Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

24.3.2020:

18.3.2020: Beson­ders auf Twitter läuft seit Tagen eine hitzige Debatte über ein Inter­view, welches der pen­sio­nierte Arzt Dr. Wodarg von einer grie­chi­schen Insel aus gab. Das solle man sich doch mal ansehen, heißt es dann und die ganze Corona-Panik sei im Grunde Blöd­sinn und wir alle „auf dem fal­schen Dampfer“. Das Video hat mitt­ler­weile sicher jeder gesehen, deshalb hier nur kurz meine (lai­en­hafte) Ein­schät­zung, weil ich immer wieder dazu auf­ge­for­dert werde (warum auch immer):

Die teil­weise extrem schwe­ren Ver­läufe der Krank­heit legen nahe, dass es sich sehr wohl um ein neues Virus handelt. Wodarg liegt hier kom­plett falsch, meine ich. Womit er recht haben könnte ist sein Zweifel an der Zuver­läs­sig­keit der aktu­el­len Tests, die womög­lich breit­ban­dig alle mög­li­chen Corona-Viren finden. Die Genau­ig­keit der Tests von Drosten liegt ja angeb­lich irgendwo zwi­schen 40–70%. Es kann also sein, dass die gemel­de­ten Fall­zah­len auch „normale” Corona-Vor­komm­nisse erfas­sen, die wir schon immer haben. Das würde auch erklä­ren, warum Corona überall auf­tritt, sobald inten­siv getes­tet wird. Es kann auch sein, dass Corona-Viren bereits bei jeder simplen Erkäl­tung mit im Spiel sind, wir wegen des übli­cher­weise milden Ver­laufs nur nie so genau hin­ge­se­hen haben. Das ändert aber nichts daran, dass in Italien und anderswo TAUSENDE an einer Form der beid­sei­ti­gen Lun­gen­ent­zün­dung sterben, die es so noch nie gab.

Noch ein Wort zur „übli­chen Mor­ta­li­tät” bei Grippe. An der sterben nämlich hier­zu­lande nicht TAUSENDE pro Jahr. Die Zahlen sind nichts als Hoch­rech­nun­gen. In Deutsch­land ist die Zahl NACHWEISLICHER Grippe-Opfer, also von Fällen mit viro­lo­gi­schem Befund, deut­lich gerin­ger. Der höchste Wert, den ich da mal gelesen hatte, waren etwa 200. Was wir jetzt erleben, hat leider ganz andere Dimen­sio­nen.

Ob Wodarg übri­gens der Chef von Postel – der als begab­ter Hoch­stap­ler nicht nur ihn täuschte – war oder nicht, spielt hier sicher keine Rolle. Man sollte nicht alles was der Mann sagt, einfach so weg­wi­schen. Auch wenn ich seine Argu­mente größ­ten­teils nicht stich­hal­tig finde, ist Kritik doch prin­zi­pi­ell etwas Gutes. Und dass die Corona-Tests man­gel­haft und nicht veri­fi­ziert sind, ist leider eine Tat­sa­che, die man nicht so leicht abtun sollte. Ergäben bessere Tests nämlich prä­zi­sere Ergeb­nisse, würden die Fall­zah­len womög­lich schon beim Messen zurück­ge­hen und die Aus­brei­tungs­wege der spe­zi­el­len Covid-19-Vari­ante klarer zu sehen sein. Misst man nämlich in das Grund­rau­schen anderer Corona-Viren hinein, erfährt man gar nichts.

Ich erin­nere hier nur mal an das „Heil­bron­ner Phantom“, also die mit DNA ver­un­rei­nig­ten Wat­te­stäb­chen der Polizei, die dazu führten, dass eine „Täterin“ an allen mög­li­chen Tat­or­ten auf­tauchte und die Polizei nach einer „Seri­en­mör­de­rin“ fahn­dete. Wie sich her­aus­stellte, arbei­tet die Frau in der Firma, die Wat­te­stäb­chen her­stellte und ver­packte. Die Zuver­läs­sig­keit der aktu­el­len Tests kann man mit diesen Wat­te­stäb­chen ver­glei­chen…

Mit anderen Worten: die Lage ist ernst, aber womög­lich nicht so hoff­nungs­los, wie es scheint. Unnötig zu erwäh­nen, dass nicht nur an Impf­stof­fen, sondern auch an genaue­ren Tests gear­bei­tet wird. Und das ist auch gut so.


7.3.2020: Ohne es aus­zu­spre­chen impli­ziert die Tages­schau, dass es bei den Grünen am gleich­be­rech­tigs­ten zugeht. Betrach­tet man aller­dings die Aus­gangs­zah­len, nämlich den Anteil der Frauen an den Mit­glie­dern der Par­teien, stellt man fest, dass bei Grünen, SPD und Linken Frauen sogar über­pro­por­tio­nal Mandate erlan­gen, während in anderen Par­teien Frauen etwas unter­pro­por­tio­nal ver­tre­ten sind.

Die Grünen, Linken und die SPD müssten also für einen „gerech­ten“ Proporz sogar einige Frauen aus dem Bun­des­tag werfen (mir würden da eine oder zwei ein­fal­len). Um die Art Gerech­tig­keit zu erzwin­gen, die den Redak­teu­ren der Tages­schau vor­schwebt, müssten jedoch zunächst ALLE Par­teien Frauen zwangs­weise rekru­tie­ren oder Männer aus der Partei raus­schmei­ßen, bis 50:50 erreicht ist und dann stell sich noch die Frage, wie man erreicht, dass jeweils die Hälfte Männer und Frauen es für erstre­bens­wert halten, in den BT ein­zu­zie­hen. Kann man zwangs­ver­pflich­tet werden wie als Wahl­hel­fer? Die Wehr­pflicht ist abge­schafft und wir führen statt­des­sen eine Man­dats­pflicht ein? Groß­ar­tig! Das wäre aus­bau­fä­hig, indem wir ein Grund­recht auf fünf Jahre poli­ti­sches Mandat für alle ein­füh­ren, allein schon um der Alters­ar­mut durch Pen­si­ons­an­sprü­che zu begeg­nen.

Was die ARD da treibt ist „absichts­vol­les Lügen mit fal­schen Basis­wer­ten“ anläss­lich des inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges. Jeden Tag steht bei der ARD ein Redak­teur auf, der Framing-Dienst hat!


27.2.2020: Da ich nicht schon wieder einen lange Artikel über sie schrei­ben will – es wäre nun schon der dritte in diesem Monat und das sähe doch irgend­wie nach Obses­sion aus – möchte ich dieses aktu­elle Video von Claudia Kemfert, dem Num­mern­girl der Ener­gie­wende, hier nur kurz vor­stel­len. Ein Freund schickte mir gestern den Link, sonst hätte ich es schon in den letzten Artikel ein­ge­baut, denn das Video hat es in sich.

Wie so oft gibt es auch bei dieser Vor­stel­lung keinen Dialog, sondern Kan­zel­rede. Im Video doziert Frau Kemfert, was das eigent­lich für Typen sind, die da immer jammern, die Ener­gie­wende sei viel zu teuer. Ganz klar: die Ver­lie­rer, Typen also, die „auf fossile Energie“ gesetzt haben. So Typen wie sie, sie und sie da hinten, die nicht recht­zei­tig inves­tiert haben in erneu­er­bare Ener­gien. Und da hat sie natür­lich nicht ganz unrecht. Ver­lie­rer sind die Strom­ver­brau­cher, denen die monat­li­che Abschlags­zah­lung für Energie die Inves­ti­tion in Gold, Immo­bi­lien, Bür­ger­wind­par­k­an­teile und andere Dinge ver­mas­seln, die man sich für das, was der Staat vom Gehalt übrig lässt, leisten möchte.

Hätten nur mal alle auf Claudia Kemfert gehört und sich hinten ange­stellt, als die Sub­ven­tio­nen ver­teilt wurden, dann stünden manche heute nicht so blöd da und bet­tel­ten um Brot. Sie hätten schon vor Jahren anfan­gen können, sub­ven­tio­nierte Torten zu fressen!

Man kann das Video auch so inter­pre­tie­ren, dass es für Kemfert und ihre Stich­wort­ge­ber die Strom­ver­brau­cher als solche gar nicht gibt, also jene Men­schen, die sich nicht für Inves­ti­tio­nen inter­es­sie­ren, sondern einfach nur güns­ti­gen und zuver­läs­si­gen Strom haben wollen. Für Kemfert und die­je­ni­gen, die ihr solche abge­fah­re­nen Mono­loge ein­flüs­tern, gibt es nur Gewin­ner der Ener­gie­wende und deren ewig gest­rige Ver­hin­de­rer.

Das Video sollte kli­ma­wan­del­si­cher auf­be­wahrt werden, denn wir werden es im Ethik­un­ter­richt in einigen Jahren noch brau­chen, um die Abge­brüht­heit zu illus­trie­ren, mit welcher eine mit gol­de­nen Löffeln gefüt­terte Branche ihre Opfer für dumm ver­kauft. (PS: Achten sie beim Genuss dieser zwölf Minuten Pro­pa­ganda für Voll­trot­tel auf die Gesich­ter des schwei­gen­den Publi­kums.)


24.2.2020: Seit heute Pflicht: der Smart-Meter-Einbau„Durch sie sollen Strom­netze besser genutzt, der Ener­gie­ver­brauch gesenkt und strom­fres­sende Geräte aus­ge­macht werden.“ Strom­fres­sende Geräte aus­ma­chen konnte man anhand der Strom­kos­ten auch schon früher. Nun wird das exter­na­li­siert, indem der Netz­be­trei­ber von außen fest­stellt und fest­le­gen kann, was ein ange­mes­se­ner Ver­brauch ist. Schöne neue Welt aus Total­über­wa­chung und Strom­zu­tei­lung, ganz zu schwei­gen von der anfäl­li­gen Daten­si­cher­heit und unkla­ren Frage, was mit den erho­be­nen Daten noch alles geschieht.


21.2.2020: So egal es einigen ist, welche dem Anfangs­ver­dacht wider­spre­chen­den Erkennt­nisse nach und nach über den Mörder aus Hanau ans Licht kommen, so egal sind manchen Jour­na­lis­ten auch andere stö­rende Fakten. Tat­mo­tiv ver­weile doch, du warst so schön! Nicht nur greift Bert­hold Kohler, der Her­aus­ge­ber der FAZ, bei seiner Gene­ral­ab­rech­nung mit den poli­tisch Unbe­rühr­ba­ren nun schon Michael Klo­n­ovsky per­sön­lich an (dabei ist der bekannt­lich nicht Mit­glied der AfD). Er stellt auch gleich klar, dass er das Ergeb­nis einer von ihm erfleh­ten Beob­ach­tung der Schwe­fel­bu­ben durch den Ver­fas­sungs­schutz für nicht ent­schei­dend hält.
„Doch am Ende ist nicht dessen [gemeint ist der VVS] Urteil ent­schei­dend, sondern das des mün­di­gen Bürgers und Wählers.“ Will heißen: ‚was schert mich die mög­li­cher­weise fest­zu­stel­lende Rechts­staat­lich­keit einer Partei, wenn ich, Bert­hold der Besen­schwin­ger, die weg­ha­ben will!‘.
Aber „mündig“ will er ihn ja gar nicht, den Bürger. Dem Her­aus­ge­ber der Frank­fur­ter Ver­all­ge­mei­nern­den Zeitung genügt es, wenn der Wähler willig ist und ein­sich­tig und belehr­bar.
Die Gründe nämlich, warum jemand unter Andro­hung von Repres­sa­lien die AfD NICHT wählt, sind ihm in Wahr­heit herz­lich egal. Fun-Fact: Tobias R., dem geistig erheb­lich gestör­ten Mörder, war die AfD übri­gens „nicht radikal genug“, wie n‑tv berich­tete. Jemand, der die Absicht äußert, „20 Völker aus­zu­rot­ten” weil die dem Bau einer Zeit­ma­schine im Weg stehen, dem haben Typen, die sich beschimp­fen, aus­gren­zen und sich die Autos abfa­ckeln lassen, nichts zu bieten.


17.2.2020: Während einige Medien heute einer­seits schon wieder vom „aus der Zeit gefal­le­nen Anti­kom­mu­nis­mus“ schwa­feln, die Linke von der Wie­der­be­le­bung des Sozia­lis­mus träumt, für dessen real exis­tie­rende Reinkar­na­tion sie Rame­lows Thü­rin­gen halten und im Land bereits wieder Trans­pa­rente mit FDJ-Emblem und der Auf­schrift „30 Jahre sind genug“ fol­gen­los durch die Straßen getra­gen werden, bringt Arte eine drei­tei­lige Doku­men­ta­tion über das Gulag-System der Sowjet­union. Über jenes System also, das Anhän­ger von US-Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Bernie Sanders vor lau­fen­den Kameras loben, für „halb so schlimm“ halten und gern für die USA adap­tie­ren möchten. Möglich sind auf Skla­ve­rei basie­rende Systeme wie der Gulag nur, wenn es gelingt, durch Pro­pa­ganda eine duale, auf „Gut“ und „Böse“ basie­rende Ideo­lo­gie als ver­bind­lich zu eta­blie­ren – da läuten ange­sichts der aktu­el­len Hys­te­rie längst wieder die Alarm­glo­cken. Die Arte Doku: Gulag – Die sowje­ti­sche „Haupt­ver­wal­tung der Lager“. Absolut emp­feh­lens­wert!


10.2.2020: Die Schwe­fel­bu­bi­sie­rung der Oppo­si­tion
(eine Anlei­tung zur Eska­la­tion in acht Phasen)

Stets zustim­men,
nicht pro­tes­tie­ren!

Protest ja,
aber keine Par­tei­grün­dung!

Par­tei­grün­dung, na gut,
aber nicht wählen!

Wählen, ok,
aber unter der 5%-Hürde bleiben!

Die 5%-Hürde über­sprin­gen,
aber in den Par­la­men­ten igno­rie­ren!

In Debat­ten zur Kennt­nis nehmen,
aber sich nicht von ihnen wählen lassen!

Sich von ihnen wählen lassen,
aber nur den Rich­ti­gen!

Und wenn der Rich­tige gewählt wurde,
wozu dann noch pro­tes­tie­ren?


8.2.2020, Tag fünf des Put­sches gegen die Demo­kra­tie in Deutsch­land: Ich habe mich immer gefragt, wie man es eines Tages anstel­len wird bei der CDU, wenn in Kürze die Frage im Raum steht, auf Bun­des­ebene als Juni­or­part­ner mit den Grünen zu koalie­ren. Der „Sün­den­fall“ Thü­rin­gen bietet die per­fekte Gele­gen­heit, vor­be­rei­ten­den Säu­be­rungs­maß­nah­men ins Werk zu setzten. Uni­ons­po­li­ti­ker, die sich eine gewisse Grund­ver­bun­den­heit zu den Libe­ra­len bewahrt haben und deshalb treu­blind zu jeder Gra­tu­la­tion ent­schlos­sen sind, werden gerade als Spreu weg­ge­bla­sen. So bricht man die letzten Brücken ab zur liberal-kon­ser­va­ti­ven Ver­gan­gen­heit und kann Arme und Köpfe weit nach Links und zu den Grünen öffnen. Chris­tian Hirte, CDU-Staats­se­kre­tär und Ost­be­auf­trag­ter, machte sich am Diens­tag schul­dig, indem er dem FDP-Minis­ter­prä­si­den­ten von Thü­rin­gen gra­tu­lierte. Merkel meint, das mache ihn untrag­bar für sein Amt, er trat dar­auf­hin zurück – er wurde zurück­ge­tre­ten trifft es besser.


4.2.2020: Nach „fest“ kommt häufig „ab“. Das gilt nicht nur für Schrau­ben, wenn man sie über­dreht, sondern auch für poli­ti­sche Nar­ra­tive wie „russian col­lu­sion“. Von Trump berich­ten die deut­schen Medien derzeit gern, er würde seinen Wahl­kampf auf „Angst vor dem Sozia­lis­mus“ eines Bernie Sanders auf­bauen – ja was denn sonst, möchte man fragen. Sollen die USA den „demo­kra­ti­schen Sozia­lis­mus“ etwas will­kom­men heißen? Doch was bitte ist das, was der demo­kra­ti­sche Abge­ord­nete Adam Schiff da schwa­felt? Trump könnte, wenn er nicht recht­zei­tig aus dem Amt ent­fernt würde, den Russen Alaska ver­kau­fen, wenn er von dort Unter­stüt­zung für seine Wie­der­wahl erhielte. Wie bitte? Glaubt Schiff ernst­haft, dass diesen Blöd­sinn irgend­je­mand glaubt? Gut, Rachel Maddow viel­leicht, weil die das glauben will, aber sonst? Wie ver­zwei­felt müssen die Demo­kra­ten im Moment sein, um solchen Blöd­sinn zu ver­zap­fen? Ange­sichts von über­ge­schnapp­ten Dems wie Pelosi und Schiff würde ich mir ja mehr Sorgen darüber machen, ob Trump nicht lieber deren Hei­mat­staat Kali­for­nien an Mexiko zurück­gibt. Und ich dachte, vor allem unsere Poli­ti­ker hätten einen an der Waffel!


4.2.2020: CNN spricht von „mayor delay in results”, die New York Times noch tref­fen­der von „con­fu­sion”, während die Kan­di­da­ten der Demo­kra­ten sich irgend­wie alle als Sieger fühlen. DIE WELT fasst es in der tref­fen­den Head­line „Der denkbar pein­lichste, schlech­teste Start in ein Wahl­jahr” zusam­men. Hat man wirk­lich tech­ni­sche Pro­bleme oder dauert es nur so lange, den erwar­te­ten Sieg von Sanders abzu­wen­den? Denn während sich das Estab­lish­ment der Dems auf einen aus­sichts­lo­sen Kampf gegen das Wahl­er­geb­nis 2016 einließ, wurde die Partei von den Sozia­lis­ten um Sanders, und „The Squad” geka­pert und somit in einen Zwei­fron­ten­krieg gegen die Rea­li­tät ver­wi­ckelt. Man wollte so gern mit Biden auf dem abge­lau­fe­nen Obama-Ticket zurück ins Weiße Haus, doch das eigene Impeache­ment-Ver­fah­ren (und Bidens Lust­lo­sig­keit, der bislang noch nicht mal sowas wie ein Motto für seine Prä­si­dent­schaft hat) beschä­dig­ten diese Idee. Sanders, der mit der Par­tei­füh­rung seit seiner Abser­vie­rung 2016 noch eine Rech­nung offen hat, holte in den Umfra­gen auf. Die sozia­lis­ti­schen Spinner werden Biden oder Warren nicht akzep­tie­ren, das Partei-Estab­lish­ment wird Sanders nicht folgen. Trump ist der lachende Dritte. Sein Vor­wahl­er­geb­nis in Iowa lag pünkt­lich vor: 97,1%.


2.2.2020: Medien, Mons­tren, Muta­tio­nen – natür­lich sind Linke lustig, ich könnte mich den ganzen Tag über sie beöm­meln*. Das liegt wohl daran, dass ich in meiner Jugend noch mar­xis­tisch geschult wurde, das bildet Anti­kör­per. Und wer nicht glaubt, dass Rechte keine Men­schen mögen (außer gut durch­ge­bra­ten mit Salat­bei­lage), der wird das auf der Par­tei­schule „Jan Böh­mer­mann“ in einem zwei­jäh­ri­gen Inten­siv­stu­dium Mar­xis­mus-Humo­ris­mus schon lernen! Wer in Kursen wie „Bloß nicht den Kopf ver­lie­ren – der Revo­lu­tio­när in der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion“, „Kochen im Gulag – der Revo­lu­tio­när und die Diät“ oder „Klo­pa­pier wird über­schätzt – wie ich lernte, den Mangel in Vene­zuela zu lieben“ keinen Humor ent­wi­ckelt, ist kein guter Linker und wird dann schon sehen, was er davon hat.

*säch­si­scher Fach­be­griff für „am Boden liegen vor Lachen”. Word schlägt mir „baumeln” als Alter­na­tive vor, doch das ist ja eher das Gegen­teil und droht all jenen, die über linke Witz­bolde nicht lachen können oder die ver­pflich­tende Lach­ab­gabe (früher GEZ) nicht freudig ent­rich­ten.


31.1.2020: Neulich bei Lanz.


11.1.2020: Wer hätte gedacht, dass der­einst ein ent­schei­den­der Stand­ort­vor­teil für Indus­trie­an­sied­lun­gen südlich von Berlin die Nähe zur pol­ni­schen Grenze sein würde? Tesla bringt für seinen Fir­men­neu­bau in Haupt­stadt­nähe wohl mehr Prag­ma­tis­mus mit, als es sich deut­sche Poli­ti­ker auch nur aus­mah­len konnten. Auf der A10 werden dem­nächst nicht mehr nur pol­ni­sche Hand­wer­ker ins Ruhr­ge­biet, sondern Tesla-Schrau­ber nach Bran­den­burg pendeln. Und das ist auch gut so, denn es zeigt uns zwei Dinge:

Erstens, „Made in Germany“ heißt eben nicht „Made by Germans”. Zwei­tens, das Per­so­nal, das bei uns Industrie‑, Ver­kehrs- oder über­haupt Politik macht, ist gelinde gesagt „intel­lek­tu­ell her­aus­ge­for­dert“ und ließ sich von Tesla mit vagen Ver­spre­chun­gen und Absichts­er­klä­run­gen abspei­sen. Ich wette, in ihrer Über­heb­lich­keit haben unsere Spit­zen­po­li­ti­ker nicht mal daran gedacht, Tesla könne statt aufs hippe Berlin auf den pol­ni­schen Arbeits­markt schauen.

Warum Tesla nicht gleich in Polen gebaut hat? Ver­mut­lich waren die Geschenke dort nicht so üppig wie im besten Deutsch­land, dass wir je hatten.


11.1.2020: „Sie hat abge­lehnt.”
„Also wieder Siemens-Aktien kaufen?”
„Kaeser ist noch da.”
„Oh.”


10.1.2020: Märchen-Nach­hilfe für Joe Kaeser: Der Prinz soll den Drachen töten und ihm nicht das halbe König­reich anbie­ten!


Leicht ver­frühte Geburts­tags­wün­sche für die Partei der Günen, die am 13.1.1980 gegrün­det wurden.


10.1.2020: Wie es um Netz­aus­bau und Digi­ta­li­sie­rung in Deutsch­land steht, erkennt man daran, dass die der­zei­tige DDoS-Attacke auf die GEZ mit der Post kommen muss.


5.1.2020: Hat der Iran nun 2015 gelogen oder macht er 2020 nur Spaß? Nur zur Erin­ne­rung: der Iran hat immer bestrit­ten jemals ein Atom­waf­fen­pro­gramm gehabt zu haben. Ob Obama heute bereut, dass 2016 auf seine Anwei­sung 400 Mil­lio­nen Dollar in Bar per Flug­zeug nach Teheran gebracht wurden? Europa hätte auf Israel hören sollen!


5.1.2020: Das Femi­nis­ti­sche Mani­fest des Jens van Tricht, dass uns der Deutsch­land­funk hier so drin­gend ans Herz legt und das uns erklärt, warum „tra­di­tio­nelle Kon­zepte von Männ­lich­keit“ den Kli­ma­wan­del ver­ur­sa­chen (ver­mut­lich Grill­fleisch und CO2 im Bier) ist ein Renner in der Frau­en­be­we­gung! Ich vermute, jede femi­nis­ti­sche Biblio­thek und jede Uni mit Lehr­stuhl für Gender zwi­schen Flens­burg und Gar­misch hat eins ange­schafft – und da kommt bekannt­lich einiges zusam­men! Wie sonst hätte sich dieses Buch wohl auf Ver­kaufs­rang 9.921 hoch­schlei­men können? Dagegen sehen Best­sel­ler von Heiko Maas (Rang 415.876) blass aus! Van Trichts Buch muss mit seinen 180 Seiten eine gute Dicke haben, um Tische vom Kippeln abzu­hal­ten, denn gelesen hat es offen­bar noch niemand. Seit der Ver­öf­fent­li­chung am 11. Sep­tem­ber 2019 ist nämlich noch keine einzige Rezen­sion bei Amazon belegt. Ein Blick ins Inhalts­ver­zeich­nis und ins Buch bei Amazon offen­bart indes die wahren Absich­ten von Autor und DLF: Weil der übliche abge­stan­dene und offen­bar unbe­ach­tete Salm aus Sozi­al­kon­struk­ti­vis­mus, Männ­lich­keits­nor­men, Selbst­re­fle­xion und Eman­zi­pa­tion keinen Hund hinter dem Ofen her­vor­zie­hen kann, hebt man das Büch­lein einfach auf eine „höhere Ebene“, indem man es mit dem alles erschla­gen­dem Thema „Kli­ma­wan­del“ schau­mig auf­schlägt. Im Buch ist vom Kli­ma­wan­del und dessen männ­li­chen Ver­ur­sa­cher aber offen­bar nicht die Rede, kein ein­zi­ger Inhalts­punkt deutet auch nur in diese Rich­tung. Alter Wein in neuen Schläu­chen und der DLF als wil­li­ger Som­me­lier – unsere Gebüh­ren bei der pro­pa­gan­dis­ti­schen Arbeit!


noch dazu:


3.1.2020: Tausend Mal berührt und bis auf Blut pro­vo­ziert? Dieter Dehm, auf dessen Stru­vel­kopf es ordent­li­cher aus­sieht als darin, ver­misst also den Stra­ßen­kampf! Endlich mal wieder „Tod den USA“ brüllen und es nicht immer nur zu denken! Endlich wieder staat­lich finan­zierte kom­mu­nis­ti­sche „Frie­dens­mär­sche“, nur dass der letzte Finan­zier DDR nicht mehr zur Ver­fü­gung steht. Endlich wieder Unter­grund­aus­bil­dung an der Kalasch­ni­kow bei den ara­bi­schen Waf­fen­bet­sch­wes­tern… Aber viel­leicht sehen wir da auf Twitter gar nicht der rote Grütze aus Dehms Kopf beim Trock­nen zu, sondern der Grütze seines Medien-Buddys, des RAR-Ter­ro­ris­ten Chris­tian Klar, der sich um Dehms Inter­net­prä­senz kümmert? Ob Dehm und Klar Hand in Hand gegen den „US-Impe­ria­lis­mus“ auf die Straße gehen und die ganze Linke Frak­tion gleich mit, wird die USA aber in etwa so viel inter­es­sie­ren, wie wenn in Teheran ein Sack Pis­ta­zien umfällt. „Bis aufs Blut pro­vo­ziert“ kann ich aller­dings nicht als Schlin­gel­for­mu­lie­rung durch­ge­hen lassen für den ira­ni­schen Vorstoß in Rich­tung Israel, die ent­fes­selte, blut­rüns­tige Rhe­to­rik der Mullahs und den Versuch, wieder einmal eine ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaft zu stürmen. Dehm, mach die Tür zu deinem Haus in der Toskana hinter dir zu, halt einfach mal die Klappe und denk an die Arbei­ter­klasse. Tau­send­mal ist was pas­siert und Du hast nix kapiert!