Kri­sen wie die aktu­el­le unter der Ägi­de des Covid-19-Virus hat es noch nie gege­ben, denn im Unter­schied zur Pest im 14. Jahr­hun­dert oder der Spa­ni­schen Grip­pe 1918 trifft es heu­te eine wei­ter­ent­wi­ckel­te, stark ver­net­ze und vor allem extrem arbeits­tei­li­ge Gesell­schaft. Das 14. Jahr­hun­dert basier­te auf Selbst­ver­sor­gung klei­ner und kleins­ter Ein­hei­ten, der Fern­han­del war über­schau­bar. Selbst 1918 leb­te die Mehr­heit der Mensch­heit noch in länd­li­chen Struk­tu­ren, der Kon­takt zur Außen­welt wur­de vom Pfar­rer und vom Bür­ger­meis­ter auf­recht­erhal­ten und bei­de wand­ten sich an höchst unter­schied­li­che „höhe­re Instan­zen“. Die Wucht, mit wel­cher der jähe Stopp des wirt­schaft­li­chen und sozia­len Lebens die Welt heu­te trifft, hat kein Bei­spiel. Öko­no­men wie Tal­eb oder Krall sehen in der aktu­el­len Coro­na-Pan­de­mie genau das „Schwar­zer Schwan“-Ereignis, an das nie­mand gedacht hat und das Poten­zi­al in sich trägt, uns in eine tie­fe und lan­ge Stag­fla­ti­on zu stür­zen. Die Panik an Märk­ten, in Regie­run­gen und in der Bevöl­ke­rung gibt ihnen recht, auch wenn die­ser Schwar­ze Schwan nicht der Aus­lö­ser der Kri­se, son­dern nur deren Brand­be­schleu­ni­ger ist.

Das Wesentliche

Es wird eini­gen noch nicht auf­ge­fal­len sein, aber das ers­te, was in die­ser Kri­se knapp wur­de, war nicht Toi­let­ten­pa­pier, son­dern Ver­trau­en. Das Ver­trau­en dar­auf, dass unse­re Gesell­schaft auch mor­gen noch so funk­tio­nie­ren wird, wie wir sie beim Schla­fen gehen zurück­ge­las­sen haben, hat tie­fe Ris­se bekom­men. Die Gewiss­heit des Über­flus­ses war es, die es eini­gen sogar erlau­be, poli­ti­sche Gering­schät­zung oder Ver­ach­tung dafür zu ent­wi­ckeln. Sät­ze wie „wir haben zwan­zig Sor­ten Joghurt im Kühl­re­gal, kön­nen aber den Hun­ger in der Welt nicht besie­gen“ klin­gen uns allen noch in den Ohren. Doch gera­de der Über­fluss, die Ver­füg­bar­keit und Zuver­läs­sig­keit unse­rer Lie­fer­ket­ten sorg­ten dafür, dass wir Ver­trau­en auf­bau­ten und jede Vor­sor­ge bereit­wil­lig exter­na­li­siert oder unter­las­sen haben. Es bedurf­te nur weni­ger Jahr­zehn­te, um das mensch­li­che Ver­hal­ten vom tri­ba­len Raf­fen hin zur anony­men Koope­ra­ti­on zu ver­än­dern. Es bedarf sogar nur Tage, um in tri­ba­les Ver­hal­ten zurück­zu­fal­len und ein­ge­spiel­te Ver­sor­gungs­ket­ten an den Rand des Kol­laps zu bringen.

Unser koope­ra­ti­ves Ver­hal­ten hat sogar so gut funk­tio­niert, dass wir uns kei­ne Gedan­ken dar­über mach­ten, wie es zustan­de kommt. Wir dach­ten, die gan­ze Welt ticke so wie wir. Denn dass Strom­ver­sor­gung, Was­ser, Gas, Müll­ab­fuhr, Gesund­heits­ver­sor­gung und die Ver­sor­gung mit Joghurt gesi­chert waren, dafür sorg­te doch die Regie­rung! Es ist noch nicht lan­ge her und klingt wie ein ver­que­rer Hil­fe­schrei aus einer ande­ren Zeit, dass die soge­nann­ten Prep­per auf dem Radar des Ver­fas­sungs­schut­zes auf­tauch­ten. Die Süd­deut­sche noch 2017: „Soge­nann­te „Prep­per“ berei­ten sich auf mög­li­che Kata­stro­phen vor, in denen das staat­li­che Ver­sor­gungs­sys­tem zusam­men­bricht.“ Hier ist bereits ver­rä­te­risch von „staat­lich“ die Rede, wo doch eigent­lich von der Lebens­mit­tel­ver­sor­gung durch den frei­en Markt gespro­chen wer­den muss. Heu­te ist allen das Lachen und Kri­mi­na­li­sie­ren ver­gan­gen, statt­des­sen könn­ten Prep­per nun Semi­na­re über Lager­wirt­schaft, Ver­brauchskal­ku­la­ti­on und Vor­rats­hal­tung geben, wenn es noch öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen gäbe.

Führungsschwäche der Politik

Kri­sen­zei­ten sind gute Zei­ten für fähi­ge Poli­ti­ker und man muss lei­der fest­stel­len, dass es sol­che zumin­dest auf Landes‑, Bundes‑, oder EU-Ebe­ne nicht gibt. Ist nicht die EU per eige­ner Defi­ni­ti­on genau eine sol­che Kör­per­schaft, die jen­seits natio­na­ler Inter­es­sen das Wohl aller Bür­ger im Auge hat und sich um nichts Wich­ti­ge­res küm­mert, als das gro­ße Gan­ze? Doch es gab und gibt kei­ne Not­fall­plä­ne, kein ein­heit­li­ches Vor­ge­hen gegen Covid-19, und das, obwohl doch an der Spit­ze der mäch­tigs­ten Insti­tu­ti­on „EU-Kom­mis­si­on“ mit Ursu­la von der Ley­en aus­ge­rech­net eine Medi­zi­ne­rin steht.

Statt­des­sen erle­ben wir wie in jeder Kri­se die Renais­sance der Natio­nal­staa­ten, die Gren­zen schlie­ßen, Not­fall­maß­nah­men ergrei­fen und Kräf­te diri­gie­ren kön­nen. Außer in Deutsch­land, wo Kanz­le­rin Mer­kel um ihren Platz in der Geschich­te bangt, statt aus­ge­rech­net das zu tun, was die Schwe­fel­par­tei seit Jah­ren (wenn auch aus ganz ande­ren Grün­den) for­dert: die Gren­zen zu schlie­ßen. Ihre Aus­re­de für das Ver­sa­gen von 2015 war, die Gren­ze sei ja schon offen gewe­sen, hät­ten also gar nicht mehr geöff­net wer­den kön­nen. Dies­mal wird ihre Aus­re­de sein, dass unse­re Nach­barn durch deren Grenz­schlie­ßun­gen uns die Arbeit ja bereits abge­nom­men hät­ten. Wel­che Schwäche!

Es ist die Schwä­che des Nichts­tuns und Nicht­re­gie­rens, dass sich lie­ber mit der Bewäl­ti­gung der Fol­gen eige­ner Unter­las­sung befasst, statt in der Kri­se aktiv zu wer­den. Dies offen­bart sich in der Art, wie heu­te poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung über­nom­men wird. Und zwar in der Kri­se, nicht bei Schön­wet­ter! Als Hel­mut Schmidt als Bür­ger­meis­ter von Ham­burg bei der Elbe­flut 1962 die ame­ri­ka­ni­sche Armee zu Hil­fe rief, ver­stieß er streng genom­men gegen Recht und Gesetz. Der Preis des mög­li­chen Schei­terns war klar: er hät­te sei­nen Hut neh­men müs­sen, wenn sei­ner Ent­schei­dung kein Erfolg beschie­den gewe­sen wäre. Es gab ver­gleich­ba­re Fäl­le bei Ade­nau­er, Brandt, Kohl und Schrö­der. Jedoch kei­ne ein­deu­ti­gen unter Mer­kel. Selbst für das Sicher­heits­ver­spre­chen für deut­sche Spar­ein­la­gen von 2008 brauch­te sie Finanz­mi­nis­ter Stein­brück als Garant an ihrer Seite.

Ängst­li­ches Zögern lähmt unfä­hi­ge Poli­ti­ker aus­ge­rech­net dort, wo Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und Maß­nah­men anzu­ord­nen sind, die nur zen­tral ent­schie­den und ange­ord­net wer­den kön­nen. Dies und nur dies ist die Domä­ne eines Staa­tes oder der EU, die sich statt­des­sen lie­ber damit befas­sen, mög­lichst tief in das Leben des Ein­zel­nen regelnd ein­zu­grei­fen, selbst wenn die­ser nicht dar­um gebe­ten hat. Doch muti­ges Han­deln in Kri­sen­zei­ten schließ ein, dass man für sei­ne Ent­schei­dun­gen – die rich­ti­gen und die fal­schen – gegen­über sei­nem Sou­ve­rän Ver­ant­wor­tung über­neh­men muss. Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men bedeu­tet heu­te jedoch nur, nach einer Erklä­rung zusam­men mit der über­nom­me­nen Ver­ant­wor­tung den Raum einer Pres­se­kon­fe­renz zu ver­las­sen und im Amt zu bleiben.

Wie wenig Tuch­füh­lung unse­re Poli­ti­ker zumin­dest auf Bun­des­ebe­ne mit den Sor­gen und Nöten der Men­schen haben, zeig­te sich erst in die­ser Woche, als rings um Deutsch­land die Län­der Not­maß­nah­me um Not­maß­nah­me ver­kün­de­ten und es in Ber­lin nichts Eili­ge­res zu beschlie­ßen gab, als die Erhö­hung der Rund­funk­ge­büh­ren ab 2021. Die Beur­tei­lung die­ser Takt­lo­sig­keit liegt bei den Bür­gern irgend­wo zwi­schen blan­kem Zynis­mus und kal­ter Ver­ach­tung und die Bür­ger wer­den das auch nicht so schnell vergessen.

Zurückgeworfen von Covid-19

Wir hat­ten uns nicht nur auf staat­li­che Len­kung und Garan­tien ver­las­sen, son­dern auch dabei zuge­se­hen, wie unse­re Legis­la­ti­ve jah­re­lang die Axt der „poli­ti­schen Gestal­tung“ an die Sys­te­me leg­te, die uns so selbst­ver­ständ­lich gewor­den waren, wie der Wech­sel von Tag und Nacht. Stra­te­gi­sche Reser­ven wur­den abge­baut und ver­schwan­den, Not­fall­plä­ne wur­den nicht aktua­li­siert, Ver­än­de­run­gen in Struk­tur und Gewohn­hei­ten der Men­schen nicht in Rech­nung gestellt. Eini­ge wer­den sich viel­leicht noch an die eti­ket­ten­lo­sen Fleisch­kon­ser­ven erin­nern, die frü­her in Schü­ben in den Märk­ten auf­tauch­ten, wenn in staat­li­chen Lagern die Not­ra­tio­nen umge­schich­tet wur­den. Lan­ge vor­bei. Die Ber­li­ner Senats­re­ser­ve, im Erin­ne­rung an die Ber­lin­blo­cka­de ange­legt, wur­de ab 1989 für obso­let erklärt und abge­schafft. Als letz­te Remi­nis­zenz an kal­ten Krieg, Kri­sen­vor­sor­ge und schlech­te­re Zei­ten bleibt vie­len heu­te nur noch das sams­täg­li­che 12-Uhr-Pro­ben der ört­li­chen Sire­nen. Statt nun aber zu begrei­fen, dass sich die­se Kri­se nicht mit den übli­chen Bar­ri­ka­den-Flos­keln vom „Zusam­men ste­hen“, „Hal­tung zei­gen“, „offe­ner Gesell­schaft“ und „Hand in Hand“ wird ver­trei­ben las­sen, sind wir gestraft mit Jour­na­lis­ten, die den Schuss selbst dann nicht hören, wenn sie neben der Kano­ne stehen.

Zurück­ge­wor­fen auf die Fra­ge, auf was im Leben eigent­lich noch Ver­lass ist – und ange­sichts der Füh­rungs­schwä­che unse­rer Poli­tik steht alles in Fra­ge – ver­fal­len die Men­schen in die unsin­nigs­ten Ver­hal­tens­wei­sen. Denn aus­ge­rech­net Toi­let­ten­pa­pier zu bun­kern, als wür­den die Bäu­me mor­gen auf­hö­ren, Zel­lu­lo­se zu pro­du­zie­ren, zeugt nicht gera­de von Ratio­na­li­tät und plan­vol­lem Ver­hal­ten. Doch wir haben es ein­fach ver­lernt, uns auf Kri­sen vor­zu­be­rei­ten und die noch vor­han­de­nen rudi­men­tä­ren Instink­te las­sen uns in Rich­tun­gen lau­fen, die kein Psy­cho­lo­ge mehr erklä­ren kann.

Mei­ne Groß­mutter, Jahr­gang 1901 und Zeit­zeu­gin zwei­er Welt­krie­ge, der Welt­wirt­schafts­kri­se von 1929 und der ent­beh­rungs­rei­chen Nach­kriegs­zeit ab 1945 – noch dazu im öst­li­chen Deutsch­land – wür­de ange­sichts der aktu­el­len Hams­te­rei nur müde lächeln. Sie sam­mel­te jedoch bis zu ihrem Tod 1977 Koh­len, Kar­tof­feln und Rüben von der Stra­ße auf, wenn vor­bei­fah­ren­de Fahr­zeu­ge die­se ver­lo­ren hat­ten und ihre Abnei­gung gegen die Ver­schwen­dung von Lebens­mit­teln war episch! Denn Koh­len und Rüben brin­gen dich durch den Win­ter, Toi­let­ten­pa­pier eher nicht. Sie hät­te sicher nicht ver­stan­den, war­um man die Ener­gie­ver­sor­gung von hei­mi­scher Koh­le auf rus­si­sches Gas oder vola­ti­len Wind umstellt, um so den zahl­rei­chen Abhän­gig­kei­ten noch eine wei­te­re hin­zu­zu­fü­gen und immer dich­ter am Rand eines Black­outs spa­zie­ren zu gehen.

Nun möch­te ich hier nicht dem ein­fa­chen und ent­beh­rungs­rei­chen Leben das Wort reden, das für mei­ne Oma noch All­tag war. Man kann das Stre­ben nach Vor­rä­ten an Toi­let­ten­pa­pier auch anders inter­pre­tie­ren. Kern unse­rer Zivi­li­sa­ti­on sind womög­lich eher die sani­tä­ren und hygie­ni­schen Errun­gen­schaf­ten als die geis­tes­wis­sen­schaft­li­che Betrach­tung der Welt­läuf­te. Wäre es anders, deck­ten sich die Men­schen wohl statt mit Toi­let­ten­pa­pier lie­ber mit den Wer­ken Prechts oder der Gen­der­wis­sen­schaft ein, um gut durch die Kri­se zu kom­men – wobei nicht aus­ge­schlos­sen ist, dass man die­se dem Zweck der Kör­per­hy­gie­ne des Süd­pols zuführt, wenn die Not groß ist. Ver­mut­lich ist die Arbeit eines Klemp­ners, eines Flie­sen­le­gers oder eines Müll­ent­sor­gers eben doch wesent­li­cher, wich­ti­ger und wert­vol­ler als die eines Pro­fes­sors für ver­glei­chen­de Gen­de­ro­lo­gie. Doch wäh­rend die Netz­wer­ke letz­te­rer in schöns­ter Blü­te ste­hen, haben wir die ers­te­ren seit Jah­ren sträf­lich vernachlässigt.

Gefühlte, erträumte und wirkliche Katastrophen

Die poli­ti­sche Axt des Gestal­tens fährt aber auf vie­le Berei­che nie­der und gan­ze Heer­scha­ren von Akti­vis­ten schau­en dem stüm­per­haf­ten Schnitz­werk zur Ret­tung der Welt applau­die­rend und anfeu­ernd zu. Stein für Stein wird aus dem Pflas­ter der Stra­ße gebro­chen, dass wir aus den Errun­gen­schaf­ten der Zivi­li­sa­ti­on wie selbst­ver­ständ­lich unter den Füßen haben. Es braucht ja nicht erst Covid-19 um zu erken­nen, dass Sys­te­me wie die Ener­gie­ver­sor­gung, das Gesund­heits­sys­tem oder die Bun­des­wehr längst so auf Kan­te genäht sind, dass man schon kaum noch Resi­li­enz in ihnen fin­det. Die­se man­geln­de Resi­li­enz fehlt uns heu­te schmerzlich.

Auch dass den LkW, der den Nach­schub an Sei­fe, Nudeln und Toi­let­ten­pa­pier in die Super­märk­te brin­gen möge, der über­all ver­teu­fel­ten Die­sel­mo­tor antreibt, wird man­chen Akti­vis­ten wohl erst heu­te klar, nach­dem sie im Kampf gegen kurz­le­bi­ge Stick­oxi­de und ein paar Mikro­gramm Fein­staub grob­fahr­läs­sig ers­te Fahr­ver­bo­te for­der­ten. Die vor dem Fein­staub geret­te­te Mensch­heit stirbt am noch fei­ne­ren „Staub“ vira­ler DNA – die Evo­lu­ti­on hat wirk­lich Humor und kennt kei­ne Gna­de mit dem auf­ge­bla­se­nen Ego noto­ri­scher Welt­ret­ter. Der Ret­tungs­wa­gen, der einen kol­la­bier­ten Umwelt­ak­ti­vis­ten mit Die­sel­kraft in die Not­auf­nah­me bringt, wo mit Braun­koh­le pro­du­zier­ter Strom die Infu­si­ons-Appa­ra­te und Beatmungs­ma­schi­nen betreibt, ist eine tref­fen­de Sati­re auf wohl­stands­ver­blö­de­te Pro­blem­su­cher, die nie erkannt oder wie­der ver­ges­sen haben, dass die Natur nicht unbe­dingt unser kusche­li­ger Freund ist, dem wir Gewalt ange­tan und nun ret­ten kön­nen. Manch­mal ist die Natur nur das Arsch­loch, das ein­fach das Licht aus­macht, wäh­rend wir ohne Toi­let­ten­pa­pier auf dem Klo sitzen.

Covid-19, ein unfreundliches „Hallo“ der Natur

Wir haben es weit getrie­ben in letz­ter Zeit. In Paris wur­de 2015 unter lau­tem Applaus beschlos­sen, die glo­ba­le Erwär­mung zu stop­pen, ja, den Trend umzu­dre­hen. Heu­te sit­zen wir in einem mehr­fach aus­ge­brems­ten, ver­wun­de­ten Land qua­si unter Haus­ar­rest, wäh­rend die Natur drau­ßen den Früh­ling vor­zieht, die Kro­kus­se blü­hen lässt und der früh­lings­haf­te März­wind flüs­tert uns zu:

‚Ihr klei­nen Men­schen, das war also eure größ­te Furcht? Dass die Win­ter mil­der und die Som­mer wär­mer wür­den? Ihr sorg­tet euch um Süd­see­inseln, die den­noch ein­fach nicht im Meer ver­sin­ken wol­len. Ihr hat­tet Angst um den Eis­bä­ren, den ihr in Köln, Mün­chen oder Ham­burg zu ver­mis­sen glaub­tet, dabei geht es dem ganz präch­tig. Eure For­schungs­schif­fe, die ihr aus­sen­det, um das Abschmel­zen der Pole zu doku­men­tie­ren, blei­ben im Eis ste­cken. Eure Kin­der gin­gen frei­tags nicht zur Schu­le, weil sie Angst vor der Zukunft hat­ten. Nun schließt ein Virus all eure Schu­len und ihr habt wirk­lich Grund, euch zu fürch­ten. Ich will euch leh­ren, dass ihr Teil die­ses Pla­ne­ten seid, nicht des­sen Norm­ge­ber oder Auf­pas­ser. Eure Ver­letz­lich­keit liegt in eurer Arro­ganz, ohne Zögern in jedes Nichts zu sprin­gen, wenn  es nur eine gro­ße Bewe­gung ver­spricht und aus­ge­rech­net das gering zu schät­zen, was ihr euch über Jahr­hun­der­te müh­sam erkämpft und erar­bei­tet habt.‘

Ergän­zend zu die­sem Macht­wort der Natur füge ich eine klei­ne Anek­do­te an, die uns jetzt, da wir als Gesell­schaft gegen den Abstieg und die Auf­lö­sung kämp­fen, wie eine Nach­richt aus einer über­ge­schnapp­ten Ver­gan­gen­heit erschei­nen mag.

In „bes­se­ren Zei­ten“, als unse­re Poli­ti­ker jeden Tag eine wei­te­re Sau durch Dorf jag­ten, um immer absur­de­re Wege zu fin­den, das Leben der Men­schen zu regle­men­tie­ren und den tech­ni­schen Fort­schritt zu gei­ßeln, hat­te unse­re Umwelt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze die irre Idee, im Kampf um CO2-Ein­spa­run­gen dem Inter­net ans Leder zu gehen. Man müs­se ja nicht immer die höchs­te Auf­lö­sung für Bild und Video ein­stel­len, so Schul­ze, ganz im moder­nen Ver­zicht­sprech, wie er Gre­ta Thun­berg so gut gefällt.

Nun hat Covid-19 auch die Frei­tags­de­mos der Gre­ta-Jün­ger aus­ein­an­der­ge­sprengt und in die ver­netz­ten Zim­mer zurück­ge­wor­fen und Gre­ta for­dert via Twit­ter, die Streiks von zu Hau­se aus fort­zu­set­zen. Und zwar, indem man Fotos von sich mit Streik­schild pos­tet, auf dem die immer­glei­chen For­de­run­gen zu sehen sind. Sven­ja Schul­ze und Gre­ta Thun­berg kämp­fen hier an der­sel­ben Front und je erfolg­rei­cher Schul­zes Ver­zichts­for­de­run­gen wür­den, umso schlech­ter könn­te man die For­de­run­gen auf den Schil­dern der Kli­ma­kin­der wegen Ver­pi­xelung lesen.

Eine Welt­ret­ter­be­we­gung, die durch die Natur in ihre siche­ren, künst­li­chen Alko­ven zurück­ge­drängt wird und von dort dem Ver­lö­schen ihrer Bot­schaf­ten durch deren Ver­wirk­li­chung zuse­hen muss. Das wür­de ich dia­lek­ti­scher Over­kill nennen!

Spä­tes­tens jetzt soll­te auch dem Letz­ten klar sein, dass hier eini­ges gewal­tig schief gelau­fen ist und das die Mensch­heit wirk­lich ele­men­tare­ren Bedro­hun­gen aus­ge­setzt ist, die wir im Gegen­satz zu den gefühl­ten und erdach­ten Bedro­hun­gen nie auf dem Zet­tel hatten.

Covid-19 wird nicht das Ende der Zivi­li­sa­ti­on bedeu­ten. Aber viel­leicht das Ende jener Welt, die wir für beherrsch­bar und nach Belie­ben und Gut­dün­ken ver­än­der­bar gehal­ten haben. Pas­sen Sie auf sich auf, lie­be Leser. Die Lage ist ernst und ich brau­che jeden ein­zel­nen von Ihnen.

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37 Kommentare

  1. „… das(s) die Mensch­heit wirk­lich ele­men­tare­ren Bedro­hun­gen aus­ge­setzt ist, die wir im Gegen­satz zu den gefühl­ten und erdach­ten Bedro­hun­gen nie auf dem Zet­tel hatten“.
    Epi­de­mien oder Pan­de­mien „nie auf dem Zettel“????
    AIDS, Schwei­ne­grip­pe, Vogel­grip­pe, Ebo­la — sind so die ers­ten Din­ge, die mir da in Erin­ne­rung kommen.

    „wirk­lich ele­men­tare­ren Bedro­hun­gen“ bei aktu­ell 44 Toten in DE kann ich die­se For­mu­lie­rung nicht ganz nach­voll­zie­hen. Alle Modell­rech­nun­gen mit expo­nen­ti­el­lem Anstieg erin­nern mich an die Modell­rech­nun­gen der Klimaalarmisten.
    Die WIRKLICHE Bedro­hung ist nicht im Außen, son­dern offen­sicht­lich men­tal. Das zei­gen sowohl Kli­ma- als auch die Coronahysterie.
    Die Mensch­heit kann sich offen­bar nicht mehr vor­stel­len, „dass das alles gut geht“ — es muß ein Desas­ter her, so oder so. Und es wird alles dafür getan, es herbeizuführen.

    Es scheint, dies­mal mit Erfolg. Nor­ma­ler­wei­se sind sol­che Bör­sen­crashs der Anfang einer lan­gen Dür­re­pe­ri­ode — und der Bör­sen­crash ist noch nicht zu Ende! Er hat jetzt bereits Aus­ma­ße, die 2008/​9 in den Schat­ten stel­len. Es wird zu dra­ma­ti­schen öko­no­mi­schen und sozia­len Ver­wer­fun­gen kom­men, kein Witz. Und das bei aktu­ell 10000 Toten weltweit.
    Man sieht, wir brau­chen gar kei­ne rea­le Bedro­hung, um uns zu rui­nie­ren. Unser Selbst­ver­nich­tungs­pro­gramm läuft per­fekt in uns selbst ab.

    Men­ta­le Pro­ble­me kön­nen nur auf spi­ri­tu­el­le Wei­se über­wun­den wer­den. Dafür ist auf die­ser Sei­te jedoch kein Platz.

    • Ähm… Hast Du Dir mal über­legt, was pas­siert, wenn Du nen Unfall oder Schlag­an­fall hast, und die Kran­ken­häu­ser vol­ler Coro­na-Fans sind? Oder Du irgend­ei­nen Betrieb hast, in dem Du die Leu­te nicht von­ein­an­der iso­lie­ren kannst? Oder auch einem Pro­duk­ti­ons­ein­bruch mit Geld­dru­cke­rei begeg­net wird? Unse­re Gesell­schaft ist gera­de im Begriff die Ver­spre­chun­gen, mit denen die Leu­te bis­her ruhig gestellt wur­den, nicht mehr ein­hal­ten zu kön­nen. Abge­se­hen davon, wart mal ab, ob Du Dich immer noch für die Bör­sen­la­ge inter­es­sierst, sobald Dei­ne Lun­ge zuschwillt, oder ob Du Dich dann mehr dafür inter­es­sierst, dass die Medi­ka­men­te und Gerä­te knapp sind.

      Man kann argu­men­tie­ren, dass Coro­na-Chan auf­grund der über­pro­por­tio­na­len Erken­nungs­ra­te der schwe­ren Fäl­le weni­ger schlimm ist, als dies laut den WHO-Anga­ben der Fall ist, und die Panik eine direk­te Fol­ge der Bericht­erstat­tung ist. 

      Man könn­te auch sagen, dass eine beson­ders anste­cken­de und stän­dig mutie­ren­de Vari­an­te von SARS gera­de ende­misch gewor­den ist, und die Schwä­chen des west­li­chen Wer­te- und Wirt­schafts­sys­tem offen­legt. Das ist kein Selbst­ver­nich­tungs­pro­gramm, son­dern ein Kon­struk­ti­ons­feh­ler. Bei nem ein­stür­zen­den Haus wür­de man auch nicht von einem Selbst­zer­stö­rungs­me­cha­nis­mus spre­chen, son­dern von einer feh­ler­haf­ten Kon­struk­ti­on. Du ver­wech­selst die Fas­sa­de mit der Sta­tik, wenn Du meinst, das wäre alles nur Hysterie.

  2. Ich fin­de, unter die­sem Arti­kel gibt es zu wenig Kom­men­ta­re vom lie­ben Rolfi.

  3. Sagt mal, ist Euch eigent­lich klar, dass Schu­len, Unis, und Arbeits­plät­ze dicht gemacht wer­den müs­sen, wenn man Coro­na-Chan Ein­halt gebie­ten will? Man hat min­des­tens 10% Hos­pi­ta­li­sie­rungs­ra­te, und dafür gibts nicht genug Kran­ken­haus­bet­ten, wenns erst rich­tig abgeht. Was man jetzt sieht ist ja noch nicht­mal die Panik.

    Wenn die Leu­te jetzt schon Schiss haben, dass sie sich nicht nach dem intims­ten Moment des Tages den Arsch abwi­schen kön­nen, was wird erst sein, wenn sie rei­hen­wei­se nach Luft jap­send kre­pie­ren, und nie­mand im wei­ßen Kit­tel so tut, als wür­de er ihnen hel­fen? Das ist doch auch zu so nem Ritu­al unse­rer Gesell­schaft gewor­den — Wenns Dir schlecht geht, gehst Du zu nem Arzt, und der macht irgend­was, und ver­mit­telt Dir damit die Sicher­heit, dass sich jemand dar­um küm­mert. Ist zwar über­be­wer­te­te Geld­ma­che­rei, aber die Psy­che beru­higt es. Wie wer­den die Leu­te wohl abge­hen, wenns das nicht mehr gibt, und im Neben­raum die Oma erstickt, oder man ne Flie­gen­pla­ge hat, und die Woh­nung der allein­er­zie­hen­den Nach­ba­rin noch fau­ler müf­felt, als der Müll­berg vor der Haustür? 

    Übri­gens möch­te ich erwäh­nen, dass es gar nicht so unwahr­schein­lich ist, dass Nor­mies sich bald fra­gen wer­den, womit sie sich den Arsch abwi­schen sol­len. Stellt Euch doch mal vor, dem Staat geht die Koh­le aus, und unse­re 90%-Sozialhilfe-Musel haben nichts zu essen für ihre Kin­der. Die Fra­ge, die sich dann stellt, ist, ob die selbst plün­dern gehen, oder kos­tü­mier­te Beam­ten mit BRD-Sti­cker das für sie erle­di­gen. Die ers­ten Plün­de­rer sind ja immer die Bul­len. Eine Fra­ge, die sich dann hin­ge­gen nicht stellt, ist, wann das nächs­te Mal das Klo­pa­pier-Regal im Super­markt befüllt wer­den wird, weil dann eh nie­mand mehr vor die Tür geht.

    Naja, hof­fen wir, dass man aus den Feh­lern der Gegen­wart ler­nen wird, und man in Zukunft eine muni­ti­ons­ge­deck­te Wäh­rung hat. Muni­ti­on hat sich schon mehr als ein Mal als in Kri­sen­zei­ten sichers­te und wert­hal­tigs­te Wäh­rung erwiesen.

    • Ach Rol­fi,
      schau mal bei euromomo.eu nach. Dort wirst du sehen,dass die Anzahl an Infek­ten von Atem­wegs­er­kran­kun­gen (inkl. Coro­na) bis­lang eher gerin­ger ist als in den Jah­ren zuvor.
      Was sagt uns das — na?

      • ich kor­ri­gie­re: Es wer­den nicht Infek­te dar­ge­stellt, son­dern Todes­fäl­le, sor­ry. Inter­es­sant ist auch, dass es bei Kin­dern und Jugend­li­chen qua­si kei­ne Wel­len­för­mi­ge Häu­fun­gen von Todes­fäl­len gibt und die abso­lu­te Anzahl über­haupt sehr gering ist.

      • Ach Michi,

        schau mal im Mathe­buch nach, was „expo­nen­ti­el­les Wachs­tum“ ist. Coro­na-Chan ist nicht des­halb so sexy, weil sie so vie­le Leu­te umbringt, son­dern des­halb, weil sie so anste­ckend ist, und sie unge­fähr 10–20% ihrer Fans gleich­zei­tig ins Kran­ken­haus bringt, das nor­ma­ler­wei­se kaum Über­ka­pa­zi­tä­ten hat.

        Und die­se Leu­te brau­chen die Hos­pi­ta­li­sie­rung. Die kom­men ins Kran­ken­haus, weil sie zu ersti­cken dro­hen. Die nied­ri­ge Ster­be­ra­te ist nur mit guter medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung mach­bar, jedoch nicht, wenn die Kapa­zi­tä­ten über­schrit­ten werden. 

        Hier, hast Du mal eini­ge Über­schlags­rech­nun­gen, und etwas Mathe-Nachhilfe.

        https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-act-today-or-people-will-die-f4d3d9cd99ca

        https://www.youtube.com/watch?v=Kas0tIxDvrg

        Abge­se­hen davon unter­schätzt Du die Aus­wir­kun­gen, die Panik haben kann. In Panik gera­te­ne Her­den tram­peln tot, was ihnen im Weg ist. Am Schluss wer­den wir ne Mischung aus den Seg­nun­gen von Coro­na-Chan und den Seg­nun­gen einer in Panik gera­te­ne Her­de haben. Eben­falls ists nicht gesagt, dass Coro­na-Chans Wachs­tums­ra­te hin­rei­chend gesenkt wer­den kann, ohne die Wirt­schaft so kom­plett still­zu­le­gen, wie es in Wuhan not­wen­dig war.

        Außer­dem ist Coro­na-Chan nun ende­misch, und die Chan­ce einer sexy Muta­ti­on, gegen die die alten Anti­kör­per nicht mehr wir­ken, besteht jeder­zeit, also wer­den immer neue Coro­na-Chans wie­der­kom­men. Mit Glück sind die Stats die­ser Muta­tio­nen dann sogar noch bes­ser. Und über­leg mal, wel­che psy­cho­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen es in Afri­ka haben wird, wenn die da man­gels medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung rei­hen­wei­se ver­re­cken. Über­leg mal, wie vie­le anschlie­ßend ihr Erbe auf den Kopf hau­en wer­den, um in den Wes­ten zu „flie­hen“.

        Was unterm Strich raus kommt zählt. Ich bin jeden­falls zuver­sicht­lich, und sehe der Zukunft nun viel hoff­nungs­vol­ler ent­ge­gen, als noch im letz­ten Jahr.

    • Mwaha­ha. Leu­te, ver­sucht mal ne Packung Par­acet­amol zu kau­fen. Hilft gegen Kopf­schmer­zen (und gegen Fie­ber ohne das Immun­sys­tem run­ter­zu­fah­ren). Nur für den Fall. 

      Die sind näm­lich gera­de über­all aus­ver­kauft. Wel­cher Schelm kauft da bloß gera­de den Markt leer? Sinds etwa die Juden? Brau­chen die das etwa für ihre Mat­ze­bäll­chen? Der Staat ists bestimmt nicht, denn wir wis­sen ja alle, dass der Not­fall­vor­rä­te bis zum Sanktnim­mer­leins­tag bun­kert. Eben­so die Krankenhäuser. 

      Was, außer Atem­schutz­mas­ken, Des­in­fek­ti­ons­mit­teln, Klo­pa­pier, und nicht das Immun­sys­tem beein­träch­ti­gen­den Fie­ber­sen­kern, ist der­zeit eigent­lich sonst noch so aus­ge­gan­gen? Sauerstoffflaschen? 

      Oh, ist das alles geil…

        • In Frank­reich sau­fen die Juden jede Wein­pul­le aus um dann hin­ein­zu­schlüp­fen, wo sie sich vor Coro­na in Sicher­heit wäh­nen. Und in Hol­land ver­krie­chen sie sich vor Angst unter jeder Chips­tü­te, die sie ergat­tern kön­nen. In Deutsch­land ist man man­gels Klo­pa­pier am Arsch, oder die Juden haben so viel Schiss vor Coro­na, dass sie ihren Durch­fall mit unend­lich viel Klo­pa­pier abput­zen müssen.
          Ach viel­leicht sind’s ja gar nicht die Juden, son­dern die Islamisten …
          (Sati­re off)

          • Das ist alles nicht mehr lus­tig. Die Lin­ken schie­ben das Virus grad dem Neo­li­be­ra­lis­mus in die Schu­he. Alle schnap­pen lang­sam über!

        • Ich sag­te ja bereits: 

          Wenn der Staat oder „Die All­ge­mein­heit“ Mist macht, schiebt man den Juden die Schu­he in die Schuld. Einer­seits, weil Juden bei der Grup­pe von Men­schen, die an die in nen­nens­wer­tem Umfang an die Wand gestellt gehö­ren — Medi­en, Poli­ti­ker, Anwäl­te, Finanz­we­sen, (((Intel­lek­tu­el­le))), Kriegs­trei­ber, Plu­to­kra­ten — nun­mal stark über­re­prä­sen­tiert sind. Und ande­rer­seits, weil Juden nun­mal ne Außen­sei­ter­grup­pe mit eige­ner Iden­ti­tät sind, die dadurch logi­scher­wei­se nicht zum „Team Wir“ gehört. 

          Leu­te aus den eige­nen Rei­hen an die Wand zu stel­len, wür­de die Leu­te ver­un­si­chern, und die Ord­nung unter­gra­ben. Dar­um braucht man Außen­sei­ter. Das Pro­blem ent­steht, weil man über­gro­ße Iden­ti­täts­grup­pen hat, die zu umfas­send sind, um zu funk­tio­nie­ren, und die­se Iden­ti­täts­grup­pen oben­drein noch in Staa­ten orga­ni­siert sind. Demo­kra­tie und Poli­tik sind ein Zustand per­ma­nen­ten Markt­ver­sa­gens, und der idea­le Nähr­bo­den für Kor­rup­ti­on. Anti­se­mi­ten sehen das, suchen die Schuld aber außen, und ver­su­chen das Pro­blem mit mehr von dem Pro­blem zu lösen. 

          Naja. Clown­welt. Geld­pres­se brrrrrrrr.

          P.S.

          Man kann dem Neo­li­be­ra­lis­mus in die Schu­he schie­ben, dass Coro­na-Chan im Wes­ten gelan­det ist, wo die Gren­zen offen sind, und man auf Tole­ranz und Mul­ti­kul­ti steht. Das ist ja Neo­li­be­ra­lis­mus. Der Teil der zivi­li­sier­ten Welt, in dem man Aus­län­der noch anstän­dig dis­kri­mi­niert, und Pro­ble­me mit geziel­ter Dis­kri­mi­nie­rung löst, wur­de von Coro­na-Chan ver­gleichs­wei­se ver­schont. Mul­ti­kul­ti-West­eu­ro­pa ist der neue Seu­chen­herd. Und inner­halb von Mul­ti­kul­ti-West­eu­ro­pa sind auch die „fort­schritt­lichs­ten“ Gebie­te am stärks­ten betrof­fen. Leg mal ne Kar­te mit den Coro­na-Fäl­len neben ne Kar­te mit dem Tür­ken-Anteil der Aus­län­der, oder ne Kar­te mit dem Flücht­lings-Anteil, oder dem Nicht-EU-Aus­län­der-Anteil. Die­se Din­ge sind kla­re Fol­gen von Neo­li­be­ra­lis­mus und Neo­kon­ser­va­ti­vis­mus, und es gibt nen auf die­sen Kar­ten erkenn­ba­ren Zusam­men­hang zwi­schen dem und der Corona-Durchseuchung.

          • Wie kann man nur so viel bös­ar­ti­gen Blöd­sinn öffent­lich kund tun?

            1. „an die Wand stellen“
            2. “ Juden überrepräsentiert“
            3. „Außen­sei­ter­grup­pe“
            4. „Dis­kri­mi­nie­rung schützt vor Seuchen“
            5. „Demo­kra­tie = Markt­ver­sa­gen und Korruption“

            Und dann noch hier schrei­ben in einer fie­ber­haf­ten Geistediarrhö.
            Scha­de, die­ses niveau­vol­le Forum wird von Urmen­schen geka­pert. Aber wir haben ja Mei­nungs­frei­heit. Ist das nicht schön?!

  4. Die Toi­let­ten­pa­pier Hysterie!!
    Die Idio­ten soll­ten sich bes­ser Gedan­ken dar­über machen.
    was von Vor­ne rein­geht, als von Hin­ten rauskommt!

    Das Schlimms­te Virus hat tat­säch­lich zwei Bei­ne und
    rennt in jede Rich­tung, in Der Sie Ande­re Treiben!

    Es Geht nichts über das Erha­be­ne Gefühl, sich den Arsch
    mit den Schmir­gel, den Lokus und ande­ren Nutzlosen
    Jorna­lis­ti­schen Geschreib­sel abzuwischen!

    • „Wenn ich wüss­te, dass mor­gen die Welt unterginge,“ …
      dann wür­de ich heu­te noch drei Groß­pa­ke­te Klo­pa­pier kaufen.

    • > Die Idio­ten soll­ten sich bes­ser Gedan­ken dar­über machen.
      was von Vor­ne rein­geht, als von Hin­ten rauskommt!

      Also, mei­ne Nach­barn haben Kin­der. Die sind laut und ver­zo­gen. Und ich hab nen Räu­cher­ofen im Keller.

      Lies mal das Buch „Earth Abi­des“ von Geor­ge R. Ste­wart. Dar­in kommt eine rie­si­ge Schar von Rat­ten vor, die sich so lan­ge expo­nen­zi­ell ver­mehr­te, bis der Super­markt leer­ge­fres­sen war. Du brauchst nicht zu glau­ben, dass hin­ter­her auch nur eine davon Hun­ger lei­den musste.

      Ich sehe jeden­falls Weis­heit in der Hor­tung von Klo­pa­pier. Nah­rung wächst nach und läuft rum. Klo­pa­pier hin­ge­gen ist weg, sobald es ver­braucht wurde.

  5. „Coro­na“ Co-Vid-19 ret­tet gera­de das Kli­ma und wirft dem einen oder ande­ren Blu­men­sträu­ße vor die Füße. Die Natur inter­es­siert sich einen Scheiß­dreck dafür, was wir uns aus­spin­ti­sie­ren. Sie macht ein­fach, was sie will. Heu­te Coro­na, ges­tern Fuku­shi­ma … was kommt morgen?
    Die Mensch­heit ist bis heu­te so weit gekom­men, weil sie denk­fä­hi­ge Indi­vi­du­en her­vor­bringt. Die ande­ren gehen vor die Hun­de, wenn es die Natur gera­de will. Und wenn wir nicht als Gesamt­ge­sell­schaft vor die Hun­de gehen, nen­ne ich das gro­ßes Glück, denn denk­fä­hi­ge Indi­vi­du­en feh­len an ganz ent­schei­den­den Stellen.

    Die­ser Virus ist zwar nicht so gefähr­lich, dass man ein Mas­sen­ster­ben befürch­ten müss­te. Um sei­ne Aus­brei­tung zu ver­hin­dern, ist es aber trotz­dem ganz nütz­lich, eine Pau­se in die wahn­haf­te Betrieb­sam­keit ein­zu­le­gen. Über­ste­hen tun wir das bestimmt. Aller­dings wird sich so man­ches ver­än­dern müs­sen. Eine Leh­re wird sie sein, viel­leicht. Ich bin da ganz zuver­sicht­lich, wir wer­den noch genü­gend Glück haben. Weil zum Glück sind genü­gend klu­ge Men­schen an den nicht ent­schei­den­den Stel­len und ent­schei­den dann ent­spre­chend. Denn ohne Regie­rung funk­tio­niert vie­les offen­bar viel besser.

    • Es könn­te auch sein, dass Bar­geld abge­schafft wird, und wir alle nen Per­so­nen­tra­cker ver­passt bekom­men, der dann den Per­so­nal­aus­weis und die EC-Kar­te ersetzt.

      Den­ken­de Men­schen haben näm­lich das Pro­blem, dass sie aus der Her­de gebis­sen wer­den, weil sie die­se „ver­un­si­chern“, da sie der Regie­rung und des­sen Sprach­rohr, den Medi­en, wider­spre­chen. Es ver­un­si­chert die Scha­fe, wenn man nicht „Mäh“ sagt. Und die sind auch wirk­lich so blöd, dass sie nicht selbst­stän­dig dafür sor­gen kön­nen, dass sich ne Erkäl­tung nicht wei­ter verbreitet.

      Naja, ich lie­be Coro­na-Chan. Ich genie­ße die Show. Das ist wie ein Zug-Crash in Zeit­lu­pe, und so vor­her­seh­bar, dass es ges­krip­tet wirkt.

  6. Lie­ber Roger, eigent­lich ist dei­nem wun­der­ba­ren Bei­trag nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen. Scha­de aller­dings, dass dir ein wich­ti­ger Aspekt ent­gan­gen ist.
    Wie der welt­be­kann­te Sozio­lo­ge und Rechts­ex­tre­mis­mus­ex­per­te Mat­thi­as Quent in Zeit Online aus­führ­te, wol­len Rech­te, also die AfD, das Virus nut­zen um die Gren­zen schlie­ßen zu las­sen, Demo­kra­tie und Rechts­staat aus­zu­he­beln und die Macht in Deutsch­land zu übernehmen.
    Gott sei Dank kam recht­zei­tig aus Ber­lin die Mel­dung, dass die Mil­lio­nen an die AA-Stif­tung und damit an sein Insti­tut wei­ter­flie­ßen wer­den. Sonst hät­te er noch nach­wei­sen müs­sen, dass die AfD das in ihren gehei­men Labo­ren ent­wi­ckel­te Virus, via Chi­na in die Welt gesetzt hat. 

    Ich habe das Gefühl bei eini­gen hilft es auch nicht mehr wenn der HERR Hirn reg­nen lässt. 

    PS.: Soeben las ich, Deutsch­land will am Mon­tag die Gren­zen schlie­ßen. OMG, die AfD hat in Deutsch­land die Macht übernommen.

    • Ich sag ja, das ist alles ganz schreck­lich, und erin­nert an Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger, und wird sicher­lich häss­li­che Bil­der geben. Dabei ists doch nur eine Erkäl­tung. Hof­fent­lich bewei­sen wenigs­tens genug Deut­sche Hal­tung, indem sie einen Aus­län­der umar­men. Was man den gan­zen Aus­län­dern antut ist schon schlimm… Wie sol­len die denn fünf Mal täg­lich beten, wenn die Got­tes­häu­ser geschlos­sen blei­ben? Hof­fent­lich las­sen die­se armen Men­schen sich sowas nicht bieten…

  7. Es ist bis­her abso­lut das Geni­als­te, was ich zur der­zei­ti­gen Kri­sen­si­tua­ti­on las. Gedacht hat­te ich es durch­aus ähn­lich, doch so ein­ma­lig gut hät­te ich es nicht schrei­ben können.
    Doch will ich an zwei Stel­len mosern: Nicht nur die Natur kann ein Arsch­loch sein, da der Mensch auch Natur ist, kön­nen also auch Men­schen Arsch­lö­cher sein.
    Dann die Sache, dass die Bür­ger nicht ver­ges­sen wer­den? Ich glau­be eher, dass, sobald die Kri­se vor­bei sein soll­te, die Garan­ten des Staa­tes wie­der in so lieb gewor­de­ne Gewohn­hei­ten (vom Staat gewohn­te Sicher­hei­ten) zurück­fal­len Werden.schauen wir mal!

  8. Vie­len Dank Herr Letsch. Aber Sie sind ein rea­li­täts­frem­der Opti­mist, auch wenn ich wünsch­te, Sie hät­ten recht. Wer sich so lan­ge und inten­siv in sei­ner selbst­ge­rech­ten Bes­ser­wis­se­rei gesuhlt hat wie unse­re Links­grü­nen, wer sich wie die vie­len heu­ti­gen Ani­fas 100%ig sicher ist, daß er zur Hit­ler­zeit natür­lich in den Wider­stand gegan­gen wäre, auch unter Inkauf­nah­me schwers­ter Kon­se­quen­zen, der wird sich nicht so ein­fach von einem rea­len Virus aus sei­ner Traum­welt her­aus­ho­len las­sen. Da muß es schon ganz schlimm kom­men und die­se Leu­te per­sön­lich treffen.

  9. „Doch muti­ges Han­deln in Kri­sen­zei­ten schließt ein, dass man für sei­ne Ent­schei­dun­gen – die rich­ti­gen und die fal­schen – gegen­über sei­nem Sou­ve­rän Ver­ant­wor­tung über­neh­men muss. Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men bedeu­tet heu­te jedoch nur, nach einer Erklä­rung zusam­men mit der über­nom­me­nen Ver­ant­wor­tung den Raum einer Pres­se­kon­fe­renz zu ver­las­sen und im Amt zu bleiben.“
    Also fei­ern, oder feu­ern? Wir brau­chen doch gera­de jetzt die muti­gen Ent­schei­der, und nicht nur solan­ge, wie sie erfolg­reich sind. Mutig und Ent­schei­der blei­ben sie auch nach einem Fehler!

  10. ..„unter der Fir­nis der Zivi­li­sa­ti­on.“ bit­te ! … und jetzt komm‘ mir nicht mit: “ Du, sor­ry , ey,aber…“ Haltung !

  11. Rich­tig ist, eini­ge von uns erken­nen die Untä­tig­keit der poli­ti­schen Kas­te auf allen Ebe­nen (von EU bis zum Minis­ter­prä­si­den­ten). Zugleich erle­ben wir die Daem­lich­keit die­ser links­grue­nen Ansich­ten „wir kön­nen Natur“.

    Wir wer­den von Inkom­pe­tenz oder selbst­er­nann­ten Wahr­heit­fin­dern geplagt bis hin zum Rund­funk und es ist an der Zeit sich auf­zu­ma­chen, um sich zu wehren.

  12. der pan­de­mi trot­zen: immun­ab­wehr sel­ber ganz ein­fach auf­bau­en, vater kneipp zeigt ein wis­sen­schaft­lich beleg­tes haus­mit­tel, der gesichts­guss, durch den reiz wer­den ver­mehrt immun­glo­bu­li­ne vom typ A (IgA sta­tus) bis zu 25% mehr gebil­det, die­se locken nun fress­zel­len an, hin­dern die viren am ando­cken an die schleim­haut, so die kri­se gesund über­ste­hen, zu sehen hier :
    https://www.youtube.com/channel/UCZVy8CuvJVJZ9HIc8oVF19Q
    coro­na pan­de­mi natür­li­che immun­ab­wehr aufbauen.
    tei­len-liken wei­ter­lei­ten-fol­lower werden
    WORKINGFORABETTERWORLD

      • Was an der Natur ist bit­te­schön nicht nett? 

        Unse­re lie­ben­de Mut­ter Natur beschenkt uns doch gera­de mit allem Not­wen­di­gen, das selbst anzu­rich­ten wir zu ver­schwuch­telt sind. 

        Abge­se­hen davon: Coro­na ist nur eine Erkäl­tung. Regel­mä­ßi­ges Hän­de­wa­schen reicht voll­kom­men aus, um das alles ein­zu­däm­men. Man soll­te bloß nicht damit auf­hö­ren, raus zu gehen, und sei­ne sozia­len Kon­tak­te zu pfle­gen, weil Selbst­iso­lie­rung zu psy­chi­schen Krank­hei­ten führt, und von der Umwelt als komisch und eigen­bröd­le­risch auf­ge­nom­men wer­den könn­te. Sein wir ehr­lich, wenn man ande­ren Men­schen aus Anste­ckungs­ängs­ten aus dem Weg geht, dann wirkt man schon ziem­lich komisch.

        Außer­dem brau­chen Kin­der den regel­mä­ßi­gen Kon­takt zu einer gro­ßen Grup­pe frem­der Gleich­alt­ri­ger für ihre sozia­le Ent­wick­lung. Und Arbeit muss sein.

        Außer­dem ist das Wet­ter schön, und man soll­te sich mit sei­nen Freun­den und der Fami­lie tref­fen. Wer weiß, was die­se Ver­rück­ten in der Poli­tik als nächs­tes anrichten.

  13. Guten Mor­gen,

    >Eini­ge wer­den sich viel­leicht noch an die eti­ket­ten­lo­sen Fleisch­kon­ser­ven erinnern

    Dafür bin ich zu jung. Waren die gut? Ich fin­de MREs von heu­te ja erstaun­lich lecker.

    Abge­se­hen davon: Ich hof­fe instän­dig, dass die Kom­pe­tenz­bes­ti­en in der Poli­tik es dabei belas­sen, das gan­ze lau­fen zu las­sen, bis Her­denim­mu­ni­tät da ist. Dafür bete ich drei Mal täg­lich. Gera­de eben zum ers­ten Mal für heute. 

    Dar­über hin­aus möch­te ich beto­nen, dass eine Qua­ran­tä­ne gar nicht durch­führ­bar wäre, ras­sis­tisch ist, und an das erin­nert, was die Nazis in Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern gemacht haben, und gäbe häss­li­che Bil­der. Was soll als nächs­tes kom­men? Hit­ler­gruß statt Hand­schlag, nur weil dadurch weni­ger Kei­me über­tra­gen wer­den? Außer­dem ist eine Coro­na-Erkran­kung ist in den meis­ten Fäl­len nicht schlim­mer als eine Erkäl­tung, und an Erkäl­tun­gen ster­ben jedes Jahr viel mehr Men­schen, als bis­her an Coro­na erkrankt sind, geschwei­ge denn gestor­ben. Und so ein Viro­lo­ge vom Robert-Koch Insti­tut hat auch gesagt, dass Coro­na weni­ger anste­ckend ist, als eine Erkäl­tung, und gele­gent­li­ches Hän­de­wa­schen reicht.

    Nein­ein­ein, das gan­ze ist ein auf­ge­bla­se­ner Not­hing­bur­ger, der nur von den Medi­en gehy­ped wird, um die Auf­la­gen zu stei­gern. Die Leu­te sol­len schön wei­ter ihre Kin­der in die Schu­len ste­cken, damit die­se dort etwas anstän­di­ges ler­nen, oder in den Kin­der­gar­ten, damit bei­de Eltern­tei­le auch schön arbei­ten kön­nen, oder in Ruhe hart­zen. Und Fuß­ball mit anschlie­ßen­dem Restau­rant­be­such muss auch sein.

    Ich lie­be Dich, Corona-Chan.

    P.S.

    Klo­pa­pier ist in Vene­zue­la seit Jah­ren aus­ge­gan­gen, und war, auf­grund sei­ner Knapp­heit, ein belieb­tes Valen­tins­tags­ge­schenk in Hong Kong. Außer­dem mem­te /​pol/​ seit seint Mit­te Janu­ar die­se Knapp­heit herbei.

  14. Mir wur­de schwind­lig beim Lesen des Arti­kels. Sät­ze über Sät­ze, nicht zu reden vom Gesamt­text, die einen Blick in den Abgrund der geis­ti­gen Ver­wir­rung der lin­ken Unkul­tur geben.

  15. „gesi­chert waren, dafür sorg­te doch die Regierung!“
    Ja. Und das lässt sie sich, dazu für unglaub­li­che, hin­aus­ge­wor­fe­ne, Mil­li­ar­den, fürst­lich, was sag ich, könig­lich bezahlen!
    Ich ken­ne kein Land, außer Nord­ko­rea und dem Iran, wo sich das Volk so kas­trie­ren und vor­füh­ren lässt!

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