Ein „Heer von willfähri­gen Jasagern“ habe der Gott­seibeiuns Trump für die Midterms am 8. Novem­ber aufgestellt, so erfährt man im Spiegel-Dai­ly-Pod­cast vom 25. Okto­ber. Das alles sei natür­lich Teil eines von langer Hand vor­bere­it­eten Plots auf dem Weg zum Staatsstre­ich, den Trump für 2024 plane. Vor­sicht­shal­ber for­muliert man die Gewis­sheit als Frage und kann so im Falle besorgter Nach­fra­gen zur geisti­gen Gesund­heit abwiegeln. Man wird ja wohl noch fra­gen dür­fen! René Pfis­ter, US-Kor­re­spon­dent des Spiegel, hat offen­sichtlich gel­ernt aus dem Vorher­sage­fi­asko deutsch­er Wohlfühl­presse aus 2016. Er kommt aus der blauen Kom­fort­zone Wash­ing­ton D.C. her­aus und im Land herum. Sog­ar auf ein­er Trump-Ral­ley war er, was für ihn sich­er kein Genuss gewe­sen sein kann. Ich glaube, er schätzt die des­o­late aktuelle Lage der Dems sehr gut ein, die drauf und dran sind, ihre Mehrheit in bei­den Kam­mern des Par­la­ments zu verlieren.

Solche Ver­luste sind zwar für Midterms eher die Regel für jede Präsi­den­ten­partei, doch die Ver­wun­derung der Dems – oder sollte man schon von Verzwei­flung sprechen – speist sich aus der Gewis­sheit, dass hier doch irgend etwas nicht mit recht­en Din­gen zuge­hen kann. Wir sind doch die Guten, ver­dammt und zugenäht! Biden ist Präsi­dent und warnt ständig vor den üblen Repub­likan­ern, den Mag­as, den Mega- und Ultra-Mag­as und wie diese Mei­n­ung­sex­trem­is­ten son­st noch von ihm genan­nt wer­den. Die die die…die wollen doch das Land zer­stören! Doch das fruchtet nicht mehr beim Wäh­ler und ein neues Nar­ra­tiv muss her! Nicht nur der Spiegel hofft, es möge die Dems sich­er über die eigentliche Ziellinie in 2024 tra­gen. Oder bess­er noch weit­er, denn gin­ge es nach der deutschen Presse, wären die Demokrat­en schon seit langem die einzig erlaubte Regierungspartei in den USA.

Den „Wahlleugn­ern“ und deren Mas­ter­mind Trump wurde der Kampf ange­sagt, doch weil das nur eine Rem­i­niszenz an die Ver­gan­gen­heit ist, für die sich trotz Jan­u­ar-6-Com­mi­tee nur wenige Prozent der Wäh­ler inter­essieren, muss man die Bedro­hung irgend­wie in die Zukun­ft ret­ten. Was liegt da näher, als Trump schon vor­ab Putsch­ab­sicht­en zu unter­stellen, der, wie der Spiegel es nen­nt „einen per­fi­den Langfrist­plan durch­set­zen“ will? Hach, der Spiegel! Wie gut lebte man doch bis 2021 von diesem Beelze­bub im Weißen Haus, wie erfreute man sich – trotz ide­ol­o­gis­ch­er Dif­feren­zen – an der medi­alen Milchkuh Trump, die nun endlich wieder hin­re­ichen bedrohlich wirkt, um hem­mungs­los gemolken zu werden.

Die mögliche Kan­di­datur Trumps ist jet­zt „Oper­a­tion Staatsstre­ich“ und die Midterm-Wahlen seien nicht etwa ein indi­rek­tes Votum über die ver­heerende Poli­tik der Regierung unter Joe Biden, son­dern irgend­wie eine Art Mut­probe für Trump-Unter­stützer. Ganz so, als hät­ten die Amerikan­er ger­ade nicht ganz andere Prob­leme als eine mögliche Kan­di­datur des Orange­man in zwei Jahren. René Pfis­ter spricht von den „radikalen Kan­di­dat­en“ der Repub­likan­er für Sen­at und Gou­verneur­sposten in den Bun­desstaat­en und führt die typ­is­chen „Beweise“ für deren Radikalität an: Trump unter­stützt sie und sie unter­stützen Trump, weshalb alle pauschal mit Injurien wie „Wahlleugn­er“, „Kli­maleugn­er“ und ähn­lichem über­zo­gen werden.

Beson­ders an Kari Lake, der Kan­di­datin für das Gou­verneur­samt in Ari­zona, putzt sich der Spiegel gern die Schuhe ab. Lake ken­nt die Medi­en, schließlich saß sie viele Jahre selb­st als News-Anchor vor der Kam­era. Und sie ver­ste­ht das Spiel, die Aus­las­sun­gen, ken­nt die absichtsvollen Schnitte, Inter­pre­ta­tio­nen und Schlin­gelfor­mulierun­gen, weshalb sie bei Pres­seter­mi­nen stets eine eigene Kam­era mit­laufen lässt, die sowohl ihr Team als auch die Presse­meute ungeschnit­te­nen aufze­ich­net. Es ist also nicht so leicht wie üblich, ihre Aus­sagen wegzu­lassen oder absichtsvoll zu ver­drehen, es sei denn, man hat es mit dem durch­schnit­tlichen Spiegel-Leser zu tun, der nicht an die Quelle geht, weil er der Relotiusspitze blind vertraut.

Im Gegen­satz zu sämtlichen im Feuer ste­hen­den Kan­di­dat­en der Dems, die sich auf die Entschei­dung des Ober­sten Gerichts bezüglich des Abtrei­bungsrechts und die Vorkomm­nisse am 6. Jan­u­ar 2021 kaprizieren – die einzi­gen poli­tis­chen Momente der let­zten zwei Jahre, auf die sie keinen Ein­fluss hat­ten – adressieren Lake in Ari­zona oder Zeldin in New York die wirk­lich bren­nen­den Prob­leme: Infla­tion, der Zus­tand der amerikanis­chen Wirtschaft, Ben­z­in­preise, Ide­ol­o­gisierung der Bil­dung und die ausufer­n­den Prob­leme mit ille­galer Ein­wan­derung und Kriminalität.

Über­all bren­nt für die Dems in den Umfra­gen die Hütte und so kommt es, dass selb­st in den blauesten aller blauen Gegen­den plöt­zlich Oba­ma im Wahlkampf auf­taucht, um zu ret­ten, was noch zu ret­ten ist. Sog­ar die Hochburg New York ist mit­tler­weile in (mod­er­ater) Gefahr, auf Rot umzuschal­ten. Nun, das wird wohl nicht gelin­gen, aber in Ari­zona und Neva­da zeich­net sich das deut­lich ab, in Geor­gia wird Stacey Abrams (Dems), die ihre Nieder­lage von 2018 noch immer nicht akzep­tiert hat – was sie natür­lich genau­so zur Wahlleugner­in macht wie Hillary Clin­ton – wohl auch dies­mal leer ausgehen.

In Penn­syl­va­nia muss man derzeit von ein­er krachen­den Nieder­lage für John Fet­ter­man (Dems) aus­ge­hen, den lei­der nicht seine ver­heerende Poli­tik, son­dern sein im Mai erlit­ten­er Schla­gan­fall die Wahl kosten kön­nte. Unfähig, gesproch­ene Worte im Kopf zu ver­ar­beit­en ist er auf Com­put­er­hil­fe angewiesen, die lei­der nicht wirk­lich zuver­läs­sig ist, wie man in sein­er einzi­gen Debat­te mit seinem repub­likanis­chen Kon­tra­hen­ten lei­der fest­stellen musste. Man begrüßt das Pub­likum nicht mit “gute Nacht”, ohne dass besorgte Fra­gen gestellt wer­den. Es war eine Qual, das mit anse­hen zu müssen und seine Unter­stützer müssen sich fra­gen, ob es wirk­lich im Inter­esse Fet­ter­mans sein kann, als Sen­a­tor nach D.C. zu gehen, wo er in seinem Zus­tand kaum mehr tun kön­nte als „jay“ oder „nay“ zu sagen. Aber wom­öglich ist das ja die Absicht. Das Mitleid sein­er Geg­n­er ist jeden­falls ehrlich­er als der gespielte Enthu­si­as­mus sein­er Unter­stützer, die nicht das Beste für den Mann im Sinn haben können.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzep­tieren Sie die Daten­schutzerk­lärung von Twit­ter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Die Pietät ver­bi­etet hier, sich näher mit dem zu befassen, was Fet­ter­man da zum Besten gab. Der Beweis sein­er Amt­sun­fähigkeit wurde aber zweifels­frei erbracht und er sank in der Wäh­ler­gun­st weit­er kräftig ab. Nur zur Einord­nung: ein repub­likanis­ch­er Sen­a­tor aus Penn­syl­va­nia wäre etwa so ungewöhn­lich wie ein bayrisch­er Min­is­ter­präsi­dent, den die Linke stellt.

Immer­hin stellte sich Fet­ter­man ein­er Debat­te, auch wenn die nicht gut für ihn aus­ge­hen kon­nte. Solch­es kann man von der Kan­di­datin der Dems in Ari­zona nicht behaupten. Katie Hobbs ver­weigerte sich einem TV-Duell mit Kari Lake mit der Ausrede, sie habe anderes zu tun, ihr Kalen­der sei ohne­hin schon voll und mit ein­er gefährlichen Wahlleugner­in wie Lake wolle sie ohne­hin keine Debat­te. Was das „andere“ sein soll, wo ihre einzige Auf­gabe momen­tan darin beste­ht, eine Wahl gegen Lake zu gewin­nen, erk­lärt sie nicht. Wer Lake mit ihrer Elo­quenz und Fak­ten­fes­tigkeit erlebt hat, ken­nt natür­lich den wahren Grund für Hobbs Ver­weigerung: es ist die reine Panik!

Oktoberüberraschung und Inkonsistenzen

Wie schnell sich das Blatt doch gewen­det hat! Es ist nicht mal zwei Jahre her, dass die Demokrat­en die größte Wäh­ler­mo­bil­isierung der Geschichte der USA hin­gelegt hat­ten und genau hier liegt auch der Denk­fehler Trumps begrün­det, er und nicht Biden hätte diese Wahl gewon­nen. Er set­zte seine einge­set­zte Energie mit dem zu erwartenden Ergeb­nis gle­ich und wer würde bestre­it­en, dass Biden in seinem Keller in Delaware saß, als er, Trump, vier bis sechs Wahlkamp­fauftritte in einem Tag vor Zehn­tausenden hat­te? Doch am Ende war es eben eine Wahl gegen Trump, nicht für Biden. Zwei Jahre später will der Spiegel das gern wieder­holen. Nur ist es heute eben ein Votum gegen die ganz reale Poli­tik Bidens, an der Trump nun mal so gar keinen Anteil hat. Der Ele­fant hat den Raum vor­erst ver­lassen und lässt sein Tröten nur noch aus der Ferne hören. Das reicht indes bere­its, um den Dems hörige Medi­en auf bei­den Seit­en des Atlantiks in Aufre­gung zu versetzen.

Es hat eine gewisse Tra­di­tion in US-Wahlen, dass im Monat vor dem Ter­min noch gut platzierte PR-Bomben hochge­hen. Das Entset­zen der Wäh­ler ist dann am Wahlt­ag noch frisch und wenn die Medi­en mit­spie­len, kann so etwas den Aus­gang der Wahl bee­in­flussen. Spie­len sie nicht mit, natür­lich auch. 2020 blieb die Über­raschung aus, weil die Medi­en und das FBI die „Okto­berüber­raschung“ unter­drück­ten. Die Eska­paden der Biden-Fam­i­lie wur­den als rus­sis­che Falschin­for­ma­tion dargestellt und Infor­ma­tio­nen darüber aktiv auf Twit­ter und Face­book zen­siert. Man schätzt, das 10–16% der 81 Mil­lio­nen ihr Kreuz nicht bei Biden gemacht hät­ten, wenn sie von der Affäre um Hunter Bidens Lap­tops – es waren ja mehrere, deren Echtheit mit­tler­weile erwiesen ist – erfahren hätten.

Der Okto­ber ist fast vor­bei und für die Midterms blieb jede große Über­raschung aus. Doch im let­zten Moment ver­suchen die Demokrat­en offen­bar, stattdessen die faust­dicke Ver­schwörungs­the­o­rie vom geplanten „Trump-Putsch“ unters Wahlvolk zu brin­gen. Über­bringer der Nachricht ist aus­gerech­net Hillary Clin­ton, die sich in ein­er Videobotschaft an die „indi­vis­i­ble“ wandte: Diese fiesen Reps, die pla­nen da was! Die wollen Wahlergeb­nisse nicht anerken­nen! Nicht mal die Entschei­dun­gen des „anachro­nis­tis­chen“ Elec­toral Col­lege! Gerichte sollen den Sieger bes­tim­men und die Richter haben die Trump­is­ten doch in der Tasche! Sechs Staat­en seien nun das Schlacht­feld, auf dem die let­zten freien Völk­er Mit­tel­erdes gegen das abso­lut Böse…ich übertreibe hier nur wenig, denn die Angst­macherei ist ger­adezu grotesk! Ganz schlimme Trum­pleute greifen nach der Macht und wenn der Zuschauer den einen oder anderen Dol­lar ent­behren kön­nte, dann liegt der Sieg der Guten über das fin­stere Maga-Land schon zum Greifen nahe!

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzep­tieren Sie die Daten­schutzerk­lärung von Twit­ter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Doch bevor sie nun an den Fin­gernägeln kauen und verzweifen, liebe Leser, weil „Dark Maga“ – eine Wortschöp­fung Bidens – in den USA bald die Demokratie abschafft, schauen wir kurz auf die Strate­gie der Dems. Die fan­den es näm­lich in den let­zten Monat­en über­haupt nicht schlimm, die nach ihren Maßstäben jew­eils radikalsten Kan­di­dat­en der Reps finanziell im Vor­wahlkampf zu unter­stützen. Immer in der Hoff­nung, dass sich der „radikalste“ Kan­di­dat durch­set­zen möge, auf dass man im Finale umso leichter auf dessen Radikalität ver­weisen und die verängstigten Wahlschäfchen ins eigene Lager treiben könne.

Als Wahlkampf­tak­tik eigentlich eine Wucht, die jedoch nur so lange funk­tion­iert, wie die Wege des Geldes ver­bor­gen bleiben. Doch an dieser Stelle funk­tion­iert die Trans­parenz der Repub­lik eben noch und selb­st Sender wie CNN bericht­en mit Abscheu über die Prax­is der Dems, nicht nur die eige­nen Kan­di­dat­en, son­dern auch die als Neg­a­tiv-Folie aus­gewählten der Konkur­renz zu finanzieren. Doch wo ist die glaub­hafte Bedro­hung, von der Clin­ton warnt, wenn ihre Partei diese Bedro­hung selb­st mit­fi­nanziert hat? Man spielt angesichts der dro­hen­den Nieder­lage genau das Spiel, welch­es man der anderen Seite vor­wirft und redet von Betrug, gestohle­nen Wahlen und sog­ar vom ange­blichen Putschver­such Trumps. Das passende deutsche Stich­wort dazu lautet „was ich denk und tu‘, trau‘ ich and’ren zu“.

Was wirklich zur Wahl steht

Dabei sind es ganz andere Dinge, die zu dem gründlichen Abstieg der Dems in der Wäh­ler­gun­st führten und man muss nur ins Weiße Haus schauen, um sie alle dort ver­sam­melt zu sehen. Es ist die völ­lig erratis­che und inkon­sis­tente Poli­tik der Biden-regierung, die LNG in Europa verkauft, in den USA aber das Frack­ing run­ter­drückt und Pipelines nach Kana­da schließt. Der Man­gel auf der Ange­bots­seite bringt die Ben­z­in­preise in Höhen, was bedrohlich ist für den Durch­schnittsamerikan­er, dessen Arbeitswege länger sind als unsere und der man­gels Bus und Bahn oft alter­na­tiv­los vom Auto abhängt. Der wieder­holte wirkungslose Griff in die strate­gis­che Ölre­serve, die für gän­zlich andere Fälle angelegt wurde, lässt an Plan­wirtschaft denken.

Als Biden schließlich bei den Saud­is erfol­g­los darum bet­telte, die Senkung der Ölför­der­menge um einen Monat (also bis nach den Midterms) zu ver­schieben, war wohl auch dem let­zten Opti­mis­ten klar, dass hier Parteipoli­tik gegen die Inter­essen der Amerikan­er gemacht wird. Man glaubt den Opa im Weißen Haus eigentlich gar nichts mehr. Im Sep­tem­ber noch been­dete er mit knap­pen Sätzen die Pan­demie, im Okto­ber ste­ht er nun wieder vor den Kam­eras und sagt „Holt euch noch einen Covid-Schuss. Ein­mal pro Jahr. Das ist es.“ Während hin­ter ihm im Bild die kom­plette Phar­ma-CDC-Fauchi-Lob­by grinst und nickt. Wer sich mit den Fröschen ein­lässt, muss die Sümpfe bewässern.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzep­tieren Sie die Daten­schutzerk­lärung von Twit­ter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Unter­dessen bröck­elt nicht nur das Ver­trauen der Wäh­ler in ihre gewählten Vertreter der Demokrat­en, auch Gerichte stellen sich quer. Der ober­ste Gericht­shof von New York hat die Prax­is, ungeimpftes medi­zinis­ches Per­son­al zu feuern, für ille­gal erk­lärt. Die Betrof­fe­nen müssen ihre Jobs wieder bekom­men, Gehäl­ter müssen rück­wirk­end gezahlt wer­den. Gou­verneur Kathy Hochul, die let­ztes Jahr durch den Rück­tritt von Andrew Cuo­mo ins Amt gelangte, erk­lärte indes ungerührt auf die Frage nach dem Impfzwang für Polizei, Feuer­wehr und medi­zinis­che Per­son­al, sie würde all das genau­so wieder tun. Auch Hochul muss am 8. Novem­ber die Wäh­ler fra­gen, ob sie sie weit­er im Amt sehen wollen. Und wenn es wohl auch für sie reichen wird, ist es doch seit 2003 das erste Mal, dass die Reps in New York eine ern­sthafte Her­aus­forderung darstellen.

Aussichten

Es sind noch zwei Wochen bis zur Wahl und Vorher­sagen bekan­ntlich unsich­er, da sie die Zukun­ft betr­e­f­fen. Sollte es jedoch wie erwartet laufen und die Demokrat­en ihre Mehrheit­en in bei­den Kam­mern ver­lieren, brächte das eine Zäsur in die aktuelle Poli­tik der USA. Wahrschein­lich ist, dass die Reps im Repräsen­tan­ten­haus den Spieß umdrehen wer­den und Biden bezüglich der Ukraine- und Chi­na-Deals sein­er Fam­i­lie einem Impeach­ment-Ver­fahren unterziehen wür­den. Sich­er hinge­gen ist, dass die Mil­liar­den­pro­gramme zur Unter­stützung der Ukraine, die aktuell ein­fach so durchgewunken wer­den, unter die Lupe kom­men wür­den, was einen zusät­zlichen finanziellen Druck auf die EU und ins­beson­dere Deutsch­land ausüben dürfte, wo man bekan­ntlich stets bere­it ist, jede ein­gere­ichte Forderung prompt zu begleichen.

Es kön­nte sich also rächen, dass es seit Monat­en keine ern­sthaften Bemühun­gen seit­ens der Amerikan­er gegeben hat, zwis­chen Rus­s­land und der Ukraine Ver­hand­lun­gen auf den Weg zu brin­gen und Wash­ing­ton stattdessen immer wieder vom Sturz des Irren im Kreml und Regime-Change in Moskau träumte. Die USA kön­nte sich nach ein­er zwei­jähri­gen Unter­brechung, als sie ver­sucht­en, an ihre alte Rolle als weltweit­er Hege­mon anzuknüpfen, wieder stärk­er um sich selb­st küm­mern. Ganz so, wie es kurioser­weise die europäis­che Linke seit Jahrzehn­ten fordert. Die offen­sichtliche Schwäche der verzw­ergten EU wird dafür auf der Welt­bühne kaum Ersatz bere­it­stellen können.

Die USA selb­st ste­hen ger­ade am Schei­deweg und es ist noch nicht entsch­ieden, in welche Rich­tung sich die poli­tis­che Stim­mung entwick­elt. Die bei­den Parteien wer­fen sich wech­sel­seit­ig Wahlbe­trug und Dik­taturgelüste vor, das Land ist poli­tisch zer­ris­sen wie noch nie. Sog­ar von Bürg­erkrieg ist wieder die Rede, wobei man gut bele­gen kann, dass dieser kul­turell bere­its im vollen Gange ist. Rot gegen Blau, Großs­tadt gegen Land­bevölkerung, staatliche Bevor­mundung gegen Ver­fas­sungs­garantien, Ord­nungsstaat gegen Amnestie für Schw­erver­brech­er. Die „alte Garde“ mit Pelosi, Schumer, Trump oder Biden ist dabei abzutreten, die ide­ol­o­gisierte „neue Garde“, vertreten durch den wun­der­bun­ten Haufen „The Squad“ mit Ilhan Omar und AOC strauchelt, weil sie ihre Reich­weite über­schätzt und den Willen der Amerikan­er, an ihren Ver­fas­sungsrecht­en festzuhal­ten, unter­schätzt haben. Wenn es gut läuft für Ameri­ka, wird es mehr Poli­tik­er des Kalibers Kari Lake oder Ron DeSan­tis wählen, die bess­er in der Lage sind, mit Kom­pe­tenz und ohne ide­ol­o­gis­che Agen­da das Land gut zu ver­wal­ten. Um die durch Hur­ri­cane Ian zer­störte Infra­struk­tur wieder­herzustellen, etwa die Brück­en zu den vorge­lagerten Inseln im West­en, brauchte man in DeSan­tis Flori­da zwei bis drei Wochen. Man stelle sich vor, die Bewohn­er des Ahrtales hät­ten eine solche Per­spek­tive gehabt.

Vorheriger Artikel“Im Drüben fischen” oder: Es war einmal ein Land zwischen gestern und heute
Nächster ArtikelSag zum Abschied leise „ich habe keine Ahnung, wovon ich da rede!“

9 Kommentare

  1. @Markus Müller
    Gegen die Spal­tung in Deutsch­land ist die Spal­tung in den USA ein Witz. Ich glaube, die Fan­base von Trump wird total über­schätzt und dass DeSan­tis bessere Karten hat. Nik­ki Haley wird eher Vize von ihm als von Trump.

  2. Guten Tag Herr Letsch,
    ich lese regelmäßig und mit Inter­esse Ihre Artikel auf Ihrem Blog. Nun meine Frage an Sie: Wer ist denn Ihrer Ansicht nach auss­er Trump der aus­sicht­sre­ich­ste Kan­di­dat für die Repub­likan­er in den näch­sten Präsi­dentschaftswahlkampf zu ziehen?
    Ich bin jet­zt nicht so der grosse Experte für US-Poli­tik wie Sie und auss­er von Trump und seinen “dun­klen” Machen­schaften bekommt man in unseren ” Qual­itätsme­di­en” ja nicht mit. Vie­len Dank schon mal für Ihre Ein­schätzung. Viele Grüße aus Ulm

    • Ein­deutig DeSan­tis. Das geben sog­ar die left-lean­ing Medi­en zu, indem sie ihn ver­teufeln und als “schlim­mer als Trump” darstellen. Wenn Trump kan­di­diert, macht er das Ren­nen bei den Reps in den Vor­wahlen. DeSan­tis kön­nte die Fan­base Trumps nur dann gewin­nen, wenn Trump ihn aus­drück­lich vorschlägt und sup­port­et, was das Ego Trumps ver­hin­dern würde, bevor er nicht seine zweite Amt­szeit hat­te. Genau deshalb wird DeSan­tis nicht antreten, wenn Trump antritt. Mein Tipp für 2024 wäre ein Tick­et Trump/Nikki Haley und es wird ein medi­al extrem schmutziger Wahlkampf, weil all die Anti-Trump-Reflexe der Medi­en wieder los­brechen würden.

      • Vie­len Dank für die aus­führliche Antwort, Herr Letsch. Wie lange beschäfti­gen Sie sich denn schon mit der Poli­tik in den USA? Es war in den let­zten Jahren oft zu beobacht­en, das poli­tis­che Bewe­gun­gen bzw. Strö­mungen mit etwas Verzögerung in Deutsch­land über­nom­men wur­den. Daher ist ein Blick in die USA auch für Deutsch­land inter­es­sant. Lei­der sind die Entwick­lun­gen in den USA, wie Sie diese beschreiben, nicht wirk­lich gut. Deutsch­land ist ja auf­grund der Coro­n­apoli­tik schon ziem­lich ges­pal­ten, aber die Spal­tung in den USA geht ja noch deut­lich weit­er. Ich hoffe, dass uns dies in Deutsch­land erspart bleibt.

        • Wie lange? Ich würde sagen, seit etwa acht Jahren inten­siv­er. Aber ich bin weit davon ent­fer­nt, alles zu durch­drin­gen. Ich stochere auch oft im Nebel.

  3. Ach, ich wette, dass die Drähte zwis­chen Wash­ing­ton und Moskau längst glühen. Mir kommt es immer albern vor, wenn jemand sagt, die Amerikan­er müssten mal mit den Russen reden. Natür­lich haben die ein Inter­esse daran, dass sich eine rapi­de Lösung find­et und wer­den die Tele­fone klin­geln lassen. Es gibt ja nicht nur Parteipoli­tik­er in Wash­ing­ton. Auch in den Län­dern der europäis­chen Union sind im Hin­ter­grund mehr Leute am werkeln als nur Annale­na Baer­bock. Kom­mu­nika­tion find­et nicht nur genau dann statt, wenn die Polit-Stars medi­en­wirk­sam in einem Luxu­shotel eintrudeln.

    Ich erin­nere mich, wie Trump dafür kri­tisiert wurde, dass er schon im Wahlkampf 2016 über die Ein­rich­tung ein­er abhör­sicheren Leitung nach Moskau gere­det hat­te. Nach­dem das kurz skan­dal­isiert wurde, hat die Mueller-Unter­suchung zu möglichen Rus­s­land­verbindun­gen des Trump-Wahlkampfteams eingeräumt, dass es diese Leitun­gen für höheres diplo­ma­tis­ches Per­son­al und selb­stver­ständlich auch für den Präsi­den­ten immer gibt.

    Was mich dabei auch irri­tiert, ist, dass Europa sich bei Sicher­heits­fra­gen immer als Zaun­gast sieht. Das wird natür­lich auch ein biss­chen von Hen­ryk Broder so kol­portiert, weil die Deutschen meinen, sich ständig in irrel­e­vante Sachen im Aus­land ein­mis­chen zu müssen, und wir dieses Gewicht ganz gewiss nicht haben, auch wenn die Redak­teure des Spiegels sich­er bedauern, dass Opa den zweit­en Weltkrieg ver­bockt hat und die nicht ein­fach in Ameri­ka durchregieren kön­nen. Das ist das Momen­tum, auf das Broder reagiert. Daraus fol­gt aber noch nicht, dass uns schi­er gar nichts was ange­ht. Die Amerikan­er sind der Waf­fen und Knete rüberwach­sen lassende Zaun­gast und die Russen wollen die NATO aus Europa scheuchen und den West­en besiegen. Wir selb­st sind die Inter­essen­ten unser­er Sicher­heit­spoli­tik. Und die ist auch nicht neben­säch­lich und kann ergo auch nicht für die AfD mal kurz auf die Seite geschoben werden.

    Also in der rus­sis­chen und vorher in der sow­jetis­chen Pro­pa­gan­da ist natür­lich v.a. der Amerikan­er pars pro toto der Haupt­träger der ominösen west­lichen Aggres­sion, ohne die man längst schon Wakan­da wäre. Aber bei der “Gefahr” der Ausweitung der NATO (oder auch der EU) geht es freilich immer um irgendwelche Raketen und nicht um sta­tion­ierte Amerikan­er. Es ist aus rus­sis­ch­er Sicht wurscht, ob das franzö­sis­che oder britis­che oder meinetwe­gen pol­nis­che Raketen sind und wer die Knöpfe drück­en kann. Der West­en ist immer eine Gefahr und immer der Feind. 

    Es ist sog­ar so, dass die rus­sis­chen Nuk­lear­waf­fen alle Städte der USA erre­ichen kön­nen. Die “Gefahr” zusät­zlich­er Raketen hier und da liegt nicht in der Kon­fronta­tion mit den Vere­inigten Staat­en selb­st, son­dern darin, dass man bei Ter­ri­to­ri­al­raub-Vorhaben wie bei der Krim oder den Dom­bass möglichst wenig Gegen­wehr haben will. Die mil­itärische Ein­beziehung der USA liegt — trotz des rhetorischen Fokus auf die USA — wohl bei keinem Russen in der Ideen­schublade. Es geht um uns. Und die Krim hat Warmwasser­häfen in Kerch und Sev­astopol, welche den Russen nützten kön­nten, um uns zu bedro­hen (und nicht die fer­nen Amerikan­er). Die Amerikan­er haben ihre Atom­waf­fen mit Reich­weite auf alle Städte Rus­s­lands und trotz der NATO-Ver­trag­s­texte ist wohl jedem klar, dass man für andere Mit­gliedsstaat­en nicht so rasch den roten Knopf drück­en wird. Genau um das Kalkül geht es den Russen.

    Zum “Traum”, dass der alte Putin mal abtritt, muss ich sagen, dass Joe Biden längst betont, dass es dur­chaus auch Wege aus der Krise gibt, in der Putin im Amt bleibt. Das ist natür­lich The­ater für die Dep­pen, die die Russen­pro­pa­gan­da im West­en kol­portieren, dass der böse Ami alle friedlichen Völk­er der Welt wie den total friedliche Irak unter Sad­dam Hus­sein oder das super friedliche Afghanistan unter den Tal­iban in Krieg und Chaos stürzen, was es da ohne die Amis nicht gäbe. Diese Leute müssen beruhigt wer­den. Putin selb­st ist so nicht zu beruhigen. 

    Und da muss ich etwas auf das Wort “Irre” einge­hen. Ich höre jet­zt schon seit einem hal­ben Jahr, dass es total falsch sei, also tooootaaaal falsch sei, Putin für ver­rückt zu hal­ten. Das stimmt in soweit, als dass sein Denken auf wahnsin­ni­gen Prämis­sen auf­baut, aber von da an unge­fähr logisch auf­baut. Er ist also grob abschätzbar. Er wird keine Atom­bombe zün­den, weil er schon ver­ste­ht, dass sein Kopf danach auf dem Schreibtisch von Xi Jin­ping lan­den wird. Die im Moment oppor­tunis­tis­chen Chi­ne­sen und Inder wer­den sich keine Zuck-Fin­ger-Atom­macht bieten lassen. Das weiß Putin. So weit, so rational.

    Bevor ich auf das “Irre” einge­he, will ich noch sagen, dass ich nur Leute höre, die vor denen war­nen, die ihn ein­fach als irre beze­ich­nen. Jeman­den, der ein­fach nur Putin als irre beze­ich­net, hab ich noch nicht gehört, son­dern immer nur die, die vor denen war­nen. Am näch­sten kämen wohl noch die AfD-Vollp­fos­ten um die hochgeschätzte — par­don, mein Fehler — am näch­sten kämen wohl noch die AfD-Anhänger um die über­schätzte Alice Wei­del, die vor den Namen Putin immer “böse” in Anführungsze­ichen set­zen, als ob das total abwegig wäre, und danach gerne mit den Zäh­nen klap­pern, dass der ganz und gar nicht böse Putin jeden Moment Atom­waf­fen schleud­ert, weil der Ami ihn dazu nötigt. 

    Hmm­mm … oder beste­ht die Angst vor dem Nuk­lear­krieg etwa darin, dass man fürchtet, die Amerikan­er wür­den ein­fach so Atom­bomben auf Rus­s­land abfeuern? Dann sollte man den Amerikan­er wohl bess­er nicht provozieren. Ha ha, nein, nein, man vern­immt schon zwis­chen den Zeilen, wer für ver­rückt gehal­ten wird und wer nicht.

    Nun das Irre ist nicht eine spez­i­fis­che klin­is­che Diag­nose, son­dern Ide­olo­gie. Ein für mich präg­nan­ter Moment war, wie er in einem Inter­view sagte, dass eine Welt ohne Rus­s­land es nicht wert wäre zu existieren. Das Prob­lem sind nicht die Worte, son­dern das Pip­pi in den Augen. Das ist wie das “Alles-Nazis-außer-ich”-Augen-Pippi von Ralf Steg­n­er. Daran merkt man, dass die Her­ren nicht mehr ganz bei sich sind. Auch von Ralf Steg­n­er erwarte ich nicht, dass er nackt durch die Fußgänger­zone ren­nt und mit Kot um sich wirft. Ich halte ihn aber auch nicht für vernünftig.

    Putin meint damit, dass er das Auseinan­der­brechen der rus­sis­chen Föder­a­tion fürchtet. Das allein ist nicht son­der­lich abwegig. Das Ganze wird erst dadurch zum Wahn, wenn man es mit anti-west­lichen Ver­schwörungs­the­o­rien auflädt. Diese ganzen Eth­nien des Vielvölk­er­staats Rus­s­land hät­ten nur deshalb ein Inter­esse an ihrer Unab­hängigkeit, weil der böse West­en den Russen weh tun will. Zu der Erzäh­lung gehört, dass die Ukrain­er 2014 nur auf das Treiben west­lich­er Eliten ihren son­st total pop­ulären Präsi­den­ten ver­trieben. Die gle­ichen west­lichen Eliten, die ger­ade auf heimis­chen Ter­ri­to­ri­um alle Trom­meln gerührt haben, um die “Sol­i­darisch­er Herbst”-Demo zu starten, die sich aber nicht ganz zu ein­er Far­ben­rev­o­lu­tion zusam­men­raf­fen ließ. Die gle­ichen west­lichen Eliten, die keine Zuschauer zu Hillary Clin­tons Wahlkampfter­mi­nen lock­en kon­nten. Ja, genau, die Leute, die über alle Kanäle zum über­schaubaren Lamya-Kad­dor-Marsch gegen den islamistis­chen Ter­ror aufriefen.

    Zur gle­ichen Ide­olo­gie gehört ein Wider­spruch. Denn obwohl der West­en erst alle auf­s­tacheln muss, braucht es eine eis­erne Faust, um alles zusam­men zu hal­ten. Rus­s­land an sich gilt den “Patri­oten” offen­bar nicht als attrak­tiv genug, um andere Völk­er frei­willig binden zu kön­nen. Der Lib­er­al­is­mus und die Demokratie hät­ten hier nichts zu suchen und gefährden die Sta­bil­ität. Außer­dem hät­ten die ganzen anderen Völk­er der Erde von Demokratie keine Ahnung. Man hat im Rus­s­land der 1990er was gemacht und es war eine schlechte Zeit; ergo weiß einzig der Russe, weil nur er es pro­biert hat, dass Demokratie nicht klappt.

    Ich frag mich, ob man immer “böse” in sarkastis­chem Ton vor den Namen eines Mannes set­zen muss, der Unter­drück­ung und damit ver­bun­denes Blutvergießen (wie z.B. in Tschetsche­nien) als Vater­land­spflicht sieht, weil er nichts außer Gewalt sieht, das das Land zusammenhält.

    Was bedeutet der “Traum”, dass der alte Bock sich zurückzieht? Er bedeutet, dass Putin sich auf mehrere Villen im Land über das Jahr verteilt und über­all Wall­fahrten von ewiggestri­gen Verblende­ten empfängt. Man kann das dumme Geschwätz um das “inter­na­tionale Strafgericht” jet­zt run­ter­fahren. Das für die Russen ange­blich auch so inakzept­able Ende des Kriegs bedeutet für die Sol­dat­en eine Heimkehr zu ihren Fam­i­lien und für Putin den Weg ins Paradies auf Erden. “Unzu­mut­bar”, find­en seine Fans.

  4. “Die Demokrat­en hat­ten die größte Wäh­ler­mo­bil­isierung der Geschichte der USA hin­gelegt…” Das glaube ich keine Sekunde! Ich lebe in den USA. Die Antifa-Fußtrup­pen der Democ­rats sind genau­so skru­pel­los und total­itär wie ihre Ver­wandten in Europa. Die von den Democ­rats durchge­set­zte Änderung der Wahlge­set­ze — vorge­blich wegen Covid — hat dem Betrug durch fanatisierte Fußtrup­pen Tür und Tor geöffnet. Die Sta­tis­tik spricht eine deut­liche Sprache. Die Wahl vor zwei Jahren ist an mehreren Fron­ten gefälscht wor­den. Da haben viele Leute unko­or­diniert und unaufge­fordert “der Führung zugear­beit­et”. Es ist ein naiv­er deutsch­er Stand­punkt, dass so etwas in einem demokratis­chen Land nicht möglich ist. Wer die US-Behör­den und ihre notorische Kor­rup­tion und Inkom­pe­tenz ken­nt, zweifelt keine Sekunde an der Möglichkeit ein­er Wahlfälschung. Die Mail-in-Bal­lots, die 2019 von den Democ­rats erfun­den wur­den, hät­ten vor einem deutschen Ver­fas­sungs­gericht keinen Bestand gehabt. Zu ein­fach waren sie zu fälschen. Und erzählen sie mir nicht, dass die Gegen­seite ja auch hätte fälschen kön­nen. Repub­li­cans in den USA sind Patri­oten und Chris­ten. Die fälschen nicht. Kaum zu glauben, aber wahr.

    • Die Prak­tiken mögen im Graubere­ich gewe­sen sein, aber “bal­lot har­vest­ing” lässt sich nun­mal leichter in den Bal­lungs­ge­bi­eten durch­führen als irgend­wo im plat­ten West-Texas. Die aus­geweit­ete Briefwahl tat ihr übriges. Und ja, es gab auch echte Fälschun­gen. Wer glaubt, Wahlen gin­gen im West­en immer sauber über die Bühne, hat Berlin noch nicht erlebt. 😉

      • “Wer glaubt, Wahlen gin­gen im West­en immer sauber über die Bühne, hat Berlin noch nicht erlebt. ”

        Da haben Sie allerd­ings Recht. Aber die blauen Großstädte in den USA — und damit natür­lich auch in den Swing States — haben min­destens das Kor­rup­tion­sniveau Berlins. Sieht man sich die Sta­tis­tiken kann, bleibt einem eigentlich nur die Wahl zwis­chen zwei The­sen: Die Wahl wurde in unko­or­diniert­er Basisini­tia­tive gefälscht (es waren ja nur wenige Stim­men dafür notwendig) oder die Demokrat­en haben mit einem senilen, kor­rupten und unbe­liebten Kan­di­dat­en, der im Keller seines Haus­es wirre Botschaften auf Video auf­nahm, und mit ein­er linksradikalen Agen­da im lib­ertärsten Land der Welt eine geschichtlich ein­ma­lige und von kein­er Umfrage vorherge­se­hene Wäh­ler­mo­bil­isierung geschafft, die auss­chließlich den Demokrat­en zugute kam.

        Ich lebe seit sieben Jahren in den USA. Die Sturmtrup­pen der Demokrat­en glauben bis heute ganz ern­sthaft, mit Trump einen Hitler ver­hin­dern zu müssen. Rechtsstaatliche Skru­pel und demokratis­che Ver­fahren sind ihnen wesens­fremd. Eine Fälschung scheint mir doch wesentlich wahrschein­lich­er zu sein als ein Wun­der. Zumal die Amerikan­er eigentlich nie einen wirtschaftlich erfol­gre­ichen Präsi­den­ten abwählen.

Kommentarfunktion ist geschlossen.