ForschungEs waren nichts als Lügen
Der Mensch ist kein Vogel
Es wird nie ein Mensch fliegen
(Ber­tolt Brecht, aus „Der Schnei­der von Ulm“)

Kann einer guten Sache Schlech­te­res wider­fah­ren, als von den ver­meint­lich Fal­schen unter­stützt zu wer­den? Am 14.4.2021 ver­han­del­te der Bun­des­tag jeden­falls einen Antrag des Titels „For­schung zu Kern­re­ak­to­ren der IV. Genera­ti­on vor­an­trei­ben – Ener­gie­ver­sor­gung in Deutsch­land sichern“ und die Sache ging natür­lich nicht gut aus. Ein­ge­bracht von der Frak­ti­on der Schwe­fel­bu­ben war dem Antrag näm­lich gewiss, nicht genug Mas­se zu bekom­men, um kri­tisch wer­den zu kön­nen. Die Ableh­nung war all­ge­mein, voll­stän­dig und vor­her­seh­bar. Die Rede von Syl­via Kot­ting-Uhl, atom­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen (das ent­spre­che etwa dem Anti­se­mi­tis­mus­be­auf­trag­ten der His­bol­lah, mein­te zutref­fend Micha­el Klo­n­ovs­ky) war in eini­gen Punk­ten jedoch äußerst bemer­kens­wert, wir wer­den in naher Zukunft sicher dar­an denken.

Doch hal­ten wir uns nicht mit Kot­ting-Uhls ideo­lo­gi­schen Plat­ti­tü­den der Sor­te „Wir von mor­gen, Sie von vor­ges­tern“ auf und neh­men die weni­gen Kern­aus­sa­gen der Dame unter die Lupe, die sie gegen die Tech­no­lo­gie Flüs­sigs­alz­re­ak­tor vor­bringt. Zunächst fällt auf, dass wir alle ihre Argu­men­te auf der deut­schen Wiki­pe­dia-Sei­te zum The­ma fin­den. Wie jede von grü­ner Poli­tik geka­per­te böse Tech­no­lo­gie strotzt die Sei­te vor War­nun­gen, Beden­ken und Ver­hin­de­rungs­flos­keln. Selbst dort, wo sie abwä­gend bei­de Sei­ten zu Wort kom­men lässt.

Unter den Web­links im Arti­kel fin­det sich auch der Video­mit­schnitt einer Podi­ums­dis­kus­si­on zum The­ma Flüs­sigs­alz­re­ak­to­ren aus dem Jahr 2018. Mit dabei auf dem Podi­um: Syl­via Kot­ting-Uhl. Die Beset­zung die­ser Dis­kus­si­on ist gera­de­zu typisch, wenn es um kor­rek­tes Framing des Publi­kums geht. Man braucht einen hal­tungs­star­ken Poli­ti­ker, der vor allem Akti­vist ist, einen Whist­leb­lower, der berich­tet, dass alles noch viel schlim­mer sei und zwei „Spe­zia­lis­ten“ für die Pro-Sei­te, die mög­lichst wenig elo­quent und vor allem nicht wirk­lich vom Fach sind und des­halb kaum Sub­stan­zi­el­les zum eigent­li­chen The­ma bei­zu­tra­gen haben.

Kurz: Sie wer­den nach dem Lesen des deut­schen Wiki-Arti­kels und dem Anse­hen des Vide­os zu dem Schluss kom­men, das sei alles viel zu gefähr­lich, prin­zi­pi­ell undurch­führ­bar und des­halb unin­ter­es­sant. Lesen Sie des­halb lie­ber den eng­li­schen Wiki­pe­dia-Arti­kel zum The­ma. Der Ver­schweigt die Schwie­rig­kei­ten auch nicht, zeich­net aber ins­ge­samt ein sehr viel posi­ti­ve­res Bild. Doch zurück in den Bun­des­tag und Kot­ting-Uhls Rede.

Lernt die AfD, die Bombe zu lieben?

Das Tot­schlag­ar­gu­ment gegen jede Kern­tech­nik darf in Kot­ting-Uhls Bun­des­tags­re­de natür­lich nicht feh­len: die Gefahr der Pro­li­fe­ra­ti­on. Man kön­ne, und da hat sie durch­aus recht, waf­fen­fä­hi­ges Mate­ri­al aus sol­chen Flüs­sigs­alz­re­ak­to­ren abzwei­gen. Doch dann muss man die Din­ger schon zu die­sem Zweck lau­fen las­sen, denn Ziel ist es ja eigent­lich, durch Ver­wen­dung schnel­ler Neu­tro­nen genau die­se Iso­to­pe wei­ter auf­zu­spal­ten, um an Ende eine deut­lich höhe­re Ene­re­gie­aus­beu­te als in Leicht­was­ser­re­ak­to­ren und Abfall-Iso­to­to­pe mit gerin­ge­rer Halb­wert­zeit zu bekommen.

Auch fra­ge ich mich, ob die Unter­stel­lung Kot­ting-Uhls, Deutsch­land (oder schlim­mer noch die AfD) wür­de bei Ver­wen­dung der Flüs­sigs­alz-Tech­no­lo­gie in den Ver­dacht gera­ten, sich Atom­waf­fen ver­schaf­fen zu wol­len, nicht einen Zacken zu heiß ist. Selt­sa­mer­wei­se haben die Grü­nen näm­lich so gar kei­ne Pro­ble­me damit, wenn der Iran Uran-Anrei­che­rungs­an­la­gen baut, mit deren End­pro­duk­ten man kon­ven­tio­nel­le Kern­kraft­wer­ke nicht mal betrei­ben könn­te, jaz­zen aber tech­no­lo­gi­sche Neu­gier in Deutsch­land zur Atom­bom­ben­ge­fahr hoch. Die Grü­nen ver­trau­en im Iran den Zusi­che­run­gen der IAEA, unter­stel­len aber, in Deutsch­land kön­ne man davon nicht ausgehen.

Der nächs­te Zir­kel­schluss von Kot­ting-Uhl sind all die tech­no­lo­gi­schen Beden­ken, die momen­tan natür­lich noch nicht aus­ge­räumt sein kön­nen, weil sich die Tech­no­lo­gie noch im frü­hen Test­sta­di­um befin­det. Es gäbe die kor­ro­si­ons­be­stän­di­gen Mate­ria­li­en noch nicht, so Kot­ting-Uhl, die Pum­pen, die Stoff­kreis­läu­fe und außer­dem kön­nen man die zur End­la­ge­rung ver­pack­ten Brenn­ele­men­te aus Leicht­was­ser­re­ak­to­ren nicht so ein­fach als Brenn­stoff ver­wen­den, weil sie ver­glast sei­en. Stimmt alles. Aber war­um ver­hin­dert man dann die For­schung an die­sen Pro­ble­men? Der Vor­wurf, es gäbe kei­ne Ant­wort auf dies und das ist ein­fach unlau­ter, wenn man die Fra­gen verhindert.

Energieversorgung der Zukunft

Die Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft sei „fle­xi­bel und span­nend“, so Kot­ting-Uhl und die AfD sol­le nicht län­ger auf „der Grund­last­fä­hig­keit“ des Strom­net­zes „her­um­rei­ten“. Das klingt nach Span­nung, Spiel und Scho­ko­la­de und zeigt lei­der wie­der mal deut­lich, mit wel­cher Infan­ti­li­tät die Grü­nen an den Hebeln der Phy­sik zie­hen. Mot­to: man muss es nur wol­len, dann braucht man auch kei­ne Grund­last mehr. Son­ne und Wind erle­di­gen den Rest – oder Putin, von des­sen Gas­lie­fe­run­gen wir uns in einer Wei­se abhän­gig machen wer­den, wie sich das Kot­ting-Uhl wohl nicht mal vor­stel­len kann. Und sie hat lei­der nicht mal eine Vor­stel­lung, wie die Ener­gie­ver­sor­gung heu­te funktioniert:

Die Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft sei näm­lich „nicht mehr Nach­fra­ge- son­dern Ange­bots­ori­en­tiert“, sagt Kot­ting-Uhl im Bun­des­tag. Doch im hier und jetzt besteht zwi­schen Ener­gie­an­ge­bot (Erzeu­gung) und Ener­gie­nach­fra­ge (Ver­brau­cher) ein abso­lu­tes Gleich­ge­wicht. Die Auf­ga­be des Mark­tes besteht dar­in, Preis und Zuver­läs­sig­keit zu ver­bes­sern. Oder bes­ser: die Auf­ga­be bestand dar­in. Dank staat­lich ver­füg­ter Ein­grif­fe und Sub­ven­tio­nen spielt der Preis kei­ne Rol­le mehr und die Zuver­läs­sig­keit müs­sen wir uns längst bei unse­ren Nach­barn in Frank­reich, Nor­we­gen oder Polen teu­er zukau­fen. Das Grund­last­pro­blem besteht übri­gens – zum Rei­ten gesat­telt oder nicht – immer noch.

Doch das ver­rä­te­ri­sche Wört­chen „Ange­bots­ori­en­tiert“, wel­ches nie­man­dem auf­ge­fal­len zu sein scheint, beschreibt lei­der sehr genau, wie sich die Grü­nen die Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft vor­stel­len. Ver­brau­cher, du wirst neh­men müs­sen, was dir Wet­ter, Knapp­heit und Par­tei zuwei­sen. Kein Gleich­ge­wicht aus Ange­bot und Nach­fra­ge mehr, son­dern ein von Wet­ter, Jah­res- und Tages­zei­ten abhän­gi­ges Ange­bot mit sich kan­ni­ba­li­sie­ren­den Ver­brau­chern, die nach Oppor­tu­ni­tät sor­tiert an den Steck­do­sen Schlan­ge ste­hen. Mit so einer Ener­gie­ver­sor­gung kann man ein Gefan­ge­nen­la­ger, aber kein Indus­trie­land betreiben.

Im Video der Podi­ums­dis­kus­si­on sagt Kot­ting-Uhl eini­ge sehr inter­es­san­te Sät­ze. Etwa die­sen hier: „Atom­re­ak­to­ren jeder Genera­ti­on […] ent­hal­ten immer das Ver­spre­chen des gol­de­nen Zeit­al­ters der Ener­gie­ver­sor­gung.“ Doch wird uns von grü­nen Ener­gie­wen­dern nicht gera­de eben­falls ein sol­ches ver­spro­chen? Ret­ten wir nicht sogar den gan­zen Pla­ne­ten, wenn wir nur auf­hö­ren, uns an Koh­le, Öl, Gas und Atom zu klam­mern? Ist es nicht das Para­dies­ver­spre­chen, das gol­de­ne Zeit­al­ter unschul­di­ger erneu­er­ba­rer Ener­gie, dass uns Son­ne und Wind geben sol­len? Sogar eine pseu­do­re­li­giö­se Wand­lung ver­spre­chen uns Hohe­pries­ter der Ener­gie­wen­de wie Clau­dia Kem­fert, bei der Pro­ble­me dadurch zu lösen sei­en, indem man sie ver­dop­pelt -> Sek­tor­kopp­lung. Dar­an muss man wirk­lich glau­ben, Phy­sik hilft da nicht weiter.

„Dinge haben immer zwei Seiten“

Kot­ting-Uhl wei­ter im Video: „Ich bin kei­ne Phy­si­ke­rin, ich bin Politikerin…aber soviel weiß ich schon: dass Din­ge immer zwei Sei­ten haben.“ Doch dies gilt eben auch für die „Erneu­er­ba­ren“. Mir ist jedoch bis heu­te kei­ne rea­lis­ti­sche Risi­ko­be­wer­tung der Grü­nen für Solar- und Wind­ener­gie bekannt, obgleich es – ähn­lich wie beim Flüs­sigs­alz­re­ak­tor – jede Men­ge unbe­ant­wor­te­te Fra­gen zu Zuver­läs­sig­keit, Mate­ria­li­en, Ver­fah­ren, Recy­cling usw. gibt.

Der Deut­sche Bun­des­tag hat am 14.4.2021 beschlos­sen, der Wis­sen­schaft nicht zu fol­gen, son­dern sie zu ver­hin­dern. Der Vor­schlag, der For­schungs­ge­mein­schaft GIF (Genera­ti­on IV Inter­na­tio­nal Forum) bei­zu­tre­ten, wur­de abge­lehnt. Man muss inne­hal­ten und sich die Kon­se­quen­zen ver­ge­gen­wär­ti­gen: es ging hier ja nicht dar­um, einen Flüs­sigs­alz­re­ak­tor auf die Wie­se vor dem Reichs­tag zu stel­len und zu sehen, was pas­siert, son­dern um Grund­la­gen­for­schung zu einer Tech­no­lo­gie, die viel­ver­spre­chend ist und noch ganz am Anfang steht.

Doch die­se For­schung fin­det natür­lich wei­ter statt, nur eben anders­wo. Modell­re­ak­to­ren sind in Russ­land und Chi­na im Betrieb, auch die USA for­schen an die­sem The­ma. Deutsch­lands Wei­ge­rung, hier auch nur mit­zu­wir­ken, kommt etwa dem Ver­bot von Sul­tan Bay­e­zid II. aus dem Jahr 1483 gleich, der den Buch­druck auf ara­bisch im Osma­ni­schen Reich ver­bot. Die Abschot­tung dau­er­te bis 1727 an, die fast 250 Jah­re Rück­stand in Sachen Bil­dung und Wis­sen­schaft konn­te die isla­mi­sche Welt bekannt­lich nie aufholen.

In Deutsch­land gehen pau­scha­le Tech­no­lo­gie­feind­lich­keit gegen­über der Kern­ener­gie und pau­scha­le Tech­no­lo­gie­ver­göt­te­rung der „Erneu­er­ba­ren“ Hand in Hand. Kot­ting-Uhl sag­te anläss­lich der Podi­ums­dis­kus­si­on, dass jedes Ding zwei Sei­ten habe. Doch wie die meis­ten Grü­nen – und eine gro­ße Mehr­heit im Bun­des­tag – blen­det sie je nach Bedarf eine Sei­te kom­plett aus. Das Flug­zeug, soviel ist sicher, wäre nach dem Tod des Schnei­ders von Ulm unter grü­ner Ägi­de mit der Begrün­dung nie ent­wi­ckelt wor­den, dass die Tech­no­lo­gie fürs Flie­gen nicht vor­han­den sei.

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15 Kommentare

  1. Dan­ke. Gemäß dem sog. Den­ken von Frau KU (Künst­li­che Unin­tel­li­genz) wäre nicht nur das Flug­zeug nie ent­wi­ckelt wor­den, son­dern wir befän­den uns noch in der Vor-Stein­zeit. Ein Faust­keil birgt schließ­lich das gro­ßes Risi­ko, für Böses ein­ge­setzt zu wer­den und zu pro­li­fe­rie­ren. In der ech­ten öka­si­no­sen Ange­bots­wirt­schaft nimmt man nur, was sich anbie­tet und auch ohne Faust­keil erreich­bar ist. Es ist schlech­ter­dings unna­tür­lich, ande­res als sei­ne Hän­de, Füße und Zäh­ne zu benut­zen. Und ein Sakri­leg dazu. Ökkah möch­te das nicht.

    • Das wird die aber sehr ent­täu­schen und ganz schreck­lich über­for­dern ohne­hin, und es wird Frau Kot­ting-Uhl und Frau Baer­b­rock-Har­b­rock usf. ganz schreck­lich trau­rig machen. Kön­nen Sie das verantworten?

  2. Nach dem brau­nen und dem roten kommt der grü­ne Sozia­lis­mus – ange­rei­chert um Ele­men­te der Seu­chen­dik­ta­tur und der ein­zig wah­ren Religion:
    https://ogy.de/ri8z
    +
    https://ogy.de/bbts
    Mit beson­de­rem Dank an die „Leit­me­di­en“, die sich immer mehr als Pres­se­stel­le und Laut­spre­cher der Grü­nen betä­ti­gen. Vor­bild­li­che Arbeit, Genoss*Innen!

    • Jaha, mit den Grü­nen von einer schreck­lich dring­li­chen Ener­gie­um­bau-Kri­se zur nächs­ten glo­ba­len Kli­madau­er­kri­se wegen erst Eises über­all und dann wegen Hit­ze eigent­lich; und wei­ter mit den Grü­nen immer wei­ter gegen Rech­te, Rechts­ge­rich­te­te und Rechts­ab­weich­ler je län­ger je lie­ber aller­or­ten selbst­ver­frei­lich dau­er­haft Tag und Nacht, die um so gemei­ner rechts wer­den, je län­ger der Adolf tot ist!, aber lebt er nicht mil­lio­nen­fach zwi­schen Brau­nau und Chem­nitz?; und mit den Grü­nen noch viel wei­ter mit­ten in die Staats­seu­che des Viren­welt­un­ter­gangs gegen Staats­kri­ti­ker und gegen Mer­kel­mies­ma­cher und gegen Aus­gangs­sper­ren­un­ter­wan­de­rer und gegen fana­ti­sche Mas­ken­ver­wei­ge­rer und über­haupt gegen Rech­te, die auch noch unve­ga­ne Tie­re und so was essen und glau­ben, der Strom wer­de nicht im Netz gespei­chert und man dür­fe auf Eigen­tum bestehen; und noch viel wei­te­re­re­rer mit den Grü­nen gegen die­ses viel zu jüdi­sche Isra­el, das seit Adolf dau­ernd wie­der rück­fäl­lig wird. Ach!, ohne die Grü­nen käme man in und mit und Trotz all Die­sem doch wirk­lich nir­gend­wo hin. Wah­re­re Daseins­meh­rung, lei­den­schaft­li­che­res Sich-in-die-Brust-Wer­fen und fan­tas­ti­sche­re Wahr­haf­tig­keit als bei und mit den Grü­nen gab es aller­sel­tenst oder, nein, im Grun­de ja noch gar nie.

      Also bit­te kei­ne Skep­sis oder Unglau­ben oder gar Insub­or­di­na­ti­on wegen der Grü­nen hier. Da bin ich voll gegen. Weil so was voll zynisch und men­schen­ver­ach­tend ist.

      • Wa wa wa waa­waah waa­waah Welt­un­ter­gang, wa wa wa waa­waah waa­waah Weltuntergang!
        Wa wa wa waa­waah waa­waah Welt­un­ter­gang – die Apo­ka­lyp­se braucht nim­mer lang!

        Das Kon­to ist leer, der Kühl­schrank ist aus.
        Ich hat­te schon lan­ge kein rich­ti­ges Schnit­zel im Bauch.
        Der letz­te Strom ist weg, und nach hal­te ich nicht:
        Kli­ma­sün­der nicht nur fürs Jüngs­te Gericht.
        Ges­tern maß­re­gelt uns noch uns­re Mutti:
        Nicht woke genug und nicht Marxi-kulti!
        Mit einem Wort: sie schlei­fen uns entlang
        Denn vor der Tür steht: der Weltuntergang!
        Waah, waah, Welt­un­ter­gang; waah waah Weltuntergang
        Waah, waah, Welt­un­ter­gang – Ihr Stein­zeit­ler zögert uns viel zu lang!
        Waah, waah, Welt­un­ter­gang; waah waah Weltuntergang
        Waah, waah, Welt­un­ter­gang – Ihr Stein­zeit­ler zögert da viel zu lang!

        Auf mei­nem Mund ein Strumpf von Palmers
        steh ich vor der Bank und sage: nein, der Schnö­öf wars!
        Mit der Faust in der Tasche statt auf der Straße -
        Ich kann nicht demons­trie­ren, dar­um bin ich am … onlinepetitionenschreiben -
        Ich schrei: Rech­te­klau, das ist ein Mordsskandal!
        Und bringt Ihrs nicht wie­der, dann gibt es Krawall!
        Eine Oma dreht sich um und sagt: Jun­ger Mann,
        stelln Sie sich gefäl­ligst hin­ten an!
        Waah, waah, Welt­un­ter­gang; waah waah Weltuntergang.
        Waah, waah, Welt­un­ter­gang – die Apo­ka­lyp­se braucht nie sehr lang.

        Sound­track zum Post: EAV, Ba-Ba-Banküberfall

  3. War­um einen gan­zen Arti­kel über die­se grü­ne Igno­ran­tin? Was sie in dem Video sagt ist schlicht­weg falsch, ein­fach alles falsch. Dar­auf kann man bei Grü­nen wet­ten: von allem, was sie sagen, muss man das Gegen­teil neh­men und man liegt rich­tig. Bei der völ­lig irra­tio­na­len Ableh­nung der Kern­ener­gie stos­sen wir auf die Kern­in­kom­pe­tenz die­se Par­tei. Das ist ihr Ur-Dog­ma, nicht zu hin­ter­fra­gen. Damit steht und fällt sie. Hier auch nur den Hauch von Fach­wis­sen zu erwar­ten, ist völ­lig hoff­nungs­los. Kern­ener­gie ist schlicht­weg zu intel­li­gent für Grü­ne, sie ist sicher, nach­hal­tig, umwelt­freund­lich, prak­tisch CO2 frei, ska­lier­bar, zukunfts­fä­hig und bezahl­bar. Ein­fach nur gut und in D die am meis­ten ver­leum­de­te Tech­nik über­haupt. Wind und PV dage­gen sind unzu­ver­läs­sig, Land­schaft zer­stö­rend, umwelt­schäd­lich, poten­ti­ell unbe­zahl­bar, Gesund­heit schä­di­gend und hin­ter­las­sen Müll­ber­ge, die um Grös­sen­ord­nun­gen die der Kern­ener­gie über­tref­fen. Vor allem aber geht es damit ein­fach nicht. Man kann in kei­nem Land der Welt eine zuver­läs­si­ge Strom­ver­sor­gung mit PV und Wind errei­chen. Tech­nisch unmög­lich, Punkt.

    • Genau des­halb muss man die­sen Igno­ran­ten noch viel mehr Arti­kel wid­men. Denn die Igno­ran­ten haben in die­sem Land auch des­halb die Deu­tungs­ho­heit erlangt, weil die, die es bes­ser wis­sen, so lan­ge den Mund gehal­ten haben.

      • Bit­te um Ent­schul­di­gung, es han­delt sich natür­lich um eine rhe­to­ri­sche Fra­ge. Ich lie­be alle Arti­kel, die im deut­schen Sprach­raum posi­tiv für die Kern­ener­gie ein­ste­hen. Und ich schrei­be ja selbst aus­führ­lich in man­chen Kom­men­ta­ren in genau die­se Rich­tung. Machen Sie bit­te weiter!

      • Ja, genau dar­um geht es. Die Plauderer*innen haben zu lang ohne Wider­re­de Unsinn verbreitet.

    • Grü­ne Hand­rei­chung für ihre Kas­per lesen. Alles was ma nicht begrün­den und beant­wor­ten kann. Tot­schwei­gen oder zer­re­den und zer­stö­ren. Mao­is­ti­sches Dreck­volk nichts ande­res ist die­se Gesell­schaft fau­ler Hirnkranker.

      • Aber sei­en Sie doch nicht so abgrün­dig pes­si­mis­tisch. Wir haben jeden Men­ge Mas­ken und baden förm­lich und unför­mig in Bestim­mun­gen, haben sogar manch­mal Strom, manch­mal gibt es Bröt­chen, und Wohl­ge­fal­len haben wir auch nicht auf die Aller­knapps­te. Was will man mehr.

  4. Das Umwelt­schutz Argu­ment ist so ver­lo­gen wie das Anti­atom- oder Kli­mare­le­vanz von CO2-Arument.
    Wer der Umwelt­na­tur mehr Chan­cen ein­räu­men möch­te, soll­te die Ener­gie­er­zeu­gung und damit die Pro­duk­ti­on der Ver­sor­gungs­gü­ter kon­zen­trie­ren. Die Grü­nen Umwelt­schüt­zer tun das Gegen­teil. Sie denen die Ener­gie­er­zeu­gung mit Wind Son­ne und Bio-Ener­gie ins Kaum noch Ermess­li­che aus und
    rau­ben damit der Natur ihren Ent­fal­tungs­raum, abge­se­hen davon, dass sie die Ver­sor­gung der Men­schen gefähr­den. Kern­fu­si­on – aber nicht Jet son­dern Fokus Fusi­on zur Ver­schmel­zung von einem Was­ser­stoff Pro­ton mit einem Bor Atom wäre die Lösung, denn dabei fällt kei­ne har­te Neu­tro­nen­strah­lung und dazu als Abfall nur 3 Heli­um Ker­ne an. Außer­dem wird dabei nicht Was­ser gekocht son­dern das ent­ste­hen­de Plas­ma direkt in Ener­gie Umge­wan­delt. Es gibt ande­re ähn­li­che Kon­zep­te über die in der Öffent­lich­keit geschwie­gen wird, dabei ist die Ent­wick­lung von Paul Höss in Mün­chen oder Eric Ler­ner in de USA erstaun­lich weit fortgeschritten.
    Wann will man end­lich begrei­fen, das „Gün“ das Inter­es­se der Refeu­da­li­sie­rung des Finanz­adels ver­tritt. (Statt Inves­ti­tio­nen in Tech­no­lo­gie Spe­ku­la­ti­on an den Finanzmärkten).

    • Eine Fra­ge hät­te ich noch – viel­leicht den­ke ich da aber auch zu sehr an Solar­ener­gie und bin kein Physiker?
      Drei Heli­um­ker­ne (vul­go: Alpha­teil­chen; „nur“ sagt also lan­ge nicht alles) tun sich, fusio­nie­rend gese­hen (wenn der Solar­ener­gie irgend­wann der Saft aus­geht), zu einem Koh­len­stoff zusam­men (da ist Musik drin!) wenn man als Stern denn die Resour­cen dazu hat, vor allem den nöti­gen Druck macht, und einem das Beryl­li­um nicht vor­her wie­der aus­ein­an­der­fliegt – im obi­gen Bei­spiel müss­te ein kurz exis­tie­ren­der Koh­len­stoff umge­kehrt zu drei Alpha­teil­chen aus­ein­an­der­flie­gen: wie­su tut er su? Wenn es nur dar­an läge dass da über­all der Punk respek­ti­ve die Fusi­on abgeht; dann ist es ja nicht so als ob das in einem heli­um­bren­nen­den Stern nicht so wäre.
      In der Phy­sik (wie gesagt bin ich kein Phy­si­ker) geht zwar a Bissl was immer und alles irgend­wie in bei­de Rich­tun­gen – die Fra­ge bleibt aber: wenn ein ange­reg­ter Koh­len­stoff­kern sich von allein in Wohl­ge­fal­len respek­ti­ve Alpha­strah­lung auf­lö­sen wür­de; wie kriegt ein Stern dann beim umge­kehr­ten Pro­zess (falls sich die drei denn mal tref­fen) auch noch Ener­gie raus? Und das offen­sicht­lich auch noch nicht zu knapp und von ganz allein? 

      Haben Sie viel­leicht einen Link zu einer Eklä­rung? Aber bit­te: falls mög­lich auch für Nicht-Phy­si­ker verständlich…

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