Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

8.4.2019: Klima-News, 11.254 b.c.: „Exper­ten warnen. Geht die globale Erwär­mung so weiter, könnte die Dicke des Eis­schil­des bald nur noch wenige hundert Meter betra­gen. Schmelz­was­ser über­flu­tet weite Teile der Land­schaft und macht sie für alle Zeiten unbe­wohn­bar. Das Wasser bildet ste­hende Gewäs­ser, soge­nannte Seen, in denen sich Mücken explo­si­ons­ar­tig ver­meh­ren, die Sedi­mente des geschmol­ze­nen Eises wehen als giftige Fein-Stäube (Lös) durch die Lande und ver­rin­gern die durch­schnitt­li­che Lebens­er­war­tun­gen unserer Jäger und Sammler um eine Mond­länge auf 27 Son­nen­jahre. Das gesamte Öko­sys­tem der Erd­scheibe ist in Gefahr, es droht die Aus­lö­schung der Mensch­heit. Anhän­ger der Moos-Scha­ma­nen (Grüne) sind der Meinung, der Mensch sei die Ursache für die Kata­stro­phe, weil er ja unbe­dingt dieses neu­mo­di­sche Feuer ver­wen­den wolle. Ja schlim­mer noch, bereits der auf­rechte Gang sei das Grund­übel, weshalb alle wieder auf allen vieren krab­beln und Moss fressen sollten, um die Kata­stro­phe abzu­wen­den. Anton Moos­rei­ter krit­zelte an die Höh­len­wand des Häupt­lings die Losung „Ohne Moos nix los” und for­derte die Jäger auf, statt mit neu­mo­di­schen im Feuer gehär­te­ten Speeren lieber mit Son­nen­strah­len zu jagen. Kli­ma­höh­len­ma­ler Schel­len­hu­ber erklärt besorgt: „Jeder darf noch zwei Eis­wür­fel in sein Getränk tun, dann ist das Kon­tin­gent der Mensch­heit erschöpft.”
Das ist übri­gens der Grund, warum der Gin Tonic erst im 20. Jahr­hun­dert wie­der­ent­deckt wurde…
…inter­es­sant auch, dass gerade in den Alpen die Glet­scher immer wieder Bäume frei­ge­ben, die dort vor einigen tausend Jahren wuchsen. Allein die Baum­grenze lag früher schon deut­lich höher. Man findet diese Bäume (oder die Reste davon) noch in der Erde ver­wur­zelt und sie hatten Zeit, dort teil­weise mehrer hundert Jahre alt zu werden. Soviel zur Sin­gu­la­ri­tät unseres Kli­ma­ho­lo­zän und der antro­po­ge­nen Kli­ma­ka­ta­stro­phe und der Glet­scher­schmelze, lieber Focus!


1.4.2019: Stutt­gart (dap). Auf Drängen der grünen Lan­des­re­gie­rung setzte Bil­dungs­mi­nis­te­rin Eisen­mann (CDU) bei der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz durch, dass ab dem Schul­jahr 2019/2020 das Cur­ri­cu­lum im Fach Bio­lo­gie den Anfor­de­run­gen einer sich wan­deln­den Gesell­schaft ange­passt wird. Die soge­nannte „Pho­to­syn­these“ wird zur Theorie zurück­ge­stuft und aus dem Lehr­plan genom­men. Die unwis­sen­schaft­li­che Behaup­tung, grüne Pflan­zen würden das kar­zi­no­gene Kli­ma­kil­ler- und Luft­ver­schmut­zungs­mo­le­kül CO2 in Glukose und Sauer­stoff umwan­deln, könne der ein­ge­hen­den Prüfung grüner Fach­gre­mien nicht länger stand­hal­ten. Zuletzt sei auch eine lang­jäh­rige Studie mit Wün­schel­ru­ten und Ener­gie­pen­deln zu der abschlie­ßen­den und unum­stöß­li­chen Wahr­heit gelangt, Pflan­zen bräuch­ten nur Licht, Wind, Wasser (also Erneu­er­bare Ener­gien) und Liebe um zu wachsen, so Eisen­mann. Die not­wen­dige Neu­an­schaf­fung der Bio­lo­gie­bü­cher der Jahr­gangs­stu­fen 7 und 8 wird finan­ziert von der Stif­tung „Wind­kraft? Mehr davon!“, deren Vor­sit­zen­der Milan Schla­ge­tod der Minis­te­rin für ihr Enga­ge­ment dankte.


29.3.2019: Eine Schwalbe macht keinen Sommer, eine Kor­re­la­tion ist noch lange kein Kau­sal­zu­sam­men­hang und 3,7 mm Mee­res­spie­gel­an­stieg lassen Mosam­bik nicht knie­tief im Wasser ver­sin­ken. Aber langsam bin ich es leid, gegen die Kli­ma­pa­nik anzu­schrei­ben und auf Phä­no­mene wie Post­gla­ziale Hebung, exzes­sive Grund­was­ser­nut­zung, mise­ra­blen Küs­ten­schutz, Gezei­ten, Erosion, Vul­ka­nis­mus, Plat­ten­tek­to­nik uvm. zu ver­wei­sen. Ja, der Mee­res­spie­gel steigt, das tut er aber schon seit min­des­tens 10.000 Jahren. Nein, nicht überall und auch nicht gleich­mä­ßig und wenn es auch teil­weise mensch­li­che Ursa­chen dafür gibt, dann nicht den anthro­po­ge­nen Kli­ma­wan­del, sondern mensch­li­che Dumm­heit (siehe Küs­ten­schutz). Außer­dem frage ich mich, wie man der rein sta­tis­tisch ermit­tel­ten Zahl von 3,7 mm derart apo­dik­ti­sche Bedeu­tung zumes­sen kann, wo doch schon die Mess­feh­ler auf­grund der Wel­len­be­we­gun­gen der Meere um ein Viel­fa­ches größer sind. Aber bitte sehr, bleibt bei eurer Panik­ma­che. Gebt der Mensch­heit „noch zehn Jahre“ bis zum Unter­gang, so wie ihr das schon seit 1995 tut, ohne dass auch nur eine eurer Pro­gno­sen je ein­ge­tre­ten wäre – ebenso wie bisher JEDE Modell­rech­nung des IPCC daneben lag.


25.3.2019: Berlin bekommt eins auf den Deckel
Liebe Leser, falls Sie in Berlin leben: schauen sie drin­gend unter ihrem Bett nach, ob sich dort nicht das Mie­ten­mons­ter wohnt, um ihre Träume zu stehlen. Falls die dort eins finden, gegen sie zur SPD-Frak­tion des Senats und lassen sie sich diese ihre Träume aus dem volks­ei­ge­nen Staub­sauer­beu­tel der beklopp­ten Ideen klauben. Denn nir­gends ist Politik der SPD infan­ti­ler als in Berlin, wo sie längst Alltag, Träume und Exis­tenz von Bürgern und Inves­to­ren bedroht. Denn Vor­sicht! Der „Mie­ten­de­ckel“, den Sozi-Super­girl dem Mie­ten­mons­ter ver­pas­sen möchte, sieht nicht zufäl­lig wie ein Bier­de­ckel aus, er funk­tio­niert auch so! Denn am Ende muss die Striche auf dem Deckel jemand bezah­len. Wie es wohl weiter geht? Werden in Berlin Wohn­be­rech­ti­gungs­scheine vom Himmel fallen? Wird es in Berlin auf­hö­ren zu regnen, wenn das Mie­ten­mons­ter tot ist? Warum trägt Sawsan Chebli eine rote Maske, wenn sie doch überall erkannt werden will? Kann die SPD wirk­lich fliegen und wem muss man für diesen ham­mer­blö­den Film eigent­lich bis zum jüngs­ten Tag mit der flachen Hand locker gegen die Stirn klat­schen? Bleiben Sie deshalb unbe­dingt dran für den nächs­ten Teil der Sozi-Super­girl-Super­hel­d­en­gaga aus dem Hause Müller.


23.3.2019: Nach blu­ti­gen Ter­ror­an­schlä­gen ist es seit einigen Jahren gute west­li­che Tra­di­tion, für das Gegen­teil dessen zu demons­trie­ren, für was die Morde began­gen und gerecht­fer­tigt wurden. Wenn into­le­rante, reli­giös hirn­ver­lö­tete Selbst­mord­at­ten­tä­ter sich und andere in die Luft spren­gen, reagiert die Öffent­lich­keit bei­spiels­weise stets mit Tole­ran­ze­dik­ten und Jetzt-erst-recht-tiraden. Da ganz Neu­see­land von der Pre­mier­mi­nis­te­rin bis zur Poli­zis­tin nun Kopf­tuch trägt, muss der Mas­sen­mör­der von Christ­church wohl für die Befrei­ung der mus­li­mi­schen Frau vom reli­giös-tri­ba­len Patri­ar­chat ein­ge­tre­ten sein, weshalb man nun das Kopf­tuch als Zeichen für den Sieg eben dieses ver­bohr­ten reli­giös ver­bräm­ten Patri­ar­chats anlegt. Werden ehe­ma­lige Mus­li­mas in Neu­see­land, die es schaff­ten, das Kopf­tuch abzu­le­gen, um frei und selbst­be­stimmt zu leben, nun scheel ange­schaut, weil sie sich dem Gebot der Soli­da­ri­tät nicht beugen? Eigen­ar­tig diese Sym­bo­lik, oder? So voller dop­pel­ter Böden…ob Jacinda Ardern sich darüber bewusst ist, welche ver­schie­de­nen Ebenen die Begeis­te­rung hat, wenn ihr Kon­ter­fei samt Schleier auf dem Burj Khalifa in Dubai prangt?


16.3.2019: Von Licht allein leben? Natür­lich Blöd­sinn! Man muss schon auch das Kli­ma­gas CO2 essen, Wurzeln schla­gen und rasch mit der Pho­to­syn­these anfan­gen. Das muss der Weg sein, der den Kli­ma­ret­tern vor­be­stimmt ist. Schon mal drüber nach­ge­dacht, dass Fußpilz ein Fin­ger­zeig sein könnte, eine Sym­biose zur Nah­rungs­auf­nahme ein­zu­ge­hen, wie viele Bäume das mit ihren Füßen (Wurzeln) auch tun? Also, liebe Kli­ma­ret­ter, statt das CO2 zu ver­teu­feln, esst es! Und die Hände immer schön zum Himmel und den Schritt zur Wiese hin öffnen. Wohl bekomm’s!


13.2.2019: „Keiner blickt mehr durch bei diesem Brexit-Wirrwar, ich höre schon gar nicht mehr zu!“ Solche Worte hört man häufig dieser Tage. Deal, No-Deal, Ver­län­ge­rung, Elf­me­ter­schie­ßen, Münze werfen…und in der Tat ist noch nichts ent­schie­den. Am Ende läuft jedoch alles auf vier Wege hinaus:
1 und 2) Sollte es irgend­ei­nen Deal geben, wird die EU im Fall von „Rising UK“ sagen, dass der Deal dies bewirkte. Fällt das König­reich jedoch in eine lange Depres­sion, wird man in der EU behaup­ten, dass es ohne Deal noch schlim­mer gekom­men wäre.
3 und 4) Gibt es am Ende keinen Deal, würde man in Brüssel eine Rezes­sion in Groß­bri­tan­nien allein dem Brexit zuschie­ben. Ginge es ohne Deal aber auf­wärts mit der Wirt­schaft, wäre das wohl der Anfang vom Ende der EU wie wir sie kennen. Ein Aus­tritt ohne erpres­se­ri­sche Kne­be­lung ist dann erwie­sen möglich und gleich­zei­tig der Beweis erbracht, dass es auch ohne EU geht. Das wäre wie die Tür hinter dem Hori­zont in der „Trueman-Show“ oder ein Wind­hund, der beim Rennen die Hasen­pfote erwischt – ein Red-Pill-Ereig­nis. Ein Deal mit Groß­bri­tan­nien, egal wie er aus­fällt und ob er am Ende viel­leicht nur den Import von Peter­si­lie regelt, ist wichtig für die EU-Büro­kra­tie, denn so behält sie die Deu­tungs­ho­heit über die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Briten und eine Beru­hi­gungs- oder Droh­ku­lisse gegen weitere Segre­ga­tio­nen. Ein „No-Deal-Brexit“ ist mit­tel­fris­tig eine 50:50 Wette auf den Bestand der EU.


12.3.2019: Buch­stäb­lich jedes mal, wenn ich einen neuen Artikel ver­öf­fent­li­che, ver­liere ich Abon­nen­ten meines News­let­ters. Gleich­zei­tig tragen sich neue Abon­nen­ten ein. Das Net­top­lus ist gering, aber vor­han­den. Ich sehe das als Indiz dafür, dass ich reihum irgend­wann jedem mal derart auf die Füße trete, dass man lieber nichts mehr von mir lesen möchte. Das ist gut, denn ich möchte nicht eines Tages fest­stel­len müssen, dass ich auch nur eine Gele­gen­heit zum Frei­stoß aus­ge­las­sen habe. Bevor ich mich behag­lich in einem Mei­nungs­kor­ri­dor ein­richte, wo es wegen der befoh­le­nen fest geschlos­se­nen Reihen schnell eng wird, ver­derbe ich es mir lieber mit allen und habe eine Gedan­ken­länge Sicher­heits­ab­stand in alle Rich­tun­gen.


12.3.2019: Am 11. März 2011 müssen die Kühl­sys­teme in Fuku­shima voller Cola und Bier gewesen sein, weshalb sie dann anlass­los kol­la­bier­ten. Die Geschichte ging übri­gens so weiter: der Kollaps des AKW löste einen Tsunami und ein Erd­be­ben der Stärke 9,1 aus, bei denen zum Glück niemand mehr zu Schaden kam. Logisch! Die Opfer waren ja schon durch die Atom­ka­ta­stro­phe gestor­ben! Lan­des­zen­trale poli­ti­sche Ein­bil­dung! Kann man sich nicht aus­den­ken!


4.3.2019: Tim Pool liegt richtig wenn er sagt, dass die Demo­kra­tin AOC alias Ocasio-Cortez momen­tan die beste Waffe der Reps gegen die Dems ist. Die Demo­kra­ten schie­ben sie auch noch frei­wil­lig ins Schau­fens­ter und machen jeden Mist mit, den sie ver­zapft – auch wenn es ihnen in den Umfra­gen massiv schadet. Da wird offen­bar in Amerika gerade ein gigan­ti­scher Schulz­zug aufs Gleis 2020 gesetzt… Ocasio-Cortez setzt sich auch an die Spitze des Pro­tes­tes in New York, die eine Inves­ti­tion von Amazon ver­hin­dern wollen – und zwar mit der öko­no­misch hirn­ris­si­gen Begrün­dung, die drei Mil­li­ar­den Steu­er­erleich­te­rung, die die Stadt Bezos zuge­sagt hat (über einen Zeit­raum von meh­re­ren Jahren), solle die Stadt besser in Schulen und die U-Bahn inves­tie­ren. Man kann aber keinen RABATT auf Steuern INVESTIEREN, die man nicht ein­nimmt, weil das Geschäft über­haupt nicht zustande kommt! So viel öko­no­mi­scher Unver­stand ist natür­lich Wasser auf Mühlen, oder wie Bill Clinton sagen würde „It’s the economy, stupid!”
Ach, übri­gens: laut Gallup ist die Anzahl der US-Staaten, die mehr­heit­lich uns SICHER demo­kra­tisch wählen, von 9 auf 6 gesun­ken. Und das alles, während und SPON, SZ und Tages­schau jeden Tag erzäh­len, morgen oder spä­tes­tens über­mor­gen sei Trump aus dem Amt ver­trie­ben und suche bei Putin Asyl.


1.3.2019: Ob wohl die Berater, die Von der Leyen in der Bera­teraf­färe beraten, Berater haben, die ihnen von diesem Job abge­ra­ten haben? Darüber ist leider nichts bekannt. Aller­dings geht der Wan­der­po­kal für die skur­rilste Head­line des Tages an den Spiegel: „Von der Leyen heuert Berater für Bera­teraf­färe an“ kann heute nicht mehr über­trof­fen werden. Nur die Regie­rungs-Rea­li­tät ist noch krasser. Was hier so abgeht, lässt sich bald gar nicht mehr in Worte fassen.


21.2.2019: Nur zur Ein­ord­nung: die ARD gibt 120.000 € für ein Sprach­kon­zept aus, mit dessen Hilfe sich die Zwangs­bei­träge beim Bürger besser anfüh­len sollen und die Bereit­schaft zu Bei­trags­er­hö­hun­gen steigt. Die Idee muss von Homöo­pa­then ent­wi­ckelt worden sein. Die sagen auch: was schadet, hilft! Irre, oder?


18.2.2019: Da kann man ruhig mal klat­schen, Genos­sen!


3.2.2019: Wofür macht man das alles eigent­lich? Das fragte neulich auch ein befreun­de­ter Autor und wollte wissen, wen man mit der hier all­ge­gen­wär­ti­gen Medien-, Staats- und Par­tei­kri­tik eigent­lich zu irgend etwas bringen kann. Wahl­weise zum Umden­ken, Aus­ste­hen, Laut werden oder Pro­tes­tie­ren. Ich neige ja ehr­li­cher­weise auch dem Pes­si­mis­mus zu, was nicht aus­blei­ben kann, wenn man sich seit Jahren vor­wie­gend mit den Idio­tien und ideo­lo­gi­schen Ver­stie­gen­hei­ten von Leuten aus­ein­an­der­setzt, die „gestal­ten“ wollen und eine „Agenda“ haben. Was nützt der Spott oder das Zitat einer inhalt­li­chen Unge­heu­er­lich­keit? Wen erreicht man wirk­lich? Doch gele­gent­lich springt ein Funke über, wie in dem Bei­spiel, das ich kurz skiz­zie­ren möchte. Anläss­lich der letzten Islam­kon­fe­renz berich­tete ich über eine gera­dezu unge­heu­er­li­che Ent­glei­sung der DTA (Deutsch-Tür­ki­sche Aka­de­mi­ker) gegen­über Serap Güler, der Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten in NRW. Den Artikel las auf achgut​.com auch Martina Lenzen-Schulte, die sich bei mir meldete, um sich bezüg­lich der Quellen des Arti­kels zu ver­ge­wis­sern – ein lobens­wer­tes Vor­ge­hen, dabei war der Begriff „Relo­tiade“ noch gar nicht erfun­den. Die Vor­gänge rund um die Islam­kon­fe­renz und der Umgang mit Frau Güler, der auch mich erzürnte, hat nun Frau Lenzen-Schulte zur wei­te­ren Recher­che zu einem phä­no­me­na­len Artikel ver­an­lasst, den sie heute in „The European“ ver­öf­fent­lichte. Jedem, der wissen möchte, warum ich mir seit Jahren die Finger wund schreibe, sei dieser Artikel emp­foh­len. Genau deshalb mache ich das! Danke, Martina Lenzen-Schulte!


1.2.2019: Der Sozia­lis­mus ist auf dem Vor­marsch und am nächs­ten ist er uns in Berlin-Bran­den­burg, denn dort wird er am kon­se­quen­tes­ten geplant. Dachte die Repu­blik noch, der Ber­li­ner Flug­ha­fen käme wegen Schlam­pe­rei nicht ans Fliegen, sieht das im Licht der Funzel des Ber­li­ner Pla­nungs­bü­ros und seiner Fünf­jahr­pläne nun noch mehr nach Absicht aus. Der soll gar nicht fliegen! Fliegen erzeugt viel zu viel CO2. Genau wie Auto­fah­ren. Deshalb soll das Umland von Berlin nur noch dort wachsen dürfen, wo die Bahn (ver­spä­tet) fährt. Der Auto­ver­kehr wird abge­schafft und kom­plett aus der Planung genom­men. Straßen mit Anbin­dung an Berlin? Braucht eh keine Sau und die Leute werden dem Bran­den­bur­gi­schen Minis­ter­prä­si­den­ten und dem Ber­li­ner OB die Füße küssen, dass sie an der Demo­bi­li­sie­rung der Gesell­schaft mit­wir­ken dürfen. Minis­ter­prä­si­dent befiehl, wir folgen! Die poli­ti­sche Abschaf­fung des Autos als weitere Folge des Fort­set­zungs­ro­mans „BRD goes DDR” habe ich schon seit Monaten im Kopf. Die Rea­li­tät in der toxi­schen Nähe zu Berlin kommt meinen Dys­to­pi­schen Alb­träu­men aller­dings immer schnel­ler immer näher.


22.1.2019: Han­no­ver setzt sich an die Tabel­len­spitze! Nicht im Fußball, wohl aber in der Gender-Liga! Keine Red­ner­pulte mehr, nur noch Rede­pulte, keine Wähler mehr, sondern Wäh­lende. Alle Leh­ren­den, Pfle­gen­den und weitere Steu­er­zah­len­den werden spontan Fra­gen­den, die wissen wollen, ob die Bür­ger­meis­tern­den noch alle Tas­sen­den in den Schrän­ken­den haben!


13.1.2019: Die Ener­gie­wende zer­frisst die Reste der deut­schen Schwer­indus­trie. Alu- und Kupfer-Hütten, Glas­werke, Walz­werke und ähn­li­che ener­gie­in­ten­sive Unter­neh­men werden von den Netz­be­trei­bern als „Abschalt­bare Lasten“ bezeich­net. Diese können, wenn es zu soge­nann­ten Pro­gno­se­feh­lern kommt, binnen 15 Minuten vom Netz genom­men werden, um bei feh­len­dem Ener­gie­an­ge­bot, weil Sonne und Wind die Netz­sta­bi­li­tät nicht auf­recht­erhal­ten und nicht schnell Reser­ven zuge­schal­tet werden können. Last­ab­wurf nennt man den Vorgang, der dafür sorgt, dass in den Büros, Par­tei­zen­tra­len und Uni­ver­si­täts­ge­bäu­den, in denen die Ener­gie­wende erson­nen wurde (beinahe hätte ich „geplant“ geschrie­ben), die Lichter nicht aus­ge­hen. Die Schäden für die Unter­neh­men sind immens und sie bleiben darauf sitzen. Wir reden hier nicht nur von Pro­duk­ti­ons­aus­fäl­len, sondern von echten Sach­schä­den an den Anlagen. 78 Zwangs­ab­schal­tun­gen allein bei „Hydro Alu­mi­nium“ in Neuss und das ist erst der Anfang. Während die indok­tri­nier­ten Bürger noch glauben, die Ener­gie­wende gehe doch gut voran, gehen in der deut­schen Indus­trie bereits die Lichter aus. Denn eines ist klar: wenn die Pro­duk­tion von Alu­mi­nium, Glas, Kupfer, Zement oder Stahl und andere kon­ti­nu­ier­li­che Pro­zesse in Deutsch­land nicht mehr funk­tio­niert, werden die Unter­neh­men abwan­dern oder sich für die Aus­fälle ent­schä­di­gen lassen wollen. Letz­te­res aber eher kurz­fris­tig, weil kein Gramm Kupfer jemals durch Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen geschmol­zen wird. Die Ener­gie­wende wird uns also auf jeden Fall noch teuer zu stehen kommen. Als Ver­brau­cher, als Beschäf­tigte in der Indus­trie und als Steu­er­zah­ler.


12.1.2019: Bulette statt Smoot­hie? Aus­ge­präg­tes Leis­tungs­den­ken? Höhere Risi­ko­be­reit­schaft als ein durch­schnitt­li­cher Soja-Latte-Schlürfer? Dann leidest du wahr­schein­lich unter toxi­scher Männ­lich­keit und brauchst drin­gend Hilfe! Erkenne, dass Männ­lich­keit ein Kon­strukt ist, checke deine Pri­vi­le­gien, reflek­tiere deine Macht, fang an zu heulen und suche endlich eine Ärztin auf! Du kannst ja jeman­den mit­neh­men, der dir die Hand hält, du Schluffi! Wer das alles fordert, willst Du wissen? Katha­rina Alex­an­der natür­lich! Die kommt aus Hamburg, kennt sich mit inter­sek­tio­na­lem Femi­nis­mus aus und pflegt Zim­mer­pflan­zen zu Tode. Und Männer natür­lich, diese bier­trin­ken­den, bulet­ten­fres­sen­den Sozi­al­kon­strukte. Die Artikel der ze​.tt, wie bento Zen­tral­or­gan der Genera­tion Gen­der­stern­chen, muss man bom­ben­si­cher archi­vie­ren, um eines Tages den Archäo­lo­gen die Feld­ar­beit zu erleich­tern, wenn sie her­aus­fin­den wollen, wie unsere Zivi­li­sa­tion unter­ging und ab wann Männer wie Frauen nicht mehr danach beur­teilt wurden, wie gut sie sich um ihre Fami­lien, ihre Gemeinde ihre Pro­fes­sion und ihr Land sorgten, sondern welchen pH-Wert ihre Tränen hatten. Oder aber wie ziehen endlich die Reiß­leine und lassen ze​.tt und bento den Weg der Huf­fing­ton-Post gehen, in den Orkus des gnä­di­gen Ver­ges­sens, wo sie hin­ge­hö­ren.


immer noch 10.1.2019: Ein Gespräch von Gunnar Kaiser mit Moritz Neu­meier.
Der Moritz ist wie eine Reis­waf­fel. Viel Volumen, wenig Geschmack und wenn man es mal schafft, die Zähne rein­zu­schla­gen, staubt es so, dass man husten muss und aus dem Konzept kommt. Inhalt­lich wenig Kon­kre­tes jeden­falls. Dabei viele Kate­go­rie­feh­ler, von denen mir einer beson­ders sauer auf­ge­sto­ßen ist:
Wenn ich Angst vor dem Auto­fah­ren habe, fahre ich vor­sich­tig, kaufe mir einen fetten SUV oder fahre Bahn. Wenn ich, wie Neu­meier, Angst vor dem Bahn­fah­ren habe, fahre ich mit dem Auto (hört, hört!). Wer in Köln Angst vor dem Ertrin­ken hat, weil der Rhein so tief ist, der kann natür­lich an die Wupper ziehen. Aus­wei­chen ist möglich, eine Risi­ko­ein­schät­zung führt zur Ver­hal­tens­än­de­rung, die mein Leben nicht negativ beein­flus­sen. Aber ist das mit der Angst vor Terror auch so? Wie ver­mei­det man die? Die Hilf­lo­sig­keit bei der Beant­wor­tung dieser Frage kann man auf Weih­nachts­märk­ten und Ver­an­stal­tun­gen aller Art beob­ach­ten. Man kann ja noch aus­wan­dern, wenn man es kann. Machen mitt­ler­weile mehr, als der GEZ lieb sein kann, denn die die abhauen, sind nicht von der Zwangs­be­glü­ckung befreit – anders als die, die kommen. Und was, wenn eine Angst gar nicht auf mich selbst bezogen ist, sondern meine Kinder, Familie, Freunde, das Dorf oder meinen Sport­ver­ein betrifft? Was, wenn sich die ganze Gesell­schaft in eine Rich­tung bewegt, in der die sozia­len Inter­ak­ti­ons­kos­ten von Jahr zu Jahr steigen, die „gesell­schaft­li­chen Divi­den­den“ aber immer kleiner werden? Grup­pen­sit­zung mit Moritz, dass die Angst an einer Pilz­ver­gif­tung zu sterben, höher ist? Für jeman­den, dessen mora­li­scher Eck­pfei­ler nach eigener Aussage Empa­thie ist, kommt er ziem­lich ego­zen­trisch rüber. Die Ratio­na­li­tät ver­lässt er nur, wenn es ans eigene Leder gehen könnte, indem er Bahn fährt oder zum Äußers­ten, dem Aus­wan­dern greifen würde, um seine Wohl­fühl­blase nicht zu gefähr­den. Andere sind nicht so mobil, können nicht nach Gru­ne­wald ziehen und stehen auch nicht auf der Bühne, sondern müssen beim Besuch eines Neu­meier-Abends durch eine Sicher­heits­kon­trolle durch oder dürfen beim Besuch des Weih­nachts­mark­tes ihren Glüh­wein auf einem Beton­pol­ler abstel­len. Das alles sollte natür­lich nichts mit einem machen, meint Moritz. All die Bedro­hun­gen kommen „on top“, also zusätz­lich zu Auto­un­fäl­len, Blitz­ein­schlä­gen, Ertrin­ken in Köln und deut­schen Ver­ge­wal­ti­gern mit Kar­tof­fel­hin­ter­grund.
Bei all seinen schlauen Aus­weich-Sprü­chen bleibt Neu­meier doch immer schön im Unkon­kre­ten, was er mit seinen Über­trei­bun­gen perfekt aus­schmückt. Dort fühlt er sich sicher, dort ist Elo­quenz ent­schei­den­der als Fak­ten­si­cher­heit. Sein wich­tigs­ter Beitrag zur Gegen­warts­spra­che ist deshalb auch nicht „Das ist doch nicht links, sondern logisch“, sondern „Das hab‘ ich nicht gesagt“.


10.1.2019: Jedem Figür­chen sein Abi­tür­chen. Genera­tion Snow­flake und Genera­tion Allah treffen auf Genera­tion „Leis­tung wird über­be­wer­tet”. Wer wissen will, warum Bil­dungs­ab­schlüsse in isla­mi­schen Länder (aus vielen anderen Gründen natür­lich auch) oft das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt werden, der schaue sich die Ent­wick­lung in Deutsch­land an. Um Noten­druck, Frus­tra­tion und Leis­tungs­un­ter­schiede zu ver­mei­den, sollte zwi­schen der Ein­schu­lung und der Einser-Abitur-Feier am besten nur ein großer, kusche­li­ger Haufen Watte liegen, der von „Kumbaya” träl­lern­den Sozi­al­be­treu­ern, Event-Ver­an­stal­tern und Glücks­kä­fern umkreist wird. Am Ende steht dann der garan­tierte Stu­di­en­platz für Gen­de­ro­lo­gie und ver­glei­chende Frei­zeit­wis­sen­schaf­ten mit Voll­pen­sion an einer Elite-Uni in der Karibik. Das Leben könnte so schön sein…!


2.1.2019: Wer Israel schon einmal besucht hat und zudem die dor­ti­gen Wehr­diens­ge­setze kennt, wundert sich nicht über die im Stadt­bild all­ge­gen­wär­ti­gen oliv­grü­nen Uni­for­men. Wer die Geschichte Israels und die Feind­se­lig­keit seiner Nach­barn kennt, wundert sich indes nicht über diese Wehr­ge­setz­ge­bung, die (fast) alle jungen Erwach­se­nen in die IDF ein­zieht, Männer wie Frauen. Es sei hier nur am Rande erwähnt, dass ich die Ver­wei­ge­rung gewis­ser ultra­or­tho­do­xer Juden, Wehr­dienst zu leisten, nicht nach­voll­zie­hen kann. Denn die Geschichte zeigte über­deut­lich, dass der Anti­se­mi­tis­mus keinen Unter­schied zwi­schen bewaff­ne­ten und unbe­waff­ne­ten Juden macht. Aber das ist Sache der Israe­lis, nicht meine.

Meine Sache ist es schon eher, wenn sich eine deut­sche Dozen­tin an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem dazu berufen fühlt, eine Stu­den­tin wegen der IDF-Uniform, die sie trägt, zu maß­re­geln. Die „Jüdi­sche All­ge­meine“ berich­tet wie folgt:
„Ein ara­bi­scher Kom­mi­li­tone hatte die junge Frau wegen ihrer Uniform mitten im Unter­richt beläs­tigt und belei­digt, weshalb sich diese an Hilf­rich [Dr. Carola Hilf­rich] wandte und um Unter­stüt­zung bat. Doch damit war sie wohl an die Falsche geraten. »Sie können doch nicht ernst­haft so naiv sein und ver­lan­gen, wie eine Zivi­lis­tin behan­delt zu werden, wenn Sie hier in Uniform erschei­nen«, blaffte Hilf­rich die Stu­den­tin an.“

Das muss man erst mal sacken lassen. Laut Frau Hilf­rich ent­schei­det also eine Uniform der IDF, ob jemand belei­digt werden darf, oder nicht. Dum­mer­weise ent­schei­det aber seit 70 Jahren gerade die Anzahl dieser Uni­for­men und deren Präsenz und Ein­satz­be­reit­schaft darüber, ob an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem über­haupt ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­ten unter­rich­tet werden können! Die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten der IDF sichern die kom­mo­den Bedin­gun­gen, unter denen euro­päi­sche Lite­ra­tur-Pro­fes­so­ren, NGO-Akti­vis­ten, ARD-Nah­ost­kor­re­spon­den­ten und Toden­hö­fer-Jürgens ihrer Lieb­lings­be­schäf­ti­gung nach­ge­hen können: Juden dran­zu­krie­gen, die sich nicht so beneh­men, wie es die Anti­se­mi­ten von ihnen erwar­ten. Die rich­tige Reak­tion, werte Frau Hilf­rich, wäre es gewesen, den pöbeln­den Araber mit fol­gen­den Worten aus dem Hörsaal zu werfen. „Es ist das Ver­hal­ten von Männern wie Ihnen, die es not­wen­dig machen, dass israe­li­sche Frauen 21 Monate Uniform tragen müssen. Ändern Sie Ihre Haltung oder Ihre Erwar­tun­gen oder ver­las­sen Sie nicht nur diese Uni­ver­si­tät, sondern besser gleich das Land.“