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Wer die öffentlichen Aus­sagen evan­ge­lis­ch­er Geistlich­er oder grün­er Poli­tik­er beurteilen will – beson­ders, wenn sie sehr schrill klin­gen – der muss sich natür­lich zunächst einige wichtige Fra­gen stellen. Zuerst: hat er oder sie das wirk­lich so gesagt? Dann: war es ein Verse­hen, gar nicht so gemeint, anders geplant oder ist vielle­icht jemand auf der Maus aus­gerutscht? Außer­dem: steckt der rus­sis­che Geheim­di­enst dahin­ter? Und zu guter Let­zt natür­lich: war die Aus­sage gegen Trump gerichtet? Was natür­lich jed­erzeit jede Schrill­heit recht­fer­ti­gen würde.

Ich lese die “Neue Presse” und gehe die Liste in Hin­blick auf einen Artikel über den „Christo­pher Street Day 2017“ in Han­nover durch, und stelle zum Schluss erle­ichtert fest: Trump war weit weg, als Katrin Göring-Eck­hardt mit keck­er Stof­f­girlande um die Hüfte auf die Bühne trat, und dort – ange­tan mit den sicht­baren Zeichen der Wäh­ler­grup­pen­sol­i­dar­ität – mutig aussprach:

„Ohne Ehe für alle gehen die Grü­nen in keine einzige Koali­tion in der näch­sten Leg­is­laturpe­ri­ode. Das ver­spreche ich euch.“

Der anschließende Jubel klang schon so, wie die Grü­nen es sich für 18:05 Uhr am Wahlabend der Bun­destagswahl erträu­men. Ehe für alle also. Für alle? Auch für jeden? Ich hoffe ja, die Grü­nen haben zumin­d­est einen Plan, wie zu ver­hin­dern ist, dass Mustafa (60) die Ayshe (13) ehe­licht. Aber lassen wir die Spitzfind­igkeit­en. Wie alle wis­sen – und der Anlass legt es nahe – geht es um die soge­nan­nte „Homo-Ehe“. Das Wort ist aus der Mode, obwohl es eigentlich sehr genau das beschreibt, was geset­zlich geregelt wer­den soll. Näm­lich, dass schwule und les­bis­che Paare heirat­en dür­fen. Mit allen rechtlichen Kon­se­quen­zen. Und ja, dafür bin ich auch! Kein Prob­lem, wo soll ich unter­schreiben?

Was mich jedoch stutzig macht, ist der Anbiederungs­gle­ich­schritt von Poli­tik und Medi­en an die Ziel­gruppe. War der “Christo­pher Street Day” einst ein Sig­nal der Emanzi­pa­tion ein­er ehe­ma­li­gen gesellschaftlichen Rand­gruppe, wird er heute als Plat­tform für poli­tis­che State­ments der selt­samen Art benutzt, wenn etwa Angestellte der Stadtver­wal­tung Han­nover mit regen­bo­gen­far­be­nen Schirm­chen hin­ter einem Trans­par­ent mit der Auf­schrift „Gay for one Day“ her­laufen. In anderem Zusam­men­hang, der allerd­ings kaum weniger gaga ist, würde dies sich­er als ver­w­er­flich­er Akt „kul­tureller Aneig­nung“ gegeißelt wer­den.

In dieselbe Falle tappte schon im Jan­u­ar der Chefredak­teur der Welt-Gruppe, Ulf Poschardt, als er twit­terte: „Wir müssen uns gegen Don­ald Trump wehren und bess­er, mutiger, fleißiger, inno­v­a­tiv­er, freier, offen­er, schwuler und mul­ti­kul­tureller wer­den.“ Jede Min­der­heit „mit­nehmen“, auch wenn es nur mit leeren Worten ist, die im All­t­ag keine Entsprechung find­en. So gese­hen müssen wir wohl auch brünet­ter, kurzsichtiger, schwatzhafter, tuberkulös­er und islamis­ch­er wer­den, damit sich kein­er aus­ge­gren­zt fühlt. Doch Poschardt ist nicht schwul und auch die Stadtver­wal­tung Han­nover ist es „in echt“ nicht mal für einen Tag. Und das ist wed­er gut noch schlecht so!

Divide et impera

Die schön­sten poli­tis­chen Büt­tenre­den lassen sich dort hal­ten, wo das Pub­likum über eine ein­heitliche Eigen­fre­quenz ver­fügt, über die man es per­fekt in Schwingung und Stim­mung ver­set­zen kann. Deshalb spricht man vor Bauern über Agrar­sub­ven­tio­nen, vor jun­gen Müt­tern über Kinder­garten­plätze, vor Rent­nern von Renten­er­höhung und vor Schwulen und Les­ben eben über die „Ehe für alle“. Logisch, oder? Na ja, eigentlich nicht, weil ja auch allein­erziehende Les­ben Prob­leme haben, einen Kinder­garten­platz zu find­en, auch ein schwuler Land­wirt die Milch­preise bekla­genswert find­en wird und die Renten­lücke für einen bisex­ueller Ger­ingver­di­ener genau­so ver­heerend sein wird, wie für jeden anderen Ger­ingver­di­ener auch. Mir kommt die Art der Ansprache, wie sie KGE in Han­nover benutzte, extrem ober­fläch­lich und ver­logen vor, genau wie alle Migranten aus dem ara­bis­chen Raum von der Poli­tik vor allem unter dem Aspekt “Mus­lime” ange­sprochen wer­den. So als wäre das alles, was sie sein sollen und somit auch alles, was wir ihnen zwecks Inte­gra­tion zu ermöglichen haben.

Und dann wird es auch noch sug­ges­tiv, wenn Argu­mente „für“ mit einem alter­na­tivlosen „gegen“ verknüpft wer­den und man die hüb­sch selek­tierte Ziel­gruppe in toto auf den poli­tis­chen Geg­n­er het­zen kann. Frau Göring-Eckardt kon­nte denn auch der Ver­suchung nicht wider­ste­hen, ihrem Pub­likum ihr Unver­ständ­nis darüber auszu­drück­en, dass es immer noch “so viele Kon­ser­v­a­tive” gibt:

„Diese Leute sind nicht homo­phob, das sind ein­fach Arschlöch­er“, waren ihre Worte, mit denen sie auch jene Kon­ser­v­a­tiv­en Schwulen und Les­ben belei­digte, die gegen die “Ehe für alle” sind. Die gibts näm­lich auch.

Nun, es gibt sehr viel zwis­chen Rhein und Spree, was man zu KGE’s Unver­ständ­nis rech­nen darf. Dazu gehört mit Sicher­heit die Frage, „wie diese Kon­ser­v­a­tiv­en so tick­en“. Ein­er dieser „Ticks“ ist zum Beispiel, dass viele Kon­ser­v­a­tive so ihre Prob­leme mit der „Ehe für alle“ haben, aus deren Sicht oft sog­ar gewichtige Gründe dage­gen vor­brin­gen. Man muss diese Gründe nicht teilen. Man muss diese Men­schen auch nicht überzeu­gen oder „ändern“. Man muss auch nicht „Gay for one Day“ sein oder “schwuler wer­den”. Man muss das Kon­ser­v­a­tive aber als Hal­tung tolerieren, beschimpfen muss man die Leute deshalb jeden­falls nicht. Und wenn es eines Tages ein Gesetz geben sollte, das die „Ehe für so gut wie alle und jeden“ regelt, müssten diese Kon­ser­v­a­tiv­en es respek­tieren. Selb­st dann, wenn diese „Arschlöch­er“ es immer noch ablehnen soll­ten.

PS: Liebe „Neue Presse“, ich weiß, kein­er hat mehr Zeit heutzu­tage. Schon gar nicht für Qual­ität­sjour­nal­is­mus und sprach­liche Volten auf Tuchol­sky-Niveau. Aber „Leg­is­laturperide“, „nöch­sten“ und „ver­sporechen“ sind drei Fehler in nur einem Satz. Das ist selb­st mir, der ich Tippfehler am laufend­en Band pro­duziere, zu viel. Soviel Lek­torat muss sein!

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12 Kommentare

  1. „Homo-Ehe“ ist das eine.
    „Ehe für alle“ sind aber nun mal auch Kindere­hen, Ehen mit mehreren Part­nern, Ehen mit Tieren, usw.

    Sprache ist wichtig! Aber vielle­icht sollte man auch (ger­ade) als Poli­tik­er auf seine Sprache acht­en!

  2. Ich hätte im Prinzip nichts gegen eine Ehe für alle, wenn es nicht einen Punkt gäbe, der dage­gen spricht. Und das ist die Frem­dadop­tion. Auch gegen Stiefadop­tion ist nichts einzuwen­den. Wenn ein­er der Part­ner leib­lich­es Eltern­teil ist, ist es nur sin­nvoll, dass der zweite Part­ner eben­falls Rechtssicher­heit bekommt. Bei der Frem­dadop­tion, wenn bei­de Part­ner dem Kind vorher fremd waren, finde ich das beden­klich. Nicht dass ich glauben würde, ein schwules oder les­bis­ches Paar kön­nte nicht auch liebevolle Eltern sein. Den­noch, es geht bei ein­er Adop­tion nicht um die Selb­stver­wirk­lichung der Eltern, son­dern um das best­mögliche Wohl des Kindes. Ein Kind wächst am besten auf, wenn es Vater und Mut­ter hat. Zwei Väter oder zwei Müt­ter kön­nen nicht das­selbe bieten, denn Män­ner und Frauen tick­en eben doch unter­schiedlich, und das sollte ein Kind auch erfahren kön­nen. Mag sein, dass das ein wenig essen­tial­is­tisch klingt.

    Ein ander­er Grund, warum Kon­ser­v­a­tive das ver­hin­dern wollen, ist wohl die Befürch­tung, dass dann Pädophile, die gar nicht schwul oder les­bisch sind, heirat­en kön­nten, um ein Kind zu adop­tieren. Eine Hor­ror­vorstel­lung, die mitschwingt, die mir aber über­trieben scheint.

    • dann frage ich mich aber, was ein Vater, der ger­ade mal am Woch­enende bei den Kindern ist und den Rest der Arbeit der Frau über­lässt, den Kindern für ein Bild ver­mit­telt

    • Gott schuf den Men­schen als Mann und Frau – oder die Evo­lu­tion als XX und XY. In der Tat sollte ein Kind möglichst bei­de Aus­prä­gun­gen des Men­sch­seins mit­bekom­men, am besten sog­ar mit Geschwis­tern aufwach­sen, um reich­haltige soziale Beziehun­gen entwick­eln zu kön­nen.

      Ein allein­erziehen­des Kind und ein allein­erziehen­des Elter führen zu ein­er Qua­si­part­ner­schaft, zu ein­er sozialen Ver­ar­mung und am Ende wahrschein­lich zu einem wenig bindungs­fähi­gen Schneeflöckchen. Auch wenn dieses Eltern­teil das Kind nach bestem Wis­sen und Gewis­sen pam­pert, erzwingt er oder sie gegenüber dem Kind einen alleini­gen Besitzanspruch. Nicht gut für das Kind.

      Ich teile Ihre Ver­mu­tung, dass auch diese ganze Gen­dergeschichte oft vor­rangig der Selb­stver­wirk­lichung der Erwach­se­nen dient. Das Recht zur Adop­tion wirkt dann wie ein Siegel, dass auch das Geschlecht Nr. 27 oder Nr. 36 gesellschaftlich anerkan­nt ist. Für das Wohl des Kindes bleibt jedoch das am besten, was seit Jahrtausenden in allen Hochkul­turen der Welt der Nor­mal­fall ist.

  3. Man muss die Grü­nen, solange sie Leute vom Kaliber KGE oder Clau­dia Roth zu ihrem Spitzen­per­son­al küren, nicht mehr ernst nehmen. Der­ar­tiger Intellek­tueller Abfall kom­postiert sich zwangsläu­fig über kurz oder lang von selb­st. Dass er über­haupt noch in der Aus­lage liegt, ist lediglich das Symp­tom ein­er eben­falls stark verblöde­ten und radikalisierten (Main­stream-) Medi­en­land­schaft. Die Anliegen von Les­ben und Schwulen sind jeden­falls in den Hän­den solch­er Tief­flieger in keinen guten Hän­den. Das wird den betr­e­f­fend­en sich­er auch noch klar wer­den.

  4. Darf ich mal als gesellschaft­spoli­tisch Kon­ser­v­a­tiv­er nur ein einziges Argu­ment gegen die “Ehe für alle” anführen?
    Kinder.
    Darum geht es näm­lich. Denn dies ist der einzige Unter­schied zwis­chen der “nor­malen” Ehe und der gle­ichgeschlechtlichen Lebens­ge­mein­schaften.
    Und da geht es eben um mehr als um die ver­meintlichen Rechte zweier Erwach­sen­er, näm­lich auf das Recht von Kindern auf Vater und Mut­ter. Und es geht um den unge­hin­derten Zugang zur Repro­duk­tion­s­medi­zin.
    Ein­fach mal in Ruhe darüber nach­denken, was das bedeutet, bevor man sich freimütig zur Ehe für Alle beken­nt. Klingt ja so schön, ist aber sch.….

    • Nee, das ist die neue Welt: Hier macht jede/r mit jeder/m. Das bringt dann zwar keinen Nach­wuchs mehr her­vor, aber den kann man ja importieren. Die poten­tiell ein­wan­der­den eth­nis­chen Grup­pen sind da viel pro­duk­tiv­er, spätestens bei Über­nahme der Macht hier im Land ist dann sowieso Schluss mit dekadent und lustig.…

    • und wo haben alle Ver­heirateten Kinder? oder wo ste­ht das, dass alle nur heirat­en, weil sie Kinder in die Welt set­zen wollen?

      • Ste­ht jeden­falls nicht in meinem Kom­men­tar. Vielle­icht ein­fach nochmal lesen?

    • “Darf ich mal als gesellschaft­spoli­tisch Kon­ser­v­a­tiv­er nur ein einziges Argu­ment gegen die „Ehe für alle“ anführen?
      Kinder.
      […]
      da geht es eben um mehr als um die ver­meintlichen Rechte zweier Erwach­sen­er, näm­lich auf das Recht von Kindern auf Vater und Mut­ter. Und es geht um den unge­hin­derten Zugang zur Repro­duk­tion­s­medi­zin.”

      Das kann ich so unge­fähr nachvol­lziehen, resp. sehe es recht ähn­lich. Und insofern wider­spreche ich Aranxo.
      Es geht nicht um ein “Min­der­hei­t­endiskri­m­inierung­sprob­lem” und es sind nicht die Kon­ser­v­a­tiv­en, die aus “recht­en” Motiv­en her­aus, den Schwulen etwas weg­nehmen wollen. Es ist qua­si und recht genau ander­sherum.
      Die tat­säch­lich erzkon­ser­v­a­tiv­en recht­en Feu­dal­is­ten in den sog. “linken” Parteien und den Kirchen wollen den Kindern das Recht auf ihre Eltern ( abgeleit­et aus dem Men­schen­recht auf Woh­nung und Fam­i­lie ) weg­nehmen, um damit ihre Pfründe zu sich­ern und aufzu­s­tock­en. Um pro­gres­sive Verän­derun­gen längst überkommen­er Ver­hält­nisse unmöglich, und deren Vertreter mund­tot zu machen.
      Mit dem Aufkom­men der Stu­den­ten­be­we­gung Ende der 60er wurde starke Kri­tik an den Knebelverträ­gen der staatlichen und kirch­lichen Ehe­in­sti­tu­tion laut. Auch von Schwulen und Les­ben wurde mit wach­sen­dem Selb­st­be­wußt­sein immer mehr Kri­tik an dieser Ver­trags­form geübt. Immer mehr une­he­liche Part­ner­schaften wur­den gebildet und auch gesellschaftlich akzep­tiert.
      Das galt es zu unterbinden, denn über die Ehe wurde Macht auf die Part­ner aus­geübt, man belohnte sie mit Steuer­erle­ichterun­gen, wenn sie sich brav ver­hiel­ten und machte ihnen sehr viel Kosten und Ärg­er, wenn sie sich tren­nten. Das ist heute noch so.
      Was war also zu tun?
      Ganz ein­fach: Wenn Du einen Geg­n­er nicht besiegen kannst, mache ihn zu Deinem Ver­bün­de­ten. Assim­i­liere ihn, hole ihn heim in’s Reich.
      Als Beloh­nung wurde/wird dafür dann auch noch ein völ­lig absur­des Grup­pen­priv­i­leg auf Adop­tion von Kindern geschaf­fen.
      Dazu war das eben­so absurde Gesetz, welch­es einen sog. ehe­lichen Vater gegen jede Ver­nun­ft bastelt, sehr nüt­zlich, in analoger Weise wurde so der LAG eines Adop­tion­skan­di­dat­en — statt qua Geburt, via Adop­tion zum “Elter2” umgestrickt. Also Unfug auf Unfug getürmt.

      Die Knebelverträge wur­den also nicht abgeschafft, son­dern wieder­belebt und aus­geweit­et.
      Und der Kinder­han­del ange­facht, sowie die Entwick­lung der arti­fiziellen Repro­duk­tion­s­medi­zin.
      Damit jed­er, der sich ein Kind wün­scht, auch eins “kriegen” kann.

      So, jet­zt das ganze mal aus rechtlich­er Sicht, ohne Beach­tung unser­er obso­leten Geset­zes­lage ( welche die recht­skon­ser­v­a­tiv­en Kirchen- u. Partei­bonzen mit der Brech­stange fes­t­nageln wollen ).

      Laut UNkrk ( dem ranghöch­sten Rechtswerk der west­lichen Welt ), hat das Kind das unver­brüch­liche Recht auf seine Eltern.
      NIEMAND hat das Recht es zu adop­tieren. Daraus fol­gt, daß das Adop­tion­srecht nur ein Bedarf­s­recht des Kindes sein kann. Ste­hen die Eltern ( warum auch immer ) bei­de nicht mehr zur Ver­fü­gung, hat es das Recht, von der näch­st­geeigneten Bezugsper­son adop­tiert zu wer­den ( logis­cher­weise zunächst inner­halb der noch vorhan­de­nen Fam­i­lie, dann im engeren Umfeld und erst im unver­mei­dlichen Not­fall durch fremde Per­so­n­en ).
      Und das grund­sät­zlich erst­mal unab­hängig von deren part­ner­schaftlichen Sta­tus. Gibt es mehrere geeignete Kan­di­dat­en und kön­nen die sich nicht eini­gen, gälte es z.B. abzuwä­gen, wer die engere Bindung hat und/oder wer u.U. auf­grund ein­er ( vorzugsweise natür­lich gemis­cht­geschlechtlichen ) Part­ner­schaft bess­er geeignet wäre.
      Ist der schwule Brud­er die eng­ste Bezugsper­son und lebt der mit einem Part­ner zusam­men, wäre er vlt bess­er geeignet, als die alle­in­ste­hende Schwest­er.
      Und solche o.ä. Fälle gab es und sie wur­den auch vor Jahrzehn­ten schon so entsch­ieden ( Fall Bob­by Bred­er­low bspw., ist nicht typ­isch, passt aber prinzip­iell ). OHNE irgendwelche schwulen Ehen o. Grup­pen­priv­i­legien! Die braucht man dafür näm­lich über­haupt nicht!
      Dadurch würde der Brud­er aber nicht zum Vater, son­dern, man­gels besser­er o. genauer­er Ter­mi­ni, zum sog. Adop­tiv­vater ( Sur­ro­gatat­tribu­tierung ). Der LAG des Brud­ers blieb exakt das, was er war. Völig unab­hängig von deren pri­vater Sprachregelung, übri­gens, die ist reine Pri­vat­sache.
      Auch die sog. Stiefadop­tion bei Het­eros brachte ja eine Menge Prob­leme. Entsorgt die Mut­ter den Väter vor der Geburt und hat zum Geburt­szeit­punkt einen anderen Ehe­gat­ten, wird der sog. “ehe­lich­er Vater”. Heiratet sie ihn erst nach der Geburt, kön­nen sie als Paar die “Stiefadop­tion” durch­prügeln und so den Vater vol­lends entsor­gen, wodurch die UNkrk zum Papier­tiger abgew­ertet wurde und wird.

      Tja, durch den Dreh mit den “schwulen Extrarecht­en” kann man da natür­lich sehr geschickt einen Fuß in die Tür klem­men.
      Und ich denke, aus der “Ehe für alle”, die alte Abhängigkeit­en zemen­tiert, wird auch noch “das Kind für alle” entwick­elt wer­den.
      Ein­mal direkt, über Akzep­tanz von Kinder­basteleien mit mehreren, nicht mal mehr durch Gen­tests genau ermit­tel­baren Eltern bei­der­lei Geschlechts, u.U. auch nur eines Geschlechts ( ist in Entwick­lung ). Solche Kinder wer­den nie Eltern haben, sie müssen also “adop­tiert” ( i.d.S. verkauft ) wer­den.
      Und ein­mal indi­rekt ( verdeckt ) über die Schiene, daß man den Kindern ein neues “Recht auf ein opti­males Aufwach­sen” ( wird z.T. defak­to schon unter der Hand so gehand­habt ) andichtet. Welch­es dann von den Angestell­ten von Jugendämtern und Gericht­en gegen die Eltern aus­geübt wird, denn Kinder kön­nen sich ja nicht selb­st rechtlich vertreten.
      Das geht mit­tels des sog. Kindeswohls, also durch Erle­ichterung von Inob­hut­nah­men auf selb­st­gener­ierten Ver­dacht.
      Wodurch die tat­säch­lichen besten Inter­essen des Kindes aus­ge­he­belt wer­den.
      Das ist zwar offiziell noch ver­fas­sungswidrig, aber die Akzep­tanz für der­ar­tige Vorge­hensweise steigt mit der Pro­pa­gan­da über “immer schlechtere Eltern”, “Hin­schaukul­tur”, “starke Allein­erziehende”, schwule Ehen mit Grup­pen­recht­en u.ä..

      Es geht um sehr viel Macht und noch mehr Geld bei der Sache.

      Deswe­gen bin ich gegen die Homo-Ehe und diese Extrarechte.
      Weil sie Schwule auf das übel­ste ver­arschen und instru­men­tal­isiert und ihnen kein­er­lei echte Vorteile ver­schaf­fen. Das Umset­zen dis­sozialer Wun­schvorstel­lun­gen ( willkür­lich­er Kindes­be­sitz, eine Form von Kindesmißbrauch ) sehe ich nicht als wirk­lichen Vorteil an, son­dern als erhe­blich­es psy­chosoziales Defiz­it. Der Steuer­vorteil dürfte bei Schei­dun­gen meist wieder aufge­fressen wer­den. Zumal die Rat­en von Tren­nun­gen und son­sti­gen part­ner­schaftlichen Prob­le­men ( Gewalt z.B. ) bei Homo­sex­uellen ( eigentlich Homo­erotik­er, da sie sich nicht ver­mehren kön­nen ) deut­lich höher sind, als bei Het­eros.
      Diskri­m­inierun­gen, z.B. von Eltern und Kindern, wer­den dadurch ver­stärkt.
      Und die Indi­vid­u­al­rechte, beson­ders der Kinder, nach und nach zer­bröselt.

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