Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

18.2.2019: Da kann man ruhig mal klat­schen, Genos­sen!


3.2.2019: Wofür macht man das alles eigent­lich? Das fragte neulich auch ein befreun­de­ter Autor und wollte wissen, wen man mit der hier all­ge­gen­wär­ti­gen Medien-, Staats- und Par­tei­kri­tik eigent­lich zu irgend etwas bringen kann. Wahl­weise zum Umden­ken, Aus­ste­hen, Laut werden oder Pro­tes­tie­ren. Ich neige ja ehr­li­cher­weise auch dem Pes­si­mis­mus zu, was nicht aus­blei­ben kann, wenn man sich seit Jahren vor­wie­gend mit den Idio­tien und ideo­lo­gi­schen Ver­stie­gen­hei­ten von Leuten aus­ein­an­der­setzt, die „gestal­ten“ wollen und eine „Agenda“ haben. Was nützt der Spott oder das Zitat einer inhalt­li­chen Unge­heu­er­lich­keit? Wen erreicht man wirk­lich? Doch gele­gent­lich springt ein Funke über, wie in dem Bei­spiel, das ich kurz skiz­zie­ren möchte. Anläss­lich der letzten Islam­kon­fe­renz berich­tete ich über eine gera­dezu unge­heu­er­li­che Ent­glei­sung der DTA (Deutsch-Tür­ki­sche Aka­de­mi­ker) gegen­über Serap Güler, der Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten in NRW. Den Artikel las auf achgut​.com auch Martina Lenzen-Schulte, die sich bei mir meldete, um sich bezüg­lich der Quellen des Arti­kels zu ver­ge­wis­sern – ein lobens­wer­tes Vor­ge­hen, dabei war der Begriff „Relo­tiade“ noch gar nicht erfun­den. Die Vor­gänge rund um die Islam­kon­fe­renz und der Umgang mit Frau Güler, der auch mich erzürnte, hat nun Frau Lenzen-Schulte zur wei­te­ren Recher­che zu einem phä­no­me­na­len Artikel ver­an­lasst, den sie heute in „The European“ ver­öf­fent­lichte. Jedem, der wissen möchte, warum ich mir seit Jahren die Finger wund schreibe, sei dieser Artikel emp­foh­len. Genau deshalb mache ich das! Danke, Martina Lenzen-Schulte!


1.2.2019: Der Sozia­lis­mus ist auf dem Vor­marsch und am nächs­ten ist er uns in Berlin-Bran­den­burg, denn dort wird er am kon­se­quen­tes­ten geplant. Dachte die Repu­blik noch, der Ber­li­ner Flug­ha­fen käme wegen Schlam­pe­rei nicht ans Fliegen, sieht das im Licht der Funzel des Ber­li­ner Pla­nungs­bü­ros und seiner Fünf­jahr­pläne nun noch mehr nach Absicht aus. Der soll gar nicht fliegen! Fliegen erzeugt viel zu viel CO2. Genau wie Auto­fah­ren. Deshalb soll das Umland von Berlin nur noch dort wachsen dürfen, wo die Bahn (ver­spä­tet) fährt. Der Auto­ver­kehr wird abge­schafft und kom­plett aus der Planung genom­men. Straßen mit Anbin­dung an Berlin? Braucht eh keine Sau und die Leute werden dem Bran­den­bur­gi­schen Minis­ter­prä­si­den­ten und dem Ber­li­ner OB die Füße küssen, dass sie an der Demo­bi­li­sie­rung der Gesell­schaft mit­wir­ken dürfen. Minis­ter­prä­si­dent befiehl, wir folgen! Die poli­ti­sche Abschaf­fung des Autos als weitere Folge des Fort­set­zungs­ro­mans „BRD goes DDR” habe ich schon seit Monaten im Kopf. Die Rea­li­tät in der toxi­schen Nähe zu Berlin kommt meinen Dys­to­pi­schen Alb­träu­men aller­dings immer schnel­ler immer näher.


22.1.2019: Han­no­ver setzt sich an die Tabel­len­spitze! Nicht im Fußball, wohl aber in der Gender-Liga! Keine Red­ner­pulte mehr, nur noch Rede­pulte, keine Wähler mehr, sondern Wäh­lende. Alle Leh­ren­den, Pfle­gen­den und weitere Steu­er­zah­len­den werden spontan Fra­gen­den, die wissen wollen, ob die Bür­ger­meis­tern­den noch alle Tas­sen­den in den Schrän­ken­den haben!


13.1.2019: Die Ener­gie­wende zer­frisst die Reste der deut­schen Schwer­indus­trie. Alu- und Kupfer-Hütten, Glas­werke, Walz­werke und ähn­li­che ener­gie­in­ten­sive Unter­neh­men werden von den Netz­be­trei­bern als „Abschalt­bare Lasten“ bezeich­net. Diese können, wenn es zu soge­nann­ten Pro­gno­se­feh­lern kommt, binnen 15 Minuten vom Netz genom­men werden, um bei feh­len­dem Ener­gie­an­ge­bot, weil Sonne und Wind die Netz­sta­bi­li­tät nicht auf­recht­erhal­ten und nicht schnell Reser­ven zuge­schal­tet werden können. Last­ab­wurf nennt man den Vorgang, der dafür sorgt, dass in den Büros, Par­tei­zen­tra­len und Uni­ver­si­täts­ge­bäu­den, in denen die Ener­gie­wende erson­nen wurde (beinahe hätte ich „geplant“ geschrie­ben), die Lichter nicht aus­ge­hen. Die Schäden für die Unter­neh­men sind immens und sie bleiben darauf sitzen. Wir reden hier nicht nur von Pro­duk­ti­ons­aus­fäl­len, sondern von echten Sach­schä­den an den Anlagen. 78 Zwangs­ab­schal­tun­gen allein bei „Hydro Alu­mi­nium“ in Neuss und das ist erst der Anfang. Während die indok­tri­nier­ten Bürger noch glauben, die Ener­gie­wende gehe doch gut voran, gehen in der deut­schen Indus­trie bereits die Lichter aus. Denn eines ist klar: wenn die Pro­duk­tion von Alu­mi­nium, Glas, Kupfer, Zement oder Stahl und andere kon­ti­nu­ier­li­che Pro­zesse in Deutsch­land nicht mehr funk­tio­niert, werden die Unter­neh­men abwan­dern oder sich für die Aus­fälle ent­schä­di­gen lassen wollen. Letz­te­res aber eher kurz­fris­tig, weil kein Gramm Kupfer jemals durch Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen geschmol­zen wird. Die Ener­gie­wende wird uns also auf jeden Fall noch teuer zu stehen kommen. Als Ver­brau­cher, als Beschäf­tigte in der Indus­trie und als Steu­er­zah­ler.


12.1.2019: Bulette statt Smoot­hie? Aus­ge­präg­tes Leis­tungs­den­ken? Höhere Risi­ko­be­reit­schaft als ein durch­schnitt­li­cher Soja-Latte-Schlürfer? Dann leidest du wahr­schein­lich unter toxi­scher Männ­lich­keit und brauchst drin­gend Hilfe! Erkenne, dass Männ­lich­keit ein Kon­strukt ist, checke deine Pri­vi­le­gien, reflek­tiere deine Macht, fang an zu heulen und suche endlich eine Ärztin auf! Du kannst ja jeman­den mit­neh­men, der dir die Hand hält, du Schluffi! Wer das alles fordert, willst Du wissen? Katha­rina Alex­an­der natür­lich! Die kommt aus Hamburg, kennt sich mit inter­sek­tio­na­lem Femi­nis­mus aus und pflegt Zim­mer­pflan­zen zu Tode. Und Männer natür­lich, diese bier­trin­ken­den, bulet­ten­fres­sen­den Sozi­al­kon­strukte. Die Artikel der ze​.tt, wie bento Zen­tral­or­gan der Genera­tion Gen­der­stern­chen, muss man bom­ben­si­cher archi­vie­ren, um eines Tages den Archäo­lo­gen die Feld­ar­beit zu erleich­tern, wenn sie her­aus­fin­den wollen, wie unsere Zivi­li­sa­tion unter­ging und ab wann Männer wie Frauen nicht mehr danach beur­teilt wurden, wie gut sie sich um ihre Fami­lien, ihre Gemeinde ihre Pro­fes­sion und ihr Land sorgten, sondern welchen pH-Wert ihre Tränen hatten. Oder aber wie ziehen endlich die Reiß­leine und lassen ze​.tt und bento den Weg der Huf­fing­ton-Post gehen, in den Orkus des gnä­di­gen Ver­ges­sens, wo sie hin­ge­hö­ren.


immer noch 10.1.2019: Ein Gespräch von Gunnar Kaiser mit Moritz Neu­meier.
Der Moritz ist wie eine Reis­waf­fel. Viel Volumen, wenig Geschmack und wenn man es mal schafft, die Zähne rein­zu­schla­gen, staubt es so, dass man husten muss und aus dem Konzept kommt. Inhalt­lich wenig Kon­kre­tes jeden­falls. Dabei viele Kate­go­rie­feh­ler, von denen mir einer beson­ders sauer auf­ge­sto­ßen ist:
Wenn ich Angst vor dem Auto­fah­ren habe, fahre ich vor­sich­tig, kaufe mir einen fetten SUV oder fahre Bahn. Wenn ich, wie Neu­meier, Angst vor dem Bahn­fah­ren habe, fahre ich mit dem Auto (hört, hört!). Wer in Köln Angst vor dem Ertrin­ken hat, weil der Rhein so tief ist, der kann natür­lich an die Wupper ziehen. Aus­wei­chen ist möglich, eine Risi­ko­ein­schät­zung führt zur Ver­hal­tens­än­de­rung, die mein Leben nicht negativ beein­flus­sen. Aber ist das mit der Angst vor Terror auch so? Wie ver­mei­det man die? Die Hilf­lo­sig­keit bei der Beant­wor­tung dieser Frage kann man auf Weih­nachts­märk­ten und Ver­an­stal­tun­gen aller Art beob­ach­ten. Man kann ja noch aus­wan­dern, wenn man es kann. Machen mitt­ler­weile mehr, als der GEZ lieb sein kann, denn die die abhauen, sind nicht von der Zwangs­be­glü­ckung befreit – anders als die, die kommen. Und was, wenn eine Angst gar nicht auf mich selbst bezogen ist, sondern meine Kinder, Familie, Freunde, das Dorf oder meinen Sport­ver­ein betrifft? Was, wenn sich die ganze Gesell­schaft in eine Rich­tung bewegt, in der die sozia­len Inter­ak­ti­ons­kos­ten von Jahr zu Jahr steigen, die „gesell­schaft­li­chen Divi­den­den“ aber immer kleiner werden? Grup­pen­sit­zung mit Moritz, dass die Angst an einer Pilz­ver­gif­tung zu sterben, höher ist? Für jeman­den, dessen mora­li­scher Eck­pfei­ler nach eigener Aussage Empa­thie ist, kommt er ziem­lich ego­zen­trisch rüber. Die Ratio­na­li­tät ver­lässt er nur, wenn es ans eigene Leder gehen könnte, indem er Bahn fährt oder zum Äußers­ten, dem Aus­wan­dern greifen würde, um seine Wohl­fühl­blase nicht zu gefähr­den. Andere sind nicht so mobil, können nicht nach Gru­ne­wald ziehen und stehen auch nicht auf der Bühne, sondern müssen beim Besuch eines Neu­meier-Abends durch eine Sicher­heits­kon­trolle durch oder dürfen beim Besuch des Weih­nachts­mark­tes ihren Glüh­wein auf einem Beton­pol­ler abstel­len. Das alles sollte natür­lich nichts mit einem machen, meint Moritz. All die Bedro­hun­gen kommen „on top“, also zusätz­lich zu Auto­un­fäl­len, Blitz­ein­schlä­gen, Ertrin­ken in Köln und deut­schen Ver­ge­wal­ti­gern mit Kar­tof­fel­hin­ter­grund.
Bei all seinen schlauen Aus­weich-Sprü­chen bleibt Neu­meier doch immer schön im Unkon­kre­ten, was er mit seinen Über­trei­bun­gen perfekt aus­schmückt. Dort fühlt er sich sicher, dort ist Elo­quenz ent­schei­den­der als Fak­ten­si­cher­heit. Sein wich­tigs­ter Beitrag zur Gegen­warts­spra­che ist deshalb auch nicht „Das ist doch nicht links, sondern logisch“, sondern „Das hab‘ ich nicht gesagt“.


10.1.2019: Jedem Figür­chen sein Abi­tür­chen. Genera­tion Snow­flake und Genera­tion Allah treffen auf Genera­tion „Leis­tung wird über­be­wer­tet”. Wer wissen will, warum Bil­dungs­ab­schlüsse in isla­mi­schen Länder (aus vielen anderen Gründen natür­lich auch) oft das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt werden, der schaue sich die Ent­wick­lung in Deutsch­land an. Um Noten­druck, Frus­tra­tion und Leis­tungs­un­ter­schiede zu ver­mei­den, sollte zwi­schen der Ein­schu­lung und der Einser-Abitur-Feier am besten nur ein großer, kusche­li­ger Haufen Watte liegen, der von „Kumbaya” träl­lern­den Sozi­al­be­treu­ern, Event-Ver­an­stal­tern und Glücks­kä­fern umkreist wird. Am Ende steht dann der garan­tierte Stu­di­en­platz für Gen­de­ro­lo­gie und ver­glei­chende Frei­zeit­wis­sen­schaf­ten mit Voll­pen­sion an einer Elite-Uni in der Karibik. Das Leben könnte so schön sein…!


2.1.2019: Wer Israel schon einmal besucht hat und zudem die dor­ti­gen Wehr­diens­ge­setze kennt, wundert sich nicht über die im Stadt­bild all­ge­gen­wär­ti­gen oliv­grü­nen Uni­for­men. Wer die Geschichte Israels und die Feind­se­lig­keit seiner Nach­barn kennt, wundert sich indes nicht über diese Wehr­ge­setz­ge­bung, die (fast) alle jungen Erwach­se­nen in die IDF ein­zieht, Männer wie Frauen. Es sei hier nur am Rande erwähnt, dass ich die Ver­wei­ge­rung gewis­ser ultra­or­tho­do­xer Juden, Wehr­dienst zu leisten, nicht nach­voll­zie­hen kann. Denn die Geschichte zeigte über­deut­lich, dass der Anti­se­mi­tis­mus keinen Unter­schied zwi­schen bewaff­ne­ten und unbe­waff­ne­ten Juden macht. Aber das ist Sache der Israe­lis, nicht meine.

Meine Sache ist es schon eher, wenn sich eine deut­sche Dozen­tin an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem dazu berufen fühlt, eine Stu­den­tin wegen der IDF-Uniform, die sie trägt, zu maß­re­geln. Die „Jüdi­sche All­ge­meine“ berich­tet wie folgt:
„Ein ara­bi­scher Kom­mi­li­tone hatte die junge Frau wegen ihrer Uniform mitten im Unter­richt beläs­tigt und belei­digt, weshalb sich diese an Hilf­rich [Dr. Carola Hilf­rich] wandte und um Unter­stüt­zung bat. Doch damit war sie wohl an die Falsche geraten. »Sie können doch nicht ernst­haft so naiv sein und ver­lan­gen, wie eine Zivi­lis­tin behan­delt zu werden, wenn Sie hier in Uniform erschei­nen«, blaffte Hilf­rich die Stu­den­tin an.“

Das muss man erst mal sacken lassen. Laut Frau Hilf­rich ent­schei­det also eine Uniform der IDF, ob jemand belei­digt werden darf, oder nicht. Dum­mer­weise ent­schei­det aber seit 70 Jahren gerade die Anzahl dieser Uni­for­men und deren Präsenz und Ein­satz­be­reit­schaft darüber, ob an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem über­haupt ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­ten unter­rich­tet werden können! Die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten der IDF sichern die kom­mo­den Bedin­gun­gen, unter denen euro­päi­sche Lite­ra­tur-Pro­fes­so­ren, NGO-Akti­vis­ten, ARD-Nah­ost­kor­re­spon­den­ten und Toden­hö­fer-Jürgens ihrer Lieb­lings­be­schäf­ti­gung nach­ge­hen können: Juden dran­zu­krie­gen, die sich nicht so beneh­men, wie es die Anti­se­mi­ten von ihnen erwar­ten. Die rich­tige Reak­tion, werte Frau Hilf­rich, wäre es gewesen, den pöbeln­den Araber mit fol­gen­den Worten aus dem Hörsaal zu werfen. „Es ist das Ver­hal­ten von Männern wie Ihnen, die es not­wen­dig machen, dass israe­li­sche Frauen 21 Monate Uniform tragen müssen. Ändern Sie Ihre Haltung oder Ihre Erwar­tun­gen oder ver­las­sen Sie nicht nur diese Uni­ver­si­tät, sondern besser gleich das Land.“