Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

11.1.2020: Wer hätte gedacht, dass der­einst ein ent­schei­den­der Stand­ort­vor­teil für Indus­trie­an­sied­lun­gen südlich von Berlin die Nähe zur pol­ni­schen Grenze sein würde? Tesla bringt für seinen Fir­men­neu­bau in Haupt­stadt­nähe wohl mehr Prag­ma­tis­mus mit, als es sich deut­sche Poli­ti­ker auch nur aus­mah­len konnten. Auf der A10 werden dem­nächst nicht mehr nur pol­ni­sche Hand­wer­ker ins Ruhr­ge­biet, sondern Tesla-Schrau­ber nach Bran­den­burg pendeln. Und das ist auch gut so, denn es zeigt uns zwei Dinge:

Erstens, „Made in Germany“ heißt eben nicht „Made by Germans”. Zwei­tens, das Per­so­nal, das bei uns Industrie‑, Ver­kehrs- oder über­haupt Politik macht, ist gelinde gesagt „intel­lek­tu­ell her­aus­ge­for­dert“ und ließ sich von Tesla mit vagen Ver­spre­chun­gen und Absichts­er­klä­run­gen abspei­sen. Ich wette, in ihrer Über­heb­lich­keit haben unsere Spit­zen­po­li­ti­ker nicht mal daran gedacht, Tesla könne statt aufs hippe Berlin auf den pol­ni­schen Arbeits­markt schauen.

Warum Tesla nicht gleich in Polen gebaut hat? Ver­mut­lich waren die Geschenke dort nicht so üppig wie im besten Deutsch­land, dass wir je hatten.


11.1.2020: „Sie hat abge­lehnt.”
„Also wieder Siemens-Aktien kaufen?”
„Kaeser ist noch da.”
„Oh.”


10.1.2020: Märchen-Nach­hilfe für Joe Kaeser: Der Prinz soll den Drachen töten und ihm nicht das halbe König­reich anbie­ten!


Leicht ver­frühte Geburts­tags­wün­sche für die Partei der Günen, die am 13.1.1980 gegrün­det wurden.


10.1.2020: Wie es um Netz­aus­bau und Digi­ta­li­sie­rung in Deutsch­land steht, erkennt man daran, dass die der­zei­tige DDoS-Attacke auf die GEZ mit der Post kommen muss.


5.1.2020: Hat der Iran nun 2015 gelogen oder macht er 2020 nur Spaß? Nur zur Erin­ne­rung: der Iran hat immer bestrit­ten jemals ein Atom­waf­fen­pro­gramm gehabt zu haben. Ob Obama heute bereut, dass 2016 auf seine Anwei­sung 400 Mil­lio­nen Dollar in Bar per Flug­zeug nach Teheran gebracht wurden? Europa hätte auf Israel hören sollen!


5.1.2020: Das Femi­nis­ti­sche Mani­fest des Jens van Tricht, dass uns der Deutsch­land­funk hier so drin­gend ans Herz legt und das uns erklärt, warum „tra­di­tio­nelle Kon­zepte von Männ­lich­keit“ den Kli­ma­wan­del ver­ur­sa­chen (ver­mut­lich Grill­fleisch und CO2 im Bier) ist ein Renner in der Frau­en­be­we­gung! Ich vermute, jede femi­nis­ti­sche Biblio­thek und jede Uni mit Lehr­stuhl für Gender zwi­schen Flens­burg und Gar­misch hat eins ange­schafft – und da kommt bekannt­lich einiges zusam­men! Wie sonst hätte sich dieses Buch wohl auf Ver­kaufs­rang 9.921 hoch­schlei­men können? Dagegen sehen Best­sel­ler von Heiko Maas (Rang 415.876) blass aus! Van Trichts Buch muss mit seinen 180 Seiten eine gute Dicke haben, um Tische vom Kippeln abzu­hal­ten, denn gelesen hat es offen­bar noch niemand. Seit der Ver­öf­fent­li­chung am 11. Sep­tem­ber 2019 ist nämlich noch keine einzige Rezen­sion bei Amazon belegt. Ein Blick ins Inhalts­ver­zeich­nis und ins Buch bei Amazon offen­bart indes die wahren Absich­ten von Autor und DLF: Weil der übliche abge­stan­dene und offen­bar unbe­ach­tete Salm aus Sozi­al­kon­struk­ti­vis­mus, Männ­lich­keits­nor­men, Selbst­re­fle­xion und Eman­zi­pa­tion keinen Hund hinter dem Ofen her­vor­zie­hen kann, hebt man das Büch­lein einfach auf eine „höhere Ebene“, indem man es mit dem alles erschla­gen­dem Thema „Kli­ma­wan­del“ schau­mig auf­schlägt. Im Buch ist vom Kli­ma­wan­del und dessen männ­li­chen Ver­ur­sa­cher aber offen­bar nicht die Rede, kein ein­zi­ger Inhalts­punkt deutet auch nur in diese Rich­tung. Alter Wein in neuen Schläu­chen und der DLF als wil­li­ger Som­me­lier – unsere Gebüh­ren bei der pro­pa­gan­dis­ti­schen Arbeit!


noch dazu:


3.1.2020: Tausend Mal berührt und bis auf Blut pro­vo­ziert? Dieter Dehm, auf dessen Stru­vel­kopf es ordent­li­cher aus­sieht als darin, ver­misst also den Stra­ßen­kampf! Endlich mal wieder „Tod den USA“ brüllen und es nicht immer nur zu denken! Endlich wieder staat­lich finan­zierte kom­mu­nis­ti­sche „Frie­dens­mär­sche“, nur dass der letzte Finan­zier DDR nicht mehr zur Ver­fü­gung steht. Endlich wieder Unter­grund­aus­bil­dung an der Kalasch­ni­kow bei den ara­bi­schen Waf­fen­bet­sch­wes­tern… Aber viel­leicht sehen wir da auf Twitter gar nicht der rote Grütze aus Dehms Kopf beim Trock­nen zu, sondern der Grütze seines Medien-Buddys, des RAR-Ter­ro­ris­ten Chris­tian Klar, der sich um Dehms Inter­net­prä­senz kümmert? Ob Dehm und Klar Hand in Hand gegen den „US-Impe­ria­lis­mus“ auf die Straße gehen und die ganze Linke Frak­tion gleich mit, wird die USA aber in etwa so viel inter­es­sie­ren, wie wenn in Teheran ein Sack Pis­ta­zien umfällt. „Bis aufs Blut pro­vo­ziert“ kann ich aller­dings nicht als Schlin­gel­for­mu­lie­rung durch­ge­hen lassen für den ira­ni­schen Vorstoß in Rich­tung Israel, die ent­fes­selte, blut­rüns­tige Rhe­to­rik der Mullahs und den Versuch, wieder einmal eine ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaft zu stürmen. Dehm, mach die Tür zu deinem Haus in der Toskana hinter dir zu, halt einfach mal die Klappe und denk an die Arbei­ter­klasse. Tau­send­mal ist was pas­siert und Du hast nix kapiert!