Stellen Sie sich vor, sie sitzen bei ein­er Pok­er­par­tie und haben gute Karten. Sie ahnen, dass Ihr Gegenüber ein lausiges Blatt hat, aber der grinst Sie nur an und erhöht die Ein­sätze. Ihnen geht langsam das Geld aus, aber sie gehen schließlich aufs Ganze und wollen sehen. Die Regeln sind klar, Karten auf den Tisch! Doch ihr Gegenüber grinst weit­er und zeigt seine Karten nicht. Sich­er, Sie gewin­nen! Der Ein­satz gehört Ihnen, aber Ihr Gegenüber behauptet frech, er habe gar nicht ver­loren, er habe nur eine Frist ver­stre­ichen lassen. Sein Blatt sei nach wie vor unschlag­bar, er zeigt es Ihnen aber nicht! Was nach einem ganz miesen Spiel klingt, ist die Real­ität. Der Spiel­er, der „sehen“ wollte heißt Tim­o­thy Ball, der Typ mit dem „geheimen Blatt“ ist Michael Mann und das „Spiel“ fand vor weni­gen Tagen am ober­sten Gericht von British Colum­bia in Kana­da statt. Fall Sie von dieser Par­tie bish­er nichts gehört haben, liegt das jedoch nicht daran, dass sie nur von „lokaler Bedeu­tung“ wäre. Die Bedeu­tung des Spiels ist groß, auch deshalb, weil sein Aus­gang ein aus Angst errichtetes Gebäude ins Wanken bringt und dessen Fun­da­ment sich ger­ade in Treib­sand ver­wan­delt hat: Die Mär vom auss­chließlich men­schengemacht­en Kli­mawan­del und ihre graphis­che Inkar­na­tion, die Hockeystick-Kurve.

Wie alles begann

Oben: Manns “Hock­ey­stick”, unten Balls Kli­makurve. Quelle: ccfsh.org

Michael Mann ist nie­mand anderes als der Vater dieser Hock­ey­stick-Kurve, ein­er Grafik der glob­alen Durch­schnittstem­per­atur, die seit tausend Jahren ange­blich nur so vor sich hin düm­pelte, bis der Men­sch mit der Indus­tri­al­isierung dafür gesorgt hätte, dass die Tem­per­atur ras­ant anstieg. Das sieht dann aus, wie ein Eishock­ey-Schläger, dessen Blatt in Rich­tung Kli­maka­lypse weist. Beweis erbracht, Panik erzeugt! Und das lange vor Gre­ta! Denn erst mal kam Al Gore, der die Kurve in seinem Film „Eine unbe­queme Wahrheit“ dra­matur­gisch ein­baute. Ein ex-Vizepräsi­dent der Demokrat­en zeigt uns in einem Oscar-prämierten Film ein Dia­gramm, von dem ein Wis­senschaftler sagt, es beruhe auf Dat­en und Fak­ten und Gore erhält dafür auch noch den Friedensnobelpreis…was kann da schon schief gehen!

Doch Wis­senschaft funk­tion­iert nicht so, es sei denn, sie fällt der Poli­tik in die Hände. Oder den Tatortreinigern und Türste­hern bei Wikipedia. Dort ist zu lesen, dass „…In der wis­senschaftlichen Lit­er­atur die grund­sät­zliche Kor­rek­theit des Hock­eyschläger-Dia­gramms nahezu durchge­hend bestätigt“ wurde. Das Wörtchen „nahezu“ ist putzig, weil es eine ganze Rei­he von Wis­senschaftlern gibt, die das ganz anders sehen. Zum Beispiel jene 386, die auf ein­er „speziellen Liste“ ste­hen, damit deren Arbeit­en nicht verse­hentlich im Fach­blatt „Nature“ erscheinen (Sie ahnen es sich­er: alles Leugn­er und Zwei­fler). Den Namen Tim Ball wer­den sie dort eben­so find­en wie den Physik­er Free­man Dyson oder den nieder­ländis­chen Umweltökonomen Richard Tol, der 2014 aus Protest gegen das Abgleit­en des IPCC in blanken Alarmis­mus den Weltk­li­marat ver­lassen hat. Tols Idee, die Men­schheit könne wegen des Kli­mawan­dels Anpas­sungs­maß­nah­men ergreifen, ver­schwand aus dem Zus­tands­bericht des IPCC.

Der Beweis der Hockeystick-Kurve bleibt aus

Was nun die wikipedieske These der „Bestä­ti­gung“ des Hock­ey­stick-Dia­gramms ange­ht, gibt es eine all­ge­mein anerkan­nte Meth­ode, der sich jede wis­senschaftliche Pub­lika­tion unterziehen muss, um (vor­be­haltlich später­er Fal­si­fizierung) als anerkan­nt gel­ten zu kön­nen: Peer-Review. Man muss sich gefall­en lassen, dass Fachkol­le­gen (nicht nur aus­gewählte) Dat­en und Meth­ode unter die Lupe nehmen und hof­fen, dass diese zu densel­ben Ergeb­nis­sen kom­men (Ver­i­fizierung). Die alchemistis­che Meth­ode, der Konkur­renz die eige­nen geheimen Formeln und Beschwörun­gen vorzuen­thal­ten, ist unzuläs­sig, eben­so wie das Behar­ren auf einem wie auch immer geart­eten “Kon­sens”. Wäre das anders, wür­den wir heute noch durch Unter­tauchen fest­stellen, ob eine Frau eine Hexe ist – das war näm­lich auch einst “wis­senschaftlich­er Konsens”.

Wer Hock­ey­stick-Kur­ven zeich­net, muss Dat­en, Algo­rith­men und die Hände vorzeigen, mit denen er bei­des in die gewün­schte Form geknetet hat. Wom­it wir wieder bei der Pok­er­par­tie vor dem kanadis­chen Gericht wären.

Tim­o­thy (Tim) Ball ist Wis­senschaftler, ein vor­lauter noch dazu und er tut das, was Wis­senschaftler nun mal so tun: er zweifelt. (Etwas, dass man auch am Inhalt des Wikipedia-Artikels über ihn tun sollte.) Er kam näm­lich bei der Auswer­tung der Kli­ma­dat­en der let­zten 2000 Jahre zu ganz anderen Ergeb­nis­sen als Mann. Für Mann und seine Hock­eykurve hat es sowas wie die römis­che War­mzeit, das mit­te­lal­ter­liche Kli­maop­ti­mum oder die „kleine Eiszeit“ nicht gegeben, was Ball dazu ver­an­lasste zu kalauern, Mann gehöre wohl eher in ein Staats­ge­fäng­nis als an die Uni­ver­sität von Penn­syl­va­nia (orig. “belongs in the state pen, not Penn. State“), was zwar schlagfer­tig und witzig ist, ihm jedoch eine Ver­leum­dungsklage von Mann ein­brachte, über welche nun entsch­ieden wurde.

Der Prozess

Um es kurz zu machen: der Prozess zog sich über Jahre hin und war für Ball nicht der einzige dieser Art. Erst 2018 wurde eine andere Klage gegen ihn abgewiesen. Das IPCC schickt seine Besten, um Ball sein frech­es Mundw­erk zu stopfen, was aber nicht son­der­lich gut gelin­gen will. Das Gericht in Kana­da jeden­falls wollte Ball Gele­gen­heit geben, seine Betrugs-Anschuldigun­gen zu beweisen und natür­lich auch Mann, diese zu wider­legen. Die Sache sei ganz ein­fach, Mann solle dem Gericht die Dat­en offen leg­en, die zu sein­er Hock­ey­stick-Kurve führten. Eine schon häu­fig gestellte Forderung, welch­er Mann bis­lang – wohl in guter Alchemis­ten­tra­di­tion – und auch vor Gericht nicht nachkam.

Thomas Lif­son drückt es in „Amer­i­can Thinker“ so aus: „Real sci­ence, not the pho­ny “con­sen­sus” ver­sion, requires open access to data, so that skep­tics (who play a key role in sci­ence) can see if results are reproducible.“ 

Mann weicht dem Vor­wurf der Geheimniskrämerei jedoch aus, er behauptet, es sei lediglich eine Frist ver­strichen. Balls Behaup­tung, Manns Algo­rith­mus würde immer einen Hock­eyschläger auswer­fen, ganz gle­ich, wom­it man ihn füt­tere, kon­nte Mann so jedoch nicht wider­legen. Was das für Schlüsse über den Algo­rith­mus oder die Dat­en oder Manns Meth­o­d­en zulässt, darüber mag sich jed­er eigene Gedanken machen.

Es darf angenom­men wer­den, dass Mann, dessen Rolle in der Kli­makirche noch am ehesten mit einem Evan­ge­lis­ten oder Kirchen­vater zu ver­gle­ichen ist, sich die Gele­gen­heit kaum hätte ent­ge­hen lassen, einem frechen „Kli­maleugn­er“ die wahre Botschaft der Apoka­lypse gerichtlich in die Vita ein­bren­nen zu lassen. Doch er kon­nte es nicht, weil er offen­bar um sein „mieses Blatt“ wusste und so nicht nur den Prozess ver­lor, son­dern auch noch die Gericht­skosten tra­gen muss. Seine wis­senschaftliche Glaub­würdigkeit ist längst dahin, auch wenn die Kli­makirch­ler ihn immer noch als Helden verehren.

Wie lange noch?

Seit ihrer ersten Pub­lika­tion 1998 ist die „Hock­ey­stick-Kurve“ als Folter­w­erkzeug der Selb­st­bezich­ti­gung fes­ter Bestandteil der prophezeit­en Kli­ma-Apoka­lypse. Das Zus­tandekom­men dieser Kurve scheint aber einem Wun­der zu ver­danken zu sein, dass sich nur in der Gegen­wart Manns man­i­festierte. Repro­duzieren lässt es sich offen­bar nicht. Auch wenn die ominöse Kurve heute anderen „Kli­mawun­dern“ Platz macht und nicht mehr so oft als „knall­har­ter Beweis“ herange­zo­gen wird, ist sie doch ein entschei­den­der Aus­lös­er ein­er sich ins Uner­messliche steigern­den pseudore­ligiösen Panik, die ganze Volk­swirtschaften zu ver­schlin­gen dro­ht. Kli­made­bat­te, Energiewende, Schul­streiks, Sozial­is­tis­che Tagträume, Flugscham, Autoscham, Fleis­chscham, Verzicht auf Kinder…die Liste ist endlos.

Doch wenn nach der gefälscht­en „97%-Cook-Studie“ nun schon der zweite Grün­dungsmythos als Betrug (O‑Ton Trump: Hoax) ent­tarnt ist, wann bricht die ganze Hys­terie endlich und endgültig in sich zusam­men? Wann kehren wir endlich zu dem guten Prinzip zurück, dass Zweifel keine Ket­zerei, son­dern Mit­tel der Erken­nt­nis ist? Wann erken­nen wir wieder an, dass poli­tis­ch­er „Kon­sens“ den Tod wis­senschaftlich­er Neugi­er bedeutet? Wann treten wir endlich einen Schritt zurück und betra­cht­en das ganze Bild? Wann erken­nen wir an, dass es nicht darum gehen kann, der Erde eine willkür­lich aus­gedachte „Wohlfühltem­per­atur“ zu ver­passen, son­dern jed­er Verän­derung im Kli­ma mit Anpas­sung zu begeg­nen, während wir gle­ichzeit­ig men­schlich­es Fehlver­hal­ten abstellen, dessen Auswirkun­gen heute gern pauschal dem Kli­mawan­del zugeschla­gen werden?

Die Küsten­ero­sion lässt die Hauptin­sel Fid­jis „versinken“, nicht ein Anstieg des Meer­esspiegels und eine beliebige kor­rupte und klep­tokratis­che Regierung in Afri­ka treibt mil­lio­nen­fach mehr Men­schen in die Flucht, als es der Kli­mawan­del je kön­nte. Ja, der Kli­mawan­del ist real, das war er immer. Was uns die Hock­ey­stick-Kurve und ihr Erfind­er aber einre­den wollen, ist das genaue Gegen­teil. Die Sta­bil­ität wurde zum Nor­malzu­s­tand erk­lärt und die Verän­derung zur Katas­tro­phe. Wenn das kein Grund zum kalauern ist: Klimaleugner!

Ein Optimist ist ein Pessimist, der die Finger von Google lässt

Schaut man sich das man­gel­nde medi­ale Echo auf das Gericht­surteil in Kana­da an, kön­nte man jedoch verzweifeln. Über­all Schweigen im Walde. Mit Aus­nahme einiger klein­er Jour­nale und Blogs in den USA und Kana­da (hier, hier und hier) ist die Nieder­lage Manns keine Mel­dung wert, dabei ist die Trag­weite noch gar nicht abzuschätzen. Zwanzig Jahre „Kli­maforschung“ in eine einzige, verengte Rich­tung ste­hen auf der Kippe und mit ihnen hun­derte Mil­liar­den Euro und Dol­lar, die teils schon aus­gegeben wur­den, teils zuge­sagt sind. Kli­maak­tivis­ten schwänzen die Schule oder ver­richt­en ihre Not­durft im Auf­trag der Wel­tret­tung auf Renn­booten in Eimern – und das alles für nichts und wieder nichts!

Bedenkt man, wie viel für Aktivis­ten und Prof­i­teure der Klimahys­terie auf dem Spiel ste­ht, war Manns Gegen­wehr vor Gericht – die ja die Gegen­wehr des gesamten Kli­ma-Estab­lish­ments hätte sein müssen – ger­adezu erbärm­lich schwach. Das aus­bleibende Medi­ene­cho zeigt jedoch wieder ein­mal, dass es in der Kli­made­bat­te längst nicht mehr um Fak­ten geht, auch nicht um gerichts­feste. Die Medi­en hecheln nun schon seit min­destens zwei Jahrzehn­ten so begierig der Apoka­lypse ent­ge­gen, dass man sich die Entschuldigung­s­texte gar nicht aus­denken mag, welche die Kle­ber­cläuse und Gause­gun­du­las vom Teleprompter able­sen müssten, würde der ganze Kli­mazirkus in sich zusam­men­brechen: „Ähm, ‘tschuldigung, war gar nicht so schlimm wie wir immer sagten, wir hat­ten da einen kleinen Fehler bei der Grundannahme…sorry“. Und weil das nie geschehen wird, wer­den die Zuschauer von Lesch & Lanz nichts vom Urteil eines kanadis­chen ober­sten Gerichts erfahren und auch nichts von sein­er Trag­weite. Tim Ball rief „Der Klimagott ist tot“, dessen Vertei­di­ger Michael Mann schwieg und kein­er hat etwas mitbekommen.

Und nun das Wet­ter. Heute 32 Grad in Deutsch­land, die Kli­makatas­tro­phe ist da! Wir wer­den alle ster­ben! Mea Cul­pa! CO2-Steuer jetzt!

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74 Kommentare

  1. Nur mal eine Frage: Was hat die Ver­leum­dungsklage mit Manns “Hock­ey­stick” zu tun? Die wis­senschaftliche Kor­rek­theit kann ein Gericht nicht klären, zudem wurde dies bere­its von ein­er durch die NSF ein­gerichtete Kom­mis­sion vor Jahren schon gek­lärt und weit­ere Rekon­struk­tio­nen bele­gen die Kor­rek­theit der Mannsche Arbeit von 1998. Zudem ist eben­so klar, dass vom “Hock­ey­stick” die Klimapro­jek­tio­nen für die Zukun­ft nicht abhän­gen, denn diese sind ja physikalisch determiniert.

    • Sie schreiben: ‘Zudem ist eben­so klar, dass vom „Hock­ey­stick” die Klimapro­jek­tio­nen für die Zukun­ft nicht abhän­gen, denn diese sind ja physikalisch determiniert.’

      Die Pro­jek­tio­nen sind Ergeb­nisse von Sim­u­la­tion­s­mod­ellen, die keineswegs gle­iche Ergeb­nisse liefern. Also kann man wohl kaum von ein­er physis­chen Deter­miniertheit sprechen, son­dern von der Erwartung, wie die Mod­el­lier­er sich die zusam­men­hänge ein­schließlich der Para­me­trierung vorstellen. Also eher ein Prob­lem, dass aus hal­b­ver­stande­nen Sachzusam­men­hän­gen und ide­ol­o­gis­chen Prä­gun­gen funk­tion­iert. Bei chao­tis­chen Sys­te­men spricht man übri­gens höchst bed­ingt von ein­er Determiniertheit.

      • Hal­lo Herr Landvoigt,

        Kli­mamod­elle sind aber nun­mal physikalisch deter­miniert, wenn man diese nur zum Spaß macht und nur Phan­tasievorstel­lun­gen der Mod­el­lier­er umset­zten würde, wäre das ein teur­er Spaß. Ich hoffe für Sie, sie sind nicht von der Sorte Men­sch, er ern­sthaft daran glaubt.
        Warum zeigen die Mod­elle trotz deter­minierten Gle­ichun­gen im Detail unter­schiedliche Ergeb­nisse? Das liegt an der Mod­elltiefe, also dem Grad, welche Przesse im Kli­masys­tem noch physikalisch behan­delt wer­den, und an dem nix­ht­lin­earen, also chao­tis­chen Ver­hal­ten, des Sys­tems und des Gle­ichungssatzes. Es ist aber auch offen­sichtlich, das diese Unter­schiede ver­rnach­läs­sig­var sind, denn alle Mod­elle ergeben einen Tem­per­aru­ranstieg bei Steigerung des CO2 um mehrere 100 ppm. Dieser Prozeß dominiert gegenüber dem chao­tis­chen Rauschen und Unter­schieden in der Mod­elltiefe, zudem ist dieser Effekt ja auch physikalisch leicht zu erk­lären und ist ohne kom­plexe Mod­elle zu erwarten.

  2. Meine wesentlichen Erken­nt­nisse zu der The­matik (von der ich in natur­wis­senschaftlich­er Hin­sicht zugegeben­er­maßen wenig Ahnung habe):

    1. Die unsägliche Pro­pa­gan­da geht nicht von den sog. Kli­maleugn­ern (blödes Wort; nie­mand leugnet das Kli­ma), son­dern von der anderen Seite aus. Man schaue sich nur die Ver­sion­s­geschichte der Ein­tra­gun­gen zu Tim Ball in der deutschen Wikipedia an. Da hat doch tat­säch­lich jemand die Kor­rek­tur „kri­tis­che Organ­i­sa­tio­nen bezüglich des Men­schen gemacht­en Kli­mawan­dels“ gestrichen und die bish­erige Beze­ich­nung „Kli­maleugn­er“ für kor­rekt gehal­ten. Ger­ade die Diskus­sion in Wikipedia ist sehr aufschlussreich.

    2. Angesichts der Prozesskosten in Mil­lio­nen­höhe für einen läp­pis­chen Ver­leum­dungsstre­it schaue ich als deutsch­er Recht­san­walt mit einigem Neid nach Kanada. 

  3. Ermit­tlertech­nisch gese­hen ist die Sit­u­a­tion M. Mann derzeit wie fol­gt zusammenzufassen:
    — Prozess­dauer ca. 9 Jahre –> sehr hohe Prozesskosten (ich weiß es nicht, aber ich denke es wer­den mehrere Mil­lio­nen $ sein) die der Ver­lier­er (M. Mann) tra­gen muss
    — von M. Mann keine “frist­gerechte” Ein­re­ichung der Dat­en (Daten­ba­sis und Algo­rith­mus) trotz Auf­forderung des Gerichts (Zeit hat­te er ja mehr als genug)
    — Seine (M. Mann) Rep­u­ta­tion als Wis­senschaftler ste­ht aufs Spiel
    — M. Mann ver­passt die ein­ma­lige Gele­gen­heit den Zwei­flern und Kri­tik­ern sein­er Kurve die Richtigkeit der Kurve zu beweisen
    — M. Mann ver­liert gegen ein­er sein­er schärf­sten Wider­sach­er, was eine unge­heure Schmach sein muss.

    Nun stellt sich die Frage welche Motive kön­nte ein Men­sch haben der so etwas tut:
    — Motiv 1: Die Kurve wurde wurde frisiert und basiert wissentlich auf falschen Dat­en und/oder Annahmen
    — Motiv 2: M. Mann hat soviel geistiges Eigentum/Algorithmus in der Kurve, welch­es er es um nichts der Welt preis­geben möchte. Hier stellt sich wiederum die Frage, wieso er es sich nicht paten­tieren lässt und mit einem Copy­right versieht?
    — Motiv 3: M. Mann ist (psy­chisch) krank und tut dies aus uns unerk­lär­lichen Gründen.
    –> Vielle­icht fall­en hier jeman­den noch weit­ere Motive ein…

    Unter dem Strich und rein objek­tiv und ohne Emo­tion betra­chtet ist derzeit Motiv 1 das nahe­liegen­ste. Somit ste­ht der Ver­dacht ein­er “frisierten” Kurve von M. Mann im Raum.
    Nun sollte man ver­suchen sich dabei auch in M. Mann sein­er Zwick­müh­le hineinzu­ver­set­zen (Ich denke der Fehler T. Ball zu verk­la­gen bereut M. Mann heute zutiefst):
    Bevor ich an sein­er Stelle wissentlich manip­ulierte Dat­en veröf­fentlichen würde, wohlwis­send dass diese ein­er Prü­fung nicht stand­hal­ten, dann halte ich mich lieber bedeckt und nehme das kleinere o.g. Übel (Geld­ver­lust und angekratztes Image) in Kauf.
    D.h. der Stre­it über die Kurve geht weit­er und weil es ja auch keine Gegen­be­weise gibt, dass diese Kurve tat­säch­lich manip­uliert wurde, wird es zu kein­er Ruhe darüber in der Welt kom­men und die großen Geldge­ber, die Unsum­men in die CO2- Kam­pagne gesteckt haben, haben eine bessere Chance daran weit­er zu prof­i­tieren (da auch die großen Medi­en daran fes­thal­ten wer­den). Und es wird ver­bis­sen und hart­näck­ig weit­er ver­sucht andere kri­tis­che Wis­senschaftler und Kri­tik­er weit­er zu dif­famieren und als Ver­schwörungs­the­o­retik­er zu verunglimpfen. 

    Let­z­tendlich ist es eine Frage der Zeit und des Geldes wie lange es braucht bis so ein Kon­strukt in sich zusam­men­fall­en würde bzw. in der bre­it­en Öffentlichkeit nicht mehr halt­bar ist.

    Ich denke die Sache mit dem Main­stream ist, dass es sehr angenehm und leicht sein kann da mitzuschwim­men und Men­schen auch gut Halt (an ihrem ide­olois­chem Welt­bild) geben kann und es viel mehr Arbeit macht die Dinge zu hinterfragen.
    „Der Weg zum Glauben ist kurz und bequem, der Weg zum Wis­sen lang und steinig.“ — Ernst Stuhlinger

    Jed­er hat ein Recht sich zu äußern, aber dann soll man, wenn man keine Beweise oder unwider­leg­baren Dat­en für diese Aus­sagen hat, in sein­er Welt weit­er­leben aber nicht ‑wie es der Main­stream macht- dies als einzig gültige Wahrheit verkauft und ander­s­denk­ende denun­ziert. Das ist eigentlich das das was mich an der ganzen Sache aufregt. Ich bin ein frei und logisch denk­ender Men­sch und brauche keinen Mei­n­ungszwang bzw. DDR 2.0, ich kann mir meine Mei­n­ung selb­st bilden.

    • Als Nicht­fach­mann angesichts der Fülle von Für und Wider fasse ich das alles fol­gen­der­maßen zusam­men: ein chao­tis­ches Sys­tem kann man nicht vorher­sagen (Schmetter­lingsef­fekt), es wurde bewiesen, dass gel­o­gen und bet­ro­gen wurde (cli­mate­gate), der s. g. men­schengemachte Kli­mawan­del wird ange­boten wie Sauer­bier, wobei jed­er Kri­tik­er auch noch niedergeschrien wird, an den wahrschein­lich sinnlosen Gegen­maß­nah­men ver­di­enen sich einige Wenige dumm und däm­lich. Mehr brauche ich im Grunde nicht, um die ganze Sache einzuord­nen, obwohl ich gerne mehr hätte. Wenn CO2-Ver­mei­dung das Einzige ist, was die anzu­bi­eten haben in Anbe­tra­cht der schä(n)dlichen Ein­griffe in die Natur, dann kann man nur den Kopf schütteln.

    • In der Sache sind wir ein­er Mei­n­ung. Nur eine Anmerkung zum Zitat: „Der Weg zum Glauben ist kurz und bequem, der Weg zum Wis­sen lang und steinig.“ 

      Sich­er gibt es eine zu recht kri­tisierte Bequem­lichkeit, irgend was für wahr zu hal­ten, auch wenn es dazu keine hin­re­ichen­den Belege gibt. Aber es sollte klar sein, dass sich wis­sen nicht immer mit beliebig viel Mühe erre­ichen lässt. Wir wis­sen heute eine ganze Menge zur Atmo­sphären­physik, und es ist müh­sam, sich dieses Wis­sen anzueignen. Aber das beste Wis­sen bleibt hier stark begren­zt und unzure­ichend, belast­bare Zukun­ft­sprog­nosen oder zuver­läs­sige Sim­u­la­tion­sszenar­ien zu entwick­eln — und das gilt im Beson­deren vor die weltbesten Experten heute und mor­gen, nicht nur für mich. Einige Alarmis­ten geben das sog­ar zu und erk­lären, dass eben die Zeit zu knapp ist, und darum trotz unzure­ichen­den Wis­sens ein Han­deln heute erforder­lich sei. Glauben sei darum eine Notwendigkeit, wenn man das Wis­sen eben nicht erre­ichen könne. Dies aber ist in dop­pel­ter Hin­sicht falsch:

      1. Wenn der Sachver­halt eben ein völ­lig ander­er ist, wer­den mit völ­lig falschen Maß­nah­men nur Mit­tel ver­schwen­det oder gar Schaden angerichtet. 

      2. Selb­st wenn man den Alarmis­ten so weit glaubt, so sind doch die hier propagierten Maß­nah­men völ­lig unzure­ichend, das ver­meintliche Prob­lem wirk­sam zu lösen.

      • Sich­er assozi­iert der Begriff cli­mate denier oder con­trar­i­an eine Vorverurteilung, die eine öffentlichen Diskus­sion erschw­ert. Aber bedenken Sie dabei, dass die öffentliche Diskus­sion zu dem eigentlichen The­ma – näm­lich die Zusam­men­hänge und Risiken beim Kli­mawan­del — gar nichts sub­stantielles beitra­gen kann. Dies kann nur die Wis­senschaft, die sich darum küm­mert. Möglicher­weise wer­den von der Öffentlichkeit leicht­fer­tig Per­so­n­en oder Wis­senschaftler als cli­mate denier oder con­trar­i­an belegt. Aber defin­i­tiv trifft dies nicht für die pop­ulärsten und ein­flußre­ich­sten Vertreter dieser so beze­ich­neten Per­so­n­en­gruppe zu. Denn Per­so­n­en wie Hap­per, Lindzen, Singer oder Ball befind­en sich mit ihren Argu­menten zweifel­los außer­halb der wis­senschaftlichen com­mu­ni­ty. Von daher übernehmen die Öffentlichkeit und beson­ders die Medi­en mit der Beze­ich­nung dieser Per­so­n­en als cli­mate denier oder con­trar­i­an nur eine (manch­mal schon von zig Jahren erfol­gte) Bew­er­tung durch die Wis­senschaft in dem Sinne, dass die Argu­mente dieser Per­so­n­en auf­grund unzure­ichen­der, fehler­hafter oder gar fälschen­der wis­senschaftlichen Meth­o­d­en als unqual­i­fiziert bew­ertet wur­den. Cli­mate denier/contrarian zeich­nen sich vor allem dadurch aus, dass Sie als unbelehrbar gel­ten und nur ihre Argu­mente sehen, also das totale Antibeispiel für aufgeschlossene Wis­senschaftler darstellen.

        • Sem­mel­weiss befand sich einst auch auch “zweif­fel­los” außer­halb der wis­senschaftlichen Community.
          Im Zusam­men­hang mit dem Kli­ma wird aber auch mit Prog­nosen gear­beit­et, die sich eben nicht ver­i­fizieren oder fal­si­fizieren lassen. Wenn ein Herr Latif einst verkün­dete, in 12 Jahren würde in Nord­deutsch­land Snee Geschichte sein und er dann nach 12 Jahren angesichts pass­abler Schneemassen darauf ange­sprochen seine Prog­nose auf 50 Jahre erhöhte, lässt mich das als physikalis­chen Laien (aber mit wis­senschaftlich­er The­o­riebil­dung und Wis­senschafts­geschichte Ver­trautem) doch aufhorchen. Übri­gens: Auf ein­er geführten Berg­wan­derung in der Nähe von Ober­gur­gl hat uns unser­er Wan­der­führer berichtet, dass vom 12. bis 15. (oder 16.) Jahrhun­dert bis in die Nähe der Wild­spitze keine Gletsch­er vorhan­den waren. Er berief sich auf meine Nach­frage auf die Uni­ver­sität Inns­bruck. Die Men­scheit ist nicht aus­gestor­ben und die Erde nicht ver­bran­nt, wie es jet­zt für die Erde jeden Fre­itag von ein­er mit Agit­prop (die sprach­liche Dik­tion bewegt sich im Rah­men von DKP und KBW, also der Kern­truppe der Linken in Ham­burg) bestens ver­traut­en Wel­tret­terin auf dem Ham­burg­er Rathaus­markt etwa ab 12:30 verkün­det wird — vor inzwis­chen erhe­blich geschrumpftem Publikum.
          Wenn Ball u. a. sich also längst außer­halb der wis­senschaftlichen com­mu­ni­ty befind­en, warum hat Mann dann über­haupt gegen ihn geklagt und ist dann nicht gle­ich mit seinen method­is­chen Ansätzen, Dat­en und Algo­ry­th­men sofot vor Gericht getretwen, um Ball den endgülti­gen Todesstoß zu ver­set­zen? Warum hat er ander­er­seits — nach­dem seine Klage abgewiesen wurde — nicht ein­fach gesagt, Ball sein als Wis­senschaftler eh dis­qual­i­fiziert, dass sich der Aufwand nicht mehr lohne. Warum hat er dann aber nicht die Klage wegen Belan­glosigkeit des Beklagten zurück­ge­zo­gen und damit doch einiges Geld gespart?
          Und noch etwas, bevor ich mich wieder (endgültig) zurückziehe: In den Nau­r­wis­senschaften — sofern sie nicht dem Lysseko­is­mus (dies ist über­tra­gen gemeint) unter­liegen — kann ein einziger Beweis ein The­o­riege­bäude zum Ein­sturz brin­gen. Eine Abstim­mung inner­halb der wis­senschaftlichen com­mu­ni­ty (Gemein­schaft), die hier immer wieder als are­opag beschworen wird ist irrel­e­vant. Die Kli­madiskus­sion ist aber keine reine natur­wis­senschaftliche Diskus­sion, weil hier mit der Entwick­lung in der Zukun­ft und der Ver­gan­gen­heit operiert wird. Hier spie­len in der tat bes­timmte men­tale Dis­po­si­tion des Beobachters und Kreation­is­ten von Com­put­er­mod­ellen etc. eine erhe­bliche Rolle. Man schaue hierzu in die ein­schlägi­gen wis­senschaft­s­the­o­retis­chen Werke (Wikipedia ist hier “nicht hil­fre­ich”). Ob man den “men­schengemacten” Kli­mawan­del als Katas­tro­phe ansieht oder Chance (auch dies ist möglich), hängt von dem Zweck ab, den man ver­fol­gt: Für diejeni­gen, die ein total­itäres Sys­tem “zum Wohle der Men­schheit” erricht­en wollen (für eine Öko-Dik­tatur wurde ja jüngst in der SZ schon plädiert) , also ihre Macht­gelüste ausleben wollen sind Katas­tro­phe und “men­schengemacht” ein Muss. Zu gewis­sen Zeit­en in Europa — und, wie man inzwis­chen weiß, auch ander­swo — waren Geißeln, wie Pest und Dür­ren immer das Ergeb­nis men­schlich­er Sün­den, egal ob gegen den christlichen, mus­lim­is­chen, ani­mistis­chen etc Gott.

          • „Sem­mel­weiss befand sich einst auch auch „zweif­fel­los” außer­halb der wis­senschaftlichen Community.“ 

            In der Kli­maforschung gibt es ja auch nach wie vor Fortschritte, aber nicht durch deniers, die ja die vielfach ver­i­fizierten Grund­la­gen anzweifeln. 

            Und wenn Sie schon Rosi­nen pick­en, müssen Sie auch die Frage beant­worten, wieviele Leute sich zur Zeit Sem­mel­weis außer­halb der wis­senschaftlichen Com­mu­ni­ty befan­den und Dinge behauptet haben, die sich als falsch erwiesen haben, der Anteil ist wesentlich höher aber erlangte keine Berühmtheit. Cli­mate denier behaupten ja keine rev­o­lu­tionär neue Dinge, die einen Par­a­dig­men­wech­sel ein­leit­en kön­nten, son­dern reit­en auf bere­its vor Jahren wider­legten Behaup­tun­gen rum.

        • Wir reden von einem poli­tis­chen The­ma. Sie aber schreiben: ‘dass die öffentliche Diskus­sion zu dem eigentlichen The­ma – näm­lich die Zusam­men­hänge und Risiken beim Kli­mawan­del – gar nichts sub­stantielles beitra­gen kann.’ Das ist nicht nur falsch, son­dern undemokratisch. Natür­lich geht es ein­er­seits darum, dass man ddie Wäh­ler davon überzeu­gen will, dass wir ein men­schengemacht­es Klimaprob­lem hät­ten, bei dem man schnell han­deln müsse. Wenn dann dies mit betrügerischen Mit­teln erre­icht wer­den soll, dann ist das höchst sub­stanziell für die Debat­te. Fern­er geht es um Mei­n­ungs­mache, und um den Mei­n­ungs­geg­n­er zu diskred­i­tieren. Das ist hier Kernpunkt.

          ‘Denn Per­so­n­en wie Hap­per, Lindzen, Singer oder Ball befind­en sich mit ihren Argu­menten zweifel­los außer­halb der wis­senschaftlichen com­mu­ni­ty.’ Das ist völ­liger Quatsch.

          ‘… Bew­er­tung durch die Wis­senschaft in dem Sinne, dass die Argu­mente dieser Per­so­n­en auf­grund unzure­ichen­der, fehler­hafter oder gar fälschen­der wis­senschaftlichen Meth­o­d­en als unqual­i­fiziert bew­ertet wur­den.’ Auch das ist völ­liger Quatsch. Nachgewiesen wurde vor allem, dass Michael Mann keine Nach­weise für seine Wirkungsre­iche Grafik erbrachte. Er muss damit als unqual­i­fiziert bew­ertet wer­den. Anson­sten bew­ertet die Wis­senschaft gar nichts, denn die Wis­senschaft ist ein Satz von Meth­o­d­en. Men­schen bew­erten, und kön­nen sich ggf. irren. Eine Com­mu­ni­ty ist auch nicht so homogen, dass man diese als Autorität beze­ich­nen kön­nte. Die Fälle, in der sich die Mehrheit­en der wis­senschaftlichen Com­mu­ni­ty irrten, sind zahlreich.

          • Sie wollen wis­senschaftliche Erken­nt­nisse durch eine demokratis­che Abstim­mung festschreiben? Das ist so als wür­den Sie über die Lösung ein­er Dif­f­en­tial­gle­ichung eine Grund­schulk­lasse abstim­men lassen. Ist ja wohl völ­lig klar, dass man durch Mehrheits­denken nie erfol­gre­ich Wis­senschaft betreiben kann. Wis­senschaftliche Erken­nt­nisse entste­hen durch Wis­sen und Methodik, was man durch einen wis­senschaftlichen Bil­dungsweg erlangt, der leis­tung­sori­en­tiert und selek­tiv ist, nicht durch pop­uläres Palav­ern von jed­er­mann ohne nachgewiesene Vorbildung.

            • Was soll denn das für ein selt­samer Strohmann sein. Wir reden von einem poli­tis­chen The­ma — keineswegs von ein­er rein akademis­chen Diskus­sion über wis­senschaftliche Erken­nt­nisse. Im übri­gen man­gelt es hier deut­lich an der Erkennbarkeit. denn im Gegen­satz zu ein­fachen funk­tionalen Zusam­men­hän­gen haben wir chao­tis­che Sys­teme, dessen Ver­hal­ten nicht sich­er vorher­sag­bar ist.

          • Lieber Herr Landvoigt, 

            die Frage, wieviel das Kli­ma durch Treib­haus­gase bee­in­flusst wird, ist zweifel­los keine poli­tis­che Frage, son­dern eine wis­senschaftliche. Die Grund­lage für eine poli­tis­che Diskus­sion über die Risiken eines anthro­pogen bee­in­flussten Kli­masys­tems ist eben­falls zweifel­los wis­senschaftlich zu klären. Wenn Ihre Beiträge in ein­er poli­tis­chen Diskus­sion den wis­senschaftlichen Erken­nt­nis­stand wider­sprechen, so haben Sie ihre Mei­n­ung zu kor­rigieren. Ein Beispiel:

            “Im übri­gen man­gelt es hier deut­lich an der Erkennbarkeit. denn im Gegen­satz zu ein­fachen funk­tionalen Zusam­men­hän­gen haben wir chao­tis­che Sys­teme, dessen Ver­hal­ten nicht sich­er vorher­sag­bar ist.”

            Dies ist zweifel­los eine Behaup­tung, die ein­er wis­senschaftlichen Unter­suchung zugrunde liegen muss. Nun ist aber die Sit­u­a­tion so, dass das Kli­masys­tem nicht völ­lig chao­tisch ist, son­dern auch ein­fache Zusam­men­hänge zeigt. Ihre Prämisse ist also gar nicht ein­deutig gegeben und damit ihre Schluß­fol­gerung auch nicht. 

            Kön­nen Sie mir also den Sinn Ihrer wis­senschaftlich unsin­ni­gen Aus­sage in ein­er poli­tis­chen Diskus­sion erk­lären? Ich hätte da eine Erk­lärung, aber erk­lären Sie mir es bitte.

  4. Auch wenn deutsches Recht hier keine Anwen­dung find­et, kann ich mir doch vorstellen, dass es in Kana­da ähn­lich ist. Nach deutschem Recht muss der­jenige, der eine Behaup­tung auf­stellt (hier: Ball) geeignete Anhalt­spunk­te dafür dar­legen, dass seine Behaup­tung wahr ist. Tut er dies nicht, läuft er gefahr, den Prozess zu ver­lieren. Die Tat­sache jedoch, dass Mann keine Beweise für die Richtigkeit sein­er The­o­rie vor­legen kon­nte und er deswe­gen den Prozess kostenpflichtig ver­loren hat, spricht meines Eracht­ens dafür, dass er nach kanadis­chem Recht offen­bar beweis­be­lastet war. Die ein­fach­ste Möglichkeit, für Mann wäre es gewe­sen, nachzuweisen, dass die Behaup­tun­gen von Ball unwahr sind. Dies hat er inner­halb ein­er ihm obliegen­den Frist offen­bar nicht getan und nach kanadis­chem Recht den Prozess ver­loren. Daraus fol­gt zwar nicht zwin­gend, dass die Behaup­tun­gen von Ball zutr­e­f­fend sind, jedoch erscheint es doch selt­sam, dass Mann sowohl seine Ehre als auch eine Menge Geld (Prozesskosten) weniger wert waren, als die Veröf­fentlichung sein­er ange­blichen Beweise der Unrichtigkeit der Behaup­tung des Ball.

    • Sehe ich auch so. Darum ist es m.E. dur­chaus zuläs­sig, auf betrug seit­ens Mann zu schließen. Mann hätte nach wis­senschaftlichen Gepflo­gen­heit­en ohne­hin seine Meth­ode nachvol­lziehbar veröf­fentlichen müssen, auch ohne Gericht­sprozess, den er selt­samer Weise selb­st angestrengt hat.

  5. Noch schnell ein Hin­weis in eigen­er Sache für diejeni­gen, die hier noch nie kom­men­tiert haben: Ich schalte Kom­mentare stets von Hand frei, um Trolle, Schmierfinken und übel­ste Beschimp­fun­gen hier nicht durchge­hen zu lassen. Solange es sach­lich zuge­ht, winke ich hier aber ein­fach durch. Es dauert nur manch­mal etwas, ich habe ja auch noch andere Verpflichtungen.
    Danke für euer Geduld, euer Ver­ständ­nis und eure Sachlichkeit. 😉
    Roger

    • Hal­lo Her Lesch,
      bei kenfm fand ich dieses Leser­post­ing. Da wer­den Erken­nt­nisse behauptet zu zu Win­ter und Som­mer, zu Pol und Äqua­tor, zu Tag und Nacht und zur Troposphäre.
      Was hal­ten Sie davon:

      Gruß
      Kurt

      Zitat:
      “Arne Liebau sagt:
      2. Sep­tem­ber 2019 at 17:30

      An alle die jet­zt immer noch an die CO2 Ver­schwörung glauben. Hier noch mal die wis­senschaftlichen Fak­ten zusam­menge­fasst. Denn lei­der sucht man die hier vergebens.

      Der Treib­haus­ef­fekt ist für sich betra­chtet nichts Schlecht­es. Ohne diesen kön­nten wir nicht existieren und die Erde wäre völ­lig ver­gletschert (es gäbe kein flüs­siges Wasser)!

      https://www.youtube.com/watch?v=QWfzim9Ttyc
      (9:53)

      Auch Lesch bestre­it­et ja über­haupt nicht den Ein­fluss der Son­nenak­tiv­ität auf das Kli­ma. Son­nenak­tiv­ität und Treib­haus­ef­fekt sind zwei par­al­lele Prozesse, die sich NICHT gegen­seit­ig auss­chließen, wie es von vie­len hier sug­geriert wird. Nur es ist doch absurd wenn ver­sucht wird die CO2 The­o­rie zu entkräften, wenn ange­führt wird, wie toll man mit dem Son­nen­mod­ell die Eis- und War­mzeit­en im Mit­te­lal­ter erk­lären kann. Damals war die men­schengemachte CO2 Emis­sion äußerst ger­ing ver­glichen mit Heute und spielte natür­lich so gut wie keine Rolle. Auch lässt sich der Tem­per­aturver­lauf für den Großteil des 20. Jahrhun­dert noch zu einem hohen Anteil mit dem Ein­fluss der Son­nenak­tiv­ität erk­lären. Jedoch betra­gen die Tem­per­aturschwankun­gen unter +/- 0,5 °Cel­sius. Aber etwa ab den 80er Jahren macht sich ein weit­er­er Fak­tor bemerk­bar, den man dann eben nicht mehr nur durch die Son­nenak­tiv­ität erk­lären kann.

      https://www.youtube.com/watch?v=iyUwUZOFxgE

      Die Son­nenak­tiv­ität erk­lärt zum Großteil die Tem­per­aturschwankun­gen für die Zeit, als die vom Men­schen freige­set­zten Men­gen an Treib­haus­gasen noch keinen oder nur einen gerin­gen Ein­fluss hat­ten. Aber je näher man an die Gegen­wart her­ankommt, desto weniger kann ein Mod­ell, was nur auf der Son­nenak­tiv­ität basiert, die Tem­per­aturverän­derun­gen erklären.

      Ich habe dieses Doku­ment gefun­den, wo ein Men­schen gemachter Kli­mawan­del abgestrit­ten wird mit Hil­fe des Son­nenak­tiv­itätsmod­ell. In Abbil­dung 1 wird die Kurve genau zu dem Zeit­punkt abgeschnit­ten, wo das Son­nenak­tiv­itätsmod­ell anfängt zu versagen.

      https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwjy2effzKrkAhUEKlAKHZSnChUQFjAAegQIARAC&url=http%3A%2F%2Fwww.solaveritas.de%2Fpdf%2FKlimapropaganda_V1‑0.pdf&usg=AOvVaw1IuorSqOcpVs9yWFc4fKmx

      Es gibt inzwis­chen neuere und bessere Berech­nun­gen, was den Tem­per­aturver­lauf der let­zten 1700 Jahren betrifft.

      https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-beruehmte-hockeyschlaeger-kurve-ist-eine-faelschung

      In Abbil­dung 6 sind mehrere Tem­per­aturkur­ven über­lagert, welche auf unter­schiedlichen Meth­o­d­en basieren und von ver­schiede­nen Wis­senschaft­ler­grup­pen stam­men und den aktuellen wis­senschaftlichen Kon­sens demonstrieren.
      Um es noch mal zu beto­nen. Das Mod­ell der Son­nenak­tiv­ität ist nicht falsch. Der Doku­men­tarfilm „Das Geheim­nis der Wolken“ ist nicht falsch aber er ist kein Argu­ment gegen den Treib­haus­ef­fekt, wie viele hier glauben. Ein Kli­mamod­ell, was die Son­nenak­tiv­ität berück­sichtigt kann rel­a­tiv gut die Tem­per­aturschwankun­gen der Ver­gan­gen­heit erk­lären aber nicht mehr der let­zten 40 Jahre. Für diese Zeit muss man den Ein­fluss des Treib­haus­ef­fekt mit ein­beziehen, dessen Ein­fluss um ein vielfach­es größer ist als der der Son­nenak­tiv­ität, was nicht heißt, dass diese keinen Ein­fluss mehr hat.
      Die gegen­wär­tige Erwär­mung zeigt Eigen­schaften, welche das solare Mod­ell nicht erk­lären kann:

      1. Der Tem­per­at­u­ranstieg ist in der Nacht größer als am Tag
      2. Der Tem­per­at­u­ranstieg ist im Win­ter größer als im Sommer
      3. Der Tem­per­at­u­ranstieg ist an den Polen schneller als am Äquator
      3. Die Tro­posphäre erwärmt sich (wo sich die Treib­haus­gase sam­meln) und die darüber liegende Stratosphäre kühlt sich ab

      Alle diese Eigen­schaften kann das solare Mod­ell nicht erk­lären. Das Mod­ell des Treib­haus­ef­fek­ts aber schon. Alle Kli­maforsch­er ken­nen diese Eigen­schaften der gegen­wär­ti­gen Erwär­mung. Und alle Wis­senschaftler wis­sen, dass ein solares Mod­ell diese Dinge nicht erk­lären kann aber das Mod­ell des Treib­haus­ef­fek­ts. Deshalb gibt es einen so großen Kon­sens unter den Wis­senshaftlern bezüglich des Kli­mawan­dels nicht wegen irgendwelchen Kon­spir­a­tio­nen oder weil sie irgen­deinem Guru hinterherlaufen.”

      • Lieber Herr Hart­mann, gute Zusam­men­fas­sung. Im Gegen­satz zu den meis­ten dumpfen Anhängern der Pro­pa­gan­da von cli­mate deniers, die auch hier im blog reich­lich vertreten sind, haben Sie nach den wis­senschaftlichen Zusam­men­hän­gen recherchiert.

  6. Ihr Artikel set­zt auf einem Kon­flikt auf, der in der Wis­senschaft nicht existiert, son­dern ein pop­ulis­tis­ches Kon­strukt ist. Die Tem­per­atur­rekon­struk­tion von Mann et al. von 1998, die pop­ulär Hock­ey­stick genan­nt wird, hat so grosse Ver­trauensin­ter­valle, dass die Lamb­sche Rekon­struk­tion der Tem­per­atur in Zen­traleng­land (die übri­gens so um 1966 endet und damit den jüng­sten Anstieg gar nicht umfasst), die Ball und andere cli­mate deniers gerne zur Verir­rung der Öffentlichkeit zeigen, ganz darin aufgeht. 

    Bei­de Kur­ven also sind kor­rekt, nur Balls Schluß­fol­gerung ist falsch und seine Darstel­lung irreführend.

      • Zur Begriff­serk­lärung: Cli­mate deniers sind Leute, die den wis­senschaftlichen Erken­nt­nis­stand ignori­eren, fälschen oder ver­fälschend darstellen und stattdessen pseudowis­senschaftliche The­sen ausser­halb der wis­senschaftlichen com­mu­ni­ty (Unis, Tagun­gen, Forschung­sein­rich­tun­gen…) präsen­tieren statt sie in dieser com­mu­ni­ty zur Debat­te zu stellen. Typ­is­cher­weise sind deren The­sen seit Jahrzehn­ten widerlegt.

        • Wis­senschaftler, die ignori­ert oder lächer­lich gemacht wer­den und nicht mehr pub­lizieren kön­nen, deren Reviews und Kom­mentare der IPCC ignori­ert oder die auf schwarzen Lis­ten ste­hen oder die erst nach ihrer Emer­i­tierung den Mut find­en, kri­tis­ch­er zu wer­den, gehören auch dazu?

        • All­ge­mein alle, deren Argu­mente kein wis­senschaftlich­es Vorge­hen zugrun­deliegt. Ihre Beispiele sind ja kein Kri­teri­um, son­dern eine emo­tionale Reak­tion auf aus­bleibende wis­senschaftliche Anerken­nung, bzw. eine fik­tive Kon­struk­tion ein­er Geschichte darüber, um die Öffentlichkeit zu polar­isieren. Es soll der Ein­druck ein­er Zer­ris­senheit der Wis­senschaft entste­hen, dabei fol­gt in Wahrheit die eine Seite gar nicht ein­er wis­senschaftlichen Vorge­hensweise, son­dern existiert nur, um in der Öffentlichkeit den Schein ein­er Ver­ris­senheit zu erzeugen.

          • Jet­zt wirds albern. Es trifft auch Wis­senschaftler. Der pauschale Vor­wurf der Unwis­senschaftlichkeit ist exakt das Aus­gren­zungsar­gu­ment, dass die Lin­ie ziehen soll zwis­chen “believ­ers” und “deniers”. Sie ver­suchen hier, die “andere Seite” pauschal als unwis­senschaftlich abzustem­peln. Ich würde vorschla­gen, das in ihrem eige­nen Blog zu tun.

            • Ja, natür­lich ist die Wis­senschaftlichkeit das Kri­teri­um und nicht die Per­son. Es gibt ja auch Wis­senschaftler unter den deniern, auch die zeich­nen sich dadurch aus, dass sie mit unwis­senschaftlichen und/oder weltan­schaulichen Argu­menten kom­men. Der Begriff “believ­ers” ist natür­lich auch nur ein Kon­strukt der deniers, die einen weltan­schaulichen Diskurs recht­fer­ti­gen wollen.

            • Dann soll­ten wir uns zumin­d­est darauf ver­ständi­gen kön­nen, dass sowohl „believ­ers“ als auch “deniers” poli­tis­che Kon­struk­te sind. Um nicht zu sagen religiöse.

        • PS Ihr Argu­ment zum Zusam­men­hang zwis­chen CO2 und Tem­per­atur ist ein klas­sis­ches Fehlargu­ment in der ausser­wis­senschaftlichen Diskus­sion. Dass die Tem­per­atur in der unteren Atmo­sphäre mit mehr Treib­haus­gasen steigt, ist physikalisch durch die Infratroteigen­schaften der Treib­haus­gase bed­ingt. Dass Co2 aber bei höher­er Tem­per­atur aus dem Ozean auf­steigt, ist physiko­chemisch bed­ingt. Bei­des passiert stets im Kli­masys­tem, kausal aber fol­gt gegen­wär­tig die Tem­per­atur dem CO2, denn wir brin­gen ja zusät­zlich­es Co2 in die Atmo­sphäre ein.

          • …und schon wieder: “ausser­wis­senschaftlichen Diskus­sion”. Ste­ht zum Beispiel das Max-Planck-Insti­tut auch schon außer­halb der Wis­senschaft? Nun gut, vielle­icht, wenn Sie beim PIK arbeit­en, aber Spaß bei­seite. Diese Aus­gren­zung klappt nicht. Und warum soll das CO2 der Tem­per­atur “gegen­wär­tig” fol­gen, wenn es dies nicht immer tut? Die Kli­masen­si­tiv­ität von CO2 ist log­a­rith­misch, nicht lin­ear. Man müsste die Konzen­tra­tion von gegen­wär­tig 400 ppm schon ver­dop­peln, um +1° hinzubekom­men. Bei einem Anteil von schlap­pen 3% anthro­po­gen­em CO2 in der Atmo­sphäre wäre das eine gewaltige Aufgabe!

            • Ich weiss nicht, auf welch­es max planck insti­tut sie sich mit ihrer bemerkung beziehen… .Die max planck insti­tute gehören sich­er zu den ein­rich­tun­gen, die wis­senschaftlich arbeit­en, in ganz deutsch­land gibt es wohl keinen uni fach­bere­ich oder son­st. wis­senschaftliche Ein­rich­tung, die bewusst unwis­senschaftlich arbeit­et, das PIK übri­gens auch nicht.

              Zu Co2 Tem­per­atur: Nochmals — die naturge­set­ze bleiben stets die gle­ichen, gegen­wär­tig kommt co2 noch anthro­pogen hinzu und das muss berück­sichtigt wer­den. Resul­tat ist in Summe aller Effek­te, dass die Tem­per­atur auf­grund des anthro­po­ge­nen Ein­trags steigt. Zu dem Schluss und dem Irrtum ihrere­seits gelangt man quan­ti­ta­tiv, Sie müssen dazu die wis­senschaftliche Lit­er­atur lesen, es gibt auch gute pop­ulär­wis­senschaftliche Darstel­lun­gen. Wenn man nur den deniers glaubt, lan­det man freilich auf dem Holzweg, ihre Argu­mente sind entsprechend “missver­ständlich”.

            • Sie gehen davon aus, das jemand, der wis­senschaftliche Lit­er­atur liest, nur zu Ihren Schlussfol­gerun­gen kom­men kann. Ich finde das ziem­lich veren­gend geschlussfol­gert. Wie hier schon an ander­er Stelle beschrieben finde ich z. B. die Arbeit von Hen­rik Svens­mark zum Beispiel sehr inter­es­sant und dass der unwis­senschaftlich arbeit­et, wer­den Sie sich­er nicht behaupten. (oder doch?) Ihr Behar­ren auf der Unwis­senschaftlichkeit mein­er Argu­mente entspricht allerd­ings sehr gut dem, was der Teil der poli­tisch vere­in­nahmten Forsch­er von sich behauptet. Ich ver­mute, der größte Teil der Poli­tik­er, die aus den Ergeb­nis­sen der Kli­made­bat­te heute panis­che Schlüsse ziehen — und denen auch das PIK nur zu gern souf­fliert (eben­so das IPCC, das nun wirk­lich keine wis­senschaftliche, son­dern eine poli­tis­che Ein­rich­tung ist) — ver­ste­ht nicht man einen Bruchteil dessen, worauf heute deren poli­tis­che Entschei­dun­gen auf­bauen. An der Stelle kom­men wir also nicht übere­in. Ich sage übri­gens nicht, das PIK arbeite prinzip­iell unwis­senschaftlich. Zu solchen Pauschalurteilen neige ich nicht. Es gibt (resp. gab) dort aber Kli­maforsch­er, die, vor­sichtig for­muliert, sich für Sozi­olo­gen, Steuer­ex­perten, Kontin­gentver­wal­ter und Wirtschaft­slenker hiel­ten oder halten.

              Es gibt übri­gens — und da stim­men sie mir sich­er zu — wed­er physikalisch noch chemisch Unter­schiede zwis­chen anthro­po­gen­em und anders ent­standen­em CO2. Wenn es also höhere Tem­per­a­turen als heute bei niedrigerem co2-Gehalt gab und umgekehrt auch, ist der Effekt, “Tem­per­atur fol­gt co2” zumin­d­est fraglich. Zur Frage welch­es MPI das war, muss ich noch mal nach­schla­gen. War ein sehr inter­es­santes paper, was die Hys­terie lei­der nicht dämpfte. Dass es schon vergessen oder ver­drängt ist und das Sie es nicht ken­nen (so viel kri­tis­ches abseits des poli­tisch befeuerten Main­stream der Kli­maforschung gibt es ja nicht), zeigt imho lei­der sehr deut­lich die Ein­seit­igkeit der Debatte.

            • Naja, der Punkt ist eher, dass die Argu­mente, die Sie hier wiedergegeben haben, in der Wis­senschaft gar nicht aktuell sind, son­dern dort als Irreführung für die Öffentlichkeit (deshalb wur­den sie ja von deniers erfun­den) oder als falsch ver­standen gew­ertet werden. 

              Nehmen wir mal Ihre Aussage:
              “Bei einem Anteil von schlap­pen 3% anthro­po­gen­em CO2 in der Atmosphäre”. 

              Stellen wir die wis­senschaftlich schon vor über 50 Jahren fest­gestellte Tat­sache gegenüber, dass der CO2 Anteil in der Atmo­sphäre auf­grund anthro­po­gen­er Emis­sio­nen stetig ansteigt und gegenüber den Werten im 19 Jahrhun­dert inzwis­chen um rund 40% zugenom­men hat. 

              Beste­ht zwis­chen den Aus­sagen nun ein fak­tis­ch­er Wider­spruch oder nur ein schein­bar­er, weil man sich ein­fach nur unpräzise aus­ge­drückt hat, oder ein Ver­such eines kon­stru­ierten zur Irreführung der Öffentlichkeit?

    • Cli­mate Denier — deutsch Kli­ma-Leugn­er — ist in meinen Augen ein Begriff der jeden der diesen gebraucht, sofort von jed­er vernün­fti­gen Diskus­sion dis­qual­i­fiziert. Gründe:

      1. Der Begriff soll eine assozia­tive Verbindung zu Holo­caust-Leugn­ern auf­bauen und per Assozi­a­tion die offene Diskus­sion über fak­ten unterbinden. Das genügt m.E., der­ar­tige Kom­men­ta­toren nicht mehr ernst zu nehmen.

      2. Bei Begrif­f­en wie Holo­caust Leugn­er geht es darum, einen gut belegten Sachver­halt zu bestre­it­en, hier den Holo­caust. Soge­nan­nte Cli­mate Denier leug­nen nicht, das es ein Kli­ma gibt, oder dass es Kli­mawan­del gibt, aber sie bezweifeln den Umfang zu welchem anthro­po­gene Ein­flüsse den Kli­mawan­del treiben. Darum ist auch die Begriffs­bil­dung grober Unfug.

      3. Der Stand der Wis­senschaften kann nicht belast­bar anthro­po­gene Ein­flüsse quan­tifizieren, darum kann es auch kein ‘Leug­nen’ geben. 

      4. Die unten genan­nte Erk­lärung was denn mit cli­mate Deniers gemeint sei, entspricht keinem Stan­dard, denn diese wer­den nach gussto neb­ulös immer unter­schiedlich beschrieben. Zuweilen wer­den auch solche dazu gezählt, die keine zweifel an den anthro­po­ge­nen Ursachen haben, die aber die Auswirkun­gen oder die Maß­nah­men als ungeeignet einschätzen.

      5. Wer also ernst genom­men wer­den will, muss sich der­ar­tig unwis­senschaflich­er Pro­pa­gan­da enthalten.

  7. Gibt es dieses Urteil wirk­lich? Im öster­re­ichis­chen Stan­dard heißt es, dass die Behaup­tung, Tim­o­thy Ball habe vor dem Ober­sten Gericht­shof von British Colum­bia (Kana­da) gegen Michael Mann gewon­nen, eine glat­te Lüge ist, die nur auf Ver­schwörungs- und Troll­seit­en ver­bre­it­et wird. In Wirk­lichkeit sei der Prozess nicht ein­mal angenom­men wor­den. https://www.derstandard.at/story/2000107946357/greta-thunberg-versus-klimawandelleugner-medien-muessen-einfach-besser-berichten#posting-1044988958

    • Nochmal: es gab kein URTEIL, das Gericht hat die Klage abgewiesen, WEIL Mann die Frist ver­stre­ichen ließ, die geforderten Beweise vorzule­gen. Wenn ich sehe, wie das jet­zt ver­dreht wird, kann ich Manns Tak­tik natür­lich ver­ste­hen. Er sagt ein­fach “Ätsch, es gab kein Urteil!” — Aber ER war es, der geklagt hat und Ball gern als Lügn­er und Ver­leumder sein­er The­o­rie daste­hen lassen wollte. SCHAUT–GENAU–HIN–LEUTE!

    • Da Mann geklagt hat­te, han­delt es sich ja um eine Klage­ab­weisung. Er selb­st berichtete darüber und betonte, es sei nur ein Fristver­säum­nis gewe­sen. Die Alter­na­tiv­en wären fol­gende gewe­sen: Prozess ver­lieren oder Klage zurück ziehen.

      • Die Klage, war von Mann am 25.März 2011 in Van­cou­ver ein­gere­icht worden.
        Die Frist, die ihm geset­zt war, war im Jahr 2017. Offen­sichtlich hat das Gericht ihm noch eine wesentlich län­gere Frist zuge­s­tanden, die ungenutzt ver­strichen war. Es ist völ­lig unglaub­würdig, dass es ein­fach ein Ver­säum­nis seit­ens Mann war, denn das Ver­fahren hat­te ja hin­re­ichend öffentliche Aufmerk­samkeit erfahren.

    • So ein­fach ist es wohl doch nicht. Find­en Sie es nicht merk­würdig, dass, obwohl ja alle „Beweise“ öffentlich zugänglich sind, Mann die Frist hat ver­stre­ichen lassen? Oder bezweifeln Sie wom­öglich sog­ar die Mel­dung, DASS Mann die Frist hat ver­stre­ichen lassen? Im Übri­gen enthält die genan­nte Quelle Teile der in den load-Befehlen genan­nten Dat­en eben ger­ade NICHT (siehe datalistall.dat im Verze­ich­nis PROXY). Die PS-Datei, die im Stam­mverze­ich­nis wie ein Köder aus­gelegt ist, zeigt nach Kom­pilierung nur Tem­per­atur­dat­en ab 1600, nicht früher. Das ist übri­gens die ursprüngliche Kurve, die 1998 auch pub­liziert wurde. Ein weit­eres Prob­lem ist der Schluss, den man aus der Kurve gezo­gen hat – und welche auch Mann vertei­digt: den ange­blichen kausalen Zusam­men­hang zwis­chen CO2-Konzen­tra­tion und Tem­per­atur. Der existiert zwar, aber anders herum! Steigen die Tem­per­a­turen, ver­ringert sich die Lös­lichkeit von CO2 im Meer­wass­er und es wird dort freige­set­zt. Da die Tem­per­aturän­derun­gen in dem gigan­tis­chen Stück Wass­er, dass die Ozeane darstellen, recht langsam ablaufen, läuft die CO2-Konzen­tra­tion dem Tem­per­at­u­ranstieg hin­ter­her. Nicht umgekehrt.
      Ihre „ach da schau her“ Quelle spricht ganz offen­sichtlich nicht für Mann, denn son­st hätte er sie ja vorge­bracht. Hat er aber nicht.

      (näch­stes mal nicht anonym, bitte 😉 )

  8. Hal­lo Herr Letsch, vie­len Dank für diese Info! Sie wird hof­fentlich nicht ganz so schnell vergessen wer­den, wie “Cli­mate­gate”… Lei­der ist die Such­funk­tion auf EIKE etwas verbesserungs­bedürftig. Aber wenn man sich noch an Cli­mate­gate 2009 — Hop­pla! Wir feiern bald 10 Jahre Cli­mate­gate! — erin­nert, erhält man ein paar Treffer:

    https://www.eike-klima-energie.eu/2009/11/27/ipcc-cru-datenskandal-update-3-so-funktionierte-mikes-trick/

    https://www.eike-klima-energie.eu/2009/11/27/climategate-4-die-chronik-eines-wissenschaftlichen-skandals-des-ipcc-zulieferers-cru/

    In einem weit­eren Artikel wurde ein Pro­gram­mier­er zitiert, der sich über die Algo­rith­men beklagte, die bei der Zusam­men­führung der Tem­per­atur­rei­hen eine Abküh­lung gezeigt hät­ten… Das alles betraf Mann aber nur indirekt.

    Phil Jones durfte damals gehen, Michael Mann durfte bleiben. Das hat sich wohl stim­ulierend auf dessen Selb­st­be­wusst­sein ausgewirkt…

    • Mich wun­dert, dass nach all dem, was man mit eige­nen Augen lesen kann, so viele Unter­suchungskomis­sio­nen zum Ergeb­nis kom­men, dass die Vor­würfe unbe­grün­det seien, wie u. a. Wikipedia behauptet.

      • Wie es um die Qual­ität und Neu­tral­ität von Wikipedia ste­ht, kann man gut über­prüfen, wenn man die Ein­träge zu Frau Kahane in der deutschen und englis­chen Ver­sion ver­gle­icht. Was für ein einen ein Stasi-Spitzel ist, nen­nt der andere “Aktivistin”.

        • Was das bet­rifft gibt es ja nahezu unzäh­lige Beispiele für die Qual­ität von Wp. Aber wie es aussieht, haben die Kom­mis­sio­nen tat­säch­lich so entsch­ieden, man lügt und betrügt also schon auf viel höher­er Ebene und diese Lügen bekommt man dann wie eine ewige Leier in Diskus­sio­nen vorge­set­zt, verge­blich ver­weist man auf die Orig­inal­texte. Solche Geg­n­er kön­nen doch keine natür­lichen Men­schen sein, die wer­den doch bezahlt oder haben auf Grund ihres Has­s­es völ­lig die Kon­trolle ver­loren. Anders kann ich es mir nicht vorstellen, denn nie­mand, der Lesen und Schreiben kann, kann so dumm sein.

  9. Zitat:“Der Spiel­er, der „sehen“ wollte heißt Tim­o­thy Ball, ein kanadis­ch­er Geo­graph. Zitatende.

    Verehrter Herr Lesch, Dr. Tim Ball ist ein gel­ern­ter und sehr erfahren­er echter Kli­mawis­senschaftler, daher wagte er das Risiko des Prozess­es, den er nun in vollem Umfang gewann, ein­schließlich der Prozesskosten­er­stat­tung in Mil­lio­nen­höhe. Ich kenne alle Büch­er von Dr. Ball, ein sehr ken­nt­nis­re­ich­er und sym­pa­this­ch­er Wis­senschaftler, der keine Angst vor M. Mann hat­te, weil er die Wahrheit (die wahren Dat­en) über den Hock­ey­stick kan­nte. Mann ver­schwieg, dass es eine Warm­pe­ri­ode im Mit­te­lal­ter gab. Daher sind seine Dat­en fragwürdig.

    • Der Grund, warum der “men­schengemachte Dings­bums” immer weit­er getrieben wird, hat poli­tis­che Gründe. Den wohl­stands-west­lichen Gesellschaften soll der Wohl­stand aus­getrieben wer­den und der Sozial­is­mus kom­men. Der ver­schafft das, was alle nicht wollen: gle­iche Armut für alle. Keine Autos, Flugzeuge, Fleisch usw.

      Der brave Spießbürg­er wird durch seine Block­parteien­wahlen, ein­schließlich der CDU, schon dafür sor­gen, dass es dazu kommt. Siehe Sach­sen und Bran­den­burg. Das ist Demokratur, äh, Demokratie.

    • Habe ich etwas anderes behauptet? Die Para­bel an Anfang des Textes diente der Erläuterung des Prob­lems. Geo­graph ist übriges genau­so richtig wie Klimawissenschaftler.

      • Da habe ich Sie wohl mißver­standen. Im übri­gen lese ich Ihre Artikel wegen Ihrer Sachken­nt­nis sehr gerne. Nichts für ungut.

  10. Ob Tem­per­aturmes­sun­gen eine Ten­denz von glob­aler Bedeu­tung man­i­festieren oder nur ein lokales Ereig­nis darstellen, entschei­det das Polit­büro. Dessen IQ freilich wird am besten beschrieben als Flat Line.

    Offen­bar geben manche Algo­rith­men unab­hängig vom Input immer einen Hock­eyschläger aus. Fem­i­nis­tis­che Algo­rith­men ergeben immer ein Herzchen oder einen Smi­ley, beim deutschen Gesin­nungsjour­nal­is­mus hinge­gen kommt unab­hängig von den Mess­werten immer eine Swasti­ka heraus.

    Warten wir das prog­nos­tizierte Große Min­i­mum ab. In 100 Jahren stellt Dog­ger­land einen Antrag auf EU-Beitritt und wir kön­nen über die Beringstraße zum Eisessen nach Kali­fornien radeln.

  11. Sehr tol­er­ant, den Komen­tar mit dem Heise-Link nicht zu löschen. Heise ver­fährt da anders, bei denen ver­stoßen eure Inhalte gegen deren Nutzungs­be­din­gun­gen. Aus mein­er Mailbox:

    “Hal­lo,

    Ihr Beitrag wurde ges­per­rt, weil Sie darin einen Link auf Inhalte nen­nen, die gegen unsere Nutzungs­be­din­gun­gen ver­stoßen wür­den. Bitte beacht­en Sie fol­gen­den Pas­sus unser­er Nutzungsbedingungen:

    “5. Ver­linken Sie nicht auf Inhalte, die gegen unsere Nutzungs­bes­tim­mungen ver­stoßen würden.”
    (https://www.heise.de/userdb/register?dirid=1&skin=default&rm=show_terms)

    Mit fre­undlichen Grüssen
    heise online
    Foren-Administration

    ======================================================

    Mehr muss man zum The­ma “Kli­maleugn­er” nicht wissen

    https://unbesorgt.de/ein-pokerspiel-um-hockeystick-und-klimakatastrophe/

    Den let­zten Klick, den Heise von mir bekom­men hat ist der, der notwendig für das Löschen meines accounts war. Zen­sur ist mir ein Greuel.

      • Ja, ich amüsiere mich auch köstlich. Heise wird sowieso in let­zter Zeit immer mehr main­stream, bekom­men wohl jet­zt auch regelmßig ihre 30 Silberlinge.

    • Inter­es­sant finde ich auch, wie sich die Seriosität von Michael Mann und Timm Herb­st ähneln, wenn sie die Karten auf den Tisch leg­en sollen. Herb­st behauptete in einem Komen­tar: “Ja. Alle mir bekan­nten [Gege­nar­gu­mente] habe ich wider­legt. Ist nur hier nicht das The­ma.” Daraufhin bat ich ihn, einen Link zu posten, in dem man die Wider­legun­gen nach­le­sen kann. Seine Antwort: “Und wenn ich die bringe, was dann? Welche Kon­se­quenz hätte das für sie? Ein Schulterzucken?”
      Darauf habe ich geant­wortet, dass ich danach möglicher­weise schlauer bin und ihm ver­sprochen, im mitzuteilen, welche Kon­se­quen­zen es für mich hat­te. Seine Antwort darauf, dass ich möglicher­weise danach schlauer bin, war: “Das wäre bei einem Leugn­er das allererste Mal.” und auf mein Ver­sprechen ein­er Mit­teilung: “Lassen sie mich schon vor­ab rat­en: keine. Wollen wir wet­ten?” Daraufhin habe ich die Geduld ver­loren und geschrieben: “Offen­sichtlich ver­lierst du langsam die Kon­trolle. Wo habe ich denn etwas geleugnet? Wenn du nichts hast, sag es ein­fach, aber hör auf mich zu ver­arschen.” Es fol­gte keine Antwort und ich nehme an, er fühlt sich nicht als Ver­lier­er, weil er ja nur bis zum Sank­t­nim­mer­le­in­stag die Zeit ver­stre­ichen lässt. Geduzt habe ich ihn übri­gens in dieser Antwort das erste Mal, weil er das “Sie” respek­t­los kon­se­quent klein schrieb. Nachzule­sen, wenn noch nicht gelöscht, ist es hier im Komen­tar “Falsche Überschrift”:
      https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Klimawandeldebatte-Unbegruendeter-Alarmismus-beim-Waldsterben-und-Ozonloch/forum-433003/page‑2/

      • Ein inhaltlich begrün­detes Sper­rver­hal­ten der Heise-Admins habe ich bei meinen Kom­mentaren nicht erlebt. Und mein Stand­punkt zum Kli­maschwindel war auf den ersten Blick ersichtlich.

  12. Aber Rauschi,
    das links-grüne Geschreib­sel bei Heise, der neben­bei Sozial­is­tenkaf­fee feil bietet und anson­sten Sauce für WannaBe-Intelek­tuelle veröf­fentlicht, das darf­st Du uns doch nicht antun. Da müsste ich Gre­ta ja son­st wo leck­en um das was bei Heise ange­boten wird schluck­en und wieder ausspeien zu können.
    Bleib doch lieber Bei SPON und Zeit. Die stellen Dich gle­ich als Rit­ter der Kokos­nuss ein — um uns bess­er ner­ven zu können.

    • Wow, so viele Fak­ten auf ein­mal, damit kann ich nicht umge­hen, sorry.
      Sind hier alle Mei­n­un­gen so fundiert?

  13. @Rauschi:
    Mit Ver­laub, ich habe mir Ihre Empfehlung durchge­le­sen und muss Ihnen mit­teilen, dass der ver­link­te Artikel kaum einen Absatz ohne Logik­fehler und Falschin­for­ma­tio­nen enthält. Pseudoar­gu­mente liefert also in erster Lin­ie der Autor Herbst.

    Wie Herr Letsch in seinem Artikel dar­legt han­delt es sich auch hier um die ständi­ge Wieder­hol­ung längst wider­legter Behaup­tun­gen. Herr Herb­st schreibt zum Beispiel von der “schmutzi­gen” Kernen­ergie. Zunächst ein­mal: es gibt keine — ich wieder­hole K E I N E — abso­lut saubere Energiegewin­nung. Auch die viel gepriesene Wind- und Sonnenen­ergie kommt nicht ohne Ein­griffe in die Natur oder Ver­schmutzun­gen aus — von den Ver­füg­barkeit­sprob­le­men will ich gar nicht erst anfangen.

    Die Kernen­ergie ist jedoch in Bezug auf Effizienz, Sauberkeit und Ver­füg­barkeit eine der derzeit best­möglichen Energiefor­men. Herr Herb­st Wis­sen hierzu scheint min­destens 30 Jahre ver­al­tet. Mod­erne KKWs nutzen das, was die Deutschen immer noch als “radioak­tiv­en Müll” beze­ich­nen wieder als wertvollen Brennstoff.

    Ein anderes Unsinn-Beispiel aus dem ver­link­ten Artikel ist das The­ma “Power2Gas”. Es gibt kaum ein unwirtschaftlicheres Ver­fahren: extrem teuer in Umwand­lung und Spe­icherung und mit einem Wirkungs­grad von derzeit unter 40%! 

    Und mas­siv­er EE-Aus­bau??? Ern­sthaft jet­zt? Reichen die teuer­sten Energiepreise Europas noch nicht? Wieviel soll die Kilo­wattstunde Ihrer Mei­n­ung nach denn in Deutsch­land kosten? 5 Euro?

    Wis­sen Sie, wie die Wash­ing­ton Post die deutsche Energiepoli­tik beze­ich­nete? Als die idi­o­tis­chste weltweit! Hur­ra, wir sind zwar kein Fußball­welt­meis­ter mehr, aber dafür Idioten­welt­meis­ter — immer­hin etwas! Es hat schon Gründe, warum kein Land dem Beispiel der deutschen Energiewende fol­gt. Aber Deutsch­land ist auf diesem Gebi­et mal wieder der Geis­ter­fahrer, der alle Ent­ge­genk­om­menden für Geis­ter­fahrer hält. Der ver­link­te Artikel ist dafür das beste Beispiel.

    • “Ein anderes Unsinn-Beispiel aus dem ver­link­ten Artikel ist das The­ma „Power2Gas”. Es gibt kaum ein unwirtschaftlicheres Ver­fahren: extrem teuer in Umwand­lung und Spe­icherung und mit einem Wirkungs­grad von derzeit unter 40%! ”
      Aha, welchen Wirkungs­grad hat denn ein AKW? 35%? Müsste also zwin­gend abgeschal­tet werden?
      Warum aber die ange­blichen Skep­tik­er der wis­senschaftlichen Erken­nt­nisse eine Hochrisikotech­nik wie ein AKW nicht anzweifeln, die Frage darf ich dann aber doch stellen.

      “Und mas­siv­er EE-Aus­bau??? Ern­sthaft jet­zt? Reichen die teuer­sten Energiepreise Europas noch nicht? Wieviel soll die Kilo­wattstunde Ihrer Mei­n­ung nach denn in Deutsch­land kosten? 5 Euro?”
      Jemand, der die mit Abstand teuer­ste Energie, also AKW, hochhält, sollte mir nicht mit der Kostenkeule kommen
      Das unsere Regierung die Energiewende max­i­mal mies umset­zt, ist keine Frage, das bedeutet aber doch keines­falls, das es nicht anders gehen könnte.

      Und sor­ry, jemand, der Ball für glaub­würdig hält, den muss ich nicht mehr ernst nehmen.
      Mann ist schon seit Jahrzen­ten Geschicht, die Ergeb­nisse wur­den von vielfach­er Seite wieder­holt und belegt.
      Was genau war der Vor­wurf? Wenn die Skep­tierkge­meinde den zum Papst hochstil­isiert, ist das Euer Prob­lem, aber nicht das der Wissenschaft.
      Auch erstaunlich, das mir nie­mand die Frage beant­worten kann, woran ich einen ser­iösen Wis­senschaftler erken­nen kann. Daraus schlussfol­gere ich, das es so ein Kri­teri­um nicht gibt und ein­fach die genom­men wer­den, die den eige­nen Stand­punkt stützen. Mag men­schlich ver­ständlich sein, aber wis­senschaftlichist das nicht.
      Nur mal am Rand, warum herrschen auf der Venus höhere Tem­per­a­turen als auf dem Merkur, wenn doch CO2, woraus dem Atmo­sphäre zu 95% beste­ht, keine Wirkung hat?

      • Zitat: “Auch erstaunlich, das mir nie­mand die Frage beant­worten kann, woran ich einen ser­iösen Wis­senschaftler erken­nen kann.”

        In Sachen Kli­ma erken­nt man ser­iöse Wis­senschaftler meis­tens schon daran, dass sie nicht zu Kli­makon­feren­zen u. s. w. zuge­lassen wer­den und vom Main­stream und Leuten wie Ihnen heftigst dif­famiert werden.

        Zitat: “Und sor­ry, jemand, der Ball für glaub­würdig hält, den muss ich nicht mehr ernst nehmen.”

        ”Geg­n­er glauben uns zu wider­legen, wenn sie ihre Mei­n­ung wieder­holen und auf die unsrige nicht achten.”
        (Goethe)

        Zitat: “Daraus schlussfol­gere ich, das es so ein Kri­teri­um nicht gibt und ein­fach die genom­men wer­den, die den eige­nen Stand­punkt stützen. Mag men­schlich ver­ständlich sein, aber wis­senschaftlichist das nicht.”

        Sie hinge­gen ori­en­tiert sich nur an “ser­iösen” Wis­senschaftlern, die mit Ihrem Stand­punkt nichts zu tun haben. Ist wohl viel wis­senschaftlich­er als bspw. Goethes und meine Methode.

        “Ich habe bemerkt, daß ich den Gedanken für wahr halte der für mich frucht­bar ist, sich an mein übriges Denken anschließt und zugle­ich mich fördert.”
        (Goethe)

      • Rauschi, ich glaube kaum, dass wir übereinkom­men. Bei Power2Gas geht man derzeit von einem rech­ner­ischen Wirkungs­grad von 40% aus. Kosten der Erzeu­gung und Trans­port zu den Haushal­ten wur­den man­gels Ein­satz in der Stromwirtschaft noch gar nicht abgezogen!

        Von der Kernen­ergie hinge­gen ken­nt man den Net­to-Wirkungs­grad gut: er liegt derzeit bei 37%. Bei den Kraftwerken der näch­sten Gen­er­a­tion geht man sog­ar von ca. 70% aus — in diesem Fall allerd­ings wieder der Brut­tow­ert, da noch nicht im Ein­satz und somit nicht nachmessbar.

        Kernen­ergie, die teuer­ste Energieform? Gehen Sie auch den Grü­nen auf den Leim, die behaupten, es hätte mas­sive Sub­ven­tio­nen gegeben? Die einzige staatliche Unter­stützung gab es zur Zeit der Grund­la­gen­forschung. Grund­la­gen­forschung wird aber stets sub­ven­tion­iert — egal auf welchem Gebi­et. Danach hat sich die Kernen­ergie dem Markt stellen müssen. Und wie ist das bei den soge­nan­nten “erneuer­baren Energien”? Die Bun­desregierung rech­net bis 2025 mit 520 Mil­liar­den Euro Sub­ven­tio­nen. Und wir alle ken­nen die Zuver­läs­sigkeit solch­er Kosten­schätzun­gen der öffentlichen Hand. Allein 2018 hat die Energiewende den Ver­brauch­er ca. 30 Mil­liar­den Euro gekostet. Da kön­nen Sie eine Menge Eiskugeln für kaufen, um bei dem Trt­tin-Ver­gle­ich zu bleiben.

        Die ver­sproch­enen CO2- Einsparun­gen lassen übri­gens weit­er auf sich warten. Eine Menge Geld für ganz viel Ide­olo­gie, nicht vorhan­den­er Wirkung, basierend auf unbe­wiese­nen Annahmen.

        Was die Seriosität von Wis­senschaftlern ange­ht: Ein­stein — zweifel­los ein Wis­senschaftler, der diese Beze­ich­nung ver­di­ent — hat, als er seine Rel­a­tiv­ität­s­the­o­rie veröf­fentlichte, alle Grund­dat­en und Berech­nun­gen eben­so veröf­fentlicht. Er hat jeden Zwei­fler — und davon gab es zu sein­er Zeit eine Menge — aufge­fordert, nachzurech­nen und ihn zu widerlegen.

        Mann hinge­gen veröf­fentlicht seine Dat­en nicht und damit hat sich die Frage nach sein­er Seriosität erledigt. Er fordert von seinen Jüngern, ihm zu glauben. Ihnen scheint das zu reichen — ich hinge­gen gehe zum Glauben auss­chließlich in die Kirche. 🙂 Außer­halb der Kirche zählen hinge­gen nur Fak­ten, Fak­ten, Fakten.

        • Nur kurz zur sauberen Kernkraft
          https://www.youtube.com/watch?v=HEclYH6Ew_g
          Abar­tig, wie schmutzig das Geschäft ist, für den nor­malen Kun­den allerd­ings unsichtbar.

          “Allein 2018 hat die Energiewende den Ver­brauch­er ca. 30 Mil­liar­den Euro gekostet. Da kön­nen Sie eine Menge Eiskugeln für kaufen, um bei dem Trt­tin-Ver­gle­ich zu bleiben.”
          Wie gut, das die Brennstäbe umson­st zu uns kommen.
          Ja, die Regierung vergeigt die Energiewende, aber das ist nicht sys­tem­be­d­ingt, son­dern gewollt.

          Mir ist Mann total egal, die Werte wur­den oft genug nachgewiesen, worauf soll die Empörung beruhen?

          Als könne Otto Nor­malver­brauch­er die Kli­mamod­ell nachrech­nen, der Witz war gut.
          Mal wieder: offen­sichtlich benötig hier nie­mand ein Kri­teri­um, auf dem Glaub­würdigkeit von Wis­senschaft beruht.
          Kann man machen, nur sollte man sich dann nicht auf “ser­iöse” Quellen berufen. Kein­er kann ja das Kri­teri­um der Ser­iösität nen­nen, das ist also nichts wert.

          • Sehr geehrter Rauschi,

            wir wer­den uns wohl niemals argu­men­ta­tiv auch nur annäh­ern kön­nen, was aber dur­chaus in Ord­nung ist, wie ich finde. Nur eine Vielzahl von Mei­n­un­gen ermöglicht den Austausch.

            Es gibt auch dur­chaus eine poli­tis­che Lösung, die aber lei­der in Deutsch­land niemals ange­gan­gen wer­den wird und die lautet: frei­heitliche Entscheidung!

            Man öffnet ein­fach den europäis­chen Strom­markt, so dass ich mich z.B. aus Frankre­ich mit gün­stiger Kernen­ergie ver­sor­gen lassen kann und Sie kön­nen sich von mir aus gern mit Flat­ter­strom aus Sonne und Wind beliefern lassen — allerd­ings ohne staatliche Sub­ven­tio­nen, d.h. jedes Solarpan­el und jede Wind­müh­le wird auss­chließlich aus den Taschen der Befür­worter bezahlt.
            Aber das ist das Prob­lem mit unseren moralisch erhabenen Grün­linken. die kön­nen ihre Visio­nen ein­er besseren Welt nur mit dem Griff in die Geld­börsen ander­er Leute bezahlen…

      • @Rauschi:
        > Nur mal am Rand, warum herrschen auf der Venus
        > höhere Tem­per­a­turen als auf dem Merkur,
        > wenn doch CO2, woraus dem Atmosphäre
        > zu 95% beste­ht, keine Wirkung hat?

        Auf die Gefahr hin, einen Betrunk­e­nen schon mit extremst sim­plen Tat­sachen zu überfordern:
        Auf der Venus ist der atmo­sphärische Druck lediglich so etwa 9.200.000.000.000.000-fach höher.
        Oder anders gesagt:
        Wo qua­si über­haupt keine Atmo­sphäre ist, da kann sie sich auch kaum erwärmen.
        Wo es dage­gen eine gibt, deren Druck so etwa 92 mal höher ist als hier auf der Erde…

        …son­st noch Fra­gen am Rande, die Sponge­bob und Sesam­straße nicht beant­worten konnten?

        • OK, aber die Atmo­sphäre beste­ht fast nur aus CO2, da nützt der Ver­weis auf den Druck nichts, denn, was sollte der Druck denn ver­stärken, wenn es keinen Treib­haus­ef­fekt gibt?
          Auch unsere Atmo­sphäre hätte keinen Treib­haus­ef­fekt, wenn der Wasser­dampf und die anderen Treib­haus­gase nicht wären.

          Ihre Grössenord­nung der Druck­ver­hält­nisse ist voll daneben:
          [Die Atmo­sphäre der Venus beste­ht haupt­säch­lich aus Kohlen­diox­id. Stick­stoff macht 3,5 % aus, Schwe­fel­diox­id (150 ppm), Argon (70 ppm) und Wass­er (20 ppm) kom­men in Spuren vor. Wegen der großen Gesamt­masse der Atmo­sphäre befind­et sich in ihr etwa fünf­mal so viel Stick­stoff wie in der Erdat­mo­sphäre. Die Venusat­mo­sphäre hat rund 90-mal so viel Masse wie die Lufthülle der Erde und bewirkt am mit­tleren Boden­niveau einen Druck von 92 bar. Dies kommt dem Druck in gut 910 m Meer­estiefe gle­ich. Die Dichte der Atmo­sphäre ist an der Ober­fläche im Mit­tel etwa 50-mal so groß wie auf der Erde. ]
          https://de.wikipedia.org/wiki/Venus_(Planet)#Zusammensetzung

          Offen­sichtlich ist die Benutzung der Such­mas­chine doch komk­lex­er als gedacht.

  14. Offen­bar leben wir immer noch im Mit­te­lal­ter. Damals kam der Alchimist auf die Burg und hat den Leuten Schlangenex­trakt gegen alles und jedes verkauft, in dem er ihnen Angst machte, andern­falls wür­den sie der Ver­damm­nis anheimfallen.
    Und heute kom­men die gle­ichen Leute, nun als Wis­senschaftler fir­mierend, auf die Burg, ähh, ins Fernse­hen, und erzählen einem, schürt Äng­ste, daher müsse man unbe­d­ingt mit viel Geld die Umkehr schaf­fen, andern­falls wür­den sie der Ver­damm­nis anheimfallen.
    Also immer noch Angst erzeu­gen, um Geld zu machen. Seit tausend Jahren keine Ein­sicht, keine Besserung. Im Geiste sind wir immer noch in der Steinzeit.….

  15. Seit­dem uns Gre­ta verkün­det hat sie kön­nte CO2 sehen ist jeglich­es Argu­ment doch überflüssig!

  16. Auf­fal­l­end ist für mich in diesem Zusam­men­hang auch, dass seit einiger Zeit nicht mehr dezi­diert von Kli­maer­wär­mung son­dern von Kli­mawan­del gesprochen wird. Was heißt, würde es in abse­hbar­er Zeit käl­ter wäre der Men­sch auch daran schuldig. Dass es Kli­mawan­del seit Jahrmil­lio­nen gibt spielt dabei keine Rolle. Schließlich geht es hier um ein Mil­liar­dengeschäft das man sich nicht dadurch ver­sauen lässt, dass man zugibt alles war ein Fehler. Die Entschuldigung von Claus Kle­ber wer­den wir also niemals hören.

    • Dann empfehle ich aml den Atikel:
      https://www.heise.de/tp/features/Klimawandel-Gab-es-schon-immer-4492900.html

      So von wegen , KLi­mawan­del gab es schon immer.
      Ich nehme an, Herr Ball hat seine Dat­en allen zugänglich gemacht, damit man seine Meth­ode flsi­fizieren kann?

      Grund­sät­zlich frage ich mich, wie die Skep­tik­er einen “guten” Wis­senschaftler” erkennen?
      Das der max­i­mal abwegige und nicht mehrheits­fähige Dinge von sich gibt, kann es ja nicht sein, oder?
      Son­st wäre das mit der Scheiben-Erde und dem Kreisen der Sonne um die Erde auch max­i­mal glaub­haft, oder?
      Eine Mehrheit hat wis­senschaftlich noch nie automa­tisch Recht gehabt, aber auch noch nie automa­tisch Unrecht, newa?

      • Großar­tig! Genau die Argu­mente anführen, die dem Klima­papst Mann ger­ade wie ein nass­er Lap­pen um die Ohren gehauen wur­den, und damit die Frage aufw­er­fen, ob obiger Artikel über­haupt gele­sen wurde. Mit dem Beweis, dass der Hock­ey­stick eine Lüge ist, sind auch alle anderen Behaup­tun­gen, die darauf basieren, OBSOLET!!!

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