Es gibt nicht viele Gele­gen­hei­ten, Shake­speare zu zitie­ren und ich werde meine Leser auch nicht wie Hein­rich V. zur Schlacht bei Azin­court rufen, um sie zu einem gran­dio­sen Sieg gegen einen Feind anzu­spor­nen, der fünf zu eins in der Über­zahl ist. Es geht nicht um Schlach­ten. Es geht nicht mal um Feinde. Es geht um einen kleinen Verein, der gegrün­det wird, um für etwas mehr media­les Gleich­ge­wicht zu sorgen. „We few“, denn wenige sind wir, noch. „We happy few“, denn jeder ein­zelne von uns hat trotz aller Schwie­rig­kei­ten und Hin­der­nisse, die man uns in den Weg legt, immer noch Freude an dem, was wir tun: Schrei­ben. Das „Häuf­lein Brüder” könnte indes nicht ver­schie­de­ner sein, finden sich doch unter uns Frauen und Männer, Katho­li­ken und Athe­is­ten, Ex-Muslime und Bud­dhis­ten, Dis­si­den­ten und Whist­leb­lo­wer, Jour­na­lis­ten und Akti­vis­ten, Vege­ta­rier und Kar­ni­vo­ren und weiß der Beel­ze­bub was noch für schräge und durch­schnitt­li­che Typen. Wenn drei von uns bei­sam­men sind, sitzen fünf Mei­nun­gen am Tisch, Lage­ein­schät­zun­gen vari­ie­ren, Blick­win­kel unter­schei­den sich – und so sollte es in einer „res publica“ ja auch sein, wenn sie nicht dem Zwang zur Geheim­nis­krä­me­rei, Gleich­schal­tung und Gleich­mei­nung aus­ge­setzt ist. Das es so weit nicht kommt resp. nicht dabei bleibt, ist unser Ziel.

Einig sind wir uns zumin­dest in einer Sache: wir sehen Europa im All­ge­mei­nen und Deutsch­land im Beson­de­ren auf Klippen zusteu­ern und rufen den Falsch­fah­rern am Ruder seit Jahren zu, den Kurs zu ändern oder zumin­dest den Hori­zont im Auge zu behal­ten – mit mäßigem Erfolg, wie man sieht. Im Ergeb­nis sehen wir um uns herum Zensur, die angeb­lich keine ist, Isla­mi­sie­rung, die nicht statt­fin­det, Gleich­schal­tung, die niemand betreibt und die Beschrän­kung bür­ger­li­cher Rechte und Frei­hei­ten, die niemand bemerkt haben will. Wir müssen folg­lich noch lauter werden und das geht am besten gemein­sam.

Der Verein „Ver­ei­ni­gung der Freien Medien e. V.“, den wir deshalb gerade gründen, ist ein loser Verbund deutsch­spra­chi­ger Autoren, Blogger und You­Tuber, die er bei ihrer Arbeit und der Bewah­rung ihrer Unab­hän­gig­keit unter­stüt­zen will. Gleich­zei­tig stellt sich der Verein als Ansprech­part­ner anderen Medien, Bürgern und auch Par­teien zur Ver­fü­gung, wenn es um Ein­schät­zun­gen und Recher­che geht. Unab­hän­gig, über­par­tei­lich, aller­dings der Ver­nunft und den Geset­zen unserer Länder ver­pflich­tet. Par­tei­gren­zen ziehen wir an dieser Stelle bewusst nicht, zur Abgren­zung genügt uns das Grund­ge­setz, auf dessen Artikel wir uns mit der Grün­dung des Vereins und dessen Arbeit aus­drück­lich berufen. Das bedeu­tet auch, dass wir an die Tätig­keit unserer Mit­glie­der qua­li­ta­tive Maß­stäbe anlegen, wie sie für Jour­na­lis­mus eigent­lich gene­rell gelten sollten: Lei­den­schaft, Rea­li­täts­sinn und Eigen­ver­ant­wor­tung.

Noch nicht erschie­nen und schon Best­sel­ler: Das Buch der freien Medien!

Gewis­ser­ma­ßen als Kost­probe starten wir gleich richtig durch und prä­sen­tie­ren einen Quer­schnitt der Arbeit einiger unserer Mit­glie­der the­ma­tisch geglie­dert und in Buch­form. Erschei­nungs­ter­min für „Wir sind noch mehr: Deutsch­land in Aufruhr“ ist der 1. Dezem­ber, doch schon jetzt (17. Nov. 2018) steht das Buch auf Platz 113 aller Bücher, in manchen Rubri­ken sogar schon auf Platz 1. Das ist groß­ar­tig! Allen Vor­be­stel­lern deshalb an dieser Stelle schon mal herz­li­chen Dank, denn der Erlös des Buches fließt nach Abzug der Pro­duk­ti­ons­kos­ten in unseren neu gegrün­de­ten Verein, um dort im Sinne von Mei­nungs­frei­heit, Bildung und Rechts­si­cher­heit für unsere Leser zu wirken.

In diesem Sinne: bleiben Sie neu­gie­rig und helfen Sie mit, dass wir in Europa wei­ter­hin nicht nur in demo­kra­ti­schen, sondern auch repu­bli­ka­ni­schen Ver­hält­nis­sen leben können. Repu­bli­ka­nisch im ursprüng­li­chen latei­ni­schen Wort­sinn von „res publica”, weil Politik stets „öffent­li­che Sache” sein muss und nicht einer kleinen Elite vor­be­hal­ten sein darf. Eli­ten­ver­sa­gen hatten wir schon genug in Deutsch­land und Europa, wie der vor 100 Jahren zu Ende gegan­gene Erste Welt­krieg und zahl­rei­che Ereig­nisse in seiner Folge ein­drück­lich gezeigt haben.

9 Kommentare

  1. Allein bist du ein schwan­kend Rohr, das jeder Sturm zerbricht…………….und Einig­keit macht stark. Welche Antwort mich bei der guten Sache spontan inter­es­siert ist die nach den Aus­wahl­kri­te­rien, die von den ‚Alter­na­ti­ven’ erfüllt werden müssen um dabei sein zu können und wer die (dau­er­haft) jus­tiert .
    Ich frage das, weil ich mich gern ohne Wenn und Aber mit den Bei­trä­gen beschäf­ti­gen möchte ohne Miß­trauen, das ich den Ergüs­sen in den MSM schon grund­sätz­lich von vorn­her­ein ent­ge­gen bringe – wenn ich sie denn noch zur Kennt­nis nehme. Also eine Frage des pau­scha­len Ver­trau­ens in das Gesagte und Geschrie­bene.
    Im übrigen freue ich mich aber ‚sakrig’ darüber, das es endlich dazu gekom­men ist.
    Herz­li­che Grüße und beste Wünsche für den nach­hal­ti­gen Erfolg.

  2. Es wird höchste Zeit, dass die „alter­na­ti­ven” Medien stärker zusam­men arbei­ten. Jedoch fällt auf, dass die „Achse des Guten” nicht dabei ist (oder habe ich’s bloß über­se­hen?). Noch nicht oder gar nicht? Sollte Letz­te­res der Fall sein: Was sind die Gründe?

  3. Eine wun­der­bare Idee!
    Ich möchte mich unbe­dingt betei­li­gen (wenn ich darf und sofern meine Texte Akzep­tanz finden)
    und freue mich schon auf den Kampf der Kritik gegen diese „rechts­ex­tre­mis­ti­sche” Ein­ord­nung.

  4. Toll, und ab wann sind dann Antifa und Co auf dem Grund­ge­setz stehend – im wört­li­chen Sinne – in diesem Verein Mit­glied?

  5. Wieder wun­der­voll geschrie­ben über eine sehr gute Sache.
    Ich gra­tu­lie­ren und wünsche ganz viel Erfolg!

  6. mein Beitrag.
    darf ich Sie auf mein Buch Helmut Böt­ti­ger, Der Westen, ein Abge­sang. Ent­ste­hung und Zukunft der west­li­chen Markt­ge­sell­schaft. 384 Ss, DIN A 5, hard cover, erschie­nen beim Michael Imhof Verlag Peters­berg hin­wei­sen. Bei Bespre­chungs-Inter­esse sende ich Ihnen gerne ein Exem­plar – der Ein­fach­heit halber auch als PDF-Datei. Um sich vorab ein Bild zu machen, lege ich Ihnen den im Anschluss fol­gen­den Text mit Inhalts­ver­zeich­nis bei.
    Mit freund­li­chen Grüßen
    H Böt­ti­ger

    Umbrü­che stehen an. China erstarkt, ver­bün­det sich mit Russ­land und beide werden mit ihrer One Belt One Road Ent­wick­lungs­po­li­tik zum Alp­traum west­li­cher Welt­be­herr­schungs-Stra­te­gien, wie sie von Halford John Mack­in­der bis Zbi­gniew Brze­zinsk und Admiral Arthur K. Cebrow­ski darüber hinaus geplant und dann in gewis­ser Weise auch umge­setzt wurden.
    Im „Westen“ zeigt sich dagegen ein Zer­set­zungs­pro­zess, der ihn „welt­po­li­tisch an eine his­to­ri­sche Weg­scheide, wie sie die Welt nur alle paar Jahr­hun­derte erlebt.” geführt hat (Siegmar Gabriel am 17.2.2018). Dieser Prozess zeigt sich auf allen Ebenen der Gesell­schaft, am deut­lichs­ten in der Ver­ein­ze­lung der Gesell­schaft mit vielen pro­ble­ma­ti­schen Aus­wir­kun­gen beson­ders bei ihren schwä­che­ren Indi­vi­duen. Der Zer­set­zungs­pilz kommt nicht von außen, nicht von Russ­land oder China, sondern ist die Folge der Umwand­lung der abend­län­di­schen Gesell­schafts­for­ma­tion in eine neue, am reinen Geld­ge­winn ori­en­tierte „Markt­ge­sell­schaft“ (Karl Polanyi) in den letzten 300 Jahren. Sie ging von England aus, wo sie vom dor­ti­gen Hoch- und Finanz­adel ein­ge­lei­tet wurde, und unter dem Schein der Demo­kra­ti­sie­rung die Länder Europa und Nord­ame­ri­kas durch­säu­erte. Spä­tes­tens 1913 mit Grün­dung der Federal Reserve ver­legte die füh­rende Elite ihren Haupt­sitz in die USA. Mit der Ein­füh­rung des Fiat-Money-System 1971 kam die Umor­ga­ni­sa­tion „des Westens“ zu einem gewis­sen Abschluss und setzte mit der Kon­so­li­die­rung des Welt­mark­tes der innere Zer­set­zungs­pro­zess des Westens ein.
    Dieser lässt sich – abge­se­hen von den viel­fäl­ti­gen Sym­pto­men – theo­re­tisch am besten anhand der „west­li­chen Werte“ ana­ly­sie­ren. Diese hatten sich im Zuge der bür­ger­li­chen Revolte gegen die Königs- und Adels­herr­schaft und deren ent­wick­lungs­hem­mende Funk­tion gebil­det. Wesent­li­che Ände­run­gen erfuhr die bür­ger­li­che Wer­te­welt, als man den Markt für Ver­sor­gungs­gü­ter um einen wider­na­tür­li­chen Arbeits­markt, einen Geld­markt und einen Markt für Grund- und Boden erwei­terte und die einst sys­tem­be­stim­mende vor­ge­ge­bene Knapp­heit der Güter aus Gründen der Geld­ge­winn-Absi­che­rung in eine absicht­lich betrie­bene Ver­knap­pung umwan­delte. Im Zuge dieser Ent­wick­lung nahmen Infor­ma­tion, Mei­nungs­bil­dung, Werte und selbst Reli­gio­nen zuneh­mend „Waren­cha­rak­ter“ an und ließen sie zur Farce bezie­hungs­weise Beherr­schungs­mit­tel werden.
    Droht uns ein End­spiel, nachdem ein „Traum“ zer­ron­nen ist und ansatz­weise in der Bevöl­ke­rung ein Umden­ken ein­setzt, oder lassen sich bereits erste Spuren einer neuen Gesell­schafts-um-for­ma­tion erken­nen– und wenn ja, was für einer?
    Inhalt:
    1. Ein­lei­tung

    2. Gesell­schaft­li­che Zer­falls­pro­zesse in der Wahr­neh­mung der Bürger
    1) Das wach­sende Gefühl, bedroht zu sein
    2) Zweifel an der mate­ri­el­len Ver­sor­gung
    3) Ableh­nung der Regie­rung
    4) Schwin­den­der Zusam­men­halt der Gesell­schaft
    5) Wach­sende psy­chi­sche Insta­bi­li­tät in der Bür­ger­schaft und Zweifel an der Sinn­haf­tig­keit des eigenen Tuns im Rahmen der Gesell­schaft.

    3. Gesell­schaft­li­che Zer­falls­pro­zesse in der Theorie
    1) Drohte eine Zusam­men­bruchs­krise des „Kapi­ta­lis­mus“?
    2) Zivi­li­sa­tio­nen kommen und gehen (Zyklen­theo­rien)
    3) His­to­ri­sche Ursa­chen des Nie­der­gangs

    4. Die frühe Her­aus­bil­dung der Insti­tu­tio­nen des Westens in England

    5. Der Griff nach Welt­gel­tung
    1) Pio­niere der Welt­herr­schaft
    2) Ein Fuß in den abtrün­ni­gen USA
    3) Das Empire als Weg zur Welt­herr­schaft und seine Unter­stüt­zer
    4) Die Trans­la­tion Imperii beginnt
    5) Nicht ohne die Ver­ei­nig­ten Staaten

    6. Die Kon­so­li­die­rung „des Westens“
    1) Zwi­schen den Kriegen,
    2) Der New Deal
    3) Krieg, mehr als ein Geschäft
    4) Von der „Inter­na­tio­na­len Treu­hän­der­schaft“ bis zur Orga­ni­sa­tion „Des Westens“ in Bretton Woods und danach

    7. Der Westen in Aktion
    1) Kampf gegen Kom­mu­nis­mus und Natio­na­lis­mus
    2) Ausbau der mate­ri­el­len Basis des Westens
    3) Auf dem Weg in die „Nach­in­dus­tri­elle Gesell­schaft“
    4) Ein geld­po­li­ti­sches Inter­mezzo
    5) Finanz­in­dus­trie und „Fik­ti­ves Kapital“
    6) Stra­te­gie Chaos

    8. Wer­te­wan­del im Westen
    1) Was sind Werte?
    2) Der prä­gende Aus­gangs­punkt der „west­li­chen Werte
    3) Ablei­tung des west­li­chen Wer­te­ka­nons aus dem Selbst­ver­ständ­nis des bür­ger­li­chen Revo­lu­tio­närs
    4) Wand­lun­gen der Wer­te­ba­sis in der west­li­chen Markt­ge­sell­schaft
    5) Was bleibt von den beschwo­re­nen Werten der west­li­chen Wer­te­ge­mein­schaft
    a) Die „Frei­heit“ des Ein­zel­nen und seine Mög­lich­kei­ten
    b) „Gleich­heit“ und Ver­hal­tens­kon­trolle
    c) „Infor­ma­ti­ons- und Mei­nungs­frei­heit“ und die Medien
    d) „Demo­kra­tie“ oder Eli­ten­herr­schaft
    e) „Recht­staat­lich­keit“ und „Regie­rungs-Ter­ro­ris­mus“

    9. End­spiel oder Warten auf Godot
    1) Empire am Ende?
    2) Wohin kann/wird die Reise gehen?

    Zum Schluss

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