Nicht wenige Men­schen haben die Vor­stel­lung, Natur­wis­sen­schaft­ler seien Team­player, die ihr ganzes Leben lang völlig unei­gen­nüt­zig nach neuen Erkennt­nis­sen suchen, ori­gi­nelle oder noch unge­dachte Ideen und Arbei­ten mühelos ver­öf­fent­li­chen können und es freudig begrü­ßen, wenn andere Wis­sen­schaft­ler eines Tages den Beweis führen, dass ihre Arbeit wahl­weise völlig nutzlos war oder so gra­vie­rende sys­te­ma­ti­sche Fehler enthält, dass sie dadurch eben­falls nutzlos ist. Ganz gleich, ob einem das am Beginn oder am Ende einer aka­de­mi­schen Kar­riere pas­siert – es ist ver­hee­rend. Nicht nur in der Kli­ma­wis­sen­schaft. Und spä­tes­tens an dieser Stelle wird man fest­stel­len müssen, dass auch Kli­ma­wis­sen­schaft­ler nur Men­schen sind und zutiefst mensch­lich reagie­ren. Mit Ableh­nung, Ver­drän­gung, Empö­rung und sogar mit Gegen­an­grif­fen. Sie holen ihre „großen Brüder“ zu Hilfe, ver­su­chen sich Mehr­hei­ten zusam­men­zu­trom­meln und schre­cken manch­mal sogar vor Trick­se­reien, Ver­leum­dung und Betrug nicht zurück.

Dazu kommt das Problem einer sehr knappen Res­source, die im Wis­sen­schafts­be­trieb als Währung gilt und bei der Frage nach Repu­ta­tion oder För­de­rung eine immense Rolle spielt: die Ver­öf­fent­li­chung. Dabei handelt es sich aber nicht um Bücher oder Maisch­ber­ger-Auf­tritte, sondern um Artikel in aner­kann­ten wis­sen­schaft­li­chen Jour­na­len, wo man nur dann publi­zie­ren kann, wenn die Arbeit einer mehr oder weniger anony­men mehr­stu­fi­gen Prüfung durch andere Exper­ten auf eben diesem Gebiet stand­hält. Das hält zwar sicher einigen Unsinn aus den Blät­tern heraus und hilft, Fehler zu finden, kann sich aber als fast unüber­wind­bare Hürde erwei­sen, wenn man davon aus­ge­hen kann, dass ein „Konsens“, gegen den man anschreibt, für aus­rei­chend Vor­ur­teile und Igno­ranz sorgt. Stellen Sie sich einfach vor, liebe Leser, Galileo Galilei hätte sein „Paper“ im Vatikan zur Begut­ach­tung vor­le­gen müssen und fragen Sie sich, ob sich dort eine demo­kra­ti­sche Mehr­heit von Gelehr­ten für eine Ver­öf­fent­li­chung aus­ge­spro­chen hätte. Die Sonne würde sich wohl immer noch um die Erde drehen.

Prinzip Hollywood: „Mehr vom Selben” siegt über „Probier was Neues”

Zunächst noch ein paar Worte zu den Wis­sen­schafts­jour­na­len, die zwar große Namen haben, aber natür­lich auch nicht frei sind von wirt­schaft­li­chen Erwä­gun­gen und Trends. Gerade, wenn diese poli­tisch ver­stärkt werden. Wer der schein­bar über­mäch­ti­gen Ein­heits­mei­nung nur ein paar weitere Krümel Gewiss­heit hin­zu­fügt, ihr aber ins­ge­samt nicht schadet und dem Trend folgt, hat es leich­ter. Falls Sie, sagen wir die ver­hee­rende Wirkung von Brau­se­pul­ver auf das Erd­klima unter­su­chen wollen oder ein wei­te­res Treib­haus­gas auf die Ankla­ge­bank bringen möchten…das wird sich sicher machen lassen. Rechnen Sie aber nicht mit wohl­wol­len­den Reviews, wenn sie die hei­li­gen Knochen aus­bud­deln, die das Fun­da­ment eines ver­fes­tig­ten Kon­sen­ses sind, um sie auf ihren Cal­ci­um­ge­halt zu prüfen. Man muss sich durch viel Beton durch­kämp­fen, bis man am Ziel ist und darf bei den­je­ni­gen, die sich behag­li­che Häuser auf dem Fun­da­ment gebaut haben, nicht auf große Liebe hoffen.

Große Schwie­rig­kei­ten bekommt man zum Bei­spiel, wenn man eine der Säulen des Kli­ma­alar­mis­mus als Bau­gut­ach­ter unter die Lupe nimmt. Also die Rolle von CO2, die Qua­li­tät der Kli­ma­mo­delle, welche als Werk­zeuge der Vor­her­sage und als Alarm­glo­cken dienen oder die Paläo-Mess­rei­hen, die aus Eis­bohr­ker­nen oder anderen Boh­run­gen indi­rekt auf Tem­pe­ra­tu­ren der Ver­gan­gen­heit schlie­ßen. Letz­te­res führte bei­spiels­weise zu den Aus­ein­an­der­set­zun­gen rund um Manns Hockey­stick-Kurve, von denen ich berich­tete.

Warum das so ist, kann man leicht erraten. Denn seit Poli­ti­ker vor etwas mehr als 100 Jahren began­nen, bei Gesund­heits­pro­gram­men auf die Exper­tise von Medi­zi­nern zu ver­trauen, hatte noch nie eine so kleine Gruppe von Wis­sen­schaft­lern so große Macht über die Politik, wie die Kli­ma­for­scher heute. Sogar ein bei der UN ange­sie­del­tes Wäch­ter­gre­mium mit enger Agenda haben sie sich geschaf­fen. Das IPCC, muss man wissen, hat nicht die Aufgabe, den Kli­ma­wan­del zu unter­su­chen und Maß­nah­men vor­zu­schla­gen – das wäre ja ein Segen. Nein, das IPCC hat die Aufgabe, den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del zu unter­su­chen und Maß­nah­men vor­zu­schla­gen. Das sper­rige Adjek­tiv macht den Unter­schied und gibt die einzige Rich­tung vor, in die der Blick gehen darf. Raten Sie, was man her­aus­fin­det: der Kli­ma­wan­del ist men­schen­ge­macht. Und zwar aus­schließ­lich! Damit konnte natür­lich niemand rechnen…

Flan­kiert von mit Parolen aus­ge­stat­te­ten Akti­vis­ten, die häufig nicht einmal die ele­men­tars­ten Zusam­men­hänge ver­ste­hen, exe­ku­tiert die Politik die aus­ge­spro­che­nen Emp­feh­lun­gen: ruft in Städten den Kli­ma­not­stand aus, denkt laut über Kli­ma­steu­ern nach und berei­tet Verbote vor, gibt groß­zü­gig Forschungsgelder…kurz: man hängt auch als Wis­sen­schaft­ler tief drin im Aktio­nis­mus und dem Umbau der Gesell­schaft und ist Stich­wort­ge­ber bei einem gigan­ti­schen Gesell­schafts­ex­pe­ri­ment, das nach Meinung aller Öko­no­men auch und nach Meinung vieler nur schief gehen kann. Es steht für einen Wis­sen­schaft­ler also mehr auf dem Spiel als ein paar Dritt­mit­tel. Aber Geld schafft Begehr­lich­keit, wenn es auf den Tisch gelegt wird und das Paris-Abkom­men allein (bei dem jedes teil­neh­mende Land völlig ver­schie­dene Ver­pflich­tun­gen auf je einen Zettel schrieb, welche dann zusam­men­ge­bun­den und als Abkom­men pro­kla­miert wurden) sorgt dafür, dass es um hun­derte Mil­li­ar­den Dollar und Euro geht.

Die west­li­che Gesell­schaft (und nur diese) hat sich hin­ein­zie­hen lassen in eine offene wis­sen­schaft­li­che Debatte und sich dort binnen kurzer Zeit auf jene Seite geschla­gen, die ihr den meisten Aktio­nis­mus und die umfas­sendste poli­ti­sche Ein­fluss­nahme ver­sprach. Dabei sind die Prot­ago­nis­ten und die Argu­mente im Wesent­li­chen die­sel­ben wie vor 30 Jahren, wie man in dieser sehens­wer­ten Chan­nel4-Doku aus dem Jahr 1990 sehen kann. Aber die Zeit lässt sich nicht zurück­dre­hen und man kann den­je­ni­gen, die schon vor 30 Jahren zu Sach­lich­keit und Ver­nunft rieten, kaum vor­wer­fen, dass sie nicht deut­lich genug vor dem Gedan­ken-Kol­lek­ti­vis­mus warnten, in den wir uns heute frei­wil­lig begeben.

Gleichschaltung, Hysterie, Faktenfreiheit

Als ich neulich über einen Zivil­pro­zess wegen Ver­leum­dung berich­tete, den einer der bekann­tes­ten Ver­tre­ter der Kli­ma­alar­mis­ten gegen einen seiner Kri­ti­ker ange­strengt hatte und der nun ein­ge­stellt wurde, erhielt mein Artikel viel Auf­merk­sam­keit. Sowohl Skep­ti­ker als auch Alar­mis­ten sahen sich bestä­tigt und spannen einen Faden weiter, der so im Artikel über­haupt nicht zu finden war. Dr. Mann sei ver­ur­teilt worden, das Gericht hätte dem Kli­ma­schwin­del ein Ende berei­tet, war vie­ler­orts zu lesen.

Nichts davon habe ich geschrie­ben, weil nichts davon pas­siert war. Selbst der sonst so beson­nene Boris Palmer – sicher­lich genervt, weil er von ver­schie­de­ner Seite meinen Artikel zuge­schickt bekam – konnte nicht an sich halten und unter­stellte mir Aus­sa­gen, die ich nie geschrie­ben hatte. Auf der anderen Seite schlu­gen die reflex­haf­ten Ver­tei­di­ger von Manns Hockey­stick-Kurve Pur­zel­bäume, weil sie sich ver­an­lasst sahen, ein Paper aus dem Jahr 1998 zu ver­tei­di­gen, von dem viele glaub­ten, es sei nach jah­re­lan­gen Kon­tro­ver­sen endlich in Ver­ges­sen­heit geraten. Nun wurde es wieder ans Licht gezerrt und die Ver­tei­di­ger stell­ten sich schüt­zend vor einen Leich­nam, bei dessen Beer­di­gung sie wohl noch zur Schule gingen.

Da waren Aus­sa­gen zu lesen wie „aus­nahms­los alle Unter­su­chun­gen haben ergeben, dass die Kurve stimmt“, was nochmal einen Zacken mehr fal­scher Gewiss­heit enthält als die übli­chen Eröff­nungs­züge solcher Debat­ten, bei denen man als erstes etwas von 97% oder 99% zu hören bekommt – ganz so, als sei die Dimen­sion von DDR-Wahl­er­geb­nis­sen jemals Beleg für Wahr­haf­tig­keit gewesen.

Wie dem auch sei, den vor­ei­li­gen Skep­ti­kern sei gesagt, dass die Theorie Manns in Kanada nicht vor Gericht stand, sondern sein Kon­tra­hent Ball in Person und dass Gerichte gene­rell nicht über wis­sen­schaft­li­che Theo­rien ent­schei­den. Noch nicht. Auch wenn wir aktuell nur noch ein Augen­zwin­kern davon ent­fernt zu sein schei­nen, „Kli­ma­l­eug­nung“ als Straf­tat­be­stand zu betrach­ten. Doch was Gerichte noch unter­las­sen, exe­ku­tie­ren längst die Akti­vis­ten. Auf der deut­schen Wiki­pe­dia werden bereits fleißig Mar­kie­run­gen ange­bracht, um gute von bösen Wis­sen­schaft­lern und Publi­zis­ten zu unter­schei­den. Weitere mentale Infek­tio­nen sind also zu erwar­ten.

Sobald der Men­schen­seele ein neues Dogma ein­ge­pflanzt ist, inspi­riert es die Insti­tu­tio­nen, die Künste und das Ver­hal­ten der Menge. Die von ihm über die Seelen geübte Herr­schaft ist dann eine abso­lute. Die Männer der Tat denken nur an dessen Ver­wirk­li­chung, die Gesetz­ge­ber nur an dessen Anwen­dung, die Phi­lo­so­phen, Künst­ler, Schrift­stel­ler beschäf­ti­gen sich nur mit dessen Umset­zung in ver­schie­dene Formen.” (Gustave Le Bon, „Psy­cho­lo­gie der Massen”, 1895 – gefun­den bei Michael Klo­n­ovsky)

Die menschengemachte Klimawissenschaft

Dass es sich beim „Men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del“ um ein Dogma handelt, wie es Le Bon beschrieb, zeigte sich wieder einmal in Gesprä­chen, Kom­men­ta­ren und e‑Mails, die mich nach dem Artikel erreich­ten. Ich unter­schlage hier die Beschimp­fun­gen und „guten Rei­se­wün­sche“ und bringe nur dieses, leicht ein­ge­dampfte Bei­spiel:

A: 97% der Wis­sen­schaft­ler sind sich einig: Der Kli­ma­wan­del ist men­schen­ge­macht. Es muss also stimmen!

Ich: Die Zahl 97% ist ein Mythos, die zugrun­de­lie­gende Meta­stu­die von Coock et al. klam­merte viele jener Studien aus, die sich nicht fest­leg­ten, ob oder ob nicht und wenn ja, wieviel Ein­fluss der Mensch hat.

A: Ob nun 97%, 50% oder 20% – das ist dem men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del doch egal!

Das heißt, eine unbe­wie­sene Hypo­these ist längst ins Fun­da­ment ein­ge­si­ckert und dort fest gewor­den. Uner­hört, diese noch in Frage zu stellen – man würde den Akti­vis­ten ja ihre liebs­ten Satz­an­fänge weg­neh­men. Deshalb auch die abso­lu­tis­ti­sche Ver­tei­di­gung der Mann’schen Hockey­stick-Kurve, die sehr wohl im Feuer der Kritik stand und bis heute steht.

Ich möchte an dieser Stelle nur den Beweis führen, dass die Aussage „aus­nahms­los alle Unter­su­chun­gen haben ergeben, dass die Kurve stimmt“ schlicht falsch ist, ohne die Dis­kus­sion wieder auf das juris­ti­sche Geplän­kel zwi­schen Mann und Ball zu lenken. Zu nennen ist hier ins­be­son­dere die Arbeit von Stephen McIn­tyre und Ross McKitrick von 2005, in der sie, ver­ein­facht gesagt, beson­ders die Tem­pe­ra­tur-Mess­rei­hen Manns in Zweifel ziehen, die dieser aus den Baum­rin­gen ame­ri­ka­ni­scher Bors­ten­kie­fern her­lei­tete und nach Meinung von McIn­tyre und McKitrick (M&M) die his­to­ri­schen Tem­pe­ra­tur­werte als zu niedrig angab. (Wer übri­gens wissen möchte, was man mit his­to­ri­schen Mess­rei­hen so alles machen kann, dem emp­fehle ich dieses Video.)

Der Vorwurf von M&M zielte mitten ins Herz der Kli­ma­alar­mis­ten, weil er sich mit einem Feld befasst, dem schon so manche schöne Theorie zum Ver­häng­nis wurde: man­gel­haf­tes Feh­ler­be­wusst­sein und Feh­ler­dis­kus­sion. Die Debatte über die von M&M gefun­de­nen Unge­reimt­hei­ten ist hoch­s­in­ter­es­sant und gleicht eher einem span­nen­den Krimi, als der bloßen Kol­li­sion zweier wis­sen­schaft­li­cher Inter­pre­ta­tio­nen. Und sie ist kei­nes­falls ent­schie­den oder abge­schlos­sen, auch wenn es heute etwas ruhiger ist an dieser Front, weil sich das Feuer längst auf andere Schau­plätze ver­la­gert hat. Die vor­laute Ver­tei­di­gung, Manns Kurve hätte ein­hel­lige Zustim­mung erfah­ren und sei all­ge­mein unum­strit­ten, darf jedoch als wider­legt betrach­tet werden.

Die Sache mit der Genauigkeit

Während Mann sich auf der Seite der Mess­rei­hen in einem alten Krieg befin­det, gibt es andere Wis­sen­schaft­ler, die eher die pro­gnos­ti­sche Seite der IPCC-gesteu­er­ten Kli­ma­for­schung in Zweifel ziehen: die Kli­ma­mo­delle. Rich­tige Panik kann nämlich erst auf­kom­men, wenn man der Mensch­heit mit schreck­li­chen Graphen droht, die für die Zukunft nichts Gutes pro­phe­zeien. Auch alle poli­ti­schen Ziele wie die Begren­zung des CO2-Aus­sto­ßes oder das 1,5°-Ziel von Paris gehen aus diesen Pro­gno­se­werk­zeu­gen hervor. Ver­ein­facht gesagt füttert man die Modelle – und es gibt Dut­zende davon – mit Werten für Tem­pe­ra­tur und CO2 und ändert die Werte solange, bis die gewünschte Kurve dabei her­aus­kommt. Die Werte erhält die Politik und über­setzt diese in Verbote und Steuern. Wie gesagt, etwas kom­pli­zier­ter ist es schon, aber die zweite (Was soll ich tun?) und dritte (Was darf ich hoffen?) Grund­frage der Ver­nunft, wie sie Kant for­mu­lierte, beant­wor­tet die Kli­ma­wis­sen­schaft mit diesen Werk­zeu­gen. Handeln und Glaube sind gesetzt, doch sollten wir die erste Frage „Was kann ich wissen?“ nicht aus dem Auge ver­lie­ren. Womit wir wieder bei der Genau­ig­keit wären und der Frage, was die Kli­ma­mo­delle wirk­lich taugen, aus deren Orakeln die Politik Hand­lungs­an­wei­sun­gen ablei­tet.

Die Klimawissenschaft als „nackter Kaiser“?

Nach dem gegen­wär­ti­gen Stand der Theorie wird sich ein AGW 1)-Signal, falls vor­han­den, niemals aus dem Klima-Rau­schen her­vor­he­ben, egal wie lange die Beob­ach­tungs­auf­zeich­nung dauert, da die Unsi­cher­heits­breite not­wen­di­ger­weise viel schnel­ler zunimmt als ein pro­ji­zier­ter Trend der Luft­tem­pe­ra­tur. Jeg­li­che Aus­wir­kung von Treib­haus­ga­sen geht immer inner­halb des Unsi­cher­heits­in­ter­valls ver­lo­ren. Selbst fort­ge­schrit­tene Kli­ma­mo­delle weisen eine schlechte Ener­gie­auf­lö­sung und sehr große Pro­jek­ti­ons­un­si­cher­hei­ten auf. Die unver­meid­li­che Schluss­fol­ge­rung ist, dass ein Tem­pe­ra­tur­si­gnal von anthro­po­ge­nen CO2-Emis­sio­nen (falls vor­han­den) nicht in Klima-Obser­v­a­blen nach­ge­wie­sen werden konnte oder kann.“

Da stellt jemand grund­le­gend in Frage, ob die Kli­ma­mo­delle – und zwar alle – über­haupt in der Lage seien, die Ein­flüsse von Treib­haus­ga­sen auf das Klima zu zeigen, weil die Mess- oder Regel­größe voll­stän­dig im Feh­ler­rau­schen unter­gehe. Wer ist dieser „Kli­ma­l­eug­ner“, dieser Ketzer, der da so frech die Offen­ba­rung der Orakel-Modelle stört?

Sein Name ist Dr. Patrick Frank vom SLAC Natio­nal Acce­le­ra­tor Labo­ra­tory der Stan­ford Uni­ver­sity, Menlo Park, Kali­for­nien und er hat sein Paper „Feh­ler­aus­brei­tung und Zuver­läs­sig­keit glo­ba­ler Luft­tem­pe­ra­tur­pro­jek­tio­nen“  gerade eben im Journal „fron­tiers in Earth Science“ ver­öf­fent­licht.

Hier kom­men­tiert er den langen Weg bis zur Ver­öf­fent­li­chung in einem ange­se­he­nen Journal – es dauerte sechs Jahre – und legt auch die kom­plet­ten Schrift­wech­sel (ZIP-Datei), Ein­wände und selt­sa­men Schum­me­leien offen, (ich ver­wende das Wort, ohne hier inkri­mi­nie­ren zu wollen, mir fällt dazu einfach nichts pas­sen­de­res ein) welche die Ver­öf­fent­li­chung so lange behin­der­ten. Die Ein­wände waren zum Teil hane­bü­chen, weil die Reviewer wohl teil­weise Franks Mathe­ma­tik nicht ver­stan­den oder die ange­frag­ten Jour­nale sein Paper aus­ge­rech­net an jene zur Durch­sicht gaben, die von der Ent­wick­lung der ange­grif­fe­nen Kli­ma­mo­delle leben. Diese „peers“ sollten nun also den Daumen über Franks Arbeit heben oder senken. Der Spruch vom Bock und dem Gärtner ist das einzige, was mir zu solchen Possen ein­fal­len will.

Ich möchte Dr. Frank hier aber nicht zum Galileo Galilei hoch­schrei­ben, auch seine Arbeit muss sich Kri­ti­kern stellen und das tut sie bereits (logisch, ange­sichts ihrer Brisanz). Aber das Vor­spiel zur Ver­öf­fent­li­chung zeigt, dass eine zum Konsens nei­gende, vor­ein­ge­nom­mene wis­sen­schaft­li­che Com­mu­nity, die alle wesent­li­chen For­schun­gen für abge­schlos­sen und in Stein gemei­ßelt hält, Gift für die Kli­ma­wis­sen­schaft sein kann. Die Frage nach der Erkennt­nis­fä­hig­keit in Bezug auf das Klima von über­mor­gen beant­wor­tet Frank so:

Meine Arbeit zeigt, dass fort­schritt­li­che Kli­ma­mo­delle die Luft­tem­pe­ra­tur ledig­lich als lineare Extra­po­la­tion des Treib­haus­gas­ef­fekts pro­ji­zie­ren. […] Eine ein­fa­che Glei­chung, deren For­cie­rung linear ist, emu­liert erfolg­reich die Luft­tem­pe­ra­tur­pro­jek­tio­nen von prak­tisch jedem Kli­ma­mo­dell. Willis Eschen­bach 2) hat das auch vor einiger Zeit eben­falls unter­sucht.

Kurz gesagt, Kli­ma­mo­delle können zukünf­tige globale Luft­tem­pe­ra­tu­ren nicht vor­her­sa­gen. Nicht für ein Jahr und nicht für 100 Jahre. Kli­ma­mo­dell-Luft­tem­pe­ra­tur­pro­jek­tio­nen sind phy­si­ka­lisch bedeu­tungs­los. Sie sagen über­haupt nichts über die Aus­wir­kun­gen von CO₂-Emis­sio­nen auf die glo­ba­len Luft­tem­pe­ra­tu­ren aus.

Die Unsi­cher­heit allein auf­grund des jähr­li­chen durch­schnitt­li­chen Modell­feh­lers beim Wolken-Anteil 3) (± 4 Wm⁻²) ist unge­fähr ± 114-mal größer als der jähr­li­che durch­schnitt­li­che Anteil des CO₂ (unge­fähr 0,035 Wm⁻²). Eine voll­stän­dige Bestands­auf­nahme von Modell­feh­lern würde eine enorm größere Unsi­cher­heit erzeu­gen. Kli­ma­mo­delle sind somit völlig unfähig, Aus­wir­kun­gen der gerin­gen Störung durch Treib­haus­gas­emis­sio­nen auf­zu­lö­sen. Die unver­meid­li­che Schluss­fol­ge­rung lautet, dass die Aus­wir­kun­gen von CO₂-Emis­sio­nen auf das Klima in der Ver­gan­gen­heit oder heute nicht gefun­den werden können. Es scheint, dass Exxo3 4) „es“ doch nicht wusste. Exxon hätte es nicht wissen können. Auch sonst niemand.“

Es ist also mög­li­cher­weise nicht viel, was wir über das künf­tige Klima wissen können. Die Ergeb­nisse, mit denen die Kli­ma­mo­delle unsere Poli­ti­ker füttern, ent­hal­ten nach Franks Annahme Fehler, die um den Faktor 114 größer sein können als die Resul­tate. Wenn man aber erklärt, „1“ gemes­sen zu haben und dabei ver­schweigt, dass das sta­tis­ti­sche Rau­schen um den Faktor 114 höher war als der Mess­wert – was genau hat man dann eigent­lich „gemes­sen”? Die Feh­ler­dis­kus­sion erweist sich also nicht nur bei den Paläo-Mess­rei­hen Manns, sondern auch bei den Fore­cast-Sze­na­rien der Kli­ma­mo­delle als Achil­les­ferse. Der aktu­elle Alar­mis­mus steht also mög­li­cher­weise auf sehr dürf­ti­gen Argu­men­ten.

Es bleibt also span­nend, wenn man die Augen offen­hält und vor­ur­teils­frei die For­schung beob­ach­tet. Aber um ehrlich zu sein, ich erwarte nicht, dass sich die Hys­te­rie legen wird. Nicht wegen einem Gallieo Dr. Frank! Die Zweif­ler und Häre­ti­ker kommen schnell unter die Räder des Zugs mit der Auf­schrift „Kli­ma­ka­ta­stro­phe“ oder sind wie A. von weiter oben kom­plett bor­niert und ideo­lo­gi­siert. Aber viel­leicht kann ja wenigs­tens jemand Greta sagen, dass sie ruhig mit dem Flieger nach Europa zurück­keh­ren kann? Denn das Klima „kippt“ nicht um und geht auch in zehn Jahren nicht so kaputt, dass es für sie unbe­nutz­bar wird.

Schlussbemerkung

Das letzte Wort möchte ich diesmal einem Jour­na­lis­ten über­las­sen, der über das Dilemma spricht, in dem sich Kli­ma­wis­sen­schaft und Politik befin­den. Sie werden kaum glauben, aus welcher Zeit­schrift das Zitat stammt:

Exper­ten sind demnach im Dilemma: Sie haben kaum eine Chance, den rich­ti­gen Rat zu geben. Bleibt die Warnung aus, wird ihnen man­geln­des Pflicht­be­wusst­sein vor­ge­wor­fen. Eine alar­mis­ti­sche Vor­her­sage wird jedoch kri­ti­siert, sofern sich nicht wenig später ent­spre­chende Ver­än­de­run­gen zeigen. Die Unsi­cher­hei­ten der For­schungs­er­geb­nisse bleiben in der Kli­ma­for­schung wohl auch bei wei­te­rem Fort­schritt bestehen. Nun sei die Frage, ob Wis­sen­schaft­ler und Gesell­schaft damit umzu­ge­hen lernen […]. Vor allem Poli­ti­ker müssten lernen, dass es keine ein­fa­chen Resul­tate gibt. Auf Wis­sen­schaft­ler, die simple Ant­wor­ten ver­spre­chen, sollten Poli­ti­ker nicht mehr hören.“

Ja, sie haben richtig gelesen. Aber der Artikel ist ja auch noch aus 2010, also aus dem Jahr 8 v. H. (vor Hys­te­rie). Heute ist man auch beim Spiegel bereits einige Panik­at­ta­cken weiter.


1) AGW = Anthro­po­gen Global Warming. Die Abkür­zung finden sie in Fach­jour­na­len überall

2) Eschen­bach unter­suchte das GISSE-Kli­ma­mo­dell wie eine Black­box, von der man wissen möchte, wie sie funk­tio­niert. Es gilt nämlich das Prinzip der Ergeb­nis­gleich­heit. Das heißt, zwei Black­bo­xen sind gleich­wer­tig, wenn sie bei iden­ti­schen Ein­ga­ben iden­ti­sche Ergeb­nisse pro­du­zie­ren, ganz gleich, welcher Hokus­po­kus im Inneren voll­führt wird. Eine y=x*8/4 Black­box ist gleich­wer­tig mit einer y=2x Black­box. Eschen­bach zeigte nun, dass das GISSE-Modell auf sim­pels­ten linea­ren Glei­chun­gen basiert. Er glaube nicht, dass das Klima so funk­tio­niere, meint Eschen­bach.

3) Im Ori­gi­nal: „cloud forcing” error, womit im wei­tes­ten Sinne die Wirkung von Wolken bei der Reflek­tion von Infra­rot­strah­lung bei Ein- und Rück­strah­lung gemeint ist. Die Tat­sa­che, dass sich die Wol­ken­bil­dung ab-so-lut nicht vor­her­sa­gen lässt und deshalb nur als extrem unsi­chere sta­tis­ti­sche Größe in jedes Kli­ma­mo­dell eingeht, ist Franks Ansatz­punkt für seine oben erwähnte Arbeit.

4) Gemeint ist eine Unter­su­chung der Firma Exxon, in der schon 1977 vom Kli­ma­wan­del und der ver­meint­li­chen Ursache CO2 die Rede war. Diese Studie wird gern als der ulti­ma­tive Beweis für den anthro­po­ge­nen Kli­ma­wan­del und dessen Aus­lö­ser CO2 betrach­tet, weil er „von der anderen Seite“, also von den Bösen kam. Dass die Studie „geheim gehal­ten” wurde, bestrei­tet Exxon (heute Exxon-Mobile).

8 Kommentare

  1. Kurz zur Genau­ig­keit der Kli­ma­mo­delle:

    Wenn z.B. von einer Erwär­mung von 20 °C auf 22 °C die Rede ist, sug­ge­riert das eine Erwär­mung von 10% über den Aus­gangs­wert. 10% klingt nach sehr viel und durch­aus einer Simu­la­ti­ons­rech­nung zugäng­lich. Unan­ge­neh­mer­weise geht es aber bei den Simu­la­ti­ons­rech­nun­gen letzt­lich um Ener­gie­bi­lan­zen. Hier bildet der abso­lute Tem­pe­ra­tur­null­punkt ‑273,15 °C die Bezugs­li­nie. Eine Erwär­mung von 20 °C auf 22 °C ent­spricht somit einer Ener­gie­zu­nahme von ledig­lich 0,7 %, die berühm­ten Pariser 1,5 °C ent­sprä­chen nur 0,5 %.

    Die Simu­la­ti­ons­rech­nun­gen müssten somit eine Genau­ig­keit in der Grö­ßen­ord­nung von 0,1 % auf­wei­sen, um als seriöse Grund­lage für die als Fakt fest­ge­mei­ßel­ten Detail­aus­sa­gen der „Kli­ma­ka­ta­stro­phe“ durch­ge­hen zu können. Da aber zwangs­läu­fig schon der Run­dungs­feh­ler bei den Ein­ga­be­da­ten höher liegt, kann das aller­dings nicht der Fall sein.

    Bei kom­ple­xen tech­ni­schen Simu­la­ti­ons­rech­nun­gen wäre ein Fehler <0,1% schon eine Sen­sa­tion und auch <1% wäre bemer­kens­wert und hoch respek­ta­bel. Und hier haben wir es mit im Ver­gleich sehr ein­fa­chen Sys­te­men zu tun, die in allen Eigen­schaf­ten sehr genau bekannt und wohl­def­niert sind.

    Reden wir also bei den Kli­ma­si­mu­la­tio­nen über echte Ergeb­nisse oder irgend­wel­che nume­ri­schen Arte­fakte inner­halb der Run­dungs­feh­ler?

    Das ganze gleicht also dem Versuch, mit einem Zoll­stock auf 1/100 mm genau zu messen. Geht nicht. Und die Praxis, eben den Mit­tel­wert aus vielen ver­schie­den Simu­la­ti­ons­rech­nun­gen zu nehmen, ent­spricht eben der ver­geb­li­chen Hoff­nung, aus vielen Mes­sun­gen mit ver­schie­de­nen Zoll­stö­cken einen auf 1/100 genauen Mit­tel­wert zu erhal­ten. Geht einfach nicht.

    Ich bin kein Meteo­ro­loge, sondern einfach nur Inge­nieur, der sein Geld auch mit Berech­nun­gen und deren Beur­tei­lung ver­dient. Und da ver­liert man recht schnell seine Zah­len­gläu­big­keit.

  2. Nein, das IPCC hat die Aufgabe, den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del zu unter­su­chen und Maß­nah­men vor­zu­schla­gen. Das sper­rige Adjek­tiv macht den Unter­schied und gibt die einzige Rich­tung vor, in die der Blick gehen darf. Raten Sie, was man her­aus­fin­det: der Kli­ma­wan­del ist men­schen­ge­macht. Und zwar aus­schließ­lich!”
    Es ist kom­plett unse­riös, zu behaup­ten das IPCC behaupte der Kli­ma­wan­del sei aus­schließ­lich men­schen­ge­macht. Tat­säch­lich sagt das IPCC, daß der Mensch bei einem Kon­fi­denz­in­ter­vall von 0,95 für mehr als 50% des Tem­pe­ra­tur­an­stiegs seit 1951 ver­ant­wort­lich ist. Das ist ein gewich­ti­ger Unter­schied und spricht nicht für die Qua­li­tät des Arti­kels.

    • Solange Kri­ti­ker pau­schal als Kli­ma­l­eug­ner und schlim­me­res ver­un­glimpft werden, halte ich diese Zuschrei­bung für absolut gerecht­fer­tigt. Die Agenda ist ent­spre­chend und die Politik reagiert ent­spre­chend. Man muss schon mit der Lupe suchen, um in den Berich­ten andere Effekte gekenn­zeich­net zu finden, als die Emis­sion von CO2 – und zwar die durch den Men­schen. Man sollte zu seinen Über­trei­bun­gen schon stehen, das betrifft nicht nur Blogger, sondern auch und gerade Akti­vis­ten!

      • Fakt: Die Aussage des IPCC ist die von mir ange­führte: „It is extre­mely likely that more than half of the obser­ved increase in global average surface tem­pe­ra­ture from 1951 to 2010 was caused by the anthro­po­ge­nic increase in GHG con­cen­tra­ti­ons and other anthro­po­ge­nic for­cings tog­e­ther.“
        Extre­mely likely heißt, wie zuvor defi­niert wird: Kon­fi­denz­in­ter­vall > 0,95. Da brauchts keine Lupe, um das zu finden, daß ist die Zusam­men­fas­sung des letzten IPCC-reports.
        Ihre Reak­tion zeigt, daß es sich bei fal­scher Behaup­tung, daß IPCC sage der Kli­ma­wan­del sei aus­schließ­lich anthro­po­gen, nicht um Irrtum handelt, sondern bewusst falsche Behaup­tung, vulgo Lüge, der Rest ist irrele­vante Rabu­lis­tik. Case closed.

        • Eine Axt werfen und dann die Dis­kus­sion für beendet erklä­ren. Woran erin­nert mich das nur? Und bei der Gele­gen­heit das Paper von Frank am liebs­ten gleich mit vom Tisch wischen, ohne sich damit befasst zu haben. Es steht Ihnen aber nicht zu, dies zu tun. Nicht hier.

  3. Wenn ich solche Artikel lese, frage ich mich oft, ob der Wis­sen­schafts­theo­re­ti­ker T. S. Kuhn total in Ver­ges­sen­heit geraten ist. Dabei waren (und imho sind) die vom Wis­senschft­ler-Duo Popper / Kuhn for­mu­lier­ten Theo­rien über die „Logik” der For­schung (Popper) und die gesell­schaft­li­chen Wir­kungs­me­cha­nis­men bei der For­schungs­pra­xis (Kuhn) doch das Fun­da­ment der Wis­sen­schaf­ten. Und letz­tere pos­tu­lie­ren exakt den Zustand, über den Letsch (und viele andere) schrei­ben.
    Zur Erin­ne­rung (kurz und ver­ein­facht): In Zeiten der nor­ma­len Wis­sen­schaft betrei­ben Wis­sen­schaft­ler über­wie­gend „puzzle-solving”, das heißt, sie ver­su­chen ihre Erkennt­nisse wie die Ein­zel­teile eines Puzzles in das Gesamt­bild der vor­herr­schen­den Wis­sen­schafts­mei­nung – genannt Para­digma – ein­zu­pas­sen. Über die Rich­tig­keit eines Theorie ent­schei­det die Gemein­schaft der Wis­sen­schaft­ler. Nicht pas­sende Erkennt­nisse werden als Ano­ma­lien in Kauf genom­men. Und das ist völlig normal, weil es offen­bar noch nie eine Theorie gab, die mit allen beob­acht­ba­ren Fakten im Ein­klang stand. Nur wenn die Menge der nicht in das Gesamt­bild pas­sen­den Erkennt­nisse über­hand nimmt kommt es zu „Revo­lu­tio­nen” und das Para­digma wird gekippt.
    Man sollte sich immer ver­ge­gen­wär­ti­gen, wie Wis­sen­schaft funk­tio­niert statt rum­zu­jam­mern. Es ist die Menge der Ano­ma­lien, die Bewe­gung bringt und nicht das bekla­gen der Zustände.
    Und hier muss ich aus­drück­lich aner­ken­nen, dass Letsch genau das macht: Er bringt Ano­ma­lien zur Kennt­nis. So geht’s und nicht andres.

  4. Manche hoffen noch, Tat­sa­chen könnten die Kli­ma­hys­te­rie ent­kräf­ten. Aber leider helfen Fakten nicht gegen Glauben. Schließ­lich wurde der Glaube nicht von Tat­sa­chen geschaf­fen. Mit Fakten lassen sich Gläu­bige nicht vom Glauben abhal­ten. Wir leben im post­fak­ti­schen Zeit­al­ter.
    Also, tut Buße! Der Welt­un­ter­gang naht! Die Pries­ter der Apo­ka­lypse pre­di­gen das baldige Ende. Doch, Hal­le­luja, sie werden euch retten. Dazu brau­chen sie nur euren Glauben und euer Geld. Die Kata­stro­phen­in­dus­trie ist der Ablass­han­del des 21. Jahr­hun­derts. Mit­tel­al­ter 2.0, wir kommen!
    Die ange­strebte Dekar­bo­ni­sie­rung gilt übri­gens nicht für Kohle, die auch Geld genannt wird. “Kli­ma­schutz” ist der neue Gold­rausch, links­grüne Politik – eine Mischung aus Heils- und Hiobs­bot­schaf­ten – das Mittel. Der Unter­schied zwi­schen den braunen und den rot-grünen Sozia­lis­ten: Die rot-grünen schaf­fen es auch ohne Krieg, alles Wert­volle zu ver­nich­ten.

  5. Lieber Roger, ein toller Artikel der zumin­dest ein klein wenig Hoff­nung macht. Ich frage mich nur ob all die Gläu­bi­gen, Poli­ti­ker, Wis­sen­schaft­ler und Akti­vis­ten wirk­lich einmal den Mut haben werden ihren Fehler ein­zu­ge­ste­hen. Zu viele leben offen­sicht­lich ganz gut von diesem Mul­ti­mil­li­ar­den Dol­lar­ge­schäft. Ins­be­son­dere die Akti­vis­ten, die von dubio­sen Stif­tun­gen gepam­pert werden, müssten dann einer gere­gel­ten Arbeit nach­ge­hen. Gut man könnte sich im Kampf gegen „Rechts” enga­gie­ren, dann über­nimmt der Staat das Pampern. Obwohl man kann ja das Eine mit dem Anderen ver­bin­den, wer den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del leugnet ist eh ein „Nazi”.

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