Vera Lengs­felds poli­ti­scher Weg bis heute gibt Zeugnis ihrer Moti­va­tion für Frei­heit und Selbst­be­stim­mung in der Demo­kra­tie der Bun­des­re­pu­blik. Jüngs­tes und bisher erfolg­reichs­tes Bei­spiel ihres Wirkens sind die »Erklä­rung 2018« mit über 160 000 Unter­schrif­ten und die »Peti­tion 2018« mit inzwi­schen mehr als 50 000 Unter­stüt­zern. Nach Helmut Schmidt gibt es die Ver­ant­wor­tung der Regie­ren­den und die Ver­ant­wor­tung der Regier­ten. Vera Lengs­feld nimmt ihre Ver­ant­wor­tung als Regierte wahr und belebt auf diese Weise das Gemein­we­sen. Aus diesem Grund schla­gen wir dem Bun­des­prä­si­den­ten vor, Vera Lengs­feld mit dem »Bun­des­ver­dienst­kreuz 1. Klasse« zu wür­di­gen.
Wir haben heute unseren Vor­schlag an den Bun­des­prä­si­den­ten und den Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter von Berlin über­mit­telt. Wir sind der Meinung, dass die Öffent­lich­keit von unserem Vor­schlag erfah­ren sollte und machen ihn aus diesem Grunde bekannt. Das Ver­fah­ren zur Ver­lei­hung ist trans­pa­rent, wie es sich für diese Demo­kra­tie ziemt.

Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Vera Lengsfeld

»Das Recht zu sagen und zu drucken, was wir denken, ist eines jeden freien Men­schen Recht, welches man ihm nicht nehmen könnte, ohne die wider­wär­tigste Tyran­nei aus­zu­üben. Dieses Vor­recht kommt uns von Grund auf zu; und es wäre abscheu­lich, dass jene, bei denen die Sou­ve­rä­ni­tät liegt, ihre Meinung nicht schrift­lich sagen dürften.« (Vol­taire)

Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ent­wi­ckelte sich seit 1949 zu einem inter­na­tio­nal nach­ah­mens­wer­ten Modell hin­sicht­lich all­ge­mei­ner Frei­heit, Mei­nungs­frei­heit, Demons­tra­ti­ons­recht, Demo­kra­tie, innerer Sicher­heit, äußerer Sicher­heit dank der Mit­glied­schaft in der west­li­chen Ver­tei­di­gungs­al­li­anz, wirt­schaft­li­cher Pro­spe­ri­tät auch dank einer über­wie­gend fairen inner­eu­ro­päi­schen Koope­ra­tion und sozia­len Ent­wick­lun­gen. Das Deutsch­land nach dem Zweiten Welt­krieg gibt Anlass zu Stolz. Für viele Mittel-Ost-Euro­päer waren die Bun­des­re­pu­blik bis zum 3. Oktober 1990 und die an dem Tag fried­lich zusam­men­ge­wach­sene Bun­des­re­pu­blik Hoff­nung und Vorbild zugleich. Auch die meisten Ost­deut­schen nutzten ihre Chance auf Frei­heit und Demo­kra­tie in der west­li­chen Sicher­heit glück­lich.

Eine der wich­tigs­ten Rah­men­be­din­gun­gen dieser gedeih­li­chen Ent­wick­lung war das bestän­dig wach­sende Ver­trauen in die demo­kra­ti­schen Pro­zesse und vor allem in die offen­kun­dige Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Insti­tu­tio­nen Legis­la­tive, Exe­ku­tive, Judi­ka­tive und die soge­nannte vierte Gewalt, die Medien. Der Glaube an freie Wahlen, an daraus fol­gende fried­li­che Regie­rungs­bil­dun­gen und -ver­än­de­run­gen, an die Kon­trolle der Regie­rung durch das Par­la­ment und ins­be­son­dere durch die jewei­lige Oppo­si­tion, die ver­trau­ens­wür­dige Recht­spre­chung ins­be­son­dere des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts und der Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit sowie an Medien, die sich nicht durch Regie­rungs­nähe aus­zeich­ne­ten – all das machte den Zauber der Bun­des­re­pu­blik für die meisten Bun­des­bür­ger, aber auch große Teile der Welt­öf­fent­lich­keit, aus. Wir schrei­ben dieses in der hoff­nungs­vol­len Annahme, dass sich die demo­kra­tisch-freie Ent­wick­lung fort­set­zen wird, im Prä­te­ri­tum. Neben vielen pes­si­mis­tisch stim­men­den Ent­wick­lun­gen im der­zei­ti­gen Gefüge Gesell­schaft – Par­teien – Demo­kra­tie – Gewaltenteilung/Medien sehen wir dennoch uns opti­mis­tisch machende Ansätze.

Seit dem Herbst 2015 aller­dings durch­zieht die Gesell­schaf­ten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und Europas ein Ver­trau­ens­ver­lust in die Poli­ti­sche Klasse, in die demo­kra­ti­schen Insti­tu­tio­nen, in die Grund­la­gen offener Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Bür­ger­ge­sell­schaft und Regie­ren­den, der für die Zeit nach 1945 ohne­glei­chen ist.

Nicht die Bereit­schaft zur huma­ni­tä­ren Hilfe für bedrohte Men­schen jeg­li­cher Her­kunft und Reli­gion ist dabei der Grund für diese flä­chen­de­ckende Ver­un­si­che­rung, sondern anschei­nend uner­klär­li­ches staat­li­ches Ent­schei­den und Handeln ohne die vor­he­rige Ein­ho­lung eines Mandats dafür vom Sou­ve­rän respek­tive seiner Volks­ver­tre­tung.

Im Herbst 2015 gab es keine erkenn­bare Gewal­ten­tei­lung. Exe­ku­tive, Legis­la­tive, Judi­ka­tive und vierte Gewalt ver­schwam­men zu einer beun­ru­hi­gen­den ein­zi­gen Gewalt. Hinzu kam von dieser schein­bar ein­zi­gen Gewalt die Aussage, die Bun­des­re­pu­blik sei nicht in der Lage, ihr staat­li­ches Ter­ri­to­rium kon­trol­lie­ren und damit ihre Bürger schüt­zen zu können. Neben jenem Bild des »Regie­rens aus einer Hand« schälte sich ein überaus besorg­nis­er­re­gen­der Umstand heraus. Die große Koali­tion 2013–2017 besaß eine Bun­des­tags­mehr­heit von 504 Abge­ord­ne­ten gegen­über 127 Oppo­si­ti­ons­man­da­ten. Bei 631 Bun­des­tag­ab­ge­ord­ne­ten stand die ein­fa­che Mehr­heit bei 316 Stimmen. Damit sank der fak­tisch par­la­men­ta­risch wirk­same »Wert« eines ein­zel­nen MdBs rapide. Selbst wenn sich 187 Abge­ord­nete der Regie­rungs­frak­tio­nen den äußerst umstrit­te­nen Ent­schei­dun­gen bzw. Nicht-Ent­schei­dun­gen (je nach poli­ti­schem Stand­ort) in den Weg gestellt hätten, wäre ihre Haltung nicht ent­schei­dungs­be­ein­flus­send gewesen.

Das gilt gerade auch vor dem Hin­ter­grund, wonach die kom­plette Oppo­si­tion im Bereich Mas­sen­zu­wan­de­rung 2015 ff. auf Seiten der Regie­rung stand. Damit wären die mög­li­chen bis zu 187 Regie­rungs­ab­weich­ler locker aus­zu­glei­chen gewesen. Ein für Abge­ord­nete von Regie­rungs­frak­tio­nen überaus depri­mie­ren­der und demo­ti­vie­ren­der Zustand. Abwei­chende Stimmen waren nicht nur nichts wert, sie waren mit der realen Gefahr exis­ten­zi­el­ler Selbst­ver­nich­tung durch mutiges Ein­ste­hen für eigene Stand­punkte ver­bun­den. Aus unserer Sicht hat diese bedroh­li­che und demo­kra­tie­theo­re­tisch ver­hee­rende Läh­mungs­si­tua­tion zu einer bis heute nach­wir­ken­den Zähmung freien Abge­ord­ne­ten­wil­lens geführt. Sollte diese Annahme zutref­fen, drohen der Bun­des­re­pu­blik weitere Jahre Ver­trau­ens­ver­lust in ihre Poli­ti­ker und Insti­tu­tio­nen. Wir alle müssen unseren Abge­ord­ne­ten Mut machen und ihnen auf den Weg geben, dass das Tun von solchen Men­schen wie Vera Lengs­feld ihre Posi­tion inner­halb des Gemein­we­sens stärkt.

Der Ver­trau­ens­ver­lust betrifft nicht nur die Berei­che Politik und Gewal­ten­tei­lung. Die Medien als wich­tige Säule gesell­schaft­li­cher Kom­mu­ni­ka­tion und Infor­ma­tion hatten sich 2015 ff. als fak­tisch frei­wil­lig gleich­ge­schal­tet posi­tio­niert – quasi als regie­rungs­amt­lich. Selbst popu­lär­wis­sen­schaft­li­che bis dato als sehr wert­voll emp­fun­dene Fern­seh­sen­dun­gen können sich seitdem nicht von lini­en­treuen Volks-Erzie­hungs­at­ti­tü­den frei­ma­chen.

Die Jahre nach 2015 haben einen Ein­druck von »Wir hier oben sind klüger als ihr da unten« ent­ste­hen lassen, welcher beson­ders Ost­deut­schen aus Dik­ta­tur­zei­ten sehr bekannt vor­kommt. Dabei halten wir ein­deu­tig fest, die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist eine Demo­kra­tie und nicht gleich­zu­set­zen mit der DDR und deren insti­tu­tio­nel­len Repres­si­ons­me­cha­nis­men! Allein – es ist ein öffent­li­cher Druck ent­stan­den, der kri­ti­sches Denken freier Staats­bür­ger in Teilen exis­ten­zi­ell gefähr­det. Die gesell­schaft­li­che Atmo­sphäre der Bun­des­re­pu­blik ist derzeit nicht frei von Angst davor, für seine Meinung öffent­lich ein­zu­ste­hen und erkenn­bar auf­zu­ste­hen. Hält dieser Prozess an, wird Deutsch­land schwe­ren Schaden nehmen.

Eine Demo­kra­tie ist nur soviel wert, wie die in ihr leben­den Men­schen ihre demo­kra­ti­schen Stand­punkte ohne Furcht äußern und ein­brin­gen können. Auch gilt: Wer sich nicht ein­bringt, macht anderen Platz und muss mit den Ent­schei­dun­gen anderer dann auch leben!

Helmut Schmidt sagte am 8. Mai 2007 in seiner sie­ben­ten Welt­ethos-Rede: »Dabei haben Poli­ti­ker große Spiel­räume; denn das Grund­ge­setz erlaubt glei­cher­ma­ßen gute oder erfolg­rei­che Politik wie auch mise­ra­ble oder erfolg­lose Politik. Schlechte Politik ist nicht grund­ge­setz­wid­rig, sie ist nur schlecht. Deshalb brau­chen wir nicht allein den Ver­fas­sungs­ge­hor­sam der Gesetz­ge­ben­den und der Regie­ren­den, nicht nur zwei­tens deren Kon­trolle durch das Ver­fas­sungs­ge­richt, sondern wir brau­chen drit­tens und vor allem die Kon­trolle der Politik durch die wäh­len­den Bürger und durch ihre öffent­li­che Meinung.«

Mit dem Wort von Helmut Schmidt ist sehr ein­drucks­voll eine Grund­lage für unseren Vor­schlag zur Ver­lei­hung des »Bun­des­ver­dienst­kreu­zes 1. Klasse« an Vera Lengs­feld deut­lich gewor­den. Wir begrün­den unseren Vor­schlag wie folgt: »Es ändert sich doch ohnehin nichts« ist ein resi­gna­ti­ves Fazit, das man leider immer wieder von Mit­men­schen hört, wenn es um Politik und die aktive Teil­nahme an poli­ti­schen Pro­zes­sen in einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft wie der unseren geht. Gewiss, es gibt keine Pflicht sich zu betei­li­gen. Selbst kom­plette Igno­ranz poli­ti­scher Vor­gänge ist ein denk­ba­res Ver­hal­ten, das man bekla­gen kann, aber hin­neh­men muss. Und doch zeigt der per­sön­li­che Einsatz vieler Men­schen, dass die Kraft, die Ideen und die Stimme jedes Ein­zel­nen zählen kann, wenn man sie nur so ein­bringt, dass sie gehört wird und andere Men­schen inspi­riert. Eine solche Inspi­ra­tion ist Vera Lengs­feld, und zwar an jedem Platz, an den sie ihr Wirken und Gevat­ter Zufall – manche würden es Schick­sal nennen – führte.

Selten ist uns eine unbe­que­mere, enga­gier­tere, »stö­ren­dere« Frau begeg­net. Was sofort für sie einnahm, war der Umstand, dass sie nie aus Eitel­keit, Gel­tungs­sucht unbe­quem war, sondern einem Kompass folgte und folgt: Der Frei­heit! Und das stets ohne Kalkül oder zum Selbst­zweck. Vera Lengs­feld ist eine mutige, manch­mal gera­dezu toll­kühne Frau. Sie kann nicht anders als sich mit offenem Visier in die Kämpfe der Gegen­wart für unsere Zukunft ein­zu­mi­schen. Sie ist und bleibt erkenn­bar, angreif­bar. Sie irrt und lässt den Irrtum zu. Ihr Stil ist schnör­kel­los, Ziel und Zweck ihrer Ein­mi­schung immer trans­pa­rent. Die Mittel ihres Enga­ge­ments waren und sind dabei nie plumper Hass, per­sön­li­che Belei­di­gung, Anstif­ten zum Stei­ne­wer­fen oder gar selbst so etwas zu tun. Unver­mummt, mutig und offen, so strei­tet Vera Lengs­feld für und in der Demo­kra­tie. Sie über­schrei­tet die Grenzen der Frei­heit­lich-Demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung nie und testet diese auch nicht aus. Alles, was Vera Lengs­feld enga­giert wahr­nimmt, sind die insti­tu­tio­nell vor­ge­se­he­nen und von ihr in der frü­he­ren DDR mit­er­kämpf­ten Grund­rechte der Mei­nungs-, Ver­samm­lungs- und Demons­tra­ti­ons­frei­heit. Sie lebt Demo­kra­tie und lebt diese damit öffent­lich vor.

Als Kri­ti­ke­rin des DDR-Regimes zeigte sie uns, dass es auch für ein tota­li­tä­res System eine Grenze gibt, die man nicht kon­trol­lie­ren, eine Frei­heit, die man nicht ein­schrän­ken konnte: die des freien Gedan­kens. In der ver­ei­nig­ten jungen Bun­des­re­pu­blik zeigte sie durch ihre par­la­men­ta­ri­sche Arbeit im Bun­des­tag, dass der Weg zu Ver­än­de­rung in einer Demo­kra­tie der sein muss, die mühe­vol­len und oft kräf­te­zeh­ren­den Wege der Debatte und des Dialogs zu gehen. Sich dabei nicht zu ver­bie­gen, sondern den eigenen demo­kra­ti­schen Prin­zi­pien treu zu bleiben und, statt ihre Über­zeu­gun­gen zu ver­än­dern, besser die Partei zu wech­seln, war dabei Vera Lengs­felds Ideal.

Und auch nach ihrem Aus­schei­den aus dem deut­schen Bun­des­tag kämpfte Vera Lengs­feld weiter für die Demo­kra­tie in der Bun­des­re­pu­blik. Als Publi­zis­tin, als Gast­red­ne­rin, als Autorin unzäh­li­ger Artikel, in denen sie den nach­rü­cken­den Gene­ra­tio­nen stets ver­mit­telte, was man gewis­ser­ma­ßen als ihr Lebens­motto bezeich­nen könnte: Freedom is not free. Die Frei­heit hat man nur solange, wie man um sie kämpft und sie nicht für gegeben, ewig oder gar unwich­tig hält. Es genügt nicht, die Frei­heit zu ver­wal­ten, man muss immer wieder aktiv um sie ringen – und sie nutzen! Die Grün­der­vä­ter und -mütter unserer Bun­des­re­pu­blik haben dafür Wege der Mit­be­stim­mung vor­ge­se­hen, um unseren han­deln­den Poli­ti­kern nicht nur auf dem Wege der Wahlen und somit alle vier oder fünf Jahre, sondern per­ma­nent den Willen der Bevöl­ke­rung ans Ohr dringen zu lassen.

Es sind demo­kra­ti­sche Mittel, mit denen jeder ein­zelne Bürger gewalt­los seinen Willen arti­ku­lie­ren kann und gehört wird, wenn sich genü­gend Stimmen zusam­men­fin­den. Den Weg, eine öffent­li­che Debatte in eine demo­kra­ti­sche Peti­tion zu lenken und der Politik auf diese Weise deut­lich zu machen, wo die Sorgen und Nöte der Men­schen liegen, hat Vera Lengs­feld als erste seit langem wieder kon­se­quent und erfolg­reich beschrit­ten. Sie hat damit Mut gemacht, wieder stärker in Kontakt mit poli­ti­schen Themen zu treten und ein Mittel gegen die nach wie vor um sich grei­fende Poli­tik­ver­dros­sen­heit auf­ge­zeigt.

Dank ihr wissen wir, dass es sehr wohl auf jeden Ein­zel­nen ankommt, weil es immer um die Frei­heit jedes Ein­zel­nen geht. Die Vor­bild­wir­kung von Vera Lengs­feld kann gar nicht hoch genug ein­ge­schätzt werden, ent­spricht ihr Handeln doch stets dem Leit­bild des mün­di­gen, aktiven Bürgers, des Citoy­ens im Sinne Rous­se­aus, der nicht sein indi­vi­du­el­les Inter­esse, sondern das gemein­same Inter­esse ver­tritt. Dies sehen auch all jene Men­schen so, die in Vera Lengs­feld ein Vorbild gefun­den haben. Stell­ver­tre­tend sei hier ein Zitat ange­bracht, welches sich in einem Kom­men­tar zu einem Artikel von Vera Lengs­feld auf der »Achse des Guten« vom 8. Juni 2018 findet: »Es sind Men­schen wie Sie, die mit Beharr­lich­keit und unglaub­li­cher Energie in diesen irren Zeiten ein Kompass für Ver­nunft und Hoff­nung sind.«

Wir schla­gen dem Bun­des­prä­si­den­ten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und dem Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter des Landes Berlin Frau Vera Lengs­feld zur Aus­zeich­nung mit dem »Bun­des­ver­dienst­kreuz 1. Klasse« vor.

Gunter Weiß­ger­ber 
Roger Letsch

Zuerst ver­öf­fent­licht auf www​.iablis​.de

PS: Jeder Bürger ist berech­tigt, dem Bun­des­prä­si­den­ten oder dem Regie­rungs­chef des betref­fen­den Bun­des­lan­des Vor­schläge für die Ehrung ver­dien­ter Bürger zu unter­brei­ten. Das Bun­des­ver­diest­kreuz ist die höchste zivile Aus­zeich­nung der Bun­des­re­pu­blik, kann an jeden ver­lie­hen werden und ist mit kei­ner­lei finan­zi­el­len Zuwen­dun­gen oder Pri­vi­le­gien ver­bun­den. Es wird in meh­re­ren Stufen ver­ge­ben.

Unseren Vor­schlag haben wir dem Bun­des­prä­si­den­ten am 11.6.2018 vorab per Mail und heute offi­zi­ell per Post über­mit­telt.

14 Kommentare

  1. Ich würde vor­schla­gen Sandra Schlen­sog das Bun­des­ver­dienst­kreuz zu geben. Ihre Peti­tion hat bereits über 210.000 Unter­schrif­ten. Da kann Vera Lengs­feld ein­pa­cken!

  2. Ist an sich eine gute Sache, aber eher sym­bo­lisch. Der Prä­si­dent muß Ja oder Nein sagen. In jedem Fall wird das alles öffent­lich.

    Ich denke, er wird eher Nein sagen.

    Aller­dings leidet die Frau­en­quote massiv beim Bun­des­ver­dienst­kreuz. Deshalb sind die Leute im Prä­si­di­al­amt richtig scharf darauf, geeig­nete weib­li­che Kan­di­da­ten aus­zu­ma­chen. Das zeigt eben auch schön, wie irre unser Land mitt­ler­weile ist. Man kreiert irgend­wel­che Pseu­do­miß­stände, die man dann mittels Inter­ven­tio­nis­mus und Ideo­lo­gie beheben muß.

    Man macht sich also selbst das Leben schwer, statt einfach mal darüber nach­zu­den­ken, daß nicht bewie­sen ist, daß Mann und Frau „gleich” sind. Folg­lich sind Quoten nicht zu recht­fer­ti­gen.

    Das ist eine etwas aka­de­misch-sar­kas­ti­sche Beschrei­bung des Irr­sinns der Gleich­stel­lungs­ideo­lo­gie. Denn über die obige phi­lo­so­phi­sche Mini­mal­po­si­tion hinaus gibt es natür­lich unzäh­lige empi­ri­sche Belege und Indi­zien dafür, daß Männer und Frauen nun mal ver­schie­den sind – und Frauen eben weniger im Ehren­amt arbei­ten oder poli­tisch tätig sind.

    Lengs­feld ist ja ‚ne Ostfrau. Typisch Osten. 🙂

    • Mann und Frau sind zwar gleich­wer­tig, aber nicht gleich­ar­tig.

      Wenn man fragt, warum Frauen so selten in Inge­neurs- oder Hand­werks­be­ru­fen arbei­ten, ist die Antwort einfach: Es inter­es­siert sie nicht 😉

  3. Mit der Preis­trä­ge­rei ist es immer so eine Sache . Für mich würde ich immer erst ent­schei­den wollen mit wem ich dort in eine Reihe gestellt würde. Im Zweifel lieber ver­zich­ten.
    Aus­ser­dem hat sie sich dieses unnütze Blech­din­gens doch schon 2008 anbau­meln lassen , wenn ich nicht irre.

  4. Vera Längs­feld mit einem Blech­or­den zuhän­gen um von Polit­schran­zen ins­tu­men­ta­li­siert zu werden? Das wird Vera nicht gerecht. Bun­des­prä­si­den­tin oder Kanz­le­rin schon eher. Pech nur, wir sind in Deutsch­land und in einer Par­teien Dik­ta­tur kann der Bürger nur Partei Kan­di­da­ten wählen.
    Wir Leser wün­schen dass uns Vera mög­lichst lange als Author erhal­ten bleibt. Ihr Durch­blick, Mut und jour­na­lis­ti­sches Können wird viel mehr bewir­ken als ein Orden. Für Ihre Mühe würde ich eher einer gut dotier­ten Preis­ver­lei­hung zustim­men. Ver­dient hätte Sie es!

    • Blech hin oder her… Kannst Du Dir vor­stel­len, wie schwer es einem FWS fallen würde, Vera aus­zu­zeich­nen? Ich schon.

    • Ich stimme zu. Als ich den Artikel das erste Mal gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass damit irgend­et­was nicht stimmt, aber ich konnte nicht genau benen­nen, was es ist. Nun kann ich es. Es ist diese ganze Sym­bo­lik, die mich stört.

      Irgend­eine Polit-Schranze, die eine sym­bo­li­sche Rolle im mit Sym­bo­len von vorn bis hinten zuge­kleis­ter­ten Staats­we­sen hat, soll jeman­dem, der dessen poli­ti­schen Gegner sym­bo­li­siert, in einer sym­bo­li­schen Geste einen sym­bo­li­schen Orden um den Hals hängen. Anschlie­ßend, oder vorher, wird eine Rede gehal­ten, der alle mit sym­bo­lisch ernstem Blick zuhören sollen, während sie sich fragen, ob sie ver­ges­sen haben, die Kaf­fee­ma­schine aus­zu­stel­len, was eine gewisse Ehr­er­bie­tung von Seiten der sym­bo­li­schen Gesell­schafts­ver­tre­ter sym­bo­li­sie­ren soll. Links und rechts stehen einige schön zurecht­ge­zupfte Stoff­lap­pen, die irgend­et­was mit dem Staat sym­bo­li­sie­ren, in den Natio­nal­far­ben, die auch irgend­et­was sym­bo­li­sie­ren sollen, und die meisten Betei­lig­ten haben irgend­wel­che sym­bo­li­schen Ämter oder Titel, die sie gegen­über anderen Men­schen her­vor­he­ben.

      Sofern die Polit-Schranze, bezie­hungs­weise die­je­ni­gen, von denen die Blech­prä­gung stammt, das mit der Ehr­er­bie­tung nicht ernst meinen, möchte man sie zu sym­bo­li­schen Heuch­lern machen. Und da frage ich mich: Wozu? Das sind sie doch bereits, und das zeigen sie auch ganz offen. Man muss nur sih doch nur mal den Kon­trast zwi­schen ihren Worten und ihren Taten ansehen. Eine Aus­zeich­nung von denen ist doch ein Kacke­bäll­chen, und ein Kacke­bäll­chen von denen ist eine Aus­zeich­nung.

      Abge­se­hen davon ver­ne­beln Symbole den Geist. Es gibt ganz exakt eine Wahr­heit, weil es ganz exakt eine Rea­li­tät gibt. Mit diesen ganzen Sym­bo­len ver­ne­belt man das. Indem man Sym­bo­len eine Bedeu­tung bei­misst, lügt man, weil man die Rolle von Wahr­heit und Rea­li­tät schmä­lert, und führt die Men­schen auf Irrwege, weil diese sich dadurch an Sym­bo­len ori­en­tie­ren, und nicht an der Rea­li­tät. Das ist Bau­ern­fän­ge­rei. Symbole ver­än­dern die Ein­bil­dung, nicht jedoch die Rea­li­tät. Und eine feh­ler­hafte Ein­bil­dung ist nichts Gutes, sondern etwas, das über­wun­den werden muss.

      • Es gibt Schlacht­fel­der, auf denen man nicht die Wahl der Waffen hat. Und es gibt Schlach­ten, in denen es beson­ders schmerz­lich ist, mit den eigenen Waffen besiegt zu werden. Und es gibt Dinge zwi­schen Himmel und Erde, die ich erst erklä­ren kann, wenn der Himmel auf die Erde gestürzt ist. 😉

        • …Schlach­ten, Waffen und Sieg…”

          Ich bin dies­be­züg­lich sehr alt­mo­disch, und denke bei solchen Worten denke ich immer an Ghengis Khan, den „grea­test badass of all times”. Irgend­wie erscheint es mir unan­ge­mes­sen, diese Worte zu gebrau­chen, nur weil man jeman­dem einen sym­bo­li­schen Zacken aus der sym­bo­li­schen Krone bricht. Das erscheint klein­lich, und hat etwas vom LARPen, und irgend­wie ver­letzt es auch das, was ich statt reli­giö­ser und sitt­li­cher Gefühle habe.

          Aber um auf das eigent­li­che Thema zurück­zu­keh­ren: Ebenso wie es in der Welt­ge­schichte schon viele Götter gab, die ihren Gläu­bi­gen heilig, und der gesam­ten rest­li­chen Welt lächer­lich erschie­nen, gab es auch schon viele welt­li­che Aut­ho­ri­tä­ten, die von ihren Unter­ta­nen ernst genom­men, und von der rest­li­chen Welt aus­ge­lacht wurden. Genau wie wir die Muslime für ihre ziem­lich däm­li­che Reli­gion aus­la­chen, lachen sie uns dafür aus, dass wir die Spiel­chen unserer welt­li­chen Aut­ho­ri­tät mit­spie­len, alles über­insti­tu­tio­na­li­sie­ren, und, nach objek­ti­ven, nicht hedo­nis­ti­schen Gesichts­punk­ten, erbärm­lich schwach und voll­kom­men unfrei sind. Es ist so offen­sicht­lich, dass beide Seiten Recht haben. Aber man schnallts nicht, wenns um die eigene Kultur geht. Bei anderen Kul­tu­ren ists lächer­lich, nur bei der Eigenen nicht. Unsere Wür­den­trä­ger sind doch nicht weniger lächer­lich als ein Immam, oder ein in Haikus spre­chen­der, niemals eine Miene ver­zie­hen­der, japa­ni­scher Warlord. Wenn man deren Spiel­chen mit­spielt, wird man selbst doch eben­falls lächer­lich. Deut­sche Staats­bür­ger, die sich darum scheren, was ein daher­ge­lau­fe­ner Büro­krat sagt, sind doch nicht weniger lächer­lich, als paki­sta­ni­sche Muslime, die sich darum scheren, was der Dorf­äl­teste sagt. Letz­te­rer wird sogar noch eher respek­tiert, und bleibt nicht lange Dorf­äl­tes­ter, wenn er faul ist und durch­gän­gig Mist baut.

          Wen inter­es­siert es, was diese Schieß­bu­den­fi­gu­ren sagen, denken, fühlen? Das einzige, was man in diesem Bezug will, ist es doch, von ihnen in Ruhe gelas­sen werden. Und das erreicht man nicht, indem man sich auf die Legi­ti­mi­täts­spiel­chen ein­lässt. Die haben keine.

  5. Syrer, Merkel, Kon­troll­ver­lust -
    Die Zeiten werden schwe­rer!
    Ein Kreuz gebührt der tapfren Brust
    Unsrer eiser­nen Vera!
    (Sieg­fried Prütt 2018)

    Ich bezweifle aber, dass das Regime M. über seinen Schat­ten sprin­gen wird.

  6. Ich würde mich sehr freuen wenn Vera Längs­feld, gewählt durch das Volk, Bun­des­prä­si­den­tin werden würde.

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