Lese­dauer drei Minuten steht über einem Artikel auf RP-Online. Sinn­vol­ler wäre es oft, die Leser zu infor­mie­ren, wie lange sie am Gele­se­nen zu knab­bern haben werden. Für den Artikel „Kein Kind erfriert, wenn mal die Heizung run­ter­ge­dreht wird“ von Helene Paw­litzki kommt nämlich einiges an Ver­dau­ungs­an­stren­gung zu den drei Lese­mi­nu­ten hinzu. Hin­ter­grund der Beleh­rung war die kleine Empö­rungs­welle, die im Inter­net auf die Ankün­di­gung eines eigen­wil­li­gen Pro­jekt­tags an einer Düs­sel­dor­fer Schule folgte. Die Eltern der Kinder sollten ihren Spröss­lin­gen am „Warmer-Pulli-Tag“ am 8. Februar dicke Sachen anzie­hen, weil „die Heizung an diesem Tag aus­ge­schal­tet bleibe“ – das bringe der Schule Hei­zer­spar­nis und Extra­punkte im moder­nen Klima-Fünf­kampf aus Ener­gie­spa­ren, Flach atmen, Bio essen, Müll trennen und Auto ver­mei­den. Von „Ener­gie­be­wusst­sein“ und „umwelt­be­wuss­ter Lebens­weise“ war auch die in infan­ti­lem Comic-Sans gedruckte Rede. Auf Recy­cling­pa­pier, will ich hoffen.

Nachdem Eltern und Face­book-Stamm­tisch klar gemacht hatten, was die Schule sie mal könnte, empörte sich Helene Paw­litzki über das unein­sich­tige Eltern­ge­sin­del, dem es offen­sicht­lich am rich­ti­gen Kamp­fes­mut gegen den Kli­ma­wan­del gebricht. Erstens sei das von der Schule nur „miss­ver­ständ­lich for­mu­liert worden“, was für Doku­mente im Zeit­al­ter der Ener­gie­wende wohl typisch ist, noch dazu, wenn sie von „Umwelt­teams“ for­mu­lierte Sätze ent­hal­ten. „Abschal­ten“ bedeu­tet nämlich „nur 16 Grad“ – darauf hätten die empör­ten Eltern aber auch selbst kommen können. Das Abschal­ten aller Koh­le­kraft­werke wird wohl am Ende auch nur zum Her­un­ter­re­geln der Kes­sel­tem­pe­ra­tur werden.

Kein Kind wird erfrieren

Neben der Auf­klä­rung dieses kleinen „Miss­ver­ständ­nis­ses“ betä­tigt sich die Autorin in der prak­ti­schen Ther­mo­dy­na­mik und erklärt den Heli­ko­pter­el­tern, dass die Schüler viel käl­te­re­sis­ten­ter sind, als ange­nom­men. Doch das war viel­leicht früher so, es soll sogar Kinder gegeben haben, die mit dem weißen Fallout der Kli­ma­ka­ta­stro­phe Scha­ber­nack trieben, darauf Schlit­ten fuhren oder Wurf­ge­schosse aus dem „Schnee“ genann­ten Zeug formten. Aber seit unsere Kinder nicht mehr mit Glut­amat, Gluten und Glukose abge­füllt werden und seit ihnen der Fein­staub den Lebens­fa­den ver­kürzt, die Leis­tungs­stan­dards an den Schulen sinken und Beno­tun­gen mög­lichst ent­fal­len, sind ihnen solche Übungen doch längst nicht mehr zuzu­mu­ten! Es macht keinen Sinn, die lieben Kleinen erst sorg­fäl­tig in Luft­pols­ter­fo­lie zu packen und sie dann in der Schule nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren aus­zu­set­zen – und sei es auch für den guten Zweck!

Man kann doch für das Klima trom­meln UND heizen! Man kann ja auch gegen einen weitere Start­bahn am Flug­ha­fen München kämpfen UND Bonus­mei­len sammeln wie ein Außen­mi­nis­ter im Welt­kli­ma­gip­fel­mo­dus, Katha­rina Schulze von den bay­ri­schen Grünen macht’s vor.

#flieg­Ka­thaf­lieg

Rund 60.000 Men­schen haben sich inzwi­schen auf unserer Seite über das Rei­se­ver­hal­ten der grünen Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den im Bay­ri­schen Landtag Katha­rina Schulze infor­miert. Anbei ein Update, denn es wird ja eifrig wei­ter­ge­flo­gen. ✈️

Gepos­tet von München pro 3. Start­bahn am Sonntag, 3. Februar 2019

Die Martin-Luther-Schule in Düs­sel­dorf jedoch steht zu Unrecht am Pranger der Eltern. Die Pulli-Aktion ist zwar unter öko­lo­gi­schen Gesichts­punk­ten Koko­lo­res, aus öko­no­mi­schen Gründen jedoch absolut gerecht­fer­tigt! Denn wie wir wissen, halten unsere Poli­ti­ker es für richtig, dass die Greta-Jugend Frei­tags nicht über Mathe-Text­auf­ga­ben brütet, sondern auf der Straße strei­kend das Klima rettet. Es ist also Greta sei Dank gar keiner da, der Frei­tags in der Schule frieren könnte! Es bedarf also nicht erst der Beklin­ge­lung durch einem Eltern­brief: Der „Warme-Pulli-Tag“ soll schließ­lich an einem Freitag statt­fin­den und dank Greta Thun­bergs Aktion kann die Schule nun doppelt punkten. Ihr Haus­meis­ter der Welt, schaut auf diese Stadt! Für Kli­ma­ret­tung und warme Pullis, seid bereit, drin Frei­tags die Heizung aus­zu­schal­ten während draußen die Kinder für die Welt­ret­tung frieren! Kalte Füße für ein warmes Gewis­sen und Bonus­punkte für die Schule. Eine Win-Win-Win-Situa­tion.

Meinung haben und für sich behalten

Zum Schluss noch ein paar mah­nende Worte an die empör­ten Eltern. Helene Paw­litzki fragt in ihrem Artikel natür­lich völlig zurecht: „Müssen wir immer eine Meinung haben – und auch gleich ver­öf­fent­li­chen?“ Nein, liebe Eltern, so geht das natür­lich nicht! Schon gar nicht, wenn es um das Wohl eurer eigenen Kinder geht! Da gibt es beru­fe­nere als euch, dafür habt ihr schließ­lich Behör­den und Par­la­mente und andere Exper­ten. Die haben Mei­nun­gen, denen kann man sich doch zustim­mend anschlie­ßen, dafür wurden bestimmte Mei­nun­gen schließ­lich von Jour­na­lis­ten wie Paw­litzki mehr­heits­fä­hig ein­ge­rich­tet. Welt­ret­tung – was kann man schon dagegen haben? Und was das „gleich ver­öf­fent­li­chen“ angeht, das muss doch auch nicht sein! Eine eigene Meinung haben, mag ja noch angehen. Aber diese laut zu äußern…da sollte man doch besser abwar­ten und Frei­tags heißen Tee trinken. Schließ­lich gibt es auch für das Äußern von Mei­nun­gen geschul­tes Per­so­nal:

Wir alle haben immer eine Meinung, sofort. Das ist nicht neu. Aber dass wir sie inzwi­schen eben­falls sofort für rele­vant und durch­dacht genug halten, um sie zu ver­öf­fent­li­chen – das ist schon merk­wür­dig. Was hat die Debatte am Ende gebracht? Nicht viel.“

Und hat sie nicht Recht, die Helene? All die Debat­ten, an denen sich Laien betei­li­gen, nur weil sie betrof­fen sind, aber sich dabei die Frage ihrer eigenen Rele­vanz gar nicht stellen, die bringen doch nicht viel. Viel­leicht hat sich in Politik, Medien oder Schule nur jemand unge­schickt aus­ge­drückt, man selbst hat viel­leicht die Wohltat falsch ver­stan­den oder ist einfach nur zu blöd, sie als solche zu begrei­fen? So auch hier: der „Warmer-Pulli-Tag“ wird statt­fin­den, ob es euch passt oder nicht. Und weil ihr Deppen von Eltern euch so darüber auf­ge­regt habt, werden wir von der Presse dieses Ham­me­re­vent nun der­ma­ßen positiv beklat­schen, dass euch das Kli­ma­l­eug­nen schon noch ver­ge­hen wird.

Ach, übri­gens, Helene: als Trä­ge­rin des Jugend-forscht-Preises „dicker Pulli“ sollte man erken­nen, wenn jemand den ersten Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik leugnet: „Es ist nach Aus­kunft der Schule nicht möglich, dass die Räume kälter als 16 Grad werden.“ Das mag so nicht gedacht sein, möglich ist es aber schon. Was auch immer für eine Heizung in Keller tuckern mag, da Schulen heute zwar geistig oft geschlos­sene, ther­mo­dy­na­misch jedoch stets offene Systeme sind, wette ich dagegen weil: a) Strom für den Betrieb nötig ist, b) es mit Sicher­heit einen Haupt­schal­ter gibt und es spä­tes­tens dann eng wird mit den 16°C in den Klas­sen­räu­men, wenn c) draußen -25°C sind.

Ver­link­ter Artikel auf archive​.is, falls Helene Paw­litzki beschlie­ßen sollte, sich in ihrem Artikel unver­ständ­lich aus­ge­drückt zu haben.

28 Kommentare

  1. In Berlin hatten die Gewerk­schaf­ten und Sozi­al­ver­bände 2008 einen Beitrag des Senats zu den Ener­gie­kos­ten für Arne gefor­dert. Der dama­lige Finanz­se­na­tor Thilo Sar­ra­zin lehnte das ab. Er empfahl, die Heizung run­ter­zu­re­geln und einen warmen Pull­over. Merken Sie was? Die Medien, nament­lich der Spiegel, der damals noch nicht „relo­tius press“ hieß, fielen über ihn her und er wurde übelst nie­der­ge­macht. Heute wird der Schul­di­rek­to­rin für die gleiche Emp­feh­lung rot-grün kli­ma­ideo­lo­gisch applau­diert. Bemer­kens­wert.

  2. Bringt endlich die „Gute, alte Zeit” zurück!

    Wir wolln’se alle wie­der­ha­ben: den „Brennsupp’n-Samstag” und den „Ein­topf­sonn­tag” (pardon für den Nazi-Schar­gong), das „Mucke­fuck-Mor­gen­ge­fühl”, und die „fleisch­freien Frei­tage”.

    Früher war einfach ALLES besser – wer braucht schon die Neuzeit, wenn man sich auf gutem, altem Dog­ma­tis­mus aus­ru­hen kann? („Technik ist Scheisse!”)

  3. Mich würde mal inter­es­sie­ren, wie die Schule beheizt wird. Wenn es Fern­wärme ist, dann ist der mar­gi­nale Effekt der Aktion nahe Null, weil die Wärme fast ein „Abfall­pro­dukt“ ist. Ein grosses Problem beim Umwelt­schutz, den ich für durch­aus wichtig halte, ist dass irgend­wel­che Kin­der­gar­ten­t­an­ten ideo­lo­gi­sche Aktio­nen pro­pa­gie­ren, statt dass das grös­sere Ganze betrach­tet wird. Jeden Tag die Heizung von 4 auf 3,8 bringt mehr, ist öko­no­misch sinn­voll und keiner friert. Aber das ist halt anstren­gend und hat keine sexy bang-bum-ich-bin-so-kli­ma­freund­lich-und-sozial-enga­giert-wie-Greta Wirkung.

    Gegen­vor­schlag: Alle Schüler am Freitag ohne Handy, Youtube, Netflix und was weiss ich.

  4. Die 16 grad halte ich für rea­lis­tisch, wenn
    – nur einige wenige Tage lang die Heizung aus bleibt, wir haben schliess­lich nicht -20 grad draus­sen
    – Die Ther­mo­state auf 16 grad gestellt werden

    Auch öko­no­misch kommt da nicht viel bei rüber. Die Wärme, die das Bauwerk in der Heizung-Aus-Zeit abkühlt, muss wenn wieder Nor­mal­zu­stand erreicht werden soll wieder hin­ein­ge­pumpt werden.
    Wesent­lich zweck­mäs­si­ger wäre es, wenn per­ma­nent auf z.B. 18 grad gestellt würde. Das wäre auch wirk­lich lehr­reich, da wirk­lich nutz­brin­gend und auch zu Hause anwend­bar.

    Ansons­ten schön zu lesen die Polemik.

      • Diese eine Schule bzw. Leh­re­rin oder Akti­ons­gruppe ist ja zum Glück nicht überall.

        • Ver­su­chen Sie mal einem Ideo­lo­gen mit sach­li­cher Argu­men­ta­tion zu begeg­nen. Da er in der Regel keine auf­wei­sen kann, da es nicht möglich ist glaub­wür­dig gegen phy­si­ka­li­sche Gesetze zu indok­tri­nie­ren, ver­sucht er Sie durch Beschimp­fung zu dis­kre­di­tie­ren, um sich und allen anderen die Demons­tra­tion seiner Unkennt­nis zu erspa­ren. Herr Letsch setzt Akzente gegen eine ganze Pro­pa­gan­da­in­dus­trie und Sie nennen das pole­misch? Ich nenne das lebens­not­wen­dig oder Selbst­ver­tei­di­gung oder gesell­schaft­li­che Not­wen­dig­keit, außer­dem mutig, enga­giert und, da er es für viele tut, extrem sozial, Herr Anar­christ. Was soll das eigent­lich bedeu­ten, Anar­christ?

          • Ich habe den Artikel nicht pole­misch genannt, sondern als Polemik bezeich­net. Und eine Polemik hat nicht per se etwas nega­ti­ves an sich. Ich mag Polemik sehr gerne. Sie sollte im poli­ti­schen Diskurs nicht fehlen, denn zu viel ist dort emo­ti­ons­lo­ser Prag­ma­tis­mus oder einfach nur poli­tisch korrekt.

            Sagt ihnen der Begriff Streit­schrift etwas? Nein? Bitte: https://​www​.duden​.de/​r​e​c​h​t​s​c​h​r​e​i​b​u​n​g​/​S​t​r​e​i​t​s​c​h​r​ift
            Und wie sie das nennen ist ihnen über­las­sen. Von mir aus nennen Sie es ‚Wort Gottes’.

            Ich befinde mich jeden Tag im Dialog mit Leuten, die sich in ihre Ideo­lo­gie ver­bis­sen haben. Was ich in den vielen vielen Jahren bemerkt habe ist, dass am ver­här­tets­ten die ideo­lo­gi­sche Ver­bis­sen­heit im rechts­ra­di­ka­len Bereich ist. Dort herr­schen Ver­schwö­rungs­theo­rien umfas­sen­der und tief­grei­fen­der vor als im links-grünen Grenz­be­reich. Am rechten Rand fühlen sich sehr dumme Leute, die per se anfäl­li­ger für Mani­pu­la­tio­nen sind, ins­ge­samt wohler, schliess­lich suchen sie das Ein­fa­che und nicht das Kom­plexe. Das über­for­dert sie nämlich und macht ihnen Angst.

            Dass Sie sich an meinem Namen schwer tun, kann ich gut nach­voll­zie­hen. Ich mache mich für die christ­li­chen Werte stark, die es in Men­schen- und Grund­recht geschafft haben, ver­neine aber das, was mit Gott (dem Herrn *kotz) und Herr­schaft im All­ge­mei­nen in Zusam­men­hang steht. Das habe ich zu einem Namen ent­wi­ckelt.

            Ideo­lo­gie ist ansons­ten nichts ver­werf­li­ches. Jeder trägt sie in sich und vor sich her, passt sie über die Zeit an und pflegt sie so. Ideo­lo­gien sind einfach nur Gut/­Schlecht-Systeme. Die Frage ist ledig­lich, ob dem Gegen­über seine oder ihre Ideo­lo­gie zuge­stan­den wird oder nicht, und wie weit sie Kohä­renz zur Rea­li­tät auf­weist. Dort, wo nichts weiter zählt und nichts anderes akzep­tiert wird, als die eigene reine Ideo­lo­gie, wird es zu Pro­ble­men kommen, denn Aus­gren­zung der Nicht­kon­for­men wird zu Tage treten. Das pas­siert mul­tis­pek­tral, es gibt aber, das habe ich ja schon geschil­dert, Grenz­be­rei­che, in denen deut­lich mehr Instan­zen zu finden sind.

            • Durch­aus inter­es­sant, daß sich ein „Anar­chist” so tief­grün­dig mit Ideo­lo­gien beschäf­tigt und dann zu solchen Ansich­ten kommt.
              Aber gut. Eines aller­dings sollte gene­rell niemals ver­ges­sen werden. Es gibt außer rechts­readi­kal und links­ra­di­kal, außer Ideo­lo­gien und Streit­schrift noch etwas anderes:
              gesun­den Men­schen­ver­stand und Logik
              Und wer die beiden Dinge außer acht lässt, ob Gläu­bi­ger oder Atheist, ob gewollt oder nicht, der hat grund­sätz­lich ver­lo­ren und sollte sich bei Dis­kus­sio­nen besser raus­hal­ten. Es sei denn er kann mit den beiden Begrif­fen nix anfan­gen bzw. sind ihm fremd. Dann aller­dings ist sowieso alles zu spät!

            • Ach so! Pole­misch genannt,
              und ‚als Polemik bezeich­net’ ist natür­lich etwas ganz anderes. Auch sagt mir der Begriff ’ Streit­schrift’ etwas. Ja, schon gehört. Auch ich lebe auf dieser Welt und ich kann Ihnen ver­si­chern, daß Blöd­heit keine ideo­lo­gi­sche Heimat hat und wir uns damit wieder in die Betrach­tungs­weise des ideo­lo­gi­schen Fahr­was­sers begeben. Ich denke, daß die men­schen­ver­ur­sachte Kli­ma­er­wär­mung mit zu den besten Ver­schwö­rungs­theo­rien welt­weit zählt, und die kommt ein­deu­tig von links. Ideo­lo­gien sind per se nicht schlecht, solange Plu­ra­lis­mus herrscht, und gegen­sei­ti­ger
              Respekt, und das ist momen­tan, wo jeder Anders­den­ker zum Nazi avan­ciert, sicher­lich nicht mehr der Fall. Als beken­nen­der Indi­vi­dual­christ ist das ’ Wort Gottes’ wohl eher etwas für Ihren Eigen­ge­brauch. Wenn ich Sie richtig ver­stan­den habe ‚spe­ku­lie­ren Sie auch auf eine Art gött­li­che Gerech­tig­keit. Eine schöne Vor­stel­lung, die Men­schen schon immer beglei­tete, aller­dings komme ich per­sön­lich immer ins Zwei­feln, wenn ich mir die Theo­di­zee-Frage stelle. Nichts für ungut Anar­christ, nur eine Welt voller indi­vi­du­el­ler Ent­würfe ist für mich eine schöne Welt. LG.

            • Liebe Sabine Schön­fel­der.
              Sie haben belegt, dass Sie nicht wissen, was eine Polemik ist und Sie haben nun auch belegt, dass Sie nicht wissen was Ver­schwö­rungs­theo­rie bedeu­tet.

              Niemand, der den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del als Fakt betrach­tet denkt, dass da irgendwo eine Ver­schwö­rung im Gange ist, die sich ver­bün­det hat, um den Pla­ne­ten unbe­wohn­bar zu machen.

              Ging ja schon toll los bei Ihnen und es hört einfach nicht auf:
              „wo jeder Anders­den­ker zum Nazi avan­ciert”.

              Na das ist ja mal „eine [schöne] Welt voller indi­vi­du­el­ler Ent­würfe”, die Sie da mit sich rum­tra­gen. Jedes Wort gegen Rechts ist auto­ma­tisch immer einfach nur Nazi­pa­ra­noia. Ja ne, ist klar. Tschul­di­gung für den Tabu­bruch. Ich werde nur noch Lobes­hym­nen auf Führer, Volk und Vater­land anstim­men.

              Den Begriff Nazi haben Sie in die Runde gebracht, nicht ich. Sie haben avan­ciert!

              Wenn ich Sie richtig ver­stan­den habe‚ spe­ku­lie­ren Sie auch auf eine Art gött­li­che Gerech­tig­keit.”

              Oh, das jüngste Gericht. Freude schöner Göt­ter­fun­ken? Natür­lich haben Sie mich nicht ver­stan­den. Kein bischen. Von oben bis unten. Es gibt keinen Gott, also kann es auch kein gött­li­ches Gericht geben. Abur­tei­len, Rache und Gna­den­lo­sig­keit ist nichts für mich,

              also belas­sen wir es dabei. In ihre Extreme werde ich Ihnen nicht folgen.

            • Hallo A.R.

              Durch­aus inter­es­sant, daß sich ein „Anar­chist” so tief­grün­dig mit Ideo­lo­gien beschäf­tigt und dann zu solchen Ansich­ten kommt.…”

              So viele Worte von Ihnen und doch haben Sie nichts gesagt.
              Naja. Wenigs­tens haben Sie meinen Namen falsch gelesen. Da hab ich wenigs­tens was zum Lachen.

              Es gibt außer rechts­readi­kal und links­ra­di­kal, außer Ideo­lo­gien und Streit­schrift noch etwas anderes: gesun­den Men­schen­ver­stand und Logik”

              Es gibt auch Ein­at­men und Aus­at­men. Nicht ver­ges­sen! Sonst hat man auto­ma­tisch ver­lo­ren und darf nicht mehr mit­re­den. Oder man darf doch mit­re­den, aber dann ist eh alles zu spät.

              So weit darf es nicht kommen. Also raus mit der Sprache. Was werfen Sie mir eigent­lich genau vor?

            • Lesen Sie sich mal in Ruhe Ihre Ant­wort­schrei­ben durch,
              wütend und into­le­rant, und so gar nicht christ­lich, eher in der Art des Gottes, den Sie so ableh­nen, abur­tei­lend und ein bißchen gna­den­los, die Welt in Gut und Böse ein­tei­lend.
              Wenn’s gefällt.….

  5. Bloss keinen warmen Tee, denn dessen Zube­rei­tung hat Energie ver­braucht und das ist böse.

  6. Roger, was soll denn das ganze Theater hier? Jetzt lass doch bitte Helene ihre Arbeit in Ruhe machen! Die tut doch nur ihre Pflicht! Wenn sie nicht lieb und brav das schreibt, was ihr Chef­re­dak­teur oder eine sonst wich­tige Person in ihrem Main­stream-Merkel-Ein­heits­mei­nungs­kon­zern lesen will, kommt sie ja nie weiter oder ver­liert gar ihre Stelle! Und das wollen wir doch alle nicht.
    Lieber Roger, du weißt doch: Hier in NRW, spe­zi­ell in Düs­sel­dorf regiert der ach so brave Herr Laschet. Und merke: Wo der Gutmann Laschet ist, ist die tapfere Frau Merkel nicht weit. Und Frau Merkel kennt auf­grund ihrer Sozia­li­sa­tion keine Meinung ≥ 1. Also auf Deutsch: Sie kennt nur EINE Meinung, nämlich die ihrige. Das Ganze hat also was mit der DDR zu tun und heute mit der BRDDR. Und da schließt sich der Kreis wieder. Unsere Helene ist dort nur ein ganz kleines Rädchen im gar so großen Main­stream-Uhrwerk. Also sie kann nix dafür.
    Bevor ich hier noch weiter abschweife, nach­hal­tige Tipps zum Energie sparen: Schulen sanie­ren (besser dämmen), moderne/energieeffiziente Hei­zungs­an­la­gen instal­lie­ren.
    Aber dazu müsste man ja erst einmal Geld in die Hand nehmen …

    Ich will nicht nur rum­mot­zen: Das Video ist echt gut – zeigt es doch die uns so lieb gewon­nene Real­sa­tire in dem Land, in dem wir alle so gut und gerne leben …

    • Da hilft nur noch Wilhelm Busch:

      »Helene!« – sprach der Onkel Nolte –
      »Was ich schon immer sagen wollte!
      Ich warne dich als Mensch und Christ:

      Oh, hüte dich vor allem Bösen!
      Es macht Pläsier, wenn man es ist,
      Es macht Verdruß, wenn man’s gewesen!«

      »Ja leider!« – sprach die milde Tante –
      »So ging es vielen, die ich kannte!

      Drum soll ein Kind die weisen Lehren
      Der alten Leute hoch­ver­eh­ren!

      Die haben alles hinter sich
      Und sind, gottlob! recht tugend­lich!

      Nun gute Nacht! Es ist schon späte!
      Und, gutes Lenchen, bete, bete!«

  7. Im Nach­kriegs Deutsch­land haben die Schüler Bri­ketts und Holz zum Unter­richt mit­ge­bracht. Da wurde ein Kano­nen­ofen im Schul­raum beheizt um im Winter wenigs­tens ohne Hand­schuhe zu schrei­ben. Aus dem Fenster gucken war auch nicht, die dicke Eis­blu­men­schicht wirkte wie Milch­glas­schei­ben. Der Ofen tat zwar sein Bestes, auch die Abwärme der 46 Schüler kam hinzu, doch beim Spre­chen war da noch immer eine Hauch­fahne zu sehen. Das Klas­sen­zim­mer war einfach zu groß um warm zu werden. Die Kinder in der Zukunft sollten es besser haben.
    Es wäre wirk­lich kon­se­quent umwelt­freund­lich, wenn die Schul­be­hör­den und Leh­rer­zim­mer mit gutem Bei­spiel voran gehen und auf Heizung ganz ver­zich­ten. Für die kurze Zeit die sie in den Räumen ver­brin­gen ist der Ver­zicht doch eher gerecht­fer­tigt. Werden sie aber nicht! Wasser pre­di­gen und selbst Wein saufen ist ver­werf­lich aber nicht ver­bo­ten. Die Wähler, die eine ver­lo­gene Partei an der Macht halten, bekom­men was sie ver­die­nen. Öko-Kom­mu­nis­mus für den Bürger, und eine in Luxus lebende Partei samt Lakeien. Wand­litz und Inter­shop lassen grüßen.

  8. Ach Rolf, ich ver­misse deine ebenso zyni­schen wie krea­ti­ven Kom­men­tare. Für mich runden sie Rogers bril­li­ante Artikel immer ab.
    Soll­test du dich deshalb zurück halten, weil keiner mit dir rangeln will – ich stehe zur Ver­fü­gung.

  9. Müssen diese grünen Wirr­köpfe sich ständig noch etwas Bescheu­er­te­res aus­den­ken und es sofort
    als ‚con­di­tio sine qua non’ in den Schul­all­tag trans­fe­rie­ren, natür­lich ohne Abspra­che mit den Eltern, weil diese ja alle ‚eine Meinung haben’, und zwar ’sofort’! Womög­lich wäre eine Meinung dabei , die ‚rele­vant und durch­dacht’ ist, eine echte e i g e n e Meinung! Damit fangen wir erst gar nicht an. Das ist ein glatter Affront gegen Mini­ka­hane , Helene Paw­lo­witz und ihre öko­fa­schis­toide Heils­vor­stel­lung. Ich schlage vor, Kinder raus an die frische Luft mit Tante Helene zum Müll sammeln und trennen ( hält warm). Auch ein paar saftige Ohr­fei­gen können zur Erwär­mung der Backen bei­tra­gen. Ältere erin­nern sich viel­leicht noch. Den Schul­psy­cho­lo­gen schi­cken wir ins Klas­sen­zim­mer, wo psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung drin­gend benö­tigt wird. Der Lehr­kör­per leidet unter einer Welt­un­ter­gangs­de­pres­sion, einer grünen Angst­neu­rose und einem satten burn-out ‚aus­ge­löst durch uner­müd­li­che Pro­pa­gan­daar­beit ohne Sinn, Ein­sicht und Pausen .Das hält kein Mensch aus!!

  10. Zum Thema Mei­nungs-äuße­rung, äh besser wohl -unter­drü­ckung, die Worte vom ehem. Bun­des­prä­si­dent Walter Scheel:
    „Demo­kra­tisch ist es, dem anderen zuzu­hö­ren, seine Meinung zu erwägen, das, was einem selbst ein­leuch­tet, zu akzep­tie­ren und gegen das übrige, unter stän­di­ger Wahrung des Respek­tes vor der Person des anderen, seine Gegen­ar­gu­mente her­vor­zu­brin­gen“
    Ist wohl heute nicht mehr „modern”.

    • Hab’ auch was zum Thema Mei­nungs­äu­ße­rung: „Das ist so schreck­lich, dass heute jeder Idiot zu allem eine Meinung hat. Ich glaube, das ist damals mit der Demo­kra­tie falsch ver­stan­den worden: Man DARF in der Demo­kra­tie eine Meinung haben, man MUSS nicht. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal rum­spricht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!” Dieter Nuhr

  11. Es werden immer mehr idio­ti­sche Dinge in die Tat umge­setzt, auf diese Weise wird Idiotie in Deutsch­land mehr und mehr zum Alltag. Ich war zwi­schen­zeit­lich in ver­schie­de­nen Ländern unter­wegs und habe wie­der­holt fest­ge­stellt, dass man über Deutsch­land den Kopf schüt­telt

    • Das täuscht. Wir erfah­ren nur einfach von mehr Instan­zen als ehemals.

      Jede:r schüt­telt über jede:n den Kopf in der ein oder anderen Sache und zwar überall. Das Land, über das niemand den Kopf schüt­telt, werfe den ersten Stein.

  12. In Büro­räu­men, bei sit­zen­der Tätig­keit, müssen Arbeit­ge­ber
    22 C gewähr­leis­ten. Kann mir schwer vor­stel­len, dass die Leitung
    der Martin-Luther-Schule so einen Pull­over-Tag
    einfach so beschlie­ßen darf. Auch für Schulen gibt es in jedem
    Bun­des­land spe­zi­elle Bau­ver­ord­nun­gen und Betriebs­vor­schrif­ten.
    Aber davon wissen Lehrer natür­lich nichts.
    Stadt­ver­wal­tun­gen sehen offen­sicht­lich darüber hinweg:
    die supi-dupi Kli­ma­ret­tungs­ak­tion scheint als Event über jede
    Betriebs­vor­schrift erhaben zu sein. Genau wie sie es wohl­wol­lend dulden
    dass der Unter­richt jetzt immer frei­tags für die Greta-Demo aus­fällt.
    Wann kommt die 4-Tage-Schul­wo­che gegen Global Warming , Cooling,
    Snowing oder Raining?

  13. Da fehlen einem echt die Worte. Unglaub­lich!
    Wobei das Schlimmste noch nicht mal der sinn­freie Beitrag von Frau Helene Paw­litzki ( übri­gens Cross­me­dia-Redak­teu­rin, was auch immer das heissen mag^^) ist, sondern das was dazu führte.
    Man lese sich doch mal den „analog Zettel” durch. Da steht doch tat­säch­lich sinn­ge­mäß:
    Wir nehmen am Ener­gie­spar­tag der Stadt Düs­sel­dorf teil und je mehr Energie gespart wird,
    desto mehr Geld gibt´s für Dinge die den Kindern zu Gute kommen!^^
    Was für Blind­gän­ger sitzen da eigent­lich in Düs­sel­dorf und ent­schei­den darüber, daß allen Ernstes das Wohl der Kindern im Schul­all­tag ( wo es wie schon öfter gelesen hinten und vorn fehlt ) von solchen schwach­sin­ni­gen Aktio­nen abhän­gig ist. Nachher wird aus einem Tag dann noch ne ganze Woche. Ne is klar.
    Sorry, aber für derlei Schwach­sinn hab ich wirk­lich nix übrig. Und das die Frau Paw­litzki sich dann auch noch über die absolut gerecht­fer­tigte Empö­rung der Eltern aufregt, könnte mög­li­cher­weise mit ihrem Vor­na­men zusam­men­hän­gen. Wahr­schein­lich bildet Sie sich mehr ein, als Sie ist!

    P.S:
    Und was das durch­aus sinn­volle Abhär­ten betrifft. Das käme bei dem einen oder anderen noch früh genug,
    wenn man endlich wieder den Grund­wehr­dienst ein­füh­ren würde! Dafür muss man aber nicht die Kinder in der Schule frieren lassen, wo doch jeder weiß, das Kälte das Denk­ver­mö­gen rapide sinken lässt.
    Naja, so gesehen kann es natür­lich schon sein, daß den Düs­sel­dor­fer Stadt­her­ren die Aktion in dem Moment einfiel, als mal wieder nicht aus Kli­ma­schutz­grün­den , sondern wegen defek­ter Lei­tun­gen oder was auch immer,
    deren Heizung ausfiel.

  14. Wun­der­ba­rer Beitrag mal wieder!
    Es ist jetzt wirk­lich höchste Zeit, einen ”Greta-Kli­ma­ret­tungs-Schwänz-Freitag’ für alle Schüler offi­zi­ell zu machen. Mit Sicher­heit finden sich beson­ders im Ber­li­ner Senat viele Befür­wor­ter. Welt-Retten ist immer gut.
    Sehr witzig das Video – haha

  15. Von dem öko­no­mi­schen Unsinn, daß das neu­er­li­che Auf­hei­zen im Ver­hält­nis wesent­lich mehr Energie benö­tigt, als das Halten der Tem­pe­ra­tur, ganz zu schwei­gen. Einfach nur idio­tisch.

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