Lange kann es nicht mehr dauern, bis kom­mu­nis­ti­sche Stu­den­ten­grup­pen wieder Hörsäle beset­zen, um Vor­träge im Namen der Welt­of­fen­heit zu ver­bie­ten und die Mei­nungs­frei­heit mit zahl­rei­chen Aus­nah­men zu ver­se­hen. Doch im Unter­schied zu den Kom­mu­nar­den der 68er treiben die Bar­ri­kad­ler des Jahres 2018 nicht die Regie­rung und die unbe­wäl­tigte Ver­gan­gen­heit ihrer Eltern, sondern Regie­rungs­kri­ti­ker auf die Gesin­nungs­palme. Die „Carl von Ossietzky“ Uni­ver­si­tät Olden­burg besaß nämlich die Kühn­heit, als Fest­red­ner zum Semes­ter­start aus­ge­rech­net Pro­fes­sor Hans-Werner Sinn ein­zu­la­den und der AStA, diverse Gewerk­schaf­ten, die Arbeits­lo­sen­hilfe Olden­burg und wahr­schein­lich auch noch die Tau­ben­züch­ter aus Bux­te­hude drehen voll­kom­men durch! Wie konnte man nur! Aus­ge­rech­net Sinn! Ein Ökonom, der poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen im Licht öko­no­mi­scher Zweck­mä­ßig­keit und Mach­bar­keit betrach­tet – also im Grunde das tut, was seiner Pro­fes­sion ent­spricht, anstatt einer poli­ti­schen Agenda das Wort zu reden – der soll an einer Uni­ver­si­tät spre­chen dürfen, über welcher „der Geist Ossietz­kys“ schwebt? Das hätte man doch gern ver­hin­dert, weil es der „Welt­of­fen­heit“ der Uni Olden­burg schaden könnte. Ein Fest­vor­trag des lang­jäh­ri­gen Direk­tors des Münch­ner IFO-Insti­tuts stört also die Welt­of­fen­heit – egal wie oft man diesen Satz auch liest, die Bor­niert­heit ist einfach nicht zu fassen!

Der Geist Ossietzkys

Nun darf man sich fragen, worin dieser „Geist“ Ossietz­kys, auf den sich die empör­ten Stu­den­ten, Gewerk­schaft­ler, Arbeits­lose und andere gesell­schaft­li­che Kräfte in Olden­burg berufen, denn eigent­lich genau besteht. Denn klar ist, dass eben dieser Ossietzky ab 1927 Her­aus­ge­ber der „Welt­bühne“ war. Einer Zeitung also, in der kri­ti­sche und unan­ge­passte Autoren wie Kurt Tuchol­sky, Lion Feucht­wan­ger, Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Erich Mühsam, Arnold Zweig und viele andere dedi­ziert regie­rungs­kri­tisch schrie­ben und teil­weise auch pole­mi­sier­ten und der Nach­welt ein bered­tes Pro­to­koll des poli­ti­schen Zeit­geis­tes hin­ter­lie­ßen, der in den Nie­der­gang der Wei­ma­rer Repu­blik und in den unheil­vol­len Auf­stieg des Natio­nal­so­zia­lis­mus führte. Die Welt­bühne schrieb gegen den Gleich­schritt an, der sich all­mäh­lich Bahn brach und den das teils konfuse Regie­rungs­han­deln in der Wei­ma­rer Zeit nicht auf­hal­ten konnte. Die Stu­den­ten jedoch, die heute Sinns Vortrag ver­hin­dern wollten, sind hin­ge­gen voll auf Regie­rungs­li­nie und es ist schon ziem­lich dreist, dass sie sich bei ihren Boy­kott­ver­su­chen aus­ge­rech­net auf den „Geist Ossietz­kys“ berufen.

Was genau wirft man Pro­fes­sor Sinn denn nun vor? „Sinns Posi­tio­nen“, so heißt es in der Erklä­rung, „bedeu­te­ten mehr öko­lo­gisch schäd­li­chen Res­sour­cen­ver­brauch, soziale Aus­gren­zung und mehr soziale Unge­rech­tig­keit.“ Dabei sollte den Stu­den­ten klar sein, dass Ihre Eltern es waren, die durch die Ent­schei­dung, Kinder zu bekom­men, selbst den öko­lo­gisch ver­hee­rends­ten Weg ein­ge­schla­gen haben. Weiß man doch mitt­ler­weile, dass man durch keinen Kon­sum­ver­zicht so viel zur Ver­mei­dung des ver­teu­fel­ten CO2-Aus­sto­ßes bei­tra­gen kann, wie durch die Ver­wei­ge­rung der Fort­pflan­zung. Die Kinder dieser Umwelt­sün­der stecken ihre Nasen nun nicht etwa beschämt in die Acker­fur­che, um durch Aus­stieg aus der Zivi­li­sa­tion und mit kleinem öko­lo­gi­schem Fuß­ab­druck den Pla­ne­ten zu retten, sondern stu­die­ren res­sour­cen­ver­schwen­dende Fächer wie Sozio­lo­gie, Päd­ago­gik oder Umwelt­ma­nage­ment. Kon­se­quent ist man nur gegen­über Ideen, die nicht ins dog­ma­ti­sche Welt­bild passen.

Was die Posi­tio­nen Sinns angeht und welche genau die Adepten des Ver­zichts da im Auge haben mögen, so sind diese zunächst mal nichts anderes als Posi­tio­nen. Theorie, Gedan­ken, Ideen und Formeln. Wenn die frei­wil­lige Gedan­ken­kon­trolle unserer künf­ti­gen Geis­tes­elite bereits die Emis­sio­nen von Gedan­ken bewer­tet, hat man die geis­tige Frei­heit, die von der Mög­lich­keit der geis­ti­gen Beweg­lich­keit in alle Rich­tun­gen lebt, längst auf­ge­ge­ben. Womög­lich eine Folge der rück­sichts­lo­sen Ver­ba­che­lor­ung der jungen Köpfe, die deshalb nicht mehr befä­higt werden zu bemer­ken, wie glatt­ge­lutscht und ange­passt die Gedan­ken sind, die sie für die eigenen halten. Unan­ge­pass­tes, freies Denken wird kaum noch geför­dert und ist uner­wünscht, weil es die im Gleich­schritt Lau­fen­den Wel­ten­ret­ter aus dem Takt bringen könnte.

Ein glühender Vorwurf

Sinn sei außer­dem „glü­hen­der Ver­fech­ter der Atom­ener­gie und er will die Flücht­lings­si­tua­tion zum Anlass nehmen, Löhne abzu­sen­ken.“ Ist es denn über­haupt noch erlaubt, Ver­fech­ter der Atom­ener­gie zu sein? Hat nicht ein Tsunami in Japan überall in der Welt dieses Licht in den Köpfen aus­ge­bla­sen? Nein, nur in Deutsch­land schal­tete das Zusam­men­spiel einer Natur­ka­ta­stro­phe und tech­ni­scher Schlam­pe­rei in Japan alle Atom­kraft­werke ab, während in Japan selbst nur eines end­gül­tig vom Netz ging. Sinn ist auch kein „glü­hen­der Ver­fech­ter“ dieser Ener­gie­form, was auch immer derlei Lei­den­schafts­vor­würfe über eine Ener­gie­form aus­sa­gen sollen. „Glü­hende Ver­fech­ter“ der Erneu­er­ba­ren Ener­gien – und wer wollte bestrei­ten, dass es die gibt – müssen sich ja auch nicht per­ma­nent auf ihren Geis­tes­zu­stand hin über­prü­fen lassen, auch wenn ich das durch­aus befür­wor­ten würde. Frei spre­chen dürfen diese „Ver­fech­ter” hin­ge­gen jeder­zeit, keine Gewerk­schaft und kein AStA, der irgendwo hemmend ein­griffe.

Doch Sinn gehört zu denen, die im Gegen­satz zu den Grünen, die das immer nur behaup­ten, die Ener­gie­wende tat­säch­lich mal genau durch­ge­rech­net haben. Er kommt zu ver­hee­ren­den Ergeb­nis­sen, was die Mach­bar­keit anbe­langt und seine Berech­nun­gen sind bis heute unwi­der­legt. Was liegt also näher, als ihm Kum­pa­nei mit der Atom­ener­gie vor­zu­wer­fen, um ihn dann in einem Akt der mora­li­schen Hygiene vom Diskurs aus­zu­schlie­ßen? In gera­dezu inqui­si­to­ri­sche Weise soll Sinn zum Schwei­gen gebracht werden, derweil an der Uni Olden­burg weiter fleißig an der Akzep­tanz der Ener­gie­wende gestrickt wird.

Und was ist dran am Vorwurf, Sinn wolle „die Löhne absen­ken“? Ist er ein König? Ein Gewerk­schafts­füh­rer gar? Oder legt er die Min­dest­löhne fest? Nein! Was er aller­dings mes­ser­scharf anmerkte, war, dass eine wie auch immer ein­zu­ord­nende Mas­sen­mi­gra­tion gering bis gar nicht qua­li­fi­zier­ter Men­schen in ein Land, dass sich gerade in großen Teilen auf einen Min­dest­lohn ver­stän­digt hat, Gift für den Arbeits­markt und damit auch für unsere Sozi­al­sys­teme ist. Der Preis der Über­re­gu­lie­rung unserer Wirt­schaft ist eben, dass sie immer neue und kom­ple­xere Regu­lie­run­gen nach sich zieht. Man muss dem Onkel Pro­fes­sor schon mal richtig zuhören, liebe Kinder! Oder fürch­tet ihr womög­lich, bei der von Sinn gefor­der­ten „Immi­gra­tion von Hoch­qua­li­fi­zier­ten“ auf­grund eurer Stu­di­en­fä­cher keinen Stich sehen zu können, weshalb euch die Immi­gra­tion Unqua­li­fi­zier­ter zweck­mä­ßi­ger erscheint? Wie dem auch sei, liebe Stu­den­ten, Gewerk­schaft­ler, Trotz­kis­ten, Chè-Fans, Tau­ben­züch­ter und Sons­tige Olden­bur­ger, von einem derart lar­mo­yan­ten und pein­li­chen Aufruf zur vor­aus­ei­len­den Zensur wie dem euren hört man selbst dieser Tage nicht oft. Die Tat­sa­che, dass die Ver­an­stal­tung aus­ge­bucht ist, es also offen­sicht­lich Men­schen gibt, die Pro­fes­sor Sinn zuhören möchten, sollte euch jedoch zu denken geben.

Übrigens…

Die letzte Ausgabe von Ossietz­kys „Welt­bühne“ vor dem Verbot erschien am 7. März 1933 und endete mit den Worten „Denn der Geist setzt sich doch durch“ – ob der Olden­bur­ger Protest, der sich aus­ge­rech­net gegen einen Vortrag eines der renom­mier­tes­ten Volks­wirt­schaft­ler Deutsch­lands richtet, sich also wirk­lich aus­ge­rech­net auf den Geist Ossietz­kys berufen kann, wage ich zu bezwei­feln! Denn wenn es bereits ein Problem für die „Welt­of­fen­heit“ einer Uni­ver­si­tät dar­stellt, einen deut­schen Pro­fes­sor für Volks­wirt­schaft unge­hin­dert spre­chen zu lassen, ist es mit der Welt­of­fen­heit in den Köpfen der Kri­ti­ker nicht weit her. Diese Mei­nungs­hy­gie­ni­ker handeln wohl eher im Geist eines Diede­rich Heßling aus Manns Roman „Der Unter­tan“: als obrig­keits­hö­rige Mit­läu­fer, Kon­for­mis­ten, die bar jeder Zivil­cou­rage sind und Angst vor Ideen haben, die sie nicht ver­ste­hen.

22 Kommentare

  1. Ver­misse meine letzten beiden Bei­träge.
    Hat Maas­ka­hane zuge­schla­gen?
    Höf­lichst
    Sieg­fried Prütt

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    • Ich hin­ge­gen ver­misse Ihre letzten beiden Bei­träge nicht, sie liegen dort, wo sie hin­ge­hö­ren. Es hat nämlich nicht Maas­ka­hane zuge­schla­gen, sondern der Haus­meis­ter höchst­selbst, der seine Wände nicht beschmiert sehen mag. Ich hätte Sie ja gern höflich und per Mail über einige Eti­kette hier auf­ge­klärt, aber da Sie sich hinter einer fal­schen Mail­adresse ver­ste­cken, war dies leider unmög­lich. Ich rechne fest mit ihrem Ver­ständ­nis.
      Höf­lichst
      Roger Letsch, Haus­meis­ter in diesen digi­ta­len Hallen

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      • Stoß­de­gen hoch, runter, hoch, Stel­lung,

        Du Zen­sur­hengst 😉 Dabei schreibt der Sieg­fried doch so schöne Prosa. Ein biss­chen erin­nert er mich sogar an meinen Abreiß­ka­len­der, den ich als Kind hatte.

        Aber eigent­lich hab ich ein anderes Anlie­gen: Dich und andere Achse-Autoren könnte inter­es­sie­ren, dass sich gerade eine recht große Flücht­lings­ka­ra­wane gen Amiland bewegt. Derzeit sinds 7000 Leute, die sich auf den Weg gemacht haben, die US Grenzen zu stürmen. Also in etwa das, was 2015 in Europa pas­sierte, als Angie häss­li­che Bilder befürch­tete. Die Presse sieht in der Kara­wane lauter total nette Leute, während der Donald Kar­tell­mit­glie­der und „middle-eas­te­ners” wittert. BTW, für Letz­te­res gibts gute Gründe. Ich würde anneh­men, dass die Geschichte noch inter­es­sant werden wird, weil dies im Prinzip die selbe Situa­tion ist, die man hier auch mal hatte, die man aber auf eine andere Weise lösen wird. Ver­mut­lich wird die Geschichte deshalb noch in den deut­schen Medien auf­ge­grif­fen werden. Ihr könnt den/die/das Narativ drehen, wenn Ihrs zuerst auf­greift.

        Dieser Text ist der­ma­ßen off-topic, dass ich ihn dem kleinen, faschis­ti­schen Zensor in Deiner Seele widmen möchte. Möge er beim Zen­sie­ren eine warme, pul­sie­rende Erek­tion haben.

        Rolf, Troll vom Dienst

        • Nagut. Der letzte Absatz war eigent­lich als „Zensier mich” gemeint, weil es mir nur darum ging, zu erwäh­nen, dass der vor­letzte Absatz ein Thema zum Inhalt hat, das mal öffent­lich dis­ku­tiert werden sollte, und Du auf der Suche nach einem Thema sein könn­test.

          • Siehst Du, deshalb schätze ich die Kom­mu­ni­ka­tion via e-Mail so sehr. Kein Vertun, was öffent­lich sein soll und was Kom­men­tar oder Anre­gung. Erleich­tert mir das Leben enorm! 😉

            • Dabei ist E-Mail ohne GPG doch quasi öffent­lich. Ich hab mir dies­be­züg­lich ne gesunde Para­noia ange­wöhnt, und betrachte einfach alles als öffent­lich, was nicht ende-zu-ende ver­schlüs­selt ist, im Ide­al­fall mit Perfect Forward Secrecy, abge­gli­che­nem Fin­ger­print, und Fami­li­en­mit­glied, das in meinem Keller gefan­gen gehal­ten wird. Daher halte ich SMTP als öffent­li­ches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel für red­un­dant, und nutze es nur, wenn ich dafür bezahlt werde.

              Naja, ich wollte mir schon länger mal nen Hidden Service zulegen, der dann auch eine Kon­takt­funk­tion beinhal­ten wird.

            • Der Tag, an dem der erste echte Quan­ten­com­pu­ter seine Arbeit bei der NSA auf­nimmt, ist demnach der erste Tag des Teils Deines Lebens, der kom­plett ohne Kom­mu­ni­ka­tion via Inter­net aus­kom­men muss?

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            • Der Tag, an dem der erste echte Quan­ten­com­pu­ter seine Arbeit bei der NSA auf­nimmt, ist demnach der erste Tag des Teils Deines Lebens, der kom­plett ohne Kom­mu­ni­ka­tion via Inter­net aus­kom­men muss?”

              *Pieks* Au.

              Ja, Du hast voll­kom­men Recht. Sollte es einmal dazu kommen, dass im Inter­net keine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wege machbar sind, die selbst dann nicht ein­seh­bar wären, falls ich im Ver­dacht stünde, einen Ter­ror­an­schlag vor­zu­be­rei­ten, würde ich auf­hö­ren, das Inter­net für private Zwecke zu nutzen.

            • Yay! Der Donald hat Maddog Mattis beor­dert, sich um die Grenze zu kümmern, und hat Fall­schirm­jä­ger an die Grenze geschickt! Oder deren Hub­schrau­ber­in­fan­trie. „Air­borne” kann da meh­rer­lei bedeu­ten.

              Ich hatte kürz­lich geschrie­ben, dass ich mit der Dele­gie­rung an den Schutz­hei­li­gen des Chaos, dessen Knife Range tau­sende Meilen umfasst, rechne, hatte das aber wieder gelöscht. Nun möchte ich nach­träg­lich erwäh­nen, dass ich auch noch geschrie­ben habe, dass ich wetten würde, dass die beor­der­ten Sol­da­ten wahr­schein­lich über­wie­gend einen LEGALEN Migra­ti­ons­hin­ter­grund haben werden, sollte es zu häss­li­chen Bildern kommen.

              Ich mag es, wie der Donald kunst­voll die Nara­tive der Medien fickt.

  2. Ein Kom­men­tar von einem „Älteren Herrn” der meine Jugend Sozia­lis­ten Meinung auch mit noch so klugen Argu­men­ten nicht erschüt­tern konnte: „Bei solch reni­ten­ter Lern­in­to­le­ranz, sollte Abtrei­bung retro­ak­tif auf 30 Jahre gelten”.
    Eine Dikus­sion, ein Steitge­spräch setzt Argu­ment gegen Argu­ment und man kann daraus lernen. Wer nicht lernen will, oder keine Argu­mente hat, geht jedem Argu­ment aus dem Weg in dem er mit Ideo­lo­gie, Moral und PC sich einer Dis­kus­sion ent­zieht. Der Weg des schwa­chen Feig­lings eben.

  3. Traurig, wie alt man erst werden muss, um zu erken­nen, dass Leute wie Erich Mühsam, Karl Kraus und sogar Erich Kästner die wahren Nazis sind.“ Habe etwas suchen müssen, um den dazu­ge­hö­ri­gen Artikel zu finden: „Nazi­spu­ren auf dem Dach­bo­den” von A.W. Ble­chen­berg, ein herr­lich humo­ris­ti­sches „Anti­de­pres­si­vum”. Der Kom­men­tar der Leserin ist also voll iro­nisch gemeint!!! Der Linken kann man viel nach­sa­gen, aber das sie die Wei­ma­rer Repu­blik geschrot­tet haben ist ein biss­chen viel der Ehre. Und Gedichte, nun ja, ich mag die von Schil­ler, von Goethe, die von Tuchol­sky .….…..

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    • Und wenn man Frau Arfas Video auf achgut kennt, dann weiß man auch, daß Muslime, Juden und Schwarze
      Nazis sind, wenn sie nicht die gewünsch­ten ideo­lo­gi­schen Phrasen run­ter­be­ten. Der Klein­geist gehört den Linken.

      • … dann weiß man auch, daß Muslime, Juden und Schwarze Nazis sind …”

        Je nach Defi­ni­tion von „Nazis” könnte da durch­aus etwas dran sein.

        Muslime sind kol­lek­ti­vis­tisch und auf über­grif­fige Weise wer­te­kon­ser­va­tiv. Wenn man „Islam” als funk­tio­nale Rasse betrach­tet, sind sie ras­sis­tisch, und wenn man sie nach Her­kunft sor­tiert, sind sie chau­vi­nis­tisch, sogar unter­ein­an­der. Als jemand, der in ner mul­ti­kul­tu­rell berei­cher­ten Gegend neben einer Haupt­schule auf­ge­wach­sen ist, konnte ich mich auch nicht des Ein­drucks erweh­ren, dass zum Bei­spiel Türken die Nazis schon ver­ste­hen können. Schließ­lich hätte man als Türke auch ein Problem damit, wenn sich in der Türkei lauter Neger ansie­deln. Oder in Tune­sien, Marokko, [Lan­des­name hier ein­set­zen]. Die Türken, die ich kenne, wählen auch über­wie­gend die MHP (gespro­chen Mäh-Ha-Päh), die rechts vom Erdolf anzu­sie­deln ist, und die den grauen Wölfen, der größten rechts­ra­di­ka­len Orga­ni­sa­tion Schlands, nahe steht. Und das, was die Nazis mit den Juden gemacht haben, ist doch auch ne gute Sache, oder? Wenn man das mit den eigenen Kurden tun würde, wäre man schon nen großen Schritt weiter. Abge­se­hen davon, sehe ich nicht so ganz den Unter­schied zwi­schen Baathis­mus, oder den anderen Dik­ta­tur­sys­te­men in deren Her­kunfts­län­dern, und dem guten, deut­schen, Natio­nal­so­zia­lis­mus. Ersetzt man den Pan-Ger­ma­nis­mus der Nazis mit dem Pan-Ara­bis­mus der Baathis­ten, kommt etwas funk­tio­nal sehr ähn­li­ches raus.

        Neger neigen dazu, äußerst kol­lek­ti­vis­tisch zu sein, bezie­hungs­weise, es ist ziem­lich schwer Unter­neh­mer­tum in einer IQ-70 Popu­la­tion zu finden, weshalb Manage­ment­tech­ni­ken, die in Afrika funk­tio­nie­ren, auf einer stren­gen Hier­ar­chie ohne jede Eigen­stän­dig­keit der unteren Glieder basie­ren, während es so gut wie keine Unter­neh­men gibt, die mit einer flachen Hier­ar­chie aus­kom­men. Man schaue sich auch an, wie die Unter­neh­men aus­se­hen, mit denen die Chi­ne­sen gerade Afrika kolo­ni­sie­ren. Abge­se­hen davon, neigen Neger in ihren Her­kunfts­län­dern auch nicht selten zu einem recht aus­ge­präg­ten Ras­sis­mus, den sie, poli­tisch, mit Sozia­lis­mus kom­bi­nie­ren. Naja, und waren Nazis nicht streng hier­ar­chisch, kol­lek­ti­vis­tisch, ras­sis­tisch, und hatten einen äußerst über­grif­fi­gen, sozia­lis­ti­schen, Staat, mit gott­glei­chen Befug­nis­sen und Füh­rer­fi­gur? Das Sowas gibts auch in Afrika.

        Und Juden… Die haben einen Eth­no­st­aat, der sich selbst als Eth­no­st­aat ver­steht, und ein starkes und ein­satz­fä­hi­ges Militär, das regel­mä­ßig in Benut­zung ist. Israel handelt prag­ma­tisch und ori­en­tiert sich an den eigenen Inter­es­sen. Das ist doch auch voll Nazi. Tat­säch­lich wird Israel sogar gerne mal von der Alt-Right als posi­ti­ves Bei­spiel ange­bracht, und das sind Juden­has­ser.

  4. Irri­tiere meine guten Gefühle nicht mit Fakten. Das ist heute das Credo der Nach­wuchs­lin­ken. Diese ‚Erklä­rung’ erklärt aus­schließ­lich den Gehirn­in­halt und die Haltung ihrer Pro­du­zen­ten. Das übliche Schema:
    Wir haben die Wahr­heit gepach­tet. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, und der muß mit a l l e n
    Mitteln bekämpft werden, die zur Ver­fü­gung stehen. Mei­nungs­un­ter­drü­ckung, Des­avou­ie­rung des Gegners, Halb-und Nicht­wis­sen zur unan­tast­ba­ren Wahr­heit pro­kla­mie­ren, die gesell­schaft­li­chen Schlüs­sel­po­si­tio­nen zu Pro­pa­gan­da­zwe­cken beset­zen, Antifa u.s.w. Mit der Che­fa­gi­ta­to­rin Merkel an der Spitze, wich das letzte Scham­ge­fühl und die dümms­ten Agi­ta­to­ren befin­den sich ( wahr­schein­lich peku­niär unter­stützt aus altem SED- Ver­mö­gen) unge­niert auf dem Vor­marsch. Gestern ver­kün­dete Merkel, daß die euro­päi­sche Ebene
    Sorge tragen müsse, daß poli­ti­sche fake-news keine Ver­brei­tung im Netz finden. DDR- Kenner wissen, was das heißt: Filter im Inter­net­ge­triebe, zur Ein­däm­mung der freien Mei­nungs­äu­ße­rung. Pro­teste? Nichts
    gehört. Eine deut­sche Herde von Schafen, läßt sich zur Schlacht­bank führen.

  5. Ja, in der Tat, kon­se­quente Nach­wuchs­ver­mei­dung hätte tat­säch­lich dazu geführt, die Idio­kra­tie der Merkel-Ära zu ver­hin­dern. Wir werden Jahr­zehnte brau­chen, um spe­zi­ell an den Unis und Hoch­schu­len den Müll weg­zu­räu­men, der sich dort him­mel­hoch auf­ge­türmt hat. Bil­dungs­ferne und ideo­lo­gi­sierte Nichts­kön­ner, Nichts­be­grei­fer und Viel­schwät­zer. Eine klamm­heim­li­che mar­xis­ti­sche Kul­tur­re­volte. Aus­ge­führt von Soyboys, Cucks und hys­te­ri­schen Gen­der­hyä­nen.
    Wer den Zustand unseres Landes auf einen Blick sehen möchte, schaue sich diesen gene­ti­schen Son­der­müll an.
    Ich bitte den Autor und die Leser um Ent­schul­di­gung für meine grobe Wort­wahl.

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  6. Ich war gerade mal 17, da erzähl­ten wir uns eine medi­zi­ni­sche Erkennt­nis bezüg­lich Olden­burg: Warum gibt es keine Hämor­rhoi­den in Ost­fries­land? Weil alle Arsch­lö­cher in Olden­burg sitzen. Ich dachte immer das sei ein Witz 50 lange Jahre. Jetzt fällt das wohl unter Fake News, Ras­sis­mus, oder ist ein Straf­tat­be­stand nach dem Netz­durch­set­zungs.…
    Die Ein­la­der des Herrn Sinns sind natür­lich samt dessen Unter­stüt­zer etc nicht von diesem Vor­ur­teil betrof­fen.

  7. Für das übli­cher Weise als „b r e i t ” bezeich­nete „zivil­ge­sell­schaft­li­che Enga­ge­ment” spielt offen­sicht­lich die Frei­heit von Lehre und For­schung auch keine Rolle mehr, wenn sie der eigenen ver­meint­lich staats­tra­gen­den Meinung wider­spricht.

  8. Die rundum Indok­tri­na­tion setzt sich durch. Die Gehirne sind leer gebla­sen, irri­tiert und mit Müll ver­stopft. Aus den Kehlen erschallt ein Schrei des Ekels, NAZIS RAUS. Die heilige Angela umzin­gelt vom Teufel im Nazi­ge­wand ertrinkt im Sumpf des Bösen. Die deut­sche Seele erzit­tert vor dem kom­men­den Unheil. Sind es nun die NAZIS, die zu Mil­lio­nen ein 4. Reich errich­ten wollen oder droht der Welt die Scharia? Da hilft nur Angela, mutig steht sie im Sturm der Gezei­ten und weist den Ver­zag­ten den Weg. Gelas­sen saß sie in der Sauna als die Mauer fielt und als Kind hat sie sich schon beim Schlach­ten der Tiere wohl gefühlt. Was soll da noch pas­sie­ren?

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  9. Was Sie ver­schwei­gen ist die Mit­schuld der Linken (auch Ossietz­kys!) am Unter­gang der Wei­ma­rer Repu­blik. Golo Mann hat den anderen Prot­ago­nis­ten der Welt­bühne, Herrn Tuchol­ski, einen „Toten­grä­ber der Wei­ma­rer Repu­blik“ genannt. Oder, wie es eine Leser­kom­men­ta­to­rin am Sonntag sehr richtig auf der „Achse“ aus­drückte: „Traurig, wie alt man erst werden muss, um zu erken­nen, dass Leute wie Erich Mühsam, Karl Kraus und sogar Erich Kästner die wahren Nazis sind.“
    Es wäre schön, wenn hier ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild gezeich­net würde.
    Ich habe schon einmal einen Anfang gemacht:

    Für (Pro­fes­sor) Sinn!
    Wie Linke einst­mals Weimar, so
    Zer­stört die Antifa das Land.
    Wenn Sinn ver­stummt, welches Niveau
    Herrscht dann? Die Folgen sind bekannt….
    (Sieg­fried Prütt 2018)

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    • Ja, Ossietzky hat mal die Wahl Thäl­manns gefor­dert. Ich für meinen Teil war mal Thäl­mann-Pionier. Beides ist lange her. Ossietzky war ver­zwei­felt, ich hatte gar keine Wahl und war zudem erst zehn Jahre alt. Am Unter­gang der Wei­ma­rer Repu­blik hat die Welt­bühne jedoch ebenso wenig Anteil, wie die „Achse des Guten” am Nie­der­gang der Mer­kel­re­gie­rung. Wir sind (bzw. waren) ledig­lich spitz­fin­dige und zu allem Sti­cheln und pole­mi­sie­ren ent­schlos­sene Pro­to­kol­lan­ten mit Lupe und Feder. 😉

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