Von Gerd Held finden sie auf achgut​.com eine tref­fende Analyse dessen, was wirk­lich hinter dem von der Migra­ti­ons­krise aus­ge­lös­ten Unwohl­sein, dem all­ge­mei­nen Grum­meln, Murren und den Pro­tes­ten steckt. Es geht eben gerade nicht um die vor­schnell unter­stellte Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­men aller Art oder poli­ti­sche Abdrift nach Neun­zehn­hun­dert­schwarz­weiß, sondern allein um die Frage, mit welcher Dreis­tig­keit die Bun­des­re­gie­rung unsere Gemein­gü­ter ver­schleu­dert und wer Willens und in der Lage ist, das zu erken­nen. Die Gemein­gü­ter, von denen Gerd Held spricht, sind zum Bei­spiel die innere Sicher­heit, Lan­des­ver­tei­di­gung, Sozi­al­kas­sen, Bil­dungs­we­sen, Rechts­sys­tem, Infra­struk­tur. All die Insti­tu­tio­nen also, an deren Aufbau, Aus­stat­tung und Funk­tio­nie­ren wir hier im Land jahr­zehn­te­lang hart gear­bei­tet haben, sind sub­stan­zi­ell unter Druck durch unge­steu­erte Zuwan­de­rung von Pro­fi­teu­ren, die letzt­lich zwar die Äpfel pflü­cken, den Baum aber nie mit­ge­pflegt haben. Die Vor­stel­lung, das könnte irgend­wie noch gut für uns aus­ge­hen, wenn die Zuwan­de­rer nicht deut­lich mehr Poten­zial mit­brin­gen, als sie an Gemein­gut auf­zeh­ren, ent­stammt ganz offen­sicht­lich mathe­ma­tisch unter­durch­schnitt­lich begab­ten Geis­tern. Gemein­gü­ter gehören jedoch nicht einem anony­men Staat oder einer Regie­rung, diese sind ledig­lich mit deren Schutz und Erhal­tung beauf­tragt. Diese Bewah­rung der Gemein­gü­ter ist die vor­dring­li­che, wenn nicht gar einzige Aufgabe der han­deln­den Politik – und dieser Aufgabe kommt sie aktuell mehr schlecht als recht nach.

Einen Aspekt möchte ich dem sehr lesens­wer­ten Aufsatz von Gerd Held noch hin­zu­fü­gen – und dieser Aspekt wird beson­ders deut­lich, wenn man sich die Struk­tur der Pro­teste ansieht, die das Land durch­zie­hen. Das, was die Medien und viele Poli­ti­ker als auf­kei­mende braune Gefahr her­auf­be­schwö­ren, ent­puppt sich bei näherem Hin­se­hen nämlich kei­nes­falls als die reni­tente Jugend, der zu allen Zeiten Revo­lu­tio­nen und Umstürze zuzu­trauen waren, sondern als Genera­tion 40–50plus – jene also, die durch ihr Berufs­le­ben den imma­nen­ten Wert unserer funk­tio­nie­ren­den Gemein­gü­ter nicht nur wert­schät­zen, sondern selbst mit erzeugt und soli­da­risch finan­ziert haben. Ver­stärkt noch im Osten durch die Erfah­rung, wie sich der Miss­brauch von Gemein­gü­tern (etwa Justiz, innere Sicher­heit) gegen die­je­ni­gen richten kann, die diese Gemein­gü­ter erst schufen. Die DDR endete mit dem totalen Zusam­men­bruch aller Gemein­gü­ter, der vor­aus­ge­gan­gene Kipp­vor­gang und die sich dabei ein­stel­len­den Schwin­del­ge­fühle haben sich in das Gedächt­nis der Ost­deut­schen gerade dieser Genera­tion tief ein­ge­brannt.

Ein Blick zur „anderen Seite“ der Bar­ri­kade, also zum Bei­spiel auf viele Ver­tre­ter von SPD, Linken, Grünen und beson­ders deren Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen, auf die ver­mumm­ten Anti­fan­ten und alter­na­ti­ven Szenen, offen­bart, dass dort der Miss­brauch und die Erosion der Gemein­gü­ter gar nicht als solche erkannt wird. Sie haben diese „Bäume“ nie wachsen sehen, für sie sind dies alles Natur­kon­stan­ten ohne Geschichte, mit end­lo­ser Zukunft und unbe­grenz­ter Belast­bar­keit – und die opti­mis­ti­schen Äuße­run­gen der Politik, die Wachs­tums­zah­len der Wirt­schaft und die Sonn­tags­re­den bestär­ken sie in dieser Annahme. Die Über­las­tung und den Raubbau am System, den Gerd Held dia­gnos­ti­ziert, sehen sie nicht. Doch es ist bei den Gemein­gü­tern nicht anders als beim Über­dre­hen von Schrau­ben: nach „fest“ kommt irgend­wann „ab“. Dabei ist es gleich, auf welches Gemein­gut wir blicken, die Risse und Über­las­tun­gen treten schon sehr deut­lich zutage, Brüche drohen. Die Innere Sicher­heit ist punk­tu­ell nicht mehr zu gewähr­leis­ten, die Lan­des­ver­tei­di­gung ächzt unter Miss­ma­nage­ment, Ver­schwen­dung und Fehl­ent­schei­dun­gen, die Sozi­al­kas­sen werden sach­fremd geplün­dert und das Blüm-Plakat „Die Rente ist sicher“ wurde gerade end­gül­tig über­klebt. Das Bil­dungs­we­sen stöhnt unter maroden Schulen, Leh­rer­man­gel und der Tat­sa­che, dass vie­ler­orts Deutsch nur noch die Sprache der Min­der­heit ist, unser Rechts­sys­tem arbei­tet „Kul­tur­sen­si­bel“ und macht lokal bereits „Frie­dens­rich­tern“ und dem Faust­recht Platz, die Infra­struk­tur brö­ckelt ent­we­der bedroh­lich, oder sie kommt nur mühe­voll (S21) oder gar nicht (BER) an den Start. Ich breche hier ab und über­lasse den Lesern die Bewer­tung der Ursa­chen, Wir­kun­gen und Quer­ver­bin­dun­gen dieses all­ge­mei­nen Ver­falls.

Die Spal­tung der Gesell­schaft ver­läuft heute zwi­schen jenen, die unsere Gemein­gü­ter de facto preis­ge­ben und ver­schleu­dern und denen, die sie erhal­ten und bewah­ren wollen. Da Preis­gabe in Ruin und Unter­gang führt und deshalb das eher kon­ser­va­tive „Bewah­ren“ Gebot der Stunde ist, wird eine beson­dere Tragik über­deut­lich: dass nämlich die denkbar per­fek­teste Alles­preis­ge­be­rin, Jede­po­si­ti­on­räu­me­rin und Kei­ne­wer­te­ver­tei­di­ge­rin, die jeder­zeit immer nur das tut, was ihr eine Mehr­heit ver­schafft und sie poli­tisch am Leben hält, aus­ge­rech­net Angela Merkel ist – die Vor­sit­zende der größten „kon­ser­va­ti­ven“ Partei Deutsch­lands, die unter ihrer Führung und mit Hilfe von wil­li­gen Sekun­dan­ten wie Kauder und Alt­meyer ein Gemein­gut nach dem anderen zur poli­ti­schen Ver­fü­gungs­masse erklärt. Doch der gesam­melte Honig hat den Zweck die Bienen am Leben zu halten und ins nächste Jahr zu bringen. Wer die Waben den Bären öffnet, hat den Zweck und den Wert von Gemein­gü­tern nicht ver­stan­den. Und der Winter, so viel steht fest, wird kommen!

16 Kommentare

  1. für Gerd Held (oder auch: für Gerd, den Held):
    Merkels Migran­ten ver­pras­sen
    Des Volkes Gemein­schaft, sein Gut.
    Schmelz­tie­gel? Friede der Rassen?
    Hier brodelt längst ein Völ­ker­sud!
    (Sieg­fried Prütt 2018)

  2. Es ist nicht zu leugnen, dass wir immer mehr zu „Heimat-losen“ werden, indem wir unsere Heimat los werden. Und zwar dadurch, daß das Land sich durch den großen Aus­tausch rapide ver­än­dert. Anders gesagt: Der Migrant ver­än­dert seine Umge­bung, indem er migriert. Der Deut­sche ver­än­dert seine Umge­bung nicht, muss aber erleben, dass sich seine Umge­bung durch die vielen Migran­ten ver­än­dert hat. Ich habe einmal ver­sucht, das in Verse zu bringen:

    Merkel, Soros und Kalergi
    Wollen Eurabia und dass es wachse.
    Migra­tion bringt Entro­pie.
    Ahasver heute? Ist ein Sachse!
    (Sieg­fried Prütt 2018)

  3. Bezeich­nend ist auch, wie gelogen und ver­bo­gen wird, um Mas­sen­zu­wan­de­rung aus Afrika z.B. zu recht­fer­ti­gen.
    Und um was es dann tat­säch­lich geht.
    Man lese sich nur mal dieses Inter­view mit einer gewis­sen Karen Taylor (poli­ti­sche Refe­ren­tin der SPD für Men­schen­rechte im Bun­des­tag) durch:
    https://​www​.taz​.de/​!​5​5​2​5​3​23/

    Es ist ja keine Tat­sa­che, dass Deutsch­land immer weiß gewesen ist…”

    Im Grund­ge­setz steht schwarz auf weiß, dass Deutsch­land viel­fäl­tig ist…”

    Die Idee von Heimat diente unter anderem dazu, den ver­meint­lich „edlen“ Deut­schen vom „bar­ba­ri­schen, tier­ähn­li­chen“ Afri­ka­ner in den deut­schen Kolo­nien abzu­gren­zen. Dieses Denken, diese Selbst­über­hö­hung führte zum ersten Völ­ker­mord an den Herero und Nama in „Deutsch-Süd­west­afrika“, dem heu­ti­gen Namibia.”

    Seit über 300 Jahren leben Schwarze Men­schen in Deutsch­land und sind etwa ins Ber­li­ner Stadt­bild ein­ge­schrie­ben.”

    Es gibt Hei­mat­mu­seen in Deutsch­land, in denen afri­ka­ni­sche Raub­kunst aus­ge­stellt wird, vor allem aus Kamerun und Togo. Diese gehören para­do­xer­weise zur deut­schen Kultur und können dem­entspre­chend nicht zurück­ge­ge­ben werden. Aber den Men­schen wie­derum, die aus diesen Regio­nen kommen, wird kein Zutritt zu diesem Land gewährt.”

    Und darum geht es dann wirk­lich:

    Wir brau­chen sofort überall eine Quote! Weil es da nicht um Bevor­zu­gung geht, sondern um das Aus­glei­chen von Nach­tei­len.”

    Und dann müsste eine rea­lis­ti­sche Quote ange­setzt werden, um Fakten zu schaf­fen. Gerade gab es eine Befra­gung der NGO Citi­zens For Europe in den Füh­rungs­eta­gen im öffent­li­chen Dienst in Berlin. Da kam heraus, dass 97 Prozent der Per­so­nen dort weiß sind. Auf die Frage, ob feh­lende Diver­si­tät ein Problem ist, ant­wor­te­ten sie mehr­heit­lich mit Ja. Auf die Frage wie­derum, ob sie sich selbst als Teil des Pro­blems sehen, ant­wor­te­ten die meisten mit Nein – obwohl sie ja letzt­end­lich die Per­so­nen sind, die bei Neu­ein­stel­lun­gen mit­ent­schei­den. Eine vor­ge­schrie­bene Quote könnte also Ver­än­de­run­gen in der Per­so­nal­struk­tur her­bei­füh­ren.”

    Wer hat uns ver­ra­ten?
    Spe­zi­al­de­mo­kra­ten!
    Und immer dabei, die Linke und die Grü­ne­par­tei.
    Plus mitt­ler­weile die Hälfte der Union…

  4. Ich denke, Frau Merkel ist ein patho­lo­gi­scher Fall. Typisch für eine nar­ziss­ti­sche Per­sön­lich­keits­stö­rung ist die starke Ich-Bezo­gen­heit ver­bun­den mit der Unfä­hig­keit, Kritik zu erken­nen, zuzu­las­sen und auf das eigenen Handeln zu bezie­hen. Ver­mut­lich ist sie eben keine pro­fes­sio­nelle Ver­füh­re­rin, wie wir das in der deut­schen Geschichte schon mal hatten, sondern schlicht eine gemüts­kranke Frau, die nicht anders kann.

    Aber: Wieso macht ihre Entou­rage mit und keiner sagt, dass die Kai­se­rin nackt ist? Wieso kehrt die Presse kri­ti­sche Stimmen wie Hans-Joachim Maaz oder Anthony Gleees unter den Teppich und bestärkt jene, welche die Deut­schen als mora­li­sche Super­hei­lige dar­stel­len wollen? Wieso nennen Intel­lek­tu­elle das Problem der Selbst­ver­liebt­heit nicht beim Namen?

    • Ich glaube, dass es Sün­den­bock­men­ta­li­tät ist, Angie die ganze Schuld zuzu­schie­ben. Das Problem liegt woan­ders. Würde man Angie mitsamt Entou­rage an den nächs­ten Later­nen­pfahl knüpfen, würden die Pro­bleme, an denen die angeb­lich schuld sind, nicht ver­schwin­den. Würde man die Ver­ant­wort­li­chen so lange an Later­nen­pfähle knüpfen, bis die Pro­bleme gelöst sind, gäbe es bald nie­man­den mehr, der bereit wäre, die Ver­ant­wor­tung dafür auf sich zu nehmen, dass unser System schei­tert, die Pro­bleme bestün­den aber wei­ter­hin. So geschah es zumin­dest in der Zeit um die fran­zö­si­sche Revo­lu­tion herum, als das Volk immer wieder neue Leute an die Macht brachte, die ihnen mehr Leis­tun­gen bei nied­ri­ge­ren Steuern ver­spra­chen, dieses Ver­spre­chen jedoch komi­scher­weise nie ein­hiel­ten, und am Schluss ent­we­der tot oder tota­li­tär wurden. Bastiat hat dazu ein Paar inter­es­sante Sachen geschrie­ben. Die Ursache liegt nicht bei den Ver­ant­wort­li­chen.

      • Sag ich ja. Die Presse redet den dummen Tri­coteu­sen ein, sie seien die edels­ten Men­schen auf der ganzen Welt. Jeder Migrant kriegt das Grund­ge­setz in die Hand und bekommt von unseren Super-Dupper-Päd­ago­gin­nen zwei­ein­halb Nach­mit­tage Unter­richt in Singen und Tanzen, dann bekehrt er sich zum Gut­men­schen­tum und wird ein wert­vol­les Mit­glied der Klasse der Spießer und Vege­ta­rier. Wir schaf­fen das, sagt die Presse…

        Und die Presse bestärkt uns in der Mär, der Deut­sche an sich sei ohnehin viel besser als all die Rosi­nen­pi­cker in London, War­schau und Buda­pest. Oder die kor­rup­ten Mit­tel­meer­leute. Oder die Ver­bre­cher vom Balkan. Wenig ver­hüllt haben wir in diesem Nar­ra­tiv wieder die alten Über- und Unter­men­schen. Gott ich danke dir, dass ich kein Zöllner bin wie jener dort.

        Und da der Deut­sche den ganzen Laden zahlt, darf er auch bestim­men, was in Europa gemacht wird. Den Parn­tern in der hin­te­ren Reihe fällt dann die Rolle zu, die Gäste zu ver­kös­ti­gen, die wir zur Face­book­party ein­ge­la­den haben, um der ganzen Welt zu zeigen: Wir haben aus der Geschichte gelernt!

        Und wir ver­kau­fen ja keine Waffen mehr an kapi­ta­lis­ti­sche Länder, sondern ver­schen­ken sie an deren Gegner. Wir ver­grät­zen keine Juden mehr, sondern sind aus­ge­spro­chen freund­lich und ent­ge­gen­kom­mend zu jenen, die sie hassen und bereits sind unseren Job zu voll­enden. Wir sind die Deut­schen, ihr müsst uns lieb­ha­ben…

        • Ich bezog mich auf diese Schrift:

          http://​bastiat​.de/​b​a​s​t​i​a​t​/​s​c​h​r​i​f​t​e​n​/​g​e​s​e​t​z​.​h​tml

          Unge­fähr im letzten Drittel werden darin auch zahl­rei­che Revo­lu­ti­ön­chen behan­delt, die im Kontext der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion statt­fan­den, und die alle­samt nicht das gewünschte Ergeb­nis hatten.

          Der Artikel aus der NZZ klingt nach Bastiat, ist aber ziem­lich stark auf Schlag­worte redu­ziert. Im Ori­gi­nal findet man, neben Schlag­wor­ten und Mei­nun­gen, auch noch eine Argu­men­ta­tion und einen Kontext. Bei Bastiat finde ich es, neben­bei bemerkt, überaus inter­es­sant, wie ein 170 Jahre alter Text so direkt zu uns spre­chen kann. Die meisten Texte, die so alt sind, lesen sich ange­staubt. Bas­ti­ats Texte hin­ge­gen nicht.

  5. Also, mich wundert die altu­elle Situa­tion nicht wirk­lich. Klar, sie kotzt mich an, und ich sehe die Ent­wick­lung ziem­lich kri­tisch, aber sie ver­wun­dert mich nicht.

    In Europa war „Kon­ser­va­tiv” oder „Rechts” doch schon immer ziem­lich links. Naja, und links rockt halt so, wie man es gerade sieht. Zuerst werden ganz viele abso­lute Rechte/Ansprüche dekla­riert, die man nie­man­dem weg­neh­men kann, dann werden die­je­ni­gen, die das zahlen sollen, als Böse­wichte defi­niert, und dann wird diese Per­so­nen­gruppe aus­ge­plün­dert, und soll dafür noch danke sagen. Nun klagt man, und demons­triert, weil das, was man genau so gewählt hat, und Anderen mit Gewalt auf­drü­cken wollte, nicht funk­tio­niert, und man deshalb sauer ist, und man nun will, dass gefäl­ligst per­so­nelle Kon­se­quen­zen gezogen werden, damit jemand an die Macht kommt, der einem ver­dammt nochmal das gibt, was man von seinen gewähl­ten Poli­ti­kern ver­langt. Mich erin­nert das an Vene­zuela. Da demons­trie­ren die auch alle im Namen des Sozia­lis­mus gegen Maduro, weil dieser ihnen die Güter, die die sich her­bei­ge­wählt haben, fie­ser­weise nicht zur Ver­fü­gung stellt. Und derweil ernäh­ren die sich von Ratten, und schi­cken ihre Kinder in den Nach­bar­län­dern auf den Strich. Die wollens halt so.

    Wären die All­ge­mein­gü­ter keine All­ge­mein­gü­ter, sondern Pri­vat­gü­ter, hätte man die meisten Pro­bleme, mit denen man sich her­um­schlägt, nicht. Aber man wills ja so. Auch die­je­ni­gen, die demons­trie­ren gehen, wollens so. All­ge­mein­gü­ter sind ein Euphe­mis­mus für „Tragedy of the commons”. Das war schon immer so, aber jetzt gerade sieht man es ziem­lich deut­lich. Viel­leicht lernt man daraus, und pri­va­ti­siert diese Dinge, oder man tuts halt nicht, und bekommt noch viele Gründe, zum demons­trie­ren. Ich hoffe in jedem Fall, dass Angie in der Zwi­schen­zeit Klein­holz aus dem Laden macht, damit man hin­ter­her die Alt­las­ten los ist, und wenigs­tens bei Null anfan­gen kann.

    Eigent­lich sollte ich bei nächs­ter Gele­gen­heit SPDGrüne wählen gehen. Nicht, dass der Saft­la­den sich am Ende noch fängt, und als Krüp­pel­kra­tie weiter exis­tiert. Scheiße nur, dass ich aus Prinzip nicht wähle.

  6. Dann will ich doch mal kurz nicht offi­zi­el­les Insi­der­wis­sen preis­ge­ben:
    Das Job­cen­ter Neu­müns­ter (80 k Einw.) hat kürz­lich ermit­telt, dass 80 Kinder, für die sie Leis­tun­gen zahlen, anschei­nend sich nicht im Lande befin­den. Zu den ört­li­chen Schulen gehen sie zumin­dest nicht. Dies betrifft nicht die klas­si­schen Flücht­linge sondern Migran­ten aus Ost­eu­ropa (Bul­ga­rien, Rumä­nien) die häufig eigent­lich nicht leis­tungs­be­rech­tigt sind. Auch nicht bei phy­si­scher Anwe­sen­heit. Das Ganze dürfte wohl auch nur eine Schnee­flo­cke auf der Spitze des Eis­ber­ges sein…

    • Jeder Bulgare, Rumäne, Ungar oder Slowake kennt das Problem aus eigener Anschau­ung und darf es in seinem freien Land auch beim Namen nennen. Nur in Deutsch­land würde eine ent­spre­chende Aussage als Volks­ver­het­zung ver­folgt.

      Wahr­schein­lich gibt es einfach genü­gend wohl­stands­ver­wöhnte Deut­sche, die selber der Über­zeu­gung sind, die Deut­schen seien schuld an Treib­haus­ef­fekt und Ter­ro­ris­mus, Kor­rup­tion und Kon­ti­nen­tal­drift, an der Gra­vi­ta­tion und am Aus­ster­ben der Dino­sau­rier – so dass jeder, der hier auf­schlägt, ledig­lich eine berech­tigte Schuld ein­for­dert.

    • Aus Bremen kenne ich es mit der Anzahl Kinder, seit ca. 30 Jahren, die von den Aus­län­dern bei den Behör­den gemel­det worden sind.

      Hat sich das Sozi­al­amt ange­mel­det, um sich die zehn Kinder anzu­schauen, hat man eben vom Nach­barn fünf Kinder herüber geholt. Glei­ches kenne ich mit den Kran­ken­kas­sen­kar­ten, auch seit ca. 30 Jahren. Es gibt hun­derte von ver­schie­de­nen Dingen, wo wir schon seit x Jahren von Aus­län­dern betro­gen werden. Alles geschieht aber mit Wissen der Poli­ti­ker!

  7. Ich frage mich auch, warum niemand sich Gedan­ken macht, wie unser zukünf­ti­ger Wohl­stand – also unser erreich­tes Gemein­gut – weiter erwirt­schaf­tet werden soll. Die Par­teien über­tref­fen sich in noch mehr Sozi­al­sys­tem und Umver­tei­lung.
    Par­al­lel dazu wird unsere Auto­in­dus­trie an die Wand gefah­ren, Gen­tech­nik für böse erklärt und eine digi­tale Kom­mis­sion gegrün­det. Lächer­lich, wenn es nicht so ernst wäre…

  8. Sehr gute und absolut zutref­fende Analyse der der­zei­ti­gen Situa­tion in Deutsch­land. Ich fürchte aller­dings, dass die ‚Bewah­rer’ sich letzt­lich nicht durch­set­zen werden, da ihnen das Gros der schwei­gen­den Bevöl­ke­rung, eine völlig starr­sin­nige Kanz­le­rin und die Pläne der EU ihnen konträr gegen­über­ste­hen.

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