Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

19.9.2020: Die neun Richter des Supreme Court, einem äußerst wich­ti­gen Ver­fas­sungs­or­gan der USA, werden vom jewei­li­gen Prä­si­den­ten auf Lebens­zeit ernannt. Durch den Tod von Ruth Bader Gins­burg (möge ihr die Erde leicht sein), die noch von Bill Clinton ernannt wurde, kann es nun zu 4:4‑Entscheidungen kommen, was Ange­sicht der bevor­ste­hen­den Wahl und der Tat­sa­che, dass beide Par­teien ange­kün­digt haben, den Sieg der jeweils andern nicht anzu­er­ken­nen (die Demo­kra­ten sogar „unter keinen Umstän­den“, wie Hillary Clinton sich aus­drückte), zum Ver­sa­gen des poli­ti­schen Systems führen kann. Trump muss nun also kurz vor der Wahl das Rich­ter­amt neu beset­zen und am wahr­schein­lichs­ten kommt dafür Amy Coney Barrett in Frage.

Sie wäre übri­gens die erste Rich­te­rin, die nicht an einer der bekann­ten Elite-Unis ihr juris­ti­sches Examen gemacht hat, was ein wenig fri­schen Wind abseits der Yale- und Har­var­de­li­ten bringen könnte. Doch die Zeit ist knapp und erin­nern wir uns an die zähen, ermü­den­den und von immer neuen Anschul­di­gun­gen in die Länge gezo­ge­nen Anhö­run­gen, als Brett Kava­n­augh 2018 ernannt wurde. Beson­ders sei an die Rolle von Bidens Side­kick Kamala Harris erin­nert, deren groß­kot­zi­ges Verhör einen Spit­zen­platz in jeder Top-Ten-Liste der Macht­miss­bräu­che und der Unver­schämt­hei­ten ver­dient hat.

Wer also glaubt, die Demo­kra­ten würden ange­sichts der unge­heu­er­li­chen Aus­sich­ten, eine Prä­si­dent­schafts­wahl ohne voll funk­ti­ons­fä­hi­gen Supreme Court durch­füh­ren zu müssen, koope­ra­ti­ver sein, wird sich viel­leicht eines schlech­te­ren beleh­ren lassen müssen. Es sei denn – und darauf hoffe ich ein wenig – Team Harris/Biden (die Rei­hen­folge stimmt so) erkennt, dass eine Blo­ckade die Wech­sel­wäh­ler ver­är­gert, weil die Dring­lich­keit der Beset­zung des Rich­ter­pos­tens ange­sichts des ver­fah­re­nen und unver­söhn­li­chen Lager­wahl­kamp­fes offen­sicht­lich ist. Als die Schlamm­schlacht gegen Kava­n­augh tobte, stand im Supreme Court keine Ent­schei­dung an, die nicht warten konnte. Das könnte mit der Wahl im Novem­ber ganz anders sein.


18.9.2020: Nach der über­wäl­ti­gen­den Rede Ursula von der Leyens im galak­ti­schen Rat kam es zu spon­ta­nem, lang­an­hal­ten­dem und herz­li­chem Applaus, gefolgt von mutigen Selbst­ver­pflich­tun­gen erster, vor­bild­li­cher Kol­lek­tive der Werk­tä­ti­gen.


2.9.2020: Die „Depu­ti­ni­sier­tung“ Weiß­russ­lands, welches man gemäß einer omi­nö­sen His­to­ri­ker­kom­mis­sion nur noch Belarus nennen soll, ist mal wieder in eine selbst­ge­stellte Falle getappt. Ziel ist es ja, das Land sprach­lich soweit wie nur irgend möglich von Russ­land weg­zu­zie­hen und unsere auf­ge­weck­ten öffent­lich-gerecht­li­chen Hal­tungs­me­dien sind ganz vorne dabei. Ich berich­tete darüber.

Und so hört man auch im Deutsch­land­funk nur noch poli­tisch kor­rek­tes aber pho­ne­tisch schmerz­haf­tes Bela-hier und Bela-da, denn dass die Lan­des­spra­che Weiß­russ­lands nach dem „B“ eigent­lich ein „j“ fordert, also von „Bje­la­rus“ statt dem nun all­ge­gen­wär­ti­gen „Behlah­ruhs“ die Rede sein müsste, das über­hö­ren wir jetzt mal. Nur gut, dass ich heute (2.9.2020) Nach­mit­tag um 17:30 Uhr, als ich im Auto die DLF-Nach­rich­ten hörte, nicht gerade Kaffee oder Käse­ku­chen im Mund hatte. Denn beides hätte ich sicher prus­tend über die Wind­schutz­scheibe ver­teilt. Bei Minute 3:18 hörte ich nämlich klar und deut­lich:

In der bela­rus­si­schen Haupt­stadt Minsk…“ – mit ein­deu­ti­gem Doppel‑S und Beto­nung auf der dritten Silbe.

Und schon ist Putin wieder da, die His­to­ri­ker­kom­mis­sion hat versagt und statt der pho­ne­ti­schen Ampu­ta­tion Weiß­russ­lands von Russ­land bleibt am Ende doch nur der Ver­zicht auf das womög­lich ras­sis­ti­sche deut­sche Wort „weiß“. Aber das ist ja wenigs­tens etwas.


1.9.2020: Tages­sie­ger in der Dis­zi­plin Real-Satire: der Face­book-Algo­rith­mus! Unter einem Bericht über die dra­ma­ti­sche Erstür­mung der Stufen des Reichs­ta­ges zeigt er doch mir tat­säch­lich Trep­pen­lift-Werbung!


16.8.2020: Durch ein SPD-Treffen in Wup­per­tal wissen wir nun endlich, wie groß Kevin Kühnert und Helge Lindh wirk­lich sind. Sein müssen! Denn die Abstands­re­geln werden beide – vor­bild­lich wie sie sind – ja sicher ein­hal­ten!


12.8.2020: Mar­ga­rete hat mal wieder nicht ver­stan­den worum es geht. „Cancel Culture” heißt nicht, ein Brot nicht mehr zu kaufen, weil es nicht schmeckt. „Cancel Culture” ist, ein Brot, das man gekauft hat weil es schmeckt, zurück­zu­ge­ben weil der Nachbar diesem Brot die Schuld an seiner abge­bro­che­nen Bäcker­lehre gibt.


10.8.2020: Da kann man ruhig mal klat­schen. Oder „Olaf!” rufen.


6.8.2020: „Es hat ja nur eine Woche gedau­ert” wird man später viel­leicht in Jah­res­rück­bli­cken schrei­ben und eine Woche ist für einen wis­sen­schaft­li­chen Prozess voller Wider­sprü­che und Abwä­gun­gen keine große Sache…wie auch immer, die DFG hat den gelösch­ten Beitrag von Dieter Nuhr wieder online gestellt. Ohne Dis­c­lai­mer, ohne „erklä­ren­den Kom­men­tar”, dafür mit einer anstän­di­gen und selbst­kri­ti­schen Erklä­rung. Chapeau dafür!


4.8.2020: Die DFG macht es schlim­mer und schlim­mer. Nach einer lau­war­men Ent­schul­di­gung, die nicht in der Sache Fehler ein­räumt, sondern in der Kom­mu­ni­ka­tion, bietet man Dieter Nuhr an, eine kom­men­tierte Fassung seines Videos wieder online zu stellen. Erin­nert stark an die Doku über Anti­se­mi­tis­mus in Deutsch­land, die der WDR erst ver­schwin­den lassen wollte und dann nur mit Dis­c­lai­mer, Fak­ten­check und anschlie­ßen­der Maisch­ber­ger-Zer­flü­ckung gesen­det hatte. Genau das­selbe Theater, genau die­sel­ben Schau­spie­ler! Nuhr hat abge­lehnt. Gut so!


30.6.2020: Es gibt zwei Arten weißer Ras­sis­ten in den Staaten. Der eine ist stolz darauf und geht zum KKK, der andere fühlt sich dabei schul­dig und geht zur Antifa. Für prin­zi­pi­ell über­le­gen und zur Rettung der Mensch­heit berufen halten sich beide.


27.7.2020: (Leser­fund­stück) Ich bin noch unent­schlos­sen, ob es sich bei diesem (mehr­fach ange­brach­ten) Aushang eines Restau­rants an unserer schönen Ost­see­küste um einen wei­te­ren Fall von Hal­tungs­gas­tro­no­mie oder eine Ver­si­che­rungs­po­lice handelt, mit der Schäden durch den „Besuch“ von BLM, Antifa, mili­tan­ten Femi­nis­tin­nen, F4F-Kids und Mit­tel­meer­schlep­pern abge­wen­det werden soll. Was es auf keinen Fall sein kann, ist das Ver­spre­chen eines ange­neh­men Auf­ent­halts bei freund­li­chem Service, köst­li­chen Speisen und Geträn­ken und frei von poli­ti­scher Indok­tri­na­tion, denn an „Cus­to­mer is King“ glaubt man offen­bar nicht.


26.7.2020: Lieber Tages­spie­gel,
es ist ja schön und gut, dass Du über Poli­zei­ge­walt in den USA berich­test, doch wenn es um George Floyd und Gewalt gegen Schwarze geht, warum ver­wen­det ihr zur Ver­deut­li­chung ein Bild, das genau das Gegen­teil dessen zeigt, was im Artikel steht?

Dort zu sehen ist nämlich kein BLM-Akti­vist, der von der pöhsen Polizei ver­haf­tet wird, sondern Bevelyn Beatty (ich berich­tete: https://​bit​.ly/​3​0​O​1​fb1), eine erklärte Geg­ne­rin von BLM, die unter dem Slogan „Jesus zählt! Jesus zählt! Ihr redet über BLM und wir sterben auf den Straßen. Es ist ihnen egal! Es ist ihnen egal!“ das Stra­ßen­pla­kat vor dem Trump-Tower mit schwar­zer Farbe beschmierte.

Diese Frau for­derte „Refund the Police“ und der Tages­spie­gel kann sicher sein, dass die Polizei sie anstän­dig behan­delte. Es sind übri­gens SIEBENUNDZWANZIG Poli­zis­ten in NY abge­stellt, um die BLM-Stra­ßen­ma­le­rei vor „Van­da­lis­mus“ zu schüt­zen, die Polizei trinkt also auch noch den Kakao, durch den sie gezogen wird.

Beatty tat übri­gens das, was man „Civil dis­obe­dienc“ nennt und kam nach ihrer Ver­haf­tung MEHRFACH wieder frei, nur um ihr Farb­werk wieder auf­zu­neh­men. Das Bild einer erklär­ten UNTERSTÜTZERIN der Polizei zur Ver­bild­li­chung von Poli­zei­ge­walt ein­zu­set­zen, halte ich ja für eine jour­na­lis­ti­sche Unver­schämt­heit.
Du etwa nicht, Tages­spie­gel?


22.7.2020: Mehr als alles Gekreisch stört mich die sprach­li­che Lie­der­lich­keit, mit der auf beiden Seiten des Atlan­tiks von den Auf­stän­den und Unruhen berich­tet wird. Immer noch ist in der Presse von „peace­ful pro­tests“ zu lesen und zu hören. Es wird abwie­gelt und beschwich­tigt und wenn nur der pöhse pöhse Trump seine „Sturm­trup­pen“ abzöge, würden die fried­li­chen Pro­teste noch viel fried­li­cher. Ganz sicher!

Statt den Medien das abzu­kau­fen sollte man aber genauer auf das lau­schen, was die Betei­lig­ten wirk­lich sagen. In Port­land zum Bei­spiel auf das, was auf der offi­zi­el­len Seite der Stadt Port­land zu lesen ist. Dort wendet sich ein Com­mis­sio­ner der Stadt an die Stadt Port­land selbst und erklärt die Fed’s für uner­wünscht, also die Bun­des­po­li­zei, die sich seit 54 Tagen weigert, die „peace­ful pro­tes­ters“ das Gebäude es Bun­des­ge­richts stürmen zu lassen, nachdem diese bereits eine lokale Poli­zei­sta­tion „peace­ful“ nie­der­ge­brannt hatten.
Der Text spricht von „federal occu­p­iers“ und ist eine einzige Ver­dre­hung der Tat­sa­chen. Doch er enthält ganz am Ende fol­gen­den ver­rä­te­ri­schen Satz: „We can handle our revo­lu­tion our­sel­ves.“ (hier der Link)
Da steht tat­säch­lich Revo­lu­tion, nicht Protest! Und Revo­lu­tion bedeu­tet auch in keinem Fall fried­li­chen Protest, sondern kon­se­quen­ter, gewalt­sa­mer Umsturz der bestehen­den Ordnung. Genau darum geht es. Was da seit Wochen statt­fin­det, sind keine Pro­teste, sondern ist der Versuch, den Umsturz hin zu einem kol­lek­ti­vis­tisch-kom­mu­nis­ti­schen Gleich­heits­staat durch­zu­set­zen, in dem Grup­pen­iden­ti­tät zur Macht­aus­übung ver­wen­det wird.
Das Mittel zum Zweck ist ein Krieg der Bilder, wie ihn die Hamas führt und wie im Gaza-Strei­fen macht sich die Presse (es gibt Aus­nah­men) zum wil­li­gen Herold der media­len Fäl­schun­gen. Doch wer wie die Hamas agiert, erschafft am Ende immer das, was die Hamas erschaf­fen hat: einen Gaza-Strei­fen.

Das WSJ liefert eine recht gute Zusam­men­fas­sung der Situa­tion in Port­land (Video).


20.7.2020:

  • Ein Betre­tungs­ver­bot des Opern­plat­zes in FFM ver­hin­dert Aus­schrei­tun­gen.
  • Wo es keine Grenzen gibt, gibt es keine Grenz­ver­letz­ter.
  • Wer die Dom­platte in Köln meidet, wird dort nie unfrei­wil­li­gen Kör­per­kon­takt haben.
  • Wenn in Nantes keine Kathe­drale stünde, könnte man sie nicht anzün­den.
  • Ohne Steuern gäbe es keine Steu­er­hin­ter­zie­hung.

Bilde weitere Bei­spiele für den Poli­zei­prä­si­den­ten von FFM.

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12.7.2020: Trumps Steu­er­erklä­rung, welche dieser nicht mit den ihm nicht gerade freund­lich geson­ne­nen Demo­kra­ten und deren Anwäl­ten teilen wollte (und nun viel­leicht muss), ist natür­lich um einiges inter­es­san­ter als das, was ein demo­kra­ti­scher Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat nach 50 Jahren Par­tei­sol­dat in Kon­gress und Senat ablie­fert. Voller Stolz wirft Biden seine Ehr­lich­keit in die Waag­schale. Er habe nichts zu ver­ber­gen, seine Steu­er­erklä­rung ver­öf­fent­li­che er gern! Die Biden-Fans jubeln und rufen „Da seht ihr’s, ihr Narren, die ihr den ehr­li­chen Joe der Kor­rup­tion bezich­tigt! Der Joe ist sogar so ehrlich, dass er seine Steu­er­erklä­rung ver­öf­fent­licht! Nimm das, Trump!“

Irgend­wer muss diesen Deppen nochmal erklä­ren, dass ille­gale Machen­schaf­ten, Abspra­chen, Bestechung, Par­teiklün­ge­lei und Erpres­sung nir­gendwo auf dieser kleinen Welt in Steu­er­erklä­run­gen auf­tau­chen.


Irgend­wer muss diesen Deppen nochmal erklä­ren, dass ille­gale Machen­schaf­ten, Abspra­chen, Bestechung, Par­teiklün­ge­lei und Erpres­sung nir­gendwo auf dieser kleinen Welt in Steu­er­erklä­run­gen auf­tau­chen.

6.7.2020: Der Iko­no­klas­mus ist uner­träg­lich gewor­den, denn er macht vor nichts mehr halt. Noch ist nichts Näheres bekannt über die Van­da­len, welche die Statue von Fre­de­rick Douglas (!) aus einem Park in Roches­ter, N.Y. ent­fern­ten und zer­stör­ten, aber ver­mut­lich waren es weder auf­ge­brachte Quäker noch MAGA-Müt­zen­trä­ger. Die Geschichts­ver­ges­sen­heit, ja, die tota­li­täre Igno­ranz, die aus solchen Vor­gän­gen spricht, hackt blind­wü­tig auf die Wurzeln der Auf­klä­rung, der Demo­kra­tie und der Zivi­li­sa­tion ein. Mit solchen Leuten ist kein Dialog möglich, für ihre Ideo­lo­gien darf es keine Tole­ranz geben und für ihre Taten keine mil­dern­den Umstände.


15.6.2020: Wir lagen ja soo falsch! Den Namen „CHAZ“ hat das natio­nal befreite Glücks­bär­chi-Kol­lek­tiv in Seattle sich gar nicht selbst gegeben! Das waren Kri­ti­ker und Leute, die ver­such­ten, die Soja-Latte-Revo­luz­zer mit Hang zu Grenzen, Waffen und spon­ta­ner Eigen­tums­über­tra­gung in ein fal­sches Licht zu rücken! Statt „Capitol Hill Auto­no­mous Zone“ oder kurz CHAZ, möchte man ab sofort „Capitol Hill Orga­ni­zed Protest“ kurz CHOP genannt werden. Das spie­gele den Cha­rak­ter der Bewe­gung besser wider. Dem kann ich nur bei­pflich­ten: „Chop“ passt perfekt!


15.6.2020: „Ras­sis­mus in der klas­si­schen Musik“, „Ras­sis­mus bei der Part­ner­wahl“, Ras­sis­mus bei Ghandi, Chur­chill, Kant und den ame­ri­ka­ni­schen Aboli­tio­nis­ten, Ras­sis­mus in Berlin, Köln, München, das Grund­ge­setz ist ras­sis­tisch, weil es nicht nach „Rasse“ benach­tei­ligt oder bevor­zugt, der Tages­spie­gel kämpft tapfer gegen Skla­ve­rei und die TAZ meint, Inte­gra­tion beför­dert Rassismus…es riecht überall brandig, weil über einem per­ver­sen Feuer gerade jeder sein kleines, ego­zen­tri­sches Mar­sh­mal­low solange röstet, bis es außen poli­tisch korrekt und ist. Mir gefällt der Stock nicht, auf dem es steckt.


22.5.2020: David Frost, bri­ti­scher Unter­händ­ler bei der EU und „Sherpa“ bei den Ver­hand­lun­gen über das künf­tige Frei­han­dels­ab­kom­men tut genau das Rich­tige, wenn er den Stand der Gesprä­che und die Hin­der­nisse öffent­lich macht, die seitens der EU auf­ge­türmt werden. Wie dünn das Eis doch längst ist, auf dem die EU-Büro­kra­ten ihre Runden drehen! Und wie clever sind doch die bri­ti­schen Ver­hand­lun­gen über die künf­ti­gen Bezie­hun­gen zur EU, die unter Zeit­druck und nun auch noch unter Q‑Flagge statt­fin­den. In der EU war man von Anfang an skep­tisch, ob dies gelin­gen würde. Nun wissen wir beides – woher der Opti­mis­mus der Briten und der Pes­si­mis­mus der Brüss­lok­ra­ten kommt: London sagt, es gibt ja bereits funk­tio­nie­rende und rati­fi­zierte Ver­träge der EU mit Dritt­staa­ten – warum also neu erfin­den, wenn das Rad schon rollt? Dieser Prag­ma­tis­mus, der dem Geist des angel­säch­si­schen Common-Law ent­springt, trifft in Brüssel auf wenig Gegen­liebe! Ele­mente des Frei­han­dels­ab­kom­mens der EU mit Kanada und Japan über­neh­men? Abgeleht! Das Fische­rei­ab­kom­men mit Nor­we­gen als Vorbild…abgeleht! Luft­fahrt, Nuklearabkommen…überall gibt es Vor­bil­der, die man auf­grei­fen und anwen­den könnte. Abge­lehnt! Die EU will auf ihren Ein­fluss in Albions Gefil­den einfach nicht ver­zich­ten und würde gern Brüs­se­ler Gesetze auch wei­ter­hin dort zur Anwen­dung bringen. Über Bande gespielt, ohne Mit­spra­che der Briten. Im CETA-Abkom­men erhielt sogar Mexiko bessere Bedin­gun­gen als Brüssel sie London zuge­ste­hen möchte!

Begrün­det werden die unver­schäm­ten For­de­run­gen der EU mit der „großen geo­gra­fi­schen Nähe“ des Ver­ei­nig­ten König­reichs. Das nenne ich ver­blüf­fende Ehr­lich­keit, denn genau das ist die Furcht der Brüs­se­ler Polit-Elite: das dem Weg der Briten Erfolg beschie­den sein könnte und dass London als Vorbild für andere EU-Mit­glie­der dienen könnte. Vorbild für Staaten, die ihre Selbst­stän­dig­keit nicht ver­lie­ren und als Mündel der EU-Tech­no­kra­tie enden wollen. Denn leider ist die EU längst zu einem anti­de­mo­kra­ti­schen Gebilde ver­kom­men, das eifer­süch­tig und mit allen Mitteln seine Macht aus­wei­ten und als bedeu­ten­der glo­ba­ler Player wahr­ge­nom­men werden will. Man zieht die Mauern gegen London hoch und schmiert gleich­zei­tig halb­sei­de­nen Staaten wie Alba­nien Bei­tritts­ho­nig ums Maul. Haupt­sa­che Macht­zu­wachs und ter­ri­to­riale Expan­sion. Ich will ja Alba­nien nicht zu nahe­tre­ten, aber für den wirt­schaft­li­chen Erfolg unserer Wirt­schaft und das inter­na­tio­nale Renom­mee wären opti­male und rei­bungs­lose Bezie­hun­gen zu Groß­bri­tan­nien tau­send­mal wich­ti­ger als der Bei­tritt des nächs­ten Bal­kan­staa­tes an der insta­bi­len Süd-Peri­phe­rie.

Der Brief Frosts macht mich wirk­lich wütend. Wütend auf jene, die glauben, in Brüssel auch meine Inter­es­sen zu ver­tre­ten. Für die habe ich eine Nach­richt: ihr ver­tre­tet meine Inter­es­sen schlecht!


16.5.2020: Wie wird man wohl auf dem Pla­ne­ten Brüssel auf die Stim­mungs­lage in Italien reagie­ren? Die For­mu­lie­rung, „es wäre besser, wenn Deutsch­land die EU ver­lässt” ist ja schon ziem­lich heftig. Ver­ges­sen wir mal, ob die popu­lis­ti­sche Dar­stel­lung, Deutsch­land hätte Italien in der Krise im Stich gelas­sen, in dieser Schärfe zutrifft. Erör­tern wir auch nicht, wie die Hilfe hätte aus­se­hen müssen, die man in Rom ver­misst und die man in Peking und Moskau zu finden glaubt. Schauen wir uns viel­mehr an, ob den Ita­lie­nern die Rich­tung passen kann, in die sich die EU offen­sicht­lich ent­wi­ckelt. Man spricht das zwar in Brüssel nicht offen aus, aber da die Unter­schiede in Leis­tungs­fä­hig­keit und Pro­duk­ti­vi­tät nicht ver­schwin­den werden – weil der Euro das ver­hin­dert – geht es immer mehr in Rich­tung einer offenen Trans­fer­union. De facto haben wir die ja schon. Zitat aus dem Artikel: „In Italien habe man das Gefühl, dass die nord­eu­ro­päi­schen Länder und allen voran Deutsch­land das Land als „Belas­tung und Kos­ten­fak­tor“ ansehen, der gerade in Kri­sen­zei­ten immer schwe­rer zu ertra­gen sei.“ Mit Deutsch­land als Zahl­meis­ter wird man dort diesen Ein­druck nicht zum Ver­schwin­den bringen und in Italien (und anderen) als Leis­tungs­emp­fän­ger wird er sich auch ver­fes­ti­gen. Es ist kein schönes Gefühl, als ali­men­tier­tes Mündel zu leben und auch der Artikel stellt das fest: „Diese ver­meint­lich nega­tive Wahr­neh­mung ver­letzt die Ita­lie­ner schwer“. Auf dem Euro­pla­ne­ten Brüssel glaubt man noch, alles mit deut­schem Geld zuschei­ßen zu können. Das erweist sich immer mehr als Irrtum. Der Euro, stets als Ver­ei­ner und Frie­dens­stif­ter dar­ge­stellt, ist der größte Spalter der EU. Die einen bläht er auf, den anderen drückt er die Luft ab.


15.5.2020: Attila, Vega­ner­kö­nig,
hatte an Ver­stand nur wenig.
„Für Nano­chips und Windows zehn,
in Seattle die Knöpfe stehn!“
„Der Gates, der ist ein Kör­per­fres­ser!“
Publi­kum wird blass und blässer.
Hild­manns Küche bleibt nun kalt,
und der Bill, der impft ihn bald.


14.5.2020: Alle Aus­nah­me­ein­fälle führen zu Ein­nah­me­aus­fäl­len. (poli­ti­sches Gestal­tungs­di­lemma)


11.5.2020: Glück­wunsch zum neuen Job, Frau Nahles! Zur Feier des Tages ein Lied:
Die Partei, die Partei, macht’s dir immer recht,
und Genos­sen es bleibet dabei:
Denn wer sitzt im Geflecht, der ver­dient nie schlecht,
auf welch’ Posten ist ganz einer­lei.


9.5.2020: Ob Kli­ma­ret­tung, Kern­ener­gie, Migra­tion oder nun Covid – alter­na­tiv­lose Mei­nun­gen werden aus der poli­ti­schen Chef­etage her­un­ter­ge­reicht und haben gefäl­ligst auch alter­na­tiv­los aus­ge­führt zu werden. Quod licet Iovi, non licet bovi! Und so hat man den zahl­rei­chen Quer­fron­ten (man kann Migra­ti­ons­be­für­wor­ter finden, die mit der Ener­gie­wende hadern und umge­kehrt) eine weitere hin­zu­ge­fügt, die die Men­schen ent­zweit. „Divide et impera“ in Voll­endung, weil aktuell durch Angst, Unsi­cher­heit und ver­wir­ren­den Des­in­for­ma­tio­nen ver­stärkt.

Pro­ble­ma­tisch ist jedoch, dass den selbst­er­nann­ten „Machern” unsers Lebens nun die All­tags­pro­bleme ALLER Men­schen buch­stäb­lich vor die Füße gekippt wurden und nervös über­for­dert stellen die Rainald Beckers in ÖRR und Politik fest, dass es ver­dammt anstren­gend ist, sich noch um die geringste Lebens­äu­ße­rung der Men­schen kümmern zu müssen. Wer den Leuten vor­schreibt, sie müssten 1,5 Meter Abstand von­ein­an­der halten, der darf sich nicht wundern, wenn die Belehr­ten fragen, warum nicht zwei Meter oder nur einer. Wer glaubt, sein Volk wie Kinder behan­deln zu müssen, darf sich nicht wundern, dass es sich irgend­wann auch so benimmt. Sind wir schon da? Sind wir schon da? Sind wir schon…

Beim aktuell weder wis­sen­schaft­lich noch empi­risch gesi­cher­ten Wirr­warr von Regeln, Ver­bo­ten, Aus­nah­men und Wider­sprüch­lich­kei­ten macht die Admi­nis­tra­tion zwangs­läu­fig viele Fehler und einige davon sind sehr offen­sicht­lich. Das kratzt an der eigenen Wis­sens­an­ma­ßung der Medien und unter­gräbt die mühsam her­bei­kom­men­tierte Kom­pe­tenz, die man sich als zuver­läs­si­ger Augur belie­bi­gen Regie­rungs­han­delns gern selbst attes­tiert.

Das Ergeb­nis sind extreme Dünn­häu­tig­keit und Aus­brü­che insze­nier­ter, aber ehr­li­cher Ver­ach­tung des zwangs­zah­len­den Publi­kums wie im ARD-Kom­men­tar von Becker. Und diese Ehr­lich­keit sagt: „Wir ver­ach­ten eure Anma­ßung von Frei­heit, weil sie sich nicht aus unserem über­le­ge­nen Wissen speist. Und wir ver­ach­ten euch dafür, dass ihr nicht das Volk von Heloten sein wollt, zu dem ihr [absicht­lich oder nicht] gemacht wurdet.”

Ansons­ten: was Tamara sagt!

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8.5.2020: Der Tag der voll­stän­di­gen Nie­der­lage, die zur Frei­heit führte. Man­cher­orts mit 40 Jahren Ver­spä­tung.


5.5.2020: Stimmt auch nur die Hälfte dessen, was sich Johan­nes „Hass macht häss­lich“ Kahrs als Ruf in langer…wie sage ich es diplomatisch…Wühlarbeit erwor­ben hat, kann mit dieser Geschichte etwas nicht stimmen. Der Spiegel schreibt: „Als lang­jäh­ri­ger Bericht­erstat­ter für das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium im Haus­halts­aus­schuss hätte ich gern für das Amt des Wehr­be­auf­trag­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges kan­di­diert”

Hätte? Warum hat er nicht? „Aus Frak­ti­ons­krei­sen hieß es, Kahrs akzep­tiere aber, dass dazu wohl keine Mehr­heit im Bun­des­tag gefun­den werden konnte.“

Kars ist das, was ich Polit-Junkie nennen würde. Macht­geil, ruppig, unan­ge­nehm. Keinem Streit geht er aus dem Weg, poli­ti­sche Leichen pflas­tern seinen Weg. Legen­där waren etwa seine nächt­li­chen Droh­an­rufe, mit denen er einst in Hamburg eine lästige Kon­kur­ren­tin aus dem Weg räumen wollte. Kahrs wurde über­führt, aber ein Cha­rak­ter ändert sich nicht so leicht. Und nun will man uns erzäh­len, er ginge frei­wil­lig auf kalten Poli­tik­ent­zug, weil er nicht Wehr­be­auf­trag­ter werden konnte? Ein Amt, für das er gar nicht erst kan­di­diert hatte, weil er sich wenig Chancen aus­rech­nete? Und deshalb gibt er sogar sein Bun­des­tags­man­dat auf? Für wie dumm möchte man uns hier wohl ver­kau­fen? Ich würde ja eher darauf tippen, er ist über diese Sacher hier (https://​youtu​.be/​z​c​1​M​7​5​t​R​3LE) ganz böse gestol­pert. Zurecht, sollten die Vor­würfe zutref­fen.


2.5.2020: Die FAZ (und nicht nur die) meldet abson­der­li­ches: Die Rich­tung der Migra­tion über das Mit­tel­meer scheint sich gerade umzu­po­len.

In Gizeh einst, auf den Kamelen,
Tou­ris­ten sich für Klein­geld quälen.
Der Auf­stieg kostete fünf Pfund,
der Abstieg zehn­fach tat sich kund.

An Schlep­pers Afri­ka­ge­schäf­ten,
Racke­tes kleine Preise heften.
Der Rückweg Schlep­per dann ent­zückt:
kein Ret­ter­schiff die Preise drückt.

Und die Moral von der Geschicht?
Rei­se­büro, verzage nicht!
Denn wer stets One-Way-Tickes biet‘,
des‘ Laden auch in Krisen blüht!


2.5.2020: Der Schwer­punkt der von Q zitier­ten „kli­ma­re­por­ter“, deren Koope­ra­ti­ons­part­ner so klin­gende Namen haben wie Cor­rec­tiv, Neues Deutsch­land und chi­na­dia­lo­gue, liegt übri­gens in der „Bericht­erstat­tung von UN-Kli­ma­kon­fe­ren­zen, die in der deut­schen Öffent­lich­keit ansons­ten nur am Rande Beach­tung finden“. Kaum Beachtung…selten so gelacht! Pro­fes­sor Quatsch­dochnich zitiert also aus dem­sel­ben Biotop, das seinen Lehr­stuhl und seinen Akti­vis­mus finan­ziert. Was man unfreund­lich als „argumen­ta­tive Inzucht“ bezeich­nen könnte, würde ich etwas char­man­ter als selbst­re­fe­ren­zi­ell bezeich­nen. Doch das Problem bleibt: es gibt da eine unge­sunde Per­so­nal­union der Strol­che, Pro­fi­teure und Herolde der Ener­gie­wende. Man schreibt ein­an­der ele­gi­sche Artikel und Gefäl­lig­keits­gut­ach­ten, man kennt sich, zitiert sich und stimmt ein­an­der zu. Oder etwas popu­lis­ti­scher aus­ge­drückt: Bei den Ener­gier­wen­dern ist Dr. Malboro der Haupt­spon­sor der Pul­mo­lo­gen.


27.4.2020: Mas­ken­freies Pres­se­ku­scheln mit AKK beim Foto­ter­min mit ukrai­ni­schem Trans­port­flug­zeug, das Masken aus China nach Deutsch­land brachte. Das ist ja nicht die Bun­des­wehr – das ist mul­ti­ples Organ­ver­sa­gen.


21.4.2020: Wer billig tankt, kann ja auch höhere Strom­preise zahlen! (Marie Antoi­nette, deut­sche Exper­tin für Angebot und Lie­ber­nicht­nach­fra­go­lo­gie)


etwas weiter fort­ge­schrit­te­ner 4.4.2020: Service à la russe (Ser­vier­vor­schlag)


4.4.2020: Nanu? Ich dachte, tür­ki­sche Gast­ar­bei­ter haben dieses Land wie­der­auf­ge­baut. Und warum so plötz­lich wieder „Partner“? Viel­leicht weiß Trump nur noch nicht, dass es sowas wie eine deut­sche Bun­des­re­gie­rung als Partner gibt? Könnte es sein, dass Trump zum ersten Mal von Onkel Steini hört, weil der nach dem Ver­bleib von Atem­mas­ken fragt? Mir ist nicht ganz klar, ob Chebli hier jammert oder feiert. Denn schließ­lich verhält sich Trump nun doch endlich mal so, wie sie es schon immer von ihm erwar­tet hat: America first! Das unserer Bun­des­wehr in Kenia eine ganze Flug­zeug­la­dung Masken abhan­den kommt…geschenkt! Dass Deutsch­land es inner­halb von vier geschla­ge­nen Wochen nicht geschis­sen bekommt, genü­gend eigene Masken herzustellen…geschenkt. Dass 3M keine Hin­weise auf das „Weg­kau­fen“ von Masken hat…geschenkt. Dass in den USA die Hütte gerade stärker brennt als in Neu­kölln nach dem gest­ri­gen Moscheebesuch…geschenkt! Dass Daniel Sturm (Welt) auch Bra­si­lien auf die Liste der von Trump betro­ge­nen Länder setzt, obwohl Bol­so­naro als der leib­haf­tige Mini-Trump doch schließ­lich an allen Übeln im Land selbst schuld sein muss…geschenkt. Aber „Über­lebe, wer Geld hat“? Ernst­haft? Hat Deutsch­land etwa nicht genug Geld, um die gestie­ge­nen Preise für Schutz­aus­rüs­tung zu zahlen? Ich dachte, wir sind ein reiches Land? In der Türkei wird die Bevöl­ke­rung inzwi­schen dazu auf­ge­ru­fen, der Regie­rung Geld zu schi­cken. Viel­leicht sollten wir in Deutsch­land ja über Rolex-Spenden nach­den­ken.


24.3.2020:

18.3.2020: Beson­ders auf Twitter läuft seit Tagen eine hitzige Debatte über ein Inter­view, welches der pen­sio­nierte Arzt Dr. Wodarg von einer grie­chi­schen Insel aus gab. Das solle man sich doch mal ansehen, heißt es dann und die ganze Corona-Panik sei im Grunde Blöd­sinn und wir alle „auf dem fal­schen Dampfer“. Das Video hat mitt­ler­weile sicher jeder gesehen, deshalb hier nur kurz meine (lai­en­hafte) Ein­schät­zung, weil ich immer wieder dazu auf­ge­for­dert werde (warum auch immer):

Die teil­weise extrem schwe­ren Ver­läufe der Krank­heit legen nahe, dass es sich sehr wohl um ein neues Virus handelt. Wodarg liegt hier kom­plett falsch, meine ich. Womit er recht haben könnte ist sein Zweifel an der Zuver­läs­sig­keit der aktu­el­len Tests, die womög­lich breit­ban­dig alle mög­li­chen Corona-Viren finden. Die Genau­ig­keit der Tests von Drosten liegt ja angeb­lich irgendwo zwi­schen 40–70%. Es kann also sein, dass die gemel­de­ten Fall­zah­len auch „normale” Corona-Vor­komm­nisse erfas­sen, die wir schon immer haben. Das würde auch erklä­ren, warum Corona überall auf­tritt, sobald inten­siv getes­tet wird. Es kann auch sein, dass Corona-Viren bereits bei jeder simplen Erkäl­tung mit im Spiel sind, wir wegen des übli­cher­weise milden Ver­laufs nur nie so genau hin­ge­se­hen haben. Das ändert aber nichts daran, dass in Italien und anderswo TAUSENDE an einer Form der beid­sei­ti­gen Lun­gen­ent­zün­dung sterben, die es so noch nie gab.

Noch ein Wort zur „übli­chen Mor­ta­li­tät” bei Grippe. An der sterben nämlich hier­zu­lande nicht TAUSENDE pro Jahr. Die Zahlen sind nichts als Hoch­rech­nun­gen. In Deutsch­land ist die Zahl NACHWEISLICHER Grippe-Opfer, also von Fällen mit viro­lo­gi­schem Befund, deut­lich gerin­ger. Der höchste Wert, den ich da mal gelesen hatte, waren etwa 200. Was wir jetzt erleben, hat leider ganz andere Dimen­sio­nen.

Ob Wodarg übri­gens der Chef von Postel – der als begab­ter Hoch­stap­ler nicht nur ihn täuschte – war oder nicht, spielt hier sicher keine Rolle. Man sollte nicht alles was der Mann sagt, einfach so weg­wi­schen. Auch wenn ich seine Argu­mente größ­ten­teils nicht stich­hal­tig finde, ist Kritik doch prin­zi­pi­ell etwas Gutes. Und dass die Corona-Tests man­gel­haft und nicht veri­fi­ziert sind, ist leider eine Tat­sa­che, die man nicht so leicht abtun sollte. Ergäben bessere Tests nämlich prä­zi­sere Ergeb­nisse, würden die Fall­zah­len womög­lich schon beim Messen zurück­ge­hen und die Aus­brei­tungs­wege der spe­zi­el­len Covid-19-Vari­ante klarer zu sehen sein. Misst man nämlich in das Grund­rau­schen anderer Corona-Viren hinein, erfährt man gar nichts.

Ich erin­nere hier nur mal an das „Heil­bron­ner Phantom“, also die mit DNA ver­un­rei­nig­ten Wat­te­stäb­chen der Polizei, die dazu führten, dass eine „Täterin“ an allen mög­li­chen Tat­or­ten auf­tauchte und die Polizei nach einer „Seri­en­mör­de­rin“ fahn­dete. Wie sich her­aus­stellte, arbei­tet die Frau in der Firma, die Wat­te­stäb­chen her­stellte und ver­packte. Die Zuver­läs­sig­keit der aktu­el­len Tests kann man mit diesen Wat­te­stäb­chen ver­glei­chen…

Mit anderen Worten: die Lage ist ernst, aber womög­lich nicht so hoff­nungs­los, wie es scheint. Unnötig zu erwäh­nen, dass nicht nur an Impf­stof­fen, sondern auch an genaue­ren Tests gear­bei­tet wird. Und das ist auch gut so.


7.3.2020: Ohne es aus­zu­spre­chen impli­ziert die Tages­schau, dass es bei den Grünen am gleich­be­rech­tigs­ten zugeht. Betrach­tet man aller­dings die Aus­gangs­zah­len, nämlich den Anteil der Frauen an den Mit­glie­dern der Par­teien, stellt man fest, dass bei Grünen, SPD und Linken Frauen sogar über­pro­por­tio­nal Mandate erlan­gen, während in anderen Par­teien Frauen etwas unter­pro­por­tio­nal ver­tre­ten sind.

Die Grünen, Linken und die SPD müssten also für einen „gerech­ten“ Proporz sogar einige Frauen aus dem Bun­des­tag werfen (mir würden da eine oder zwei ein­fal­len). Um die Art Gerech­tig­keit zu erzwin­gen, die den Redak­teu­ren der Tages­schau vor­schwebt, müssten jedoch zunächst ALLE Par­teien Frauen zwangs­weise rekru­tie­ren oder Männer aus der Partei raus­schmei­ßen, bis 50:50 erreicht ist und dann stell sich noch die Frage, wie man erreicht, dass jeweils die Hälfte Männer und Frauen es für erstre­bens­wert halten, in den BT ein­zu­zie­hen. Kann man zwangs­ver­pflich­tet werden wie als Wahl­hel­fer? Die Wehr­pflicht ist abge­schafft und wir führen statt­des­sen eine Man­dats­pflicht ein? Groß­ar­tig! Das wäre aus­bau­fä­hig, indem wir ein Grund­recht auf fünf Jahre poli­ti­sches Mandat für alle ein­füh­ren, allein schon um der Alters­ar­mut durch Pen­si­ons­an­sprü­che zu begeg­nen.

Was die ARD da treibt ist „absichts­vol­les Lügen mit fal­schen Basis­wer­ten“ anläss­lich des inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges. Jeden Tag steht bei der ARD ein Redak­teur auf, der Framing-Dienst hat!


27.2.2020: Da ich nicht schon wieder einen lange Artikel über sie schrei­ben will – es wäre nun schon der dritte in diesem Monat und das sähe doch irgend­wie nach Obses­sion aus – möchte ich dieses aktu­elle Video von Claudia Kemfert, dem Num­mern­girl der Ener­gie­wende, hier nur kurz vor­stel­len. Ein Freund schickte mir gestern den Link, sonst hätte ich es schon in den letzten Artikel ein­ge­baut, denn das Video hat es in sich.

Wie so oft gibt es auch bei dieser Vor­stel­lung keinen Dialog, sondern Kan­zel­rede. Im Video doziert Frau Kemfert, was das eigent­lich für Typen sind, die da immer jammern, die Ener­gie­wende sei viel zu teuer. Ganz klar: die Ver­lie­rer, Typen also, die „auf fossile Energie“ gesetzt haben. So Typen wie sie, sie und sie da hinten, die nicht recht­zei­tig inves­tiert haben in erneu­er­bare Ener­gien. Und da hat sie natür­lich nicht ganz unrecht. Ver­lie­rer sind die Strom­ver­brau­cher, denen die monat­li­che Abschlags­zah­lung für Energie die Inves­ti­tion in Gold, Immo­bi­lien, Bür­ger­wind­par­k­an­teile und andere Dinge ver­mas­seln, die man sich für das, was der Staat vom Gehalt übrig lässt, leisten möchte.

Hätten nur mal alle auf Claudia Kemfert gehört und sich hinten ange­stellt, als die Sub­ven­tio­nen ver­teilt wurden, dann stünden manche heute nicht so blöd da und bet­tel­ten um Brot. Sie hätten schon vor Jahren anfan­gen können, sub­ven­tio­nierte Torten zu fressen!

Man kann das Video auch so inter­pre­tie­ren, dass es für Kemfert und ihre Stich­wort­ge­ber die Strom­ver­brau­cher als solche gar nicht gibt, also jene Men­schen, die sich nicht für Inves­ti­tio­nen inter­es­sie­ren, sondern einfach nur güns­ti­gen und zuver­läs­si­gen Strom haben wollen. Für Kemfert und die­je­ni­gen, die ihr solche abge­fah­re­nen Mono­loge ein­flüs­tern, gibt es nur Gewin­ner der Ener­gie­wende und deren ewig gest­rige Ver­hin­de­rer.

Das Video sollte kli­ma­wan­del­si­cher auf­be­wahrt werden, denn wir werden es im Ethik­un­ter­richt in einigen Jahren noch brau­chen, um die Abge­brüht­heit zu illus­trie­ren, mit welcher eine mit gol­de­nen Löffeln gefüt­terte Branche ihre Opfer für dumm ver­kauft. (PS: Achten sie beim Genuss dieser zwölf Minuten Pro­pa­ganda für Voll­trot­tel auf die Gesich­ter des schwei­gen­den Publi­kums.)

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24.2.2020: Seit heute Pflicht: der Smart-Meter-Einbau„Durch sie sollen Strom­netze besser genutzt, der Ener­gie­ver­brauch gesenkt und strom­fres­sende Geräte aus­ge­macht werden.“ Strom­fres­sende Geräte aus­ma­chen konnte man anhand der Strom­kos­ten auch schon früher. Nun wird das exter­na­li­siert, indem der Netz­be­trei­ber von außen fest­stellt und fest­le­gen kann, was ein ange­mes­se­ner Ver­brauch ist. Schöne neue Welt aus Total­über­wa­chung und Strom­zu­tei­lung, ganz zu schwei­gen von der anfäl­li­gen Daten­si­cher­heit und unkla­ren Frage, was mit den erho­be­nen Daten noch alles geschieht.


21.2.2020: So egal es einigen ist, welche dem Anfangs­ver­dacht wider­spre­chen­den Erkennt­nisse nach und nach über den Mörder aus Hanau ans Licht kommen, so egal sind manchen Jour­na­lis­ten auch andere stö­rende Fakten. Tat­mo­tiv ver­weile doch, du warst so schön! Nicht nur greift Bert­hold Kohler, der Her­aus­ge­ber der FAZ, bei seiner Gene­ral­ab­rech­nung mit den poli­tisch Unbe­rühr­ba­ren nun schon Michael Klo­n­ovsky per­sön­lich an (dabei ist der bekannt­lich nicht Mit­glied der AfD). Er stellt auch gleich klar, dass er das Ergeb­nis einer von ihm erfleh­ten Beob­ach­tung der Schwe­fel­bu­ben durch den Ver­fas­sungs­schutz für nicht ent­schei­dend hält.
„Doch am Ende ist nicht dessen [gemeint ist der VVS] Urteil ent­schei­dend, sondern das des mün­di­gen Bürgers und Wählers.“ Will heißen: ‚was schert mich die mög­li­cher­weise fest­zu­stel­lende Rechts­staat­lich­keit einer Partei, wenn ich, Bert­hold der Besen­schwin­ger, die weg­ha­ben will!‘.
Aber „mündig“ will er ihn ja gar nicht, den Bürger. Dem Her­aus­ge­ber der Frank­fur­ter Ver­all­ge­mei­nern­den Zeitung genügt es, wenn der Wähler willig ist und ein­sich­tig und belehr­bar.
Die Gründe nämlich, warum jemand unter Andro­hung von Repres­sa­lien die AfD NICHT wählt, sind ihm in Wahr­heit herz­lich egal. Fun-Fact: Tobias R., dem geistig erheb­lich gestör­ten Mörder, war die AfD übri­gens „nicht radikal genug“, wie n‑tv berich­tete. Jemand, der die Absicht äußert, „20 Völker aus­zu­rot­ten” weil die dem Bau einer Zeit­ma­schine im Weg stehen, dem haben Typen, die sich beschimp­fen, aus­gren­zen und sich die Autos abfa­ckeln lassen, nichts zu bieten.


17.2.2020: Während einige Medien heute einer­seits schon wieder vom „aus der Zeit gefal­le­nen Anti­kom­mu­nis­mus“ schwa­feln, die Linke von der Wie­der­be­le­bung des Sozia­lis­mus träumt, für dessen real exis­tie­rende Reinkar­na­tion sie Rame­lows Thü­rin­gen halten und im Land bereits wieder Trans­pa­rente mit FDJ-Emblem und der Auf­schrift „30 Jahre sind genug“ fol­gen­los durch die Straßen getra­gen werden, bringt Arte eine drei­tei­lige Doku­men­ta­tion über das Gulag-System der Sowjet­union. Über jenes System also, das Anhän­ger von US-Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Bernie Sanders vor lau­fen­den Kameras loben, für „halb so schlimm“ halten und gern für die USA adap­tie­ren möchten. Möglich sind auf Skla­ve­rei basie­rende Systeme wie der Gulag nur, wenn es gelingt, durch Pro­pa­ganda eine duale, auf „Gut“ und „Böse“ basie­rende Ideo­lo­gie als ver­bind­lich zu eta­blie­ren – da läuten ange­sichts der aktu­el­len Hys­te­rie längst wieder die Alarm­glo­cken. Die Arte Doku: Gulag – Die sowje­ti­sche „Haupt­ver­wal­tung der Lager“. Absolut emp­feh­lens­wert!


10.2.2020: Die Schwe­fel­bu­bi­sie­rung der Oppo­si­tion
(eine Anlei­tung zur Eska­la­tion in acht Phasen)

Stets zustim­men,
nicht pro­tes­tie­ren!

Protest ja,
aber keine Par­tei­grün­dung!

Par­tei­grün­dung, na gut,
aber nicht wählen!

Wählen, ok,
aber unter der 5%-Hürde bleiben!

Die 5%-Hürde über­sprin­gen,
aber in den Par­la­men­ten igno­rie­ren!

In Debat­ten zur Kennt­nis nehmen,
aber sich nicht von ihnen wählen lassen!

Sich von ihnen wählen lassen,
aber nur den Rich­ti­gen!

Und wenn der Rich­tige gewählt wurde,
wozu dann noch pro­tes­tie­ren?


8.2.2020, Tag fünf des Put­sches gegen die Demo­kra­tie in Deutsch­land: Ich habe mich immer gefragt, wie man es eines Tages anstel­len wird bei der CDU, wenn in Kürze die Frage im Raum steht, auf Bun­des­ebene als Juni­or­part­ner mit den Grünen zu koalie­ren. Der „Sün­den­fall“ Thü­rin­gen bietet die per­fekte Gele­gen­heit, vor­be­rei­ten­den Säu­be­rungs­maß­nah­men ins Werk zu setzten. Uni­ons­po­li­ti­ker, die sich eine gewisse Grund­ver­bun­den­heit zu den Libe­ra­len bewahrt haben und deshalb treu­blind zu jeder Gra­tu­la­tion ent­schlos­sen sind, werden gerade als Spreu weg­ge­bla­sen. So bricht man die letzten Brücken ab zur liberal-kon­ser­va­ti­ven Ver­gan­gen­heit und kann Arme und Köpfe weit nach Links und zu den Grünen öffnen. Chris­tian Hirte, CDU-Staats­se­kre­tär und Ost­be­auf­trag­ter, machte sich am Diens­tag schul­dig, indem er dem FDP-Minis­ter­prä­si­den­ten von Thü­rin­gen gra­tu­lierte. Merkel meint, das mache ihn untrag­bar für sein Amt, er trat dar­auf­hin zurück – er wurde zurück­ge­tre­ten trifft es besser.


4.2.2020: Nach „fest“ kommt häufig „ab“. Das gilt nicht nur für Schrau­ben, wenn man sie über­dreht, sondern auch für poli­ti­sche Nar­ra­tive wie „russian col­lu­sion“. Von Trump berich­ten die deut­schen Medien derzeit gern, er würde seinen Wahl­kampf auf „Angst vor dem Sozia­lis­mus“ eines Bernie Sanders auf­bauen – ja was denn sonst, möchte man fragen. Sollen die USA den „demo­kra­ti­schen Sozia­lis­mus“ etwas will­kom­men heißen? Doch was bitte ist das, was der demo­kra­ti­sche Abge­ord­nete Adam Schiff da schwa­felt? Trump könnte, wenn er nicht recht­zei­tig aus dem Amt ent­fernt würde, den Russen Alaska ver­kau­fen, wenn er von dort Unter­stüt­zung für seine Wie­der­wahl erhielte. Wie bitte? Glaubt Schiff ernst­haft, dass diesen Blöd­sinn irgend­je­mand glaubt? Gut, Rachel Maddow viel­leicht, weil die das glauben will, aber sonst? Wie ver­zwei­felt müssen die Demo­kra­ten im Moment sein, um solchen Blöd­sinn zu ver­zap­fen? Ange­sichts von über­ge­schnapp­ten Dems wie Pelosi und Schiff würde ich mir ja mehr Sorgen darüber machen, ob Trump nicht lieber deren Hei­mat­staat Kali­for­nien an Mexiko zurück­gibt. Und ich dachte, vor allem unsere Poli­ti­ker hätten einen an der Waffel!


4.2.2020: CNN spricht von „mayor delay in results”, die New York Times noch tref­fen­der von „con­fu­sion”, während die Kan­di­da­ten der Demo­kra­ten sich irgend­wie alle als Sieger fühlen. DIE WELT fasst es in der tref­fen­den Head­line „Der denkbar pein­lichste, schlech­teste Start in ein Wahl­jahr” zusam­men. Hat man wirk­lich tech­ni­sche Pro­bleme oder dauert es nur so lange, den erwar­te­ten Sieg von Sanders abzu­wen­den? Denn während sich das Estab­lish­ment der Dems auf einen aus­sichts­lo­sen Kampf gegen das Wahl­er­geb­nis 2016 einließ, wurde die Partei von den Sozia­lis­ten um Sanders, und „The Squad” geka­pert und somit in einen Zwei­fron­ten­krieg gegen die Rea­li­tät ver­wi­ckelt. Man wollte so gern mit Biden auf dem abge­lau­fe­nen Obama-Ticket zurück ins Weiße Haus, doch das eigene Impeache­ment-Ver­fah­ren (und Bidens Lust­lo­sig­keit, der bislang noch nicht mal sowas wie ein Motto für seine Prä­si­dent­schaft hat) beschä­dig­ten diese Idee. Sanders, der mit der Par­tei­füh­rung seit seiner Abser­vie­rung 2016 noch eine Rech­nung offen hat, holte in den Umfra­gen auf. Die sozia­lis­ti­schen Spinner werden Biden oder Warren nicht akzep­tie­ren, das Partei-Estab­lish­ment wird Sanders nicht folgen. Trump ist der lachende Dritte. Sein Vor­wahl­er­geb­nis in Iowa lag pünkt­lich vor: 97,1%.


2.2.2020: Medien, Mons­tren, Muta­tio­nen – natür­lich sind Linke lustig, ich könnte mich den ganzen Tag über sie beöm­meln*. Das liegt wohl daran, dass ich in meiner Jugend noch mar­xis­tisch geschult wurde, das bildet Anti­kör­per. Und wer nicht glaubt, dass Rechte keine Men­schen mögen (außer gut durch­ge­bra­ten mit Salat­bei­lage), der wird das auf der Par­tei­schule „Jan Böh­mer­mann“ in einem zwei­jäh­ri­gen Inten­siv­stu­dium Mar­xis­mus-Humo­ris­mus schon lernen! Wer in Kursen wie „Bloß nicht den Kopf ver­lie­ren – der Revo­lu­tio­när in der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion“, „Kochen im Gulag – der Revo­lu­tio­när und die Diät“ oder „Klo­pa­pier wird über­schätzt – wie ich lernte, den Mangel in Vene­zuela zu lieben“ keinen Humor ent­wi­ckelt, ist kein guter Linker und wird dann schon sehen, was er davon hat.

*säch­si­scher Fach­be­griff für „am Boden liegen vor Lachen”. Word schlägt mir „baumeln” als Alter­na­tive vor, doch das ist ja eher das Gegen­teil und droht all jenen, die über linke Witz­bolde nicht lachen können oder die ver­pflich­tende Lach­ab­gabe (früher GEZ) nicht freudig ent­rich­ten.


31.1.2020: Neulich bei Lanz.


11.1.2020: Wer hätte gedacht, dass der­einst ein ent­schei­den­der Stand­ort­vor­teil für Indus­trie­an­sied­lun­gen südlich von Berlin die Nähe zur pol­ni­schen Grenze sein würde? Tesla bringt für seinen Fir­men­neu­bau in Haupt­stadt­nähe wohl mehr Prag­ma­tis­mus mit, als es sich deut­sche Poli­ti­ker auch nur aus­mah­len konnten. Auf der A10 werden dem­nächst nicht mehr nur pol­ni­sche Hand­wer­ker ins Ruhr­ge­biet, sondern Tesla-Schrau­ber nach Bran­den­burg pendeln. Und das ist auch gut so, denn es zeigt uns zwei Dinge:

Erstens, „Made in Germany“ heißt eben nicht „Made by Germans”. Zwei­tens, das Per­so­nal, das bei uns Industrie‑, Ver­kehrs- oder über­haupt Politik macht, ist gelinde gesagt „intel­lek­tu­ell her­aus­ge­for­dert“ und ließ sich von Tesla mit vagen Ver­spre­chun­gen und Absichts­er­klä­run­gen abspei­sen. Ich wette, in ihrer Über­heb­lich­keit haben unsere Spit­zen­po­li­ti­ker nicht mal daran gedacht, Tesla könne statt aufs hippe Berlin auf den pol­ni­schen Arbeits­markt schauen.

Warum Tesla nicht gleich in Polen gebaut hat? Ver­mut­lich waren die Geschenke dort nicht so üppig wie im besten Deutsch­land, dass wir je hatten.


11.1.2020: „Sie hat abge­lehnt.”
„Also wieder Siemens-Aktien kaufen?”
„Kaeser ist noch da.”
„Oh.”


10.1.2020: Märchen-Nach­hilfe für Joe Kaeser: Der Prinz soll den Drachen töten und ihm nicht das halbe König­reich anbie­ten!


Leicht ver­frühte Geburts­tags­wün­sche für die Partei der Günen, die am 13.1.1980 gegrün­det wurden.


10.1.2020: Wie es um Netz­aus­bau und Digi­ta­li­sie­rung in Deutsch­land steht, erkennt man daran, dass die der­zei­tige DDoS-Attacke auf die GEZ mit der Post kommen muss.


5.1.2020: Hat der Iran nun 2015 gelogen oder macht er 2020 nur Spaß? Nur zur Erin­ne­rung: der Iran hat immer bestrit­ten jemals ein Atom­waf­fen­pro­gramm gehabt zu haben. Ob Obama heute bereut, dass 2016 auf seine Anwei­sung 400 Mil­lio­nen Dollar in Bar per Flug­zeug nach Teheran gebracht wurden? Europa hätte auf Israel hören sollen!


5.1.2020: Das Femi­nis­ti­sche Mani­fest des Jens van Tricht, dass uns der Deutsch­land­funk hier so drin­gend ans Herz legt und das uns erklärt, warum „tra­di­tio­nelle Kon­zepte von Männ­lich­keit“ den Kli­ma­wan­del ver­ur­sa­chen (ver­mut­lich Grill­fleisch und CO2 im Bier) ist ein Renner in der Frau­en­be­we­gung! Ich vermute, jede femi­nis­ti­sche Biblio­thek und jede Uni mit Lehr­stuhl für Gender zwi­schen Flens­burg und Gar­misch hat eins ange­schafft – und da kommt bekannt­lich einiges zusam­men! Wie sonst hätte sich dieses Buch wohl auf Ver­kaufs­rang 9.921 hoch­schlei­men können? Dagegen sehen Best­sel­ler von Heiko Maas (Rang 415.876) blass aus! Van Trichts Buch muss mit seinen 180 Seiten eine gute Dicke haben, um Tische vom Kippeln abzu­hal­ten, denn gelesen hat es offen­bar noch niemand. Seit der Ver­öf­fent­li­chung am 11. Sep­tem­ber 2019 ist nämlich noch keine einzige Rezen­sion bei Amazon belegt. Ein Blick ins Inhalts­ver­zeich­nis und ins Buch bei Amazon offen­bart indes die wahren Absich­ten von Autor und DLF: Weil der übliche abge­stan­dene und offen­bar unbe­ach­tete Salm aus Sozi­al­kon­struk­ti­vis­mus, Männ­lich­keits­nor­men, Selbst­re­fle­xion und Eman­zi­pa­tion keinen Hund hinter dem Ofen her­vor­zie­hen kann, hebt man das Büch­lein einfach auf eine „höhere Ebene“, indem man es mit dem alles erschla­gen­dem Thema „Kli­ma­wan­del“ schau­mig auf­schlägt. Im Buch ist vom Kli­ma­wan­del und dessen männ­li­chen Ver­ur­sa­cher aber offen­bar nicht die Rede, kein ein­zi­ger Inhalts­punkt deutet auch nur in diese Rich­tung. Alter Wein in neuen Schläu­chen und der DLF als wil­li­ger Som­me­lier – unsere Gebüh­ren bei der pro­pa­gan­dis­ti­schen Arbeit!


noch dazu:


3.1.2020: Tausend Mal berührt und bis auf Blut pro­vo­ziert? Dieter Dehm, auf dessen Stru­vel­kopf es ordent­li­cher aus­sieht als darin, ver­misst also den Stra­ßen­kampf! Endlich mal wieder „Tod den USA“ brüllen und es nicht immer nur zu denken! Endlich wieder staat­lich finan­zierte kom­mu­nis­ti­sche „Frie­dens­mär­sche“, nur dass der letzte Finan­zier DDR nicht mehr zur Ver­fü­gung steht. Endlich wieder Unter­grund­aus­bil­dung an der Kalasch­ni­kow bei den ara­bi­schen Waf­fen­bet­sch­wes­tern… Aber viel­leicht sehen wir da auf Twitter gar nicht der rote Grütze aus Dehms Kopf beim Trock­nen zu, sondern der Grütze seines Medien-Buddys, des RAR-Ter­ro­ris­ten Chris­tian Klar, der sich um Dehms Inter­net­prä­senz kümmert? Ob Dehm und Klar Hand in Hand gegen den „US-Impe­ria­lis­mus“ auf die Straße gehen und die ganze Linke Frak­tion gleich mit, wird die USA aber in etwa so viel inter­es­sie­ren, wie wenn in Teheran ein Sack Pis­ta­zien umfällt. „Bis aufs Blut pro­vo­ziert“ kann ich aller­dings nicht als Schlin­gel­for­mu­lie­rung durch­ge­hen lassen für den ira­ni­schen Vorstoß in Rich­tung Israel, die ent­fes­selte, blut­rüns­tige Rhe­to­rik der Mullahs und den Versuch, wieder einmal eine ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaft zu stürmen. Dehm, mach die Tür zu deinem Haus in der Toskana hinter dir zu, halt einfach mal die Klappe und denk an die Arbei­ter­klasse. Tau­send­mal ist was pas­siert und Du hast nix kapiert!