Lesedauer drei Minuten steht über einem Artikel auf RP-Online. Sinnvoller wäre es oft, die Leser zu informieren, wie lange sie am Gelesenen zu knabbern haben werden. Für den Artikel „Kein Kind erfriert, wenn mal die Heizung runtergedreht wird“ von Helene Pawlitzki kommt nämlich einiges an Verdauungsanstrengung zu den drei Leseminuten hinzu. Hintergrund der Belehrung war die kleine Empörungswelle, die im Internet auf die Ankündigung eines eigenwilligen Projekttags an einer Düsseldorfer Schule folgte. Die Eltern der Kinder sollten ihren Sprösslingen am „Warmer-Pulli-Tag“ am 8. Februar dicke Sachen anziehen, weil „die Heizung an diesem Tag ausgeschaltet bleibe“ – das bringe der Schule Heizersparnis und Extrapunkte im modernen Klima-Fünfkampf aus Energiesparen, Flach atmen, Bio essen, Müll trennen und Auto vermeiden. Von „Energiebewusstsein“ und „umweltbewusster Lebensweise“ war auch die in infantilem Comic-Sans gedruckte Rede. Auf Recyclingpapier, will ich hoffen.

Nachdem Eltern und Facebook-Stammtisch klar gemacht hatten, was die Schule sie mal könnte, empörte sich Helene Pawlitzki über das uneinsichtige Elterngesindel, dem es offensichtlich am richtigen Kampfesmut gegen den Klimawandel gebricht. Erstens sei das von der Schule nur „missverständlich formuliert worden“, was für Dokumente im Zeitalter der Energiewende wohl typisch ist, noch dazu, wenn sie von „Umweltteams“ formulierte Sätze enthalten. „Abschalten“ bedeutet nämlich „nur 16 Grad“ – darauf hätten die empörten Eltern aber auch selbst kommen können. Das Abschalten aller Kohlekraftwerke wird wohl am Ende auch nur zum Herunterregeln der Kesseltemperatur werden.

Kein Kind wird erfrieren

Neben der Aufklärung dieses kleinen „Missverständnisses“ betätigt sich die Autorin in der praktischen Thermodynamik und erklärt den Helikoptereltern, dass die Schüler viel kälteresistenter sind, als angenommen. Doch das war vielleicht früher so, es soll sogar Kinder gegeben haben, die mit dem weißen Fallout der Klimakatastrophe Schabernack trieben, darauf Schlitten fuhren oder Wurfgeschosse aus dem „Schnee“ genannten Zeug formten. Aber seit unsere Kinder nicht mehr mit Glutamat, Gluten und Glukose abgefüllt werden und seit ihnen der Feinstaub den Lebensfaden verkürzt, die Leistungsstandards an den Schulen sinken und Benotungen möglichst entfallen, sind ihnen solche Übungen doch längst nicht mehr zuzumuten! Es macht keinen Sinn, die lieben Kleinen erst sorgfältig in Luftpolsterfolie zu packen und sie dann in der Schule niedrigen Temperaturen auszusetzen – und sei es auch für den guten Zweck!

Man kann doch für das Klima trommeln UND heizen! Man kann ja auch gegen einen weitere Startbahn am Flughafen München kämpfen UND Bonusmeilen sammeln wie ein Außenminister im Weltklimagipfelmodus, Katharina Schulze von den bayrischen Grünen macht’s vor.

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Die Martin-Luther-Schule in Düsseldorf jedoch steht zu Unrecht am Pranger der Eltern. Die Pulli-Aktion ist zwar unter ökologischen Gesichtspunkten Kokolores, aus ökonomischen Gründen jedoch absolut gerechtfertigt! Denn wie wir wissen, halten unsere Politiker es für richtig, dass die Greta-Jugend Freitags nicht über Mathe-Textaufgaben brütet, sondern auf der Straße streikend das Klima rettet. Es ist also Greta sei Dank gar keiner da, der Freitags in der Schule frieren könnte! Es bedarf also nicht erst der Beklingelung durch einem Elternbrief: Der „Warme-Pulli-Tag“ soll schließlich an einem Freitag stattfinden und dank Greta Thunbergs Aktion kann die Schule nun doppelt punkten. Ihr Hausmeister der Welt, schaut auf diese Stadt! Für Klimarettung und warme Pullis, seid bereit, drin Freitags die Heizung auszuschalten während draußen die Kinder für die Weltrettung frieren! Kalte Füße für ein warmes Gewissen und Bonuspunkte für die Schule. Eine Win-Win-Win-Situation.

Meinung haben und für sich behalten

Zum Schluss noch ein paar mahnende Worte an die empörten Eltern. Helene Pawlitzki fragt in ihrem Artikel natürlich völlig zurecht: „Müssen wir immer eine Meinung haben - und auch gleich veröffentlichen?“ Nein, liebe Eltern, so geht das natürlich nicht! Schon gar nicht, wenn es um das Wohl eurer eigenen Kinder geht! Da gibt es berufenere als euch, dafür habt ihr schließlich Behörden und Parlamente und andere Experten. Die haben Meinungen, denen kann man sich doch zustimmend anschließen, dafür wurden bestimmte Meinungen schließlich von Journalisten wie Pawlitzki mehrheitsfähig eingerichtet. Weltrettung - was kann man schon dagegen haben? Und was das „gleich veröffentlichen“ angeht, das muss doch auch nicht sein! Eine eigene Meinung haben, mag ja noch angehen. Aber diese laut zu äußern…da sollte man doch besser abwarten und Freitags heißen Tee trinken. Schließlich gibt es auch für das Äußern von Meinungen geschultes Personal:

„Wir alle haben immer eine Meinung, sofort. Das ist nicht neu. Aber dass wir sie inzwischen ebenfalls sofort für relevant und durchdacht genug halten, um sie zu veröffentlichen – das ist schon merkwürdig. Was hat die Debatte am Ende gebracht? Nicht viel.“ 

Und hat sie nicht Recht, die Helene? All die Debatten, an denen sich Laien beteiligen, nur weil sie betroffen sind, aber sich dabei die Frage ihrer eigenen Relevanz gar nicht stellen, die bringen doch nicht viel. Vielleicht hat sich in Politik, Medien oder Schule nur jemand ungeschickt ausgedrückt, man selbst hat vielleicht die Wohltat falsch verstanden oder ist einfach nur zu blöd, sie als solche zu begreifen? So auch hier: der „Warmer-Pulli-Tag“ wird stattfinden, ob es euch passt oder nicht. Und weil ihr Deppen von Eltern euch so darüber aufgeregt habt, werden wir von der Presse dieses Hammerevent nun dermaßen positiv beklatschen, dass euch das Klimaleugnen schon noch vergehen wird.

Ach, übrigens, Helene: als Trägerin des Jugend-forscht-Preises „dicker Pulli“ sollte man erkennen, wenn jemand den ersten Hauptsatz der Thermodynamik leugnet: „Es ist nach Auskunft der Schule nicht möglich, dass die Räume kälter als 16 Grad werden.“ Das mag so nicht gedacht sein, möglich ist es aber schon. Was auch immer für eine Heizung in Keller tuckern mag, da Schulen heute zwar geistig oft geschlossene, thermodynamisch jedoch stets offene Systeme sind, wette ich dagegen weil: a) Strom für den Betrieb nötig ist, b) es mit Sicherheit einen Hauptschalter gibt und es spätestens dann eng wird mit den 16°C in den Klassenräumen, wenn c) draußen -25°C sind.

Verlinkter Artikel auf archive.is, falls Helene Pawlitzki beschließen sollte, sich in ihrem Artikel unverständlich ausgedrückt zu haben.

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28 Kommentare

  1. In Berlin hatten die Gewerkschaften und Sozialverbände 2008 einen Beitrag des Senats zu den Energiekosten für Arne gefordert. Der damalige Finanzsenator Thilo Sarrazin lehnte das ab. Er empfahl, die Heizung runterzuregeln und einen warmen Pullover. Merken Sie was? Die Medien, namentlich der Spiegel, der damals noch nicht „relotius press“ hieß, fielen über ihn her und er wurde übelst niedergemacht. Heute wird der Schuldirektorin für die gleiche Empfehlung rot-grün klimaideologisch applaudiert. Bemerkenswert.

  2. Bringt endlich die „Gute, alte Zeit“ zurück!

    Wir wolln’se alle wiederhaben: den „Brennsupp’n-Samstag“ und den „Eintopfsonntag“ (pardon für den Nazi-Schargong), das „Muckefuck-Morgengefühl“, und die „fleischfreien Freitage“.

    Früher war einfach ALLES besser - wer braucht schon die Neuzeit, wenn man sich auf gutem, altem Dogmatismus ausruhen kann? („Technik ist Scheisse!“)

  3. Mich würde mal interessieren, wie die Schule beheizt wird. Wenn es Fernwärme ist, dann ist der marginale Effekt der Aktion nahe Null, weil die Wärme fast ein „Abfallprodukt“ ist. Ein grosses Problem beim Umweltschutz, den ich für durchaus wichtig halte, ist dass irgendwelche Kindergartentanten ideologische Aktionen propagieren, statt dass das grössere Ganze betrachtet wird. Jeden Tag die Heizung von 4 auf 3,8 bringt mehr, ist ökonomisch sinnvoll und keiner friert. Aber das ist halt anstrengend und hat keine sexy bang-bum-ich-bin-so-klimafreundlich-und-sozial-engagiert-wie-Greta Wirkung.

    Gegenvorschlag: Alle Schüler am Freitag ohne Handy, Youtube, Netflix und was weiss ich.

  4. Die 16 grad halte ich für realistisch, wenn
    - nur einige wenige Tage lang die Heizung aus bleibt, wir haben schliesslich nicht -20 grad draussen
    - Die Thermostate auf 16 grad gestellt werden

    Auch ökonomisch kommt da nicht viel bei rüber. Die Wärme, die das Bauwerk in der Heizung-Aus-Zeit abkühlt, muss wenn wieder Normalzustand erreicht werden soll wieder hineingepumpt werden.
    Wesentlich zweckmässiger wäre es, wenn permanent auf z.B. 18 grad gestellt würde. Das wäre auch wirklich lehrreich, da wirklich nutzbringend und auch zu Hause anwendbar.

    Ansonsten schön zu lesen die Polemik.

        • Versuchen Sie mal einem Ideologen mit sachlicher Argumentation zu begegnen. Da er in der Regel keine aufweisen kann, da es nicht möglich ist glaubwürdig gegen physikalische Gesetze zu indoktrinieren, versucht er Sie durch Beschimpfung zu diskreditieren, um sich und allen anderen die Demonstration seiner Unkenntnis zu ersparen. Herr Letsch setzt Akzente gegen eine ganze Propagandaindustrie und Sie nennen das polemisch? Ich nenne das lebensnotwendig oder Selbstverteidigung oder gesellschaftliche Notwendigkeit, außerdem mutig, engagiert und, da er es für viele tut, extrem sozial, Herr Anarchrist. Was soll das eigentlich bedeuten, Anarchrist?

          • Ich habe den Artikel nicht polemisch genannt, sondern als Polemik bezeichnet. Und eine Polemik hat nicht per se etwas negatives an sich. Ich mag Polemik sehr gerne. Sie sollte im politischen Diskurs nicht fehlen, denn zu viel ist dort emotionsloser Pragmatismus oder einfach nur politisch korrekt.

            Sagt ihnen der Begriff Streitschrift etwas? Nein? Bitte: https://www.duden.de/rechtschreibung/Streitschrift
            Und wie sie das nennen ist ihnen überlassen. Von mir aus nennen Sie es ‚Wort Gottes‘.

            Ich befinde mich jeden Tag im Dialog mit Leuten, die sich in ihre Ideologie verbissen haben. Was ich in den vielen vielen Jahren bemerkt habe ist, dass am verhärtetsten die ideologische Verbissenheit im rechtsradikalen Bereich ist. Dort herrschen Verschwörungstheorien umfassender und tiefgreifender vor als im links-grünen Grenzbereich. Am rechten Rand fühlen sich sehr dumme Leute, die per se anfälliger für Manipulationen sind, insgesamt wohler, schliesslich suchen sie das Einfache und nicht das Komplexe. Das überfordert sie nämlich und macht ihnen Angst.

            Dass Sie sich an meinem Namen schwer tun, kann ich gut nachvollziehen. Ich mache mich für die christlichen Werte stark, die es in Menschen- und Grundrecht geschafft haben, verneine aber das, was mit Gott (dem Herrn *kotz) und Herrschaft im Allgemeinen in Zusammenhang steht. Das habe ich zu einem Namen entwickelt.

            Ideologie ist ansonsten nichts verwerfliches. Jeder trägt sie in sich und vor sich her, passt sie über die Zeit an und pflegt sie so. Ideologien sind einfach nur Gut/Schlecht-Systeme. Die Frage ist lediglich, ob dem Gegenüber seine oder ihre Ideologie zugestanden wird oder nicht, und wie weit sie Kohärenz zur Realität aufweist. Dort, wo nichts weiter zählt und nichts anderes akzeptiert wird, als die eigene reine Ideologie, wird es zu Problemen kommen, denn Ausgrenzung der Nichtkonformen wird zu Tage treten. Das passiert multispektral, es gibt aber, das habe ich ja schon geschildert, Grenzbereiche, in denen deutlich mehr Instanzen zu finden sind.

            • Durchaus interessant, daß sich ein „Anarchist“ so tiefgründig mit Ideologien beschäftigt und dann zu solchen Ansichten kommt.
              Aber gut. Eines allerdings sollte generell niemals vergessen werden. Es gibt außer rechtsreadikal und linksradikal, außer Ideologien und Streitschrift noch etwas anderes:
              gesunden Menschenverstand und Logik
              Und wer die beiden Dinge außer acht lässt, ob Gläubiger oder Atheist, ob gewollt oder nicht, der hat grundsätzlich verloren und sollte sich bei Diskussionen besser raushalten. Es sei denn er kann mit den beiden Begriffen nix anfangen bzw. sind ihm fremd. Dann allerdings ist sowieso alles zu spät!

            • Ach so! Polemisch genannt,
              und ‚als Polemik bezeichnet‘ ist natürlich etwas ganz anderes. Auch sagt mir der Begriff ‘ Streitschrift‘ etwas. Ja, schon gehört. Auch ich lebe auf dieser Welt und ich kann Ihnen versichern, daß Blödheit keine ideologische Heimat hat und wir uns damit wieder in die Betrachtungsweise des ideologischen Fahrwassers begeben. Ich denke, daß die menschenverursachte Klimaerwärmung mit zu den besten Verschwörungstheorien weltweit zählt, und die kommt eindeutig von links. Ideologien sind per se nicht schlecht, solange Pluralismus herrscht, und gegenseitiger
              Respekt, und das ist momentan, wo jeder Andersdenker zum Nazi avanciert, sicherlich nicht mehr der Fall. Als bekennender Individualchrist ist das ‘ Wort Gottes‘ wohl eher etwas für Ihren Eigengebrauch. Wenn ich Sie richtig verstanden habe ‚spekulieren Sie auch auf eine Art göttliche Gerechtigkeit. Eine schöne Vorstellung, die Menschen schon immer begleitete, allerdings komme ich persönlich immer ins Zweifeln, wenn ich mir die Theodizee-Frage stelle. Nichts für ungut Anarchrist, nur eine Welt voller individueller Entwürfe ist für mich eine schöne Welt. LG.

            • Liebe Sabine Schönfelder.
              Sie haben belegt, dass Sie nicht wissen, was eine Polemik ist und Sie haben nun auch belegt, dass Sie nicht wissen was Verschwörungstheorie bedeutet.

              Niemand, der den menschengemachten Klimawandel als Fakt betrachtet denkt, dass da irgendwo eine Verschwörung im Gange ist, die sich verbündet hat, um den Planeten unbewohnbar zu machen.

              Ging ja schon toll los bei Ihnen und es hört einfach nicht auf:
              „wo jeder Andersdenker zum Nazi avanciert“.

              Na das ist ja mal „eine [schöne] Welt voller individueller Entwürfe“, die Sie da mit sich rumtragen. Jedes Wort gegen Rechts ist automatisch immer einfach nur Naziparanoia. Ja ne, ist klar. Tschuldigung für den Tabubruch. Ich werde nur noch Lobeshymnen auf Führer, Volk und Vaterland anstimmen.

              Den Begriff Nazi haben Sie in die Runde gebracht, nicht ich. Sie haben avanciert!

              „Wenn ich Sie richtig verstanden habe‚ spekulieren Sie auch auf eine Art göttliche Gerechtigkeit.“

              Oh, das jüngste Gericht. Freude schöner Götterfunken? Natürlich haben Sie mich nicht verstanden. Kein bischen. Von oben bis unten. Es gibt keinen Gott, also kann es auch kein göttliches Gericht geben. Aburteilen, Rache und Gnadenlosigkeit ist nichts für mich,

              also belassen wir es dabei. In ihre Extreme werde ich Ihnen nicht folgen.

            • Hallo A.R.

              „Durchaus interessant, daß sich ein „Anarchist” so tiefgründig mit Ideologien beschäftigt und dann zu solchen Ansichten kommt.…“

              So viele Worte von Ihnen und doch haben Sie nichts gesagt.
              Naja. Wenigstens haben Sie meinen Namen falsch gelesen. Da hab ich wenigstens was zum Lachen.

              „Es gibt außer rechtsreadikal und linksradikal, außer Ideologien und Streitschrift noch etwas anderes: gesunden Menschenverstand und Logik“

              Es gibt auch Einatmen und Ausatmen. Nicht vergessen! Sonst hat man automatisch verloren und darf nicht mehr mitreden. Oder man darf doch mitreden, aber dann ist eh alles zu spät.

              So weit darf es nicht kommen. Also raus mit der Sprache. Was werfen Sie mir eigentlich genau vor?

            • Lesen Sie sich mal in Ruhe Ihre Antwortschreiben durch,
              wütend und intolerant, und so gar nicht christlich, eher in der Art des Gottes, den Sie so ablehnen, aburteilend und ein bißchen gnadenlos, die Welt in Gut und Böse einteilend.
              Wenn’s gefällt.….

  5. Roger, was soll denn das ganze Theater hier? Jetzt lass doch bitte Helene ihre Arbeit in Ruhe machen! Die tut doch nur ihre Pflicht! Wenn sie nicht lieb und brav das schreibt, was ihr Chefredakteur oder eine sonst wichtige Person in ihrem Mainstream-Merkel-Einheitsmeinungskonzern lesen will, kommt sie ja nie weiter oder verliert gar ihre Stelle! Und das wollen wir doch alle nicht.
    Lieber Roger, du weißt doch: Hier in NRW, speziell in Düsseldorf regiert der ach so brave Herr Laschet. Und merke: Wo der Gutmann Laschet ist, ist die tapfere Frau Merkel nicht weit. Und Frau Merkel kennt aufgrund ihrer Sozialisation keine Meinung ≥ 1. Also auf Deutsch: Sie kennt nur EINE Meinung, nämlich die ihrige. Das Ganze hat also was mit der DDR zu tun und heute mit der BRDDR. Und da schließt sich der Kreis wieder. Unsere Helene ist dort nur ein ganz kleines Rädchen im gar so großen Mainstream-Uhrwerk. Also sie kann nix dafür.
    Bevor ich hier noch weiter abschweife, nachhaltige Tipps zum Energie sparen: Schulen sanieren (besser dämmen), moderne/energieeffiziente Heizungsanlagen installieren.
    Aber dazu müsste man ja erst einmal Geld in die Hand nehmen …

    Ich will nicht nur rummotzen: Das Video ist echt gut – zeigt es doch die uns so lieb gewonnene Realsatire in dem Land, in dem wir alle so gut und gerne leben …

    • Da hilft nur noch Wilhelm Busch:

      »Helene!« – sprach der Onkel Nolte –
      »Was ich schon immer sagen wollte!
      Ich warne dich als Mensch und Christ:

      Oh, hüte dich vor allem Bösen!
      Es macht Pläsier, wenn man es ist,
      Es macht Verdruß, wenn man’s gewesen!«

      »Ja leider!« – sprach die milde Tante –
      »So ging es vielen, die ich kannte!

      Drum soll ein Kind die weisen Lehren
      Der alten Leute hochverehren!

      Die haben alles hinter sich
      Und sind, gottlob! recht tugendlich!

      Nun gute Nacht! Es ist schon späte!
      Und, gutes Lenchen, bete, bete!«

  6. Im Nachkriegs Deutschland haben die Schüler Briketts und Holz zum Unterricht mitgebracht. Da wurde ein Kanonenofen im Schulraum beheizt um im Winter wenigstens ohne Handschuhe zu schreiben. Aus dem Fenster gucken war auch nicht, die dicke Eisblumenschicht wirkte wie Milchglasscheiben. Der Ofen tat zwar sein Bestes, auch die Abwärme der 46 Schüler kam hinzu, doch beim Sprechen war da noch immer eine Hauchfahne zu sehen. Das Klassenzimmer war einfach zu groß um warm zu werden. Die Kinder in der Zukunft sollten es besser haben.
    Es wäre wirklich konsequent umweltfreundlich, wenn die Schulbehörden und Lehrerzimmer mit gutem Beispiel voran gehen und auf Heizung ganz verzichten. Für die kurze Zeit die sie in den Räumen verbringen ist der Verzicht doch eher gerechtfertigt. Werden sie aber nicht! Wasser predigen und selbst Wein saufen ist verwerflich aber nicht verboten. Die Wähler, die eine verlogene Partei an der Macht halten, bekommen was sie verdienen. Öko-Kommunismus für den Bürger, und eine in Luxus lebende Partei samt Lakeien. Wandlitz und Intershop lassen grüßen.

  7. Ach Rolf, ich vermisse deine ebenso zynischen wie kreativen Kommentare. Für mich runden sie Rogers brilliante Artikel immer ab.
    Solltest du dich deshalb zurück halten, weil keiner mit dir rangeln will - ich stehe zur Verfügung.

  8. Müssen diese grünen Wirrköpfe sich ständig noch etwas Bescheuerteres ausdenken und es sofort
    als ‚conditio sine qua non‘ in den Schulalltag transferieren, natürlich ohne Absprache mit den Eltern, weil diese ja alle ‚eine Meinung haben‘, und zwar ’sofort‘! Womöglich wäre eine Meinung dabei , die ‚relevant und durchdacht‘ ist, eine echte e i g e n e Meinung! Damit fangen wir erst gar nicht an. Das ist ein glatter Affront gegen Minikahane , Helene Pawlowitz und ihre ökofaschistoide Heilsvorstellung. Ich schlage vor, Kinder raus an die frische Luft mit Tante Helene zum Müll sammeln und trennen ( hält warm). Auch ein paar saftige Ohrfeigen können zur Erwärmung der Backen beitragen. Ältere erinnern sich vielleicht noch. Den Schulpsychologen schicken wir ins Klassenzimmer, wo psychologische Betreuung dringend benötigt wird. Der Lehrkörper leidet unter einer Weltuntergangsdepression, einer grünen Angstneurose und einem satten burn-out ‚ausgelöst durch unermüdliche Propagandaarbeit ohne Sinn, Einsicht und Pausen .Das hält kein Mensch aus!!

  9. Zum Thema Meinungs-äußerung, äh besser wohl -unterdrückung, die Worte vom ehem. Bundespräsident Walter Scheel:
    „Demokratisch ist es, dem anderen zuzuhören, seine Meinung zu erwägen, das, was einem selbst einleuchtet, zu akzeptieren und gegen das übrige, unter ständiger Wahrung des Respektes vor der Person des anderen, seine Gegenargumente hervorzubringen“
    Ist wohl heute nicht mehr „modern“.

    • Hab‘ auch was zum Thema Meinungsäußerung: „Das ist so schrecklich, dass heute jeder Idiot zu allem eine Meinung hat. Ich glaube, das ist damals mit der Demokratie falsch verstanden worden: Man DARF in der Demokratie eine Meinung haben, man MUSS nicht. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!“ Dieter Nuhr

  10. Es werden immer mehr idiotische Dinge in die Tat umgesetzt, auf diese Weise wird Idiotie in Deutschland mehr und mehr zum Alltag. Ich war zwischenzeitlich in verschiedenen Ländern unterwegs und habe wiederholt festgestellt, dass man über Deutschland den Kopf schüttelt

    • Das täuscht. Wir erfahren nur einfach von mehr Instanzen als ehemals.

      Jede:r schüttelt über jede:n den Kopf in der ein oder anderen Sache und zwar überall. Das Land, über das niemand den Kopf schüttelt, werfe den ersten Stein.

  11. In Büroräumen, bei sitzender Tätigkeit, müssen Arbeitgeber
    22 C gewährleisten. Kann mir schwer vorstellen, dass die Leitung
    der Martin-Luther-Schule so einen Pullover-Tag
    einfach so beschließen darf. Auch für Schulen gibt es in jedem
    Bundesland spezielle Bauverordnungen und Betriebsvorschriften.
    Aber davon wissen Lehrer natürlich nichts.
    Stadtverwaltungen sehen offensichtlich darüber hinweg:
    die supi-dupi Klimarettungsaktion scheint als Event über jede
    Betriebsvorschrift erhaben zu sein. Genau wie sie es wohlwollend dulden
    dass der Unterricht jetzt immer freitags für die Greta-Demo ausfällt.
    Wann kommt die 4-Tage-Schulwoche gegen Global Warming , Cooling,
    Snowing oder Raining?

  12. Da fehlen einem echt die Worte. Unglaublich!
    Wobei das Schlimmste noch nicht mal der sinnfreie Beitrag von Frau Helene Pawlitzki ( übrigens Crossmedia-Redakteurin, was auch immer das heissen mag^^) ist, sondern das was dazu führte.
    Man lese sich doch mal den „analog Zettel“ durch. Da steht doch tatsächlich sinngemäß:
    Wir nehmen am Energiespartag der Stadt Düsseldorf teil und je mehr Energie gespart wird,
    desto mehr Geld gibt´s für Dinge die den Kindern zu Gute kommen!^^
    Was für Blindgänger sitzen da eigentlich in Düsseldorf und entscheiden darüber, daß allen Ernstes das Wohl der Kindern im Schulalltag ( wo es wie schon öfter gelesen hinten und vorn fehlt ) von solchen schwachsinnigen Aktionen abhängig ist. Nachher wird aus einem Tag dann noch ne ganze Woche. Ne is klar.
    Sorry, aber für derlei Schwachsinn hab ich wirklich nix übrig. Und das die Frau Pawlitzki sich dann auch noch über die absolut gerechtfertigte Empörung der Eltern aufregt, könnte möglicherweise mit ihrem Vornamen zusammenhängen. Wahrscheinlich bildet Sie sich mehr ein, als Sie ist!

    P.S:
    Und was das durchaus sinnvolle Abhärten betrifft. Das käme bei dem einen oder anderen noch früh genug,
    wenn man endlich wieder den Grundwehrdienst einführen würde! Dafür muss man aber nicht die Kinder in der Schule frieren lassen, wo doch jeder weiß, das Kälte das Denkvermögen rapide sinken lässt.
    Naja, so gesehen kann es natürlich schon sein, daß den Düsseldorfer Stadtherren die Aktion in dem Moment einfiel, als mal wieder nicht aus Klimaschutzgründen , sondern wegen defekter Leitungen oder was auch immer,
    deren Heizung ausfiel.

  13. Wunderbarer Beitrag mal wieder!
    Es ist jetzt wirklich höchste Zeit, einen “Greta-Klimarettungs-Schwänz-Freitag‘ für alle Schüler offiziell zu machen. Mit Sicherheit finden sich besonders im Berliner Senat viele Befürworter. Welt-Retten ist immer gut.
    Sehr witzig das Video - haha

  14. Von dem ökonomischen Unsinn, daß das neuerliche Aufheizen im Verhältnis wesentlich mehr Energie benötigt, als das Halten der Temperatur, ganz zu schweigen. Einfach nur idiotisch.

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