Es wird tat­säch­lich wärmer in Deutsch­land. Gewis­ser­ma­ßen „ofen­warm“, wenn schon „gut situ­ierte“ Bürger in Hamburg sich nicht ent­blö­den, einen SUV-Fahrer zu innerer Einkehr in Schande zu nötigen, indem sie ihn aus­la­chen, während er von zu jedem Stand­rechts­ur­teil berei­ten CO2-Findern nie­der­ge­macht wird. An was erin­nert mich das nur? Ich glaube, die Gleich­nisse lasse ich vor­sichts­hal­ber unaus­ge­spro­chen. Es hätte ohnehin keinen Sinn, denn solche Par­al­le­len sind unzu­läs­sig. Zumin­dest hört man es so von Seiten der Akti­vis­ten. Heute kämpfe man schließ­lich für einen höheren Zweck („Kli­ma­ret­tung“), während damals natür­lich allen klar gewesen sein musste, dass man für einen ver­ach­tens­wer­ten Zweck („Volks­ge­sund­heit“) Ver­bre­chen beging. Was fragt da der weiße alte Mann? Ob sich diese Ein­schät­zung nicht erst aus der kom­pres­si­ven, wert­ver­än­der­ten Sicht spä­te­rer Genera­tio­nen ergebe? Ach was! Ende der Debatte! For­schung fertig! Matter sat­te­led! Schließ­lich sagen die Medien, die Par­teien und die Kli­ma­ak­ti­vis­ten alle das­selbe (was man früher Gleich­schal­tung nannte). Was kann da schon schief gehen! Und wehe, es ver­greift sich jemand argu­men­ta­tiv an den Front­fi­gu­ren der Hys­te­rie Bewe­gung!

Auf die kleine schwe­di­sche Kli­ma­ak­ti­vis­tin T. zum Bei­spiel lässt der Spiegel nichts kommen, schließ­lich reiste man ihr mit großem Tross CO2-inten­siv vier Wochen in Amerika hin­ter­her, um jede ihrer Regun­gen zu pro­to­kol­lie­ren. Egal was sie macht, es ist immer ein gutes, ein rich­ti­ges, ein über­fäl­li­ges Zeichen. Warum muss ich gerade an die hoch­ge­hal­tene Sandale aus „Das Leben des Brian“ denken? Ich weiß auch nicht.

In einem lar­mo­yan­ten Artikel befeu­ert der Spiegel unaus­rott­bare Falsch­mel­dun­gen der Ver­gan­gen­heit, frei nach dem Motto: alte Fett­fle­cke werden wieder wie neu, wenn man sie gele­gent­lich mit ein wenig Butter ein­reibt. Doch egal wie bei­läu­fig oder wie oft man das Gegen­teil behaup­tet, die Ant­ark­tis hat derzeit per annum einen Net­to­ge­winn an Eis und Grön­land taut dum­mer­weise auch nicht so rasant ab, wie das viral gegan­gene Foto von Schlit­ten­hun­den uns weiß machen will, die angeb­lich „durch Wasser statt auf Eis“ laufen mussten. Was hin­ge­gen kal­bende Glet­scher und das Eis der Arktis mit dem Mee­res­spie­gel machen, ist jedem egal, der in Physik nicht Käse­käst­chen gespielt oder schon mal einen Gin-Tonic getrun­ken hat. Aber wenn im Sommer mehr­fach Kli­ma­ak­ti­vis­ten im Packeis fest­ste­cken, die eigent­lich unter­wegs waren, den ark­ti­schen Hit­ze­s­om­mer zu doku­men­tie­ren, muss das einen Spie­gel­jour­na­lis­ten oder die Tages­schau natür­lich nicht kümmern. Sie wissen schon: Ereig­nis von lokalem Inter­esse und so.

For­mu­lie­run­gen des Welt­kli­ma­ra­tes aus dem Spiegel-Artikel wie Anstieg des rela­ti­ven Mee­res­spie­gels“ oder „extreme Mee­res­spie­gel­er­eig­nisse“ lassen indes die Vor­sicht erahnen, derer man sich mitt­ler­weile bei den For­mu­lie­run­gen beflei­ßigt. Gut so. Zu oft schon mussten alar­mis­ti­sche Vor­her­sa­gen in nach­fol­gen­den Berich­ten kas­siert oder rela­ti­viert werden. Auch unser „Koh­len­stoff-Kon­tin­gent“ – eine der Lieb­lings­the­sen Schelln­hu­bers – ging, als es „auf­ge­braucht“ war, auf wun­der­same Weise in die Ver­län­ge­rung. Ab 2030 gibt’s dann viel­leicht Elf­me­ter­schie­ßen. Leider werden gerade die vor­sich­ti­gen Rela­ti­vie­run­gen in den IPCC-Berich­ten nur zu gern über­se­hen.

Dumme Kapitalisten, kluge Klimaaktivisten?

Der hämi­sche Hinweis im Spiegel-Artikel, gerade große Player auf dem Immo­bi­li­en­markt wie Black­rock (Sei­ten­hieb auf Fried­rich Merz nicht ver­ges­sen, check!) sollten doch ein Inter­esse haben, den Anstieg des Mee­res­spie­gels auf­grund der Gefähr­dung von Küs­ten­städ­ten zu fürch­ten, führt uns in der Tat in eine inter­es­sante Rich­tung.

Wie „ange­mes­sen“ sind die Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rer, Ver­si­che­rer, Kunden und die Planer neuer schi­cker Strand­vil­len denn wirk­lich im Panik­mo­dus, der uns allen von Akti­vis­ten und Medi­en­angst­ma­chern ver­ord­net wird? Und wenn nicht, warum nicht? Doch bei näherer Betrach­tung sind viele der bekann­ten und gern zitier­ten „Mee­res­spie­gel­an­stiege“ tat­säch­lich „nur“ Küs­ten­ero­sio­nen, die durch falsche, ver­ant­wor­tungs­lose oder dumme mensch­li­che Akti­vi­tä­ten ver­ur­sacht wurden.

Zum Bei­spiel ver­sinkt Jakarta, weil man den Grund­was­ser­spie­gel durch exzes­sive Über­nut­zung des Wassers zu stark abge­senkt hat, nicht weil der Mee­res­spie­gel steigt oder der Kli­ma­wan­del Opfer fordert, wie es die FAZ dar­stellte. An manchen Küs­ten­ab­schnit­ten Flo­ri­das baute man schlicht zu weit in die Dünen hinein und zer­störte dadurch den natür­li­chen Kreis­lauf des Mate­ri­al­trans­ports am Strand. An vielen Orten, gerade in der dritten Welt, sorgt der Raubbau am Küs­ten­sand für massive Ero­sio­nen und für die Ver­schie­bung ganzer Küs­ten­li­nien inklu­sive im Meer ver­sin­ken­der Häuser und Straßen. Bis man das Knab­bern der Nordsee an Sylt oder den Unter­gang von Rung­holt im 13. Jahr­hun­dert auch dem Kli­ma­wan­del zuschiebt, ist es wohl nur eine Frage der Zeit.

Auch der angeb­li­che Unter­gang der Haupt­in­sel Fidschis ver­dankt sich nicht dem Anstieg des Mee­res­spie­gels, sondern vor allem dem Raubbau an der See­gur­ken­po­pu­la­tion zum Zwecke des Deli­ka­tes­sen­ex­ports nach China und der ver­stärk­ten Erosion in Folge des Fehlens dieser „Sand­ver­dich­ter“. Den anderen Fidschi-Inseln geht es dem­entspre­chend besser, denn so fies und selek­tiv ist nicht einmal der Mee­res­spie­gel­an­stieg, dass er eine Insel heim­sucht, während der die Nach­bar­in­seln ver­schont. Dumm­heit, Kor­rup­tion und Gier essen Insel auf, der Kli­ma­wan­del zahlt die Rech­nung. Schöne neue Welt.

Obama ein Opfer von CO2 und Klimawandel?

Doch was ist nun mit den großen Playern im Immo­bi­li­en­ge­schäft? Wie kommt es, dass es in Daytona Beach oder Palm City in Florida nicht an teuren Bau­pro­jek­ten mangelt und die Immo­bi­lien in Küs­ten­nähe mit Preis­auf­schlag statt einem Mee­res­spie­gel­ma­lus ver­se­hen sind? Haben all diese Firmen die Gefahr nicht erkannt und laufen ahnungs­los in ihr Ver­der­ben? Womög­lich sind sie blind und von „Pro­fit­gier“ getrie­ben? Profite auf Treib­sand?

Wirk­lich? Haben die keine Angst vor Klagen und Regress­an­sprü­chen ihrer wohl­ha­ben­den Kunden und wie kommt es, dass aus­ge­rech­net Ex-Prä­si­dent und Greta-Ghet­to­fäust­ling Obama gerade erst für 14 Mil­lio­nen Dollar eine Strand­villa auf Marthas Viney­ard kaufte, einer vor­ge­la­ger­ten Insel im Atlan­tik, die sandig ist und flach wie ein Omelett? Hat ihm wirk­lich niemand vom PIK, dem IPCC oder den Frei­tags­kin­dern darüber auf­ge­klärt, wie gefähr­lich das schon morgen ist? Gibt Obama Mil­lio­nen aus, um Kli­ma­op­fer zu werden? Oder glauben Obama, Black­rock, die Ver­si­che­run­gen und Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rer daran, dass die Mensch­heit das mit dem Klima schon noch „in den Griff“ bekom­men wird? Warum tun sie dann nichts dafür, ihre Inves­ti­tio­nen zu sichern? Nicht einmal die Kari­ka­tur eines Kapi­ta­lis­ten, wie sie Marx zeich­nete, handelt derart fak­ten­frei. Solche Kapi­ta­lis­ten gibt es offen­bar nur in Gro­schen­ro­ma­nen, Picketty-Sach­bü­chern, linken Par­tei­pro­gram­men und Spiegel-Arti­keln.

Einen „Plan B“ für den Kli­ma­wan­del scheint jeden­falls niemand zu haben. Oder glaubt womög­lich auch schon in Wirk­lich­keit niemand an „Plan A“, weil es den gar nicht braucht? Denn wo soll die ange­strebte Redu­zie­rung des CO2-Aus­sto­ßes denn her­kom­men, wenn jede ein­ge­sparte Tonne in den Indus­trie­län­dern ersetzt wird durch zwei Tonnen, die in den Schwel­len- und Ent­wick­lungs­län­dern emit­tiert werden und dies 2015 vom Pariser Abkom­men auch noch bekräf­tigt wurde? Ein guter Teil des CO2, das welt­weit in der Indus­trie „ein­ge­spart“ wurde, ver­dankt sich Stand­ort­ver­la­ge­run­gen nach Asien oder Ost­eu­ropa. Das­selbe gilt für die deut­sche Ener­gie­er­zeu­gung, wo für jeden Kraft­werks­block, der in Jänsch­walde abge­schal­tet wird, im benach­bar­ten Polen einer ans Netz geht. (siehe auch die Kom­men­tare unter dem ver­link­ten Artikel)

Ein Platz am warmen Ofen

Wo wir gerade beim Thema Jänsch­walde, einem der (noch) größten Braun­koh­le­kraft­werke Deutsch­lands sind: ist eigent­lich schon mal jeman­dem auf­ge­fal­len, dass dort neben der Erzeu­gung von CO2 (die Süd­deut­sche meldete stolz „..ab Mit­ter­nacht werden keine Emis­sio­nen mehr erzeugt“) in erster Linie Strom und auch eine Menge Fern­wärme erzeugt werden? Halb Cottbus hängt in Sachen Heizung und Warm­was­ser an diesem Kraft­werk. Jede Block­ab­schal­tung in Jänsch­walde ver­rin­gert auch die ver­füg­bare Wär­me­menge um ein Sechs­tel, nir­gends inmit­ten der Jubel­mel­dun­gen über Tage­bau­still­le­gung und Kraft­werks­ab­schal­tun­gen konnte ich bisher lesen, wie die Ein­woh­ner der umlie­gen­den Orte künftig heizen sollen.

Die Aus­sicht, nach erfolg­rei­cher „Dekar­bo­ni­sie­rung“ der Lausitz viel­leicht in einer umge­sie­del­ten oder neu geschaf­fe­nen Bun­des­be­hörde Arbeit zu finden – also Arbeits­plätze in der Pri­mär­wirt­schaft durch das Ver­hei­zen von Steu­er­kohle zu erset­zen – mag wohl herz­er­wär­mend wirken, klingt aber in meinen Ohren wie eine Ablei­tung einer fälsch­li­cher­weise Marie-Antoi­nette zuge­schrie­be­nen Unver­schämt­heit: Wenn sie keine Kohle haben, sollen sie eben mit Kuchen heizen!

Aus­ge­rech­net jene, die den CO2-Erzeu­gern gern vor­wer­fen, die Folgen ihres Han­delns nicht bedacht zu haben, ver­sa­gen kläg­lich beim Über­bli­cken der Folgen ihrer eigenen For­de­run­gen und Aktio­nen. Aber zurück zu den Stra­te­gien der Alar­mis­ten und der „Leugner“. Nehmen wir für einen Moment an, das anthro­po­gene CO2 wäre wirk­lich genau das Teu­fels­zeug, für das wir es halten sollen und die Mensch­heit hat tat­säch­lich nur noch elf* Jahre Zeit, bis das Klima „kippt“ (wohin eigent­lich). Müsste man dann nicht aktive Maß­nah­men zur Rück­ge­win­nung aus der Luft treffen, solange die Mensch­heit tech­nisch und ener­ge­tisch (Kern­ener­gie) noch die Kraft dazu hat? Warum ver­brin­gen die abzu­schal­ten­den deut­schen Kern­kraft­werke nicht „die letzten elf Jahre der Mensch­heit” damit, die Arbeit von Muscheln, Schne­cken und Koral­len zu ver­rich­ten, indem sie CO2 aus der Luft in Kalk­stein ver­wan­deln? Zur Ener­gie­ge­win­nung zwecks Netz­ein­spei­sung und Kanz­le­rin­nenamt-Beleuch­tung braucht man sie ja angeb­lich nicht mehr.

CO2-Reduzierung: Vorzeigbares und Gescheitertes

Ich rede wie gesagt von phy­si­ka­li­schen und che­mi­schen Maß­nah­men, nicht von poli­ti­schen Kon­fe­ren­zen, zu denen die Teil­neh­mer aus aller Welt mit Lear-Jets anrei­sen um sich Stand­pau­ken von Teen­agern anzu­hö­ren. Also eher Prämien für jede aus der Luft geholte Tonne CO2 statt Geld­ver­schie­bung für Nicht-Emis­sion und De-Indus­tria­li­sie­rung. Müssten nicht eher alle Koh­le­kraft­werke so umge­rüs­tet werden, dass sie wie dieses in Tuti­co­rin (Indien) neben Strom auch Back­pul­ver, Glas und Wasch­mit­tel pro­du­zie­ren können und kein CO2 mehr in die Luft zu blasen, anstatt sie abzu­schal­ten und auf­wän­dig wie in Deutsch­land als Reserve am Leben halten zu müssen, was Energie ver­braucht, statt welche zu erzeu­gen?

Was wäre falsch daran, diesen Weg zu pro­pa­gie­ren, anstatt sich lang­fris­tig auf den Weg in die prä-Indus­tri­elle Ener­gie­ver­sor­gung der Amisch-People zu machen? Licht aus, Smart­phone aus, Pferde ange­spannt und alle Hände wieder in die Acker­fur­che? Wären sonst alle pseu­do­re­li­giö­sen Heils­ver­spre­chen einer tech­nik­be­frei­ten, unschul­di­gen, para­die­si­schen Welt in Gefahr? Dann doch lieber für ein paar Kilo­gramm CO2 extra allen Demo-Teil­neh­mern den geän­der­ten Ver­samm­lungs­ort per Whats­App aufs iPhone geschickt. Ist ja für eine gute Sache.

Ahnt oder weiß man viel­leicht sogar, dass das anthro­po­gene CO2 über­haupt nicht in der Lage ist, all das zu voll­brin­gen, was man ihm in den Open-Air-Frei­tags­got­tes­diens­ten andich­tet und nur eine ablen­kende Piñata dar­stellt, die an einem ganz miesen Faden hängt? Der Abbau von Indus­trie­ar­beits­plät­zen ist jeden­falls eher eine Ver­la­ge­rung in Schwel­len­län­der, ohne dass damit auch nur die geringste Ein­spa­rung von CO2 einher ging oder gehen wird. Selbst Trans­for­ma­ti­ons­pro­zesse wie „Ener­gie­wende“ und „Ver­kehrs­wende“ erzeu­gen bei ehr­li­cher Berech­nung mehr CO2 als sie eigent­lich ein­spa­ren sollten. Es ist, als hätte Deutsch­land beschlos­sen, aus Gesund­heits­grün­den mit dem Laufen anzu­fan­gen und dafür ein Lauf­band ange­schafft. Der Strom dafür komme doch aus rege­ne­ra­ti­ven Quellen und Kri­ti­ker, die dazu raten, einfach in der Natur zu laufen, werden als Leugner und Ewig­gest­rige beschimpft und kalt­ge­stellt.

Am Ende zahlen aus­ge­rech­net die­je­ni­gen für die „große Trans­for­ma­tion“, deren Arbeits­plätze gestri­chen und ver­la­gert werden und deren Kinder und Enkel gehen dafür auch noch laut­stark auf die Straße und brüllen „mehr davon“ und „das geht zu langsam“. Worte, wie sie zwar in Berlin und Hamburg zu ver­neh­men sind, aber noch nie aus Neu Delhi, Peking oder Hanoi, wohin die Arbeits­plätze für einen Bruch­teil gewerk­schaft­lich garan­tier­ter Löhne ver­scho­ben worden sind. Wir finan­zie­ren also die Lern­kurve „Markt­wirt­schaft“ in Asien und die Lern­kurve für den Umbau einer halb­wegs funk­tio­nie­ren­den deut­schen Markt­wirt­schaft in einen Kom­mando-Öko­lo­gis­mus sozia­lis­ti­scher Prägung gleich mit. Sind wir tat­säch­lich ein so „reiches Land“, wie man uns solange ein­ge­bläut hat, bis wir es selbst glaub­ten? Und kann Reich­tum ent­ste­hen, wenn die Arbeits­plätze in einer Koh­le­grube gegen Plan­stel­len eines neu­ge­schaf­fe­nen Bun­des­am­tes für Dies & Das getauscht werden?

Kann es sinn­voll sein, um die Ideen des Erfin­ders des Begrif­fes „Nach­hal­tig­keit“, von Car­lo­witz, auf­zu­grei­fen, alle pro­duk­ti­ven Bäume des Waldes gegen Förster aus­zu­tau­schen? Ist es wirk­lich gleich­gül­tig, ob Deutsch­land ein bedeu­ten­der Stand­ort für Maschi­nen­bau und che­mi­sche Indus­trie oder für Gen­der­wis­sen­schaf­ten, Islam­stu­dien oder NGO-Manage­ment ist? Man muss nur das wirt­schaft­li­che Poten­zial und den Grad an Frei­heit und Gerech­tig­keit zwi­schen ent­wi­ckel­ten Indus­trie­staa­ten und jenen ver­glei­chen, deren „öko­lo­gi­scher Fuß­ab­druck“ uns zur Nach­ah­mung emp­foh­len wird, um fest­zu­stel­len, wo Men­schen­rechte und die Frei­heit auf dem Rückzug sind oder die Schere zwi­schen Arm und Reich am größten ist. Schöne neue Welt.

Angst vor den eigenen Legenden?

Ob Steven King sich beim Lesen eines seiner Bücher ange­mes­sen gruseln kann, ist mir nicht bekannt. Pri­vatim gruselt sich zum Bei­spiel Pfand-und-Eis­ku­gel-Onkel Trittin nicht vor Sta­bucks-Weg­werf­be­chern (Netz­fund). Aber in der absichts­vol­len Ver­öf­fent­li­chung fürch­ten sich grünen Akti­vis­ten der ersten Stunde bereits ange­mes­sen vor den eigenen Orakeln.

https://​twitter​.com/​p​e​t​e​r​_​s​i​m​o​n​e​/​s​t​a​t​u​s​/​1​1​7​8​4​2​3​4​6​5​3​9​0​5​4​6​946

Kachel­manns Antwort auf Peters „Sturm­fra­gen”

Sturm draußen. Noch vor ein paar Jahren war Sturm Sturm. Heut­zu­tage beun­ru­higt er und treibt Fragen in den Kopf: Wie stark wird er heute werden? Wie wird es in Zukunft? Wie werden wir leben in einer Welt in der #Kli­ma­krise? Wie leben unsere Kinder? Wir müssen umsteu­ern. Jetzt!“

Peter, die nach ihrer Zeit für die Grünen im Bun­des­tag die Drehtür in Rich­tung Lob­by­ver­band Sonne & Wind durch­eilte, man könnte sogar von Win­des­eile spre­chen, hat also Angst vor starkem Wind. Das wäre lustig, ließe sich das mit Daten unter­füt­tern. Doch selbst die lang­jäh­rige NOAA**-Statistik für starke Stürme, Hur­ri­kane und Zyklone zeigt weder eine Ver­stär­kung noch eine Häufung. Doch wir leben in Zeiten media­ler Panik, in der jedes Tief­druck­ge­biet Name, Hashtag und Brenn­punkt erhält, was zumin­dest die ver­än­derte Wahr­neh­mung erklärte, wenn nicht der Kli­ma­wan­del als Wet­ter­ma­cher viel zweck­mä­ßi­ger wäre. Peter & Co. rennen nun schrei­end durch die Straßen und rufen „wir werden alle sterben“. Nun, zumin­dest das ist sicher­lich richtig.

Und Frau Peter kann „unsere Kinder“ damit trösten, später nicht das Kobalt (neu­deutsch Kobold) oder Coltan für Her­stel­ler aus Sin­ga­pur oder Taiwan aus dem Boden kratzen zu müssen, denn sowas gibt es nicht bei uns. Es werden viel­mehr Kar­tof­feln und Zucker­rü­ben sein. Mal sehen, wie lange die hier noch gut wachsen, wenn erst Diesel für Land­ma­schi­nen, Kunst­dün­ger und Her­bi­zide abge­schafft sind. Schöne neue Welt, in der Poli­ti­ker den Kindern Angst vor dem dunklen Keller machen, indem sie ihnen Hor­ror­ge­schich­ten erzäh­len, unter denen sie dann schein­bar selbst medi­en­wirk­sam leiden.

Und nächs­ten Freitag husch husch wieder alle brav zur öffent­li­chen Beichte gehen, Eltern, Nach­barn und SUV-Fahrer anschwär­zen und Schil­der hoch­hal­ten. Die Abso­lu­tion erteilt dann Claus Kleber im Heute-Journal. „Follow the Science“ heißt es dann wieder. Aber natür­lich den guten Wis­sen­schaft­lern, nicht diesen 500 (hier und hier) oder gar diesem hier.

Im nächs­ten Teil des Arti­kels erfah­ren Sie, wie man unbe­queme Fakten unter einer Flut an beque­me­ren Fakten und irrele­van­tem Geplap­per wirksam begräbt, Fragen für irrele­vant erklärt und diesen undurch­dring­li­chen Teig zur einzig gül­ti­gen Wahr­heit auf­bläst.


* T. aus S. sprach auf der COP24 in Kat­to­witz von uns ver­blei­ben­den zwölf Jahren bis zur Apo­ka­lypse. Das ist nun fast ein Jahr her. Bleiben über den Daumen noch elf Jahre und acht Frei­tags­de­mos.

** NOAA: Natio­nal Oceanic and Atmo­s­phe­ric Admi­nis­tra­tion. Die Wetter- und Ozeanografie­behörde der Ver­ei­nig­ten Staaten.

9 Kommentare

  1. Im Prinzip geht es nur darum Chaos zu stiften. Denn aus dem Chaos kann man etwas Neues formen, zum Bei­spiel ein tota­li­tä­res Regime oder eine Neue Welt Ordnung oder auch beides in Einem. Also werden die größten Chaoten auf die brave Bevöl­ke­rung gehetzt um sie auf­zu­wie­geln. Die Mas­sen­me­dien befeu­ern es kräftig. Das kann man ja gerade ein­drucks­voll beob­ach­ten. Irgend­wann kracht es und der lachende Dritte schaut uner­kannt zu. Es werden die inkom­pe­ten­tes­ten Nulpen an die Spitze der Politik gesetzt, damit es auch wirk­lich Chaos wird. Der Bürger hat die Wahl zwi­schen Pest und Cholera. Streit bricht aus, dem man genüss­lich Streit­kräfte hin­zu­ge­sel­len kann. Dann werden in großer Zahl Leute aus anderen Ländern ein­ge­schleust, die mög­lichst wenig mit dem bestehen­den Land zu tun haben außer Gelder abzu­grei­fen – eine Plün­de­rung sozu­sa­gen. Die Plün­de­rer genie­ßen größt­mög­li­chen Schutz durch die lachen­den Dritten. Hunger und Armut treibt schließ­lich die betrof­fe­nen „Ein­ge­bo­re­nen” an. Mit fin­gier­tem Terror kann man das ganze noch ein wenig befeu­ern und schon mal „Sicher­heits­maß­nah­men” instal­lie­ren, die von den Gepei­nig­ten auch will­kom­men gehei­ßen wird. Dieses Kli­ma­ge­döns taugt zu nichts anderem als zu dem hier Beschrie­be­nen. Wenn alles schön zusam­men­bricht, also Sozi­al­sys­teme, Wirt­schaft, Pro­duk­tion und Finan­zen und die Bevöl­ke­rung am Rad dreht, dann wird es ganz leicht, sie zu „erret­ten” und sein System zu instal­lie­ren. Genau so wird es seit vielen Jahr­zehn­ten gemacht. Überall auf der Welt. Wer sich nicht unter­krie­gen lassen will, wird direkt bom­bar­diert.

  2. Man möchte diesen Öko­re­li­giö­sen an die Stirn klopfen und laut rufen: Hallo? Ist jemand zuhause?

  3. O Gott, jetzt fallen auch noch die Blätter von den Bäumen… Wir sind sowas von am Arsch

  4. Wenn die Kli­ma­alar­mis­ten ihr Dogma ver­tei­di­gen, indem sie fest­schrei­ben alle Zusam­men­hänge zu wissen, und sie im Besitz der ein­zi­gen und voll­kom­me­nen Wahr­heit zu sein, dann können wir ja alle For­schungs­gel­der strei­chen. Wir brau­chen sie jetzt nicht mehr.

  5. Ja. Brians Sandale ist mir auch spontan ein­ge­fal­len.
    😀
    Ich lache. Also nicht nur über deinen Artikel.
    Der ist so schau­rig witzig, wie das ganze Thema.
    Ganz un-witzig ist die Absicht, die dahin­ter steckt.
    Dieses ver­mo­derte, ver­staubte, rück­wärts gewandte Sekten-Gehabe.
    Vor­ge­zerrt, um von allem wirk­lich Wich­ti­gen abzu­len­ken. Um jeden Kri­ti­ker im wahren Sinn des Wortes mundTOT zu machen.
    Es stür­mert und freis­lert in atem­be­rau­ben­der Geschwin­dig­keit.
    Und eigent­lich sollte das JEDEM nor­ma­len Mensch Angst machen.
    Tut es aber nicht.
    Also lache ich und grusele mich dabei.
    Vor der Mensch­heit.

  6. Kern­kraft­geg­ner über­win­tern im Dunkeln und mit kaltem Hintern. ”
    Dieser Spruch ist über 40 Jahre alt und hat seine Gül­tig­keit m.E. noch nicht ver­lo­ren.

  7. Cui bono? oder wem es nützt Mil­li­ar­den zu schefeln!
    https://​www​.pscp​.tv/​w​/​1​y​o​K​M​B​M​P​e​N​n​G​Q​?​t​=​1​m8s
    Warum inves­tie­ren Geld­sä­cke wie Soros in Klima Kam­pa­gnen? Sie Inves­tie­ren Geld für Insti­tu­tio­nen und Influ­en­cer nur aus der Güte ihres Herzens? Wer das glaubt, glaubt auch an den Weih­nachts­mann. Ein Bil­lio­nen Markt am Verkauf von Nut­zungs­rech­ten für C0² Zer­ti­fi­kate wird erwar­tet und man muss erst inves­tie­ren um später abzu­kas­sie­ren. Gekaufte Wis­sen­schaft­ler, bezahlte Influ­en­cer die genü­gent Debile (Fol­lo­wer) zwingen die Politik CO² Zer­ti­fi­kate zu schaf­fen. Alle Indus­trie Pro­dukte erzeu­gen CO² und die Pro­dukte werden durch Ankauf / Handel von Zer­ti­fi­ka­ten teurer. Bezah­len wird es am Ende der Ver­brau­cher. Die Elite wird sich vor Lachen nicht ein­krie­gen, dass der Pöbel ihnen eine neue lukra­tive Ein­kom­mens­quelle selbst zur Ver­fü­gung gestellt hat.

  8. @Ausgerechnet jene, die den CO2-Erzeu­gern gern vor­wer­fen, die Folgen ihres Han­delns nicht bedacht zu haben, ver­sa­gen kläg­lich beim Über­bli­cken der Folgen ihrer eigenen For­de­run­gen und Aktio­nen.

    Nein – die ver­sa­gen nicht – aus ihrer Sicht ist das ihr Ziel !
    Wenn sie die Hand­lun­gen der Politik – finan­zie­ren der DUH oder anderes s.o. … unter dieser Prä­misse ana­ly­sie­ren, bekom­men sie ein viel grö­ße­res Ver­ständ­nis für das handeln der Politik !
    Ob sie dann mit den Zielen dieser Politik ein­ver­stan­den sind, ist dann eine andere Frage !

    Zitat: In der Politik geschieht nichts zufäl­lig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war,
    Fran­k­lin D. Roo­se­velt von 1933 – 1945 US-ame­ri­ka­ni­scher Prä­si­dent

  9. Mag sein, dass es, von wem auch immer, als unzu­läs­sig betrach­tet wird, ich ziehe die Par­al­lele trotz­dem, denn sie ist mehr als deut­lich zu sehen. Als alter weißer Mann begreife ich nicht, dass der Irrsinn wieder so leicht­fü­ßig die Ober­hand gewin­nen kann. Noch nie zuvor konnte der Mensch dank Inter­net so viel wissen, handelt aber genauso gefähr­lich dumm wie in den dun­kels­ten Zeiten. Auto­schei­ben werden ja schon zer­trüm­mert, wie damals die Schei­ben von Geschäf­ten mit jüdi­schen Inha­bern. Wann wird man anfan­gen, die Fahrer aus den SUV’s zu zerren und an die nächste Laterne zu hängen? Das mag über­spitzt klingen, aber wie gesagt, ich ziehe die Par­al­lele. „We must embrace a new radi­ca­lism.”, klingt es in meinen Ohren.

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