Rund um das kleine sta­che­lige Virus, welches gerade die Welt auf den Kopf stellt, hört und liest man die ver­rück­tes­ten Ver­schwö­rungs­theo­rien! So auch jene vom leer ste­hen­den Kran­ken­haus, was angeb­lich bewei­sen sollen, dass die ganze C‑19-Panik von fins­te­ren Mächten geplant sei und viel­leicht zur Macht­er­grei­fung des Zorg vom Pla­ne­ten Org mittels Mas­sen­pa­nik führen werde. Oder waren es die Illu­mi­na­ten? Es gäbe gar kein Virus, das sei alles nur Quatsch! Ich ver­linke das hier gar nicht erst, denn gerade die Sache mit den leeren Kli­ni­ken ist schnell auf­ge­klärt. Zumin­dest ist das meine Erklä­rung, der natür­lich niemand folgen muss. Ich könnte ja auch ein Spion des Zorg sein und weil meine Erklä­rung eine einfach ist, ist sie sicher falsch! Doch Fakt ist, dass der alles umfas­sende, teil­weise sur­reale Aus­nah­me­zu­stand unseres Landes leider auch die Kran­ken­häu­ser betrifft – nur eben etwas anders, als man das nach den TV-Bildern aus der Lom­bar­dei oder nach lang­jäh­ri­gem medi­zi­ni­schen TV-Prak­ti­kum bei „Grey‘s Anatomy“ und „Dr. House” erwar­ten würde.

Der Anteil an Intensivbetten (ITS)

In Kran­ken­häu­sern mit soge­nann­tem „Ver­sor­gungs­auf­trag nach Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rungs­ge­setz“ – was nach meinem Ver­ständ­nis außer der „Schwarz­wald­kli­nik”, Kli­ni­ken in JVA und bei der Bun­des­wehr wohl so gut wie alle sind – gibt es nach einer Anfrage im „Netz­werk Kran­ken­haus­bau“ (Seite 10) von 2017 einen Anteil von 8–13% Inten­siv­bet­ten. ITS und IMC. Nur ITS sind die Plätze mit Beatmungs­mög­lich­kei­ten um die es ja derzeit geht. Für Uni- und Hoch­schul­kli­ni­ken sind es sogar 13–17%. Ich nehme an, für 2020 sind die Zahlen in etwa die­sel­ben. Diese Inten­siv­bet­ten dienen nicht nur der Auf­nahme erra­ti­scher Not­fälle, sondern auch als Backup für den Nor­mal­be­trieb. Und weil Inten­siv­bet­ten eine teure Sache sind und die Ver­si­cher­ten ohnehin schon reich­lich zur Kasse gebeten werden, wird keine Klinik inner­halb unseres Gesund­heits­sys­tems davon mehr als nötig vor­hal­ten können.

Wer nun bei­spiels­weise eine Knie-OP oder eine Appen­dek­to­mie bekommt, für den muss mit einer gewis­sen Wahr­schein­lich­keit ein Inten­siv­bett bereit­ste­hen für den Fall, dass es Kom­pli­ka­tio­nen gibt. Je mehr Inten­siv­bet­ten belegt sind, umso weniger regu­läre Ein­griffe können vor­ge­nom­men werden. Für Not­fälle (also hier die Appen­dek­to­mie) bleiben nach Mög­lich­keit immer welche frei. Soweit, so gut und logisch. Etwas kom­pli­zier­ter sind die Regeln schon noch, aber als Über­sicht sollte das passen. Nur eben nicht unter dem Regime eines Virus, das alles durch­ein­an­der­wir­belt. Als Absi­che­rung für die übli­chen Not­fälle haben sich die erwähn­ten Pro­zent­werte dennoch recht gut bewährt, auch wenn ein gewis­ser Gesund­heits­ex­perte von der SPD noch vor kurzem meinte, es gäbe zu viele Inten­siv­plätze weil es ja zu viele Kran­ken­häu­ser gebe, was ja, wie wir gelernt haben, auf das­selbe hin­aus­läuft.

ITS-Plätze werden geblockt

Aus ver­ständ­li­chen Vor­sichts­maß­nah­men möchte man zudem nicht hoch anste­ckende C‑19-Pati­en­ten auf IST-Sta­tio­nen im Regel­be­trieb legen, doch das ist nur meine Ver­mu­tung, weil ich noch keine Klinik unter Corona-Regie besucht habe. Wenn nun heute ein ITS-Bett frei wird, bleibt es nach Mög­lich­keit auch erst mal frei. Am besten, macht man die ganze Station frei und bereit zur Auf­nahme von Beatmungs­pa­ti­en­ten mit Corona-Infek­tion. Den Maß­nah­men der Bundes- oder Lan­des­re­gie­rung, welche mit anstei­gen­den C‑19-Inten­siv­pa­ti­en­ten rechnen und diesem Sze­na­rio derzeit alles unter­zu­ord­nen ver­su­chen, ist es nun geschul­det, dass Inten­siv­bet­ten mit Beatmungs­mög­lich­keit weit­ge­hend geblockt werden für den Fall, dass sie sehr kurz­fris­tig benö­tigt werden – was zum Glück noch nicht der Fall ist. Zumin­dest in Nie­der­sa­chen ist dies so.

Das führt aber dazu, dass gerade viele Spe­zi­al­kli­ni­ken, in denen vor­wie­gend geplante Ein­griffe statt­fin­den, prak­tisch kaum noch Regel­be­trieb haben, weil kaum noch Ope­ra­tio­nen statt­fin­den können – zumin­dest solche nicht, die man auch ver­schie­ben kann. Das Knie muss warten. Von min­des­tens einer Klinik weiß ich, dass es so gehand­habt wird. Ande­rer­seits scheint es mir logisch, dass man neue C‑19-Pati­en­ten, die inten­siv­me­di­zi­nisch betreut werden müssen, zunächst in die Kli­ni­ken bringt, wo sich schon solche Pati­en­ten befin­den.

Das Gesundheitssystem als Teil der Wirtschaft

Unser Gesund­heits­sys­tem wartet im Moment also teil­weise auf einen C‑19-Ansturm, den es vie­ler­orts nicht gibt und der hof­fent­lich auch nie kommt. Das Per­so­nal der jewei­li­gen Klinik ist wäh­rend­des­sen aber genauso in „Kurz­ar­beit“ oder Zwangs­ur­laub wie andere Teile der Wirt­schaft. Viele Kli­ni­ken, die ihre Leis­tun­gen ja über Fall­pau­scha­len abrech­nen, stehen somit auch finan­zi­ell genauso wie andere Firmen unter Zwangs­re­gime und mit dem Rücken zur Wand, weil sie keine oder kaum noch Pati­en­ten haben. Auch hier wird nochmal deut­lich: unser gesam­tes Gesund­heits­we­sen ist ebenso wie alle anderen Betriebe Teil der Volks­wirt­schaft und pro­fi­tiert somit kein Biss­chen von der aktu­el­len Lage – doch das nur am Rande und an die Adresse jener (anderen) Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, die glauben, die expo­nen­ti­ell anstei­gende Anzahl von C‑19-Tests hätte klare Pro­fi­teure: die Erfin­der der Tests.

Kurz gesagt: während manche Kli­ni­ken schon keine Pati­en­ten mehr auf­neh­men können, mussten andere wegen des aktu­el­len Modus de facto vorerst ihren Betrieb ein­stel­len und sind mehr oder weniger zur Untä­tig­keit gezwun­gen. Wer sich dort – aus­ge­stat­tet mit einer zwi­schen den Ohren fest ein­ge­klemm­ten Ver­schwö­rungs­theo­rie – in den Fluren absichts­voll umsieht, der findet viel­leicht den Beweis für die Absur­di­tät und Wider­sprüch­lich­keit unserer aktu­el­len Lage, aber keine Ver­schwö­rung. Der Zorg vom Pla­ne­ten Org muss wohl weiter hinter dem Mond aus Zucker­watte auf mein Signal warten.

Anmer­kung: Egal was ich derzeit zum Thema C‑19 schreibe, von irgendwo gibt es immer wütende Reak­tio­nen. Die werden auch hier nicht aus­blei­ben. Weise ich auf die Pro­bleme in der Lom­bar­dei oder Spanien hin, heißt es, die Zahlen seien nicht aus­sa­ge­kräf­tig. Beklage ich die im Matsch ste­ckende Wirt­schaft, bin ich ein mis­an­thro­pi­scher Mist­kerl. Ich halte nunmal beides für sehr real. Deshalb und bezüg­lich dieses Arti­kels: ich habe keine Ahnung, ob die pau­schale Blo­ckung ganzer ITS-Sta­tio­nen und damit ganzer Kran­ken­häu­ser eine gute oder schlechte Idee ist. Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen und par ordre du mufti im Leer­lauf befind­li­che Kli­ni­ken sind aber sicher auch nur so mit­tel­präch­tig. So spräche ja auch der Phil­an­throp, der sich um das Knie eines Freun­des sorgt.

11 Kommentare

  1. Endlich ein Artikel, der ganz unauf­ge­regt über die leeren Kran­ken­häu­ser berich­tet. Ich dachte schon, dass ich der einzige mit einem Ver­ständ­nis darüber wäre.

    Hier, falls es inter­es­siert:
    https://​andreas​-busch​.de/​2​0​2​0​/​0​4​/​0​4​/​c​o​r​o​n​a​-​p​a​n​d​e​m​i​e​-​u​n​d​-​t​r​o​t​z​d​e​m​-​l​e​e​r​e​-​k​r​a​n​k​e​n​h​a​e​u​s​er/

    Ich ver­su­che immer beide Seiten zu betrach­ten, aber auch mit dem Wissen, was ich einmal selbst gelernt hatte und als Aus­bil­der auch anderen später bei­brin­gen durfte.

    Was derzeit fehlt und da stimme ich Kri­ti­kern auch zu, sind ver­läss­li­che Zahlen. Im Moment geht mir vieles noch drunter und drüber. Eine gewisse Ordnung würde uns gut tun. Das liegt aber auch daran, dass noch jedes Land und jedes Bun­des­land (hier in Deutsch­land) eigene Regeln auf­stellt und befolgt. Hier Schnitt­stel­len finden zu können, das ist eine große Aufgabe.

  2. Man muß kein Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker sein, um das was Regie­rung und Medien da gerade aus dem Virus machen anzu­zwei­feln.

    Der Mer­kel­sche alter­na­tiv­lose Lock­down ist unge­fähr so zu sehen, wie ihre totale Grenz­öff­nung in 2015 und ihrer Aussage, man könne die Grenzen eh nicht schüt­zen. Nun geht es schein­bar doch. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht,…, sagte meine Mutter immer. Was sie wohl zu Mutti sagen würde?

    Nun soll man auf eine Durch­seu­chung warten und diese zum Schutz des Systems aber ver­lang­sa­men. Von einer gesun­den Abwehr schein Mutti irgend­wie nix zu halten.

    Was ist falsch? Sicher­lich ist es richtig, Erkrankte zu iso­lie­ren. Sicher­lich ist es auch richtig zu dieser Zeit wenig Rin­gelpitz mit anfas­sen mit Unbe­kann­ten zu spielen. Aber eine ein­sei­tige Anwei­sung zu geben, sich mög­lichst zu Hause zu ver­krie­chen ist defi­ni­tiv falsch. Dies medial tagaus tagein so lange zu ver­kün­den, bis geglaubt wird, daß draußen der mög­li­che Tod lauert, ist ebenso falsch, weil dies die Angst schürt und dies die eigene Abwehr schwächt.

    Eigene Abwehr, Abwehr, da wör doch mal watt. Wo wör dat noch, da hep wi doch mal,… Derzeit läuft die Infor­ma­tion so, daß sie die Bevöl­ke­rung in die aus­schließ­li­che Defen­sive drängt. Warum? Als im gesund­heit­li­chen Bereich Tätigen frage ich mich dies wirk­lich.

    Gut, wir haben es mit einem neuen Virus zu tun, unser Immun­sys­tem kennt diesen lügen­den Schma­rot­zer noch nicht, und kann ihn nicht gleich iso­lie­ren. Aber kann er das gar nicht? Nein natür­lich kann er das, und nun kommt der sprin­gende Punkt vom hüp­fen­den Teil.

    Warum gibt es keine Anwei­sung seitens Regie­rung und Medien, das eigene Immun­sys­tem zu stärken? Natür­lich kann man das tun, und man kann das nicht nur tun, sondern genau das sollte die ERSTE Infor­ma­tion an die Men­schen sein. STÄRKT EUER IMMUNSYSTEM, dann helft ihr eurem eigenen inneren Gesund­heits­sys­tem dem Virus Paroli zu bieten.

    Warum ist die aus­schließ­li­che Anord­nung zu defen­si­vem Ver­hal­ten so kata­stro­phal?

    Weil es dem Men­schen nicht hilft selbst stark genug zu werden, daß es den Virus selbst handeln kann. Es ver­don­nert ihn in die Abhän­gig­keit vom exter­nen Gesund­heits­sys­tem. Abzu­war­ten bis eine Durch­seu­chung zur Her­denim­mu­ni­tät führt, oder ein Impf­stoff da ist. Das innere Immun­sys­tem ist jedoch wesent­lich besser aus­ge­legt als das äußere Gesund­heits­sys­tem, auch wenn es derzeit Schwä­chen gegen­über dem neuen Virus hat, so ist das nicht gleich­be­deu­tend damit, daß es so schwach ist, daß es durch das Äußere Gesund­heits­sys­tem ersetzt werden muss und sich in Iso­la­tion begeben muss.

    Warum ist ein zusätz­lich aktives Ver­hal­ten wesent­lich besser als ein rein Defen­si­ves?

    Das Defen­sive iso­lie­ren schützt das System, indem es die Fall­zahl kurz­zei­tig ver­rin­gert, sodaß das Äußere Gesund­heits­sys­tem nicht über­las­tet wird, hilft aber nicht dem Ein­zel­nen, und dem Erkrank­ten schon gleich gar nicht. Die Frage ist, ist es wirk­lich so eine gute Idee den Men­schen per Straf­an­dro­hung in die Defen­sive zu drängen, um ein exter­nes Gesund­heits­sys­tem vor Über­las­tung zu schüt­zen, daß final gar nicht in der Lage ist zu helfen?

    Eine Alter­na­tive zum Mer­kel­schen Alter­na­tiv­lo­sen gäbe es schon. Und wahr­schein­lich gibt es nicht nur eine Alter­na­tive. Eine hätte ich da mal.

    Alles was in der Welt ist, ist der Dua­li­tät unter­wor­fen. Das heißt es gibt etwas was für das Ding ist, und etwas was gegen das Ding ist. Vor diesem Gesetz macht auch der Virus keine Aus­nahme.

    Man nehme einen viro­lo­gisch abschirm­ba­ren Raum. Lege in ihn sämt­li­che che­mi­sche Ele­mente die wir haben zu glei­chen Ober­flä­chen Teilen aus. Sprühe einen Nebel mit CoVid19 Viren hinein. Lasse es einige Stunden wirken. Dann beginnt man mit der Zählung der Viren auf den ein­zel­nen Stoffen. Man wird fest­stel­len welche Stoffe für den Virus för­der­lich sind und welche ihn hemmen oder gar stören, woraus sich soetwas wie ein Profil des Virus ergäbe.

    Dann ver­glei­che man diese hem­men­den Stoffe mit unserem Immun­sys­tem, und schaue wo diese hem­men­den Stoffe im Immun­sys­tem gebil­det, ver­ar­bei­tet, oder zur Anwen­dung kommen. Da kann man dann mit der Stär­kung des inneren Immun­sys­tem gezielt anset­zen. Das hat man in ein paar Tagen geschafft und kann der Bevöl­ke­rung mit­tei­len, wie man sein eigenes Immun­sys­tem gezielt gegen den Virus stärkt. Das wäre doch schon mal was.

    Warum ist diese aktive Haltung der Pas­si­ven über­le­gen?

    Die passive Haltung wie sie derzeit aus­schließ­lich ver­ord­net ist, nimmt an, daß wenn man die sozia­len Kon­takte auf die Hälfte redu­ziert eine Ver­lang­sa­mung der Infekte um 50% statt­fin­det und man so die expo­nen­tiale Aus­brei­tung des Virus ver­lang­sa­men kann. Rech­ne­risch stimmt dies, und scheint plau­si­bel. Inhalt­lich ist es Koko­lo­res, denn niemand weiß wo der Virus gerade in einer Menge auf­tritt, daß er im Ver­hält­nis zum ange­trof­fe­nen Immun­sys­tem in Domi­nanz ist, sodaß es zu einem Infekt kommen kann.

    Um es mal über­trie­ben dar­zu­stel­len, wenn sich die Viren gerade alle auf der Arbeit befin­den, aber nicht im Pri­va­ten, dann nützt eine Reduk­tion der Pri­va­ten Kon­takte um 50% gar nichts. Es käme nicht mal zu der rech­ne­risch rich­ti­gen Ver­lang­sa­mung.

    Haben sie aber das Immun­sys­tem eines jeden Ein­zel­nen gestärkt, dann ist es egal wo er hingeht gestärkt, und die Wahr­schein­lich­keit eines Infek­tes redu­ziert sich auf diese Weise wirk­lich und zwar überall und nicht nur rech­ne­risch. Natür­lich ist die Wahr­schein­lich­keit eines Infek­tes auch dadurch nicht gleich Null, und eine Gewisse Distanz zuein­an­der ist immer noch geboten, aber jeder Ein­zelne wird dadurch zu einem Gegner des Virus.

    Ent­schei­den Sie selbst, ob die Ver­ord­nung zum aus­schließ­lich defen­si­ven Ver­hal­ten in Form von Teil­zeit­qua­ran­täne wirk­lich eine gute oder gar alter­na­tiv­lose Idee ist.

  3. Komisch ist, dass sie Ver­hält­nisse, die sie selbst als durch­aus wahr­schein­lich beschrei­ben, als Märchen oder Ver­schwö­rungs­theo­rien bezei­chen.
    Und warum ent­schul­di­gen sie sich ständig, wenn sie doch über­zeugt sind, dass das was sie beschrei­ben der Rea­li­tät nahe­kommt und lassen sich gleich­zei­tig dazu herab, zu dem Mittel der Dif­fa­mie­rung bezüg­lich anderer Mei­nun­gen zu greifen?

    • Das Märchen ist, die Kli­ni­ken würden leer stehen, weil das Virus eine Erfin­dung von wem auch immer sei. Und was die „Dif­fa­mie­rung einer anderen Mei­nun­gen” angeht: ich nehme mir gele­gent­lich schlicht das Recht heraus, ein Sze­na­rien für plau­si­bler zu halten und ein anderes den Ver­schwö­rungs­theo­rien zuzu­rech­nen. Was Sie für Dif­fa­mie­rung halten, ist Sar­kas­mus.

  4. Mein Nachbar erzählte mir von einem Video einen Billy Six, das angeb­lich beweist, dass z.B. Ber­li­ner Kran­ken­häu­ser über­haupt keine Corona-Pati­en­ten haben, dass zumin­dest die Berichte darüber völlig über­trie­ben seien.
    Hm.
    Ich sah mir solch’ ein Video des B. Six an und was mir sofort auffiel: es wurde nicht gesagt oder gezeigt, wo (in welchem Teil) des Kran­ken­hau­ses das WANN (! Datum und vor allem die Uhrzeit fehlen) auf­ge­nom­men wurde. Das machte mich miss­trau­isch.

  5. Was Sie schön raus­ge­ar­bei­tet haben ist, das jede Ent­schei­dung uner­war­tete Folgen zeitigt. Und das man ständig im Leben sich wie­der­spre­chende Ziele unter einen Hut bringen muss. Und das hält niemand mehr aus. Des­we­gen wird völlig chao­tisch, ent­spre­chend der gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­ons­dy­na­mik, hin- und her geschal­tet.
    Aber wir kriegen es schon hin, den Schaden zu maxi­mie­ren. Das ist in der Ver­gan­gen­heit ja auch immer wieder gelun­gen.

  6. Mir liegt es fern, den bestehen­den Ver­schwö­rungs­theo­rien weitere hin­zu­zu­fü­gen. Und ich will die Theo­re­ti­ker auch nicht ver­tei­di­gen oder bestär­ken.
    Aber zwei Sachen sind mir auf­ge­fal­len:
    1. Offen­sicht­lich wird jeder der einen Leis­tungs­kurs Bio­lo­gie belegt hat zum Exper­ten erklärt. Und dieser sieht seine Haupt­auf­gabe darin, allen Anderen zu wider­spre­chen.
    2. Wenn FFF und XR das Virus als Heil­mit­tel und die Mensch­heit als Krank­heit für die Erde bezeich­nen, dann könnten kleine Geister auf die Idee kommen, diese hätten das Virus frei­ge­setzt um die Erde zu heilen.
    Denn ohne Men­schen wird die Erde bald wieder gesund.
    Idioten sterben eben nie aus.

    Zur Anre­gung noch zwei Links von befreun­de­ten Medien:

    https://​www​.achgut​.com/​a​r​t​i​k​e​l​/​b​e​r​i​c​h​t​_​z​u​r​_​c​o​r​o​n​a​l​a​g​e​_​3​1​.​0​3​.​2​020

    https://​www​.publi​co​mag​.com/​2​0​2​0​/​0​3​/​c​o​r​o​n​a​-​u​n​d​-​c​o​2​-​j​e​t​z​t​-​k​o​m​m​e​n​-​d​i​e​-​e​n​g​f​u​e​h​r​er/

  7. Die Ober­in­tel­li­genz­ler demons­trier­ten und streik­ten auch noch am 08.März in Spanien, begeis­tert gefei­ert von ” bento, dem jungen Magazin vom Spiegel” in Mil­lio­nen­stärke. (siehe dort) :

    ” Julia, der Streik dauert noch bis in die Nacht. Wie ist die Lage? „Die größte Demons­tra­tion liegt noch vor uns, aber schon jetzt ist der Streik ein unglaub­li­cher Erfolg. Am Morgen sind wir mit unserer Gruppe los­ge­lau­fen und durch die Läden gezogen, um Arbei­te­rin­nen zu moti­vie­ren, uns anzu­schlie­ßen. Als wir dann zu den Schü­le­rin­nen stießen, bil­de­ten Hun­derte ein Spalier. Wir sind durch die Menge gelau­fen. Links und rechts schrieen die Frauen ‚Arbei­te­rin­nen und Schü­le­rin­nen – einig und vor­wärts!’ Das war ein sehr emo­tio­na­ler Moment für mich.”

    Komisch, dass sich da plötz­lich Hot­spots bilden, oder ?
    Was die wüten­den Stimmen angeht, es ist für die Herr­schaf­ten immer wieder depri­mie­rend, nicht recht­ge­habt zu haben, und das muss halt irgend­wer abkrie­gen, und wer wäre da nicht geeig­ne­ter als ein ver­nünf­tig den­ken­der Mensch

  8. Meine Frau ist aktuell auch so ein „Knie­op­fer”. Nach einem bösen Sturz im Dezem­ber (und seitdem arbeits­un­fä­hig) müsste jetzt in der Klinik noch mal nach­ope­riert werden – fällt aus, genau mit der oben beschrie­be­nen Begrün­dung. Also min­des­tens weitere sechs Wochen War­te­rei…

  9. Es könnte sein, dass Schland einen Stamm von der kleinen Corona-Chan abge­kriegt hat, der eine nied­ri­gere Hos­pi­ta­li­sie­rungs­rate mit sich bringt, als der, den die Ita­lie­ner haben. Die Süße mutiert ja per­ma­nent, und sta­tis­tisch ist Schland bisher ja eher eine Aus­nah­me­erschei­nung als die Regel.

    Es könnte auch sein, dass die Ita­lie­ner den selben Virus, aber eine viel höhere Durch­seu­chungs­rate haben, als wir. In einem gewis­sen Umfang messen die Zahlen ja nur, wie häufig getes­tet wird.

    Aller­dings ist die Durch­seu­chungs­rate in beiden Ländern immer noch im Pro­mil­le­be­reich, selbst dann, wenn man 20 Mal höhere tat­säch­li­che Zahlen annimmt, als es posi­tive Tests gibt.

    Falls es der selbe Virus ist, werden wir also auch da ankom­men, wo Italien jetzt ist, und falls es nicht der selbe Virus ist, haben immer noch 99,9% der Men­schen eine Chance, sich den ita­lie­ni­schen Ableger zu holen.

    Eben­falls gibts natür­lich auch die Chance, dass die Süße zu sowas wie MERS-Chan mutiert, und es gibt auch die annä­hernde Gewiss­heit, dass Corona-Chan nun sowas wie die sai­so­nale Grippe werden wird, die jedoch laut opti­mis­ti­sche­ren Schät­zun­gen eine zehn Mal höhere Ster­be­rate hat.

    Die Kleine hat noch Poten­zial. Der Lock­down dürfte ihre Wachs­tums­rate ver­lang­sa­men, aber sobald der Lock­down auf­ge­ho­ben wird, werden die Zahlen wieder explo­die­ren. Unge­fähr so sieht auch meine Zukunfts­pro­gnose aus. Zuerst werden die Leute vom Lock­down zer­mürbt, dann wird er irgend­wann auf­ge­ho­ben werden, dann explo­die­ren die Zahlen, und dann sind die Kran­ken­sta­tio­nen voll. Dann gibts den nächs­ten Lock­down, und danach dann die zweite Welle.

    Übri­gens brau­chen die Schafe den Lock­down. Die feiern während dem Ein­set­zen einer Pan­de­mie, wegen der bereits 60 Mil­lio­nen Leute unter der strengs­ten Qua­ran­täne seit dem schwar­zen Tod stehen, und zu einem Zeit­punkt, als 10% Ster­be­rate wahr­schein­lich erscheint, noch Kar­ne­val. Gott, was hab ich gelacht, als ich die Kar­ne­vals­um­züge im Fern­se­hen sah…

    Schafe lernen durch Schmerz. Die haben es in 100 Jahren nicht kapiert, dass man zu Hause bleibt, weil man anste­ckend ist, und nicht, weil man sich krank fühlt, und, dass man anste­ckende Kinder nicht in den Kin­der­gar­ten schickt. Daher denke ich, dass es erst in einigen Jahren Grund für Opti­mis­mus geben könnte, weil die Herde dann hof­fent­lich gelernt hat, krank­ma­chende Viren nicht einfach so zu ver­brei­ten. Ich bin auch gespannt, welche wei­te­ren posi­ti­ven Dinge sich bis dahin durch Corona-Chans Liebe ergeben.

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