Als das ZDF am 30.10.2017 „alar­mie­ren­de“ CO2-Wer­te mel­de­te, war es nur noch eine Woche bis zum Welt­kli­ma­gip­fel COP23 in Bonn. Da kann es nicht scha­den, die öffent­li­che Stim­mung schon mal kräf­tig in Rich­tung Panik zu drü­cken. Denn der Feind, den es beim Kli­ma­wan­del zu bekämp­fen gäl­te, sei CO2. Immer wie­der hört man dies in Talk­run­den und Nach­rich­ten. Den Men­schen wird seit Jah­ren durch apo­ka­lyp­ti­sche Bil­der von Wir­bel­stür­men und Über­schwem­mun­gen sug­ge­riert: das hat CO2 gemacht! CO2 erwärmt das Kli­ma! CO2 ist unser Pro­blem! Eine gan­ze Indus­trie baut mitt­ler­wei­le auf die­ser Behaup­tung auf.Da wäre es doch toll, wenn sie auch zutref­fen wür­de – schließ­lich liegt jede Men­ge Geld auf dem Tisch und beson­ders Deutsch­land möch­te am liebs­ten alles auf eine Kar­te set­zen und bes­ser heu­te als mor­gen aus der fos­si­len Ener­gie raus, wäh­rend Län­der wie Chi­na und Indi­en dies nicht vor­ha­ben. Das deut­sche Wel­ten­ret­ter-Gen hält uns der­zeit trotz stei­gen­der Ener­gie­kos­ten noch bei der Stan­ge und damit wir die Asso­zia­ti­on CO2 = Kli­ma­wan­del auch wei­ter­hin im Kopf behal­ten, tagen Jahr für Jahr Zehn­tau­sen­de Akti­vis­ten des Kli­ma­schut­zes, die alle nur unser Bes­tes wol­len – unser Geld.

Doch was, wenn wir am Ende der gro­ßen Trans­for­ma­ti­on ent­ge­gen aller Beteue­run­gen der Poli­tik, die sich dies wie­der­um von der Öko-Lob­by fest in die Hand ver­spre­chen lässt, mit einem dys­funk­tio­na­len, sub­ven­ti­ons­ab­hän­gi­gen Ener­gie­sys­tem und einer deindus­tria­li­sier­ten Wirt­schaft daste­hen, deren Wert­schöp­fung nach Indi­en, Chi­na oder sonst­wo­hin abge­wan­dert ist? „Arm aber sexy“ mag ein knor­ke Slo­gan für Ber­lin sein, für ganz Deutsch­land ist ein sol­cher Zustand sicher weder erstre­bens­wert, noch wür­de er unse­re Nach­barn in Euro­pa erfreu­en – von berech­tig­ter Scha­den­freu­de mal abge­se­hen. Letz­te­re ist uns von chi­ne­si­scher Sei­te heu­te schon sicher und der süf­fi­san­te Hin­weis des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Macron auf die Ein­spar­zie­le, für die man schnell aus der Koh­le raus müs­se, darf man durch­aus eben­falls als Scha­den­freu­de betrach­ten, weil er im Gegen­satz zu Mer­kel funk­tio­nie­ren­de Atom­kraft­wer­ke hat, mit denen ein sol­cher Aus­stieg alle mal bes­ser funk­tio­niert, als mit Son­ne und Windkraft.

Komplexes Thema, unterkoplexe Debatte

Eine ver­wir­rend simp­le Ska­la hat die­ses Dia­gramm. Nicht mal der „vor­in­dus­tri­el­le Stand“, zu dem ja vie­le gern zurück wol­len, schafft es über die X‑Achse.

Das natür­li­che Phä­no­men des Treib­haus­ef­fekts ist eigent­lich Schul­stoff, oder war es doch zumin­dest einst. Wenn es jedoch um den als pro­ble­ma­tisch dekla­rier­ten Teil die­ses Effek­tes geht, taucht in den Medi­en immer wie­der und fast exklu­siv CO2 in den Hor­ror­mel­dun­gen auf. CO2 ein­spa­ren, CO2-Emmi­ten­ten abschal­ten, CO2-Zer­ti­fi­ka­te han­deln, …über­all CO2. Die­ses Mole­kül sitzt nun also in Bonn bei der COP23 wie­der auf der Ankla­ge­bank. Die Geschwo­re­nen, wir alle, sind lei­der vol­ler Vor­ur­tei­le, weil wir in den Medi­en seit Jah­ren nur das schlimms­te über den Ange­klag­ten gele­sen haben. Claus Kle­ber und Gun­du­la Gau­se jam­mern vor kal­ben­den Glet­schern im Stu­dio­hin­ter­grund über die Mis­se­ta­ten die­ses Mole­küls, des­sen Fin­ger­ab­drü­cke gleich­wohl nie am Tat­ort gefun­den wur­den. Statt­des­sen blen­det das ZDF wie am 30.10.2017 ein irre­füh­ren­des Dia­gramm ein, dass zwar sach­lich nicht falsch war, an dem aber nichts abzu­le­sen war, außer Panik. Also wer­de ich mich mit mei­nen beschränk­ten Mit­teln heu­te mal als Pflicht­ver­tei­di­ger von CO2 beim Kli­ma­kir­chen­kon­zil in Bonn betä­ti­gen, denn nicht nur ich hal­te den Ein­fluss, den man CO2 beim Treib­haus­ef­fekt zuschreibt, für maß­los über­trie­ben – und zwar mit Vorsatz!

CO2 vor Gericht

„Kli­ma­gift“ oder „Kli­ma­kil­ler“ – das sind heu­te die gän­gi­gen Bezeich­nun­gen für CO2 und bei­de sind falsch! Ers­tens ist CO2 völ­lig ungif­tig, und zwei­tens ist es neben Son­nen­licht und Was­ser eine der drei Grund­vor­aus­set­zung für die pflanz­li­che Pho­to­syn­the­se, auf wel­cher fast sämt­li­ches Leben auf die­sem Pla­ne­ten basiert. Somit ist CO2 das genaue Gegen­teil sowohl von Gift, als auch von Kil­ler. Soll­te übri­gens die Anwe­sen­heit von CO2 in der Erd­at­mo­sphä­re je wie­der unter 150 ppm (*) fal­len, bekä­me fast die gesam­te Bio­sphä­re der Erde sogar ein exis­ten­zi­el­les Pro­blem! Das allein beweist, dass mein Man­dant kein Gift, son­dern eher ein Nah­rungs­mit­tel ist, von dem die gesam­te leben­di­ge Welt der Erde anhän­gig ist. Am Treib­haus­ef­fekt, der unse­ren Pla­ne­ten zuver­läs­sig vor einer Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von ‑18°C bewahrt, ist CO2 jedoch nur mit etwa 22% betei­ligt. Der Löwen­an­teil wird näm­lich vom Was­ser­dampf in der Atmo­sphä­re erzeugt, etwa 64%. Dabei ist die Wir­kung des flüs­si­gen Was­sers der Wol­ken oder Eis­kris­tal­le noch gar­nicht berück­sich­tigt. In den Model­len der Kli­ma-Apo­ka­lyp­ti­ker tau­chen Wol­ken übri­gens auch nicht auf – viel zu komplex.

Der Logarithmus, bei dem man mitmuss

Zur Ver­deut­li­chung der loga­rith­mi­schen Wir­kung der CO2-Konzentration

Hin­zu kommt, dass man den Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft um 4 ppm zwar genau mes­sen kann, die Kli­ma-Wir­kung jedoch NICHT line­ar zunimmt. Die Wir­kung der CO2-Kon­zen­tra­ti­on auf die glo­ba­le Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur ist bei stei­gen­der Kon­zen­tra­ti­on eine loga­rith­mi­sche, kei­ne linea­re! Genau aus die­sem Miss­ver­ständ­nis speist sich die Panik, in die sich die Men­schen welt­weit trei­ben las­sen, wenn sie von stei­gen­den CO2-Kon­zen­tra­tio­nen in der Luft lesen oder hören: mathe­ma­ti­sche Unkennt­nis! Eine loga­rith­mi­sche Ska­la ver­läuft nicht ent­lang abso­lu­ter Wer­te. Also 10, 100, 1000, 10000** – nicht 1, 2, 3, 4. Die ers­ten 20 ppm CO2 in unse­rer Atmo­sphä­re bewir­ken näm­lich bereits den aller­größ­ten Anteil des kli­mare­le­van­ten Effekts des CO2, sein kli­mare­le­van­ter Ein­fluss nimmt für das wei­ter hin­zu­kom­men­de CO2 nur noch loga­rith­misch zu. Erin­nern wir uns an die Tat­sa­che, dass wir min­des­tens 150 ppm benö­ti­gen, damit das Lebens auf die­sem Pla­ne­ten nicht sei­nem Unter­gang ent­ge­gen­se­hen muss, ist der Unter­schied von 400 zu 404 ppm nicht nur fast nichts, er ist buch­stäb­lich gar nichts! Ein Rau­schen, nicht mehr. Erin­nern wir uns außer­dem dar­an, dass nur 22% des gesam­ten Treib­haus­ef­fekts genu­in auf CO2 zurück­zu­füh­ren sind. Die­ser Fakt ist auch den Kli­ma-Lob­by­is­ten von IPCC & Co bekannt, wes­halb man dort einen ver­stär­ken­den „Hebel“ gefun­den zu haben glaubt, gegen den der finan­zi­el­le „Hebel“ des Euro-Ret­tungs­schirms angeb­lich wie ein Zahn­sto­cher neben einem Wagen­he­ber erscheint: das Wasserdampf-Feedback.

Das Feedback bleibt leider aus

Das antro­po­gen erzeug­te, also men­schen­ver­ur­sach­te CO2 ist eine unbe­strit­te­ne aber letzt­lich eben auch die ein­zi­ge vom Men­schen beein­fluss­ba­re Kom­po­nen­te in der Atmo­sphä­re. Wir ver­bren­nen Öl, Gas und Koh­le und atmen selbst unge­niert aus. Ergeb­nis all die­ser Pro­zes­se ist immer auch CO2. Schon wenn ganz Deutsch­land das gan­ze Jahr über nur faul auf dem Sofa läge, wür­den 13.440.000 Ton­nen CO2 allein durch unse­re Atmung anfal­len. Die erzeug­ten Men­gen erschei­nen gigan­tisch und das sol­len sie auch. Denn nur an die­ser Stel­le kann man poli­tisch anset­zen, kann man steu­ern und vor allem BEsteu­ern. Wenn, so die Kli­ma-Ret­ter, das CO2 selbst auch nur gerin­gen Ein­fluss auf den Treib­haus­ef­fekt hat – was zwar unbe­strit­ten ist, aber nicht so laut aus­po­saunt und von Jour­na­lis­ten wie Claus Kle­ber ohne­hin nicht ver­stan­den wird – dann sor­ge es doch zumin­dest dafür, dass sich durch die­se weni­gen Zehn­tel­gra­de Erwär­mung die Auf­nah­me­ka­pa­zi­tät der Atmo­sphä­re für den Böse­wicht Num­mer eins, Was­ser­dampf, erhöht! Ist CO2 also eine Art Kom­pli­ze des Kli­ma­ver­bre­chers Was­ser­dampf? Es erhöht die Tem­pe­ra­tur der Atmo­sphä­re zwar nur wenig, aber dadurch ver­bes­sert sich in der Atmo­sphä­re die Fähig­keit, Was­ser­dampf auf­zu­neh­men. Was­ser­dampf-Feed­back nennt man das und wür­de die­se Annah­me auch gern bestä­tigt sehen. Dazu muss man nur den Feuch­te­ge­halt in der „Luft­säu­le“ mes­sen, was bereits seit vie­len Jahr­zehn­ten mit Wet­ter­bal­lo­nen und Satel­li­ten geschieht. Fin­den die Meteo­ro­lo­gen einen Anstieg des Gesamt­was­ser­ge­hal­tes? Lei­der Nein, der nimmt sogar ab! Also hat CO2 hier offen­bar nicht den Hor­ror-Effekt, den man ihm gern zuschrei­ben würde.

Plädoyer und Fazit

Kli­ma-Exper­ten geben zu, dass sich die CO2-Kon­zen­tra­ti­on in der Atmo­sphä­re von heu­te nahe­zu ver­dop­peln müs­se, um auch nur 1°C Erd­er­wär­mung zu pro­vo­zie­ren. Von sol­chen Wer­ten sind wir jedoch weit ent­fernt! Nicht CO2, son­dern Was­ser­dampf ist über­haupt maß­geb­lich in der Lage, zum Treib­haus­ef­fekt bei­zu­tra­gen. Außer­dem ist die Hypo­the­se, der Ein­fluss von CO2 wür­de gewis­ser­ma­ßen der Tür­öff­ner sein für den viel gigan­ti­sche­ren Ein­fluss von Was­ser­dampf auf das Erd­kli­ma, ist durch die Mess­da­ten der Meteo­ro­lo­gen nicht abbild­bar. Wenn CO2 nicht min­des­tens mit 150 ppm Bestand­teil die­ser Atmo­sphä­re ist, endet außer­dem auf lan­ge Sicht das Leben, wie wir es ken­nen, weil zahl­rei­che Nutz­pflan­zen wie etwa unse­re Getrei­de, die­se mini­ma­le Kon­zen­tra­ti­on benö­ti­gen. Schon der im Pari­ser Kli­ma­ab­kom­men ange­streb­te „vor­in­dus­tri­el­le Stand“, des­sen Fest­le­gung auf 1750 mir neben bei bemerkt absurd erscheint, liegt zum Glück schon deut­lich über die­sem Wert, etwa bei 280 ppm. Die loga­rith­mi­sche Ska­la der kli­ma­ver­än­dern­den Wirk­sam­keit von CO2 bedeu­tet aber, dass selbst Ver­dop­pe­lun­gen der Kon­zen­tra­ti­on an CO2 kei­ne gro­ßen Ein­flüs­se auf das Kli­ma der Erde haben kön­nen. Ein Anstieg von 400 auf 404 ppm, den man mit apo­ka­lyp­ti­schen Nach­rich­ten ver­bin­det, pro­du­ziert also in etwa so viel Kli­ma­wan­del, wie ein Tee­löf­fel Salz aus dem Boden­see ein Totes Meer machen könn­te. Hin­zu kommt, dass die ver­mu­te­te Kop­pe­lung des gerin­gen Kli­ma­ef­fekts von CO2 mit der sehr viel grö­ße­ren Wir­kung von Was­ser­dampf sich in den Mess­da­ten der Meteo­ro­lo­gen nicht widerspiegelt.

Korrelation und Kausalität – ein Minenfeld!

Mir ist klar, die Pro­phe­ten von Kli­ma­wan­del und Kata­stro­phen wer­den an ihren Aus­sa­gen fest­hal­ten, denn CO2 ist der per­fek­te Sün­den­bock. Es liegt ein­fach zu viel Geld auf dem Tisch, als dass der gan­ze Wan­der­zir­kus auf­ste­hen, sich beschämt anse­hen und dann zer­streu­en könn­te. Dafür ist die Lüge schon viel zu groß. Eben­so die Schuld, die man durch einen leicht­sin­nig ange­scho­be­nen Pro­zess der De-Indus­tria­li­sie­rung in Euro­pa und ins­be­son­de­re im wohl­stands­ver­wahr­los­ten Deutsch­land ange­rich­tet hat. Des­halb setzt man (frei nach Hanns Die­ter Hüs­ch) Lüge um Lüge oben drauf, um es wie Metho­de aus­se­hen zu las­sen. Dabei hät­ten wir wirk­lich Wich­ti­ge­res zu tun: end­lich wie­der Umwelt­schutz betrei­ben, die Ver­schmut­zung der Welt­mee­re ein­däm­men, oder Tech­no­lo­gien zur scho­nen­den Res­sour­cen­nut­zung ent­wi­ckeln. Auch wis­sen wir, dass die fos­si­len Ener­gie­trä­ger end­lich sind und müss­ten des­halb drin­gend an markt­fä­hi­gen Sub­sti­tu­ten for­schen, anstatt zum Bei­spiel Mil­li­ar­den in die Elek­tro­mo­bi­li­tät zu ste­cken, die es in die­ser Form schon vor 100 Jah­ren gab und die damals schon eine zum Schei­tern ver­ur­teil­te Tech­nik war. Wir könn­ten all die­se Pro­ble­me wirk­lich lösen, wenn wir die irr­sin­ni­gen Sub­ven­tio­nen, die wir heu­te in „Kli­ma­schutz“ und „Ener­gie­wen­de“ ste­cken und von denen bei­de Bran­chen längst wie von Hero­in abhän­gig sind, sinn­vol­ler For­schung zufüh­ren wür­den. Die Atom­ener­gie war nur mit Mil­li­ar­den an Steu­er­gel­dern anzu­schie­ben. Wenn die­se nicht mehr flie­ßen woll­ten, baut man selbst dort kei­ne AKW’s mehr, wo Bür­ger­pro­tes­te und Poli­tik dem nicht prin­zi­pi­ell im Weg stan­den. Bei Wind­rä­dern und Solar­an­la­gen wie­der­ho­len wir die­sel­ben Feh­ler erneut, auch die­se benö­ti­gen hor­ren­de Sub­ven­tio­nen und ver­schlin­gen sie nicht nur bei der Ent­wick­lung, son­dern sogar noch im Betrieb. Wir könn­ten das alles wis­sen, und ent­spre­chend han­deln. Statt­des­sen haben wir uns in die Hän­de von Schar­la­ta­nen und Wun­der­hei­lern bege­ben und las­sen uns wil­lig hypnotisieren.

Sei ein braves Bürgerlein, vermeide CO2

Es gibt eine klei­ne Geschich­te, deren Wahr­heits­ge­halt ich lei­der nicht über­prü­fen kann. Ich möch­te sie des­halb als Fabel bezeich­nen, in der jedoch ein Körn­chen Wahr­heit steckt. Es begab sich angeb­lich im Jahr 1977, genau­er am 13. Juli, als ein klei­ner Jun­ge durch die Stra­ßen von New York lief und mit einem Stock jede Stra­ßen­lam­pe auf sei­nem Weg mit einem saf­ti­gen Schlag bedach­te. Die übli­chen Wind­müh­len­krie­ge von Kin­dern. Die Pas­san­ten sag­ten, „Jun­ge, lass das sein! Die Lam­pe geht sonst kaputt und wir sit­zen alle im Dun­keln!“ Die übli­chen Dro­hun­gen von Erwach­se­nen. Doch der Jun­ge hör­te nicht auf die war­nen­den Ord­nungs­ru­fe, mach­te immer so wei­ter und kämpf­te tap­fer gegen jeden Stra­ßen­la­ter­nen­dra­chen. Dann, exakt in dem Moment, als der Jun­ge die nächs­te Later­ne ver­prü­gel­te, am 13. Juli 1977 um 20:37 Uhr, begann in New York das, was wir heu­te als den „Gro­ßen Black­out“ bezeich­nen – ein tota­ler Strom­aus­fall mit schlim­men Fol­gen. Der Jun­ge mel­de­te sich dar­auf­hin bei einer Poli­zei­wa­che, um den Beam­ten dort wei­nend zu erklä­ren, er hät­te das alles nicht gewollt, er hät­te doch bes­ser auf die Leu­te hören sol­len, die ihn gewarnt hat­ten. Das alles täte ihm schreck­lich leid…er wäre der Ver­ant­wort­li­che für den Strom­aus­fall! Soweit die Legen­de, die dem Jun­gen, wenn es ihn denn wirk­lich gibt, sicher eine unbe­rech­tig­te Leh­re war.

Und falls sie sich fra­gen, was die Poli­tik, die Lob­by des Kli­ma­wan­dels, die Grü­nen, das IPCC, Al Gore, die COP-Fes­ti­vi­tä­ten und all die ande­ren Apos­tel der Kli­ma­re­li­gi­on heu­te in Wirk­lich­keit tun: Die Ant­wort liegt in die­ser Fabel. Sie rufen im Chor: „Schlag nicht die Stra­ßen­la­ter­ne, sie geht sonst kaputt!“ Nur ruft man heu­te: „Ver­mei­de CO2, sonst stirbt die Erde“ – und, mal unter uns Erwach­se­nen gespro­chen: wer möch­te schon schul­dig sein, am Tod der Erde! Also hören die Men­schen auf, mit Knüp­peln auf Stra­ßen­la­ter­nen ein­zu­schla­gen. In Deutsch­land, dem Land der Meacul­pis­ten, klappt das jeden­falls wun­der­bar. Wenn auch in dem aktu­el­len Aus­maß fast nur dort.

Die Aus­sa­gen der als „Kli­ma-Skep­ti­ker“ ver­schrie­nen Wis­sen­schaft­ler, die auf nichts ande­rem als auf Fak­ten, Mess­wer­ten und wis­sen­schaft­lich unbe­strit­te­nen Gesetz­mä­ßig­kei­ten beru­hen, sagen eine maxi­mal denk­ba­re mitt­le­re Erd­er­wär­mung infol­ge einer wei­te­ren Ver­dopp­lung des antro­po­ge­nen CO2 von etwa 1°C vor­aus – und dies OHNE dass all die teu­ren und unsin­ni­gen Kli­ma­ret­tungs­pro­jek­te, deren Umset­zung nichts brin­gen wird, über­haupt rea­li­siert wer­den müss­ten. Und genau hier­in liegt die größ­te Gefahr.

Wer gegen ein Phantom kämpft, gewinnt immer

Denn wenn die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur durch anthro­po­ge­ne CO2-Ein­flüs­se ohne­hin nicht um mehr als 1°C stei­gen kann, wer­den die Anstren­gun­gen der Kli­ma­ret­ter, den Anstieg der Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur auf unter 2°C zu begren­zen, auf jeden Fall ein vol­ler Erfolg sein! Und das, OBWOHL deren Nar­ra­ti­ve kei­ner­lei rea­len Wert besit­zen. Es stellt sich somit die Fra­ge, ob das Licht der Erde wirk­lich nur des­halb noch leuch­tet, weil Sie, lie­be Lese­rin und lie­ber Leser, nicht mit Stö­cken gegen die Later­nen schla­gen, wie es ihnen auf­er­legt wur­de. Ande­ren­falls müss­ten Sie sich ein­ge­ste­hen, mani­pu­liert wor­den zu sein.

Also, legen wir brav das Stöck­chen weg und war­ten gespannt dar­auf, was COP24 uns im nächs­ten Jahr an Heils­ver­spre­chen machen und Bußen auf­er­le­gen wird, wenn der Zir­kus im pol­ni­schen Kato­wice Sta­ti­on macht.

(*) Zumin­dest für soge­nann­te C3-Pflan­zen, zu denen unse­re Getrei­de und vie­le ande­re Nutz­pflan­zen zäh­len, wür­de es unter­halb 150 ppm unge­müt­lich.

(**) Hier hat­te ich vor­her eine Expo­nen­tia­rei­he 101, 102, 103, 10ver­wen­det, das ist falsch. Die Wir­kung nimmt nicht expo­nen­ti­ell, son­dern loga­rith­misch ab.

Wei­te­re Arti­kel von mir zum Thema:

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36 Kommentare

  1. Ich habe über­haupt kei­ne Ahnung von all dem hier, aber mir fal­len spon­tan etli­che Par­al­le­len aus mei­ner Pro­fes­si­on (Medi­zin) ein, in der wir es mit ahn­li­chen Ver­hält­nis­sen zu tun hat­ten ( Ignaz Sem­mel­weiß ) und haben ( Psy­cho­ana­ly­se und Co. ). Nur wei­ter so, es gibt kei­nen bes­se­ren Weg für die Mensch­heit, sich abzu­schaf­fen, als zu glau­ben, anstatt zu ler­nen und zu wissen.

  2. Sehr geehr­ter Herr Letsch,

    vie­len Dank für Ihren Arti­kel, auf den ich zuerst auf der Ach­se des Guten auf­merk­sam wur­de. Vor­ab.: CO2 wirkt abso­lut töd­lich, wenn die Atem­luft damit gesät­tigt ist, einen Anteil von 100 Pro­zent aus­macht. Dies ist mir bekannt von einem Unglücks­fall in der Land­wirt­schaft, bei dem eine jun­ge Frau in ein fast lee­res Fut­ter­si­lo ein­ge­stie­gen war und trotz frü­hest mög­li­cher Ber­gung nicht geret­tet wer­den konn­te. Die ver­un­glück­te war in die­sem gechlos­se­nen Raum einer Zwei­tau­send­fünfund­ert-fach grö­ße­ren CO2-Kon­zen­tra­ti­on aus­ge­setzt als sie in der Atmo­sphä­re mit 0,04 Pro­zent vor­han­den ist.
    Ergän­zend möch­te ich Sie auf die wis­sen­schaft­li­che Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Ecke­hard Specht und M.Sc. Tino Rede­mann von der Otto-Gue­ri­cke-Uni­ver­si­tät Mag­de­burg hin­wei­sen. Sie­he dazu auch: „Unauf­ge­reg­ter Befund zu Koh­len­stoff­di­oxid CO2“ in http://www.wetterglas.de/Wetterglas/wg_75.PDF
    Sei­te 4.
    Schö­ne Grüße
    gw

    • Natür­lich haben Sie mit der Aus­sa­ge Recht, dass eine CO2-Sät­ti­gung in der Atem­luft abso­lut töd­lich ist. Was dann ein­setzt, ist Ersti­ckung — kei­ne Ver­gif­tung. Als phä­no­me­na­les und lei­der uner­klär­li­ches Ver­dienst der Kli­ma­ret­ter darf es des­halb gel­ten, beim aktu­el­len Gehalt von 0,04% Schlag­zei­len zu pro­du­zie­ren, als gin­ge es mit dem Pla­ne­ten zu ende.

  3. Lie­ber Herr Letsch

    Die Kom­men­tar­funk­ti­on bei der Ach­se zu Ihrem Arti­kel ist bereits geschlos­sen, daher auf die­sem Wege mein Kommentar.

    Ich schrei­be die­sen Kom­men­tar auch, weil Ihr Bei­trag ins glei­che Horn stößt wie der hier kürz­lich erschie­ne­ne Arti­kel von Herrn Maxei­ner, den Sie hier auch zitie­ren. Auch wenn ich ansons­ten Sym­pa­thien für vie­le der Ach­se-Autoren habe, muss ich Ihnen beim The­ma „Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät“ doch deut­lich wider­spre­chen: Die Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät, wel­che sich aus den Kli­ma­da­ten der letz­ten 50 Jah­re empi­risch ablei­ten lässt, beträgt ziem­lich genau und zeit­lich sta­bil 3 Grad. Dies lässt sich rela­tiv leicht aus öffent­lich ver­füg­ba­ren Kli­ma­da­ten her­lei­ten. Mei­ne Abschät­zun­gen beru­hen auf den NASA-Tem­pe­ra­tur­da­ten (GISTEMP) sowie einem Alter­na­tiv-Tem­pe­ra­tur-Daten­satz bri­ti­schen Ursprungs (CRUTEM4) und den gemes­se­nen CO2-Kon­zen­tra­tio­nen vom Mau­na Loa/​Haweii. All die­se Daten sind ver­trau­ens­wür­dig. Die ver­wen­de­ten Daten kann man im Inter­net fin­den und her­un­ter­la­den. Ich selbst bin kein Kli­ma­wis­sen­schaft­ler, son­dern ein­fa­cher Phy­si­ker. Jeder, der sich ein wenig mit Excel aus­kennt, kann die Rech­nun­gen nach­voll­zie­hen, auch als Nicht-Naturwissenschaftler.

    Mei­ne Vor­ge­hens­wei­se ist wie folgt:
    Zunächst habe ich die glo­ba­len (Land- und Ozean-Oberflächen)-Temperatur-Daten gemit­telt über 5 Jah­re, danach die­se Daten zur wei­te­ren Glät­tung noch­mal gemit­telt, so dass sich effek­tiv eine Art 9‑Jah­re-Mitt­lung ergibt. Das oft dar­ge­stell­te Hin- und Her-Zap­peln der Jah­res­tem­pe­ra­tu­ren in den Ori­gi­nal­da­ten wird so ver­mie­den und nur ein stark geglät­te­ter Wert ver­wen­det. Durch die Mitt­lung ergibt sich ein ab ca. 1965 recht ein­deu­ti­ger mono­to­ner Anstieg. Die Mitt­lung für die letz­ten bei­den Jah­re (2015/​2016) wur­de nähe­rungs­wei­se so vor­ge­nom­men, dass der Wert von 2016 in der Mitt­lung für 2015 zwei­fach und in der für 2016 drei­fach gewählt wur­de. Die Ten­denz für 2017 (GISTEMP) sieht der­zeit so aus, dass die Tem­pe­ra­tu­ren wie­der leicht zurück­ge­hen. 2016 war das bis­her wärms­te Jahr, so das die­se extra­po­lier­ten Mitt­lungs­wer­te für 2015/​2016 nicht all­zu schlecht sein sollten. 

    Der 2. unab­hän­gi­ge Tem­pe­ra­tur-Daten­satz aus Groß­bri­tan­ni­en (CRUTEM4) unter­schei­det sich in der Ten­denz nicht all­zu sehr von den NASA-Daten. Der Refe­renz­wert­wert Null für die Tem­pe­ra­tur ist die Pha­se um 1960. An den his­to­ri­schen Daten ab 1880 sieht man, dass es bereits zwi­schen 1880 und 1945 einen mar­kan­ten Anstieg der glo­ba­len Tem­pe­ra­tur gab, der aber wohl nur zum Teil auf Treib­haus­ga­se zurück­zu­füh­ren ist. Man sieht dies auch am Anstieg des Mee­res­spie­gels, der bereits ab 1850, dem Beginn der Auf­zeich­nun­gen, doku­men­tiert wur­de, dies kann man bei Wiki­pe­dia fin­den. Dies kann bedingt sein durch eine „klei­ne Eis­zeit“ vor 1800. 

    Es ist nun sinn­voll, den Anstieg nicht über die Zeit­ach­se auf­zu­tra­gen, son­dern über den CO2-Gehalt der Atmo­sphä­re. Refe­renz für den CO2 Gehalt sind übli­cher­wei­se die Daten von Mau­na Loa(Hawaii), die auch im Inter­net ver­füg­bar sind. Es ergibt sich ein CO2-Anstieg mit der Zeit, wel­cher in sehr guter Nähe­rung durch ein Poly­nom 2. Gra­des beschrie­ben wer­den kann. Für den Ver­lauf der Tem­pe­ra­tur vs. CO2 neh­me ich dann die Wer­te des CO2-Poly­noms, was eine wei­ter geglät­te­te Dar­stel­lung ermög­licht, aber in ein­zel­nen Jah­ren Abwei­chun­gen zu den Mau­na-Loa-Daten von 1 bis 2 ppm bedeu­ten kann. Ab dem Jahr ca. 1965 ist die CO2-Abhän­gig­keit der glo­ba­len Tem­pe­ra­tur deut­lich line­ar. Eine loga­rith­mi­sche Abhän­gig­keit ist nir­gends zu erken­nen. Dies ist auch nicht zu erwar­ten: Es han­delt sich um klei­ne Men­gen (ppm) in der Atmo­sphä­re, deren glo­ba­le Aus­wir­kun­gen auf die Tem­pe­ra­tu­ren gering sind: ca. ein Grad auf einer Kel­vin-Tem­pe­ra­tur-Sca­la von ca. 300 Grad. Hier kommt das Grund­prin­zip der Infi­ni­te­si­mal­rech­nung zum Tra­gen: bei klei­nen Ände­run­gen der Varia­blen ver­hal­ten sich die Ände­run­gen der Funk­ti­on line­ar (Drei­satz-Prin­zip). Dies gilt übri­gens auch für die Loga­rith­mus-Funk­ti­on im Kleinen.

    Nimmt man nun den Dif­fe­ren­zen­quo­ti­ent zwi­schen dem Jahr 1965 (bei dem die Daten­satz-Tem­pe­ra­tur fast bei Null liegt) und den Wer­ten ab 1987 (dies ist ein aus­rei­chend gro­ßer Abstand zum Jahr 1965), so ergibt sich ein Wert von ca. 0.011 Grad/​ppm CO2 prak­tisch kon­stant bis zum Jahr 2016. Wenn man dies mit dem Wert 280 ppm mul­ti­pli­ziert, erhält man die soge­nann­te Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät des CO2. Dies ist die Tem­pe­ra­tur-Erhö­hung bei Ver­dopp­lung des vor­in­dus­tri­el­len CO2-Gehalts (ca. 280 ppm). Die­ser Wert, gebil­det aus den Dif­fe­ren­zen­quo­ti­en­ten seit 1987, also seit ca. 30 Jah­ren liegt sehr sta­bil bei 3 Grad. Es gibt also nicht den gerings­ten Grund, an die­sem Wert und an der Nahe-Linea­ri­tät zu zwei­feln. Es ist auch der Wert, den die eta­blier­te Kli­ma­wis­sen­schaft lt. Wiki­pe­dia annimmt, aller­dings mit einer Unsi­cher­heit von 1.5 bis 4.5. Ich selbst kann durch die Mitt­lung aller­dings kei­ne gro­ße Unsi­cher­heit mehr erken­nen. Die Auf­ga­be der Kli­ma­wis­sen­schaft soll­te m.E. eher sein, war­um die Sen­si­ti­vi­tät bei ziem­lich genau 3 liegt. Es gab in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der Ver­su­che, einen klei­ne­ren Wert zu begrün­den (z.B. EIKE, Vah­ren­holt), ange­sichts der vor­lie­gen­den empi­ri­schen Daten ist dies nicht über­zeu­gend. Es gibt bei den Mit­te­lungs­wer­ten bes­ten­falls eine klei­ne Del­le nach unten um das Jahr 2010 herum.

    Nimmt man das Poly­nom 2. Gra­des für den CO2-Gehalt vs. Zeit so wird man den ppm Wert um das Jahr 2075 ver­dop­peln, also dann die 3 Grad Stei­ge­rung erreicht haben seit 1960. Die­se Extra­po­la­ti­on ist natür­lich nur Spie­le­rei, da nie­mand weiß, wie sich die CO2-Kon­zen­tra­tio­nen in der Zukunft tat­säch­lich ent­wi­ckeln wer­den. Man sieht aber, dass die Lage ohne Gegen­steu­ern durch­aus ernst ist, zumal die Land­tem­pe­ra­tu­ren auf der Nord­halb­ku­gel noch deut­lich höher liegen.

    Man könn­te nun ein­wen­den, dass es sich nur um eine Kor­re­la­ti­on han­delt und die Kau­sa­li­tät nicht zwin­gend gege­ben ist. Wie man am Anstieg des Mee­res­spie­gel seit 1850 und der Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren seit 1880 sieht, kann durch­aus ein zwei­ter Effekt über­la­gert sein. Der Anstieg seit 1960 ist aber schon sehr signi­fi­kant. Außer­dem wäre die­ser zwei­te Effekt ver­mut­lich wei­ter wirk­sam und wäre impli­zit auch in der CO2-Sen­si­ti­vi­tät ent­hal­ten, wel­che dann streng genom­men noch einen zwei­ten nicht CO2-abhän­gi­gen (zeit­ab­hän­gi­gen und wei­ter wirk­sa­men) Effekt enthielte.

    Nur zur Pro­be noch ein­mal eine Zusam­men­fas­sung: Tem­pe­ra­tur-Anstieg seit 1965 0.9 Grad, CO2-Anstieg seit 1965 ca. 80 ppm , macht einen Anstieg von 0.011 Grad pro ppm (Mit­tel­wert), dies sind bei 280 ppm ziem­lich genau 3 Grad.

    Ich war selbst übri­gens frü­her in der Kern­tech­nik tätig und sehe auch die Kli­ma­po­li­tik in Deutsch­land sehr kri­tisch. Ein­zi­ger klei­ner Licht­blick aus mei­ner Sicht ist, dass Kana­da die Koh­le­ver­bren­nung in Kraft­wer­ken ab 2030 nur noch mit Koh­len­di­oxid-Abschei­dung (CCS) zulas­sen will. Wenn alle gro­ßen Indus­trie­na­tio­nen (USA, Chi­na, Russ­land etc.) sich dar­auf ver­stän­di­gen wür­den, wäre schon viel gewonnen.

    Eini­ge wich­ti­ge Gra­fi­ken und die zugrun­de lie­gen­de Excel-Tabel­le (mit gnu­me­ric erzeugt, kei­ne Ahnung, wie die Bil­der unter Excel tat­säch­lich aus­se­hen) mit allen Wer­ten schi­cke ich Ihnen sepa­rat per Mail zu. Das Gan­ze wird durch die Gra­fi­ken viel bes­ser verständlich.

    • Sie haben sich sehr viel Mühe gemacht und die Berech­nung der Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät des CO2 aus empi­ri­schen Daten ist für sich genom­men auch logisch, jedoch stimmt das Gan­ze nur unter einer bestimm­ten Vor­aus­set­zung, näm­lich dass CO2 der ein­zig rele­van­te Antrieb für Tem­pe­ra­tur­än­de­run­gen ist. Damit las­sen Sie die Aus­wir­kun­gen von Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen durch zykli­sche Mee­res­strö­mun­gen und Son­nen­ak­ti­vi­täts­schwan­kun­gen unter den Tisch fal­len. Fazit: Rich­tig gerech­net aber Resul­tat ohne Beweiskraft.

    • Wun­der­bar gerech­net, aber als Natur­wis­sen­schaft­ler soll­ten sie wis­sen, eine Kor­re­la­ti­on ist eine Kor­re­la­ti­on und nicht mehr. Bewie­sen wird nur in der Mathe­ma­tik. Ich bin auch „nur“ Che­mi­ker und kein Kli­ma­fol­gen­for­scher, aber die Arbei­ten die­ser Leu­te kann ich trotz­dem lesen und hof­fe, sie zu verstehen.
      Das wich­tigs­te bei der Beob­ach­tung von natür­li­chen Sys­te­men und deren Ver­ständ­nis ist die Signi­fi­kanz einer Mess­grö­ße im Rah­men die­ses Sys­tems. Es gibt kei­ner­lei IPCC oder ande­re Ver­öf­fent­li­chun­gen, die die Signi­fi­kanz von CO2 (400 ppm) im Kli­ma­sys­tem Erde auch nur annä­hernd empi­risch indi­zie­ren wür­den. Das sind rei­ne Pos­tu­la­te, die die­ses behaup­ten. Die kru­den Ver­su­che im Labor mit CO2 Kon­zen­tra­tio­nen im Pro­zent­be­reich sind sicher­lich nur geeig­net, zu indi­zie­ren, dass CO2 Wär­me­strah­lung absor­bie­ren kann. Mehr nicht. Nach dem Lam­bert Beer­schen Gesetz ist die­se Absorp­ti­on kon­zen­tra­ti­ons­ab­hän­gig. Wie eigent­lich alle Vor­gän­ge in der Natur. Es gibt da den schö­nen Aus­spruch: die Dosis macht das Gift.
      Schaut man sich das Absorb­ti­ons­spek­trum des CO2 an und ver­gleicht es mit H2O, dann fällt sofort auf, dass hier zwei rele­van­te dün­ne Ban­den des CO2 einem Infra­rot Super­ab­sor­ben­den Was­ser gegen­über ste­hen. Wie es zu der Bewer­tung CO2=22% und H2O=64% des natür­li­chen Treib­haus­ef­fek­tes kommt, bei gleich­zei­ti­ger durch­schnitt­li­cher Kon­zen­tra­ti­on von H2O zwi­schen 10.000 und 50.000 ppm (ohne Wol­ken) und von CO2 mit ca. 400 ppm, ist mir ein Rät­sel. Wenn dann von H2O „For­cing“ durch CO2 gefa­selt wird, kann man eigent­lich nur noch abschal­ten. Da wackelt der Schwanz mit dem Hund. Aber in die­ser soge­nann­ten For­schung gibt es zu vie­le Rät­sel, um sie alle in einem Kom­men­tar zu erwäh­nen. Ste­fan Rahm­s­torf oder Mojib Latif wür­den jetzt sagen: wenn ich die Kom­ple­xi­tät der Kli­ma­sys­te­me nicht begrei­fen kann, soll­te ich mei­nen Sab­bel hal­ten. Tue ich aber nicht.

      Wer ger­ne kor­re­liert, kann ganz fein die stei­gen­den glo­ba­len Tem­pe­ra­tu­ren mit der Zunah­me der Bevöl­ke­rung oder dem Abhol­zen von Wäl­dern in ein Dia­gramm mit wun­der­ba­rer Stei­gung zeich­nen. Natür­lich haben das IPCC und sei­ne Wis­sen­schaft­ler das alles längst in die Simu­la­tio­nen ein­ge­baut, aber wie­der stellt sich die Fra­ge der Signi­fi­kanz, da die­se Ein­flüs­se nicht gemes­sen wer­den kön­nen, son­dern abge­schätzt werden.
      Bot­tom line, was will ich sagen?
      Wir geben Mil­li­ar­den für eine wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis aus, deren Signi­fi­kanz äußerst zwei­fel­haft ist. 

      Schluss­be­mer­kung:
      Anstatt 100 Mil­lio­nen für eine Kon­fe­renz in Bonn mit 25000 Dienst­rei­sen Hasen­fü­ßen aus aller Welt aus­zu­ge­ben, soll­te man lie­ber zwei hol­län­di­sche Deich­bau­er mit die­ser Geld­bör­se nach Ton­ga schi­cken und den Leu­ten hel­fen, ihre Inseln ein­zu­deichen oder was auch immer, wenn sie denn wirk­lich ver­sin­ken sollten.

  4. Mit der Y‑Achse im ZDF-Dia­gramm stimmt was nicht. Die Dif­fe­renz zwi­schen den Lini­en wech­selt zwi­schen 1 ppm und 2 ppm.

  5. So viel Halb­wis­sen auf einem Hau­fen! Ich fas­se es nicht!
    Cur­ry­würs­te sind auch nicht gif­tig, aber iss mal 500 Stück davon an einem Tag!
    Mannomann!
    B.

  6. Vie­len Dank, Herr Letsch, für die­se kla­ren Aus­füh­run­gen. Bei all dem Trom­mel­feu­er in unse­ren “Qua­li­täts­me­di­en” kann man manch­mal schon irre werden.
    Auf den Web-Sei­ten des Max-Plancks-Insti­tuts für Meteo­ro­lo­gie, zu denen Sie ver­linkt haben, fin­det sich zum The­ma Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät übri­gens noch ein inter­es­san­ter Bericht, näm­lich über die Stu­die “Strah­lungs­an­trieb durch Aero­so­le gerin­ger und weni­ger unsicher”
    https://www.mpimet.mpg.de/kommunikation/aktuelles/im-fokus/neue-studie-strahlungsantrieb-durch-aerosole-geringer-und-weniger-unsicher/
    Letzt­lich ergibt sich aus der Stu­die, dass der Abküh­lungs­ef­fekt durch die Aero­so­le, auf den man die trotz des anhal­ten­den CO2-Anstiegs ein­ge­tre­te­ne vor­über­ge­hen­de Abküh­lung ab etwa 1940 bis Ende der 70er-Jah­re zurück­zu­füh­ren kön­nen glaub­te, sehr viel schwä­cher war als bis­lang ange­nom­men und somit auch der durch die­sen Effekt über­deck­te Erwär­mungs­trend, der ent­spre­chend dem CO2-Anstieg eigent­lich hät­te auf­tre­ten sol­len, schwä­cher gewe­sen sein muss, d.h. nicht so stark wie es die Kli­ma­mo­del­le bis­her berech­net haben.

  7. Es gibt gemäss diver­sen Ver­öf­fent­li­chun­gen im Zwi­schen­netz 4 Bän­der im Infra­rot­be­reich, in denen Strah­lung durch CO2 absor­biert wird, näm­lich bei Wel­len­län­gen von rund und roh 15 , 4 , 2.8 und 2 µm. In den 3 ers­ten die­ser Bän­der wird dem­nach die Strah­lung bereits zu annä­hernd 100% absor­biert (also sowas wie Sät­ti­gung), dem­zu­fol­ge könn­te eine wei­te­re Erhö­hung des CO2-Gehal­tes die Absorp­ti­on nur noch im 4. Band stei­gern und damit zu einer klei­nen­Tem­pe­ra­tur­er­hö­hung führen.
    Wes­halb hört man so wenig über die­sen Sach­ver­halt? Man könn­te die­se Aus­sa­ge durch ent­spre­chen­de Spek­tral­mes­sun­gen vom Orbit aus veri­fi­zie­ren oder auch nicht, aber es wird an kei­ner Stel­le auf­ge­grif­fen, jeden­falls nicht für mich erkenn­bar. Scha­de eigentlich.

    • Genau die­se Fak­ten habe ich absicht­lich aus dem Arti­kel her­aus­ge­nom­men — auf guten Rat hin! War­um man so wenig über die­se Fak­ten hört? Weil es pure Phy­sik ist, kei­ne Poli­tik! Weil man Ener­gie­er­hal­tungs­ge­set­ze und Boltz­mann­sche Strahl­uns­ge­set­ze ken­nen muss, um das alles zu ver­ste­hen! Und weil es für vie­le „Net­to­zah­ler“ offen­bar leich­ter ist, an eine ein­fach Lüge zu glau­ben, als an eine kom­ple­xe Wahrheit.

  8. Lie­ber Roger,
    Sie sind schon in der rich­ti­gen Rich­tung unter­wegs, nur ist alles eigent­lich noch viel ein­fa­cher. Es gibt kei­nen koh­len­di­oxid­ver­mit­tel­ten Treib­haus­ef­fekt. Svan­te Arrhe­ni­us, der geis­ti­ge Vater die­ses Unsinns, ist ver­härmt gestor­ben, ohne je einen Beweis sei­ner Theo­rie erbrin­gen zu kön­nen. Geht auch nicht, da Koh­len­di­oxid ober­halb von –78 Grad Cel­si­us nicht durch Infra­rot­strah­lung erwärmt wer­den kann. Und über sol­che Tem­pe­ra­tu­ren wird ja bestimmt nicht dis­ku­tiert. Es ist ein ent­schei­den­der Unter­schied zwi­schen der mitt­le­ren kine­ti­schen Ener­gie der Mole­kü­le (Tem­pe­ra­tur) und den Bin­dungs- oder Defor­ma­ti­ons­schwin­gun­gen (Infra­rotab­sorp­ti­on). Schon in den Drei­ßi­ger­jah­ren hat Wood in einem ein­fa­chen Expe­ri­ment die Theo­rie wider­legt. Sogar Schü­ler kön­nen das mit ein­fa­chen Mit­teln über­prü­fen. Laser- und ande­re Strah­lungs­fach­leu­te wis­sen auch, dass da völ­lig Fal­sches behaup­tet wird.
    Das Tren­berth­sche Strah­lungs­bi­lanz­dia­gramm, das seit Jah­ren an allen mög­li­chen Stel­len zur Schau gestellt wird, ent­hält sagen­haf­te Logik­feh­ler, die, wenn es mit Zah­len ver­se­hen ist, ein durch­schnitt­lich begab­ter Kopf­rech­ner in weni­gen Augen­bli­cken erkennt. Rai­ner Hoff­mann hat das in einem sei­ner Hei­li­gen­ro­ther-Kli­ma­ma­ni­fest-Vide­os klar­ge­macht. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen rund ums The­ma Kli­maalarm fin­det man im Blog des Ver­eins EIKE. Ein Augen­öff­ner. Ver­schwö­rungs­theo­rien wer­den nicht gebraucht.

  9. Sehr guter Artikel.
    ich den­ke der Ver­fas­ser beleuch­tet das The­ma von einer Sei­te die uner­wünscht ist, da sich auch auf die­sem Gebiet Para­si­ten an das Steu­er­geld ange­hängt haben. Sicher soll­te man „Dreck­schleu­dern“ immer wei­ter moder­ni­sie­ren und zur Moder­ni­sie­rung auch Druck aus­üben, sowie auf die Auto­in­dus­trie usw.. Kei­ner wird gegen sau­be­re Atem­luft sein.
    In Deutsch­land war ein­mal der Erfin­der­geist trei­bend nicht der Abschal­te — und Kopf in den Sand steck ‑Geist.
    Aber bei dem Bil­dungs­wirr­warr und den hin­zu­ge­kom­me­nen Aka­de­mi­kern und Ärz­ten sehe ich per­sön­lich schwarz.

  10. Erin­nert sich noch jemand dar­an, dass zwi­schen 1940 bis 1970 die Welt­ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren kon­stant am Sin­ken waren?

    Erin­nert sich noch jemand dar­an, dass damals die Ver­kün­der der Kli­ma­vor­her­sa­ge immer von einer neu­en, bevor­ste­hen­den Eis­zeit aus­ge­gan­gen sind?

    Erin­nert sich noch jemand dar­an, dass damals in Hol­ly­wood aller­lei Kata­stro­phen­fil­me erschie­nen, die meis­tens Schnee und Eis als Neben­dar­stel­ler verwendeten?

    Erin­nert sich noch jemand dar­an, dass alle die­se Kli­ma­mo­del­le — ein­schliess­lich sol­cher, die, dar­auf fol­gend, „Hit­ze! Hit­ze!“ ver­kün­den­den — aus­nahms­los unzu­tref­fend waren, und immer noch sind?

    • Ja!, dar­an erin­ne­re ich mich genau.
      Aber wis­sen Sie; seit­dem hat eine Dämo­ni­sie­rung des alten Eis­dä­mo­nen­glau­bens zu Guns­ten eines neu­en Hit­zedä­mo­nen­glau­bens stattgefunden.

  11. Ein typi­scher Fall von Geis­ter­fah­rer, der sich sicher ist, dass all die ande­ren falsch fahren.
    Jetzt wis­sen wir es. CO2 ist pri­ma. Noch mehr CO2 super.
    Der Bei­trag eines Primaten.

  12. […] Doch was, wenn wir am Ende der gro­ßen Trans­for­ma­ti­on ent­ge­gen aller Beteue­run­gen der Poli­tik, die sich dies wie­der­um von der Öko-Lob­by fest in die Hand ver­spre­chen lässt, mit einem dys­funk­tio­na­len, sub­ven­ti­ons­ab­hän­gi­gen Ener­gie­sys­tem und einer deindus­tria­li­sier­ten Wirt­schaft daste­hen, deren Wert­schöp­fung nach Indi­en, Chi­na oder sonst­wo­hin abge­wan­dert ist? (Fort­set­zung und Ant­wort beim Blog­ger Roger Letsch hier!) […]

  13. Allei­ne die rela­tiv ein­fach zu ver­ste­hen­de Tat­sa­che, dass nicht einer die­ser Kli­ma­hys­te­ri­ker kon­kret dar­le­gen kann was das RICHTIGE Kli­ma sein soll, mach alle Mel­dun­gen die­ser angeb­li­chen „Kli­ma­for­scher“ zu rei­ner Kaf­fee­satz­le­se­rei im Dienst jener, die mit dem CO2-Han­del kräf­tig Kas­se machen. Wenn kei­ner kon­kret sagen was denn und wann es das opti­ma­le „Kli­ma“ auf der Erde gab, wie kann man dann behaup­ten, dass es schlim­mer sein wird? Es fehlt jeder Richt­wert, bzw. mach man sich stän­dig neue eige­ne Richt­wer­te, wie sie einem in den Kram pas­sen. Die Berück­sich­ti­gung der Son­nen­wer­te und Vul­ka­ne wer­den ganz ein­fach igno­riert, denn kei­ner wird für die Son­ne bereits ein, etwas zu bezah­len, wie auch kein Land für sei­ne Vul­ka­ne Ver­ant­wor­tung hat. Die offen­kun­di­ge Blöd­heit der Kli­ma­gläu­bi­gen hat bereits reli­giö­se For­men, denn einen wis­sen­schaft­li­chen kon­kre­ten Beweis for­dern sie nicht, es reicht die Behaup­tung und der GLAUBE!

  14. Eis­bohr­for­schun­gen, die 500.000 Jah­re zurück­rei­chen, bele­gen, dass es zuerst einen Anstieg /​ Fall der Tem­pe­ra­tur gibt und der CO2-Gehalt mit einem Abstand von 600 bis 1000 Jah­re dann der Tem­pe­ra­tur folgt. Dies bedeu­tet, dass das CO2 nicht der Aus­lö­ser für einen Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist. 

    Fer­ner ist das CO2 zu 95 /​ 96 % umwelt­in­du­ziert, d.h. es wird durch die Son­ne, Wald­brän­de, Vul­kan­aus­brü­che und durch Sauer­stoff­at­mer (Men­schen, Tie­re) beein­flußt /​ erzeugt und nur zu 4 — 5 % von der Indus­trie. Von den 4 — 5 % ist 2 % (also ins­ge­samt 4 x 0,02 = ins­ge­samt 0,08 % ) Deutsch­land ver­ant­wort­lich … und dafür sol­len 1500 Mrd. € bis 2050 aus­ge­ge­ben werden ? 

    Ein grö­ße­rer Vul­kan­aus­bruch reicht aus, um die gan­ze CO2-Dis­kus­si­on über den Hau­fen zu wer­fen … und im Pazi­fik-Vul­kan­gür­tel beob­ach­tet man eine grö­ße­re Akti­vi­tät der Vul­ka­ne. In den letz­ten Jah­ren ent­deck­te man zudem über 1000 Schlamm­vul­ka­ne im Meer, die grö­ße­re Men­gen Methan aus­sto­ßen. Nicht zuletzt gibt es in Russ­land und den USA eine zuneh­men­de Anzahl von For­schern, die mit gro­ßer Sor­ge die gerin­ge­re Anzahl von Son­nen­fle­cken /​ Son­nen­ak­ti­vi­tä­ten wahr­neh­men. Hier gibt es Dis­kus­sio­nen, ob uns wie im 17. Jahr­hun­dert eine neue klei­ne Eis­zeit droht. 

    Die soge­nann­ten CO2-For­scher sagen auch nicht, dass ihre Simu­la­ti­ons­mo­del­le seit dem Jahr 2000 zu hohe Tem­pe­ra­tu­ren vor­aus­sa­gen als sie tat­säch­lich eintreffen. 

    Im übri­gen ist ein höhe­rer CO2-Gehalt posi­tiv für die Pflan­zen. In Gewächs­häu­sern wird maschi­nell gezielt der CO2-Gehalt erhöht, um das Pflan­zen­wachs­tum anzukurbeln.

    • „dafür sol­len 1500 Mrd. € bis 2050 aus­ge­ge­ben wer­den ? “ — Von die­sem Geld sol­len all die Psy­cho­lo­gen, Päd­ago­gen, Sozio­lo­gen, Poli­to­lo­gen, Theo­lo­gen staat­lich ali­men­tiert wer­den, die die­ses Per­pe­tu­um mobi­le gewinn­brin­gend ver­mark­ten. Die Auf­nah­me­fä­hig­keit der grü­nen Par­tei und des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums für der­glei­chen Brains ist eben auch nur begrenzt.

    • Rich­tig — und dar­aus fol­gernd: eine Erhö­hung von CO2 von momen­tan 0,04 % auf 0,08 % oder mehr wäre ein Segen! Die Erde hat sich nach­weis­lich seit 1980 um 20% stär­ker begrünt.

  15. Das wür­de ja bedeu­ten, daß. wenn dem Kli­ma ein­fal­len wür­de, es könn­te ja mal käl­ter wer­den ( dar­auf haben wir genau­so wenig Ein­fluß wie umge­kehrt ) , daß wir dann fos­si­le Brenn­stof­fe ver­feu­ern müß­ten, bis zum Abwin­ken, oder ? Die ein­zi­gen Nutz­nie­ßer aus die­sem Schwach­sinn sind die Wind­kraft­in­dus­trie und die Holz­fäl­ler, die gan­ze Wäl­der plät­ten dür­fen zum Woh­le der “ Öko­en­er­gie“ ! Per­vers, oder ?

  16. Im Frei­en ist die Ober­gren­ze von Fein­staub 40 Mikrogramm.
    Am Arbeits­platz ist die Ober­gren­ze 940 Mikrogramm.
    Laßt uns alle ‑bei jedem Wet­ter-im Frei­en arbeitet.
    Fri­sche Luft ist wirk­lich gesund.
    Idio­tie ist es nie!

  17. Der Arti­kel ist jetzt in leicht gekürz­ter Form auch auf der Ach­se des Guten erschie­nen. Inter­es­sant ist die Dis­kus­si­on, die sich dar­auf­hin auf Face­book entspinnt -
    https://www.facebook.com/achgutcom/posts/1732221346790990
    Eigent­lich genau so, wie ich es erwar­tet hat­te. Zwei Fan­boys der CO2-Reduk­ti­on holen Äxte und Sägen her­vor und arbei­ten sich an mei­ner Glaub­wür­dig­keit ab: „Nur Web­de­si­gner und Tex­ter…“ — kann also alles nur Blöd­sinn sein. Den Links folgt man offen­sicht­lich nicht, mei­ne Aus­sa­gen über­prüft man nicht. Nun, wie gesagt, ich hat­te das erwar­tet. Über­rascht hat mich nur die Tat­sa­che, dass man reflex­ar­tig das alte Glaub­wür­dig­keits­spiel spielt.
    „If you can’t bla­me the Mes­sa­ge, bla­me the Messanger!“

    • „Nur Web­de­si­gner und Tex­ter…“ — na klar, dann müss­ten Sie eigent­lich den Mund halten.

      Als ehe­ma­li­ger Che­mi­kant und heu­ti­ger IT-Frit­ze, ich ja eigent­lich auch.

      Pus­te­ku­chen! Der Maul­korb wird nicht stattfinden.

    • Die typi­sche „Argu­men­ta­ti­on“ der „Kli­ma­ret­ter“ ist die „ad hominem“!
      Ent­we­der sind die Skep­ti­ker Fach­leu­te, dann sind sie von der Öl&Kohle-Lobby kor­rum­piert, oder sie sind Lai­en, dann haben kei­ne Ahnung , wäh­rend (angeb­lich!) 97% der Kli­ma­wis­sen­schaft­ler sich über die Ursa­che der kata­stro­pha­len anthro­po­ge­nen glo­ba­len Erwär­mung aka „Kli­ma­wan­del“ einig sind!
      Typi­scher­wei­se bezeich­net man die beson­ders „Gläu­bi­gen“ als Akti­vis­ten, das ist die neu­deut­sche Bezeich­nung für Fanatiker!
      Wer den Pro­pa­gan­daun­sinn durch­schaut und dem argu­men­tum ad ver­ecun­diam der „97%tigen“ nicht folgt, ist ent­we­der ein „Pri­mat“ oder. wenn man dem Papst glaubt, der wohl die „Chris­to­phe de Mar­ge­rie“ für ein ganz nor­ma­les 08/​15 Schiff hält, ein Perverser!
      Wenn sich die Erde in einem schwa­chen 25. Son­nen­fle­cken­zy­klus wei­ter abkühlt, wer­den die „Kli­ma­ret­ter“ das als Erfolg der CO2 Ver­mei­dung fei­ern und sich gegen­sei­tig auf die Schul­ter klopfen !

      • Die „97% pro“ sind übri­gens eine Legen­de, die wir Al Gore ver­dan­ken (ja der Al Gore, der sei­nen Pres­se­spre­cher vor­schick­te, um eini­ge der desas­trö­ses­ten Aus­sa­gen in sei­nem Film zu rela­ti­vie­ren: https://dotearth.blogs.nytimes.com/2009/02/23/gore-pulls-slide-of-disaster-trends/
        Es gibt weder eine Sta­tis­tik, noch eine Lis­te oder Umfra­ge, die die­se 97% ermit­telt hat. Ich habe heu­te hin­ge­gen eini­ge schul­ter­klop­fen­de Mails von Wis­sen­schaft­lern erhal­ten, die ALLE zu den omi­nö­sen 3% gehö­ren. Schon eigenartig.

  18. Wir hat­ten mal wie­der Fein­staub­alarm in Stutt­gart. Den­noch fuh­ren Zehn­tau­sen­de mit dem Auto zur Arbeit – unter ande­rem um Ber­lin und Bre­men zu sub­ven­tio­nie­ren. Auf der Brü­cke am Neckar­tor stan­den wild ges­ti­ku­lie­rend die übli­chen zwei Senio­ren mit dem Pla­kat „Wir wol­len nicht ver­re­cken wie die Lemminge.“

    Ers­tens: Wenn es wirk­lich gefähr­lich ist, war­um ste­hen die­se Leu­te stun­den­lang über den Abga­sen. Zwei­tens: Wenn es wirk­lich unge­sund ist, war­um zie­hen sie nicht aus dem Stadt­zen­trum aufs Land; an der Arbeit kann’s ja nicht lie­gen. Drit­tens ster­ben die sprich­wört­li­chen Lem­min­ge nicht an kör­per­li­chen Krank­hei­ten, son­dern an selbst ver­schul­de­ter Massenhysterie.

    Die Umwelt ist das eine. Wo geho­belt wird, fal­len Spä­ne; wo gear­bei­tet wird, ent­ste­hen Abwas­ser, Abga­se und Lärm. Das heißt aber nicht, dass Deindus­tria­li­sie­rung uns das Para­dies wie­der­bräch­te. Nur ein hoher Mehr­wert erzeugt genü­gend Wohl­stand, damit wir an ein­fa­chen Infek­tio­nen nicht ster­ben, damit wir in schlech­ten Jah­ren genug zu essen impor­tie­ren kön­nen, damit wir unse­re Jugend 12 oder mehr Jah­re auf Staats­kos­ten zur Schu­le schi­cken kön­nen. Arme Gesell­schaf­ten leben von der Hand in den Mund und jede Stö­rung wird zur exis­ten­zi­el­len Gefahr.

    Wir leben nicht mehr im Para­dies. Nur hin­ter den Ohren sehr grün Geblie­be­ne kön­nen sich anma­ßen, sie hät­ten die Welt ganz anders geschaf­fen als sie nun mal ist. Frei­lich: in die­ser Welt gehört ein­fach ein wenig Risi­ko zum Leben. Das ist Teil der con­di­ti­on humai­ne, unter der wir ange­tre­ten sind.

    • „Wir leben nicht mehr im Para­dies.“ Wie defi­niert man denn auch Para­dies? Zustän­de wie im Mit­tel­al­ter? Ohne Indus­trie, Koh­le, Autos.… Dafür aber auch mit Hun­gers­nö­ten, Käl­te­op­fern, geschwächt durch (heu­te) bana­le Infek­tio­nen und eine Lebens­er­war­tung von viel­leicht 30 Jah­ren — wenn überhaupt.

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