viel zu wenig Beach­tung find­et. Es nen­nt sich All­mende und beste­ht aus der Summe aller Güter und Dien­stleis­tun­gen ein­er Gesellschaft, ein­er Kom­mune oder eines Staates, an denen zwar alle par­tizip­ieren, für deren Unter­halt aber nur die immer klein­er wer­dende Gruppe der Net­tos­teuerzahler aufkommt. 😉

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