Die ARD und das Erbe Karl-Eduard von Schnitzlers

Es muss in der DDR Men­schen gegeben haben, die glaub­ten, dass Sen­dun­gen wie „Der schwarze Kanal“ tat­säch­lich funk­tio­nie­ren. Sonst hätte man dem „Sudel-Ede“ nicht gestat­tet, jahr­zehn­te­lang Woche für Woche über die Matt­scheibe zu flim­mern. Aus­ge­stat­tet mit einer Brille, die die Pro­bleme des „Klas­sen­fein­des“ größer, Edes Augen für den Zuschauer aber wie die eines Maul­wur­fes erschei­nen ließ, wühlte er sich wie Gopher durch seine Wort­gir­lan­den, die er an seinem über­le­ge­nen mora­li­schen Partei-Stand­punkt fest­ge­zurrt hatte. Hate-Speech war das natür­lich nicht, weil Hass auf den „Klas­sen­feind“ zum antrai­nier­ten Betriebs­sys­tem des „klas­sen­be­wuss­ten DDR-Bürgers“ gehörte, oder zumin­dest gehören sollte. Zweck war es natür­lich, die per­ma­nent West­fern­se­hen schau­en­den Arbei­ter­pa­ra­dies­be­woh­ner nicht mit der Mei­nungs­bil­dung allein zu lassen, weshalb Schnitz­ler die Fäden so zog, dass sie auf eine ver­drehte und ver­fälschte Art Sinn ergeben konnten. Natür­lich nur, wenn man ihm glaubte, was jedoch nur die wenigs­ten taten. Eine Lüge hier, eine Aus­las­sung dort, noch ein güns­ti­ger Schnitt – schon war die Pro­pa­ganda gemes­sen an ihren DDR-Mög­lich­kei­ten perfekt. Das ist vorbei, dachte ich. Solche offen­sicht­li­che Staats­pro­pa­ganda könnte es heute nicht mehr geben, dachte ich. Doch ich lag falsch. Der schwarze Kanal feiert in der ARD seine Auf­er­ste­hung in berich­ten über Prä­si­dent Trump.

Hass auf Trump ist Meinung und Verachtung ist Programm

Seit fast drei Jahren ver­su­chen Politik und Medien im Gleich­klang, den reni­ten­ten Bürgern das Hassen abzu­ge­wöh­nen. Hass sei keine Meinung und führe letzt­lich doch nur zu Gewalt – also warum nicht besser gleich ganz darauf ver­zich­ten? Oder noch besser: in die rich­ti­gen Bahnen lenken. Denn Hass ist gern gesehen, wenn er nur „den rich­ti­gen“ träfe. Wenn „fort­schritt­li­che Kräfte“ vor AfD-Par­tei­ta­gen skan­die­ren, was man mit den Abge­ord­ne­ten am besten tun sollte – die Bäume hätten nicht umsonst so starke Äste – gehe Hass natür­lich völlig in Ordnung. Und die ver­sam­melte Jour­naille des Landes möchte neben den AfD’ler am liebs­ten gleich noch die Hälse von Orban, Kurz, May und beson­ders Trump länger werden sehen. Ich habe neulich geschrie­ben, dass ich Trump nicht mag und dieser Artikel hat mich dazu ver­an­lasst, darüber nach­zu­den­ken, warum das eigent­lich so ist. Da ich kein Ame­ri­ka­ner bin, weder Immo­bi­lien in New York besitze noch TV-Formate wie jene kon­su­miere, mit denen sich Trump einen Namen gemacht hatte, war er mir bis zum US-Wahl­kampf eigent­lich fast unbe­kannt. Wieso mag ich ihn dann nicht? Doch dann wurde mir bewusst, dass seit etwa drei Jahren eine schrille Ober­welle der Ver­ach­tung durchs Land wabert, die in hun­der­ten Arti­keln, Son­der­sen­dun­gen, Unter­stel­lun­gen und flap­si­gen Bemer­kun­gen in der Presse und genau so im TV das Bild geprägt haben, was sich Deut­sche über Trump machen. Und bis heute geben sich die Medien alle Mühe, das Zerr­bild auf­recht zu erhal­ten.

Die tiefe Spal­tung, die unsere US-Kor­re­spon­den­ten den USA täglich attes­tie­ren, spie­gelt sich vor allem in der media­len Behand­lung auf unserer Seite des Atlan­tiks wider. Die eine Hälfte der Staaten hält man für fort­schritt­lich, modern und unter­stüt­zens­wert, während die andere in den dümms­ten Farben gemalt und reak­tio­när bis idio­tisch dar­ge­stellt wird. Dazwi­schen gibt es nichts mehr, weil unsere Medien Amerika zu einer bipo­la­ren Welt zurecht­ge­schrie­ben haben, in der es nichts als Kon­flikte gebe. Schwarz gegen weiß, reich gegen arm, #metoo gegen Ver­ge­wal­ti­ger, der Rest der Welt gegen Trump. Während ARD und ZDF bei Kurz oder Orban noch ein aktu­el­les Zitat, einen O-Tons oder eine poli­ti­sche Ent­schei­dung benö­ti­gen, um hem­mungs­los Ver­ach­tung zu kübeln, braucht es all das bei Trump längst nicht mehr. Es genügt, dass er unge­ach­tet deut­scher Medi­en­schelte noch keinen Baum ziert, um jeden Kom­men­ta­tor seine Sen­de­mi­nu­ten mit Kes­sel­fli­cker-Tourette füllen zu lassen. Dem Kack­stolz, der die Jour­na­lis­ten­ge­sich­ter nach solchen Schimpf­ti­ra­den ent­rückt erschei­nen lässt, möchte man am liebs­ten ent­ge­gen, man möge doch nach solch erleich­tern­dem Toi­let­ten­gang bitte das Hän­de­wa­schen nicht ver­ges­sen. In Deutsch­land wett­ei­fern die Jour­na­lis­ten um die zügel­lo­seste und ver­let­zendste Belei­di­gung Trumps. Als Rit­ter­schlag wünscht man sich offen­sicht­lich, in einem Trump-Tweet per­sön­lich ange­spro­chen zu werden, was als der ulti­ma­tive Beweis dafür gälte, dass man auf der Seite des absolut Guten stehe, weil das absolut Böse (vulgo Trump) sein „Auge von Barad Dur“ endlich auf das tapfere Schrei­ber­lein gerich­tet habe. Doch Trump zieht anders als sein sexy Vor­gän­ger beim Anblick deut­scher Hys­te­rie nicht mal sein Jackett aus – wie unauf­merk­sam!

So gesche­hen im Mit­tags­ma­ga­zin der ARD am 17.1.2018, als Stefan Niemann, seines Zei­chens aus­ge­rech­net Washing­ton-Kor­re­spon­dent, Trump aber mal so richtig die Meinung geigte. „Respekt!“ Mit diesem Wort beginnt der Film, aber von nichts ist dieser inhalt­lich und der Form nach weiter ent­fernt, als von Respekt. Denn es gibt eine Art Respekt, den die Höf­lich­keit erzwingt. Ver­gisst man diesen und sondert nichts als halt­lose Beschimp­fun­gen ab, wird es zivi­li­sier­ten Men­schen schnell wider­lich. Die Würde des Amtes sei dahin und Trump zer­tram­pele „urame­ri­ka­ni­sche Werte und Tra­di­tio­nen“ geifert Niemann und ich frage mich, was Niemann wohl damit meinen könnte. Eine urame­ri­ka­ni­sche Tra­di­tion ist zum Bei­spiel die Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit, welche selbst gal­le­spu­ckende Kor­re­spon­den­ten­dar­stel­ler wie Niemann in den Staaten genie­ßen, während die deut­sche Bun­des­re­gie­rung und deren Jus­tiz­mi­nis­ter Maas die Ein­füh­rung einer pri­va­ti­sier­ten Zensur beschlos­sen haben. Eine weitere dieser Tra­di­tio­nen ist es, dass das ame­ri­ka­ni­sche Volk seiner Regie­rung nicht traut, während es in Deutsch­land die Regie­rung ist, die ihrem Volk nicht über den Weg traut.

Nun kann man sagen, dass Kritik die oberste Jour­na­lis­ten­pflicht sei, und dass ein Washing­ton-Kor­re­spon­dent zur Trump-Kritik gera­dezu prä­de­sti­niert ist. Aber auch zu Belei­di­gung und Beschimp­fung? Und wenn das so ist, warum treten die Kor­re­spon­den­ten in Peking, Teheran, Moskau oder Ankara nicht mit eben­falls wut­ver­zerr­ten Gesich­tern vor die Kameras? Ist das unqua­li­fi­zierte Gezeter Nie­manns nicht gerade der Beweis, dass der urame­ri­ka­ni­sche Wert der Mei­nungs­frei­heit sogar derlei Unver­schämt­hei­ten abdeckt, während dies in anderen Teilen der Welt nicht der Fall ist? Wenn man aber wie die ARD das man­gelnde verbale Zart­ge­fühl von Pegida-Demons­tran­ten mit deut­schen Regie­rungs­po­li­ti­kern anpran­gert und sich dann in der­sel­ben Weise über den Regie­rungs­chef eines befreun­de­ten Landes äußert, nennt man das übli­cher­weise Dop­pel­stan­dard. Nicht mal Kim III. von Nord­ko­rea wird in deut­schen Medien derart unzi­vi­li­siert abge­kan­zelt und der hätte es nun wirk­lich ver­dient! Aber nein, ich muss hier wieder an meine gute Erzie­hung denken und daran, was meine Oma stets sagte: Wer schreit, hat Unrecht. Das gilt aber nicht nur für Kim, sondern auch für Kritik am ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten.

Trump habe außer­dem „über Genera­tio­nen gewon­nene Ver­bün­dete ver­prellt und ver­ra­ten“ und ich wüsste doch gern, wie Niemann auf dieses schmale Brett kommt. Wen hat Trump denn ver­ra­ten? Und ist es nicht eher so, dass es die Euro­päer und ins­be­son­dere die deut­schen Poli­ti­ker und Medien waren, die nach Hillary Clin­tons Water­loo klein­laut die Fahnen ein­roll­ten, sich beschämt vom Schlacht­feld stahlen, Amerika zur Paria erklär­ten und Maß­nah­men für ein Post-Atlan­ti­sches Zeit­al­ter trafen, noch bevor Trump seine Euro­pa­po­li­tik erklärt hatte? Ich will hier nicht noch wei­te­ren Phrasen und Beschimp­fun­gen aus dem Film ein schrift­li­ches Denkmal setzen und auch die ver­rä­te­ri­schen Text­bau­steine, die Poli­ti­ker und Jour­na­lis­ten in diesem Land von­ein­an­der abschrei­ben, nicht zitie­ren. Schauen Sie sich den Film von Stefan Niemann an und bilden sich selbst ein Urteil über dessen Zurech­nungs­fä­hig­keit. Viel­leicht lassen Sie sich von einem der Ärzte dabei helfen, die via Fern­dia­gnose mitt­ler­weile von Demenz, Epi­lep­sie und Syphil­lis bis hin zu Fußpilz bereits jede Krank­heit bei Trump ent­deckt zu haben glauben.

Die „rotblonde Abrissbirne” Amerikas?

Ein Jahr ist es nun her, dass Trump ver­ei­digt wurde und das deut­sche Feuil­le­ton Tag für Tag eine Breit­seite nach der anderen in Rich­tung Amerika feuert, ohne dass es zu Wir­kungs­tref­fern gekom­men wäre. Von Bericht­erstat­tung kann längst keine Rede mehr sein, weil buch­stäb­lich jeder Kor­re­spon­dent seine Rede so färbt, als wolle er Cato den Älteren („Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Kar­thago zer­stört werden muss“) darin über­tref­fen, die Zer­stö­rung Trumps zu fordern. Was außer den will­kom­me­nen Anti-Trump-Pro­tes­ten noch alles in den USA vor sich geht, muss man sich mühsam aus klein­tei­li­gen Pres­se­mel­dun­gen zusam­men­klau­ben. Etwa das die Trump’sche Steu­er­re­form die Unter­neh­men so stark ent­las­tet, dass Löhne und Gehäl­ter nach vielen tristen Obama-Null­run­den endlich wieder steigen, Inves­ti­tio­nen in Pro­duk­tion und Infra­struk­tur erfol­gen und die Arbeits­lo­sig­keit sinkt. Jeder ein­zelne dieser Erfolge, für die ein Martin Schulz oder eine Angela Merkel sich auf den Straßen Berlins und den Talk­run­den von Will, Illner und Maisch­ber­ger feiern lassen würden, ver­liert sofort an Glanz, wenn sie von Trump kommen. Statt­des­sen wird begie­rig jede Meldung aus Trumps Umfeld zu einem Sturm auf­ge­bla­sen, ganz gleich, ob es sich dabei um belang­lose Dinge wie Fern­seh­kon­sum, seine Vor­liebe für Burger oder die Tat­sa­che dreht, dass Trump ein Nashorn von einem Ele­fan­ten unter­schei­den kann. Das inter­es­siert mich alles nicht die Bohne! Noch bil­li­ger sind wohl nur Witze über Trumps Frisur und Haar­farbe, die viel­leicht einer Betrach­tung durch Heute-Show oder Titanic wert wären, in poli­ti­schen Arti­keln jedoch keinen Platz haben sollten.

Die prin­zi­pi­elle „anti-Trump-Haltung“ hat sich längst ver­selb­stän­digt und von dem Land abge­kop­pelt, um das es ja eigent­lich gehen sollte. Man trennt den Men­schen Trump von seinem Amt, so als hätte das eine nichts mit dem anderen zu tun und eine Belei­di­gung könne dem Amt, welches die Person beklei­det, nicht schaden. Wie sehr sich die Bericht­erstat­tung dem geschich­te­ver­än­dern­den orwell’schen Neu­sprech ange­nä­hert hat, sieht man im Fall Stehpen Bannon sehr deut­lich. War er noch vor wenigen Monaten in den Augen der Presse einer der apo­ka­lyp­ti­schen Reiter, den Höl­len­fürst Trump auf seinem Pferd „Breit­bart“ los­schickte, die euro­päi­sche Presse zu ver­nich­ten, ist er nach seinen Aus­sa­gen in einem Buch über Trump zum Kron­zeu­gen der Anklage mutiert – einfach so, ohne Umweg, ohne Zwi­schen­töne, ohne Kritik oder Miss­trauen. Schimpft Trump weiter auf Bannon, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Bannon uns als Wider­stands­kämp­fer ver­kauft wird, der schon immer gegen Trump war.

Morgen also ist das erste Jahr Trump geschafft. Die Ver­ei­nig­ten Staaten sind im Gegen­satz zu den hys­te­ri­schen Aus­sa­gen von Niemann nicht pla­niert worden. Und während in Deutsch­land die Regie­rung feiert, dass der Staat Rekord­ein­nah­men ver­zeich­net, die es nun wohl­tä­tig zu ver­tei­len gälte, feiern die Ame­ri­ka­ner, dass es mit den Ein­nah­men der Bürger endlich auf­wärts­geht. Und während in Deutsch­land einige ideo­lo­gisch ver­blen­dete Bes­ser­men­schen darauf hoffen, dass pseu­dofe­mi­nis­ti­sche Pus­sy­m­üt­zen und die isla­mis­ti­sche Linda Sarsour das Weiße Haus über­ren­nen, könnte Trump sich langsam aber stra­te­gisch auf seine zweite Amts­zeit vor­be­rei­ten, indem er sein süf­fi­san­tes­tes Lächeln auf­setzt, sich pro­vo­kant in den Schritt greift und den Wahl­spruch von Bill Clinton repe­tiert, der es einst mit „It’s the economy, stupid“ ins Oval Office schaffte.

Und Trump, werden sie nun denken, mag ich den nun plötz­lich doch? Ich möchte nicht ver­heh­len, dass mich die unmit­tel­ba­ren Folgen seiner Steu­er­re­form ziem­lich beein­druckt haben und dass ich seine Ent­schei­dung, Jeru­sa­lem als Haupt­stadt Israels anzu­er­ken­nen, als ehr­li­chen, kon­se­quen­ten Schritt emp­fun­den habe, der sich ange­nehm von der prag­ma­ti­schen Feig­heit frü­he­rer Jahre abhebt. Deshalb habe ich ent­schie­den, mich mit pau­scha­len Urtei­len oder Sym­pa­thie­kund­ge­bun­gen über den ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten künftig zurück­zu­hal­ten, und mir nur von Fall zu Fall seine Ent­schei­dun­gen wertend anzu­se­hen. Denn zwei Dinge sind offen­sicht­lich: Deut­sche Jour­na­lis­ten oder Blogger werden Trump nicht aus dem Amt fegen, egal wie sehr sie sich wie Akti­vis­ten beneh­men. Außer­dem steht das Wort „Bilanz” für einen Saldo am Ende einer Wirt­schafts­pe­ri­ode oder Amts­zeit. Zum ein­jäh­ri­gen Jubi­läum sollte man dieses Wort auch als ARD-Kor­re­spon­dent nicht ohne die Vor­silbe „Zwi­schen” ver­wen­den, Herr Niemann.

Zum Schluss möchte ich Herrn Niemann noch ein wenig von dem Gift zu kosten geben, dass er so groß­zü­gig über dem ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten aus­schüt­tet: Sie sind nicht nur ein pein­li­cher Kor­re­spon­dent, sondern, mit Verlaub, ein gefähr­li­cher Geis­ter­fah­rer.

In diesem Sinne: Happy anni­ver­s­ary, Mister Pre­si­dent und wei­ter­hin viel Spaß mit eurer Mei­nungs­frei­heit und beim wirt­schaft­li­chen Auf­schwung, liebe Ame­ri­ka­ner.

38 Kommentare

  1. Was mit den Medien in den nächs­ten Wochen und Monaten pas­sie­ren könnte, ist span­nend. Ich versuch es mal wirk­lich so knapp wie möglich zu fassen. Und ich wundere mich gleich­zei­tig, warum dieses Thema über­haupt nicht von deut­schen Medien auf­ge­grif­fen wird. Zuge­ge­ben, ich musste mir auch erst Durch­blick ver­schaf­fen, weil es echt komplex ist, wenn man die Zusam­men­hänge nicht kennt. Große Teile der Geschichte wurden übri­gens über Monate als Ver­schwö­rungs­theo­rie gebrand­markt von den linken Demo­kra­ten. Dumm nur, dass es inzwi­schen erste bri­sante Ver­öf­fent­li­chun­gen gibt.

    Das Russ­land-Bashing (es spielt keine Rolle, wie man zu Russ­land steht) hat ja Formen ange­nom­men in den USA, die ihres­glei­chen suchen. Jeder Sack Reis, der irgendwo umfällt, wurde demnach von den Russen absicht­lich umge­kippt. Es sind im Prinzip mehrere Geschich­ten.

    Einmal die Clinton Foun­da­tion, die Mil­lio­nen oder gar Mil­li­ar­den ein­sackte und in Haiti helfen wollte. 0,6 Prozent (!) sind bei den Hilfs­be­dürf­ti­gen ange­kom­men. Rund 10 Prozent bei den Kor­rup­ten des Landes und der Rest wurde größ­ten­teils inner­halb der Foun­da­tion „umge­lei­tet”. Das wollte der ver­ant­wort­li­che Ver­tei­ler in einer Zeu­gen­aus­sage im Detail aus­sa­gen. Nach Men­schen aus seinem Umfeld war er richtig begie­rig darauf, endlich aus­zu­sa­gen. Eine Woche vor dem Termin hat er sich dann wun­der­sa­mer Weise in Miami umge­bracht (Kopf­schuss).

    Ähnlich lief es wohl mit Zeugen bei einem Uran­deal mit Russ­land. Aus dem Umfeld der (staat­lich) rus­si­schen Käufer­firma wurde ein Rie­sen­be­trag an die Clinton Foun­da­tion über­wie­sen. Danach fädel­ten die Clin­tons den Atom­deal ein. Ein kleiner Teil des Urans landete irgendwo in Asien. Hier wie­derum gab es Mil­lio­nen­spen­den für den Wahl­kampf, die über einen buddh. Tempel in den USA getarnt wurden (Wahl­kampf­spen­den aus dem Ausland sind ver­bo­ten). So weit ich infor­miert bin, kamen auch hier Men­schen ums Leben.

    Das die Vor­ge­schichte. Wie Bernie Sanders aus­ge­bo­tet wurde, wissen wir ja. Über­haupt wäre eine Schluss­fol­ge­rung aus all den Vor­gän­gen für mich, die Clinton muss unbe­dingt Prä­si­den­tin werden, um da überall den Deckel drauf zu halten. So erkläre ich mir die nun fol­gen­den Vor­gänge. In den USA gibt es ein Anti-Terror-Gesetz, das erlaubt, US-Bürger im Ausland abzu­hö­ren (FISA Act). Mit invol­viert sind dabei das Jus­tiz­mi­nis­te­rium (DOJ) und FBI.

    Es sieht danach aus, dass Clinton dieses Gesetz miss­braucht hat. Darüber sollte Trump dis­kre­di­tiert werden während des Wahl­kampfs. Das FBI mischte unter diese Ergeb­nisse auch die angeb­li­chen Erkennt­nisse (die frei erfun­den waren/sind) dieses UK-Geheim­dienst­lers Steele und hat auch die Com­pu­ter Date der Clinton gelöscht. Comey (FBI) stach Infor­ma­tio­nen zu linken Medien durch. Und immer die bösen Russen und Trump.

    Nachdem Trump die Wahl gewann, wurde es anschei­nend noch enger. Also hatte man die Idee mit dem Impeach­ment Ver­fah­ren (Amts­ent­he­bung). Dazu sollte FISA weiter genutzt werden. Nun bei einem Trump, der bereits den Status „Pre­si­dent elected” hatte. Schon einen Tag vor dem Antrag zum Impeach­ment presch­ten zahl­rei­che demo­kra­ti­sche Sena­to­ren vor und for­der­ten das. Obwohl die angeb­li­chen „Ergeb­nisse” erst tags darauf prä­sen­tiert wurden.

    Comey schrieb in dieser Zeit etwas vom „ersten Treffen der Secret Society”; auf die Frage von Sena­to­ren, was er damit meine, bleibt er bis heute eine Erklä­rung schul­dig. Das wurde alles bekannt. Auch Schrift­wech­sel, in dem FBI Agenten mit­ein­an­der darüber reden, weiter vor­zu­ge­hen (obwohl illegal) weil ja die Clinton das schafft. Es ging also auch darum, dass sich hoch­ran­gige FBI und DOJ Beamte pro Clinton posi­tio­nier­ten. Übri­gens auch Ermitt­ler aus dem Umfeld von Mueller, der aktuell gegen Trump ermit­telt.

    Das alles wurde recher­chiert von Sena­to­ren. Einer (Nunes) hat das alles zusam­men­ge­fasst in einem vier­sei­ti­gen Memo, welches inzwi­schen als FISA Memo im FISA Miss­brauch bekannt ist. Dieses Doku­ment konnte vom Senat ein­ge­se­hen werden. Kein Demo­krat wollte das. Laut repu­bli­ka­ni­schen Sena­to­ren ist der Inhalt so scho­ckie­rend, dass Water­gate nichts sei dagegen. Aus­sa­gen wie „dass dies in einem Land wie dem unseren mit Frei­heit und Demo­kra­tie möglich sei, hätte ich nie gelaubt” wurden von Sena­to­ren öffent­lich geäu­ßert, außer­dem Aus­sa­gen wie scho­ckie­rend.

    Dieses Memo, das laut Demo­kra­ten über Monate eine angeb­li­che Ver­schwö­rungs­theo­rie war, soll nun ver­öf­fent­licht werden. Dazu haben die Sena­to­ren abge­stimmt: alle demo­kra­ti­schen Sena­to­ren waren dagegen. Die Demo­kra­ten kämpfen derzeit darum, dass das nicht ver­öf­fent­licht wird. Es würde ein fal­sches Nar­ra­tiv ent­ste­hen bzw. die Men­schen würden das völlig falsch ein­ord­nen, wenn es ver­öf­fent­licht werden würde – sie würden es nicht ver­ste­hen.

    Die Bericht­erstat­tung dazu kommt nicht mehr von einer Seite wie Breit­bart, die man einfach als Nazi­seite ver­un­glimp­fen kann. Es istder Sender Fox News, der das Thema die letzten Tage so groß auf­ge­tan hat. Zwar kon­ser­va­tiv, aber seriös. Und Sender und Medien wie Washing­ton Post, NYT, CNN usw. müssen sich von Fox inzwi­schen sagen lassen, dass sie keine jour­na­lis­ti­schen Stan­dards mehr haben, sondern den Clin­tons treu ergeben sind.

    Übri­gens nimmt das alles immer größere Dimen­sio­nen an. Inzwi­schen ist die Frage laut gewor­den, was mit Obama ist: wann und was er wusste. Denn alles geschah unter der Obama Admi­nis­tra­tion. Und es sei prak­tisch unmög­lich, dass dieser über so enorme Vor­gänge nichts gewusst haben kann. Vor zwei oder drei Tagen wurde bekannt in diesem Zusam­men­hang, dass Obama wohl eine Rechts­be­ra­tung kon­so­li­diert hat.

    Die Ver­öf­fent­li­chung der FISA Memos soll diese Woche kommen. Inzwi­schen soll auch die erste Stelle im Weißen Haus darauf drängen. CNN und ihres­glei­chen ver­such­ten wieder mit Fake News abzu­len­ken, indem sie Trump unter­stell­ten er habe den gegen ihn ermit­teln­den Mueller gefeu­ert. Das wurde aber trotz Dementi ver­sucht, groß zu ver­kau­fen.

    Wenn da nun wirk­lich eine so große Bombe platzt diese Woche, wie es zahl­rei­che Sena­to­ren ver­lau­ten ließen, dann dürften auch die euro­päi­schen und deut­schen Medien blöd da stehen. Als völlig kor­rum­piert von einem pseudo-linken Main­stream (pseudo links, weil neo­li­be­ral und nur sehr gut getarnt). Die Glaub­wür­dig­keit dürfte dann völlig im Keller sein. Immer­hin sind es Schlag­worte, die eine enorme Dimen­sion ver­mit­teln; Kor­rup­tion, Amts­miss­brauch, Geset­zes­miss­brauch, per­sön­li­che Vor­teil­nahme finan­zi­ell und von staat­li­chen Ein­rich­tun­gen, Geld­wä­sche, Mord. Und das alles von der sich selbst als höchste mora­lisch Instanz auf­ge­spiel­ten pseu­do­lin­ken Ideo­lo­gie.

    Das könnte das Aus für linke Medien und eine völlige Erneue­rung der Demo­kra­ten mit sich bringen. Und alles, was in den USA pas­siert, schwappt hier rüber. Und es ist ja offen­sicht­lich, dass der Staat auch hier­zu­lande ein Selbst­be­die­nungs­la­den gewor­den ist und die Bürger völlig aus­ge­beu­tet werden. Diese FISA Memos könnten dieser Ideo­lo­gie auch hier­zu­lande das Genick brechen. Daher: es ist wirk­lich span­nend, wie deut­sche Medien reagie­ren werden. Man muss sich das auf der Zunge zer­ge­hen lassen: mit­hilfe des Deep States (wird bei Fox News auch so benannt) sollte ein Prä­si­dent der USA, der nicht den Ideo­lo­gien ent­spricht, demon­tiert werden.

  2. Erwäh­nens­wert wäre die beleh­rernde Art unserer Poli­ti­ker und Jour­na­lis­ten.
    Wir beleh­ren Trump/USA, England/Brexit, China, Russland/Putin, Ungarn/Orban, die Türkei mit Erdogan, Frank­reich, Italien, Grie­chen­land und viele mhr.
    Beh­leh­run­gen wurden schon immer geschätzt, sie förden Freund­schaf­ten und Gemein­sam­kei­ten.
    Ein Lecker­bis­sen war der letzte Besuch vom Bun­des­kanz­ler Sebas­tian Kurz, er durfte einen gut gefüll­ten Sack von Beleh­run­gen mit­neh­men.
    Ironie Aus.

    • Defi­nie­ren Sie Fair­ness. Ist es zum Bei­spiel fair, mit einem Brand­stif­ter darüber zu dis­ku­tie­ren, ob er ein Haus in Brand stecken darf, wenn man es im Gegen­zug in Ruhe löschen darf?

      • Fair­ness ist für mich das Bemühen um Anstand und Auf­rich­tig­keit. Können Sie da bei Trump und Ihren Mit­strei­tern Defi­zite erken­nen?

        • Er hat sich bemüht…” ist eine For­mu­lie­rung, die für eine Absicht steht, nicht für ein Ergeb­nis. Über Trumps Absich­ten wird mehr spe­ku­liert, als über die Ergeb­nisse seines Han­delns. Da liegen für den deut­schen Beob­ach­ter mitt­ler­weile so viele Folien und Ste­reo­ty­pen drüber, dass sein Bemühen kaum noch zu erken­nen ist. Was meine Mit­strei­ter angeht, wen auch immer Sie damit meinen, unter­stelle ich natür­lich nur das Beste. Da Ihr Nick­name pro­facts lautet, möchten Sie dazu doch sicher gern selbst Pro­fun­des bei­tra­gen, anstatt sich mit mir über mora­li­sche Meta­be­griffe aus­zu­tau­schen, oder?

          • […] Da Ihr Nick­name pro­facts lautet, …”

            Ach du meine Güte, da habe ich doch glatt ‚profi acts’ gelesen und mich gefragt ob er/sie/es damit auf Exper­tise oder auf Gewerbs­mä­ßig­keit hin­wei­sen wollte (wobei ers­te­res ja zumin­dest inhalt­lich nicht erkenn­bar war).

            Tztz, ich muss sorg­fäl­ti­ger lesen.

    • Troll.

      In aller Fair­ness gesagt.

      PS: Roger, das Mathe-Captcha ist nach wie vor viel zu einfach! 😉

  3. Noch ein kleiner Nach­trag. Wer sich einmal anschauen möchte, wie „poli­tisch reif” die Linke in den USA ist, der möge sich doch einmal die fol­gende Video­aus­wahl anschauen:

    https://​www​.youtube​.com/​r​e​s​u​l​t​s​?​s​e​a​r​c​h​_​q​u​e​r​y​=​t​r​u​m​p​+​w​i​n​s​+​e​l​e​c​t​i​o​n​+​r​e​a​c​t​i​o​n​+​c​o​m​p​i​l​a​t​ion+

    Viel Ver­gnü­gen! 😉

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  4. Als Trump im Novem­ber 2016 gewählt wurde, war ich zufäl­lig gerade in Dallas, Texas. Ich hielt ihn eher für einen Clown, einen Sil­ber­löf­fel-Bub, dem man zuviel hat durch­ge­hen lassen im Laufe seines Lebens. Clinton aller­dings ist eine Pestus Cor­rup­tus, und deshalb wurde Trump wohl auch gewählt – viele Ame­ri­ka­ner hassen Clinton aus ganzer Seele (und dies zu recht), und erach­te­ten Trump als das klei­nere von zwei Übeln. Durch­aus nach­voll­zieh­bar. Alle „nor­ma­len” Ame­ri­ka­ner – also alle, die nicht „Irgend­was-mit-Medien” machen – die ich per­sön­lich kennen- und schät­zen­ge­lernt habe zu dieser Zeit, haben für Trump gestimmt. Aus­nahms­los alle. Und die waren alles andere, als die ver­blö­de­ten „Deplor­ables”, als die sie von der kri­mi­nel­len Schreck­schraube der Dems hin­ge­stellt worden waren.

    Anfangs hielt ich Trump daher für einen „Trotz-Prä­si­den­ten”, anstatt eines „Liebes-Prä­si­den­ten”. Aller­dings hat er mich seither positiv über­rascht. Er ver­sucht doch tat­säch­lich und hart­nä­ckig, seine Wahl­ver­spre­chen umzu­set­zen! Man stelle sich das nur einmal vor. 😉

    Was aller­dings viele Nicht-Ame­ri­ka­ner nicht ver­ste­hen, das ist, dass für die Ame­ri­ka­ner – Dank der mehr­jäh­ri­gen Dauer-TV-Präsenz Trumps – ein Donald Trump ein Haus­halts­name und eine Marke ist. Jeder kennt ihn und seine Sprüche. Er kann sagen, was er will, man kennt seine Art und erwar­tet auch nichts anderes von ihm. Seiner Sprüche wegen rennen die Leute daher auch nicht scho­ckiert über die Berge. Er ist einfach nur ein „schrul­li­ger Onkel Bob”, wie ihn viele ame­ri­ka­ni­sche Fami­lien kennen. Die Leute messen ihn daher nicht an seinen Sprü­chen, sondern an seinen Taten – und die gehen in die rich­tige Rich­tung.

    Die Linke in den USA ist dem­zu­folge auch völlig am Durch­dre­hen. Trumps Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten und sein Mega-Ego können sie einfach nicht in Ableh­nung im Volk ver­wan­deln, und da der Mann völlig schmerz­be­freit ist, gleitet auch all der Dreck, mit dem ihn die Linken ständig bewer­fen, wir­kungs­los ab. Das ist schon bewun­de­rungs­wür­dig. Immhin sind 91% aller Nach­rich­ten über Trump in der ame­ri­ka­ni­schen Presse stark negativ gefärbt. Obama hätte das keine drei Monate aus­ge­hal­ten. Trumps Politik können die Linken eben­falls nicht effek­tiv gegen ihn in Stel­lung bringen, da Trumps Politik grossen Wider­hall in der Bevöl­ke­rung findet.

    Fazit, solange Trump keine gra­vie­ren­den Fehler macht, und seine gegen­wär­tige Rich­tung bei­be­hält, sehe ich beste Chancen für eine zweite „Spiel­zeit”.

  5. Da ich vor hatte, auch mal was schlaues zu schrei­ben, habe ich mit vor­be­rei­ten wollen und ver­sucht, einige tat­säch­li­che Gründe zu finden, Trump nicht zu mögen. Der erste Treffer bei Google ver­spricht die schlimms­ten seiner Sprüche. Die Quelle schien auch akzep­ta­bel, das Ham­bur­ger Abend­blatt. Aber von den 15 gesam­mel­ten seiner Aus­sa­gen dort finde ich jetzt keine beson­ders erwäh­nens­wert.

    Dennoch geht es anders und zudem viel besser. Abso­lu­tes High­light war in dieser Bezie­hung in letzter Zeit für mich im ÖR das Inter­view mit dem neuen Kanzler unserer kleinen Nach­bar­re­pu­blik bei Maisch­ber­ger. Danke Herr Kurz, so geht das! Und des­we­gen mag ich auch Trump nicht, da man bei Kurz sehen konnte, wie viel besser man den Umgang mit­ein­an­der – auch mit einem wenig wohl­wol­len­den Men­schen – gestal­ten kann. Aber ich respek­tiere Trump, für seine Leis­tung für die USA und im Kampf gegen den isla­mi­schen Staat. Mögen tue ich ich nicht, aber letzt­lich ist das total schnuppe, (Anti-)Sympathie hier völlig fehl am Platz. Der Man macht seinen Job. Punkt.

  6. Unver­gess­lich ist mir die Front­seite der DIE ZEIT vom 6. Novem­ber 2016 als die US-Wahl von Donald Trump gewon­nen worden war. In den beiden Arti­keln hat es eine solche Dichte der Ansamm­lung von Beschimp­fun­gen und Ver­un­glimp­fun­gen der Ame­ri­ka­ner und des gewähl­ten Prä­si­den­ten bisher noch nie gegeben. Seitdem muss jeder ZEIT-Artikel min­des­tens eine Invek­tive gegen Trump ent­hal­ten um das Wohl­wol­len des Muti­mil­lio­närs und Her­aus­ge­ber Joffe zu erhal­ten, der selbst mit offenem Hemd sich als Pro­le­ta­rier geriert und es nicht ver­win­den kann, dass diese dummen Ame­ri­ka­ner anders gewählt haben als der Herr über die Zeit es vor­her­ge­sagt hat.

  7. Ich wünsche mir eine zweite Amts­zeit für Trump, damit all diese Nie­manns bzw. diese zahl­lo­sen deut­schen Nie­mande sich in ihren ver­zwei­fel­ten und gleich­zei­tig selbst ent­lar­ven­den Kampf, gegen was auch immer, weitere 4 Jahre quälen müssen.

  8. Guten Morgen,
    ich schaue mir ja nun die öffent­lich-recht­li­chen Kom­men­ta­to­ren kaum mehr an. Auf n-tv gibt’s da aber den Herrn Peter Kleim, der min­des­tens gerade so viel Geifer pro­du­ziert, wenn ihm „eine Schuppe auf Herrn Trumps Jacket” auf­fällt. Das schöne beim Privat-TV ist dann aber, wenn während der Anti-Trump-Tirade im Lauf­band der neue, wieder gestie­gene Dow-Jones ein­ge­blen­det wird.
    Mit freund­li­chen Grüßen

  9. Guter Beitrag! Danke! Eine dif­fe­ren­zierte Bericht­erstat­tung wie diese bleibt jedoch der Mehr­heit unserer Bevöl­ke­rung vor­ent­hal­ten. Das Flä­chen­bom­darde­ment der Main­stream-Medien zeigt nach­hal­tige Wirkung! Sei es „Flücht­lings­krise”, „mensch­ge­mach­ter” Kli­ma­wan­del, Kern­kraft, Trump und vieles Andere mehr. Gibt es eigent­lich keine kon­ser­va­ti­ven Jour­na­lis­ten mehr? Ich habe den Ein­druck, das mehr oder weniger aus­schließ­lich links­las­tige Schrei­ber­linge die 4. Staats­ge­walt beherr­schen! Das Schlimmste jedoch: frech, selbst­be­wusst und teil­weise kalt­schnäu­zig wird mit ober­leh­rer­haf­ter Atti­tüde (sehr häufig) nicht mehr zwi­schen Kom­men­tar und Nach­richt unter­schie­den. Das alles mit Deckung der Inten­dan­ten, der Fern­seh­rate und der Chef­re­da­tio­nen. Der Recht­fer­ti­gung der eigenen Pola­ri­tät werden dann auch noch eigene Sen­de­for­mate gegeben. Wo ist die (jour­na­lis­ti­sche Neu­tra­li­tät) Berufs­ehre dieser Men­schen geblie­ben? Dies gilt im Beson­de­ren den Prot­ago­nis­ten des ÖRR. Ich bin in großer Sorge über die Ent­wick­lung!

  10. Das Beste, was ich über die deut­schen ÖR Medien gelesen habe bisher. Trifft auch auf SZ und die meisten Sudl-Blätter zu. Man sollte den Begriff „Schnitz­ler-Jour­na­lis­mus” zu einem Fach­be­griff und einem geflü­gel­ten Wort machen und in den Duden auf­neh­men.
    Nochmal: Dieser Artikel ist bester, kri­ti­scher, inves­ti­ga­ti­ver Jour­na­lis­mus.

    • Ehe ihr – sehr guter – Vor­schlag es in den Duden schafft, wird er sicher dreimal in Folge zum „Unwort des Jahres” gewählt 😉

  11. Das Video erin­nert mich wieder daran, warum ich mich mehr für Deutsch­land leider schäme als stolz sein zu können.

    Also zum Trump ist mir Fol­gen­des auf­ge­fal­len:
    – Trump ist kul­tu­rell Arbei­ter­klasse, das was man Neu­reich nennt. Sein Vater wuchs in Armut auf. Er spricht Unter­schich­teneng­lisch.
    – Trump wirkt „jüdisch”

    Ich schwanke, was die Linken mehr stört. Wenn man sich die Beschrei­bung seiner Anhän­ger ansieht, dann ist es v.a. alles, was an Armut erin­nert.

    Und dann ist da noch, dass spe­ku­liert wird, Trump hätte schon öfter über­legt, zum Juden­tum über­zu­tre­ten. Ob es stimmt oder nicht ist irrele­vant. Auf­fal­lend ist aber, dass er, sag ich mal, „typisch” jüdi­sche Eigen­schaf­ten hat. Das „Tache­les” treibt unsere Jour­na­lis­ten in den Wahn­sinn. Der geschäf­tige Prag­ma­tis­mus ist doch pöh kapi­ta­lis­tisch. Humor – unprä­si­den­ti­ell. Und ist seine Sexu­al­mo­ral auf vik­to­ria­nisch-christ­li­chem Niveau? Zu allem Über­fluss sind zwei seiner Kinder mit Juden ver­hei­ra­tet. Israel mag er auch noch. Schlimm. Ist so ein „Jude” über­haupt loyal oder sollte man vor­sichts­hal­ber lieber mona­te­lang Russ­land­ver­schwö­rungs­theo­rien spinnen?

  12. 1) Faktum: Die Arbeits­lo­sig­keit der Schwar­zen in den USA ist erst­ma­lig unter sieben Prozent gefal­len. Seit 45 Jahren gibt es Sta­tis­ti­ken über die immer viel zu hohe Arbeits­lo­sig­keit der Schwar­zen, und jetzt, 2018, liegt sie erst­ma­lig so niedrig wie noch nie.
    Woran liegt’s: „The government stepped out of the way” (Ayn Rand). Prä­si­dent Trump hat zig ein­schnü­rende Bestim­mun­gen gestri­chen, die die Wirt­schaft acht Jahre lang abge­würgt hatten, er hat die Höhe der Gewer­be­steu­ern dras­tisch beschnit­ten, und er hat jene, die zu großen Teilen von der Wohl­fahrt leben (die Schwar­zen), dazu ange­hal­ten, es anders zu tun. Das Resul­tat liegt auf der Hand 🙂 , und es ist sehr positiv. Man muss blind oder bescheu­ert oder gar beides sein, um das nicht zu sehen.

    2) Faktum: In Umfra­gen liegt die Zustim­mung just der Schwar­zen zu Trump jetzt doppelt so hoch wie 2016 während des ver­gif­te­ten Wahl­kampfs: Mehr als dreißig Prozent der Schwar­zen unter­stüt­zen jetzt expli­zit Trump. Warum: Weil es ihnen real viel besser geht als unter allen irrea­len demo­crat-Prä­si­den­ten, währen Leute wie Killary Clinton, die irre Maxine Waters, die irre Nancy Pelosi und der irre Pseu­do­jour­na­list Don Lemon (CNN) bestän­dig schreien, dass Trump ein white supre­macist, Rassist, Sexist und was sonst noch sei.

    3) Faktum: Die Ame­ri­ka­ner (ja, die Ame­ri­ka­ner, die große Mehr­heit jeden­falls) sehen die Dinge erstaun­lich rea­lis­tisch. Sie lassen sich wenig von Trumps viel zu vielen Twit­te­reien blenden, und sie achten nicht auf die jüngste ‚Ent­hül­lung’ vom Wochen­ende (Trump hatte eine Affäre vor zehn Jahren mit einer Por­no­dar­stel­le­rin, während er mit Melania ver­hei­ra­tet war). Obwohl diese ‚Ent­hül­lung’ groß durch alle linken Medien ging, inter­es­siert sie das Publi­kum kaum. Warum: Weil Trump nicht gewählt worden ist, weil er ein Tugend­bold wie Pence wäre, sondern weil man die Nase voll von z.B. der Nie­mann­schen Unfak­ti­zi­tät, Maß- und Zügel­lo­sig­keit usf. hat.
    Trump ist Unter­neh­mer, darum wurde er gewählt. Weil er Trotz viel zuvie­len Twit­ter­ge­schwät­zes ein tüch­ti­ger Unter­neh­mer ist, manö­vriert er die USA aus der wirt­schaft­li­chen Sta­gna­tion heraus, und außen­po­li­tisch bügelt er derzeit Obamas und Killary Clin­tons furcht­bare Fehler völlig aus.

    • Auch wenn Trump haupt­säch­lich gewählt wurde, weil er wenigs­tens nicht Hillary Clinton ist: was am Ende dabei her­aus­kam, wenn die Regie­rung Trump denn etwas umsetzte (sehr lange hat sie nicht sehr viel gemacht – was der ame­ri­ka­ni­schen Wirt­schaft übri­gens auch nicht schlecht­tat, die sich somit darauf ver­las­sen konnte was die Regie­rung tat, nämlich nichts), war in vielen Fällen gar­nicht schlecht und im Fall der Steu­er­re­form her­vor­ra­gend. Der Dow Jones ist auf Rekord­hoch; viele große Unter­neh­men haben die Steu­er­ent­las­tun­gen in Form von Boni, Gehalts­er­hö­hun­gen und Neu­ein­stel­lun­gen gleich an ihre Mit­ar­bei­ter wei­ter­ge­ge­ben; auch wenn die Unter­neh­men den größten Teil der Steuern zahlen und somit in abso­lu­ten Zahlen auch die größte Steu­er­sen­kung bekom­men haben, haben sich durch­schnitt­li­che Mit­tel­stand­s­ame­ri­ka­ner doch über die größte rela­tive Senkung ihrer Steuern freuen können; Apple möchte sich gleich eine zweite Fir­men­zen­trale nach Austin/Texas hin­stel­len; die Wirt­schaft brummt, die Steu­er­re­form ist längst gegen­fi­nan­ziert, und alle haben mehr Geld.
      Jetzt müßte sich Trump nur noch beim twit­tern vorher besser über­le­gen was er schreibt, und dabei nicht dauernd ver­ges­sen was er selbst poli­tisch eigent­lich wollte und das im fast nächs­ten Tweet mit einer erneu­ten 180°-Wende wieder rich­tig­stel­len – dann würde jeder andere wahr­schein­lich von den Medien als zweiter Reagan gefei­ert, nur Trump nicht.

      Was das per­sön­li­che angeht, ver­glei­chen die Leute wohl eher diese beiden Bilder ihrer letzten Prä­si­den­ten und ent­schei­den aus dem Bauch heraus:

      https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​U​t​e​P​t​c​_​l​84g

      https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​w​a​D​i​Z​R​9​g​Z-8

      Ob man sich über­haupt auf die „Nach­rich­ten” über die Affaire ver­las­sen kann, haben viele bei der Menge an Trump-Bashing selbst in den ame­ri­ka­ni­schen Medien wohl noch gar­nicht ent­schie­den: wer seine Frau betrügt, ist eine Dreck­sau; aber wieviel war noch mal an der Geschichte über die angeb­li­che Ver­stri­ckung mit Russ­land dran? Des­we­gen werden auch viele in dieser Geschichte zunächst einfach abwar­ten, bevor sie sie bewer­ten, denke ich.

  13. Es ist bezeich­nend für die deut­schen ÖR-Medien, wenn sie sich Typen wie den Niemann halten. Das ist Augstein(jr.) und Prantl, nur eben nicht gedruckt. Sehen wir zu Maisch­ber­ger, Will und anderen Gestal­ten, die sind echt eine Schande. Die darf man nicht auf die Öffent­lich­keit los­las­sen, schon gar nicht inter­na­tio­nal.
    Was soll bloß das Ausland über uns denken? Da haben wir Merkel, Schulz und andere Grün­rote, die sind schon schlimm genug. Wenn wir lange genug und ent­schlos­sen Wider­stand leisten, werden die sich alle einen neuen Job suchen können. Nur , wer will die schon?

    Danke für Ihren tollen Beitrag.

  14. Den deut­schen Auto­bau­ern ist einer von der Größe der Nia­ga­ra­fälle abge­gan­gen ob der Steu­er­re­form Trumps.
    Dazu können aller­dings keine Scheiß­ber­ger- oder
    Brei-mit-illner- Talk­run­den abge­hal­ten werden. Für ein Thema dieser Größe ist der Ver­stand zu klein.

    • Yepp.
      Noch was in dieser Hin­sicht: Apple inves­tiert derzeit Mil­li­ar­den in den USA. Viele Mil­li­ar­den. Also wird die Arbeits­lo­sig­keit dras­tisch sinken und die Pro­duk­ti­vi­tät wird dras­tisch steigen.
      Was hat das mit Prä­si­dent Trump zu tun: Die Regie­rung behin­dert nicht mehr die Wirt­schaft, wes­we­gen die Wirt­schaft plötz­lich wieder im Land selbst inves­tiert!, so einfach ist das.

      • Ich vermute eher, dass die USA-Admins rea­li­sie­ren, dass sie gegen China lang­fris­tig wirt­schaft­lich den kür­ze­ren ziehen werden.

        Apples „Heim ins Reich” Strea­tegie ist wohl die Kon­se­quenz hieraus.

        Keine schlechte Idee, neben­bei ange­merkt…

      • Tref­fend, hier bei uns hat die Gän­ge­lei der Unter­neh­men System – weiß ich aus EIGENER leid­vol­ler Erfah­rung. Ich bin kein Groß­un­ter­neh­mer, habe nur einen kleinen Betrieb mit einer Hand­voll lang­jäh­ri­ger dank­ba­rer Mit­ar­bei­ter.

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