In „Dorn­röschen“, einem der bekan­ntesten von Grimms Märchen heißt es: „Doch der König hoffte, sein liebes Kind vor dem Fluch der 13. Fee zu bewahren und ließ den Befehl aus­ge­hen, dass alle Spin­deln im ganzen Kön­i­gre­ich ver­bran­nt wer­den soll­ten.“ Wir ken­nen natür­lich die Vorgeschichte, wis­sen vom Fest, den Feen und ihren Geschenken und von der Dro­hung der einen, die Prinzessin werde sich an ein­er Spin­del stechen und ster­ben oder in einen lan­gen Schlaf fall­en. Das muss doch zu ver­hin­dern sein, dachte der König und schränk­te die Grun­drechte sein­er Bevölkerung (hier die Gewer­be­frei­heit und Eigen­tum­srechte) ein. Von den ökonomis­chen Fol­gen dieses autoritären Befehls sagt das Märchen nichts, wir dür­fen aber ver­muten, dass die Handw­erk­er, Bauern und Händler im Kön­i­gre­ich nicht sehr glück­lich darüber waren, zum Schutz ein­er priv­i­legierten Prinzessin der­art geschurigelt zu wer­den. Die Märchenkundi­gen unter uns wis­sen aber auch, dass es am Ende alles nichts nützte. Eine Spin­del wurde überse­hen, heute würde man sagen, sie wurde von ein­er unsol­i­darischen Quer­denkerin ver­steckt und mit einem Stich in den Fin­ger machte die böse Fee den ganzen autoritären Plan des Königs zunichte.

Von Märchen lernen

Heute kom­men die Flüche nicht mehr von bösen Feen, die der König vergessen hat, zur Par­ty einzu­laden. Es geht auch nicht mehr darum, einen kleinen Pieks zu ver­mei­den. Im Gegen­teil. Auch der Let­zte im Kön­i­gre­ich muss einen bekom­men, son­st macht er oder sie sich per­sön­lich schuldig am Schlum­mer der Gesellschaft, aus der sie erst wieder erwachen könne, wenn auch der Let­zte geimpft sei. Dafür dürfe man schon mal die Samthand­schuhe ausziehen, meint der Ver­hal­tensökonom Armin Falk im Tagesspiegel. Sie wis­sen schon, Ver­hal­tensökonomen sind die, denen wir die Kun­st des Nudg­ing ver­danken. Armin Falk möchte nun gern mit dem Base­ballschläger nug­den. „Die All­ge­mein­heit muss zahlen für Trägheit und Dummheit der Impfgeg­n­er“ meint Herr Falk. Und weit­er: „Sich nicht impfen zu lassen, hat nichts mit Ratio­nal­ität zu tun, son­dern ein­fach nur mit Eigen­nutz“ auch möchte er, wenn Beat­mungs­geräte knapp wer­den und eine Triage-Sit­u­a­tion entstünde, den Impf­s­ta­tus mit in die Abwä­gung ein­fließen lassen, um dem „Trit­tbret­tfahrertum der übel­sten Sorte“ endlich ein Ende zu bere­it­en. Gnade fän­den allen­falls jene, die aus medi­zinis­chen Grün­den von ein­er Imp­fung ausgenom­men seien.

Josef Rid­ders, der Vor­sitzende des Bun­desver­ban­des der Katho­liken in Wirtschaft und Ver­wal­tung (KKV) – also ein soge­nan­nter Christ – brachte sog­ar die Kosten­frage ins Spiel. Sollen die Ungeimpften doch gefäl­ligst die Kosten für ihre Ren­itenz selb­st tra­gen. Ganz im Sinne der Barmherzigkeit, von der wir schon bei Markus (1,40) lesen, dass, als der Aussätzige um Heilung bat, Jesus ihm sagte, er hätte eben bess­er auf­passen müssen, mit welchem Gesin­del er sich ein­lasse. Vielle­icht ste­ht da aber auch ganz was anderes und Herr Rid­ders hat ein­fach nur völ­lig den Ver­stand verloren.

3..2..1..geimpft!

Aber spie­len wie diese schöne neue Welt der Her­ren Falk und Rid­ders doch mal durch und fan­gen mit den Aus­nah­men an, den „erlaubt Ungeimpften“. Die müssen natür­lich ein ärztlich­es Attest vor­legen, son­st kön­nte da ja jed­er kom­men und wo kämen wir hin, wenn jed­er selb­st entschei­den kön­nte, was gut oder schlecht für ihn ist! Den Ärzten kann man aber nicht ver­trauen, denn die woll­ten ja schon bei den Masken-Attesten partout nicht auf die Zettel druck­en, was der medi­zinis­che Grund für den ärztlichen Dis­pens ist. Und wie soll der Polizist, der Ver­anstal­ter, der Gast­wirt oder der Leit­er des örtlichen Wahlbüros die Diag­nose mit sein­er tage­sak­tuellen Pos­i­tivliste „Erlaubte Impf-Entschuldigun­gen“ abgle­ichen? Na also! Die Diag­nose muss klar, deut­lich und detail­liert ver­merkt sein, und zwar auf einem amtlich beglaubigten Doku­ment. Anschließend set­zt der Imp­fun­willige ein auf­fäl­liges Hütchen auf, um den Geimpften zu erle­ichtern, aus­re­ichend Abstand zu dieser tick­enden Zeit­bombe zu halten.

Das kann natür­lich nur der erste Schritt sein, die Men­schen wieder zur gemein­schaftlichen Ver­ant­wor­tung zu erziehen. Man hat das ja schon viel zu lange schleifen lassen! Warum muss die Gemein­schaft über­haupt für die Schä­den aufkom­men, die unge­sun­des Essen, Zuck­er und Alko­hol verur­sachen? Nur wer sich gesund ernährt, darf mit kosten­freier Behand­lung im Fall von Dia­betes rech­nen! Herzkreis­lauf­be­hand­lun­gen lassen sich durch aus­re­ichend Sport stark ver­ringern, Rauch­er erhal­ten keine Kreb­s­be­hand­lung mehr, die DLRG zieht nur noch Schwim­mer aus dem Wass­er und Ent­bindun­gen in Kliniken müssen schon von denen finanziert wer­den, die die Kinder kriegen. Alle anderen haben schließlich schon genug für Pille, Kon­dome und Büch­er von Ver­e­na Braun­schweiger bezahlt.

Und gewöh­nen Sie sich schnell ab, im Win­ter die Alpen­hänge auf lan­gen Bret­tern hin­unter ins Tal zu don­nern, liebe Leser. Es sei denn, Sie kön­nen es sich leis­ten, Berg­wacht und Unfallchirurgie aus eigen­er Tasche zu bezahlen. Unsol­i­darisch ist es natür­lich auch, länger als sta­tis­tisch vorge­se­hen der Renten­ver­sicherung auf der Tasche zu liegen. Wollen sie selb­st den Steck­er ziehen, oder dür­fen wir ihnen behil­flich sein? Und kom­men Sie jet­zt nicht mit „ich habe aber jahrzehn­te­lang eingezahlt, ich bin außer­dem ver­sichert“. Deckt die monatliche Kranken­ver­sicherungsrate etwa die Mehrkosten, die die Gesellschaft mit Ihnen hat? Nein! Da sehen Sie es, Sie unsol­i­darisch­er Trit­tbret­tfahrer Sie! Kurz – und um den ganzen Unsinn zu been­den, der sich schließlich beliebig fort­set­zen ließe: unter dem Vor­wand, die Sol­i­darge­mein­schaft zu ret­ten, kündigt man sie auf.

Warum diese Panik?

Solch total­itäres Gebaren blitzte natür­lich zu allen Zeit­en hier und da auf. Doch sel­ten set­zen sich schein­bar intel­li­gente Leute und auch unsere Volksvertreter (zwei nicht ganz deck­ungs­gle­iche Teil­men­gen) an die Spitze solch­er Fack­elzüge und erk­lären bel­lend einen Teil ihrer Mit­men­schen zum Prob­lem, obwohl diese mit ihren Steuern und Abgaben keineswegs außer­halb ste­hen, son­dern den ganzen Laden mit­tra­gen. Nur fürs Pro­tokoll: als 2015/16 Hun­dert­tausende ille­gal über die grüne Gren­ze nach Deutsch­land kamen, war keine Rede vom Aufkündi­gen der Sol­i­dar­ität, Kosten­risiken oder Straf­punk­ten bei der Triage. Und das, obwohl kein einziger der Ankömm­linge auch nur eine Puser­atze zu der Sol­i­darge­mein­schaft beiges­teuert hat­te, der sie nun wie selb­stver­ständlich auf der Tasche lagen. Die unplan­mäßi­gen und im Sinne Rid­ders gän­zlich unsol­i­darischen Kosten für Gebiss­sanierun­gen, Krätze-Aus­brüche und offene TBC ver­schwan­den im Duft­nebel der Willkom­mens­blu­men­sträuße. Die gegen­wär­tige Repub­lik riecht eher nach Schlamm und gewor­fen wer­den Flaschen und Steine.

Heute klingt der Bun­destagspräsi­dent Schäu­ble, der von einem „Nahezu unerträglichen Maß an Über­he­blichkeit“ der soge­nan­nten Quer­denker spricht, kaum anders als jene, die vor fünf Jahren laut­stark gegen die Unter­bringung von Migranten wet­terten. Doch eines ist anders, und ich spreche hier nicht von der Rich­tung des Protests. 2015 entsprang der Unmut der Ohn­macht, heute ist es die Macht, die unzufrieden ist mit der Wider­borstigkeit des Wahlvolkes. Hin­ter diesem offenkundi­gen und regierungsamtlichen Hass, der keine Lüge, Ver­drehung oder Falschdarstel­lung scheut, steckt aber nichts als Plan­losigkeit und Angst, beim Scheit­ern erwis­cht zu werden.

Wie oft schießt der Staat, wenn er in Krisen­si­t­u­a­tio­nen han­delt, über das Ziel hin­aus und ver­bren­nt dabei Zeit, Geld und Möglichkeit­en? Bleiben wie bei unserem König aus dem Märchen, der sofort han­delte und alle Spin­deln im Reich ver­bren­nen ließ – dabei war klar, dass sich die Prinzessin erst an ihrem 15. Geburt­stag stechen würde. Zeit genug, um beson­nen zu han­deln, oder? Über­tra­gen wir diese kopflose Hek­tik auf aktuelle eilige Großpro­jek­te wie Kohleaussieg, Energiewende, Kli­maret­tung, Sprachver­hun­zung und die staatlich durchge­drück­te Impfwelle, fällt mir als erstes der Satz „Das ist jet­zt so beschlossen und wird auch so gemacht“ ein. Unter­dessen sinken die Impfzahlen und erste Char­gen der Impf­stoffe müssen schon ver­nichtet und abgeschrieben wer­den. Kein gutes Bild für einen Staat, der von sich behauptet, alles unter Kon­trolle zu haben, immer richtig zu han­deln und keine Fehler zu machen.

Dabei läuft den Poli­tik­ern die Zeit davon, in der sie die eingeübten Begrün­dun­gen noch ver­wen­den kön­nen. Die Muta­tions­freudigkeit des Virus bringt wie erwartet Vari­anten her­vor, gegen die die aktuellen Impf­stoffe an Wirk­samkeit ver­lieren. Die amerikanis­che CDC (und laut Lauter­bach arbeit­en dort nur die besten der Besten) geht bei der Delta-Vari­ante nur noch von 65–75% Schutzwirkung aus. Das ist immer noch eine Menge, aber welch­er Poli­tik­er stellt sich schon gern vor Fernsehkam­eras und erk­lärt, dass die Wirk­samkeit der Imp­fung schon um 20% gesunken ist und nun nach Boost‑, Auf­frischungs- oder Drittimp­fun­gen gerufen wer­den muss? Wäre es da nicht prak­tisch, wenig­stens schon alle im sel­ben Impf­boot zu haben, auf dass später nie­mand kom­men und sagen könne „Seht ihr, ich hab’s euch doch gesagt!“?

Auf deinen Platz, Politiker!

Ich weiß, die Plan­spielchen laufen schon. Eine Zwangsimp­fung ver­stoße gar nicht gegen die Grun­drechte, meint der eine oder andere Ver­fas­sungs­fuchs. Da wäre ja eine Not­lage, die man erk­lären könne und Not ken­nt bekan­ntlich kein Gebot. Doch wäre es dann nicht das min­deste, dass man den Impf­stof­fen, die man per Gesetz in die Arme der Bürg­er drück­en möchte, eine ordentliche und voll­ständi­ge Zulas­sung ver­schafft, anstatt weit­er mit Schnel­lzu­las­sun­gen zu arbeit­en? Die Sorgfalt, mit der der Prü­fung­sprozess der Vakzine erfol­gen muss, geste­ht man dem von Panik zu Panikat­tacke getriebe­nen Bürg­er offen­bar nicht zu. Die Beamten in europäis­chen Zulas­sungs­be­hör­den sich­ern sich durch Sorgfalt vor Regress, die Bürg­er hinge­gen sollen sich mit – so gut sie auch sein mögen – pro­vi­sorisch zuge­lasse­nen Stof­fen zwangsimpfen lassen? Die Vorau­seile, mit der hier juris­tis­che Fak­ten geschaf­fen wer­den sollen, macht stutzig. Auf die Wis­senschaft beruht hier nur noch wenig, weil zwei Grund­prinzip­i­en jed­er wis­senschaftlichen Arbeit aus­ge­he­belt wer­den: Sorgfalt und Fehlerkul­tur. Von Rechtsstaatlichkeit und den im Grundge­setz garantierten Abwehrrecht­en des Bürg­ers gegen den Staat kann erst recht keine Rede mehr sein.

Die Liste der Impf­stoffe, die sich in der Entwick­lung befind­en, ist beein­druck­end. Jedoch hat bish­er kein einziger davon eine voll­ständi­ge Zulas­sung mit allen nöti­gen Unter­la­gen in der EU erlangt. Das bedeutet nicht, dass ich deren Wirk­samkeit oder die guten Absicht­en der Entwick­ler in Frage stelle, doch darf mein­er Mei­n­ung nach jed­er Bürg­er dieselbe Sorgfalt und Skep­sis in Bezug auf die indi­vidu­elle Imp­fung an den Tag leg­en, die die europäis­chen Zulas­sungs­be­hör­den bei ihrem Zulas­sungsver­fahren wal­ten lassen.

Wir groß ist das Problem “Verweigerer” wirklich?

Wir erfahren übri­gens rein gar nichts über die Gründe dafür, warum die Impfrat­en zurück­ge­gan­gen sind. Medi­en und Poli­tik sprechen ver­all­ge­mein­ernd und belei­di­gend von Coro­naleugn­ern und Impfgeg­n­ern, dabei protestieren die meis­ten in erster Lin­ie gegen Willkür und Unsicher­heit der Maß­nah­men, die mit der Pan­demie ein­her gehen und es sind sich­er auch Geimpfte unter den Demon­stran­ten, denen es gewaltig stinkt, dass sie trotz Impf­schutz ihre Bürg­er­rechte immer noch eingeschränkt sehen. Glaubt man Schäu­ble oder Lauter­bach, muss es sich bei den Impfgeg­n­ern um fast die Hälfte der Bevölkerung han­deln, was schon mal per se stutzig machen muss, denn mit so zahlre­ichen Fein­den legt sich die deutsche Poli­tik nur ungern an. Viel häu­figer wird ein eher klein­er Mops zum Drachen aufge­blasen, während man die wirk­lichen Drachen eher füt­tert, als gegen sie ins Feld zu ziehen. Den schrul­li­gen Reichs­bürg­ern, die sich als Insassen ein­er Deutsch­land GmbH von Alli­ierten Gnaden hal­ten, baut man keine run­den Tis­che und richtet keine Dialogkon­feren­zen für die aus, während islamisch-nation­al­is­tis­che Moschee­ver­bände auf Schnittchen und kul­turelles Begleit­pro­gramm zählen dürfen.

Wie schlimm ist es denn nun wirk­lich mit der Impfver­weigerung in Deutsch­land? Laut RKI-Bericht vom 27. Juli 2021 liegt die Imp­fakzep­tanz der Kohorte der 18–59-jährigen bei 83,9%, bei ältere sog­ar bei 94,9%. Wobei die Akzep­tanz über den gesamten Quer­schnitt der Geimpften und Ungeimpften erfragt wurde. Dies zeigt nach wie vor eine extrem hohe Bere­itschaft für den ret­ten­den Pieks, ganz gle­ich, was Sta­tis­tiken über deren Wirk­samkeit sagen. Auf jeden Fall liegt die Akzep­tanz über dem gesteck­ten epi­demi­ol­o­gis­chen Ziel von etwa 80%. Es wäre also klug von der Poli­tik, diese frei­willige Zus­tim­mung nicht dadurch zu zer­stören, dass man sie zur Pflicht erhebt. Und zwar mut­maßlich vor allem deshalb, weil die Geschwindigkeit der Imp­fun­gen aus den Mod­ell­rech­nun­gen, in denen per­sön­liche Mit­sprache der Bürg­er bei so kör­per­na­her Poli­tik natür­lich nicht vorkommt, etwas zu hoch ver­an­schlagt war.

Zurück auf deinen Platz, Poli­tik­er! Führe, ver­führe, aber ent­führe nicht! Maße dir nicht an, auch noch den Zeit­punkt bes­tim­men zu kön­nen, zu dem der Bürg­er das Imp­fange­bot annimmt. Vielle­icht hat er Angst, vielle­icht sucht er nach dem richti­gen Zeit­punkt, vielle­icht hat er nach der tagtäglichen Lauter­bach-Panik längst die Hoff­nung aufgegeben, jemals sein altes Leben zurück­zubekom­men. Sei es nun geimpft oder ungeimpft. Je mehr Druck die Poli­tik jedoch ausübt – sei es direkt oder indi­rekt – umso geringer dürfte die Bere­itschaft sein, dieses repres­sive und dem Total­i­taris­mus zus­trebende Regime wider­stand­s­los über sich erge­hen zu lassen.

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13 Kommentare

  1. War schon eine Ewigkeit nicht mehr auf diesem Blog. Wie immer sehr schön for­muliert. Fällt unter die Rubrik “unter­halt­sam”, aber son­st im Wesentlichen systemtreu.
    Ich stelle nur eine Frage (ohne Hoff­nung auf Antwort): Wie kommt Herr Letsch zu der Auf­fas­sung, die Gen­ther­a­pi­en hät­ten Schutzwirkung? Glaubt er etwa, mit diesem “Zugeständ­nis” — an wen eigentlich? — auf die Liste der kün­ftig wieder Hof­fähi­gen zu kom­men? Oder etwa Scho­nung zu erfahren? Glaubt er, das könne man ja nun leicht ein­fach zugeste­hen, ohne Schaden, sozusagen, um nicht unnötig Angriff­spunk­te zu liefern? Da irrt er sich gewaltig. Wenn wir so schlampig weit­er­ma­chen, ist unsere Ver­sklavung nicht mehr abzuwenden.

    • Da Sie wie Sie sagen lange nicht hier gele­sen haben, über­lese ich den Vor­wurf mit der Sys­temtreue mal. Wobei es natür­lich jedem selb­st über­lassen ist, den eige­nen Grad an Ren­itenz zum Maßstab zu erheben. Was die Wirk­samkeit besagter Ther­a­pie ange­ht, ist in der Tat das let­zte Wort noch nicht gesprochen. Allerd­ings kann ein Patient nicht immer auf dem Stand der Forschung sein, den selb­st Ätzte meist nicht ken­nen. Zieht man die neuesten Nachricht­en aus dem Lancet und Israel hinzu, ergibt sich für die langfristige Wirk­samkeit vielle­icht tat­säch­lich erschreck­endes. Wenn ich das richtig inter­pretiere, sinkt die Immu­nant­wort wenige Monate nach der zweit­en Imp­fung noch unter das natür­liche Niveau ab. Aber weiß ich das sich­er? Nein. Auch das geben die Stu­di­en noch nicht sich­er her. Eben­sowenig wie Sie das sich­er wis­sen kön­nen. Bleiben wir also bei­de aufmerk­sam. Und eines müssten Sie wis­sen. Wer ein­mal von der besagten “Liste” gestrichen wurde, kommt da nie wieder rauf. Deshalb ver­suche ich sowas erst gar nicht.

  2. “Je mehr Druck die Poli­tik jedoch ausübt – sei es direkt oder indi­rekt – umso geringer dürfte die Bere­itschaft sein, dieses repres­sive und dem Total­i­taris­mus zus­trebende Regime wider­stand­s­los über sich erge­hen zu lassen.”
    NEIN, das glaube ich nicht. Lediglich die 10 %, die die ganze Impfer­ei jet­zt schon ablehnen wer­den weit­er­hin “stör­risch” sein. Die Anderen sind und bleiben devote Unter­ta­nen, denen ihre Frei­heit scheiße­gal ist.

  3. Ein guter Jour­nal­ist ver­mei­det den eingeschränk­ten Superlativ:
    “einem der bekan­ntesten von Grimms Märchen”

  4. „Vielle­icht hat er Angst, vielle­icht sucht er nach dem richti­gen Zeit­punkt, vielle­icht hat er nach der tagtäglichen Lauter­bach-Panik längst die Hoff­nung aufgegeben, jemals sein altes Leben zurückzubekommen.„
    Ja, vielle­icht. Aber auch vielle­icht hat er sich informiert, beobachtet und darüber nachgedacht. Diesen men­schlichen und lebenser­hal­tenden Ansatz zur Prob­lem­be­wäl­ti­gung soll es hin und wieder auch noch geben, lieber Roger Letsch.

  5. Jed­er Text gegen den grassieren­den Irrsinn ist wichtig; dieser ist beson­ders orig­inell — Dankeschön, Ich empfehle ihn gerne weit­er. Ich hoffe sehr, dass nicht die gewaltige medi­ale Über­ma­cht von Polit­bürokrat­en der Ver­nun­ft endgültig den Garaus macht, aber ich würde nicht darauf wet­ten. Panikmache in Verbindung mit der Aus­sicht, dass der Staat dem verängstigten und auf Vol­lka­sko kon­di­tion­ierten Stim­mvieh wieder ein­mal die Ver­ant­wor­tung abn­immt, ist eine hierzu­lande unwider­stehliche Droge. Egal ob sie sub­cu­tan, intra­muskulär, intra­venös oder beson­ders bequem über die gewohn­ten Kanäle injiziert wird.

  6. Märchen sind Mythen, sind Ure­rin­nerun­gen, sind archaisch. Geniale Verknüp­fung mit der Urangst: grausamer Tod durch Erstick­en, durch 100 Jahre schlafen und wo und wie aufwachen? Bilder aus der ewigen Ver­gan­gen­heit in die Jet­ztzeit gebracht. Teu­flisch gut.

  7. Man will sich natür­lich nicht ständig wieder­holen, aber auch in diesem Zusam­men­hang – es gibt Impfgeg­n­er, OMG! – ist wenig­stens ein kurz­er Hin­weis erforder­lich: dass nicht jede „Imp­fung“ sin­nvoll ist, selb­st wenn sie sich als „Imp­fung“ geriert. Die Covid19-„Impfung“ gehört unbe­d­ingt dazu, kön­nte sie doch im allerbesten Falle nur vor ein­er Erkrankung schützen, die kaum jeman­den unter 70 befällt und wenn, dann nur bei 1 Prozent der so Infizierten zu einem schw­eren Ver­lauf führt. Mit dem­sel­ben Recht kön­nte man jet­zt auch allen Men­schen, die einen Ham­mer besitzen oder erwer­ben, eine Zwangsver­sicherung gegen Ham­mer­schä­den auf­brum­men, weil tat­säch­lich manche den Dau­men statt den Nagel tre­f­fen und in einem von hun­dert Fällen sich so schw­er ver­let­zen, dass eine Blutvergif­tung dro­ht. Oder so – das Prinzip sollte deut­lich werden.
    Meine erste Kri­tik an den „Maß­nah­men“ war: Sie sind samt und son­ders unver­hält­nis­mäßig. Gesagt hat­te ich das erst­mals Ende März. 2020 …
    Herr, lass Hirn regnen.

    • “(…)die einen Ham­mer besitzen oder erwer­ben(…)”. Sehr schönes Beispiel! Noch richtiger müsste es heißen: “die einen Ham­mer besitzen oder erwer­ben oder einen solchen erwer­ben kön­nten”. Die bloße Möglichkeit reicht dem Regime schließlich (siehe z.B. Rundfunkbeitrag).

  8. “Von Rechtsstaatlichkeit und den im Grundge­setz garantierten Abwehrrecht­en des Bürg­ers gegen den Staat kann erst recht keine Rede mehr sein.” Lei­der abso­lut richtig, siehe Berlin­er Demo.

    Der Herr Ver­hal­tensökonom, auch so eine Abart von Gesin­nungsethik­er sprich bezahlter Regierung­spro­pa­gan­dist, erken­nt fast richtig, dass „Sich nicht impfen zu lassen, hat nichts mit Ratio­nal­ität zu tun, son­dern ein­fach nur mit Eigennutz“ .
    Sehe ich ähnlich,was den Nutzen ange­ht — warum soll ich mich einem dur­chaus existieren­den erhe­blichen Impfrisiko aus­set­zen, wo die Alter­na­tive (reale Infek­tion) allen­falls über­schaubare Fol­gen hat. (Schlag nach bei Ioan­ni­dis !) Bei der Ratio­nal­ität liegt er allerd­ings voll daneben — siehe oben.
    Und seine dumpfe Angst­mache mit den ver­weigerten Beat­mungs­geräten kann er sich schenken, let­ztere haben im realen Ein­satz den Patien­ten zumeist nur den Rest gegeben, sprich : ich verzichte darauf gerne und optiere für die weitaus bil­ligere Atemmaske.
    (Erfahrung macht klug, echte Infor­ma­tion ist bess­er als Regierung­spro­pa­gan­da, Quellen gibt es zur Genüge). Heißer Tipp: Auf der Suche nach der Wahrheit, Teile 1 + 2, in der servus-Mediathek.

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