Im DIW-Büro von Claudia Kemfert brennt noch Licht...Das Kap­i­tal ist auch nicht mehr das, was es ein­mal war. Nicht nur das neg­a­tiv verzin­ste auf der Bank, auch das gedruck­te Jour­nal, dass sich „Cap­i­tal“ nen­nt und aus­gerech­net Wan­der­predi­gerin­nen unge­hemmter staatlich­er Sub­ven­tionsver­schleuderung für die Energiewende wie Clau­dia Kem­fert vom DIW einen lan­gen Artikel schreiben lässt.

In diesem Artikel räumt Kem­fert mit „Mythen“ auf, die ange­blich die wun­der­schöne Energiewende kaputt machen wollen. Diese Mythen wer­den ver­bre­it­et von Spöt­tern und Skep­tik­ern und weil auch aus ein­er Lüge durch sieben­ma­lige Wieder­hol­ung eine geglaubte Wahrheit wer­den kann, wieder­holt sich Frau Kem­fert gern. Mythen, Mythen…alles Mythen. Geis­ter­strom gibt es nicht, es müsse kor­rekt “Aus­fall­prämien” heißen und daran sind nur Kernkraft und Kohle schuld. Dunkelflaute? Nichts als eine böse neue Wortschöpfung!

In Wirk­lichkeit sei die Energiewende natür­lich ein Schnäp­pchen und auf der Siegerstraße, Strom wird bil­liger, wenn erst der böse Kohle­strom die Net­ze nicht mehr “ver­stopft”. Auch Spe­ich­er für die „Erneuer­baren“ gäbe es sehr wohl und weil jed­er weiß, dass es davon viel zu wenige gibt, erk­lärt Frau Kem­fert, wie bräucht­en in Wirk­lichkeit auch gar nicht so viel Strom. Damit das aber schlauer klingt, ver­wen­det Frau Kem­fert gern tolle Begriffe, also mit Prä­po­si­tion “pro” und allem, auch mit scharf. Kem­ferts Wortschöp­fun­gen sind zwar auch nicht älter als “Dunkelflaute”, aber wir wollen mal nicht pin­gelig werden!

“Pro­sumer-basiert”, “Resid­u­al­last”…wenn “Experten” wie Clau­dia Kem­fert ins Schwim­men ger­at­en, weil ihnen die Zwei­fler zu arg zuset­zen oder weil sie etwas zu ver­ber­gen haben (die Wahrheit kön­nte die Stromkun­den verun­sich­ern, nach­dem sie sie schon arm gemacht hat), ver­wen­den sie Begriffe, die zwar nichts erk­lären, dem Leser aber unbekan­nt sind und sug­gerieren sollen: “Frag nicht nach, davon ver­stehst du nichts”. Kempferts geschwätziger Artikel ist lei­der nichts als pfeifen auf dun­kler Kellertreppe. Es gibt keine Spe­ich­er, schon gar keine Pump­spe­ich­er in der nöti­gen Menge und Größe. Und es kann auch kaum neue geben, weil uns in ganz Europa die geol­o­gis­chen Voraus­set­zun­gen fehlen. Das sage nicht ich, son­dern eine geol­o­gis­che EU-weite Studie, aus der auch schon Prof. Sinn zitierte. Und auch das Pow­er-to-Gas-Ver­fahren schei­det wegen des lausi­gen Wirkungs­grades als Spe­ichertech­nolo­gie aus. Aber das ist sich­er auch so ein “Mythos”, die Physik wird sich schon noch der deutschen Energiewende beugen!

Übri­gens, falls sich jemand fra­gen sollte, was ein “Pro­sumer” ist, mit dem Kem­fert hier fest rech­net: das ist der Men­sch 2.0, der mit einge­bran­ntem E‑Kennzeichen im Hirn, der nicht ein­fach nur Strom ver­braucht, wie es ihm ger­ade passt (Kon­sument), son­dern seinen Ver­brauch “proak­tiv” mit dem volatilen Ange­bot abstimmt, indem er selb­st für Spe­ich­er sorgt und dazu aktiv und mit Freuden NICHT ver­braucht, wenns eng wird. Weil die Resid­u­al­last nur nicht regel­bare Abnehmer bedi­ent, die nicht auf den Zap­pel­strom – ein Wort, das Frau Kem­fert so gar nicht mag – aus Sonne und Wind zurück­greifen müssen, son­dern echte, zuver­läs­sige Quellen brauchen. Davon gibt es aber dank Zwangsab­schal­tun­gen von Kohle und Atom immer weniger, ohne dass belast­bare neue Quellen (Gas- und Wasserkraft, Pump­spe­icherkraftwerke, Ham­ster im Laufrad) als Ersatz hinzu kämen. Die tech­nis­che Basis für die Resid­u­al­last wird also immer kleiner.

Doch es muss sichergestellt sein, dass im DIW-Büro von Frau Kem­fert immer eine Lampe leucht­en, damit diese die Lis­ten der Prof­i­teure der Energiewende gut sehen kann, denen sie (min­destens moralisch) verpflichtet ist. Denn schaut man da mal nicht genau hin, schwups dreht eine übereifrige Regierung den Sub­ven­tion­shahn zu, Wind­kraftan­la­gen­her­steller ste­hen ohne Steuerknete da und melden Masse­nent­las­sun­gen. Denn wenn wir auch aus der Kohlever­stro­mung aussteigen, muss die Steuerkohle doch weit­er­hin ins Feuer!

Und für alle Ren­i­ten­ten, die sich ihrer Mag­nifizenz Kem­fert, der großen Vertei­lerin von Watt und Volt samt ihrer Welt­sicht wider­set­zen, weil sie selb­st gern Resid­u­al­last wären und nicht Selb­stver­sorg­er sein kön­nen und auch nicht zum Prekari­at der Abwur­flast gehören wollen, kommt ja dem­nächst das verpflich­t­ende Smart-Meter für alle, über das auch eine “Pro-Aktive” Zwangsab­schal­tung erfol­gen kann, wenn im Kem­fert-Büro das Licht flack­ert und der Black­out dro­ht. Die Neusprech­welt der Clau­dia Kem­fert: Pro­pa­gan­da und Desin­for­ma­tion reloaded!

Die Resilienz gegen Fak­ten und Physik, die Tromm­ler wie Kem­fert gegen die „Ewig-Gestri­gen“ zeigt – eines mein­er Lieblings-Klin­gel­worte, wenn es von Ewig-Über­morgi­gen ver­wen­det wird, um sich nicht mit dem Hier-und-Jet­zt befassen zu müssen – hat etwas episch-verge­blich­es. Die Sturheit, mit der sie jede Kri­tik an der Energiewende weg­wis­cht und die ver­lorene Sache allein mit Worten zu ret­ten ver­sucht, erin­nert mich an eine Anek­dote, die ich irgend­wo bei Heine las. Hier zum Abschluss ein Gedächt­nis­pro­tokoll davon:

Der König der Heruler saß in seinem Zelt beim Schach und bedro­hte jeden mit dem Tode, der ihm schlechte Nachricht über den Ver­lauf der Schlacht gegen die Lan­go­b­ar­den brächte. Sein Herold stieg auf einen Baum und rief immer wieder „Wir siegen, wir siegen!“. Doch plöt­zlich sprach er nur noch „Oh, oh, … oh armer König, oh armes Volk der Heruler.“ Da begriff der König, doch es war zu spät. Die Lan­go­b­ar­den drangen in sein Zelt und erschlu­gen ihn.

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21 Kommentare

  1. Alles eine Frage des Fram­ings. Nach der Seeschlacht von Sluis traute sich auch nie­mand, König Philip VI die Wahrheit zu sagen. Also schob man den Hof­nar­ren nach vorne, der dann verkün­dete „Oh die Englän­der die feigen Englän­der! Die haben sich nicht getraut, von Bord zu sprin­gen oder mit ihren Schif­f­en unterzuge­hen, wie wir tapfer­en Franzosen.“

  2. Ich habe mir die Mühe gemacht diesen, seien wir fre­undlich, Gefäl­ligkeits­beitrag, von Frau Kem­fert durchzulesen.
    Nun kön­nte man zu jedem ihrer Punk­te eine län­gere Abhand­lung schreiben. Ich möchte aber nur auf zwei Fra­gen einge­hen die mir aufge­fall­en sind.
    Unter Punkt 1 schreibt Frau Kempfert, dass die Umstel­lung bish­er nichts gekostet, dafür aber 300 Mil­lio­nen erwirtschaftet hat. Das dieses Geld nicht bei den Ver­brauch­ern angekom­men ist liegt nur an den bösen Energie­un­ternehmen. Am Ende ihres Beitrags schreibt sie dann von “ökonomis­chen Anreizen” für die Indus­trie, damit diese auf EE umstellen. Wer zahlt denn die ökonomis­chen also finanziellen Anreize? Der Zauber­er von Oz oder doch wieder die Verbraucher.
    Des weit­eren ist mir aufge­fall­en, es sollen weit­ere WKA und PVA errichtet wer­den, dazu Power2Gas Anla­gen und Pump­spe­icher­w­erke für die Spe­icherung und Bio­gasan­la­gen für die Wärmeen­ergiegewin­nung. Da das alles seinen Platz braucht, stellt sich die Frage, ziehen wir alle unter die Erde oder bauen wir die genan­nten Anla­gen übere­inan­der. Dann aber auf­passen, WKA und PVA müssen ganz nach oben, son­st wird es nichts mit der Stromversorgung.
    Aber vielle­icht hat ja Frau Kem­fert noch ein paar tolle Ideen zur Lösung der Probleme.

  3. Sehr geehrter Herr Letsch, mir scheint, Sie gehen mit Frau Prof. Kft. doch zu hart ins Gericht. Vieles ist in der Pla­nung und zum Greifen nah. Es wird. Wir gehen ein­er läuch­t­en­den Zukunfft ent­ge­gen. Tagsüber wenig­stens. Lei­der gibt es noch keine Son­nen­licht­s­teuer. Als Procog­i­ta­trix & Pro­mul­ga­trix muss Frau Kft. intrin­sisch sparsam, eine men­tis com­parcen­da sein, son­st wird die Resid­u­al­in­tel­li­gen­tia in Mitlei­den­schaft gezo­gen. Gre­ta grüßt. Hypoblat­er­atie schadet dem Gehirn mehr als Hypox­ie. Es wäre schlecht für eine proak­tive Fluk­tu­a­tions-Akzel­er­a­tion, welche die Elas­tiz­ität im Stromer­haschen ver­langt. Hasche mich, sprach das Watt. Oder Wät­tlein. Das ist ungerecht. Hasche nur, was Dir zugeteilt wird. Der Kem­fertsche Imper­a­tiv. Bess­er als Kan­nt. Was braucht ein Indus­trieland denn schon prü­vate Ver­sorgungssicher­heit! Das pri­vate Spe­ich­ern, vielle­icht in der San­duhr oder der Urfed­er, ist ja auch energe­htisch viel effiz­iän­ter. Alles Pro­pa­gan­da. Denken Sie kräftig an kreative Inno­va­tions-Konzepp­tio­nen, Moti­va­tions-Potentzen, über­haupt DIW. Wenn unser stark­er Arm es will, ste­ht auch der Erste Haupt­satz still. Die Spe­ich­er haben wir doch, Patent Bb., denn die Gedanken kreisen im Hirn wie der Strom im Netz, und über­haupt pro­duziert das Gehirn Gedanken wie die Niere Urin, wie ein Mate­ri­al­ist des 19. Jh. schrieb. Urinen­ergie, das ist es! Generell das 19. Jh. mit seinen Uh-Top­i­en. Marx&Mary, Murks&Määh, Ding&Dong und so, unaus­geschöpfte ener­getis­che Intel­li­genz und intel­li­gente Energie. Ist das nicht cap­i­tal? Ist das nicht smart? Ger­adezu meter­haft? Ich schweife ab. Wo war ich? Ach so, Frau Kft. Kurzum: Solche Leute brauchen wir. Die Arbeit­ge­ber schar­ren schon mit den Hufen. Die Abdeck­er aus dem fer­nen Osten erst recht. Wir schaf­fen das.

    • Ja, und Schtrohm wird bekan­ntlich im Netz gespe­ichert. Also der ächte Schtrohm von ächtem Schrot und Korn selb­stver­ständlich. Und jed­er eventuelle Schtrohm, der dieser unwider­leglichen Fak­ten-Fak­ten-Fak­ten zum Trotze es wagen sollte, das eventuell nicht zu tun!, wird hier­mit zum staats­feindlichen Unschhtrohm, zum herulis­chen Wicht, und zum ewig-gestri­gen Dunkel­manne erk­lärt. Und über­haupt. Gell?

    • Wow, mit Ihrer For­mulierungs­gabe kön­nten Sie in Gen­der Stud­ies oder einem anderen Feld, das auf Post­mod­ernismus und Kri­tis­ch­er The­o­rie basiert, eine steile Kar­riere hin­le­gen. Und dabei För­der­mit­tel kassieren! Nur mal so als Denkanstoß ☺️

  4. Um seine eige­nen Absicht­en zu ver­ber­gen, benutzt der scham­lose Lügn­er bewußt und unbe­wußt DEN Aus­druck zur Dif­famierung seines Geg­n­ers, den er selb­st in ganz­er Bre­ite darstellt. Der Öko­faschist beze­ich­net seine Kri­tik­er als Nazis, und macht auf seinem ener­getis­chen Schmal­spur­weg zurück in den Zus­tand ein­stiger Höh­len­be­wohn­er, jeden nor­mal denk­enden Men­schen, der diesen Schwachsinn ablehnt, zum ‘Ewig Gestri­gen’. Diesen Aus­druck aus dem Munde ein­er gekauften Ide­olo­gin, ein­er ahnungslosen, von kein­er physikalis­chen Sachken­nt­nis belasteten Wirtschaftssuse, ist pein­lich und über­flüßig. Ihr einzig geistiger Licht­blick bestand darin, daß sie die Chance nutzte und erkan­nte auf den gewin­nver­sprechen­den Zeit­geist-Zug aufzusteigen. Er pro­fessörte das eher wach­swe­iche Gehirn in ein­er drit­tk­las­si­gen Wirtschaft­s­tusse dafür, daß sie während ihrer Öffentlichkeit­sar­beit für grü­nen Schwachsinn im gut­turalen Akademik­er­ton ständig ‘geframten’ Quatsch erzählt. Unter ‘nor­malen Bedin­gun­gen’ stünde sie zu Hause am Herd und würde mit ihrer ganzen wirtschaftwissenschaftlichen Kom­pe­tenz die Erb­sen zählen. Die Zeit­en wer­den sich wieder ändern und Kempf wird die Lan­go­b­ar­den noch ken­nen­ler­nen, spätestens wenn der Strom ausfällt.

  5. Naja, so ist das halt mit Poli­tik­ern. Mehr als die Hälfte des Wahlvolks in Polen, laut dem erleuchteten Her­rn Kor­win-Mikke, zu blöd, um einen Bus­fahrplan zu ver­ste­hen. Ich nehme an, dass es in Deutsch­land nicht anders ist.

    Wenn nun eine Autoritäts­fig­ur daherkommt, und sagt “Du machst jet­zt mal das und das”, und dazu noch eine mit Fremd­worten gespick­te Begrün­dung abliefert, die diese Per­son nicht ver­ste­ht, dann macht sie sicher­heit­shal­ber “das und das”. Prak­tisch jedes Gelaber von Poli­tik­in­volvierten fol­gt diesem Schema, denn:

    https://magaimg.net/img/9nj4.png

    Aber, lieber Roger, Du bist da keine Aus­nahme, denn: “Ich bezwei­fle, dass man als Pas­sagi­er dieses Sys­tems diesen Punkt zuver­läs­sig ermit­teln kann.”.

    • P.S.
      Spätestens ab Bild 3 treten dann allmäh­lich die Juden auf den Plan, die man, auf­grund ihrer Über­repräsen­tierung in poli­tik­na­hen Bere­ichen, als die Ver­ant­wortlichen aus­machen kann. Irgend­wie kapieren die Leute nicht, dass die eige­nen Repräsen­tan­ten das Prob­lem sind, und sie suchen nach ein­er Out-Group inner­halb der Poli­tik-Kas­ten, die man aufknüpfen kann. Weil so ganz ohne Staat kann man ja nicht.

        • Hm, von Juden redet der. Aber in welchem Sinne?, also ist er dafür, oder doch wieder dage­gen? Nu ja, wahrschein­lich will er ja doch irgend Juden aufknüpfen. Seufz, es gibt nichts Neues unter der Gesonnten.

        • “Nu ja, wahrschein­lich will er ja doch irgend Juden aufknüpfen.”

          Hm, von mir redet der, doch in welchem Sinne? War das jet­zt ne Anti­semitismuskeule, oder doch wieder nicht? Nu ja, wahrschein­lich will der ja doch nur eine ankon­di­tion­ierte Denkhem­mung aus­lösen. Seufz, es gibt nichts Neues unter der Sonne.

          Mir geht diese ganze Dis­tanzier­erei auf den Sack. Wenn Du möcht­est, dass ich mich mit den Argu­menten beschäftige, die dafür sprechen, Juden aufzuknüpfen, dann erre­ichst Du dies, indem Du ver­suchst, mir ein schlecht­es Gewis­sen einzure­den, weil ich sowas tun wollen könnte.

        • Oh oh oh. Nun hast Du mich dazu getrig­gert, mir die Frage zu stellen, ob ich ein Anti­semit bin, was mich zu der Frage leit­ete, was über­haupt Juden sind. Dies wiederum führte mich zu ein­er kleinen Studie:

          https://fra.europa.eu/sites/default/files/fra_uploads/fra-2019-young-jewish-europeans_en.pdf

          Sofern die Studie repräsen­ta­tiv ist, bin ich aus der Per­spek­tive von rund 90% der europäis­chen Juden ein Anti­semit. Ein­fach nur, weil ich einige Prinzip­i­en Ernst nehme, und Juden, der Studie zufolge, fast auss­chließlich hyper­sen­si­ble Neu­rotik­er sind. Das ist inter­es­sant. Wie es aussieht, ist an dem Klis­chee des jüdis­chen Cry­bul­lies — übri­gens ent­ge­gen per­sön­lich­er Erfahrun­gen — doch mehr dran, als ich bish­er dachte. Danke für den Hinweis.

        • Ich füh­le mich zen­siert. Aber sei es. 

          Gib mal fol­gen­den Query in der Such­mas­chine Dein­er Wahl ein: swe­den iraq defense minister

          Tu es.

          Hier ist noch etwas, das wie eine Über­set­zung eines schwedis­chen Artikels aussieht:

          https://archive.ph/im2Ky#selection-723.253–731.125

          Ich möchte dazu sagen, dass das der­maßen über­dreht ist, dass das entwed­er Fake-News ist, oder wirk­lich sehr interessant.

        • Das Gefühl kommt von Dein­er Egozen­trik. Manch­mal habe ich näm­lich noch andere Sachen zu tun, als Kom­mentare freizuschal­ten, es kommt also zu Verzögerun­gen. Im Übri­gen wäre ich Dir sehr ver­bun­den, beim The­ma zu bleiben. Generell.

      • Zeugs läuft in eine falsche Rich­tung. Über einen län­geren Zeitraum ent­fer­nt sich der IST-Zus­tand vom SOLL-Zus­tand zunehmend. Ab ein­er gewis­sen Abwe­ichung bemerken die Leute, dass irgen­det­was falsch läuft. 

        Poli­tik­er, zu denen ich deren pub­lizieren­den Vor­denker zäh­le, kön­nen dann nicht mehr Klar­text reden. Das ist kein Real­itäts­man­gel, son­dern das Resul­tat von Prob­le­men, die man nicht zugeben kann, weil die eigene Daseins­berech­ti­gung andern­falls infrage gestellt wer­den würde. Da sind wir. Da die Entwick­lung weit­er läuft, und der IST-Zus­tand sich zwangsläu­fig weit­er vom SOLL-Zus­tand ent­fer­nt, wird es zunehmend wahrschein­lich, dass es irgend­wo einen Knacks gibt, und sich eine Kor­rek­tur von selb­st einleitet. 

        Das let­zte Mal, als das in Sch­land passiert ist, wurde ein Hitler gewählt. Vor Hitler war alles schlecht, und Hitler war der Typ, der glaub­haft machen kon­nte, dass es die Prob­leme anpackt. Nation­al­sozial­is­mus war der Ver­such ein­er Korrektur.

        Dum­mer­weise gabs aber noch lauter Poli­tik­er und Beamten, die dafür ver­ant­wortlich waren, dass diese Kor­rek­tur notwendig wurde. Beziehungsweise, die ein­fach nur ihren Job gemacht haben, sofern die Fehlen­twick­lung auf irgen­deine Unwahrheit zurück­zuführen war, die Teil des Sys­tems war. Die haben natür­lich ver­sucht, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen, und waren deshalb bere­it, einen Schuldigen ans Mess­er zu liefern, so lange es nicht sie selb­st sind. 

        Bei Hitler warens die Juden, die an allem Schuld waren. Juden warens, was die krieg­sun­willi­gen Amis in den ersten Weltkrieg führte, Juden warens, was das Finanzkap­i­tal kon­trol­lierte, und Juden warens, was die sozial­is­tis­chen Ambi­tio­nen vor Ort anführte. Und daraus resul­tierten Prob­leme, die kor­rigiert wer­den mussten. Also dis­tanzierte sich jed­er von den über­pro­por­tion­al ein­flussre­ichen Juden, und über­ließ sie der Ver­fol­gung. Und nach Hitler warens die Nazis, die an allem Schuld waren. Das ken­nt man ja bis heute. Jed­er dis­tanzierte sich von diesen, und über­ließ sie der Verfolgung. 

        So verblieben die meis­ten Leute in ihren Posi­tio­nen, und der Schaden, den die Kor­rek­tur verur­sachte, wurde min­imiert. Natür­lich wurde auch die Kor­rek­tur min­imiert, weil die meis­ten Leute in ihren Posi­tio­nen verblieben, und es im End­ef­fekt egal ist, was im Geset­zes­text ste­ht, weil find­i­ge Juris­ten und Staats­be­di­en­stete immer einen Weg find­en wer­den, Geset­ze so auszule­gen, wie sie es für richtig halten. 

        Lange Rede, kurz­er Sinn:

        Anti­semit wird man auch heute noch, indem man kapiert, dass der Staat Mist baut, und etwas dage­gen getan wer­den muss, man die Staats­be­di­en­steten jedoch zur In-Group zählt. Dann sucht man sich eine mitver­ant­wortliche Out-Group, und macht mit dieser, was die Verur­sach­er des Mists ver­di­ent haben. 

        Sobald die Prob­leme aus­re­ichend groß wer­den, gehts ein­flussre­ichen Min­der­heit­en (deren Inter­essen übri­gens immer kon­trär zum Mehrheitsin­ter­esse liegen) an den Kra­gen, weil sie von der ein­flussre­ichen Mehrheit vor den Zug gewor­fen wer­den, um die per­son­ellen Verän­derun­gen zu minimieren. 

        Da wir uns zunehmend vom SOLL-Zus­tand ent­fer­nen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Sys­tem so weit an Glaub­würdigkeit ver­loren hat, dass Köpfe rollen müssen, um diese Glaub­würdigkeit wieder­herzustellen. Der Zug mit dem friedlichen Machtwech­sel und dem lib­eralen Staat ist, da wo wir jet­zt sind, bere­its abgefahren.

        Wessen Köpfe wer­den das sein? 

        P.S.

        Man bedenke, dass die Baby­boomer im Augen­blick diejeni­gen sind, die alles entschei­den, weil sie ein­fach so zahlre­ich sind, dass nur sie zählen. Die wer­den aber auch bald senil sein und ster­ben. Sobald dieser Sta­bil­itäts­fak­tor dann (endlich) tot ist, gibts das aktuelle Gle­ichgewicht nicht mehr, und wir wer­den in Rich­tung Islam assim­i­liert wer­den, schon ein­fach deshalb, weil der Islam eine halb­wegs funk­tion­ierende Alter­na­tive aus der Nach­barschaft ist. 

        Und wer ist der ewige Feind, der unter allen Umstän­den bekämpft wer­den muss? Wen kön­nte man als erstes vor den Zug wer­fen, um Gemein­samkeit­en zu find­en? Na? Na?

  6. Nur zur Ergänzung: selb­st in vorhan­dene Pump­spe­icherkraftwerke wird nicht investiert, weil es nicht wirtschaftlich ist.
    Beispiel Pump­spe­icherkraftwerk Nieder­wartha in Dresden

    • Wird noch, im Kom­mu­nis­mus in unser­er Deutschen Demokratis­chen Repub­lik Numero Due, spielt Wirtschaftlichkeit , wie eins in der Erstaus­gabe, nur eine höchst periph­ere Rolle.

  7. Auf dem Titel­bild ihres Buch­es “Das fos­sile Imperi­um schlägt zurück” lässt Frau Kem­fert aus den Kühltür­men eines Kraftwerks schwarzen Qualm gen Him­mel steigen.
    Entwed­er ist sie in natur­wis­senschaftlichen Zusam­men­hän­gen völ­lig ahnungs­los oder sie will bewusst manip­ulieren. Ich ver­mute eher das letztere.

    • Sie ist nun mal keine Natur­wis­senschaft­lerin , son­dern Oekonomin . Schon früher hat­te die “Zeit” ihr schlu­drige Arbeit vorgeworfen.

      • Ökonomin? Diese Dame kön­nte nicht ein­mal eine Gast­wirtschaft ren­tier­lich betreiben geschweige denn ist sie in der Lage, sich kom­pe­tent und objek­tiv über betriebs- bzw. volk­swirtschaftliche, gar in Verbindung mit natur­wis­senschaftlichen The­men, auszu­lassen. Sie ist eine hochge­jaz­zte oppor­tunis­tis­che ‘Exper­tin’ aus der Gruppe der sys­tem­di­en­lichen Geschätzwis­senschaftler, von jeglich­er fundiert­er Sachken­nt­nis völ­lig ungetrübt. Eigentlich ein weit­er­er Fall für ein Abstell­gleis bei der Bahn.

    • Na-ja, dichter Wasser­dampf sieht im Gegen­licht halt dunkel aus, es gibt ja auch dunkle/schwarze Wolken am Him­mel. Dann noch ein biss­chen abblenden und schon wer­den die Dampf­schwaden bedrohlich schwarz — übliche Manip­u­la­tion, die bei Unbe­darften selb­stver­ständlich wirkt.

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