Das Bild könn­te sym­bo­li­scher nicht sein. Im blau­en Busi­ness-Anzug und der Kame­ra zuge­wandt sitzt Clau­dia Kem­fert in einer abge­wrack­ten, ros­ti­gen Schalt­war­te eines still­ge­leg­ten Kraft­werks. Soll wohl hei­ßen, der Abriss der Ener­gie­wirt­schaft ist noch nicht abge­schlos­sen, die schö­ne neue Welt der „erneu­er­ba­ren Ener­gie“ noch nicht erreicht. Die­se Bild­kom­bi­na­ti­on ist merk­wür­dig. Aber das ist das gan­ze Inter­view mit n‑tv (Beach­ten Sie die Hin­wei­se am Ende des Tex­tes) ja auch. Stel­len­wei­se fühl­te ich mich an Arnold Schwar­zen­eg­ger in „True Lies“ erin­nert. Arnie, sediert, gefes­selt und mit einer Art Wahr­heits­se­rum voll­ge­pumpt, for­dert sei­ne Frau (Jamie Lee Cur­tis) auf, ihm eine Fra­ge zu stel­len, bei der er für gewöhn­lich lügen wür­de. „Wer­den wir ster­ben?“ ist ihre Fra­ge. „Jepp“ sei­ne Ant­wort. Auch Clau­dia Kem­fert muss von dem Zeug genascht haben, denn auf die durch­aus exis­ten­zi­el­le Fra­ge „Seit 2003 expor­tiert Deutsch­land mehr Strom, als es impor­tiert. Könn­te sich das in den nächs­ten Jah­ren ändern?“ ant­wor­tet sie:

„Deutsch­land kann zum Net­to-Strom­im­por­teur wer­den, wenn man die Ener­gie­wen­de hin zu einer Voll­ver­sor­gung mit erneu­er­ba­ren Ener­gien voranbringt.“

Das war ein mehr als kla­res „Jepp“, bedeu­tet die Ant­wort doch, dass man sich in den Pla­nungs­krei­sen der Ener­gie­wen­de voll und ganz dar­auf ein­ge­stellt hat, dass Deutsch­land sich ener­ge­tisch nicht mehr wird selbst ver­sor­gen kön­nen, wenn die Ener­gie­wen­de erst bei „Voll­ver­sor­gung” mit Erneu­er­ba­ren ange­kom­men ist. „Wel­che Voll­ver­sor­gung, wenn man Net­to­im­por­teur von Strom ist?”, müss­te die nächs­te Fra­ge lau­ten. Die kommt lei­der nicht und bleibt daher unbe­ant­wor­tet. Clau­dia Kem­fert stellt die­ses Para­dox jedoch als erstre­bens­wer­tes Ziel dar*, an dem wir alle kräf­tig mit­ar­bei­ten sol­len. Und in der Tat bringt uns jedes instal­lier­te Wind­rad, jede nie­der­ge­kämpf­te Bür­ger­initia­ti­ve und jedes abge­schal­te­te kon­ven­tio­nel­le Kraft­werk die­sem „End­ziel“ Ener­gie­ab­hän­gig­keit näher.

Die Fra­ge, von wel­cher Art der Strom ist, der Deutsch­land momen­tan zum Strom­ex­por­teur macht, stellt n‑tv lei­der nicht. Denn lei­der kön­nen wir immer nur Strom „expor­tie­ren“, wenn er uns gera­de zu den Ohren her­aus­läuft, nicht dann, wenn unse­re Nach­barn ihn brau­chen – ein Umstand, den man kaum Export, son­dern eher Ver­klap­pung nen­nen kann. Ande­rer­seits soll der Strom, der uns zum Impor­teur macht, immer dann bereit­ste­hen, wenn es bei uns mit Son­ne und Wind wie­der mal eng wird. Klar, dass der dann nicht aus Son­ne und Wind kom­men kann. Gut, dass Frank­reich und Polen als unse­re größ­ten Nach­barn Kern­kraft und Koh­le haben, uns zu versorgen.

Mir ist auch über­haupt nicht klar, was an dem Zustand „Net­to­strom­im­por­teur“ erstre­bens­wert sein soll, dass Clau­dia Kem­fert ihn in einen hoff­nungs­vol­len Kon­junk­tiv klei­det. Ist ihr die­ser Satz viel­leicht ver­se­hent­lich ent­schlüpft? Ein freud­scher Ver­spre­cher womög­lich? Aber das Inter­view ist voll von Wen­dun­gen, die über­haupt nicht zur Agen­da der Ener­gie­wen­de und ihrer Herol­de pas­sen. Ener­gie­im­port als Plan­ziel? Selt­sam. Auch Sät­ze wie „das Pro­blem ist zu viel Plan­wirt­schaft und zu wenig Markt­wirt­schaft“ klin­gen merk­wür­dig aus dem Mund der zen­tra­len Figur einer staat­lich ver­ord­ne­ten Zwangs­maß­nah­me. Seit Jah­ren redet Kem­fert staat­li­cher Len­kung und Sub­ven­ti­ons­ver­schleu­de­rung das Wort, von Markt­wirt­schaft war da kei­ne Spur, höchs­tens von deren Simu­la­ti­on. Dabei sind Sub­ven­tio­nen nicht ein­mal in einer libe­ra­len Wirt­schafts­ord­nung gänz­lich aus­ge­schlos­sen. Doch müs­sen sie eben ziel­ge­nau, zeit­lich begrenzt und so getä­tigt wer­den, dass der betrof­fe­ne Markt nach Been­di­gung der Sub­ven­ti­on gesund auf eige­nen Füßen steht.

Das Gegen­teil ist bei sämt­li­chen Pro­jek­ten der Ener­gie­wen­de der Fall: sobald staat­li­che Sub­ven­ti­on unter­bleibt, bricht die jewei­li­ge Bran­che wie ein Kar­ten­haus zusam­men. Welt­weit ver­zeich­net die Auto­in­dus­trie mas­si­ve Absatz­ein­brü­che, wenn die För­de­run­gen aus­blei­ben. In Chi­na schlie­ßen rei­hen­wei­se Fabri­ken für E‑Autos, der Absatz bricht ein (dass er in Euro­pa noch steigt, liegt an den – sie ahnen es – Subventionen).

Die deut­sche Solar­in­dus­trie war dem Welt­markt nicht gewach­sen und brach völ­lig zusam­men und die Wind­bran­che jam­mert nur des­halb über neue Abstands­re­geln, weil sie so zu ver­de­cken ver­sucht, dass bereits die neu­en Markt­re­geln von 2017 (Bau neu­er Anla­gen nur noch mit Aus­schrei­bung auf gede­ckel­te Ein­spei­se­ver­gü­tun­gen) die meis­ten ihrer Pro­jek­te finan­zi­ell ins Wan­ken brach­ten. Erneu­er­ba­re Ener­gie zu Markt­prei­sen? War­um, wenn’s auch anders geht? Sub­ven­tio­nen? War­um nicht, wenn’s anders nicht geht. Das ein­zig erneu­er­ba­re an den Erneu­er­ba­ren war bis­her das För­der­geld der Steu­er­zah­ler. Und denen geht immer schnel­ler die Pus­te aus. Unter Markt­wirt­schaft ver­steht Kem­fert also etwas ganz ande­res als etwa Lud­wig von Mises, der dem jah­re­lan­gen Sub­ven­ti­ons­feu­er­werk und den deut­schen Träu­men von der ener­ge­ti­schen Unschuld sicher­lich nichts Posi­ti­ves abge­win­nen könnte.

Belohnung statt Subvention

Hat Clau­dia Kem­fert womög­lich eine Kehrt­wen­de voll­zo­gen? Der Begriff „Sub­ven­ti­on“ kommt schließ­lich im gan­zen Inter­view nicht vor. Doch freu­en wir uns nicht zu früh. Denn liest man wei­ter, stol­pert man statt­des­sen über Wor­te, die aus dem­sel­ben Koben stam­men: „…soll­te eine Beloh­nung für die Her­stel­lung von Was­ser­stoff oder Power to Gas gezahlt wer­den“. Beloh­nung! Ver­wen­det wird hier nicht der betriebs­wirt­schaft­lich kla­re Begriff „Preis“, son­dern „Beloh­nung“ – ein hoch­herr­schaft­li­ches Wort, dass sich nicht auf Recht, son­dern auf Gna­de bezieht. Prei­se wer­den ver­han­delt, Beloh­nun­gen wer­den gewährt. Nichts passt bes­ser zur aktu­el­len Pha­se des Nie­der­gangs der Ener­gie­wen­de als das Wort „Beloh­nung“, dass in Syn­ony­men wie Kauf­prä­mi­en, Abwrack­prä­mi­en, Kli­ma­di­vi­den­de, För­de­rung oder Inves­ti­ti­ons­bei­hil­fen steckt.

Wir haben gelernt, dass man für eine Ener­gie­wen­de deut­schen Kali­bers poten­te Nach­barn braucht, die den Mist nicht mit­ma­chen, son­dern klag­los Ener­gie für das mora­li­sche Lämp­chen lie­fern, dass in den Köp­fen über­ge­schnapp­ter deut­scher Welt­ret­ter glimmt. Gleich­zei­tig for­dert die auf­ge­la­de­ne Moral, dass die Nach­barn nun aber bit­te sel­ber in die Gän­ge kom­men sol­len, nach­hal­tig wer­den und auf das böse Atom und die schmut­zi­ge Koh­le ver­zich­ten müssen.

Ob das „Modell Nach­bar­schafts­hil­fe“ über­trag­bar ist? Frank­reich hilft Deutsch­land aus der ener­ge­ti­schen Pat­sche, Spa­ni­en dann Frank­reich, Por­tu­gal spä­ter Spaniern…nur die Por­tu­gie­sen haben Pech. Die kön­nen dann nur noch den Atlan­tik um Hil­fe bit­ten. Das war natür­lich ein Witz, ein Ket­ten­witz sozu­sa­gen. Denn wie soll Frank­reich sei­ne Ener­gie auf Grün dre­hen, wenn es dann uns nicht mehr vor dem Black­out ret­ten kann, weil es selbst zum Net­to­strom­im­por­teur Kem­fert­scher Defi­ni­ti­on wer­den muss, um die Ener­gie­wen­de zum Erfolg wer­den zu lassen?

Wäre es nicht viel beque­mer für die Moral, als leuch­ten­des dekar­bo­ni­sier­tes Vor­bild klamm­heim­lich am ener­ge­ti­schen Tropf der Nach­barn zu hän­gen und die­se gleich­zei­tig tag­täg­lich ob ihrer unmo­ra­li­schen Ener­gie­ge­win­nung zu schel­ten? Ich mei­ne, Ham­bi und AKW Phil­lips­burg sind deut­sche Adres­sen. Aber irgend­wo müs­sen die Akti­vis­ten ja hin, wenn in Deutsch­land der ener­ge­ti­sche End­sieg erfoch­ten ist. Ich möch­te zu gern erle­ben, wie ein fran­zö­si­scher Kraft­werks­be­trei­ber vor die Kame­ras tritt und beteu­ert, man wür­de das die­ses und jenes Kraft­werk ja sofort abschal­ten, aber dann wür­den in Deutsch­land die Lich­ter aus­ge­hen. Flix­bus muss dann Son­der­fahr­ten ab Ber­lin und Stutt­gart anbie­ten und aus unse­ren Nach­bar­län­dern kämen lan­ge ver­ges­se­ne Berich­te über den „häss­li­chen Deut­schen“, der mit her­aus­hän­gen­der Moral erzie­hungs­re­sis­ten­te Nach­barn maßregelt.

Am Ende bekommt Clau­dia Kem­fert dann doch noch die Kur­ve, lässt die Flau­te „Markt­wirt­schaft“ hin­ter sich und segelt wie­der sicher in den Gewäs­sern des lin­ken Aktio­nis­mus: „Eine Voll­ver­sor­gung mit erneu­er­ba­ren Ener­gien ist tech­nisch mög­lich und volks­wirt­schaft­lich loh­nend. Ob wir es schaf­fen oder nicht, hängt ein­zig und allein an einer Stell­schrau­be: dem poli­ti­schen Willen.“ 

Nun wis­sen wir es, nur der poli­ti­sche Wil­le zählt, und der kann bekannt­lich viel bewir­ken in Deutsch­land. Mich per­sön­lich macht die­se Beschwö­rung des poli­ti­schen Wil­lens ein wenig beklom­men. Ein poli­ti­scher Wil­le hat uns ja schon bis nach Sta­lin­grad gebracht. Aber ob nun Rote Armee, Wet­ter oder Phy­sik, irgend­was steht dem deut­schen Grö­ßen­wahn am Ende immer im Weg.

 

* Da es sich um ein Inter­view han­del­te, wird der Wort­laut für gewöhn­lich vom Inter­view­part­ner frei­ge­ge­ben. Ich hal­te es daher für eher unwahr­schein­lich, dass Clau­dia Kem­fert sich hier ver­spro­chen hat. Ihr Mur­mel­ver­stand funk­tio­niert wohl nach dem Prin­zip „mor­gen ist alles anders als heu­te, heu­te ist alles schlech­ter als mor­gen“ und da Atom-Koh­le-Deutsch­land heu­te „Strom­ex­por­teur“ ist, muss es nach erfolg­rei­cher Ener­gie­wen­de eben Impor­teur sein.

Nach­trag vom 28.01.2020:

N‑TV hat „nach­ge­bes­sert“ und die Net­to-Aus­sa­ge Kem­ferts opti­miert. Die Ant­wort wur­de um ein viel­sa­gen­des „nicht“ ergänzt und passt nun nicht mehr zur Fra­ge, aber was soll’s. Frau Kem­fert woll­te wohl nicht als Depp daste­hen, obwohl sie es drei Tage lang schon war. Im Arti­kel ist aller­dings kein Hin­weis ent­hal­ten, dass man die Aus­sa­ge der Kli­ma­ret­te­rin „kor­ri­giert“ hat. Wie auch immer, die Ori­gi­nal­ver­si­on des Inter­views ist im Per­ma­frost erhal­ten, näm­lich auf  archive.is hier. Und wenn der Kli­ma­wan­del nicht bald die Archi­ve auf Island weg­schmilzt, bleibt er da auch.

wei­te­rer Nach­trag, 28.1.2020:

N‑TV hat sich nun sei­ner jour­na­lis­ti­schen Pflicht erin­nert und den Hin­weis auf die Ände­rung ergänzt. Lie­bes N‑TV-Team: Gern geschehen!

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19 Kommentare

  1. Die Energie„wende” und die Mobilitäts„wende” sind Tei­le des Krie­ges Stadt gegen Land. Die, wenn man es genau betrach­tet, para­si­tär leben­den Städ­ter (kei­ner von denen erzeugt Lebens­mit­tel, und die Ener­gie­er­zeu­gung durch Kraft­wer­ke soll nun auch von den Städ­ten, den Groß­ver­brau­chern, aufs Land ver­legt wer­den, und die Indi­vi­dual­mo­bi­li­tät, vul­go Auto­nut­zung, abge­schafft wer­den, damit die Städ­ter ihre Lebens­qua­li­tät erhö­hen kön­nen) wol­len ihre eige­ne Lebens­si­tua­ti­on zulas­ten der Land­be­völ­ke­rung ver­bes­sern. Dass es denen dann sehr viel schlech­ter geht, ist ihnen egal.

    Und sur­pri­se, sur­pri­se, wo hoen die Lin­ken und Grü­nen die meis­ten Wäh­ler­stim­men? In den Städten!!

  2. Ich wer­de hier mal eine Lan­ze für Frau Kem­fert brechen.
    Was ist denn mit dem los? Moment ich erklä­re es. 

    Man­che glau­ben ja, wegen des Pro­fes­so­ren­ti­tels, Frau Kem­fert wäre eine Wis­sen­schaft­le­rin. Aber das ist sie nicht.
    Wis­sen­schaft­ler hin­ter­fra­gen stän­dig ihre Annah­men und über­prü­fen sie. 

    Das macht Frau K. nicht, weil sie kei­ne Wis­sen­schaft­le­rin son­dern Lob­by­is­tin ist. Und das macht sie doch wirk­lich gut, da gibt sie 100% 

    Ein Wis­sen­schaft­ler wür­de doch spä­tes­tens wenn der Worst Case ein­tritt, sei­ne Theo­rie verwerfen. 

    Frau K. wür­de in die­sem Fall, also dem Black­out, statt des­sen Allen und Jedem die Ver­ant­wor­tung zuschieben.
    Den Ver­brau­chern die kei­ne Wind­rä­der vor der Haus­tür möch­ten, der AfD, Trump, Putin oder Orban. 

    Frau K. inter­es­siert also der Blöd­sinn den sie erzählt nicht. Sie will als Lob­by­is­tin dum­me und leicht­gläu­big Men­schen überzeugen.
    Und das gelingt ihr. Ich wet­te, in irgend­ei­nem Forum wird sich jemand auf die­sen Bei­trag beru­fen und damit begrün­den, dass die Ener­gie­wen­de ein Erfolg wird.

  3. Lie­ber Herr Letsch,
    ich schät­ze Ihre Kom­men­ta­re durch­aus, aber jetzt bin ein biss­chen ver­wirrt. Ich habe das ntv-Inter­view ange­klickt, und da steht:
    Deutsch­land kann zum Net­to-Strom­im­por­teur wer­den, wenn man die Ener­gie­wen­de hin zu einer Voll­ver­sor­gung mit erneu­er­ba­ren Ener­gien nicht voranbringt.
    Egal wie man zur Ener­gie­wen­de steht, aus Sicht von Frau Kem­fert erscheint mir dies logi­scher als die For­mu­lie­rung in Ihrem Kommentar.
    Haben Sie eine ande­re Ver­si­on des Inter­views gelesen?
    Mit freund­li­chem Gruß
    Achim Scheuffelen

      • Wie­so „ohne die Leser zu infor­mie­ren”? Da steht doch:
        „Anmer­kung der Redaktion
        In einer ers­ten Ver­si­on des Inter­views fehl­te durch einen redak­tio­nel­len Feh­ler das Wort „nicht” in der Ant­wort von Frau Kem­fert. Dadurch wur­de ihre Aus­sa­ge falsch wider­ge­ge­ben. Wir bit­ten den Feh­ler zu entschuldigen.”

        und Ihre Aussage
        „Die Ant­wort wur­de um ein viel­sa­gen­des „nicht“ ergänzt und passt nun nicht mehr zur Frage”
        ist falsch. Die Ant­wort passt nun erst sowohl zur Fra­ge als auch zu den fol­gen­den Sätzen.

        • Die Ände­rung wur­de zunächst NICHT ver­merkt. Aus das ist erst NACHTRÄGLICH erfolgt und zwar erst NACH dem Ein­fü­gen des Wört­chens NICHT. Schön, der Sach­ver­halt mit dem zuge­füg­ten „nicht“ ist geklärt. Wenn sich n‑tv nun dar­an erin­nert, dass man sol­che Ände­run­gen kennt­lich machen soll­te, kann ich nur sagen, „Gut! Gern gesche­hen! Ich wei­se auch gern dar­auf hin, dass dies nun der Fall ist.“ Um die Leser nicht zu ver­wir­ren las­se ich die bis­he­ri­gen Hin­wei­se aber stehen.

    • Herr Scheuf­fe­len ( a Schwob?), viel­leicht soll­ten Sie sich ein­mal inner­halb der all­ge­mei­nen deut­schen Medi­en­ein­fluß­nah­me ori­en­tie­ren. NTV ist der Ber­tels­mann-Haus­sender (75% Anteil), abso­lu­tes Mer­kel­land und stark SPD bzw. in Rich­tung der deut­schen Ein­heits­par­tei aus­ge­rich­tet, die da besteht aus CDU/SPD, Grü­ne, Lin­ke und FDP ( am ganz rech­ten Rand). Wenn inner­halb die­ses Sen­ders gefakt wird,(ähnlich den Öffis) dann kön­nen Sie immer auf die absicht­li­che und beab­sich­tig t e Wir­kung ver­trau­en. Schließ­lich gilt es eine Bot­schaft zu sug­ge­rie­ren und zwar stän­dig und n a c h h a l t i g. Die Kor­rek­tur liest eh kein Schwein.

  4. Nein, die­se Mär­chen­tan­te möch­te auf Mer­kel fol­gen, den Anzug in grün, die Fri­sur noch geän­dert, das kann was wer­den. Die Rau­te zeigt sie auf dem Bild auch schon?

  5. Oh Mann, das gibt einen Rie­sen­baum­boom, wenn alle, die in die­sem unse­ren Lan­de vom Schla­ge Kem­ferts geschlos­sen betreut wer­den müss­ten. Und die Nach­fra­ge nach Dia­ze­pam, Tavor rund ande­ren Lecker­lies reicht bis zum Mars. Also schnell Hoch­tief, Bil­fin­ger, Bay­er, Pfi­zer ordern, damit wir als „die Men­schen” auch mal etwas vom „Hasch”-Kuchen abbe­kom­men Und vom neu­en „Clown”-Dike-Fieber.

  6. Clau­dia Kem­fert ist eine Mär­chen­tan­te und ‚Hal­tungs-Nut­te’, eine wil­li­ge Grünen-‚Profitörin’, die sich für die gro­ße Trans­for­ma­ti­on stark macht, im bür­ger­lich-flot­ten Haus­frau­en­out­fit, dick­ba­ckig mit Ondu­lier­fri­sur, ver­ant­wor­tungs­los und medi­en­geil. Die geschlos­se­ne Anstalt wäre eine Alter­na­ti­ve, Herr @Kumpfmüller. Ger­ne könn­te sie aber auch bei mir im Kel­ler die Beleuch­tung mit­tels Dyna­mo auf einem Fahr­rad erzeu­gen. Falls dre­cki­ge Wäsche anfällt müß­te Kem­fert aller­dings einen Gang zule­gen. Ich hät­te dann ein­fach ein bes­se­res Gefühl, (als bei der Klap­se) irgend­wie so ein wahn­sin­nig öko­lo­gi­sches, ver­ste­hen Sie?

    • Lie­be Frau Schön­fel­der, auch auf der „Ach­se” schät­ze ich Ihre umwer­fen­den Kom­men­ta­re. Dan­ke dafür. Ich schaue bei den Leser­bei­trä­gen nach dem alten Mot­to „Erst mal sehen, was Schön­fel­der hat”. Und gebe das eine oder ande­re Mal mei­nen See­lö­wen­senf dazu. Auf­rich­ti­ges Kom­pli­ment. Wenn man das in Zei­ten von „Mieh tuh” poli­tisch kor­rekt nicht mehr sagen darf oder? Herz­li­che Grü­ße von einem alten wei­ßen Supre­ma­tis­ten aus dem hohen Nor­den von „Noch”-Deutschland.

      Und dan­ke an Roger Letsch für sei­ne immer flei­ßi­ge und über­zeu­gen­de Arbeit.

      • Dan­ke, Andre­as Stü­ve, Freund­lich­keit ist geschlechts­los und „me too” nur etwas für Mit­läu­fer, wie uns der Spruch selbst dezent ver­rät. Roger Letsch, vie­le ande­re, Sie und ich posi­tio­nie­ren uns auf libe­ra­len Blogs im Sin­ne Goe­thes, der 1798 an Schil­ler schrieb: Sein Jahr­hun­dert kann man nicht ver­än­dern, aber man kann sich dage­gen­stel­len und glück­li­che Wir­kun­gen vor­be­rei­ten. Schö­nen Tag.

  7. Sehr geehr­ter Herr Letsch, vie­len Dank für die­se Köst­lich­keit. Man weiß nicht, wo man anfan­gen soll, ver­edelt, hoch­ge­tra­gen von Genies wie Kmft. Ja, der End­sieg ist mög­lich, von Kmft. ler­nen heißt sie­gen ler­nen, auch Dau­men­schrau­ben sind Stell­schrau­ben, irgend­wie, Licht­do­me gehen heu­te mit frei­wil­li­gen Glüh­würm­chen, wel­che Wind­rä­der illu­mi­nie­ren, hart wie Habecks, zäh wie Zie­mi­aks, glaub­wür­dig wie Görings, best wie Baer­bocks. Kobalt, sei mir gegrüßt, Strom, krei­se fried­lich. Wo ein Wil­le ist, ist auch ein Weg. So! Eben habe ich die Haupt­sät­ze der Tär­mo­dün­a­mick für ungül­tig erklärt, kla­rer Mer­haits­be­schlus im Recht­schrai­prat, Ver­stoß gegen die Watt­recht­kon­ven­ti­on der UN, der Anti­wa sei gedankt. Und nun! Gre­tins, alle hin­ter Mrkl., Foo­lish­For­Fu­ture, alle hin­ter Kmft.! So klappt das mit der Ehn­är­gie­wän­de! Und wenn es nicht klappt, zeigt das nur, dass …… Es hät­te so schön wer­den kön­nen im DI Wim­mel. Armes Meu­sa­lia, du warst uns nicht wert. Aber unse­re Pen­si­on ist sicher, Kli­mah ist Grö­ßer, und Khlim­mi zahlt nur!

  8. @ Andre­as Kumpf­mül­ler: Völ­lig rich­tig, aber nicht nur sie. Hat doch Herr Habeck ange­merkt, falls der Strom nicht mehr stän­dig zur Ver­fü­gung ste­hen soll­te: die Leu­te kön­nen ja auch nachts die Wasch­ma­schi­nen lau­fen las­sen. Lei­der mal wie­der nicht zu Ende gedacht: bei ratio­nier­tem Strom waschen dann alle nachts – wie lan­ge? Und die e‑Autos?? Habe gera­de gele­sen, dass in einer Stadt 10 Poli­zei­wa­chen mit je einem e‑Auto beglückt wor­den sind. Ver­fol­gung von irgend-wel­chen Ver­däch­ti­gun­gen bei ratio­nier­tem Strom ?? Die Zustän­de in die­sem Land wer­den auch dank Leu­ten wie Frau Kem­fert täg­lich gro­tes­ker. Gut, dass ich nicht mehr jung bin.

    • Figu­ren wie Kmft. und ver­sa­ti­le, adu­la­to­ri­sche Jour­na­lis­ten hat es immer gege­ben, den­ken Sie nur an die bei­den gro­ßen Zer­stö­rungs­sys­te­me des 20. Jh., deren eines heu­te wie­der ganz viel Lie­be fin­det. Fas­zi­nie­ren­der ist der ein­mal para­de­bil jubeln­de, dann wie­der wil­lig hin­neh­men­de Her­den­trott gro­ßer Tei­le der sog. Intel­li­genz (obwohl man auch das kennt; gemäß his­to­ri­schen Unter­su­chun­gen und in Über­ein­stim­mung mit Erzäh­lun­gen, die ich aus der Kriegs­ge­nera­ti­on ken­ne, waren selbst 1945 noch vie­le Ange­hö­ri­ge der sog. Intel­li­genz vom End­sieg über­zeugt und fie­len im April/Mai völ­lig aus den adol­fi­ni­schen Wolken).

      Eru­ie­ren Sie bei­spiels­wei­se den jähr­li­chen Ver­brauch von Ben­zin und Die­sel, addie­ren Sie die Zah­len, mul­ti­pli­zie­ren mit dem Ener­gie­ge­halt pro Liter (unge­fähr gleich), divi­die­ren durch 2 (wegen des höhe­ren Wir­kungs­gra­des von Elek­tro­mo­to­ren), und Sie erhal­ten eine Zahl in TWh, die unge­fähr 1/3 der jähr­li­chen Strom­erzeu­gung beträgt. D.h. im Durch­schnitt 8 Stun­den pro Tag wür­de der gesam­te Strom nur für E‑Mobile benö­tigt. Und das bei abneh­men­der Ver­sor­gungs­si­cher­heit und Gesamt­pro­duk­ti­on sowie ande­ren Anfor­de­run­gen (z.B. Wär­me­pum­pen). Frü­her konn­ten Haupt­schü­ler so etwas Ein­fa­ches rech­nen und ange­sichts des Ergeb­nis­ses den Kopf schüt­teln, heu­te schaf­fen das die wenigs­ten aus den ca. 50%, die ein Abitur oder Ähn­li­ches ergat­tert haben. Dass man bereits pro­pa­gan­dis­tisch vor­sorgt, indem man ein „ange­pass­tes Ver­brauchs­ver­hal­ten“ for­dert oder den Black-out schon mal auf Sabo­ta­ge schiebt, ist klar im Lich­te intel­lek­tu­el­ler Kon­fi­gu­ra­tio­nen wie Kmft. oder Mrkl. Das ist unheil­bar. Meu­sa­lia is doomed.

  9. der wahn­sinn, allen erns­tes soll die ener­gei­wen­de ein erfolg sein, brandenburg/uckermark glü­hen­de land­schaf­ten pul­sie­rend im ryth­mus, stän­di­ges brum­men liegt in der luft, fol­ter 365 tage im jahr, wert­lo­se immo­bi­li­en, unver­käuf­lich, natur­zer­stö­rung rie­si­gen aus­ma­ßes, man hat der land­be­völ­ke­rung den krieg erklärt, der städ­ter aber träumt vom grü­nen strom, nicht wis­send das alles sei­nen preis hat. hori­bi­lis infe­ris zeigt den gan­zen wahn­sinn der natur­zer­stö­rung auf. ver­brei­ten sie den irr­sinn, wer­den sie follower.

    you­tube ron­ny nie­bach hori­bi­lis inferis

    deutsch­land zur mahnung !

    • Ich stim­me Ihnen voll und ganz zu. Ich woh­ne seit Kur­zem auch länd­lich. Hier ste­hen die Wind­rä­der über­all her­um und ich emp­fin­de sie als unglaub­lich häss­lich und das Land­schafts­bild zerstörend.
      Vor vie­len Jah­ren dach­te ich noch, Wind­kraft sei eine gute Sache. Das hat sich aber gewal­tig geän­dert und zwar, seit­dem ich erfuhr, dass sie Vögel und ande­re Tie­re schred­dern und ihr Geräusch Leu­te zum Wahn­sinn treibt. Und da wohn­te ich noch in der Großstadt.
      Frau Kem­fert sprach sich ja dazu aus, die Abstands­re­gel ganz auf­zu­he­ben. Viel­leicht ist das ganz gut, dann kom­men mehr Men­schen in den „Genuss” die­ser Anla­gen und erle­ben selbst, was es heißt, sie ertra­gen zu müssen.

  10. und so etwas wie die Frau Kem­fert läuft frei rum! Für mich gehört die­se Frau in die geschlos­se­ne Anstalt!

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