Nach­dem ich es mir mit den Fans eines bekann­ten TV-Phy­si­kers ver­scherzt habe, indem ich die­sem eine gewis­se Blau­äu­gig­keit in Bezug auf die Mach­bar­keit der Ener­gie­wen­de vor­warf, ist es höchs­te Zeit, kurz vor der Euro­pa­wahl eine Phy­si­ke­rin zu Wort kom­men zu las­sen, deren gesun­der Skep­ti­zis­mus und nüch­ter­ne Betrach­tung ihrer Zunft Hoff­nung macht, dass die Selbst­re­fe­ren­zia­li­tät, die sich nicht nur in der Phy­sik breit gemacht hat, irgend­wann enden wird. Ich möch­te Sabi­ne Hos­sen­fel­der, die Sie hier im Video sehen kön­nen, natür­lich nichts unter­stel­len. Sie spricht in ers­ter Linie über die Grün­de für das seit Jahr­zehn­ten anhal­ten­de Fest­hän­gen der For­schung in den Grund­la­gen der Phy­sik, wo man ver­zwei­felt ver­sucht, Theo­rien zu ver­ein­fa­chen und dadurch „schö­ner“ oder „per­fek­ter“ zu machen, auf die­sem Weg jedoch offen­bar kei­nen Mil­li­me­ter vor­an­kommt. Allein die Men­ge an publi­zier­ten Vor­her­sa­gen, was nach der Inbe­trieb­nah­me des LHC, des „Lar­ge Hadron Col­li­der“ alles zu fin­den sein wür­de, steht in kei­nem Ver­hält­nis zu dem, was die Expe­ri­men­te erga­ben. Gefun­den wur­de das Higgs-Boson, das letz­te noch feh­len­de Teil­chen des soge­nann­ten Stan­dard­mo­dells. Sonst nichts – was nicht abwer­tend gemeint ist, denn der Fund war zwei­fel­los ein gran­dio­ser Erfolg. Laut Hos­sen­fel­der gehört das Stan­dard­mo­dell unter Phy­si­kern übri­gens nicht gera­de zu den als „schön“ emp­fun­de­nen Theo­rien, wes­halb vie­le ihrer Kol­le­gen ele­gan­te Erwei­te­run­gen und Sym­me­trien pos­tu­lier­ten. Dumm gelau­fen, dass aus­ge­rech­net die Bestä­ti­gung des Stan­dard­mo­dells in all sei­ner Häss­lich­keit so gut lief.

„Mei­ne Kol­le­gen und ich, wir sind die intel­lek­tu­el­len Nach­kom­men von Albert Ein­stein. Wir den­ken ger­ne, dass wir auch nach Schön­heit suchen.“
(Ant­o­ny Zee, theo­re­ti­scher Physiker)

Hos­sen­fel­der deu­tet an, dass sich die Nei­gung der Wis­sen­schaft­ler, nach Sym­me­trie, Har­mo­nie und „mathe­ma­ti­scher Schön­heit“ zu suchen und ihre Hypo­the­sen die­sen Erwar­tun­gen anzu­pas­sen, nicht nur in der Phy­sik fin­det. Die Gesell­schafts­wis­sen­schaf­ten sei­en eben­falls voll davon. Ich gehe sogar noch einen Schritt wei­ter und behaup­te, wir fin­den die­se Unsit­te auch in der ange­wand­ter Form der Sozio­lo­gie, in der Poli­tik. Hos­sen­fel­ders Schluss­fol­ge­rung, die sie in einem Vor­trag an Uni Stutt­gart sowie in ihrem Buch “Das häss­li­che Uni­ver­sum“ zog:

Die Ver­wen­dung von Schön­heits­kri­te­ri­en zur Aus­wahl von wis­sen­schaft­li­chen Hypo­the­sen ist schlech­te Metho­dik. Solch schlech­te Metho­dik kann akzep­tier­te Norm wer­den, wenn vie­le Wis­sen­schaft­ler sich gegen­sei­tig ver­si­chern, dass sie das Rich­ti­ge tun.“ 

Erset­zen Sie “Wis­sen­schaft­ler” durch “Poli­ti­ker”, lie­be Leser, und Sie wis­sen, was ich meine.

Auf der Suche nach Harmonie, Symmetrie, Hierarchie und Schönheit

Cha­os ist nicht nur dem Phy­si­ker, son­dern auch dem Poli­ti­ker ein Gräu­el. Den einen schreckt die Unvor­her­sag­bar­keit, den ande­ren der eige­ne Kon­troll­ver­lust. Doch wäh­rend dem Phy­si­ker nichts ande­res bleibt, als wei­ter nach Gesetz­mä­ßig­kei­ten zu suchen, kom­men man­che Poli­ti­ker auf die Idee, das Cha­os ganz abzu­schaf­fen. Wenn die Prot­ago­nis­ten nur mit­spie­len wür­den! Im Unter­schied zu denen in der Phy­sik haben die Ele­men­tar­teil­chen (Indi­vi­du­en) in Poli­tik und Sozio­lo­gie doch die Eigen­schaft, den­ken zu kön­nen. Regel­än­de­run­gen müs­sen sich also (schein­bar) nicht an Natur­ge­set­ze hal­ten. Das Stre­ben nach kom­ple­xen Hier­ar­chien, nach Kon­trol­le, Gleich­schal­tung und Ord­nung soll als Betriebs­sys­tem im „Homo Poli­ti­cus“ ver­an­kert wer­den, mit dem der wohl­mei­nen­de Poli­ti­ker mit­tels sei­nes „Gestal­tungs­wil­lens“ tol­le Din­ge machen kann.

Das Pos­tu­lat gesell­schaft­li­cher Har­mo­nie hat die meis­ten Klin­gel­wor­te her­vor­ge­bracht, mit denen uns Poli­tik und Medi­en täg­lich die Hir­ne flu­ten. Die Kam­pa­gnen der Par­tei­en zur Euro­pa­wahl zei­gen dies gera­de­zu exem­pla­risch. „Wir“, „gestal­ten“, „uns“, „gemein­sam“, „Zukunft“, „Inte­gra­ti­on“, „ret­ten“. Je grö­ßer jedoch die Ent­fer­nung der poli­tisch Han­deln­den vom Indi­vi­du­um ist, umso höher muss der Abs­trak­ti­ons­grad der Bot­schaft sein, damit sie all­ge­mein ver­stan­den wird. Ver­glei­chen Sie doch mal die Kom­ple­xi­tät des Baus einer Umge­hungs­stra­ße um ihren Hei­mat­ort mit dem Pro­jekt „euro­päi­sche Inte­gra­ti­on“, dann haben Sie eine Ahnung vom prin­zi­pi­el­len Kommunikationsproblem.

„Was beson­ders auf­fäl­lig und bemer­kens­wert ist, dass in der fun­da­men­ta­len Phy­sik eine schö­ne oder ele­gan­te Theo­rie eine grö­ße­re Wahr­schein­lich­keit hat rich­tig zu sein, als eine unelegante.“
(Mur­ray Gell-Mann, Phy­si­ker, Nobel­preis 1969)

Wäh­rend man dem ein­zel­nen Indi­vi­du­um noch am ehes­ten das Prä­di­kat „Instinkt“ zuord­nen kann, weil ihm auch so ele­men­ta­re Din­ge wie Hun­ger, Durst, Furcht oder Lie­be eigen sind, „füh­len“ Gesell­schaf­ten, Staa­ten oder Staa­ten­ge­mein­schaf­ten nichts der­glei­chen. Mit dem Hier­ar­chie­grad steigt die Abs­trak­ti­on und die Orga­ni­sa­ti­on anony­mi­siert sich. Indi­vi­du­um, Fami­lie, Grup­pe, Gemein­de, Regi­on, Land, Staats­we­sen – jede Ebe­ne kann sich phy­sisch nur sinn­voll um die Regu­lie­rung von exter­nen Bedürf­nis­sen der Ebe­ne dar­un­ter bemü­hen und zum Funk­tio­nie­ren der Ebe­ne dar­über bei­tra­gen. Des­po­tie kann ent­ste­hen, wenn Ebe­nen über­sprun­gen wer­den, wenn sich bei­spiels­wei­se der Staat regu­lie­rend und bevor­mun­dend um die Ängs­te sei­ner Bür­ger küm­mert und sie etwa zur Pho­bie erklärt oder durch Ge- und Ver­bo­te in die Spei­se­plä­ne sei­ner Bür­ger ein­zu­grei­fen versucht.

Schöne Idee, hässliche Wirklichkeit?

Begrün­det wird sol­ches gern mit gefüh­li­ger „Sor­ge um das Wohl­erge­hen“ des Ein­zel­nen, doch wie schon gesagt: Staa­ten haben kei­ne Gefüh­le. Gän­ge­lun­gen der Art „Was-geht-das-den-Staat-an“ bemerkt man des­halb sehr schnell und emp­fin­det sie meist als anma­ßend und bevor­mun­dend. Die Idee, dass sich die Staa­ten Euro­pas zu einer Gemein­schaft zusam­men­schlie­ßen, ist so betrach­tet jedoch nichts Schlech­tes. Aber was die EU, wenn sie ihre Auf­ga­be rich­tig ver­steht, leis­ten kann und soll­te, hat eigent­lich nur Aus­wir­kun­gen auf die Inter­ak­ti­on der euro­päi­schen Staa­ten und der EU als Gan­zes gegen­über ihren Nach­barn und der Staa­ten­ge­mein­schaft. Über­all dort, wo die EU die­se Gren­ze beach­tet, wirkt sie geräusch­los und effizient.

Ver­letzt sie jedoch die Hand­lungs­sou­ve­rä­ni­tät loka­le­rer Ebe­nen oder ver­sucht sogar, sich zur staat­li­chen Enti­tät auf­zu­schwin­gen und sich EU-unmit­tel­ba­re Wesen, die soge­nann­ten „Euro­pä­er“ als Staats­volk her­bei zu defi­nie­ren, wird sie als fremd und über­grif­fig emp­fun­den. Hier ver­sucht die Poli­tik, das recht erfolg­rei­che Kon­zept der Natio­na­li­tät abzu­schaf­fen, indem sie es kopiert und zur „euro­päi­schen Iden­ti­tät“ auf­bläst. Nichts als eine wun­der­schö­ne Theo­rie, wäh­rend die „häss­li­che“ Pra­xis sagt, dass es schon ver­geb­lich wäre, die Mann­schaf­ten des BVB und Schal­kes in den glei­chen Far­ben antre­ten zu las­sen – und die sind bis hin­ab zur Ebe­ne „Regi­on“ gera­de­zu Zwillinge!

Vie­le der aus­ge­han­del­ten Rege­lun­gen auf EU-Ebe­ne sind zwei­fels­oh­ne sinn­voll, gera­de wenn es um Sach­ver­hal­te geht, die das Zusam­men­le­ben der Mit­glieds­staa­ten betref­fen. Nur ist das, was auf EU-Ebe­ne ent­schie­den wird, sel­ten Poli­ti­sches im engen Sin­ne, son­dern bewegt sich auf der Ebe­ne von Ver­wal­tungs­ak­ten und juris­ti­schen Ver­trä­gen. Wir sol­len am 26.5. jedoch nicht Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te und Juris­ten mit die­ser Auf­ga­be betrau­en, son­dern Poli­ti­ker – und die wol­len gewählt wer­den. Die Inhalts­lee­re der Wahl­aus­sa­gen aller Par­tei­en, die sich bis zum Ver­wech­seln der Paro­len ähneln, zeigt das Glaub­wür­dig­keits­pro­blem des Pro­jek­tes „EU-Par­la­ment“, nicht die Über­flüs­sig­keit der EU als Ganzes.

Die man­gel­haf­te Ver­an­ke­rung der EU-Par­la­men­ta­ri­er in den Hier­ar­chie­ebe­nen „Gemein­de“ oder „Land“ lässt kon­kre­te­re Wahl­aus­sa­gen jedoch kaum zu. Wo es um das „gro­ße Gan­ze“ geht, ist vom „klei­nen Indi­vi­du­um“ nichts mehr zu sehen. Da müs­sen plat­te Sprü­che aus­hel­fen. Die Bar­leys, Beers und Webers bera­ten spä­ter ja nicht nur die Belan­ge ihres Lan­des, son­dern die „der Euro­pä­er“, was eine sehr flu­ide Quer­sum­me aus pol­ni­schem Koh­le­kum­pel, Ber­li­ner Kebab­ver­käu­fer, fran­zö­si­schem Zie­gen­züch­ter und mal­te­si­schem Ree­der ist. Die schö­ne Theo­rie ist, dass es eine Poli­tik geben kann, die deren sämt­li­che Inter­es­sen zu einem sinn­vol­len Gan­zen bün­deln kann. Die häss­li­che Pra­xis fragt, war­um es so etwas über­haupt geben sollte.

Hässliche Theorien ablehnen?

„Hass macht häss­lich“ pol­ter­te MdB Johan­nes Kahrs in Rich­tung des poli­ti­schen Geg­ners und das soge­nann­te „Zen­trum für poli­ti­sche Schön­heit“ sorgt mit medi­al gut insze­nier­ten Aktio­nen für die rich­ti­ge päd­ago­gi­sche Grund­stim­mung. Aber wer legt eigent­lich fest, was als schön emp­fun­den wird? Phy­si­ker mögen offen­bar kei­ne Zah­len ohne Ein­hei­ten, kei­ne Unend­lich­keit und ande­re „unele­gan­te“ Din­ge. Vie­le Poli­ti­ker mögen offen­bar kei­ne gesell­schaft­li­chen Pro­zes­se, die gänz­lich ohne ihr Zutun ablau­fen. Als häss­lich wird des­halb gern der Kapi­ta­lis­mus dar­ge­stellt, schon weil er mit so ver­dammt weni­gen Regeln aus­kommt, die man noch nicht ein­mal ken­nen muss, um sie instink­tiv zu erfas­sen und am Sys­tem zu partizipieren.

Um wie vie­les schö­ner erscheint da der theo­re­tisch mäch­tig unter­füt­ter­te Sozia­lis­mus, in des­sen Pro­pa­gan­da wir all die abs­trak­ten Schlag­wor­te wie­der­fin­den, die wir auf den Pla­ka­ten zur Euro­pa­wahl sehen – was natür­lich ein häss­li­cher Zufall sein könn­te. Der Kapi­ta­lis­mus mag nicht schön, son­dern vol­ler Feh­ler und Unge­rech­tig­kei­ten sein, aber im Gegen­satz zum theo­re­tisch per­fek­ten Sozia­lis­mus funk­tio­niert er. Selbst dann noch, wenn er mehr und mehr von poli­ti­schen Gän­ge­lun­gen und Ein­grif­fen über­wölbt wird. Es ist lei­der schwer zu sagen, wel­che poli­ti­sche Umbau­maß­nah­me und Regu­lie­rung „die eine zu viel“ sein wird und wann das Sys­tem infol­ge des­sen zusam­men­bricht. Es gibt kei­ne „tra­gen­den Wän­de“, die als sol­che gekenn­zeich­net sind. Wir wer­den jedoch mer­ken, dass die letz­te Wand eine tra­gen­de war. Der Ham­mer wird in Ber­lin geschwun­gen, die Ver­ant­wor­tung gern nach Brüs­sel delegiert.

Europawahl: Schön ist, was sich fügt

Vie­le Poli­ti­ker hal­ten eine Gesell­schaft für „schön“, wenn sie die Hand­lun­gen all ihrer Tei­le bis zur Ebe­ne des Indi­vi­du­ums nicht nur erklä­ren, son­dern her­lei­ten und beein­flus­sen kön­nen. Weil dies jedoch prak­tisch nur begrenzt mög­lich ist, erklärt man sich die Wei­ge­rung ein­zel­ner Indi­vi­du­en ent­we­der als Feind­schaft oder als Man­gel an Wis­sen. Fein­de wer­den mora­lisch abge­son­dert (Popu­list, Natio­na­list, Euro­pa­zer­stö­rer, Nazi), Unwis­sen­de inten­siv mora­lisch agi­tiert. So teilt sich die Welt schnell in schön und häss­lich. Auf der Ebe­ne der EU und spe­zi­ell des EU-Par­la­ments ist es beson­ders leicht mög­lich, „schö­ne“ Theo­rien vor­an­zu­trei­ben, weil hier das Indi­vi­du­um weit weg ist und der Ver­ge­sell­schaf­tung immer wei­te­rer Berei­che des Lebens nicht aktiv im Weg ste­hen kann. Gegen die Schlie­ßung einer Schu­le oder den Bau einer Hoch­span­nungs­lei­tung kann man demons­trie­ren, Ver­ant­wort­li­che auf­su­chen und Bür­ger­pro­test orga­ni­sie­ren. Gegen euro­pa­weit vor­an­ge­trie­be­ne gesell­schaft­li­che Umbau­maß­nah­men ist das schon erheb­lich schwie­ri­ger. Pro­fes­sor Rus­sell Ber­man von der Stan­ford-Uni­ver­si­ty for­mu­liert es in der NZZ so:

Ich mei­ne damit [mit Ver­ge­sell­schaf­tung] die Kol­lek­ti­vie­rung bzw. Mono­po­li­sie­rung der Wirt­schaft, die Ver­recht­li­chung des all­täg­li­chen Lebens und die Poli­ti­sie­rung des Pri­va­ten, kurz­um: das Schrump­fen nicht­ver­wal­te­ter Lebens­zo­nen. Erst­mals seit lan­gem macht sich eine hef­ti­ge Reak­ti­on der Bür­ger gegen die­se ver­wal­te­te Welt bemerk­bar. Was wir hier in den USA erle­ben, ken­nen Sie auch in Euro­pa, den­ken Sie nur an die «gilets jau­nes» in Frank­reich oder die Popu­lis­ten in Ita­li­en. Gegen die Erwar­tun­gen des nor­mier­ten Den­kens wür­de ich nun eben zuge­spitzt sagen: Theo­dor Ador­no, die­ser Lin­ke, ist der eigent­li­che Vor­den­ker der «gilets jau­nes». Zwar war er selbst gegen­über den aktio­nis­ti­schen Ten­den­zen der Stu­den­ten­be­we­gung höchst reser­viert, doch hilft er uns die­se Pro­test­be­we­gung zu ver­ste­hen – als Auf­schrei gegen Zen­tra­lis­mus, Bevor­mun­dung und ENA-Elitismus. 

Der “ENA-Eli­tis­mus”, dem Macron nun zag­haft und mei­ner Mei­nung nach zu spät zu Lei­be rückt, zeigt in Frank­reich im Klei­nen das, was in der EU im gro­ßen Maß­stab betrie­ben wird, nur dass sich auf euro­päi­scher Ebe­ne die Pro­test­be­we­gung erst zu bil­den beginnt. Dort wird, so fürch­te ich, nicht weni­ger in Bruch und Brand gera­ten, als bei den Pro­tes­ten der Gelb­wes­ten in Paris. Der gleich­ge­schal­te­te EU-Wahl­kampf von Links über Grün und SPD bis in die Uni­on zur Bewah­rung des Sta­tus Quo und für die Bei­be­hal­tung und Ver­tie­fung von Zen­tra­lis­mus und Bevor­mun­dung las­sen der Phan­ta­sie wenig Raum, dass es nicht so weit kom­men wird.

Ein Sah­ne­häub­chen auf die Indif­fe­renz des gan­zen Euro­pa-Wahl­kamp­fes setz­te vor weni­gen Tagen die FDP im hes­si­schen Fisch­bach­tal, wo man gleich eine uni­ver­sel­le Wahl­emp­feh­lung für alle Par­tei­en (außer natür­lich für die Schwe­fel­bu­ben von der AfD) abgab. Ja, wenn man wol­le, kön­ne man auch FDP wäh­len. Wich­tig scheint das der FDP indes nicht zu sein. Für den wei­te­ren Weg, den Brüs­sel neh­men wird, könn­te sich das fata­ler­wei­se als rich­ti­ge Ein­schät­zung erwei­sen. Die mini­mal nöti­gen 51% zur Siche­rung des Sta­tus Quo wer­den schon noch zusam­men­kom­men. Und auf Lis­ten­platz zwei ihrer Par­tei wird Sven­ja Hahn, die Ulk­nu­del vom Wäh­ler­ver­ar­schungs­dienst der FDP, sicher gern an die­sem Sta­tus mit­stri­cken. Viel­leicht wird sie ein Demo­kra­tie-Tuto­ri­al dar­aus machen. Nur für’s Pro­to­koll: schön ist das nicht!

“Euro­pa: Die bes­te Idee, die Euro­pa je hatte.”
(Robert Habeck, Politiker)

Rettet die Idee, denn sie ist so schön!

Aber ist sie auch gut, die­se Idee? Es ist in der Tat nicht leicht, gera­de schö­nen Ideen die gebüh­ren­de Por­ti­on an Skep­sis ent­ge­gen zu brin­gen. Viel zu leicht lässt man sich von ihnen Umar­men, viel zu unkri­tisch heißt man sie will­kom­men, weil sie dem ästhe­ti­schen Emp­fin­den schmei­cheln. Mas­sen­haf­te mus­li­mi­sche Ein­wan­de­rung etwa ist etwas, dass noch in kei­nem ein­zi­gen west­li­chen Land zu Inte­gra­ti­on geführt hat. Den­noch hält man eisern an der Idee der Inte­gra­ti­on fest, weil die Alter­na­ti­ve einem Offen­ba­rungs­eid gleich­kä­me. Auch die zwei­fel­los schö­ne Idee einer gemein­sa­men Wäh­rung lässt sich nur noch durch die Aus­he­be­lung aller Markt­re­geln auf­recht­erhal­ten. Nie­mand wagt es zu fra­gen, war­um es in 3.000 Jah­ren Wäh­rungs­ge­schich­te noch nie zu nega­ti­ven Zin­sen kam – bis die EZB dies für eine gute Idee hielt. Man bleibt der schö­nen Idee solan­ge ver­pflich­tet, bis es rich­tig häss­lich wird.

Man bringt auch den Mut nicht auf, die offen­sicht­lich in der Pra­xis geschei­ter­te Idee, wirt­schaft­lich sehr unter­schied­li­che Regio­nen und Staa­ten mit Hil­fe einer gemein­sa­men Wäh­rung zu „har­mo­ni­sie­ren“, für geschei­tert zu erklä­ren. Wie die Phy­si­ker aus dem Vor­trag von Sabi­ne Hos­sen­fel­der suchen auch Poli­ti­ker nach Sym­me­trien und Har­mo­nie, die sie unbe­dingt her­stel­len wol­len. Der Min­dest­lohn ist eine wei­te­re sol­che Sym­me­trie, die als ange­nehm emp­fun­den wird – den möch­te man nun auf euro­päi­scher Ebe­ne erzwin­gen. Jeder Wunsch nach Umver­tei­lung ent­spricht der ima­gi­nier­ten Stö­rung einer Sym­me­trie und soll poli­tisch regu­liert, begra­digt und ver­schö­nert wer­den. Das schlägt mitt­ler­wei­le bis in die juris­ti­schen Begrif­fe durch – in Deutsch­land ist man dies­be­züg­lich beson­ders weit. Man den­ke nur an das „Gute-Kita-Gesetz“ – da ist der ästhe­ti­sche Anspruch bereits im Titel ver­an­kert und über Schön­heit kann man bekannt­lich nicht streiten.

“Euro­pa ist die Ant­wort auf jede Frage.”
(Chris­ti­an Lind­ner, Politiker)

Bei­na­he jedes poli­ti­sche Groß­pro­jekt, ange­fan­gen mit Bau­maß­nah­men wie S21 und Kopf­no­ten­ge­bern vom Kali­ber „Demo­kra­tie leben“ über gesell­schaft­li­che Groß­pro­jek­te wie die Ener­gie­wen­de, wel­che uns sau­be­re, unschul­di­ge Ener­gie besche­ren soll bis hin zur Kli­ma­hys­te­rie, die eine sta­tis­ti­sche Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur zum Schön­heits­ide­al des Pla­ne­ten Erde erklärt – über­all fin­det man Spu­ren die­ser schlech­ten „Metho­dik der Schön­heit“ und hört den Gleich­schritt ihrer Pos­tu­lan­ten. Über­all wer­den im Namen die­ser pos­tu­lier­ten Schön­heit mun­ter alle Bereichs­gren­zen bis zur indi­vi­du­el­len Lebens­füh­rung der Bür­ger ange­grif­fen und pul­ve­ri­siert. Für das höhe­re Wohl, für die Schön­heit einer Idee.

Das Fazit Hos­sen­fel­ders für die Phy­sik lau­tet übri­gens: „Bevor Phy­si­ker ver­su­chen ein „Pro­blem“ zu lösen, soll­ten sie sicher­stel­len, dass es ein Pro­blem ist. Ein emp­fun­de­ner Man­gel an Schön­heit ist kein Wider­spruch und daher kein ech­tes Problem.“

Das gilt mei­ner Mei­nung nach eben­so für die Politik.

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6 Kommentare

  1. Nun, mit Ver­laub, als Phy­si­ker möch­te ich doch zu beden­ken geben: das mit der Schön­heit der Theo­rien ist bei den meis­ten Phy­si­kern eher im über­tra­ge­nen Sin­ne gemeint und im Grun­de eine Erwei­te­rung von Ockham’s Razor, dem Prin­zip, unnö­ti­ge Theo­re­me zu ver­mei­den. Ein schö­nes Bei­spiel stel­len die Max­well-Glei­chun­gen dar:
    Vier Glei­chun­gen, die alles, was damals — 1864 — über magne­ti­sche und elek­tri­sche Vor­gän­ge bekannt war, zusam­men­faß­ten, dar­un­ter die Gauß’schen Geset­ze für elek­tri­sche und magne­ti­sche Fel­der, das Gesetz von Fara­day, das Ampere’sche Gesetz, das Gesetz von Biot-Savart und wei­te­re. Dar­über hin­aus erga­ben sich Vor­her­sa­gen für bis dato unbe­kann­te Phä­no­me­ne, die z.B. Hein­rich Hertz ver­an­laß­ten, nach elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len zu suchen und für deren Ent­de­ckung er sicher den Nobel­preis bekom­men hät­te, hät­te es den da schon gegeben.
    Die vier Max­well­glei­chun­gen zei­gen ver­schie­de­ne Sym­me­trien und wer­den von man­chen Phy­si­kern des­halb als schön beschrieben.
    Bei einer Theo­rie wie des Stan­dard­mo­dells der Teil­chen­welt, mit über Hun­dert ver­schie­de­nen Ele­men­tar-Teil­chen gibt es eben den Ver­dacht, es gebe eine Wirk­lich­keit dahin­ter, die mit weni­ger Para­me­tern auskommt!

    Ob man die Theo­rie des Sozia­lis­mus schön fin­det oder nicht, sei dahin­ge­stellt, es ist kei­ne wis­sen­schaft­li­che Theo­rie son­dern eine Ideo­lo­gie und braucht sich des­halb nicht an der Rea­li­tät zu ori­en­tie­ren! Ganz ver­gleich­bar übri­gens die Neo­li­be­ra­le Kapi­ta­lis­mus­theo­rie, nach der der Markt alles regelt, wenn man ihn nur mög­lichst unge­stört wir­ken läßt. Ver­ein­facht gesagt, wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
    Auch hier zeigt die Rea­li­tät eben ganz ande­re Ergeb­nis­se, als die Neo­li­be­ra­len ger­ne hät­ten. Dabei ist es zum einen eine Fra­ge der Zie­le: falls man errei­chen will, daß eini­ge weni­ge ultra-reich werden,so gut wie alle ande­ren aber an oder unter die Armuts­gren­ze rut­schen: hier ist ja der Neo­li­be­ra­lis­mus welt­weit sehr erfolg­reich. Eigent­lich auch kein Wun­der, denn die Rede Markt, vom Wett­be­werb ist ja nur eine Beschö­ni­gung des Rechts des Stär­ke­ren, der dog-eat-dog-Gesell­schaft, wie es im Eng­li­schen heißt, nur das möch­te man eben nicht so offen sagen.
    Zum ande­ren sind es eben oft die Rei­chen und Mäch­ti­gen, die genau das, den frei­en Markt, pre­di­gen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

    hemei 22. Mai 2019 at 11:47
    2. Das lang­same Abster­ben der Bevölkerungen
    der Indus­trie­staa­ten kann nicht auf­ge­hal­ten wer­den, es sein denn mit der Wie­der­ein­füh­rung archai­scher Lebensweisen. 

    Nun, da bin ich ganz ande­rer Ansicht! Es ist eine Fra­ge des poli­ti­schen Wol­lens. Bräuch­te man nicht zwei Jobs — wenn’s reicht — um eine Fami­lie zu ernäh­ren, son­dern es gäbe wie­der anstän­di­ge Löh­ne, so daß ein Allein­ver­die­ner eine Fami­lie gut ernäh­ren kann, da bin ich sicher, gäbe es auch wie­der mehr Kin­der. Nichts Archai­sches, son­dern ein­fach die Zustän­de wie in den 1960ern und 1970ern. Eben vor Schrö­ders Agen­da der Bil­lig- und Tage­löh­ner, der Neo­skla­ve­rei und gewoll­ter Verelendung.
    Da man davon aber nicht abge­hen will, ein men­schen­wür­di­ges Leben für die Erwerbs­ab­hän­gi­gen nicht in Fra­ge kom­men darf, impor­tiert man jetzt eben Men­schen aus Kul­tu­ren, in denen das Prin­zip Ver­ant­wor­tung unbe­kannt ist, die sich völ­lig unge­hemmt ver­meh­ren, egal wovon ihr Nach­wuchs mal leben soll. Solan­ge der Sozi­al­staat noch nicht ver­früh­stückt wor­den ist, finan­zie­ren wir Steu­er­zah­ler die Party.

  2. Muss natür­lich heißen:
    Aber wahr­schein­lich sind wir wirk­lich erst bereit, uns zu weh­ren, wenn die Juso-Anti­fa mit dem Base­­ball-Schlä­­ger zuhaut.

  3. Ich neh­me mal Bert Brechts “Fra­gen eines lesen­den Arbeiters”

    Wer bau­te das sie­ben­to­ri­ge Theben?
    In den Büchern ste­hen die Namen von Königen.
    Haben die Köni­ge die Fels­bro­cken herbeigeschleppt?
    Und das mehr­mals zer­stör­te Babylon

    Wer bau­te es so vie­le Male auf?
    In wel­chen Häu­sern des gold­strah­len­den Limas wohn­ten die Bauleute?
    Wohin gin­gen an dem Abend, wo die Chi­ne­si­sche Mau­er fer­tig war die Maurer?
    Das gro­ße Rom ist voll von Tri­umph­bö­gen. Wer errich­te­te sie?

    Über wen tri­um­phier­ten die Cäsaren?
    Hat­te das viel­be­sun­ge­ne Byzanz nur Paläs­te für sei­ne Bewohner?
    Selbst in dem sagen­haf­ten Atlan­tis brüll­ten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
    Die Ersau­fen­den nach ihren Sklaven.

    Der jun­ge Alex­an­der erober­te Indien.
    Er allein?
    Cäsar schlug die Gallier.
    Hat­te er nicht wenigs­tens einen Koch bei sich?

    Phil­ipp von Spa­ni­en wein­te, als sei­ne Flot­te unter­ge­gan­gen war. Wein­te sonst niemand?
    Fried­rich der Zwei­te sieg­te im Sie­ben­jäh­ri­gen Krieg.
    Wer sieg­te außer ihm?
    Jede Sei­te ein Sieg.

    Wer koch­te den Siegesschmaus?
    Alle zehn Jah­re ein gro­ßer Mann.
    Wer bezahl­te die Spesen?
    So vie­le Berich­te. So vie­le Fragen.

    Na ja, wenn die Sozen sagen, dass Euro­pa die Ant­wort ist, dann hat sich das ja.

    Im übri­gen fin­det sich in Erfurt (eine sehens­wer­te Stadt) auf dem ega-Gelän­de (Erfur­ter Gar­ten­bau­aus­stel­lung) auch die pas­sen­de, über­le­bens­gro­ße Bron­ze­sta­tue “lesen­der Arbei­ter” (Lud­wig Engel­hardt, 1961). Dazu eine klei­ne Anek­do­te mei­ner­seits: 2006 wäh­rend der WM hat­te ich mit mei­ner 16-jäh­ri­gen Toch­ter eine Städ­te­rei­se in Thü­rin­gen und Sach­sen gemacht. Wir besuch­ten in Erfurt den ega-Park. Als ich die Sta­tue von wei­tem sah, sag­te ich mei­ner Toch­ter: “Geh mal hin. Das ist ein lesen­der Arbei­ter.” Vor­her hat­ten wir schon die Trak­to­ris­tin und ande­re gese­hen. Als sie nach­ge­schaut hat­te, frag­te sie mich ver­blüfft:” Papa, woher hast Du das gewusst?” Ich habe ihr dann kurz etwas über den sozia­lis­ti­schen Rea­lis­mus erzählt.
    Sozia­lis­ten jeder Cou­leur sind so erbärm­lich bere­chen­bar. Man weiß immer schon, was als nächs­tes kommt und könn­te sich eigent­lich dage­gen feien.
    Aber wahr­schein­lich sind wirk­lich erst bereit, uns zu weh­ren, wenn die Juso-Anti­fa mit dem Base­ball-Schlä­ger zuhaut.
    Was das mit Schön­heit zu tun hat? Fra­ge ich mich auch, da mög­li­cher­wei­se phy­si­ka­li­sche For­meln nach Ein­stein ästhe­tisch sein mögen (Phy­si­ker sind oft auch gute Musi­ker wie z.B. Ein­stein), Poli­tik aber aus­schließ­lich und nur Inter­es­sen verfolgt.
    Und die EU-Inter­es­sen, bzw. die Inter­es­sen derer, die die EU aus­bau­en wol­len, sind nur Inter­es­sen. Schön­heit in dem Sin­ne fin­de ich z.B. in Wer­ken der euro­päi­schen Archi­tek­tur, der bil­den­den Kunst, der Musik oder der Wis­sen­schaft. Da gab es über mehr als 1000 Jah­re eine frucht­ba­re Wech­sel­wir­kung. Goti­sche Kathe­dra­len in Deutsch­land, Dürer in Ita­li­en, Hän­del in Eng­land, eng­li­sche Land­schafts­gär­ten auf dem gesam­ten Kon­ti­nent… Die Lis­te lässt sich ver­län­gern. Poli­tik war nie dabei, ist nicht dabei und wird nicht dabei sein.

  4. Auf der Suche nach einem gemein­sa­men Nen­ner für das Tohu­wa­bo­hu fällt mir fol­gen­des ein: 1. Die Bevöl­ke­rungs­ex­plo­si­on in der III.Welt und ins­be­son­de­re in Afri­ka ist nicht lös­bar, es sei denn mit dik­ta­to­ri­schen Maßnahmen.
    2. Das lang­sa­me Abster­ben der Bevölkerungen
    der Indus­trie­staa­ten kann nicht auf­ge­hal­ten wer­den, es sein denn mit der Wie­der­ein­füh­rung archai­scher Lebensweisen.
    3. Die Aus­wir­kun­gen der Mensch­heit auf den Glo­bus (Umwelt) kön­nen nicht ver­hin­dert, wohl auch kaum ver­klei­nert werden.(Bevölkerungswachstum, fort­schrei­ten­de Indus­tria­li­sie­rung) es sei denn durch eine Weltdiktatur.
    Die­je­ni­gen, die die­se Ent­wick­lung auf­hal­ten wol­len, lie­gen genau­so falsch, wie die­je­ni­gen, die vor­ge­ben Lösun­gen zu kennen.
    Gemein­sam ist bei­den nur die ver­ständ­li­che Hysterie.

  5. Bes­ser kann man es nicht formulieren:
    „Es gibt kei­ne „tra­gen­den Wän­de“, die als sol­che gekenn­zeich­net sind. Wir wer­den jedoch mer­ken, dass die letz­te Wand eine tra­gen­de war. Der Ham­mer wird in Ber­lin geschwungen […].“
    Eine der tra­gen­den Wän­de wur­de bereits von Ber­lin zu 99 Pro­zent zer­stört: die Meinungsfreiheit.

  6. Die EU hat sich weit von der Idee ihrer Grün­der­vä­ter ent­fernt, der eines frei­wil­li­gen Zusam­men­schlu­ßes euro­päi­scher Staa­ten, die durch Bün­de­lung ihrer Kräf­te Vor­tei­le erwirt­schaf­ten, die dem ein­zel­nen Mit­glied des Staa­ten­ver­bun­des zum Vor­teil gerei­chen. Mitt­ler­wei­le hat sich dar­aus ein eigen­mäch­ti­ges Gebil­de her­aus­ge­schält, daß das ideo­lo­gi­sche Ziel der Auf­lö­sung aller Natio­nal­staa­ten ver­folgt, um ein euro­päi­sches Umver­tei­lungs­or­gan zu eta­blie­ren, in dem die euro­päi­sche arbei­ten­de Bevöl­ke­rung den stän­di­gen Nach­schub aus mus­li­misch- und afri­ka­ni­scher Welt ver­sor­gen soll. Ich muß nicht extra erwäh­nen, daß das gan­ze damit ver­bun­de­ne Öko­mär­chen aus­schließ­lich der Akzep­tanz der Migra­ti­on gegen­über der euro­päi­schen Bevöl­ke­rung dient. Euro­pä­er haben Schuld an der Aus­beu­tung der drit­ten Welt, sind Umwelt­schwei­ne, müs­sen bestraft wer­den. Der Ablaß, der Schul­der­laß, sind Migran­ten. Eine christ­li­che Vor­stel­lung, der sich unse­re Kir­chen­obers­ten ger­ne anschlos­sen, Hal­le­lu­ja! Egal was wir auf­neh­men, nach 14 Tage hat Afri­ka eine neue Mil­lio­nen CO2-Abdrü­cke gebo­ren. Ein öko­lo­gi­sches Desas­ter, nach grü­ner Dik­ti­ti­on. CO2 wird in unse­rer Hal­tungs­dik­ta­tur nur dort skan­da­li­siert, wo es zur Zer­stö­rung der ein­hei­mi­schen Indus­trie führt. ( ein wei­te­rer Pro­gramm­punkt grü­ner Poli­tik) Die Alt­par­tei­en wol­len a l l e die Befug­nis­se die­ser EU aus­bau­en. Man ist für Migra­ti­on, für die CO2-Steu­er, um damit die bereits jetzt fal­len­den Steu­er­ein­nah­men, die für die teu­ren Hob­bys Migra­ti­on und EU-Finan­zie­rung benö­tigt wer­den, kom­pen­sie­ren zu kön­nen. Nicht mehr alle Stim­men des Euro­pa­rats sol­len bei Ent­schei­dun­gen nötig sein, son­dern nur noch eine Mehr­heit, was bedeu­tet, daß wir schnel­ler über­stimmt wer­den kön­nen, auch dafür ste­hen alle Alt­par­tei­en, und auch dafür bezah­len wir jede Men­ge Geld. Die ideo­lo­gi­sche Ver­blen­dung und Blöd­heit der Poli­ti­ker nimmt ihren Lauf und stän­dig zu. Bereits im deut­schen Bun­des­tag bestim­men Men­schen mit abge­bro­che­ner Berufs­aus­bil­dung oder rei­ne Poli­ti­ker( d.h. null Berufs­aus­bil­dung) Deutsch­lands Belan­ge. Sie wer­den nicht nach Kom­pe­tenz, son­dern auf­grund ideo­lo­gi­scher Stand­fes­tig­keit von ihrer Par­tei unde­mo­kra­tisch auf Lis­ten­plät­ze und in Aus­schüs­sen ver­teilt. Die­je­ni­gen, die die­sen Pfei­fen inkom­pe­tent erschei­nen, wer­den nach Brüs­sel abser­viert. Es ist ein Elend, kein Wun­der, daß selbst Ober­ideo­lo­ge Juncker stän­dig zur Fla­sche griff!

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