Rund um das klei­ne sta­che­li­ge Virus, wel­ches gera­de die Welt auf den Kopf stellt, hört und liest man die ver­rück­tes­ten Ver­schwö­rungs­theo­rien! So auch jene vom leer ste­hen­den Kran­ken­haus, was angeb­lich bewei­sen sol­len, dass die gan­ze C‑19-Panik von fins­te­ren Mäch­ten geplant sei und viel­leicht zur Macht­er­grei­fung des Zorg vom Pla­ne­ten Org mit­tels Mas­sen­pa­nik füh­ren wer­de. Oder waren es die Illu­mi­na­ten? Es gäbe gar kein Virus, das sei alles nur Quatsch! Ich ver­lin­ke das hier gar nicht erst, denn gera­de die Sache mit den lee­ren Kli­ni­ken ist schnell auf­ge­klärt. Zumin­dest ist das mei­ne Erklä­rung, der natür­lich nie­mand fol­gen muss. Ich könn­te ja auch ein Spi­on des Zorg sein und weil mei­ne Erklä­rung eine ein­fach ist, ist sie sicher falsch! Doch Fakt ist, dass der alles umfas­sen­de, teil­wei­se sur­rea­le Aus­nah­me­zu­stand unse­res Lan­des lei­der auch die Kran­ken­häu­ser betrifft – nur eben etwas anders, als man das nach den TV-Bil­dern aus der Lom­bar­dei oder nach lang­jäh­ri­gem medi­zi­ni­schen TV-Prak­ti­kum bei „Grey‘s Ana­to­my“ und „Dr. House“ erwar­ten würde.

Der Anteil an Intensivbetten (ITS)

In Kran­ken­häu­sern mit soge­nann­tem „Ver­sor­gungs­auf­trag nach Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rungs­ge­setz“ – was nach mei­nem Ver­ständ­nis außer der „Schwarz­wald­kli­nik“, Kli­ni­ken in JVA und bei der Bun­des­wehr wohl so gut wie alle sind – gibt es nach einer Anfra­ge im „Netz­werk Kran­ken­haus­bau“ (Sei­te 10) von 2017 einen Anteil von 8–13% Inten­siv­bet­ten. ITS und IMC. Nur ITS sind die Plät­ze mit Beatmungs­mög­lich­kei­ten um die es ja der­zeit geht. Für Uni- und Hoch­schul­kli­ni­ken sind es sogar 13–17%. Ich neh­me an, für 2020 sind die Zah­len in etwa die­sel­ben. Die­se Inten­siv­bet­ten die­nen nicht nur der Auf­nah­me erra­ti­scher Not­fäl­le, son­dern auch als Back­up für den Nor­mal­be­trieb. Und weil Inten­siv­bet­ten eine teu­re Sache sind und die Ver­si­cher­ten ohne­hin schon reich­lich zur Kas­se gebe­ten wer­den, wird kei­ne Kli­nik inner­halb unse­res Gesund­heits­sys­tems davon mehr als nötig vor­hal­ten können.

Wer nun bei­spiels­wei­se eine Knie-OP oder eine Appen­dek­to­mie bekommt, für den muss mit einer gewis­sen Wahr­schein­lich­keit ein Inten­siv­bett bereit­ste­hen für den Fall, dass es Kom­pli­ka­tio­nen gibt. Je mehr Inten­siv­bet­ten belegt sind, umso weni­ger regu­lä­re Ein­grif­fe kön­nen vor­ge­nom­men wer­den. Für Not­fäl­le (also hier die Appen­dek­to­mie) blei­ben nach Mög­lich­keit immer wel­che frei. Soweit, so gut und logisch. Etwas kom­pli­zier­ter sind die Regeln schon noch, aber als Über­sicht soll­te das pas­sen. Nur eben nicht unter dem Regime eines Virus, das alles durch­ein­an­der­wir­belt. Als Absi­che­rung für die übli­chen Not­fäl­le haben sich die erwähn­ten Pro­zent­wer­te den­noch recht gut bewährt, auch wenn ein gewis­ser Gesund­heits­ex­per­te von der SPD noch vor kur­zem mein­te, es gäbe zu vie­le Inten­siv­plät­ze weil es ja zu vie­le Kran­ken­häu­ser gebe, was ja, wie wir gelernt haben, auf das­sel­be hinausläuft.

ITS-Plätze werden geblockt

Aus ver­ständ­li­chen Vor­sichts­maß­nah­men möch­te man zudem nicht hoch anste­cken­de C‑19-Pati­en­ten auf IST-Sta­tio­nen im Regel­be­trieb legen, doch das ist nur mei­ne Ver­mu­tung, weil ich noch kei­ne Kli­nik unter Coro­na-Regie besucht habe. Wenn nun heu­te ein ITS-Bett frei wird, bleibt es nach Mög­lich­keit auch erst mal frei. Am bes­ten, macht man die gan­ze Sta­ti­on frei und bereit zur Auf­nah­me von Beatmungs­pa­ti­en­ten mit Coro­na-Infek­ti­on. Den Maß­nah­men der Bun­des- oder Lan­des­re­gie­rung, wel­che mit anstei­gen­den C‑19-Inten­siv­pa­ti­en­ten rech­nen und die­sem Sze­na­rio der­zeit alles unter­zu­ord­nen ver­su­chen, ist es nun geschul­det, dass Inten­siv­bet­ten mit Beatmungs­mög­lich­keit weit­ge­hend geblockt wer­den für den Fall, dass sie sehr kurz­fris­tig benö­tigt wer­den – was zum Glück noch nicht der Fall ist. Zumin­dest in Nie­der­sa­chen ist dies so.

Das führt aber dazu, dass gera­de vie­le Spe­zi­al­kli­ni­ken, in denen vor­wie­gend geplan­te Ein­grif­fe statt­fin­den, prak­tisch kaum noch Regel­be­trieb haben, weil kaum noch Ope­ra­tio­nen statt­fin­den kön­nen – zumin­dest sol­che nicht, die man auch ver­schie­ben kann. Das Knie muss war­ten. Von min­des­tens einer Kli­nik weiß ich, dass es so gehand­habt wird. Ande­rer­seits scheint es mir logisch, dass man neue C‑19-Pati­en­ten, die inten­siv­me­di­zi­nisch betreut wer­den müs­sen, zunächst in die Kli­ni­ken bringt, wo sich schon sol­che Pati­en­ten befinden.

Das Gesundheitssystem als Teil der Wirtschaft

Unser Gesund­heits­sys­tem war­tet im Moment also teil­wei­se auf einen C‑19-Ansturm, den es vie­ler­orts nicht gibt und der hof­fent­lich auch nie kommt. Das Per­so­nal der jewei­li­gen Kli­nik ist wäh­rend­des­sen aber genau­so in „Kurz­ar­beit“ oder Zwangs­ur­laub wie ande­re Tei­le der Wirt­schaft. Vie­le Kli­ni­ken, die ihre Leis­tun­gen ja über Fall­pau­scha­len abrech­nen, ste­hen somit auch finan­zi­ell genau­so wie ande­re Fir­men unter Zwangs­re­gime und mit dem Rücken zur Wand, weil sie kei­ne oder kaum noch Pati­en­ten haben. Auch hier wird noch­mal deut­lich: unser gesam­tes Gesund­heits­we­sen ist eben­so wie alle ande­ren Betrie­be Teil der Volks­wirt­schaft und pro­fi­tiert somit kein Biss­chen von der aktu­el­len Lage – doch das nur am Ran­de und an die Adres­se jener (ande­ren) Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, die glau­ben, die expo­nen­ti­ell anstei­gen­de Anzahl von C‑19-Tests hät­te kla­re Pro­fi­teu­re: die Erfin­der der Tests.

Kurz gesagt: wäh­rend man­che Kli­ni­ken schon kei­ne Pati­en­ten mehr auf­neh­men kön­nen, muss­ten ande­re wegen des aktu­el­len Modus de fac­to vor­erst ihren Betrieb ein­stel­len und sind mehr oder weni­ger zur Untä­tig­keit gezwun­gen. Wer sich dort – aus­ge­stat­tet mit einer zwi­schen den Ohren fest ein­ge­klemm­ten Ver­schwö­rungs­theo­rie – in den Flu­ren absichts­voll umsieht, der fin­det viel­leicht den Beweis für die Absur­di­tät und Wider­sprüch­lich­keit unse­rer aktu­el­len Lage, aber kei­ne Ver­schwö­rung. Der Zorg vom Pla­ne­ten Org muss wohl wei­ter hin­ter dem Mond aus Zucker­wat­te auf mein Signal warten.

Anmer­kung: Egal was ich der­zeit zum The­ma C‑19 schrei­be, von irgend­wo gibt es immer wüten­de Reak­tio­nen. Die wer­den auch hier nicht aus­blei­ben. Wei­se ich auf die Pro­ble­me in der Lom­bar­dei oder Spa­ni­en hin, heißt es, die Zah­len sei­en nicht aus­sa­ge­kräf­tig. Bekla­ge ich die im Matsch ste­cken­de Wirt­schaft, bin ich ein mis­an­thro­pi­scher Mist­kerl. Ich hal­te nun­mal bei­des für sehr real. Des­halb und bezüg­lich die­ses Arti­kels: ich habe kei­ne Ahnung, ob die pau­scha­le Blo­ckung gan­zer ITS-Sta­tio­nen und damit gan­zer Kran­ken­häu­ser eine gute oder schlech­te Idee ist. Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den und par ord­re du muf­ti im Leer­lauf befind­li­che Kli­ni­ken sind aber sicher auch nur so mit­tel­präch­tig. So sprä­che ja auch der Phil­an­throp, der sich um das Knie eines Freun­des sorgt.

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11 Kommentare

  1. End­lich ein Arti­kel, der ganz unauf­ge­regt über die lee­ren Kran­ken­häu­ser berich­tet. Ich dach­te schon, dass ich der ein­zi­ge mit einem Ver­ständ­nis dar­über wäre.

    Hier, falls es interessiert:
    https://andreas-busch.de/2020/04/04/corona-pandemie-und-trotzdem-leere-krankenhaeuser/

    Ich ver­su­che immer bei­de Sei­ten zu betrach­ten, aber auch mit dem Wis­sen, was ich ein­mal selbst gelernt hat­te und als Aus­bil­der auch ande­ren spä­ter bei­brin­gen durfte.

    Was der­zeit fehlt und da stim­me ich Kri­ti­kern auch zu, sind ver­läss­li­che Zah­len. Im Moment geht mir vie­les noch drun­ter und drü­ber. Eine gewis­se Ord­nung wür­de uns gut tun. Das liegt aber auch dar­an, dass noch jedes Land und jedes Bun­des­land (hier in Deutsch­land) eige­ne Regeln auf­stellt und befolgt. Hier Schnitt­stel­len fin­den zu kön­nen, das ist eine gro­ße Aufgabe.

  2. Man muß kein Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker sein, um das was Regie­rung und Medi­en da gera­de aus dem Virus machen anzuzweifeln.

    Der Mer­kel­sche alter­na­tiv­lo­se Lock­down ist unge­fähr so zu sehen, wie ihre tota­le Grenz­öff­nung in 2015 und ihrer Aus­sa­ge, man kön­ne die Gren­zen eh nicht schüt­zen. Nun geht es schein­bar doch. Wer ein­mal lügt, dem glaubt man nicht,…, sag­te mei­ne Mut­ter immer. Was sie wohl zu Mut­ti sagen würde?

    Nun soll man auf eine Durch­seu­chung war­ten und die­se zum Schutz des Sys­tems aber ver­lang­sa­men. Von einer gesun­den Abwehr schein Mut­ti irgend­wie nix zu halten.

    Was ist falsch? Sicher­lich ist es rich­tig, Erkrank­te zu iso­lie­ren. Sicher­lich ist es auch rich­tig zu die­ser Zeit wenig Rin­gelpitz mit anfas­sen mit Unbe­kann­ten zu spie­len. Aber eine ein­sei­ti­ge Anwei­sung zu geben, sich mög­lichst zu Hau­se zu ver­krie­chen ist defi­ni­tiv falsch. Dies medi­al tag­aus tag­ein so lan­ge zu ver­kün­den, bis geglaubt wird, daß drau­ßen der mög­li­che Tod lau­ert, ist eben­so falsch, weil dies die Angst schürt und dies die eige­ne Abwehr schwächt.

    Eige­ne Abwehr, Abwehr, da wör doch mal watt. Wo wör dat noch, da hep wi doch mal,… Der­zeit läuft die Infor­ma­ti­on so, daß sie die Bevöl­ke­rung in die aus­schließ­li­che Defen­si­ve drängt. War­um? Als im gesund­heit­li­chen Bereich Täti­gen fra­ge ich mich dies wirklich. 

    Gut, wir haben es mit einem neu­en Virus zu tun, unser Immun­sys­tem kennt die­sen lügen­den Schma­rot­zer noch nicht, und kann ihn nicht gleich iso­lie­ren. Aber kann er das gar nicht? Nein natür­lich kann er das, und nun kommt der sprin­gen­de Punkt vom hüp­fen­den Teil. 

    War­um gibt es kei­ne Anwei­sung sei­tens Regie­rung und Medi­en, das eige­ne Immun­sys­tem zu stär­ken? Natür­lich kann man das tun, und man kann das nicht nur tun, son­dern genau das soll­te die ERSTE Infor­ma­ti­on an die Men­schen sein. STÄRKT EUER IMMUNSYSTEM, dann helft ihr eurem eige­nen inne­ren Gesund­heits­sys­tem dem Virus Paro­li zu bieten.

    War­um ist die aus­schließ­li­che Anord­nung zu defen­si­vem Ver­hal­ten so katastrophal?

    Weil es dem Men­schen nicht hilft selbst stark genug zu wer­den, daß es den Virus selbst han­deln kann. Es ver­don­nert ihn in die Abhän­gig­keit vom exter­nen Gesund­heits­sys­tem. Abzu­war­ten bis eine Durch­seu­chung zur Her­denim­mu­ni­tät führt, oder ein Impf­stoff da ist. Das inne­re Immun­sys­tem ist jedoch wesent­lich bes­ser aus­ge­legt als das äuße­re Gesund­heits­sys­tem, auch wenn es der­zeit Schwä­chen gegen­über dem neu­en Virus hat, so ist das nicht gleich­be­deu­tend damit, daß es so schwach ist, daß es durch das Äuße­re Gesund­heits­sys­tem ersetzt wer­den muss und sich in Iso­la­ti­on bege­ben muss.

    War­um ist ein zusätz­lich akti­ves Ver­hal­ten wesent­lich bes­ser als ein rein Defensives?

    Das Defen­si­ve iso­lie­ren schützt das Sys­tem, indem es die Fall­zahl kurz­zei­tig ver­rin­gert, sodaß das Äuße­re Gesund­heits­sys­tem nicht über­las­tet wird, hilft aber nicht dem Ein­zel­nen, und dem Erkrank­ten schon gleich gar nicht. Die Fra­ge ist, ist es wirk­lich so eine gute Idee den Men­schen per Straf­an­dro­hung in die Defen­si­ve zu drän­gen, um ein exter­nes Gesund­heits­sys­tem vor Über­las­tung zu schüt­zen, daß final gar nicht in der Lage ist zu helfen?

    Eine Alter­na­ti­ve zum Mer­kel­schen Alter­na­tiv­lo­sen gäbe es schon. Und wahr­schein­lich gibt es nicht nur eine Alter­na­ti­ve. Eine hät­te ich da mal.

    Alles was in der Welt ist, ist der Dua­li­tät unter­wor­fen. Das heißt es gibt etwas was für das Ding ist, und etwas was gegen das Ding ist. Vor die­sem Gesetz macht auch der Virus kei­ne Ausnahme.

    Man neh­me einen viro­lo­gisch abschirm­ba­ren Raum. Lege in ihn sämt­li­che che­mi­sche Ele­men­te die wir haben zu glei­chen Ober­flä­chen Tei­len aus. Sprü­he einen Nebel mit CoVid19 Viren hin­ein. Las­se es eini­ge Stun­den wir­ken. Dann beginnt man mit der Zäh­lung der Viren auf den ein­zel­nen Stof­fen. Man wird fest­stel­len wel­che Stof­fe für den Virus för­der­lich sind und wel­che ihn hem­men oder gar stö­ren, wor­aus sich soet­was wie ein Pro­fil des Virus ergäbe. 

    Dann ver­glei­che man die­se hem­men­den Stof­fe mit unse­rem Immun­sys­tem, und schaue wo die­se hem­men­den Stof­fe im Immun­sys­tem gebil­det, ver­ar­bei­tet, oder zur Anwen­dung kom­men. Da kann man dann mit der Stär­kung des inne­ren Immun­sys­tem gezielt anset­zen. Das hat man in ein paar Tagen geschafft und kann der Bevöl­ke­rung mit­tei­len, wie man sein eige­nes Immun­sys­tem gezielt gegen den Virus stärkt. Das wäre doch schon mal was.

    War­um ist die­se akti­ve Hal­tung der Pas­si­ven überlegen? 

    Die pas­si­ve Hal­tung wie sie der­zeit aus­schließ­lich ver­ord­net ist, nimmt an, daß wenn man die sozia­len Kon­tak­te auf die Hälf­te redu­ziert eine Ver­lang­sa­mung der Infek­te um 50% statt­fin­det und man so die expo­nen­tia­le Aus­brei­tung des Virus ver­lang­sa­men kann. Rech­ne­risch stimmt dies, und scheint plau­si­bel. Inhalt­lich ist es Koko­lo­res, denn nie­mand weiß wo der Virus gera­de in einer Men­ge auf­tritt, daß er im Ver­hält­nis zum ange­trof­fe­nen Immun­sys­tem in Domi­nanz ist, sodaß es zu einem Infekt kom­men kann. 

    Um es mal über­trie­ben dar­zu­stel­len, wenn sich die Viren gera­de alle auf der Arbeit befin­den, aber nicht im Pri­va­ten, dann nützt eine Reduk­ti­on der Pri­va­ten Kon­tak­te um 50% gar nichts. Es käme nicht mal zu der rech­ne­risch rich­ti­gen Verlangsamung.

    Haben sie aber das Immun­sys­tem eines jeden Ein­zel­nen gestärkt, dann ist es egal wo er hin­geht gestärkt, und die Wahr­schein­lich­keit eines Infek­tes redu­ziert sich auf die­se Wei­se wirk­lich und zwar über­all und nicht nur rech­ne­risch. Natür­lich ist die Wahr­schein­lich­keit eines Infek­tes auch dadurch nicht gleich Null, und eine Gewis­se Distanz zuein­an­der ist immer noch gebo­ten, aber jeder Ein­zel­ne wird dadurch zu einem Geg­ner des Virus. 

    Ent­schei­den Sie selbst, ob die Ver­ord­nung zum aus­schließ­lich defen­si­ven Ver­hal­ten in Form von Teil­zeit­qua­ran­tä­ne wirk­lich eine gute oder gar alter­na­tiv­lo­se Idee ist.

  3. Komisch ist, dass sie Ver­hält­nis­se, die sie selbst als durch­aus wahr­schein­lich beschrei­ben, als Mär­chen oder Ver­schwö­rungs­theo­rien bezeichen.
    Und war­um ent­schul­di­gen sie sich stän­dig, wenn sie doch über­zeugt sind, dass das was sie beschrei­ben der Rea­li­tät nahe­kommt und las­sen sich gleich­zei­tig dazu her­ab, zu dem Mit­tel der Dif­fa­mie­rung bezüg­lich ande­rer Mei­nun­gen zu greifen?

    • Das Mär­chen ist, die Kli­ni­ken wür­den leer ste­hen, weil das Virus eine Erfin­dung von wem auch immer sei. Und was die „Dif­fa­mie­rung einer ande­ren Mei­nun­gen“ angeht: ich neh­me mir gele­gent­lich schlicht das Recht her­aus, ein Sze­na­ri­en für plau­si­bler zu hal­ten und ein ande­res den Ver­schwö­rungs­theo­rien zuzu­rech­nen. Was Sie für Dif­fa­mie­rung hal­ten, ist Sarkasmus.

  4. Mein Nach­bar erzähl­te mir von einem Video einen Bil­ly Six, das angeb­lich beweist, dass z.B. Ber­li­ner Kran­ken­häu­ser über­haupt kei­ne Coro­na-Pati­en­ten haben, dass zumin­dest die Berich­te dar­über völ­lig über­trie­ben seien.
    Hm.
    Ich sah mir solch‘ ein Video des B. Six an und was mir sofort auf­fiel: es wur­de nicht gesagt oder gezeigt, wo (in wel­chem Teil) des Kran­ken­hau­ses das WANN (! Datum und vor allem die Uhr­zeit feh­len) auf­ge­nom­men wur­de. Das mach­te mich misstrauisch.

  5. Was Sie schön raus­ge­ar­bei­tet haben ist, das jede Ent­schei­dung uner­war­te­te Fol­gen zei­tigt. Und das man stän­dig im Leben sich wie­der­spre­chen­de Zie­le unter einen Hut brin­gen muss. Und das hält nie­mand mehr aus. Des­we­gen wird völ­lig chao­tisch, ent­spre­chend der gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­ons­dy­na­mik, hin- und her geschaltet.
    Aber wir krie­gen es schon hin, den Scha­den zu maxi­mie­ren. Das ist in der Ver­gan­gen­heit ja auch immer wie­der gelungen.

  6. Mir liegt es fern, den bestehen­den Ver­schwö­rungs­theo­rien wei­te­re hin­zu­zu­fü­gen. Und ich will die Theo­re­ti­ker auch nicht ver­tei­di­gen oder bestärken.
    Aber zwei Sachen sind mir aufgefallen:
    1. Offen­sicht­lich wird jeder der einen Leis­tungs­kurs Bio­lo­gie belegt hat zum Exper­ten erklärt. Und die­ser sieht sei­ne Haupt­auf­ga­be dar­in, allen Ande­ren zu widersprechen.
    2. Wenn FFF und XR das Virus als Heil­mit­tel und die Mensch­heit als Krank­heit für die Erde bezeich­nen, dann könn­ten klei­ne Geis­ter auf die Idee kom­men, die­se hät­ten das Virus frei­ge­setzt um die Erde zu heilen.
    Denn ohne Men­schen wird die Erde bald wie­der gesund.
    Idio­ten ster­ben eben nie aus. 

    Zur Anre­gung noch zwei Links von befreun­de­ten Medien:

    https://www.achgut.com/artikel/bericht_zur_coronalage_31.03.2020

    https://www.publicomag.com/2020/03/corona-und-co2-jetzt-kommen-die-engfuehrer/

  7. Die Ober­in­tel­li­genz­ler demons­trier­ten und streik­ten auch noch am 08.März in Spa­ni­en, begeis­tert gefei­ert von “ ben­to, dem jun­gen Maga­zin vom Spie­gel“ in Mil­lio­nen­stär­ke. (sie­he dort) :

    “ Julia, der Streik dau­ert noch bis in die Nacht. Wie ist die Lage? „Die größ­te Demons­tra­ti­on liegt noch vor uns, aber schon jetzt ist der Streik ein unglaub­li­cher Erfolg. Am Mor­gen sind wir mit unse­rer Grup­pe los­ge­lau­fen und durch die Läden gezo­gen, um Arbei­te­rin­nen zu moti­vie­ren, uns anzu­schlie­ßen. Als wir dann zu den Schü­le­rin­nen stie­ßen, bil­de­ten Hun­der­te ein Spa­lier. Wir sind durch die Men­ge gelau­fen. Links und rechts schrie­en die Frau­en ‚Arbei­te­rin­nen und Schü­le­rin­nen – einig und vor­wärts!‘ Das war ein sehr emo­tio­na­ler Moment für mich.“

    Komisch, dass sich da plötz­lich Hot­spots bil­den, oder ?
    Was die wüten­den Stim­men angeht, es ist für die Herr­schaf­ten immer wie­der depri­mie­rend, nicht recht­ge­habt zu haben, und das muss halt irgend­wer abkrie­gen, und wer wäre da nicht geeig­ne­ter als ein ver­nünf­tig den­ken­der Mensch

  8. Mei­ne Frau ist aktu­ell auch so ein „Knie­op­fer“. Nach einem bösen Sturz im Dezem­ber (und seit­dem arbeits­un­fä­hig) müss­te jetzt in der Kli­nik noch mal nach­ope­riert wer­den — fällt aus, genau mit der oben beschrie­be­nen Begrün­dung. Also min­des­tens wei­te­re sechs Wochen Warterei…

  9. Es könn­te sein, dass Schland einen Stamm von der klei­nen Coro­na-Chan abge­kriegt hat, der eine nied­ri­ge­re Hos­pi­ta­li­sie­rungs­ra­te mit sich bringt, als der, den die Ita­lie­ner haben. Die Süße mutiert ja per­ma­nent, und sta­tis­tisch ist Schland bis­her ja eher eine Aus­nah­me­erschei­nung als die Regel.

    Es könn­te auch sein, dass die Ita­lie­ner den sel­ben Virus, aber eine viel höhe­re Durch­seu­chungs­ra­te haben, als wir. In einem gewis­sen Umfang mes­sen die Zah­len ja nur, wie häu­fig getes­tet wird.

    Aller­dings ist die Durch­seu­chungs­ra­te in bei­den Län­dern immer noch im Pro­mil­le­be­reich, selbst dann, wenn man 20 Mal höhe­re tat­säch­li­che Zah­len annimmt, als es posi­ti­ve Tests gibt.

    Falls es der sel­be Virus ist, wer­den wir also auch da ankom­men, wo Ita­li­en jetzt ist, und falls es nicht der sel­be Virus ist, haben immer noch 99,9% der Men­schen eine Chan­ce, sich den ita­lie­ni­schen Able­ger zu holen.

    Eben­falls gibts natür­lich auch die Chan­ce, dass die Süße zu sowas wie MERS-Chan mutiert, und es gibt auch die annä­hern­de Gewiss­heit, dass Coro­na-Chan nun sowas wie die sai­so­na­le Grip­pe wer­den wird, die jedoch laut opti­mis­ti­sche­ren Schät­zun­gen eine zehn Mal höhe­re Ster­be­ra­te hat.

    Die Klei­ne hat noch Poten­zi­al. Der Lock­down dürf­te ihre Wachs­tums­ra­te ver­lang­sa­men, aber sobald der Lock­down auf­ge­ho­ben wird, wer­den die Zah­len wie­der explo­die­ren. Unge­fähr so sieht auch mei­ne Zukunfts­pro­gno­se aus. Zuerst wer­den die Leu­te vom Lock­down zer­mürbt, dann wird er irgend­wann auf­ge­ho­ben wer­den, dann explo­die­ren die Zah­len, und dann sind die Kran­ken­sta­tio­nen voll. Dann gibts den nächs­ten Lock­down, und danach dann die zwei­te Welle.

    Übri­gens brau­chen die Scha­fe den Lock­down. Die fei­ern wäh­rend dem Ein­set­zen einer Pan­de­mie, wegen der bereits 60 Mil­lio­nen Leu­te unter der strengs­ten Qua­ran­tä­ne seit dem schwar­zen Tod ste­hen, und zu einem Zeit­punkt, als 10% Ster­be­ra­te wahr­schein­lich erscheint, noch Kar­ne­val. Gott, was hab ich gelacht, als ich die Kar­ne­vals­um­zü­ge im Fern­se­hen sah… 

    Scha­fe ler­nen durch Schmerz. Die haben es in 100 Jah­ren nicht kapiert, dass man zu Hau­se bleibt, weil man anste­ckend ist, und nicht, weil man sich krank fühlt, und, dass man anste­cken­de Kin­der nicht in den Kin­der­gar­ten schickt. Daher den­ke ich, dass es erst in eini­gen Jah­ren Grund für Opti­mis­mus geben könn­te, weil die Her­de dann hof­fent­lich gelernt hat, krank­ma­chen­de Viren nicht ein­fach so zu ver­brei­ten. Ich bin auch gespannt, wel­che wei­te­ren posi­ti­ven Din­ge sich bis dahin durch Coro­na-Chans Lie­be ergeben.

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