Lan­ge kann es nicht mehr dau­ern, bis kom­mu­nis­ti­sche Stu­den­ten­grup­pen wie­der Hör­sä­le beset­zen, um Vor­trä­ge im Namen der Welt­of­fen­heit zu ver­bie­ten und die Mei­nungs­frei­heit mit zahl­rei­chen Aus­nah­men zu ver­se­hen. Doch im Unter­schied zu den Kom­mu­nar­den der 68er trei­ben die Bar­ri­kad­ler des Jah­res 2018 nicht die Regie­rung und die unbe­wäl­tig­te Ver­gan­gen­heit ihrer Eltern, son­dern Regie­rungs­kri­ti­ker auf die Gesin­nungs­pal­me. Die „Carl von Ossietz­ky“ Uni­ver­si­tät Olden­burg besaß näm­lich die Kühn­heit, als Fest­red­ner zum Semes­ter­start aus­ge­rech­net Pro­fes­sor Hans-Wer­ner Sinn ein­zu­la­den und der AStA, diver­se Gewerk­schaf­ten, die Arbeits­lo­sen­hil­fe Olden­burg und wahr­schein­lich auch noch die Tau­ben­züch­ter aus Bux­te­hu­de dre­hen voll­kom­men durch! Wie konn­te man nur! Aus­ge­rech­net Sinn! Ein Öko­nom, der poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen im Licht öko­no­mi­scher Zweck­mä­ßig­keit und Mach­bar­keit betrach­tet – also im Grun­de das tut, was sei­ner Pro­fes­si­on ent­spricht, anstatt einer poli­ti­schen Agen­da das Wort zu reden – der soll an einer Uni­ver­si­tät spre­chen dür­fen, über wel­cher „der Geist Ossietz­kys“ schwebt? Das hät­te man doch gern ver­hin­dert, weil es der „Welt­of­fen­heit“ der Uni Olden­burg scha­den könn­te. Ein Fest­vor­trag des lang­jäh­ri­gen Direk­tors des Münch­ner IFO-Insti­tuts stört also die Welt­of­fen­heit – egal wie oft man die­sen Satz auch liest, die Bor­niert­heit ist ein­fach nicht zu fassen!

Der Geist Ossietzkys

Nun darf man sich fra­gen, wor­in die­ser „Geist“ Ossietz­kys, auf den sich die empör­ten Stu­den­ten, Gewerk­schaft­ler, Arbeits­lo­se und ande­re gesell­schaft­li­che Kräf­te in Olden­burg beru­fen, denn eigent­lich genau besteht. Denn klar ist, dass eben die­ser Ossietz­ky ab 1927 Her­aus­ge­ber der „Welt­büh­ne“ war. Einer Zei­tung also, in der kri­ti­sche und unan­ge­pass­te Autoren wie Kurt Tuchol­sky, Lion Feucht­wan­ger, Else Las­ker-Schü­ler, Erich Käs­t­ner, Erich Müh­sam, Arnold Zweig und vie­le ande­re dedi­ziert regie­rungs­kri­tisch schrie­ben und teil­wei­se auch pole­mi­sier­ten und der Nach­welt ein bered­tes Pro­to­koll des poli­ti­schen Zeit­geis­tes hin­ter­lie­ßen, der in den Nie­der­gang der Wei­ma­rer Repu­blik und in den unheil­vol­len Auf­stieg des Natio­nal­so­zia­lis­mus führ­te. Die Welt­büh­ne schrieb gegen den Gleich­schritt an, der sich all­mäh­lich Bahn brach und den das teils kon­fu­se Regie­rungs­han­deln in der Wei­ma­rer Zeit nicht auf­hal­ten konn­te. Die Stu­den­ten jedoch, die heu­te Sinns Vor­trag ver­hin­dern woll­ten, sind hin­ge­gen voll auf Regie­rungs­li­nie und es ist schon ziem­lich dreist, dass sie sich bei ihren Boy­kott­ver­su­chen aus­ge­rech­net auf den „Geist Ossietz­kys“ berufen.

Was genau wirft man Pro­fes­sor Sinn denn nun vor? „Sinns Posi­tio­nen“, so heißt es in der Erklä­rung, „bedeu­te­ten mehr öko­lo­gisch schäd­li­chen Res­sour­cen­ver­brauch, sozia­le Aus­gren­zung und mehr sozia­le Unge­rech­tig­keit.“ Dabei soll­te den Stu­den­ten klar sein, dass Ihre Eltern es waren, die durch die Ent­schei­dung, Kin­der zu bekom­men, selbst den öko­lo­gisch ver­hee­rends­ten Weg ein­ge­schla­gen haben. Weiß man doch mitt­ler­wei­le, dass man durch kei­nen Kon­sum­ver­zicht so viel zur Ver­mei­dung des ver­teu­fel­ten CO2-Aus­sto­ßes bei­tra­gen kann, wie durch die Ver­wei­ge­rung der Fort­pflan­zung. Die Kin­der die­ser Umwelt­sün­der ste­cken ihre Nasen nun nicht etwa beschämt in die Acker­fur­che, um durch Aus­stieg aus der Zivi­li­sa­ti­on und mit klei­nem öko­lo­gi­schem Fuß­ab­druck den Pla­ne­ten zu ret­ten, son­dern stu­die­ren res­sour­cen­ver­schwen­den­de Fächer wie Sozio­lo­gie, Päd­ago­gik oder Umwelt­ma­nage­ment. Kon­se­quent ist man nur gegen­über Ideen, die nicht ins dog­ma­ti­sche Welt­bild passen.

Was die Posi­tio­nen Sinns angeht und wel­che genau die Adep­ten des Ver­zichts da im Auge haben mögen, so sind die­se zunächst mal nichts ande­res als Posi­tio­nen. Theo­rie, Gedan­ken, Ideen und For­meln. Wenn die frei­wil­li­ge Gedan­ken­kon­trol­le unse­rer künf­ti­gen Geis­tes­eli­te bereits die Emis­sio­nen von Gedan­ken bewer­tet, hat man die geis­ti­ge Frei­heit, die von der Mög­lich­keit der geis­ti­gen Beweg­lich­keit in alle Rich­tun­gen lebt, längst auf­ge­ge­ben. Womög­lich eine Fol­ge der rück­sichts­lo­sen Ver­ba­che­lor­ung der jun­gen Köp­fe, die des­halb nicht mehr befä­higt wer­den zu bemer­ken, wie glatt­ge­lutscht und ange­passt die Gedan­ken sind, die sie für die eige­nen hal­ten. Unan­ge­pass­tes, frei­es Den­ken wird kaum noch geför­dert und ist uner­wünscht, weil es die im Gleich­schritt Lau­fen­den Wel­ten­ret­ter aus dem Takt brin­gen könnte.

Ein glühender Vorwurf

Sinn sei außer­dem „glü­hen­der Ver­fech­ter der Atom­ener­gie und er will die Flücht­lings­si­tua­ti­on zum Anlass neh­men, Löh­ne abzu­sen­ken.“ Ist es denn über­haupt noch erlaubt, Ver­fech­ter der Atom­ener­gie zu sein? Hat nicht ein Tsu­na­mi in Japan über­all in der Welt die­ses Licht in den Köp­fen aus­ge­bla­sen? Nein, nur in Deutsch­land schal­te­te das Zusam­men­spiel einer Natur­ka­ta­stro­phe und tech­ni­scher Schlam­pe­rei in Japan alle Atom­kraft­wer­ke ab, wäh­rend in Japan selbst nur eines end­gül­tig vom Netz ging. Sinn ist auch kein „glü­hen­der Ver­fech­ter“ die­ser Ener­gie­form, was auch immer der­lei Lei­den­schafts­vor­wür­fe über eine Ener­gie­form aus­sa­gen sol­len. „Glü­hen­de Ver­fech­ter“ der Erneu­er­ba­ren Ener­gien – und wer woll­te bestrei­ten, dass es die gibt – müs­sen sich ja auch nicht per­ma­nent auf ihren Geis­tes­zu­stand hin über­prü­fen las­sen, auch wenn ich das durch­aus befür­wor­ten wür­de. Frei spre­chen dür­fen die­se “Ver­fech­ter” hin­ge­gen jeder­zeit, kei­ne Gewerk­schaft und kein AStA, der irgend­wo hem­mend eingriffe.

Doch Sinn gehört zu denen, die im Gegen­satz zu den Grü­nen, die das immer nur behaup­ten, die Ener­gie­wen­de tat­säch­lich mal genau durch­ge­rech­net haben. Er kommt zu ver­hee­ren­den Ergeb­nis­sen, was die Mach­bar­keit anbe­langt und sei­ne Berech­nun­gen sind bis heu­te unwi­der­legt. Was liegt also näher, als ihm Kum­pa­nei mit der Atom­ener­gie vor­zu­wer­fen, um ihn dann in einem Akt der mora­li­schen Hygie­ne vom Dis­kurs aus­zu­schlie­ßen? In gera­de­zu inqui­si­to­ri­sche Wei­se soll Sinn zum Schwei­gen gebracht wer­den, der­weil an der Uni Olden­burg wei­ter flei­ßig an der Akzep­tanz der Ener­gie­wen­de gestrickt wird.

Und was ist dran am Vor­wurf, Sinn wol­le „die Löh­ne absen­ken“? Ist er ein König? Ein Gewerk­schafts­füh­rer gar? Oder legt er die Min­dest­löh­ne fest? Nein! Was er aller­dings mes­ser­scharf anmerk­te, war, dass eine wie auch immer ein­zu­ord­nen­de Mas­sen­mi­gra­ti­on gering bis gar nicht qua­li­fi­zier­ter Men­schen in ein Land, dass sich gera­de in gro­ßen Tei­len auf einen Min­dest­lohn ver­stän­digt hat, Gift für den Arbeits­markt und damit auch für unse­re Sozi­al­sys­te­me ist. Der Preis der Über­re­gu­lie­rung unse­rer Wirt­schaft ist eben, dass sie immer neue und kom­ple­xe­re Regu­lie­run­gen nach sich zieht. Man muss dem Onkel Pro­fes­sor schon mal rich­tig zuhö­ren, lie­be Kin­der! Oder fürch­tet ihr womög­lich, bei der von Sinn gefor­der­ten „Immi­gra­ti­on von Hoch­qua­li­fi­zier­ten“ auf­grund eurer Stu­di­en­fä­cher kei­nen Stich sehen zu kön­nen, wes­halb euch die Immi­gra­ti­on Unqua­li­fi­zier­ter zweck­mä­ßi­ger erscheint? Wie dem auch sei, lie­be Stu­den­ten, Gewerk­schaft­ler, Trotz­kis­ten, Chè-Fans, Tau­ben­züch­ter und Sons­ti­ge Olden­bur­ger, von einem der­art lar­moy­an­ten und pein­li­chen Auf­ruf zur vor­aus­ei­len­den Zen­sur wie dem euren hört man selbst die­ser Tage nicht oft. Die Tat­sa­che, dass die Ver­an­stal­tung aus­ge­bucht ist, es also offen­sicht­lich Men­schen gibt, die Pro­fes­sor Sinn zuhö­ren möch­ten, soll­te euch jedoch zu den­ken geben.

Übrigens…

Die letz­te Aus­ga­be von Ossietz­kys „Welt­büh­ne“ vor dem Ver­bot erschien am 7. März 1933 und ende­te mit den Wor­ten „Denn der Geist setzt sich doch durch“ – ob der Olden­bur­ger Pro­test, der sich aus­ge­rech­net gegen einen Vor­trag eines der renom­mier­tes­ten Volks­wirt­schaft­ler Deutsch­lands rich­tet, sich also wirk­lich aus­ge­rech­net auf den Geist Ossietz­kys beru­fen kann, wage ich zu bezwei­feln! Denn wenn es bereits ein Pro­blem für die „Welt­of­fen­heit“ einer Uni­ver­si­tät dar­stellt, einen deut­schen Pro­fes­sor für Volks­wirt­schaft unge­hin­dert spre­chen zu las­sen, ist es mit der Welt­of­fen­heit in den Köp­fen der Kri­ti­ker nicht weit her. Die­se Mei­nungs­hy­gie­ni­ker han­deln wohl eher im Geist eines Diede­rich Heß­ling aus Manns Roman „Der Unter­tan“: als obrig­keits­hö­ri­ge Mit­läu­fer, Kon­for­mis­ten, die bar jeder Zivil­cou­ra­ge sind und Angst vor Ideen haben, die sie nicht verstehen.

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22 Kommentare

  1. Ver­mis­se mei­ne letz­ten bei­den Beiträge.
    Hat Maas­ka­ha­ne zugeschlagen?
    Höflichst
    Sieg­fried Prütt

    • Ich hin­ge­gen ver­mis­se Ihre letz­ten bei­den Bei­trä­ge nicht, sie lie­gen dort, wo sie hin­ge­hö­ren. Es hat näm­lich nicht Maas­ka­ha­ne zuge­schla­gen, son­dern der Haus­meis­ter höchst­selbst, der sei­ne Wän­de nicht beschmiert sehen mag. Ich hät­te Sie ja gern höf­lich und per Mail über eini­ge Eti­ket­te hier auf­ge­klärt, aber da Sie sich hin­ter einer fal­schen Mail­adres­se ver­ste­cken, war dies lei­der unmög­lich. Ich rech­ne fest mit ihrem Verständnis.
      Höflichst
      Roger Letsch, Haus­meis­ter in die­sen digi­ta­len Hallen

      • Stoß­de­gen hoch, run­ter, hoch, Stellung,

        Du Zen­sur­hengst 😉 Dabei schreibt der Sieg­fried doch so schö­ne Pro­sa. Ein biss­chen erin­nert er mich sogar an mei­nen Abreiß­ka­len­der, den ich als Kind hatte. 

        Aber eigent­lich hab ich ein ande­res Anlie­gen: Dich und ande­re Ach­se-Autoren könn­te inter­es­sie­ren, dass sich gera­de eine recht gro­ße Flücht­lings­ka­ra­wa­ne gen Ami­land bewegt. Der­zeit sinds 7000 Leu­te, die sich auf den Weg gemacht haben, die US Gren­zen zu stür­men. Also in etwa das, was 2015 in Euro­pa pas­sier­te, als Angie häss­li­che Bil­der befürch­te­te. Die Pres­se sieht in der Kara­wa­ne lau­ter total net­te Leu­te, wäh­rend der Donald Kar­tell­mit­glie­der und “midd­le-eas­te­ners” wit­tert. BTW, für Letz­te­res gibts gute Grün­de. Ich wür­de anneh­men, dass die Geschich­te noch inter­es­sant wer­den wird, weil dies im Prin­zip die sel­be Situa­ti­on ist, die man hier auch mal hat­te, die man aber auf eine ande­re Wei­se lösen wird. Ver­mut­lich wird die Geschich­te des­halb noch in den deut­schen Medi­en auf­ge­grif­fen wer­den. Ihr könnt den/die/das Nara­tiv dre­hen, wenn Ihrs zuerst aufgreift.

        Die­ser Text ist der­ma­ßen off-topic, dass ich ihn dem klei­nen, faschis­ti­schen Zen­sor in Dei­ner See­le wid­men möch­te. Möge er beim Zen­sie­ren eine war­me, pul­sie­ren­de Erek­ti­on haben.

        Rolf, Troll vom Dienst

        • Nagut. Der letz­te Absatz war eigent­lich als “Zen­sier mich” gemeint, weil es mir nur dar­um ging, zu erwäh­nen, dass der vor­letz­te Absatz ein The­ma zum Inhalt hat, das mal öffent­lich dis­ku­tiert wer­den soll­te, und Du auf der Suche nach einem The­ma sein könntest.

          • Siehst Du, des­halb schät­ze ich die Kom­mu­ni­ka­ti­on via e‑Mail so sehr. Kein Ver­tun, was öffent­lich sein soll und was Kom­men­tar oder Anre­gung. Erleich­tert mir das Leben enorm! 😉

            • Dabei ist E‑Mail ohne GPG doch qua­si öffent­lich. Ich hab mir dies­be­züg­lich ne gesun­de Para­noia ange­wöhnt, und betrach­te ein­fach alles als öffent­lich, was nicht ende-zu-ende ver­schlüs­selt ist, im Ide­al­fall mit Per­fect For­ward Secrecy, abge­gli­che­nem Fin­ger­print, und Fami­li­en­mit­glied, das in mei­nem Kel­ler gefan­gen gehal­ten wird. Daher hal­te ich SMTP als öffent­li­ches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel für red­un­dant, und nut­ze es nur, wenn ich dafür bezahlt werde.

              Naja, ich woll­te mir schon län­ger mal nen Hid­den Ser­vice zule­gen, der dann auch eine Kon­takt­funk­ti­on beinhal­ten wird.

            • Der Tag, an dem der ers­te ech­te Quan­ten­com­pu­ter sei­ne Arbeit bei der NSA auf­nimmt, ist dem­nach der ers­te Tag des Teils Dei­nes Lebens, der kom­plett ohne Kom­mu­ni­ka­ti­on via Inter­net aus­kom­men muss?

            • “Der Tag, an dem der ers­te ech­te Quan­ten­com­pu­ter sei­ne Arbeit bei der NSA auf­nimmt, ist dem­nach der ers­te Tag des Teils Dei­nes Lebens, der kom­plett ohne Kom­mu­ni­ka­tion via Inter­net aus­kom­men muss?”

              *Pieks* Au.

              Ja, Du hast voll­kom­men Recht. Soll­te es ein­mal dazu kom­men, dass im Inter­net kei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge mach­bar sind, die selbst dann nicht ein­seh­bar wären, falls ich im Ver­dacht stün­de, einen Ter­ror­an­schlag vor­zu­be­rei­ten, wür­de ich auf­hö­ren, das Inter­net für pri­va­te Zwe­cke zu nutzen.

            • Yay! Der Donald hat Mad­dog Mat­tis beor­dert, sich um die Gren­ze zu küm­mern, und hat Fall­schirm­jä­ger an die Gren­ze geschickt! Oder deren Hub­schrau­ber­in­fan­trie. “Air­bor­ne” kann da meh­rer­lei bedeuten.

              Ich hat­te kürz­lich geschrie­ben, dass ich mit der Dele­gie­rung an den Schutz­hei­li­gen des Cha­os, des­sen Kni­fe Ran­ge tau­sen­de Mei­len umfasst, rech­ne, hat­te das aber wie­der gelöscht. Nun möch­te ich nach­träg­lich erwäh­nen, dass ich auch noch geschrie­ben habe, dass ich wet­ten wür­de, dass die beor­der­ten Sol­da­ten wahr­schein­lich über­wie­gend einen LEGALEN Migra­ti­ons­hin­ter­grund haben wer­den, soll­te es zu häss­li­chen Bil­dern kommen.

              Ich mag es, wie der Donald kunst­voll die Nara­ti­ve der Medi­en fickt.

  2. Ein Kom­men­tar von einem “Älte­ren Herrn” der mei­ne Jugend Sozia­lis­ten Mei­nung auch mit noch so klu­gen Argu­men­ten nicht erschüt­tern konn­te: “Bei solch reni­ten­ter Lern­in­to­le­ranz, soll­te Abtrei­bung retro­ak­tif auf 30 Jah­re gelten”.
    Eine Dikus­si­on, ein Steit­ge­spräch setzt Argu­ment gegen Argu­ment und man kann dar­aus ler­nen. Wer nicht ler­nen will, oder kei­ne Argu­men­te hat, geht jedem Argu­ment aus dem Weg in dem er mit Ideo­lo­gie, Moral und PC sich einer Dis­kus­si­on ent­zieht. Der Weg des schwa­chen Feig­lings eben.

  3. „Trau­rig, wie alt man erst wer­den muss, um zu erken­nen, dass Leu­te wie Erich Müh­sam, Karl Kraus und sogar Erich Käs­t­ner die wah­ren Nazis sind.“ Habe etwas suchen müs­sen, um den dazu­ge­hö­ri­gen Arti­kel zu fin­den: “Nazi­spu­ren auf dem Dach­bo­den” von A.W. Ble­chen­berg, ein herr­lich humo­ris­ti­sches “Anti­de­pres­si­vum”. Der Kom­men­tar der Lese­rin ist also voll iro­nisch gemeint!!! Der Lin­ken kann man viel nach­sa­gen, aber das sie die Wei­ma­rer Repu­blik geschrot­tet haben ist ein biss­chen viel der Ehre. Und Gedich­te, nun ja, ich mag die von Schil­ler, von Goe­the, die von Tucholsky .….…..

    • Und wenn man Frau Arfas Video auf ach­gut kennt, dann weiß man auch, daß Mus­li­me, Juden und Schwarze
      Nazis sind, wenn sie nicht die gewünsch­ten ideo­lo­gi­schen Phra­sen run­ter­be­ten. Der Klein­geist gehört den Linken.

      • “… dann weiß man auch, daß Mus­li­me, Juden und Schwar­ze Nazis sind …”

        Je nach Defi­ni­ti­on von “Nazis” könn­te da durch­aus etwas dran sein. 

        Mus­li­me sind kol­lek­ti­vis­tisch und auf über­grif­fi­ge Wei­se wer­te­kon­ser­va­tiv. Wenn man “Islam” als funk­tio­na­le Ras­se betrach­tet, sind sie ras­sis­tisch, und wenn man sie nach Her­kunft sor­tiert, sind sie chau­vi­nis­tisch, sogar unter­ein­an­der. Als jemand, der in ner mul­ti­kul­tu­rell berei­cher­ten Gegend neben einer Haupt­schu­le auf­ge­wach­sen ist, konn­te ich mich auch nicht des Ein­drucks erweh­ren, dass zum Bei­spiel Tür­ken die Nazis schon ver­ste­hen kön­nen. Schließ­lich hät­te man als Tür­ke auch ein Pro­blem damit, wenn sich in der Tür­kei lau­ter Neger ansie­deln. Oder in Tune­si­en, Marok­ko, [Lan­des­na­me hier ein­set­zen]. Die Tür­ken, die ich ken­ne, wäh­len auch über­wie­gend die MHP (gespro­chen Mäh-Ha-Päh), die rechts vom Erdolf anzu­sie­deln ist, und die den grau­en Wöl­fen, der größ­ten rechts­ra­di­ka­len Orga­ni­sa­ti­on Schlands, nahe steht. Und das, was die Nazis mit den Juden gemacht haben, ist doch auch ne gute Sache, oder? Wenn man das mit den eige­nen Kur­den tun wür­de, wäre man schon nen gro­ßen Schritt wei­ter. Abge­se­hen davon, sehe ich nicht so ganz den Unter­schied zwi­schen Baathis­mus, oder den ande­ren Dik­ta­tur­sys­te­men in deren Her­kunfts­län­dern, und dem guten, deut­schen, Natio­nal­so­zia­lis­mus. Ersetzt man den Pan-Ger­ma­nis­mus der Nazis mit dem Pan-Ara­bis­mus der Baathis­ten, kommt etwas funk­tio­nal sehr ähn­li­ches raus.

        Neger nei­gen dazu, äußerst kol­lek­ti­vis­tisch zu sein, bezie­hungs­wei­se, es ist ziem­lich schwer Unter­neh­mer­tum in einer IQ-70 Popu­la­ti­on zu fin­den, wes­halb Manage­ment­tech­ni­ken, die in Afri­ka funk­tio­nie­ren, auf einer stren­gen Hier­ar­chie ohne jede Eigen­stän­dig­keit der unte­ren Glie­der basie­ren, wäh­rend es so gut wie kei­ne Unter­neh­men gibt, die mit einer fla­chen Hier­ar­chie aus­kom­men. Man schaue sich auch an, wie die Unter­neh­men aus­se­hen, mit denen die Chi­ne­sen gera­de Afri­ka kolo­ni­sie­ren. Abge­se­hen davon, nei­gen Neger in ihren Her­kunfts­län­dern auch nicht sel­ten zu einem recht aus­ge­präg­ten Ras­sis­mus, den sie, poli­tisch, mit Sozia­lis­mus kom­bi­nie­ren. Naja, und waren Nazis nicht streng hier­ar­chisch, kol­lek­ti­vis­tisch, ras­sis­tisch, und hat­ten einen äußerst über­grif­fi­gen, sozia­lis­ti­schen, Staat, mit gott­glei­chen Befug­nis­sen und Füh­rer­fi­gur? Das Sowas gibts auch in Afrika.

        Und Juden… Die haben einen Eth­no­staat, der sich selbst als Eth­no­staat ver­steht, und ein star­kes und ein­satz­fä­hi­ges Mili­tär, das regel­mä­ßig in Benut­zung ist. Isra­el han­delt prag­ma­tisch und ori­en­tiert sich an den eige­nen Inter­es­sen. Das ist doch auch voll Nazi. Tat­säch­lich wird Isra­el sogar ger­ne mal von der Alt-Right als posi­ti­ves Bei­spiel ange­bracht, und das sind Judenhasser.

  4. Irri­tie­re mei­ne guten Gefüh­le nicht mit Fak­ten. Das ist heu­te das Cre­do der Nach­wuchs­lin­ken. Die­se ‘Erklä­rung’ erklärt aus­schließ­lich den Gehirn­in­halt und die Hal­tung ihrer Pro­du­zen­ten. Das übli­che Schema:
    Wir haben die Wahr­heit gepach­tet. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, und der muß mit a l l e n
    Mit­teln bekämpft wer­den, die zur Ver­fü­gung ste­hen. Mei­nungs­un­ter­drü­ckung, Des­avou­ie­rung des Geg­ners, Halb-und Nicht­wis­sen zur unan­tast­ba­ren Wahr­heit pro­kla­mie­ren, die gesell­schaft­li­chen Schlüs­sel­po­si­tio­nen zu Pro­pa­gan­da­zwe­cken beset­zen, Anti­fa u.s.w. Mit der Chef­agi­ta­to­rin Mer­kel an der Spit­ze, wich das letz­te Scham­ge­fühl und die dümms­ten Agi­ta­to­ren befin­den sich ( wahr­schein­lich peku­ni­är unter­stützt aus altem SED- Ver­mö­gen) unge­niert auf dem Vor­marsch. Ges­tern ver­kün­de­te Mer­kel, daß die euro­päi­sche Ebene
    Sor­ge tra­gen müs­se, daß poli­ti­sche fake-news kei­ne Ver­brei­tung im Netz fin­den. DDR- Ken­ner wis­sen, was das heißt: Fil­ter im Inter­net­ge­trie­be, zur Ein­däm­mung der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung. Pro­tes­te? Nichts
    gehört. Eine deut­sche Her­de von Scha­fen, läßt sich zur Schlacht­bank führen.

  5. Ja, in der Tat, kon­se­quen­te Nach­wuchs­ver­mei­dung hät­te tat­säch­lich dazu geführt, die Idio­kra­tie der Mer­kel-Ära zu ver­hin­dern. Wir wer­den Jahr­zehn­te brau­chen, um spe­zi­ell an den Unis und Hoch­schu­len den Müll weg­zu­räu­men, der sich dort him­mel­hoch auf­ge­türmt hat. Bil­dungs­fer­ne und ideo­lo­gi­sier­te Nichts­kön­ner, Nichts­be­grei­fer und Viel­schwät­zer. Eine klamm­heim­li­che mar­xis­ti­sche Kul­tur­re­vol­te. Aus­ge­führt von Soy­boys, Cucks und hys­te­ri­schen Genderhyänen.
    Wer den Zustand unse­res Lan­des auf einen Blick sehen möch­te, schaue sich die­sen gene­ti­schen Son­der­müll an.
    Ich bit­te den Autor und die Leser um Ent­schul­di­gung für mei­ne gro­be Wortwahl.

  6. Ich war gera­de mal 17, da erzähl­ten wir uns eine medi­zi­ni­sche Erkennt­nis bezüg­lich Olden­burg: War­um gibt es kei­ne Hämor­rhoi­den in Ost­fries­land? Weil alle Arsch­lö­cher in Olden­burg sit­zen. Ich dach­te immer das sei ein Witz 50 lan­ge Jah­re. Jetzt fällt das wohl unter Fake News, Ras­sis­mus, oder ist ein Straf­tat­be­stand nach dem Netzdurchsetzungs.…
    Die Ein­la­der des Herrn Sinns sind natür­lich samt des­sen Unter­stüt­zer etc nicht von die­sem Vor­ur­teil betroffen.

  7. Für das übli­cher Wei­se als “b r e i t ” bezeich­ne­te “zivil­ge­sell­schaft­li­che Enga­ge­ment” spielt offen­sicht­lich die Frei­heit von Leh­re und For­schung auch kei­ne Rol­le mehr, wenn sie der eige­nen ver­meint­lich staats­tra­gen­den Mei­nung widerspricht.

  8. Die rund­um Indok­tri­na­ti­on setzt sich durch. Die Gehir­ne sind leer gebla­sen, irri­tiert und mit Müll ver­stopft. Aus den Keh­len erschallt ein Schrei des Ekels, NAZIS RAUS. Die hei­li­ge Ange­la umzin­gelt vom Teu­fel im Nazi­ge­wand ertrinkt im Sumpf des Bösen. Die deut­sche See­le erzit­tert vor dem kom­men­den Unheil. Sind es nun die NAZIS, die zu Mil­lio­nen ein 4. Reich errich­ten wol­len oder droht der Welt die Scha­ria? Da hilft nur Ange­la, mutig steht sie im Sturm der Gezei­ten und weist den Ver­zag­ten den Weg. Gelas­sen saß sie in der Sau­na als die Mau­er fielt und als Kind hat sie sich schon beim Schlach­ten der Tie­re wohl gefühlt. Was soll da noch passieren?

  9. Was Sie ver­schwei­gen ist die Mit­schuld der Lin­ken (auch Ossietz­kys!) am Unter­gang der Wei­ma­rer Repu­blik. Golo Mann hat den ande­ren Prot­ago­nis­ten der Welt­büh­ne, Herrn Tuchol­ski, einen „Toten­grä­ber der Wei­ma­rer Repu­blik“ genannt. Oder, wie es eine Leser­kom­men­ta­to­rin am Sonn­tag sehr rich­tig auf der „Ach­se“ aus­drück­te: „Trau­rig, wie alt man erst wer­den muss, um zu erken­nen, dass Leu­te wie Erich Müh­sam, Karl Kraus und sogar Erich Käs­t­ner die wah­ren Nazis sind.“
    Es wäre schön, wenn hier ein dif­fe­ren­zier­te­res Bild gezeich­net würde.
    Ich habe schon ein­mal einen Anfang gemacht:

    Für (Pro­fes­sor) Sinn!
    Wie Lin­ke einst­mals Wei­mar, so
    Zer­stört die Anti­fa das Land.
    Wenn Sinn ver­stummt, wel­ches Niveau
    Herrscht dann? Die Fol­gen sind bekannt….
    (Sieg­fried Prütt 2018)

    • Ja, Ossietz­ky hat mal die Wahl Thäl­manns gefor­dert. Ich für mei­nen Teil war mal Thäl­mann-Pio­nier. Bei­des ist lan­ge her. Ossietz­ky war ver­zwei­felt, ich hat­te gar kei­ne Wahl und war zudem erst zehn Jah­re alt. Am Unter­gang der Wei­ma­rer Repu­blik hat die Welt­büh­ne jedoch eben­so wenig Anteil, wie die “Ach­se des Guten” am Nie­der­gang der Mer­kel­re­gie­rung. Wir sind (bzw. waren) ledig­lich spitz­fin­di­ge und zu allem Sti­cheln und pole­mi­sie­ren ent­schlos­se­ne Pro­to­kol­lan­ten mit Lupe und Feder. 😉

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