Betrach­ten Sie die nach­fol­gen­den Zeilen bitte als Auf­for­de­rung, mir zu wider­spre­chen. Denn was Sie hier gleich lesen werden, wird Ihnen nicht gefal­len und auch mir gefällt es nicht. Sogar schrei­ben kann ich das nur mit Wider­wil­len. Von Zeit zu Zeit kann es aber ganz nütz­lich sein, einen Schritt zurück zu treten und ein Problem, das man offen­sicht­lich jah­re­lang ver­geb­lich zu lösen ver­suchte, von einem anderen Stand­punkt aus zu betrach­ten. Dieser andere Stand­punkt ist in diesem Fall nicht von Absich­ten und Zielen deter­mi­niert, sondern von Tat­sa­chen und sta­tis­ti­schen Über­le­gun­gen, die alle­samt in der Praxis anschau­bar exis­tie­ren. Doch wie gesagt: gefal­len wird Ihnen das nicht und es gibt viele Men­schen, die einen schönen Traum der Wirk­lich­keit vor­zie­hen und sich deshalb auch wei­ter­hin weigern werden, auf­zu­wa­chen. Meine These: alle staat­lich finan­zier­ten Anstren­gun­gen zur Inte­gra­tion werden letzt­lich schei­tern – und alle Betei­lig­ten ahnen es bereits.

Es kommt nicht oft vor, dass eine Erkennt­nis wie aus dem Nichts einem gera­dezu die Füße weg­reißt, doch neulich hatte ich einen solchen Moment. Für jeman­den, der wie ich dem Sar­kas­mus zuneigt und es gewohnt ist, in ein­ge­schla­ge­nen Wegen nach Stock und Stein zu suchen, ist es eigent­lich wichtig, an die Mensch­heit und deren prin­zi­pi­el­len Fort­schritt zu glauben und es als irgend­wie aus­ge­macht zu betrach­ten, dass es trotz aller Tor­hei­ten in letzter Kon­se­quenz immer irgend­wie nach vorn geht, selbst wenn schon ein ober­fläch­li­cher Blick in die Geschichte zeigt, dass es so einfach nicht ist. Die aktu­elle Erkennt­nis jedoch, von der ich nur hoffen kann, dass sich in meiner Betrach­tung darin ein mas­si­ver logi­scher Fehler ein­ge­schli­chen hat, lässt mich ver­za­gen.

Eine verzweifelte Debatte

Der Islam und die Frage, ob er zu Deutsch­land gehöre, beschäf­tigt momen­tan das ganze Land. Abge­lei­tet daraus auch die Debatte um Kopf­tuch und Burka. Da ich selbst jede Art von Ver­schleie­rungs­zwang als patri­ar­cha­les Unter­drü­ckungs­in­stru­ment ablehne, müsste ich bei der Ver­bots­de­batte eigent­lich klar eine gesetz­li­che Rege­lung unter­stüt­zen. Für echte Voll­ver­schleie­rung lassen sich im Alltag, wo „Gesicht zeigen“ ange­sagt ist, auch leicht der­ar­tige Rege­lun­gen finden und durch­set­zen. Ich fürchte nur, dass wir uns so sehr auf das Kopf­tuch als äußeres Symbol der Abgren­zung kapri­zie­ren – was es meiner Meinung nach natür­lich ist – dass wir ver­drän­gen, dass es nur ein Symptom ist und die weitaus fol­gen­rei­chere Ver­schleie­rung nicht auf dem Kopf, sondern im Inneren der Köpfe statt­fin­det. Enissa Amani zum Bei­spiel gilt als das, was man eigent­lich als modern, inte­griert und „pro west­lich“ feiern könnte. Die Tochter ira­ni­scher Dis­si­den­ten, die vor Cho­me­nis Scher­gen nach Deutsch­land flohen, trägt weder ein Kopf­tuch, noch ist sie bisher durch beson­de­ren Glau­bens­ei­fer auf­ge­fal­len. Als sie jedoch am 9.4.2018 in der Sendung „Plas­berg“ jede Kritik am Islam mit einem Whata­bou­tis­mus nie­der­schrie, der aus dem Jahr 2001 zu kommen schien, rieben sich die Zuschauer ver­wun­dert die Augen. So denkt sie? So kri­tik­los ver­tei­digt sie eine Reli­gion, mit deren extre­me­ren Erschei­nungs­for­men sie auf­grund ihrer Lebens­weise kaum in Kontakt steht, obgleich ihre Familie vor eben diesen Extre­men nach Deutsch­land getrie­ben wurde? War Amani nicht eigent­lich ein Mus­ter­bei­spiel für gelun­gene Inte­gra­tion? Sind Ober­fläch­lich­kei­ten wie west­li­che Klei­dung, Auf­tritte im deut­schen Fern­se­hen und ein abge­bro­che­nes Jura­stu­dium etwa kein aus­rei­chen­des Zeichen dafür, in unserer Gesell­schaft „ange­kom­men“ zu sein? Man staunt nicht schlecht, wenn im Fern­seh­stu­dio selbst die Muslima neben Amani, die mit Kopf­tuch, dif­fe­ren­zier­tere Ant­wor­ten zu geben im Stande ist, als die auf­ge­don­nerte und unver­schlei­erte Comedy-Tante. Können wir aus solchen Ein­zel­fäl­len etwas für das Groß­pro­jekt deut­scher Gründ­lich­keit namens „Inte­gra­tion“ lernen? Heißt „inte­griert“ zu sein bereits, kein Kopf­tuch zu tragen, während man unre­flek­tiert im geis­ti­gen Hin­ter­stüb­chen die Prin­zi­pien einer archai­schen Stam­mes­kul­tur ver­tei­digt, wie Amani dies tut? Wie sind die Fort­schritte dieses Groß­pro­jek­tes ohne Start und Ziel zu bewer­ten und in welchem Ver­hält­nis stehen sie zu den Anstren­gun­gen, den Fehl­schlä­gen und den Selbst­täu­schun­gen?

Integration als linke Alibi-Veranstaltung

Während sich die „gesell­schaft­li­chen Anstren­gun­gen“ zur Inte­gra­tion für Libe­rale und Kon­ser­va­tive letzt­lich als Selbst­täu­schung erwei­sen wird, sind sie für Linke und Grüne eigent­lich ein Wider­spruch in sich. Denn wer die Ver­schie­den­heit in allen Aspek­ten als „Wert an sich“ feiert, dem sollte der Zweck einer Inte­gra­tion, also das Anpas­sen von Ver­hal­tens­wei­sen und Denk­mus­tern an die Normen der Mehr­heits­ge­sell­schaft, als Wert­min­de­rung erschei­nen und deshalb abzu­leh­nen sein. Dem steht aber die Tat­sa­che ent­ge­gen, dass sich beson­ders eher im linken Spek­trum behei­ma­tete Men­schen in Berei­chen umtun, die von der Inte­gra­tion als staat­lich aner­kannte Aufgabe pro­fi­tie­ren. Sozio­lo­gen, Sozi­al­ar­bei­ter, Flücht­lings­hel­fer, Migra­ti­ons­for­scher, Integrationsbeauftragte…die Liste der Berufe, der Insti­tute und staat­lich ali­men­tier­ten Initia­ti­ven, von Ver­ei­nen und den Minis­te­rien nach­ge­ord­ne­ten Orga­ni­sa­tio­nen, die „Inte­gra­tion“ aktiv betrei­ben und ihre eigene Arbeit selbst mit Lob und Bedeu­tung über­schüt­ten, ist lang. Während also die Inte­gra­tion von links betrom­melt und als „in pro­gress“ dar­ge­stellt wird, bleibt sie wegen des ver­mu­te­ten Eigen­wer­tes der Inho­mo­ge­ni­tät in Wirk­lich­keit zählbar aus.

Der kon­ser­va­tive Teil der Bevöl­ke­rung, der sich von der Inte­gra­tion eine Anglei­chung der Werte und Normen ver­spricht, täuscht sich deshalb über die Effek­ti­vi­tät der unter­nom­me­nen Anstren­gun­gen und wird bezüg­lich der erreich­ba­ren Ergeb­nisse eben­falls getäuscht. Zur Veri­fi­zie­rung dieser meiner Ver­mu­tung müsste man für eine gewisse Zeit alle Anstren­gun­gen (ins­be­son­dere die finan­zi­el­len) zur Inte­gra­ti­ons­för­de­rung kom­plett ein­stel­len und die dann mess­ba­ren Erfolge, die sich aus per­sön­li­chen Ent­schei­dun­gen eigen­ver­ant­wort­lich natür­lich dennoch ergeben werden, mit dem tat­säch­lich lang­fris­ti­gen Erfolg aller finan­zier­ten Zwangs­maß­nah­men ver­glei­chen. Auch wenn ein solches Expe­ri­ment leider nie statt­fin­den wird, vermute ich, dass der Wegfall des gesam­ten steu­er­fi­nan­zier­ten Inte­gra­ti­ons­weih­rau­ches eher zu mehr als zu weniger Inte­gra­ti­ons­er­fol­gen führen würde. Nach­hal­ti­ger wäre dieser Erfolg ohnehin, weil er zwar wohl­wol­lend betrach­tet werden kann, letzt­lich aber aus­schließ­lich durch eigenes Handeln jedes ein­zel­nen Migran­ten zustande käme. Noch wahr­schein­li­cher würde sich nur eines durch den Wegfall der groß­zü­gi­gen Finan­zie­run­gen ändern: man würde nicht mehr so viel Geld ver­schwen­den. Nur eigen­ver­ant­wort­li­ches Handeln kann über­haupt zu Inte­gra­tion führen, eine Bring­schuld der auf­neh­men­den Gesell­schaft exis­tiert nur in den Köpfen derer, die sich selbst gern als Was­ser­trä­ger der Inte­gra­tion betä­ti­gen und dabei staat­lich ali­men­tie­ren lassen.

Selbstbetrug staatlich alimentierte Integration

Drei Dinge gehen mit der Beto­nung der Inte­gra­ti­ons­an­stren­gun­gen einher. Erstens sind sie Teil des „Deals“ mit den Kon­ser­va­ti­ven und Skep­ti­kern, denen man immer wieder sagt, dass Men­schen, egal woher sie kämen, prin­zi­pi­ell gleich seien und die wenigen offen­sicht­li­chen Unter­schiede durch staat­lich ali­men­tierte Ange­bote und staat­li­che För­de­rung mit der Zeit ver­schwän­den. Zwei­tens sorgt das in Aus­sicht gestellte Ziel der Inte­gra­tion dafür, dass davon abwei­chen­des Ver­hal­ten kri­ti­scher kom­men­tiert wird, weil es im krassen Gegen­satz zu bestehen­den sozia­len Normen in der Mehr­heits­ge­sell­schaft steht. Es ist schwer möglich, von gelun­ge­nen Inte­gra­ti­ons­be­mü­hun­gen zu spre­chen, während es gleich­zei­tig immer häu­fi­ger zu sexu­el­len Über­grif­fen, Messer-Atta­cken oder ara­bi­schen Hoch­zeits­fei­ern auf Auto­bah­nen kommt. Drit­tens sorgt der Erwar­tungs­druck bei den „Machern“ der Inte­gra­tion zur selek­ti­ven Wahr­neh­mung, bei der Erfolge über­höht, Miss­er­folge weg­ge­scho­ben und die eigene Rolle heroi­siert wird. Ich erin­nere hier nur stell­ver­tre­tend an die Ber­li­ner Nach­wuchs­po­li­ti­ke­rin der Linken, Selin Gören, die im Januar 2016 von meh­re­ren Migran­ten ver­ge­wal­tigt wurde und dies zunächst ver­schwieg. Später gab sie als Grund für die Lüge an, dass sie ver­hin­dern wollte, dass „Rechte den Vorfall instru­men­ta­li­sie­ren“. Auf die Idee, dass der tiefere Grund für die Lüge sein könnte, dass das Ein­ge­ständ­nis des Schei­terns der eigenen naiven Nar­ra­tive zu schmerz­lich für ihr linkes Ego sein könne, kam sie nicht.

Stellt sich noch die Frage, wie sich Inte­gra­tion für die­je­ni­gen anfühlt, die Objekt all dieser Bemü­hun­gen sind. Eine Erfolgs­kon­trolle wird sich kaum im sub­jek­ti­ven Emp­fin­den ein­stel­len können und ist somit unmög­lich von den „Inte­grier­ten“ selbst zu beur­tei­len. Kommen diese Bemü­hun­gen zudem nicht aus den Men­schen selbst und werden viel­mehr fremd­be­stimmt durch­lau­fen, stellt sich den „Objek­ten der Für­sorge“ viel­leicht irgend­wann die Frage: geht’s nicht auch ohne Inte­gra­tion? Und in der Tat ist dies möglich! Man kann sich dem Inte­gra­ti­ons­druck ohne wei­te­res ent­zie­hen und auch in Deutsch­land längst in einer aus­rei­chend großen Com­mu­nity der Her­kunfts­kul­tur „abtau­chen“ und dort so leben, wie man es gewohnt ist oder für richtig hält. Dieses Phä­no­men heißt Par­al­lel­ge­sell­schaft und ist nicht typisch deutsch, das gibt es überall. Typisch deutsch ist aller­dings, solche Tat­sa­chen zu leugnen und an der Idee fest­zu­hal­ten, durch Inte­gra­tion eine offen­sicht­lich aus dem Gleich­ge­wicht gera­tene Homo­ge­ni­tät wieder her­stel­len zu können.

Welt­weit betrach­tet haben wir zwei Extreme. Auf der einen Seite sehen wir Gesell­schaf­ten wie China oder Japan, die ihre Homo­ge­ni­tät dadurch zu erhal­ten suchen, indem sie jede Ein­wan­de­rung ver­hin­dern. Auf der anderen Seite das Extrem USA, wo man Bildung von Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten akzep­tiert. Deutsch­land hin­ge­gen steht gleich­zei­tig in beiden Booten und wundert sich über die Anstren­gung, die es kostet, beides zu wollen: Ein­wan­de­rung und Homo­ge­ni­tät, die man durch Inte­gra­tion her­stel­len möchte – und das kostet mehr als nur Kraft.

Eine „kritische Masse“ ist längst erreicht

Kann es eigent­lich in dieser Hin­sicht immer so weiter gehen in Deutsch­land? Wenn es um Kli­ma­wan­del und CO2-Ausstoß geht, liegen die Zeit­ho­ri­zonte gern mal im Jahr 2050 oder 2100. Bei Ent­wick­lung und Zusam­men­set­zung der Bevöl­ke­rung ist jedoch „jähr­lich“ bereits die lang­fris­tigste poli­ti­sche Vokabel für Zuwan­de­rung. Ich möchte jedoch bei meiner Betrach­tung alle Zuwan­de­run­gen aus­klam­mern, ganz gleich, ob sie legal oder illegal sind. Viel­mehr gehe ich von den Zahlen aus, wie wir sie heute in den Sta­tis­ti­ken vor­fin­den. Da ist zunächst die Frage nach der Wirt­schafts­kraft des Landes ins­ge­samt und worauf der aktuell immer noch anhal­tende Boom basiert. Null­zins­po­li­tik, Schul­den­auf­kauf­pro­gramme der EZB, galop­pie­rende deut­sche Target II-Salden…die Liste der behelfs­mä­ßig ein­ge­zo­ge­nen Balken ist lang, die unsere gemein­same Währung sta­bi­li­sie­ren sollen und für sich betrach­tet alle­samt unde­mo­kra­tisch, bür­ger­feind­lich und gelinde gesagt dubios sind. Wie trag­fä­hig das System deshalb wirk­lich ist, kann ich nicht sagen. Doch alle Öko­no­men, die ich kenne, würden nicht die Prä­di­kate „stabil“ und „zukunfts­fä­hig“ ver­ge­ben. Außer­dem nimmt in Deutsch­land die Zahl der Netto-Steu­er­zah­ler von Jahr zu Jahr ab, im Moment sind es noch etwa 15 Mil­lio­nen. Wenn wir uns Deutsch­land als Club vor­stel­len, der pro Mit­glied lau­fende Kosten für Ver­wal­tung, Justiz, Ver­tei­di­gung, Infra­struk­tur, Politik, Bildung und Gesund­heit seiner Mit­glie­der hat, kann man die Summe ermit­teln, die jeder jähr­lich in Form von Club-Bei­trä­gen (Steuern und Abgaben) zahlen müsste. Ist ihre per­sön­li­che Zahlung gerin­ger als diese Summe, sind sie kein Net­to­zah­ler und einen Teil der eigenen Club-Gebüh­ren müssen andere zahlen – ganz zu schwei­gen von denen, die direkt für den Club namens Staat arbei­ten und gar nichts zu den Kosten bei­tra­gen können, weil sie Teil der Kosten sind.

Die Gene­ra­tion der Baby­boo­mer geht dem­nächst in Rente, was einen wei­te­ren erheb­li­chen Ein­schnitt dar­stel­len wird und selbst die opti­mis­tischs­ten Pro­gno­sen gehen nicht davon aus, dass die uns bisher „Geschenk­ten“ diese Lücke auf­grund ihrer Qua­li­fi­ka­tion werden füllen können. In der Wett­be­werbs­fä­hig­keit ist Deutsch­land bereits seit Jahren auf dem Abstieg, aktuell noch auf Platz 13. Egal, welche Büchse der Pandora wir also öffnen, die Wahr­schein­lich­keit, dass wir uns bei Staats­aus­ga­ben stark werden ein­schrän­ken müssen, ist recht hoch.

Doch welche Seg­nun­gen der Umver­tei­lung werden als erste gestri­chen? Können wir auf Polizei oder Justiz ver­zich­ten oder auf­hö­ren, Straßen instand zu halten, oder wird man sich daran erin­nern, dass schon Gerd Schrö­der erkannt hatte, dass der Baum des Sozi­al­staa­tes die größten Äpfel trägt? Dort wird man anset­zen und viel­leicht zunächst Pro­jekte auf den Prüf­stand stellen, deren Kosten in krassem Miss­ver­hält­nis zum Nutzen stehen: Die Inte­gra­tion mit all ihren Neben­pro­jek­ten.

Was wird das für ein Erwa­chen sein, wenn durch den stei­gen­den Kos­ten­druck ein Inte­gra­ti­ons­pro­jekt nach dem anderen abge­wi­ckelt und auch die letzte steu­er­fi­nan­zierte Mul­ti­kulti-Begeg­nungs­stätte, geschlos­sen und auf­ge­ge­ben wird. Die Erkennt­nis, dass es ohne diese Pro­jekte genauso gut oder schlecht läuft, wie mit ihnen, wird den bit­te­ren Nach­ge­schmack ver­schwen­de­ter Mil­li­ar­den hin­ter­las­sen. Inte­gra­tion wird es dann zwar immer noch geben, aber nur in Eigen­in­itia­tive und als Hol­schuld. Mit dieser Erkennt­nis werden auch die Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten, die ja de facto bereits heute bestehen, nur noch an deren Rändern klei­nere Dif­fu­sio­nen zulas­sen und ansons­ten festere Formen nach innen und außen anneh­men. Aus „No-go-zones“ werden dann irgend­wann „No-want-to-go-zones“ und die Frage wird nicht mehr lauten, ob der Islam zu Deutsch­land gehört, sondern zu welchem.

Diese Ent­wick­lung zu ver­mei­den war ursprüng­lich das Ziel aller Inte­gra­ti­ons­theo­rien. Und doch zeigt ein Blick in die Wirk­lich­keit etwa an den Schulen, dass die Ideen einfach nicht funk­tio­nie­ren, weil die Zah­len­ver­hält­nisse nicht stimmen. Inte­gra­tion ist nämlich kein demo­kra­ti­scher Prozess, sondern einer der Anpas­sung an ein Prinzip, eine Ideo­lo­gie oder Sprache, die von der Mehr­heit getra­gen wird. Es steht zum Bei­spiel außer Frage, in welche Rich­tung eine „Inte­gra­tion“ erfolgt, wenn 80% der Schüler einer Schul­klasse arabisch/türkische Mut­ter­sprach­ler sind oder wenn von acht mus­li­mi­schen Mädchen sieben ein Kopf­tuch tragen…am Ende des Schul­jah­res werden es sehr viel wahr­schein­li­cher acht als sechs oder fünf sein. Die prak­ti­sche Antwort darauf ist eine schub­weise Segre­ga­tion, erst in Schulen, dann in ganzen Quar­tie­ren und Stadt­vier­teln. Dieser Prozess ist in vielen Städten in Deutsch­land in vollem Gange, denn die Men­schen stimmen „mit den Füßen ab“, auch wenn das nicht immer von lautem Geklin­gel beglei­tet wird. Man schickt die eigenen Kinder auf weiter ent­fernte Schulen, zieht um, passt sein Bewe­gungs­pro­fil in der Stadt der Sicher­heits­lage an. Wer es sich leisten kann, zieht in „gated com­mu­nities“ oder ver­lässt das Land ganz. Auch diese Trends werden nicht von Schal­meien beglei­tet, sondern voll­zie­hen sich abseits der media­len Wahr­neh­mung und damit in großer Stille. Nur an den Stellen, wo die neue Teilung Deutsch­lands blutig ver­läuft, ertönt von Zeit zu Zeit ein lauter Schrei.

Die Zukunft der Integration

War bei Plas­berg die Zukunft zu sehen? War es der Ruf der „inte­grier­ten Muslime“, die, erfolg­reich in ihren Berufen und auch öko­no­misch leis­tungs­fä­hig dennoch bereit­wil­lig den Humus bilden für ihre Reli­gion, die sie viel­leicht nicht aktiv leben, deren soziale Milieus sie jedoch jeder­zeit dem Kar­tof­fel­acker säku­la­rer Deut­scher vor­zie­hen werden? Derzeit leben zwi­schen 4,8 und 6 Mil­lio­nen Muslime in Deutsch­land, die Zahlen sind nicht sehr zuver­läs­sig. Das ist natür­lich eine extrem hete­ro­gene Gruppe, von „den Mus­li­men“ zu spre­chen wäre unter­kom­plex. Und dennoch sind die Struk­tu­ren, die sie sich mit der Zeit in Deutsch­land geschaf­fen haben, stabil, trag­fä­hig und sicht­bar, wenn man nur genau hin­schaut. Dass sich solche Struk­tu­ren bilden, ist nichts Ver­werf­li­ches. Alle Men­schen bauen solche Struk­tu­ren auf Grup­pen­ei­gen­schaf­ten und Grup­pen­zu­ge­hö­rig­kei­ten auf. Das man aber damit Erfolg haben könnte, eine Gruppe zu „inte­grie­ren“, die sich selbst genügt und ihre Iden­ti­tät bewahrt, ist eine Illu­sion. Das man eine gesell­schaft­li­che Aufgabe daraus kon­stru­iert, Men­schen zu Mündeln staat­li­chen Han­delns zu machen, und ihnen einen großen Teil der Eigen­ver­ant­wor­tung abzu­neh­men, ist hin­ge­gen eine Anma­ßung. Im Fall des Schei­terns der eigenen Inte­gra­tion werden fol­ge­rich­tig die man­gel­haf­ten Ange­bote ver­ant­wort­lich gemacht, denen man passiv aus­ge­setzt war. Außer­dem kann man pro­blem­los in die Milieus zurück­keh­ren, aus denen die miss­lun­gene Inte­gra­tion her­aus­füh­ren sollte. Natür­lich trifft dies nicht für alle zu, es gibt auch Bei­spiele für gelun­gene Inte­gra­tion, inclu­sive der kri­ti­schen Betrach­tung his­to­ri­scher Vor­gänge, wozu auch die expan­sive, krie­ge­ri­sche Seite des Islam gehört. Ich kenne selbst Men­schen, die es geschafft haben, sich die spi­ri­tu­elle Seite des Islam zu bewah­ren und gleich­zei­tig den ideo­lo­gi­schen Teil über Bord zu werfen. Deren Iden­ti­tät speist sich deshalb aus den Kate­go­rien Freund, Nachbar, Kollege, Deut­scher… erst dann kommt „Moslem“.

Da zeichne ich also ein Bild aus min­des­tens zwei „Deutsch­län­dern“, die sich irgend­wann nicht mehr viel zu sagen haben werden, sich miss­trau­isch „belau­ern“ und nur an den Rändern noch kon­trol­liert mit­ein­an­der in Kontakt treten. Dieser Zustand ist typisch für Ein­wan­de­rungs­ge­sell­schaf­ten und birgt Pro­bleme in sich, wie wir sie an manchen Orten in den Ver­ei­nig­ten Staaten sehen können. Jedoch fehlt den Deut­schen eine Kom­po­nente, die in Amerika dafür sorgt, dass sich all diese Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten an einem Punkt immer noch treffen: man sammelt sich unter einer Flagge und pflegt einen auf Außen­ste­hende oft kit­schig und naiv wir­ken­den Natio­nal­stolz. Und sollte Amerika je wieder „unter attack“ sein, würden die meisten wohl ohne zu zögern in die­selbe Rich­tung schie­ßen.

Keine positive Identifikation in Deutschland

Im Falle Deutsch­lands und der Her­kunfts­län­der mancher Ein­wan­de­rer ist es schon schwie­ri­ger zu ent­schei­den, welchem Land im Zwei­fels- oder gar Ernst­fall die Loya­li­tät gelten würde. Als vor den tür­ki­schen Prä­si­dent­schafts­wah­len in deut­schen Städten Erdogan-Bilder hoch­ge­ho­ben und begeis­tert tür­ki­sche Flaggen geschwenkt wurden, machten die Teil­neh­mer der­ar­ti­ger Demos sehr deut­lich, welcher der beiden Prä­si­den­ten – Stein­meier oder Erdogan – der ihre sei. Ist das viel­leicht auch ein Grund dafür, dass die Inte­gra­ti­ons-Geld­pumpe weiter auf Hoch­tou­ren läuft, weil man lieber nicht wissen möchte, wieviel Loya­li­tät und Iden­ti­fi­ka­tion sich unter­halb des Geldes wirk­lich ange­sam­melt hat? Selbst auf kar­tof­fel­deut­scher Seite gab es nie ernst­hafte Anstren­gun­gen dazu, jen­seits mate­ri­el­ler Seg­nun­gen so etwas wie ein trag­fä­hi­ges Natio­nal­be­wusst­sein zu ent­wi­ckeln, nachdem man mit dem braunen aus 33–45 und dem roten aus 49–89 so jäm­mer­lich versagt hatte. Statt­des­sen hoffte man auf die viel­be­sun­gene „euro­päi­sche Iden­ti­tät“, die sich jedoch außer­halb der Brüs­se­ler Büro­kra­tie nie so richtig ein­stel­len wollte. Die Euro­päer wollen zwar gern die Vor­teile des fried­li­chen Zusam­men­le­bens in der EU genie­ßen, aber dennoch nicht davon lassen, Polen, Ita­lie­ner oder Spanier zu sein. Oft sogar noch Klein­tei­li­ger Kata­la­nen und Madri­le­nen, Tiroler und Sizi­lia­ner, Bayern und Sachsen.

Zuge­ge­ben, das ist ein düs­te­res Bild und ich kann nur hoffen, dass ich mit meinem Blick in die Glas­ku­gel gewal­tig irre. Denn vor allem habe ich die Rech­nung ohne jene Refor­mer gemacht, die den Mus­li­men helfen könnten, endlich einen Weg der Säku­la­ri­sie­rung ein­zu­schla­gen. Das es also doch anders kommt, dazu könnten Bassam Tibi, Necla Kelek oder Hamed Abdel Samad bei­tra­gen. Doch gerade dessen Bücher, so erfuh­ren wir bei Plas­berg, lesen nicht einmal jene Muslime, die ich bislang als inte­griert bezeich­net hätte.

24 Kommentare

  1. Es handelt sich nicht um Inter­gra­tion, sonder spe­zi­ell um Inte­gra­tion von Mus­li­men. Die kann nicht gelin­gen in eine huma­nis­ti­sche Gesell­schaft hinein. Weil Islam im Wesen men­schen­feind­lich ist.

    Der Verweis auf andere Gruppen hier ist nicht sacht­lich. Ich kenne Bei­spiele von Inte­gra­tion. Aber eben nicht von Mus­li­men. Wie hier Bei­spiel „die Ita­lie­ner, die Polen” ver­wen­det wird als Beleg, dass „inte­gra­tion” eben doch nicht möglich sei, ist einfach nur unsach­lich und wertlos.

    Da ich selbst jede Art von Ver­schleie­rungs­zwang als patri­ar­cha­les Unter­drü­ckungs­in­stru­ment ablehne”
    Das trifft nicht den Kern des Islam. Er ist inhuman, Frau­en­un­ter­drü­ckung und Zwang sind da nur Teil­as­pekte.

    Schade, dass Leute, die für viele Leser schrei­ben, oft so wenig Durch­dach­tes pro­du­zie­ren und andere nicht zu Wort kommen. Das hilft nicht der Debatte.

  2. Gebe es doch wenigs­tens eine Wür­di­gung jener 15 Mil­lio­nen Net­to­steu­er­zah­ler in Form von Dank­bar­keit.….

    • …und jedes Jahr fast 300.000 davon weniger, da diese Leute leicht einen Job im Ausland finden, und sich nicht mehr länger vom deut­schen Beam­ten­ap­pa­rat melken lassen.

      Kann sich jeder selbst aus­rech­nen, wie lange das gut­ge­hen wird („ersetze Steu­er­zah­ler durch Hand­auf­hal­ter und Dau­erali­men­tierte”).

  3. Da Du Deine Leser auf­ge­for­dert hast, Dir zu wider­spre­chen, will ich dies tun, und werde ver­su­chen, die Farbe Deiner Kris­tall­ku­gel von einem freund­li­chen Hell­schwarz in stim­mungs­vol­les Pentab­lack oder Black-Hole-Schwarz umzu­wan­deln. Außer­dem wirds lang, und ich hoffe auf eine baldige Ver­fil­mung (Ange­bote für den Kauf der Film­rechte sind erwünscht).

    Ich fange mit einigen Ein­wür­fen an:

    Da ich selbst jede Art von Ver­schleie­rungs­zwang als patri­ar­cha­les Unter­drü­ckungs­in­stru­ment ablehne, müsste ich bei der Ver­bots­de­batte eigent­lich klar eine gesetz­li­che Rege­lung unter­stüt­zen.”

    Davon würde ich abraten, da gesetz­li­che Regeln in der Regel auf lange Sicht das Gegen­teil bewir­ken, und zudem Alle schlech­ter stellen. Als Bei­spiel dafür bringe ich gerne die Dro­gen­pro­hi­bi­tion an. Ums kurz zu fassen: Bevor Drogen ver­bo­ten wurden, konnte man diese beim freund­li­chen Apo­the­ker um die Ecke zu einem güns­ti­gen Preis und in hoher Qua­li­tät kaufen. Die Apo­the­ker hielten sich an die Gesetze, und wer kör­per­lich dazu in der Lage war, konnte auch mit Sucht ein nor­ma­les Leben führen. Hundert Jahre später kann man Drogen noch immer kaufen, jedoch hat sich die Sitia­tion dahin­ge­hend gewan­delt, dass die Drogen auf­grund man­geln­der Qua­li­täts­kon­trol­len viel gefähr­li­cher gewor­den sind, und sie zudem viel teurer wurden. Dadurch, dass sie teurer wurden, ist eine Dro­gen­sucht nichts mehr, womit man einfach so leben kann, und süch­tige Teen­ager können sich durch­aus in der Situa­tion wie­der­fin­den, zwi­schen Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät und Zwangs­pro­sti­tu­tion wählen zu müssen. Die Rate der­je­ni­gen, die im Lauf ihres Lebens ernst­haft süchtig werden, könnte mit­ler­weile sogar höher sein, als zu Beginn der Pro­hi­bi­tion, als Heroin noch frei erwerb­lich war. Aber das ist eine sehr kom­plexe The­ma­tik, die ich hiermit aus­klam­mere. Ver­stärkt man die Straf­ver­fol­gung, bewirkt man durch Selek­tion eine Auslese der Anbie­ter hin zu straff geführ­ten Ver­bre­cher­or­ga­ni­sa­tion, in deren Ver­wer­tungs­kette Gewalt und Zwangs­pro­sti­tu­tion vor­kom­men, und in deren Lie­fer­kette Ter­ro­ris­ten stecken. Von der all­ge­mei­nen Ein­schrän­kung, die durch eng­ma­schige Kon­trol­len der Grenzen und aller mög­li­chen Lie­fer­ket­ten, sowie der erwei­ter­ten Befug­nisse der Behör­den her­vor­ge­ru­fen wird, will ich gar nicht anfan­gen. Repres­sion ver­la­gert Pro­bleme ledig­lich in Berei­che, die schwer kon­trol­lier­bar sind, und radi­ka­li­siert die Betrof­fe­nen dort. Von Apo­the­kern zu orga­ni­sier­ten Kri­mi­nel­len mit Kontakt zu Ter­ro­ris­ten in hundert Jahren. Ein Kopf­tuch­ver­bot ist in 100 Jahren kein Kopf­tuch­ver­bot mehr, sondern ein Bür­ger­krieg, wenn es nicht wieder abge­schafft wird.

    # Frau Amani

    Ich kenne Deine Frau Amani nicht, da ich den deut­schen Medien schon lange abge­schwo­ren habe, aber nach dem, was Du beschreibst, handelt es sich bei der Dame um eine etwas bit­chige Per­se­rin in Desi­gner­kla­mot­ten, die zumin­dest intel­li­gent genug ist, um zu einem Jura­stu­dium zuge­las­sen zu werden, und die eine ten­den­zi­ell abge­fuckte Sicht­weise äußert, die in ihrem Kul­tur­kreis eher der Norm ent­spricht, und die sich weigert, sich mal mit den Kri­ti­kern ihrer Welt­sicht aus­ein­an­der­zu­set­zen. Du fragst, ob das schon das Ende der Fah­nen­stange ist, und ich sage „Ja, ist es”.

    1. ist die Dame auf dem Kon­ti­nuum zwi­schen Jiha­dist und Kufar bereits sehr nah bei den Kufar ange­langt. Sie hat noch sehr viel Ent­wick­lungs­spiel­raum in Rich­tung der­je­ni­gen, die ihre Reli­gion Ernst nehmen, und nur sehr wenig Spiel­raum in Rich­tung der Ungläu­bi­gen. Wenn sie ihre Iden­ti­tät als Gläu­bige behal­ten will, braucht sie etwas Abgren­zung, aber das ist bereits so wenig, dass sie für die­je­ni­gen, die ihre Reli­gion ernst nehmen, eine Ungläu­bige wäre.

    2. Men­schen beschäf­ti­gen sich nicht mit Argu­men­ten, die ihren Grund­an­nah­men wider­spre­chen. Men­schen neigen dazu, ihre Grund­an­nah­men als „Wahr­heit” zu betrach­ten, und was dieser Wahr­heit wider­spricht, das halten sie für eine Lüge. Man nennt das „Con­fir­ma­tion Bias”. Das Welt­bild der meisten Men­schen würde zusam­men­bre­chen, wenn sie etwas anderes täten, weil Men­schen ihre Grund­an­nah­men nicht anhand einer ratio­na­len Abwä­gung aus­wäh­len. Grund­an­nah­men werden größ­ten­teils im Kin­des­al­ter anhand von Nach­ah­mung geprägt. Im Erwach­se­nen­al­ter funk­tio­niert dies in gerin­ge­rem Umfang, indem Men­schen einer­seits schauen, welche Annah­men in ihrer Peer-Group als akzep­tiert gelten, welche dieser Grund­an­nah­men all­ge­mein mit der größten Ent­schlos­sen­heit und dem größten Nach­druck für „Wahr” erklärt werden. Der­je­nige, der seine „Wahr­heit” am ent­schlos­sens­ten ver­tritt, ist der­je­nige, dem die meisten Men­schen glauben. Die meisten Men­schen sind über­haupt nicht dazu imstande, es anders zu machen, weil ihnen die Fähig­keit fehlt, Infor­ma­tio­nen zu ordnen und kom­plexe Sach­ver­halte selbst zu denken.

    Naja, und kon­ser­va­tive Muslime sind schon sehr über­zeugt von ihrer Wahr­heit, und ver­tre­ten diesen Wahr­heit auch sehr ent­schlos­sen. Deshalb brau­chen die von Dir genann­ten Leute auch Poli­zei­schutz, wenn sie in die Öffent­lich­keit gehen, Frau Amani hin­ge­gen nicht. Warum sollte man seine Grund­an­nah­men wegen jeman­dem über den Haufen werfen, der damit offen­sicht­lich so schlecht fährt?

    # Kopf­tuch­mäd­chen

    Du schriebst, dass Inte­gra­tion kein demo­kra­ti­scher Prozess ist, weil sie die Anpas­sung an ein Prinzip ist, das von der Mehr­heit getra­gen wird. Dann schriebst Du, dass von ins­ge­samt acht Mädchen, von denen sieben ein Kopf­tuch tragen, und eins nicht, die Inte­gra­ti­ons­leis­tung wahr­schein­lich von dem Mädchen ohne Kopf­tuch erbracht werden wird.

    Das ist doch ein demo­kra­ti­scher Prozess. Die Mehr­heit bestimmt in demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen, woran sich die Min­der­heit zu halten hat. Im vor­lie­gen­den Fall bestimmt die Mehr­heit halt, dass Mädchen ohne Kopf­tuch ehr­lo­ses Frei­wild sind, das durch Über­griffe aller Art zu keu­schem Ver­hal­ten, wie es im Buche steht, gedrängt werden soll. Das passt viel­leicht nicht ins west­li­che Welt­bild, aber es ist demo­kra­tisch, bezie­hungs­weise, es ent­spricht dem Ergeb­nis, das man in einer for­mel­len Wahl hätte.

    Aber sein wir ehrlich: Im End­ef­fekt läuft es auf Gewalt­be­reit­schaft hinaus, und demo­kra­tisch ists nur, wenn alle glei­cher­ma­ßen gewalt­be­reit sind. Mit etwas Gewalt­be­reit­schaft ists auch drin, die Ver­hält­nisse umzu­keh­ren, und von der Mehr­heit Appease­ment und Anpas­sung zu fordern. Oder etwa nicht?

    # Das Erwa­chen nach den Inte­gra­ti­ons­be­mü­hun­gen

    Was wird das für ein Erwa­chen sein, wenn durch den stei­gen­den Kos­ten­druck ein Inte­gra­ti­ons­pro­jekt nach dem anderen abge­wi­ckelt und auch die letzte steu­er­fi­nan­zierte Mul­ti­kulti-Begeg­nungs­stätte, geschlos­sen und auf­ge­ge­ben wird.”

    Lass mich diese Frage beant­wor­ten: Die­je­ni­gen, die in grö­ße­rem Umfang Kohle abgrei­fen konnten, werden sich ent­we­der grü­ne­ren Weiden widmen oder pleite gehen. Die­je­ni­gen, die ledig­lich einen Arbeits­platz fanden, werden hartzen. Die­je­ni­gen die betreut wurden, werden sich darüber freuen, dass sie nun endlich in Ruhe gelas­sen werden. Das ist doch alles lang­wei­lig.

    Inter­es­sant wird es sein, zu erleben, was pas­siert, wenn die sozia­len Leis­tun­gen gestri­chen werden. Was auf die eine oder andere Weise pas­sie­ren wird, sobald die Wirt­schaft das nächste Mal kon­tra­hiert. Was würdest Du tun, wenn Du drei kleine Kinder hättest, Du es lebens­lang nicht für nötig befun­den hast, Dir markt­gän­gige Fähig­kei­ten anzu­eig­nen, weil man auch ohne durch kommt, fast alle Low-Skill-Jobs weg­au­to­ma­ti­siert wurden, und Dir plötz­lich mit­ge­teilt wird, dass man Dir Dein Grund­ein­kom­men, von dem Du Dein Leben lang gelebt hast, weg­nimmt, und Du ab sofort Miete, Essen, und medi­zi­ni­sche Hilfe für Dich und Deine Kinder selbst zahlen musst, wenn Du diese Dinge haben willst. Denk dran, Arbeit ist aus­sichts­los, weil Du keine markt­gän­gi­gen Fähig­kei­ten hast. Diese Aus­gangs­lage klingt doch inter­es­sant, oder? Ich würde sogar wetten, dass das, was daraus folgt, ver­filmt werden wird.

    # Politik

    Du schreibst aus­führ­lich, wie die Politik versagt, und hast auch die wirk­lich lobens­werte Erkennt­nis, dass man den Wert eines poli­ti­schen Pro­gramms über­haupt nicht bewer­ten kann, so lange man keinen Zugriff auf eine alter­na­tive Rea­li­tät hat, in der dieses Pro­gramm nicht imple­men­tiert wurde. Diese Erkennt­nis alleine halte ich für riesig, und würde Dich gerne auf eine Weise dafür loben, die nicht arro­gant klingt. Da mir jedoch kein Weg ein­fällt, tu bitte so, als hätte ich dies getan. 😉

    Was mir jedoch fehlt, ist eine Erklä­rung, weshalb dies so ist. Ich will mal ver­su­chen, die Situa­tion zu beschrei­ben, die, meiner Meinung nach, über­haupt nichts mit Politik zu tun hat, sondern mit Markt­kräf­ten, sowie der Bereit­schaft, Gewalt zu eska­lie­ren und diese Eska­la­tion zu tole­rie­ren. Die Aus­gangs­lage ist Fol­gende:

    1. Der Staat hat ein Gewalt­mo­no­pol
    2. Mit diesem Gewalt­mo­no­pol nimmt er den Ein­woh­nern zusam­men­ge­rech­net unge­fähr 70% ihrer Res­sour­cen weg.
    3. Diese 70% werden mit den poli­ti­schen Mitteln umver­teilt.
    4. Alle Ein­woh­ner und Inter­es­sen­grup­pen scharen sich um den Staat, um ein mög­lichst großes Stück vom Kuchen abzu­krie­gen.
    5. Eine Beein­flus­sung der Ver­tei­lung des Kuchens kostet.

    Bezüg­lich Punkt 1 kann man ein­wen­den, dass es mit­ler­weile kein Gewalt­mo­no­pol mehr gibt, sondern sich bereits Duopole her­aus­bil­den. In den No-Go-Zones hat man bereits mit meh­re­ren Akteu­ren zu tun, die zur Durch­set­zung ihrer Mei­nun­gen und Regeln Gewalt ein­set­zen, die dort gesell­schaft­lich so fest ver­an­kert zu sein scheint, dass man diese nicht mehr ohne offene Repres­sion unter­drü­cken kann. Sobald eine aus­rei­chend große Gruppe von Men­schen bereit ist, sich auch der Stra­te­gie des Staats zu bedie­nen, und ihre Meinung mit über­wäl­ti­gen­der Gewalt­es­ka­la­tion zu erzwin­gen, knickt unser Staat ein. Keine häss­li­chen Bilder.

    Aller­dings ist dies egal, weil es aus­reicht, wenn die braven Men­schen aus Punkt 2 keine Eska­la­ti­ons­stra­te­gie fahren, sondern brav ihre Straf­zet­tel und Steu­er­for­de­run­gen beglei­chen. Das Gewalt­mo­no­pol gegen­über diesen Men­schen auf­recht zu erhal­ten, genügt, weil die andere Gruppe nicht zur Finan­zie­rung bei­tra­gen, und Con­tain­ment bil­li­ger ist. Con­tain­ment ist beson­ders für Poli­ti­ker ideal, weil die Auf­recht­erhal­tung eines durch die Politik ver­ur­sach­ten Miss­stan­des für Poli­ti­ker vor­teil­haft ist, während dessen Besei­ti­gung dazu führt, dass die Kar­riere der Ver­ant­wort­li­chen beendet wird, und die Hand­lungs­frei­heit des Staats an sich in Zukunft beschnit­ten werden wird. Wenn die Hand­lungs­frei­heit des Staats an sich in einem Punkt beschnit­ten wird, ist mit einem Schlag der Groß­teil der aktu­el­len Pläne hin­fäl­lig und muss ange­passt werden, und führt dazu, dass ein Groß­teil bisher imple­men­tier­ter Pläne an die neuen Gege­ben­hei­ten ange­passt werden muss. Dies führt dazu, dass staat­li­ches Handeln eine sehr starke Neigung dazu hat, immer weiter aus­ge­wei­tet, und fast niemals redu­ziert zu werden.

    Die Inter­es­sen­lage der Poli­ti­ker geht sogar noch viel weiter, und ist nicht deckungs­gleich mit der Inter­es­sen­lage der All­ge­mein­heit. Poli­ti­ker werden in Beliebt­heits­con­tests gewählt. In Beliebt­heits­con­tests geht es darum, ob jemand beliebt ist, und nicht darum, ob er gut ist. Aus diesem Grund alleine fallen unbe­liebte Wahl­kampf­the­men kom­plett weg, selbst, wenn diese den opti­ma­len Weg dar­stel­len, und es ist im Inter­esse der Poli­ti­ker, sich von diesen unbe­lieb­ten maximal Themen abzu­gren­zen. Sollte daraus folgen, dass sich eine Situa­tion nach Ablauf der Amts­pe­ri­ode dras­tisch ver­schlech­tert, hat dies kei­ner­lei nega­tive Aus­wir­kun­gen auf einen Poli­ti­ker. Es exis­tiert also die Tendenz, dass popu­läre Politik betrie­ben wird, während weder Nach­hal­tig­keit noch die tat­säch­li­che Qua­li­tät eine Rolle spielen.

    Es exis­tiert sogar die Tendenz, dass Poli­ti­ker aus wahl­kampf­stra­te­gi­schen Gründen am Ende genau das imple­men­tie­ren, das die wenigs­ten Wähler haben wollen. Politik funk­tio­niert über Iden­ti­täts­bil­dung, also über ein „Wir gegen Die”, also über Pola­ri­sie­rung. Poli­ti­ker sind für ihre Wähler sehr viel moti­vie­ren­der, wenn es ein Feind­bild gibt, das man nicht an die Macht kommen lassen darf. Das heißt, dass die meisten Wähler die meiste Zeit über ent­we­der ganz sehr für etwas, oder ganz sehr gegen etwas sind, während Poli­ti­ker die meisten Stimmen erhal­ten, während sie ihre Politik am Median der Wäh­ler­wün­sche aus­rich­ten, weil sie dadurch für die meisten Men­schen als das klei­nere Übel gelten. Der Median heißt, dass die Hälfte drüber, und die andere Hälfte drunter ist. Wenn Du eine pola­ri­sierte poli­ti­sche Land­schaft hast, hast Du, was den Wäh­ler­wil­len angeht, eine konkave Kurve, bei der der Median exakt die Posi­tion ist, die die wenigs­ten Wähler wollen. Darum ist es für Poli­ti­ker im Regel­fall optimal, die Politik anzu­bie­ten, die die geringste Anzahl der Wähler wünscht, sobald sie im Wahl­kampf sind. Das ist der Grund, weshalb Du in einem demo­kra­ti­schen System niemals die Politik kriegen wirst, die Du haben willst.

    Aber es wird besser. Es exis­tiert sogar die Tendenz, dass Poli­ti­ker ziel­ge­nau kon­tra­pro­duk­tive Mittel wählen, wenn sie zur Lösung eines Pro­blems gewählt wurden, weil sie das nächste Mal wieder gewählt werden, wenn das Problem besteht, und die Poli­ti­ker den Anschein erweckt haben, ent­schlos­sen an dessen Lösung zu arbei­ten. Der Opti­mal­fall für einen Poli­ti­ker ist, dass er nach außen hin Berge bewegt, die ein Problem zu lösen, diese Berge jedoch ziel­ge­nau so posi­tio­niert, dass sie das Problem ver­grö­ßern. Schau Dir zum Bei­spiel mal die Linken an: Die Linken bezie­hen den Groß­teil ihrer Wähler aus Habe­nicht­sen, deren Leben sie erleich­tern sollen. Die Linken errei­chen dies dadurch, dass sie soziale Pro­gramme aus­wei­ten, die Geld in Rich­tung der Habe­nichtse umver­tei­len, und gleich­zei­tig Gesetze erlas­sen, die die Posi­tion der Habe­nichtse am Markt ver­bes­sern sollen. Sie bewir­ken damit ziel­si­cher ein Anstei­gen der Habe­nichtse. Durch Umver­tei­lung wird es für die Habe­nichtse beque­mer im sozia­len Netz, und ihr Anreiz, daran etwas zu ändern, sinkt. Eben­falls steigt durch Umver­tei­lung der Steu­er­satz, wodurch es für Habe­nichtse schwie­ri­ger wird, dem sozia­len Netz zu ent­kom­men. Man muss 100% mehr arbei­ten, um zum glei­chen Ergeb­nis zu kommen, wenn der Steu­er­satz bei 50% liegt, und nicht bei 0%, und es gibt eine Unter­grenze, die man errei­chen muss, um leben zu können. Je höher der Steu­er­satz, desto mehr Leis­tung muss man in der Lage sein zu erbrin­gen, um durch Arbeit ein höheres Ein­kom­men als durch Sozi­al­hilfe zu haben. Und dann gibts da noch solche Legis­la­tur wie den Min­dest­lohn, den Linke lieben, weil er dazu führt, dass jeder, dessen Arbeit weniger wert ist, als der Min­dest­lohn, einen schlecht bezahl­ten Job gegen gar keinen Job ein­tauscht. Durch eine solche Politik ver­bes­sert sich die Posi­tion der­je­ni­gen, die vom Wähler damit beauf­tragt wurden, ein bestimm­tes Problem zu lösen. Sie tun so, als würden sie es lösen wollen, und machen es dabei schlim­mer.

    Aber ich will gar nicht so klingen, als wären nur Poli­ti­ker die Schul­di­gen. Wähler sind auch nicht besser. Denk mal ratio­nal nach. Du hast eine Stimme. Nehmen wir an, es gibt 50 mio Wahl­be­rech­tigte. Deine Stimme ent­spricht also 0.00002% des gesam­ten Wahl­er­geb­nis­ses. Das ist der Anteil, um den Du mit Deiner Stimme ein Wahl­er­geb­nis in eine bestimmte Rich­tung bewegen kannst. Nehmen wir an, dass es Dich eine Woche Deines Lebens kostet, um die Pro­gramme der ver­schie­de­nen Par­teien durch­zu­le­sen, und auf ihre Anwend­bar­keit hin zu ana­ly­sie­ren. Würdest Du das tun? Oder wäre Dein per­sön­li­cher Nutzen größer, in dieser Zeit Geld zu ver­die­nen, um in den Urlaub fahren zu können? Ich meine: Letz­te­res. Also bringt nur eine kleine Min­der­heit der Wähler die Mühe auf, zu tun, was nötig ist, um eine ratio­nale Wahl­ent­schei­dung zu treffen – übri­gens zu ihrem per­sön­li­chen Nach­teil – während die abso­lute Mehr­heit irra­tio­nal wählt. Die Fähig­keit zu ratio­na­len Abwä­gun­gen kostet, und eine ratio­nal abge­wägte Stimme ist nicht mehr wert, als eine Irra­tio­nale. Deshalb ist es für Poli­ti­ker über­haupt nicht sinn­voll, Pro­gramme zu schrei­ben, die einer ratio­na­len Betrach­tung stand­hal­ten müssen. Viel besser ist es, sie schrei­ben Pro­gramme, die den irra­tio­na­len Wün­schen und Bedürft­nis­sen der Wähler ent­spre­chen, egal, ob sich daraus nach Ablauf ihrer Amts­zeit Pro­bleme ergeben, oder ob es bessere Alter­na­ti­ven gäbe. Wähler sind irra­tio­nal, und Pro­pa­ganda, Pola­ri­sie­rung, und per­sön­li­che Aus­strah­lung reichen.

    Dann hast Du noch das Problem mit Inter­es­sen­grup­pen, die Min­der­hei­ten­po­si­tio­nen regel­mä­ßig zum Nach­teil der Mehr­heit durch­set­zen. Wenn eine Min­der­heit etwas haben will, ist die Situa­tion nor­ma­ler­weise so, dass die Min­der­heit es unbe­dingt und um jeden Preis haben will, während es der Mehr­heit egal ist, da es für jeden Ein­zel­nen zu viel Arbeit bedeu­ten würde, sich in die The­ma­tik ein­zu­ar­bei­ten. Poli­ti­ker sehen dann eine hoch­mo­ti­vierte und sehr prä­sente Min­der­heit, und eine gleich­gül­tige Mehr­heit, die, in dem Augen­blick, in dem man damit beginnt, ihr zu erklä­ren, worums eigent­lich geht, das Fern­seh­pro­gramm umschal­tet. Natür­lich will man als Poli­ti­ker keinen unnö­ti­gen Stress mit der lauten Min­der­heit bekom­men, und gibt ihr deshalb nach.

    Wie viel Stress man sich damit ein­han­deln kann, bekommt man, wenn man sich ver­ge­gen­wär­tigt, dass die Min­der­hei­ten nor­ma­ler­weise Inter­es­sen­ver­bände sind, die Mil­li­ar­den­be­träge durch eine Ver­än­de­rung in ihrem Sinne errei­chen können. Die Summen, die man durch die Beein­flus­sung des Staats gewin­nen oder ver­lie­ren kann, sind so enorm, dass jeder wirt­schaft­li­che und sons­tige Akteur dazu gezwun­gen ist, diese Beein­flus­sung zu ver­su­chen, wenn er ver­hin­dern will, dass ein Anderer damit Erfolg hat, den Staat zum eigenen Nach­teil zu beein­flus­sen. Der Staat vermag es, den Markt­zu­gang von Kon­kur­ren­ten zu unter­bin­den, wodurch ein eta­blier­ter Akteur ein Quasi-Monopol erhält. Der Staat vermag es, 70% der gesam­ten Wert­schöp­fung in die eine oder die andere Rich­tung umzu­ver­tei­len, was bedeu­ten kann, dass man durch Sub­ven­tio­nen reich wird, oder durch die Sub­ven­tio­nie­rung der Kon­kur­renz pleite geht. Die Summen, und damit Kräfte, die durch die große Macht des Staats frei werden, sind so enorm, dass sie nicht kon­trol­liert werden können. Mal ein ganz pope­li­ges Bei­spiel, das Jeder aus seinem Leben kennt. Die poli­ti­schen Markt­kräfte einer Schul­klasse:

    Eine durch­schnitt­li­che Schul­klasse oder Kin­der­gar­ten­gruppe erwirt­schaf­tet jähr­lich unge­fähr 330.000€ an Umver­tei­lungs­gel­dern, von denen 20.000€ bis 40.000€ als Netto-Lohn aus­ge­zahlt werden. Mate­rial- und Immo­bi­li­en­kos­ten kann sich jeder anhand seines lokalen Miet­spie­gels selbst aus­rech­nen, diese dürften aber jähr­lich nicht über 15.000€ pro Klasse oder Kin­der­gar­ten­gruppe liegen. Das sind 275.000€ jähr­li­cher Gewinn pro Schul­klasse oder Kin­der­gar­ten­gruppe, bei einer jähr­li­chen Inves­ti­tion von maximal 55.000€. Diese Gewinn­spanne ist keine Aus­nahme, sondern normal, wenn der Staat etwas macht. Sollte die poli­ti­sche For­de­rung erhoben werden, eine Schul­klasse zu strei­chen, ent­ste­hen bei den Pro­fi­teu­ren dieser Schul­klasse Schäden in Höhe von 275.000€. Sollten diese Pro­fi­teure die Mög­lich­keit zum Lob­by­is­mus haben, stünden der Schul­klas­sen-Lobby 275.000€ zur Ver­fü­gung, die sie als Bestechungs­gel­der, Wahl­kampf­spende, für den Medi­en­kon­takt, zur Ver­brei­tung von Werbung und Pro­pa­ganda ver­wen­den könnten. Erst nachdem sie 275.000€ aus­ge­ge­ben haben, um dir Schul­klasse zu erhal­ten, würde es für sie unpro­fi­ta­bel, den Wider­stand auf­recht zu erhal­ten. Ebenso ist jede weitere Schul­klasse, die geschaf­fen wird, für diese Men­schen 275.000€ wert. Natür­lich hat eine ein­zelne Schul­klasse keine orga­ni­sierte Lobby, aber die Zahlen stimmen, und hier gehts nur um eine pope­lige Schul­klasse, und nicht um so etwas wie den größten Arbeit­ge­ber des Landes (die Sozi­al­in­dus­trie) oder ein mul­ti­na­tio­na­les Phar­ma­un­ter­neh­men.

    Das Ergeb­nis ist, dass unser System eine sehr starke Neigung dazu hat, Politik zuguns­ten orga­ni­sier­ter Min­der­heits­in­ter­es­sen umzu­set­zen. Die Sozi­al­in­dus­trie ist eine riesige und extrem ein­fluß­rei­che Inter­es­sen­gruppe, die Vor­teile dadurch erhält, die Politik zu einer Aus­wei­tung der Umver­tei­lung zu beein­flus­sen. Die Inte­gra­ti­ons­in­dus­trie ist das neueste Expan­si­ons­feld der Sozi­al­in­dus­trie, das deren Unter­stüt­zung erhält. Ich würde behaup­ten, dass die Sozi­al­in­dus­trie heut­zu­tage der mäch­tigste Akteur ist, der in der Politik aktiv ist, und bezüg­lich seiner poli­ti­schen Macht Phar­ma­un­ter­neh­men und die Auto­in­dus­trie über­ragt. Möven­pick-Hote­liers liegen von ihrem Ein­fluss her um Grö­ßen­ord­nun­gen dar­un­ter.

    Ich würde behaup­ten, dass ich gerade die abso­lute Mehr­heit des poli­ti­schen Han­delns der Gegen­wart erklärt habe, ohne auch nur ein ein­zi­ges Mal irgend­wel­che poli­ti­schen Inhalte zu bemühen. Und ich würde abschlie­ßend behaup­ten, dass sich das System selbst­stän­dig gemacht hat, und längst keiner Kon­trolle mehr unter­liegt. Wahlen sind über­flüs­sige Spek­ta­kel, die keinen Ein­fluss mehr auf das Ergeb­nis haben, sondern die nur noch dazu dienen, pri­vi­le­gierte Posten zu ver­tei­len. Es lohnt nicht, sich mit Poli­ti­kern und deren Posi­tio­nen über­haupt noch zu beschäf­ti­gen.

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    • Danke für den Essay, Pen­ta­schwarz gefällt mir schon mal gut. Ich kam gerade nur zum quer­le­sen, aber das ver­tiefe ich noch. Einige Sachen sehe ich genau so, hätte mich aber gern eines „bes­se­ren“ beleh­ren lassen…nach meiner ersten Ein­schät­zung müss­test Du übri­gens Oliver heußen, nicht Rolf. Aber mein rich­ti­ger Name ist ja auch Kas­san­dra… 😉

      • Gern gesche­hen. Ich freue mich jedes Mal wieder, wenn ich meine Gehirn­vi­ren ver­brei­ten kann. Aller­dings muss ich Dich ent­täu­schen, liebe Kas­san­dra, ich heiße weder Oliver noch Rolf. Ich hoffe, Du siehst es mir nach, wenn ich etwas auf meine Anony­mi­tät achte.

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    • Und, wie siehts aus? Hat jemand Fehler in meiner kusche­lig Event-Horizon-Schwar­zen Welt­sicht gefun­den? Ich hab mich darin zwar schon gut ein­ge­lebt, aber viel­leicht irre ich mich ja dennoch.

      Der Ein­fach­heit halber würde ich jedoch freund­lich darum bitten, auf Moral- und Glau­bens­be­kennt­nisse zu ver­zich­ten, und zu berück­sich­ti­gen, dass Über­schlags­werte das Ver­ständ­nis erleich­tern, und der Rea­li­tät Genüge tun, so lange Grö­ßen­ord­nun­gen und Rela­tio­nen stimmen.

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  4. Lieber Herr Letsch, Sie haben mich, den Leser ja expli­zit zur Gegen­rede auf­ge­for­dert. Also haben ich Ihren Artikel auf­merk­sam gelesen und bin auf die Suche gegan­gen, nach Thesen, die es ver­dient hätten, wider­spro­chen zu werden. Ich frage mich ob das nun als „gut” oder „schlecht” bezeich­net werden kann, dass ich nicht fündig gewor­den bin. Nun, „gut” ist einzig und allein, dass es Men­schen gibt, die sich die glei­chen Sorgen über die Zukunft machen wie ich und diese publi­zie­ren. Als schlecht könnte man den Umstand bezeich­nen, dass wir alle wohl in einem Auto sitzen, auf eine Wand zu fahren und der rech­ne­ri­sche Brems­weg nicht mehr aus­reicht, um unbe­scha­det zum stehen zu kommen. Wissen Sie, was mich aber wirk­lich umtreibt und mir schon schlaf­lose Nächte beschert hat, ist das Gefühlt, dass die Damen und Herren hinter dem Lenkrad weiter auf das Gas­pe­dal drücken, anstatt zu bremsen und den Auf­prall zumin­dest glimpf­lich aus­fal­len zu lassen. Trotz aller Pro­bleme mit der Inte­gra­tion, lassen sie die Grenzen offen. Trotz dem Euro-Debakel wollen sie die Euro­zone weiter ver­tie­fen. Trotz, dass es Nachts keine Sonne und manch­mal auch keinen Wind gibt, soll alles fossile abge­schal­tet werden. Und was mach unsere „Volks­ge­mein­schaft”? Sie lässt sich von Bun­des­liga und Dschun­gel­camp berie­seln und lässt Mutti schön machen. Warum ??? Weil es so bequem ist? Weil man wie beim unheil­ba­ren Tumor das Ende kennt, aber in der Zeit bis zum Ende nicht immer an das Ende denken will? Es ist doch grotesk. Noch nie in der Mensch­heits­ge­schichte konnte sich das ein­zelne Indi­vi­duum so umfas­send infor­mie­ren, wie im Jahre des Herrn 2018. Also bitte, warum lässt sich die Mehr­heit von den Slomkas und Klebers so der­ar­tig ein­lul­len? Ich weiß es einfach nicht. Bitte helfen Sie mir!

  5. wozu ich diese soge­nannte euro­päi­sche Iden­ti­tät brauche, wenn eh alle Welt nach Europa kommen soll, ist mir sowieso schlei­er­haft

    Als die Ver­trei­bung der Rohyn­gia (oder wie man diese auch schreibt) in die Medien kam, hatte ich ernst­haft den Ver­dacht, dass die Deut­schen darauf vor­be­rei­tet werden sollten, auch diese armen Men­schen auf­zu­neh­men.…..

    hatte die Sache mit Erdogan doch was Gutes, wenigs­tens weiß ich jetzt mit ziem­li­cher Sicher­heit, was bei der nächs­ten Tür­ken­be­la­ge­rung (ja, ich bin aus Wien) die Mehr­heit der hier leben­den Türken wohl tun wird (echte Wiener gibt’s ja sowieso nicht, auch wenn der „Mundl” behaup­tet, einer zu sein)
    zum Glück habe ich keine Kinder.….…

  6. Die Wahr­heit musste endlich einmal gesagt werden.
    Genau so ist es.
    Wenn Deutsch­land es wie Neu­see­land machen würde (siehe Holger Jahn) , hätten wir kein Problem – und deut­lich weniger Muslime!
    Aber die Deut­schen wollen ja in ihrer großen Mehr­heit freund­li­cher und sozia­ler als alle anderen sein. Und dabei ver­ges­sen sie sich selbst.

    • So einfach liegen die Dinge leider nicht. 😉

      Punkt Eins: Neu­see­land besteht aus meh­re­ren Inseln. Der Abstand zur nächs­ten Küste beträgt 1600km (Aus­tra­lien). Der Sou­thern Ocean ist eines der gefähr­lichs­ten Gewäs­ser der Welt – mit einem Boot von Indo­ne­sien hierher schip­pern gleicht also einem Todes­wunsch, der mit einer hohen Wahr­schein­lich­keit auch erfüllt werden wird. Die einzig sinn­volle Ein­reise geschieht also per Flug­zeug, und dieses Trans­port­mit­tel ist leicht zu kon­trol­lie­ren. Fazit: NZ hat fast keine ille­ga­len Ein­wan­de­rer (aber durch­aus ille­gale „Over­stay­ers”).

      Punkt Zwei: NZ beginnt aller­dings auch, zuneh­mend mit Mus­li­men anein­an­der zu geraten. Es leben wohl etwa 30.000 im Land (davon 10.000 aus Fiji, mit denen es anschei­nend keine Pro­bleme gibt), aber die ara­bi­schen Imame, die in den Moscheen ihren Dreck zum Besten geben, sind erst­klas­sige Radi­ka­linskis vor dem Herrn. Die neu­see­län­di­sche Bevöl­ke­rung hat aller­dings NULL Tole­ranz­schwelle für der­ar­tige Reli­gi­ons­fa­na­ti­ker, und deshalb bin ich davon über­zeugt, dass diese Arsch­lö­cher hier nicht dau­er­haft Fuss fassen werden können.

      Punkt Drei: Mit Ihrem letzen Satz hauen Sie natür­lich dem Nagel auf den Kopf. 😉 Die Deut­schen müssen heute mora­lisch besser als besser, und per­fek­ter als perfekt, und guter als gut sein… – nur um der Welt zu bewei­sen, dass sie sich von ihren Gross­el­tern „eman­zi­piert” haben.

  7. Hat die deut­sche Gesell­schaft Inte­gra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten mit Ein­wan­de­rern aus China, Vietnam, Russ­land, oder sonst woher? Nein, der Islam ist der Grund für die Ver­wei­ge­rung der Inte­gra­tion i.S. der Assi­mi­la­tion. Einen nicht unwe­sent­li­chen Beitrag zu diesem Sach­ver­halt leistet aller­dings auch ein Groß­teil der deut­schen (häufig geho­be­nen) Gesell­schaft, der dem eigenen Land kri­tisch-ableh­nend bis hass­voll gegen­über steht. Eine derart gespal­tene Gas­ell­schaft ist nicht fähig zu inte­grie­ren sondern erzeugt Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten und implo­diert irgend­wann.

    • Ja, ein sehr netter Artikel mit einer noch viel net­te­ren Liste von Koran­zi­ta­ten. Groß­ar­ti­ges Buch, so lieb. Es müsste den Bambi-Inte­gra­ti­ons­preis ver­lie­hen bekom­men. Wenn nicht!, wär das doch voll ras­sis­tisch.

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  8. Enissa Amani kann man – ohne dabei zu erröten – mit dem glei­chen Attri­but belegen, wie das bereits Henryk Broder mit Frau Kaddor tat: „genuin dumm!”

  9. [[ Meine These: alle staat­lich finan­zier­ten Anstren­gun­gen zur Inte­gra­tion werden letzt­lich schei­tern – und alle Betei­lig­ten ahnen es bereits. ]]

    Nach diesem Satz hätte ich eigent­lich bereits auf­hö­ren können wei­ter­zu­le­sen. 😉

    Das Schei­tern hat in diesem Fall sogar erst einmal nichts mit dem toll­wü­ti­gen Islam zu tun, sondern ist von gene­ri­scher Natur.

    Warum bilde ich mir ein, mir dies­be­züg­lich eine feste Meinung erlau­ben zu dürfen? Weil ich, seit 14 Jahren, selbst ein Ein­wan­de­rer bin. In Neu­see­land.

    Was gibt es hier für staat­li­che Unter­stüt­zung für offi­zi­elle (!) Ein­wan­de­rer? Absolut nichts. Keine bezahl­ten Sprach­kurse, kein Hand­geld, keinen sub­ven­tio­nier­ten Wohn­raum, etc.

    Warum sollte die NZ-Regie­rung solches auch anbie­ten? Wer hier ein­wan­dern will, muss zuvor per IELTS-Test seine Sprach­be­herr­schung nach­wei­sen, und wer nicht einen Job mit einem gewis­sen Min­dest­ein­kom­men vor­wei­sen kann, der kommt ebenso nicht ins Land hinein. Unter dem Strich soll das LAND schliess­lich durch die Ein­wan­de­rer berei­chert, und nicht der Ein­wan­de­rer auf Staats­kos­ten gepam­pert werden. Wer es nicht schafft, sich hier erfolg­reich ein­zu­fü­gen, der muss NZ eben wieder ver­las­sen. Extra­würste gibt es nicht.

    Da in Deutsch­land nur 0,7% der Ein­wan­de­rer offi­zi­ell aner­kannte Asy­lan­ten sind, müssten die rest­li­chen 99,3% eigent­lich als Ein­wan­de­rer betrach­tet, und den­sel­ben Regeln unter­wor­fen werden. Wenn diese dem Land auf Dauer keinen Mehr­wert bringen, sondern das Sozi­al­sys­tem schwä­chen, dann müssen die Leute Deutsch­land eben wieder ver­las­sen.

    Schnor­rer und Schma­rot­zer kann kein Land der Erde brau­chen – nur in Deutsch­land scheint sich dieser – an sich ein­fa­che – Gedanke noch nicht ver­brei­tet zu haben. Wohl­stands­ver­blö­dung eben.

    Ach ja, zum eigent­li­chen Thema Inter­gra­tion. Diese liegt AUSSCHLIESSLICH in der Ver­ant­wor­tung des Immi­gran­ten! Auch die Neu­see­län­der haben bereits ein eigenes Leben, und sind nicht gerade scharf darauf, einen Eng­lisch-hol­pern­den Neu­bür­ger an der Hand zu nehmen, und ihm zu erklä­ren, wie die Was­ser­spü­lung am Klo funk­tio­niert. Wer nicht zivi­li­sa­ti­ons­taug­lich ist, der hat hier eben auch nichts ver­lo­ren. Anpas­sung an die lokal gelebte Kultur ist das Stich­wort, und die muss vom Immi­gra­ten erbracht werden. Aus­nahms­los! Das kann und wird niemals Sache der Gesell­schaft sein – und das sehen übri­gens die Bevöl­ke­run­gen aller klas­si­schen Ein­wan­de­rungs­staa­ten so (USA, CAN, AUS, NZ).

    Doch bring’ das mal einem Deut­schen bei, der denkt, dass Deutsch­land der Nabel der Welt sei…

    • Die meisten deut­schen Gehirne sind ao was von weich­ge­spült. Mitt­ler­weile denke ich wirk­lich, dass es sich um Dege­ne­ra­tion handelt.

    • Schnor­rer und Schma­rot­zer kann kein Land der Erde brau­chen – nur in Deutsch­land scheint sich dieser – an sich ein­fa­che – Gedanke noch nicht ver­brei­tet zu haben. Wohl­stands­ver­blö­dung eben.”
      Damit ist alles gesagt. Die „Gast­ar­bei­ter” und ihre Nach­kom­men der 50er und 60er Jahre aus Italien, Spanien und Por­tu­gal erkennt man heute nur noch an ihrem Namen – DAS ist Inte­gra­tion – weil die es eben wollten.

  10. Also ehrlich, wenn die Amani pro-west­lich ist, dass war es Hon­ecker auch. Die Frau ist athe­is­ti­sche Sozia­lis­tin. Sie bewirbt auch nicht unkri­tisch den Islam, sondern den Sozia­lis­mus.

    Oh weih, ich hab nie mit dem Wort Inte­gra­tion groß rum­ge­han­gen. Wenn das Juden­tum im Wesent­li­chen in der byzan­ti­ni­schen Gefan­gen­schaft her­aus­ge­bil­det wurde und sich im Kern über Jahr­tau­sende in der Dia­spora, ohne Inter­net, erhal­ten konnte, dann macht ein McDo­nalds Job einen Araber nicht zum Dackel­herr­schen.

    Davon abge­se­hen, muss man eine gemein­same Iden­ti­tät auch anbie­ten. Soll die Ethnie keine Rolle spielen, muss es die Nation tun. Kom­mu­nis­mus allein reicht nicht, auch wenn die Linke genau das will.

    In der Schule muss ein Bekennt­nis ein­ge­spro­chen werden, ein Pledge of Alle­gi­ance. „Ich schwöre Deutsch­land und seine Ideale zu ver­tei­di­gen und die Frei­heit meiner Mit­bür­ger zu fördern. Jeder hat ein Recht auf Rede, auf Besitz, auf Rechts­staat­lich­keit, auf Pri­vat­sphäre und Auto­no­mie über seine Familie.”

    Aber schon so ein Bekennt­nis birgt Spreng­stoff. Die Linke hätte gerne:
    „Ich schwöre dieses Land vom Faschis­mus zu rei­ni­gen, dem Ras­sis­mus ein Ende zu setzen, die Gesell­schaft zu ver­än­dern sowie Habgier und Krieg abzu­wen­den. Jede*r (Aus­spra­che muss in einem Gremium geklärt werden) hat ein Recht zur freien Wahl seiner Iden­ti­tät.”

      • Aller­dings. Die Grund­aus­sa­gen dieses Kom­men­tars sind korrekt, allein es hapert gewal­tig z.B. an dem nicht ganz unwe­sent­li­chen Détail „byzan­ti­ni­sche Geefan­gen­schaft”, und indem das so dasteht, wird der Rest ja rela­ti­viert.
        Ferner erschließt sich nicht, weshalb da aus­ge­rech­net das Juden­tum in eine Argu­men­ta­tion über Inte­gra­tion ein­ge­baut wird. Juden hatten nie das Problem, sich irgendwo positiv zu inte­grie­ren, vor­aus­ge­setzt man ließ sie. Es hat seit ca. 3000 Jahren nir­gendwo staat­li­che Inte­gra­ti­ons­pro­gramme für Juden gegeben. Nicht ‚trotz­dem’ oder ‚des­we­gen’ hat jüdi­sche Inte­gra­tion seit baby­lo­ni­schen, hel­le­nis­ti­schen, römi­schen, christ­li­chen, auf­ge­klär­ten und ame­ri­ka­ni­schen Zeiten immer funk­tio­niert, sondern das lag aus­schließ­lich an den Werten des Juden­tums: Pro­duk­ti­vi­tät, Gelehr­sam­keit, Fleiß, Selbst­ver­ant­wor­tung, Ehr­lich­keit.
        Hin­ge­gen der Islam als see­li­scher Überbau ver­tritt diese Werte durch­aus nicht. Ja ganz im Gegen­teil.

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  11. Bassam Tibi hat sich wohl ver­ab­schie­det vom Traum, dass der Islam refor­mier­bar sei. Dazu muß man sagen, dass der Islam wohl ca. 600 jünger ist als das Chris­ten­tum. Wir sehen nichts von einer Refor­ma­tion, die Kopf­tuch­mäd­chen und -frauen beherr­schen stärker denn je das Bild unserer Städte! Beto­nung auf unserer! Unserer christ­lich-jüdisch gepräg­ten Welt. Ich habe neulich den Arzt gewech­selt, auch in den Praxen/Krankenhäusern sind sie mitt­ler­weile zu finden, die Kopf­tuch­trä­ge­rin­nen. Ich möchte dem Ganzen nicht noch Vor­schub leisten, wohl wissend, dass es wohl kaum einer bemer­ken wird. Wenn der Staat keine Regeln setzt, dann geht das Nar­ren­schiff Deutsch­land irgend­wann unter, spä­tes­tens dann, wenn kein Geld mehr da ist für die Ver­wirk­li­chung linker Ideo­lo­gien. Kraft­strot­zende Männer aus archai­schen Struk­tu­ren kommend greifen deut­sche Poli­zis­ten an! Und der Staat, der schaut zu.….…, und der Michel schläft weiter, bis es an SEIN Ein­ge­mach­tes geht? Es muß wohl wirk­lich erst so weit kommen!!

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