Juni 2016, Bre­x­it-Day. Fas­sungs­lo­sig­keit herrscht in ganz Euro­pa. Wie konn­te das nur pas­sie­ren? War nicht all­über­all klar und in Stein gemei­ßelt, dass EU gleich­be­deu­tend mit Zukunft ist und dass man schon ziem­lich dumm sein müs­se, wenn man auf die Seg­nun­gen eines von Brüs­sel gelenk­ten Zen­tral­staa­tes ver­zich­ten wür­de? Und nun das!

Juni 2017, Kli­ma-Exit-Day: Fas­sungs­lo­sig­keit herrscht in der gan­zen Welt. Wie konn­te das nur pas­sie­ren? War nicht all­über­all klar und in Stein gemei­ßelt, dass Kli­ma­ret­tung gleich­be­deu­tend mit Zukunft ist und dass man schon ziem­lich dumm sein müs­se, wenn man auf die Seg­nun­gen eines vom IPCC gelenk­ten Zen­tral­staa­tes ver­zich­ten wür­de? Und nun das!

Man muss schon mit der Lupe suchen, wenn man Unter­schie­de in den Reak­tio­nen vom letz­ten und die­sem Jahr fin­den möch­te. Das liegt vor allem dar­an, dass sich sowohl die Mehr­heit der Bri­ten, als auch der Trump-Admi­nis­tra­ti­on in den Augen der Welt- und Euro­pa­ret­ter des glei­chen Ver­bre­chens schul­dig gemacht hat – der Apost­asie. Bei­de, die EU wie die Kli­ma­ret­tung haben näm­lich die ent­schei­den­den Merk­ma­le einer Reli­gi­on – und Reli­gio­nen, beson­ders wenn sie glau­ben, über die abso­lu­te Wahr­heit zu ver­fü­gen, mögen es gar nicht, wenn man sie ablehnt und ver­lässt. Sowohl die EU als auch die Kli­ma­ret­tung haben mitt­ler­wei­le sogar mehr mit Reli­gi­on als mit ratio­nal han­deln­den inter­na­tio­na­len Pro­jek­ten zu tun. Bei­de ver­fü­gen über eine Pries­ter­kas­te aus aus­ge­wähl­ten Insi­dern, bei­de glau­ben, den Weg zum Para­dies zu ken­nen. Bei­de hal­ten ihre Heils­leh­re für evi­dent und unan­greif­bar, bei­de haben aus dem Wech­sel­spiel aus Schuld und Süh­ne ein funk­tio­nie­ren­des Geschäft gebaut, bei­de for­dern bedin­gungs­lo­ses „Bekennt­nis“ zu ihren Zie­len und Dok­tri­nen, bei­de haben ein Pro­blem mit Kri­tik, beson­ders, wenn die­se wis­sen­schaft­lich begrün­det ist.

Wie sehr sich die Reaktionen gleichen!

Wäh­rend man in Brüs­sel wei­ter­hin so tut, als wür­de mit Groß­bri­tan­ni­en ein EU-Mit­glied mit der Bedeu­tung von Jüt­land aus­tre­ten, erklärt man auf Sei­ten der Kli­ma­hel­den die USA schon mal kur­zer­hand für irrele­vant: Kanz­le­rin Mer­kel mach­te deut­lich, dass die Bri­ten nicht hof­fen soll­ten, „Rosi­nen­pi­cke­rei“ betrei­ben zu kön­nen, obwohl ihr durch den Ver­lust der mer­kan­til gepol­ten Bri­ten die Sperr­mi­no­ri­tät von 35% der EU-Bevöl­ke­rung ver­lo­ren geht, mit der bis­her auch Deutsch­land Beschlüs­se ver­hin­dern konn­te, die wirt­schaft­lich gese­hen Selbst­mord für die hei­mi­sche Indus­trie sein könn­ten. Es wäre somit im Inter­es­se Deutsch­lands gewe­sen, hier bei den Ver­hand­lun­gen auf der Sei­te der Bri­ten zu ste­hen, anstatt klein­lich Wort­hül­sen abzu­feu­ern, die ver­puf­fen müs­sen. Nur zur Erin­ne­rung: Deutsch­land expor­tiert mehr nach Groß­bri­tan­ni­en, als es von dort impor­tiert. Wes­sen Rosi­nen also auf dem Spiel ste­hen, soll­te klar sein.

Und auch die Kli­ma­ret­ter zei­gen, dass es ihnen längst nicht mehr um Fak­ten, Ergeb­nis­se oder zu mini­mie­ren­den Scha­den geht. Her­mann Ott vom Wup­per­ta­ler Insti­tut für Kli­ma, Umwelt und Ener­gie schreibt dazu auf klimaratter.info: „Wir soll­ten jetzt so han­deln, als ob es die USA gar nicht gäbe.“ Die Regie­rungs­chefs von Frank­reich, Ita­li­en und Deutsch­land machen zudem deut­lich, was sie in Sachen Kli­ma­ret­tung von „Rosi­nen­pi­cke­rei“ hal­ten, indem sie wei­te­re Ver­hand­lun­gen zum Pari-Abkom­men ableh­nen.

Das ist eine tol­le Idee ange­sichts der Tat­sa­che, dass CO2 das Spu­ren­gas des Teu­fels sein soll und die USA für fast 18% der welt­wei­ten CO2-Emmis­si­on ver­ant­wort­lich sind. Jenes Spu­ren­gas, das ja angeb­lich als Haupt­ur­sa­che für Kli­ma­pro­zes­se aus­ge­macht wur­de. So tun, als ob es die USA gar nicht gäbe? Aber klar doch! Man kann Kli­ma­ret­tungs­kon­fe­ren­zen, Sym­po­si­en und Kon­gres­se auch dann ver­an­stal­ten, wenn die Ame­ri­ka­ner nicht dabei sind. Es kommt sogar noch bes­ser! End­lich ist jemand gefun­den, der die wich­ti­ge Rol­le des Beel­ze­bub spie­len kann, die in einer funk­tio­nie­ren­den Reli­gi­on unbe­dingt besetzt wer­den muss! Denn wenn die Kli­ma­ret­tung schei­tert, wenn es statt 2°C in 100 Jah­ren zu 2.1°C Erd­er­wär­mung gekom­men sein soll­te, wird der Schul­di­ge schnell gefun­den sein: Trump! Soll­te es sich das Kli­ma anders über­le­gen und sich um 1°C abküh­len, wäre klar, wer den Ruhm dafür ein­strei­chen wür­de: die Kli­ma­ret­ter! Es könn­te aber auch gut sein, dass die Apo­lo­ge­ten der Kli­ma­pa­nik am Ende durch all ihre Maß­nah­men und Mene­te­kel nicht mehr Aus­wir­kun­gen auf den Lauf des Erd­kli­mas hat­ten, als die Gebe­te und Ritua­le der alt­ägyp­ti­schen Pries­ter des Amun-Re auf die Tat­sa­che, dass mor­gens die Son­ne über dem Nil auf­ging. Doch das ange­neh­me ist ja gera­de, dass es egal ist, in wel­che Rich­tig sich das Welt­kli­ma ent­wi­ckelt – die Kli­ma­ret­ter wer­den dar­in die Bestä­ti­gung für ihr Trei­ben erbli­cken und des­halb wei­ter von Kli­ma­kon­fe­renz zu Fol­ge­kon­fe­renz jet­ten, um mit hohem CO2-Aus­stoß dafür zu sor­gen, dass die Son­ne täg­lich gut von Ost nach West kommt.

Und falls Sie jetzt den­ken, der Autor sei einer die­ser „Kli­ma­l­eug­ner“, lie­gen sie lei­der falsch. Schwan­kun­gen im Kli­ma, auch gro­ße, gab es immer. Es ist Schwach­sinn zu glau­ben, das Kli­ma sei eine siche­re Kon­stan­te oder lie­ße sich gar „leug­nen“. Die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur lag nach der letz­ten Eis­zeit sogar höher als das, was die selbst­er­nann­ten Ret­ter der Welt in ihren schlimms­ten Hor­ror­sze­na­ri­en für 2100 pro­gnos­ti­zie­ren. Man könn­te sich fra­gen, was unse­re Alt­vor­de­ren aus dem Holo­zän nur ange­stellt haben, dass es damals so warm war. Womög­lich stell­ten sie ihre Moto­ren an den Ampeln nicht aus, aber das ist nur eine Ver­mu­tung. Zudem gehen den Pro­phe­ten der Apo­ka­lyp­se immer mehr Theo­rien von der Fah­ne, mit denen sie den Kli­ma­wan­del gern wei­ter befeu­ern. So stell­te man erst neu­lich ver­blüfft fest, dass am Mee­res­bo­den aus­tre­ten­des Methan sogar für einen umge­kehr­ten Treib­haus­ef­fekt sorgt, anstatt ihn zu beschleu­ni­gen, wie es für die Model­le der Kli­ma­ret­ter prak­ti­scher­wei­se sein sollte.

Doch selbst, wenn wir taug­li­che Model­le für die tat­säch­li­che Ent­wick­lung des Kli­mas hät­ten (die haben wir nicht) ist mehr als zwei­fel­haft, dass wir genü­gend Hebel in den Hän­den hal­ten, um die Ent­wick­lung zu beein­flus­sen. Ein grö­ße­rer Vul­kan­aus­bruch pro Jahr mehr und die CO2-Bilanz gan­zer Deka­den von Kli­ma­kon­fe­ren­zen sind für die Katz. „Aber die CO2-Kon­zen­tra­ti­on in der Atmo­sphä­re“, wer­den sie jetzt ein­wen­den. „Ist die nicht so hoch wie nie?“ Nein, die war auch schon höher. Und ob es so etwas wie den „opti­ma­len Wert“ gibt, muss doch sehr bezwei­felt wer­den. Opti­mal für wen, müss­te man dann fra­gen. Wer so etwas glaubt, geht von der Annah­me aus, die Erde habe kei­ne wich­ti­ge­re Aus­ga­be, als zufäl­lig genau die atmo­sphä­ri­sche Zusam­men­set­zung zu for­men, die wir heu­te vor­fin­den und wir hät­ten nun die Auf­ga­be erhal­ten, sie kon­stant zu hal­ten. Das hal­te ich genau­so für Grö­ßen­wahn­sinn wie so zu tun, als sei auf der Erde immer genug von allem für alle da. Zudem wer­den die posi­ti­ven Effek­te einer höhe­ren CO2-Kon­zen­tra­ti­on gern ver­schwie­gen. Denn die befeu­ert gera­de­zu das Pflan­zen­wachs­tum, was ange­sichts der eben­falls unge­bremst stei­gen­den mensch­li­chen Popu­la­ti­on und den Pro­ble­men mit deren Ernäh­rung doch ein Grund zum Jubeln sein soll­te. Doch das Kli­ma darf sich ein­fach nicht von selbst und noch dazu in eine posi­ti­ve Rich­tung ver­än­dern! Das wür­de doch bedeu­ten, dass die gan­ze Kli­ma­ret­tungs­in­dus­trie und das vie­le anstren­gen­de Rei­sen von Kon­fe­renz zu Kon­fe­renz völ­lig nutz­los waren. Aber sicher doch, lei­der ist es genau so. Es hat ja auch noch nie eine Garan­tie dafür gege­ben, dass mensch­li­che Ideen prin­zi­pi­ell rich­tig und erfolg­reich sein müs­sen, nur weil sie mit gro­ßem Eifer ver­folgt wer­den und mög­lichst vie­le unkri­ti­sche Anhän­ger haben.

Und jetzt, wer­den Sie sich fra­gen? Sol­len wir etwa wie die USA aus den Ver­trä­gen aus­stei­gen und hem­mungs­los die Luft ver­pes­ten? Doch nie­mand außer den Kli­ma­ret­tern selbst behaup­tet, dass dies die Alter­na­ti­ve sei. Natür­lich sol­len wir nicht die Luft ver­pes­ten, natür­lich sol­len wir an alter­na­ti­ven Ener­gien for­schen und unse­re Res­sour­cen spar­sam ein­set­zen. Natür­lich ist es bes­ser, mit vier Litern Ben­zin 100 Kilo­me­ter zu fah­ren, als zehn zu ver­brau­chen – aber aus ande­ren Grün­den. Öl, Gas und Koh­le wer­den wir näm­lich auch in den nächs­ten hun­dert Jah­ren nicht nur als Ener­gie­trä­ger brau­chen, son­dern auch, um che­mi­sche Indus­trie, Phar­ma­zie, Maschi­nen­bau, Fahr­zeug­bau oder Woh­nungs­bau betrei­ben zu kön­nen. Ist das Zeug näm­lich erst mal ver­brannt, dau­ert es ein­fach viel zu lan­ge, bis es uns in ver­wert­ba­rer Form am Ende des Koh­len­stoff­kreis­lau­fes wie­der zur Ver­fü­gung steht.

Imperialismus mit grünem Anstrich

Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch. Die­ser Kalen­der­spruch der Grü­nen hat­te in den acht­zi­ger Jah­ren etwas Apo­ka­lyp­ti­sches. Nun, sieht man von der Abhol­zung gro­ßer Flä­chen zuguns­ten der Wind­tur­bi­nen mal ab, die sich gegen den Kli­ma­wan­del dre­hen sol­len, geht es dem Wald heu­te blen­dend und dem Men­schen sogar bes­ser denn je – und das ver­dan­ken wir nicht nur dem Kapi­ta­lis­mus, son­dern auch den Grü­nen! Aber sicher! Den Grü­nen der 70er und 80er Jah­re aller­dings, nicht ihren heu­ti­gen, in theo­re­ti­sche Meta­phy­sik abge­drif­te­ten Nach­fol­gern. Denn als die Erkennt­nis im Klein­hirn der Men­schen all­ge­mein ange­kom­men war, dass Umwelt­schutz etwas sein könn­te, was nicht zuletzt dem eige­nen Über­le­ben dient, muss­te man die The­men der Par­tei­wer­dung des gesun­den Men­schen­ver­stan­des auf die nächs­te Ebe­ne rücken, an die idea­ler­wei­se nie­mand so schnell her­an­reich­te, weil sie mit Sicher­heit nie von der Rea­li­tät ein­ge­holt wird und sich des­halb jeder Erfolgs­kon­trol­le ent­zieht. So wur­de aus dem Umwelt­schutz kur­zer­hand Kli­ma­schutz. Ers­te­res konn­te man noch ohne Pro­ble­me nach­voll­zie­hen. Dazu muss­te man nur einen neb­li­gen Novem­ber­mitt­woch­nach­mit­tag im Jahr 1988 in Mer­se­burg zubrin­gen. Mit Nebeln, die so toxisch waren, wie sie stan­ken und die Atem­we­ge ver­ätz­ten. Der Kli­ma­schutz jedoch baut auf räum­lich und zeit­lich ent­fern­te­re Opfer und weil man sie uns nicht zei­gen kann, rech­net man sie ein­fach her­bei. Es ist über­haupt viel Rechen­kunst im Kli­ma­wan­del. Der Kli­ma­f­lücht­ling aber, der ist Kli­ma­wan­dels Meis­ter­werk! Dumm nur, dass es in Zei­ten des „Refu­gees wel­co­me“ kaum noch mög­lich ist, mit dem Hin­weis auf Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen Kli­ma­f­lücht­lin­ge die Brief­ta­schen des Wes­tens zu öff­nen oder genug Panik zu erzeu­gen, um auch die­se „Flut“ mit Däm­men aus Geld auf­hal­ten zu wol­len. Zu Zei­ten, in denen Men­schen in aller Welt vor Krieg, Reli­gi­on, feh­len­der Bil­dung, feh­len­den Jobs und feh­len­den Chan­cen, feh­len­der Demo­kra­tie und Über­be­völ­ke­rung nach Euro­pa flie­hen, was machen da noch ein paar Kli­ma­f­lücht­lin­ge on top? Kli­ma­f­lücht­lin­ge übri­gens, die das böse Treib­haus­gas CO2 nicht zu ver­ant­wor­ten hat. In Afri­ka ist es die Bevöl­ke­rungs­ex­plo­si­on der letz­ten 20 Jah­re, die zur Flucht­ur­sa­che Num­mer eins wur­de. Und die fehl­ge­steu­er­te west­li­che Ent­wick­lungs­hil­fe trug ihren Teil dazu bei. Denn wäh­rend sich die Fami­li­en- und Stam­mes­struk­tu­ren in Afri­ka kaum änder­ten – die­se waren es schließ­lich, die die Kolo­ni­al­zeit der Bri­ten und Fran­zo­sen been­de­ten und jetzt vie­ler­orts die Macht in ihren kor­rup­ten Hän­den hal­ten – blieb der Wes­ten mit Hil­fe­stel­lung und medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung vor Ort. Wenn es also ein Rezept für einen demo­gra­fi­schen „Kli­ma-Molo­tov-Cock­tail“ gibt, dann die­ses: Die Schluss­fol­ge­rung aus der Tat­sa­che, dass nun sie­ben von acht Kin­dern über­le­ben, hat lei­der nicht dazu geführt, dass man heu­te in Nige­ria, Gha­na oder Sudan nur noch zwei oder drei Kin­der bekommt. *–Bäng!–*

„Paris wird nicht neu verhandelt!“

Die Euro­pä­er sind nun durch Bre­x­it und Trump dop­pelt gekränkt und für den frisch inau­gu­rier­ten fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten, der noch auf der Suche nach einem Poli­tik­feld ist, wel­ches er ange­sichts der rhe­to­ri­schen Armut im euro­päi­schen poli­ti­schen Spit­zen­per­so­nal mühe­los beset­zen kann, ist es sogar eine drei­fa­che Ohr­fei­ge! Paris wird nicht neu ver­han­delt! Denn dum­mer­wei­se war die Erklä­rung, aus der Trump aus­ge­stie­gen ist, nicht die von Kyo­to, Rio, Ber­lin, Bue­nos Aires, Genf oder Mar­ra­kesch, son­dern eben aus­ge­rech­net die von Paris! Das tur­nus­mä­ßi­ge „Bre­chen und Ver­spre­chen“ war näm­lich aus­ge­rech­net in Frank­reich ange­kom­men, „Cir­que de Solar est en vil­le“. Die­ser Trump spielt nicht ein­fach nicht fair! Anstatt wie alle ande­ren Kli­maar­tis­ten von Kon­fe­renz zu Kon­fe­renz zu Fol­ge­kon­fe­renz die Lat­te der Zie­le immer höher zu legen, um die­se dann umso mühe­lo­ser rei­ßen zu kön­nen und dabei gleich­zei­tig hei­li­ge Eide zu schwö­ren, jetzt aber end­lich doch wirk­lich und ernst­haft noch stär­ke­res Bemü­hen in Erwä­gung zu zie­hen, sagt Trump ein­fach „no“. Das ist beson­ders bit­ter für die Bank, wel­che sich die Mit­spie­ler gebas­telt haben, den „Green Cli­ma­te Fund“. Es lie­gen Mil­li­ar­den auf dem Tisch und wer die Kli­ma­kar­te spielt, darf beherzt zugrei­fen. Zum Bei­spiel dann, wenn man in Ugan­da eine Kie­fern­plan­ta­ge anle­gen und dafür gan­ze Sied­lun­gen platt machen muss. Man denkt sich ein­fach etwas aus, das etwas mit CO2 zu tun hat, dann ste­hen die Chan­cen auf För­de­rung nicht schlecht. Soll­te man noch dazu in einem armen afri­ka­ni­schen Land aktiv wer­den, des­sen kor­rup­te Regie­rung gegen ein klei­nes Hand­geld ein paar Zet­tel unter­schreibt, geht es noch viel leich­ter. Die Finanz­strö­me des GCF unter­schei­den sich in ihrer Wirk­sam­keit in nichts von denen der klas­si­schen Ent­wick­lungs­hil­fe, die in wei­ten Tei­len Afri­kas mehr Scha­den anrich­te­ten, als sie Nut­zen brachten.

Nichts kann uns aufhalten – beim Selbstbetrug

Die Kanz­le­rin hat sich offen­sicht­lich dazu ent­schlos­sen, irgend­wo an der Gren­ze von Beschei­den­heit und Grö­ßen­wahn ent­lang zu gehen, denn sie kom­men­tier­te Trumps Ankün­di­gung mit fol­gen­den Wor­ten: „Ent­schlos­se­ner denn je wer­den wir in Deutsch­land, in Euro­pa und in der Welt alle Kräf­te bün­deln, gro­ße Mensch­heits­her­aus­for­de­run­gen wie die des Kli­ma­wan­dels auf­zu­neh­men und erfolg­reich die­se Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen. Wir brau­chen die­ses Pari­ser Abkom­men, um unse­re Schöp­fung zu bewah­ren. Nichts kann und wird uns dabei auf­hal­ten.“ Doch wozu „brau­chen“ wir die­se Abkom­men eigent­lich wirk­lich? Das erfah­ren wir von Caro­le Diesch­bourg, der Umwelt­mi­nis­te­rin Luxem­burgs im Spie­gel-Inter­view:

SPON: „Das Abkom­men von Paris zwingt nie­man­den zu CO2-Min­de­rung. Alles ist frei­wil­lig. Hat Trump den Ver­trag über­haupt begriffen?“

Diesch­bourg: „Aus dem was er sagt, zie­he ich den Schluss, dass er das Kli­ma­ab­kom­men falsch inter­pre­tiert und nicht ver­stan­den hat.“

Diesch­bourg wider­spricht also nicht, als SPON fest­stell­te, das Abkom­men ver­pflich­te ja eigent­lich zu nichts, außer zur Ver­pflich­tung selbst. Des­halb ergeht sie sich auch im wei­te­ren Ver­lauf des Inter­views vor allem an der Tat­sa­che, dass die USA aus der Finan­zie­rung des Kli­ma­zir­kus aus­stei­gen. Allein dar­um geht es, nicht um das Kli­ma oder das CO2. Die Emmis­si­ons-Ein­spa­run­gen könn­ten am Ende eben von ande­ren Län­dern erbracht wer­den, kein Pro­blem! Natür­lich geht das, denn wie wir gelernt haben, ist das Mot­to der Kli­ma­ret­ter „Alles kann, nichts muss“. Außer beim Geld und dem ver­pflich­ten­den Glau­ben an die Kli­ma­ret­tung natür­lich, da hört der Spaß aber auf!

Doch viel­leicht kommt auch etwas gutes dabei her­aus, wenn sowohl bei der EU als auch bei den selbst­er­nann­ten Kli­ma­ret­tern die Erkennt­nis reift, dass man ohne die Bri­ten bzw. die USA kaum so tun kann, als kön­ne man zur Tages­ord­nung über­ge­hen und ein­fach so wei­ter machen, wie bis­her. Denn wenn schon der Wald nicht ster­ben woll­te, war­um soll­te es die mensch­li­che Ver­nunft tun?

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5 Kommentare

  1. Wir leben in einer koh­len­di­oxi­dar­men Zeit. Denn frü­her wuch­sen Bäu­me 132 Meter der Son­ne ent­ge­gen. Eine augen­blick­li­che Koh­len­di­oxid­kon­zen­tra­ti­on von 0,0385% oder 385 ppm reicht für ein solch üppi­ges Pflan­zen­wachs­tum ein­fach nicht aus, da die Luft­tem­pe­ra­tur nahe der Erd­ober­flä­che ein­fach zu kalt ist, um höhe­re Koh­len­di­oxid­kon­zen­tra­tio­nen zu erreichen.

    Wir leben in kei­ner Warm­zeit, denn dann könn­te sich das Koh­len­di­oxid nicht mehr in den Welt­mee­ren hal­ten und es stün­de für unge­hin­der­ten Pflan­zen­wachs­tum auf­grund sei­ner Dich­te an der Erd­ober­flä­che zur Ver­fü­gung und der gesam­te Pla­net wäre mit Wäl­dern über­wu­chert und die Pol­kap­pen wären kom­plett eisfrei.

    Wir leben aber auch in kei­ner Eis­zeit, denn dann wäre der über­wie­gen­de Teil des Koh­len­di­oxids in den Welt­mee­ren gebun­den und es stün­de für Pflan­zen­wachs­tum über­haupt nicht mehr zu Ver­fü­gung und der Pla­net wäre mit Eis überdeckt.

    Wenn in der Ant­ark­tis über den Fest­landso­ckel hin­aus ein 5.000 km² gro­ßes Stück Eis abbricht, in die Welt­mee­re stürzt, dort auf­taut und den Mee­res­spie­gel anstei­gen lässt, dann hat das nichts mehr mit angeb­li­cher men­schen­ver­ur­sach­ter Erd­er­wär­mung infol­ge CO2-Emis­si­on, als mit feh­len­der Sta­tik zu tun.

    Und trock­ner wird es natür­lich des­halb, weil kal­te Luft bekannt­lich weni­ger Feuch­tig­keit spei­chern kann, als war­me und es folg­lich zu kalt auf dem Pla­ne­ten ist. Tro­cke­ner wird es auch, weil diver­se Fir­men das Grund­was­ser abpum­pen, das Was­ser pri­va­ti­sie­ren und mono­po­li­sie­ren, um es anschlies­send per Preis­dik­tat wie­der zu verkaufen.

    Übri­gens : Eine Koh­len­di­oxid­kon­zen­tra­ti­on von über 8% also 80.000 ppm (parts per mil­li­on) ist erst tödlich !!!

    Beach­te : Der Mensch baut Treib­häu­ser, weil es den Treib­haus-Effekt in der frei­en Natur nicht gibt. Der Land­wirt hat das Treib­haus so genannt, weil sei­ne Pflan­zen-Zög­lin­ge bei erhöh­ter Tem­pe­ra­tur und optio­nal zuge­führ­tem CO2 schnel­ler wach­sen. Und die CO2-Kli­ma-Erwär­mungs-Sek­ten-Zög­lin­ge haben gedacht, daß ihre CO2-Zer­ti­fi­ka­te an der Bör­se schnel­ler gedei­hen bei optio­nal her­bei gelo­ge­ner Erd­er­wär­mung infol­ge CO2-Emission.

    mehr erfah­ren …

    Die koh­len­di­oxi­dar­me Zeit
    https://aufgewachter.wordpress.com/2017/06/03/die-kohlendioxidarme-zeit/

  2. Es gibt eine Men­ge über­zeu­gen­der sach­li­cher Kri­tik an der Kli­ma­re­li­gi­on. Und es gibt eine Men­ge guter popu­lä­rer Dar­stel­lung zur Kri­tik des Wen­de-Unsinns. Die­ser Arti­kel fasst die­sen Wahn­sinn gut les­bar zusam­men. Mein Kompliment!

  3. Der Daten­satz, den das GISS, God­dard Insti­tut of Space Stu­dies der NASA und der IPCC zur Ver­fü­gung stellt – und der öffent­lich zugäng­lich ist – wur­de offen­sicht­lich nach­träg­lich „kor­ri­giert“. Und zwar so, dass die Ten­denz sich änder­te. Prof. Ewert hat sich 2015 die Mühe gemacht, das her­aus­zu­fin­den. Der Vor­trag ist öde, aber Mathe und Phy­sik schei­nen sehr plausibel.
    https://www.youtube.com/watch?v=uR8X2UhS0Fk

    Fai­rer­wei­se muss ich noch anmer­ken, dass ich mit der flap­si­gen Bemer­kung über den Vul­kan­aus­bruch etwas über­trie­ben habe. Die Vul­ka­no­lo­gen sind mehr­heit­lich der Mei­nung, dass der Ein­trag durch den Vul­ka­nis­mus aufs Jahr gerech­net nicht sehr groß ist. Der macht sich erst in geo­lo­gi­schen Zeit­räu­men bemerk­bar. Mei­ne Flap­si­ge Behaup­tung im Arti­kel müss­te also schon ein Mords­vul­kan sein, um die Bilanz des CO2 merk­lich zu ändern.
    Aller­dings könn­te ich mir vor­stel­len, dass deren Aus­stoß dem recht nahe kommt, was die Kli­ma­ret­ter auf dem Weg zu ihren Tagun­gen und Kon­fe­ren­zen ver­bal­lern. Aber Vul­ka­ne sind gene­rell Kli­ma­ret­ters Alb­traum, weil deren Aero­so­le und Stäu­be bis in die Stra­to­sphä­re gelan­gen, Wol­ken­bil­dung för­dern und so küh­len­de Effek­te haben. Den Pina­tu­bo konn­te man 1991 deut­lich in den Wet­ter­mes­sun­gen in Euro­pa sehen. Und in 30 Jah­ren wis­sen wir viel­leicht genau­er, wel­che Aus­wir­kun­gen das Maun­der-Mini­mum der Son­ne auf unser Kli­ma hat – viel­leicht wer­den wir dann alle Koh­le­kraft­wer­ke der Welt anwer­fen, um es etwas wär­mer zu haben, Elek­tro-Autos ver­bie­ten und Kühe züch­ten, die nicht nur das Fell von Mam­muts haben, son­dern auch extra Methan aus­sto­ßen. Wer glaubt, das Kli­ma opti­mie­ren zu kön­nen, muss auch bereit sein, es not­falls zu erwärmen.

    Apro­pos Maun­der-Mini­mum: Die Kli­ma-Pries­ter bürs­ten die Vor­her­sa­gen einer Abküh­lung durch ver­min­der­te Son­nen­ak­ti­vi­tät gern pau­schal ab, und zwar mit dem Hin­weis dar­auf, dass die Son­nen­ak­ti­vi­tät viel zu kom­plex sei, um prä­zi­se Vor­her­sa­gen für die nächs­ten 15 Jah­re tref­fen zu kön­nen. Was sehr inter­es­sant ist, da sie die Ein­flüs­se auf das Erd­kli­ma offen­sicht­lich für so hin­rei­chend erklärt und erforscht hal­ten, dass sie dafür Vor­her­sa­gen von 100 Jah­ren und mehr machen. 

    Sie­he hier: https://klima-luegendetektor.de/tag/maunder-minimum/
    Ein pole­mi­scher Arti­kel, der sich kurio­ser­wei­se der­sel­ben Mecha­nis­men bedient wie die die Skep­ti­ker der Kli­ma­wen­de. Womög­lich wird am Ende bei­des aus­fal­len oder, falls es ein­tritt, unbe­ein­fluss­bar sein.

  4. Ja, der „Kli­ma­wan­del“ ist ein wun­der­ba­res Betä­ti­gungs­feld und Ali­bi­ver­an­stal­tung für ein­falls­lo­se Poli­ti­ker! Ganz vor­ne dabei: Mer­kel. Sie hat kei­ne Ideen zur Gestal­tung der Zukunft, alles lässt sie als „alter­na­tiv­los“ lau­fen und die Staats­me­di­en unter­stüt­zen sie dabei. Der deut­sche Michel ist ein­gen­or­det, fühlt sich wohl und wählt sie erneut…

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