Das servile Inter­view der „Zeit“-Journalistin Jana Hensel mit der Kanz­le­rin sorgte für hef­ti­ges Sod­bren­nen bei jenen Publi­zis­ten, die sich nicht wider­spruchs­los in die Reihen der Merkel-Ära-Cla­queure ein­rei­hen wollen, um der Kanz­le­rin den Roten Teppich bis in die Geschichts­bü­cher aus­zu­rol­len. Alex­an­der Wendt zum Bei­spiel file­tiert auf Publi­co­mag die dümm­li­che Sprache in den Fragen und For­mu­lie­run­gen, in denen er Buch­ti­tel­po­ten­zial ent­deckt. Beim Nach­le­sen der Hen­se­liade in der „Zeit“ muss man in der Tat die Nar­ren­kappe als Schutz­helm tragen, um unfall­frei durch den Text zu kommen. Sätze wie Ich zog in das Merkel-Gefühl ein wie in eine zweite Haut“ sind nüch­tern und in ernst­haf­ter Stim­mung kaum zu ertra­gen, kopie­ren aber perfekt den pseu­do­in­tel­lek­tu­el­len Sing­sang, mit dem fest ver­schraubte DDR-Lite­ra­ten Stalin noch nach dessen Tod pein­li­che Wort­denk­male errich­te­ten. Die „Johan­nes R. Becher Medaille“ wäre Jana Hensel für ihre Lob­hu­de­lei jeden­falls sicher! Dem „Neuen Deutsch­land“ sollte – sofern es von den Geset­zen der Markt­wirt­schaft nicht bald end­gül­tig hinweg gerafft wird – ein Revival diese Preis­ver­lei­hung ange­le­gen sein.

Monika Maron sucht im Cicero nach inhalt­lich Belast­ba­rem auf der Antwort-Seite des Hensel-Inter­views und findet es in Merkels eigen­ar­tig simpler Vor­stel­lung von „Parität“, womit im wei­tes­ten Merkel-Sinne die Gleich­be­rech­ti­gung von Mann und Frau gemeint sein dürfte. Diese Parität „in allen Berei­chen“ zu erlan­gen, scheine ihr (Merkel) einfach logisch. „Ist Parität erreicht, wenn Frauen Holz hacken und die Männer stri­cken?“ fragt Maron zurück und ahnt doch selbst am besten, wie nahe sie mit dieser spitzen For­mu­lie­rung den glit­zern­den linken Gedan­ken­bla­sen abso­lu­ter Parität gekom­men ist.

Chancengleichheit oder Gleichmacherei?

Was vor Jahr­zehn­ten als berech­tig­tes Streben nach Chan­cen­gleich­heit vulgo Gleich­be­rech­ti­gung gestar­tet war und gute Erfolge hatte, bog schon vor Jahren – über den exakten Zeit­punkt herrscht Unei­nig­keit – ins Meta­phy­si­sche ab und pro­pa­giert heute abso­lute Gleich­heit aller in allen Aspek­ten des Lebens. Die Folge sind stumpf­sin­nige Quo­ten­re­ge­lun­gen oder For­de­run­gen danach, die sich nun schon bis in poli­ti­sche Mandate erstre­cken, Unisex-Toi­let­ten, wo es früher „ein Klo für alle” tat, Sprach­ver­hun­zung durch Ver­leum­dung des gene­ri­schen Mas­ku­li­nums als „Macht­mit­tel des Patri­ar­chats“ bis hin zu hys­te­ri­schen Flash­backs wie der gericht­lich abge­schaff­ten Bezeich­nun­gen „Nur für Frauen“ an öffent­li­chen Par­k­lät­zen in Eich­stätt, die nun einer eher unver­bind­li­chen Emp­feh­lung weichen müssen – soviel Gen­der­ge­rech­tig­keit muss wohl heute sein, den eigent­li­chen Sinn dieser Park­plätze darf man beden­ken­los opfern – aber an Frauen als Opfer einer poli­ti­schen Agenda scheint man sich in der Politik ja inzwi­schen gewöhnt zu haben. In Ein­zel­fäl­len, ver­steht sich! Nur Steu­er­hin­ter­zie­her, Hasser, Hetzer und Ver­ge­wal­ti­ger sind noch Betä­ti­gun­gen, die bislang unbe­leckt vom Fort­schritt als Domänen des Patri­ar­chats übrig geblie­ben sind.

Inter­es­sant ist jedoch, dass sich die Prot­ago­nis­ten der abso­lu­ten Gleich­heit ihrer Mittel und Ziele so gewiss sind, dass sie sich über deren prak­ti­sche Wirk­sam­keit keine Gedan­ken mehr machen oder von Zeit zu Zeit durch empi­ri­sche Studien über­prü­fen, ob die Rich­tung der Politik tat­säch­lich die pro­pa­gier­ten Erfolge zeitigt. Denn gele­gent­lich fallen die Gedan­ken­ge­bäude der abso­lu­ten Gleich­heit wie ein Soufflé zusam­men, sobald sie der Zugluft der Rea­li­tät aus­ge­setzt werden. Um eine Nase voll von dieser Zugluft zu schnup­pern, ver­las­sen wir kurz die Redak­ti­ons­stu­ben der „Zeit” und begeben uns in ein schwe­di­sches Fern­seh­stu­dio.

Das Märchen vom egalitären Skandinavien

Es war einmal eine nörd­li­che Welt­ge­gend, die sich wie keine andere der Her­stel­lung glei­cher Lebens­be­din­gun­gen für ihre Bürger ver­pflich­tet fühlte, wozu ins­be­son­dere die abso­lute Gleich­stel­lung von Frauen und Männern gehörte. Nir­gends ging es gerech­ter zu, nir­gends auf der Welt war es selbst­ver­ständ­li­cher, dass Mädchen und Jungen die­sel­ben Chancen in Bildung, Studium und Beruf haben, nir­gends betei­li­gen sich die Väter mehr an der Erzie­hung ihrer Kinder. Poli­ti­ker, Päd­ago­gen und Sozi­al­wis­sen­schaft­ler gaben sich die größte Mühe, geschlech­ter­spe­zi­fi­sche Ste­reo­type abzu­bauen. Als stark galt nicht mehr, wer die Ellen­bo­gen ausfuhr, skru­pel­los Kar­riere machte oder kräftig hin­lan­gen konnte. „Weak­ness“ ist the new „strong“, oder „Dad can hug, Mom can lead” waren die neuen Erzie­hungs­ideale und wer sein Töch­ter­chen mit Puppen spielen ließ, stand schon fast im Ver­dacht, die alten Rollen des unter­drü­cke­ri­schen Patri­ar­chats zu rezi­pie­ren.

Skan­di­na­vien, beson­ders Nor­we­gen und Schwe­den, gelten bis heute in punkto Gleich­stel­lung von Mann und Frau als welt­weit bei­spiel­haft. Doch führt dies dazu, dass „Frauen Holz hacken und die Männer stri­cken“? Nein! Im Gegen­teil! Je libe­ra­ler eine Gesell­schaft ist, also je freier Männer und Frauen in ihren Ent­schei­dun­gen sind, umso größer sind die Unter­schiede in den getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen. Das klingt zunächst wie ein Wider­spruch, doch denkt man genau nach, ist es völlig logisch: wenn nicht Kultur, Tribal-Struk­tu­ren, Politik oder Reli­gion den Lebens­weg eines Men­schen vor­zeich­nen, bleiben vor allem per­sön­li­che Fähig­kei­ten, Nei­gun­gen und die Bio­lo­gie als Antrieb übrig. Das ist aller­dings nicht ganz das, was die Gleich­stel­lungs­ideo­lo­gen im Sinn hatten. Die gehen, um in Marons Bild zu bleiben, davon aus, dass Männer den Frauen das Holz­ha­cken ver­bie­ten wollen und selbst zu faul seien, zu stri­cken – Patri­ar­chat eben. Doch aus­ge­rech­net in Skan­di­na­vien führt die Kin­der­er­zie­hung des „du kannst alles werden“ eben gerade nicht dazu, dass Frauen mehr Holz hacken und Männer stri­cken, wie die nach­fol­gend beschrie­bene Szene belegt.

Men are more interested in things, woman are more interested in people”

Zuge­tra­gen hat sie sich im Herbst 2018 im norwegisch/schwedischen TV-Talk „Skavlan“, Prot­ago­nis­ten waren Annie Lööf (Vor­sit­zende der liberal-grünen Cen­ter­par­tiet und bis 2014 Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Schwe­dens) sowie der kana­di­sche Psy­cho­loge Jordan B. Peter­son, der Lööf einige gut belegte empi­ri­sche Lang­zeit­stu­dien zu den Prä­fe­ren­zen von Männern und Frauen welt­weit und der Kor­re­la­tion zum Grad der Frei­heit einer Gesell­schaft erläu­terte.

Ich emp­fehle, das Video in Gänze zu schauen, denn nur selten sieht man Poli­ti­ker, die von einem für sie völlig neuem Fakt so erschla­gen werden, wie Lööf, als sie gefragt wurde, ob sich Peter­sons Aus­sa­gen mit ihrer Erfah­rung decken. Alles in ihr sträubte sich gegen eine Bestä­ti­gung, weshalb sie, um in die gewohnte ideo­lo­gi­sche Spur zurück­zu­fin­den, schnell alle Schlüs­sel­worte auf­zählte, die in der skan­di­na­vi­schen Gesell­schaft Gül­tig­keit haben: Gleich­heit der Chancen… Träume und Hoff­nun­gen aller Kinder mög­lichst unter­stüt­zen – ob man das wolle, sei die Frage. Und schnell fügt sie hinzu: „Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit ist sehr wichtig für mich“. Für Lööfs Tochter bedeute dies, etwas zuge­spitzt zusam­men­ge­fasst, dass Mamma sagt, wo es lang­geht und Pappa tröstet und Tränen trock­net. Inter­es­sant finde ich dabei, dass Lööf offen­bar denkt, diese beiden Rollen seien doch irgend­wie binär ange­legt und auch ver­teilt, aber man müsse oder solle sie mög­lichst ver­tau­schen, um Gerech­tig­keit her­zu­stel­len. Es gibt natür­lich gute Gründe, eine der­ar­tige Rol­len­ver­tei­lung prin­zi­pi­ell offen zu gestal­ten, wenn das Ergeb­nis jedoch ist, dass ein Fuß­bal­ler im Schach antre­ten soll und der Schach­meis­ter Fußball spielen muss, würde sicher etwas schief laufen.

Die Pointe hob sich Peter­son bis zum Schluss auf und es ist sehr auf­schluss­reich, zu beob­ach­ten, wie Lööf im Nebel sto­cherte, weil sie offen­kun­dig nicht ver­stand, worin Peter­sons dia­gnos­ti­zier­ter „großer Unter­schied zwi­schen Frauen und Männern in Skan­di­na­vien“ denn nun genau bestehe. Wie kann das auch sein? Ist nicht gerade Schwe­den in Sachen Gleich­be­rech­ti­gung ein Mus­ter­staat? Das stimmt! Haben in Schwe­den Frauen und Männer viel­leicht Pro­bleme, mit­ein­an­der in Kontakt zu kommen, mit­ein­an­der zu reden? Sicher nicht!

Es gäbe, so Peter­son, jedoch signi­fi­kante Unter­schiede, welche Berufe Männer und Frauen ergrei­fen! Der psy­cho­lo­gisch signi­fi­kan­teste Unter­schied zwi­schen den Geschlech­tern sei die Frage, ob sich diese im Durch­schnitt mehr für Dinge (Männer) oder Men­schen (Frauen) inter­es­sier­ten. Diese bio­lo­gi­sche Prä­fe­renz werde über­la­gert von einer kul­tu­rel­len Kom­po­nente und wenn diese wie in Skan­di­na­vien sehr auf Gleich­stel­lung und Anglei­chung auch der Ein­kom­men ange­legt sei, trete die Bio­lo­gi­sche Kom­po­nente umso stärker hervor. Die Sta­tis­tik für Schwe­den zum Bei­spiel zeige, dass die Prä­fe­renz von Frauen für medi­zi­ni­sche Berufe und die der Männern für Inge­nieur­be­rufe signi­fi­kan­ter aus­ge­prägt ist, als irgendwo sonst auf der Welt. Gerade weil beide Geschlech­ter die denkbar frei­este Wahl hätten, ent­schie­den sie sich eben für das, was ihren Nei­gun­gen am besten ent­sprä­che. Maxi­miert man also die Chan­cen­ge­rech­tig­keit, maxi­miert man auto­ma­tisch die per­sön­li­che freie Wahl aus eben diesen Chancen und folg­lich auch die Unter­schiede, die sich aus einer solchen Wahl ergeben. In dieser Hin­sicht ist Schwe­den also libe­ra­les Schla­raf­fen­land!

Feminismus am Limit

Unter dem Strich also eine gute Sache, möchte man meinen. Für Lööf war die Situa­tion jedoch offen­sicht­lich ein Alb­traum, den man förm­lich als Sprech­blase über ihrem Kopf mit­le­sen konnte: ‚Unmög­lich! Wenn mein Mann unsere Tochter umarmt und tröstet, wie kann die dann später Kran­ken­schwes­ter werden wollen? Men­schen unter­schei­den sich zwar bio­lo­gisch, aber doch nicht in den Ent­schei­dun­gen, die sie treffen! Das darf einfach nicht sein! Alle Men­schen sind gleich, das haben wir unseren Kindern doch mühsam aner­zo­gen!‘ Letz­te­res sagte sie natür­lich nicht laut, sondern umschrieb es wie folgt: „Die Wahl ist doch eher abhän­gig davon, wie die Kinder auf­ge­wach­sen sind, wie wir leben und erziehen…das formt doch den Men­schen. Da spielt es keine Rolle, ob ein Kind Junge oder Mädchen ist. Wenn ich meine Tochter erziehe, eine Anfüh­re­rin zu werden, selbst­si­cher zu sein, gebil­det…“ Und hier schlug die nächste Peter­son-Bombe ein:

Das wäre so, wenn die Prä­fe­ren­zen der Kinder ledig­lich soziale Kon­strukte wären, wie immer wieder behaup­tet wird. Die Praxis sagt aber das Gegen­teil.“

Ket­ze­risch wei­ter­ge­dacht: wenn das Geschlecht eines Men­schen ledig­lich ein sozia­les Kon­strukt wäre, träfe dies logi­scher­weise auch auf jede Abwei­chung zu. Noch mehr sogar für jede Form der Erzie­hung und Indok­tri­na­tion. Alles nur soziale Kon­strukte. Daraus folgt, wer die abso­lute Gleich­heit statt der Chan­cen­gleich­heit der Geschlech­ter pro­pa­giert, muss lang­fris­tig den freien Willen und die Frei­heit selbst abschaf­fen und den Men­schen als eine Art leeren USB-Stick betrach­ten, den man belie­big mit Erzie­hungs- und Rol­len­da­ten füttern, löschen, neu for­ma­tie­ren und umbe­nen­nen kann. Kein ange­neh­mer Gedanke, oder? Die in gewis­sen Kreisen der deut­schen Politik popu­läre Meinung, die Regeln des Zusam­men­le­bens müssten täglich neu aus­ge­han­delt werden, geht übri­gens genau in diese Rich­tung. Und so zeigt das Video am Ende vor allem eines: dass der immer kom­pro­miss­lo­ser geführte linke Kul­tur­kampf gegen die Empirie sich in letzter Kon­se­quenz immer gegen die mensch­li­che Natur richtet und in seiner Über­trei­bung und der Abso­lut­set­zung seiner Ziele am Ende stets Schaden anrich­tet.

Nun stellt sich dem Leser natür­lich die Frage, wie um alles in der Welt der Ver­fas­ser dieser Zeilen von einem Zeit-Inter­view mit Bravo-Star­schnitt-Qua­li­tät zu Gen­der­gaga und Jordan Peter­son kommen konnte und ob sich der Kreis auch irgendwo schließt. Das tut der Kreis in der Tat: Jana Hensels Frage an Merkel, ob sie „…im Amt zur Frau gewor­den“ sei, zeigt, dass Iden­ti­täts­po­li­tik heute bereits alles über­la­gert und durch­dringt. Immer vor­ne­weg: unsere Medien! Es gibt keinen denk­ba­ren Kontext, in dem diese Frage irgend­ei­nen Sinn ergäbe, außer in der Iden­ti­täts­po­li­tik, der kli­ni­schen Psy­cho­lo­gie oder dem Dr. Sommer-Team der Bravo. Merkels Antwort darauf, die wir bei der zu spon­ta­nem Sar­kas­mus gänz­lich unfä­hi­gen Kanz­le­rin für bare Münze nehmen dürfen, ist dann auch der Höhe­punkt des Inter­views: Sie sei vor dem Amts­an­tritt schon eine Frau gewesen.

Das zeigt einmal mehr, dass Merkel nur auf das Gesagte, nie aber auf das Gemeinte achtet. Es zeigt, dass sie unfähig ist zur situa­ti­ven Kom­mu­ni­ka­tion und deshalb wohl auch so schlecht darin, eine Stim­mungs­lage an der Basis in sinn­volle, prak­ti­sche Politik oder auch nur in ein paar ange­mes­sene Worte zu ver­wan­deln. Man weiß folg­lich nicht, wen man zuerst auf die Couch von Jordan Peter­son schi­cken möchte: Angela Merkel oder Jana Hensel. Die rich­tige, mensch­li­che Antwort auf die infan­tile Hensel-Frage wäre nämlich eine Gegen­frage gewesen: „Wollen Sie mich ver­ar­schen?“

9 Kommentare

  1. Auf­grund ihrer Übera­li­men­ta­tion aus Steu­er­mit­teln erlie­gen Poli­ti­ker dem Irr­glau­ben, des­we­gen einer irgend­wie gear­te­ten Elite anzu­ge­hö­ren. Treffen sie dann auf wirk­li­che Kory­phäen wie bspw. Jordan Peter­son, wird ihnen schmerz­haft bewußt, daß sie intel­lek­tu­ell bes­ten­falls Sedi­ment dar­stel­len.

  2. Nicht jeder Mensch ist in der herr­schen­den Ideo­lo­gie ein leerer Daten­trä­ger, der nach Belie­ben neu for­ma­tiert werden kann. Dieses Pri­vi­leg genie­ßen nur unsere Schütz­linge, die sich auch im Alter von 17 (bzw. 27) an drei halben Nach­mit­ta­gen Grund­ge­setz­lek­türe von einer abge­wrack­ten Mitt­sieb­zi­ge­rin voll­in­te­grie­ren lassen. – Bedeu­tend resis­ten­ter gegen die Erzie­hung durch die deut­sche Super­nanny ist da schon der alte weiße Germane, dem seit min­des­tens andert­halb Jahr­hun­der­ten sein Über­men­schen-Gen anhaf­tet, das nur durch die End­lö­sung der deut­schen Frage aus­ge­merzt werden kann.

  3. Manch­mal – etwa beim Lesen Ihres Textes – wird die Erin­ne­rung an den galop­pie­ren­den Irrsinn des unter­ge­hen­den Sozia­lis­mus wieder sehr leben­dig. Das ist kein Spaß, auch wenn kuba­ni­sche und vene­zo­la­ni­sche Ver­hält­nisse bei uns nicht nicht ange­kom­men sind. Aber Lie­bes­sze­nen wie zwi­schen Putin, Xi Jinping und Maduro, Merkel und Macron, zwi­schen „Kul­tur­schaf­fen­den” und Polit­bü­ro­kra­ten geben mir ein sehr deut­li­ches Gefühl davon, wohin macht­be­ses­sene Geis­ter­fah­rer steuern. Das wird nicht lustig, aber dafür teuer.

  4. Die ‚Zeit’ mit Ihrem insze­nier­ten Mer­kel­hype zeigt deut­lich, wo sich Macht und mediale Spei­chel­le­cker zusam­men­rot­ten( altes DDR-Voka­bu­lar), im linken Eck! Jana Hensel wird zum krei­schend-hys­te­ri­schen Teen­ager, der ange­sichts seines Popidols aus der Ucker­mark in hirn­lo­ses ideo­lo­gi­sches Stac­cato abglei­tet. Viel­leicht über­reicht Merkel ihr einen alten run­ter­ge­nu­del­ten, aber hand­si­gnier­ten BH, den Hensel als zweite Haut zum Ausbau ihres Mer­kel­ge­fühls täglich tragen kann. Ein wenig Per­so­nen­kult tröstet die Kanz­lerette über die Rufe nach der Guil­lo­tine in Aachen hinweg, die erklan­gen, als sie sich mit ihrem fran­zö­si­schen Hilfs­she­rif der Öffent­lich­keit prä­sen­tierte. Fragen zur Gleich­be­rech­ti­gung der Frau inter­es­sie­ren eine Gewohn­heits­pro­pa­gan­dis­tin und macht­geile Person nur in soweit, als das Thema mit ihrer poli­ti­schen Agenda über­ein­stimmt. Stel­lung der Frau im Islam? Bitte keine Details. Stel­lung der Frau in der BRD? Die gefor­derte Quote ist ihr Versuch, mit hirn­lo­sen Jana-Hensel-Ver­schnit­ten, schnell, eigene Zög­linge gezielt in wich­ti­gen poli­ti­schen Ämtern zu plat­zie­ren, unter dem Deck­man­tel der Frau­en­freund­li­chen und sich damit gleich­zei­tig revol­tie­ren­der unein­sich­ti­ger alter Männer zu ent­le­di­gen. Im Prinzip hält sie ihre eigenen Geschlechts­ge­nos­si­nen für dümmer, aber geeig­ne­ter zur Intrige. Madam ist in erster Linie Kanzler und Macht­mensch. Das Geschlecht eines Men­schen ist ihr, wie der Ein­zelne selbst, völlig schnuppe. Ich bin über­zeugt, daß sie nach manch stres­si­gem Tag, voller Pro­pa­gan­daar­beit und media­ler Ideo­lo­gie­ver­brei­tung, selbst über­le­gen muß, welchem Geschlecht sie über­haupt ange­hört. Aber ich denke, daß ist ihr auch egal.

  5. Mich erschrickt die Hensel und ihre „Ost­al­gie”. Es ist aber auch die ZEIT ins­ge­samt, die ständig auf ein Lip­pen­be­kennt­nis „Es gab viel Unrecht.” min­des­tens zwanzig Artikel folgen lässt mit „Hihihi, damals hießen Hänchen Broiler”.

    Heute: Kopf­no­ten und Klas­sen­fahr­ten in der DDR.
    https://​www​.zeit​.de/​2​0​1​9​/​0​5​/​s​c​h​u​l​z​e​i​t​-​g​y​m​n​a​s​i​u​m​-​e​r​i​n​n​e​r​u​n​g​e​n​-​j​u​g​end

    Es kann sich jeder mal selbst fragen, ob der Kor­rup­ti­ons­skan­dal um Ursula von der Leyen nicht mehr Recher­che und Medi­en­auf­merk­sam­keit ver­die­nen würde als so was.

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