Stel­len Sie sich vor, sie sit­zen bei einer Poker­par­tie und haben gute Kar­ten. Sie ahnen, dass Ihr Gegen­über ein lau­si­ges Blatt hat, aber der grinst Sie nur an und erhöht die Ein­sät­ze. Ihnen geht lang­sam das Geld aus, aber sie gehen schließ­lich aufs Gan­ze und wol­len sehen. Die Regeln sind klar, Kar­ten auf den Tisch! Doch ihr Gegen­über grinst wei­ter und zeigt sei­ne Kar­ten nicht. Sicher, Sie gewin­nen! Der Ein­satz gehört Ihnen, aber Ihr Gegen­über behaup­tet frech, er habe gar nicht ver­lo­ren, er habe nur eine Frist ver­strei­chen las­sen. Sein Blatt sei nach wie vor unschlag­bar, er zeigt es Ihnen aber nicht! Was nach einem ganz mie­sen Spiel klingt, ist die Rea­li­tät. Der Spie­ler, der „sehen“ woll­te heißt Timo­thy Ball, der Typ mit dem „gehei­men Blatt“ ist Micha­el Mann und das „Spiel“ fand vor weni­gen Tagen am obers­ten Gericht von Bri­tish Colum­bia in Kana­da statt. Fall Sie von die­ser Par­tie bis­her nichts gehört haben, liegt das jedoch nicht dar­an, dass sie nur von „loka­ler Bedeu­tung“ wäre. Die Bedeu­tung des Spiels ist groß, auch des­halb, weil sein Aus­gang ein aus Angst errich­te­tes Gebäu­de ins Wan­ken bringt und des­sen Fun­da­ment sich gera­de in Treib­sand ver­wan­delt hat: Die Mär vom aus­schließ­lich men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del und ihre gra­phi­sche Inkar­na­ti­on, die Hockeystick-Kurve.

Wie alles begann

Oben: Manns „Hockey­stick“, unten Balls Kli­ma­kur­ve. Quel­le: ccfsh.org

Micha­el Mann ist nie­mand ande­res als der Vater die­ser Hockey­stick-Kur­ve, einer Gra­fik der glo­ba­len Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur, die seit tau­send Jah­ren angeb­lich nur so vor sich hin düm­pel­te, bis der Mensch mit der Indus­tria­li­sie­rung dafür gesorgt hät­te, dass die Tem­pe­ra­tur rasant anstieg. Das sieht dann aus, wie ein Eis­ho­ckey-Schlä­ger, des­sen Blatt in Rich­tung Kli­ma­ka­lyp­se weist. Beweis erbracht, Panik erzeugt! Und das lan­ge vor Gre­ta! Denn erst mal kam Al Gore, der die Kur­ve in sei­nem Film „Eine unbe­que­me Wahr­heit“ dra­ma­tur­gisch ein­bau­te. Ein ex-Vize­prä­si­dent der Demo­kra­ten zeigt uns in einem Oscar-prä­mier­ten Film ein Dia­gramm, von dem ein Wis­sen­schaft­ler sagt, es beru­he auf Daten und Fak­ten und Gore erhält dafür auch noch den Friedensnobelpreis…was kann da schon schief gehen!

Doch Wis­sen­schaft funk­tio­niert nicht so, es sei denn, sie fällt der Poli­tik in die Hän­de. Oder den Tat­ort­rei­ni­gern und Tür­ste­hern bei Wiki­pe­dia. Dort ist zu lesen, dass „…In der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur die grund­sätz­li­che Kor­rekt­heit des Hockey­schlä­ger-Dia­gramms nahe­zu durch­ge­hend bestä­tigt“ wur­de. Das Wört­chen „nahe­zu“ ist put­zig, weil es eine gan­ze Rei­he von Wis­sen­schaft­lern gibt, die das ganz anders sehen. Zum Bei­spiel jene 386, die auf einer „spe­zi­el­len Lis­te“ ste­hen, damit deren Arbei­ten nicht ver­se­hent­lich im Fach­blatt „Natu­re“ erschei­nen (Sie ahnen es sicher: alles Leug­ner und Zweif­ler). Den Namen Tim Ball wer­den sie dort eben­so fin­den wie den Phy­si­ker Free­man Dys­on oder den nie­der­län­di­schen Umwelt­öko­no­men Richard Tol, der 2014 aus Pro­test gegen das Abglei­ten des IPCC in blan­ken Alar­mis­mus den Welt­kli­ma­rat ver­las­sen hat. Tols Idee, die Mensch­heit kön­ne wegen des Kli­ma­wan­dels Anpas­sungs­maß­nah­men ergrei­fen, ver­schwand aus dem Zustands­be­richt des IPCC.

Der Beweis der Hockeystick-Kurve bleibt aus

Was nun die wiki­pe­dies­ke The­se der „Bestä­ti­gung“ des Hockey­stick-Dia­gramms angeht, gibt es eine all­ge­mein aner­kann­te Metho­de, der sich jede wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­ti­on unter­zie­hen muss, um (vor­be­halt­lich spä­te­rer Fal­si­fi­zie­rung) als aner­kannt gel­ten zu kön­nen: Peer-Review. Man muss sich gefal­len las­sen, dass Fach­kol­le­gen (nicht nur aus­ge­wähl­te) Daten und Metho­de unter die Lupe neh­men und hof­fen, dass die­se zu den­sel­ben Ergeb­nis­sen kom­men (Veri­fi­zie­rung). Die alche­mis­ti­sche Metho­de, der Kon­kur­renz die eige­nen gehei­men For­meln und Beschwö­run­gen vor­zu­ent­hal­ten, ist unzu­läs­sig, eben­so wie das Behar­ren auf einem wie auch immer gear­te­ten „Kon­sens“. Wäre das anders, wür­den wir heu­te noch durch Unter­tau­chen fest­stel­len, ob eine Frau eine Hexe ist – das war näm­lich auch einst „wis­sen­schaft­li­cher Konsens“.

Wer Hockey­stick-Kur­ven zeich­net, muss Daten, Algo­rith­men und die Hän­de vor­zei­gen, mit denen er bei­des in die gewünsch­te Form gekne­tet hat. Womit wir wie­der bei der Poker­par­tie vor dem kana­di­schen Gericht wären.

Timo­thy (Tim) Ball ist Wis­sen­schaft­ler, ein vor­lau­ter noch dazu und er tut das, was Wis­sen­schaft­ler nun mal so tun: er zwei­felt. (Etwas, dass man auch am Inhalt des Wiki­pe­dia-Arti­kels über ihn tun soll­te.) Er kam näm­lich bei der Aus­wer­tung der Kli­ma­da­ten der letz­ten 2000 Jah­re zu ganz ande­ren Ergeb­nis­sen als Mann. Für Mann und sei­ne Hockey­kur­ve hat es sowas wie die römi­sche Warm­zeit, das mit­tel­al­ter­li­che Kli­ma­op­ti­mum oder die „klei­ne Eis­zeit“ nicht gege­ben, was Ball dazu ver­an­lass­te zu kalau­ern, Mann gehö­re wohl eher in ein Staats­ge­fäng­nis als an die Uni­ver­si­tät von Penn­syl­va­nia (orig. “belongs in the sta­te pen, not Penn. Sta­te“), was zwar schlag­fer­tig und wit­zig ist, ihm jedoch eine Ver­leum­dungs­kla­ge von Mann ein­brach­te, über wel­che nun ent­schie­den wurde.

Der Prozess

Um es kurz zu machen: der Pro­zess zog sich über Jah­re hin und war für Ball nicht der ein­zi­ge die­ser Art. Erst 2018 wur­de eine ande­re Kla­ge gegen ihn abge­wie­sen. Das IPCC schickt sei­ne Bes­ten, um Ball sein fre­ches Mund­werk zu stop­fen, was aber nicht son­der­lich gut gelin­gen will. Das Gericht in Kana­da jeden­falls woll­te Ball Gele­gen­heit geben, sei­ne Betrugs-Anschul­di­gun­gen zu bewei­sen und natür­lich auch Mann, die­se zu wider­le­gen. Die Sache sei ganz ein­fach, Mann sol­le dem Gericht die Daten offen legen, die zu sei­ner Hockey­stick-Kur­ve führ­ten. Eine schon häu­fig gestell­te For­de­rung, wel­cher Mann bis­lang – wohl in guter Alche­mis­ten­tra­di­ti­on – und auch vor Gericht nicht nachkam.

Tho­mas Lif­son drückt es in „Ame­ri­can Thin­ker“ so aus: „Real sci­ence, not the pho­ny “con­sen­sus” ver­si­on, requi­res open access to data, so that skep­tics (who play a key role in sci­ence) can see if results are reproducible.“ 

Mann weicht dem Vor­wurf der Geheim­nis­krä­me­rei jedoch aus, er behaup­tet, es sei ledig­lich eine Frist ver­stri­chen. Balls Behaup­tung, Manns Algo­rith­mus wür­de immer einen Hockey­schlä­ger aus­wer­fen, ganz gleich, womit man ihn füt­te­re, konn­te Mann so jedoch nicht wider­le­gen. Was das für Schlüs­se über den Algo­rith­mus oder die Daten oder Manns Metho­den zulässt, dar­über mag sich jeder eige­ne Gedan­ken machen.

Es darf ange­nom­men wer­den, dass Mann, des­sen Rol­le in der Kli­ma­kir­che noch am ehes­ten mit einem Evan­ge­lis­ten oder Kir­chen­va­ter zu ver­glei­chen ist, sich die Gele­gen­heit kaum hät­te ent­ge­hen las­sen, einem fre­chen „Kli­ma­l­eug­ner“ die wah­re Bot­schaft der Apo­ka­lyp­se gericht­lich in die Vita ein­bren­nen zu las­sen. Doch er konn­te es nicht, weil er offen­bar um sein „mie­ses Blatt“ wuss­te und so nicht nur den Pro­zess ver­lor, son­dern auch noch die Gerichts­kos­ten tra­gen muss. Sei­ne wis­sen­schaft­li­che Glaub­wür­dig­keit ist längst dahin, auch wenn die Kli­ma­kirch­ler ihn immer noch als Hel­den verehren.

Wie lange noch?

Seit ihrer ers­ten Publi­ka­ti­on 1998 ist die „Hockey­stick-Kur­ve“ als Fol­ter­werk­zeug der Selbst­be­zich­ti­gung fes­ter Bestand­teil der pro­phe­zei­ten Kli­ma-Apo­ka­lyp­se. Das Zustan­de­kom­men die­ser Kur­ve scheint aber einem Wun­der zu ver­dan­ken zu sein, dass sich nur in der Gegen­wart Manns mani­fes­tier­te. Repro­du­zie­ren lässt es sich offen­bar nicht. Auch wenn die omi­nö­se Kur­ve heu­te ande­ren „Kli­ma­wun­dern“ Platz macht und nicht mehr so oft als „knall­har­ter Beweis“ her­an­ge­zo­gen wird, ist sie doch ein ent­schei­den­der Aus­lö­ser einer sich ins Uner­mess­li­che stei­gern­den pseu­do­re­li­giö­sen Panik, die gan­ze Volks­wirt­schaf­ten zu ver­schlin­gen droht. Kli­ma­de­bat­te, Ener­gie­wen­de, Schul­streiks, Sozia­lis­ti­sche Tag­träu­me, Flug­scham, Auto­scham, Fleisch­scham, Ver­zicht auf Kinder…die Lis­te ist endlos.

Doch wenn nach der gefälsch­ten „97%-Cook-Studie“ nun schon der zwei­te Grün­dungs­my­thos als Betrug (O‑Ton Trump: Hoax) ent­tarnt ist, wann bricht die gan­ze Hys­te­rie end­lich und end­gül­tig in sich zusam­men? Wann keh­ren wir end­lich zu dem guten Prin­zip zurück, dass Zwei­fel kei­ne Ket­ze­rei, son­dern Mit­tel der Erkennt­nis ist? Wann erken­nen wir wie­der an, dass poli­ti­scher „Kon­sens“ den Tod wis­sen­schaft­li­cher Neu­gier bedeu­tet? Wann tre­ten wir end­lich einen Schritt zurück und betrach­ten das gan­ze Bild? Wann erken­nen wir an, dass es nicht dar­um gehen kann, der Erde eine will­kür­lich aus­ge­dach­te „Wohl­fühl­tem­pe­ra­tur“ zu ver­pas­sen, son­dern jeder Ver­än­de­rung im Kli­ma mit Anpas­sung zu begeg­nen, wäh­rend wir gleich­zei­tig mensch­li­ches Fehl­ver­hal­ten abstel­len, des­sen Aus­wir­kun­gen heu­te gern pau­schal dem Kli­ma­wan­del zuge­schla­gen werden?

Die Küs­ten­ero­si­on lässt die Haupt­in­sel Fidjis „ver­sin­ken“, nicht ein Anstieg des Mee­res­spie­gels und eine belie­bi­ge kor­rup­te und klep­to­kra­ti­sche Regie­rung in Afri­ka treibt mil­lio­nen­fach mehr Men­schen in die Flucht, als es der Kli­ma­wan­del je könn­te. Ja, der Kli­ma­wan­del ist real, das war er immer. Was uns die Hockey­stick-Kur­ve und ihr Erfin­der aber ein­re­den wol­len, ist das genaue Gegen­teil. Die Sta­bi­li­tät wur­de zum Nor­mal­zu­stand erklärt und die Ver­än­de­rung zur Kata­stro­phe. Wenn das kein Grund zum kalau­ern ist: Klimaleugner!

Ein Optimist ist ein Pessimist, der die Finger von Google lässt

Schaut man sich das man­geln­de media­le Echo auf das Gerichts­ur­teil in Kana­da an, könn­te man jedoch ver­zwei­feln. Über­all Schwei­gen im Wal­de. Mit Aus­nah­me eini­ger klei­ner Jour­na­le und Blogs in den USA und Kana­da (hier, hier und hier) ist die Nie­der­la­ge Manns kei­ne Mel­dung wert, dabei ist die Trag­wei­te noch gar nicht abzu­schät­zen. Zwan­zig Jah­re „Kli­ma­for­schung“ in eine ein­zi­ge, ver­eng­te Rich­tung ste­hen auf der Kip­pe und mit ihnen hun­der­te Mil­li­ar­den Euro und Dol­lar, die teils schon aus­ge­ge­ben wur­den, teils zuge­sagt sind. Kli­ma­ak­ti­vis­ten schwän­zen die Schu­le oder ver­rich­ten ihre Not­durft im Auf­trag der Welt­ret­tung auf Renn­boo­ten in Eimern – und das alles für nichts und wie­der nichts!

Bedenkt man, wie viel für Akti­vis­ten und Pro­fi­teu­re der Kli­ma­hys­te­rie auf dem Spiel steht, war Manns Gegen­wehr vor Gericht – die ja die Gegen­wehr des gesam­ten Kli­ma-Estab­lish­ments hät­te sein müs­sen – gera­de­zu erbärm­lich schwach. Das aus­blei­ben­de Medi­en­echo zeigt jedoch wie­der ein­mal, dass es in der Kli­ma­de­bat­te längst nicht mehr um Fak­ten geht, auch nicht um gerichts­fes­te. Die Medi­en hecheln nun schon seit min­des­tens zwei Jahr­zehn­ten so begie­rig der Apo­ka­lyp­se ent­ge­gen, dass man sich die Ent­schul­di­gungs­tex­te gar nicht aus­den­ken mag, wel­che die Kle­ber­cläu­se und Gau­se­gun­du­las vom Tele­promp­ter able­sen müss­ten, wür­de der gan­ze Kli­ma­zir­kus in sich zusam­men­bre­chen: „Ähm, ‚tschul­di­gung, war gar nicht so schlimm wie wir immer sag­ten, wir hat­ten da einen klei­nen Feh­ler bei der Grundannahme…sorry“. Und weil das nie gesche­hen wird, wer­den die Zuschau­er von Lesch & Lanz nichts vom Urteil eines kana­di­schen obers­ten Gerichts erfah­ren und auch nichts von sei­ner Trag­wei­te. Tim Ball rief „Der Kli­ma­gott ist tot“, des­sen Ver­tei­di­ger Micha­el Mann schwieg und kei­ner hat etwas mitbekommen.

Und nun das Wet­ter. Heu­te 32 Grad in Deutsch­land, die Kli­ma­ka­ta­stro­phe ist da! Wir wer­den alle ster­ben! Mea Cul­pa! CO2-Steu­er jetzt!

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74 Kommentare

  1. Nur mal eine Fra­ge: Was hat die Ver­leum­dungs­kla­ge mit Manns „Hockey­stick“ zu tun? Die wis­sen­schaft­li­che Kor­rekt­heit kann ein Gericht nicht klä­ren, zudem wur­de dies bereits von einer durch die NSF ein­ge­rich­te­te Kom­mis­si­on vor Jah­ren schon geklärt und wei­te­re Rekon­struk­tio­nen bele­gen die Kor­rekt­heit der Mann­sche Arbeit von 1998. Zudem ist eben­so klar, dass vom „Hockey­stick“ die Kli­ma­pro­jek­tio­nen für die Zukunft nicht abhän­gen, denn die­se sind ja phy­si­ka­lisch determiniert.

    • Sie schrei­ben: ‚Zudem ist eben­so klar, dass vom „Hockey­stick” die Kli­ma­pro­jek­tio­nen für die Zukunft nicht abhän­gen, denn die­se sind ja phy­si­ka­lisch determiniert.‘

      Die Pro­jek­tio­nen sind Ergeb­nis­se von Simu­la­ti­ons­mo­del­len, die kei­nes­wegs glei­che Ergeb­nis­se lie­fern. Also kann man wohl kaum von einer phy­si­schen Deter­mi­niert­heit spre­chen, son­dern von der Erwar­tung, wie die Model­lie­rer sich die zusam­men­hän­ge ein­schließ­lich der Para­me­trie­rung vor­stel­len. Also eher ein Pro­blem, dass aus halb­ver­stan­de­nen Sach­zu­sam­men­hän­gen und ideo­lo­gi­schen Prä­gun­gen funk­tio­niert. Bei chao­ti­schen Sys­te­men spricht man übri­gens höchst bedingt von einer Determiniertheit.

      • Hal­lo Herr Landvoigt,

        Kli­ma­mo­del­le sind aber nun­mal phy­si­ka­lisch deter­mi­niert, wenn man die­se nur zum Spaß macht und nur Phan­ta­sie­vor­stel­lun­gen der Model­lie­rer umsetz­ten wür­de, wäre das ein teu­rer Spaß. Ich hof­fe für Sie, sie sind nicht von der Sor­te Mensch, er ernst­haft dar­an glaubt.
        War­um zei­gen die Model­le trotz deter­mi­nier­ten Glei­chun­gen im Detail unter­schied­li­che Ergeb­nis­se? Das liegt an der Modell­tie­fe, also dem Grad, wel­che Prz­es­se im Kli­ma­sys­tem noch phy­si­ka­lisch behan­delt wer­den, und an dem nixht­li­nea­ren, also chao­ti­schen Ver­hal­ten, des Sys­tems und des Glei­chungs­sat­zes. Es ist aber auch offen­sicht­lich, das die­se Unter­schie­de verr­nach­läs­sig­var sind, denn alle Model­le erge­ben einen Tem­perar­ur­an­stieg bei Stei­ge­rung des CO2 um meh­re­re 100 ppm. Die­ser Pro­zeß domi­niert gegen­über dem chao­ti­schen Rau­schen und Unter­schie­den in der Modell­tie­fe, zudem ist die­ser Effekt ja auch phy­si­ka­lisch leicht zu erklä­ren und ist ohne kom­ple­xe Model­le zu erwarten.

  2. Mei­ne wesent­li­chen Erkennt­nis­se zu der The­ma­tik (von der ich in natur­wis­sen­schaft­li­cher Hin­sicht zuge­ge­be­ner­ma­ßen wenig Ahnung habe):

    1. Die unsäg­li­che Pro­pa­gan­da geht nicht von den sog. Kli­ma­l­eug­nern (blö­des Wort; nie­mand leug­net das Kli­ma), son­dern von der ande­ren Sei­te aus. Man schaue sich nur die Ver­si­ons­ge­schich­te der Ein­tra­gun­gen zu Tim Ball in der deut­schen Wiki­pe­dia an. Da hat doch tat­säch­lich jemand die Kor­rek­tur „kri­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen bezüg­lich des Men­schen gemach­ten Kli­ma­wan­dels“ gestri­chen und die bis­he­ri­ge Bezeich­nung „Kli­ma­l­eug­ner“ für kor­rekt gehal­ten. Gera­de die Dis­kus­si­on in Wiki­pe­dia ist sehr aufschlussreich.

    2. Ange­sichts der Pro­zess­kos­ten in Mil­lio­nen­hö­he für einen läp­pi­schen Ver­leum­dungs­streit schaue ich als deut­scher Rechts­an­walt mit eini­gem Neid nach Kanada. 

  3. Ermitt­ler­tech­nisch gese­hen ist die Situa­ti­on M. Mann der­zeit wie folgt zusammenzufassen:
    – Pro­zess­dau­er ca. 9 Jah­re –> sehr hohe Pro­zess­kos­ten (ich weiß es nicht, aber ich den­ke es wer­den meh­re­re Mil­lio­nen $ sein) die der Ver­lie­rer (M. Mann) tra­gen muss
    – von M. Mann kei­ne „frist­ge­rech­te“ Ein­rei­chung der Daten (Daten­ba­sis und Algo­rith­mus) trotz Auf­for­de­rung des Gerichts (Zeit hat­te er ja mehr als genug)
    – Sei­ne (M. Mann) Repu­ta­ti­on als Wis­sen­schaft­ler steht aufs Spiel
    – M. Mann ver­passt die ein­ma­li­ge Gele­gen­heit den Zweif­lern und Kri­ti­kern sei­ner Kur­ve die Rich­tig­keit der Kur­ve zu beweisen
    – M. Mann ver­liert gegen einer sei­ner schärfs­ten Wider­sa­cher, was eine unge­heu­re Schmach sein muss.

    Nun stellt sich die Fra­ge wel­che Moti­ve könn­te ein Mensch haben der so etwas tut:
    – Motiv 1: Die Kur­ve wur­de wur­de fri­siert und basiert wis­sent­lich auf fal­schen Daten und/oder Annahmen
    – Motiv 2: M. Mann hat soviel geis­ti­ges Eigentum/Algorithmus in der Kur­ve, wel­ches er es um nichts der Welt preis­ge­ben möch­te. Hier stellt sich wie­der­um die Fra­ge, wie­so er es sich nicht paten­tie­ren lässt und mit einem Copy­right versieht?
    – Motiv 3: M. Mann ist (psy­chisch) krank und tut dies aus uns uner­klär­li­chen Gründen.
    –> Viel­leicht fal­len hier jeman­den noch wei­te­re Moti­ve ein…

    Unter dem Strich und rein objek­tiv und ohne Emo­ti­on betrach­tet ist der­zeit Motiv 1 das nahe­lie­gens­te. Somit steht der Ver­dacht einer „fri­sier­ten“ Kur­ve von M. Mann im Raum.
    Nun soll­te man ver­su­chen sich dabei auch in M. Mann sei­ner Zwick­müh­le hin­ein­zu­ver­set­zen (Ich den­ke der Feh­ler T. Ball zu ver­kla­gen bereut M. Mann heu­te zutiefst):
    Bevor ich an sei­ner Stel­le wis­sent­lich mani­pu­lier­te Daten ver­öf­fent­li­chen wür­de, wohl­wis­send dass die­se einer Prü­fung nicht stand­hal­ten, dann hal­te ich mich lie­ber bedeckt und neh­me das klei­ne­re o.g. Übel (Geld­ver­lust und ange­kratz­tes Image) in Kauf.
    D.h. der Streit über die Kur­ve geht wei­ter und weil es ja auch kei­ne Gegen­be­wei­se gibt, dass die­se Kur­ve tat­säch­lich mani­pu­liert wur­de, wird es zu kei­ner Ruhe dar­über in der Welt kom­men und die gro­ßen Geld­ge­ber, die Unsum­men in die CO2- Kam­pa­gne gesteckt haben, haben eine bes­se­re Chan­ce dar­an wei­ter zu pro­fi­tie­ren (da auch die gro­ßen Medi­en dar­an fest­hal­ten wer­den). Und es wird ver­bis­sen und hart­nä­ckig wei­ter ver­sucht ande­re kri­ti­sche Wis­sen­schaft­ler und Kri­ti­ker wei­ter zu dif­fa­mie­ren und als Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker zu verunglimpfen. 

    Letzt­end­lich ist es eine Fra­ge der Zeit und des Gel­des wie lan­ge es braucht bis so ein Kon­strukt in sich zusam­men­fal­len wür­de bzw. in der brei­ten Öffent­lich­keit nicht mehr halt­bar ist.

    Ich den­ke die Sache mit dem Main­stream ist, dass es sehr ange­nehm und leicht sein kann da mit­zu­schwim­men und Men­schen auch gut Halt (an ihrem ideo­loi­schem Welt­bild) geben kann und es viel mehr Arbeit macht die Din­ge zu hinterfragen.
    „Der Weg zum Glau­ben ist kurz und bequem, der Weg zum Wis­sen lang und stei­nig.“ – Ernst Stuhlinger

    Jeder hat ein Recht sich zu äußern, aber dann soll man, wenn man kei­ne Bewei­se oder unwi­der­leg­ba­ren Daten für die­se Aus­sa­gen hat, in sei­ner Welt wei­ter­le­ben aber nicht ‑wie es der Main­stream macht- dies als ein­zig gül­ti­ge Wahr­heit ver­kauft und anders­den­ken­de denun­ziert. Das ist eigent­lich das das was mich an der gan­zen Sache auf­regt. Ich bin ein frei und logisch den­ken­der Mensch und brau­che kei­nen Mei­nungs­zwang bzw. DDR 2.0, ich kann mir mei­ne Mei­nung selbst bilden.

    • Als Nicht­fach­mann ange­sichts der Fül­le von Für und Wider fas­se ich das alles fol­gen­der­ma­ßen zusam­men: ein chao­ti­sches Sys­tem kann man nicht vor­her­sa­gen (Schmet­ter­lings­ef­fekt), es wur­de bewie­sen, dass gelo­gen und betro­gen wur­de (cli­ma­te­ga­te), der s. g. men­schen­ge­mach­te Kli­ma­wan­del wird ange­bo­ten wie Sauer­bier, wobei jeder Kri­ti­ker auch noch nie­der­ge­schrien wird, an den wahr­schein­lich sinn­lo­sen Gegen­maß­nah­men ver­die­nen sich eini­ge Weni­ge dumm und däm­lich. Mehr brau­che ich im Grun­de nicht, um die gan­ze Sache ein­zu­ord­nen, obwohl ich ger­ne mehr hät­te. Wenn CO2-Ver­mei­dung das Ein­zi­ge ist, was die anzu­bie­ten haben in Anbe­tracht der schä(n)dlichen Ein­grif­fe in die Natur, dann kann man nur den Kopf schütteln.

    • In der Sache sind wir einer Mei­nung. Nur eine Anmer­kung zum Zitat: „Der Weg zum Glau­ben ist kurz und bequem, der Weg zum Wis­sen lang und steinig.“ 

      Sicher gibt es eine zu recht kri­ti­sier­te Bequem­lich­keit, irgend was für wahr zu hal­ten, auch wenn es dazu kei­ne hin­rei­chen­den Bele­ge gibt. Aber es soll­te klar sein, dass sich wis­sen nicht immer mit belie­big viel Mühe errei­chen lässt. Wir wis­sen heu­te eine gan­ze Men­ge zur Atmo­sphä­ren­phy­sik, und es ist müh­sam, sich die­ses Wis­sen anzu­eig­nen. Aber das bes­te Wis­sen bleibt hier stark begrenzt und unzu­rei­chend, belast­ba­re Zukunfts­pro­gno­sen oder zuver­läs­si­ge Simu­la­ti­ons­sze­na­ri­en zu ent­wi­ckeln – und das gilt im Beson­de­ren vor die welt­bes­ten Exper­ten heu­te und mor­gen, nicht nur für mich. Eini­ge Alar­mis­ten geben das sogar zu und erklä­ren, dass eben die Zeit zu knapp ist, und dar­um trotz unzu­rei­chen­den Wis­sens ein Han­deln heu­te erfor­der­lich sei. Glau­ben sei dar­um eine Not­wen­dig­keit, wenn man das Wis­sen eben nicht errei­chen kön­ne. Dies aber ist in dop­pel­ter Hin­sicht falsch:

      1. Wenn der Sach­ver­halt eben ein völ­lig ande­rer ist, wer­den mit völ­lig fal­schen Maß­nah­men nur Mit­tel ver­schwen­det oder gar Scha­den angerichtet. 

      2. Selbst wenn man den Alar­mis­ten so weit glaubt, so sind doch die hier pro­pa­gier­ten Maß­nah­men völ­lig unzu­rei­chend, das ver­meint­li­che Pro­blem wirk­sam zu lösen.

      • Sicher asso­zi­iert der Begriff cli­ma­te deni­er oder con­tra­ri­an eine Vor­ver­ur­tei­lung, die eine öffent­li­chen Dis­kus­si­on erschwert. Aber beden­ken Sie dabei, dass die öffent­li­che Dis­kus­si­on zu dem eigent­li­chen The­ma – näm­lich die Zusam­men­hän­ge und Risi­ken beim Kli­ma­wan­del – gar nichts sub­stan­ti­el­les bei­tra­gen kann. Dies kann nur die Wis­sen­schaft, die sich dar­um küm­mert. Mög­li­cher­wei­se wer­den von der Öffent­lich­keit leicht­fer­tig Per­so­nen oder Wis­sen­schaft­ler als cli­ma­te deni­er oder con­tra­ri­an belegt. Aber defi­ni­tiv trifft dies nicht für die popu­lärs­ten und ein­fluß­reichs­ten Ver­tre­ter die­ser so bezeich­ne­ten Per­so­nen­grup­pe zu. Denn Per­so­nen wie Hap­per, Lind­zen, Sin­ger oder Ball befin­den sich mit ihren Argu­men­ten zwei­fel­los außer­halb der wis­sen­schaft­li­chen com­mu­ni­ty. Von daher über­neh­men die Öffent­lich­keit und beson­ders die Medi­en mit der Bezeich­nung die­ser Per­so­nen als cli­ma­te deni­er oder con­tra­ri­an nur eine (manch­mal schon von zig Jah­ren erfolg­te) Bewer­tung durch die Wis­sen­schaft in dem Sin­ne, dass die Argu­men­te die­ser Per­so­nen auf­grund unzu­rei­chen­der, feh­ler­haf­ter oder gar fäl­schen­der wis­sen­schaft­li­chen Metho­den als unqua­li­fi­ziert bewer­tet wur­den. Cli­ma­te denier/contrarian zeich­nen sich vor allem dadurch aus, dass Sie als unbe­lehr­bar gel­ten und nur ihre Argu­men­te sehen, also das tota­le Antib­ei­spiel für auf­ge­schlos­se­ne Wis­sen­schaft­ler darstellen.

        • Sem­mel­weiss befand sich einst auch auch „zweif­fel­los“ außer­halb der wis­sen­schaft­li­chen Community.
          Im Zusam­men­hang mit dem Kli­ma wird aber auch mit Pro­gno­sen gear­bei­tet, die sich eben nicht veri­fi­zie­ren oder fal­si­fi­zie­ren las­sen. Wenn ein Herr Latif einst ver­kün­de­te, in 12 Jah­ren wür­de in Nord­deutsch­land Snee Geschich­te sein und er dann nach 12 Jah­ren ange­sichts pas­sa­bler Schnee­mas­sen dar­auf ange­spro­chen sei­ne Pro­gno­se auf 50 Jah­re erhöh­te, lässt mich das als phy­si­ka­li­schen Lai­en (aber mit wis­sen­schaft­li­cher Theo­rie­bil­dung und Wis­sen­schafts­ge­schich­te Ver­trau­tem) doch auf­hor­chen. Übri­gens: Auf einer geführ­ten Berg­wan­de­rung in der Nähe von Ober­gurgl hat uns unse­rer Wan­der­füh­rer berich­tet, dass vom 12. bis 15. (oder 16.) Jahr­hun­dert bis in die Nähe der Wild­spit­ze kei­ne Glet­scher vor­han­den waren. Er berief sich auf mei­ne Nach­fra­ge auf die Uni­ver­si­tät Inns­bruck. Die Men­scheit ist nicht aus­ge­stor­ben und die Erde nicht ver­brannt, wie es jetzt für die Erde jeden Frei­tag von einer mit Agit­prop (die sprach­li­che Dik­ti­on bewegt sich im Rah­men von DKP und KBW, also der Kern­trup­pe der Lin­ken in Ham­burg) bes­tens ver­trau­ten Welt­ret­te­rin auf dem Ham­bur­ger Rat­haus­markt etwa ab 12:30 ver­kün­det wird – vor inzwi­schen erheb­lich geschrumpf­tem Publikum.
          Wenn Ball u. a. sich also längst außer­halb der wis­sen­schaft­li­chen com­mu­ni­ty befin­den, war­um hat Mann dann über­haupt gegen ihn geklagt und ist dann nicht gleich mit sei­nen metho­di­schen Ansät­zen, Daten und Algo­ryth­men sofot vor Gericht getret­wen, um Ball den end­gül­ti­gen Todes­stoß zu ver­set­zen? War­um hat er ande­rer­seits – nach­dem sei­ne Kla­ge abge­wie­sen wur­de – nicht ein­fach gesagt, Ball sein als Wis­sen­schaft­ler eh dis­qua­li­fi­ziert, dass sich der Auf­wand nicht mehr loh­ne. War­um hat er dann aber nicht die Kla­ge wegen Belang­lo­sig­keit des Beklag­ten zurück­ge­zo­gen und damit doch eini­ges Geld gespart?
          Und noch etwas, bevor ich mich wie­der (end­gül­tig) zurück­zie­he: In den Naur­wis­sen­schaf­ten – sofern sie nicht dem Lys­se­ko­is­mus (dies ist über­tra­gen gemeint) unter­lie­gen – kann ein ein­zi­ger Beweis ein Theo­rie­ge­bäu­de zum Ein­sturz brin­gen. Eine Abstim­mung inner­halb der wis­sen­schaft­li­chen com­mu­ni­ty (Gemein­schaft), die hier immer wie­der als areo­pag beschwo­ren wird ist irrele­vant. Die Kli­ma­dis­kus­si­on ist aber kei­ne rei­ne natur­wis­sen­schaft­li­che Dis­kus­si­on, weil hier mit der Ent­wick­lung in der Zukunft und der Ver­gan­gen­heit ope­riert wird. Hier spie­len in der tat bestimm­te men­ta­le Dis­po­si­ti­on des Beob­ach­ters und Krea­tio­nis­ten von Com­pu­ter­mo­del­len etc. eine erheb­li­che Rol­le. Man schaue hier­zu in die ein­schlä­gi­gen wis­sen­schafts­theo­re­ti­schen Wer­ke (Wiki­pe­dia ist hier „nicht hilf­reich“). Ob man den „men­schen­gemac­ten“ Kli­ma­wan­del als Kata­stro­phe ansieht oder Chan­ce (auch dies ist mög­lich), hängt von dem Zweck ab, den man ver­folgt: Für die­je­ni­gen, die ein tota­li­tä­res Sys­tem „zum Woh­le der Mensch­heit“ errich­ten wol­len (für eine Öko-Dik­ta­tur wur­de ja jüngst in der SZ schon plä­diert) , also ihre Macht­ge­lüs­te aus­le­ben wol­len sind Kata­stro­phe und „men­schen­ge­macht“ ein Muss. Zu gewis­sen Zei­ten in Euro­pa – und, wie man inzwi­schen weiß, auch anders­wo – waren Gei­ßeln, wie Pest und Dür­ren immer das Ergeb­nis mensch­li­cher Sün­den, egal ob gegen den christ­li­chen, mus­li­mi­schen, ani­mis­ti­schen etc Gott.

          • „Sem­mel­weiss befand sich einst auch auch „zweif­fel­los” außer­halb der wis­sen­schaft­li­chen Community.“ 

            In der Kli­ma­for­schung gibt es ja auch nach wie vor Fort­schrit­te, aber nicht durch deni­ers, die ja die viel­fach veri­fi­zier­ten Grund­la­gen anzweifeln. 

            Und wenn Sie schon Rosi­nen picken, müs­sen Sie auch die Fra­ge beant­wor­ten, wie­vie­le Leu­te sich zur Zeit Sem­mel­weis außer­halb der wis­sen­schaft­li­chen Com­mu­ni­ty befan­den und Din­ge behaup­tet haben, die sich als falsch erwie­sen haben, der Anteil ist wesent­lich höher aber erlang­te kei­ne Berühmt­heit. Cli­ma­te deni­er behaup­ten ja kei­ne revo­lu­tio­när neue Din­ge, die einen Para­dig­men­wech­sel ein­lei­ten könn­ten, son­dern rei­ten auf bereits vor Jah­ren wider­leg­ten Behaup­tun­gen rum.

        • Wir reden von einem poli­ti­schen The­ma. Sie aber schrei­ben: ‚dass die öffent­li­che Dis­kus­si­on zu dem eigent­li­chen The­ma – näm­lich die Zusam­men­hän­ge und Risi­ken beim Kli­ma­wan­del – gar nichts sub­stan­ti­el­les bei­tra­gen kann.‘ Das ist nicht nur falsch, son­dern unde­mo­kra­tisch. Natür­lich geht es einer­seits dar­um, dass man ddie Wäh­ler davon über­zeu­gen will, dass wir ein men­schen­ge­mach­tes Kli­ma­pro­blem hät­ten, bei dem man schnell han­deln müs­se. Wenn dann dies mit betrü­ge­ri­schen Mit­teln erreicht wer­den soll, dann ist das höchst sub­stan­zi­ell für die Debat­te. Fer­ner geht es um Mei­nungs­ma­che, und um den Mei­nungs­geg­ner zu dis­kre­di­tie­ren. Das ist hier Kernpunkt.

          ‚Denn Per­so­nen wie Hap­per, Lind­zen, Sin­ger oder Ball befin­den sich mit ihren Argu­men­ten zwei­fel­los außer­halb der wis­sen­schaft­li­chen com­mu­ni­ty.‘ Das ist völ­li­ger Quatsch.

          ‚… Bewer­tung durch die Wis­sen­schaft in dem Sin­ne, dass die Argu­men­te die­ser Per­so­nen auf­grund unzu­rei­chen­der, feh­ler­haf­ter oder gar fäl­schen­der wis­sen­schaft­li­chen Metho­den als unqua­li­fi­ziert bewer­tet wur­den.‘ Auch das ist völ­li­ger Quatsch. Nach­ge­wie­sen wur­de vor allem, dass Micha­el Mann kei­ne Nach­wei­se für sei­ne Wir­kungs­rei­che Gra­fik erbrach­te. Er muss damit als unqua­li­fi­ziert bewer­tet wer­den. Ansons­ten bewer­tet die Wis­sen­schaft gar nichts, denn die Wis­sen­schaft ist ein Satz von Metho­den. Men­schen bewer­ten, und kön­nen sich ggf. irren. Eine Com­mu­ni­ty ist auch nicht so homo­gen, dass man die­se als Auto­ri­tät bezeich­nen könn­te. Die Fäl­le, in der sich die Mehr­hei­ten der wis­sen­schaft­li­chen Com­mu­ni­ty irr­ten, sind zahlreich.

          • Sie wol­len wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se durch eine demo­kra­ti­sche Abstim­mung fest­schrei­ben? Das ist so als wür­den Sie über die Lösung einer Dif­fen­ti­al­glei­chung eine Grund­schul­klas­se abstim­men las­sen. Ist ja wohl völ­lig klar, dass man durch Mehr­heits­den­ken nie erfolg­reich Wis­sen­schaft betrei­ben kann. Wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se ent­ste­hen durch Wis­sen und Metho­dik, was man durch einen wis­sen­schaft­li­chen Bil­dungs­weg erlangt, der leis­tungs­ori­en­tiert und selek­tiv ist, nicht durch popu­lä­res Pala­vern von jeder­mann ohne nach­ge­wie­se­ne Vorbildung.

            • Was soll denn das für ein selt­sa­mer Stroh­mann sein. Wir reden von einem poli­ti­schen The­ma – kei­nes­wegs von einer rein aka­de­mi­schen Dis­kus­si­on über wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se. Im übri­gen man­gelt es hier deut­lich an der Erkenn­bar­keit. denn im Gegen­satz zu ein­fa­chen funk­tio­na­len Zusam­men­hän­gen haben wir chao­ti­sche Sys­te­me, des­sen Ver­hal­ten nicht sicher vor­her­sag­bar ist.

          • Lie­ber Herr Landvoigt, 

            die Fra­ge, wie­viel das Kli­ma durch Treib­haus­ga­se beein­flusst wird, ist zwei­fel­los kei­ne poli­ti­sche Fra­ge, son­dern eine wis­sen­schaft­li­che. Die Grund­la­ge für eine poli­ti­sche Dis­kus­si­on über die Risi­ken eines anthro­po­gen beein­fluss­ten Kli­ma­sys­tems ist eben­falls zwei­fel­los wis­sen­schaft­lich zu klä­ren. Wenn Ihre Bei­trä­ge in einer poli­ti­schen Dis­kus­si­on den wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­stand wider­spre­chen, so haben Sie ihre Mei­nung zu kor­ri­gie­ren. Ein Beispiel:

            „Im übri­gen man­gelt es hier deut­lich an der Erkenn­bar­keit. denn im Gegen­satz zu ein­fa­chen funk­tio­na­len Zusam­men­hän­gen haben wir chao­ti­sche Sys­te­me, des­sen Ver­hal­ten nicht sicher vor­her­sag­bar ist.“

            Dies ist zwei­fel­los eine Behaup­tung, die einer wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chung zugrun­de lie­gen muss. Nun ist aber die Situa­ti­on so, dass das Kli­ma­sys­tem nicht völ­lig chao­tisch ist, son­dern auch ein­fa­che Zusam­men­hän­ge zeigt. Ihre Prä­mis­se ist also gar nicht ein­deu­tig gege­ben und damit ihre Schluß­fol­ge­rung auch nicht. 

            Kön­nen Sie mir also den Sinn Ihrer wis­sen­schaft­lich unsin­ni­gen Aus­sa­ge in einer poli­ti­schen Dis­kus­si­on erklä­ren? Ich hät­te da eine Erklä­rung, aber erklä­ren Sie mir es bitte.

  4. Auch wenn deut­sches Recht hier kei­ne Anwen­dung fin­det, kann ich mir doch vor­stel­len, dass es in Kana­da ähn­lich ist. Nach deut­schem Recht muss der­je­ni­ge, der eine Behaup­tung auf­stellt (hier: Ball) geeig­ne­te Anhalts­punk­te dafür dar­le­gen, dass sei­ne Behaup­tung wahr ist. Tut er dies nicht, läuft er gefahr, den Pro­zess zu ver­lie­ren. Die Tat­sa­che jedoch, dass Mann kei­ne Bewei­se für die Rich­tig­keit sei­ner Theo­rie vor­le­gen konn­te und er des­we­gen den Pro­zess kos­ten­pflich­tig ver­lo­ren hat, spricht mei­nes Erach­tens dafür, dass er nach kana­di­schem Recht offen­bar beweis­be­las­tet war. Die ein­fachs­te Mög­lich­keit, für Mann wäre es gewe­sen, nach­zu­wei­sen, dass die Behaup­tun­gen von Ball unwahr sind. Dies hat er inner­halb einer ihm oblie­gen­den Frist offen­bar nicht getan und nach kana­di­schem Recht den Pro­zess ver­lo­ren. Dar­aus folgt zwar nicht zwin­gend, dass die Behaup­tun­gen von Ball zutref­fend sind, jedoch erscheint es doch selt­sam, dass Mann sowohl sei­ne Ehre als auch eine Men­ge Geld (Pro­zess­kos­ten) weni­ger wert waren, als die Ver­öf­fent­li­chung sei­ner angeb­li­chen Bewei­se der Unrich­tig­keit der Behaup­tung des Ball.

    • Sehe ich auch so. Dar­um ist es m.E. durch­aus zuläs­sig, auf betrug sei­tens Mann zu schlie­ßen. Mann hät­te nach wis­sen­schaft­li­chen Gepflo­gen­hei­ten ohne­hin sei­ne Metho­de nach­voll­zieh­bar ver­öf­fent­li­chen müs­sen, auch ohne Gerichts­pro­zess, den er selt­sa­mer Wei­se selbst ange­strengt hat.

  5. Noch schnell ein Hin­weis in eige­ner Sache für die­je­ni­gen, die hier noch nie kom­men­tiert haben: Ich schal­te Kom­men­ta­re stets von Hand frei, um Trol­le, Schmier­fin­ken und übels­te Beschimp­fun­gen hier nicht durch­ge­hen zu las­sen. Solan­ge es sach­lich zugeht, win­ke ich hier aber ein­fach durch. Es dau­ert nur manch­mal etwas, ich habe ja auch noch ande­re Verpflichtungen.
    Dan­ke für euer Geduld, euer Ver­ständ­nis und eure Sachlichkeit. 😉
    Roger

    • Hal­lo Her Lesch,
      bei kenfm fand ich die­ses Leser­pos­ting. Da wer­den Erkennt­nis­se behaup­tet zu zu Win­ter und Som­mer, zu Pol und Äqua­tor, zu Tag und Nacht und zur Troposphäre.
      Was hal­ten Sie davon:

      Gruß
      Kurt

      Zitat:
      „Arne Lie­bau sagt:
      2. Sep­tem­ber 2019 at 17:30

      An alle die jetzt immer noch an die CO2 Ver­schwö­rung glau­ben. Hier noch mal die wis­sen­schaft­li­chen Fak­ten zusam­men­ge­fasst. Denn lei­der sucht man die hier vergebens.

      Der Treib­haus­ef­fekt ist für sich betrach­tet nichts Schlech­tes. Ohne die­sen könn­ten wir nicht exis­tie­ren und die Erde wäre völ­lig ver­glet­schert (es gäbe kein flüs­si­ges Wasser)!

      https://www.youtube.com/watch?v=QWfzim9Ttyc
      (9:53)

      Auch Lesch bestrei­tet ja über­haupt nicht den Ein­fluss der Son­nen­ak­ti­vi­tät auf das Kli­ma. Son­nen­ak­ti­vi­tät und Treib­haus­ef­fekt sind zwei par­al­le­le Pro­zes­se, die sich NICHT gegen­sei­tig aus­schlie­ßen, wie es von vie­len hier sug­ge­riert wird. Nur es ist doch absurd wenn ver­sucht wird die CO2 Theo­rie zu ent­kräf­ten, wenn ange­führt wird, wie toll man mit dem Son­nen­mo­dell die Eis- und Warm­zei­ten im Mit­tel­al­ter erklä­ren kann. Damals war die men­schen­ge­mach­te CO2 Emis­si­on äußerst gering ver­gli­chen mit Heu­te und spiel­te natür­lich so gut wie kei­ne Rol­le. Auch lässt sich der Tem­pe­ra­tur­ver­lauf für den Groß­teil des 20. Jahr­hun­dert noch zu einem hohen Anteil mit dem Ein­fluss der Son­nen­ak­ti­vi­tät erklä­ren. Jedoch betra­gen die Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen unter +/- 0,5 °Cel­si­us. Aber etwa ab den 80er Jah­ren macht sich ein wei­te­rer Fak­tor bemerk­bar, den man dann eben nicht mehr nur durch die Son­nen­ak­ti­vi­tät erklä­ren kann.

      https://www.youtube.com/watch?v=iyUwUZOFxgE

      Die Son­nen­ak­ti­vi­tät erklärt zum Groß­teil die Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen für die Zeit, als die vom Men­schen frei­ge­setz­ten Men­gen an Treib­haus­ga­sen noch kei­nen oder nur einen gerin­gen Ein­fluss hat­ten. Aber je näher man an die Gegen­wart her­an­kommt, des­to weni­ger kann ein Modell, was nur auf der Son­nen­ak­ti­vi­tät basiert, die Tem­pe­ra­tur­ver­än­de­run­gen erklären.

      Ich habe die­ses Doku­ment gefun­den, wo ein Men­schen gemach­ter Kli­ma­wan­del abge­strit­ten wird mit Hil­fe des Son­nen­ak­ti­vi­täts­mo­dell. In Abbil­dung 1 wird die Kur­ve genau zu dem Zeit­punkt abge­schnit­ten, wo das Son­nen­ak­ti­vi­täts­mo­dell anfängt zu versagen.

      https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwjy2effzKrkAhUEKlAKHZSnChUQFjAAegQIARAC&url=http%3A%2F%2Fwww.solaveritas.de%2Fpdf%2FKlimapropaganda_V1‑0.pdf&usg=AOvVaw1IuorSqOcpVs9yWFc4fKmx

      Es gibt inzwi­schen neue­re und bes­se­re Berech­nun­gen, was den Tem­pe­ra­tur­ver­lauf der letz­ten 1700 Jah­ren betrifft.

      https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-die-beruehmte-hockeyschlaeger-kurve-ist-eine-faelschung

      In Abbil­dung 6 sind meh­re­re Tem­pe­ra­tur­kur­ven über­la­gert, wel­che auf unter­schied­li­chen Metho­den basie­ren und von ver­schie­de­nen Wis­sen­schaft­ler­grup­pen stam­men und den aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Kon­sens demonstrieren.
      Um es noch mal zu beto­nen. Das Modell der Son­nen­ak­ti­vi­tät ist nicht falsch. Der Doku­men­tar­film „Das Geheim­nis der Wol­ken“ ist nicht falsch aber er ist kein Argu­ment gegen den Treib­haus­ef­fekt, wie vie­le hier glau­ben. Ein Kli­ma­mo­dell, was die Son­nen­ak­ti­vi­tät berück­sich­tigt kann rela­tiv gut die Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen der Ver­gan­gen­heit erklä­ren aber nicht mehr der letz­ten 40 Jah­re. Für die­se Zeit muss man den Ein­fluss des Treib­haus­ef­fekt mit ein­be­zie­hen, des­sen Ein­fluss um ein viel­fa­ches grö­ßer ist als der der Son­nen­ak­ti­vi­tät, was nicht heißt, dass die­se kei­nen Ein­fluss mehr hat.
      Die gegen­wär­ti­ge Erwär­mung zeigt Eigen­schaf­ten, wel­che das sola­re Modell nicht erklä­ren kann:

      1. Der Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist in der Nacht grö­ßer als am Tag
      2. Der Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist im Win­ter grö­ßer als im Sommer
      3. Der Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist an den Polen schnel­ler als am Äquator
      3. Die Tro­po­sphä­re erwärmt sich (wo sich die Treib­haus­ga­se sam­meln) und die dar­über lie­gen­de Stra­to­sphä­re kühlt sich ab

      Alle die­se Eigen­schaf­ten kann das sola­re Modell nicht erklä­ren. Das Modell des Treib­haus­ef­fekts aber schon. Alle Kli­ma­for­scher ken­nen die­se Eigen­schaf­ten der gegen­wär­ti­gen Erwär­mung. Und alle Wis­sen­schaft­ler wis­sen, dass ein sola­res Modell die­se Din­ge nicht erklä­ren kann aber das Modell des Treib­haus­ef­fekts. Des­halb gibt es einen so gro­ßen Kon­sens unter den Wis­sens­haft­lern bezüg­lich des Kli­ma­wan­dels nicht wegen irgend­wel­chen Kon­spi­ra­tio­nen oder weil sie irgend­ei­nem Guru hinterherlaufen.“

      • Lie­ber Herr Hart­mann, gute Zusam­men­fas­sung. Im Gegen­satz zu den meis­ten dump­fen Anhän­gern der Pro­pa­gan­da von cli­ma­te deni­ers, die auch hier im blog reich­lich ver­tre­ten sind, haben Sie nach den wis­sen­schaft­li­chen Zusam­men­hän­gen recherchiert.

  6. Ihr Arti­kel setzt auf einem Kon­flikt auf, der in der Wis­sen­schaft nicht exis­tiert, son­dern ein popu­lis­ti­sches Kon­strukt ist. Die Tem­pe­ra­tur­re­kon­struk­ti­on von Mann et al. von 1998, die popu­lär Hockey­stick genannt wird, hat so gros­se Ver­trau­ens­in­ter­val­le, dass die Lamb­sche Rekon­struk­ti­on der Tem­pe­ra­tur in Zen­traleng­land (die übri­gens so um 1966 endet und damit den jüngs­ten Anstieg gar nicht umfasst), die Ball und ande­re cli­ma­te deni­ers ger­ne zur Ver­ir­rung der Öffent­lich­keit zei­gen, ganz dar­in aufgeht. 

    Bei­de Kur­ven also sind kor­rekt, nur Balls Schluß­fol­ge­rung ist falsch und sei­ne Dar­stel­lung irreführend.

      • Zur Begriffs­er­klä­rung: Cli­ma­te deni­ers sind Leu­te, die den wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­stand igno­rie­ren, fäl­schen oder ver­fäl­schend dar­stel­len und statt­des­sen pseu­do­wis­sen­schaft­li­che The­sen aus­ser­halb der wis­sen­schaft­li­chen com­mu­ni­ty (Unis, Tagun­gen, For­schungs­ein­rich­tun­gen…) prä­sen­tie­ren statt sie in die­ser com­mu­ni­ty zur Debat­te zu stel­len. Typi­scher­wei­se sind deren The­sen seit Jahr­zehn­ten widerlegt.

        • Wis­sen­schaft­ler, die igno­riert oder lächer­lich gemacht wer­den und nicht mehr publi­zie­ren kön­nen, deren Reviews und Kom­men­ta­re der IPCC igno­riert oder die auf schwar­zen Lis­ten ste­hen oder die erst nach ihrer Eme­ri­tie­rung den Mut fin­den, kri­ti­scher zu wer­den, gehö­ren auch dazu?

        • All­ge­mein alle, deren Argu­men­te kein wis­sen­schaft­li­ches Vor­ge­hen zugrun­de­liegt. Ihre Bei­spie­le sind ja kein Kri­te­ri­um, son­dern eine emo­tio­na­le Reak­ti­on auf aus­blei­ben­de wis­sen­schaft­li­che Aner­ken­nung, bzw. eine fik­ti­ve Kon­struk­ti­on einer Geschich­te dar­über, um die Öffent­lich­keit zu pola­ri­sie­ren. Es soll der Ein­druck einer Zer­ris­sen­heit der Wis­sen­schaft ent­ste­hen, dabei folgt in Wahr­heit die eine Sei­te gar nicht einer wis­sen­schaft­li­chen Vor­ge­hens­wei­se, son­dern exis­tiert nur, um in der Öffent­lich­keit den Schein einer Ver­ris­sen­heit zu erzeugen.

          • Jetzt wirds albern. Es trifft auch Wis­sen­schaft­ler. Der pau­scha­le Vor­wurf der Unwis­sen­schaft­lich­keit ist exakt das Aus­gren­zungs­ar­gu­ment, dass die Linie zie­hen soll zwi­schen „belie­vers“ und „deni­ers“. Sie ver­su­chen hier, die „ande­re Sei­te“ pau­schal als unwis­sen­schaft­lich abzu­stem­peln. Ich wür­de vor­schla­gen, das in ihrem eige­nen Blog zu tun.

            • Ja, natür­lich ist die Wis­sen­schaft­lich­keit das Kri­te­ri­um und nicht die Per­son. Es gibt ja auch Wis­sen­schaft­ler unter den deni­ern, auch die zeich­nen sich dadurch aus, dass sie mit unwis­sen­schaft­li­chen und/oder welt­an­schau­li­chen Argu­men­ten kom­men. Der Begriff „belie­vers“ ist natür­lich auch nur ein Kon­strukt der deni­ers, die einen welt­an­schau­li­chen Dis­kurs recht­fer­ti­gen wollen.

            • Dann soll­ten wir uns zumin­dest dar­auf ver­stän­di­gen kön­nen, dass sowohl „belie­vers“ als auch „deni­ers“ poli­ti­sche Kon­struk­te sind. Um nicht zu sagen religiöse.

        • PS Ihr Argu­ment zum Zusam­men­hang zwi­schen CO2 und Tem­pe­ra­tur ist ein klas­si­sches Feh­lar­gu­ment in der aus­ser­wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­si­on. Dass die Tem­pe­ra­tur in der unte­ren Atmo­sphä­re mit mehr Treib­haus­ga­sen steigt, ist phy­si­ka­lisch durch die Infra­t­ro­t­ei­gen­schaf­ten der Treib­haus­ga­se bedingt. Dass Co2 aber bei höhe­rer Tem­pe­ra­tur aus dem Oze­an auf­steigt, ist phy­si­ko­che­misch bedingt. Bei­des pas­siert stets im Kli­ma­sys­tem, kau­sal aber folgt gegen­wär­tig die Tem­pe­ra­tur dem CO2, denn wir brin­gen ja zusätz­li­ches Co2 in die Atmo­sphä­re ein.

          • …und schon wie­der: „aus­ser­wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­si­on“. Steht zum Bei­spiel das Max-Planck-Insti­tut auch schon außer­halb der Wis­sen­schaft? Nun gut, viel­leicht, wenn Sie beim PIK arbei­ten, aber Spaß bei­sei­te. Die­se Aus­gren­zung klappt nicht. Und war­um soll das CO2 der Tem­pe­ra­tur „gegen­wär­tig“ fol­gen, wenn es dies nicht immer tut? Die Kli­ma­sen­si­ti­vi­tät von CO2 ist loga­rith­misch, nicht line­ar. Man müss­te die Kon­zen­tra­ti­on von gegen­wär­tig 400 ppm schon ver­dop­peln, um +1° hin­zu­be­kom­men. Bei einem Anteil von schlap­pen 3% anthro­po­ge­nem CO2 in der Atmo­sphä­re wäre das eine gewal­ti­ge Aufgabe!

            • Ich weiss nicht, auf wel­ches max planck insti­tut sie sich mit ihrer bemer­kung bezie­hen… .Die max planck insti­tu­te gehö­ren sicher zu den ein­rich­tun­gen, die wis­sen­schaft­lich arbei­ten, in ganz deutsch­land gibt es wohl kei­nen uni fach­be­reich oder sonst. wis­sen­schaft­li­che Ein­rich­tung, die bewusst unwis­sen­schaft­lich arbei­tet, das PIK übri­gens auch nicht.

              Zu Co2 Tem­pe­ra­tur: Noch­mals – die natur­ge­set­ze blei­ben stets die glei­chen, gegen­wär­tig kommt co2 noch anthro­po­gen hin­zu und das muss berück­sich­tigt wer­den. Resul­tat ist in Sum­me aller Effek­te, dass die Tem­pe­ra­tur auf­grund des anthro­po­ge­nen Ein­trags steigt. Zu dem Schluss und dem Irr­tum ihre­re­seits gelangt man quan­ti­ta­tiv, Sie müs­sen dazu die wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur lesen, es gibt auch gute popu­lär­wis­sen­schaft­li­che Dar­stel­lun­gen. Wenn man nur den deni­ers glaubt, lan­det man frei­lich auf dem Holz­weg, ihre Argu­men­te sind ent­spre­chend „miss­ver­ständ­lich“.

            • Sie gehen davon aus, das jemand, der wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur liest, nur zu Ihren Schluss­fol­ge­run­gen kom­men kann. Ich fin­de das ziem­lich ver­en­gend geschluss­fol­gert. Wie hier schon an ande­rer Stel­le beschrie­ben fin­de ich z. B. die Arbeit von Hen­rik Svens­mark zum Bei­spiel sehr inter­es­sant und dass der unwis­sen­schaft­lich arbei­tet, wer­den Sie sicher nicht behaup­ten. (oder doch?) Ihr Behar­ren auf der Unwis­sen­schaft­lich­keit mei­ner Argu­men­te ent­spricht aller­dings sehr gut dem, was der Teil der poli­tisch ver­ein­nahm­ten For­scher von sich behaup­tet. Ich ver­mu­te, der größ­te Teil der Poli­ti­ker, die aus den Ergeb­nis­sen der Kli­ma­de­bat­te heu­te pani­sche Schlüs­se zie­hen – und denen auch das PIK nur zu gern souf­fliert (eben­so das IPCC, das nun wirk­lich kei­ne wis­sen­schaft­li­che, son­dern eine poli­ti­sche Ein­rich­tung ist) – ver­steht nicht man einen Bruch­teil des­sen, wor­auf heu­te deren poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen auf­bau­en. An der Stel­le kom­men wir also nicht über­ein. Ich sage übri­gens nicht, das PIK arbei­te prin­zi­pi­ell unwis­sen­schaft­lich. Zu sol­chen Pau­schal­ur­tei­len nei­ge ich nicht. Es gibt (resp. gab) dort aber Kli­ma­for­scher, die, vor­sich­tig for­mu­liert, sich für Sozio­lo­gen, Steu­er­ex­per­ten, Kon­tin­gent­ver­wal­ter und Wirt­schafts­len­ker hiel­ten oder halten.

              Es gibt übri­gens – und da stim­men sie mir sicher zu – weder phy­si­ka­lisch noch che­misch Unter­schie­de zwi­schen anthro­po­ge­nem und anders ent­stan­de­nem CO2. Wenn es also höhe­re Tem­pe­ra­tu­ren als heu­te bei nied­ri­ge­rem co2-Gehalt gab und umge­kehrt auch, ist der Effekt, „Tem­pe­ra­tur folgt co2“ zumin­dest frag­lich. Zur Fra­ge wel­ches MPI das war, muss ich noch mal nach­schla­gen. War ein sehr inter­es­san­tes paper, was die Hys­te­rie lei­der nicht dämpf­te. Dass es schon ver­ges­sen oder ver­drängt ist und das Sie es nicht ken­nen (so viel kri­ti­sches abseits des poli­tisch befeu­er­ten Main­stream der Kli­ma­for­schung gibt es ja nicht), zeigt imho lei­der sehr deut­lich die Ein­sei­tig­keit der Debatte.

            • Naja, der Punkt ist eher, dass die Argu­men­te, die Sie hier wie­der­ge­ge­ben haben, in der Wis­sen­schaft gar nicht aktu­ell sind, son­dern dort als Irre­füh­rung für die Öffent­lich­keit (des­halb wur­den sie ja von deni­ers erfun­den) oder als falsch ver­stan­den gewer­tet werden. 

              Neh­men wir mal Ihre Aussage:
              „Bei einem Anteil von schlap­pen 3% anthro­po­ge­nem CO2 in der Atmosphäre“. 

              Stel­len wir die wis­sen­schaft­lich schon vor über 50 Jah­ren fest­ge­stell­te Tat­sa­che gegen­über, dass der CO2 Anteil in der Atmo­sphä­re auf­grund anthro­po­ge­ner Emis­sio­nen ste­tig ansteigt und gegen­über den Wer­ten im 19 Jahr­hun­dert inzwi­schen um rund 40% zuge­nom­men hat. 

              Besteht zwi­schen den Aus­sa­gen nun ein fak­ti­scher Wider­spruch oder nur ein schein­ba­rer, weil man sich ein­fach nur unprä­zi­se aus­ge­drückt hat, oder ein Ver­such eines kon­stru­ier­ten zur Irre­füh­rung der Öffentlichkeit?

    • Cli­ma­te Deni­er – deutsch Kli­ma-Leug­ner – ist in mei­nen Augen ein Begriff der jeden der die­sen gebraucht, sofort von jeder ver­nünf­ti­gen Dis­kus­si­on dis­qua­li­fi­ziert. Gründe:

      1. Der Begriff soll eine asso­zia­ti­ve Ver­bin­dung zu Holo­caust-Leug­nern auf­bau­en und per Asso­zia­ti­on die offe­ne Dis­kus­si­on über fak­ten unter­bin­den. Das genügt m.E., der­ar­ti­ge Kom­men­ta­to­ren nicht mehr ernst zu nehmen.

      2. Bei Begrif­fen wie Holo­caust Leug­ner geht es dar­um, einen gut beleg­ten Sach­ver­halt zu bestrei­ten, hier den Holo­caust. Soge­nann­te Cli­ma­te Deni­er leug­nen nicht, das es ein Kli­ma gibt, oder dass es Kli­ma­wan­del gibt, aber sie bezwei­feln den Umfang zu wel­chem anthro­po­ge­ne Ein­flüs­se den Kli­ma­wan­del trei­ben. Dar­um ist auch die Begriffs­bil­dung gro­ber Unfug.

      3. Der Stand der Wis­sen­schaf­ten kann nicht belast­bar anthro­po­ge­ne Ein­flüs­se quan­ti­fi­zie­ren, dar­um kann es auch kein ‚Leug­nen‘ geben. 

      4. Die unten genann­te Erklä­rung was denn mit cli­ma­te Deni­ers gemeint sei, ent­spricht kei­nem Stan­dard, denn die­se wer­den nach guss­to nebu­lös immer unter­schied­lich beschrie­ben. Zuwei­len wer­den auch sol­che dazu gezählt, die kei­ne zwei­fel an den anthro­po­ge­nen Ursa­chen haben, die aber die Aus­wir­kun­gen oder die Maß­nah­men als unge­eig­net einschätzen.

      5. Wer also ernst genom­men wer­den will, muss sich der­ar­tig unwis­sen­schaf­li­cher Pro­pa­gan­da enthalten.

  7. Gibt es die­ses Urteil wirk­lich? Im öster­rei­chi­schen Stan­dard heißt es, dass die Behaup­tung, Timo­thy Ball habe vor dem Obers­ten Gerichts­hof von Bri­tish Colum­bia (Kana­da) gegen Micha­el Mann gewon­nen, eine glat­te Lüge ist, die nur auf Ver­schwö­rungs- und Troll­sei­ten ver­brei­tet wird. In Wirk­lich­keit sei der Pro­zess nicht ein­mal ange­nom­men wor­den. https://www.derstandard.at/story/2000107946357/greta-thunberg-versus-klimawandelleugner-medien-muessen-einfach-besser-berichten#posting-1044988958

    • Noch­mal: es gab kein URTEIL, das Gericht hat die Kla­ge abge­wie­sen, WEIL Mann die Frist ver­strei­chen ließ, die gefor­der­ten Bewei­se vor­zu­le­gen. Wenn ich sehe, wie das jetzt ver­dreht wird, kann ich Manns Tak­tik natür­lich ver­ste­hen. Er sagt ein­fach „Ätsch, es gab kein Urteil!“ – Aber ER war es, der geklagt hat und Ball gern als Lüg­ner und Ver­leum­der sei­ner Theo­rie daste­hen las­sen woll­te. SCHAUT–GENAU–HIN–LEUTE!

    • Da Mann geklagt hat­te, han­delt es sich ja um eine Kla­ge­ab­wei­sung. Er selbst berich­te­te dar­über und beton­te, es sei nur ein Frist­ver­säum­nis gewe­sen. Die Alter­na­ti­ven wären fol­gen­de gewe­sen: Pro­zess ver­lie­ren oder Kla­ge zurück ziehen.

      • Die Kla­ge, war von Mann am 25.März 2011 in Van­cou­ver ein­ge­reicht worden.
        Die Frist, die ihm gesetzt war, war im Jahr 2017. Offen­sicht­lich hat das Gericht ihm noch eine wesent­lich län­ge­re Frist zuge­stan­den, die unge­nutzt ver­stri­chen war. Es ist völ­lig unglaub­wür­dig, dass es ein­fach ein Ver­säum­nis sei­tens Mann war, denn das Ver­fah­ren hat­te ja hin­rei­chend öffent­li­che Auf­merk­sam­keit erfahren.

    • So ein­fach ist es wohl doch nicht. Fin­den Sie es nicht merk­wür­dig, dass, obwohl ja alle „Bewei­se“ öffent­lich zugäng­lich sind, Mann die Frist hat ver­strei­chen las­sen? Oder bezwei­feln Sie womög­lich sogar die Mel­dung, DASS Mann die Frist hat ver­strei­chen las­sen? Im Übri­gen ent­hält die genann­te Quel­le Tei­le der in den load-Befeh­len genann­ten Daten eben gera­de NICHT (sie­he datalistall.dat im Ver­zeich­nis PROXY). Die PS-Datei, die im Stamm­ver­zeich­nis wie ein Köder aus­ge­legt ist, zeigt nach Kom­pi­lie­rung nur Tem­pe­ra­tur­da­ten ab 1600, nicht frü­her. Das ist übri­gens die ursprüng­li­che Kur­ve, die 1998 auch publi­ziert wur­de. Ein wei­te­res Pro­blem ist der Schluss, den man aus der Kur­ve gezo­gen hat – und wel­che auch Mann ver­tei­digt: den angeb­li­chen kau­sa­len Zusam­men­hang zwi­schen CO2-Kon­zen­tra­ti­on und Tem­pe­ra­tur. Der exis­tiert zwar, aber anders her­um! Stei­gen die Tem­pe­ra­tu­ren, ver­rin­gert sich die Lös­lich­keit von CO2 im Meer­was­ser und es wird dort frei­ge­setzt. Da die Tem­pe­ra­tur­än­de­run­gen in dem gigan­ti­schen Stück Was­ser, dass die Ozea­ne dar­stel­len, recht lang­sam ablau­fen, läuft die CO2-Kon­zen­tra­ti­on dem Tem­pe­ra­tur­an­stieg hin­ter­her. Nicht umgekehrt.
      Ihre „ach da schau her“ Quel­le spricht ganz offen­sicht­lich nicht für Mann, denn sonst hät­te er sie ja vor­ge­bracht. Hat er aber nicht.

      (nächs­tes mal nicht anonym, bitte 😉 )

  8. Hal­lo Herr Letsch, vie­len Dank für die­se Info! Sie wird hof­fent­lich nicht ganz so schnell ver­ges­sen wer­den, wie „Cli­ma­te­ga­te“… Lei­der ist die Such­funk­ti­on auf EIKE etwas ver­bes­se­rungs­be­dürf­tig. Aber wenn man sich noch an Cli­ma­te­ga­te 2009 – Hopp­la! Wir fei­ern bald 10 Jah­re Cli­ma­te­ga­te! – erin­nert, erhält man ein paar Treffer:

    https://www.eike-klima-energie.eu/2009/11/27/ipcc-cru-datenskandal-update-3-so-funktionierte-mikes-trick/

    https://www.eike-klima-energie.eu/2009/11/27/climategate-4-die-chronik-eines-wissenschaftlichen-skandals-des-ipcc-zulieferers-cru/

    In einem wei­te­ren Arti­kel wur­de ein Pro­gram­mie­rer zitiert, der sich über die Algo­rith­men beklag­te, die bei der Zusam­men­füh­rung der Tem­pe­ra­tur­rei­hen eine Abküh­lung gezeigt hät­ten… Das alles betraf Mann aber nur indirekt.

    Phil Jones durf­te damals gehen, Micha­el Mann durf­te blei­ben. Das hat sich wohl sti­mu­lie­rend auf des­sen Selbst­be­wusst­sein ausgewirkt…

    • Mich wun­dert, dass nach all dem, was man mit eige­nen Augen lesen kann, so vie­le Unter­su­chungs­ko­mis­sio­nen zum Ergeb­nis kom­men, dass die Vor­wür­fe unbe­grün­det sei­en, wie u. a. Wiki­pe­dia behauptet.

      • Wie es um die Qua­li­tät und Neu­tra­li­tät von Wiki­pe­dia steht, kann man gut über­prü­fen, wenn man die Ein­trä­ge zu Frau Kaha­ne in der deut­schen und eng­li­schen Ver­si­on ver­gleicht. Was für ein einen ein Sta­si-Spit­zel ist, nennt der ande­re „Akti­vis­tin“.

        • Was das betrifft gibt es ja nahe­zu unzäh­li­ge Bei­spie­le für die Qua­li­tät von Wp. Aber wie es aus­sieht, haben die Kom­mis­sio­nen tat­säch­lich so ent­schie­den, man lügt und betrügt also schon auf viel höhe­rer Ebe­ne und die­se Lügen bekommt man dann wie eine ewi­ge Lei­er in Dis­kus­sio­nen vor­ge­setzt, ver­geb­lich ver­weist man auf die Ori­gi­nal­tex­te. Sol­che Geg­ner kön­nen doch kei­ne natür­li­chen Men­schen sein, die wer­den doch bezahlt oder haben auf Grund ihres Has­ses völ­lig die Kon­trol­le ver­lo­ren. Anders kann ich es mir nicht vor­stel­len, denn nie­mand, der Lesen und Schrei­ben kann, kann so dumm sein.

  9. Zitat:„Der Spie­ler, der „sehen“ woll­te heißt Timo­thy Ball, ein kana­di­scher Geo­graph. Zitatende.

    Ver­ehr­ter Herr Lesch, Dr. Tim Ball ist ein gelern­ter und sehr erfah­re­ner ech­ter Kli­ma­wis­sen­schaft­ler, daher wag­te er das Risi­ko des Pro­zes­ses, den er nun in vol­lem Umfang gewann, ein­schließ­lich der Pro­zess­kos­ten­er­stat­tung in Mil­lio­nen­hö­he. Ich ken­ne alle Bücher von Dr. Ball, ein sehr kennt­nis­rei­cher und sym­pa­thi­scher Wis­sen­schaft­ler, der kei­ne Angst vor M. Mann hat­te, weil er die Wahr­heit (die wah­ren Daten) über den Hockey­stick kann­te. Mann ver­schwieg, dass es eine Warm­pe­ri­ode im Mit­tel­al­ter gab. Daher sind sei­ne Daten fragwürdig.

    • Der Grund, war­um der „men­schen­ge­mach­te Dings­bums“ immer wei­ter getrie­ben wird, hat poli­ti­sche Grün­de. Den wohl­stands-west­li­chen Gesell­schaf­ten soll der Wohl­stand aus­ge­trie­ben wer­den und der Sozia­lis­mus kom­men. Der ver­schafft das, was alle nicht wol­len: glei­che Armut für alle. Kei­ne Autos, Flug­zeu­ge, Fleisch usw.

      Der bra­ve Spieß­bür­ger wird durch sei­ne Block­par­tei­en­wah­len, ein­schließ­lich der CDU, schon dafür sor­gen, dass es dazu kommt. Sie­he Sach­sen und Bran­den­burg. Das ist Demo­kra­tur, äh, Demokratie.

    • Habe ich etwas ande­res behaup­tet? Die Para­bel an Anfang des Tex­tes dien­te der Erläu­te­rung des Pro­blems. Geo­graph ist übri­ges genau­so rich­tig wie Klimawissenschaftler.

      • Da habe ich Sie wohl miß­ver­stan­den. Im übri­gen lese ich Ihre Arti­kel wegen Ihrer Sach­kennt­nis sehr ger­ne. Nichts für ungut.

  10. Ob Tem­pe­ra­tur­mes­sun­gen eine Ten­denz von glo­ba­ler Bedeu­tung mani­fes­tie­ren oder nur ein loka­les Ereig­nis dar­stel­len, ent­schei­det das Polit­bü­ro. Des­sen IQ frei­lich wird am bes­ten beschrie­ben als Flat Line.

    Offen­bar geben man­che Algo­rith­men unab­hän­gig vom Input immer einen Hockey­schlä­ger aus. Femi­nis­ti­sche Algo­rith­men erge­ben immer ein Herz­chen oder einen Smi­ley, beim deut­schen Gesin­nungs­jour­na­lis­mus hin­ge­gen kommt unab­hän­gig von den Mess­wer­ten immer eine Swas­ti­ka heraus.

    War­ten wir das pro­gnos­ti­zier­te Gro­ße Mini­mum ab. In 100 Jah­ren stellt Dog­ger­land einen Antrag auf EU-Bei­tritt und wir kön­nen über die Bering­stra­ße zum Eis­essen nach Kali­for­ni­en radeln.

  11. Sehr tole­rant, den Komen­tar mit dem Hei­se-Link nicht zu löschen. Hei­se ver­fährt da anders, bei denen ver­sto­ßen eure Inhal­te gegen deren Nut­zungs­be­din­gun­gen. Aus mei­ner Mailbox:

    „Hal­lo,

    Ihr Bei­trag wur­de gesperrt, weil Sie dar­in einen Link auf Inhal­te nen­nen, die gegen unse­re Nut­zungs­be­din­gun­gen ver­sto­ßen wür­den. Bit­te beach­ten Sie fol­gen­den Pas­sus unse­rer Nutzungsbedingungen:

    „5. Ver­lin­ken Sie nicht auf Inhal­te, die gegen unse­re Nut­zungs­be­stim­mun­gen ver­sto­ßen würden.“
    (https://www.heise.de/userdb/register?dirid=1&skin=default&rm=show_terms)

    Mit freund­li­chen Grüssen
    hei­se online
    Foren-Administration

    ======================================================

    Mehr muss man zum The­ma „Kli­ma­l­eug­ner“ nicht wissen

    https://unbesorgt.de/ein-pokerspiel-um-hockeystick-und-klimakatastrophe/

    Den letz­ten Klick, den Hei­se von mir bekom­men hat ist der, der not­wen­dig für das Löschen mei­nes accounts war. Zen­sur ist mir ein Greuel.

      • Ja, ich amü­sie­re mich auch köst­lich. Hei­se wird sowie­so in letz­ter Zeit immer mehr main­stream, bekom­men wohl jetzt auch regel­m­ßig ihre 30 Silberlinge.

    • Inter­es­sant fin­de ich auch, wie sich die Serio­si­tät von Micha­el Mann und Timm Herbst ähneln, wenn sie die Kar­ten auf den Tisch legen sol­len. Herbst behaup­te­te in einem Komen­tar: „Ja. Alle mir bekann­ten [Gegen­ar­gu­men­te] habe ich wider­legt. Ist nur hier nicht das The­ma.“ Dar­auf­hin bat ich ihn, einen Link zu pos­ten, in dem man die Wider­le­gun­gen nach­le­sen kann. Sei­ne Ant­wort: „Und wenn ich die brin­ge, was dann? Wel­che Kon­se­quenz hät­te das für sie? Ein Schulterzucken?“
      Dar­auf habe ich geant­wor­tet, dass ich danach mög­li­cher­wei­se schlau­er bin und ihm ver­spro­chen, im mit­zu­tei­len, wel­che Kon­se­quen­zen es für mich hat­te. Sei­ne Ant­wort dar­auf, dass ich mög­li­cher­wei­se danach schlau­er bin, war: „Das wäre bei einem Leug­ner das aller­ers­te Mal.“ und auf mein Ver­spre­chen einer Mit­tei­lung: „Las­sen sie mich schon vor­ab raten: kei­ne. Wol­len wir wet­ten?“ Dar­auf­hin habe ich die Geduld ver­lo­ren und geschrie­ben: „Offen­sicht­lich ver­lierst du lang­sam die Kon­trol­le. Wo habe ich denn etwas geleug­net? Wenn du nichts hast, sag es ein­fach, aber hör auf mich zu ver­ar­schen.“ Es folg­te kei­ne Ant­wort und ich neh­me an, er fühlt sich nicht als Ver­lie­rer, weil er ja nur bis zum Sanktnim­mer­leins­tag die Zeit ver­strei­chen lässt. Geduzt habe ich ihn übri­gens in die­ser Ant­wort das ers­te Mal, weil er das „Sie“ respekt­los kon­se­quent klein schrieb. Nach­zu­le­sen, wenn noch nicht gelöscht, ist es hier im Komen­tar „Fal­sche Überschrift“:
      https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Klimawandeldebatte-Unbegruendeter-Alarmismus-beim-Waldsterben-und-Ozonloch/forum-433003/page‑2/

      • Ein inhalt­lich begrün­de­tes Sperr­ver­hal­ten der Hei­se-Admins habe ich bei mei­nen Kom­men­ta­ren nicht erlebt. Und mein Stand­punkt zum Kli­ma­schwin­del war auf den ers­ten Blick ersichtlich.

  12. Aber Rau­schi,
    das links-grü­ne Geschreib­sel bei Hei­se, der neben­bei Sozia­lis­ten­kaf­fee feil bie­tet und ansons­ten Sau­ce für Wan­na­Be-Inte­lek­tu­el­le ver­öf­fent­licht, das darfst Du uns doch nicht antun. Da müss­te ich Gre­ta ja sonst wo lecken um das was bei Hei­se ange­bo­ten wird schlu­cken und wie­der aus­spei­en zu können.
    Bleib doch lie­ber Bei SPON und Zeit. Die stel­len Dich gleich als Rit­ter der Kokos­nuss ein – um uns bes­ser ner­ven zu können.

    • Wow, so vie­le Fak­ten auf ein­mal, damit kann ich nicht umge­hen, sorry.
      Sind hier alle Mei­nun­gen so fundiert?

  13. @Rauschi:
    Mit Ver­laub, ich habe mir Ihre Emp­feh­lung durch­ge­le­sen und muss Ihnen mit­tei­len, dass der ver­link­te Arti­kel kaum einen Absatz ohne Logik­feh­ler und Falsch­in­for­ma­tio­nen ent­hält. Pseu­do­ar­gu­men­te lie­fert also in ers­ter Linie der Autor Herbst.

    Wie Herr Letsch in sei­nem Arti­kel dar­legt han­delt es sich auch hier um die stän­di­ge Wie­der­ho­lung längst wider­leg­ter Behaup­tun­gen. Herr Herbst schreibt zum Bei­spiel von der „schmut­zi­gen“ Kern­ener­gie. Zunächst ein­mal: es gibt kei­ne – ich wie­der­ho­le K E I N E – abso­lut sau­be­re Ener­gie­ge­win­nung. Auch die viel geprie­se­ne Wind- und Son­nen­en­er­gie kommt nicht ohne Ein­grif­fe in die Natur oder Ver­schmut­zun­gen aus – von den Ver­füg­bar­keits­pro­ble­men will ich gar nicht erst anfangen.

    Die Kern­ener­gie ist jedoch in Bezug auf Effi­zi­enz, Sau­ber­keit und Ver­füg­bar­keit eine der der­zeit best­mög­li­chen Ener­gie­for­men. Herr Herbst Wis­sen hier­zu scheint min­des­tens 30 Jah­re ver­al­tet. Moder­ne KKWs nut­zen das, was die Deut­schen immer noch als „radio­ak­ti­ven Müll“ bezeich­nen wie­der als wert­vol­len Brennstoff.

    Ein ande­res Unsinn-Bei­spiel aus dem ver­link­ten Arti­kel ist das The­ma „Power2Gas“. Es gibt kaum ein unwirt­schaft­li­che­res Ver­fah­ren: extrem teu­er in Umwand­lung und Spei­che­rung und mit einem Wir­kungs­grad von der­zeit unter 40%! 

    Und mas­si­ver EE-Aus­bau??? Ernst­haft jetzt? Rei­chen die teu­ers­ten Ener­gie­prei­se Euro­pas noch nicht? Wie­viel soll die Kilo­watt­stun­de Ihrer Mei­nung nach denn in Deutsch­land kos­ten? 5 Euro?

    Wis­sen Sie, wie die Washing­ton Post die deut­sche Ener­gie­po­li­tik bezeich­ne­te? Als die idio­tischs­te welt­weit! Hur­ra, wir sind zwar kein Fuß­ball­welt­meis­ter mehr, aber dafür Idio­ten­welt­meis­ter – immer­hin etwas! Es hat schon Grün­de, war­um kein Land dem Bei­spiel der deut­schen Ener­gie­wen­de folgt. Aber Deutsch­land ist auf die­sem Gebiet mal wie­der der Geis­ter­fah­rer, der alle Ent­ge­gen­kom­men­den für Geis­ter­fah­rer hält. Der ver­link­te Arti­kel ist dafür das bes­te Beispiel.

    • „Ein ande­res Unsinn-Bei­spiel aus dem ver­link­ten Arti­kel ist das The­ma „Power2Gas”. Es gibt kaum ein unwirt­schaft­li­che­res Ver­fah­ren: extrem teu­er in Umwand­lung und Spei­che­rung und mit einem Wir­kungs­grad von der­zeit unter 40%! “
      Aha, wel­chen Wir­kungs­grad hat denn ein AKW? 35%? Müss­te also zwin­gend abge­schal­tet werden?
      War­um aber die angeb­li­chen Skep­ti­ker der wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se eine Hoch­ri­si­ko­tech­nik wie ein AKW nicht anzwei­feln, die Fra­ge darf ich dann aber doch stellen.

      „Und mas­si­ver EE-Aus­bau??? Ernst­haft jetzt? Rei­chen die teu­ers­ten Ener­gie­prei­se Euro­pas noch nicht? Wie­viel soll die Kilo­watt­stun­de Ihrer Mei­nung nach denn in Deutsch­land kos­ten? 5 Euro?“
      Jemand, der die mit Abstand teu­ers­te Ener­gie, also AKW, hoch­hält, soll­te mir nicht mit der Kos­ten­keu­le kommen
      Das unse­re Regie­rung die Ener­gie­wen­de maxi­mal mies umsetzt, ist kei­ne Fra­ge, das bedeu­tet aber doch kei­nes­falls, das es nicht anders gehen könnte.

      Und sor­ry, jemand, der Ball für glaub­wür­dig hält, den muss ich nicht mehr ernst nehmen.
      Mann ist schon seit Jahrz­en­ten Geschicht, die Ergeb­nis­se wur­den von viel­fa­cher Sei­te wie­der­holt und belegt.
      Was genau war der Vor­wurf? Wenn die Skep­tierkge­mein­de den zum Papst hoch­sti­li­siert, ist das Euer Pro­blem, aber nicht das der Wissenschaft.
      Auch erstaun­lich, das mir nie­mand die Fra­ge beant­wor­ten kann, wor­an ich einen seriö­sen Wis­sen­schaft­ler erken­nen kann. Dar­aus schluss­fol­ge­re ich, das es so ein Kri­te­ri­um nicht gibt und ein­fach die genom­men wer­den, die den eige­nen Stand­punkt stüt­zen. Mag mensch­lich ver­ständ­lich sein, aber wis­sen­schaft­li­chist das nicht.
      Nur mal am Rand, war­um herr­schen auf der Venus höhe­re Tem­pe­ra­tu­ren als auf dem Mer­kur, wenn doch CO2, wor­aus dem Atmo­sphä­re zu 95% besteht, kei­ne Wir­kung hat?

      • Zitat: „Auch erstaun­lich, das mir nie­mand die Fra­ge beant­wor­ten kann, wor­an ich einen seriö­sen Wis­sen­schaft­ler erken­nen kann.“

        In Sachen Kli­ma erkennt man seriö­se Wis­sen­schaft­ler meis­tens schon dar­an, dass sie nicht zu Kli­ma­kon­fe­ren­zen u. s. w. zuge­las­sen wer­den und vom Main­stream und Leu­ten wie Ihnen hef­tigst dif­fa­miert werden.

        Zitat: „Und sor­ry, jemand, der Ball für glaub­wür­dig hält, den muss ich nicht mehr ernst nehmen.“

        “Geg­ner glau­ben uns zu wider­le­gen, wenn sie ihre Mei­nung wie­der­ho­len und auf die uns­ri­ge nicht achten.“
        (Goe­the)

        Zitat: „Dar­aus schluss­fol­ge­re ich, das es so ein Kri­te­ri­um nicht gibt und ein­fach die genom­men wer­den, die den eige­nen Stand­punkt stüt­zen. Mag mensch­lich ver­ständ­lich sein, aber wis­sen­schaft­li­chist das nicht.“

        Sie hin­ge­gen ori­en­tiert sich nur an „seriö­sen“ Wis­sen­schaft­lern, die mit Ihrem Stand­punkt nichts zu tun haben. Ist wohl viel wis­sen­schaft­li­cher als bspw. Goe­thes und mei­ne Methode.

        „Ich habe bemerkt, daß ich den Gedan­ken für wahr hal­te der für mich frucht­bar ist, sich an mein übri­ges Den­ken anschließt und zugleich mich fördert.“
        (Goe­the)

      • Rau­schi, ich glau­be kaum, dass wir über­ein­kom­men. Bei Power2Gas geht man der­zeit von einem rech­ne­ri­schen Wir­kungs­grad von 40% aus. Kos­ten der Erzeu­gung und Trans­port zu den Haus­hal­ten wur­den man­gels Ein­satz in der Strom­wirt­schaft noch gar nicht abgezogen!

        Von der Kern­ener­gie hin­ge­gen kennt man den Net­to-Wir­kungs­grad gut: er liegt der­zeit bei 37%. Bei den Kraft­wer­ken der nächs­ten Genera­ti­on geht man sogar von ca. 70% aus – in die­sem Fall aller­dings wie­der der Brut­to­wert, da noch nicht im Ein­satz und somit nicht nachmessbar.

        Kern­ener­gie, die teu­ers­te Ener­gie­form? Gehen Sie auch den Grü­nen auf den Leim, die behaup­ten, es hät­te mas­si­ve Sub­ven­tio­nen gege­ben? Die ein­zi­ge staat­li­che Unter­stüt­zung gab es zur Zeit der Grund­la­gen­for­schung. Grund­la­gen­for­schung wird aber stets sub­ven­tio­niert – egal auf wel­chem Gebiet. Danach hat sich die Kern­ener­gie dem Markt stel­len müs­sen. Und wie ist das bei den soge­nann­ten „erneu­er­ba­ren Ener­gien“? Die Bun­des­re­gie­rung rech­net bis 2025 mit 520 Mil­li­ar­den Euro Sub­ven­tio­nen. Und wir alle ken­nen die Zuver­läs­sig­keit sol­cher Kos­ten­schät­zun­gen der öffent­li­chen Hand. Allein 2018 hat die Ener­gie­wen­de den Ver­brau­cher ca. 30 Mil­li­ar­den Euro gekos­tet. Da kön­nen Sie eine Men­ge Eis­ku­geln für kau­fen, um bei dem Trt­tin-Ver­gleich zu bleiben.

        Die ver­spro­che­nen CO2- Ein­spa­run­gen las­sen übri­gens wei­ter auf sich war­ten. Eine Men­ge Geld für ganz viel Ideo­lo­gie, nicht vor­han­de­ner Wir­kung, basie­rend auf unbe­wie­se­nen Annahmen.

        Was die Serio­si­tät von Wis­sen­schaft­lern angeht: Ein­stein – zwei­fel­los ein Wis­sen­schaft­ler, der die­se Bezeich­nung ver­dient – hat, als er sei­ne Rela­ti­vi­täts­theo­rie ver­öf­fent­lich­te, alle Grund­da­ten und Berech­nun­gen eben­so ver­öf­fent­licht. Er hat jeden Zweif­ler – und davon gab es zu sei­ner Zeit eine Men­ge – auf­ge­for­dert, nach­zu­rech­nen und ihn zu widerlegen.

        Mann hin­ge­gen ver­öf­fent­licht sei­ne Daten nicht und damit hat sich die Fra­ge nach sei­ner Serio­si­tät erle­digt. Er for­dert von sei­nen Jün­gern, ihm zu glau­ben. Ihnen scheint das zu rei­chen – ich hin­ge­gen gehe zum Glau­ben aus­schließ­lich in die Kir­che. 🙂 Außer­halb der Kir­che zäh­len hin­ge­gen nur Fak­ten, Fak­ten, Fakten.

        • Nur kurz zur sau­be­ren Kernkraft
          https://www.youtube.com/watch?v=HEclYH6Ew_g
          Abar­tig, wie schmut­zig das Geschäft ist, für den nor­ma­len Kun­den aller­dings unsichtbar.

          „Allein 2018 hat die Ener­gie­wen­de den Ver­brau­cher ca. 30 Mil­li­ar­den Euro gekos­tet. Da kön­nen Sie eine Men­ge Eis­ku­geln für kau­fen, um bei dem Trt­tin-Ver­gleich zu bleiben.“
          Wie gut, das die Brenn­stä­be umsonst zu uns kommen.
          Ja, die Regie­rung ver­geigt die Ener­gie­wen­de, aber das ist nicht sys­tem­be­dingt, son­dern gewollt.

          Mir ist Mann total egal, die Wer­te wur­den oft genug nach­ge­wie­sen, wor­auf soll die Empö­rung beruhen?

          Als kön­ne Otto Nor­mal­ver­brau­cher die Kli­ma­mo­dell nach­rech­nen, der Witz war gut.
          Mal wie­der: offen­sicht­lich benö­tig hier nie­mand ein Kri­te­ri­um, auf dem Glaub­wür­dig­keit von Wis­sen­schaft beruht.
          Kann man machen, nur soll­te man sich dann nicht auf „seriö­se“ Quel­len beru­fen. Kei­ner kann ja das Kri­te­ri­um der Seriö­si­tät nen­nen, das ist also nichts wert.

          • Sehr geehr­ter Rauschi,

            wir wer­den uns wohl nie­mals argu­men­ta­tiv auch nur annä­hern kön­nen, was aber durch­aus in Ord­nung ist, wie ich fin­de. Nur eine Viel­zahl von Mei­nun­gen ermög­licht den Austausch.

            Es gibt auch durch­aus eine poli­ti­sche Lösung, die aber lei­der in Deutsch­land nie­mals ange­gan­gen wer­den wird und die lau­tet: frei­heit­li­che Entscheidung!

            Man öff­net ein­fach den euro­päi­schen Strom­markt, so dass ich mich z.B. aus Frank­reich mit güns­ti­ger Kern­ener­gie ver­sor­gen las­sen kann und Sie kön­nen sich von mir aus gern mit Flat­ter­strom aus Son­ne und Wind belie­fern las­sen – aller­dings ohne staat­li­che Sub­ven­tio­nen, d.h. jedes Solar­pa­nel und jede Wind­müh­le wird aus­schließ­lich aus den Taschen der Befür­wor­ter bezahlt.
            Aber das ist das Pro­blem mit unse­ren mora­lisch erha­be­nen Grün­lin­ken. die kön­nen ihre Visio­nen einer bes­se­ren Welt nur mit dem Griff in die Geld­bör­sen ande­rer Leu­te bezahlen…

      • @Rauschi:
        > Nur mal am Rand, war­um herr­schen auf der Venus
        > höhe­re Tem­pe­ra­tu­ren als auf dem Merkur,
        > wenn doch CO2, wor­aus dem Atmosphäre
        > zu 95% besteht, kei­ne Wir­kung hat?

        Auf die Gefahr hin, einen Betrun­ke­nen schon mit extremst simp­len Tat­sa­chen zu überfordern:
        Auf der Venus ist der atmo­sphä­ri­sche Druck ledig­lich so etwa 9.200.000.000.000.000-fach höher.
        Oder anders gesagt:
        Wo qua­si über­haupt kei­ne Atmo­sphä­re ist, da kann sie sich auch kaum erwärmen.
        Wo es dage­gen eine gibt, deren Druck so etwa 92 mal höher ist als hier auf der Erde…

        …sonst noch Fra­gen am Ran­de, die Spon­gebob und Sesam­stra­ße nicht beant­wor­ten konnten?

        • OK, aber die Atmo­sphä­re besteht fast nur aus CO2, da nützt der Ver­weis auf den Druck nichts, denn, was soll­te der Druck denn ver­stär­ken, wenn es kei­nen Treib­haus­ef­fekt gibt?
          Auch unse­re Atmo­sphä­re hät­te kei­nen Treib­haus­ef­fekt, wenn der Was­ser­dampf und die ande­ren Treib­haus­ga­se nicht wären.

          Ihre Grös­sen­ord­nung der Druck­ver­hält­nis­se ist voll daneben:
          [Die Atmo­sphä­re der Venus besteht haupt­säch­lich aus Koh­len­di­oxid. Stick­stoff macht 3,5 % aus, Schwe­fel­di­oxid (150 ppm), Argon (70 ppm) und Was­ser (20 ppm) kom­men in Spu­ren vor. Wegen der gro­ßen Gesamt­mas­se der Atmo­sphä­re befin­det sich in ihr etwa fünf­mal so viel Stick­stoff wie in der Erd­at­mo­sphä­re. Die Venus­at­mo­sphä­re hat rund 90-mal so viel Mas­se wie die Luft­hül­le der Erde und bewirkt am mitt­le­ren Boden­ni­veau einen Druck von 92 bar. Dies kommt dem Druck in gut 910 m Mee­res­tie­fe gleich. Die Dich­te der Atmo­sphä­re ist an der Ober­flä­che im Mit­tel etwa 50-mal so groß wie auf der Erde. ]
          https://de.wikipedia.org/wiki/Venus_(Planet)#Zusammensetzung

          Offen­sicht­lich ist die Benut­zung der Such­ma­schi­ne doch kom­kle­xer als gedacht.

  14. Offen­bar leben wir immer noch im Mit­tel­al­ter. Damals kam der Alchi­mist auf die Burg und hat den Leu­ten Schlan­gen­ex­trakt gegen alles und jedes ver­kauft, in dem er ihnen Angst mach­te, andern­falls wür­den sie der Ver­damm­nis anheimfallen.
    Und heu­te kom­men die glei­chen Leu­te, nun als Wis­sen­schaft­ler fir­mie­rend, auf die Burg, ähh, ins Fern­se­hen, und erzäh­len einem, schürt Ängs­te, daher müs­se man unbe­dingt mit viel Geld die Umkehr schaf­fen, andern­falls wür­den sie der Ver­damm­nis anheimfallen.
    Also immer noch Angst erzeu­gen, um Geld zu machen. Seit tau­send Jah­ren kei­ne Ein­sicht, kei­ne Bes­se­rung. Im Geis­te sind wir immer noch in der Steinzeit.….

  15. Seit­dem uns Gre­ta ver­kün­det hat sie könn­te CO2 sehen ist jeg­li­ches Argu­ment doch überflüssig!

  16. Auf­fal­lend ist für mich in die­sem Zusam­men­hang auch, dass seit eini­ger Zeit nicht mehr dezi­diert von Kli­ma­er­wär­mung son­dern von Kli­ma­wan­del gespro­chen wird. Was heißt, wür­de es in abseh­ba­rer Zeit käl­ter wäre der Mensch auch dar­an schul­dig. Dass es Kli­ma­wan­del seit Jahr­mil­lio­nen gibt spielt dabei kei­ne Rol­le. Schließ­lich geht es hier um ein Mil­li­ar­den­ge­schäft das man sich nicht dadurch ver­sau­en lässt, dass man zugibt alles war ein Feh­ler. Die Ent­schul­di­gung von Claus Kle­ber wer­den wir also nie­mals hören.

    • Dann emp­feh­le ich aml den Atikel:
      https://www.heise.de/tp/features/Klimawandel-Gab-es-schon-immer-4492900.html

      So von wegen , KLi­ma­wan­del gab es schon immer.
      Ich neh­me an, Herr Ball hat sei­ne Daten allen zugäng­lich gemacht, damit man sei­ne Metho­de flsi­fi­zie­ren kann?

      Grund­sätz­lich fra­ge ich mich, wie die Skep­ti­ker einen „guten“ Wis­sen­schaft­ler“ erkennen?
      Das der maxi­mal abwe­gi­ge und nicht mehr­heits­fä­hi­ge Din­ge von sich gibt, kann es ja nicht sein, oder?
      Sonst wäre das mit der Schei­ben-Erde und dem Krei­sen der Son­ne um die Erde auch maxi­mal glaub­haft, oder?
      Eine Mehr­heit hat wis­sen­schaft­lich noch nie auto­ma­tisch Recht gehabt, aber auch noch nie auto­ma­tisch Unrecht, newa?

      • Groß­ar­tig! Genau die Argu­men­te anfüh­ren, die dem Kli­ma­papst Mann gera­de wie ein nas­ser Lap­pen um die Ohren gehau­en wur­den, und damit die Fra­ge auf­wer­fen, ob obi­ger Arti­kel über­haupt gele­sen wur­de. Mit dem Beweis, dass der Hockey­stick eine Lüge ist, sind auch alle ande­ren Behaup­tun­gen, die dar­auf basie­ren, OBSOLET!!!

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