Von Gerd Held finden sie auf achgut​.com eine tref­fende Analyse dessen, was wirk­lich hinter dem von der Migra­ti­ons­krise aus­ge­lös­ten Unwohl­sein, dem all­ge­mei­nen Grum­meln, Murren und den Pro­tes­ten steckt. Es geht eben gerade nicht um die vor­schnell unter­stellte Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­men aller Art oder poli­ti­sche Abdrift nach Neun­zehn­hun­dert­schwarz­weiß, sondern allein um die Frage, mit welcher Dreis­tig­keit die Bun­des­re­gie­rung unsere Gemein­gü­ter ver­schleu­dert und wer Willens und in der Lage ist, das zu erken­nen. Die Gemein­gü­ter, von denen Gerd Held spricht, sind zum Bei­spiel die innere Sicher­heit, Lan­des­ver­tei­di­gung, Sozi­al­kas­sen, Bil­dungs­we­sen, Rechts­sys­tem, Infra­struk­tur. All die Insti­tu­tio­nen also, an deren Aufbau, Aus­stat­tung und Funk­tio­nie­ren wir hier im Land jahr­zehn­te­lang hart gear­bei­tet haben, sind sub­stan­zi­ell unter Druck durch unge­steu­erte Zuwan­de­rung von Pro­fi­teu­ren, die letzt­lich zwar die Äpfel pflü­cken, den Baum aber nie mit­ge­pflegt haben. Die Vor­stel­lung, das könnte irgend­wie noch gut für uns aus­ge­hen, wenn die Zuwan­de­rer nicht deut­lich mehr Poten­zial mit­brin­gen, als sie an Gemein­gut auf­zeh­ren, ent­stammt ganz offen­sicht­lich mathe­ma­tisch unter­durch­schnitt­lich begab­ten Geis­tern. Gemein­gü­ter gehören jedoch nicht einem anony­men Staat oder einer Regie­rung, diese sind ledig­lich mit deren Schutz und Erhal­tung beauf­tragt. Diese Bewah­rung der Gemein­gü­ter ist die vor­dring­li­che, wenn nicht gar einzige Aufgabe der han­deln­den Politik – und dieser Aufgabe kommt sie aktuell mehr schlecht als recht nach.

Einen Aspekt möchte ich dem sehr lesens­wer­ten Aufsatz von Gerd Held noch hin­zu­fü­gen – und dieser Aspekt wird beson­ders deut­lich, wenn man sich die Struk­tur der Pro­teste ansieht, die das Land durch­zie­hen. Das, was die Medien und viele Poli­ti­ker als auf­kei­mende braune Gefahr her­auf­be­schwö­ren, ent­puppt sich bei näherem Hin­se­hen nämlich kei­nes­falls als die reni­tente Jugend, der zu allen Zeiten Revo­lu­tio­nen und Umstürze zuzu­trauen waren, sondern als Genera­tion 40–50plus – jene also, die durch ihr Berufs­le­ben den imma­nen­ten Wert unserer funk­tio­nie­ren­den Gemein­gü­ter nicht nur wert­schät­zen, sondern selbst mit erzeugt und soli­da­risch finan­ziert haben. Ver­stärkt noch im Osten durch die Erfah­rung, wie sich der Miss­brauch von Gemein­gü­tern (etwa Justiz, innere Sicher­heit) gegen die­je­ni­gen richten kann, die diese Gemein­gü­ter erst schufen. Die DDR endete mit dem totalen Zusam­men­bruch aller Gemein­gü­ter, der vor­aus­ge­gan­gene Kipp­vor­gang und die sich dabei ein­stel­len­den Schwin­del­ge­fühle haben sich in das Gedächt­nis der Ost­deut­schen gerade dieser Genera­tion tief ein­ge­brannt.

Ein Blick zur „anderen Seite“ der Bar­ri­kade, also zum Bei­spiel auf viele Ver­tre­ter von SPD, Linken, Grünen und beson­ders deren Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen, auf die ver­mumm­ten Anti­fan­ten und alter­na­ti­ven Szenen, offen­bart, dass dort der Miss­brauch und die Erosion der Gemein­gü­ter gar nicht als solche erkannt wird. Sie haben diese „Bäume“ nie wachsen sehen, für sie sind dies alles Natur­kon­stan­ten ohne Geschichte, mit end­lo­ser Zukunft und unbe­grenz­ter Belast­bar­keit – und die opti­mis­ti­schen Äuße­run­gen der Politik, die Wachs­tums­zah­len der Wirt­schaft und die Sonn­tags­re­den bestär­ken sie in dieser Annahme. Die Über­las­tung und den Raubbau am System, den Gerd Held dia­gnos­ti­ziert, sehen sie nicht. Doch es ist bei den Gemein­gü­tern nicht anders als beim Über­dre­hen von Schrau­ben: nach „fest“ kommt irgend­wann „ab“. Dabei ist es gleich, auf welches Gemein­gut wir blicken, die Risse und Über­las­tun­gen treten schon sehr deut­lich zutage, Brüche drohen. Die Innere Sicher­heit ist punk­tu­ell nicht mehr zu gewähr­leis­ten, die Lan­des­ver­tei­di­gung ächzt unter Miss­ma­nage­ment, Ver­schwen­dung und Fehl­ent­schei­dun­gen, die Sozi­al­kas­sen werden sach­fremd geplün­dert und das Blüm-Plakat „Die Rente ist sicher“ wurde gerade end­gül­tig über­klebt. Das Bil­dungs­we­sen stöhnt unter maroden Schulen, Leh­rer­man­gel und der Tat­sa­che, dass vie­ler­orts Deutsch nur noch die Sprache der Min­der­heit ist, unser Rechts­sys­tem arbei­tet „Kul­tur­sen­si­bel“ und macht lokal bereits „Frie­dens­rich­tern“ und dem Faust­recht Platz, die Infra­struk­tur brö­ckelt ent­we­der bedroh­lich, oder sie kommt nur mühe­voll (S21) oder gar nicht (BER) an den Start. Ich breche hier ab und über­lasse den Lesern die Bewer­tung der Ursa­chen, Wir­kun­gen und Quer­ver­bin­dun­gen dieses all­ge­mei­nen Ver­falls.

Die Spal­tung der Gesell­schaft ver­läuft heute zwi­schen jenen, die unsere Gemein­gü­ter de facto preis­ge­ben und ver­schleu­dern und denen, die sie erhal­ten und bewah­ren wollen. Da Preis­gabe in Ruin und Unter­gang führt und deshalb das eher kon­ser­va­tive „Bewah­ren“ Gebot der Stunde ist, wird eine beson­dere Tragik über­deut­lich: dass nämlich die denkbar per­fek­teste Alles­preis­ge­be­rin, Jede­po­si­ti­on­räu­me­rin und Kei­ne­wer­te­ver­tei­di­ge­rin, die jeder­zeit immer nur das tut, was ihr eine Mehr­heit ver­schafft und sie poli­tisch am Leben hält, aus­ge­rech­net Angela Merkel ist – die Vor­sit­zende der größten „kon­ser­va­ti­ven“ Partei Deutsch­lands, die unter ihrer Führung und mit Hilfe von wil­li­gen Sekun­dan­ten wie Kauder und Alt­meyer ein Gemein­gut nach dem anderen zur poli­ti­schen Ver­fü­gungs­masse erklärt. Doch der gesam­melte Honig hat den Zweck die Bienen am Leben zu halten und ins nächste Jahr zu bringen. Wer die Waben den Bären öffnet, hat den Zweck und den Wert von Gemein­gü­tern nicht ver­stan­den. Und der Winter, so viel steht fest, wird kommen!

20 Kommentare

  1. Her­vor­ra­gende Analyse, auch von Gerd Held!

    Weit­ge­hende Zustim­mung zu diesem Artikel, aber eine kleine Kor­rek­tur. Im Text wird S21 (Stutt­gart 21) im Kontext „Infra­struk­tur” erwähnt. Das ist inkor­rekt, S21 ist ein Projekt der Infra­struk­tur­zer­stö­rung. S21 macht nur Sinn, wenn man es als das sieht was es ist, Kor­rup­tion. Hier: Plün­de­rung öffent­li­chen Eigen­tums, nämlich der einst Bahn-eigenen und daher im öffent­li­chen Eigen­tum befind­li­chen Innen­stadt­grund­stü­cke. Den Immo­bi­lien-Haien ist der Bahnhof und ob der funk­tio­niert schlicht egal.

    @Rolf 14. Sep­tem­ber 2018 at 0:52
    „Wären die All­ge­mein­gü­ter keine All­ge­mein­gü­ter, sondern Pri­vat­gü­ter, hätte man die meisten Pro­bleme, mit denen man sich her­um­schlägt, nicht.”

    Ja, genau. Dann hätte die Öffent­lich­keit nämlich keine All­ge­mein­gü­ter oder jeden­falls noch weniger als jetzt. Was bei Pri­va­ti­sie­run­gen öffent­li­cher Infra­struk­tur geschieht, sah man in England (wo jetzt das Wasser knapp wird!) und jüngst in Italien an einer Brücke, wo war die doch gleich. Nur Markt­fun­da­men­ta­lis­ten begrei­fen das nicht.

    Was Vene­zuela betrifft, ja, der Maduro ist Teil des Pro­blems. Aber Vene­zue­las Problem ist nicht der Sozia­lis­mus, sondern der Ölreich­tum. Jedes Land, das die Bevöl­ke­rung an den Pro­fi­ten aus eigenen Roh­stof­fen teil­ha­ben lassen will, bekommt es mit den USA zu tun, und so wurde Jugo­sla­wien weg­ge­bombt, das den Kosovo nicht an Soros ver­kau­fen wollte, Gad­dhafi weg­ge­bombt, der das liby­sche Öl an Leute ver­kau­fen wollte, die den USA nicht paßten, und in Syrien wurden „gemä­ßigte Rebel­len” von den USA bewaff­net, weil Assad den USA keinen Frei­brief auf sein Land und die geplan­ten Pipe­lines geben wollte, seither ist da Krieg. So wie der Wirt­schafts­krieg gegen Vene­zuela.

    Tragedy of the commons” ist nur dann „tragedy,” wenn der Staat die „commons” nicht ver­tei­digt und zuwe­nige seiner Bürger dafür ein­ste­hen, zum Beipiel weil sie markt­gläu­big sind und sich Men­schen nur als Ego­is­ten denken können. Wie man auch bei den Sozi­al­sys­te­men euro­päi­scher Länder sieht, die an Dritte-Welt-Migran­ten ver­füt­tert werden, damit sie zusam­men­bre­chen.

    • Ja, genau. Dann hätte die Öffent­lich­keit nämlich keine All­ge­mein­gü­ter oder jeden­falls noch weniger als jetzt. Was bei Pri­va­ti­sie­run­gen öffent­li­cher Infra­struk­tur geschieht, sah man in England (wo jetzt das Wasser knapp wird!) und jüngst in Italien an einer Brücke, wo war die doch gleich.”

      In England und Italien gibt es keine freien Märkte. Das, was Du meinst, ist ein Public-Private-Part­nership, und kein freier Markt. Einmal davon abge­se­hen, finde ich, dass es schon ziem­lich weit her­ge­grif­fen ist, dem Markt die Schuld zu geben, wenn nach 50+ Jahren kom­mu­nis­ti­scher Plan­wirt­schaft ein kleiner Teil­as­pekt inner­halb dieser Plan­wirt­schaft schein­pri­va­ti­siert wird, und es dann nicht richtig klappt. Schein­pri­va­ti­siert deshalb, weil Was­ser­werke und Brücken auch nach der Pri­va­ti­sie­rung noch regu­liert sind, und genau das selbe für die Kunden gilt. Auf den Markt könn­test Du es schie­ben, wenn jeder, der sich Land kaufen kann, auf diesem Land auch ein Was­ser­werk bauen könnte, und zwar wo und wie er es für richtig hält, er Kunden vom Zugang voll­stän­dig abschnei­den könnte, und es mir, als Kunden, möglich wäre, im Keller eine Umkehr­os­mo­se­pumpe oder che­mi­sche Auf­be­rei­tung zu betrei­ben, die aus Regen­was­ser oder Grund­was­ser mein Trink­was­ser macht, ohne irgend­wel­che Anschluss­kos­ten ans Was­ser­werk zu zahlen. Ist ver­bo­ten. Also kein freier Markt. Abge­se­hen davon: Markt­preise sind auf demo­kra­ti­schem Weg nicht bestimm­bar, sondern sie ergeben sich aus dem Angebot, der Nach­frage, sowie den Her­stel­lungs­kos­ten. Sofern die Her­stel­lungs­kos­ten in der Rea­li­tät höher liegen, als auf demo­kra­ti­schem Weg bestimmt, obsiegt die Rea­li­tät. Dies hat zwei Vor­teile: Erstens wird niemand in letzter Instanz erschos­sen, weil etwas gerne anders machen würde, als die Poli­ti­ker es gerne hätten, und zwei­tens wird nichts am Bedarf vorbei über- oder unter­pro­du­ziert.

      Was Vene­zuela betrifft, ja, der Maduro ist Teil des Pro­blems. Aber Vene­zue­las Problem ist nicht der Sozia­lis­mus, sondern der Ölreich­tum. Jedes Land, das die Bevöl­ke­rung an den Pro­fi­ten aus eigenen Roh­stof­fen teil­ha­ben lassen will, bekommt es mit den USA zu tun,”

      Und hier, meine Damen und Herren, sehen Sie ein Para­de­bei­spiel für das, was ich mit „Kogni­ti­ver Dis­so­nanz” meine. Etwas zu besit­zen ist auf dem Markt kein Vorteil, nein, Reich­tum ist ein Nach­teil, weil das die bösen Amis auf den Plan ruft, deren ein­zi­ges Inter­esse ist, die Länder mit Boden­schät­zen kaputt­zu­spie­len. Gedankt sei dem Sozia­lis­mus, der uns alle glei­cher­ma­ßen ver­ar­men lässt, und es uns so ermög­licht, ein gott­ge­fäl­li­ges Leben unter­halb des Radar­schirms des großen Satans zu führen.

      Der Zusam­men­bruch Vene­zue­las hat rein gar nichts damit zu tun, dass die Plan­wirt­schaft nicht diver­si­fi­ziert wurde, und sin­kende Ölpreise es deshalb zwangs­weise gegen die Wand klat­schen mussten. Nein, es hat nichts mit Plan­wirt­schaft zu tun, dass der große Führer, ein ehe­ma­li­ger Bus­fah­rer, nicht auf die Idee kam, dass Ölpreise auch mal sinken können. Abge­se­hen davon ist auch das feh­lende Know How eben­falls kein Problem, das nach der Natio­na­li­sie­rung (Dieb­stahl) der Ölfel­der ent­stand, weil kein Ölun­ter­neh­men mehr einen Fuß ins Land setzen wollte, aus Angst, ent­eig­net zu werden. Wir ver­ges­sen auch einfach mal, dass vene­zo­la­ni­sches Öl von min­de­rer Qua­li­tät ist, weil die, mangels Know How, keine Auf­be­rei­tungs­an­la­gen besit­zen. Nein. Maduro ist ein Teil des Pro­blems, aber die Haupt­schuld trägt der große Satan, der neu­er­dings übri­gens der größte Ölher­stel­ler der Welt ist, wie ich hörte, und dem die Ölpleise deshalb zuneh­mend egal sind. Höher ist für die Amis ten­den­zi­ell besser.

      und so wurde Jugo­sla­wien weg­ge­bombt, das den Kosovo nicht an Soros ver­kau­fen wollte, Gad­dhafi weg­ge­bombt, der das liby­sche Öl an Leute ver­kau­fen wollte, die den USA nicht paßten, und in Syrien wurden „gemä­ßigte Rebel­len” von den USA bewaff­net, weil Assad den USA keinen Frei­brief auf sein Land und die geplan­ten Pipe­lines geben wollte, seither ist da Krieg.”

      Zustim­mung. Seit dem ersten Welt­krieg hat die USA sich weiter und weiter von ihrer ursprüng­li­chen Ver­fas­sung ent­fernt, die einen strik­ten Nicht­in­ter­ven­tio­nis­mus vor­sieht. Eigent­lich war das Ganze ja so gedacht, dass sich in den USA die Miliz, also eine Mischung aus Wehr­sport­grup­pen und Bür­ger­weh­ren, der jeder Bürger ange­hört, um das Mili­tä­ri­sche kümmert, und jeden Feind – Inneren wie Äußeren – mittels Par­ti­sa­nen­tak­tik umschwärmt und ver­nich­tet. Im Prinzip also genau das, was Al Qaeda heute macht. Ich finde, die sollten mal zu ihrer Ver­fas­sung zurück­keh­ren, und wir sollten es ihnen gleich tun. Al Qaeda gewinnt, und man kann mit­ler­weile sagen, dass diese Form der Kriegs­füh­rung gegen­über einem nicht­ge­no­zi­da­len Gegner mehr Sinn ergibt, als eine kon­ven­tio­nelle Armee, und sie zudem einen Angriffs­krieg voll­kom­men unmög­lich macht. Al Qaeda Deutsch­land kann keinen Polen­über­fall verüben. Deren Taktik ist rein defen­siv. Milizen lassen sich sogar pri­vat­wirt­schaft­lich orga­ni­sie­ren. Wie gesagt, in diesem Punkt hast Du meine volle Zustim­mung. Die Amis haben weder in Jugo­sla­wien noch in Nahost etwas zu suchen, und sollten sich diese Ein­mi­schun­gen sparen. Nuke it or leave it.

      „Tragedy of the commons” ist nur dann „tragedy,” wenn der Staat die „commons” nicht ver­tei­digt und zuwe­nige seiner Bürger dafür ein­ste­hen”

      Die „Tragedy of the commons” ist eine Funk­tion, die sich aus dem bloßen Vor­han­den­sein öffent­li­cher Güter ergibt, sofern diese einen Wert haben. Wenn Du willst, dass der Staat die öffent­li­chen Güter ver­wal­tet, um sie vor Über­nut­zung zu schüt­zen, dann ist dies Plan­wirt­schaft, also genau das, was Vene­zuela daran gehin­dert hat, die Wirt­schaft so zu ent­wi­ckeln, dass sie einem Rea­li­täts­ab­gleich stand­hält. Abge­se­hen davon, halte ich es für ziem­lich bedenk­lich, dem Staat die Kon­trolle darüber zu geben, wer Zugang zu lebens­wich­ti­gen Gütern bekommt. Du willst dem Staat die Mög­lich­keit geben, jeman­dem nach Belie­ben vom Zugang zu lebens­not­wen­di­gen Res­sour­cen abzu­schnei­den, und gleich­zei­tig alle staat­li­chen Freunde und Kumpane unge­hin­dert daran teil­ha­ben zu lassen. Das ist das Grund­re­zept der Kor­rup­tion. Ange­sichts der Erfah­rung des dritten Reichs und der offen­sicht­li­chen Nicht­be­ach­tung von Recht in der Gegen­wart, ist das ziem­lich bedenk­lich. Mit welchen Mitteln willst Du unter­bin­den, dass so etwas geschieht? Ein Kon­kur­renz­un­ter­neh­men kannst Du nicht auf­ma­chen, und eine Miliz, die als Gegen­ge­wicht zum Gewalt­mo­no­pol dienen kann, gibt es auch nicht. Du willst Dich selbst aus­lie­fern, so, dass Du ein Sklave bist, sobald der Staat beschließt, dass Du ein Sklave bist.

      zum Beipiel weil sie markt­gläu­big sind und sich Men­schen nur als Ego­is­ten denken können.”

      Märkte funk­tio­nie­ren wun­der­bar, und schaf­fen umso mehr Wohl­stand, je gie­ri­ger und ego­is­ti­scher alle Betei­lig­ten sind. Ego­is­mus und Gier ist nur ein Problem, wenn es Funk­tio­näre gibt, die nicht mit ihrem eigenen Geld wirt­schaf­ten. Da Du zugibst, dass es Ego­is­mus und Gier gibt… Warum willst Du ein System haben, in dem es einen Selek­ti­ons­pro­zess gibt, in dem gierige und ego­is­ti­sche Men­schen noch mehr Macht haben, über das Geld und das Leben der Anderen bestim­men können? Die Exis­tenz von Gier, Ego­is­mus und Macht­geil­heit spricht doch dagegen, Schalt­stel­len zu schaf­fen, in denen sich vor­wie­gend der­ar­tige Men­schen sammeln.

      Abge­se­hen davon: Wenn ich mich nicht täusche, hast Du geschrie­ben, dass Du als Lehrer arbei­test. Damit ent­spricht es doch Deinem ego­is­ti­schen und gie­ri­gen Eigen­in­ter­esse, dass anderen Leuten Geld aus der Tasche gezogen wird, damit ein Teil davon auf Deinem Konto landet. Davon lebst Du. Im Gegen­satz zum Nor­mal­fall, gibt es in Deinem Fall weder das Ein­ver­ständ­nis der­je­ni­gen, die Deinen Unter­richt finan­zie­ren müssen, noch der­je­ni­gen, die daran teil­neh­men müssen. Beide würden in letzter Instanz erschos­sen werden, wenn sie sich mit effek­ti­ven Mitteln gegen die Zwangs­maß­nah­men wehren würden, die sie zu dem zwingen, was Deine Lebens­grund­lage ist. Ich bezweifle, dass viele Raub­tier­ka­pi­ta­lis­ten sowas mit ihrem Gewis­sen ver­ein­ba­ren könnten. Dieses Ver­hal­ten ist ethisch doch noch unter­halb para­si­tä­ren Ver­hal­tens anzu­sie­deln. Zecken bringen mich nicht um, wenn ich sie her­aus­ziehe, weil mein Blut mir gehört. Deine Leute sind da schon deut­lich weiter.

      Wie man auch bei den Sozi­al­sys­te­men euro­päi­scher Länder sieht, die an Dritte-Welt-Migran­­ten ver­füt­tert werden, damit sie zusam­men­bre­chen.”

      Zustim­mung, darum sollte man Staaten, in deren Füh­rungs­po­si­tio­nen sich die macht­gei­len Ego­ma­nen sammeln, die mehr haben wollen, als sie besit­zen, auch nicht die soziale Siche­rung über­las­sen, sondern Fami­lien und pri­va­ten Ver­si­che­run­gen. Jemand, der nichts ein­ge­zahlt hat, kriegt aus pri­va­ten Ver­si­che­run­gen auch nichts aus­ge­zahlt. Umla­ge­ba­sierte Systeme wie die Rente oder die Kran­ken­ver­si­che­run­gen erfül­len diese Defi­ni­tion, neben­bei bemerkt, nicht.

      Sollten die staat­li­chen Sozi­al­sys­teme auf­grund der Migra­ti­ons­krise zusam­men­bre­chen, würde ich das als einen posi­ti­ven Aspekt der Migra­ti­ons­krise betrach­ten.

      • Ver­ehr­ter Rolf,

        bei allem Respekt, wieder erweist sich der Glaube vom „freien Markt” als das was er ist: eine reli­giöse Doktrin. Das erin­nert an Dis­kus­sio­nen mit Chris­ten, denen zu Hexen­jag­den, Inqui­si­tion und Kreuz­zü­gen stets ein­fällt „Das waren keine wahren Chris­ten, denn wirk­li­ches Chris­ten­tum ist wun­der­bar”. Was immer man auch ein­wen­det, der Fehler liegt nie bei der Ideo­lo­gie.

        So auch hier, „Märkte funk­tio­nie­ren wun­der­bar.”

        Einen wirk­lich freien Markt gibt es nir­gends und das ist auch gut so. Beschrän­kun­gen gibt es immer, sonst hätten wir offenen Sklaven-, Frauen- und Dro­gen­han­del, auch Auf­trags­morde und Organe gäbe es auf dem freien Markt.

        Wo der Markt angeb­lich funk­tio­niert, hängt es vom Stand­punkt ab, ob das für gut oder schlecht befun­den wird. Im Dschun­gel über­le­ben die Stär­ke­ren und gege­be­nen­falls die Skru­pel­lo­se­ren. Die natür­li­che Auslese in der Natur ist in der Tat die effek­tivste Res­sour­cen­al­lo­ka­tion. Ob die Exis­tenz von Löwen aber zum Wohl­stand bzw. Wohl­be­fin­den der Gazel­len bei­trägt werden letz­tere anders sehen.

        Wollen wir Men­schen den wich­tigs­ten poli­tisch bestimm­ba­ren Bereich unseres Lebens, das täglich Brot, unsere Wirt­schaft tat­säch­lich so regeln, daß wir nichts regeln, sondern alles laufen d.h. schlei­fen lassen? Zweck und Absicht der EU und unserer soge­nann­ten Bun­des­re­gie­rung ist ja gerade, der Mehr­heit von uns Men­schen die (demo­kra­ti­sche) Kon­trolle über das im Artikel benannte „ver­schleu­derte Gemein­gut” zu ent­zie­hen.

        Markt­gläu­bige behaup­ten meist, pri­vat­wirt­schaft­li­che Unter­neh­mun­gen seien effek­ti­ver als staat­li­che, als gemein­schaft­lich oder genos­sen­schaft­lich orga­ni­sierte. Umge­kehrt wird ein Schuh draus, denn wie jeder weiß, müssen pri­vat­wirt­schaft­li­che zusätz­lich zu den Ver­wal­tungs­kos­ten auch den Profit erwirt­schaf­ten, den die Besit­zer bzw. Aktio­näre haben wollen. So betra­gen bei der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung die Ver­wal­tungs­kos­ten etwa ein Prozent, bei pri­va­ten Ren­ten­ver­si­che­run­gen sind meist zehn Prozent oder mehr extra zu bezah­len, denn das ist ja ihr Zweck. Und natür­lich können beide Vari­an­ten kor­rum­piert, inef­fi­zi­ent und zweck­ent­frem­det werden (Gelder der Ren­ten­ver­si­che­rung für Spät­aus­sied­ler-Wäh­ler­stim­men, Bordell-Partys der pri­va­ten Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten).

        Was die „kom­mu­nis­ti­sche Plan­wirt­schaft” betrifft, das kann klappen oder schief­ge­hen, wie bei der pri­va­ten. Ich gebe Volker Pispers durch­aus recht, wenn er darauf ver­weist, der Lebens­stan­dard in der DDR der 1980er ein­schließ­lich der Zukunfts­chan­cen der Kinder war auf einem Niveau, von dem die meisten US-Ame­ri­ka­ner heute nur träumen können. Immer­hin sind 47 Mil­lio­nen auf Lebens­mit­tel­mar­ken ange­wie­sen, das sind über 10% der Bevöl­ke­rung. Aber wahr­schein­lich sagen Sie jetzt wieder, die USA, das ist über­haupt kein rich­ti­ger Kapi­ta­lis­mus oder die Märkte sind da nicht frei genug. Oder das sind halt alles Faul­pelze.

        Warum begrei­fen die Markt­gläu­bi­gen nicht, daß sie für das Recht des Stär­ke­ren ein­tre­ten, denn das ist der freie Markt. Oder tun sie es, dann sollen sie das offen sagen! Wer genug Geld hat, braucht den Staat nicht, denn man kann sich Pri­vat­po­li­zei und Pri­vat­ar­mee leisten, und wohin das führt sehen wir in Mexico, im Kosovo und anderswo. In letzter Kon­se­quenz wird sich dann das Atmen nur noch leisten können, wer Geld hat, die Luft zu bezah­len, und Wai­sen­kin­der werden arbei­ten oder ver­hun­gern.

        Aber ach, ich weiß, gegen eine reli­giöse Doktrin zu argu­men­tie­ren, ist das Bohren sehr dicker Bretter. Ich spare mir Kom­men­tare über das, was „Raub­tier­ka­pi­ta­lis­ten […] mit ihrem Gewis­sen ver­ein­ba­ren” können, nur soviel: in den 1970ern kam es bei einem Auto­mo­dell in den USA gehäuft zu Unfäl­len mit Todes­fäl­len, weil die Wagen in Flammen auf­gin­gen. Im Fall einer Frau, die mit ihren Kindern ver­brannte, konnte der Anwalt der Familie nach­wei­sen, daß dem Her­stel­ler das Risiko bekannt war, die erwar­te­ten Scha­den­er­satz­zah­lun­gen aber für kos­ten­güns­ti­ger ein­ge­schätzt wurden, als die Inge­nieure mit einer anderen Montage des Ben­zin­tanks zu beauf­tra­gen. Auch die Tabak­kon­zerne gehen bekannt­lich über Leichen, auch der Nicht­rau­cher (von denen allein in Deutsch­land ca 9000 jedes Jahr an den Folgen des Rau­chens anderer sterben). Daß Schul­ver­wei­ge­rer erschos­sen würden, ist einfach lach­haft.

        P.S. Habe ich oben ver­kün­det, ich sei als Lehrer tätig?

      • Ver­ehr­ter Ole,

        der „Glaube” an den freien Markt basiert auf der Erkennt­nis, dass „Wert” sub­jek­tiv ist, und für mich ein Kugel­schrei­ber einen höheren Wert besit­zen kann, als ein Euro, während für Dich ein Euro mehr wert sein kann, als ein Kugel­schrei­ber. Würde ich Dir in diesem Fall einen Kugel­schrei­ber für einen Euro abkau­fen, wäre dies für uns beide vor­teil­haft. Wei­ter­hin nehme ich an, dass alle FREIWILLIGEN Trans­ak­tio­nen, die Eigen­schaft haben, dass jeder etwas mit sub­jek­tiv höherem Wert bekommt, und dafür etwas mit sub­jek­tiv nied­ri­ge­ren Wert hergibt. Daraus lässt sich folgern, dass sich der Wert des eigenen Besit­zes bei frei­wil­li­gen Trans­ak­tio­nen immer ver­meh­ren wird, weil niemand sich auf Trans­ak­tio­nen ein­las­sen wird, die für ihn von Nach­teil sind. Frei­wil­lige Trans­ak­tio­nen sind also kein Null­sum­men­spiel, bei dem der Eine gewinnt, was der Andere ver­liert, sondern alle Betei­lig­ten pro­fi­tie­ren davon. Um Gegen­satz dazu ist Umver­tei­lung ein Null­sum­men­spiel, das die selben Eigen­schaf­ten hat, die auch Dieb­stahl hat, und bei dem nur die­je­ni­gen pro­fi­tie­ren, in deren Rich­tung umver­teilt wird, während die­je­ni­gen, denen etwas weg­ge­nom­men wird, belas­tet werden.

        Du wirst dem jetzt sicher­lich wider­spre­chen, indem Du irgend­wel­che Vor­teile für die­je­ni­gen, denen etwas weg­ge­nom­men wird, her­bei­fa­bu­lierst. Ich würde damit rechnen, dass Du als nun behaup­test, dass man, mit einem Sozi­al­staat, erreicht, dass die Armen ruhig­ge­stellt werden, und man so ver­hin­dert, dass diese sich andern­falls mit Gewalt nehmen würden, was der Sozi­al­staat ihnen auf fried­li­chem Wege zuweist. Jedoch würdest Du damit ledig­lich aus­sa­gen, dass der Sozi­al­staat tut, was der Sozi­al­staat ver­hin­dern soll. Das wäre so, als würde ich Dir Deine Brief­ta­sche klauen, damit der antan­zende Murat sie Dir nicht klaut. Du behaup­test, dass staat­li­cher Dieb­stahl, gegen den man sich nicht wehren kann, besser ist, als pri­va­ter Dieb­stahl, gegen den man sich wehren kann. Du ver­langst von Anderen, sich auf maso­chis­ti­sche Weise wehrlos zu machen, damit sie ent­we­der aus­ge­beu­tet, oder ver­wal­tet werden können.

        Einen wirk­lich freien Markt gibt es nir­gends und das ist auch gut so. Beschrän­kun­gen gibt es immer, sonst hätten wir offenen Sklaven-, Frauen- und Dro­gen­han­del, auch Auf­trags­morde und Organe gäbe es auf dem freien Markt.”

        Skla­ve­rei wider­spricht dem Besitz am eigenen Körper, und spricht dem Sklaven die Fähig­keit ab, eigene Ent­schei­dun­gen zu treffen, und danach zu handeln. Dies lässt sich nicht mit der Frei­wil­lig­keit ver­ein­ba­ren, die freie Märkte erfor­dern. Pro­sti­tu­tion und Dro­gen­han­del hin­ge­gen laufen auf frei­wil­li­ger Basis ab, was keinem Dritten das Recht gibt, sich dies­be­züg­lich ein­zu­mi­schen. Hätte ein Dritter das Recht zu bestim­men, was ich mit meinem Körper mache, würde dies bedeu­ten, dass dieser Dritte Besitz­an­sprü­che an meinem Körper hat, was Skla­ve­rei wäre. Ich hab mich hier bereits dafür aus­ge­spro­chen, dass Kokain auf eine Stufe mit Back­pul­ver gesetzt werden sollte, und halte das Argu­ment dahin­ter für prin­zi­pi­ell ethi­scher Natur. Wenn der Staat das Recht dazu hat, mir vor­zu­schrei­ben, was ich mit meinem Körper mache, dann meldet er Besitz­an­sprü­che an meinem Körper an, und dies ist die Defi­ni­tion von „Skla­ve­rei”. Abge­se­hen davon funk­tio­niert Dro­gen­pro­hi­bi­tion nicht, und richtet größere Schäden an, als Drogen es ver­möch­ten.

        Wollen wir Men­schen den wich­tigs­ten poli­tisch bestimm­ba­ren Bereich unseres Lebens, das täglich Brot, unsere Wirt­schaft tat­säch­lich so regeln, daß wir nichts regeln, sondern alles laufen d.h. schlei­fen lassen?”

        Wenn ich in den Laden gehe, und mir etwas kaufe, das ich zu meinem Über­le­ben brauche, ist mein Zugang zu dieser Res­source doch ebenso gere­gelt, wie die Anreize erschaf­fen werden, mir diese Res­source fort­lau­fend bereit­zu­stel­len. Sofern belie­big viele Anbie­ter mir diese Res­source ver­kau­fen können, weil niemand sie am Markt­zu­gang hindert, ist auch deren Anreiz sicher­ge­stellt, mir diese Res­source zu einem mög­lichst nied­ri­gen Preis anzu­bie­ten, weil sonst die Kon­kur­renz ihre Markt­an­teile aus­wei­tet.

        Was Du schreibst, erin­nert mich stark an einen alten DDR-Witz: „Vorm DDR-Bäcker stehen viele Leute Schlange, um sich ihre Brot­ra­tion, Marke Leim&Sägespäne, abzu­ho­len. Alle bekla­gen sich über die War­te­zeit. Da tritt der Bäcker heraus, und sagt: Leute, beklagt Euch nicht, denn im Westen ist alles noch schlim­mer. Dort kümmert sich der Staat nicht­mal darum, dass Ihr Brot bekommt.”

        Muss ich Dir diesen Witz erklä­ren, oder ver­stehst Du ihn von selbst?

        Zweck und Absicht der EU und unserer soge­nann­ten Bun­des­re­gie­rung ist ja gerade, der Mehr­heit von uns Men­schen die (demo­kra­ti­sche) Kon­trolle über das im Artikel benannte „ver­schleu­derte Gemein­gut” zu ent­zie­hen.”

        Ich würde es eher so inter­pre­tie­ren, dass das All­ge­mein­gut aus­ge­wei­tet wird, und mehr Men­schen Zugriff darauf bekom­men. Du defi­nierst „All­ge­mein­gut” als etwas, das nichts kostet, und das der All­ge­mein­heit zur Ver­fü­gung steht, ich defi­niere „All­ge­mein­gut” als etwas, das mit Gewalt erschaf­fen, und den „Zugangs­be­rech­tig­ten” zur Ver­fü­gung gestellt wird. Die Zahl der Zugangs­be­rech­tig­ten steigt, und ebenso die Kosten, mit denen ihr „All­ge­mein­gut” erschaf­fen wird. Willst Du behaup­ten, ich hätte Unrecht, und Kran­ken­ver­si­che­run­gen und Schulen würden nichts kosten? Abge­se­hen davon, kann der Staat sich jeder­zeit ent­schei­den, irgend­wem den Zugang zu Kran­ken­ver­si­che­run­gen und Schulen zu ver­weh­ren, bei­spiels­weise, weil er außer­halb des Systems bleiben möchte. In diesem Fall würde der Staat Men­schen den Zugang zu Bildung und Medizin abschnei­den. Bis dahin fehlt nicht viel, und es wäre bereits jetzt möglich.

        Markt­gläu­bige behaup­ten meist, pri­vat­wirt­schaft­li­che Unter­neh­mun­gen seien effek­ti­ver als staat­li­che, als gemein­schaft­lich oder genos­sen­schaft­lich orga­ni­sierte. Umge­kehrt wird ein Schuh draus, denn wie jeder weiß, müssen pri­vat­wirt­schaft­li­che zusätz­lich zu den Ver­wal­tungs­kos­ten auch den Profit erwirt­schaf­ten, den die Besit­zer bzw. Aktio­näre haben wollen.”

        Dieser Logik nach, müsste die Soviet­union, in der alles gemein­schaft­lich orga­ni­siert war, grö­ße­ren Wohl­stand erschaf­fen haben, als der Westen, in dem es ver­gleichs­weise privat zuging. Du ver­gisst auch den Over­head, der mit der Größe eines Unter­neh­mens durch Koor­di­na­tion und Ver­wal­tung zunimmt, während der Nutzen einer wei­te­ren Ver­grö­ße­rung sinkt. Groß­un­ter­neh­men sind selten effi­zi­ent. Ich per­sön­lich betrachte Unter­neh­men als faschis­ti­sche Dik­ta­tu­ren, die sich, genau wie Staaten, mit dem Problem aus­ein­an­der­set­zen müssen, wo man einen wohl­wol­len­den und kom­pe­ten­ten Dik­ta­tor her bekommt. Je kleiner und ziel­ge­rich­te­ter so eine faschis­ti­sche Dik­ta­tur ist, desto leich­ter ist die Aufgabe des Dik­ta­tors. Bei beson­ders großen Unter­neh­men, wie man sie im Sozia­lis­mus hat, wird die Aufgabe des Dik­ta­tors so komplex, dass sie für einen Men­schen nicht mehr zu schaf­fen ist. Darum versagt Plan­wirt­schaft im Großen immer.

        So betra­gen bei der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung die Ver­wal­tungs­kos­ten etwa ein Prozent, bei pri­va­ten Ren­ten­ver­si­che­run­gen sind meist zehn Prozent oder mehr extra zu bezah­len, denn das ist ja ihr Zweck.”

        Das ist eine Milch­mäd­chen­rech­nung. Die staat­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung steht kurz vor einem Kollaps, und damit dem Total­aus­fall. Für mich werden die „Ver­wal­tungs­kos­ten” der staat­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung höchst­wahr­schein­lich bei glatten 100% liegen, während ich, bevor es so weit ist, alleine für die staat­lich ver­briefte Lebens­er­hal­tung von drei Rent­nern auf­zu­kom­men habe. Pri­vat­vor­sorge wird eben­falls kom­pli­zier­ter als nötig, weil der Staat die Kon­trolle über das Wäh­rungs­sys­tem hat, und deshalb rich­ti­ges Geld über­haupt nicht exis­tiert. So lange der „Eigen­tum verpflichtet”-Artikel im Grund­ge­setz steht, gibt es auch keinen rich­ti­gen Besitz, über den sich eine alter­na­tive Wert­an­lage rea­li­sie­ren ließe. Ich würde daher sagen, dass unser Staat, im Namen der Wohl­tä­tig­keit, Men­schen, die noch nicht alt sind, so richtig fickt.

        Was die „kom­mu­nis­ti­sche Plan­wirt­schaft” betrifft, das kann klappen oder schief­ge­hen, wie bei der pri­va­ten. ”

        Nein, sie kann nur schief­ge­hen. So eine Wirt­schaft ist ein mit ihrer Größe immer kom­ple­xer wer­den­des Problem, dass sehr bald zu komplex wird, um von Men­schen durch­schaut zu werden. Es könnte klappen, wenn man die tech­no­lo­gi­sche Sin­gu­la­ri­tät als Dik­ta­tor ein­setzt, aber Men­schen sind dazu nicht in der Lage. Pri­vat­wirt­schaft hin­ge­gen funk­tio­niert nach einem sich selbst opti­mie­ren­den Algo­rith­mus. Durch frei­wil­lige Trans­ak­tio­nen wird die Allo­ka­tion von Gütern opti­miert, und durch die sich daraus erge­ben­den Preis­si­gnale wird die Allo­ka­tion von Res­sour­cen opti­miert. Jede FREIWILLIGE Trans­ak­tion opti­miert das gesamte System. Freie Märkte sind ein Opti­mie­rungs­ver­fah­ren, das funk­tio­niert.

        Ich gebe Volker Pispers durch­aus recht, wenn er darauf ver­weist, der Lebens­stan­dard in der DDR der 1980er ein­schließ­lich der Zukunfts­chan­cen der Kinder war auf einem Niveau, von dem die meisten US-Ame­­ri­­ka­­ner heute nur träumen können.”

        Nun musste ich lachen. In den 1980ern musste man in der DDR 20 Jahre lang warten, bis man ein Auto zuge­wie­sen bekommt, und hat mit Kindern in Zwei­raum­woh­nun­gen gelebt, deren Keller per­ma­nent unter Wasser stand. Ein Telefon war ein Luxus, Farb­fern­se­her hatte außer­halb der Polit­bue­ros niemand, und das Brot schmeckte nach Leim und Säge­spä­nen, hab ich mir sagen lassen. Wer ein West­pa­ket bekam, in dem die Wessies billige Stoff­reste und Blue-Jeans aus dem Schluss­ver­kauf ver­schick­ten, der galt als King, und wurde für seine West­kon­takte benei­det. Über das die Zer­set­zungs­tak­ti­ken der Stasi gegen­über jedem, der den Kol­lek­ti­vis­mus nicht mochte, ver­liere ich mal kein Wort. Die haben wir jetzt ja auch, wobei unsere tech­no­lo­gisch aus­ge­feil­ter sind.

        Immer­hin sind 47 Mil­lio­nen auf Lebens­mit­tel­mar­ken ange­wie­sen, das sind über 10% der Bevöl­ke­rung.”

        10% sind besser als 100%, wie in der DDR, oder? Wobei ich es vor­zie­hen würde, wenn es 0% wären, weils keine Food-Stamps gibt, und niemand am Markt­zu­gang behin­dert würde. Übri­gens sind in den USA Neger für über 50% der Morde ver­ant­wort­lich, und die wären ein relativ fried­li­ches Land, mit einer mit der Schweiz ver­gleich­ba­ren Mord­rate, wenn Lincoln die befrei­ten Sklaven nach Liberia ver­frach­tet hätte, wie es ursprüng­lich geplant war. Ist ein Funny Fact, den man eher selten zu hören bekommt.

        Aber wahr­schein­lich sagen Sie jetzt wieder, die USA, das ist über­haupt kein rich­ti­ger Kapi­ta­lis­mus oder die Märkte sind da nicht frei genug.”

        Stimmt, die USA sind ein „mixed system” und kein reiner Kapi­ta­lis­mus mit maximal einem Mini­mal­staat, der sich um nichts anderes als um die innere und äußere Sicher­heit kümmert. Mir ist nicht bekannt, dass irgend­je­mand, der sich mal mit dem Thema beschäf­tigt hat, etwas anderes behaup­ten würde. Die USA wurden zwar als mög­lichst reiner Kapi­ta­lis­mus kon­zi­piert, aber die haben sich in den letzten 100 Jahren weit von ihrer Ver­fas­sung ent­fernt. Was übri­gens beweist, dass Ver­fas­sun­gen nicht aus­rei­chen, um irgend­et­was zu garan­tie­ren.

        Warum begrei­fen die Markt­gläu­bi­gen nicht, daß sie für das Recht des Stär­ke­ren ein­tre­ten, denn das ist der freie Markt.”

        Am freien Markt ver­dient man Geld, indem man etwas anbie­tet, das Men­schen haben wollen, und ihnen dies zur Ver­fü­gung stellt. Dem­entspre­chend haben an einem freien Markt die­je­ni­gen lang­fris­tig das meiste Geld, die beson­ders gut darin sind, ihren Kunden zu dienen, und nütz­lich zu sein. Was einen Markt defi­niert, ist das Recht des Besit­zen­den, der seinen Besitz auf frei­wil­lige und legi­time Weise erwor­ben hat, indem er der All­ge­mein­heit etwas zur Ver­fü­gung stellte, das diese haben wollte, und für das sein Besitz der Lohn ist.

        Das Recht des Stär­ke­ren” beschreibt hin­ge­gen ziem­lich direkt ein Staats­we­sen. Der Staat hat das Gewalt­mo­no­pol, strebt also an, in jeder Situa­tion der Stär­kere zu sein, und er spricht und defi­niert auch das Recht. Das Recht des Stär­ke­ren. In dieser Phrase etwas anderes, als die Beschrei­bung eines Staats­we­sens zu sehen, ist schon ziem­lich bemer­kens­wert.

        Wer genug Geld hat, braucht den Staat nicht, denn man kann sich Pri­vat­po­li­zei und Pri­vat­ar­mee leisten, und wohin das führt sehen wir in Mexico, im Kosovo und anderswo.”

        In Mexiko und dem Kosovo gibts staat­li­che Stellen, die die Markt­kräfte aus­schal­ten. Wenn man schon von Pri­vat­ar­meen ausgeht, sollte man auch davon aus­ge­hen, dass Jeder eine Pri­vat­ar­mee haben kann, weil Jeder mit Anderen Geld für eine Solche zusam­men­le­gen kann. Man sollte auch in die Betrach­tung mit ein­be­zie­hen, dass es bil­li­ger ist, eine Stel­lung zu ver­tei­di­gen, als diese anzu­grei­fen, weshalb die Finan­zie­rung einer Pri­vat­ar­mee schwie­rig wäre, wenn diese kon­ti­nu­ier­lich irgend­wen angreift, der auch eine Pri­vat­ar­mee hat. Diese Pri­vat­ar­meen hätten also Schwie­rig­kei­ten, nicht pleite zu gehen, wenn sie sich nicht defen­siv ver­hal­ten, oder sie es ver­säu­men, Mittel zur gewalt­lo­sen Kon­flikt­bei­le­gung (aka. all­ge­mein akzep­tier­tes Recht) zu nutzen. Irgend­wie sehe das Problem nicht. Wenn man Armeen hätte, die nach markt­wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten ope­rie­ren, und die eine Dienst­leis­tung anbie­ten, würde ich würde davon aus­ge­hen, dass die Markt­kräfte dafür sorgen, dass sich lang­fris­tig die Unter­neh­men durch­set­zen, die ihren Kunden eine wün­schens­werte Dienst­leis­tung anbie­ten, und die an Plün­de­run­gen kein Inter­esse haben, weil Offen­siv­ge­walt teurer ist, als Defen­siv­ge­walt, und unrecht­mä­ßige Gewalt zu einem Image­scha­den führt, der der Kon­kur­renz Kunden zutreibt, und sogar einen höheren Preis für die Kon­kur­renz­un­ter­neh­men recht­fer­ti­gen. „Schutz vor Plün­de­rung” ist ein ziem­lich gutes Ver­kaufs­ar­gu­ment, das höhere Bei­träge recht­fer­tigt, als eine plün­dernde Pri­vat­ar­mee lang­fris­tig erwirt­schaf­ten könnte. Was Du mit Pri­vat­ar­meen in Ver­bin­dung bringst, ist folg­lich einfach nur eine schlechte Geschäfts­stra­te­gie, die lang­fris­tig pleite gehen würde, weil sie teuer ist, und Kon­kur­renz­un­ter­neh­men gleich­zei­tig Anreize liefert, eine solche Firma aus­zu­schal­ten. Schutz vor Plün­de­run­gen ist ein Ver­kaufs­ar­gu­ment, das jeden Preis­auf­schlag recht­fer­tigt. Abge­se­hen davon: Das Schlimmste, das aus einer solchen Situa­tion ent­ste­hen könnte, ist ein Staat. Eine Armee mit Gewalt­mo­no­pol, die nicht an Markt­kräfte gebun­den ist, und für die es keinen Kon­kur­renz gibt.

        Es gibt ein Buch, das zu diesem Thema lesens­wert ist – „Machinery of Freedom” von David D. Fried­man. Darin beschäf­tigt sich ein Phy­si­ker, Ökonom und Jura-Pro­fes­sor mit etwas, das im Prinzip Pri­vat­ar­meen sind, die auf dem Markt Dienst­leis­tun­gen anbie­ten. „Law’s Order” vom selben Author ist auch lesens­wert, wenn man wissen will, weshalb staat­li­ches Recht immer inef­fi­zi­en­ter als Pri­vat­recht ist, und nach welchen Gesichts­punk­ten ein effi­zi­en­tes Rechts­sys­tem gestal­tet werden würde. Beides sind Lese­emp­feh­lun­gen.

        In letzter Kon­se­quenz wird sich dann das Atmen nur noch leisten können, wer Geld hat, die Luft zu bezah­len, und Wai­sen­kin­der werden arbei­ten oder ver­hun­gern. ”

        Eine Pri­vat­ar­mee könnte das erst­ge­nannte Recht genau so wenig umset­zen, wie ein Staat. Sie könnte Steuern erheben, die jeden treffen, der lebt. Eben­dies tut ein Staat doch auch. Aller­dings ist es von der Durch­setz­bar­keit her ein­fa­cher, andere Dinge zu besteu­ern, als die Luft zum atmen. Genau dies geschieht doch.

        Und die Wai­sen­kin­der… Du willst doch nicht, dass die arbei­ten oder ver­hun­gern. Warum würdest Du die nicht einfach bei Dir auf­neh­men? So teuer sind Kinder auch nicht, und es bringt durch­aus eine gewisse Erfül­lung mit sich, sich um eben­sol­che zu kümmern. Es wäre doch auch eine gute Alters­ab­si­che­rung, wenn man sich mal um Wai­sen­kin­der geküm­mert hätte, und diesen einen guten Start ins Leben ermög­licht hätte. Fähig­kei­ten sind ohnehin das beste Kapital, das man haben kann, und jemand der von Dir Fähig­kei­ten erlernt hat, der jung ist, und der Dir zu Dank ver­pflich­tet ist, weil Du dafür gesorgt hast, dass er einen guten Ein­stieg ins Leben gefun­den hat, wird Dir sicher helfen, wenn Du selbst Hilfe brauchst. Falls er dies nicht tut, hättest Du mit Deiner Erzie­hung kata­stro­phal versagt. Men­schen, die ihren Ange­hö­ri­gen in Not nicht helfen, sind furcht­bar schlecht erzogen, und man kann die Schuld dafür nur dem­je­ni­gen geben, der sie erzogen hat. Bekä­mest Du keine Hilfe, wärst Du so unfähig in der Erzie­hung, dass Du keine Hilfe ver­dient hättest.

        Oder bist Du einfach nur zu geizig/faul/egoistisch, um Dich um Wai­sen­kin­der zu kümmern, und willst, dass die All­ge­mein­heit zu etwas gezwun­gen wird, das Du selbst nicht tun willst?

        in den 1970ern kam es bei einem Auto­mo­dell in den USA gehäuft zu Unfäl­len mit Todes­fäl­len, weil die Wagen in Flammen auf­gin­gen. Im Fall einer Frau, die mit ihren Kindern ver­brannte, konnte der Anwalt der Familie nach­wei­sen, daß dem Her­stel­ler das Risiko bekannt war, die erwar­te­ten Scha­den­er­satz­zah­lun­gen aber für kos­ten­güns­ti­ger ein­ge­schätzt wurden, als die Inge­nieure mit einer anderen Montage des Ben­zin­tanks zu beauf­tra­gen.”

        Wenn das Unter­neh­men das Auto dafür bil­li­ger auf den Markt bringen konnte, ist das doch okay. Jeder weiß, dass große und teure Autos siche­rer sind, als Klein­wa­gen, aber nicht jeder kann und will sich eine Limou­sine leisten. Abge­se­hen davon kann ein „Kein-Wagen”, sofern dieser die Alter­na­tive zu einem „Klein-Wagen” ist, noch unsi­che­rer sein. Fahr­rad­fah­ren ist gefähr­li­cher, als Auto­fah­ren, und wird umso gefähr­li­cher, je schlech­ter das Fahrrad gewar­tet ist. Dennoch kenne ich nie­man­den, der seinen Draht­esel regel­mä­ßig zur Inspek­tion in eine Fahr­rad­werk­statt fährt, oder sich die Fähig­kei­ten eines Fahr­rad­me­cha­ni­kers aneig­net, um die Wartung selbst zu erle­di­gen. Daraus schließe ich, dass den Men­schen das Geld, das sie so sparen, mehr wert ist, als eine Min­de­rung des Lebens­ri­si­kos, das so eine Fahr­rad­fahrt auf einem schlecht gewar­te­ten Fahrrad mit sich bringt, ihnen wert wäre. Was ist daran jetzt schlecht, ver­werf­lich, oder unmo­ra­lisch? Und wo ist das Problem, wenn Auto­her­stel­ler eben­falls rechnen, und ver­su­chen, ihren Kunden ein mög­lichst bil­li­ges Produkt anzu­bie­ten? Das Leben eines Men­schen hat einen end­li­chen Wert, und wir treffen alle täglich Ent­schei­dun­gen, die unser Risiko zu sterben erhöhen.

        Daß Schul­ver­wei­ge­rer erschos­sen würden, ist einfach lach­haft.”

        Ich glaube, Du hast da eine Wahr­neh­mungs­lü­cke.

        Gesetze werden durch­ge­setzt, indem der Staat die Über­griffe eska­liert, bis sein Opfer ent­we­der tot ist, oder es sich zwingen lässt. Dies ist das Wesen jeden Geset­zes. Dass Kinder eher selten erschos­sen werden, liegt daran, dass niemand ihnen bei­bringt, wie man Gewalt effek­tiv ein­setzt, und sie kleiner und schwä­cher als Erwach­sene sind. Hätten sie die Mittel, die ihre kör­per­li­che Unter­le­gen­heit aus­glei­chen, würde man sie in letzter Instanz auch erschie­ßen. Deshalb ist die primäre Drohung in ihrem Fall, dass man sie zu Wai­sen­kin­dern macht, wenn ihre Eltern die Schul­pflicht nicht durch­set­zen, sich gegen die Durch­set­zung der dar­auf­hin fol­gen­den Geld­stra­fen effek­tiv wehren, und sie sich auch gegen das uni­for­mierte Kid­nap­ping­kom­mando, das ihre Kinder anschlie­ßend ins Heim bringt, effek­tiv wehren. Denk dran, die Polizei sind auch nur bewaff­nete Men­schen, die sich zurück­zie­hen um Ver­stär­kung zu holen, wenn man nicht nach­gibt, und man sich durch­set­zen kann. Sofern die Polizei Unrecht durch­setzt, ist man im Bereich der Infan­trietak­tik, wenn man von seinem unmit­tel­ba­ren Recht auf Notwehr Gebrauch machen will. Für effek­tive Notwehr gegen­über einem SEK wäre man bereits im Reich des Häu­ser­kamp­fes, den man im ein­fachs­ten Fall führt, indem man eine Hand­gra­nate in einen unge­si­cher­ten Raum wirft, dessen Explo­sion jedem, der sich in diesem Raum befin­det, die Lungen zer­fetzt. Anschlie­ßend betritt man den Raum, und knallt ab, was sich noch bewegt. Nachdem der Raum gesi­chert ist, fährt man fort, bis das Gebäude gesi­chert ist. Natür­lich wird man wie ein Hund erschos­sen werden, wenn man sich effek­tiv wehrt.

        Ich glaube, wir haben da eine unter­schied­li­che Sicht der Dinge. Ich per­sön­lich halte Dich für jeman­den, dessen erster Instinkt ist, die Arsch­ba­cken zu sprei­zen und an eine grüne Wiese mit Schmet­ter­lin­gen zu denken, wenn er mit einer Über­macht kon­fron­tiert ist, bei der abseh­bar ist, dass er ver­lie­ren wird. Gleich­zei­tig nor­ma­li­siert Du dieses Ver­hal­ten, und tust so, als gäbe es über­haupt keine Alter­na­tive. Ich würde Dich so ein­schät­zen, dass Du zu den Men­schen gehörst, denen, wenns mal Gewalt gibt, außer „weg­ren­nen und flennen” keine wei­te­ren Hand­lungs­op­tio­nen bekannt sind. Ich habe bei so etwas immer eines der Über­wa­chungs­vi­deos im Kopf, auf dem man zahl­lose Men­schen sieht, die, feuch­ten Schritts, kurz nach den Bata­clan-Anschlä­gen, panisch in ein Bistro rennen, und sich wie kleine Kinder unter den (fest­ge­schraub­ten) Tischen ver­ste­cken, und deren ganzes Welt­bild sich in diesem Augen­blick als eine Lüge her­aus­stellt. Man muss diese Men­schen nur mal mit Gewalt kon­fron­tie­ren, gegen die sie sich nicht in Brief­form wehren können, und schon bricht deren ganze Welt zusam­men, und sie brau­chen Jahre der The­ra­pie, um ihren Kopf wieder in ihren Arsch gezwängt zu bekom­men.

        Mir hin­ge­gen liegt dieses Ver­hal­ten nicht. Einer meiner Erzie­hungs­in­halte war: „Junge, selbst, wenn Du am Ende liegen bleibst, kannst Du immer noch einen von denen mit­neh­men. Wenn Du Dich vor­be­rei­test, und zuerst angreifst, sogar mehr als das.”. Es brauchte eine Weile, und ich hab geschrien und gestram­pelt, und mich gegen die Erkennt­nis gewehrt, aber irgend­wann habe auch ich es kapiert. Ich kann gar nicht aus­drü­cken, wie dankbar ich heute dem­je­ni­gen bin, der mir diese Wahr­heit ver­mit­telt hat. Das war die größte Befrei­ung, die ich in meinem Leben erfah­ren habe. Es gibt nichts ernied­ri­gen­de­res, als zu einer Gruppe von Men­schen zu gehören, deren Rea­li­täts­blase von jeder­mann mit festem Willen zum Platzen gebracht werden kann. Wenn es soweit ist, ver­hal­ten diese Men­schen sich wie pani­sches Vieh, das zu über­haupt keiner Gegen­re­ak­tion mehr fähig ist. Ich glaube, dass unsere isla­mi­schen Ter­ro­ris­ten­freunde, uns genau diese Wahr­heit über uns selbst zeigen wollen, indem sie Anschläge verüben. Die gewin­nen deshalb, weil sie diese Wahr­heit auf ihrer Seite haben, und wir nicht. Die haben kein schlech­tes Gewis­sen, weil sie uns dabei helfen wollen, die Rea­li­tät zu erken­nen. Die wollen uns die Wahr­heit über uns selbst zeigen. Die wollen uns aus dieser Blase, die man so leicht platzen lassen kann, her­aus­hel­fen, und uns ans Licht führen. Die wollen uns dabei helfen, aus einer Geis­tes­hal­tung, die, von außen betrach­tet, nicht ernied­ri­gen­der sein könnte, her­aus­zu­fin­den.

        Man sollte halt auch von seinen Feinden lernen. Das erwei­tert den Hori­zont. Leute, die in der selben Situa­tion fest­ste­cken, wie man selbst, sind schlechte Lehrer. Hin­ter­her gehts einem besser.

  2. für Gerd Held (oder auch: für Gerd, den Held):
    Merkels Migran­ten ver­pras­sen
    Des Volkes Gemein­schaft, sein Gut.
    Schmelz­tie­gel? Friede der Rassen?
    Hier brodelt längst ein Völ­ker­sud!
    (Sieg­fried Prütt 2018)

  3. Es ist nicht zu leugnen, dass wir immer mehr zu „Heimat-losen“ werden, indem wir unsere Heimat los werden. Und zwar dadurch, daß das Land sich durch den großen Aus­tausch rapide ver­än­dert. Anders gesagt: Der Migrant ver­än­dert seine Umge­bung, indem er migriert. Der Deut­sche ver­än­dert seine Umge­bung nicht, muss aber erleben, dass sich seine Umge­bung durch die vielen Migran­ten ver­än­dert hat. Ich habe einmal ver­sucht, das in Verse zu bringen:

    Merkel, Soros und Kalergi
    Wollen Eurabia und dass es wachse.
    Migra­tion bringt Entro­pie.
    Ahasver heute? Ist ein Sachse!
    (Sieg­fried Prütt 2018)

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  4. Bezeich­nend ist auch, wie gelogen und ver­bo­gen wird, um Mas­sen­zu­wan­de­rung aus Afrika z.B. zu recht­fer­ti­gen.
    Und um was es dann tat­säch­lich geht.
    Man lese sich nur mal dieses Inter­view mit einer gewis­sen Karen Taylor (poli­ti­sche Refe­ren­tin der SPD für Men­schen­rechte im Bun­des­tag) durch:
    https://​www​.taz​.de/​!​5​5​2​5​3​23/

    Es ist ja keine Tat­sa­che, dass Deutsch­land immer weiß gewesen ist…”

    Im Grund­ge­setz steht schwarz auf weiß, dass Deutsch­land viel­fäl­tig ist…”

    Die Idee von Heimat diente unter anderem dazu, den ver­meint­lich „edlen“ Deut­schen vom „bar­ba­ri­schen, tier­ähn­li­chen“ Afri­ka­ner in den deut­schen Kolo­nien abzu­gren­zen. Dieses Denken, diese Selbst­über­hö­hung führte zum ersten Völ­ker­mord an den Herero und Nama in „Deutsch-Süd­west­afrika“, dem heu­ti­gen Namibia.”

    Seit über 300 Jahren leben Schwarze Men­schen in Deutsch­land und sind etwa ins Ber­li­ner Stadt­bild ein­ge­schrie­ben.”

    Es gibt Hei­mat­mu­seen in Deutsch­land, in denen afri­ka­ni­sche Raub­kunst aus­ge­stellt wird, vor allem aus Kamerun und Togo. Diese gehören para­do­xer­weise zur deut­schen Kultur und können dem­entspre­chend nicht zurück­ge­ge­ben werden. Aber den Men­schen wie­derum, die aus diesen Regio­nen kommen, wird kein Zutritt zu diesem Land gewährt.”

    Und darum geht es dann wirk­lich:

    Wir brau­chen sofort überall eine Quote! Weil es da nicht um Bevor­zu­gung geht, sondern um das Aus­glei­chen von Nach­tei­len.”

    Und dann müsste eine rea­lis­ti­sche Quote ange­setzt werden, um Fakten zu schaf­fen. Gerade gab es eine Befra­gung der NGO Citi­zens For Europe in den Füh­rungs­eta­gen im öffent­li­chen Dienst in Berlin. Da kam heraus, dass 97 Prozent der Per­so­nen dort weiß sind. Auf die Frage, ob feh­lende Diver­si­tät ein Problem ist, ant­wor­te­ten sie mehr­heit­lich mit Ja. Auf die Frage wie­derum, ob sie sich selbst als Teil des Pro­blems sehen, ant­wor­te­ten die meisten mit Nein – obwohl sie ja letzt­end­lich die Per­so­nen sind, die bei Neu­ein­stel­lun­gen mit­ent­schei­den. Eine vor­ge­schrie­bene Quote könnte also Ver­än­de­run­gen in der Per­so­nal­struk­tur her­bei­füh­ren.”

    Wer hat uns ver­ra­ten?
    Spe­zi­al­de­mo­kra­ten!
    Und immer dabei, die Linke und die Grü­ne­par­tei.
    Plus mitt­ler­weile die Hälfte der Union…

  5. Ich denke, Frau Merkel ist ein patho­lo­gi­scher Fall. Typisch für eine nar­ziss­ti­sche Per­sön­lich­keits­stö­rung ist die starke Ich-Bezo­gen­heit ver­bun­den mit der Unfä­hig­keit, Kritik zu erken­nen, zuzu­las­sen und auf das eigenen Handeln zu bezie­hen. Ver­mut­lich ist sie eben keine pro­fes­sio­nelle Ver­füh­re­rin, wie wir das in der deut­schen Geschichte schon mal hatten, sondern schlicht eine gemüts­kranke Frau, die nicht anders kann.

    Aber: Wieso macht ihre Entou­rage mit und keiner sagt, dass die Kai­se­rin nackt ist? Wieso kehrt die Presse kri­ti­sche Stimmen wie Hans-Joachim Maaz oder Anthony Gleees unter den Teppich und bestärkt jene, welche die Deut­schen als mora­li­sche Super­hei­lige dar­stel­len wollen? Wieso nennen Intel­lek­tu­elle das Problem der Selbst­ver­liebt­heit nicht beim Namen?

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    • Ich glaube, dass es Sün­den­bock­men­ta­li­tät ist, Angie die ganze Schuld zuzu­schie­ben. Das Problem liegt woan­ders. Würde man Angie mitsamt Entou­rage an den nächs­ten Later­nen­pfahl knüpfen, würden die Pro­bleme, an denen die angeb­lich schuld sind, nicht ver­schwin­den. Würde man die Ver­ant­wort­li­chen so lange an Later­nen­pfähle knüpfen, bis die Pro­bleme gelöst sind, gäbe es bald nie­man­den mehr, der bereit wäre, die Ver­ant­wor­tung dafür auf sich zu nehmen, dass unser System schei­tert, die Pro­bleme bestün­den aber wei­ter­hin. So geschah es zumin­dest in der Zeit um die fran­zö­si­sche Revo­lu­tion herum, als das Volk immer wieder neue Leute an die Macht brachte, die ihnen mehr Leis­tun­gen bei nied­ri­ge­ren Steuern ver­spra­chen, dieses Ver­spre­chen jedoch komi­scher­weise nie ein­hiel­ten, und am Schluss ent­we­der tot oder tota­li­tär wurden. Bastiat hat dazu ein Paar inter­es­sante Sachen geschrie­ben. Die Ursache liegt nicht bei den Ver­ant­wort­li­chen.

      • Sag ich ja. Die Presse redet den dummen Tri­coteu­sen ein, sie seien die edels­ten Men­schen auf der ganzen Welt. Jeder Migrant kriegt das Grund­ge­setz in die Hand und bekommt von unseren Super-Dupper-Päd­ago­gin­nen zwei­ein­halb Nach­mit­tage Unter­richt in Singen und Tanzen, dann bekehrt er sich zum Gut­men­schen­tum und wird ein wert­vol­les Mit­glied der Klasse der Spießer und Vege­ta­rier. Wir schaf­fen das, sagt die Presse…

        Und die Presse bestärkt uns in der Mär, der Deut­sche an sich sei ohnehin viel besser als all die Rosi­nen­pi­cker in London, War­schau und Buda­pest. Oder die kor­rup­ten Mit­tel­meer­leute. Oder die Ver­bre­cher vom Balkan. Wenig ver­hüllt haben wir in diesem Nar­ra­tiv wieder die alten Über- und Unter­men­schen. Gott ich danke dir, dass ich kein Zöllner bin wie jener dort.

        Und da der Deut­sche den ganzen Laden zahlt, darf er auch bestim­men, was in Europa gemacht wird. Den Parn­tern in der hin­te­ren Reihe fällt dann die Rolle zu, die Gäste zu ver­kös­ti­gen, die wir zur Face­book­party ein­ge­la­den haben, um der ganzen Welt zu zeigen: Wir haben aus der Geschichte gelernt!

        Und wir ver­kau­fen ja keine Waffen mehr an kapi­ta­lis­ti­sche Länder, sondern ver­schen­ken sie an deren Gegner. Wir ver­grät­zen keine Juden mehr, sondern sind aus­ge­spro­chen freund­lich und ent­ge­gen­kom­mend zu jenen, die sie hassen und bereits sind unseren Job zu voll­enden. Wir sind die Deut­schen, ihr müsst uns lieb­ha­ben…

        • Ich bezog mich auf diese Schrift:

          http://​bastiat​.de/​b​a​s​t​i​a​t​/​s​c​h​r​i​f​t​e​n​/​g​e​s​e​t​z​.​h​tml

          Unge­fähr im letzten Drittel werden darin auch zahl­rei­che Revo­lu­ti­ön­chen behan­delt, die im Kontext der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion statt­fan­den, und die alle­samt nicht das gewünschte Ergeb­nis hatten.

          Der Artikel aus der NZZ klingt nach Bastiat, ist aber ziem­lich stark auf Schlag­worte redu­ziert. Im Ori­gi­nal findet man, neben Schlag­wor­ten und Mei­nun­gen, auch noch eine Argu­men­ta­tion und einen Kontext. Bei Bastiat finde ich es, neben­bei bemerkt, überaus inter­es­sant, wie ein 170 Jahre alter Text so direkt zu uns spre­chen kann. Die meisten Texte, die so alt sind, lesen sich ange­staubt. Bas­ti­ats Texte hin­ge­gen nicht.

  6. Also, mich wundert die altu­elle Situa­tion nicht wirk­lich. Klar, sie kotzt mich an, und ich sehe die Ent­wick­lung ziem­lich kri­tisch, aber sie ver­wun­dert mich nicht.

    In Europa war „Kon­ser­va­tiv” oder „Rechts” doch schon immer ziem­lich links. Naja, und links rockt halt so, wie man es gerade sieht. Zuerst werden ganz viele abso­lute Rechte/Ansprüche dekla­riert, die man nie­man­dem weg­neh­men kann, dann werden die­je­ni­gen, die das zahlen sollen, als Böse­wichte defi­niert, und dann wird diese Per­so­nen­gruppe aus­ge­plün­dert, und soll dafür noch danke sagen. Nun klagt man, und demons­triert, weil das, was man genau so gewählt hat, und Anderen mit Gewalt auf­drü­cken wollte, nicht funk­tio­niert, und man deshalb sauer ist, und man nun will, dass gefäl­ligst per­so­nelle Kon­se­quen­zen gezogen werden, damit jemand an die Macht kommt, der einem ver­dammt nochmal das gibt, was man von seinen gewähl­ten Poli­ti­kern ver­langt. Mich erin­nert das an Vene­zuela. Da demons­trie­ren die auch alle im Namen des Sozia­lis­mus gegen Maduro, weil dieser ihnen die Güter, die die sich her­bei­ge­wählt haben, fie­ser­weise nicht zur Ver­fü­gung stellt. Und derweil ernäh­ren die sich von Ratten, und schi­cken ihre Kinder in den Nach­bar­län­dern auf den Strich. Die wollens halt so.

    Wären die All­ge­mein­gü­ter keine All­ge­mein­gü­ter, sondern Pri­vat­gü­ter, hätte man die meisten Pro­bleme, mit denen man sich her­um­schlägt, nicht. Aber man wills ja so. Auch die­je­ni­gen, die demons­trie­ren gehen, wollens so. All­ge­mein­gü­ter sind ein Euphe­mis­mus für „Tragedy of the commons”. Das war schon immer so, aber jetzt gerade sieht man es ziem­lich deut­lich. Viel­leicht lernt man daraus, und pri­va­ti­siert diese Dinge, oder man tuts halt nicht, und bekommt noch viele Gründe, zum demons­trie­ren. Ich hoffe in jedem Fall, dass Angie in der Zwi­schen­zeit Klein­holz aus dem Laden macht, damit man hin­ter­her die Alt­las­ten los ist, und wenigs­tens bei Null anfan­gen kann.

    Eigent­lich sollte ich bei nächs­ter Gele­gen­heit SPDGrüne wählen gehen. Nicht, dass der Saft­la­den sich am Ende noch fängt, und als Krüp­pel­kra­tie weiter exis­tiert. Scheiße nur, dass ich aus Prinzip nicht wähle.

  7. Dann will ich doch mal kurz nicht offi­zi­el­les Insi­der­wis­sen preis­ge­ben:
    Das Job­cen­ter Neu­müns­ter (80 k Einw.) hat kürz­lich ermit­telt, dass 80 Kinder, für die sie Leis­tun­gen zahlen, anschei­nend sich nicht im Lande befin­den. Zu den ört­li­chen Schulen gehen sie zumin­dest nicht. Dies betrifft nicht die klas­si­schen Flücht­linge sondern Migran­ten aus Ost­eu­ropa (Bul­ga­rien, Rumä­nien) die häufig eigent­lich nicht leis­tungs­be­rech­tigt sind. Auch nicht bei phy­si­scher Anwe­sen­heit. Das Ganze dürfte wohl auch nur eine Schnee­flo­cke auf der Spitze des Eis­ber­ges sein…

    • Jeder Bulgare, Rumäne, Ungar oder Slowake kennt das Problem aus eigener Anschau­ung und darf es in seinem freien Land auch beim Namen nennen. Nur in Deutsch­land würde eine ent­spre­chende Aussage als Volks­ver­het­zung ver­folgt.

      Wahr­schein­lich gibt es einfach genü­gend wohl­stands­ver­wöhnte Deut­sche, die selber der Über­zeu­gung sind, die Deut­schen seien schuld an Treib­haus­ef­fekt und Ter­ro­ris­mus, Kor­rup­tion und Kon­ti­nen­tal­drift, an der Gra­vi­ta­tion und am Aus­ster­ben der Dino­sau­rier – so dass jeder, der hier auf­schlägt, ledig­lich eine berech­tigte Schuld ein­for­dert.

    • Aus Bremen kenne ich es mit der Anzahl Kinder, seit ca. 30 Jahren, die von den Aus­län­dern bei den Behör­den gemel­det worden sind.

      Hat sich das Sozi­al­amt ange­mel­det, um sich die zehn Kinder anzu­schauen, hat man eben vom Nach­barn fünf Kinder herüber geholt. Glei­ches kenne ich mit den Kran­ken­kas­sen­kar­ten, auch seit ca. 30 Jahren. Es gibt hun­derte von ver­schie­de­nen Dingen, wo wir schon seit x Jahren von Aus­län­dern betro­gen werden. Alles geschieht aber mit Wissen der Poli­ti­ker!

  8. Ich frage mich auch, warum niemand sich Gedan­ken macht, wie unser zukünf­ti­ger Wohl­stand – also unser erreich­tes Gemein­gut – weiter erwirt­schaf­tet werden soll. Die Par­teien über­tref­fen sich in noch mehr Sozi­al­sys­tem und Umver­tei­lung.
    Par­al­lel dazu wird unsere Auto­in­dus­trie an die Wand gefah­ren, Gen­tech­nik für böse erklärt und eine digi­tale Kom­mis­sion gegrün­det. Lächer­lich, wenn es nicht so ernst wäre…

  9. Sehr gute und absolut zutref­fende Analyse der der­zei­ti­gen Situa­tion in Deutsch­land. Ich fürchte aller­dings, dass die ‚Bewah­rer’ sich letzt­lich nicht durch­set­zen werden, da ihnen das Gros der schwei­gen­den Bevöl­ke­rung, eine völlig starr­sin­nige Kanz­le­rin und die Pläne der EU ihnen konträr gegen­über­ste­hen.

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