Es wird tat­säch­lich wär­mer in Deutsch­land. Gewis­ser­ma­ßen „ofen­warm“, wenn schon „gut situ­ier­te“ Bür­ger in Ham­burg sich nicht ent­blö­den, einen SUV-Fah­rer zu inne­rer Ein­kehr in Schan­de zu nöti­gen, indem sie ihn aus­la­chen, wäh­rend er von zu jedem Stand­rechts­ur­teil berei­ten CO2-Fin­dern nie­der­ge­macht wird. An was erin­nert mich das nur? Ich glau­be, die Gleich­nis­se las­se ich vor­sichts­hal­ber unaus­ge­spro­chen. Es hät­te ohne­hin kei­nen Sinn, denn sol­che Par­al­le­len sind unzu­läs­sig. Zumin­dest hört man es so von Sei­ten der Akti­vis­ten. Heu­te kämp­fe man schließ­lich für einen höhe­ren Zweck („Kli­ma­ret­tung“), wäh­rend damals natür­lich allen klar gewe­sen sein muss­te, dass man für einen ver­ach­tens­wer­ten Zweck („Volks­ge­sund­heit“) Ver­bre­chen beging. Was fragt da der wei­ße alte Mann? Ob sich die­se Ein­schät­zung nicht erst aus der kom­pres­si­ven, wert­ver­än­der­ten Sicht spä­te­rer Genera­tio­nen erge­be? Ach was! Ende der Debat­te! For­schung fer­tig! Mat­ter sat­te­led! Schließ­lich sagen die Medi­en, die Par­tei­en und die Kli­ma­ak­ti­vis­ten alle das­sel­be (was man frü­her Gleich­schal­tung nann­te). Was kann da schon schief gehen! Und wehe, es ver­greift sich jemand argu­men­ta­tiv an den Front­fi­gu­ren der Hys­te­rie Bewegung!

Auf die klei­ne schwe­di­sche Kli­ma­ak­ti­vis­tin T. zum Bei­spiel lässt der Spie­gel nichts kom­men, schließ­lich reis­te man ihr mit gro­ßem Tross CO2-inten­siv vier Wochen in Ame­ri­ka hin­ter­her, um jede ihrer Regun­gen zu pro­to­kol­lie­ren. Egal was sie macht, es ist immer ein gutes, ein rich­ti­ges, ein über­fäl­li­ges Zei­chen. War­um muss ich gera­de an die hoch­ge­hal­te­ne San­da­le aus „Das Leben des Bri­an“ den­ken? Ich weiß auch nicht.

In einem lar­moy­an­ten Arti­kel befeu­ert der Spie­gel unaus­rott­ba­re Falsch­mel­dun­gen der Ver­gan­gen­heit, frei nach dem Mot­to: alte Fett­fle­cke wer­den wie­der wie neu, wenn man sie gele­gent­lich mit ein wenig But­ter ein­reibt. Doch egal wie bei­läu­fig oder wie oft man das Gegen­teil behaup­tet, die Ant­ark­tis hat der­zeit per annum einen Net­to­ge­winn an Eis und Grön­land taut dum­mer­wei­se auch nicht so rasant ab, wie das viral gegan­ge­ne Foto von Schlit­ten­hun­den uns weiß machen will, die angeb­lich „durch Was­ser statt auf Eis“ lau­fen muss­ten. Was hin­ge­gen kal­ben­de Glet­scher und das Eis der Ark­tis mit dem Mee­res­spie­gel machen, ist jedem egal, der in Phy­sik nicht Käse­käst­chen gespielt oder schon mal einen Gin-Tonic getrun­ken hat. Aber wenn im Som­mer mehr­fach Kli­ma­ak­ti­vis­ten im Pack­eis fest­ste­cken, die eigent­lich unter­wegs waren, den ark­ti­schen Hit­ze­s­om­mer zu doku­men­tie­ren, muss das einen Spie­gel­jour­na­lis­ten oder die Tages­schau natür­lich nicht küm­mern. Sie wis­sen schon: Ereig­nis von loka­lem Inter­es­se und so.

For­mu­lie­run­gen des Welt­kli­ma­ra­tes aus dem Spie­gel-Arti­kel wie Anstieg des rela­ti­ven Mee­res­spie­gels“ oder „extre­me Mee­res­spie­gel­er­eig­nis­se“ las­sen indes die Vor­sicht erah­nen, derer man sich mitt­ler­wei­le bei den For­mu­lie­run­gen beflei­ßigt. Gut so. Zu oft schon muss­ten alar­mis­ti­sche Vor­her­sa­gen in nach­fol­gen­den Berich­ten kas­siert oder rela­ti­viert wer­den. Auch unser „Koh­len­stoff-Kon­tin­gent“ – eine der Lieb­lings­the­sen Schell­nhu­bers – ging, als es „auf­ge­braucht“ war, auf wun­der­sa­me Wei­se in die Ver­län­ge­rung. Ab 2030 gibt’s dann viel­leicht Elf­me­ter­schie­ßen. Lei­der wer­den gera­de die vor­sich­ti­gen Rela­ti­vie­run­gen in den IPCC-Berich­ten nur zu gern übersehen.

Dumme Kapitalisten, kluge Klimaaktivisten?

Der hämi­sche Hin­weis im Spie­gel-Arti­kel, gera­de gro­ße Play­er auf dem Immo­bi­li­en­markt wie Black­rock (Sei­ten­hieb auf Fried­rich Merz nicht ver­ges­sen, check!) soll­ten doch ein Inter­es­se haben, den Anstieg des Mee­res­spie­gels auf­grund der Gefähr­dung von Küs­ten­städ­ten zu fürch­ten, führt uns in der Tat in eine inter­es­san­te Richtung.

Wie „ange­mes­sen“ sind die Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rer, Ver­si­che­rer, Kun­den und die Pla­ner neu­er schi­cker Strand­vil­len denn wirk­lich im Panik­mo­dus, der uns allen von Akti­vis­ten und Medi­en­angst­ma­chern ver­ord­net wird? Und wenn nicht, war­um nicht? Doch bei nähe­rer Betrach­tung sind vie­le der bekann­ten und gern zitier­ten „Mee­res­spie­gel­an­stie­ge“ tat­säch­lich „nur“ Küs­ten­ero­sio­nen, die durch fal­sche, ver­ant­wor­tungs­lo­se oder dum­me mensch­li­che Akti­vi­tä­ten ver­ur­sacht wurden.

Zum Bei­spiel ver­sinkt Jakar­ta, weil man den Grund­was­ser­spie­gel durch exzes­si­ve Über­nut­zung des Was­sers zu stark abge­senkt hat, nicht weil der Mee­res­spie­gel steigt oder der Kli­ma­wan­del Opfer for­dert, wie es die FAZ dar­stell­te. An man­chen Küs­ten­ab­schnit­ten Flo­ri­das bau­te man schlicht zu weit in die Dünen hin­ein und zer­stör­te dadurch den natür­li­chen Kreis­lauf des Mate­ri­al­trans­ports am Strand. An vie­len Orten, gera­de in der drit­ten Welt, sorgt der Raub­bau am Küs­ten­sand für mas­si­ve Ero­sio­nen und für die Ver­schie­bung gan­zer Küs­ten­li­ni­en inklu­si­ve im Meer ver­sin­ken­der Häu­ser und Stra­ßen. Bis man das Knab­bern der Nord­see an Sylt oder den Unter­gang von Rung­holt im 13. Jahr­hun­dert auch dem Kli­ma­wan­del zuschiebt, ist es wohl nur eine Fra­ge der Zeit.

Auch der angeb­li­che Unter­gang der Haupt­in­sel Fidschis ver­dankt sich nicht dem Anstieg des Mee­res­spie­gels, son­dern vor allem dem Raub­bau an der See­gur­ken­po­pu­la­ti­on zum Zwe­cke des Deli­ka­tes­sen­ex­ports nach Chi­na und der ver­stärk­ten Ero­si­on in Fol­ge des Feh­lens die­ser „Sand­ver­dich­ter“. Den ande­ren Fidschi-Inseln geht es dem­entspre­chend bes­ser, denn so fies und selek­tiv ist nicht ein­mal der Mee­res­spie­gel­an­stieg, dass er eine Insel heim­sucht, wäh­rend der die Nach­bar­in­seln ver­schont. Dumm­heit, Kor­rup­ti­on und Gier essen Insel auf, der Kli­ma­wan­del zahlt die Rech­nung. Schö­ne neue Welt.

Obama ein Opfer von CO2 und Klimawandel?

Doch was ist nun mit den gro­ßen Play­ern im Immo­bi­li­en­ge­schäft? Wie kommt es, dass es in Day­to­na Beach oder Palm City in Flo­ri­da nicht an teu­ren Bau­pro­jek­ten man­gelt und die Immo­bi­li­en in Küs­ten­nä­he mit Preis­auf­schlag statt einem Mee­res­spie­gel­ma­lus ver­se­hen sind? Haben all die­se Fir­men die Gefahr nicht erkannt und lau­fen ahnungs­los in ihr Ver­der­ben? Womög­lich sind sie blind und von „Pro­fit­gier“ getrie­ben? Pro­fi­te auf Treibsand?

Wirk­lich? Haben die kei­ne Angst vor Kla­gen und Regress­an­sprü­chen ihrer wohl­ha­ben­den Kun­den und wie kommt es, dass aus­ge­rech­net Ex-Prä­si­dent und Gre­ta-Ghet­to­fäust­ling Oba­ma gera­de erst für 14 Mil­lio­nen Dol­lar eine Strand­vil­la auf Marthas Viney­ard kauf­te, einer vor­ge­la­ger­ten Insel im Atlan­tik, die san­dig ist und flach wie ein Ome­lett? Hat ihm wirk­lich nie­mand vom PIK, dem IPCC oder den Frei­tags­kin­dern dar­über auf­ge­klärt, wie gefähr­lich das schon mor­gen ist? Gibt Oba­ma Mil­lio­nen aus, um Kli­ma­op­fer zu wer­den? Oder glau­ben Oba­ma, Black­rock, die Ver­si­che­run­gen und Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rer dar­an, dass die Mensch­heit das mit dem Kli­ma schon noch „in den Griff“ bekom­men wird? War­um tun sie dann nichts dafür, ihre Inves­ti­tio­nen zu sichern? Nicht ein­mal die Kari­ka­tur eines Kapi­ta­lis­ten, wie sie Marx zeich­ne­te, han­delt der­art fak­ten­frei. Sol­che Kapi­ta­lis­ten gibt es offen­bar nur in Gro­schen­ro­ma­nen, Picket­ty-Sach­bü­chern, lin­ken Par­tei­pro­gram­men und Spiegel-Artikeln.

Einen „Plan B“ für den Kli­ma­wan­del scheint jeden­falls nie­mand zu haben. Oder glaubt womög­lich auch schon in Wirk­lich­keit nie­mand an „Plan A“, weil es den gar nicht braucht? Denn wo soll die ange­streb­te Redu­zie­rung des CO2-Aus­sto­ßes denn her­kom­men, wenn jede ein­ge­spar­te Ton­ne in den Indus­trie­län­dern ersetzt wird durch zwei Ton­nen, die in den Schwel­len- und Ent­wick­lungs­län­dern emit­tiert wer­den und dies 2015 vom Pari­ser Abkom­men auch noch bekräf­tigt wur­de? Ein guter Teil des CO2, das welt­weit in der Indus­trie „ein­ge­spart“ wur­de, ver­dankt sich Stand­ort­ver­la­ge­run­gen nach Asi­en oder Ost­eu­ro­pa. Das­sel­be gilt für die deut­sche Ener­gie­er­zeu­gung, wo für jeden Kraft­werks­block, der in Jänsch­wal­de abge­schal­tet wird, im benach­bar­ten Polen einer ans Netz geht. (sie­he auch die Kom­men­ta­re unter dem ver­link­ten Artikel)

Ein Platz am warmen Ofen

Wo wir gera­de beim The­ma Jänsch­wal­de, einem der (noch) größ­ten Braun­koh­le­kraft­wer­ke Deutsch­lands sind: ist eigent­lich schon mal jeman­dem auf­ge­fal­len, dass dort neben der Erzeu­gung von CO2 (die Süd­deut­sche mel­de­te stolz „..ab Mit­ter­nacht wer­den kei­ne Emis­sio­nen mehr erzeugt“) in ers­ter Linie Strom und auch eine Men­ge Fern­wär­me erzeugt wer­den? Halb Cott­bus hängt in Sachen Hei­zung und Warm­was­ser an die­sem Kraft­werk. Jede Block­ab­schal­tung in Jänsch­wal­de ver­rin­gert auch die ver­füg­ba­re Wär­me­men­ge um ein Sechs­tel, nir­gends inmit­ten der Jubel­mel­dun­gen über Tage­bau­still­le­gung und Kraft­werks­ab­schal­tun­gen konn­te ich bis­her lesen, wie die Ein­woh­ner der umlie­gen­den Orte künf­tig hei­zen sollen.

Die Aus­sicht, nach erfolg­rei­cher „Dekar­bo­ni­sie­rung“ der Lau­sitz viel­leicht in einer umge­sie­del­ten oder neu geschaf­fe­nen Bun­des­be­hör­de Arbeit zu fin­den – also Arbeits­plät­ze in der Pri­mär­wirt­schaft durch das Ver­hei­zen von Steu­er­koh­le zu erset­zen – mag wohl herz­er­wär­mend wir­ken, klingt aber in mei­nen Ohren wie eine Ablei­tung einer fälsch­li­cher­wei­se Marie-Antoi­net­te zuge­schrie­be­nen Unver­schämt­heit: Wenn sie kei­ne Koh­le haben, sol­len sie eben mit Kuchen heizen!

Aus­ge­rech­net jene, die den CO2-Erzeu­gern gern vor­wer­fen, die Fol­gen ihres Han­delns nicht bedacht zu haben, ver­sa­gen kläg­lich beim Über­bli­cken der Fol­gen ihrer eige­nen For­de­run­gen und Aktio­nen. Aber zurück zu den Stra­te­gien der Alar­mis­ten und der „Leug­ner“. Neh­men wir für einen Moment an, das anthro­po­ge­ne CO2 wäre wirk­lich genau das Teu­fels­zeug, für das wir es hal­ten sol­len und die Mensch­heit hat tat­säch­lich nur noch elf* Jah­re Zeit, bis das Kli­ma „kippt“ (wohin eigent­lich). Müss­te man dann nicht akti­ve Maß­nah­men zur Rück­ge­win­nung aus der Luft tref­fen, solan­ge die Mensch­heit tech­nisch und ener­ge­tisch (Kern­ener­gie) noch die Kraft dazu hat? War­um ver­brin­gen die abzu­schal­ten­den deut­schen Kern­kraft­wer­ke nicht „die letz­ten elf Jah­re der Mensch­heit“ damit, die Arbeit von Muscheln, Schne­cken und Koral­len zu ver­rich­ten, indem sie CO2 aus der Luft in Kalk­stein ver­wan­deln? Zur Ener­gie­ge­win­nung zwecks Netz­ein­spei­sung und Kanz­le­rin­nenamt-Beleuch­tung braucht man sie ja angeb­lich nicht mehr.

CO2-Reduzierung: Vorzeigbares und Gescheitertes

Ich rede wie gesagt von phy­si­ka­li­schen und che­mi­schen Maß­nah­men, nicht von poli­ti­schen Kon­fe­ren­zen, zu denen die Teil­neh­mer aus aller Welt mit Lear-Jets anrei­sen um sich Stand­pau­ken von Teen­agern anzu­hö­ren. Also eher Prä­mi­en für jede aus der Luft gehol­te Ton­ne CO2 statt Geld­ver­schie­bung für Nicht-Emis­si­on und De-Indus­tria­li­sie­rung. Müss­ten nicht eher alle Koh­le­kraft­wer­ke so umge­rüs­tet wer­den, dass sie wie die­ses in Tuti­co­rin (Indi­en) neben Strom auch Back­pul­ver, Glas und Wasch­mit­tel pro­du­zie­ren kön­nen und kein CO2 mehr in die Luft zu bla­sen, anstatt sie abzu­schal­ten und auf­wän­dig wie in Deutsch­land als Reser­ve am Leben hal­ten zu müs­sen, was Ener­gie ver­braucht, statt wel­che zu erzeugen?

Was wäre falsch dar­an, die­sen Weg zu pro­pa­gie­ren, anstatt sich lang­fris­tig auf den Weg in die prä-Indus­tri­el­le Ener­gie­ver­sor­gung der Amisch-Peop­le zu machen? Licht aus, Smart­pho­ne aus, Pfer­de ange­spannt und alle Hän­de wie­der in die Acker­fur­che? Wären sonst alle pseu­do­re­li­giö­sen Heils­ver­spre­chen einer tech­nik­be­frei­ten, unschul­di­gen, para­die­si­schen Welt in Gefahr? Dann doch lie­ber für ein paar Kilo­gramm CO2 extra allen Demo-Teil­neh­mern den geän­der­ten Ver­samm­lungs­ort per Whats­App aufs iPho­ne geschickt. Ist ja für eine gute Sache.

Ahnt oder weiß man viel­leicht sogar, dass das anthro­po­ge­ne CO2 über­haupt nicht in der Lage ist, all das zu voll­brin­gen, was man ihm in den Open-Air-Frei­tags­got­tes­diens­ten andich­tet und nur eine ablen­ken­de Piña­ta dar­stellt, die an einem ganz mie­sen Faden hängt? Der Abbau von Indus­trie­ar­beits­plät­zen ist jeden­falls eher eine Ver­la­ge­rung in Schwel­len­län­der, ohne dass damit auch nur die gerings­te Ein­spa­rung von CO2 ein­her ging oder gehen wird. Selbst Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se wie „Ener­gie­wen­de“ und „Ver­kehrs­wen­de“ erzeu­gen bei ehr­li­cher Berech­nung mehr CO2 als sie eigent­lich ein­spa­ren soll­ten. Es ist, als hät­te Deutsch­land beschlos­sen, aus Gesund­heits­grün­den mit dem Lau­fen anzu­fan­gen und dafür ein Lauf­band ange­schafft. Der Strom dafür kom­me doch aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len und Kri­ti­ker, die dazu raten, ein­fach in der Natur zu lau­fen, wer­den als Leug­ner und Ewig­gest­ri­ge beschimpft und kaltgestellt.

Am Ende zah­len aus­ge­rech­net die­je­ni­gen für die „gro­ße Trans­for­ma­ti­on“, deren Arbeits­plät­ze gestri­chen und ver­la­gert wer­den und deren Kin­der und Enkel gehen dafür auch noch laut­stark auf die Stra­ße und brül­len „mehr davon“ und „das geht zu lang­sam“. Wor­te, wie sie zwar in Ber­lin und Ham­burg zu ver­neh­men sind, aber noch nie aus Neu Delhi, Peking oder Hanoi, wohin die Arbeits­plät­ze für einen Bruch­teil gewerk­schaft­lich garan­tier­ter Löh­ne ver­scho­ben wor­den sind. Wir finan­zie­ren also die Lern­kur­ve „Markt­wirt­schaft“ in Asi­en und die Lern­kur­ve für den Umbau einer halb­wegs funk­tio­nie­ren­den deut­schen Markt­wirt­schaft in einen Kom­man­do-Öko­lo­gis­mus sozia­lis­ti­scher Prä­gung gleich mit. Sind wir tat­säch­lich ein so „rei­ches Land“, wie man uns solan­ge ein­ge­bläut hat, bis wir es selbst glaub­ten? Und kann Reich­tum ent­ste­hen, wenn die Arbeits­plät­ze in einer Koh­le­gru­be gegen Plan­stel­len eines neu­ge­schaf­fe­nen Bun­des­am­tes für Dies & Das getauscht werden?

Kann es sinn­voll sein, um die Ideen des Erfin­ders des Begrif­fes „Nach­hal­tig­keit“, von Car­lo­witz, auf­zu­grei­fen, alle pro­duk­ti­ven Bäu­me des Wal­des gegen Förs­ter aus­zu­tau­schen? Ist es wirk­lich gleich­gül­tig, ob Deutsch­land ein bedeu­ten­der Stand­ort für Maschi­nen­bau und che­mi­sche Indus­trie oder für Gen­der­wis­sen­schaf­ten, Islam­stu­di­en oder NGO-Manage­ment ist? Man muss nur das wirt­schaft­li­che Poten­zi­al und den Grad an Frei­heit und Gerech­tig­keit zwi­schen ent­wi­ckel­ten Indus­trie­staa­ten und jenen ver­glei­chen, deren „öko­lo­gi­scher Fuß­ab­druck“ uns zur Nach­ah­mung emp­foh­len wird, um fest­zu­stel­len, wo Men­schen­rech­te und die Frei­heit auf dem Rück­zug sind oder die Sche­re zwi­schen Arm und Reich am größ­ten ist. Schö­ne neue Welt.

Angst vor den eigenen Legenden?

Ob Ste­ven King sich beim Lesen eines sei­ner Bücher ange­mes­sen gru­seln kann, ist mir nicht bekannt. Pri­vatim gru­selt sich zum Bei­spiel Pfand-und-Eis­ku­gel-Onkel Trit­tin nicht vor Sta­bucks-Weg­werf­be­chern (Netz­fund). Aber in der absichts­vol­len Ver­öf­fent­li­chung fürch­ten sich grü­nen Akti­vis­ten der ers­ten Stun­de bereits ange­mes­sen vor den eige­nen Orakeln.

https://twitter.com/peter_simone/status/1178423465390546946

Kachel­manns Ant­wort auf Peters „Sturm­fra­gen“

„Sturm drau­ßen. Noch vor ein paar Jah­ren war Sturm Sturm. Heut­zu­ta­ge beun­ru­higt er und treibt Fra­gen in den Kopf: Wie stark wird er heu­te wer­den? Wie wird es in Zukunft? Wie wer­den wir leben in einer Welt in der #Kli­ma­kri­se? Wie leben unse­re Kin­der? Wir müs­sen umsteu­ern. Jetzt!“

Peter, die nach ihrer Zeit für die Grü­nen im Bun­des­tag die Dreh­tür in Rich­tung Lob­by­ver­band Son­ne & Wind durch­eil­te, man könn­te sogar von Win­des­ei­le spre­chen, hat also Angst vor star­kem Wind. Das wäre lus­tig, lie­ße sich das mit Daten unter­füt­tern. Doch selbst die lang­jäh­ri­ge NOAA**-Statistik für star­ke Stür­me, Hur­ri­ka­ne und Zyklo­ne zeigt weder eine Ver­stär­kung noch eine Häu­fung. Doch wir leben in Zei­ten media­ler Panik, in der jedes Tief­druck­ge­biet Name, Hash­tag und Brenn­punkt erhält, was zumin­dest die ver­än­der­te Wahr­neh­mung erklär­te, wenn nicht der Kli­ma­wan­del als Wet­ter­ma­cher viel zweck­mä­ßi­ger wäre. Peter & Co. ren­nen nun schrei­end durch die Stra­ßen und rufen „wir wer­den alle ster­ben“. Nun, zumin­dest das ist sicher­lich richtig.

Und Frau Peter kann „unse­re Kin­der“ damit trös­ten, spä­ter nicht das Kobalt (neu­deutsch Kobold) oder Col­tan für Her­stel­ler aus Sin­ga­pur oder Tai­wan aus dem Boden krat­zen zu müs­sen, denn sowas gibt es nicht bei uns. Es wer­den viel­mehr Kar­tof­feln und Zucker­rü­ben sein. Mal sehen, wie lan­ge die hier noch gut wach­sen, wenn erst Die­sel für Land­ma­schi­nen, Kunst­dün­ger und Her­bi­zi­de abge­schafft sind. Schö­ne neue Welt, in der Poli­ti­ker den Kin­dern Angst vor dem dunk­len Kel­ler machen, indem sie ihnen Hor­ror­ge­schich­ten erzäh­len, unter denen sie dann schein­bar selbst medi­en­wirk­sam leiden.

Und nächs­ten Frei­tag husch husch wie­der alle brav zur öffent­li­chen Beich­te gehen, Eltern, Nach­barn und SUV-Fah­rer anschwär­zen und Schil­der hoch­hal­ten. Die Abso­lu­ti­on erteilt dann Claus Kle­ber im Heu­te-Jour­nal. „Fol­low the Sci­ence“ heißt es dann wie­der. Aber natür­lich den guten Wis­sen­schaft­lern, nicht die­sen 500 (hier und hier) oder gar die­sem hier.

Im nächs­ten Teil des Arti­kels erfah­ren Sie, wie man unbe­que­me Fak­ten unter einer Flut an beque­me­ren Fak­ten und irrele­van­tem Geplap­per wirk­sam begräbt, Fra­gen für irrele­vant erklärt und die­sen undurch­dring­li­chen Teig zur ein­zig gül­ti­gen Wahr­heit aufbläst.


* T. aus S. sprach auf der COP24 in Kat­to­witz von uns ver­blei­ben­den zwölf Jah­ren bis zur Apo­ka­lyp­se. Das ist nun fast ein Jahr her. Blei­ben über den Dau­men noch elf Jah­re und acht Freitagsdemos.

** NOAA: Natio­nal Ocea­nic and Atmo­s­phe­ric Admi­nis­tra­ti­on. Die Wet­ter- und Ozeanografie­behörde der Ver­ei­nig­ten Staaten.

Vorheriger ArtikelWir werden euch nicht davonkommen lassen
Nächster ArtikelDie Spur der Scheine und die „hassle barrier“

9 Kommentare

  1. Im Prin­zip geht es nur dar­um Cha­os zu stif­ten. Denn aus dem Cha­os kann man etwas Neu­es for­men, zum Bei­spiel ein tota­li­tä­res Regime oder eine Neue Welt Ord­nung oder auch bei­des in Einem. Also wer­den die größ­ten Chao­ten auf die bra­ve Bevöl­ke­rung gehetzt um sie auf­zu­wie­geln. Die Mas­sen­me­di­en befeu­ern es kräf­tig. Das kann man ja gera­de ein­drucks­voll beob­ach­ten. Irgend­wann kracht es und der lachen­de Drit­te schaut uner­kannt zu. Es wer­den die inkom­pe­ten­tes­ten Nulpen an die Spit­ze der Poli­tik gesetzt, damit es auch wirk­lich Cha­os wird. Der Bür­ger hat die Wahl zwi­schen Pest und Cho­le­ra. Streit bricht aus, dem man genüss­lich Streit­kräf­te hin­zu­ge­sel­len kann. Dann wer­den in gro­ßer Zahl Leu­te aus ande­ren Län­dern ein­ge­schleust, die mög­lichst wenig mit dem bestehen­den Land zu tun haben außer Gel­der abzu­grei­fen – eine Plün­de­rung sozu­sa­gen. Die Plün­de­rer genie­ßen größt­mög­li­chen Schutz durch die lachen­den Drit­ten. Hun­ger und Armut treibt schließ­lich die betrof­fe­nen „Ein­ge­bo­re­nen“ an. Mit fin­gier­tem Ter­ror kann man das gan­ze noch ein wenig befeu­ern und schon mal „Sicher­heits­maß­nah­men“ instal­lie­ren, die von den Gepei­nig­ten auch will­kom­men gehei­ßen wird. Die­ses Kli­ma­ge­döns taugt zu nichts ande­rem als zu dem hier Beschrie­be­nen. Wenn alles schön zusam­men­bricht, also Sozi­al­sys­te­me, Wirt­schaft, Pro­duk­ti­on und Finan­zen und die Bevöl­ke­rung am Rad dreht, dann wird es ganz leicht, sie zu „erret­ten“ und sein Sys­tem zu instal­lie­ren. Genau so wird es seit vie­len Jahr­zehn­ten gemacht. Über­all auf der Welt. Wer sich nicht unter­krie­gen las­sen will, wird direkt bombardiert.

  2. Man möch­te die­sen Ökore­li­giö­sen an die Stirn klop­fen und laut rufen: Hal­lo? Ist jemand zuhause?

  3. O Gott, jetzt fal­len auch noch die Blät­ter von den Bäu­men… Wir sind sowas von am Arsch 

  4. Wenn die Kli­maalar­mis­ten ihr Dog­ma ver­tei­di­gen, indem sie fest­schrei­ben alle Zusam­men­hän­ge zu wis­sen, und sie im Besitz der ein­zi­gen und voll­kom­me­nen Wahr­heit zu sein, dann kön­nen wir ja alle For­schungs­gel­der strei­chen. Wir brau­chen sie jetzt nicht mehr.

  5. Ja. Bri­ans San­da­le ist mir auch spon­tan eingefallen.
    😀
    Ich lache. Also nicht nur über dei­nen Artikel.
    Der ist so schau­rig wit­zig, wie das gan­ze Thema.
    Ganz un-wit­zig ist die Absicht, die dahin­ter steckt.
    Die­ses ver­mo­der­te, ver­staub­te, rück­wärts gewand­te Sekten-Gehabe.
    Vor­ge­zerrt, um von allem wirk­lich Wich­ti­gen abzu­len­ken. Um jeden Kri­ti­ker im wah­ren Sinn des Wor­tes mund­TOT zu machen.
    Es stür­mert und freis­lert in atem­be­rau­ben­der Geschwindigkeit.
    Und eigent­lich soll­te das JEDEM nor­ma­len Mensch Angst machen.
    Tut es aber nicht.
    Also lache ich und gru­se­le mich dabei.
    Vor der Menschheit.

  6. „Kern­kraft­geg­ner über­win­tern im Dun­keln und mit kal­tem Hintern. “
    Die­ser Spruch ist über 40 Jah­re alt und hat sei­ne Gül­tig­keit m.E. noch nicht verloren.

  7. Cui bono? oder wem es nützt Mil­li­ar­den zu schefeln!
    https://www.pscp.tv/w/1yoKMBMPeNnGQ?t=1m8s
    War­um inves­tie­ren Geld­sä­cke wie Soros in Kli­ma Kam­pa­gnen? Sie Inves­tie­ren Geld für Insti­tu­tio­nen und Influ­en­cer nur aus der Güte ihres Her­zens? Wer das glaubt, glaubt auch an den Weih­nachts­mann. Ein Bil­lio­nen Markt am Ver­kauf von Nut­zungs­rech­ten für C0² Zer­ti­fi­ka­te wird erwar­tet und man muss erst inves­tie­ren um spä­ter abzu­kas­sie­ren. Gekauf­te Wis­sen­schaft­ler, bezahl­te Influ­en­cer die genü­gent Debi­le (Fol­lower) zwin­gen die Poli­tik CO² Zer­ti­fi­ka­te zu schaf­fen. Alle Indus­trie Pro­duk­te erzeu­gen CO² und die Pro­duk­te wer­den durch Ankauf / Han­del von Zer­ti­fi­ka­ten teu­rer. Bezah­len wird es am Ende der Ver­brau­cher. Die Eli­te wird sich vor Lachen nicht ein­krie­gen, dass der Pöbel ihnen eine neue lukra­ti­ve Ein­kom­mens­quel­le selbst zur Ver­fü­gung gestellt hat.

  8. @Ausgerechnet jene, die den CO2-Erzeu­gern gern vor­wer­fen, die Fol­gen ihres Han­delns nicht bedacht zu haben, ver­sa­gen kläg­lich beim Über­bli­cken der Fol­gen ihrer eige­nen For­de­run­gen und Aktionen. 

    Nein – die ver­sa­gen nicht – aus ihrer Sicht ist das ihr Ziel !
    Wenn sie die Hand­lun­gen der Poli­tik – finan­zie­ren der DUH oder ande­res s.o. … unter die­ser Prä­mis­se ana­ly­sie­ren, bekom­men sie ein viel grö­ße­res Ver­ständ­nis für das han­deln der Politik !
    Ob sie dann mit den Zie­len die­ser Poli­tik ein­ver­stan­den sind, ist dann eine ande­re Frage !

    Zitat: In der Poli­tik geschieht nichts zufäl­lig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf die­se Wei­se geplant war,
    Fran­k­lin D. Roo­se­velt von 1933 – 1945 US-ame­ri­ka­ni­scher Präsident

  9. Mag sein, dass es, von wem auch immer, als unzu­läs­sig betrach­tet wird, ich zie­he die Par­al­le­le trotz­dem, denn sie ist mehr als deut­lich zu sehen. Als alter wei­ßer Mann begrei­fe ich nicht, dass der Irr­sinn wie­der so leicht­fü­ßig die Ober­hand gewin­nen kann. Noch nie zuvor konn­te der Mensch dank Inter­net so viel wis­sen, han­delt aber genau­so gefähr­lich dumm wie in den dun­kels­ten Zei­ten. Auto­schei­ben wer­den ja schon zer­trüm­mert, wie damals die Schei­ben von Geschäf­ten mit jüdi­schen Inha­bern. Wann wird man anfan­gen, die Fah­rer aus den SUV’s zu zer­ren und an die nächs­te Later­ne zu hän­gen? Das mag über­spitzt klin­gen, aber wie gesagt, ich zie­he die Par­al­le­le. „We must embrace a new radi­ca­lism.“, klingt es in mei­nen Ohren.

Comments are closed.