Lesedauer drei Minuten ste­ht über einem Artikel auf RP-Online. Sin­nvoller wäre es oft, die Leser zu informieren, wie lange sie am Gele­se­nen zu knab­bern haben wer­den. Für den Artikel „Kein Kind erfriert, wenn mal die Heizung run­terge­dreht wird“ von Helene Pawl­itz­ki kommt näm­lich einiges an Ver­dau­ungsanstren­gung zu den drei Leseminuten hinzu. Hin­ter­grund der Belehrung war die kleine Empörungswelle, die im Inter­net auf die Ankündi­gung eines eigen­willi­gen Pro­jek­t­tags an ein­er Düs­sel­dor­fer Schule fol­gte. Die Eltern der Kinder soll­ten ihren Sprösslin­gen am „Warmer-Pul­li-Tag“ am 8. Feb­ru­ar dicke Sachen anziehen, weil „die Heizung an diesem Tag aus­geschal­tet bleibe“ – das bringe der Schule Heiz­erspar­nis und Extra­punk­te im mod­er­nen Kli­ma-Fün­fkampf aus Energies­paren, Flach atmen, Bio essen, Müll tren­nen und Auto ver­mei­den. Von „Energiebe­wusst­sein“ und „umwelt­be­wusster Lebensweise“ war auch die in infan­tilem Com­ic-Sans gedruck­te Rede. Auf Recy­cling­pa­pi­er, will ich hoffen.

Nach­dem Eltern und Face­book-Stammtisch klar gemacht hat­ten, was die Schule sie mal kön­nte, empörte sich Helene Pawl­itz­ki über das unein­sichtige Eltern­gesin­del, dem es offen­sichtlich am richti­gen Kampfes­mut gegen den Kli­mawan­del gebricht. Erstens sei das von der Schule nur „missver­ständlich for­muliert wor­den“, was für Doku­mente im Zeital­ter der Energiewende wohl typ­isch ist, noch dazu, wenn sie von „Umwelt­teams“ for­mulierte Sätze enthal­ten. „Abschal­ten“ bedeutet näm­lich „nur 16 Grad“ – darauf hät­ten die empörten Eltern aber auch selb­st kom­men kön­nen. Das Abschal­ten aller Kohlekraftwerke wird wohl am Ende auch nur zum Herun­ter­regeln der Kessel­tem­per­atur werden.

Kein Kind wird erfrieren

Neben der Aufk­lärung dieses kleinen „Missver­ständ­niss­es“ betätigt sich die Autorin in der prak­tis­chen Ther­mo­dy­namik und erk­lärt den Helikopterel­tern, dass die Schüler viel käl­tere­sisten­ter sind, als angenom­men. Doch das war vielle­icht früher so, es soll sog­ar Kinder gegeben haben, die mit dem weißen Fall­out der Kli­makatas­tro­phe Sch­aber­nack trieben, darauf Schlit­ten fuhren oder Wur­fgeschosse aus dem „Schnee“ genan­nten Zeug formten. Aber seit unsere Kinder nicht mehr mit Glu­ta­mat, Gluten und Glukose abge­füllt wer­den und seit ihnen der Fein­staub den Lebens­faden verkürzt, die Leis­tungs­stan­dards an den Schulen sinken und Beno­tun­gen möglichst ent­fall­en, sind ihnen solche Übun­gen doch längst nicht mehr zuzu­muten! Es macht keinen Sinn, die lieben Kleinen erst sorgfältig in Luft­pol­ster­folie zu pack­en und sie dann in der Schule niedri­gen Tem­per­a­turen auszuset­zen – und sei es auch für den guten Zweck!

Man kann doch für das Kli­ma trom­meln UND heizen! Man kann ja auch gegen einen weit­ere Start­bahn am Flughafen München kämpfen UND Bonus­meilen sam­meln wie ein Außen­min­is­ter im Weltk­limagipfelmodus, Katha­ri­na Schulze von den bayrischen Grü­nen macht’s vor.

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Die Mar­tin-Luther-Schule in Düs­sel­dorf jedoch ste­ht zu Unrecht am Pranger der Eltern. Die Pul­li-Aktion ist zwar unter ökol­o­gis­chen Gesicht­spunk­ten Kokolores, aus ökonomis­chen Grün­den jedoch abso­lut gerecht­fer­tigt! Denn wie wir wis­sen, hal­ten unsere Poli­tik­er es für richtig, dass die Gre­ta-Jugend Fre­itags nicht über Mathe-Tex­tauf­gaben brütet, son­dern auf der Straße streik­end das Kli­ma ret­tet. Es ist also Gre­ta sei Dank gar kein­er da, der Fre­itags in der Schule frieren kön­nte! Es bedarf also nicht erst der Bek­lin­gelung durch einem Eltern­brief: Der „Warme-Pul­li-Tag“ soll schließlich an einem Fre­itag stat­tfind­en und dank Gre­ta Thun­bergs Aktion kann die Schule nun dop­pelt punk­ten. Ihr Haus­meis­ter der Welt, schaut auf diese Stadt! Für Kli­maret­tung und warme Pullis, seid bere­it, drin Fre­itags die Heizung auszuschal­ten während draußen die Kinder für die Wel­tret­tung frieren! Kalte Füße für ein warmes Gewis­sen und Bonus­punk­te für die Schule. Eine Win-Win-Win-Situation.

Meinung haben und für sich behalten

Zum Schluss noch ein paar mah­nende Worte an die empörten Eltern. Helene Pawl­itz­ki fragt in ihrem Artikel natür­lich völ­lig zurecht: „Müssen wir immer eine Mei­n­ung haben — und auch gle­ich veröf­fentlichen?“ Nein, liebe Eltern, so geht das natür­lich nicht! Schon gar nicht, wenn es um das Wohl eur­er eige­nen Kinder geht! Da gibt es berufenere als euch, dafür habt ihr schließlich Behör­den und Par­la­mente und andere Experten. Die haben Mei­n­un­gen, denen kann man sich doch zus­tim­mend anschließen, dafür wur­den bes­timmte Mei­n­un­gen schließlich von Jour­nal­is­ten wie Pawl­itz­ki mehrheits­fähig ein­gerichtet. Wel­tret­tung — was kann man schon dage­gen haben? Und was das „gle­ich veröf­fentlichen“ ange­ht, das muss doch auch nicht sein! Eine eigene Mei­n­ung haben, mag ja noch ange­hen. Aber diese laut zu äußern…da sollte man doch bess­er abwarten und Fre­itags heißen Tee trinken. Schließlich gibt es auch für das Äußern von Mei­n­un­gen geschultes Personal:

„Wir alle haben immer eine Mei­n­ung, sofort. Das ist nicht neu. Aber dass wir sie inzwis­chen eben­falls sofort für rel­e­vant und durch­dacht genug hal­ten, um sie zu veröf­fentlichen – das ist schon merk­würdig. Was hat die Debat­te am Ende gebracht? Nicht viel.“ 

Und hat sie nicht Recht, die Helene? All die Debat­ten, an denen sich Laien beteili­gen, nur weil sie betrof­fen sind, aber sich dabei die Frage ihrer eige­nen Rel­e­vanz gar nicht stellen, die brin­gen doch nicht viel. Vielle­icht hat sich in Poli­tik, Medi­en oder Schule nur jemand ungeschickt aus­ge­drückt, man selb­st hat vielle­icht die Wohltat falsch ver­standen oder ist ein­fach nur zu blöd, sie als solche zu begreifen? So auch hier: der „Warmer-Pul­li-Tag“ wird stat­tfind­en, ob es euch passt oder nicht. Und weil ihr Dep­pen von Eltern euch so darüber aufgeregt habt, wer­den wir von der Presse dieses Ham­merevent nun der­maßen pos­i­tiv beklatschen, dass euch das Kli­maleug­nen schon noch verge­hen wird.

Ach, übri­gens, Helene: als Trägerin des Jugend-forscht-Preis­es „dick­er Pul­li“ sollte man erken­nen, wenn jemand den ersten Haupt­satz der Ther­mo­dy­namik leugnet: „Es ist nach Auskun­ft der Schule nicht möglich, dass die Räume käl­ter als 16 Grad wer­den.“ Das mag so nicht gedacht sein, möglich ist es aber schon. Was auch immer für eine Heizung in Keller tuck­ern mag, da Schulen heute zwar geistig oft geschlossene, ther­mo­dy­namisch jedoch stets offene Sys­teme sind, wette ich dage­gen weil: a) Strom für den Betrieb nötig ist, b) es mit Sicher­heit einen Hauptschal­ter gibt und es spätestens dann eng wird mit den 16°C in den Klassen­räu­men, wenn c) draußen ‑25°C sind.

Ver­link­ter Artikel auf archive.is, falls Helene Pawl­itz­ki beschließen sollte, sich in ihrem Artikel unver­ständlich aus­ge­drückt zu haben.

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28 Kommentare

  1. In Berlin hat­ten die Gew­erkschaften und Sozialver­bände 2008 einen Beitrag des Sen­ats zu den Energiekosten für Arne gefordert. Der dama­lige Finanzse­n­a­tor Thi­lo Sar­razin lehnte das ab. Er emp­fahl, die Heizung run­terzuregeln und einen war­men Pullover. Merken Sie was? Die Medi­en, namentlich der Spiegel, der damals noch nicht „relotius press“ hieß, fie­len über ihn her und er wurde übelst niedergemacht. Heute wird der Schuldirek­torin für die gle­iche Empfehlung rot-grün kli­maid­e­ol­o­gisch applaudiert. Bemerkenswert.

  2. Bringt endlich die “Gute, alte Zeit” zurück!

    Wir woll­n’se alle wieder­haben: den “Brennsup­p’n-Sam­stag” und den “Ein­topf­son­ntag” (par­don für den Nazi-Schar­gong), das “Muck­e­fuck-Mor­genge­fühl”, und die “fleis­chfreien Freitage”.

    Früher war ein­fach ALLES bess­er — wer braucht schon die Neuzeit, wenn man sich auf gutem, altem Dog­ma­tismus aus­ruhen kann? (“Tech­nik ist Scheisse!”)

  3. Mich würde mal inter­essieren, wie die Schule beheizt wird. Wenn es Fer­n­wärme ist, dann ist der mar­ginale Effekt der Aktion nahe Null, weil die Wärme fast ein „Abfall­pro­dukt“ ist. Ein gross­es Prob­lem beim Umweltschutz, den ich für dur­chaus wichtig halte, ist dass irgendwelche Kinder­gar­ten­tan­ten ide­ol­o­gis­che Aktio­nen propagieren, statt dass das grössere Ganze betra­chtet wird. Jeden Tag die Heizung von 4 auf 3,8 bringt mehr, ist ökonomisch sin­nvoll und kein­er friert. Aber das ist halt anstren­gend und hat keine sexy bang-bum-ich-bin-so-kli­mafre­undlich-und-sozial-engagiert-wie-Gre­ta Wirkung.

    Gegen­vorschlag: Alle Schüler am Fre­itag ohne Handy, Youtube, Net­flix und was weiss ich.

  4. Die 16 grad halte ich für real­is­tisch, wenn
    — nur einige wenige Tage lang die Heizung aus bleibt, wir haben schliesslich nicht ‑20 grad draussen
    — Die Ther­mostate auf 16 grad gestellt werden

    Auch ökonomisch kommt da nicht viel bei rüber. Die Wärme, die das Bauw­erk in der Heizung-Aus-Zeit abkühlt, muss wenn wieder Nor­malzu­s­tand erre­icht wer­den soll wieder hineingepumpt werden.
    Wesentlich zweck­mäs­siger wäre es, wenn per­ma­nent auf z.B. 18 grad gestellt würde. Das wäre auch wirk­lich lehrre­ich, da wirk­lich nutzbrin­gend und auch zu Hause anwendbar.

    Anson­sten schön zu lesen die Polemik.

        • Ver­suchen Sie mal einem Ide­olo­gen mit sach­lich­er Argu­men­ta­tion zu begeg­nen. Da er in der Regel keine aufweisen kann, da es nicht möglich ist glaub­würdig gegen physikalis­che Geset­ze zu indok­trinieren, ver­sucht er Sie durch Beschimp­fung zu diskred­i­tieren, um sich und allen anderen die Demon­stra­tion sein­er Unken­nt­nis zu ers­paren. Herr Letsch set­zt Akzente gegen eine ganze Pro­pa­gandain­dus­trie und Sie nen­nen das polemisch? Ich nenne das leben­snotwendig oder Selb­stvertei­di­gung oder gesellschaftliche Notwendigkeit, außer­dem mutig, engagiert und, da er es für viele tut, extrem sozial, Herr Anar­christ. Was soll das eigentlich bedeuten, Anarchrist?

        • Ich habe den Artikel nicht polemisch genan­nt, son­dern als Polemik beze­ich­net. Und eine Polemik hat nicht per se etwas neg­a­tives an sich. Ich mag Polemik sehr gerne. Sie sollte im poli­tis­chen Diskurs nicht fehlen, denn zu viel ist dort emo­tion­slos­er Prag­ma­tismus oder ein­fach nur poli­tisch korrekt.

          Sagt ihnen der Begriff Stre­itschrift etwas? Nein? Bitte: https://www.duden.de/rechtschreibung/Streitschrift
          Und wie sie das nen­nen ist ihnen über­lassen. Von mir aus nen­nen Sie es ‘Wort Gottes’.

          Ich befinde mich jeden Tag im Dia­log mit Leuten, die sich in ihre Ide­olo­gie ver­bis­sen haben. Was ich in den vie­len vie­len Jahren bemerkt habe ist, dass am ver­härtet­sten die ide­ol­o­gis­che Ver­bis­senheit im recht­sradikalen Bere­ich ist. Dort herrschen Ver­schwörungs­the­o­rien umfassender und tief­greifend­er vor als im links-grü­nen Grenzbere­ich. Am recht­en Rand fühlen sich sehr dumme Leute, die per se anfäl­liger für Manip­u­la­tio­nen sind, ins­ge­samt wohler, schliesslich suchen sie das Ein­fache und nicht das Kom­plexe. Das über­fordert sie näm­lich und macht ihnen Angst.

          Dass Sie sich an meinem Namen schw­er tun, kann ich gut nachvol­lziehen. Ich mache mich für die christlichen Werte stark, die es in Men­schen- und Grun­drecht geschafft haben, verneine aber das, was mit Gott (dem Her­rn *kotz) und Herrschaft im All­ge­meinen in Zusam­men­hang ste­ht. Das habe ich zu einem Namen entwickelt.

          Ide­olo­gie ist anson­sten nichts ver­w­er­flich­es. Jed­er trägt sie in sich und vor sich her, passt sie über die Zeit an und pflegt sie so. Ide­olo­gien sind ein­fach nur Gut/Schlecht-Sys­teme. Die Frage ist lediglich, ob dem Gegenüber seine oder ihre Ide­olo­gie zuge­s­tanden wird oder nicht, und wie weit sie Kohärenz zur Real­ität aufweist. Dort, wo nichts weit­er zählt und nichts anderes akzep­tiert wird, als die eigene reine Ide­olo­gie, wird es zu Prob­le­men kom­men, denn Aus­gren­zung der Nichtkon­for­men wird zu Tage treten. Das passiert mul­ti­spek­tral, es gibt aber, das habe ich ja schon geschildert, Grenzbere­iche, in denen deut­lich mehr Instanzen zu find­en sind.

        • Dur­chaus inter­es­sant, daß sich ein “Anar­chist” so tief­gründig mit Ide­olo­gien beschäftigt und dann zu solchen Ansicht­en kommt.
          Aber gut. Eines allerd­ings sollte generell niemals vergessen wer­den. Es gibt außer recht­sreadikal und linksradikal, außer Ide­olo­gien und Stre­itschrift noch etwas anderes:
          gesun­den Men­schen­ver­stand und Logik
          Und wer die bei­den Dinge außer acht lässt, ob Gläu­biger oder Athe­ist, ob gewollt oder nicht, der hat grund­sät­zlich ver­loren und sollte sich bei Diskus­sio­nen bess­er raushal­ten. Es sei denn er kann mit den bei­den Begrif­f­en nix anfan­gen bzw. sind ihm fremd. Dann allerd­ings ist sowieso alles zu spät!

        • Ach so! Polemisch genannt,
          und ‘als Polemik beze­ich­net’ ist natür­lich etwas ganz anderes. Auch sagt mir der Begriff ’ Stre­itschrift’ etwas. Ja, schon gehört. Auch ich lebe auf dieser Welt und ich kann Ihnen ver­sich­ern, daß Blöd­heit keine ide­ol­o­gis­che Heimat hat und wir uns damit wieder in die Betra­ch­tungsweise des ide­ol­o­gis­chen Fahrwassers begeben. Ich denke, daß die men­schen­verur­sachte Kli­maer­wär­mung mit zu den besten Ver­schwörungs­the­o­rien weltweit zählt, und die kommt ein­deutig von links. Ide­olo­gien sind per se nicht schlecht, solange Plu­ral­is­mus herrscht, und gegenseitiger
          Respekt, und das ist momen­tan, wo jed­er Ander­s­denker zum Nazi avanciert, sicher­lich nicht mehr der Fall. Als beken­nen­der Indi­vid­u­alchrist ist das ’ Wort Gottes’ wohl eher etwas für Ihren Eigenge­brauch. Wenn ich Sie richtig ver­standen habe ‚spekulieren Sie auch auf eine Art göt­tliche Gerechtigkeit. Eine schöne Vorstel­lung, die Men­schen schon immer begleit­ete, allerd­ings komme ich per­sön­lich immer ins Zweifeln, wenn ich mir die Theodizee-Frage stelle. Nichts für ungut Anar­christ, nur eine Welt voller indi­vidu­eller Entwürfe ist für mich eine schöne Welt. LG.

        • Liebe Sabine Schönfelder.
          Sie haben belegt, dass Sie nicht wis­sen, was eine Polemik ist und Sie haben nun auch belegt, dass Sie nicht wis­sen was Ver­schwörungs­the­o­rie bedeutet.

          Nie­mand, der den men­schengemacht­en Kli­mawan­del als Fakt betra­chtet denkt, dass da irgend­wo eine Ver­schwörung im Gange ist, die sich ver­bün­det hat, um den Plan­eten unbe­wohn­bar zu machen.

          Ging ja schon toll los bei Ihnen und es hört ein­fach nicht auf:
          “wo jed­er Ander­s­denker zum Nazi avanciert”.

          Na das ist ja mal “eine [schöne] Welt voller indi­vidu­eller Entwürfe”, die Sie da mit sich rum­tra­gen. Jedes Wort gegen Rechts ist automa­tisch immer ein­fach nur Nazi­para­noia. Ja ne, ist klar. Tschuldigung für den Tabubruch. Ich werde nur noch Lobeshym­nen auf Führer, Volk und Vater­land anstimmen.

          Den Begriff Nazi haben Sie in die Runde gebracht, nicht ich. Sie haben avanciert!

          “Wenn ich Sie richtig ver­standen habe‚ spekulieren Sie auch auf eine Art göt­tliche Gerechtigkeit.”

          Oh, das jüng­ste Gericht. Freude schön­er Göt­ter­funken? Natür­lich haben Sie mich nicht ver­standen. Kein bis­chen. Von oben bis unten. Es gibt keinen Gott, also kann es auch kein göt­tlich­es Gericht geben. Aburteilen, Rache und Gnaden­losigkeit ist nichts für mich,

          also belassen wir es dabei. In ihre Extreme werde ich Ihnen nicht folgen.

        • Hal­lo A.R.

          “Dur­chaus inter­es­sant, daß sich ein „Anar­chist” so tief­gründig mit Ide­olo­gien beschäftigt und dann zu solchen Ansicht­en kommt.…”

          So viele Worte von Ihnen und doch haben Sie nichts gesagt.
          Naja. Wenig­stens haben Sie meinen Namen falsch gele­sen. Da hab ich wenig­stens was zum Lachen.

          “Es gibt außer recht­sreadikal und linksradikal, außer Ide­olo­gien und Stre­itschrift noch etwas anderes: gesun­den Men­schen­ver­stand und Logik”

          Es gibt auch Einat­men und Ausat­men. Nicht vergessen! Son­st hat man automa­tisch ver­loren und darf nicht mehr mitre­den. Oder man darf doch mitre­den, aber dann ist eh alles zu spät.

          So weit darf es nicht kom­men. Also raus mit der Sprache. Was wer­fen Sie mir eigentlich genau vor?

        • Lesen Sie sich mal in Ruhe Ihre Antwortschreiben durch,
          wütend und intol­er­ant, und so gar nicht christlich, eher in der Art des Gottes, den Sie so ablehnen, aburteilend und ein bißchen gnaden­los, die Welt in Gut und Böse einteilend.
          Wen­n’s gefällt.….

  5. Bloss keinen war­men Tee, denn dessen Zubere­itung hat Energie ver­braucht und das ist böse.

  6. Roger, was soll denn das ganze The­ater hier? Jet­zt lass doch bitte Helene ihre Arbeit in Ruhe machen! Die tut doch nur ihre Pflicht! Wenn sie nicht lieb und brav das schreibt, was ihr Chefredak­teur oder eine son­st wichtige Per­son in ihrem Main­stream-Merkel-Ein­heitsmei­n­ungskonz­ern lesen will, kommt sie ja nie weit­er oder ver­liert gar ihre Stelle! Und das wollen wir doch alle nicht.
    Lieber Roger, du weißt doch: Hier in NRW, speziell in Düs­sel­dorf regiert der ach so brave Herr Laschet. Und merke: Wo der Gut­mann Laschet ist, ist die tapfere Frau Merkel nicht weit. Und Frau Merkel ken­nt auf­grund ihrer Sozial­i­sa­tion keine Mei­n­ung ≥ 1. Also auf Deutsch: Sie ken­nt nur EINE Mei­n­ung, näm­lich die ihrige. Das Ganze hat also was mit der DDR zu tun und heute mit der BRDDR. Und da schließt sich der Kreis wieder. Unsere Helene ist dort nur ein ganz kleines Räd­chen im gar so großen Main­stream-Uhrw­erk. Also sie kann nix dafür.
    Bevor ich hier noch weit­er abschweife, nach­haltige Tipps zum Energie sparen: Schulen sanieren (bess­er däm­men), moderne/energieeffiziente Heizungsan­la­gen installieren.
    Aber dazu müsste man ja erst ein­mal Geld in die Hand nehmen …

    Ich will nicht nur rum­motzen: Das Video ist echt gut – zeigt es doch die uns so lieb gewonnene Real­satire in dem Land, in dem wir alle so gut und gerne leben …

    • Da hil­ft nur noch Wil­helm Busch:

      »Helene!« – sprach der Onkel Nolte –
      »Was ich schon immer sagen wollte!
      Ich warne dich als Men­sch und Christ:

      Oh, hüte dich vor allem Bösen!
      Es macht Pläsi­er, wenn man es ist,
      Es macht Ver­druß, wenn man’s gewesen!«

      »Ja lei­der!« – sprach die milde Tante –
      »So ging es vie­len, die ich kannte!

      Drum soll ein Kind die weisen Lehren
      Der alten Leute hochverehren!

      Die haben alles hin­ter sich
      Und sind, got­t­lob! recht tugendlich!

      Nun gute Nacht! Es ist schon späte!
      Und, gutes Lenchen, bete, bete!«

  7. Im Nachkriegs Deutsch­land haben die Schüler Briketts und Holz zum Unter­richt mit­ge­bracht. Da wurde ein Kanonenofen im Schul­raum beheizt um im Win­ter wenig­stens ohne Hand­schuhe zu schreiben. Aus dem Fen­ster guck­en war auch nicht, die dicke Eis­blu­men­schicht wirk­te wie Milch­glass­cheiben. Der Ofen tat zwar sein Bestes, auch die Abwärme der 46 Schüler kam hinzu, doch beim Sprechen war da noch immer eine Hauch­fahne zu sehen. Das Klassen­z­im­mer war ein­fach zu groß um warm zu wer­den. Die Kinder in der Zukun­ft soll­ten es bess­er haben.
    Es wäre wirk­lich kon­se­quent umwelt­fre­undlich, wenn die Schul­be­hör­den und Lehrerz­im­mer mit gutem Beispiel voran gehen und auf Heizung ganz verzicht­en. Für die kurze Zeit die sie in den Räu­men ver­brin­gen ist der Verzicht doch eher gerecht­fer­tigt. Wer­den sie aber nicht! Wass­er predi­gen und selb­st Wein saufen ist ver­w­er­flich aber nicht ver­boten. Die Wäh­ler, die eine ver­lo­gene Partei an der Macht hal­ten, bekom­men was sie ver­di­enen. Öko-Kom­mu­nis­mus für den Bürg­er, und eine in Luxus lebende Partei samt Lakeien. Wan­dlitz und Inter­shop lassen grüßen.

  8. Ach Rolf, ich ver­misse deine eben­so zynis­chen wie kreativ­en Kom­mentare. Für mich run­den sie Rogers bril­liante Artikel immer ab.
    Soll­test du dich deshalb zurück hal­ten, weil kein­er mit dir rangeln will — ich ste­he zur Verfügung.

  9. Müssen diese grü­nen Wirrköpfe sich ständig noch etwas Bescheuert­eres aus­denken und es sofort
    als ‘con­di­tio sine qua non’ in den Schu­lall­t­ag trans­ferieren, natür­lich ohne Absprache mit den Eltern, weil diese ja alle ‘eine Mei­n­ung haben’, und zwar ‘sofort’! Wom­öglich wäre eine Mei­n­ung dabei , die ‘rel­e­vant und durch­dacht’ ist, eine echte e i g e n e Mei­n­ung! Damit fan­gen wir erst gar nicht an. Das ist ein glat­ter Affront gegen Minika­hane , Helene Pawlowitz und ihre öko­faschis­toide Heilsvorstel­lung. Ich schlage vor, Kinder raus an die frische Luft mit Tante Helene zum Müll sam­meln und tren­nen ( hält warm). Auch ein paar saftige Ohrfeigen kön­nen zur Erwär­mung der Back­en beitra­gen. Ältere erin­nern sich vielle­icht noch. Den Schulpsy­cholo­gen schick­en wir ins Klassen­z­im­mer, wo psy­chol­o­gis­che Betreu­ung drin­gend benötigt wird. Der Lehrkör­p­er lei­det unter ein­er Wel­tun­ter­gangs­de­pres­sion, ein­er grü­nen Angst­neu­rose und einem sat­ten burn-out ‚aus­gelöst durch uner­müdliche Pro­pa­gan­daar­beit ohne Sinn, Ein­sicht und Pausen .Das hält kein Men­sch aus!!

  10. Zum The­ma Mei­n­ungs-äußerung, äh bess­er wohl ‑unter­drück­ung, die Worte vom ehem. Bun­de­spräsi­dent Wal­ter Scheel:
    „Demokratisch ist es, dem anderen zuzuhören, seine Mei­n­ung zu erwä­gen, das, was einem selb­st ein­leuchtet, zu akzep­tieren und gegen das übrige, unter ständi­ger Wahrung des Respek­tes vor der Per­son des anderen, seine Gege­nar­gu­mente hervorzubringen“
    Ist wohl heute nicht mehr “mod­ern”.

    • Hab’ auch was zum The­ma Mei­n­ungsäußerung: “Das ist so schreck­lich, dass heute jed­er Idiot zu allem eine Mei­n­ung hat. Ich glaube, das ist damals mit der Demokratie falsch ver­standen wor­den: Man DARF in der Demokratie eine Mei­n­ung haben, man MUSS nicht. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal rum­spricht: Wenn man keine Ahnung hat, ein­fach mal Fresse hal­ten!” Dieter Nuhr

  11. Es wer­den immer mehr idi­o­tis­che Dinge in die Tat umge­set­zt, auf diese Weise wird Idi­otie in Deutsch­land mehr und mehr zum All­t­ag. Ich war zwis­chen­zeitlich in ver­schiede­nen Län­dern unter­wegs und habe wieder­holt fest­gestellt, dass man über Deutsch­land den Kopf schüttelt

    • Das täuscht. Wir erfahren nur ein­fach von mehr Instanzen als ehemals.

      Jede:r schüt­telt über jede:n den Kopf in der ein oder anderen Sache und zwar über­all. Das Land, über das nie­mand den Kopf schüt­telt, werfe den ersten Stein.

  12. In Büroräu­men, bei sitzen­der Tätigkeit, müssen Arbeitgeber
    22 C gewährleis­ten. Kann mir schw­er vorstellen, dass die Leitung
    der Mar­tin-Luther-Schule so einen Pullover-Tag
    ein­fach so beschließen darf. Auch für Schulen gibt es in jedem
    Bun­des­land spezielle Bau­verord­nun­gen und Betriebsvorschriften.
    Aber davon wis­sen Lehrer natür­lich nichts.
    Stadtver­wal­tun­gen sehen offen­sichtlich darüber hinweg:
    die supi-dupi Kli­maret­tungsak­tion scheint als Event über jede
    Betrieb­svorschrift erhaben zu sein. Genau wie sie es wohlwol­lend dulden
    dass der Unter­richt jet­zt immer fre­itags für die Gre­ta-Demo ausfällt.
    Wann kommt die 4‑Tage-Schul­woche gegen Glob­al Warm­ing , Cooling,
    Snow­ing oder Raining?

  13. Da fehlen einem echt die Worte. Unglaublich!
    Wobei das Schlimm­ste noch nicht mal der sin­n­freie Beitrag von Frau Helene Pawl­itz­ki ( übri­gens Cross­me­dia-Redak­teurin, was auch immer das heis­sen mag^^) ist, son­dern das was dazu führte.
    Man lese sich doch mal den “ana­log Zettel” durch. Da ste­ht doch tat­säch­lich sinngemäß:
    Wir nehmen am Energies­partag der Stadt Düs­sel­dorf teil und je mehr Energie ges­part wird,
    desto mehr Geld gibt´s für Dinge die den Kindern zu Gute kommen!^^
    Was für Blind­gänger sitzen da eigentlich in Düs­sel­dorf und entschei­den darüber, daß allen Ern­stes das Wohl der Kindern im Schu­lall­t­ag ( wo es wie schon öfter gele­sen hin­ten und vorn fehlt ) von solchen schwachsin­ni­gen Aktio­nen abhängig ist. Nach­her wird aus einem Tag dann noch ne ganze Woche. Ne is klar.
    Sor­ry, aber für der­lei Schwachsinn hab ich wirk­lich nix übrig. Und das die Frau Pawl­itz­ki sich dann auch noch über die abso­lut gerecht­fer­tigte Empörung der Eltern aufregt, kön­nte möglicher­weise mit ihrem Vor­na­men zusam­men­hän­gen. Wahrschein­lich bildet Sie sich mehr ein, als Sie ist!

    P.S:
    Und was das dur­chaus sin­nvolle Abhärten bet­rifft. Das käme bei dem einen oder anderen noch früh genug,
    wenn man endlich wieder den Grundwehr­di­enst ein­führen würde! Dafür muss man aber nicht die Kinder in der Schule frieren lassen, wo doch jed­er weiß, das Kälte das Denkver­mö­gen rapi­de sinken lässt.
    Naja, so gese­hen kann es natür­lich schon sein, daß den Düs­sel­dor­fer Stadther­ren die Aktion in dem Moment ein­fiel, als mal wieder nicht aus Kli­maschutz­grün­den , son­dern wegen defek­ter Leitun­gen oder was auch immer,
    deren Heizung ausfiel.

  14. Wun­der­bar­er Beitrag mal wieder!
    Es ist jet­zt wirk­lich höch­ste Zeit, einen ”Gre­ta-Kli­maret­tungs-Schwänz-Fre­itag’ für alle Schüler offiziell zu machen. Mit Sicher­heit find­en sich beson­ders im Berlin­er Sen­at viele Befür­worter. Welt-Ret­ten ist immer gut.
    Sehr witzig das Video — haha

  15. Von dem ökonomis­chen Unsinn, daß das neuer­liche Aufheizen im Ver­hält­nis wesentlich mehr Energie benötigt, als das Hal­ten der Tem­per­atur, ganz zu schweigen. Ein­fach nur idiotisch.

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