Am 18.7.2018 mel­de­te die Bun­des­re­gie­rung, eine Kom­mis­si­on „Gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se“ gebil­det zu haben. Dort will man Vor­schlä­ge erar­bei­ten, wie „…in Zukunft Res­sour­cen und Mög­lich­kei­ten für alle in Deutsch­land leben­den Men­schen gerecht ver­teilt“ wer­den kön­nen. Was auf den ers­ten Blick nach einem Werk der Barm­her­zig­keit klingt – es kommt das Zau­ber­wort „gerecht“ dar­in vor – ent­puppt sich in der Kon­se­quenz vor allem als neue Umver­tei­lungs­ma­schi­ne und eine wei­te­re Mög­lich­keit, sich in das Leben jedes ein­zel­nen Bür­gers ein­zu­mi­schen. Anglei­chen, umver­tei­len, regu­lie­ren, steu­ern. Und besteu­ern. Denn dar­auf läuft es letzt­lich hin­aus. Und so wird es kom­men, dass jemand, der aus einer struk­tur­schwa­chen Regi­on in eine pro­spe­rie­ren­de zieht, dort zur Kas­se gebe­ten wird, um den Miss­stän­den abzu­hel­fen, die ihn weg­trie­ben. Das will man offen­bar so lan­ge wei­ter­trei­ben, bis jede Bewe­gung erstirbt und es über­all gleich ist. Das kann noch etwas dau­ern und bis auch noch das letz­te Kind gut gekämmt zur Schu­le geht, kön­nen noch vie­le Haar­bürs­ten umver­teilt wer­den. Bemer­kens­wert ist übri­gens auch die For­mu­lie­rung „alle in Deutsch­land leben­den Men­schen“, wo es doch um ein Ost-West-Gefäl­le und um Bür­ger geht. Die­sen Vor­gang behal­ten wir im Sinn und wid­men uns einem ande­ren Poli­tik­feld, in dem man den­sel­ben kol­lek­ti­vis­ti­schen Geist und die Idee einer belie­big form­ba­ren Gesell­schaft wie­der­fin­det. Denn vom 10.–11. Dezem­ber 2018 wird eine UN-Kon­fe­renz in Mar­ra­kesch zwei soge­nann­te „Glo­bal Com­pacts“ beschlie­ßen, einen für Flucht und Ver­trei­bung, den ande­ren für Migration.

Wenigs­tens ist man noch so anstän­dig, die­se getrennt zu betrach­ten. Zum „Glo­bal Com­pact on Refu­gees“ an die­ser Stel­le nur so viel: Das Papier befasst sich nur mit der Arbeit des UNHCR, die aus­drück­lich dar­in besteht, Flücht­lin­ge, wenn deren Rück­kehr nicht mög­lich ist, bei deren Neu­an­sied­lung zu unter­stüt­zen. Das UNRWA bleibt aus­ge­klam­mert und darf sich wei­ter­hin damit befas­sen, den Flücht­lings­sta­tus der paläs­ti­nen­si­schen Ara­ber mit der Gieß­kan­ne über deren Nach­kom­men zu ver­tei­len. Ein kom­plett irrer und welt­weit ein­ma­li­ger Zustand.

Gekommen um zu bleiben – Global Compact for Migration (GCM)

Zu die­sem zwei­ten, weit­aus wich­ti­ge­ren Papier ist viel geschrie­ben wor­den in den letz­ten Mona­ten. Lei­der auch viel Unsinn. Weder sind Quo­ten fest­ge­legt, noch ist das Abkom­men recht­lich ver­bind­lich. Man muss sich aber den­noch die Fra­ge stel­len, wozu der gan­ze Auf­wand, die vie­len Tagun­gen, die Ver­ab­schie­dung des Papiers im Juni und dann noch ein hoch­ka­rä­ti­ges Tref­fen im Dezem­ber, wenn es doch nur um unver­bind­li­che Absichts­er­klä­run­gen geht, die sich wir­kungs­los an den jewei­li­gen Rechts­sys­te­men der betei­lig­ten Län­der bre­chen wer­den. Was ist der Zweck der Ver­ein­ba­rung? Da ist zunächst der offi­zi­el­le: Schutz der Migran­ten in allen Aspek­ten. Schutz vor Aus­beu­tung, gesund­heit­li­che Betreu­ung, Siche­rung der Migrationswege.

Das klingt toll, ist aber bereits hin­rei­chend dekla­riert in der all­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te und die loka­len Geset­ze haben – wie ja immer wie­der betont wird – ohne­hin Vor­rang! Dar­aus ergibt sich der ers­te Schwach­punkt des GCM: er möch­te bei­spiels­wei­se vor Gewalt und Ver­skla­vung schüt­zen, obgleich in nicht weni­gen der Län­der, die ihn unter­zeich­nen wer­den, die Scha­ria gilt. Die­se Wider­sprü­che zwi­schen Anspruch und Wirk­lich­keit in vie­len Unter­zeich­ner­staa­ten zie­hen sich wie ein roter Faden durch das gan­ze Papier. Man muss sich immer wie­der vor Augen hal­ten, wer genau da mit wem am Tisch sitzt und sol­che Papie­re aus­ar­bei­tet. Das sind ja nicht nur die Ver­tre­ter Nor­we­gens und der Schweiz, die Rezep­te für Käse­fon­due aus­tau­schen. Die gro­ße Mehr­heit der Mit­glie­der der UN sind Des­po­ten, Put­schis­ten und Wahl­be­trü­ger – ganz zu schwei­gen von den meis­ten Ver­tre­tern afri­ka­ni­scher Staa­ten. Die Fra­ge muss des­halb immer lau­ten: Cui bono – wem nützt es. Und da mit Aus­nah­me der USA, Ungarns und Däne­marks offen­bar alle gewillt sind, den GCM zu unter­schrei­ben, schei­nen sich alle etwas davon zu versprechen.

Eishauch und Migrations-Dividende

Als ich tie­fer in die ver­füg­ba­ren Tex­te ein­ge­taucht war, hat sich mir ein Ein­druck ganz beson­ders fest ein­ge­prägt. Es ist die unge­heu­re Käl­te, die der gesam­te Text aus­strahlt. Da ist von Nach­hal­tig­keit die Rede und von Trip­le-Win-Situa­tio­nen, von Migra­ti­ons­zy­klus und Migra­ti­ons-Divi­den­de. Es läuft einem eis­kalt den Rücken her­un­ter, wenn die UN-Büro­kra­ten einem nach und nach ein Bild vor Augen füh­ren, das eine per­fek­te, kal­te Welt der drei Strö­me dar­stellt. Nach den frei­en Strö­men von Waren und Dienst­leis­tun­gen soll nun ein koor­di­nier­ter, uti­li­ta­ri­sier­ter Strom von Arbeits­kräf­ten die Kon­ti­nen­te durch­zie­hen. Zitat (kur­si­ve Her­vor­he­bun­gen durch den Autor)*:

„Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung: Der Glo­bal Com­pact ist in der Agen­da 2030 für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ver­an­kert und baut auf der Erkennt­nis auf, dass Migra­ti­on eine mul­ti­di­men­sio­na­le Rea­li­tät von gro­ßer Rele­vanz für die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung von Herkunfts‑, Tran­sit- und Ziel­län­dern ist […]. Migra­ti­on trägt zur posi­ti­ven Ent­wick­lung und zur Ver­wirk­li­chung der Zie­le der Agen­da 2030 für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung bei, ins­be­son­de­re wenn sie ord­nungs­ge­mäß ver­wal­tet wird. Der Glo­bal Com­pact zielt dar­auf ab, das Poten­zi­al von Migra­ti­on für die Errei­chung aller Zie­le nach­hal­ti­ger Ent­wick­lung sowie die Aus­wir­kun­gen auf die Migra­ti­on in der Zukunft zu nutzen.“

Nach­dem in der Prä­am­bel zwei Behaup­tun­gen wie Pflö­cke ein­ge­schla­gen wur­den, näm­lich ers­tens „Migra­ti­on hat es immer gege­ben“ und zwei­tens „Migra­ti­on ist gut“, orga­ni­siert man nun deren ordent­li­che Ver­wal­tung und sorgt dafür, dass alle was davon haben. Für mich klingt das wie „Her­stel­lung“, „Trans­port“ und „End­ver­brau­cher“ und alle in die­ser per­ver­sen Ver­wer­tungs­ket­te sol­len an einem neu­en gro­ßen Heer bil­li­ger Wan­der­ar­bei­ter ver­die­nen. In den „Zie­len“ wird der GCM dazu noch sehr deutlich.

„Mit der Umset­zung des Glo­bal Com­pact gewähr­leis­ten wir die effek­ti­ve Aner­ken­nung, den Schutz und die Ein­hal­tung der Men­schen­rech­te aller Migran­ten, unab­hän­gig von ihrem Migra­ti­ons­sta­tus und über alle Pha­sen des Migra­ti­ons­zy­klus hin­weg. Wir bekräf­ti­gen auch die Ver­pflich­tung, alle For­men von Dis­kri­mi­nie­rung, ein­schließ­lich Ras­sis­mus, Frem­den­feind­lich­keit und Into­le­ranz gegen­über Migran­ten und ihren Fami­li­en, zu beseitigen.“

Nichts als Lip­pen­be­kennt­nis­se, denn wie schon fest­ge­stellt bricht natio­na­les Recht – und sei es das der Scha­ria – die­se unver­bind­li­che Erklä­rung. Inter­es­sant ist hier der Begriff „Migra­ti­ons­zy­klus“, was ein wei­te­rer Hin­weis dar­auf ist, dass hier ein per­ma­nen­tes Sys­tem geschaf­fen wer­den soll.

„Gesamt­staat­li­cher Ansatz: Nach Ansicht des Glo­bal Com­pact ist Migra­ti­on ein mul­ti­di­men­sio­na­le Rea­li­tät, die nicht von einem ein­zel­nen Poli­tik­be­reich allein bewäl­tigt wer­den kann. Um wirk­sa­me Migra­ti­ons­po­li­ti­ken und ‑prak­ti­ken zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen, ist ein gesamt­staat­li­cher Ansatz erfor­der­lich, um eine hori­zon­ta­le und ver­ti­ka­le Poli­tik­ko­hä­renz zwi­schen allen Sek­to­ren und Regie­rungs­ebe­nen zu gewährleisten.“

„Ganz­heit­li­cher Ansatz: Der Glo­bal Com­pact för­dert die Part­ner­schaft brei­ter Inter­es­sen­grup­pen zur Bewäl­ti­gung der Migra­ti­on in all ihren Dimen­sio­nen durch Ein­be­zie­hung von Migran­ten, Dia­spo­ra, loka­len Gemein­schaf­ten, der Zivil­ge­sell­schaft, der Wis­sen­schaft, des Pri­vat­sek­tors, Par­la­men­ta­ri­ern, Gewerk­schaf­ten, natio­na­len Men­schen­rechts­in­sti­tu­tio­nen, Medi­en und ande­ren rele­van­ten Akteu­ren der Migrationssteuerung.“

Gesamt­staat­lich und ganz­heit­lich – was dies bedeu­tet, konn­ten wir bereits 2016 in einem Impuls­pa­pier von Staats­mi­nis­te­rin Özo­guz sehen. Alle Insti­tu­tio­nen, Minis­te­ri­en, Fir­men, Ver­ei­ne, Medi­en, ja, selbst jeder Bür­ger soll auf die akti­ve Unter­stüt­zung von Migra­ti­on ver­pflich­tet wer­den. Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on als „gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be“ wie Steu­ern zah­len (das sowie­so, irgend­wer muss die Sache ja finan­zie­ren) oder Ein- und Aus­at­men. Dies­mal eben nicht als SPD-Plan, son­dern als pla­ne­ta­re Initia­ti­ve und Bestand­teil der täg­li­chen Daseins­für­sor­ge für alle und jeden. Ein feuch­ter Traum aus dem Reich der Fünf­jah­res­plä­ne und der „gesamt­ge­sell­schaft­li­chen“ Hau-Ruck-Auf­ga­ben aus dem Wir-schaffen-das-Arsenal.

Die wahren Ziele

Ich möch­te mei­ne Leser nicht mit wei­te­ren detail­lier­ten Über­set­zun­gen lang­wei­len, ver­wei­se dazu inhalt­lich auf einen Arti­kel von Nor­bert Häring und kon­zen­trie­re mich lie­ber auf die wirk­li­chen Zie­le des GCM, wel­che in fol­gen­dem Satz beson­ders klar hervortreten:

„För­de­rung eines schnel­le­ren, siche­re­ren und bil­li­ge­ren Trans­fers von Über­wei­sun­gen und schnel­le­re finan­zi­el­le Inklu­si­on von Migranten.“

Das ist näm­lich der Kno­chen, den man den Län­dern hin­ge­hal­ten hat, aus denen die Migran­ten sich auf den Weg machen! Schnel­le finan­zi­el­le Inklu­si­on bedeu­tet ver­kürzt, schnell im Ziel­land ein Kon­to zu haben, um „bil­li­ge Trans­fers“ von Geld in die Her­kunfts­län­der zu ermög­li­chen. Die „Trip­le-Win-Situa­ti­on“ sieht dann insti­tu­tio­na­li­siert in etwa so aus. Die Her­kunfts­län­der schi­cken Men­schen, die Tran­sit­län­der kas­sie­ren Gebüh­ren, die Ziel­län­der sor­gen für anhei­meln­de Atmo­sphä­re und pas­sen­de Arbeits­plät­ze, die Migran­ten schi­cken Geld nach Hau­se – fer­tig ist der Migra­ti­ons­zy­klus. Nur, wie die Ziel­län­der bei der­ar­ti­gem Kapi­tal­ab­fluss ihre Sozi­al­sys­te­me auf­recht­erhal­ten sol­len, zu denen die Migran­ten laut GCM gleich­zei­tig mög­lichst unge­hin­der­ten Zugang erhal­ten müs­sen, wo doch zur Stüt­zung die­ser Sys­te­me unse­re Poli­ti­ker das gan­ze per­ver­se Migra­ti­ons­mo­no­po­ly über­haupt erst ver­an­stal­ten und befür­wor­ten, erwähnt der GCM mit kei­nem Wort. Dem Tschad oder dem Sudan zum Bei­spiel wür­de die Öff­nung ihrer Sozi­al­sys­te­me indes nicht schwer fal­len – die haben ja keine!

Dafür ver­spricht man groß­mäu­lig, „Brain Drain“ zu ver­mei­den und den „Brain Gain“ in den Her­kunfts­län­dern zu ver­bes­sern und nennt das dann zynisch „demo­gra­fi­sche Divi­den­de“. Das Was­ser soll also gleich­zei­tig berg­auf und berg­ab flie­ßen. Den „Brain Gain“, also die Ver­bes­se­rung der Bil­dung in den Her­kunfts­län­dern, hofft man offen­sicht­lich mit den­sel­ben Mit­teln zu errei­chen, mit denen man schon seit fünf­zig Jah­ren Ent­wick­lungs­hil­fe in den Sand setzt. Die Men­schen flie­ßen von Süd nach Nord, Geld von Nord nach Süd. Bis…ja bis wann eigent­lich? Bis was erreicht ist? Was ist das Ziel? Die fina­le und end­gül­ti­ge Anglei­chung der Lebens­ver­hält­nis­se, wie die Kom­mis­si­on der Bun­des­re­gie­rung sie für Ost und West errei­chen will? Den Kol­laps der Sozi­al­sys­te­me des Nor­dens, die Kan­ni­ba­li­sie­rung des Nied­rig­lohn­sek­tors? Muss man beim Ein­schal­ten einer sol­chen Maschi­ne nicht jedes Ergeb­nis und jedes Sze­na­rio durchdenken?

Die absolute Harmonie

In den „Stern­ta­ge­bü­chern“ (1961!) des hell­sich­ti­gen Sta­nisław Lem gibt es einen Pla­ne­ten, des­sen Men­schen vol­ler Neid und Miss­gunst waren. Über nichts wur­den sie sich einig, immer­zu strit­ten sie und führ­ten Krie­ge. Schließ­lich bau­ten sie eine gigan­ti­sche intel­li­gen­te Maschi­ne, die sie mit der Her­stel­lung abso­lu­ter Har­mo­nie beauf­trag­ten. In Grup­pen ließ die Maschi­ne die Bewoh­ner des Pla­ne­ten ein­tre­ten, um ihnen die Har­mo­nie zu bringen…und hin­ter dem Gebäu­de lagen sie dann, gepresst zu glän­zen­den, per­fekt run­den Schei­ben in per­fekt har­mo­ni­schen Mus­tern auf der Wie­se – die denk­bar per­fek­tes­te Har­mo­nie ist lei­der auch die denk­bar inhumanste.

Nicht anders ver­hält es sich mit den „Trip­le-Win-Lösung“ der UN, die weit ent­fernt von der Lebens­rea­li­tät der Men­schen aus­ge­heckt wur­de. Ein­mal mehr zeigt sich, dass der Ort, an dem über das Schick­sal eines Men­schen ent­schie­den wird, zwin­gend auch der Ort sein soll­te, an dem die Ver­ant­wor­tung für die­se Ent­schei­dung liegt. Man kann aber nicht ein­fach nach New York flie­gen, ins UN-Gebäu­de gehen und dem ver­ant­wort­li­chen Beam­ten das GCM-Papier um die Ohren schla­gen, nur weil eines nicht mehr fer­nen Tages der eige­ne Tau­ben­züch­ter­ver­ein für die Nicht­ein­hal­tung eines UN-inspi­rier­ten natio­na­len Migra­ti­ons- und Inte­gra­ti­ons­zie­les mit dem Ver­lust der Gemein­nüt­zig­keit bestraft wurde.

Das führt uns auch gleich dazu, dass der GCM kei­ne Geset­zes­kraft habe. Er kann sie jeder­zeit bekom­men, dazu braucht es nicht unse­re Lokal­po­li­ti­ker oder den Bun­des­tag. Das kann man gut und fern vom Bür­ger an einem ande­ren Ort der Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit erle­di­gen: in Brüs­sel. Denn wenn das Papier im Dezem­ber so durch­ge­wun­ken wird und alle sei­ne Inhal­te „in Ord­nung“ sind…warum dann nicht den nächs­ten Schritt gehen? An den Her­kunfts- und Tran­sit­län­dern wird die Inkraft­set­zung die­ses neu­en Stro­mes nicht schei­tern. Das „Human­ka­pi­tal“ (O‑Ton GCM) steht bereit und war­tet auf sei­ne Abrei­se! Spä­tes­tens unter die­sem Aspekt wird die Ableh­nung der ost­eu­ro­päi­schen EU-Staa­ten, sich an einer Quo­ten­re­ge­lung der Migra­ti­on zu betei­li­gen, über­deut­lich. Eben­so die Wut der Brüs­se­ler Büro­kra­tie über die reni­ten­ten Ost­eu­ro­pä­er aus Polen, Ungarn oder der Slo­wa­kei, sich Migran­ten nicht wie Pri­meln zuwei­sen las­sen zu wol­len. Das passt so gar nicht zur schö­nen neu­en Welt der glo­ba­len Migra­ti­ons­för­de­rer! Aber man arbei­tet bei unse­ren Grü­nen ja bereits an Plä­nen, die­se Ableh­nung zu „unter­lau­fen“, indem man jedem Migran­ten einen Geld­be­trag anhef­ten möch­te, um die klam­men Kom­mu­nen in Polen oder Ungarn zu bestechen. Ein Bume­rang, wie ich fürch­te. Denn wenn man Men­schen wie Pri­meln behan­delt wird man sie auch wie Pri­meln ein­pflan­zen müs­sen, um sie dar­an zu hin­dern, dort­hin zu zie­hen, wo sie ihre Freun­de, Ver­wand­ten und bes­se­re Bedin­gun­gen fin­den. Das kann man einem grü­nen Par­tei­funk­tio­när, der „Euro­pä­er“ und über­all zu Hau­se ist und für den die Wurst über­all nach Tofu schmeckt, kaum erklären.

Die deutsche Linke in der selbstgestellten Falle

Das Gan­ze erscheint wie ein per­fi­der Plan, um einen nie abrei­ßen­den Strom von bil­li­gen Arbeits­kräf­ten mit einer Art inter­na­tio­nal über­wach­ten Pum­pe von Süd nach Nord zu drü­cken. Erklär­ter­ma­ßen will man bei der UN den Schlep­pern das Hand­werk legen, nur um es dann selbst und unter Kon­trol­le der klep­to­kra­ti­schen Her­kunfts- und Tran­sit­staa­ten zu orga­ni­sie­ren, die damit end­lich zu Pro­fi­teu­ren ihres neu­en „Export­gu­tes“ Migrant wer­den. Da mel­det sich der letz­te Rest mei­nes lin­ken Gewis­sens, das sich ver­stört und zäh­ne­klap­pernd in einem Hin­ter­stüb­chen mit ver­häng­ten Spie­geln, ver­ram­mel­ten Fens­tern und ver­gilb­ten Marx-Por­träts ver­bar­ri­ka­diert hat und spricht von Ent­rech­tung, Aus­beu­tung und moder­ner Skla­ve­rei. Doch kaum rufe ich ihm lin­ke Paro­len wie „Soli­da­ri­tät ist die Zärt­lich­keit der Völ­ker“ und „nie­der mit dem Natio­na­lis­mus“ zu, schon trollt es sich beschämt und gibt Ruhe. So auch die Lin­ken und die Grü­nen. Natür­lich sieht man auch dort, dass eine auf die­se Wei­se in Gang gesetz­te Zuwan­de­rung nicht ihre Lehr­stüh­le für Gen­der­for­schung oder ihre Bun­des­tags­man­da­te gefähr­det, son­dern in aller­ers­ter Linie die pre­kä­ren und schlecht bezahl­ten Arbeits­plät­ze ihrer Cla­queu­re. Nicht die Vil­la im Tes­sin oder das Grün­der­zeit­häus­chen im Gru­ne­wald ste­hen unter Druck, son­dern preis­wer­te Sozi­al­woh­nun­gen. Die staat­li­che Alters­ren­te brö­ckelt, wäh­rend der Putz auf den Pen­sio­nen der Abge­ord­ne­ten gol­den glänzt.

Man ist bei den Lin­ken einem dif­fu­sen Inter­na­tio­na­lis­mus ver­pflich­tet, hin­ter den man ideo­lo­gisch ein­fach nicht zurück­fin­det. Man glaubt „nur an euro­päi­sche Lösun­gen“, for­dert „UN-Man­da­te“ und behaup­tet, Pro­ble­me lie­ßen sich im „natio­na­len Kon­text“ nicht lösen. Mer­ken Sie was? Links hat es dies­be­züg­lich schon weit über die Mit­te hin­aus geschafft, denn längst klin­gen die Laut­spre­cher der Uni­on und der FDP genau­so und über­neh­men die ideo­lo­gi­sche Sül­ze des bedin­gungs­lo­sen Inter­na­tio­na­lis­mus. Eine Ent­schei­dung in Brüs­sel erscheint da immer als die schö­ne­re und höhe­re Wol­ke als eine vor Ort in Ham­burg oder Puse­muckel. Sub­si­dia­ri­tät, die als obers­tes Prin­zip in den EU-Ver­trä­gen ver­an­kert ist, kommt immer stär­ker unter die Räder. Und inter­na­tio­nal ist natür­lich noch viel viel bes­ser, meint die inter­na­tio­na­lis­ti­sche Lin­ke, die seit hun­dert Jah­ren von der einen ver­ein­ten Welt träumt, in der es kei­nen Kapi­ta­lis­mus mehr gibt und in der in UN-Kom­mis­si­on 2345/23a die Ver­tre­ter des Tschad, Tadschi­ki­stans und Tibets über die Abwas­ser­ver­ord­nung in Töten­sen entscheiden.

Aus die­sem Dilem­ma der kol­li­die­ren­den Para­dig­men, der ange­maß­ten Anwalt­schaft der „klei­nen Leu­te“ einer­seits und der Befeue­rung der Kon­kur­renz­si­tua­ti­on ande­rer­seits suchen die Lin­ken einen Aus­weg. Sie glau­ben ihn in der Bil­dung gefun­den zu haben, der nach­träg­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on derer, die aus ihren Jobs ver­drängt wer­den. Ein Wett­lauf nach unten ist wegen des Min­dest­lohns nicht mög­lich, ein Wett­lauf nach oben kann aber erst recht nicht statt­fin­den, weil nicht nach Belie­ben neue Jobs ent­ste­hen und die Qua­li­fi­zier­te­ren im Zwei­fels­fall nach­le­gen wer­den, um sich nicht ver­drän­gen zu las­sen. Was man da los­tre­ten will, ist im Zwei­fel nichts als ein zeit­lich sehr begrenz­tes Schnee­ball­sys­tem, denn bin­nen weni­ger Jah­re hät­ten wir zwar tau­sen­de geeig­ne­te Kanz­ler­kan­di­da­ten (was ein Segen wäre), aber kei­ne geeig­ne­ten Pfle­ge­kräf­te, Mon­teu­re oder Flie­sen­le­ger mehr. Es wird lei­der Jah­re dau­ern, bis die Lin­ken die­sen Irr­weg erken­nen und sich einen neu­en suchen – bis auf Sarah Wagen­knecht, die heu­te schon auf der Suche nach dem nächs­ten Irr­tum ist.

Kein globales Problem

Es stellt sich die Fra­ge, ob Deutsch­land in Mar­ra­kesch unter­schrei­ben soll­te. Von mir dazu ein kla­res NEIN! Aber wird Deutsch­land unter­schrei­ben? Ich fürch­te, ja! Rüdi­ger König, ehe­ma­li­ger Bot­schaf­ter Deutsch­lands in Afgha­ni­stan, der die Ver­hand­lun­gen maß­geb­lich beglei­te­te und bei der Vor­be­rei­tungs­kon­fe­renz im Juni eine Note an die Ver­samm­lung rich­te­te, stellt Migra­ti­on als „glo­ba­les Pro­blem dar“ – was eigent­lich nicht sein kann, denn zuvor beton­te er die Bin­sen­weis­heit, Migra­ti­on hät­te es schon immer gege­ben und sei etwas prin­zi­pi­ell posi­ti­ves. Ein posi­ti­ves Pro­blem womög­lich? Unsinn!

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Migra­ti­on ist kein glo­ba­les Pro­blem und war nie eines. Migra­ti­on ist die indi­vi­du­el­le Ent­schei­dung eines Men­schen, den Ort sei­nes Lebens­zu­sam­men­hangs, sei­ne Hei­mat, zu ver­las­sen und sein Glück mög­lichst dau­er­haft anders­wo zu suchen. Migra­ti­on war einst, wenn man sagen konn­te „etwas Bes­se­res als den Tod fin­den wir über­all“ und nach Bre­men zog. Im Mit­tel­al­ter bedeu­te­te Migra­ti­on, der Frohn und der Leib­ei­gen­schaft zu ent­flie­hen und in den Städ­ten über Jahr und Tag (also nach einem Jahr und einem Tag) frei zu sein. Migra­ti­on ist es, von Köln nach Düs­sel­dorf zu zie­hen, eine Pro­fes­sur in Yale anzu­tre­ten oder nach dem Stu­di­um in Lon­don nicht nach Kenia zurück­zu­keh­ren. Die Mög­lich­keit zur Migra­ti­on ist Teil einer frei­heit­li­chen Gesell­schaft, solan­ge sie auf Eigen­in­itia­ti­ve und Eigen­ver­ant­wor­tung beruht. Tritt Migra­ti­on als Mas­sen­phä­no­men auf, stimmt etwas grund­sätz­lich im Her­kunfts­land nicht und des­halb soll­te man auch dort anset­zen, anstatt ihr den Cha­rak­ter der Nor­ma­li­tät zu ver­pas­sen. Wenn Migra­ti­on kein Aus­nah­me­zu­stand, son­dern Nor­ma­li­tät ist, zer­reißt sie Her­kunfts- und Zielland!

Wenn aus der Migra­ti­on des einen noch dazu eine zwin­gen­de Ver­pflich­tung des ande­ren ent­steht, ist die Frei­heit bei­der in Gefahr. Staa­ten, die durch Kor­rup­ti­on, ideo­lo­gi­sche Ver­blen­dung, Tri­ba­lis­mus, klep­to­kra­ti­sche Regie­run­gen, man­geln­de Bil­dung und Über­be­völ­ke­rung zu spru­deln­den Migra­ti­ons­quel­len wer­den, soll­te man für die­ses Ver­hal­ten nicht noch mit der Insti­tu­tio­na­li­sie­rung des selbst­ge­mach­ten Men­schen­han­dels beloh­nen, son­dern unter Zwangs­ver­wal­tung stel­len! Inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen, die sich anma­ßen, regelnd in die Abläu­fe mensch­li­chen Stre­bens nach Glück ein­zu­grei­fen, soll­te man in die Schran­ken wei­sen, statt ihnen Gruß­bot­schaf­ten und Geld zu schicken.

Der pan­eu­ro­päi­sche Altru­is­mus, auf den der GCM mit vol­ler Absicht zielt, könn­te sich, wenn er erst ver­fes­tigt und in Bah­nen ist, als das ent­schei­den­de Momen­tum für den Unter­gang des Euro­pas erwei­sen, das wir heu­te in all sei­ner Wider­sprüch­lich­keit und sei­nen bewah­rens­wer­ten Facet­ten ken­nen. F. A. Hayek schrieb einst in „Die Ver­fas­sung der Frei­heit“: „Ein all­ge­mei­ner Altru­is­mus ist aber sinn­los. Nie­mand kann sich wirk­lich um alle ande­ren küm­mern. Die Ver­ant­wor­tung, die wir über­neh­men kön­nen, müs­sen immer par­ti­ku­lär sein, sie kön­nen nur jene betref­fen, von denen wir kon­kre­te Tat­sa­chen wis­sen und mit denen wir uns ent­we­der durch Wahl oder beson­de­re Umstän­de ver­bun­den füh­len. Es gehört zu den fun­da­men­ta­len Rech­ten und Pflich­ten eines frei­en Men­schen, zu ent­schei­den, wel­che und wes­sen Bedürf­nis­se ihm am wich­tigs­ten erscheinen.“

Die­ses Prin­zip der Mensch­lich­keit, auch Nächs­ten­lie­be genannt, taugt seit Men­schen­ge­den­ken zur Defi­ni­ti­on gesell­schaft­li­cher Bezie­hun­gen zwi­schen Indi­vi­du­en, eine Blau­pau­se für inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen ist es nicht. De Gaul­le sag­te einst, Staa­ten hät­ten kei­ne Freun­de, son­dern nur Inter­es­sen und Hayek bringt es noch kla­rer auf den Punkt wenn er sagt:

„Woll­ten wir die unver­än­der­ten, unein­ge­schränk­ten Regeln des Mikro­kos­mos (Fami­lie, Grup­pe, Gemein­de) auf den Makro­kos­mos (die Zivi­li­sa­ti­on im Gro­ßen) anwen­den, wie unse­re Instink­te und Gefüh­le es uns oft wün­schen las­sen, so wür­den wir ihn zer­stö­ren. Wür­den wir aber umge­kehrt immer die Regeln der erwei­ter­ten Ord­nung auf unse­re klei­ne­ren Grup­pie­run­gen anwen­den, so wür­den wir die­se zermalmen**.“ 

Fazit

Mei­ne Bit­te an mei­ne Leser lau­tet: Glau­ben Sie mir kein Wort, son­dern lesen und bewer­ten Sie den Inhalt des GCM selbst. Wenn Sie am Ende auch nur annä­hernd mei­ner Mei­nung sein soll­ten, schrei­ben Sie Ihrem Bun­des­tags-Abge­ord­ne­ten und for­dern Sie ihn oder sie auf, ent­spre­chen­den Ein­fluss auf die Bun­des­re­gie­rung zu neh­men. Beschrän­ken Sie ihre Bemü­hun­gen auf die direkt gewähl­ten Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­par­tei­en, denn nur die wer­den erfah­rungs­ge­mäß den Mut haben, etwas gegen einen Main­stream des Lau­fen­las­sens und der Kanz­le­rin­nen­treue zu unter­neh­men – von den Schwe­fel­bu­ben der AfD ein­mal abge­se­hen, die jedoch immer noch das Ver­dikt des Ver­bo­te­nen umschwebt, was die Regie­rungs­par­tei­en im Zusam­men­hang mit dem Trig­ger­wort „Migra­ti­on“ eher in eine Trotz­hal­tung ihnen gegen­über als zur Ver­nunft brin­gen dürfte.

Mein Auf­ruf an die Ver­tre­ter der EU, die im Dezem­ber zur Kon­fe­renz nach Mar­ra­kesch auf­bre­chen wer­den, lau­tet des­halb klipp und klar: Unter­schrei­ben Sie den Glo­bal Com­pact of Migra­ti­on nicht, es han­delt sich um ein tro­ja­ni­sches Pferd!

 


* Ich gebe hier im Text aus Platz­grün­den nur mei­ne Über­set­zun­gen des eng­li­schen Ori­gi­nals wie­der, eine offi­zi­el­le und voll­stän­di­ge deut­sche Über­set­zung gibt es anschei­nend noch nicht. Wer im Ori­gi­nal nach­le­sen möch­te und die Über­set­zung selbst prü­fen will, soll­te dies hier tun.

** (The Fatal Con­ceit: The Errors of Socia­lism. F.A. von Hayek, 1988. Deut­sche Über­set­zung in „F.A. von Hay­eks kon­sti­tu­tio­nel­ler Libe­ra­lis­mus“, Pies/Leschke, Mohr Sie­beck 2003)

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34 Kommentare

  1. „Zitat: Mei­ne Bit­te an mei­ne Leser lau­tet: Glau­ben Sie mir kein Wort, son­dern lesen und bewer­ten Sie den Inhalt des GCM selbst.“

    …Ja, wür­de ich ger­ne tun, lei­der fin­de ich ihn im Netz nirgendwo.

    wo bit­te kann ich ihn ein­se­hen oder herunterladen???

    Ant­wort bit­te per E‑Mail: bodenseeufer@t‑online.de

    mfg

    Abra­ham

    7.10.18

  2. > Als ich tie­fer in die ver­füg­ba­ren Tex­te ein­ge­taucht war, hat sich mir ein Ein­druck ganz besonders
    > fest ein­ge­prägt. Es ist die unge­heu­re Käl­te, die der gesam­te Text ausstrahlt. 

    Mir fällt dazu nur ein Wort ein: Chancenausgleichsgesetz. 

    Wir wur­den gewarnt und immer noch will es – gera­de hier in Deutsch­land – kei­ner hören. Cas­san­dra hat schon vor mehr als 50 Jah­ren gespro­chen, und sie hat­te Recht. Armes Tro­ja. Ich hät­te nicht gedacht, daß ich das noch live mit­er­le­ben muß.

  3. Gab es wirk­lich immer Migra­ti­on? Und wer pro­fi­tier­te davon? Wer pro­fi­tier­te zB von den Hun­nen. oder von den Römern? Der Stra­ßen­bau war ok, aber wer wur­de dazu ver­heizt? Ger­ma­nen. Wer in Latein­ame­ri­ka pro­fi­tier­te von der wei­ßen Migra­ti­on? Den India­ner soll­te man mal suchen. Ach ja und da hat­ten wir doch noch den Ein­fall der Nord­afri­ka­ner in Spa­ni­en und Frank­reich. Und den der Tür­ken bis nach Wien. Und dann war man von Brandt bis heu­te so bescheu­ert die Nach­kom­men der Mör­der vor Wien ins Land zu las­sen. Von den Vor­tei­len der jetzt durch Mer­kel rein­ge­hol­ten Migran­ten – gut 6 Mil­lio­nen – kann man berech­nen. Je Migrant durch­schnitt­lich 450.000€ . Da könn­te man jeder dt. Frau 1000.000 € pro Kind zah­len. Damit hät­ten wir bereits ca 27 Mil­lio­nen dt Kin­der. Wozu brau­chen wir da noch Migran­ten? Wer das nicht rech­nen kann – ist Migrant oder behindert.

    • „Wer das nicht rech­nen kann – ist Migrant oder behin­dert.“ — Unter­schät­zen Sie nicht den Frau­en­an­teil bei Dys­kal­ku­lie. John Gray sagt sinn­ge­mäß: Frau­en wie­gen nicht, sie zäh­len. Eine klei­ne Gefäl­lig­keit und ein teu­res Geschenk zäh­len gleich. Mil­lio­nen an Migran­ten und Mil­li­ar­den an Mehr­kos­ten, egal; es ist die mensch­li­che Ges­te, die zählt. Im Zwei­fel zah­len ohne­hin die Män­ner die Rechnung.

  4. Der gan­ze Wahn­sinn wird erst ver­ständ­lich, wenn man von

    geplan­tem Völ­ker­mord ausgeht.

    Die Geor­gia Gui­de­stones for­dern in ihrem ers­ten (von 10 Gebo­ten der NWO) die Reduk­ti­on der Mensch­heit auf 500 Mio.

    Das bedeu­tet die Besei­ti­gung von 7 Mrd (7000 Mil­lio­nen Menschen).

    Für D ist die Reduk­ti­on der Bevöl­ke­rung um 50 Mio bis 2025 geplant (deagel.com)

    Ich weiß, es ist unglaub­lich, undenk­bar, unvor­stell­bar. Aber der Pakt ist der recht­li­che Rah­men für den Völ­ker­mord an den Europäern.

  5. So, ich hab das UN-Paper nun gele­sen. Mein Fazit ist, dass ich dem Paper über­wie­gend zustim­me, und ich beson­ders Punkt 1 der Direk­ti­ven befür­wor­te. Wir brau­chen end­lich brauch­ba­re Sta­tis­ti­ken, aus denen man das Gesamt­bild able­sen kann. Die Sta­tis­ti­ken, die von der BRD und EU her­aus­ge­ge­ben wer­den, sind grot­ten­schlecht gemacht, und erschei­nen hoch­gra­dig manipuliert.

    Ich stim­me dem Paper übri­gens auch dar­in zu, dass Migra­ti­on posi­tiv ist. Wenn ich in ein ande­res Land aus­wan­de­re, weil ich dort arbei­ten möch­te, pro­fi­tie­ren zwei Par­tei­en davon – Ich und mein Arbeit­ge­ber – wäh­rend kei­ne Par­tei davon pro­fi­tiert, wenn mei­ne Migra­ti­on staat­lich unter­bun­den wird. Sofern mei­ne Aus­wan­de­rung in das Nied­rig­steu­er­land mei­ner Wahl unbü­ro­kra­tisch und schnell erfolgt, und ich dort nicht schlech­ter gestellt wer­de, als alle Ande­ren, wür­de ich das sehr begrüßen.

    Da ich ein Fan von Bit­coin und, mehr noch, von den anony­men Kryp­to­wäh­run­gen bin, und ich auch Waha­la-Ban­king für eine tol­le Sache hal­te, befür­wor­te ich auch bedin­gungs­lo­sen Zugang zum inter­na­tio­na­len Zah­lungs­ver­kehr für jeder­mann. Auch da schlie­ße ich mich der UN an. Man soll­te das radi­kal dere­gu­lie­ren, und auch wie­der Num­mern­kon­ten ein­füh­ren, für die man nicht­mal einen Aus­weis braucht. Oder halt gleich Cryp­to­coins nehmen.

    Dass anlass­lo­se Dis­kri­mi­nie­rung eine schlech­te Sache ist, die in Geset­zes­form nichts ver­lo­ren hat, wür­de ich auch unter­schrei­ben, wobei ich erwäh­nen muss, dass ich im All­tag durch­aus Men­schen dis­kri­mi­nie­re. Ziem­lich häu­fig sogar. Jedoch nicht ohne kon­kre­ten Anlass. Und genau da liegt letz­ten­en­des der sprin­gen­de Punkt: Wenns einen gro­ßen Staat gibt, der aller­lei Din­ge als „All­ge­mein­gut“ bereit stellt, wirkt sich dies natür­lich als ein Magnet auf alle Elen­den der Erde aus, die eben­falls ihren Anteil an die­sem „All­ge­mein­gut“ haben wollen. 

    Die Lösung die­ses Pro­blems liegt mei­ner Mei­nung nach jedoch nicht dar­in, allen Elen­den aus dem Aus­land den Zugang zum staat­lich bereit­ge­stell­ten All­ge­mein­gut zu ver­weh­ren. Sobald es ein sol­cher Elen­der mal über die Gren­ze geschafft hat, wirkt es grau­sam und dis­kri­mi­nie­rend, ihn vom Zugang aus­zu­schlie­ßen. Dar­um wer­den es zahl­lo­se Men­schen ver­su­chen. Die haben nichts zu ver­lie­ren, und hal­ten sich nicht an das, was Poli­ti­ker ger­ne hät­ten. Der größ­te Teil der Welt machts rich­tig: Über­haupt kei­nen Sozi­al­staat zu haben ist die Lösung. Da liegt der Feh­ler, und Schuld an unse­rer Mise­re ist weder die UN, noch irgend­wer in Afri­ka. Wir sind das Problem.

    • Ich woll­te noch ergän­zend eini­ge Din­ge hinzufügen:

      1. Vom Sudan ler­nen heißt sie­gen lernen
      2. Ich hab Fie­ber, daher ist mei­ne Recht­schrei­bung und Argu­men­ta­ti­ons­wei­se schlech­ter als üblich
      3. Dass Mas­sen­mi­gra­ti­on wei­te­re Mas­sen­mi­gra­ti­on finan­ziert, ist eine gro­ße Erkenntnis
      4. In dem UN-Paper, das ich gele­sen habe, ging es um Arbeits­mi­gra­ti­on. So, wie ich es ver­stan­den habe, geht es dar­um, dass die den Pro­zess etwas stream­li­nen wol­len, damit es ein­fa­cher wird, von A nach B zu zie­hen, weil in B halt gera­de Bedarf an dem herrscht, was man kann. Die Kri­te­ri­en, nach denen ein Land sich sei­ne Zuwan­de­rer aus­sucht, oblie­gen nach wie vor dem Land, in das ein­ge­wan­dert wer­den soll. Und die­se Kri­te­ri­en kann man gestal­ten, wie man will. Mexi­ko hat in der Ver­fas­sung ste­hen, dass es ver­fas­sungs­wid­rig ist, die demo­gra­phi­sche Zusam­men­set­zung Mexi­kos zu ver­än­dern. Sau­di Ara­bi­ens Ein­wan­de­rungs­recht sieht so aus, dass nie­mand ins Land gelas­sen wird, der kei­nen Bür­gen hat, der stell­ver­tre­tend zur Rechen­schaft gezo­gen wird, soll­te ein Ein­wan­de­rer Mist bau­en. „Volks­ge­sund­heit“ ist eben­falls ein auch von der UN aner­kann­tes Rechts­gut, mit dem sich alle mög­li­chen Geset­ze recht­fer­ti­gen las­sen. Und so wei­ter. Wenn die das kön­nen, dann kön­nen wir das auch.
      5. Es ist eine schlech­te Lösung, den Zugang zu inter­na­tio­na­len Über­wei­sun­gen zu beschrän­ken, weil sowie­so nie­mand dar­auf ange­wie­sen ist. Waha­la-Ban­king und Kryp­to­coins exis­tie­ren bereits, und bei­de ermög­li­chen schnel­len und ein­fa­chen Geld­trans­fer welt­weit. Ange­sichts des­sen könn­te der Ban­ken­sek­tor auch ein­fach nach­zie­hen, und anony­me Num­mern­kon­ten anbie­ten. Die Din­ger sind prak­tisch. Die UN for­dert in dem Paper ja sogar expli­zit, dass pri­vat­wirt­schaft­li­che Über­wei­sungs­diens­te geför­dert wer­den, an denen vor­aus­set­zungs­los jeder teil­ha­ben kann. Waha­la-Über­wei­sun­gen nach Afri­ka sind jetzt schon bil­li­ger, als Banküberweisungen.
      6. Ich sehe auch kei­nen Grund, wes­halb der Staat das Recht haben soll­te, zu kon­trol­lie­ren, was jemand mit sei­nem Geld macht. Wenn ich mei­ne Koh­le ins Aus­land über­wei­sen will, dann tue ich dies. Wenn ich einen Ren­ten­an­spruch erwor­ben habe, und in ein Land mit nied­ri­ge­ren Lebens­hal­tungs­kos­ten zie­hen will, dann tue ich dies. Mir ist dabei voll­kom­men egal, wie sich das auf irgend­wel­che sozia­len Siche­rungs­sys­te­me aus­wirkt. Es ist mein Geld. Geset­ze gel­ten für alle – für mich eben­so wie für Migran­ten – und ich will nicht durch sol­che Her­umf­ri­cke­lei ein­ge­schränkt wer­den, bei der man mit einem schlech­ten Gesetz ver­sucht, die Fol­gen eines ande­ren schlech­ten Geset­zes zu kompensieren.
      7. Es ist doch mit­ler­wei­le abseh­bar, dass unse­re staat­li­chen Umver­tei­lungs­sys­te­me kei­ne Zukunft haben. Die Ursa­che unse­rer Pro­ble­me ist doch nicht die UN, oder die Über­be­völ­ke­rung in Afri­ka, son­dern die Tat­sa­che, dass hier­zu­lan­de mas­sen­wei­se frem­des Geld ver­schenkt wird. Die­se Pro­ble­me las­sen sich durch Dis­kri­mi­nie­rung von Aus­län­dern höchs­tens um eini­ge Genera­tio­nen nach hin­ten ver­schie­ben, weil wir mit unse­rem Sozi­al­staat den Inkom­pe­ten­tes­ten und Nutz­lo­ses­ten Indi­vi­du­en einen Anreiz schaf­fen, sich maxi­mal fort­zu­pflan­zen. Als Sozi­al­schma­rot­zer mit fünf Kin­dern lebt es sich gar nicht so schlecht, und es gibt für unfä­hi­ge Men­schen kei­ne ande­re Mög­lich­keit, einen ver­gleich­ba­ren Wohl­stand zu errei­chen. Die­se Men­schen leben auf Kos­ten der­je­ni­gen, die nicht unfä­hig sind, Geld zu ver­die­nen, und die sich dadurch selbst weni­ger Kin­der leis­ten kön­nen. Wir züch­ten uns mit unse­rem Sozi­al­staat die kom­pe­ten­ten Indi­vi­du­en weg, und die Inkom­pe­ten­ten ver­meh­ren sich wäh­rend­des­sen unkon­trol­liert. Eigen­schaf­ten wie Intel­li­genz und Lang­zeit­prä­fe­renz, die wohl die wich­tigs­te Grund­la­ge von Wohl­stand sind, sind erb­lich, und las­sen sich weit weni­ger durch „Bil­dung“ und „Erzie­hung“ ver­än­dern, als all­ge­mein gedacht. Irgend­wann wer­den unse­re Nach­kom­men auch ohne Mas­sen­zu­wan­de­rung die sel­ben Pro­ble­me haben, die wir jetzt wegen der Mas­sen­ein­wan­de­rung haben, und dann wird auch kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung nach Her­kunft etwas ver­än­dern kön­nen. Ich hal­te dies für ein ziem­lich gro­ßes Pro­blem, und fin­de, dass es die Situa­ti­on noch­mal um eini­ge Grö­ßen­ord­nun­gen unmo­ra­li­scher Macht, dass man die­ses Sys­tem jetzt auch noch mit­tels Dis­kri­mi­nie­rung nach Her­kunft auf­recht erhal­ten will. Das ist etwas, für das sich unse­re Nach­kom­men schä­men werden.
      8. Ich möch­te noch­mal extra erwäh­nen, dass das UN-Paper stän­dig davon spricht, evi­denz­ba­sier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, evi­denz­ba­sier­tes Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al zur Ver­fü­gung zu stel­len, eine evi­denz­ba­sier­te gesamt­ge­sell­schaft­li­che Dis­kus­si­on zu för­dern, und so wei­ter. Dies wäre ein rich­tig gro­ßer Fort­schritt im Ver­gleich zu dem, was es der­zeit in Schland gibt. „Evi­denz­ba­siert“ gilt hier­zu­lan­de als ras­sis­tisch und islamophob.
      9. Ich sage dies als jemand, der es für sein gutes Recht hält, sei­ne Mit­men­schen zu dis­kri­mi­nie­ren, und der Staa­ten umso mehr ablehnt, je grö­ßer sie sind.

  6. Haben Sie mal her­aus­ge­fun­den, wel­che Poli­to­lo­gen, Sozio­lo­gen, Theo­lo­gen und sons­ti­gen geschei­ter­ten Exis­ten­zen die­se Tex­te zu ver­ant­wor­ten haben? Wie vie­le davon sind hass­erfüll­te Les­bin­nen und frus­trier­te alte Jung­fern, die der Män­ner­brut mal so rich­tig eins aus­wi­schen wollen?

    Klar pas­sen hier zwei Defor­ma­tio­nen zusam­men: Der Schuld­kult des Abend­lands und die Schuld­re­sis­tenz des Islam, weib­li­che Unter­wür­fig­keit und männ­li­che Domi­nanz. Für mich ist der Pakt ganz klar der Ver­such der ein­schlä­gi­gen 30% UN-Mit­glie­der, dem Wes­ten ihre Reli­gi­on aufzuzwingen.

    Nur bil­dungs­re­sis­ten­te Damen wie Washing­ton-Kün­ast oder Bät­schi-Nah­les sind auch noch so naiv, den Mör­dern ihrer Kin­der die Tür auf­zu­ma­chen. Nur die aller­dümms­ten Kälber…

  7. Der Glo­bal Migra­ti­ons Pakt ist für die ein­zel­nen Staa­ten recht­lich nicht bindend.
    Im DLF- Inter­view hat eine Ham­bur­ger Prof­fes­so­rin – im The­ma invol­viert – aus­drück­lich erklärt :
    Für den EuGH – u. wei­te­re hohe Gerich­te – wer­den die Tex­te des GCM Grund­la­ge der Gerichtsbarkeit !!

  8. Vie­len Dank für die­sen Text! Eben­so für die Mühe, es nicht bewusst ortho­gra­fisch zu tri­via­li­sie­ren (man weiß vor­her schon, dass es vie­le nicht erreicht, auch, weil sie zu unge­dul­dig sind, Wort­frag­men­te bei goog­le zu suchen).
    Ich habe mir erlaubt, einen Absatz (mit Quel­len­an­ga­be) Ihres Tex­tes auf mei­nem FB-Pro­fil les­bar zu machen.

    Gruß und Dank

  9. Die Fra­ge ist doch immer, wer dahin­ter steckt. Ich mei­ne, es ist der links­grün-ver­strahl­te End­zeit­so­zia­lis­mus mit tota­li­tär-links­fa­schis­ti­schen Zügen, durch den die Glo­ba­lis­ten aller Län­der (ver­ei­nigt euch!) an der Zer­stö­rung autuchtho­ner Völ­ker und ihrer Sozi­al­sys­te­me werkeln!
    Ich habe dazu fol­gen­des Gedicht geschrieben:

    Migran­ten hier, Migran­ten da,
    Die kom­men nicht von ganz allein.
    Migran­ten fern, Migran­ten nah,
    Das muss der gro­ße Aus­tausch sein.
    (Sieg­fried Prütt 2018)

  10. Es geht im Grun­de genom­men um die urei­gens­ten Instink­te der mensch­li­chen Ras­se. Eine, glo­bal betrach­tet, klei­ne Men­schen­cli­que möch­te ihre Macht­an­sprü­che über eine Ideo­lo­gie durch­set­zen. Sich Gefolg­schaft akqui­rie­ren, die Öko­no­mie beherr­schen und nicht weni­ger als die Mensch­heit in ihrem Sin­ne len­ken. Das ist ein höchst pro­ble­ma­ti­scher wie unde­mo­kra­ti­scher Vor­gang, den Struk­tu­ren der Reli­gio­nen gleich­ge­schal­tet, und des­halb mit den glei­chen Gefah­ren ver­bun­den, die, wie uns Islam und Chris­ten­tum anschau­lich vorleben,
    Kor­rup­ti­on, Aggres­si­on, Into­le­ranz, Bestechung, Mei­nungs­un­ter­drü­ckung, Aus­schal­tung des Indi­vi­du­ums auf Kos­ten der Gleich­schal­tung und sämt­li­che Tod­sün­den inklu­si­ve her­vor­brin­gen. Es ist ein zivi­li­sa­to­ri­scher Rück­fall, der unter der Voka­bel des Huma­nis­mus, Mei­nungs­frei­heit unter­drückt, Indi­vi­dua­li­tät zer­stört und geis­ti­gen Plu­ra­lis­mus tötet. Mit (Sor­ros) ‑Geld neu­en Medi­en ( Inter­net) und Pro­se­mi­nar­psy­cho­lo­gie wie Nud­ging und Pater­na­li­mus hält man die Welt­be­völ­ke­rung in einem geis­ti­gen Zustand zwi­schen Unwis­sen­heit und Falsch­in­for­ma­ti­on, durch Infor­ma­ti­ons­un­ter­drü­ckung und ein­sei­ti­ge Bericht­erstat­tung. Aus der Geschich­te wis­sen wir, daß auch sol­che Macht­struk­tu­ren nicht von Bestand sind, aber in der Regel geben sol­che Men­schen erst auf, wenn Sie alles zer­stört haben. Übri­gens, an die Ver­tre­ter der EU zu schrei­ben , ist eine net­te Ges­te, aber für den Ideo­lo­gen eher ein Ansporn, sei­ne Stand­punk­te noch strin­gen­ter zu verteidigen.

    • „Mit (Sor­ros) ‑Geld neu­en Medi­en ( Inter­net) und Pro­se­mi­nar­psy­cho­lo­gie wie Nud­ging und Pater­na­li­mus hält man die Welt­be­völ­ke­rung in einem geis­ti­gen Zustand zwi­schen Unwis­sen­heit und Falsch­in­for­ma­ti­on, durch Infor­ma­ti­ons­un­ter­drü­ckung und ein­sei­ti­ge Berichterstattung.“

      Gibt es eigent­lich eine geschicht­li­che Epo­che, in der sich die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung nicht im Zustand der Unwis­sen­heit und Falsch­in­for­ma­ti­on befand? Ich hege mei­ne Zwei­fel dar­an, ob ein ande­rer Zustand, ange­sichts der Beschaf­fen­heit der Men­schen, über­haupt mög­lich ist. Dank des Inter­net und all­ge­mein ver­brei­te­ter Fremd­spra­chen­kennt­nis hat doch jetzt das Zeit­al­ter begon­nen, in dem man Infor­ma­tio­nen ohne gro­ßen Auf­wand auf deren Wahr­heits­ge­halt prü­fen kann. Aber nie­mand tuts. Dar­um funk­tio­niert Nud­ging und Pro­pa­gan­da. Wor­an liegts?

      Mei­ne per­sön­li­che The­se ist, dass die Grund­über­zeu­gun­gen der Men­schen falsch sind, und sie sich dar­an gewöhnt haben, dass die Din­ge, die sie für wahr hal­ten, nicht zusam­men pas­sen. Es könn­te aber auch sein, dass den Men­schen ein­fach die kogni­ti­ve Leis­tungs­fä­hig­keit fehlt, die not­wen­dig ist, um Sach­ver­hal­te ober­halb eines gewis­sen Kom­ple­xi­täts­grads zu erfas­sen. Eine wei­te­re The­se wäre, dass Men­schen sich weder für den Wahr­heits­ge­halt noch die Fol­gen einer Aus­sa­ge inter­es­sie­ren, son­dern sie sich ledig­lich auf die per­sön­li­chen und/oder sozia­len Aus­wir­kun­gen beschrän­ken, die es auf sie hat, etwas für wahr/unwahr zu halten.

      In jedem Fall schei­nen Men­schen nicht dafür aus­ge­legt zu sein, außer­halb eines Zustands der „Unwis­sen­heit und Falsch­in­for­ma­ti­on“ zu existieren.

      • Ich glaub, das kommt auf den Typ an. Mer­kel ist der Wahr­heits­ge­halt einer Leh­re egal. 

        Sie ist zugleich die ideo­lo­gischs­te und die unideo­lo­gischs­te Kanz­le­rin. Was sie glaubt, ver­tritt sie mit aller Gewalt. Es ist nur immer gera­de das, was man um sie her­um so glaubt. Ihr Mer­kel­sprech ist auch ein rhe­to­ri­sches Wun­der. Die Medi­en haben ja mal eine Zeit­lang gestreut, dass sie eine Rhe­to­ri­k­lu­sche sei. Das stimmt nicht. Das dach­te ich damals schon. Die wenigs­ten kön­nen so reden. Das ist alles sehr prä­zi­se kan­ten­los, oft aus­sa­gen­los. Aus­sa­gen kom­men nur, wenn es sich nicht ver­mei­den lässt. Mir fällt bei Ost­deut­schen sehr oft die­se sehr prä­zi­se, genaue Spra­che auf, mit der man mög­lichst wenig sagt. Leu­te wie Vera Lengs­feld und Moni­ka Maron navi­gie­ren sich damit durch den aggres­si­ven öffent­li­chen Raum, ste­chen aber unter der Hand auch die ech­ten har­ten Tref­fer durch. Die Wes­sis plap­pern drauf los, mal kommt was rum, mal nicht. Bei Lengs­feld und Maron kommt immer was rum. Es sitzt aber auch und ist in die­se prä­zi­se Schlich­te ein­ge­bet­tet. Mer­kel hat nur die­se Schlich­te und sagt so wenig wie mög­lich. Sie ist auch so sel­ten wie mög­lich über­haupt am Mikro. Ich weiß, es wird oft abge­tan, aber die wur­de bestimmt nicht zufäl­lig „Sekre­tä­rin für Pro­pa­gan­da und Agi­ta­ti­on“. Ihre Auf­ga­ben in der Umbruch­pha­se waren auch immer etwas als Spre­che­rin. Eben­falls „Sekre­tä­rin für Pro­pa­gan­da und Agi­ta­ti­on“ war übri­gens Kat­rin Göring-Eck­hardt. Das beängs­ti­gen­de ist, dass sich sich mein eige­ner Sprach­duk­tus dem lang­sam anpasst. Man ver­sucht Pro­jek­ti­ons­flä­che für mög­lichst vie­le zu sein und hie und da etwas doch durch­zu­ste­chen. Und dar­an reibt sich eben nie­mand. Men­schen müs­sen auf Wider­sprü­che stoßen.

        Mer­kel benutzt auch ganz kla­rer Pro­pa­gan­da­me­tho­den, die nicht ein­fach so „auf­ge­saugt“ wur­den. Zum Bei­spiel wird die Bevöl­ke­rung ange­hal­ten sich zu schwam­mi­gen, oft wir­ren Aus­sa­gen zu beken­nen, um die Wider­spens­tig­keit abzu­le­gen: „Der Islam gehört zu Deutsch­land“ (Wul­ff, aber garan­tiert von ihr vor­ge­schla­gen), „Wir schaf­fen das“, „Schei­tert der Euro, schei­tert Europa“.…

        Eben­falls gezielt ist, dass sie sich selbst sel­ten spal­te­risch äußert (kan­ten­los), aber ande­re drum­her­um auf den Weg gibt, sich mal zu äußern. Also dass die AfD nicht zur Demo­kra­tie gehört oder dass sich die Chem­nit­zer der „Zusam­men­rot­tung“ schul­dig gemacht haben, ist von ihr. Der Münch­ner Sei­bert wäre nie spon­tan auf den DDR-Begriff „Zusam­men­rot­tung“ gekom­men. Die Atta­cken machen die ande­ren. Und Mer­kel sorgt für die Aggres­si­on bewusst. Kat­rin Göring-Eck­hart hat das auch drauf. „Wir dür­fen die Leu­te nicht in die Rech­te Ecke stel­len“ und sie teilt dann doch aus. Sie muss das in Per­so­nal­uni­on machen, kann aber immer noch sagen, dass sie ja eigent­lich Ver­ständ­nis gezeigt habe, wäh­rend die ande­ren angeb­lich „spal­ten“.

        Es sind knall­har­te Pro­pa­gan­da­me­tho­den aus der Dik­ta­tur. Und es sind auch nicht weni­ge Pos­ten im Jour­na­lis­mus von DDR-geprob­ten Leu­ten besetzt (Karo­la Wil­le, May­b­ritt Ill­ner, die gan­zen roten Klos­ter Alum­nie [Jour­na­li­mus­ka­der­schmie­de Uni Lebzig].…)

        Das Wich­ti­ge ist ja auch, dass man Moral schafft. Also es ist nicht nur schlecht Infor­ma­tio­nen im Inter­net zu suchen, son­dern macht auch noch „dumm“ und führt in die Pro­pa­gan­da der Rus­sen. Wer so was macht, also goog­len, ist durch und durch schlecht, ins­be­son­de­re, wenn er auf Blogs wie die­sen liest. Wer sagt, dass er von Ach­gut etwas weiß, wird ganz schief angeschaut. 

        Und dann das Label-Spiel. Also für links gibt es drei Geschmacks­rich­tun­gen: Kom­mu­nis­mus, links­ra­di­kal und was Rot-Grün sagt (Das kommt eigent­lich aus dem DNC in Ame­ri­ka). Man kann all die­se Mei­nun­gen haben und sich trotz­dem der Debat­te ent­zie­hen, indem man „Mit­te“ ruft (oder wie auch immer die Stel­le heißt, bei der man beim Nach­lau­fen-Spiel nicht gefasst wer­den darf). Die Mit­te macht alles rich­tig und ist edel­weiß­sauber. Nur wenn man vor rääächts warnt, dann ist die „Mit­te“ kei­ne Posi­ti­on, son­dern der Zahn­arzt, Anwalt und ande­re Bes­ser­ver­die­ner und droht böse zu wer­den. Wer nicht zu den lin­ken Grup­pen gehört ist „Nazi“. Aller­dings darf man das nicht so offen sagen, dass die Steu­er­sen­kung den nächs­ten Holo­caust bringt. Da muss man mög­lichst vie­le Begrif­fe backen, die alle kei­ne eigen­stän­di­ge Bedeu­tung haben, aber immer abfäl­lig ver­wen­det wer­den: erz­kon­ser­va­tiv, natio­na­lis­tisch, rechts­na­tio­na­lis­tisch (im Gegen­satz zu links­na­tio­na­lis­tisch?), rechts­kon­ser­va­ti­ve (im Gegen­satz zu links­kon­ser­va­tiv?), popu­lis­tisch, rechts­po­pu­lis­tisch (im Gegen­satz zu links­po­pu­lis­tisch?), rechts außen, hart rechts, (ganz) rechts außen, rechts­ex­trem und rechts­ra­di­kal. Extrem und radi­kal gibt es auch bei Links aber für den Titel muss man schon jeman­den kalt abmurk­sen. Bei Rech­ten reicht es, wenn Sie den Islam kritisieren.

      • Mit der Grup­pen­grö­ße wächst die Fehl­bar­keit einer über­sicht­li­chen, demo­kra­ti­schen Regie­rungs­form. Des­halb sind Natio­nen bzw. über­schau­ba­re Gemein­schaf­ten wich­tig für ein gere­gel­tes sozia­les Mit­ein­an­der. Fehlt jeg­li­cher per­sön­li­che Bezug eines Men­schen zu einem poli­ti­schem The­ma oder wird ihm der Bezug nicht aus­rei­chend dar­ge­stellt, wird er kein Inter­es­se ent­wi­ckeln. War­um soll­te er auch. Wird ein sozia­ler Not­stand (Migra­ti­on) trotz gesell­schaft­li­cher Rele­vanz von den Herr­schen­den her­ab­ge­spielt oder negiert, ist der Bür­ger durch­aus in der Lage sei­nen Unmut zu äußern, weil es ihn unmit­tel­bar betrifft. Die Men­schen sind nicht so schlecht infor­miert wie Sie mei­nen ROLF, aber es fehlt Ihnen (wie auch uns hier auf dem Blog) die poli­ti­sche und media­le Gestaltungsmöglichkeit(Medienpräsenz) . Poli­tisch effi­zi­ent sind über­schau­ba­re Gemein­schaf­ten mit demo­kra­ti­schen, trans­pa­ren­ten Strukturen,pluralistisch und mei­nungs­of­fen. Ange­strebt wer­den aber glo­ba­le, unüber­schau­ba­re län­der­über­grei­fen­de, soge­nann­te inter­na­tio­na­le Com­mu­ni­tes, deren Unüber­schau­bar­keit von klei­nen Macht­cli­quen genutzt wer­den für die Eta­blie­rung ihrer poli­ti­schen Zie­le sie­he UN, sie­he EU. Das hat tota­li­tä­re, faschis­ti­sche Züge, weil Anders­den­ker des­avou­iert werden.

        • Lie­be Sabine, 

          ich glau­be nicht, dass es stimmt, dass durch man­geln­de Gestaltungsfähigkeit/Medienpräsenz Unwis­sen­heit gene­riert wird. Dei­ne Mög­lich­kei­ten, auf den Dis­kurs Ein­fluss zu neh­men, sind grö­ßer denn je. Roger ver­dient, so weit ich weiß, sein Geld damit, Home­pages zu gestal­ten. Er könn­te Dir dabei hel­fen, wie auch immer gear­te­te Infor­ma­tio­nen zu publi­zie­ren, wenn Du etwas zu sagen hät­test, das die­sen Auf­wand wert ist. Ver­mut­lich könn­te er Dir auch einen Platz auf achgut.de ver­schaf­fen, sofern die Qua­li­tät stimmt. Damit soll­test Du eini­ge hun­dert­tau­send Views krie­gen. Wenn Du Dich dann noch bemühst, eine Kon­tro­ver­se aus­zu­lö­sen, die in den sozia­len Medi­en viral wird, nehen Dich Mil­lio­nen von Men­schen wahr. Es gibt in der gesam­ten Welt­ge­schich­te kei­nen Zeit­punkt, an dem es leich­ter war, eine unbe­grenz­te Anzahl Men­schen zu errei­chen. Man muss nur etwas zu sagen haben, aus der Mas­se her­aus­ste­chen, und auf eine wirk­sa­me Ver­brei­tungs­stra­te­gie zurück­grei­fen. Es ist leicht, min­des­tens zehn­tau­sen­de Men­schen zu beein­flus­sen. Ein You­tube­ka­nal reicht schon, und dafür braucht man ledig­lich eine Web­cam und ein brauch­ba­res Mikrofon.

          Es ist auch leicht mög­lich, gegen die „Herr­schafts­pro­pa­gan­da“ zu agie­ren. Such Dir einen der zahl­rei­chen Zei­tungs­ar­ti­kel, in denen Lügen ver­brei­tet wer­den, und stel­le die Lügen rich­tig. Ich erin­ne­re mich zum Bei­spiel an Zei­tungs­ar­ti­kel von 2015, in denen behaup­tet wur­de, Aus­län­der sei­en nicht kri­mi­nel­ler als Deut­sche, und wür­den mehr Steu­ern zah­len, als sie kos­ten, die tri­vi­al ein­fach zu wider­le­gen waren. Sol­che Nara­ti­ve gibt es doch auch heu­te noch mas­sen­haft, und die­se sind so leicht wider­leg­bar, dass sie von nie­man­dem mehr geglaubt wer­den, der mal eine Rich­tig­stel­lung gele­sen hat. Genau dies ist das Pro­blem, dass unse­re Regie­ren­den mit sozia­len Medi­en haben, und wes­halb man vor eini­gen Jah­ren das Kon­zept der „Fake News“ aus dem Hut zau­ber­te. Die Regie­ren­den sagen uns auf die­se Wei­se doch dan­kens­wer­ter­wei­se selbst, wie man sie kaputt machen kann. Man muss nur ein­fach das machen, wor­über sie sich echauf­fie­ren, und zwar mas­sen­haft und auf eine Wei­se, die sie nicht unter­bin­den können.

          Das eigent­li­che Pro­blem mit der Unwis­sen­heit ist doch nicht, dass man eine Regie­rung nicht ihrer Legi­ti­mi­tät und Hand­lungs­fä­hig­keit berau­ben kann. Dies kann man. Das Pro­blem ist, dass man nichts hat, wodurch man sie erset­zen könn­te. „Nun sind sie ein­mal da“, ums mit Angies Wor­ten zu sagen.

          Neben­bei bemerkt glau­be ich nicht, dass unse­re Regie­rung, wenn man mal von ihrer Exis­tenz absieht, bes­ser geeig­net ist, als die Alter­na­ti­ven, die man ver­wirft. Ein­zig ist sie da. Es gibt da näm­lich ein ganz grund­le­gen­des Pro­blem, das ich auf­grei­fe, da Du von „poli­ti­scher Effi­zi­enz“ schriebst, und das, in der Tat, ein Pro­blem mit der Effi­zi­enz ist, das man mit den vor­han­de­nen Mit­teln nicht lösen kann:

          Je grö­ßer eine Grup­pe ist, des­to mehr gegen­sätz­li­che Inter­es­sen gibt es inner­halb die­ser Grup­pe, wodurch es immer schwie­ri­ger wird, Regeln zu defi­nie­ren, die für alle akzep­ta­bel sind. Eben­so wächst der Koor­di­na­ti­ons­auf­wand mit der Grup­pen­grö­ße- und Hete­ro­ge­ni­tät, weil dadurch alles unüber­schau­ba­rer wird. Aus die­sem Grund ist umso mehr koor­di­nie­ren­de Büro­kra­tie not­wen­dig, je grö­ßer oder hete­ro­ge­ner eine Grup­pe ist, wäh­rend der zusätz­li­che Nut­zen die­ser Büro­kra­tie immer wei­ter abnimmt. Will hei­ßen, dass gro­ße hete­ro­ge­ne Grup­pen nicht mit weni­gen Regeln aus­kom­men, und der Zusatz­nut­zen ein­zel­ner Regeln immer gerin­ger wird, wäh­rend die Kos­ten des büro­kra­ti­schen Over­heads mit jeder zusätz­li­chen Regel kon­stant stei­gen. Des­halb sind klei­ne Grup­pen effi­zi­en­ter als Gro­ße. Die­sen Effekt sieht man stän­dig in der Wirt­schaft, wenn Groß­un­ter­neh­men ihre Abtei­lun­gen in eigen­stän­dig wirt­schaf­ten­de Toch­ter­un­ter­neh­men abspal­ten, oder gänz­lich out­sour­cen, weil ein eigen­stän­di­ges Unter­neh­men eine Auf­ga­be effi­zi­en­ter ver­rich­ten kann, als eine Abtei­lung eines Großunternehmens. 

          Kurz gesagt, und zum mer­ken: Grö­ße und Hete­ro­ge­ni­tät machen Din­ge kom­ple­xer, Kom­ple­xi­tät macht Din­ge schwe­rer steu­er­bar, und unge­ord­ne­te Kom­ple­xi­tät erzeugt Reibungsverluste.

          „Poli­tisch effi­zi­ent sind über­schau­bare Gemein­schaf­ten mit demo­kra­ti­schen, trans­pa­ren­ten Struk­tu­ren, plu­ra­lis­tisch und meinungsoffen. “

          Nun folgt eine Ode an die Effizienz:

          Ich den­ke, dass es sich bei „Poli­ti­scher Effi­zi­enz“ und „Effi­zi­enz“ um zwei grund­ver­schie­de­ne Din­ge han­delt, wie man es schon von „Sozia­ler Gerech­tig­keit“ und „Gerech­tig­keit“ her kennt. Des­halb wäre ich dafür, ein ande­res Wort zu gebrau­chen, um nicht die posi­ti­ven Attri­bu­te von „Effi­zi­enz“ oder „Gerech­tig­keit“ fälsch­lich zu vereinnahmen.

          Erst­mal zur Defi­ni­ti­on: Das Wort „Effi­zi­enz“ beschreibt eine Mischung aus Spar­sam­keit und Wir­kungs­grad. Ein Sys­tem ist dann effi­zi­ent, wenn man kein Ele­ment die­ses Sys­tems ver­än­dern kann, ohne das Input/Output Ver­hält­nis des Sys­tems nach­tei­lig zu ver­än­dern. Das heißt zum Bei­spiel, dass ein Mikro­wel­len­ofen dann effi­zi­ent kon­stru­iert ist, wenn es nicht mög­lich ist, die Kon­struk­ti­on so zu ver­än­dern, dass ein Liter Was­ser, der sich im Inne­ren des Ofens befin­det, mit einer fest­ge­leg­ten Men­ge Strom stär­ker erhitzt wird, als mit der vor­he­ri­gen Kon­struk­ti­on. Eine Licht­quel­le ist dann effi­zi­ent, wenn man kein Ele­ment der Kon­struk­ti­on ver­än­dern kann, ohne die Licht­aus­beu­te pro Watt­se­kun­de zu reduzieren.

          Sofern sich „Poli­ti­sche Effi­zi­enz“ also auf den Effi­zi­enz­grad eines poli­ti­schen Sys­tems bezieht, ist das effi­zi­en­tes­te mög­li­che Sys­tem also eine abso­lu­te Dik­ta­tur, bei der es kei­ne Checks&Balances gibt, und inner­halb derer das Wort des KOMPETENTEN Dik­ta­tors das unein­ge­schränkt gül­ti­ge Gesetz ist. Auf die­se Wei­se wird jeder Rei­bungs­ver­lust ver­mie­den, und der erreich­ba­re Effi­zi­enz­grad wird ein­zig durch die Kom­pe­tenz des Dik­ta­tors, und die Vor­ga­ben der Natur­ge­set­ze, begrenzt.

          Sofern es dar­um geht, einen bestimm­ten Zustand her­zu­stel­len, ist das effi­zi­en­tes­te Sys­tem eine abso­lu­te Dik­ta­tur mit einem kom­pe­ten­ten Dik­ta­tor, der ein bestimm­tes Ziel ver­folgt. Sofern es also um das Wohl der Bevöl­ke­rung geht, ist das effi­zi­en­tes­te Sys­tem eine abso­lu­te Dik­ta­tur mit einem kom­pe­ten­ten und „wohl­wol­len­den“ Diktator. 

          Demo­kra­tie und Poli­tik sind, auf­grund der gan­zen Rei­bungs­ver­lus­te und Kom­pro­miss­lö­sun­gen, nicht effi­zi­ent. Weder in ihrem Wesen, noch in ihrer Ent­schei­dungs­fin­dung, noch in ihrer Umset­zung eben­die­ser. Wenn es um Effi­zi­enz geht, und man ein poli­ti­sches Sys­tem haben will, sind also­lu­te Dik­ta­tu­ren bes­ser als Demokratien.

          So weit, so logisch.

          Aus dem zuvor geschrie­be­nen, wür­de ich fol­gern, dass sich gro­ße Gemein­schaf­ten mit den Mit­teln der Poli­tik über­haupt nicht auf eine effi­zi­en­te Wei­se gestal­ten las­sen. Eine gro­ße Gemein­schaft effi­zi­ent zu gestal­ten, ist ein Pro­blem, das zu kom­plex ist, um von Men­schen gelöst zu wer­den. Men­schen kön­nen höchs­tens klei­ne Gemein­schaf­ten auf Effi­zi­enz trim­men, und in die­sem Bezug haben Dik­ta­to­ren die bes­se­ren Aus­sich­ten, ein effi­zi­en­tes Ergeb­nis zu schaf­fen, als Demokraten.

          Wenn Du gro­ße und hete­ro­ge­ne Grup­pen von Men­schen effi­zi­ent koor­di­nie­ren willst, brauchst Du ein Opti­mie­rungs­ver­fah­ren, das etwas leis­tet, zu dem kein Mensch fähig wäre. 

          Evo­lu­ti­on ist in die­sem Bezug der Klas­si­ker, jedoch opti­miert Evo­lu­ti­on nicht auf Effi­zi­enz, son­dern dar­auf­hin, mög­lichst vie­le Babies in die Welt zu set­zen, und die­se lan­ge genug am Leben zu erhal­ten, bis die­se wie­der­um selbst mög­lichst vie­le Babies in die Welt set­zen, und die gan­ze Zeit über Kon­kur­ren­ten zu ver­drän­gen. Dies ist die Front, auf der wir gera­de am ver­lie­ren sind.

          Demo­kra­tie ist kein Opti­mie­rungs­ver­fah­ren, son­dern ein Steue­rungs­ver­fah­ren, das nicht effi­zi­ent funk­tio­niert. Dik­ta­tu­ren funk­tio­nier­ten nicht mit gro­ßen Grup­pen. Mit Demo­kra­tie oder mit gro­ßen Grup­pen ist kein effi­zi­en­ter Zustand erreichbar.

          Wir hat­ten, vor nicht all­zu­lan­ger Zeit, auch noch ein ande­res Opti­mie­rungs­ver­fah­ren, das Effi­zi­enz gene­rier­te, bei dem wir Dik­ta­tu­ren mit Evo­lu­ti­on kom­bi­nier­ten. Wir hat­ten mal unzäh­li­ge win­zig­klei­ne Dik­ta­tu­ren mit Allein­herr­schafts­an­spruch in einer evo­lu­tio­nä­ren Umge­bung gegen­ein­an­der anstin­ken lie­ßen. Wir nann­ten die­se abso­lu­tis­ti­schen Dik­ta­tu­ren nur anders, näm­lich bezeich­ne­ten wie sie als „Fami­li­en“, „Gemein­den“, „Unter­neh­men“, etc. Aber die­ses Opti­mie­rungs­ver­fah­ren haben wir kaputt gemacht, als wir damit auf­hör­ten, Pri­vat­ei­gen­tum als abso­lu­tes Besitz­recht zu defi­nie­ren. Seit­dem ver­lie­ren wir gegen die Evolution.

          Du schreibst, dass EU und UN einen Hang zu Tota­li­ta­ris­mus und Faschis­mus haben, weil sie Regeln erlas­sen, die kei­ner haben will. Die Welt ist jedoch ein rie­sen­gro­ßes, und furcht­bar hete­ro­ge­nes Sys­tem. Das, was Du als „Faschis­mus und Tota­li­ta­ris­mus“ bezeich­nest, ist doch nur das Resul­tat des­sen, dass man ver­sucht ein unglaub­lich kom­ple­xes Sys­tem zu kon­trol­lie­ren, wäh­rend dies nur auf eine furcht­bar inef­fi­zi­en­te Wei­se mach­bar ist. Das, was Du siehst, ist der Teil die­ser Inef­fi­zi­enz, der da sicht­bar ist, wo Du wohnst. Wür­dest Du anders­wo woh­nen, wür­dest Du einen ande­ren Teil die­ser Inef­fi­zi­enz sehen. Als Lösung möch­test Du weni­ger EU und UN haben, und dafür mehr klei­ne Gebil­de mit loka­lem Allein­herr­schafts­an­spruch. Soweit stim­me ich Dir zu. 

          Die BRD ist aber auch ziem­lich groß und hete­ro­gen, und somit ein see­ehr kom­ple­xes Sys­tem, und die­je­ni­gen, die Dich miss­han­deln, arbei­ten weder für die UN noch für EU, son­dern für die BRD. War­um ist die BRD Dei­ner Mei­nung nach nicht auch zu groß und hete­ro­gen, um über­haupt effi­zi­ent struk­tu­rier­bar zu sein? 

          @Roger:
          War Die das jetzt flo­ret­tig genug? Du kannst ger­ne mei­ne Form und Tech­nik korrigieren.

          • Lie­ber Rolf,
            1. ich besu­che meh­re­re Blogs ähn­li­cher poli­ti­scher Aus­rich­tung und bewe­ge mich des­halb, wie die ande­ren Inter­es­sen­ten, in einer algo­rith­mi­schen Bla­se. Die Öffent­lich­keit wird haupt­säch­lich durch die Medi­en, Funk, Fern­se­hen und Pres­se erreicht. Die Erklä­rung 2018 hat es mit viel Auf­wand zahl­rei­cher Betei­lig­ten in den Peti­ti­ons­aus­schuss geschafft, den­noch wird die Öffent­lich­keit nicht davon infor­miert. Das ist bewuß­te Meinungsunterdrückung.
            Genau so ver­hält es sich mit fake news.
            2. Effi­zi­enz ist die Eigen­schaft mit weni­gen, aber gut durch­dach­ten Mit­tel den größt­mög­li­chen Out­put zu schaf­fen. Das struk­tu­riert und schafft Über­sicht und ist auf­grund einer genia­len Einfachheit
            eine sehr demo­kra­ti­sche Vor­he­hens­wei­se, da ein­fach zu verstehen
            und gleich­zei­tig trans­pa­rent. Das gilt für die Poli­tik genau­so wie für eine Wasch­ma­schi­ne oder einen Tages­ab­lauf. Es gibt aber auch Men­schen, die es kom­pli­ziert mögen…
            3. Natio­nen sind über Jahr­hun­der­te ent­stan­de­ne sozia­le Gemein­schaf­ten und sie ent­spre­chen dem evo­lu­tio­nä­ren Ver­hal­ten des Men­schen. Gro­ße Natio­nen blei­ben in der Regel nur demo­kra­tisch, wenn sie als Staa­ten­bund die Über­schau­bar­keit bei­be­hal­ten, wie die USA. UN und EU sind nicht demo­kra­tisch gewählt, eben­so­we­nig wie NGO’s. Sie kön­nen hel­fen, wenn die Poli­tik sie dar­um bit­tet, aber nicht Poli­tik betrei­ben mit dem Geld der Steu­er­zah­ler. Dazu besteht kei­ne Legitimation.
            So, Rolf, jetzt kennst Du mei­ne Mei­nung. Teil­wei­se kann ich dei­ner Argu­men­ta­ti­on nicht fol­gen, aber ich gab mir Mühe deinen
            Gedan­ken­gän­gen zu fol­gen. Effi­zi­enz ist offen­sicht­lich kein Ste­cken­pferd von Dir, wie man an Dei­ner umfang­rei­chen Kor­re­spon­denz erken­nen kann. Du bist mehr der Typ, der sich ‚in-die-Sache-rein­kniet ‘ und in der Tie­fe stö­bert. Wie der Effi­zi­en­te den Blick für das Detail ver­lie­ren kann, ver­liert der Detailverliebte
            manch­mal den Über­blick. Offen­sicht­lich braucht man beide.
            Ich fin­de es übri­gens scha­de, daß auf die­sem Block die Leute
            nicht ihre Namen nen­nen. War­um ist das so?
            LG Sabine

          • Lie­be Sabine,

            1. Dass unse­re Regie­rung eine kor­rup­te Cli­que ist, die kei­nen Bock auf Kon­kur­renz von außen hat, liegt doch in der Natur der Sache begrün­det. Wenn es einen Ver­drän­gungs­wett­be­werb auf­grund von Leis­tung gäbe, wären die Pos­ten und Pöst­chen der Akteu­re nicht mehr sicher, und das Stück des Kuchens, den sie sich zuschan­zen kön­nen, wür­de klei­ner wer­den. Dies zu unter­bin­den ist ein unter Mono­po­lis­ten übli­ches Ver­hal­ten. Genau die­ses Ver­hal­ten ist, was Mono­po­le zu etwas Schlech­tem macht.

            Du hast die Mög­lich­keit, in die Außer­par­la­men­ta­ri­sche Oppo­si­ti­on zu gehen. Willst Du behaup­ten, dass Du nicht die Mög­lich­keit hät­test, min­des­tens zehn­tau­send Men­schen zu errei­chen, wenn Du Dich etwas anstren­gen wür­dest, und so tätest, als sei es Dir mit die­sem Vor­ha­ben ernst? Was mehr könn­test Du haben wol­len? Willst Du, mit einem gro­ßen Stab von Fach­leu­ten und Psy­cho­lo­gen, jeden Ein­woh­ner im Kin­des­al­ter mit Dei­nen Inhal­ten indok­tri­nie­ren, so, wie der Staat es in Schu­len macht, bis Du meinst, Du hät­test eine Chan­ce, die Öffent­lich­keit zu erreichen?

            2. Effi­zi­enz ist das Ver­hält­nis von Input zu einem defi­nier­ten Out­put, oder das Ver­hält­nis von rich­ti­gem zu fal­schem Out­put. Effi­zi­enz ist immer rela­tiv, und nie­mals abso­lut. Also nicht ein­fach nur „Größt­mög­li­cher Out­put“, son­dern „Größt­mög­li­cher Out­put bei gleich­blei­ben­dem Input“. Effi­zi­enz ist auch nicht gleich­be­deu­tend mit „Ein­fach­heit“, wobei es umso leich­ter ist, Din­ge zu opti­mie­ren, je gerin­ger ihre Kom­ple­xi­tät ist.

            Aber, da Du sagst, Effi­zi­enz sei demo­kra­tisch… Kannst Du mir ein effi­zi­en­tes Ding nen­nen, das in der Rea­li­tät vor­kommt, und ent­we­der auf demo­kra­ti­schem Wege ent­stan­den ist, oder auf demo­kra­ti­schem Wege effi­zi­ent funk­tio­niert? Die Din­ge, die in der Rea­li­tät vor­kom­men, und bei denen Effi­zi­enz ein Kri­te­ri­um ist, sind abso­lut unde­mo­kra­tisch, und wür­den schei­tern, wenn man sie demo­kra­ti­sie­ren wür­de. Ein Flug­zeug, das von einer Mehr­heits­ent­schei­dung sei­ner Pas­sa­gie­re gesteu­ert wird, wür­de abstür­zen, oder gegen einen Berg flie­gen, weil die Pas­sa­gie­re sich nicht ent­schei­den könn­ten, ob sie links oder Rechts aus­wei­chen sol­len. Beson­ders, wenn die Pas­sa­gie­re selbst kei­ne Pilo­ten sind, und nicht wis­sen, was sie tun. Und eine Lan­dung ist ein viel zu kom­ple­xer Pro­zess, um auf demo­kra­ti­sche Wei­se umsetz­bar zu sein. Und Flug­zeug­flie­gen ist eine ver­gleichs­wei­se ein­fa­che Tätig­keit. Bei einer Lan­dung bei gutem Wet­ter muss man nur Geschwin­dig­keit und Anstell­win­kel beach­ten. Ein Flug­zeug zu lan­den ist ein ein­fa­che­res Pro­blem, als einen Staat zu steu­ern. Ein gutes Auto zu bau­en ist eben­falls ein leich­te­res Pro­blem, als ein gutes Rechts­sys­tem zu kon­stru­ie­ren. Gibt es demo­kra­tisch ent­wor­fe­ne Autos, die ein wie auch immer defi­nier­tes Opti­mum erfüllen?

            Du sprichst Dich doch dafür aus, ein Ding mit der Lösung schwe­rer Pro­ble­me zu beauf­tra­gen, dass es nicht­mal schafft, ver­gleichs­wei­se ein­fa­che Pro­ble­me zufrie­den­stel­lend zu lösen.

            3. Natio­nen ent­spre­chen nicht dem evo­lu­tio­nä­ren Ver­hal­ten der Men­schen. Unser Gehirn ist nicht dafür aus­ge­legt, eine sozia­le Bin­dung zu mehr als unge­fähr 30 Men­schen zu haben. Men­schen kön­nen nicht mehr als die gro­ben per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten von ich glau­be 150 Men­schen eini­ger­ma­ßen detail­liert im Kopf behal­ten. Ich glau­be, 150 war sogar die Ober­gren­ze. Wenn jemand mehr Kon­tak­te hat, dann inter­agiert er nicht mehr mit Men­schen, son­dern mit Akten, Kun­den, etc.. Men­schen sind, evo­lu­tio­när, dazu geschaf­fen, in klei­nen Stäm­men zu leben, in denen jeder jeden lebens­lang kennt, und deren Zusam­men­halt in etwa dem Zusam­men­halt des US Mari­nes Corps ent­spricht. Wenn man ver­sucht, grö­ße­re nicht-tri­via­le Grup­pen­iden­ti­tä­ten zu erschaf­fen, benö­tigt man in der Regel Gehirn­wä­sche­tech­ni­ken und Zwang. Also nix mit „natür­lich“.

            Abge­se­hen davon ist „Natio­na­li­tät“ heut­zu­ta­ge eine der­ma­ßen schwa­che Gemein­sam­keit, dass man inner­halb eines Brief­mar­ken­samm­ler­ver­eins – Ganz zu schwei­gen, von einem Stamm oder einer Groß­fa­mi­lie – mehr Zusam­men­halt hat, als in einer zufäl­lig zusam­men­ge­wür­fel­ten Grup­pe von den Ange­hö­ri­gen einer Nati­on. Dir soll­te auf­ge­fal­len sein, wie deut­lich unser Ver­fas­sungs­pa­trio­tis­mus gegen den Zusam­men­halt von Groß­fa­mi­li­en ver­liert, falls Du mal die Zei­tungs­be­rich­te über die Fami­li­en­klans in Ber­lin gele­sen hast. Und das ist ein „David vs. Goli­at“ Kampf. Ver­fas­sungs­pa­trio­ti­sche Gebil­de sind weder natür­lich noch effizient.

            4. Du hast mir noch nicht erklärt, wes­halb die BRD nicht zu groß und hete­ro­gen ist, um einen Satz von Regeln defi­nie­ren zu kön­nen, der die BRD effi­zi­ent steu­ert. Ich habe Dir erklärt, wes­halb die Kom­ple­xi­tät von Sys­te­men mit ihrer Grö­ße und Hete­ro­ge­ni­tät ansteigt, und habe erklärt, wie man Effi­zi­enz erken­nen kann. Du müss­test mir nun sagen, wes­halb die Auf­ga­be, aus einem Ding, das so groß und hete­ro­gen wie die BRD ist, ein Ding zu machen, das effi­zi­ent ist, Dei­ner Ansicht nach über­haupt im Bereich des Mög­li­chen liegt. Bezie­hungs­wei­se, auf wel­chem Weg Demo­kra­tie dazu in der Lage ist, aus Cha­os eine effi­zi­en­te Struk­tur zu erschaf­fen, die die Eigen­schaf­ten hat, die Du wünschst.

            Wenn Dir das Argu­ment zu abs­trakt ist, kann ich es ger­ne wei­ter aus­füh­ren. Aus mei­ner Sicht erscheint es als magi­sches Den­ken, anzu­neh­men, ein Sys­tem, das so groß und hete­ro­gen wie die BRD ist, kön­ne effi­zi­ent funk­tio­nie­ren. Man kann höchs­tens argu­men­tie­ren, dass Demo­kra­tie die Bevöl­ke­rung der BRD in einer Wei­se ver­än­dert, in der sie ohne Demo­kra­tie nicht mehr funk­tio­nie­ren kann, aber nicht, dass sie dadurch effi­zi­en­ter wird. Also ein Gehirn­pa­ra­sit, der Dich umbringt, wenn Du ihn raus­reißt. Ver­gleich­bar mit bestimm­ten Reli­gio­nen. Des­halb aber noch lan­ge kein Sym­bio­nt, der Dei­nen Stoff­wech­sel opti­miert, und Dir Nähr­stof­fe zur Ver­fü­gung stellt, die Du andern­falls nicht hättest. 

            Die ein­zi­ge posi­ti­ve Aus­wir­kung, die Demo­kra­tie im Ver­gleich zur Abwe­sen­heit eines Herr­schafts­sys­tems hat, hät­te man auch mit jedem ande­ren Herr­schafts­sys­tem, ein­schließ­lich der Sharia: Demo­kra­tie schafft, als gemein­sa­mer Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fak­tor, eine Grup­pe, die groß genug ist, um Abweich­ler tot­zu­schla­gen. Vie­le schla­gen weni­ge tot, und schaf­fen dadurch Ord­nung. Die­sen Effekt hat jedes Herr­schafts­sys­tem, und Reli­gio­nen haben das auch schon hinbekommen.

            5. Ich bin nicht sicher, ob es Sinn macht, mein Geschreib­sel als inef­fi­zi­ent zu bezeich­nen. Ich zer­schie­ße die übli­chen Grund­an­nah­men, die Men­schen hier­zu­lan­de haben, und ste­he daher vor der Auf­ga­be, die­se gründ­lich genug zer­le­gen zu müs­sen, um nicht mit „gerun­de­te 100 von 100 Leu­ten den­ken, was ich den­ke, also hab ich Recht“ kon­fron­tiert zu wer­den. Bring mal auf effi­zi­en­te Wei­se jeman­dem bei, wie man E=mv²/2 anwen­det, des­sen gesam­te Bil­dung aus der Koran­schu­le stammt. Da gehts nicht um Effizienz.

            6. Ich kann nur für mich reden, aber ich blei­be ger­ne anonym. Ich möch­te nicht in eini­gen Jah­ren im KZ lan­den, weil ich heu­te etwas gepos­tet habe. Oder heu­te für etwas, das ich vor eini­gen Jah­ren gepos­tet habe. Ich hal­te das für so selbst­ver­ständ­lich, wie das Zähneputzen.

            • Rolf, Sabi­ne hat schon recht. Sie meint z.B. dass dei­ne Tex­te oft ein wenig zu lang sind. Ich weiß z.B. nicht, war­um du auf Kor­rup­ti­on an und für sich unter num­mer 1. ein­gehst, statt ein­fach mög­lichst knapp und effi­zi­ent den von Sabi­ne vor­ge­tra­ge­nen Punkt ent­we­der zu bestä­ti­gen oder zu wie­der­le­gen. Es ist schwer 10,000 Leser zu errei­chen. Ich weiß nicht, was du mit „ernst mei­nen“ meinst. Es geht dar­um, dass vie­le Mei­nun­gen im deut­schen Dis­kurs nicht prä­sent sind, weil die Kos­ten zu hoch sind. Der Anse­hens­ver­lust in Fami­lie und Beruf kann beträcht­lich sein, wenn man auf Ach­gut, Tichy oder PI-News sei­ne Mei­nung los wird. Wie Sabi­ne auch aus­führt erreicht man auch nur mar­gi­nal neue Men­schen für ein Umden­ken, die nicht schon von ande­ren erreicht wur­den. Du gehst auf ihre Punk­te gar nicht wirk­lich ein.

            • Lie­ber Ben,

              Mei­ne Tex­te sind des­halb so lang, weil ich ver­su­che, ein Argu­ment zu unter­brei­ten, und nicht nur eine Mei­nung. Und, ich muss sagen, die­ses Nor­mie­tum ist mir ganz schön fremd. Ich kann nicht ver­ste­hen, wie man so sein kann, und ver­su­che zu erklä­ren, wie man denkt.

              Sabi­nes Punkt 1 bezog sich auf Regie­rungs­han­deln. Ich betrach­te den öffent­li­chen Rund­funk als die Pro­pa­gan­da­ab­tei­lung unse­rer Regie­rung, und die Erklä­rung 2018 war an die Regie­rung gerich­tet. Mei­ne Ent­geg­nung war, dass Regie­run­gen nun­mal Mono­po­le sind, und Mono­po­le, die nicht vom Markt in Schach gehal­ten wer­den, anfäl­lig für Kor­rup­ti­on sind. Die von Sabi­ne erwähn­ten Ver­hal­tens­wei­sen der Regie­rung als Kor­rup­ti­on zu betrach­ten, hal­te ich für zutreffend. 

              Punkt 2, also, dass man, auf­grund einer Fil­ter­bla­se angeb­lich kei­ne neu­en Men­schen errei­chen kann, ist Bull­shit. Im Deutsch­spra­chi­gen Raum ist „Rechts“ so lahm und lang­wei­lig, dass sich nie­mand dafür inter­es­siert, der kein Ideo­lo­gie-Jun­kie auf der Suche nach dem nächs­ten Schuss ist. Dar­um sinds Spin­ner und Lang­wei­ler unter sich. Inter­es­san­te Men­schen sind nicht von den sel­ben Schran­ken betrof­fen. Der Ers­te, der hier­zu­lan­de Musel&Lefties mit nem „Allah is a gay god“-Informationsstand dazu trig­gert, vor lau­fen­der Kame­ra ne Innen­stadt platt zu machen, wird ein Rock­star sein, der sich noch im hohen Alter nicht vor Grou­pies ret­ten kön­nen wird.

              Punkt 3, also die „sozia­len Fol­gen“, klingt nach der defä­tis­ti­schen Nor­mie-Echo­kam­mer, die Du mal ver­las­sen soll­test, weils dar­in nach Moder stinkt. Ich war neu­lich auf ner Hip­pie-WG-Fei­er ein­ge­la­den. Die Anti­fa-Flag­ge hing direkt neben der Ein­gangs­tür, und es gab einen Anti­fa-Stuhl­kreis, dem ich mit den Wor­ten „Aus Euch mach ich auch noch Nazis“ bei­trat. Anschlie­ßend ver­such­te ich, die ich davon zu über­zeu­gen, die AfD zu wäh­len. War wit­zig, und lief bes­ser als gedacht. 

              Mal abge­se­hen davon… Ist es nicht ganz schön pein­lich, einer Grup­pe von Men­schen anzu­ge­hö­ren, von der man denkt, dass sie einem jeder­zeit in den Rücken fal­len könn­te, wenn man sich auf eine uner­wünsch­te Wei­se äußert? Ich mei­ne, mit sol­chen Leu­ten will doch kein Mensch die rest­li­chen Jahr­zehn­te ver­brin­gen, die ihm noch auf Erden blei­ben. Und mit sol­chen Leu­ten will man auch nichts zu tun haben, weil man sich sonst jede Aus­sicht auf ein wün­schens­wer­tes Lebens­um­feld ver­baut. Daher:

              1. Die­se Grup­pe ist klei­ner, als Du denkst, weil kein klar den­ken­der Mensch zu die­ser Grup­pe gezählt wer­den will
              2. Men­schen, die die­ser Grup­pe ange­hö­ren, willst Du nicht in Dei­nem Leben haben

              Ernst­haft: Ver­lass Dei­ne Nor­mie-Echo­kam­mer. Dar­in ists nicht gesund. 

              Und Punkt 4: Natür­lich ist es schwer, 10000 Leu­te zu errei­chen, wenn man dan hal­ben Tag vorm Han­dy oder Fern­se­her dad­delt, und auch sonst wenig zu sagen hat. Aber in die­sem Fall ists einem halt wich­ti­ger zu dad­deln. Das Uni­ver­sum respek­tiert sol­che Ent­schei­dun­gen. Ansons­ten gab es nie­mals bes­se­re Vor­aus­set­zun­gen als jetzt.

    • Der Wahr­heits­ge­halt hat kei­ne prak­ti­sche Bedeu­tung; was zählt, ist die sozia­le Gefäl­lig­keit. Der Mensch ist ein Her­den­tier und passt sich der vor­herr­schen­den Mei­nung an. Glück­li­cher­wei­se gibt es in den USA gera­de eine star­ke Bewe­gung gegen die­se Gesinnungsduselei.

      Rund 55 pro­gram­ma­ti­sche Loser-Län­der und zahl­rei­che wei­te­re kor­rup­te Regimes bestim­men die Agen­da der UNO. Doch Trump klinkt sich da gera­de aus, lässt sich von den „Sh.Countries“ nichts mehr sagen. Genau­so Orbán, Zeman, Fico, Sal­vi­ni, Kurz, Le Pen und vie­le ande­re auch.

      Die wohl­stands­ver­wahr­los­te Cli­que liegt gera­de in ihren letz­ten Zügen; ihre Lücken und Lügen sind Zei­chen der Ago­nie. Wahr­schein­lich sind wie immer die Deut­schen das letz­te Häuf­lein der Auf­rech­ten, die auch dann noch an einen End­sieg des Kom­mu­nis­mus glau­ben, wenn Deutsch­land längst Alma­ni­stan heißt.

  11. Was für eine per­ver­se Idee. Das bedeu­tet schließ­lich: in Afri­ka wer­den wei­ter wie ver­rückt Kin­der „pro­du­ziert“. Von 10 Kin­dern schickt man 8 nach Euro­pa damit die­se Geld nach Hau­se schi­cken und 2 hel­fen den Eltern bei der Feld­ar­beit. Nach ein paar Jah­ren kann ja getauscht werden.
    Ande­rer­seits heißt das aber auch, ich suche mir ein rei­ches Indus­trie­land, erklä­re mich zum Migran­ten und las­se mich bei­spiels­wei­se in Nor­we­gen durch­füt­tern. Gute Idee fürs Alter.

    • Tja, lie­ber Falk, natür­lich haben Sie (absicht­lich?) einen klei­nen Denk­feh­ler eingeplant.
      Nor­we­gen ist nicht so bescheu­ert und ein­fäl­tig, wie das kaput­te, mehr und mehr ver­blö­den­de Deutschland.
      In Nor­we­gen kom­men Sie, bei Ihrem Vor­ha­ben, Ruck-Zuck in die Klappsmühle.
      Dort erhal­ten Sie (viel­leicht) aus­rei­chend Nahrung.

    • Es kommt noch bes­ser : Durch die Poly­ga­mie sind sowie­so ein paar Män­ner übrig :
      Die haben im Ruck­sack zusätz­li­ches Gepäck : den Dschhad.

    • Hel­fen? Arbeit? Was für häss­li­che Wör­ter! In vie­len Kul­tu­ren ist es eines Man­nes nicht wür­dig zu arbei­ten. Arbeit ist was für Frau­en und Skla­ven; das steht schon geschrieben.

      Ech­te Män­ner war­ten, bis ihnen die gebra­te­nen Dat­teln in den Mund flie­gen. Zur Not wird der Schwa­ger erschla­gen wie das unser Sie­gau­en-Königs­sohn aus Gha­na getan hat. Mit der Beu­te kann man schon wie­der ein paar Mona­te leben.

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