Die ARD und das Erbe Karl-Eduard von Schnitzlers

Es muss in der DDR Men­schen gegeben haben, die glaubten, dass Sendun­gen wie „Der schwarze Kanal“ tat­säch­lich funk­tion­ieren. Son­st hätte man dem „Sudel-Ede“ nicht ges­tat­tet, jahrzehn­te­lang Woche für Woche über die Mattscheibe zu flim­mern. Aus­ges­tat­tet mit ein­er Brille, die die Prob­leme des „Klassen­fein­des“ größer, Edes Augen für den Zuschauer aber wie die eines Maulwur­fes erscheinen ließ, wühlte er sich wie Gopher durch seine Wort­girlan­den, die er an seinem über­lege­nen moralis­chen Partei-Stand­punkt fest­gezur­rt hat­te. Hate-Speech war das natür­lich nicht, weil Hass auf den „Klassen­feind“ zum antrainierten Betrieb­ssys­tem des „klassen­be­wussten DDR-Bürg­ers“ gehörte, oder zumin­d­est gehören sollte. Zweck war es natür­lich, die per­ma­nent West­fernse­hen schauen­den Arbeit­er­paradies­be­wohn­er nicht mit der Mei­n­ungs­bil­dung allein zu lassen, weshalb Schnit­zler die Fäden so zog, dass sie auf eine ver­drehte und ver­fälschte Art Sinn ergeben kon­nten. Natür­lich nur, wenn man ihm glaubte, was jedoch nur die wenig­sten tat­en. Eine Lüge hier, eine Aus­las­sung dort, noch ein gün­stiger Schnitt – schon war die Pro­pa­gan­da gemessen an ihren DDR-Möglichkeit­en per­fekt. Das ist vor­bei, dachte ich. Solche offen­sichtliche Staat­spro­pa­gan­da kön­nte es heute nicht mehr geben, dachte ich. Doch ich lag falsch. Der schwarze Kanal feiert in der ARD seine Aufer­ste­hung in bericht­en über Präsi­dent Trump.

Hass auf Trump ist Meinung und Verachtung ist Programm

Seit fast drei Jahren ver­suchen Poli­tik und Medi­en im Gle­ichk­lang, den ren­i­ten­ten Bürg­ern das Has­sen abzugewöh­nen. Hass sei keine Mei­n­ung und führe let­ztlich doch nur zu Gewalt – also warum nicht bess­er gle­ich ganz darauf verzicht­en? Oder noch bess­er: in die richti­gen Bah­nen lenken. Denn Hass ist gern gese­hen, wenn er nur „den richti­gen“ träfe. Wenn „fortschrit­tliche Kräfte“ vor AfD-Parteita­gen skandieren, was man mit den Abge­ord­neten am besten tun sollte – die Bäume hät­ten nicht umson­st so starke Äste – gehe Hass natür­lich völ­lig in Ord­nung. Und die ver­sam­melte Jour­naille des Lan­des möchte neben den AfD’ler am lieb­sten gle­ich noch die Hälse von Orban, Kurz, May und beson­ders Trump länger wer­den sehen. Ich habe neulich geschrieben, dass ich Trump nicht mag und dieser Artikel hat mich dazu ver­an­lasst, darüber nachzu­denken, warum das eigentlich so ist. Da ich kein Amerikan­er bin, wed­er Immo­bilien in New York besitze noch TV-For­mate wie jene kon­sum­iere, mit denen sich Trump einen Namen gemacht hat­te, war er mir bis zum US-Wahlkampf eigentlich fast unbekan­nt. Wieso mag ich ihn dann nicht? Doch dann wurde mir bewusst, dass seit etwa drei Jahren eine schrille Ober­welle der Ver­ach­tung durchs Land wabert, die in hun­derten Artikeln, Son­der­sendun­gen, Unter­stel­lun­gen und flap­si­gen Bemerkun­gen in der Presse und genau so im TV das Bild geprägt haben, was sich Deutsche über Trump machen. Und bis heute geben sich die Medi­en alle Mühe, das Zer­rbild aufrecht zu erhal­ten.

Die tiefe Spal­tung, die unsere US-Kor­re­spon­den­ten den USA täglich attestieren, spiegelt sich vor allem in der medi­alen Behand­lung auf unser­er Seite des Atlantiks wider. Die eine Hälfte der Staat­en hält man für fortschrit­tlich, mod­ern und unter­stützenswert, während die andere in den dümm­sten Far­ben gemalt und reak­tionär bis idi­o­tisch dargestellt wird. Dazwis­chen gibt es nichts mehr, weil unsere Medi­en Ameri­ka zu ein­er bipo­laren Welt zurecht­geschrieben haben, in der es nichts als Kon­flik­te gebe. Schwarz gegen weiß, reich gegen arm, #metoo gegen Verge­waltiger, der Rest der Welt gegen Trump. Während ARD und ZDF bei Kurz oder Orban noch ein aktuelles Zitat, einen O‑Tons oder eine poli­tis­che Entschei­dung benöti­gen, um hem­mungs­los Ver­ach­tung zu kübeln, braucht es all das bei Trump längst nicht mehr. Es genügt, dass er ungeachtet deutsch­er Medi­en­schelte noch keinen Baum ziert, um jeden Kom­men­ta­tor seine Sendeminuten mit Kes­selflick­er-Tourette füllen zu lassen. Dem Kack­stolz, der die Jour­nal­is­ten­gesichter nach solchen Schimpfti­raden entrückt erscheinen lässt, möchte man am lieb­sten ent­ge­gen, man möge doch nach solch erle­ichtern­dem Toi­let­ten­gang bitte das Hän­de­waschen nicht vergessen. In Deutsch­land wet­teifern die Jour­nal­is­ten um die zügel­los­es­te und ver­let­zend­ste Belei­di­gung Trumps. Als Rit­ter­schlag wün­scht man sich offen­sichtlich, in einem Trump-Tweet per­sön­lich ange­sprochen zu wer­den, was als der ulti­ma­tive Beweis dafür gälte, dass man auf der Seite des abso­lut Guten ste­he, weil das abso­lut Böse (vul­go Trump) sein „Auge von Barad Dur“ endlich auf das tapfere Schreiber­lein gerichtet habe. Doch Trump zieht anders als sein sexy Vorgänger beim Anblick deutsch­er Hys­terie nicht mal sein Jack­ett aus – wie unaufmerk­sam!

So geschehen im Mit­tags­magazin der ARD am 17.1.2018, als Ste­fan Nie­mann, seines Zeichens aus­gerech­net Wash­ing­ton-Kor­re­spon­dent, Trump aber mal so richtig die Mei­n­ung geigte. „Respekt!“ Mit diesem Wort begin­nt der Film, aber von nichts ist dieser inhaltlich und der Form nach weit­er ent­fer­nt, als von Respekt. Denn es gibt eine Art Respekt, den die Höflichkeit erzwingt. Ver­gisst man diesen und son­dert nichts als halt­lose Beschimp­fun­gen ab, wird es zivil­isierten Men­schen schnell wider­lich. Die Würde des Amtes sei dahin und Trump zer­tram­pele „uramerikanis­che Werte und Tra­di­tio­nen“ geifert Nie­mann und ich frage mich, was Nie­mann wohl damit meinen kön­nte. Eine uramerikanis­che Tra­di­tion ist zum Beispiel die Mei­n­ungs- und Presse­frei­heit, welche selb­st galle­spuck­ende Kor­re­spon­den­ten­darsteller wie Nie­mann in den Staat­en genießen, während die deutsche Bun­desregierung und deren Jus­tizmin­is­ter Maas die Ein­führung ein­er pri­vatisierten Zen­sur beschlossen haben. Eine weit­ere dieser Tra­di­tio­nen ist es, dass das amerikanis­che Volk sein­er Regierung nicht traut, während es in Deutsch­land die Regierung ist, die ihrem Volk nicht über den Weg traut.

Nun kann man sagen, dass Kri­tik die ober­ste Jour­nal­is­tenpflicht sei, und dass ein Wash­ing­ton-Kor­re­spon­dent zur Trump-Kri­tik ger­adezu prädes­tiniert ist. Aber auch zu Belei­di­gung und Beschimp­fung? Und wenn das so ist, warum treten die Kor­re­spon­den­ten in Peking, Teheran, Moskau oder Ankara nicht mit eben­falls wutverz­er­rten Gesichtern vor die Kam­eras? Ist das unqual­i­fizierte Gezeter Nie­manns nicht ger­ade der Beweis, dass der uramerikanis­che Wert der Mei­n­ungs­frei­heit sog­ar der­lei Unver­schämtheit­en abdeckt, während dies in anderen Teilen der Welt nicht der Fall ist? Wenn man aber wie die ARD das man­gel­nde ver­bale Zart­ge­fühl von Pegi­da-Demon­stran­ten mit deutschen Regierungspoli­tik­ern anprangert und sich dann in der­sel­ben Weise über den Regierungschef eines befre­un­de­ten Lan­des äußert, nen­nt man das üblicher­weise Dop­pel­stan­dard. Nicht mal Kim III. von Nord­ko­rea wird in deutschen Medi­en der­art unzivil­isiert abgekanzelt und der hätte es nun wirk­lich ver­di­ent! Aber nein, ich muss hier wieder an meine gute Erziehung denken und daran, was meine Oma stets sagte: Wer schre­it, hat Unrecht. Das gilt aber nicht nur für Kim, son­dern auch für Kri­tik am amerikanis­chen Präsi­den­ten.

Trump habe außer­dem „über Gen­er­a­tio­nen gewonnene Ver­bün­dete ver­prellt und ver­rat­en“ und ich wüsste doch gern, wie Nie­mann auf dieses schmale Brett kommt. Wen hat Trump denn ver­rat­en? Und ist es nicht eher so, dass es die Europäer und ins­beson­dere die deutschen Poli­tik­er und Medi­en waren, die nach Hillary Clin­tons Water­loo klein­laut die Fah­nen ein­roll­ten, sich beschämt vom Schlacht­feld stahlen, Ameri­ka zur Paria erk­lärten und Maß­nah­men für ein Post-Atlantis­ches Zeital­ter trafen, noch bevor Trump seine Europa­poli­tik erk­lärt hat­te? Ich will hier nicht noch weit­eren Phrasen und Beschimp­fun­gen aus dem Film ein schriftlich­es Denkmal set­zen und auch die ver­rä­ter­ischen Textbausteine, die Poli­tik­er und Jour­nal­is­ten in diesem Land voneinan­der abschreiben, nicht zitieren. Schauen Sie sich den Film von Ste­fan Nie­mann an und bilden sich selb­st ein Urteil über dessen Zurech­nungs­fähigkeit. Vielle­icht lassen Sie sich von einem der Ärzte dabei helfen, die via Fer­n­di­ag­nose mit­tler­weile von Demenz, Epilep­sie und Syphillis bis hin zu Fußpilz bere­its jede Krankheit bei Trump ent­deckt zu haben glauben.

Die „rotblonde Abrissbirne” Amerikas?

Ein Jahr ist es nun her, dass Trump verei­digt wurde und das deutsche Feuil­leton Tag für Tag eine Bre­it­seite nach der anderen in Rich­tung Ameri­ka feuert, ohne dass es zu Wirkungstr­e­f­fern gekom­men wäre. Von Berichter­stat­tung kann längst keine Rede mehr sein, weil buch­stäblich jed­er Kor­re­spon­dent seine Rede so färbt, als wolle er Cato den Älteren („Im Übri­gen bin ich der Mei­n­ung, dass Kartha­go zer­stört wer­den muss“) darin übertr­e­f­fen, die Zer­störung Trumps zu fordern. Was außer den willkomme­nen Anti-Trump-Protesten noch alles in den USA vor sich geht, muss man sich müh­sam aus klein­teili­gen Pressemel­dun­gen zusam­men­klauben. Etwa das die Trump’sche Steuer­reform die Unternehmen so stark ent­lastet, dass Löhne und Gehäl­ter nach vie­len tris­ten Oba­ma-Null­run­den endlich wieder steigen, Investi­tio­nen in Pro­duk­tion und Infra­struk­tur erfol­gen und die Arbeit­slosigkeit sinkt. Jed­er einzelne dieser Erfolge, für die ein Mar­tin Schulz oder eine Angela Merkel sich auf den Straßen Berlins und den Talkrun­den von Will, Ill­ner und Mais­chberg­er feiern lassen wür­den, ver­liert sofort an Glanz, wenn sie von Trump kom­men. Stattdessen wird begierig jede Mel­dung aus Trumps Umfeld zu einem Sturm aufge­blasen, ganz gle­ich, ob es sich dabei um belan­glose Dinge wie Fernsehkon­sum, seine Vor­liebe für Burg­er oder die Tat­sache dreht, dass Trump ein Nashorn von einem Ele­fan­ten unter­schei­den kann. Das inter­essiert mich alles nicht die Bohne! Noch bil­liger sind wohl nur Witze über Trumps Frisur und Haar­farbe, die vielle­icht ein­er Betra­ch­tung durch Heute-Show oder Titan­ic wert wären, in poli­tis­chen Artikeln jedoch keinen Platz haben soll­ten.

Die prinzip­ielle „anti-Trump-Hal­tung“ hat sich längst verselb­ständigt und von dem Land abgekop­pelt, um das es ja eigentlich gehen sollte. Man tren­nt den Men­schen Trump von seinem Amt, so als hätte das eine nichts mit dem anderen zu tun und eine Belei­di­gung könne dem Amt, welch­es die Per­son bek­lei­det, nicht schaden. Wie sehr sich die Berichter­stat­tung dem geschichtev­erän­dern­den orwell’schen Neusprech angenähert hat, sieht man im Fall Steh­pen Ban­non sehr deut­lich. War er noch vor weni­gen Monat­en in den Augen der Presse ein­er der apoka­lyp­tis­chen Reit­er, den Höl­len­fürst Trump auf seinem Pferd „Bre­it­bart“ loss­chick­te, die europäis­che Presse zu ver­nicht­en, ist er nach seinen Aus­sagen in einem Buch über Trump zum Kro­nzeu­gen der Anklage mutiert – ein­fach so, ohne Umweg, ohne Zwis­chen­töne, ohne Kri­tik oder Mis­strauen. Schimpft Trump weit­er auf Ban­non, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Ban­non uns als Wider­stand­skämpfer verkauft wird, der schon immer gegen Trump war.

Mor­gen also ist das erste Jahr Trump geschafft. Die Vere­inigten Staat­en sind im Gegen­satz zu den hys­ter­ischen Aus­sagen von Nie­mann nicht planiert wor­den. Und während in Deutsch­land die Regierung feiert, dass der Staat Reko­rdein­nah­men verze­ich­net, die es nun wohltätig zu verteilen gälte, feiern die Amerikan­er, dass es mit den Ein­nah­men der Bürg­er endlich aufwärts­ge­ht. Und während in Deutsch­land einige ide­ol­o­gisch verblendete Besser­men­schen darauf hof­fen, dass pseu­do­fem­i­nis­tis­che Pussymützen und die islamistis­che Lin­da Sar­sour das Weiße Haus über­ren­nen, kön­nte Trump sich langsam aber strate­gisch auf seine zweite Amt­szeit vor­bere­it­en, indem er sein süff­isan­testes Lächeln auf­set­zt, sich pro­vokant in den Schritt greift und den Wahlspruch von Bill Clin­ton repetiert, der es einst mit „It’s the econ­o­my, stu­pid“ ins Oval Office schaffte.

Und Trump, wer­den sie nun denken, mag ich den nun plöt­zlich doch? Ich möchte nicht ver­hehlen, dass mich die unmit­tel­baren Fol­gen sein­er Steuer­reform ziem­lich beein­druckt haben und dass ich seine Entschei­dung, Jerusalem als Haupt­stadt Israels anzuerken­nen, als ehrlichen, kon­se­quenten Schritt emp­fun­den habe, der sich angenehm von der prag­ma­tis­chen Feigheit früher­er Jahre abhebt. Deshalb habe ich entsch­ieden, mich mit pauschalen Urteilen oder Sym­pa­thiekundge­bun­gen über den amerikanis­chen Präsi­den­ten kün­ftig zurück­zuhal­ten, und mir nur von Fall zu Fall seine Entschei­dun­gen wer­tend anzuse­hen. Denn zwei Dinge sind offen­sichtlich: Deutsche Jour­nal­is­ten oder Blog­ger wer­den Trump nicht aus dem Amt fegen, egal wie sehr sie sich wie Aktivis­ten benehmen. Außer­dem ste­ht das Wort “Bilanz” für einen Sal­do am Ende ein­er Wirtschaftspe­ri­ode oder Amt­szeit. Zum ein­jähri­gen Jubiläum sollte man dieses Wort auch als ARD-Kor­re­spon­dent nicht ohne die Vor­silbe “Zwis­chen” ver­wen­den, Herr Nie­mann.

Zum Schluss möchte ich Her­rn Nie­mann noch ein wenig von dem Gift zu kosten geben, dass er so großzügig über dem amerikanis­chen Präsi­den­ten auss­chüt­tet: Sie sind nicht nur ein pein­lich­er Kor­re­spon­dent, son­dern, mit Ver­laub, ein gefährlich­er Geis­ter­fahrer.

In diesem Sinne: Hap­py anniver­sary, Mis­ter Pres­i­dent und weit­er­hin viel Spaß mit eur­er Mei­n­ungs­frei­heit und beim wirtschaftlichen Auf­schwung, liebe Amerikan­er.

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38 Kommentare

  1. Was mit den Medi­en in den näch­sten Wochen und Monat­en passieren kön­nte, ist span­nend. Ich ver­such es mal wirk­lich so knapp wie möglich zu fassen. Und ich wun­dere mich gle­ichzeit­ig, warum dieses The­ma über­haupt nicht von deutschen Medi­en aufge­grif­f­en wird. Zugegeben, ich musste mir auch erst Durch­blick ver­schaf­fen, weil es echt kom­plex ist, wenn man die Zusam­men­hänge nicht ken­nt. Große Teile der Geschichte wur­den übri­gens über Monate als Ver­schwörungs­the­o­rie gebrand­markt von den linken Demokrat­en. Dumm nur, dass es inzwis­chen erste brisante Veröf­fentlichun­gen gibt.

    Das Rus­s­land-Bash­ing (es spielt keine Rolle, wie man zu Rus­s­land ste­ht) hat ja For­men angenom­men in den USA, die ihres­gle­ichen suchen. Jed­er Sack Reis, der irgend­wo umfällt, wurde dem­nach von den Russen absichtlich umgekippt. Es sind im Prinzip mehrere Geschicht­en.

    Ein­mal die Clin­ton Foun­da­tion, die Mil­lio­nen oder gar Mil­liar­den ein­sack­te und in Haiti helfen wollte. 0,6 Prozent (!) sind bei den Hil­fs­bedürfti­gen angekom­men. Rund 10 Prozent bei den Kor­rupten des Lan­des und der Rest wurde größ­ten­teils inner­halb der Foun­da­tion “umgeleit­et”. Das wollte der ver­ant­wortliche Verteil­er in ein­er Zeu­ge­naus­sage im Detail aus­sagen. Nach Men­schen aus seinem Umfeld war er richtig begierig darauf, endlich auszusagen. Eine Woche vor dem Ter­min hat er sich dann wun­der­samer Weise in Mia­mi umge­bracht (Kopf­schuss).

    Ähn­lich lief es wohl mit Zeu­gen bei einem Uran­deal mit Rus­s­land. Aus dem Umfeld der (staatlich) rus­sis­chen Käufer­fir­ma wurde ein Riesen­be­trag an die Clin­ton Foun­da­tion über­wiesen. Danach fädel­ten die Clin­tons den Atom­deal ein. Ein klein­er Teil des Urans lan­dete irgend­wo in Asien. Hier wiederum gab es Mil­lio­nen­spenden für den Wahlkampf, die über einen bud­dh. Tem­pel in den USA getarnt wur­den (Wahlkampf­spenden aus dem Aus­land sind ver­boten). So weit ich informiert bin, kamen auch hier Men­schen ums Leben.

    Das die Vorgeschichte. Wie Bernie Sanders aus­ge­botet wurde, wis­sen wir ja. Über­haupt wäre eine Schlussfol­gerung aus all den Vorgän­gen für mich, die Clin­ton muss unbe­d­ingt Präsi­dentin wer­den, um da über­all den Deck­el drauf zu hal­ten. So erk­läre ich mir die nun fol­gen­den Vorgänge. In den USA gibt es ein Anti-Ter­ror-Gesetz, das erlaubt, US-Bürg­er im Aus­land abzuhören (FISA Act). Mit involviert sind dabei das Jus­tizmin­is­teri­um (DOJ) und FBI.

    Es sieht danach aus, dass Clin­ton dieses Gesetz miss­braucht hat. Darüber sollte Trump diskred­i­tiert wer­den während des Wahlkampfs. Das FBI mis­chte unter diese Ergeb­nisse auch die ange­blichen Erken­nt­nisse (die frei erfun­den waren/sind) dieses UK-Geheim­di­en­stlers Steele und hat auch die Com­put­er Date der Clin­ton gelöscht. Comey (FBI) stach Infor­ma­tio­nen zu linken Medi­en durch. Und immer die bösen Russen und Trump.

    Nach­dem Trump die Wahl gewann, wurde es anscheinend noch enger. Also hat­te man die Idee mit dem Impeach­ment Ver­fahren (Amt­sen­the­bung). Dazu sollte FISA weit­er genutzt wer­den. Nun bei einem Trump, der bere­its den Sta­tus “Pres­i­dent elect­ed” hat­te. Schon einen Tag vor dem Antrag zum Impeach­ment prescht­en zahlre­iche demokratis­che Sen­a­toren vor und forderten das. Obwohl die ange­blichen “Ergeb­nisse” erst tags darauf präsen­tiert wur­den.

    Comey schrieb in dieser Zeit etwas vom “ersten Tre­f­fen der Secret Soci­ety”; auf die Frage von Sen­a­toren, was er damit meine, bleibt er bis heute eine Erk­lärung schuldig. Das wurde alles bekan­nt. Auch Schriftwech­sel, in dem FBI Agen­ten miteinan­der darüber reden, weit­er vorzuge­hen (obwohl ille­gal) weil ja die Clin­ton das schafft. Es ging also auch darum, dass sich hochrangige FBI und DOJ Beamte pro Clin­ton posi­tion­ierten. Übri­gens auch Ermit­tler aus dem Umfeld von Mueller, der aktuell gegen Trump ermit­telt.

    Das alles wurde recher­chiert von Sen­a­toren. Ein­er (Nunes) hat das alles zusam­menge­fasst in einem vier­seit­i­gen Memo, welch­es inzwis­chen als FISA Memo im FISA Miss­brauch bekan­nt ist. Dieses Doku­ment kon­nte vom Sen­at einge­se­hen wer­den. Kein Demokrat wollte das. Laut repub­likanis­chen Sen­a­toren ist der Inhalt so schock­ierend, dass Water­gate nichts sei dage­gen. Aus­sagen wie “dass dies in einem Land wie dem unseren mit Frei­heit und Demokratie möglich sei, hätte ich nie gelaubt” wur­den von Sen­a­toren öffentlich geäußert, außer­dem Aus­sagen wie schock­ierend.

    Dieses Memo, das laut Demokrat­en über Monate eine ange­bliche Ver­schwörungs­the­o­rie war, soll nun veröf­fentlicht wer­den. Dazu haben die Sen­a­toren abges­timmt: alle demokratis­chen Sen­a­toren waren dage­gen. Die Demokrat­en kämpfen derzeit darum, dass das nicht veröf­fentlicht wird. Es würde ein falsches Nar­ra­tiv entste­hen bzw. die Men­schen wür­den das völ­lig falsch einord­nen, wenn es veröf­fentlicht wer­den würde — sie wür­den es nicht ver­ste­hen.

    Die Berichter­stat­tung dazu kommt nicht mehr von ein­er Seite wie Bre­it­bart, die man ein­fach als Nazi­seite verunglimpfen kann. Es ist­der Sender Fox News, der das The­ma die let­zten Tage so groß aufge­tan hat. Zwar kon­ser­v­a­tiv, aber ser­iös. Und Sender und Medi­en wie Wash­ing­ton Post, NYT, CNN usw. müssen sich von Fox inzwis­chen sagen lassen, dass sie keine jour­nal­is­tis­chen Stan­dards mehr haben, son­dern den Clin­tons treu ergeben sind.

    Übri­gens nimmt das alles immer größere Dimen­sio­nen an. Inzwis­chen ist die Frage laut gewor­den, was mit Oba­ma ist: wann und was er wusste. Denn alles geschah unter der Oba­ma Admin­is­tra­tion. Und es sei prak­tisch unmöglich, dass dieser über so enorme Vorgänge nichts gewusst haben kann. Vor zwei oder drei Tagen wurde bekan­nt in diesem Zusam­men­hang, dass Oba­ma wohl eine Rechts­ber­atung kon­so­li­diert hat.

    Die Veröf­fentlichung der FISA Mem­os soll diese Woche kom­men. Inzwis­chen soll auch die erste Stelle im Weißen Haus darauf drän­gen. CNN und ihres­gle­ichen ver­sucht­en wieder mit Fake News abzu­lenken, indem sie Trump unter­stell­ten er habe den gegen ihn ermit­tel­nden Mueller gefeuert. Das wurde aber trotz Demen­ti ver­sucht, groß zu verkaufen.

    Wenn da nun wirk­lich eine so große Bombe platzt diese Woche, wie es zahlre­iche Sen­a­toren ver­laut­en ließen, dann dürften auch die europäis­chen und deutschen Medi­en blöd da ste­hen. Als völ­lig kor­rumpiert von einem pseu­do-linken Main­stream (pseu­do links, weil neolib­er­al und nur sehr gut getarnt). Die Glaub­würdigkeit dürfte dann völ­lig im Keller sein. Immer­hin sind es Schlag­worte, die eine enorme Dimen­sion ver­mit­teln; Kor­rup­tion, Amtsmiss­brauch, Geset­zesmiss­brauch, per­sön­liche Vorteil­nahme finanziell und von staatlichen Ein­rich­tun­gen, Geld­wäsche, Mord. Und das alles von der sich selb­st als höch­ste moralisch Instanz aufge­spiel­ten pseudolinken Ide­olo­gie.

    Das kön­nte das Aus für linke Medi­en und eine völ­lige Erneuerung der Demokrat­en mit sich brin­gen. Und alles, was in den USA passiert, schwappt hier rüber. Und es ist ja offen­sichtlich, dass der Staat auch hierzu­lande ein Selb­st­be­di­enungsladen gewor­den ist und die Bürg­er völ­lig aus­ge­beutet wer­den. Diese FISA Mem­os kön­nten dieser Ide­olo­gie auch hierzu­lande das Genick brechen. Daher: es ist wirk­lich span­nend, wie deutsche Medi­en reagieren wer­den. Man muss sich das auf der Zunge zerge­hen lassen: mith­il­fe des Deep States (wird bei Fox News auch so benan­nt) sollte ein Präsi­dent der USA, der nicht den Ide­olo­gien entspricht, demon­tiert wer­den.

  2. Erwäh­nenswert wäre die belehrernde Art unser­er Poli­tik­er und Jour­nal­is­ten.
    Wir belehren Trump/USA, England/Brexit, Chi­na, Russland/Putin, Ungarn/Orban, die Türkei mit Erdo­gan, Frankre­ich, Ital­ien, Griechen­land und viele mhr.
    Behlehrun­gen wur­den schon immer geschätzt, sie för­den Fre­und­schaften und Gemein­samkeit­en.
    Ein Lecker­bis­sen war der let­zte Besuch vom Bun­deskan­zler Sebas­t­ian Kurz, er durfte einen gut gefüll­ten Sack von Belehrun­gen mit­nehmen.
    Ironie Aus.

  3. Sie wür­den also schon sagen das Sie – und Ihre Mit­stre­it­er — sich um Fair­ness bemühen?

    • Definieren Sie Fair­ness. Ist es zum Beispiel fair, mit einem Brand­s­tifter darüber zu disku­tieren, ob er ein Haus in Brand steck­en darf, wenn man es im Gegen­zug in Ruhe löschen darf?

      • Fair­ness ist für mich das Bemühen um Anstand und Aufrichtigkeit. Kön­nen Sie da bei Trump und Ihren Mit­stre­it­ern Defizite erken­nen?

        • “Er hat sich bemüht…” ist eine For­mulierung, die für eine Absicht ste­ht, nicht für ein Ergeb­nis. Über Trumps Absicht­en wird mehr spekuliert, als über die Ergeb­nisse seines Han­delns. Da liegen für den deutschen Beobachter mit­tler­weile so viele Folien und Stereo­typen drüber, dass sein Bemühen kaum noch zu erken­nen ist. Was meine Mit­stre­it­er ange­ht, wen auch immer Sie damit meinen, unter­stelle ich natür­lich nur das Beste. Da Ihr Nick­name pro­facts lautet, möcht­en Sie dazu doch sich­er gern selb­st Pro­fun­des beitra­gen, anstatt sich mit mir über moralis­che Metabegriffe auszu­tauschen, oder?

        • “[…] Da Ihr Nick­name pro­facts lautet, …”

          Ach du meine Güte, da habe ich doch glatt ‘profi acts’ gele­sen und mich gefragt ob er/sie/es damit auf Exper­tise oder auf Gewerb­smäßigkeit hin­weisen wollte (wobei ersteres ja zumin­d­est inhaltlich nicht erkennbar war).

          Tztz, ich muss sorgfältiger lesen.

    • Troll.

      In aller Fair­ness gesagt.

      PS: Roger, das Mathe-Captcha ist nach wie vor viel zu ein­fach! 😉

  4. Als Trump im Novem­ber 2016 gewählt wurde, war ich zufäl­lig ger­ade in Dal­las, Texas. Ich hielt ihn eher für einen Clown, einen Sil­ber­löf­fel-Bub, dem man zuviel hat durchge­hen lassen im Laufe seines Lebens. Clin­ton allerd­ings ist eine Pes­tus Cor­rup­tus, und deshalb wurde Trump wohl auch gewählt — viele Amerikan­er has­sen Clin­ton aus ganz­er Seele (und dies zu recht), und erachteten Trump als das kleinere von zwei Übeln. Dur­chaus nachvol­lziehbar. Alle “nor­malen” Amerikan­er — also alle, die nicht “Irgend­was-mit-Medi­en” machen — die ich per­sön­lich ken­nen- und schätzen­gel­ernt habe zu dieser Zeit, haben für Trump ges­timmt. Aus­nahm­s­los alle. Und die waren alles andere, als die verblöde­ten “Deplorables”, als die sie von der krim­inellen Schreckschraube der Dems hingestellt wor­den waren.

    Anfangs hielt ich Trump daher für einen “Trotz-Präsi­den­ten”, anstatt eines “Liebes-Präsi­den­ten”. Allerd­ings hat er mich sei­ther pos­i­tiv über­rascht. Er ver­sucht doch tat­säch­lich und hart­näck­ig, seine Wahlver­sprechen umzuset­zen! Man stelle sich das nur ein­mal vor. 😉

    Was allerd­ings viele Nicht-Amerikan­er nicht ver­ste­hen, das ist, dass für die Amerikan­er — Dank der mehrjähri­gen Dauer-TV-Präsenz Trumps — ein Don­ald Trump ein Haushalt­sname und eine Marke ist. Jed­er ken­nt ihn und seine Sprüche. Er kann sagen, was er will, man ken­nt seine Art und erwartet auch nichts anderes von ihm. Sein­er Sprüche wegen ren­nen die Leute daher auch nicht schock­iert über die Berge. Er ist ein­fach nur ein “schrul­liger Onkel Bob”, wie ihn viele amerikanis­che Fam­i­lien ken­nen. Die Leute messen ihn daher nicht an seinen Sprüchen, son­dern an seinen Tat­en — und die gehen in die richtige Rich­tung.

    Die Linke in den USA ist demzu­folge auch völ­lig am Durch­drehen. Trumps Charak­tereigen­schaften und sein Mega-Ego kön­nen sie ein­fach nicht in Ablehnung im Volk ver­wan­deln, und da der Mann völ­lig schmerzbe­fre­it ist, gleit­et auch all der Dreck, mit dem ihn die Linken ständig bew­er­fen, wirkungs­los ab. Das ist schon bewun­derungswürdig. Immhin sind 91% aller Nachricht­en über Trump in der amerikanis­chen Presse stark neg­a­tiv gefärbt. Oba­ma hätte das keine drei Monate aus­ge­hal­ten. Trumps Poli­tik kön­nen die Linken eben­falls nicht effek­tiv gegen ihn in Stel­lung brin­gen, da Trumps Poli­tik grossen Wider­hall in der Bevölkerung find­et.

    Faz­it, solange Trump keine gravieren­den Fehler macht, und seine gegen­wär­tige Rich­tung beibehält, sehe ich beste Chan­cen für eine zweite “Spielzeit”.

  5. Da ich vor hat­te, auch mal was schlaues zu schreiben, habe ich mit vor­bere­it­en wollen und ver­sucht, einige tat­säch­liche Gründe zu find­en, Trump nicht zu mögen. Der erste Tre­f­fer bei Google ver­spricht die schlimm­sten sein­er Sprüche. Die Quelle schien auch akzept­abel, das Ham­burg­er Abend­blatt. Aber von den 15 gesam­melten sein­er Aus­sagen dort finde ich jet­zt keine beson­ders erwäh­nenswert.

    Den­noch geht es anders und zudem viel bess­er. Absolutes High­light war in dieser Beziehung in let­zter Zeit für mich im ÖR das Inter­view mit dem neuen Kan­zler unser­er kleinen Nach­bar­repub­lik bei Mais­chberg­er. Danke Herr Kurz, so geht das! Und deswe­gen mag ich auch Trump nicht, da man bei Kurz sehen kon­nte, wie viel bess­er man den Umgang miteinan­der — auch mit einem wenig wohlwol­len­den Men­schen — gestal­ten kann. Aber ich respek­tiere Trump, für seine Leis­tung für die USA und im Kampf gegen den islamis­chen Staat. Mögen tue ich ich nicht, aber let­ztlich ist das total schnuppe, (Anti-)Sympathie hier völ­lig fehl am Platz. Der Man macht seinen Job. Punkt.

  6. Unvergesslich ist mir die Front­seite der DIE ZEIT vom 6. Novem­ber 2016 als die US-Wahl von Don­ald Trump gewon­nen wor­den war. In den bei­den Artikeln hat es eine solche Dichte der Ansamm­lung von Beschimp­fun­gen und Verunglimp­fun­gen der Amerikan­er und des gewählten Präsi­den­ten bish­er noch nie gegeben. Seit­dem muss jed­er ZEIT-Artikel min­destens eine Invek­tive gegen Trump enthal­ten um das Wohlwollen des Mutimil­lionärs und Her­aus­ge­ber Joffe zu erhal­ten, der selb­st mit offen­em Hemd sich als Pro­le­tari­er geriert und es nicht ver­winden kann, dass diese dum­men Amerikan­er anders gewählt haben als der Herr über die Zeit es vorherge­sagt hat.

  7. Ich wün­sche mir eine zweite Amt­szeit für Trump, damit all diese Nie­manns bzw. diese zahllosen deutschen Nie­mande sich in ihren verzweifel­ten und gle­ichzeit­ig selb­st ent­lar­ven­den Kampf, gegen was auch immer, weit­ere 4 Jahre quälen müssen.

  8. Guten Mor­gen,
    ich schaue mir ja nun die öffentlich-rechtlichen Kom­men­ta­toren kaum mehr an. Auf n‑tv gibt’s da aber den Her­rn Peter Kleim, der min­destens ger­ade so viel Geifer pro­duziert, wenn ihm “eine Schuppe auf Her­rn Trumps Jack­et” auf­fällt. Das schöne beim Pri­vat-TV ist dann aber, wenn während der Anti-Trump-Tirade im Lauf­band der neue, wieder gestiegene Dow-Jones einge­blendet wird.
    Mit fre­undlichen Grüßen

  9. Guter Beitrag! Danke! Eine dif­feren­zierte Berichter­stat­tung wie diese bleibt jedoch der Mehrheit unser­er Bevölkerung voren­thal­ten. Das Flächen­bom­dard­e­ment der Main­stream-Medi­en zeigt nach­haltige Wirkung! Sei es “Flüchtlingskrise”, “men­schgemachter” Kli­mawan­del, Kernkraft, Trump und vieles Andere mehr. Gibt es eigentlich keine kon­ser­v­a­tiv­en Jour­nal­is­ten mehr? Ich habe den Ein­druck, das mehr oder weniger auss­chließlich linkslastige Schreiber­linge die 4. Staats­ge­walt beherrschen! Das Schlimm­ste jedoch: frech, selb­st­be­wusst und teil­weise kaltschnäuzig wird mit ober­lehrerhafter Attitüde (sehr häu­fig) nicht mehr zwis­chen Kom­men­tar und Nachricht unter­schieden. Das alles mit Deck­ung der Inten­dan­ten, der Fernsehrate und der Chefre­da­tio­nen. Der Recht­fer­ti­gung der eige­nen Polar­ität wer­den dann auch noch eigene Sende­for­mate gegeben. Wo ist die (jour­nal­is­tis­che Neu­tral­ität) Beruf­sehre dieser Men­schen geblieben? Dies gilt im Beson­deren den Pro­tag­o­nis­ten des ÖRR. Ich bin in großer Sorge über die Entwick­lung!

  10. Das Beste, was ich über die deutschen ÖR Medi­en gele­sen habe bish­er. Trifft auch auf SZ und die meis­ten Sudl-Blät­ter zu. Man sollte den Begriff “Schnit­zler-Jour­nal­is­mus” zu einem Fach­be­griff und einem geflügel­ten Wort machen und in den Duden aufnehmen.
    Nochmal: Dieser Artikel ist bester, kri­tis­ch­er, inves­tiga­tiv­er Jour­nal­is­mus.

    • Ehe ihr — sehr guter — Vorschlag es in den Duden schafft, wird er sich­er dreimal in Folge zum “Unwort des Jahres” gewählt 😉

  11. Das Video erin­nert mich wieder daran, warum ich mich mehr für Deutsch­land lei­der schäme als stolz sein zu kön­nen.

    Also zum Trump ist mir Fol­gen­des aufge­fall­en:
    — Trump ist kul­turell Arbeit­erk­lasse, das was man Neure­ich nen­nt. Sein Vater wuchs in Armut auf. Er spricht Unter­schicht­e­nenglisch.
    — Trump wirkt “jüdisch”

    Ich schwanke, was die Linken mehr stört. Wenn man sich die Beschrei­bung sein­er Anhänger ansieht, dann ist es v.a. alles, was an Armut erin­nert.

    Und dann ist da noch, dass spekuliert wird, Trump hätte schon öfter über­legt, zum Juden­tum überzutreten. Ob es stimmt oder nicht ist irrel­e­vant. Auf­fal­l­end ist aber, dass er, sag ich mal, “typ­isch” jüdis­che Eigen­schaften hat. Das “Tacheles” treibt unsere Jour­nal­is­ten in den Wahnsinn. Der geschäftige Prag­ma­tismus ist doch pöh kap­i­tal­is­tisch. Humor — unpräsi­den­tiell. Und ist seine Sex­ual­moral auf vik­to­ri­an­isch-christlichem Niveau? Zu allem Über­fluss sind zwei sein­er Kinder mit Juden ver­heiratet. Israel mag er auch noch. Schlimm. Ist so ein “Jude” über­haupt loy­al oder sollte man vor­sicht­shal­ber lieber monate­lang Rus­s­land­ver­schwörungs­the­o­rien spin­nen?

  12. 1) Fak­tum: Die Arbeit­slosigkeit der Schwarzen in den USA ist erst­ma­lig unter sieben Prozent gefall­en. Seit 45 Jahren gibt es Sta­tis­tiken über die immer viel zu hohe Arbeit­slosigkeit der Schwarzen, und jet­zt, 2018, liegt sie erst­ma­lig so niedrig wie noch nie.
    Woran liegt’s: “The gov­ern­ment stepped out of the way” (Ayn Rand). Präsi­dent Trump hat zig ein­schnürende Bes­tim­mungen gestrichen, die die Wirtschaft acht Jahre lang abgewürgt hat­ten, er hat die Höhe der Gewerbesteuern drastisch beschnit­ten, und er hat jene, die zu großen Teilen von der Wohlfahrt leben (die Schwarzen), dazu ange­hal­ten, es anders zu tun. Das Resul­tat liegt auf der Hand 🙂 , und es ist sehr pos­i­tiv. Man muss blind oder bescheuert oder gar bei­des sein, um das nicht zu sehen.

    2) Fak­tum: In Umfra­gen liegt die Zus­tim­mung just der Schwarzen zu Trump jet­zt dop­pelt so hoch wie 2016 während des vergifteten Wahlkampfs: Mehr als dreißig Prozent der Schwarzen unter­stützen jet­zt expliz­it Trump. Warum: Weil es ihnen real viel bess­er geht als unter allen irrealen demo­c­rat-Präsi­den­ten, währen Leute wie Kil­lary Clin­ton, die irre Max­ine Waters, die irre Nan­cy Pelosi und der irre Pseudo­jour­nal­ist Don Lemon (CNN) beständig schreien, dass Trump ein white suprema­cist, Ras­sist, Sex­ist und was son­st noch sei.

    3) Fak­tum: Die Amerikan­er (ja, die Amerikan­er, die große Mehrheit jeden­falls) sehen die Dinge erstaunlich real­is­tisch. Sie lassen sich wenig von Trumps viel zu vie­len Twit­tereien blenden, und sie acht­en nicht auf die jüng­ste ‘Enthül­lung’ vom Woch­enende (Trump hat­te eine Affäre vor zehn Jahren mit ein­er Porn­odarstel­lerin, während er mit Mela­nia ver­heiratet war). Obwohl diese ‘Enthül­lung’ groß durch alle linken Medi­en ging, inter­essiert sie das Pub­likum kaum. Warum: Weil Trump nicht gewählt wor­den ist, weil er ein Tugend­bold wie Pence wäre, son­dern weil man die Nase voll von z.B. der Nie­mannschen Unfak­tiz­ität, Maß- und Zügel­losigkeit usf. hat.
    Trump ist Unternehmer, darum wurde er gewählt. Weil er Trotz viel zuvie­len Twit­tergeschwätzes ein tüchtiger Unternehmer ist, manövri­ert er die USA aus der wirtschaftlichen Stag­na­tion her­aus, und außen­poli­tisch bügelt er derzeit Oba­mas und Kil­lary Clin­tons furcht­bare Fehler völ­lig aus.

    • Auch wenn Trump haupt­säch­lich gewählt wurde, weil er wenig­stens nicht Hillary Clin­ton ist: was am Ende dabei her­auskam, wenn die Regierung Trump denn etwas umset­zte (sehr lange hat sie nicht sehr viel gemacht — was der amerikanis­chen Wirtschaft übri­gens auch nicht schlecht­tat, die sich somit darauf ver­lassen kon­nte was die Regierung tat, näm­lich nichts), war in vie­len Fällen gar­nicht schlecht und im Fall der Steuer­reform her­vor­ra­gend. Der Dow Jones ist auf Reko­rd­hoch; viele große Unternehmen haben die Steuer­ent­las­tun­gen in Form von Boni, Gehalt­ser­höhun­gen und Neue­in­stel­lun­gen gle­ich an ihre Mitar­beit­er weit­ergegeben; auch wenn die Unternehmen den größten Teil der Steuern zahlen und somit in absoluten Zahlen auch die größte Steuersenkung bekom­men haben, haben sich durch­schnit­tliche Mit­tel­stand­samerikan­er doch über die größte rel­a­tive Senkung ihrer Steuern freuen kön­nen; Apple möchte sich gle­ich eine zweite Fir­men­zen­trale nach Austin/Texas hin­stellen; die Wirtschaft brummt, die Steuer­reform ist längst gegen­fi­nanziert, und alle haben mehr Geld.
      Jet­zt müßte sich Trump nur noch beim twit­tern vorher bess­er über­legen was er schreibt, und dabei nicht dauernd vergessen was er selb­st poli­tisch eigentlich wollte und das im fast näch­sten Tweet mit ein­er erneuten 180°-Wende wieder richtig­stellen — dann würde jed­er andere wahrschein­lich von den Medi­en als zweit­er Rea­gan gefeiert, nur Trump nicht.

      Was das per­sön­liche ange­ht, ver­gle­ichen die Leute wohl eher diese bei­den Bilder ihrer let­zten Präsi­den­ten und entschei­den aus dem Bauch her­aus:

      https://www.youtube.com/watch?v=UtePtc_l84g

      https://www.youtube.com/watch?v=waDiZR9gZ‑8

      Ob man sich über­haupt auf die “Nachricht­en” über die Affaire ver­lassen kann, haben viele bei der Menge an Trump-Bash­ing selb­st in den amerikanis­chen Medi­en wohl noch gar­nicht entsch­ieden: wer seine Frau betrügt, ist eine Dreck­sau; aber wieviel war noch mal an der Geschichte über die ange­bliche Ver­strick­ung mit Rus­s­land dran? Deswe­gen wer­den auch viele in dieser Geschichte zunächst ein­fach abwarten, bevor sie sie bew­erten, denke ich.

  13. Es ist beze­ich­nend für die deutschen ÖR-Medi­en, wenn sie sich Typen wie den Nie­mann hal­ten. Das ist Augstein(jr.) und Prantl, nur eben nicht gedruckt. Sehen wir zu Mais­chberg­er, Will und anderen Gestal­ten, die sind echt eine Schande. Die darf man nicht auf die Öffentlichkeit loslassen, schon gar nicht inter­na­tion­al.
    Was soll bloß das Aus­land über uns denken? Da haben wir Merkel, Schulz und andere Grün­rote, die sind schon schlimm genug. Wenn wir lange genug und entschlossen Wider­stand leis­ten, wer­den die sich alle einen neuen Job suchen kön­nen. Nur , wer will die schon?

    Danke für Ihren tollen Beitrag.

  14. Den deutschen Auto­bauern ist ein­er von der Größe der Nia­garafälle abge­gan­gen ob der Steuer­reform Trumps.
    Dazu kön­nen allerd­ings keine Scheißberg­er- oder
    Brei-mit-ill­ner- Talkrun­den abge­hal­ten wer­den. Für ein The­ma dieser Größe ist der Ver­stand zu klein.

    • Yepp.
      Noch was in dieser Hin­sicht: Apple investiert derzeit Mil­liar­den in den USA. Viele Mil­liar­den. Also wird die Arbeit­slosigkeit drastisch sinken und die Pro­duk­tiv­ität wird drastisch steigen.
      Was hat das mit Präsi­dent Trump zu tun: Die Regierung behin­dert nicht mehr die Wirtschaft, weswe­gen die Wirtschaft plöt­zlich wieder im Land selb­st investiert!, so ein­fach ist das.

      • Ich ver­mute eher, dass die USA-Admins real­isieren, dass sie gegen Chi­na langfristig wirtschaftlich den kürz­eren ziehen wer­den.

        Apples “Heim ins Reich” Streate­gie ist wohl die Kon­se­quenz hier­aus.

        Keine schlechte Idee, neben­bei ange­merkt…

      • Tre­f­fend, hier bei uns hat die Gän­gelei der Unternehmen Sys­tem — weiß ich aus EIGENER lei­d­voller Erfahrung. Ich bin kein Großun­ternehmer, habe nur einen kleinen Betrieb mit ein­er Hand­voll langjähriger dankbar­er Mitar­beit­er.

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