Als das ZDF am 30.10.2017 „alar­mie­rende“ CO2-Werte meldete, war es nur noch eine Woche bis zum Welt­kli­ma­gip­fel COP23 in Bonn. Da kann es nicht schaden, die öffent­li­che Stim­mung schon mal kräftig in Rich­tung Panik zu drücken. Denn der Feind, den es beim Kli­ma­wan­del zu bekämp­fen gälte, sei CO2. Immer wieder hört man dies in Talk­run­den und Nach­rich­ten. Den Men­schen wird seit Jahren durch apo­ka­lyp­ti­sche Bilder von Wir­bel­stür­men und Über­schwem­mun­gen sug­ge­riert: das hat CO2 gemacht! CO2 erwärmt das Klima! CO2 ist unser Problem! Eine ganze Indus­trie baut mitt­ler­weile auf dieser Behaup­tung auf.Da wäre es doch toll, wenn sie auch zutref­fen würde – schließ­lich liegt jede Menge Geld auf dem Tisch und beson­ders Deutsch­land möchte am liebs­ten alles auf eine Karte setzen und besser heute als morgen aus der fos­si­len Energie raus, während Länder wie China und Indien dies nicht vor­ha­ben. Das deut­sche Wel­ten­ret­ter-Gen hält uns derzeit trotz stei­gen­der Ener­gie­kos­ten noch bei der Stange und damit wir die Asso­zia­tion CO2 = Kli­ma­wan­del auch wei­ter­hin im Kopf behal­ten, tagen Jahr für Jahr Zehn­tau­sende Akti­vis­ten des Kli­ma­schut­zes, die alle nur unser Bestes wollen – unser Geld.

Doch was, wenn wir am Ende der großen Trans­for­ma­tion ent­ge­gen aller Beteue­run­gen der Politik, die sich dies wie­derum von der Öko-Lobby fest in die Hand ver­spre­chen lässt, mit einem dys­funk­tio­na­len, sub­ven­ti­ons­ab­hän­gi­gen Ener­gie­sys­tem und einer deindus­tria­li­sier­ten Wirt­schaft daste­hen, deren Wert­schöp­fung nach Indien, China oder sonst­wo­hin abge­wan­dert ist? „Arm aber sexy“ mag ein knorke Slogan für Berlin sein, für ganz Deutsch­land ist ein solcher Zustand sicher weder erstre­bens­wert, noch würde er unsere Nach­barn in Europa erfreuen – von berech­tig­ter Scha­den­freude mal abge­se­hen. Letz­tere ist uns von chi­ne­si­scher Seite heute schon sicher und der süf­fi­sante Hinweis des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Macron auf die Ein­spar­ziele, für die man schnell aus der Kohle raus müsse, darf man durch­aus eben­falls als Scha­den­freude betrach­ten, weil er im Gegen­satz zu Merkel funk­tio­nie­rende Atom­kraft­werke hat, mit denen ein solcher Aus­stieg alle mal besser funk­tio­niert, als mit Sonne und Wind­kraft.

Komplexes Thema, unterkoplexe Debatte

Eine ver­wir­rend simple Skala hat dieses Dia­gramm. Nicht mal der „vor­in­dus­tri­elle Stand”, zu dem ja viele gern zurück wollen, schafft es über die X-Achse.

Das natür­li­che Phä­no­men des Treib­haus­ef­fekts ist eigent­lich Schul­stoff, oder war es doch zumin­dest einst. Wenn es jedoch um den als pro­ble­ma­tisch dekla­rier­ten Teil dieses Effek­tes geht, taucht in den Medien immer wieder und fast exklu­siv CO2 in den Hor­ror­mel­dun­gen auf. CO2 ein­spa­ren, CO2-Emmi­ten­ten abschal­ten, CO2-Zer­ti­fi­kate handeln, …überall CO2. Dieses Molekül sitzt nun also in Bonn bei der COP23 wieder auf der Ankla­ge­bank. Die Geschwo­re­nen, wir alle, sind leider voller Vor­ur­teile, weil wir in den Medien seit Jahren nur das schlimmste über den Ange­klag­ten gelesen haben. Claus Kleber und Gundula Gause jammern vor kal­ben­den Glet­schern im Stu­dio­hin­ter­grund über die Mis­se­ta­ten dieses Mole­küls, dessen Fin­ger­ab­drü­cke gleich­wohl nie am Tatort gefun­den wurden. Statt­des­sen blendet das ZDF wie am 30.10.2017 ein irre­füh­ren­des Dia­gramm ein, dass zwar sach­lich nicht falsch war, an dem aber nichts abzu­le­sen war, außer Panik. Also werde ich mich mit meinen beschränk­ten Mitteln heute mal als Pflicht­ver­tei­di­ger von CO2 beim Kli­ma­kir­chen­kon­zil in Bonn betä­ti­gen, denn nicht nur ich halte den Ein­fluss, den man CO2 beim Treib­haus­ef­fekt zuschreibt, für maßlos über­trie­ben – und zwar mit Vorsatz!

CO2 vor Gericht

Kli­ma­gift“ oder „Kli­ma­kil­ler“ – das sind heute die gän­gi­gen Bezeich­nun­gen für CO2 und beide sind falsch! Erstens ist CO2 völlig ungif­tig, und zwei­tens ist es neben Son­nen­licht und Wasser eine der drei Grund­vor­aus­set­zung für die pflanz­li­che Pho­to­syn­these, auf welcher fast sämt­li­ches Leben auf diesem Pla­ne­ten basiert. Somit ist CO2 das genaue Gegen­teil sowohl von Gift, als auch von Killer. Sollte übri­gens die Anwe­sen­heit von CO2 in der Erd­at­mo­sphäre je wieder unter 150 ppm (*) fallen, bekäme fast die gesamte Bio­sphäre der Erde sogar ein exis­ten­zi­el­les Problem! Das allein beweist, dass mein Mandant kein Gift, sondern eher ein Nah­rungs­mit­tel ist, von dem die gesamte leben­dige Welt der Erde anhän­gig ist. Am Treib­haus­ef­fekt, der unseren Pla­ne­ten zuver­läs­sig vor einer Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur von -18°C bewahrt, ist CO2 jedoch nur mit etwa 22% betei­ligt. Der Löwen­an­teil wird nämlich vom Was­ser­dampf in der Atmo­sphäre erzeugt, etwa 64%. Dabei ist die Wirkung des flüs­si­gen Wassers der Wolken oder Eis­kris­talle noch gar­nicht berück­sich­tigt. In den Model­len der Klima-Apo­ka­lyp­ti­ker tauchen Wolken übri­gens auch nicht auf – viel zu komplex.

Der Logarithmus, bei dem man mitmuss

Zur Ver­deut­li­chung der loga­rith­mi­schen Wirkung der CO2-Kon­zen­tra­tion

Hinzu kommt, dass man den Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft um 4 ppm zwar genau messen kann, die Klima-Wirkung jedoch NICHT linear zunimmt. Die Wirkung der CO2-Kon­zen­tra­tion auf die globale Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur ist bei stei­gen­der Kon­zen­tra­tion eine loga­rith­mi­sche, keine lineare! Genau aus diesem Miss­ver­ständ­nis speist sich die Panik, in die sich die Men­schen welt­weit treiben lassen, wenn sie von stei­gen­den CO2-Kon­zen­tra­tio­nen in der Luft lesen oder hören: mathe­ma­ti­sche Unkennt­nis! Eine loga­rith­mi­sche Skala ver­läuft nicht entlang abso­lu­ter Werte. Also 10, 100, 1000, 10000** – nicht 1, 2, 3, 4. Die ersten 20 ppm CO2 in unserer Atmo­sphäre bewir­ken nämlich bereits den aller­größ­ten Anteil des kli­mare­le­van­ten Effekts des CO2, sein kli­mare­le­van­ter Ein­fluss nimmt für das weiter hin­zu­kom­mende CO2 nur noch loga­rith­misch zu. Erin­nern wir uns an die Tat­sa­che, dass wir min­des­tens 150 ppm benö­ti­gen, damit das Lebens auf diesem Pla­ne­ten nicht seinem Unter­gang ent­ge­gen­se­hen muss, ist der Unter­schied von 400 zu 404 ppm nicht nur fast nichts, er ist buch­stäb­lich gar nichts! Ein Rau­schen, nicht mehr. Erin­nern wir uns außer­dem daran, dass nur 22% des gesam­ten Treib­haus­ef­fekts genuin auf CO2 zurück­zu­füh­ren sind. Dieser Fakt ist auch den Klima-Lob­by­is­ten von IPCC & Co bekannt, weshalb man dort einen ver­stär­ken­den „Hebel“ gefun­den zu haben glaubt, gegen den der finan­zi­elle „Hebel“ des Euro-Ret­tungs­schirms angeb­lich wie ein Zahn­sto­cher neben einem Wagen­he­ber erscheint: das Was­ser­dampf-Feed­back.

Das Feedback bleibt leider aus

Das antro­po­gen erzeugte, also men­schen­ver­ur­sachte CO2 ist eine unbe­strit­tene aber letzt­lich eben auch die einzige vom Men­schen beein­fluss­bare Kom­po­nente in der Atmo­sphäre. Wir ver­bren­nen Öl, Gas und Kohle und atmen selbst unge­niert aus. Ergeb­nis all dieser Pro­zesse ist immer auch CO2. Schon wenn ganz Deutsch­land das ganze Jahr über nur faul auf dem Sofa läge, würden 13.440.000 Tonnen CO2 allein durch unsere Atmung anfal­len. Die erzeug­ten Mengen erschei­nen gigan­tisch und das sollen sie auch. Denn nur an dieser Stelle kann man poli­tisch anset­zen, kann man steuern und vor allem BEsteu­ern. Wenn, so die Klima-Retter, das CO2 selbst auch nur gerin­gen Ein­fluss auf den Treib­haus­ef­fekt hat – was zwar unbe­strit­ten ist, aber nicht so laut aus­po­saunt und von Jour­na­lis­ten wie Claus Kleber ohnehin nicht ver­stan­den wird – dann sorge es doch zumin­dest dafür, dass sich durch diese wenigen Zehn­tel­grade Erwär­mung die Auf­nah­me­ka­pa­zi­tät der Atmo­sphäre für den Böse­wicht Nummer eins, Was­ser­dampf, erhöht! Ist CO2 also eine Art Kom­plize des Kli­ma­ver­bre­chers Was­ser­dampf? Es erhöht die Tem­pe­ra­tur der Atmo­sphäre zwar nur wenig, aber dadurch ver­bes­sert sich in der Atmo­sphäre die Fähig­keit, Was­ser­dampf auf­zu­neh­men. Was­ser­dampf-Feed­back nennt man das und würde diese Annahme auch gern bestä­tigt sehen. Dazu muss man nur den Feuch­te­ge­halt in der „Luft­säule“ messen, was bereits seit vielen Jahr­zehn­ten mit Wet­ter­bal­lo­nen und Satel­li­ten geschieht. Finden die Meteo­ro­lo­gen einen Anstieg des Gesamt­was­ser­ge­hal­tes? Leider Nein, der nimmt sogar ab! Also hat CO2 hier offen­bar nicht den Horror-Effekt, den man ihm gern zuschrei­ben würde.

Plädoyer und Fazit

Klima-Exper­ten geben zu, dass sich die CO2-Kon­zen­tra­tion in der Atmo­sphäre von heute nahezu ver­dop­peln müsse, um auch nur 1°C Erd­er­wär­mung zu pro­vo­zie­ren. Von solchen Werten sind wir jedoch weit ent­fernt! Nicht CO2, sondern Was­ser­dampf ist über­haupt maß­geb­lich in der Lage, zum Treib­haus­ef­fekt bei­zu­tra­gen. Außer­dem ist die Hypo­these, der Ein­fluss von CO2 würde gewis­ser­ma­ßen der Tür­öff­ner sein für den viel gigan­ti­sche­ren Ein­fluss von Was­ser­dampf auf das Erd­klima, ist durch die Mess­da­ten der Meteo­ro­lo­gen nicht abbild­bar. Wenn CO2 nicht min­des­tens mit 150 ppm Bestand­teil dieser Atmo­sphäre ist, endet außer­dem auf lange Sicht das Leben, wie wir es kennen, weil zahl­rei­che Nutz­pflan­zen wie etwa unsere Getreide, diese mini­male Kon­zen­tra­tion benö­ti­gen. Schon der im Pariser Kli­ma­ab­kom­men ange­strebte „vor­in­dus­tri­elle Stand“, dessen Fest­le­gung auf 1750 mir neben bei bemerkt absurd erscheint, liegt zum Glück schon deut­lich über diesem Wert, etwa bei 280 ppm. Die loga­rith­mi­sche Skala der kli­ma­ver­än­dern­den Wirk­sam­keit von CO2 bedeu­tet aber, dass selbst Ver­dop­pe­lun­gen der Kon­zen­tra­tion an CO2 keine großen Ein­flüsse auf das Klima der Erde haben können. Ein Anstieg von 400 auf 404 ppm, den man mit apo­ka­lyp­ti­schen Nach­rich­ten ver­bin­det, pro­du­ziert also in etwa so viel Kli­ma­wan­del, wie ein Tee­löf­fel Salz aus dem Boden­see ein Totes Meer machen könnte. Hinzu kommt, dass die ver­mu­tete Kop­pe­lung des gerin­gen Kli­ma­ef­fekts von CO2 mit der sehr viel grö­ße­ren Wirkung von Was­ser­dampf sich in den Mess­da­ten der Meteo­ro­lo­gen nicht wider­spie­gelt.

Korrelation und Kausalität – ein Minenfeld!

Mir ist klar, die Pro­phe­ten von Kli­ma­wan­del und Kata­stro­phen werden an ihren Aus­sa­gen fest­hal­ten, denn CO2 ist der per­fekte Sün­den­bock. Es liegt einfach zu viel Geld auf dem Tisch, als dass der ganze Wan­der­zir­kus auf­ste­hen, sich beschämt ansehen und dann zer­streuen könnte. Dafür ist die Lüge schon viel zu groß. Ebenso die Schuld, die man durch einen leicht­sin­nig ange­scho­be­nen Prozess der De-Indus­tria­li­sie­rung in Europa und ins­be­son­dere im wohl­stands­ver­wahr­los­ten Deutsch­land ange­rich­tet hat. Deshalb setzt man (frei nach Hanns Dieter Hüsch) Lüge um Lüge oben drauf, um es wie Methode aus­se­hen zu lassen. Dabei hätten wir wirk­lich Wich­ti­ge­res zu tun: endlich wieder Umwelt­schutz betrei­ben, die Ver­schmut­zung der Welt­meere ein­däm­men, oder Tech­no­lo­gien zur scho­nen­den Res­sour­cen­nut­zung ent­wi­ckeln. Auch wissen wir, dass die fos­si­len Ener­gie­trä­ger endlich sind und müssten deshalb drin­gend an markt­fä­hi­gen Sub­sti­tu­ten for­schen, anstatt zum Bei­spiel Mil­li­ar­den in die Elek­tro­mo­bi­li­tät zu stecken, die es in dieser Form schon vor 100 Jahren gab und die damals schon eine zum Schei­tern ver­ur­teilte Technik war. Wir könnten all diese Pro­bleme wirk­lich lösen, wenn wir die irr­sin­ni­gen Sub­ven­tio­nen, die wir heute in „Kli­ma­schutz“ und „Ener­gie­wende“ stecken und von denen beide Bran­chen längst wie von Heroin abhän­gig sind, sinn­vol­ler For­schung zufüh­ren würden. Die Atom­ener­gie war nur mit Mil­li­ar­den an Steu­er­gel­dern anzu­schie­ben. Wenn diese nicht mehr fließen wollten, baut man selbst dort keine AKW’s mehr, wo Bür­ger­pro­teste und Politik dem nicht prin­zi­pi­ell im Weg standen. Bei Wind­rä­dern und Solar­an­la­gen wie­der­ho­len wir die­sel­ben Fehler erneut, auch diese benö­ti­gen hor­rende Sub­ven­tio­nen und ver­schlin­gen sie nicht nur bei der Ent­wick­lung, sondern sogar noch im Betrieb. Wir könnten das alles wissen, und ent­spre­chend handeln. Statt­des­sen haben wir uns in die Hände von Schar­la­ta­nen und Wun­der­hei­lern begeben und lassen uns willig hyp­no­ti­sie­ren.

Sei ein braves Bürgerlein, vermeide CO2

Es gibt eine kleine Geschichte, deren Wahr­heits­ge­halt ich leider nicht über­prü­fen kann. Ich möchte sie deshalb als Fabel bezeich­nen, in der jedoch ein Körn­chen Wahr­heit steckt. Es begab sich angeb­lich im Jahr 1977, genauer am 13. Juli, als ein kleiner Junge durch die Straßen von New York lief und mit einem Stock jede Stra­ßen­lampe auf seinem Weg mit einem saf­ti­gen Schlag bedachte. Die übli­chen Wind­müh­len­kriege von Kindern. Die Pas­san­ten sagten, „Junge, lass das sein! Die Lampe geht sonst kaputt und wir sitzen alle im Dunkeln!“ Die übli­chen Dro­hun­gen von Erwach­se­nen. Doch der Junge hörte nicht auf die war­nen­den Ord­nungs­rufe, machte immer so weiter und kämpfte tapfer gegen jeden Stra­ßen­la­ter­nen­dra­chen. Dann, exakt in dem Moment, als der Junge die nächste Laterne ver­prü­gelte, am 13. Juli 1977 um 20:37 Uhr, begann in New York das, was wir heute als den „Großen Black­out“ bezeich­nen – ein totaler Strom­aus­fall mit schlim­men Folgen. Der Junge meldete sich dar­auf­hin bei einer Poli­zei­wa­che, um den Beamten dort weinend zu erklä­ren, er hätte das alles nicht gewollt, er hätte doch besser auf die Leute hören sollen, die ihn gewarnt hatten. Das alles täte ihm schreck­lich leid…er wäre der Ver­ant­wort­li­che für den Strom­aus­fall! Soweit die Legende, die dem Jungen, wenn es ihn denn wirk­lich gibt, sicher eine unbe­rech­tigte Lehre war.

Und falls sie sich fragen, was die Politik, die Lobby des Kli­ma­wan­dels, die Grünen, das IPCC, Al Gore, die COP-Fes­ti­vi­tä­ten und all die anderen Apostel der Kli­ma­re­li­gion heute in Wirk­lich­keit tun: Die Antwort liegt in dieser Fabel. Sie rufen im Chor: „Schlag nicht die Stra­ßen­la­terne, sie geht sonst kaputt!“ Nur ruft man heute: „Ver­meide CO2, sonst stirbt die Erde“ – und, mal unter uns Erwach­se­nen gespro­chen: wer möchte schon schul­dig sein, am Tod der Erde! Also hören die Men­schen auf, mit Knüp­peln auf Stra­ßen­la­ter­nen ein­zu­schla­gen. In Deutsch­land, dem Land der Meacul­pis­ten, klappt das jeden­falls wun­der­bar. Wenn auch in dem aktu­el­len Ausmaß fast nur dort.

Die Aus­sa­gen der als „Klima-Skep­ti­ker“ ver­schrie­nen Wis­sen­schaft­ler, die auf nichts anderem als auf Fakten, Mess­wer­ten und wis­sen­schaft­lich unbe­strit­te­nen Gesetz­mä­ßig­kei­ten beruhen, sagen eine maximal denk­bare mitt­lere Erd­er­wär­mung infolge einer wei­te­ren Ver­dopp­lung des antro­po­ge­nen CO2 von etwa 1°C voraus – und dies OHNE dass all die teuren und unsin­ni­gen Kli­ma­ret­tungs­pro­jekte, deren Umset­zung nichts bringen wird, über­haupt rea­li­siert werden müssten. Und genau hierin liegt die größte Gefahr.

Wer gegen ein Phantom kämpft, gewinnt immer

Denn wenn die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur durch anthro­po­gene CO2-Ein­flüsse ohnehin nicht um mehr als 1°C steigen kann, werden die Anstren­gun­gen der Kli­ma­ret­ter, den Anstieg der Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur auf unter 2°C zu begren­zen, auf jeden Fall ein voller Erfolg sein! Und das, OBWOHL deren Nar­ra­tive kei­ner­lei realen Wert besit­zen. Es stellt sich somit die Frage, ob das Licht der Erde wirk­lich nur deshalb noch leuch­tet, weil Sie, liebe Leserin und lieber Leser, nicht mit Stöcken gegen die Later­nen schla­gen, wie es ihnen auf­er­legt wurde. Ande­ren­falls müssten Sie sich ein­ge­ste­hen, mani­pu­liert worden zu sein.

Also, legen wir brav das Stöck­chen weg und warten gespannt darauf, was COP24 uns im nächs­ten Jahr an Heils­ver­spre­chen machen und Bußen auf­er­le­gen wird, wenn der Zirkus im pol­ni­schen Kato­wice Station macht.

(*) Zumin­dest für soge­nannte C3-Pflan­zen, zu denen unsere Getreide und viele andere Nutz­pflan­zen zählen, würde es unter­halb 150 ppm unge­müt­lich.

(**) Hier hatte ich vorher eine Expo­nen­tia­reihe 101, 102, 103, 10ver­wen­det, das ist falsch. Die Wirkung nimmt nicht expo­nen­ti­ell, sondern loga­rith­misch ab.

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36 Kommentare

  1. Ich habe über­haupt keine Ahnung von all dem hier, aber mir fallen spontan etliche Par­al­le­len aus meiner Pro­fes­sion (Medizin) ein, in der wir es mit ahn­li­chen Ver­hält­nis­sen zu tun hatten ( Ignaz Sem­mel­weiß ) und haben ( Psy­cho­ana­lyse und Co. ). Nur weiter so, es gibt keinen bes­se­ren Weg für die Mensch­heit, sich abzu­schaf­fen, als zu glauben, anstatt zu lernen und zu wissen.

  2. Sehr geehr­ter Herr Letsch,

    vielen Dank für Ihren Artikel, auf den ich zuerst auf der Achse des Guten auf­merk­sam wurde. Vorab.: CO2 wirkt absolut tödlich, wenn die Atem­luft damit gesät­tigt ist, einen Anteil von 100 Prozent aus­macht. Dies ist mir bekannt von einem Unglücks­fall in der Land­wirt­schaft, bei dem eine junge Frau in ein fast leeres Fut­ter­silo ein­ge­stie­gen war und trotz frühest mög­li­cher Bergung nicht geret­tet werden konnte. Die ver­un­glückte war in diesem gechlos­se­nen Raum einer Zwei­tau­send­fünfun­d­ert-fach grö­ße­ren CO2-Kon­zen­tra­tion aus­ge­setzt als sie in der Atmo­sphäre mit 0,04 Prozent vor­han­den ist.
    Ergän­zend möchte ich Sie auf die wis­sen­schaft­li­che Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Ecke­hard Specht und M.Sc. Tino Rede­mann von der Otto-Gue­ri­cke-Uni­ver­si­tät Mag­de­burg hin­wei­sen. Siehe dazu auch: „Unauf­ge­reg­ter Befund zu Koh­len­stoff­di­oxid CO2“ in http://​www​.wet​ter​glas​.de/​W​e​t​t​e​r​g​l​a​s​/​w​g​_​7​5​.​PDF
    Seite 4.
    Schöne Grüße
    gw

    • Natür­lich haben Sie mit der Aussage Recht, dass eine CO2-Sät­ti­gung in der Atem­luft absolut tödlich ist. Was dann ein­setzt, ist Ersti­ckung – keine Ver­gif­tung. Als phä­no­me­na­les und leider uner­klär­li­ches Ver­dienst der Kli­ma­ret­ter darf es deshalb gelten, beim aktu­el­len Gehalt von 0,04% Schlag­zei­len zu pro­du­zie­ren, als ginge es mit dem Pla­ne­ten zu ende.

  3. Lieber Herr Letsch

    Die Kom­men­tar­funk­tion bei der Achse zu Ihrem Artikel ist bereits geschlos­sen, daher auf diesem Wege mein Kom­men­tar.

    Ich schreibe diesen Kom­men­tar auch, weil Ihr Beitrag ins gleiche Horn stößt wie der hier kürz­lich erschie­nene Artikel von Herrn Maxei­ner, den Sie hier auch zitie­ren. Auch wenn ich ansons­ten Sym­pa­thien für viele der Achse-Autoren habe, muss ich Ihnen beim Thema „Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät“ doch deut­lich wider­spre­chen: Die Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät, welche sich aus den Kli­ma­da­ten der letzten 50 Jahre empi­risch ablei­ten lässt, beträgt ziem­lich genau und zeit­lich stabil 3 Grad. Dies lässt sich relativ leicht aus öffent­lich ver­füg­ba­ren Kli­ma­da­ten her­lei­ten. Meine Abschät­zun­gen beruhen auf den NASA-Tem­pe­ra­tur­da­ten (GISTEMP) sowie einem Alter­na­tiv-Tem­pe­ra­tur-Daten­satz bri­ti­schen Ursprungs (CRUTEM4) und den gemes­se­nen CO2-Kon­zen­tra­tio­nen vom Mauna Loa/Haweii. All diese Daten sind ver­trau­ens­wür­dig. Die ver­wen­de­ten Daten kann man im Inter­net finden und her­un­ter­la­den. Ich selbst bin kein Kli­ma­wis­sen­schaft­ler, sondern ein­fa­cher Phy­si­ker. Jeder, der sich ein wenig mit Excel aus­kennt, kann die Rech­nun­gen nach­voll­zie­hen, auch als Nicht-Natur­wis­sen­schaft­ler.

    Meine Vor­ge­hens­weise ist wie folgt:
    Zunächst habe ich die glo­ba­len (Land- und Ozean-Oberflächen)-Temperatur-Daten gemit­telt über 5 Jahre, danach diese Daten zur wei­te­ren Glät­tung nochmal gemit­telt, so dass sich effek­tiv eine Art 9-Jahre-Mitt­lung ergibt. Das oft dar­ge­stellte Hin- und Her-Zappeln der Jah­res­tem­pe­ra­tu­ren in den Ori­gi­nal­da­ten wird so ver­mie­den und nur ein stark geglät­te­ter Wert ver­wen­det. Durch die Mitt­lung ergibt sich ein ab ca. 1965 recht ein­deu­ti­ger mono­to­ner Anstieg. Die Mitt­lung für die letzten beiden Jahre (2015÷2016) wurde nähe­rungs­weise so vor­ge­nom­men, dass der Wert von 2016 in der Mitt­lung für 2015 zwei­fach und in der für 2016 drei­fach gewählt wurde. Die Tendenz für 2017 (GISTEMP) sieht derzeit so aus, dass die Tem­pe­ra­tu­ren wieder leicht zurück­ge­hen. 2016 war das bisher wärmste Jahr, so das diese extra­po­lier­ten Mitt­lungs­werte für 2015/2016 nicht allzu schlecht sein sollten.

    Der 2. unab­hän­gige Tem­pe­ra­tur-Daten­satz aus Groß­bri­tan­nien (CRUTEM4) unter­schei­det sich in der Tendenz nicht allzu sehr von den NASA-Daten. Der Refe­renz­wert­wert Null für die Tem­pe­ra­tur ist die Phase um 1960. An den his­to­ri­schen Daten ab 1880 sieht man, dass es bereits zwi­schen 1880 und 1945 einen mar­kan­ten Anstieg der glo­ba­len Tem­pe­ra­tur gab, der aber wohl nur zum Teil auf Treib­haus­gase zurück­zu­füh­ren ist. Man sieht dies auch am Anstieg des Mee­res­spie­gels, der bereits ab 1850, dem Beginn der Auf­zeich­nun­gen, doku­men­tiert wurde, dies kann man bei Wiki­pe­dia finden. Dies kann bedingt sein durch eine „kleine Eiszeit” vor 1800.

    Es ist nun sinn­voll, den Anstieg nicht über die Zeit­achse auf­zu­tra­gen, sondern über den CO2-Gehalt der Atmo­sphäre. Refe­renz für den CO2 Gehalt sind übli­cher­weise die Daten von Mauna Loa(Hawaii), die auch im Inter­net ver­füg­bar sind. Es ergibt sich ein CO2-Anstieg mit der Zeit, welcher in sehr guter Nähe­rung durch ein Polynom 2. Grades beschrie­ben werden kann. Für den Verlauf der Tem­pe­ra­tur vs. CO2 nehme ich dann die Werte des CO2-Poly­noms, was eine weiter geglät­tete Dar­stel­lung ermög­licht, aber in ein­zel­nen Jahren Abwei­chun­gen zu den Mauna-Loa-Daten von 1 bis 2 ppm bedeu­ten kann. Ab dem Jahr ca. 1965 ist die CO2-Abhän­gig­keit der glo­ba­len Tem­pe­ra­tur deut­lich linear. Eine loga­rith­mi­sche Abhän­gig­keit ist nir­gends zu erken­nen. Dies ist auch nicht zu erwar­ten: Es handelt sich um kleine Mengen (ppm) in der Atmo­sphäre, deren globale Aus­wir­kun­gen auf die Tem­pe­ra­tu­ren gering sind: ca. ein Grad auf einer Kelvin-Tem­pe­ra­tur-Scala von ca. 300 Grad. Hier kommt das Grund­prin­zip der Infi­ni­te­si­mal­rech­nung zum Tragen: bei kleinen Ände­run­gen der Varia­blen ver­hal­ten sich die Ände­run­gen der Funk­tion linear (Drei­satz-Prinzip). Dies gilt übri­gens auch für die Loga­rith­mus-Funk­tion im Kleinen.

    Nimmt man nun den Dif­fe­ren­zen­quo­ti­ent zwi­schen dem Jahr 1965 (bei dem die Daten­satz-Tem­pe­ra­tur fast bei Null liegt) und den Werten ab 1987 (dies ist ein aus­rei­chend großer Abstand zum Jahr 1965), so ergibt sich ein Wert von ca. 0.011 Grad/ppm CO2 prak­tisch kon­stant bis zum Jahr 2016. Wenn man dies mit dem Wert 280 ppm mul­ti­pli­ziert, erhält man die soge­nannte Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät des CO2. Dies ist die Tem­pe­ra­tur-Erhö­hung bei Ver­dopp­lung des vor­in­dus­tri­el­len CO2-Gehalts (ca. 280 ppm). Dieser Wert, gebil­det aus den Dif­fe­ren­zen­quo­ti­en­ten seit 1987, also seit ca. 30 Jahren liegt sehr stabil bei 3 Grad. Es gibt also nicht den gerings­ten Grund, an diesem Wert und an der Nahe-Linea­ri­tät zu zwei­feln. Es ist auch der Wert, den die eta­blierte Kli­ma­wis­sen­schaft lt. Wiki­pe­dia annimmt, aller­dings mit einer Unsi­cher­heit von 1.5 bis 4.5. Ich selbst kann durch die Mitt­lung aller­dings keine große Unsi­cher­heit mehr erken­nen. Die Aufgabe der Kli­ma­wis­sen­schaft sollte m.E. eher sein, warum die Sen­si­ti­vi­tät bei ziem­lich genau 3 liegt. Es gab in der Ver­gan­gen­heit immer wieder Ver­su­che, einen klei­ne­ren Wert zu begrün­den (z.B. EIKE, Vah­ren­holt), ange­sichts der vor­lie­gen­den empi­ri­schen Daten ist dies nicht über­zeu­gend. Es gibt bei den Mit­te­lungs­wer­ten bes­ten­falls eine kleine Delle nach unten um das Jahr 2010 herum.

    Nimmt man das Polynom 2. Grades für den CO2-Gehalt vs. Zeit so wird man den ppm Wert um das Jahr 2075 ver­dop­peln, also dann die 3 Grad Stei­ge­rung erreicht haben seit 1960. Diese Extra­po­la­tion ist natür­lich nur Spie­le­rei, da niemand weiß, wie sich die CO2-Kon­zen­tra­tio­nen in der Zukunft tat­säch­lich ent­wi­ckeln werden. Man sieht aber, dass die Lage ohne Gegen­steu­ern durch­aus ernst ist, zumal die Land­tem­pe­ra­tu­ren auf der Nord­halb­ku­gel noch deut­lich höher liegen.

    Man könnte nun ein­wen­den, dass es sich nur um eine Kor­re­la­tion handelt und die Kau­sa­li­tät nicht zwin­gend gegeben ist. Wie man am Anstieg des Mee­res­spie­gel seit 1850 und der Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren seit 1880 sieht, kann durch­aus ein zweiter Effekt über­la­gert sein. Der Anstieg seit 1960 ist aber schon sehr signi­fi­kant. Außer­dem wäre dieser zweite Effekt ver­mut­lich weiter wirksam und wäre impli­zit auch in der CO2-Sen­si­ti­vi­tät ent­hal­ten, welche dann streng genom­men noch einen zweiten nicht CO2-abhän­gi­gen (zeit­ab­hän­gi­gen und weiter wirk­sa­men) Effekt ent­hielte.

    Nur zur Probe noch einmal eine Zusam­men­fas­sung: Tem­pe­ra­tur-Anstieg seit 1965 0.9 Grad, CO2-Anstieg seit 1965 ca. 80 ppm , macht einen Anstieg von 0.011 Grad pro ppm (Mit­tel­wert), dies sind bei 280 ppm ziem­lich genau 3 Grad.

    Ich war selbst übri­gens früher in der Kern­tech­nik tätig und sehe auch die Kli­ma­po­li­tik in Deutsch­land sehr kri­tisch. Ein­zi­ger kleiner Licht­blick aus meiner Sicht ist, dass Kanada die Koh­le­ver­bren­nung in Kraft­wer­ken ab 2030 nur noch mit Koh­len­di­oxid-Abschei­dung (CCS) zulas­sen will. Wenn alle großen Indus­trie­na­tio­nen (USA, China, Russ­land etc.) sich darauf ver­stän­di­gen würden, wäre schon viel gewon­nen.

    Einige wich­tige Gra­fi­ken und die zugrunde lie­gende Excel-Tabelle (mit gnu­me­ric erzeugt, keine Ahnung, wie die Bilder unter Excel tat­säch­lich aus­se­hen) mit allen Werten schicke ich Ihnen separat per Mail zu. Das Ganze wird durch die Gra­fi­ken viel besser ver­ständ­lich.

    • Sie haben sich sehr viel Mühe gemacht und die Berech­nung der Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät des CO2 aus empi­ri­schen Daten ist für sich genom­men auch logisch, jedoch stimmt das Ganze nur unter einer bestimm­ten Vor­aus­set­zung, nämlich dass CO2 der einzig rele­vante Antrieb für Tem­pe­ra­tur­än­de­run­gen ist. Damit lassen Sie die Aus­wir­kun­gen von Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen durch zykli­sche Mee­res­strö­mun­gen und Son­nen­ak­ti­vi­täts­schwan­kun­gen unter den Tisch fallen. Fazit: Richtig gerech­net aber Resul­tat ohne Beweis­kraft.

    • Wun­der­bar gerech­net, aber als Natur­wis­sen­schaft­ler sollten sie wissen, eine Kor­re­la­tion ist eine Kor­re­la­tion und nicht mehr. Bewie­sen wird nur in der Mathe­ma­tik. Ich bin auch „nur” Che­mi­ker und kein Kli­ma­fol­gen­for­scher, aber die Arbei­ten dieser Leute kann ich trotz­dem lesen und hoffe, sie zu ver­ste­hen.
      Das wich­tigste bei der Beob­ach­tung von natür­li­chen Sys­te­men und deren Ver­ständ­nis ist die Signi­fi­kanz einer Mess­größe im Rahmen dieses Systems. Es gibt kei­ner­lei IPCC oder andere Ver­öf­fent­li­chun­gen, die die Signi­fi­kanz von CO2 (400 ppm) im Kli­ma­sys­tem Erde auch nur annä­hernd empi­risch indi­zie­ren würden. Das sind reine Pos­tu­late, die dieses behaup­ten. Die kruden Ver­su­che im Labor mit CO2 Kon­zen­tra­tio­nen im Pro­zent­be­reich sind sicher­lich nur geeig­net, zu indi­zie­ren, dass CO2 Wär­me­strah­lung absor­bie­ren kann. Mehr nicht. Nach dem Lambert Beer­schen Gesetz ist diese Absorp­tion kon­zen­tra­ti­ons­ab­hän­gig. Wie eigent­lich alle Vor­gänge in der Natur. Es gibt da den schönen Aus­spruch: die Dosis macht das Gift.
      Schaut man sich das Absorb­ti­ons­spek­trum des CO2 an und ver­gleicht es mit H2O, dann fällt sofort auf, dass hier zwei rele­vante dünne Banden des CO2 einem Infra­rot Super­ab­sor­ben­den Wasser gegen­über stehen. Wie es zu der Bewer­tung CO2=22% und H2O=64% des natür­li­chen Treib­haus­ef­fek­tes kommt, bei gleich­zei­ti­ger durch­schnitt­li­cher Kon­zen­tra­tion von H2O zwi­schen 10.000 und 50.000 ppm (ohne Wolken) und von CO2 mit ca. 400 ppm, ist mir ein Rätsel. Wenn dann von H2O „Forcing” durch CO2 gefa­selt wird, kann man eigent­lich nur noch abschal­ten. Da wackelt der Schwanz mit dem Hund. Aber in dieser soge­nann­ten For­schung gibt es zu viele Rätsel, um sie alle in einem Kom­men­tar zu erwäh­nen. Stefan Rahm­storf oder Mojib Latif würden jetzt sagen: wenn ich die Kom­ple­xi­tät der Kli­ma­sys­teme nicht begrei­fen kann, sollte ich meinen Sabbel halten. Tue ich aber nicht.

      Wer gerne kor­re­liert, kann ganz fein die stei­gen­den glo­ba­len Tem­pe­ra­tu­ren mit der Zunahme der Bevöl­ke­rung oder dem Abhol­zen von Wäldern in ein Dia­gramm mit wun­der­ba­rer Stei­gung zeich­nen. Natür­lich haben das IPCC und seine Wis­sen­schaft­ler das alles längst in die Simu­la­tio­nen ein­ge­baut, aber wieder stellt sich die Frage der Signi­fi­kanz, da diese Ein­flüsse nicht gemes­sen werden können, sondern abge­schätzt werden.
      Bottom line, was will ich sagen?
      Wir geben Mil­li­ar­den für eine wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis aus, deren Signi­fi­kanz äußerst zwei­fel­haft ist.

      Schluss­be­mer­kung:
      Anstatt 100 Mil­lio­nen für eine Kon­fe­renz in Bonn mit 25000 Dienst­rei­sen Hasen­fü­ßen aus aller Welt aus­zu­ge­ben, sollte man lieber zwei hol­län­di­sche Deich­bauer mit dieser Geld­börse nach Tonga schi­cken und den Leuten helfen, ihre Inseln ein­zu­deichen oder was auch immer, wenn sie denn wirk­lich ver­sin­ken sollten.

  4. Mit der Y-Achse im ZDF-Dia­gramm stimmt was nicht. Die Dif­fe­renz zwi­schen den Linien wech­selt zwi­schen 1 ppm und 2 ppm.

  5. So viel Halb­wis­sen auf einem Haufen! Ich fasse es nicht!
    Cur­ry­würste sind auch nicht giftig, aber iss mal 500 Stück davon an einem Tag!
    Man­no­mann!
    B.

  6. Vielen Dank, Herr Letsch, für diese klaren Aus­füh­run­gen. Bei all dem Trom­mel­feuer in unseren “Qua­li­täts­me­dien” kann man manch­mal schon irre werden.
    Auf den Web-Seiten des Max-Plancks-Insti­tuts für Meteo­ro­lo­gie, zu denen Sie ver­linkt haben, findet sich zum Thema Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät übri­gens noch ein inter­es­san­ter Bericht, nämlich über die Studie “Strah­lungs­an­trieb durch Aero­sole gerin­ger und weniger unsi­cher”
    https://​www​.mpimet​.mpg​.de/​k​o​m​m​u​n​i​k​a​t​i​o​n​/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​i​m​-​f​o​k​u​s​/​n​e​u​e​-​s​t​u​d​i​e​-​s​t​r​a​h​l​u​n​g​s​a​n​t​r​i​e​b​-​d​u​r​c​h​-​a​e​r​o​s​o​l​e​-​g​e​r​i​n​g​e​r​-​u​n​d​-​w​e​n​i​g​e​r​-​u​n​s​i​c​h​er/
    Letzt­lich ergibt sich aus der Studie, dass der Abküh­lungs­ef­fekt durch die Aero­sole, auf den man die trotz des anhal­ten­den CO2-Anstiegs ein­ge­tre­tene vor­über­ge­hende Abküh­lung ab etwa 1940 bis Ende der 70er-Jahre zurück­zu­füh­ren können glaubte, sehr viel schwä­cher war als bislang ange­nom­men und somit auch der durch diesen Effekt über­deckte Erwär­mungs­trend, der ent­spre­chend dem CO2-Anstieg eigent­lich hätte auf­tre­ten sollen, schwä­cher gewesen sein muss, d.h. nicht so stark wie es die Kli­ma­mo­delle bisher berech­net haben.

  7. Es gibt gemäss diver­sen Ver­öf­fent­li­chun­gen im Zwi­schen­netz 4 Bänder im Infra­rot­be­reich, in denen Strah­lung durch CO2 absor­biert wird, nämlich bei Wel­len­län­gen von rund und roh 15 , 4 , 2.8 und 2 µm. In den 3 ersten dieser Bänder wird demnach die Strah­lung bereits zu annä­hernd 100% absor­biert (also sowas wie Sät­ti­gung), dem­zu­folge könnte eine weitere Erhö­hung des CO2-Gehal­tes die Absorp­tion nur noch im 4. Band stei­gern und damit zu einer klei­nen­Tem­pe­ra­tur­er­hö­hung führen.
    Weshalb hört man so wenig über diesen Sach­ver­halt? Man könnte diese Aussage durch ent­spre­chende Spek­tral­mes­sun­gen vom Orbit aus veri­fi­zie­ren oder auch nicht, aber es wird an keiner Stelle auf­ge­grif­fen, jeden­falls nicht für mich erkenn­bar. Schade eigent­lich.

    • Genau diese Fakten habe ich absicht­lich aus dem Artikel her­aus­ge­nom­men – auf guten Rat hin! Warum man so wenig über diese Fakten hört? Weil es pure Physik ist, keine Politik! Weil man Ener­gie­er­hal­tungs­ge­setze und Boltz­mann­sche Strahl­uns­ge­setze kennen muss, um das alles zu ver­ste­hen! Und weil es für viele „Net­to­zah­ler” offen­bar leich­ter ist, an eine einfach Lüge zu glauben, als an eine kom­plexe Wahr­heit.

  8. Lieber Roger,
    Sie sind schon in der rich­ti­gen Rich­tung unter­wegs, nur ist alles eigent­lich noch viel ein­fa­cher. Es gibt keinen koh­len­di­oxid­ver­mit­tel­ten Treib­haus­ef­fekt. Svante Arrhe­nius, der geis­tige Vater dieses Unsinns, ist ver­härmt gestor­ben, ohne je einen Beweis seiner Theorie erbrin­gen zu können. Geht auch nicht, da Koh­len­di­oxid ober­halb von –78 Grad Celsius nicht durch Infra­rot­strah­lung erwärmt werden kann. Und über solche Tem­pe­ra­tu­ren wird ja bestimmt nicht dis­ku­tiert. Es ist ein ent­schei­den­der Unter­schied zwi­schen der mitt­le­ren kine­ti­schen Energie der Mole­küle (Tem­pe­ra­tur) und den Bin­dungs- oder Defor­ma­ti­ons­schwin­gun­gen (Infra­rotab­sorp­tion). Schon in den Drei­ßi­ger­jah­ren hat Wood in einem ein­fa­chen Expe­ri­ment die Theorie wider­legt. Sogar Schüler können das mit ein­fa­chen Mitteln über­prü­fen. Laser- und andere Strah­lungs­fach­leute wissen auch, dass da völlig Fal­sches behaup­tet wird.
    Das Tren­berth­sche Strah­lungs­bi­lanz­dia­gramm, das seit Jahren an allen mög­li­chen Stellen zur Schau gestellt wird, enthält sagen­hafte Logik­feh­ler, die, wenn es mit Zahlen ver­se­hen ist, ein durch­schnitt­lich begab­ter Kopf­rech­ner in wenigen Augen­bli­cken erkennt. Rainer Hoff­mann hat das in einem seiner Hei­li­gen­ro­ther-Kli­ma­ma­ni­fest-Videos klar­ge­macht. Weitere Infor­ma­tio­nen rund ums Thema Kli­ma­alarm findet man im Blog des Vereins EIKE. Ein Augen­öff­ner. Ver­schwö­rungs­theo­rien werden nicht gebraucht.

  9. Sehr guter Artikel.
    ich denke der Ver­fas­ser beleuch­tet das Thema von einer Seite die uner­wünscht ist, da sich auch auf diesem Gebiet Para­si­ten an das Steu­er­geld ange­hängt haben. Sicher sollte man „Dreck­schleu­dern” immer weiter moder­ni­sie­ren und zur Moder­ni­sie­rung auch Druck ausüben, sowie auf die Auto­in­dus­trie usw.. Keiner wird gegen saubere Atem­luft sein.
    In Deutsch­land war einmal der Erfin­der­geist trei­bend nicht der Abschalte – und Kopf in den Sand steck -Geist.
    Aber bei dem Bil­dungs­wirr­warr und den hin­zu­ge­kom­me­nen Aka­de­mi­kern und Ärzten sehe ich per­sön­lich schwarz.

  10. Erin­nert sich noch jemand daran, dass zwi­schen 1940 bis 1970 die Welt­ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren kon­stant am Sinken waren?

    Erin­nert sich noch jemand daran, dass damals die Ver­kün­der der Kli­ma­vor­her­sage immer von einer neuen, bevor­ste­hen­den Eiszeit aus­ge­gan­gen sind?

    Erin­nert sich noch jemand daran, dass damals in Hol­ly­wood aller­lei Kata­stro­phen­filme erschie­nen, die meis­tens Schnee und Eis als Neben­dar­stel­ler ver­wen­de­ten?

    Erin­nert sich noch jemand daran, dass alle diese Kli­ma­mo­delle – ein­schliess­lich solcher, die, darauf folgend, „Hitze! Hitze!” ver­kün­den­den – aus­nahms­los unzu­tref­fend waren, und immer noch sind?

    • Ja!, daran erin­nere ich mich genau.
      Aber wissen Sie; seitdem hat eine Dämo­ni­sie­rung des alten Eis­dä­mo­nen­glau­bens zu Gunsten eines neuen Hit­zedä­mo­nen­glau­bens statt­ge­fun­den.

  11. Ein typi­scher Fall von Geis­ter­fah­rer, der sich sicher ist, dass all die anderen falsch fahren.
    Jetzt wissen wir es. CO2 ist prima. Noch mehr CO2 super.
    Der Beitrag eines Pri­ma­ten.

  12. […] Doch was, wenn wir am Ende der großen Trans­for­ma­tion ent­ge­gen aller Beteue­run­gen der Politik, die sich dies wie­derum von der Öko-Lobby fest in die Hand ver­spre­chen lässt, mit einem dys­funk­tio­na­len, sub­ven­ti­ons­ab­hän­gi­gen Ener­gie­sys­tem und einer deindus­tria­li­sier­ten Wirt­schaft daste­hen, deren Wert­schöp­fung nach Indien, China oder sonst­wo­hin abge­wan­dert ist? (Fort­set­zung und Antwort beim Blogger Roger Letsch hier!) […]

  13. Alleine die relativ einfach zu ver­ste­hende Tat­sa­che, dass nicht einer dieser Kli­ma­hys­te­ri­ker konkret dar­le­gen kann was das RICHTIGE Klima sein soll, mach alle Mel­dun­gen dieser angeb­li­chen „Kli­ma­for­scher” zu reiner Kaf­fee­satz­le­se­rei im Dienst jener, die mit dem CO2-Handel kräftig Kasse machen. Wenn keiner konkret sagen was denn und wann es das opti­male „Klima” auf der Erde gab, wie kann man dann behaup­ten, dass es schlim­mer sein wird? Es fehlt jeder Richt­wert, bzw. mach man sich ständig neue eigene Richt­werte, wie sie einem in den Kram passen. Die Berück­sich­ti­gung der Son­nen­werte und Vulkane werden ganz einfach igno­riert, denn keiner wird für die Sonne bereits ein, etwas zu bezah­len, wie auch kein Land für seine Vulkane Ver­ant­wor­tung hat. Die offen­kun­dige Blöd­heit der Kli­ma­gläu­bi­gen hat bereits reli­giöse Formen, denn einen wis­sen­schaft­li­chen kon­kre­ten Beweis fordern sie nicht, es reicht die Behaup­tung und der GLAUBE!

  14. Eis­bohr­for­schun­gen, die 500.000 Jahre zurück­rei­chen, belegen, dass es zuerst einen Anstieg / Fall der Tem­pe­ra­tur gibt und der CO2-Gehalt mit einem Abstand von 600 bis 1000 Jahre dann der Tem­pe­ra­tur folgt. Dies bedeu­tet, dass das CO2 nicht der Aus­lö­ser für einen Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist.

    Ferner ist das CO2 zu 95 / 96 % umwelt­in­du­ziert, d.h. es wird durch die Sonne, Wald­brände, Vul­kan­aus­brü­che und durch Sauer­stoff­at­mer (Men­schen, Tiere) beein­flußt / erzeugt und nur zu 4 – 5 % von der Indus­trie. Von den 4 – 5 % ist 2 % (also ins­ge­samt 4 x 0,02 = ins­ge­samt 0,08 % ) Deutsch­land ver­ant­wort­lich … und dafür sollen 1500 Mrd. € bis 2050 aus­ge­ge­ben werden ?

    Ein grö­ße­rer Vul­kan­aus­bruch reicht aus, um die ganze CO2-Dis­kus­sion über den Haufen zu werfen … und im Pazifik-Vul­kan­gür­tel beob­ach­tet man eine größere Akti­vi­tät der Vulkane. In den letzten Jahren ent­deckte man zudem über 1000 Schlamm­vul­kane im Meer, die größere Mengen Methan aus­sto­ßen. Nicht zuletzt gibt es in Russ­land und den USA eine zuneh­mende Anzahl von For­schern, die mit großer Sorge die gerin­gere Anzahl von Son­nen­fle­cken / Son­nen­ak­ti­vi­tä­ten wahr­neh­men. Hier gibt es Dis­kus­sio­nen, ob uns wie im 17. Jahr­hun­dert eine neue kleine Eiszeit droht.

    Die soge­nann­ten CO2-For­scher sagen auch nicht, dass ihre Simu­la­ti­ons­mo­delle seit dem Jahr 2000 zu hohe Tem­pe­ra­tu­ren vor­aus­sa­gen als sie tat­säch­lich ein­tref­fen.

    Im übrigen ist ein höherer CO2-Gehalt positiv für die Pflan­zen. In Gewächs­häu­sern wird maschi­nell gezielt der CO2-Gehalt erhöht, um das Pflan­zen­wachs­tum anzu­kur­beln.

    • dafür sollen 1500 Mrd. € bis 2050 aus­ge­ge­ben werden ? “ — Von diesem Geld sollen all die Psy­cho­lo­gen, Päd­ago­gen, Sozio­lo­gen, Poli­to­lo­gen, Theo­lo­gen staat­lich ali­men­tiert werden, die dieses Per­pe­tuum mobile gewinn­brin­gend ver­mark­ten. Die Auf­nah­me­fä­hig­keit der grünen Partei und des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums für der­glei­chen Brains ist eben auch nur begrenzt.

    • Richtig – und daraus fol­gernd: eine Erhö­hung von CO2 von momen­tan 0,04 % auf 0,08 % oder mehr wäre ein Segen! Die Erde hat sich nach­weis­lich seit 1980 um 20% stärker begrünt.

  15. Das würde ja bedeu­ten, daß. wenn dem Klima ein­fal­len würde, es könnte ja mal kälter werden ( darauf haben wir genauso wenig Einfluß wie umge­kehrt ) , daß wir dann fossile Brenn­stoffe ver­feu­ern müßten, bis zum Abwin­ken, oder ? Die ein­zi­gen Nutz­nie­ßer aus diesem Schwach­sinn sind die Wind­kraft­in­dus­trie und die Holz­fäl­ler, die ganze Wälder plätten dürfen zum Wohle der ” Öko­en­er­gie” ! Pervers, oder ?

  16. Im Freien ist die Ober­grenze von Fein­staub 40 Mikro­gramm.
    Am Arbeits­platz ist die Ober­grenze 940 Mikro­gramm.
    Laßt uns alle -bei jedem Wetter-im Freien arbei­tet.
    Frische Luft ist wirk­lich gesund.
    Idiotie ist es nie!

  17. Der Artikel ist jetzt in leicht gekürz­ter Form auch auf der Achse des Guten erschie­nen. Inter­es­sant ist die Dis­kus­sion, die sich dar­auf­hin auf Face­book ent­spinnt -
    https://​www​.face​book​.com/​a​c​h​g​u​t​c​o​m​/​p​o​s​t​s​/​1​7​3​2​2​2​1​3​4​6​7​9​0​990
    Eigent­lich genau so, wie ich es erwar­tet hatte. Zwei Fanboys der CO2-Reduk­tion holen Äxte und Sägen hervor und arbei­ten sich an meiner Glaub­wür­dig­keit ab: „Nur Web­de­si­gner und Texter…” – kann also alles nur Blöd­sinn sein. Den Links folgt man offen­sicht­lich nicht, meine Aus­sa­gen über­prüft man nicht. Nun, wie gesagt, ich hatte das erwar­tet. Über­rascht hat mich nur die Tat­sa­che, dass man reflex­ar­tig das alte Glaub­wür­dig­keits­spiel spielt.
    „If you can’t blame the Message, blame the Mess­an­ger!”

    • Nur Web­de­si­gner und Texter…“ – na klar, dann müssten Sie eigent­lich den Mund halten.

      Als ehe­ma­li­ger Che­mi­kant und heu­ti­ger IT-Fritze, ich ja eigent­lich auch.

      Pus­te­ku­chen! Der Maul­korb wird nicht statt­fin­den.

    • Die typi­sche „Argu­men­ta­tion” der „Kli­ma­ret­ter” ist die „ad hominem”!
      Ent­we­der sind die Skep­ti­ker Fach­leute, dann sind sie von der Öl&Kohle-Lobby kor­rum­piert, oder sie sind Laien, dann haben keine Ahnung , während (angeb­lich!) 97% der Kli­ma­wis­sen­schaft­ler sich über die Ursache der kata­stro­pha­len anthro­po­ge­nen glo­ba­len Erwär­mung aka „Kli­ma­wan­del” einig sind!
      Typi­scher­weise bezeich­net man die beson­ders „Gläu­bi­gen” als Akti­vis­ten, das ist die neu­deut­sche Bezeich­nung für Fana­ti­ker!
      Wer den Pro­pa­gan­daun­sinn durch­schaut und dem argu­men­tum ad ver­ecun­diam der „97%tigen” nicht folgt, ist ent­we­der ein „Primat” oder. wenn man dem Papst glaubt, der wohl die „Chris­to­phe de Mar­ge­rie” für ein ganz nor­ma­les 08/15 Schiff hält, ein Per­ver­ser!
      Wenn sich die Erde in einem schwa­chen 25. Son­nen­fle­cken­zy­klus weiter abkühlt, werden die „Kli­ma­ret­ter” das als Erfolg der CO2 Ver­mei­dung feiern und sich gegen­sei­tig auf die Schul­ter klopfen !

  18. Wir hatten mal wieder Fein­staub­a­larm in Stutt­gart. Dennoch fuhren Zehn­tau­sende mit dem Auto zur Arbeit – unter anderem um Berlin und Bremen zu sub­ven­tio­nie­ren. Auf der Brücke am Neckar­tor standen wild ges­ti­ku­lie­rend die übli­chen zwei Senio­ren mit dem Plakat „Wir wollen nicht ver­re­cken wie die Lem­minge.“

    Erstens: Wenn es wirk­lich gefähr­lich ist, warum stehen diese Leute stun­den­lang über den Abgasen. Zwei­tens: Wenn es wirk­lich unge­sund ist, warum ziehen sie nicht aus dem Stadt­zen­trum aufs Land; an der Arbeit kann’s ja nicht liegen. Drit­tens sterben die sprich­wört­li­chen Lem­minge nicht an kör­per­li­chen Krank­hei­ten, sondern an selbst ver­schul­de­ter Mas­sen­hys­te­rie.

    Die Umwelt ist das eine. Wo geho­belt wird, fallen Späne; wo gear­bei­tet wird, ent­ste­hen Abwas­ser, Abgase und Lärm. Das heißt aber nicht, dass Deindus­tria­li­sie­rung uns das Para­dies wie­der­brächte. Nur ein hoher Mehr­wert erzeugt genü­gend Wohl­stand, damit wir an ein­fa­chen Infek­tio­nen nicht sterben, damit wir in schlech­ten Jahren genug zu essen impor­tie­ren können, damit wir unsere Jugend 12 oder mehr Jahre auf Staats­kos­ten zur Schule schi­cken können. Arme Gesell­schaf­ten leben von der Hand in den Mund und jede Störung wird zur exis­ten­zi­el­len Gefahr.

    Wir leben nicht mehr im Para­dies. Nur hinter den Ohren sehr grün Geblie­bene können sich anmaßen, sie hätten die Welt ganz anders geschaf­fen als sie nun mal ist. Frei­lich: in dieser Welt gehört einfach ein wenig Risiko zum Leben. Das ist Teil der con­di­tion humaine, unter der wir ange­tre­ten sind.

    • Wir leben nicht mehr im Para­dies.” Wie defi­niert man denn auch Para­dies? Zustände wie im Mit­tel­al­ter? Ohne Indus­trie, Kohle, Autos.… Dafür aber auch mit Hun­gers­nö­ten, Käl­te­op­fern, geschwächt durch (heute) banale Infek­tio­nen und eine Lebens­er­war­tung von viel­leicht 30 Jahren – wenn über­haupt.

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