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Wer die öffent­li­chen Aus­sa­gen evan­ge­li­scher Geist­li­cher oder grü­ner Poli­ti­ker beur­tei­len will – beson­ders, wenn sie sehr schrill klin­gen – der muss sich natür­lich zunächst eini­ge wich­ti­ge Fra­gen stel­len. Zuerst: hat er oder sie das wirk­lich so gesagt? Dann: war es ein Ver­se­hen, gar nicht so gemeint, anders geplant oder ist viel­leicht jemand auf der Maus aus­ge­rutscht? Außer­dem: steckt der rus­si­sche Geheim­dienst dahin­ter? Und zu guter Letzt natür­lich: war die Aus­sa­ge gegen Trump gerich­tet? Was natür­lich jeder­zeit jede Schrill­heit recht­fer­ti­gen würde.

Ich lese die „Neue Pres­se“ und gehe die Lis­te in Hin­blick auf einen Arti­kel über den „Chris­to­pher Street Day 2017“ in Han­no­ver durch, und stel­le zum Schluss erleich­tert fest: Trump war weit weg, als Kat­rin Göring-Eck­hardt mit kecker Stoff­gir­lan­de um die Hüf­te auf die Büh­ne trat, und dort – ange­tan mit den sicht­ba­ren Zei­chen der Wäh­ler­grup­pen­so­li­da­ri­tät – mutig aussprach:

„Ohne Ehe für alle gehen die Grü­nen in kei­ne ein­zi­ge Koali­ti­on in der nächs­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode. Das ver­spre­che ich euch.“ 

Der anschlie­ßen­de Jubel klang schon so, wie die Grü­nen es sich für 18:05 Uhr am Wahl­abend der Bun­des­tags­wahl erträu­men. Ehe für alle also. Für alle? Auch für jeden? Ich hof­fe ja, die Grü­nen haben zumin­dest einen Plan, wie zu ver­hin­dern ist, dass Mus­ta­fa (60) die Ays­he (13) ehe­licht. Aber las­sen wir die Spitz­fin­dig­kei­ten. Wie alle wis­sen – und der Anlass legt es nahe – geht es um die soge­nann­te „Homo-Ehe“. Das Wort ist aus der Mode, obwohl es eigent­lich sehr genau das beschreibt, was gesetz­lich gere­gelt wer­den soll. Näm­lich, dass schwu­le und les­bi­sche Paa­re hei­ra­ten dür­fen. Mit allen recht­li­chen Kon­se­quen­zen. Und ja, dafür bin ich auch! Kein Pro­blem, wo soll ich unterschreiben?

Was mich jedoch stut­zig macht, ist der Anbie­de­rungs­gleich­schritt von Poli­tik und Medi­en an die Ziel­grup­pe. War der „Chris­to­pher Street Day“ einst ein Signal der Eman­zi­pa­ti­on einer ehe­ma­li­gen gesell­schaft­li­chen Rand­grup­pe, wird er heu­te als Platt­form für poli­ti­sche State­ments der selt­sa­men Art benutzt, wenn etwa Ange­stell­te der Stadt­ver­wal­tung Han­no­ver mit regen­bo­gen­far­be­nen Schirm­chen hin­ter einem Trans­pa­rent mit der Auf­schrift „Gay for one Day“ her­lau­fen. In ande­rem Zusam­men­hang, der aller­dings kaum weni­ger gaga ist, wür­de dies sicher als ver­werf­li­cher Akt „kul­tu­rel­ler Aneig­nung“ gegei­ßelt werden.

In die­sel­be Fal­le tapp­te schon im Janu­ar der Chef­re­dak­teur der Welt-Grup­pe, Ulf Pos­ch­ardt, als er twit­ter­te: „Wir müs­sen uns gegen Donald Trump weh­ren und bes­ser, muti­ger, flei­ßi­ger, inno­va­ti­ver, frei­er, offe­ner, schwu­ler und mul­ti­kul­tu­rel­ler wer­den.“ Jede Min­der­heit „mit­neh­men“, auch wenn es nur mit lee­ren Wor­ten ist, die im All­tag kei­ne Ent­spre­chung fin­den. So gese­hen müs­sen wir wohl auch brü­net­ter, kurz­sich­ti­ger, schwatz­haf­ter, tuber­ku­lö­ser und isla­mi­scher wer­den, damit sich kei­ner aus­ge­grenzt fühlt. Doch Pos­ch­ardt ist nicht schwul und auch die Stadt­ver­wal­tung Han­no­ver ist es „in echt“ nicht mal für einen Tag. Und das ist weder gut noch schlecht so!

Divide et impera

Die schöns­ten poli­ti­schen Büt­ten­re­den las­sen sich dort hal­ten, wo das Publi­kum über eine ein­heit­li­che Eigen­fre­quenz ver­fügt, über die man es per­fekt in Schwin­gung und Stim­mung ver­set­zen kann. Des­halb spricht man vor Bau­ern über Agrar­sub­ven­tio­nen, vor jun­gen Müt­tern über Kin­der­gar­ten­plät­ze, vor Rent­nern von Ren­ten­er­hö­hung und vor Schwu­len und Les­ben eben über die „Ehe für alle“. Logisch, oder? Na ja, eigent­lich nicht, weil ja auch allein­er­zie­hen­de Les­ben Pro­ble­me haben, einen Kin­der­gar­ten­platz zu fin­den, auch ein schwu­ler Land­wirt die Milch­prei­se bekla­gens­wert fin­den wird und die Ren­ten­lü­cke für einen bise­xu­el­ler Gering­ver­die­ner genau­so ver­hee­rend sein wird, wie für jeden ande­ren Gering­ver­die­ner auch. Mir kommt die Art der Anspra­che, wie sie KGE in Han­no­ver benutz­te, extrem ober­fläch­lich und ver­lo­gen vor, genau wie alle Migran­ten aus dem ara­bi­schen Raum von der Poli­tik vor allem unter dem Aspekt „Mus­li­me“ ange­spro­chen wer­den. So als wäre das alles, was sie sein sol­len und somit auch alles, was wir ihnen zwecks Inte­gra­ti­on zu ermög­li­chen haben.

Und dann wird es auch noch sug­ges­tiv, wenn Argu­men­te „für“ mit einem alter­na­tiv­lo­sen „gegen“ ver­knüpft wer­den und man die hübsch selek­tier­te Ziel­grup­pe in toto auf den poli­ti­schen Geg­ner het­zen kann. Frau Göring-Eckardt konn­te denn auch der Ver­su­chung nicht wider­ste­hen, ihrem Publi­kum ihr Unver­ständ­nis dar­über aus­zu­drü­cken, dass es immer noch „so vie­le Kon­ser­va­ti­ve“ gibt:

„Die­se Leu­te sind nicht homo­phob, das sind ein­fach Arsch­lö­cher“, waren ihre Wor­te, mit denen sie auch jene Kon­ser­va­ti­ven Schwu­len und Les­ben belei­dig­te, die gegen die „Ehe für alle“ sind. Die gibts näm­lich auch.

Nun, es gibt sehr viel zwi­schen Rhein und Spree, was man zu KGE’s Unver­ständ­nis rech­nen darf. Dazu gehört mit Sicher­heit die Fra­ge, „wie die­se Kon­ser­va­ti­ven so ticken“. Einer die­ser „Ticks“ ist zum Bei­spiel, dass vie­le Kon­ser­va­ti­ve so ihre Pro­ble­me mit der „Ehe für alle“ haben, aus deren Sicht oft sogar gewich­ti­ge Grün­de dage­gen vor­brin­gen. Man muss die­se Grün­de nicht tei­len. Man muss die­se Men­schen auch nicht über­zeu­gen oder „ändern“. Man muss auch nicht „Gay for one Day“ sein oder „schwu­ler wer­den“. Man muss das Kon­ser­va­ti­ve aber als Hal­tung tole­rie­ren, beschimp­fen muss man die Leu­te des­halb jeden­falls nicht. Und wenn es eines Tages ein Gesetz geben soll­te, das die „Ehe für so gut wie alle und jeden“ regelt, müss­ten die­se Kon­ser­va­ti­ven es respek­tie­ren. Selbst dann, wenn die­se „Arsch­lö­cher“ es immer noch ableh­nen sollten.

PS: Lie­be „Neue Pres­se“, ich weiß, kei­ner hat mehr Zeit heut­zu­ta­ge. Schon gar nicht für Qua­li­täts­jour­na­lis­mus und sprach­li­che Vol­ten auf Tuchol­sky-Niveau. Aber „Legis­la­tur­pe­ri­de“, „nöchs­ten“ und „ver­spo­re­chen“ sind drei Feh­ler in nur einem Satz. Das ist selbst mir, der ich Tipp­feh­ler am lau­fen­den Band pro­du­zie­re, zu viel. Soviel Lek­to­rat muss sein!

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12 Kommentare

  1. „Homo-Ehe“ ist das eine.
    „Ehe für alle“ sind aber nun mal auch Kin­der­ehen, Ehen mit meh­re­ren Part­nern, Ehen mit Tie­ren, usw.

    Spra­che ist wich­tig! Aber viel­leicht soll­te man auch (gera­de) als Poli­ti­ker auf sei­ne Spra­che achten!

  2. Ich hät­te im Prin­zip nichts gegen eine Ehe für alle, wenn es nicht einen Punkt gäbe, der dage­gen spricht. Und das ist die Fremd­ad­op­ti­on. Auch gegen Stief­ad­op­ti­on ist nichts ein­zu­wen­den. Wenn einer der Part­ner leib­li­ches Eltern­teil ist, ist es nur sinn­voll, dass der zwei­te Part­ner eben­falls Rechts­si­cher­heit bekommt. Bei der Fremd­ad­op­ti­on, wenn bei­de Part­ner dem Kind vor­her fremd waren, fin­de ich das bedenk­lich. Nicht dass ich glau­ben wür­de, ein schwu­les oder les­bi­sches Paar könn­te nicht auch lie­be­vol­le Eltern sein. Den­noch, es geht bei einer Adop­ti­on nicht um die Selbst­ver­wirk­li­chung der Eltern, son­dern um das best­mög­li­che Wohl des Kin­des. Ein Kind wächst am bes­ten auf, wenn es Vater und Mut­ter hat. Zwei Väter oder zwei Müt­ter kön­nen nicht das­sel­be bie­ten, denn Män­ner und Frau­en ticken eben doch unter­schied­lich, und das soll­te ein Kind auch erfah­ren kön­nen. Mag sein, dass das ein wenig essen­tia­lis­tisch klingt.

    Ein ande­rer Grund, war­um Kon­ser­va­ti­ve das ver­hin­dern wol­len, ist wohl die Befürch­tung, dass dann Pädo­phi­le, die gar nicht schwul oder les­bisch sind, hei­ra­ten könn­ten, um ein Kind zu adop­tie­ren. Eine Hor­ror­vor­stel­lung, die mit­schwingt, die mir aber über­trie­ben scheint.

    • dann fra­ge ich mich aber, was ein Vater, der gera­de mal am Wochen­en­de bei den Kin­dern ist und den Rest der Arbeit der Frau über­lässt, den Kin­dern für ein Bild vermittelt

    • Gott schuf den Men­schen als Mann und Frau – oder die Evo­lu­ti­on als XX und XY. In der Tat soll­te ein Kind mög­lichst bei­de Aus­prä­gun­gen des Mensch­seins mit­be­kom­men, am bes­ten sogar mit Geschwis­tern auf­wach­sen, um reich­hal­ti­ge sozia­le Bezie­hun­gen ent­wi­ckeln zu können.

      Ein allein­er­zie­hen­des Kind und ein allein­er­zie­hen­des Elter füh­ren zu einer Qua­si­part­ner­schaft, zu einer sozia­len Ver­ar­mung und am Ende wahr­schein­lich zu einem wenig bin­dungs­fä­hi­gen Schnee­flöck­chen. Auch wenn die­ses Eltern­teil das Kind nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen pam­pert, erzwingt er oder sie gegen­über dem Kind einen allei­ni­gen Besitz­an­spruch. Nicht gut für das Kind.

      Ich tei­le Ihre Ver­mu­tung, dass auch die­se gan­ze Gen­der­ge­schich­te oft vor­ran­gig der Selbst­ver­wirk­li­chung der Erwach­se­nen dient. Das Recht zur Adop­ti­on wirkt dann wie ein Sie­gel, dass auch das Geschlecht Nr. 27 oder Nr. 36 gesell­schaft­lich aner­kannt ist. Für das Wohl des Kin­des bleibt jedoch das am bes­ten, was seit Jahr­tau­sen­den in allen Hoch­kul­tu­ren der Welt der Nor­mal­fall ist.

  3. Man muss die Grü­nen, solan­ge sie Leu­te vom Kali­ber KGE oder Clau­dia Roth zu ihrem Spit­zen­per­so­nal küren, nicht mehr ernst neh­men. Der­ar­ti­ger Intel­lek­tu­el­ler Abfall kom­pos­tiert sich zwangs­läu­fig über kurz oder lang von selbst. Dass er über­haupt noch in der Aus­la­ge liegt, ist ledig­lich das Sym­ptom einer eben­falls stark ver­blö­de­ten und radi­ka­li­sier­ten (Main­stream-) Medi­en­land­schaft. Die Anlie­gen von Les­ben und Schwu­len sind jeden­falls in den Hän­den sol­cher Tief­flie­ger in kei­nen guten Hän­den. Das wird den betref­fen­den sicher auch noch klar werden.

  4. Darf ich mal als gesell­schafts­po­li­tisch Kon­ser­va­ti­ver nur ein ein­zi­ges Argu­ment gegen die „Ehe für alle“ anführen?
    Kinder.
    Dar­um geht es näm­lich. Denn dies ist der ein­zi­ge Unter­schied zwi­schen der „nor­ma­len“ Ehe und der gleich­ge­schlecht­li­chen Lebensgemeinschaften.
    Und da geht es eben um mehr als um die ver­meint­li­chen Rech­te zwei­er Erwach­se­ner, näm­lich auf das Recht von Kin­dern auf Vater und Mut­ter. Und es geht um den unge­hin­der­ten Zugang zur Reproduktionsmedizin.
    Ein­fach mal in Ruhe dar­über nach­den­ken, was das bedeu­tet, bevor man sich frei­mü­tig zur Ehe für Alle bekennt. Klingt ja so schön, ist aber sch.….

    • Nee, das ist die neue Welt: Hier macht jede/r mit jeder/m. Das bringt dann zwar kei­nen Nach­wuchs mehr her­vor, aber den kann man ja impor­tie­ren. Die poten­ti­ell ein­wan­der­den eth­ni­schen Grup­pen sind da viel pro­duk­ti­ver, spä­tes­tens bei Über­nah­me der Macht hier im Land ist dann sowie­so Schluss mit deka­dent und lustig.…

    • und wo haben alle Ver­hei­ra­te­ten Kin­der? oder wo steht das, dass alle nur hei­ra­ten, weil sie Kin­der in die Welt set­zen wollen?

      • Steht jeden­falls nicht in mei­nem Kom­men­tar. Viel­leicht ein­fach noch­mal lesen?

        • dann ver­ste­he ich den Satz, dass es in einer nor­ma­len Ehe um Kin­der geht, nicht

    • „Darf ich mal als gesell­schafts­po­li­tisch Kon­ser­va­ti­ver nur ein ein­zi­ges Argu­ment gegen die „Ehe für alle“ anführen?
      Kinder.
      […]
      da geht es eben um mehr als um die ver­meint­li­chen Rech­te zwei­er Erwach­se­ner, näm­lich auf das Recht von Kin­dern auf Vater und Mut­ter. Und es geht um den unge­hin­der­ten Zugang zur Reproduktionsmedizin.“

      Das kann ich so unge­fähr nach­voll­zie­hen, resp. sehe es recht ähn­lich. Und inso­fern wider­spre­che ich Aranxo.
      Es geht nicht um ein „Min­der­hei­ten­dis­kri­mi­nie­rungs­pro­blem“ und es sind nicht die Kon­ser­va­ti­ven, die aus „rech­ten“ Moti­ven her­aus, den Schwu­len etwas weg­neh­men wol­len. Es ist qua­si und recht genau andersherum.
      Die tat­säch­lich erz­kon­ser­va­ti­ven rech­ten Feu­da­lis­ten in den sog. „lin­ken“ Par­tei­en und den Kir­chen wol­len den Kin­dern das Recht auf ihre Eltern ( abge­lei­tet aus dem Men­schen­recht auf Woh­nung und Fami­lie ) weg­neh­men, um damit ihre Pfrün­de zu sichern und auf­zu­sto­cken. Um pro­gres­si­ve Ver­än­de­run­gen längst über­kom­me­ner Ver­hält­nis­se unmög­lich, und deren Ver­tre­ter mund­tot zu machen.
      Mit dem Auf­kom­men der Stu­den­ten­be­we­gung Ende der 60er wur­de star­ke Kri­tik an den Kne­bel­ver­trä­gen der staat­li­chen und kirch­li­chen Ehe­in­sti­tu­ti­on laut. Auch von Schwu­len und Les­ben wur­de mit wach­sen­dem Selbst­be­wußt­sein immer mehr Kri­tik an die­ser Ver­trags­form geübt. Immer mehr unehe­li­che Part­ner­schaf­ten wur­den gebil­det und auch gesell­schaft­lich akzeptiert.
      Das galt es zu unter­bin­den, denn über die Ehe wur­de Macht auf die Part­ner aus­ge­übt, man belohn­te sie mit Steu­er­erleich­te­run­gen, wenn sie sich brav ver­hiel­ten und mach­te ihnen sehr viel Kos­ten und Ärger, wenn sie sich trenn­ten. Das ist heu­te noch so.
      Was war also zu tun?
      Ganz ein­fach: Wenn Du einen Geg­ner nicht besie­gen kannst, mache ihn zu Dei­nem Ver­bün­de­ten. Assi­mi­lie­re ihn, hole ihn heim in’s Reich.
      Als Beloh­nung wurde/wird dafür dann auch noch ein völ­lig absur­des Grup­pen­pri­vi­leg auf Adop­ti­on von Kin­dern geschaffen.
      Dazu war das eben­so absur­de Gesetz, wel­ches einen sog. ehe­li­chen Vater gegen jede Ver­nunft bas­telt, sehr nütz­lich, in ana­lo­ger Wei­se wur­de so der LAG eines Adop­ti­ons­kan­di­da­ten — statt qua Geburt, via Adop­ti­on zum „Elter2“ umge­strickt. Also Unfug auf Unfug getürmt.

      Die Kne­bel­ver­trä­ge wur­den also nicht abge­schafft, son­dern wie­der­be­lebt und ausgeweitet.
      Und der Kin­der­han­del ange­facht, sowie die Ent­wick­lung der arti­fi­zi­el­len Reproduktionsmedizin.
      Damit jeder, der sich ein Kind wünscht, auch eins „krie­gen“ kann.

      So, jetzt das gan­ze mal aus recht­li­cher Sicht, ohne Beach­tung unse­rer obso­le­ten Geset­zes­la­ge ( wel­che die rechts­kon­ser­va­ti­ven Kir­chen- u. Par­tei­bon­zen mit der Brech­stan­ge fest­na­geln wollen ).

      Laut UNkrk ( dem rang­höchs­ten Rechts­werk der west­li­chen Welt ), hat das Kind das unver­brüch­li­che Recht auf sei­ne Eltern.
      NIEMAND hat das Recht es zu adop­tie­ren. Dar­aus folgt, daß das Adop­ti­ons­recht nur ein Bedarfs­recht des Kin­des sein kann. Ste­hen die Eltern ( war­um auch immer ) bei­de nicht mehr zur Ver­fü­gung, hat es das Recht, von der nächst­ge­eig­ne­ten Bezugs­per­son adop­tiert zu wer­den ( logi­scher­wei­se zunächst inner­halb der noch vor­han­de­nen Fami­lie, dann im enge­ren Umfeld und erst im unver­meid­li­chen Not­fall durch frem­de Personen ).
      Und das grund­sätz­lich erst­mal unab­hän­gig von deren part­ner­schaft­li­chen Sta­tus. Gibt es meh­re­re geeig­ne­te Kan­di­da­ten und kön­nen die sich nicht eini­gen, gäl­te es z.B. abzu­wä­gen, wer die enge­re Bin­dung hat und/oder wer u.U. auf­grund einer ( vor­zugs­wei­se natür­lich gemischt­ge­schlecht­li­chen ) Part­ner­schaft bes­ser geeig­net wäre.
      Ist der schwu­le Bru­der die engs­te Bezugs­per­son und lebt der mit einem Part­ner zusam­men, wäre er vlt bes­ser geeig­net, als die allein­ste­hen­de Schwester.
      Und sol­che o.ä. Fäl­le gab es und sie wur­den auch vor Jahr­zehn­ten schon so ent­schie­den ( Fall Bob­by Bre­de­r­low bspw., ist nicht typisch, passt aber prin­zi­pi­ell ). OHNE irgend­wel­che schwu­len Ehen o. Grup­pen­pri­vi­le­gi­en! Die braucht man dafür näm­lich über­haupt nicht!
      Dadurch wür­de der Bru­der aber nicht zum Vater, son­dern, man­gels bes­se­rer o. genaue­rer Ter­mi­ni, zum sog. Adop­tiv­va­ter ( Sur­ro­ga­t­at­tri­bu­tie­rung ). Der LAG des Bru­ders blieb exakt das, was er war. Völig unab­hän­gig von deren pri­va­ter Sprach­re­ge­lung, übri­gens, die ist rei­ne Privatsache.
      Auch die sog. Stief­ad­op­ti­on bei Hete­ros brach­te ja eine Men­ge Pro­ble­me. Ent­sorgt die Mut­ter den Väter vor der Geburt und hat zum Geburts­zeit­punkt einen ande­ren Ehe­gat­ten, wird der sog. „ehe­li­cher Vater“. Hei­ra­tet sie ihn erst nach der Geburt, kön­nen sie als Paar die „Stief­ad­op­ti­on“ durch­prü­geln und so den Vater voll­ends ent­sor­gen, wodurch die UNkrk zum Papier­ti­ger abge­wer­tet wur­de und wird. 

      Tja, durch den Dreh mit den „schwu­len Extra­rech­ten“ kann man da natür­lich sehr geschickt einen Fuß in die Tür klemmen.
      Und ich den­ke, aus der „Ehe für alle“, die alte Abhän­gig­kei­ten zemen­tiert, wird auch noch „das Kind für alle“ ent­wi­ckelt werden.
      Ein­mal direkt, über Akzep­tanz von Kin­der­bas­te­lei­en mit meh­re­ren, nicht mal mehr durch Gen­tests genau ermit­tel­ba­ren Eltern bei­der­lei Geschlechts, u.U. auch nur eines Geschlechts ( ist in Ent­wick­lung ). Sol­che Kin­der wer­den nie Eltern haben, sie müs­sen also „adop­tiert“ ( i.d.S. ver­kauft ) werden.
      Und ein­mal indi­rekt ( ver­deckt ) über die Schie­ne, daß man den Kin­dern ein neu­es „Recht auf ein opti­ma­les Auf­wach­sen“ ( wird z.T. defak­to schon unter der Hand so gehand­habt ) andich­tet. Wel­ches dann von den Ange­stell­ten von Jugend­äm­tern und Gerich­ten gegen die Eltern aus­ge­übt wird, denn Kin­der kön­nen sich ja nicht selbst recht­lich vertreten.
      Das geht mit­tels des sog. Kin­des­wohls, also durch Erleich­te­rung von Inob­hut­nah­men auf selbst­ge­ne­rier­ten Verdacht.
      Wodurch die tat­säch­li­chen bes­ten Inter­es­sen des Kin­des aus­ge­he­belt werden.
      Das ist zwar offi­zi­ell noch ver­fas­sungs­wid­rig, aber die Akzep­tanz für der­ar­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se steigt mit der Pro­pa­gan­da über „immer schlech­te­re Eltern“, „Hin­schau­kul­tur“, „star­ke Allein­er­zie­hen­de“, schwu­le Ehen mit Grup­pen­rech­ten u.ä..

      Es geht um sehr viel Macht und noch mehr Geld bei der Sache.

      Des­we­gen bin ich gegen die Homo-Ehe und die­se Extrarechte.
      Weil sie Schwu­le auf das übels­te ver­ar­schen und instru­men­ta­li­siert und ihnen kei­ner­lei ech­te Vor­tei­le ver­schaf­fen. Das Umset­zen dis­so­zia­ler Wunsch­vor­stel­lun­gen ( will­kür­li­cher Kin­des­be­sitz, eine Form von Kin­des­miß­brauch ) sehe ich nicht als wirk­li­chen Vor­teil an, son­dern als erheb­li­ches psy­cho­so­zia­les Defi­zit. Der Steu­er­vor­teil dürf­te bei Schei­dun­gen meist wie­der auf­ge­fres­sen wer­den. Zumal die Raten von Tren­nun­gen und sons­ti­gen part­ner­schaft­li­chen Pro­ble­men ( Gewalt z.B. ) bei Homo­se­xu­el­len ( eigent­lich Homo­ero­ti­ker, da sie sich nicht ver­meh­ren kön­nen ) deut­lich höher sind, als bei Heteros.
      Dis­kri­mi­nie­run­gen, z.B. von Eltern und Kin­dern, wer­den dadurch verstärkt.
      Und die Indi­vi­du­al­rech­te, beson­ders der Kin­der, nach und nach zerbröselt.

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