Juni 2016, Brexit-Day. Fas­sungs­lo­sig­keit herrscht in ganz Europa. Wie konnte das nur pas­sie­ren? War nicht all­über­all klar und in Stein gemei­ßelt, dass EU gleich­be­deu­tend mit Zukunft ist und dass man schon ziem­lich dumm sein müsse, wenn man auf die Seg­nun­gen eines von Brüssel gelenk­ten Zen­tral­staa­tes ver­zich­ten würde? Und nun das!

Juni 2017, Klima-Exit-Day: Fas­sungs­lo­sig­keit herrscht in der ganzen Welt. Wie konnte das nur pas­sie­ren? War nicht all­über­all klar und in Stein gemei­ßelt, dass Kli­ma­ret­tung gleich­be­deu­tend mit Zukunft ist und dass man schon ziem­lich dumm sein müsse, wenn man auf die Seg­nun­gen eines vom IPCC gelenk­ten Zen­tral­staa­tes ver­zich­ten würde? Und nun das!

Man muss schon mit der Lupe suchen, wenn man Unter­schiede in den Reak­tio­nen vom letzten und diesem Jahr finden möchte. Das liegt vor allem daran, dass sich sowohl die Mehr­heit der Briten, als auch der Trump-Admi­nis­tra­tion in den Augen der Welt- und Euro­pa­ret­ter des glei­chen Ver­bre­chens schul­dig gemacht hat – der Apost­asie. Beide, die EU wie die Kli­ma­ret­tung haben nämlich die ent­schei­den­den Merk­male einer Reli­gion – und Reli­gio­nen, beson­ders wenn sie glauben, über die abso­lute Wahr­heit zu ver­fü­gen, mögen es gar nicht, wenn man sie ablehnt und ver­lässt. Sowohl die EU als auch die Kli­ma­ret­tung haben mitt­ler­weile sogar mehr mit Reli­gion als mit ratio­nal han­deln­den inter­na­tio­na­len Pro­jek­ten zu tun. Beide ver­fü­gen über eine Pries­ter­kaste aus aus­ge­wähl­ten Insi­dern, beide glauben, den Weg zum Para­dies zu kennen. Beide halten ihre Heils­lehre für evident und unan­greif­bar, beide haben aus dem Wech­sel­spiel aus Schuld und Sühne ein funk­tio­nie­ren­des Geschäft gebaut, beide fordern bedin­gungs­lo­ses „Bekennt­nis“ zu ihren Zielen und Dok­tri­nen, beide haben ein Problem mit Kritik, beson­ders, wenn diese wis­sen­schaft­lich begrün­det ist.

Wie sehr sich die Reaktionen gleichen!

Während man in Brüssel wei­ter­hin so tut, als würde mit Groß­bri­tan­nien ein EU-Mit­glied mit der Bedeu­tung von Jütland aus­tre­ten, erklärt man auf Seiten der Kli­ma­hel­den die USA schon mal kur­zer­hand für irrele­vant: Kanz­le­rin Merkel machte deut­lich, dass die Briten nicht hoffen sollten, „Rosi­nen­pi­cke­rei“ betrei­ben zu können, obwohl ihr durch den Verlust der mer­kan­til gepol­ten Briten die Sperr­mi­no­ri­tät von 35% der EU-Bevöl­ke­rung ver­lo­ren geht, mit der bisher auch Deutsch­land Beschlüsse ver­hin­dern konnte, die wirt­schaft­lich gesehen Selbst­mord für die hei­mi­sche Indus­trie sein könnten. Es wäre somit im Inter­esse Deutsch­lands gewesen, hier bei den Ver­hand­lun­gen auf der Seite der Briten zu stehen, anstatt klein­lich Wort­hül­sen abzu­feu­ern, die ver­puf­fen müssen. Nur zur Erin­ne­rung: Deutsch­land expor­tiert mehr nach Groß­bri­tan­nien, als es von dort impor­tiert. Wessen Rosinen also auf dem Spiel stehen, sollte klar sein.

Und auch die Kli­ma­ret­ter zeigen, dass es ihnen längst nicht mehr um Fakten, Ergeb­nisse oder zu mini­mie­ren­den Schaden geht. Hermann Ott vom Wup­per­ta­ler Insti­tut für Klima, Umwelt und Energie schreibt dazu auf kli​ma​rat​ter​.info: „Wir sollten jetzt so handeln, als ob es die USA gar nicht gäbe.“ Die Regie­rungs­chefs von Frank­reich, Italien und Deutsch­land machen zudem deut­lich, was sie in Sachen Kli­ma­ret­tung von „Rosi­nen­pi­cke­rei“ halten, indem sie weitere Ver­hand­lun­gen zum Pari-Abkom­men ableh­nen.

Das ist eine tolle Idee ange­sichts der Tat­sa­che, dass CO2 das Spu­ren­gas des Teufels sein soll und die USA für fast 18% der welt­wei­ten CO2-Emmis­sion ver­ant­wort­lich sind. Jenes Spu­ren­gas, das ja angeb­lich als Haupt­ur­sa­che für Kli­ma­pro­zesse aus­ge­macht wurde. So tun, als ob es die USA gar nicht gäbe? Aber klar doch! Man kann Kli­ma­ret­tungs­kon­fe­ren­zen, Sym­po­sien und Kon­gresse auch dann ver­an­stal­ten, wenn die Ame­ri­ka­ner nicht dabei sind. Es kommt sogar noch besser! Endlich ist jemand gefun­den, der die wich­tige Rolle des Beel­ze­bub spielen kann, die in einer funk­tio­nie­ren­den Reli­gion unbe­dingt besetzt werden muss! Denn wenn die Kli­ma­ret­tung schei­tert, wenn es statt 2°C in 100 Jahren zu 2.1°C Erd­er­wär­mung gekom­men sein sollte, wird der Schul­dige schnell gefun­den sein: Trump! Sollte es sich das Klima anders über­le­gen und sich um 1°C abküh­len, wäre klar, wer den Ruhm dafür ein­strei­chen würde: die Kli­ma­ret­ter! Es könnte aber auch gut sein, dass die Apo­lo­ge­ten der Kli­ma­pa­nik am Ende durch all ihre Maß­nah­men und Mene­te­kel nicht mehr Aus­wir­kun­gen auf den Lauf des Erd­kli­mas hatten, als die Gebete und Rituale der alt­ägyp­ti­schen Pries­ter des Amun-Re auf die Tat­sa­che, dass morgens die Sonne über dem Nil aufging. Doch das ange­nehme ist ja gerade, dass es egal ist, in welche Richtig sich das Welt­klima ent­wi­ckelt – die Kli­ma­ret­ter werden darin die Bestä­ti­gung für ihr Treiben erbli­cken und deshalb weiter von Kli­ma­kon­fe­renz zu Fol­ge­kon­fe­renz jetten, um mit hohem CO2-Ausstoß dafür zu sorgen, dass die Sonne täglich gut von Ost nach West kommt.

Und falls Sie jetzt denken, der Autor sei einer dieser „Kli­ma­l­eug­ner“, liegen sie leider falsch. Schwan­kun­gen im Klima, auch große, gab es immer. Es ist Schwach­sinn zu glauben, das Klima sei eine sichere Kon­stante oder ließe sich gar „leugnen“. Die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur lag nach der letzten Eiszeit sogar höher als das, was die selbst­er­nann­ten Retter der Welt in ihren schlimms­ten Hor­ror­sze­na­rien für 2100 pro­gnos­ti­zie­ren. Man könnte sich fragen, was unsere Alt­vor­de­ren aus dem Holozän nur ange­stellt haben, dass es damals so warm war. Womög­lich stell­ten sie ihre Motoren an den Ampeln nicht aus, aber das ist nur eine Ver­mu­tung. Zudem gehen den Pro­phe­ten der Apo­ka­lypse immer mehr Theo­rien von der Fahne, mit denen sie den Kli­ma­wan­del gern weiter befeu­ern. So stellte man erst neulich ver­blüfft fest, dass am Mee­res­bo­den aus­tre­ten­des Methan sogar für einen umge­kehr­ten Treib­haus­ef­fekt sorgt, anstatt ihn zu beschleu­ni­gen, wie es für die Modelle der Kli­ma­ret­ter prak­ti­scher­weise sein sollte.

Doch selbst, wenn wir taug­li­che Modelle für die tat­säch­li­che Ent­wick­lung des Klimas hätten (die haben wir nicht) ist mehr als zwei­fel­haft, dass wir genü­gend Hebel in den Händen halten, um die Ent­wick­lung zu beein­flus­sen. Ein grö­ße­rer Vul­kan­aus­bruch pro Jahr mehr und die CO2-Bilanz ganzer Dekaden von Kli­ma­kon­fe­ren­zen sind für die Katz. „Aber die CO2-Kon­zen­tra­tion in der Atmo­sphäre“, werden sie jetzt ein­wen­den. „Ist die nicht so hoch wie nie?“ Nein, die war auch schon höher. Und ob es so etwas wie den „opti­ma­len Wert“ gibt, muss doch sehr bezwei­felt werden. Optimal für wen, müsste man dann fragen. Wer so etwas glaubt, geht von der Annahme aus, die Erde habe keine wich­ti­gere Ausgabe, als zufäl­lig genau die atmo­sphä­ri­sche Zusam­men­set­zung zu formen, die wir heute vor­fin­den und wir hätten nun die Aufgabe erhal­ten, sie kon­stant zu halten. Das halte ich genauso für Grö­ßen­wahn­sinn wie so zu tun, als sei auf der Erde immer genug von allem für alle da. Zudem werden die posi­ti­ven Effekte einer höheren CO2-Kon­zen­tra­tion gern ver­schwie­gen. Denn die befeu­ert gera­dezu das Pflan­zen­wachs­tum, was ange­sichts der eben­falls unge­bremst stei­gen­den mensch­li­chen Popu­la­tion und den Pro­ble­men mit deren Ernäh­rung doch ein Grund zum Jubeln sein sollte. Doch das Klima darf sich einfach nicht von selbst und noch dazu in eine posi­tive Rich­tung ver­än­dern! Das würde doch bedeu­ten, dass die ganze Kli­ma­ret­tungs­in­dus­trie und das viele anstren­gende Reisen von Kon­fe­renz zu Kon­fe­renz völlig nutzlos waren. Aber sicher doch, leider ist es genau so. Es hat ja auch noch nie eine Garan­tie dafür gegeben, dass mensch­li­che Ideen prin­zi­pi­ell richtig und erfolg­reich sein müssen, nur weil sie mit großem Eifer ver­folgt werden und mög­lichst viele unkri­ti­sche Anhän­ger haben.

Und jetzt, werden Sie sich fragen? Sollen wir etwa wie die USA aus den Ver­trä­gen aus­stei­gen und hem­mungs­los die Luft ver­pes­ten? Doch niemand außer den Kli­ma­ret­tern selbst behaup­tet, dass dies die Alter­na­tive sei. Natür­lich sollen wir nicht die Luft ver­pes­ten, natür­lich sollen wir an alter­na­ti­ven Ener­gien for­schen und unsere Res­sour­cen sparsam ein­set­zen. Natür­lich ist es besser, mit vier Litern Benzin 100 Kilo­me­ter zu fahren, als zehn zu ver­brau­chen – aber aus anderen Gründen. Öl, Gas und Kohle werden wir nämlich auch in den nächs­ten hundert Jahren nicht nur als Ener­gie­trä­ger brau­chen, sondern auch, um che­mi­sche Indus­trie, Phar­ma­zie, Maschi­nen­bau, Fahr­zeug­bau oder Woh­nungs­bau betrei­ben zu können. Ist das Zeug nämlich erst mal ver­brannt, dauert es einfach viel zu lange, bis es uns in ver­wert­ba­rer Form am Ende des Koh­len­stoff­kreis­lau­fes wieder zur Ver­fü­gung steht.

Imperialismus mit grünem Anstrich

Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch. Dieser Kalen­der­spruch der Grünen hatte in den acht­zi­ger Jahren etwas Apo­ka­lyp­ti­sches. Nun, sieht man von der Abhol­zung großer Flächen zuguns­ten der Wind­tur­bi­nen mal ab, die sich gegen den Kli­ma­wan­del drehen sollen, geht es dem Wald heute blen­dend und dem Men­schen sogar besser denn je – und das ver­dan­ken wir nicht nur dem Kapi­ta­lis­mus, sondern auch den Grünen! Aber sicher! Den Grünen der 70er und 80er Jahre aller­dings, nicht ihren heu­ti­gen, in theo­re­ti­sche Meta­phy­sik abge­drif­te­ten Nach­fol­gern. Denn als die Erkennt­nis im Klein­hirn der Men­schen all­ge­mein ange­kom­men war, dass Umwelt­schutz etwas sein könnte, was nicht zuletzt dem eigenen Über­le­ben dient, musste man die Themen der Par­tei­wer­dung des gesun­den Men­schen­ver­stan­des auf die nächste Ebene rücken, an die idea­ler­weise niemand so schnell her­an­reichte, weil sie mit Sicher­heit nie von der Rea­li­tät ein­ge­holt wird und sich deshalb jeder Erfolgs­kon­trolle ent­zieht. So wurde aus dem Umwelt­schutz kur­zer­hand Kli­ma­schutz. Ers­te­res konnte man noch ohne Pro­bleme nach­voll­zie­hen. Dazu musste man nur einen neb­li­gen Novem­ber­mitt­woch­nach­mit­tag im Jahr 1988 in Mer­se­burg zubrin­gen. Mit Nebeln, die so toxisch waren, wie sie stanken und die Atem­wege ver­ätz­ten. Der Kli­ma­schutz jedoch baut auf räum­lich und zeit­lich ent­fern­tere Opfer und weil man sie uns nicht zeigen kann, rechnet man sie einfach herbei. Es ist über­haupt viel Rechen­kunst im Kli­ma­wan­del. Der Kli­ma­flücht­ling aber, der ist Kli­ma­wan­dels Meis­ter­werk! Dumm nur, dass es in Zeiten des „Refu­gees welcome“ kaum noch möglich ist, mit dem Hinweis auf Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen Kli­ma­flücht­linge die Brief­ta­schen des Westens zu öffnen oder genug Panik zu erzeu­gen, um auch diese „Flut“ mit Dämmen aus Geld auf­hal­ten zu wollen. Zu Zeiten, in denen Men­schen in aller Welt vor Krieg, Reli­gion, feh­len­der Bildung, feh­len­den Jobs und feh­len­den Chancen, feh­len­der Demo­kra­tie und Über­be­völ­ke­rung nach Europa fliehen, was machen da noch ein paar Kli­ma­flücht­linge on top? Kli­ma­flücht­linge übri­gens, die das böse Treib­haus­gas CO2 nicht zu ver­ant­wor­ten hat. In Afrika ist es die Bevöl­ke­rungs­ex­plo­sion der letzten 20 Jahre, die zur Flucht­ur­sa­che Nummer eins wurde. Und die fehl­ge­steu­erte west­li­che Ent­wick­lungs­hilfe trug ihren Teil dazu bei. Denn während sich die Fami­lien- und Stam­mes­struk­tu­ren in Afrika kaum änder­ten – diese waren es schließ­lich, die die Kolo­ni­al­zeit der Briten und Fran­zo­sen been­de­ten und jetzt vie­ler­orts die Macht in ihren kor­rup­ten Händen halten – blieb der Westen mit Hil­fe­stel­lung und medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung vor Ort. Wenn es also ein Rezept für einen demo­gra­fi­schen „Klima-Molotov-Cock­tail” gibt, dann dieses: Die Schluss­fol­ge­rung aus der Tat­sa­che, dass nun sieben von acht Kindern über­le­ben, hat leider nicht dazu geführt, dass man heute in Nigeria, Ghana oder Sudan nur noch zwei oder drei Kinder bekommt. *–Bäng!–*

Paris wird nicht neu verhandelt!“

Die Euro­päer sind nun durch Brexit und Trump doppelt gekränkt und für den frisch inau­gu­rier­ten fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten, der noch auf der Suche nach einem Poli­tik­feld ist, welches er ange­sichts der rhe­to­ri­schen Armut im euro­päi­schen poli­ti­schen Spit­zen­per­so­nal mühelos beset­zen kann, ist es sogar eine drei­fa­che Ohr­feige! Paris wird nicht neu ver­han­delt! Denn dum­mer­weise war die Erklä­rung, aus der Trump aus­ge­stie­gen ist, nicht die von Kyoto, Rio, Berlin, Buenos Aires, Genf oder Mar­ra­kesch, sondern eben aus­ge­rech­net die von Paris! Das tur­nus­mä­ßige „Brechen und Ver­spre­chen“ war nämlich aus­ge­rech­net in Frank­reich ange­kom­men, „Cirque de Solar est en ville“. Dieser Trump spielt nicht einfach nicht fair! Anstatt wie alle anderen Kli­maar­tis­ten von Kon­fe­renz zu Kon­fe­renz zu Fol­ge­kon­fe­renz die Latte der Ziele immer höher zu legen, um diese dann umso mühe­lo­ser reißen zu können und dabei gleich­zei­tig heilige Eide zu schwö­ren, jetzt aber endlich doch wirk­lich und ernst­haft noch stär­ke­res Bemühen in Erwä­gung zu ziehen, sagt Trump einfach „no“. Das ist beson­ders bitter für die Bank, welche sich die Mit­spie­ler gebas­telt haben, den „Green Climate Fund“. Es liegen Mil­li­ar­den auf dem Tisch und wer die Kli­ma­karte spielt, darf beherzt zugrei­fen. Zum Bei­spiel dann, wenn man in Uganda eine Kie­fern­plan­tage anlegen und dafür ganze Sied­lun­gen platt machen muss. Man denkt sich einfach etwas aus, das etwas mit CO2 zu tun hat, dann stehen die Chancen auf För­de­rung nicht schlecht. Sollte man noch dazu in einem armen afri­ka­ni­schen Land aktiv werden, dessen kor­rupte Regie­rung gegen ein kleines Hand­geld ein paar Zettel unter­schreibt, geht es noch viel leich­ter. Die Finanz­ströme des GCF unter­schei­den sich in ihrer Wirk­sam­keit in nichts von denen der klas­si­schen Ent­wick­lungs­hilfe, die in weiten Teilen Afrikas mehr Schaden anrich­te­ten, als sie Nutzen brach­ten.

Nichts kann uns aufhalten – beim Selbstbetrug

Die Kanz­le­rin hat sich offen­sicht­lich dazu ent­schlos­sen, irgendwo an der Grenze von Beschei­den­heit und Grö­ßen­wahn entlang zu gehen, denn sie kom­men­tierte Trumps Ankün­di­gung mit fol­gen­den Worten: „Ent­schlos­se­ner denn je werden wir in Deutsch­land, in Europa und in der Welt alle Kräfte bündeln, große Mensch­heits­her­aus­for­de­run­gen wie die des Kli­ma­wan­dels auf­zu­neh­men und erfolg­reich diese Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen. Wir brau­chen dieses Pariser Abkom­men, um unsere Schöp­fung zu bewah­ren. Nichts kann und wird uns dabei auf­hal­ten.“ Doch wozu „brau­chen“ wir diese Abkom­men eigent­lich wirk­lich? Das erfah­ren wir von Carole Diesch­bourg, der Umwelt­mi­nis­te­rin Luxem­burgs im Spiegel-Inter­view:

SPON: „Das Abkom­men von Paris zwingt nie­man­den zu CO2-Min­de­rung. Alles ist frei­wil­lig. Hat Trump den Vertrag über­haupt begrif­fen?“

Diesch­bourg: „Aus dem was er sagt, ziehe ich den Schluss, dass er das Kli­ma­ab­kom­men falsch inter­pre­tiert und nicht ver­stan­den hat.“

Diesch­bourg wider­spricht also nicht, als SPON fest­stellte, das Abkom­men ver­pflichte ja eigent­lich zu nichts, außer zur Ver­pflich­tung selbst. Deshalb ergeht sie sich auch im wei­te­ren Verlauf des Inter­views vor allem an der Tat­sa­che, dass die USA aus der Finan­zie­rung des Kli­ma­zir­kus aus­stei­gen. Allein darum geht es, nicht um das Klima oder das CO2. Die Emmis­si­ons-Ein­spa­run­gen könnten am Ende eben von anderen Ländern erbracht werden, kein Problem! Natür­lich geht das, denn wie wir gelernt haben, ist das Motto der Kli­ma­ret­ter „Alles kann, nichts muss“. Außer beim Geld und dem ver­pflich­ten­den Glauben an die Kli­ma­ret­tung natür­lich, da hört der Spaß aber auf!

Doch viel­leicht kommt auch etwas gutes dabei heraus, wenn sowohl bei der EU als auch bei den selbst­er­nann­ten Kli­ma­ret­tern die Erkennt­nis reift, dass man ohne die Briten bzw. die USA kaum so tun kann, als könne man zur Tages­ord­nung über­ge­hen und einfach so weiter machen, wie bisher. Denn wenn schon der Wald nicht sterben wollte, warum sollte es die mensch­li­che Ver­nunft tun?

5 Kommentare

  1. Wir leben in einer koh­len­di­oxi­dar­men Zeit. Denn früher wuchsen Bäume 132 Meter der Sonne ent­ge­gen. Eine augen­blick­li­che Koh­len­di­oxid­kon­zen­tra­tion von 0,0385% oder 385 ppm reicht für ein solch üppiges Pflan­zen­wachs­tum einfach nicht aus, da die Luft­tem­pe­ra­tur nahe der Erd­ober­flä­che einfach zu kalt ist, um höhere Koh­len­di­oxid­kon­zen­tra­tio­nen zu errei­chen.

    Wir leben in keiner Warm­zeit, denn dann könnte sich das Koh­len­di­oxid nicht mehr in den Welt­mee­ren halten und es stünde für unge­hin­der­ten Pflan­zen­wachs­tum auf­grund seiner Dichte an der Erd­ober­flä­che zur Ver­fü­gung und der gesamte Planet wäre mit Wäldern über­wu­chert und die Pol­kap­pen wären kom­plett eisfrei.

    Wir leben aber auch in keiner Eiszeit, denn dann wäre der über­wie­gende Teil des Koh­len­di­oxids in den Welt­mee­ren gebun­den und es stünde für Pflan­zen­wachs­tum über­haupt nicht mehr zu Ver­fü­gung und der Planet wäre mit Eis über­deckt.

    Wenn in der Ant­ark­tis über den Fest­landso­ckel hinaus ein 5.000 km² großes Stück Eis abbricht, in die Welt­meere stürzt, dort auftaut und den Mee­res­spie­gel anstei­gen lässt, dann hat das nichts mehr mit angeb­li­cher men­schen­ver­ur­sach­ter Erd­er­wär­mung infolge CO2-Emis­sion, als mit feh­len­der Statik zu tun.

    Und trock­ner wird es natür­lich deshalb, weil kalte Luft bekannt­lich weniger Feuch­tig­keit spei­chern kann, als warme und es folg­lich zu kalt auf dem Pla­ne­ten ist. Tro­cke­ner wird es auch, weil diverse Firmen das Grund­was­ser abpum­pen, das Wasser pri­va­ti­sie­ren und mono­po­li­sie­ren, um es anschlies­send per Preis­dik­tat wieder zu ver­kau­fen.

    Übri­gens : Eine Koh­len­di­oxid­kon­zen­tra­tion von über 8% also 80.000 ppm (parts per million) ist erst tödlich !!!

    Beachte : Der Mensch baut Treib­häu­ser, weil es den Treib­haus-Effekt in der freien Natur nicht gibt. Der Land­wirt hat das Treib­haus so genannt, weil seine Pflan­zen-Zög­linge bei erhöh­ter Tem­pe­ra­tur und optio­nal zuge­führ­tem CO2 schnel­ler wachsen. Und die CO2-Klima-Erwär­mungs-Sekten-Zög­linge haben gedacht, daß ihre CO2-Zer­ti­fi­kate an der Börse schnel­ler gedei­hen bei optio­nal herbei gelo­ge­ner Erd­er­wär­mung infolge CO2-Emis­sion.

    mehr erfah­ren …

    Die koh­len­di­oxi­darme Zeit
    https://​auf​ge​wach​ter​.word​press​.com/​2​0​1​7​/​0​6​/​0​3​/​d​i​e​-​k​o​h​l​e​n​d​i​o​x​i​d​a​r​m​e​-​z​e​it/

  2. Es gibt eine Menge über­zeu­gen­der sach­li­cher Kritik an der Kli­ma­re­li­gion. Und es gibt eine Menge guter popu­lä­rer Dar­stel­lung zur Kritik des Wende-Unsinns. Dieser Artikel fasst diesen Wahn­sinn gut lesbar zusam­men. Mein Kom­pli­ment!

  3. Der Daten­satz, den das GISS, Goddard Insti­tut of Space Studies der NASA und der IPCC zur Ver­fü­gung stellt – und der öffent­lich zugäng­lich ist – wurde offen­sicht­lich nach­träg­lich „kor­ri­giert”. Und zwar so, dass die Tendenz sich änderte. Prof. Ewert hat sich 2015 die Mühe gemacht, das her­aus­zu­fin­den. Der Vortrag ist öde, aber Mathe und Physik schei­nen sehr plau­si­bel.
    https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​u​R​8​X​2​U​h​S​0Fk

    Fai­rer­weise muss ich noch anmer­ken, dass ich mit der flap­si­gen Bemer­kung über den Vul­kan­aus­bruch etwas über­trie­ben habe. Die Vul­ka­no­lo­gen sind mehr­heit­lich der Meinung, dass der Eintrag durch den Vul­ka­nis­mus aufs Jahr gerech­net nicht sehr groß ist. Der macht sich erst in geo­lo­gi­schen Zeit­räu­men bemerk­bar. Meine Flap­sige Behaup­tung im Artikel müsste also schon ein Mords­vul­kan sein, um die Bilanz des CO2 merk­lich zu ändern.
    Aller­dings könnte ich mir vor­stel­len, dass deren Ausstoß dem recht nahe kommt, was die Kli­ma­ret­ter auf dem Weg zu ihren Tagun­gen und Kon­fe­ren­zen ver­bal­lern. Aber Vulkane sind gene­rell Kli­ma­ret­ters Alb­traum, weil deren Aero­sole und Stäube bis in die Stra­to­sphäre gelan­gen, Wol­ken­bil­dung fördern und so küh­lende Effekte haben. Den Pina­tubo konnte man 1991 deut­lich in den Wet­ter­mes­sun­gen in Europa sehen. Und in 30 Jahren wissen wir viel­leicht genauer, welche Aus­wir­kun­gen das Maunder-Minimum der Sonne auf unser Klima hat – viel­leicht werden wir dann alle Koh­le­kraft­werke der Welt anwer­fen, um es etwas wärmer zu haben, Elektro-Autos ver­bie­ten und Kühe züchten, die nicht nur das Fell von Mammuts haben, sondern auch extra Methan aus­sto­ßen. Wer glaubt, das Klima opti­mie­ren zu können, muss auch bereit sein, es not­falls zu erwär­men.

    Apropos Maunder-Minimum: Die Klima-Pries­ter bürsten die Vor­her­sa­gen einer Abküh­lung durch ver­min­derte Son­nen­ak­ti­vi­tät gern pau­schal ab, und zwar mit dem Hinweis darauf, dass die Son­nen­ak­ti­vi­tät viel zu komplex sei, um präzise Vor­her­sa­gen für die nächs­ten 15 Jahre treffen zu können. Was sehr inter­es­sant ist, da sie die Ein­flüsse auf das Erd­klima offen­sicht­lich für so hin­rei­chend erklärt und erforscht halten, dass sie dafür Vor­her­sa­gen von 100 Jahren und mehr machen.

    Siehe hier: https://​klima​-lue​gen​de​tek​tor​.de/​t​a​g​/​m​a​u​n​d​e​r​-​m​i​n​i​m​um/
    Ein pole­mi­scher Artikel, der sich kurio­ser­weise der­sel­ben Mecha­nis­men bedient wie die die Skep­ti­ker der Kli­ma­wende. Womög­lich wird am Ende beides aus­fal­len oder, falls es ein­tritt, unbe­ein­fluss­bar sein.

  4. Ja, der „Kli­ma­wan­del” ist ein wun­der­ba­res Betä­ti­gungs­feld und Ali­bi­ver­an­stal­tung für ein­falls­lose Poli­ti­ker! Ganz vorne dabei: Merkel. Sie hat keine Ideen zur Gestal­tung der Zukunft, alles lässt sie als „alter­na­tiv­los” laufen und die Staats­me­dien unter­stüt­zen sie dabei. Der deut­sche Michel ist ein­gen­or­det, fühlt sich wohl und wählt sie erneut…

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