Juni 2016, Brex­it-Day. Fas­sungslosigkeit herrscht in ganz Europa. Wie kon­nte das nur passieren? War nicht allüber­all klar und in Stein gemeißelt, dass EU gle­ichbe­deu­tend mit Zukun­ft ist und dass man schon ziem­lich dumm sein müsse, wenn man auf die Seg­nun­gen eines von Brüs­sel gelenk­ten Zen­tral­staates verzicht­en würde? Und nun das!

Juni 2017, Kli­ma-Exit-Day: Fas­sungslosigkeit herrscht in der ganzen Welt. Wie kon­nte das nur passieren? War nicht allüber­all klar und in Stein gemeißelt, dass Kli­maret­tung gle­ichbe­deu­tend mit Zukun­ft ist und dass man schon ziem­lich dumm sein müsse, wenn man auf die Seg­nun­gen eines vom IPCC gelenk­ten Zen­tral­staates verzicht­en würde? Und nun das!

Man muss schon mit der Lupe suchen, wenn man Unter­schiede in den Reak­tio­nen vom let­zten und diesem Jahr find­en möchte. Das liegt vor allem daran, dass sich sowohl die Mehrheit der Briten, als auch der Trump-Admin­is­tra­tion in den Augen der Welt- und Euro­paret­ter des gle­ichen Ver­brechens schuldig gemacht hat – der Apos­tasie. Bei­de, die EU wie die Kli­maret­tung haben näm­lich die entschei­den­den Merk­male ein­er Reli­gion – und Reli­gio­nen, beson­ders wenn sie glauben, über die absolute Wahrheit zu ver­fü­gen, mögen es gar nicht, wenn man sie ablehnt und ver­lässt. Sowohl die EU als auch die Kli­maret­tung haben mit­tler­weile sog­ar mehr mit Reli­gion als mit ratio­nal han­del­nden inter­na­tionalen Pro­jek­ten zu tun. Bei­de ver­fü­gen über eine Priesterkaste aus aus­gewählten Insid­ern, bei­de glauben, den Weg zum Paradies zu ken­nen. Bei­de hal­ten ihre Heil­slehre für evi­dent und unan­greif­bar, bei­de haben aus dem Wech­sel­spiel aus Schuld und Sühne ein funk­tion­ieren­des Geschäft gebaut, bei­de fordern bedin­gungslos­es „Beken­nt­nis“ zu ihren Zie­len und Dok­tri­nen, bei­de haben ein Prob­lem mit Kri­tik, beson­ders, wenn diese wis­senschaftlich begrün­det ist.

Wie sehr sich die Reaktionen gleichen!

Während man in Brüs­sel weit­er­hin so tut, als würde mit Großbri­tan­nien ein EU-Mit­glied mit der Bedeu­tung von Jüt­land aus­treten, erk­lärt man auf Seit­en der Klima­helden die USA schon mal kurz­er­hand für irrel­e­vant: Kan­z­lerin Merkel machte deut­lich, dass die Briten nicht hof­fen soll­ten, „Rosi­nen­pick­erei“ betreiben zu kön­nen, obwohl ihr durch den Ver­lust der merkan­til gepolten Briten die Sper­rmi­norität von 35% der EU-Bevölkerung ver­loren geht, mit der bish­er auch Deutsch­land Beschlüsse ver­hin­dern kon­nte, die wirtschaftlich gese­hen Selb­st­mord für die heimis­che Indus­trie sein kön­nten. Es wäre somit im Inter­esse Deutsch­lands gewe­sen, hier bei den Ver­hand­lun­gen auf der Seite der Briten zu ste­hen, anstatt klein­lich Worthülsen abzufeuern, die ver­puffen müssen. Nur zur Erin­nerung: Deutsch­land exportiert mehr nach Großbri­tan­nien, als es von dort importiert. Wessen Rosi­nen also auf dem Spiel ste­hen, sollte klar sein.

Und auch die Kli­maret­ter zeigen, dass es ihnen längst nicht mehr um Fak­ten, Ergeb­nisse oder zu min­imieren­den Schaden geht. Her­mann Ott vom Wup­per­taler Insti­tut für Kli­ma, Umwelt und Energie schreibt dazu auf klimaratter.info: „Wir soll­ten jet­zt so han­deln, als ob es die USA gar nicht gäbe.“ Die Regierungschefs von Frankre­ich, Ital­ien und Deutsch­land machen zudem deut­lich, was sie in Sachen Kli­maret­tung von „Rosi­nen­pick­erei“ hal­ten, indem sie weit­ere Ver­hand­lun­gen zum Pari-Abkom­men ablehnen.

Das ist eine tolle Idee angesichts der Tat­sache, dass CO2 das Spuren­gas des Teufels sein soll und die USA für fast 18% der weltweit­en CO2-Emmis­sion ver­ant­wortlich sind. Jenes Spuren­gas, das ja ange­blich als Haup­tur­sache für Klimaprozesse aus­gemacht wurde. So tun, als ob es die USA gar nicht gäbe? Aber klar doch! Man kann Kli­maret­tungskon­feren­zen, Sym­posien und Kon­gresse auch dann ver­anstal­ten, wenn die Amerikan­er nicht dabei sind. Es kommt sog­ar noch bess­er! Endlich ist jemand gefun­den, der die wichtige Rolle des Beelze­bub spie­len kann, die in ein­er funk­tion­ieren­den Reli­gion unbe­d­ingt beset­zt wer­den muss! Denn wenn die Kli­maret­tung scheit­ert, wenn es statt 2°C in 100 Jahren zu 2.1°C Erder­wär­mung gekom­men sein sollte, wird der Schuldige schnell gefun­den sein: Trump! Sollte es sich das Kli­ma anders über­legen und sich um 1°C abkühlen, wäre klar, wer den Ruhm dafür ein­stre­ichen würde: die Kli­maret­ter! Es kön­nte aber auch gut sein, dass die Apolo­geten der Klima­panik am Ende durch all ihre Maß­nah­men und Menetekel nicht mehr Auswirkun­gen auf den Lauf des Erd­kli­mas hat­ten, als die Gebete und Rit­uale der altä­gyp­tis­chen Priester des Amun-Re auf die Tat­sache, dass mor­gens die Sonne über dem Nil aufging. Doch das angenehme ist ja ger­ade, dass es egal ist, in welche Richtig sich das Weltk­li­ma entwick­elt – die Kli­maret­ter wer­den darin die Bestä­ti­gung für ihr Treiben erblick­en und deshalb weit­er von Kli­makon­ferenz zu Fol­gekon­ferenz jet­ten, um mit hohem CO2-Ausstoß dafür zu sor­gen, dass die Sonne täglich gut von Ost nach West kommt.

Und falls Sie jet­zt denken, der Autor sei ein­er dieser „Kli­maleugn­er“, liegen sie lei­der falsch. Schwankun­gen im Kli­ma, auch große, gab es immer. Es ist Schwachsinn zu glauben, das Kli­ma sei eine sichere Kon­stante oder ließe sich gar „leug­nen“. Die Durch­schnittstem­per­atur lag nach der let­zten Eiszeit sog­ar höher als das, was die selb­ster­nan­nten Ret­ter der Welt in ihren schlimm­sten Hor­rorszenar­ien für 2100 prog­nos­tizieren. Man kön­nte sich fra­gen, was unsere Altvorderen aus dem Holozän nur angestellt haben, dass es damals so warm war. Wom­öglich stell­ten sie ihre Motoren an den Ampeln nicht aus, aber das ist nur eine Ver­mu­tung. Zudem gehen den Propheten der Apoka­lypse immer mehr The­o­rien von der Fahne, mit denen sie den Kli­mawan­del gern weit­er befeuern. So stellte man erst neulich verblüfft fest, dass am Meeres­bo­den aus­tre­tendes Methan sog­ar für einen umgekehrten Treib­haus­ef­fekt sorgt, anstatt ihn zu beschle­u­ni­gen, wie es für die Mod­elle der Kli­maret­ter prak­tis­cher­weise sein sollte.

Doch selb­st, wenn wir taugliche Mod­elle für die tat­säch­liche Entwick­lung des Kli­mas hät­ten (die haben wir nicht) ist mehr als zweifel­haft, dass wir genü­gend Hebel in den Hän­den hal­ten, um die Entwick­lung zu bee­in­flussen. Ein größer­er Vulka­naus­bruch pro Jahr mehr und die CO2-Bilanz ganz­er Dekaden von Kli­makon­feren­zen sind für die Katz. „Aber die CO2-Konzen­tra­tion in der Atmo­sphäre“, wer­den sie jet­zt ein­wen­den. „Ist die nicht so hoch wie nie?“ Nein, die war auch schon höher. Und ob es so etwas wie den „opti­malen Wert“ gibt, muss doch sehr bezweifelt wer­den. Opti­mal für wen, müsste man dann fra­gen. Wer so etwas glaubt, geht von der Annahme aus, die Erde habe keine wichtigere Aus­gabe, als zufäl­lig genau die atmo­sphärische Zusam­menset­zung zu for­men, die wir heute vorfind­en und wir hät­ten nun die Auf­gabe erhal­ten, sie kon­stant zu hal­ten. Das halte ich genau­so für Größen­wahnsinn wie so zu tun, als sei auf der Erde immer genug von allem für alle da. Zudem wer­den die pos­i­tiv­en Effek­te ein­er höheren CO2-Konzen­tra­tion gern ver­schwiegen. Denn die befeuert ger­adezu das Pflanzenwach­s­tum, was angesichts der eben­falls unge­bremst steigen­den men­schlichen Pop­u­la­tion und den Prob­le­men mit deren Ernährung doch ein Grund zum Jubeln sein sollte. Doch das Kli­ma darf sich ein­fach nicht von selb­st und noch dazu in eine pos­i­tive Rich­tung verän­dern! Das würde doch bedeuten, dass die ganze Kli­maret­tungsin­dus­trie und das viele anstren­gende Reisen von Kon­ferenz zu Kon­ferenz völ­lig nut­z­los waren. Aber sich­er doch, lei­der ist es genau so. Es hat ja auch noch nie eine Garantie dafür gegeben, dass men­schliche Ideen prinzip­iell richtig und erfol­gre­ich sein müssen, nur weil sie mit großem Eifer ver­fol­gt wer­den und möglichst viele unkri­tis­che Anhänger haben.

Und jet­zt, wer­den Sie sich fra­gen? Sollen wir etwa wie die USA aus den Verträ­gen aussteigen und hem­mungs­los die Luft ver­pesten? Doch nie­mand außer den Kli­maret­tern selb­st behauptet, dass dies die Alter­na­tive sei. Natür­lich sollen wir nicht die Luft ver­pesten, natür­lich sollen wir an alter­na­tiv­en Energien forschen und unsere Ressourcen sparsam ein­set­zen. Natür­lich ist es bess­er, mit vier Litern Ben­zin 100 Kilo­me­ter zu fahren, als zehn zu ver­brauchen – aber aus anderen Grün­den. Öl, Gas und Kohle wer­den wir näm­lich auch in den näch­sten hun­dert Jahren nicht nur als Energi­eträger brauchen, son­dern auch, um chemis­che Indus­trie, Phar­mazie, Maschi­nen­bau, Fahrzeug­bau oder Woh­nungs­bau betreiben zu kön­nen. Ist das Zeug näm­lich erst mal ver­bran­nt, dauert es ein­fach viel zu lange, bis es uns in ver­w­ert­bar­er Form am Ende des Kohlen­stof­fkreis­laufes wieder zur Ver­fü­gung steht.

Imperialismus mit grünem Anstrich

Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Men­sch. Dieser Kalen­der­spruch der Grü­nen hat­te in den achtziger Jahren etwas Apoka­lyp­tis­ches. Nun, sieht man von der Abholzung großer Flächen zugun­sten der Wind­tur­binen mal ab, die sich gegen den Kli­mawan­del drehen sollen, geht es dem Wald heute blendend und dem Men­schen sog­ar bess­er denn je – und das ver­danken wir nicht nur dem Kap­i­tal­is­mus, son­dern auch den Grü­nen! Aber sich­er! Den Grü­nen der 70er und 80er Jahre allerd­ings, nicht ihren heuti­gen, in the­o­retis­che Meta­physik abgedrifteten Nach­fol­gern. Denn als die Erken­nt­nis im Klein­hirn der Men­schen all­ge­mein angekom­men war, dass Umweltschutz etwas sein kön­nte, was nicht zulet­zt dem eige­nen Über­leben dient, musste man die The­men der Partei­w­er­dung des gesun­den Men­schen­ver­standes auf die näch­ste Ebene rück­en, an die ide­al­er­weise nie­mand so schnell her­an­re­ichte, weil sie mit Sicher­heit nie von der Real­ität einge­holt wird und sich deshalb jed­er Erfol­gskon­trolle entzieht. So wurde aus dem Umweltschutz kurz­er­hand Kli­maschutz. Ersteres kon­nte man noch ohne Prob­leme nachvol­lziehen. Dazu musste man nur einen nebli­gen Novem­ber­mittwochnach­mit­tag im Jahr 1988 in Merse­burg zubrin­gen. Mit Nebeln, die so tox­isch waren, wie sie stanken und die Atemwege verätzten. Der Kli­maschutz jedoch baut auf räum­lich und zeitlich ent­fer­n­tere Opfer und weil man sie uns nicht zeigen kann, rech­net man sie ein­fach her­bei. Es ist über­haupt viel Rechenkun­st im Kli­mawan­del. Der Kli­maflüchtling aber, der ist Kli­mawan­dels Meis­ter­w­erk! Dumm nur, dass es in Zeit­en des „Refugees wel­come“ kaum noch möglich ist, mit dem Hin­weis auf Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen Kli­maflüchtlinge die Brief­taschen des West­ens zu öff­nen oder genug Panik zu erzeu­gen, um auch diese „Flut“ mit Däm­men aus Geld aufhal­ten zu wollen. Zu Zeit­en, in denen Men­schen in aller Welt vor Krieg, Reli­gion, fehlen­der Bil­dung, fehlen­den Jobs und fehlen­den Chan­cen, fehlen­der Demokratie und Über­bevölkerung nach Europa fliehen, was machen da noch ein paar Kli­maflüchtlinge on top? Kli­maflüchtlinge übri­gens, die das böse Treib­haus­gas CO2 nicht zu ver­ant­worten hat. In Afri­ka ist es die Bevölkerung­sex­plo­sion der let­zten 20 Jahre, die zur Fluchtur­sache Num­mer eins wurde. Und die fehlges­teuerte west­liche Entwick­lung­shil­fe trug ihren Teil dazu bei. Denn während sich die Fam­i­lien- und Stammesstruk­turen in Afri­ka kaum änderten – diese waren es schließlich, die die Kolo­nialzeit der Briten und Fran­zosen been­de­ten und jet­zt vielerorts die Macht in ihren kor­rupten Hän­den hal­ten – blieb der West­en mit Hil­festel­lung und medi­zinis­ch­er Ver­sorgung vor Ort. Wenn es also ein Rezept für einen demografis­chen “Kli­ma-Molo­tov-Cock­tail” gibt, dann dieses: Die Schlussfol­gerung aus der Tat­sache, dass nun sieben von acht Kindern über­leben, hat lei­der nicht dazu geführt, dass man heute in Nige­ria, Ghana oder Sudan nur noch zwei oder drei Kinder bekommt. *–Bäng!–*

„Paris wird nicht neu verhandelt!“

Die Europäer sind nun durch Brex­it und Trump dop­pelt gekränkt und für den frisch inau­guri­erten franzö­sis­chen Präsi­den­ten, der noch auf der Suche nach einem Poli­tik­feld ist, welch­es er angesichts der rhetorischen Armut im europäis­chen poli­tis­chen Spitzen­per­son­al müh­e­los beset­zen kann, ist es sog­ar eine dreifache Ohrfeige! Paris wird nicht neu ver­han­delt! Denn dum­mer­weise war die Erk­lärung, aus der Trump aus­gestiegen ist, nicht die von Kyoto, Rio, Berlin, Buenos Aires, Genf oder Mar­rakesch, son­dern eben aus­gerech­net die von Paris! Das tur­nus­mäßige „Brechen und Ver­sprechen“ war näm­lich aus­gerech­net in Frankre­ich angekom­men, „Cirque de Solar est en ville“. Dieser Trump spielt nicht ein­fach nicht fair! Anstatt wie alle anderen Kli­maartis­ten von Kon­ferenz zu Kon­ferenz zu Fol­gekon­ferenz die Lat­te der Ziele immer höher zu leg­en, um diese dann umso müh­elos­er reißen zu kön­nen und dabei gle­ichzeit­ig heilige Eide zu schwören, jet­zt aber endlich doch wirk­lich und ern­sthaft noch stärk­eres Bemühen in Erwä­gung zu ziehen, sagt Trump ein­fach „no“. Das ist beson­ders bit­ter für die Bank, welche sich die Mit­spiel­er gebastelt haben, den „Green Cli­mate Fund“. Es liegen Mil­liar­den auf dem Tisch und wer die Kli­makarte spielt, darf beherzt zugreifen. Zum Beispiel dann, wenn man in Ugan­da eine Kiefer­n­plan­tage anle­gen und dafür ganze Sied­lun­gen platt machen muss. Man denkt sich ein­fach etwas aus, das etwas mit CO2 zu tun hat, dann ste­hen die Chan­cen auf Förderung nicht schlecht. Sollte man noch dazu in einem armen afrikanis­chen Land aktiv wer­den, dessen kor­rupte Regierung gegen ein kleines Handgeld ein paar Zettel unter­schreibt, geht es noch viel leichter. Die Finanzströme des GCF unter­schei­den sich in ihrer Wirk­samkeit in nichts von denen der klas­sis­chen Entwick­lung­shil­fe, die in weit­en Teilen Afrikas mehr Schaden anrichteten, als sie Nutzen brachten.

Nichts kann uns aufhalten — beim Selbstbetrug

Die Kan­z­lerin hat sich offen­sichtlich dazu entschlossen, irgend­wo an der Gren­ze von Beschei­den­heit und Größen­wahn ent­lang zu gehen, denn sie kom­men­tierte Trumps Ankündi­gung mit fol­gen­den Worten: „Entschlossen­er denn je wer­den wir in Deutsch­land, in Europa und in der Welt alle Kräfte bün­deln, große Men­schheit­sher­aus­forderun­gen wie die des Kli­mawan­dels aufzunehmen und erfol­gre­ich diese Her­aus­forderun­gen zu bewälti­gen. Wir brauchen dieses Paris­er Abkom­men, um unsere Schöp­fung zu bewahren. Nichts kann und wird uns dabei aufhal­ten.“ Doch wozu „brauchen“ wir diese Abkom­men eigentlich wirk­lich? Das erfahren wir von Car­ole Dieschbourg, der Umwelt­min­is­terin Lux­em­burgs im Spiegel-Inter­view:

SPON: „Das Abkom­men von Paris zwingt nie­man­den zu CO2-Min­derung. Alles ist frei­willig. Hat Trump den Ver­trag über­haupt begriffen?“

Dieschbourg: „Aus dem was er sagt, ziehe ich den Schluss, dass er das Kli­maabkom­men falsch inter­pretiert und nicht ver­standen hat.“

Dieschbourg wider­spricht also nicht, als SPON fest­stellte, das Abkom­men verpflichte ja eigentlich zu nichts, außer zur Verpflich­tung selb­st. Deshalb erge­ht sie sich auch im weit­eren Ver­lauf des Inter­views vor allem an der Tat­sache, dass die USA aus der Finanzierung des Kli­mazirkus aussteigen. Allein darum geht es, nicht um das Kli­ma oder das CO2. Die Emmis­sions-Einsparun­gen kön­nten am Ende eben von anderen Län­dern erbracht wer­den, kein Prob­lem! Natür­lich geht das, denn wie wir gel­ernt haben, ist das Mot­to der Kli­maret­ter „Alles kann, nichts muss“. Außer beim Geld und dem verpflich­t­en­den Glauben an die Kli­maret­tung natür­lich, da hört der Spaß aber auf!

Doch vielle­icht kommt auch etwas gutes dabei her­aus, wenn sowohl bei der EU als auch bei den selb­ster­nan­nten Kli­maret­tern die Erken­nt­nis reift, dass man ohne die Briten bzw. die USA kaum so tun kann, als könne man zur Tage­sor­d­nung überge­hen und ein­fach so weit­er machen, wie bish­er. Denn wenn schon der Wald nicht ster­ben wollte, warum sollte es die men­schliche Ver­nun­ft tun?

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5 Kommentare

  1. Wir leben in ein­er kohlen­diox­i­dar­men Zeit. Denn früher wuch­sen Bäume 132 Meter der Sonne ent­ge­gen. Eine augen­blick­liche Kohlen­diox­id­konzen­tra­tion von 0,0385% oder 385 ppm reicht für ein solch üppiges Pflanzenwach­s­tum ein­fach nicht aus, da die Luft­tem­per­atur nahe der Erdober­fläche ein­fach zu kalt ist, um höhere Kohlen­diox­id­konzen­tra­tio­nen zu erreichen.

    Wir leben in kein­er War­mzeit, denn dann kön­nte sich das Kohlen­diox­id nicht mehr in den Welt­meeren hal­ten und es stünde für unge­hin­derten Pflanzenwach­s­tum auf­grund sein­er Dichte an der Erdober­fläche zur Ver­fü­gung und der gesamte Plan­et wäre mit Wäldern über­wuchert und die Polkap­pen wären kom­plett eisfrei.

    Wir leben aber auch in kein­er Eiszeit, denn dann wäre der über­wiegende Teil des Kohlen­diox­ids in den Welt­meeren gebun­den und es stünde für Pflanzenwach­s­tum über­haupt nicht mehr zu Ver­fü­gung und der Plan­et wäre mit Eis überdeckt.

    Wenn in der Antark­tis über den Fes­t­land­sock­el hin­aus ein 5.000 km² großes Stück Eis abbricht, in die Welt­meere stürzt, dort auf­taut und den Meer­esspiegel ansteigen lässt, dann hat das nichts mehr mit ange­blich­er men­schen­verur­sachter Erder­wär­mung infolge CO2-Emis­sion, als mit fehlen­der Sta­tik zu tun.

    Und trock­n­er wird es natür­lich deshalb, weil kalte Luft bekan­ntlich weniger Feuchtigkeit spe­ich­ern kann, als warme und es fol­glich zu kalt auf dem Plan­eten ist. Trock­en­er wird es auch, weil diverse Fir­men das Grund­wass­er abpumpen, das Wass­er pri­vatisieren und monop­o­lisieren, um es anschliessend per Preis­dik­tat wieder zu verkaufen.

    Übri­gens : Eine Kohlen­diox­id­konzen­tra­tion von über 8% also 80.000 ppm (parts per mil­lion) ist erst tödlich !!!

    Beachte : Der Men­sch baut Treib­häuser, weil es den Treib­haus-Effekt in der freien Natur nicht gibt. Der Land­wirt hat das Treib­haus so genan­nt, weil seine Pflanzen-Zöglinge bei erhöhter Tem­per­atur und option­al zuge­führtem CO2 schneller wach­sen. Und die CO2-Kli­ma-Erwär­mungs-Sek­ten-Zöglinge haben gedacht, daß ihre CO2-Zer­ti­fikate an der Börse schneller gedei­hen bei option­al her­bei gel­o­gen­er Erder­wär­mung infolge CO2-Emission.

    mehr erfahren …

    Die kohlen­diox­i­darme Zeit
    https://aufgewachter.wordpress.com/2017/06/03/die-kohlendioxidarme-zeit/

  2. Es gibt eine Menge überzeu­gen­der sach­lich­er Kri­tik an der Kli­mare­li­gion. Und es gibt eine Menge guter pop­ulär­er Darstel­lung zur Kri­tik des Wende-Unsinns. Dieser Artikel fasst diesen Wahnsinn gut les­bar zusam­men. Mein Kompliment!

  3. Der Daten­satz, den das GISS, God­dard Insti­tut of Space Stud­ies der NASA und der IPCC zur Ver­fü­gung stellt — und der öffentlich zugänglich ist — wurde offen­sichtlich nachträglich “kor­rigiert”. Und zwar so, dass die Ten­denz sich änderte. Prof. Ewert hat sich 2015 die Mühe gemacht, das her­auszufind­en. Der Vor­trag ist öde, aber Mathe und Physik scheinen sehr plausibel.
    https://www.youtube.com/watch?v=uR8X2UhS0Fk

    Fair­erweise muss ich noch anmerken, dass ich mit der flap­si­gen Bemerkung über den Vulka­naus­bruch etwas über­trieben habe. Die Vulka­nolo­gen sind mehrheitlich der Mei­n­ung, dass der Ein­trag durch den Vulka­nis­mus aufs Jahr gerech­net nicht sehr groß ist. Der macht sich erst in geol­o­gis­chen Zeiträu­men bemerk­bar. Meine Flap­sige Behaup­tung im Artikel müsste also schon ein Mordsvulkan sein, um die Bilanz des CO2 merk­lich zu ändern.
    Allerd­ings kön­nte ich mir vorstellen, dass deren Ausstoß dem recht nahe kommt, was die Kli­maret­ter auf dem Weg zu ihren Tagun­gen und Kon­feren­zen ver­ballern. Aber Vulka­ne sind generell Kli­maret­ters Alb­traum, weil deren Aerosole und Stäube bis in die Stratosphäre gelan­gen, Wolken­bil­dung fördern und so küh­lende Effek­te haben. Den Pinatubo kon­nte man 1991 deut­lich in den Wet­ter­mes­sun­gen in Europa sehen. Und in 30 Jahren wis­sen wir vielle­icht genauer, welche Auswirkun­gen das Maun­der-Min­i­mum der Sonne auf unser Kli­ma hat — vielle­icht wer­den wir dann alle Kohlekraftwerke der Welt anwer­fen, um es etwas wärmer zu haben, Elek­tro-Autos ver­bi­eten und Kühe zücht­en, die nicht nur das Fell von Mam­muts haben, son­dern auch extra Methan ausstoßen. Wer glaubt, das Kli­ma opti­mieren zu kön­nen, muss auch bere­it sein, es not­falls zu erwärmen.

    Apro­pos Maun­der-Min­i­mum: Die Kli­ma-Priester bürsten die Vorher­sagen ein­er Abküh­lung durch ver­min­derte Son­nenak­tiv­ität gern pauschal ab, und zwar mit dem Hin­weis darauf, dass die Son­nenak­tiv­ität viel zu kom­plex sei, um präzise Vorher­sagen für die näch­sten 15 Jahre tre­f­fen zu kön­nen. Was sehr inter­es­sant ist, da sie die Ein­flüsse auf das Erd­kli­ma offen­sichtlich für so hin­re­ichend erk­lärt und erforscht hal­ten, dass sie dafür Vorher­sagen von 100 Jahren und mehr machen. 

    Siehe hier: https://klima-luegendetektor.de/tag/maunder-minimum/
    Ein polemis­ch­er Artikel, der sich kurioser­weise der­sel­ben Mech­a­nis­men bedi­ent wie die die Skep­tik­er der Kli­mawende. Wom­öglich wird am Ende bei­des aus­fall­en oder, falls es ein­tritt, unbee­in­fluss­bar sein.

  4. Ja, der “Kli­mawan­del” ist ein wun­der­bares Betä­ti­gungs­feld und Ali­biver­anstal­tung für ein­fall­slose Poli­tik­er! Ganz vorne dabei: Merkel. Sie hat keine Ideen zur Gestal­tung der Zukun­ft, alles lässt sie als “alter­na­tiv­los” laufen und die Staatsme­di­en unter­stützen sie dabei. Der deutsche Michel ist ein­genordet, fühlt sich wohl und wählt sie erneut…

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