Es hat eine Wei­le gedau­ert, bis die ARD geruh­te, auf die Empö­rung des framing-gewöhn­ten Publi­kums zu reagie­ren, wel­ches erst nur vom Hören­sa­gen, dann aber durch aus­führ­lich gewür­dig­te Zita­te (etwa hier, hier und hier [Teil 3, wird nach­ge­reicht]) von einer Stu­die erfuhr, wel­che die ARD-Geschäfts­füh­rung (damals unter dem Vor­sitz von Karo­la Wil­le, MDR) bei der Lin­gu­is­tin Dr. Eli­sa­beth Weh­ling in Auf­trag gab. Nun mel­de­te sich am Sonn­tag, den 17.2.2019 um 14 Uhr die aktu­el­le ARD-Gene­ral­se­kre­tä­rin Dr. Susan­ne Pfab zu Wort, was an sich schon ein unge­wöhn­li­cher Vor­gang ist, aber die Dring­lich­keit nahm kei­ne Rück­sicht auf das Wochen­en­de. Teil zwei des drei­tei­li­gen Arti­kels in der Welt erschien schließ­lich nur weni­ge Stun­den spä­ter, es war also Eile geboten.

Der Ton­fall des halb­her­zi­gen Demen­tis der ARD schwankt zwi­schen Trotz, Beschwich­ti­gung und Rela­ti­vie­rung, was bis in die Typo­gra­fie geht. Da spricht Frau Pfab vom „so genann­ten Framing Manu­al“ und setzt Framing Manu­al in Anfüh­rungs­zei­chen. So genannt wird das Pam­phlet jedoch, weil es exakt so genannt wur­de – und zwar bereits im Titel selbst und in gol­de­nen Ver­sa­li­en! Ich möch­te mich an die­ser Stel­le aber gar nicht inhalt­lich mit dem Manu­al aus­ein­an­der­set­zen, das haben Don Alp­hon­so für „Die Welt“ (sie­he oben) und Alex­an­der Wendt auf Publi­co bereits aus­führ­lich getan. Die Stel­lung­nah­me der ARD-Gene­ral­se­kre­tä­rin ist es jedoch, die die Unver­schämt­heit noch auf die Spit­ze treibt und exakt in die Ker­be trifft, in die schon das Framing-Manu­al selbst geschla­gen hat: die Unmün­dig­keit der Bürger.

Zunächst ein­mal, lie­be Frau Pfab, ist der Titel des Manu­als nicht miss­ver­ständ­lich. Die beauf­trag­te Lin­gu­is­tin kennt ihr Hand­werk und ihr zu unter­stel­len, der Titel sei miss­ver­ständ­lich, scheint mir doch eher eine plum­pe Ablen­kung zu sein. Es han­delt sich bei der vor­lie­gen­den Arbeit ja nicht um einen unver­bind­li­chen Ent­wurf, son­dern um das fer­ti­ge Ergeb­nis. Auch hät­te eine dia­gnos­ti­zier­te Miss­ver­ständ­lich­keit doch sicher zu Nach­bes­se­rungs­for­de­run­gen sei­tens der ARD geführt – gera­de wenn man „tag­täg­lich mit Spra­che arbei­tet“, wie Sie ihrer ARD im Arti­kel ja selbst attes­tier­ten. Man kauft doch kein Gut­ach­ten, in dem bereits der Titel „unklar“ for­mu­liert ist. Falls doch, müs­sen wir uns drin­gend dar­über unter­hal­ten, wie sorg­los die ARD „unser gemein­sa­mes Rund­funk­ka­pi­tal (f)“ verschwendet.

Pfab behaup­tet, das Papier sei weder Hand­lungs­an­wei­sung noch Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie, son­dern die­ne ledig­lich den „Teil­neh­men­den ARD-inter­nern Work­shops im Vor­feld als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge und Denk­an­stoß“ und sei des­halb „zur Wei­ter­ga­be völ­lig unge­eig­net“. Das bedeu­tet jedoch im Umkehr­schluss, dass es zur inter­nen Schu­lung geeig­net sei – und das obgleich es bereits im Titel „miss­ver­ständ­lich“ ist. Frau Pfab legt gro­ßen Wert auf Kon­tex­tua­li­sie­rung, um das Papier abzu­schwä­chen. Ich fra­ge mich aller­dings, wel­cher Kon­text rela­ti­vie­rend auf ein Papier wir­ken könn­te, das für den inter­nen Gebrauch bestimmt ist und in dem exter­ne Fak­to­ren pau­schal ent­we­der ver­teu­felt (pri­va­te Medi­en) oder durch geschick­tes Wor­d­ing und Nud­ging (Zuschau­er) infan­ti­li­siert wer­den. Es tut mir leid, aber mir will dazu kein Bei­spiel ein­fal­len. Viel­leicht fehlt mir aber auch die nöti­ge Phan­ta­sie oder ein­fach auch nur die Zeit, mich mit Sand­kas­ten­spiel­chen zu befas­sen, für die die ARD in ihren inter­nen Work­shops offen­bar reich­lich Zeit und Mit­tel findet.

Verantwortungsvoller Umgang mit Sprache?

Rich­tig deut­lich wird Frau Pfab hin­ge­gen, wenn sie von Ver­ant­wor­tung spricht. „Die Arbeits­un­ter­la­ge macht unter ande­rem dar­auf auf­merk­sam, dass es sinn­voll sei, über sprach­li­che For­mu­lie­run­gen auch die dahin­ter­ste­hen­den Wer­te offenzulegen.“

Nie ist sie ehr­li­cher und kla­rer, als in die­sem Satz. Um die Wer­te geht es und dar­um, dass die­se als Ober­wel­le und Hin­ter­grund­strah­lung immer mit­zu­sen­den sind. Die recht­li­che Stel­lung der ARD und deren Begriff­li­che For­mu­lie­rung ist kein Wert, son­dern schlicht eine juris­ti­sche Tat­sa­che – zudem eine, die sich auch ändern kann, eben­so wie sich ande­re gesetz­li­che Rege­lun­gen tag­täg­lich ändern. Ein Fahr­ver­bot hier, eine Kraft­werks­ab­schal­tung dort – auch die Ein­rich­tung und recht­li­che Stel­lung der ARD ist nicht in Stein gemei­ßelt und nicht nur unter dem Gesichts­punkt der ener­ge­ti­schen Effek­ti­vi­tät frag­wür­dig. Die Angst vor die­ser Rea­li­tät dürf­te für das Bestre­ben der ARD mit­ver­ant­wort­lich sein, sich weg von wirt­schaft­li­cher Ver­ant­wor­tung und hin zu einer ver­ab­so­lu­tier­ten mora­li­schen Meta-Ebe­ne zu bewegen.

„Die For­mu­lie­rung „öffent­lich-recht­li­cher Rund­funk“ ent­hält bei­spiels­wei­se kei­ner­lei inhalt­li­che Aus­sa­ge, außer die recht­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­form zu benen­nen. „Unser gemein­sa­mer frei­er Rund­funk“ weist hin­ge­gen auf den gemein­wohl­ori­en­tier­ten Auf­trag der ARD für die gesam­te Gesell­schaft hin.“

Die For­mu­lie­rung ent­hält sogar sämt­li­che inhalt­lich rele­van­ten Infor­ma­tio­nen, weil sie dar­an erin­nert, dass die ARD eine von der Öffent­lich­keit finan­zier­te Ein­rich­tung ist, die sich recht­lich mit allen Mit­teln – auch mit Zwang – Gel­tung ver­schafft. Die­sen Zwang als das neue „frei“ zu bezeich­nen, ist nun nicht mehr nur eine inter­ne Eigen­art eines unver­bind­li­chen und aus dem Kon­text geris­se­nen und blö­der­wei­se an die Öffent­lich­keit gelang­ten Papier­chens, das ist nun offi­zi­el­ler Pres­se­sprech der ARD-Gene­ral­se­kre­tä­rin. Für die Klar­stel­lung und Unter­strei­chung dan­ken die Gebüh­ren­zah­ler sehr, Frau Pfab! Zumin­dest bei Ihnen war das Framing der Stu­die erfolgreich.

Etwas ver­steck­ter und ver­klau­su­liert hat uns Frau Pfab auch ein kla­res Bild von ihrer inne­ren poli­ti­schen Ver­fas­sung gege­ben. In der For­mu­lie­rung „Medi­en­an­bie­ter, die ein kom­mer­zi­el­les Geschäfts­mo­dell ver­fol­gen, auch als „kom­mer­zi­el­len Rund­funk“ zu bezeich­nen, ist für mich kon­se­quent und stim­mig“ schwingt eine kaum ver­hoh­le­ne Ver­ach­tung für markt­wirt­schaft­lich ori­en­tier­te Medi­en mit, auch wenn Pfab sich anschlie­ßend  aus­drück­lich von Begrif­fen wie „Pro­fit­zen­sur“ distan­ziert. Das Selbst­ver­ständ­nis der ARD, per Geset­zes­kraft und prin­zi­pi­ell markt­wirt­schaft­lich arbei­ten­den Medi­en über­le­gen zu sein, speist sich näm­lich im Wesent­li­chen aus jenen finan­zi­el­len Mit­teln, die in der (teil­wei­se) noch vor­han­de­nen Markt­wirt­schaft hier­zu­lan­de erwirt­schaf­tet wer­den. Und natür­lich auch aus dem Fakt, dass es dem Bür­ger im Rah­men sei­ner „Eigen­für­sor­ge (f)“ nicht frei­ge­stellt ist, die 17,50 Euro „Exzel­lenz statt Umsatz (f)“ für „die ARD als ver­län­ger­ten Arm des Bür­gers“ aus­zu­ge­ben, oder wahl­wei­se in Whis­key, Whis­kas und Woll­so­cken zu investieren.

Gin­ge es markt­wirt­schaft­lich zu in Deutsch­lands Medi­en­land­schaft, gäbe es ein Gleich­ge­wicht aus Kos­ten und Nut­zen für jeden Bür­ger und zudem die ech­te freie Wahl des Medi­en­kon­sums oder Nicht­kon­sums. Dass etwa 10% der Bür­ger ver­su­chen, sich dem Zwang des „frei­en Rund­funks (f)“ zu ent­zie­hen, spricht nicht gera­de für des­sen Unbe­denk­lich­keit. Man darf wohl anneh­men, dass weder die Frei­wil­lig­keit sug­ge­rie­ren­den Framing-Begrif­fe einer sicher nicht bil­li­gen Unter­su­chung noch das kurz ange­bun­de­ne Demen­ti einer ARD-Gene­ral­se­kre­tä­rin die­se Zahl ver­klei­nern werden.

(f) Framing-Begrif­fe aus dem Gutachten

Die Sei­te Netzpolitik.org hat das Gut­ach­ten nun end­lich auch als PDF zugäng­lich gemacht. Lesen und genie­ßen Sie die­se PDF hier.

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18 Kommentare

  1. Lie­ber Rolf,

    dan­ke für dei­nen wirk­lich her­vor­ra­gen­den Kommentar!
    Ein Zitat hieraus:
    „Dies ist, neben­bei bemerkt, voll­kom­men kon­trär zum christ­li­chen Moral­ver­ständ­nis, das einen frei­en Wil­len – und kei­nen mani­pu­lier­ten Wil­len oder erzwun­ge­nes Han­deln – als Grund­vor­aus­set­zung mora­li­schen Han­delns voraussetzt.“

    „Christ­li­ches Moral­ver­ständ­nis“ zielt wahr­schein­lich auf mei­nen Kom­men­tar ab, in wel­chem ich die Meta­mo­ral der ARD mit dem Auf­trag der christ­li­chen Kir­chen verglich.
    Kei­nes­falls woll­te ich hier­durch die Kir­chen her­ab­wür­di­gen und auf eine Stu­fe mit dem Sen­der ARD stel­len. Mei­ne Inten­ti­on war: Sen­de­an­stal­ten wie ARD und ZDF sol­len uns in ihren Nach­rich­ten­sen­dun­gen durch Fak­ten infor­mie­ren, uns aber nicht durch eine wie auch immer gear­te­te Meta­mo­ral ver­su­chen zu erzie­hen, umzu­er­zie­hen oder zu manipulieren.
    Ich als Katho­lik mei­ne, dass Moral (und auch Gefüh­le) schwer­punkt­mä­ßig in die Kir­che gehören.
    Natür­lich dür­fen ARD und ZDF auch mora­lisch tätig wer­den (und Gefüh­le zei­gen); dann müs­sen sie dies aber in bestimm­te Sen­de­for­ma­te unter­brin­gen und als Mei­nung oder Kom­men­tar kenn­zeich­nen und kein Manu­al her­aus­brin­gen, wo alles mit­ein­an­der ver­mischt wird, um die geplan­te Gebüh­ren­er­hö­hung und poli­ti­sche Din­ge vor­zu­be­rei­ten und zu rechtfertigen.

    Für mei­nen miss­ver­ständ­li­chen Ver­gleich möch­te ich mich entschuldigen.

    • Nee, das ziel­te auf den Anar­chris­ten, der sich hier ja mal als „irgend­wie christ­lich“ hin­stell­te, wenn ich das rich­tig in Erin­ne­rung habe. 

      Es geht dar­um, dass die Annah­me des frei­en Wil­lens im christ­li­chen Men­schen­bild von grund­le­gen­der Bedeu­tung ist (nach dem Eben­bild Got­tes erschaf­fen), und eine Hand­lung, nach christ­li­cher Moral­leh­re, über­haupt nicht mora­lisch sein KANN, wenn die­ser kei­ne frei­wil­li­ge Ent­schei­dung vor­aus­geht. Zwang oder Mani­pu­la­ti­on nimmt den frei­en Wil­len, und zer­stört damit die Fähig­keit des Men­schen, die Resul­ta­te sei­ner Hand­lun­gen als sein Eige­nes zu bean­spru­chen, wodurch er über­haupt nicht mehr gut han­deln KANN. Tat­säch­lich geht das Gan­ze noch nen Schritt wei­ter, weil man annimmt, dass Men­schen von Natur aus sün­dig sind, und sie die­se Sünd­haf­tig­keit über­win­den müs­sen, um zu Gott zu fin­den. Wenn sie kei­ne Wil­lens­frei­heit mehr haben, weil sie mani­pu­liert oder gezwun­gen wer­den, kön­nen sie dies nicht mehr. Ich den­ke, dass es, aus christ­li­cher Sicht, ne ziem­lich gro­ße Sache ist, Men­schen ihren frei­en Wil­len zu neh­men, weil man ihnen dadurch die Mög­lich­keit nimmt, erlöst zu wer­den, und man ihre See­le dadurch verdammt. 

      Zumin­dest ist das mei­ne Inter­pre­ta­ti­on der christ­li­chen Morallehre.

      P.S.
      ich has­se die­ses Captcha

  2. Die Stu­die gibt all­ge­mein betrach­tet wenig neu­es Preis. Die beschrie­be­nen Feh­ler des ARD in sei­ner Wort­wahl sind stim­mig. Mit Gehirn­wä­sche hat das über­haupt nichts zu tun und das Gut­ach­ten ist auch nicht als Hand­buch zu betrach­ten. Das ein­zi­ge was zählt ist, dass die Wahr­heit gespro­chen wird. Erst wenn Lügen oder Luft­schlös­ser durch emo­tio­na­les Framing zu etwas akzep­ta­blem umge­formt wer­den sol­len, ist das abzulehnen.

    Die Wahr­heit ist ein Geschenk, dass auch gut ver­packt wer­den muss. Das erfor­dert näm­lich die von den Mas­sen geleb­te — lei­der sehr flüch­ti­ge — Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie und unser aus Asso­zia­tio­nen auf­ge­bau­ter Denkapparat.

    „Ist ja eh alles gelo­gen bei der ARD…“ inco­m­ing in 3, 2, 1 .…

    • [[ Die Wahr­heit ist ein Geschenk, dass auch gut ver­packt wer­den muss. Das erfor­dert näm­lich die von den Mas­sen geleb­te – lei­der sehr flüch­tige – Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie und unser aus Asso­zia­tio­nen auf­ge­bau­ter Denkapparat. ]]

      Blöd­sinn. (Ver­dient noch nicht ein­mal ein Ausrufungszeichen!)

    • Defi­nie­re „Wahr­heit“.

      Nor­ma­ler­wei­se schlie­ßen „Wahr­heit“ und „Gefüh­le“ ein­an­der aus. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, logisch oder empi­risch zu den­ken, wes­halb es erfor­der­lich ist, die eige­nen Gefüh­le und Vor­ein­ge­nom­men­hei­ten best­mög­lich aus­zu­schlie­ßen, um zu einem ratio­na­len Ergeb­nis zu kom­men, und die meis­ten Men­schen sind dazu über­haupt nicht in der Lage. Es gibt mit­ler­wei­le ton­nen­wei­se Lite­ra­tur über die gan­zen Fehl­funk­tio­nen des mensch­li­chen Gehirns, die Ratio­na­li­tät und Wahr­heits­fin­dung im Weg sind.

      Das was die Dame in ihrem Gut­ach­ten gemacht hat, nennt sich „Neu­ro­lin­gu­is­ti­sche Pro­gram­mie­rung“. Die hat ver­sucht, die Fehl­funk­tio­nen des mensch­li­chen Gehirns gezielt dahin­ge­hend aus­zu­nut­zen, dass die Men­schen zum von ihr gewünsch­ten Ergeb­nis kom­men. Sie will nicht, dass Men­schen die Wahr­heit fin­den, wie auch immer die­se aus­se­hen mag, son­dern sie will Men­schen dahin­ge­hend mani­pu­lie­ren, dass die­se für wahr hal­ten, was die Dame will. Dies allein mag kein Beweis für Unwahr­heit sein, aber dar­um geht es nicht. 

      Es ist ver­werf­lich, Men­schen auf mani­pu­la­ti­ve Wei­se fern­zu­steu­ern, und ihren frei­en Wil­len weg­zu­ma­ni­pu­lie­ren. Dies ist, neben­bei bemerkt, voll­kom­men kon­trär zum christ­li­chen Moral­ver­ständ­nis, das einen frei­en Wil­len — und kei­nen mani­pu­lier­ten Wil­len oder erzwun­ge­nes Han­deln — als Grund­vor­aus­set­zung mora­li­schen Han­delns vor­aus­setzt. Im vor­lie­gen­den Fall kommt erschwe­rend hin­zu, dass die Akzep­tanz eines Geset­zes her­bei­ma­ni­pu­liert wer­den soll, was die Anwen­dung von Zwang und Gewalt gegen die­je­ni­gen, die mit die­sem Gesetz nicht ein­ver­stan­den sind, impli­ziert. Es ist eine Mani­pu­la­ti­on, die zusätz­li­che Gewalt bewir­ken soll. Zweck die­ses Geset­zes ist es, eine Infra­struk­tur auf­recht zu erhal­ten, des­sen Exis­tenz wei­te­re sol­cher Mani­pu­la­tio­nen in ande­ren Berei­chen zur Fol­ge haben wird, die eben­falls zusätz­li­che Gewalt in Geset­zes­form erzeu­gen sollen.

      Die­ser Sach­ver­halt hat die Gren­ze unmo­ra­li­schen Han­delns weit über­schrit­ten, und des­halb regen sich die Leu­te auf.

      BTW, das, was Ihr über „Demo­kra­tie“, die BRD, und das Grund­ge­setz denkt, und eigent­lich das gan­ze gesell­schaft­li­che Over­ton Win­dow, basiert auf sol­chen Gehirn­wä­sche­tech­ni­ken. Dass die­se Tech­ni­ken ein­ge­setzt wer­den, um Euch monat­lich rund 20€ aus der Tasche zu zie­hen, ist noch eines der harm­lo­ses­ten Ein­satz­ge­bie­te. „Manu­fac­tu­red Con­sent“ von Naom Chom­sky ist ein lesens­wer­tes Buch.

      P.S.

      @Roger:

      Ich möch­te an die­ser Stel­le noch erwäh­nen, dass ich nicht der hier pos­ten­de „Adolf“ bin. Ich fühl­te mich beim Wort „Anonym“ ver­däch­tigt. Ich wür­de aber ger­ne mehr von ihm lesen, weil ich selbst auch ger­ne das „What would Adolf Hit­ler say“-Spiel spie­le. Ich glau­be, der ver­sucht zu sagen, dass nicht Hit­ler böse ist, son­dern Tota­li­ta­ris­mus, und Tota­li­ta­ris­mus ganz und gar nicht tot ist. Zumin­dest ist das mei­ne Interpretation.

  3. Die ARD hat eine GENERALSEKRETÄRIN? Aha. So wie die NATO? Oder die ehe­ma­li­ge SOWJETUNION? In wel­cher verfi*ten Staats­si­mu­la­ti­on lebe ich eigentlich?

      • An dem Begriff Gene­ral­se­kre­tä­rin wür­de ich mich auch nicht stö­ren, auch wenn halb- oder ganz­staat­li­che Ein­rich­tun­gen dazu nei­gen, ihre Hier­ar­chie nach mili­tä­ri­schen oder par­tei­li­chen zu benen­nen. Die ARD ist aller­dings KEIN Zusam­men­schluss ver­schie­de­ner Medi­en­un­ter­neh­men und auch kein Ver­band. Schon der Begriff „Unter­neh­men“ führt in die Irre und ver­schie­den sind die schon mal über­haupt nicht. Es fin­det auch kein Wett­be­werb inner­halb des „Ver­ban­des“ statt, wenn man den Wett­be­werb um die bes­ten und höchst­do­tier­ten Pos­ten inner­halb der Hier­ar­chie nicht als sol­chen nimmt.
        Eine Stadt­ver­wal­tung oder den Bun­des­tag wür­de man ja auch kaum als Unter­neh­men bezeich­nen. Was die ARD ist, ist eine hori­zon­tal und ver­ti­kal extrem breit auf­ge­stell­te Behör­de, die gemein­sam mit dem ZDF eine markt­ver­zer­ren­de und markt­be­hin­dern­de Posi­ti­on in der Medi­en­bran­che einnimmt.

  4. Wenn ich schon allein nur sol­che Begrif­fe wie „unser gemein­sa­mer frei­er Rund­funk“ lese, ste­hen mir die Nacken­haa­re zu Ber­ge und ich krie­ge grü­ne Pickel.
    Schön­re­de­rei ver­ab­scheue ich zutiefst. 

    Das merkt doch ein Blin­der, wie mani­pu­la­tiv sol­che Phra­sen sind. Ich glau­be, das stößt die Leu­te eher ab, als dass sie es sym­pa­thisch finden.

    • Für einen steu­er­fi­nan­zier­ten „öffent­lich-recht­li­chen“ Sen­der sicher­lich grenzwertig.
      Mani­pu­la­tiv sind aber alle ande­ren Sen­der auch, egal ob pri­vat oder nicht. Da gibt´s kei­ne Ausnahme.
      Viel­leicht soll­te man es aber genau des­we­gen nicht so heiß essen wie es gekocht wird,
      denn in wie weit man sich mani­pu­lie­ren lässt, liegt immer noch an jedem selbst!

    • Ist doch die Wahrheit.

      Wir alle bezah­len ihn gemein­sam und daher ist er auch ins­ge­samt sehr frei (Nicht abhän­gig von Wer­be­ein­nah­men und Ver­kaufs­zah­len). Die offe­nen Kanä­le wer­den auch vom ARD-Bud­get finanziert.

      Es kann auch nie­mand ein­fach sagen: „So der Laden wird ver­kauft!“ oder „Nicht mehr ren­ta­bel, daher wird der Betrieb eingestellt.“

      • Das ist auch die Defi­ni­ti­on von Zwang, weil es die­je­ni­gen nicht aus­lässt, die nicht mit­ma­chen wol­len. Übri­gens ist die Tat­sa­che, dass ein Laden nicht ren­ta­bel sein kann und des­halb unter geht, die gesün­des­te Sache der Welt. Pas­siert irgend­wann sowie­so — wenn man es den Markt nicht regeln lässt, muss man eben immer wie­der auf den Unter­gang des Sozia­lis­mus und der Staats­wirt­schaft war­ten. Dau­ert eben unter­schied­lich lan­ge, pas­siert aber IMMER. Radio Bre­men ist im Grun­de seit 30 Jah­ren Plei­te aber nie­mand zieht den Ste­cker. Wie wich­tig ist Radio Bremen?

        • Wenn es danach geht ist Deutsch­land auch plei­te, so über­schul­det wie wir sind.
          Wer zieht den Stecker?
          Unren­ta­bel heißt noch lan­ge nicht sinnlos!

    • „das stößt die Leu­te eher ab, als dass sie es sym­pa­thisch finden.“
      .
      Sicher, so deut­lich & des­halb doof wie hier im FRAMING MANUAL ist die­se Mani­pu­la­ti­on sel­ten zu beobachten.
      Und des­halb wer­den sie beim nächs­ten Mal die glei­che Sache geschick­ter anpacken.

  5. Beschäf­tig­te kom­men bei der ARD nicht weit, wenn sie das Manu­al nicht ver­in­ner­licht und zusätz­lich die rich­ti­ge poli­ti­sche Gesin­nung haben.

    Das Manu­al hat etwas von Gehirnwäsche/Umerziehung.

    So net­te Din­ge aus dem Inhalt, wie z. B. The­men zu mora­li­sie­ren, um Kri­ti­ker gezielt ins Unrecht zu set­zen oder Moral­pre­dig­ten erset­zen Fak­ten oder Moral steht über Wahrheit.

    Zitat: „Und dann beim drit­ten, vier­ten, fünf­ten Mal erge­ben sich Ein­schleif-Pro­zes­se im Gehirn und ein Wie­der­erken­nungs­ef­fekt – egal, ob die Sache wahr­haft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgend­wann: Ist mir viel zu anstren­gend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit.“

    Kommt uns das nicht bekannt vor? Ken­nen wir das nicht alle seit unge­fähr 2015?

    Lie­bes ARD-Team!
    Hier nun end­lich mein klei­ner Tipp für euch zur Umgestaltung/Anpassung eures Cor­po­ra­te Design; damit sich die­ses zukünf­tig bes­ser in euer Cor­po­ra­te Iden­ti­ty (ARD-Manu­al) ein­fügt, klei­ne Ände­run­gen: Statt der futu­ris­ti­schen, edlen, sehr ele­gan­ten und sicher­lich rich­tig teu­ren Ein­rich­tun­gen eurer Nach­rich­ten­stu­di­os emp­feh­le ich euch eine hohe, aber schlich­te Kan­zel. Dar­auf könnt ihr dann ggf. euren Moral­krams ein­rit­zen oder malen lassen.
    Und bei der Klei­dung der Spre­cher und Mode­ra­to­ren (m/w/s) bit­te einen ein­fa­chen schwar­zen Talar. Nähe­re Infor­ma­tio­nen dazu erhal­tet ihr bei den Kirchen.
    Dann kommt das Gan­ze mit der Moral noch bes­ser rüber. Denn ihr wisst ja, wir ein­fa­chen Bür­ger (m/w/s) kapie­ren ein­fach nix – wie war das noch mal mit den Ein­schleif-Pro­zes­sen im Gehirn?
    Bei euren Gehäl­tern und Pen­sio­nen müss­ten wir dann auch noch etwas (stär­ker) feilen.
    Wohl dann – ans mora­li­sche Werk!
    Auf, auf, sagt es auch gleich euren Schwes­tern und Brü­dern vom ZDF!

  6. Lie­ber Roger, ich hat­te heu­te Vor­mit­tag schon ein­mal die Gele­gen­heit, das Orwell­sche Werk kurz zu über­flie­gen, nur davon ist mir schon die Spu­cke weg­ge­blie­ben und habe mich hin­rei­ßen las­sen, der ARD schon mal ein kur­zes State­ment per Mail zu sen­den. Dar­in habe ich mich für die Offen­heit bedankt, mit der die „Anstalt“ nun­mehr ihre Kon­su­men­ten nug­det und bevor­mun­det, mit „Bedie­nungs­an­lei­tung“ sozu­sa­gen. Der gan­ze Wisch steckt vol­ler Unge­heu­er­lich­kei­ten und Frech­hei­ten, schon bei kur­zem Über­flug über­deut­lich sicht­bar. Bin gespannt auf die öffent­li­che Mei­nung in den Frei­en Medi­en, die wohl noch heu­te über die ARD kom­men wird. Vie­le Grü­ße und dan­ke für den Beitrag.

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