Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

17.11.2021: Entscheide Dich!
Hab ich, ich will nicht.
Entscheide Dich!
Wie schon gesagt, ich hab mich entschieden.
Entscheide Dich!

Entscheide Dich!

Soll ich Dir bei der Entscheidung helfen?
Nein!
Dann entscheide Dich!
*Handgemenge*


16.11.2021: Verehrte Damen und Herren, ich möchte Ihre geschätzte Aufmerksamkeit auf diesen Herren im Bild lenken. Thomas Binger ist der Staatsanwalt, der die Anklage gegen Kyle Rittenhouse führt, also ein Angestellter des Staates. Im Prozess geht es unter anderem um die Frage, ob und wenn nein warum Rittenhouse verantwortungslos mit der Waffe umging, die hier im Bild zu sehen ist. Im Schlussplädoyer nimmt Binger nun eben diese Waffe aus der Hand eines Gerichtsdieners, prüft nicht, ob die Kammer leer ist (ein Magazin ist ja nicht drin), legt Richtung Geschworene an und hat den Finger am Abzug. Wir halten also fest, dass dieser Staatsanwalt, der nicht wusste, dass der 17-jährige Rittenhouse sehr wohl das Recht hatte, diese Waffe zu führen (Rifle, not a Handgun) und offensichtlich in der Eric-Baldwin-Schule den Umgang mit Waffen gelernt hat, nun den Geschworenen zeigen will, wie man sorgsam mit Waffen umgeht. Keine weiteren Fragen, euer Ehren.


8.11.2021: Einer unbequemen und beim Mainstream verhassten Investigativplattform wird ein Tagebuch zugespielt, das angeblich von Bidens Tochter Ashley stammt. Das Corpus Delicti ist weithin schon längst durchgesickert (etwa bei Reddit) und kann von den Journalisten der Investigativplattform „Project Veritas“ nicht verifiziert werden. Auch ist denen die Quelle nicht geheuer, weil Auszüge aus dem Tagebuch überall auftauchen. Man gibt das Tagebuch an den Informanten zurück und macht keine Story daraus. Zu heikel, zu unsicher, ob man da nicht in eine Falle läuft und alles nur eine Fälschung ist. Kurze Zeit später tritt das FBI beim Gründer von „Project Veritas“ frühmorgens die Türe ein, auf der Suche nach: „einem gestohlenen Tagebuch“. Vergessen wir mal den womöglich brisanten Inhalt und die Tatsache, dass der sich im Internet auch mit Hausdurchsuchungen bei unbeliebten Journalisten nicht mehr einfangen lässt, stellen wir nun drei Dinge fest.

  1. Im Gegensatz zu Steuerunterlagen genießen persönliche Tagebücher in den Staaten eigentlich keinen besonderen informationellen Schutz. Der Einsatz eines SEK zum Zweck der Auffindung ist also höchst fragwürdig.
  2. Wenn bisher Zweifel an der Echtheit des Tagebuches bestanden – die man leicht auch absichtlich hätte vertiefen können – hat man die Echtheit durch die ausdrückliche Suche nach dem „gestohlenen Tagebuch“ nun versehentlich bestätigt, was der Verbreitung der Inhalte sicher neuen Schub geben dürfte.
  3. Alles was der Frankfurter Rundschau in dieser Situation einfällt, ist, „Project Veritas“ als „Trump-nahe Gruppe“ zu bezeichnen, die „rechtsorientiert“ und von Trump finanziert sei. Alles kompletter Blödsinn aber als Rechtfertigung einer Hausdurchsuchung bei einem Journalisten offenbar schon genug für die FR, denn für einen Sozialisten ist es völlig in Ordnung, wenn die Staatsgewalt dem politischen Gegner noch vor dem Frühstück das Esszimmer durch den Hinterkopf schiebt. Für die Leser dieses linksorientierten und von der SPD finanzierten Blattes genügt hier die Vermutung, dass die Hausdurchsuchung an sich schon ein Schuldbeweis sei, denn das FBI würde doch nie…ja sicher!

7.11.2021: Bestes Indubio aller Zeiten! Ich weiß gar nicht, wo ich mit der Beschreibung anfangen sollte. Deshalb: unbedingt anhören. Danke an Matthias Burchardt, Alexander Meschnig, Markus Somm und natürlich Burkhard Müller-Ullrich für 50 Minuten Gedankengewitter und Seelenlabsal.
Eine Erklärung dann doch noch. Es wird dem Hörer auffallen, dass viele Aussagen von den Mitdiskutanten mit dem Satz „Das sehe ich anders“ quittiert werden und man diese andere Erklärung dann stets genauso stringent und logisch nachvollziehen kann wie die zuvor geäußerte. Wir haben es hier gewissermaßen mit einem Konsens in der höheren Ebene zu tun – der Begriff „conditio humana“ wurde genannt –, während man im Sachbezug unterschiedliche und teils sehr widersprüchliche Betrachtungen liefert. Dieses Ballett der „streitenden Meinungen“ unterschied sich so extrem und wohltuend von den ideologisch aufgeladenen ideologischen Debatten wie Sous-Vide-Garung von einem explodierenden Schnellkochtopf.


2.11.2021: Meist bin ich froh, dass ich mich selten an meine Träume erinnern kann. Doch gestern Nacht hatte ich einen Auftritt in einem Comedy-Club in Cherbourg. Das Publikum hat viel gelacht und ich war beim Aufwachen stinksauer, weil ich gerade mitten in einer Pointe war. Wenn ich mich wenigstens an den Witz erinnern könnte! Dummerweise verstehe ich kein Französisch.


1.11.2021: Meanwhile in Edinburgh…


30.10.2021: Halberstadt, 90er Jahre. Die Probleme mit den alten DDR-Telefonleitungen ließen sich für unsere Firma auch mit der funkelnagelneuen Siemens-Telefonanlage nicht lösen. Fast täglich gab es Störungen. Anruf bei der Telekom, damals noch Post: „Ach, sie haben eine Siemens-Telefonanlage? Dann müssen sie bei Siemens anrufen!“ Anruf bei Siemens: „Da können wir gar nichts machen, das liegt an der Leitung.“

Heute. Die Wortwahl ist schon lustig. Kreuzimpfung klingt nach Exorzismus, „Mix & Match“ in den USA klingt wie eine Mottoparty im Swingerclub. Entscheidend ist, dass damit alle Statistiken und Langzeitstudien wertlos werden und die Hersteller mit dem Finger immer auf den anderen zeigen können, wenn es zu „Störungen“ kommt. Das Virus scheint sich in letzter Zeit indes kaum verändert zu haben, die Epsilon-Kappa Varianten kommen scheinbar nicht so richtig in Fahrt. Delta ist und bleibt dominant. Die nun verstärkt geforderten „Auffrischungen“ werden also nicht wie bei der Grippe nötig, weil sich das Virus geändert hat, sondern weil die Impfung nicht effektiv schützt. Bessere Impfstoffe als die seit Dezember verabreichten gibt es aber nicht.

Die „Auffrischung“ – in den Staaten ist mittlerweile von der vierten Dosis die Rede – bringt dem Immunsystem also keine neuen Informationen. Es ist vielmehr der Versuch, Einsteins Definition von Wahnsinn zu widerlegen: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Es ist, als knalle die Fliege immer wieder gegen die Scheibe und denke „an der Stelle war ich noch nicht“. Die Umdefinition von Covid ist deshalb längst vollzogen, wenn von der „Pandemie der Ungeimpften“ die Rede ist. Nicht das Virus, sondern die Verweigerer sind die Krankheit und weil man ersteres nicht bezwingen kann, stürzt man sich auf letztere. Wenn der letzte „Zeuge“ beseitigt und alle geimpft sind, wird es sein, als sei niemand geimpft.

Ach ja, mal sehen ob das Wort Katze noch funktioniert, um dem Okkultismus bei Facebook zu entgehen. Für Kenner der Matrix-Trilogie: es ist die Agent-Smith-Werdung der Menschheit: Me, me, me…also me.


21.10.2021: Das ist gruselig!


25.9.2021: Wind, der Stoff, aus dem die Ökostromträume gemacht sind, entsteht durch Druckunterschiede, die wiederum durch Temperaturunterschiede entstehen. Die Gesetze der Thermodynamik legen fest, dass sich kalte Gebiete stärker erwärmen als bereits wärmere, was im Fall einer globalen Erwärmung Winde rein statistisch eher schwächer als stärker werden lässt. Das sind generell schlechte Nachrichten für die Windmüller, denn mit einer Erwärmung von 1-2° rechnen ja selbst die ambitioniertesten Klimahüpfer. In den windigen Prognosen der Energieberater und den Prospekten von Bürgerwindparks spiegelt sich dieses Naturgesetz aber nicht wider, weshalb man gerade sehr überrascht wurde von der miesen Energieausbeute des letzten Jahres. Nun ist ein laues Jahr auch nichts anderes als ein verrauschter Punkt in einer absichtsvollen Statistik, aber wenn – was ich vermute – überoptimistische Gewinnprognosen auf den oben beschriebenen Effekt treffen, verstärkt sich die EEG Katastrophe natürlich mit Ansage. Bekanntlich nicht die einzige Krankheit bei diesem gesetzgeberischen Murx. Konkret gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die beiden megalomanischen neuen WKA in meiner Nachbarschaft nie errichtet werden, weil den Betreibern Geld und Optimismus ausgehen könnten, 140 Meter hohe Türme in unseren ländlichen Boden zu rammen. Der Bau der Fundamente verzögert sich scheinbar schon…


24.9.2021: 420 mal „Nein“ gegen nur 9 „Ja“ lautete das Votum zu einem Gesetz, das von „The Squad“ unter Federführung von AOC eingebracht wurde und mit dem das Funding des israelischen Verteidigungssystems „Iron Dome“ durch die USA beendet werden sollte. Damit steht für mich fest: die USA stehen weiter zu Israel, ihrem wichtigsten Verbündeten im Nahen Osten und auch die Islamismus-Versteherinnen in der Viererbande um Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar und Rashida Tlaib können daran nichts ändern. Dems und Reps weisen das hinterhältige Gesetz zurück - einig wie seit langem nicht mehr. Angeblich gab es sogar noch ein Gespräch von Pelosi mit AOC, was dazu führte, dass AOC selbst nur mit „anwesend“, also Enthaltung stimmte. Das hinderte sie natürlich nicht daran, nach der Niederlage kameratauglich in Tränen auszubrechen. Was für ein Schmierentheater!


13.9.2021: Von einem gesunden Menschen trotz hohem Antikörpernachweis eine Impfung zu verlangen, ist wie einem Delfin den Zutritt zum Freibad verweigern, weil er die Seepferdchen-Prüfung nicht abgelegt hat.


30.8.2021: Glück im Unglück. Läge Afghanistan am Meer, hätten die Taliban jetzt wohl auch einen Flugzeugträger.


24.8.2021: Das Herkunfts- und Zweckparadox der Solidarität
1: Jedem, der auf dem Mittelmeer in Seenot gerät, muss geholfen werden, obwohl er sich vorsätzlich in Gefahr begeben hat.
2: Jedem, der sich nicht impfen lässt, darf nicht geholfen werden, weil er sich vorsätzlich in Gefahr begeben hat.


16.8.2021: Nur zur Einordnung. Biden macht Urlaub in Camp David, im Situation Room dort gehen die Uhren noch nach Winterzeit (oder man benutzt ein Stock-Foto, weil POTUS gerade nicht vorzeigbar ist), eine Erklärung zu Afghanistan gibt er „demnächst“ ab und seine Pressesprecherin ist auch im Urlaub. Diese Administration hat sowasvonfertig!


15.8.2021: (Symbolbild für diesen Tag)


11.8.2021: Am 14.9. könnte nach Cuomo der nächste unfähige Gouverneur aus dem Amt gekegelt werden. Der Recall (gewissermaßen ein konstruktives Misstrauensvotum der Wähler) gegen Newsom in Californien sieht im Moment Larry Elder zweistellig in Führung. Wenn man den Umfagen trauen darf, könnte das das Ende der Einparteienherrschaft an der Westküste sein. Dass die Presse in CA gerde Gift und Galle gegen Elder spuckt, zeigt die Nervosität im Establishment. Wer ihn nicht kennt, dem sei sein Podcast auf YouTube empfohlen. Ich jedenfalls drücke ihm alle Daumen.


10.8.2021: Und schwupps, schon geht alles ganz schnell. Aber nicht wegen der vielen Toten, die auf sein Konto gehen, weil er C-19-Patienten in Pflegeheime steckte. Seine großfürstliche Bussi-Bussi-Bunga-Bunga Art brach Cuomo das Genick. Worst NY-Gouverneur ever!
Zur Erinnerung, wer das ist: Mr. „Shadow President“, „Hero in the Pandemic“, „The Light in this Darkness“…über den grünen Klee wurde er gelobt. Jede Zeitung und die New Yorker Prominenz rissen sich darum, den Typen in den Himmel zu heben. Er ließ im Frühjahr 2020 die Gefängnisse auf Furcht vor Covid öffnen und Junkies in geschlossenen Luxushotels unterbringen. Er beklagte sich darüber, von der Trump-Regierung nicht genug Beatmungsgeräte zu bekommen (was nicht stimmte) und wollte die in den eigenen Lagern vorhandenen nicht antasten, weil er sie „als Reserve“ bräuchte. Und so weiter und so weiter. Ach ja, die Pflegeheime der älteren New Yorker wurden deshalb mit Patienten vollgestopft, weil Cuomo das riesige und perfekt ausgestattete Lazarettschiff der Navy nicht nutzen wollte, denn Trump hatte es geschickt. Was sind schon ein zehntausend Tote, wenn man Orangeman eins auswischen kann. Wenn in den USA je ein Politiker in den Knast gehörte, dann Cuomo.


5.8.2021:


24.7.2021: Wenn das Geld armer Menschen aus reichen Ländern an reiche Menschen in armen Ländern fließt, nennt man das Entwicklungshilfe. (Stefan Aust)


4.7.2021: Vorsichtig, ganz behutsam rückt der ÖRR von der grünen Heilsgestalt Baerbock ab. Man lässt sie noch nicht fallen, aber man öffnet schon mal die Hand zum Konjunktiv und schaut, ob die Kandidatin, an die man sich nun nicht mehr klammert, steigt oder fällt. Wohl ohne es zu bemerken, liefert das ZDF durch eine zitierte und analysierte Textstelle aus dem strittigen Buch ein Psychogramm nicht nur von Baerbock, sondern dem ganzen grünen Weltrettungszirkus. So verwendet Baerbock folgende Formulierung der Politologin Florence Gaub:

„Wer ständig in Krisen denkt, verharrt in der Kurzfristigkeit und verliert an strategischer Tiefe.“
Ein guter, nachvollziehbarer Satz, den sich die Politik leider – siehe Corona – nicht zu Herzen nahm. Bei Baerbock wird daraus:

„Wer immer nur von der Gegenwart aus denkt, verharrt in der Kurzfristigkeit und verliert an strategischer Tiefe“.

Aus „Krisen“ wurde „Gegenwart“, was tief blicken lässt. Schließlich betrachten die Grünen die gesamte Gegenwart (Baerbock würde diesen Feind sicher als „Jetzt“ bezeichnen) als im Krisenzustand, den es zu überwinden gilt. Alles umkrempeln, alles umbauen, alles besser machen. Es ist der Totalitarismus des Halbwissens, das sich für erleuchtet hält und jeden Widerstand als in der Krise verharrend wollend wahrnimmt, mit dem kein Dialog mehr nötig ist. Alles ist Krise und Gegenwart, wir gestalten die krisenfreie Zukunft. Oder wie Annalena Baerbock es ausdrückte: In dem Buch steht, was ich mit diesem Land machen will. ⁠Übrigens: „Von der Gegenwart aus“ zu denken ist die Pflicht jedes Politikers. „Von der Vergangenheit aus“ denken Historiker, „von der Zukunft aus“ Science-Fiction-Autoren.


30.6.2021: Es zeugt schon von Wurstigkeit, wie das ZDF Baerbocks zusammenkopiertes Buch in Schutz nimmt. Was mache es schon, dass weite Teile aus Wikipedia oder bpb-Artikeln abgeschrieben und von der Autorin nur sanft nachgegendert wurden, die Quellen seien doch frei zugänglich. Sinn der ganzen Zitiererei ist es aber gerade, dass der Leser immer weiß, wessen Gedanken er gerade folgt. Und weil der Gedanke der konkreten Formulierung voraus geht, können in Baerbocks Buch nicht viele ihrer eigenen Gedanken enthalten sein.

Wie bei den vielen Flunkereien in ihrem Lebenslauf findet sich auch in ihrem Buch eine peterpaneske Denkfaulheit, die sich immer nur auf die Leistungen anderer stützt, sich selbst aber jedes Lorbeerkranzes für würdig erachtet. Ist Annalena nie erwachsen geworden wie jener Peter aus Nimmerland? Oder hat sie erkannt, dass die eigenen Gedanken nicht tief und gut genug sind und sammelt deshalb lieber die Gedanken anderer? Hat es deshalb nicht zu akademischen Meriten gereicht, weil ihre Unfähigkeit zum selbstständigen, nicht auf fremde Ideen bezogenen Denken im universitären Umfeld zu offensichtlich ist? Nun jedenfalls drückt sie mit einem Buch ihre Fäuste in die Hüfte und versucht, mit geborgtem Feenstaub abzuheben. Annalena selbst kann ebenso wenig fliegen wie Peter Pan, ganz gleich wie das ZDF oder die Grünen es darstellen.


25.6.2021: Rüttes ehrlichster Satz steht am Ende des Spiegel-Artikels: „Wir wollen Ungarn in die Knie zwingen.“ So spricht eine verhinderte und verzweifelte Großmacht, der erst bei der Expansion die Luft ausging, deren künstlich geschaffene Währung an Attraktivität verliert, der rational entscheidende Mitglieder davonlaufen und die sich nun auf den inneren Zusammenhalt mit jakobinistischem Eifer stürzt.

Doch ich bezweifle, dass sich Ungarn je wieder zum Protektorat einer fremden Macht wird machen lassen, ganz gleich, ob die in Istanbul, Wien, Moskau oder Brüssel sitzt. Denn wer erst mal vor Jakobinern auf den Knien liegt, der verliert auch schnell seinen Kopf. Rütte, Regierungschef eines Steuerparadieses, das der EU ebenfalls ein Dorn im Auge ist, lenkt die Aufmerksamkeit geschickt auf ein aktivistisches und dem Normalbürger kaum verständliches Feld, das sich jedoch medial wunderbar beackern lässt.

Das geänderte ungarische Gesetz hat dazu geführt, dass man sich Ungarn nun einzeln vorknöpfen kann. Vorher war es nämlich die mangelnde Bereitschaft zur Masseneinwanderung. Doch in dieser Sache müsste man auch Griechenland, Italien, Dänemark und Schweden an den ungarischen Pranger stellen und gegen gleich fünf Gegner möchte man in der Hauptstadt der Bürokratie nicht die Hand erheben, weshalb sich das Thema LGTBQ bei Kindern – bekanntlich haben wir überhaupt keine anderen Probleme mehr – bestens eignet. Und nun haut alle kräftig drauf auf den ungarischen Rücken!

Vielleicht möchte Rütte im Binnenmeer der EU nach Großbritannien eine zweite Fluchtinsel für Arbeit, Kapital und Freihandel entstehen lassen? Das wird unweigerlich passieren, wenn die EU weiter solchen Druck ausübt und ihre souveränen Mitgliedsstaaten „in die Knie zwingen“ will. Niemand (außer Deutschland) wird vor Brüssel auf die Knie fallen. Diese klaren, undiplomatischen Worte werden den Niederlanden noch kräftig auf die Klompen fallen.


18.6.2021: Es mag verrückt klingen, aber der Plan macht Sinn. Wir erinnern uns an den stümperhaften Irak-Krieg von Bush Junior, in dessen Folge von jetzt auf gleich die ganze irakische Armee aufgelöst wurde, statt nur Saddams Republikanische Garde zu entwaffnen und die Armee weiter zu bezahlen und Schulen, Fabriken, Museen, Wasserwerke und Geschäfte bewachen zu lassen. Hunderttausende junge Männer, arbeitslos, Pleite aber bewaffnet und jede Menge selbsternannter Befreiungsbewegungen und religiöse Spinner. Das war der eigentliche Start ins Chaos, von dem sich der Irak bis heute nicht erholen konnte.
Im bankrotten Libanon droht Vergleichbares. Wenn der libanesische Staat seine Armee nicht mehr bezahlen kann, stünde die Hisbollah sofort mit iranischem Geld bereit, um die Soldaten zu übernehmen und nach Süden, Richtung Israel marschieren zu lassen. Und das wäre am Ende eine viel schlechtere Variante als die 675.000 libanesische Pfund ($50!!) Monatssold pro Soldat international aufzubringen, um die Truppe zu versorgen.


11.6.2021: Bester Dialog auf einer PK diese Woche!
Vizepräsidentin Harris (USA): Wir müssen die Grundursachen bekämpfen, warum die Menschen aus Guatemala nach Norden gehen, den Klimawandel!
Präsident Giammattei (Guatemala): Die Menschen gehen nach Norden, weil Sie sie eingeladen haben.


10.6.2021: Nicht nur bei der FR ist man offenkundig zu blöde, Einkommen und Vermögen zu unterscheiden. Sie reden zwar von Einkommenssteuer, wollen aber an die Vermögen ran. Man muss das richtig verstehen, die Vorwürfe richten sich nicht gegen illegale Praktiken, das ist alles völlig legal und entspricht der Steuergesetzgebung in den Staaten. Zu der kann man ja stehen wir man will, sollte sie aber verstehen, um sie sachlich kritisieren zu können. Denn welche Steuer war denn Null bei Bezos, Musk und Co? Gemeindesteuern? Federal oder State-Taxes? Ihr wisst es schlicht nicht, meckert aber trotzdem.
Und machen wir zum Schluss die Nagelprobe, liebe FR-Autoren: Wer von euch hat in letzter Zeit seinen Steuerberater gebeten, eine Gesetzeslücke zu finden, dank derer ihr mehr zahlen konntet als ihr musstet? Na? Sehe ich ein paar Hände? Nein? Asoziales Gesindel!


5.6.2021: Wenn ich Christoph Blocher richtig verstanden habe – und das ist bei dessen ausgeprägten Schwizerdütsch nicht ganz einfach für mich – dann ist die Schweiz in eine Falle der EU getappt. Es gibt eine Zahlungsverpflichtung der Schweiz gegenüber der EU, die aus einem Kohäsionsabkommen stammt und eigentlich den 2004 beigetretenen östlichen EU-Staaten unter die Arme greifen soll. Für diesem Programm sind noch etwas mehr als eine Milliarde Euro an Zahlungen offen. Nach dem Scheitern des Rahmenabkommens hat die EU nun diese Restzahlungen einfach umbenannt und spricht nun intern von „Marktzutrittsgebühren“, welche die Schweiz an die EU zahlen muss. Nun ist die Befürchtung Blochers, dass sich aus dieser Umwidmung ein in die Ewigkeit verlängerter Strafzoll entwickeln könnte, denn so eine Gebühr ist ja auch irgendwann man aufgebraucht und muss erneuert werden. Mir scheint, das Problem hat außer der knorrigen alten Eiche Blocher niemand auf dem Schirm. Ich kann mich irren, aber ich denke, die EU spielt hier mit gezinkten Karten und will die Schweiz über den Tisch ziehen. Liebe Schweizer, die ihr hier lest, bitte steckt mir ein Licht auf.


4.6.2021: Bei den Forschungen in den Tiefen grüner Programmatik für meinen letzten Artikel ist einiges Material übrig geblieben. Und weil kuriose Beweise dabei sind, dass die Grünen nicht nur gegen andere Parteien, sondern vor allem gegen die Physik ihren Hut in den Ring geworfen haben, möchte ich Ihnen diese Fundstücke nicht vorenthalten.

Fundstück 1: „… geht es darum, nicht die Arbeit, sondern die zur Verfügung gestellte Leistung zu entlohnen.“

Immer wenn ein Bürgermeister einen Windpark eröffnet, Bänder durchgeschnitten werden und Pressekameras klicken, kann man am nächsten Tag in der Zeitung lesen, wie viele „Megawatt Leistung“ nun wieder ans Netz gegangen seien. Dabei geben die schönen großen Zahlen nur die installierte Leistung an, als das, was die Anlage theoretisch an Energie erzeugen könnte, wenn sie denn überhaupt und dann auch noch optimal liefe. „Zur Verfügung gestellte Leistung“ ist also der dicke Porsche, der auf einen wartet, während man im Streckverband auf der Intensivstation liegt – genauso schnell und nützlich wie ein 2CV. Entscheidend ist die von einer Anlage geleistete Arbeit, also wenn tatsächlich Strom produziert wird, der auch tatsächlich verbraucht werden kann. Die Grünen verwechseln hier also entweder die Begriffe, oder sie wollen am bestehenden Konzept der „Vergütung von Ausfallarbeit“ festhalten, bei dem eine Windanlage auch dann Geld einbringt, wenn sie laufen könnte, aber nicht darf, weil vielleicht die Netze gerade unter der Windernte eines Sturmtiefs ohne Nachnamen ächzen. Das ist ökonomisch so sinnvoll wie Kindergeld an jeden zeugungsfähigen Erwachsenen auszuzahlen, nur weil er oder sie Kinder haben könnte.

Fundstück 2: „Netzausbau beschleunigen… [also dafür sorgen], dass der Strom von dort, wo er erzeugt wird, so schnell wie möglich dorthin gelangt, wo er benötigt wird.“

Bei den Grünen scheint man zu glauben, dass die Windräder hier im Norden die Elektronen einzeln einfangen, verpacken und auf die Reise nach Süden schicken. Doch die Energie wird nicht per UPS, sondern via Kupferkabel übertragen. Dort bewegen sich die Elektronen unabhängig vom grünen Parteiprogramm, und zwar kaum schneller als ein Fußgänger. Die Energie wird durch einen fortlaufenden Impuls übertragen, und erfolgt etwa mit Lichtgeschwindigkeit. „So schnell wie möglich“ Strom zu übertragen ist also ein ziemlich dummes Kriterium für den Netzausbau. Es geht um Kapazitäten und das ist etwas völlig anderes als Geschwindigkeit.


3.6.2021: Ein Theaterstück, welches Kafka leider nie geschrieben hat, wird es erst, wenn man eine Meldung und zwei auf der BILD-Seite verlinkte Artikel richtig zusammenschneidet.


28.5.2021: Die Schlüssel seien auf dem Weg nach Süddeutschland. Dort würden sie in den kommenden Tagen an einem Ort „ausgestellt“, der unter dem Klimawandel gelitten habe.“ Ein Ort in Süddeutschland, der unter dem Klimawandel gelitten hat? Müssen wir jetzt mit Klimaflüchtlingen aus Wolfratshausen oder Tübingen rechnen?


etwas später: <DLF an> Nachrichten um 9:30 Uhr: Luxemburgs Außenminister Asselborn: „Netanjahu habe große Schuld auf sich geladen, er habe mit Ex-Präsident Trump zusammengearbeitet, um alles zu zerstören, was Hoffnung erlaubt hätte.“
Gemeint waren wohl die Friedensverträge mit arabischen Nachbarstaaten, die Einstellung von Schutzgeldzahlungen an Terroristen und die Anerkennung von Tatsachen in Jerusalem. Der Applaus der Hamas ist Asselborn sicher!
Genug DLF für heute!


20.5.2021: Ich lese immer wieder, Israel habe das RECHT auf Selbstverteidigung. Das ist eine sehr simple, um nicht zu sagen hinterhältige Darstellung. Israel hat vielmehr die PFLICHT, seine Bürger zu schützen! Die Gewährleistung der inneren und äußeren Sicherheit ist eine exklusive staatliche Aufgabe, kein Privileg. Wer immer nur von „Recht“ spricht, impliziert, dass man darauf ja auch mal verzichten könne – oder gar solle! Würde Israel jedoch seinen Pflichten gegenüber seiner Bevölkerung nicht nachkommen, die diesen Staat mit ihren Steuern finanziert, verlöre es seine Legitimität ebenso wie die Hamas, die die eigene Bevölkerung terrorisiert, statt sie zu schützen. Daraus folgt: wer Israel bei der Wahrnehmung seiner staatlichen Pflichten in den Arm fallen will, arbeitet an dessen Delegitimierung. Das sollte auch unser Birnenmännchen von Außenminister beachten, wenn er in Israel mal wieder „Deeskalation“ anmahnt.


7.5.2021: Die SPD ist wie Brausepulver. Laut schäumt sie ihrer Auflösung entgegen.


etwas später am 5.4.2021: Ich weiß ja nicht, wer hier schon das (jetzt hätte ich beinahe „Vergnügen“ geschrieben) Privileg hatte, die gastfreundlichen Annehmlichkeiten eines DDR-FDGB-Ferienheims zu genießen? Ich ja, ein oder zwei mal, als Kind. Es sind nicht meine besten Erinnerungen. Und es sind Meldungen wie diese hier, die mir das Blut in den Adern gefrieren lassen, weil sie zwar oberflächlich humanistisch erscheinen, kratzt man jedoch an der Oberfläche, vor Boshaftigkeit, Missachtung und Standesdünkel nur so strotzen. Ich kann das Mittagsbuffet, die Kartoffelpampe und die hellbraune Soße schon riechen, für die wir der Partei- und Staatsführung dankbar sein sollen. Ich für meinen Teil wäre lieber klammer Kunde im billigsten Hotel der Welt als Gnadengast auf Almosenbasis bei einer Bundesbehörde, die zu „meinem Wohl“ Steuergelder verwendet, weil sie auch besser als ich zu wissen glaubt, wie ich meinen Urlaub verbringen sollte!


5.4.2021: „Wenn alle, denen wir den Individualismus nicht zugestehen, Pflegefälle sind, wenn wir den Menschen also als Pflegefall betrachten, stellt sich die Frage, wer pflegt hier eigentlich.“ (Dieter Nuhr, aus meinem Gedächtnisprotokoll, aber im Video leicht wiederzufinden.)
Nur soviel zum Format. Drei Stunden Interview und Zuschauerfragen bieten nicht nur ein gutes Bild über die Gedankenwelt von Dieter Nuhr, sondern auch der Fragesteller und Interviewpartner. Der Namensbestandteil „Naiv“ scheint mir nicht zufällig gewählt, aber ich will nicht kleinlich sein.
Die Gesprächsführung war ok, Nuhr hatte viel Zeit, sich in aller Ruhe und Gelassenheit auszubreiten und es bleibt zu hoffen, dass der „naive“ Teil des Gesprächs etwas gelernt hat. Um die Gelassenheit beneide ich Nuhr, das muss ich schon sagen! Er gehört meiner Meinung nach zu den wenigen noch unverbogenen Ausnahmen im deutschen Kabarett.
Dabei kommt er in vielen seiner Überlegungen zu gänzlich anderen Schlussfolgerungen als ich. Doch das stört mich kein Bisschen, weil er auf denselben Wegen dorthin gelangt. Es sind seine Erkenntnisse, nicht die eines steuernden Kollektivs, es kostet ihn dieselben Mühen, er hat dieselben Zweifel, nur manchmal sind die Erkenntnisse andere, weil sie sich auch aus anderen Quellen speisen. Ich halte das eigentlich sogar für die normal. Wie langweilig wäre die Welt, wenn sie mit unseren Spiegelbildern bevölkert wäre!
Ein Satz aus dem Interview, in dem immer wieder vergeblich versucht wurde, Nuhr hinter die grüne Fichte zu führen, ragt für mich heraus: „Wir müssen so tun, als sei der Mensch als Individuum zurechnungsfähig. Das halte ich für sehr wichtig.“ Dem kann ich mich nu(h)r anschließen. (Link zum empfohlenen Video beim Google-Mitbewerber im Kommentar. Ab 2:20 h kommen die Zuschauerfragen, die von „Alt & Naiv“ moderiert werden. Da ist es am lustigsten.)


28.4.2021: Wenn ich wie heute bei sonnigem Wetter und frischem Wind durch insgesamt vier Windparks zur Arbeit fahre und sehe, dass etwa die Hälfte der Anlagen Soda-Mühlen sind, weil sie gerade nur „so da“ stehen, wird mir immer ganz religiös zumute. „Sehet die Windräder unter dem Himmel an. Sie drehen nicht, sie ernten nicht, und der Stromkunde ernährt sie doch.“ (Evangelium Kemfert, 6:26, „Gleichnis von der Ausfallleistung“)


24.4.2021: Jetzt sollen also schon Schauspieler Verantwortung tragen, wo unsere Politik seit Monaten derart verantwortungslos handelt, dass es schon weh tut? Diese Hypermoralisierung, die jede noch so berechtigte Kritik delegitimiert, ist eines der Long-Covid-Symptome in diesem Land. Auch der Autor dieses Artikels schreibt „Solidarität“ auf seinen Knüppel und prügelt drauf los. Ich finde das erbärmlich und kurzsichtig. Wir sind auf dem besten Weg, ein Volk von Duckmäusern zu werden, die im Gleichschritt marschieren und dies für gesellschaftliche Harmonie halten.


20.4.2021: Wenn einer schon „Eiernockerl“ schreibt, dann weiß doch jeder sofort bescheid! Wusstet ihr das? Also ich wusste das nicht. Aber ich arbeite ja auch nicht beim ZDF und weiß daher nicht, was Voldemort gerade so treibt, was er gegessen oder wie solide seine Verdauung war. Ich könnte sogar stundenlang Eier aufschlagen ohne an Braunau zu denken. Aber da muss es wohl ein „Gute-Eierspeisen-Gesetz“ oder sowas geben, welches am zwanzigsten des April verbietet, dass Dotter und Eiweiß sich zu verdächtigen Flocken zusammenrotten. Ein Grund weniger, Vegetarier zu werden. Man macht sich heute ja so schnell verdächtig. Vorschlag zur Güte, liebe Nazijäger: lasst den 29. Februar im Kalender und macht den 20.4. zum Schalttag. Dann muss man nur alle vier Jahre einen Tag lang im Bett bleiben und kann sich nicht schon wegen einer Eierspeise oder eines Salats der versuchten Anbräunung verdächtig machen. (Foto: Netzfund. Das Foto der Speise erspare ich euch., ich müsste euch sonst zur Entnazifizierung schicken. Ich geh mir jetzt erst mal die Augen mit Seife auswaschen.)


11.4.2021: Neues iPhone aus dem Apple-Store: 600 Euro. Systemkritik: unbezahlbar! (Netzfund)


7.4.2021: Die Realität läuft schneller als good old Joe.


Der Ostermontag schreitet weiter voran: Laschets „Brückenlockdown“ bis genug geimpft sei, ist so sinnvoll wie den Kessel von Stalingrad zu verteidigen, bis Verstärkung eintrifft.


5.4.2021: Der Wahnsinn der Segregation rückt näher, ohne dass die deutsche Presse den Wind spürt, der uns ins Gesicht weht. Und dieser Wind kommt nicht nur aus den USA, wo die Rassentrennung an Universitäten fast schon Gesetzeskraft hat und als großer Fortschritt gefeiert wird, sondern aus Frankreich.

Zwar berichtete die SZ letzten Monat über einen „akademischen Streit“ – zwei Dozenten der Hochschule in Grenoble stehen dort unter Polizeischutz, weil sie von der Studentengewerkschaft UNEF bedroht und als „Faschisten“ und „Islamophob“ bezeichnet werden – , von den Schlussfolgerungen des französischen Staates aus den Aktivitäten der UNEF erfährt man indes wenig.

2019 verhinderten Proteste der UNEF die Aufführung eines Stückes von Aischylos (6. Jh. v.C.) an der Sorbonne – Masken und dunkles Make-up gehen bekanntlich gar nicht mehr in woken Zeiten der kulturellen Aneignung. Der Ton wird immer schriller. Schon vor zehn Jahren begann man bei der UNEF, reine Frauentreffen zu organisieren, das weitete sich dann auf Minderheiten aus, die dazu angehalten wurden, sich über gemeinsame Diskriminierungserfahrungen auszutauschen.

Nun hat die Regierung Macron die Reißleine gezogen. Der Senat hat das Verbot der UNEF beschlossen, die immerhin die zweitgrößte Gewerkschaft des Landes ist. Die Verfügung ist als Zusatz von Macrons Gesetz gegen den Islamismus gestaltet, muss aber noch ratifiziert werden. Eines ist sicher: Wenn das Verbot rechtskräftig wird, brennt in Frankreich die Lunte. Auch wenn ich wenig Sympathien für das elitäre Establishment französischen Regierungsbetriebs habe, könnte dessen Abschneiden in diesem Machtkampf erhebliche Auswirkungen darauf haben, ob sich das Virus der Segregation und des „positiven“ Rassismus in Europa weiter ausbreitet.

Im NYT-Artikel kommt die UNEF erwartungsgemäß gut weg, aber zumindest die Fakten kann man ihm entnehmen. Um hinter die Bezahlschranke schauen zu können, verlinke ich den Artikel via Wayback.


29.3.2021: Ich schätze Bari Weiss. Der offene Brief, mit dem sie die Tür der NYT hinter sich zuschlug, war inhaltlich uns stilistisch meisterlich. Auch im Interview mit der BAZ sagt sie viel richtiges - ihrer Aufforderung an Journalisten, Twitter zu verlassen, ist nichts hinzuzufügen. Aber wie so oft bei gefallenen linken Engeln kommt auch sie aus dem Lagerdenken und den ererbten Feindbildern nicht heraus. In Sätzen wie „Meine Welt ist das blaue Amerika, das der Demokraten.“ klingen Rechtfertigungsdruck, Trennungsschmerz und Sehnsucht an. Alles schreit geradezu „Gebt mir meine kleine, heile Bubble wieder, in der die Demokraten gut und fortschrittlich und die Republikaner dumm und rückständig waren.“

Doch der Kampf um Amerika wird nicht zwischen Demokraten und Republikanern oder zwischen urbaner Elite und ländlicher Farmidylle ausgetragen, sondern auf der einen Seite zwischen der Freiheit, sein Leben im Rahmen einer guten Verfassung selbst und so zu gestalten, wie man es will und vermag, und einer neuen Welt staatsabhängiger Opfergruppen, die sich beim Rennen an die Futtertröge mit Moralkeulen bearbeiten auf der anderen. 
 

Ich füge hinzu, dass es zum Beispiel China (aus Gründen) sehr recht ist, dass es viele Amerikas gibt und dass Bari Weiss sich nur eins davon ausgesucht hat. Für die Weltgestaltungspläne der chinesischen KP darf es ruhig „bunt“ zugehen in den USA. Ein blaues und ein rotes und ein schwarzes und ein weißes und ein grünes Amerika…Das blaue Amerika allein wird Taiwan nicht retten, das rote Amerika allein kann Israel nicht beistehen. Für beide Aufgaben (und für viele andere) brauchen wir das ganze Amerika. Das sollte Bari Weiss vielleicht auch mal ins Kalkül ziehen, wenn sie als Journalistin in dieser Weise Partei ergreift.


25.3.2021:

Update, 28.5.20201: Das Hintergrundbild auf der linken Seite, welches einst Annalena Baerbock bei der Erzeugung von Seifenblasen und in lässiger Pose zeigte, habe ich nach Aufforderung gelöscht. Ein jeder denke sich das bekannte Foto einfach in die Szene hinein und seinen Teil dazu.


4.3.2021: Die ganze Zeit fragte man sich, wie die Bekenntnisse des RKI-Chefs Wieler, die Beatmungsplätze in den Kliniken seien überwiegend von ganz bestimmten Migrationshintergründen belegt, politisch und medial wieder einfangen würde. Das übliche „Poisening the Well“ vielleicht? Doch dann hätte man Wieler beschädigt und der wird noch gebraucht, um bei Bedarf Löffelweise Angst und Panik austeilen zu können. Man entschied sich letztlich für die doppelte Strategie aus „Missverständnis“ und „Zitierfehler“, was leider bedeutet, dass man der Öffentlichkeit nun die „richtige Wahrheit“ schuldet. Die Zitate Wielers, der von bekannten Problemen sprach, über die man aber nicht reden könne, seien gar keine Tatsachenbehauptungen, sondern lediglich Überlegungen gewesen. Auch ginge es in dem Gespräch lediglich um ganz spezifische Kliniken, nicht um eine generelle Beschreibung der Lage. Also doch und sogar sehr konkret und nicht nur „Überlegung“? Und für alle Fans des Konkreten hat der Nordkurier gute Zahlen: In der Bonhoefer-Klinik liege die Zahl der beatmeten Migrationshintergründe bei unter einem Prozent! Toll, denkt sich der Leser. Dann gibt es ja kein Problem und Frau Steinbach muss ihre „Lügenmariande“ (Alexander Lambsdorff) selbst auslöffeln.

Doch denkt und liest der Leser weiter, erfährt er, dass diese Klinik im Kreis „Mecklenburgische Seenplatte“ liegt. Nicht gerade ein Hotspot der wunderbunten Zuwanderung, wo die einzig veredelnden Hintergründe sich drehende Windräder sind. Aber Berlin, was ist mit Berlin, wie sind die Zahlenverhältniss dort? Doch leider, so erfährt der Leser, erfasse man dort den Hintergrund der Patienten gar nicht.

Wir fassen zusammen: Klinikchefs in Hotspot-Großstädten beklagen im Gespräch mit dem RKI gewisse Auffälligkeiten bezüglich der Herkunft der Intensivpatienten, von denen sie statistisch eigentlich gar nichts wissen können (oder dürften), während eine Klinik im Land der drei Meere (Waldmeer, Sandmeer, nichts mehr) gern Auskunft darüber gibt, dass sie ein Problem nicht hat, welches es dort mangels Zielgruppe ohnehin nicht geben kann.

Die Frage, wie wir von den Medien verarscht werden, ist damit auch kurz und bündig beantwortet: schlecht!


28.2.2021: Interessante These. Ehrlich gesagt hielt ich den Effekt „Windrad-macht-Wind-kaputt“ immer nur für eine statistische Größe. Errechenbar aber nicht messbar. Anders sieht die Sache aus, wenn man das Mikroklima rund um die Windanlagen betrachtet. Vom Flächenverbrauch und dem Einfluss auf die Bodenfeuchtigkeit mal ganz abgesehen.

Die schwächer werdenden Westwinde in Europa haben aber sehr wahrscheinlich eine andere Ursache, die hier mindestens stark überlagert: Die Klimaerwärmung als solche ist ja weitgehend unumstritten (anders als deren Ursachen) und die Temperaturanstiege fallen umso größer aus, je weiter nördlich man schaut. Richtung Antarktis scheint das noch nicht der Fall zu sein, die Ursachen dafür sind umstritten, vermutlich ist aber das Verhältnis von viel trägem Ozeanwasser und wenig Landmasse und die schiere Größe der Eisfläche um den Südpol entscheidend. Nein, im Norden spielt die Musik, egal ob in der Antarktis ein Eisberg abbricht oder in China ein Sack Reis umfällt.

Durch die Erwärmung sinkt die Temperaturdifferenz zwischen den Polargebieten und südlichen Breiten. Winde kommen aber neben der generellen Ursache Erdrotation und Sonneneinstrahlung konkret durch lokale Temperaturunterschiede zustande, die zu Druckunterschieden führen, die zu Wind zwecks Druckausgleich führen. Weniger Temperaturdifferenz führt also zwangsläufig zu weniger Wind. Die These der Klimaretter, durch „mehr Energie im System“ würden auch die Wetterextreme und Unwetter zunehmen, ist unter dieser Prämisse übrigens auch kaum haltbar. Da haben wir es wohl vor allem mit „Aufmerksamkeitsökonomie“ zu tun, die dafür sorgt, dass noch der dünnste Lufthauch seinen Namen und seine Schadensstatistik bekommt. Die Aufmerksamkeitsökonomie wird übrigens verhindern, dass man dem im Artikel beschriebenen Effekt einfach mal etwas mehr Aufmerksamkeit spendiert. Wäre im Sinne einer Technikfolgenabschätzung eigentlich sinnvoll, passt aber nicht ins Narrativ. Windkraft gut, nix Risiken und Nebenwirkungen und Fragen beantwortet weder der Apotheker noch Frau Kemfert.


8.2.2021: Wenn man im Yachclub Blankenese das Leben genießen, an der Humboldt-Uni Jura studieren und bei der Jugendorganisation der SPD das große Wort führen kann, sich aber für einen Kommunisten auf den gesellschaftlichen Barrikaden hält und mit Tweets auf Liberale schießt, dann lebt man im besten Deutschland, das es je gab. Äußerungen wie die des Bengt Rüstemeier, die vor allem aus halbverschlüsselten Gewaltphantasien bestehen, können den Jusos aber eigentlich kaum peinlich sein. Schließlich drückt man dort auch die Nachwuchs-Hamas-Terroristen ans brüderliche Herz. Wozu also die gespielte Empörung? Jeder weiß, wie die Jungsozialisten zu Liberalen, Vermietern im Allgemeinen und Jeff Bezos im Besonderen stehen. Den Liberalen neidet man das Selbstverständnis (man bezeichnet sich ja selbst gern als liberal), Vermieter kennt man nur in Gestalt von Mama und Papa, die einem ständig drohen, sie rauszuschmeißen, wenn sie nicht bald ihr Studium der vergleichenden Genderologie fertigbekommen und Jeff Bezos kennen sie nur als fernen Weihnachtsmann, der das neuste MacBook vorbeibringt. Alles Feindbilder des schlechten Gewissens, hinter denen man die eigene Bedeutungs- und Ziellosigkeit versteckt. Lautsprecher wie das Bürschlein Bengt schafften es in unseren von Negativauslese geprägten Parteien schon immer nach oben. Dort angekommen kümmerten sich Pressereferenten, Lektoren und rhetorisch geschulte Mitarbeiter um die ansonsten verheerende Außenwirkung. Dank der sozialen Medien gelingt es heute immer häufiger auch den Wählern selbst, rechtzeitig ins Rad der Geschichte zu greifen, weil sich die Bengste unserer Tage durch eigene, ungefilterte Äußerungen zur Kenntlichkeit entstellen.


1.2.2021: GameStop sei out und Silber der neue heiße Scheiß, sagt Reddit…besser gesagt: sagen die Medien über Reddit. Sowas in der Art war zu erwarten. Doch dass die Medien allesamt auf den Betrug reinfallen - böse Zungen behaupten, sie hätten sich bezahlen lassen - ist schon dreist. Ein Blick zu Reddit zeigt, dass es eine dreiste Lüge ist, r/wallstreetbet hätte den Kauf von Silber empfohlen. Wer wirklich dahintersteckt…? Nach dem Cui-Bono-Prinzip klar der Hedgefond Citadel. Man versucht das Geld zurückzubekommen, wo man es verloren hat.


27.1.2021: Zur scheinheiligen Debatte um die Lieferengpässe von Impfstoffen nur so viel. Erstens ist es schon dreist von EU-Vertretern, den Herstellern Versagen vorzuwerfen, wenn die Verzögerungen doch eigentlich auf die Unfähigkeit einer bedarfsgerechten Planung und dem Wahn geschuldet sind, die Impfung staatlich und zentral kontrolliert, statt breit angelegt über die Hausärzte abwickeln zu lassen. Ihr habt schlecht eingekauft, liebe Politiker, das ist ein zentrales Problem! Und wie üblich will niemand die politische Verantwortung übernehmen.

Zweitens sind diejenigen, die fordern, die Produktion der Impfstoffe auf einen Fingerschnipp hin auszuweiten und zu beschleunigen, dieselben Politiker, die durch Lockdowns und quietsch auf knirsch zusammengefiedelte Coronamaßnahmen sämtliche Lieferketten zur Desynchronisation oder zum Zusammenbruch gebracht haben.

Glaubt ernsthaft jemand, die Herstellung von Impfstoffen sei nicht Teil der Wirtschaft und deshalb nicht von der gesamtwirtschaftlichen Lage betroffen? Auch Impfstoffe sind Wirtschaftsgüter und wenn zentrale Plankommissionen die Erzeugung und Verteilung von Gütern organisieren, geht das eben schief! Ist immer so gewesen.


27.1.2021: Dem König schmeckt die Suppe nicht. Die sei stark versalzen und er möchte durch eine Expertenkommission ein für alle Mal klären lassen, wer wieviel Salz in den Topf schütten dürfe, damit sie noch genießbar sei. Der Kommission „Salz“, besetzt mit begeisterten Suppesalzern vor dem Herrn, gefällt die Aufgabenstellung aber nicht. Im Abschlussbericht empfiehlt sie deshalb, dem natriumchloridfeindlichen Begriff „Versalzen“ künftig durch „sehr würzig“ oder „reichhaltig“ zu ersetzen.
So etwa muss man sich die Arbeit der „Fachkommission Integrationsfähigkeit“ wohl vorstellen, in deren Abschlussbericht der Gegenstand ihrer Untersuchung kurzerhand umgedeutet wurde und die, statt herauszufinden, wieviel Migration gesund für die Gesellschaft sei, die Abschaffung des Begriffs „Migrationshintergrund“ empfahl, weil der diskriminierend sei.


26.1.2021: „Schlimmer als Hitler“, „bösartiger Tumor“, „gefährlichste Regierung der Weltgeschichte“…genau solche irren, maßlosen Übertreibungen sind es, die jede berechtigte Kritik an Trump diskreditieren. Ich würde ja gern endlich aufhören, über Trump zu schreiben, denn er ist Geschichte. Viel interessanter sind doch die medialen Doppelstandards, wie sie nun unter Biden zu Tage treten. Denn der macht auch dann noch alles richtig, wenn er dasselbe wie Trump tut. Die vermeintlichen „Sieger“ über den „Trumpismus“ können jedoch nicht von ihrem Popanz lassen. Noch den letzten Tropfen Pressegift und Mediengalle müssen sie ihm abpressen. Ein unwürdiges Schauspiel, zumal für einen ehemals großen Linguisten wie Chomsky, der auf seine alten Tage offenbar den Verstand verloren hat.


22.1.2021: Bekannt ist diese Posse ja schon länger, aber so knackig und witzig zusammengefasst habe ich das heute zum ersten Mal gehört: Die CDU will also die Ergebnisse der Briefwahl abwarten, damit der demokratische Prozess gewahrt bleibt. Armin Laschet sei also formal noch nicht gewählt, meint der Deutschlandfunk, fügt aber wie zur Beruhigung hinzu, dass die Briefwahl aber keinen Einfluss auf das Ergebnis haben könne, weil Röttgen und Merz gar nicht auf dem Stimmzettel standen. Mein Lachen konnte man sicher noch im Konrad-Adenauer-Haus hören. DLF und CDU sollten ihre Comedy-Programme dringend zusammenlegen, das hat wirklich Potenzial!


9.1.2021: 
„Scott an Captain Kirk“
„Was gibts, Scotty?“
„Beim Beamen von Fähnrich Wendler gab es Probleme. Wir können ihn nicht mehr materialisieren!“
„Wie konnte das passieren?“
„Verdammt, irgendwer hat den Zensurfilter mit 1200 Naidoometer Drehmoment angezogen und der lässt sich jetzt nicht mal mehr mit dem quantenveganen Hildmannhammer lösen.“
„Lass es wie einen Unfall aussehen, Scotty. Und den Vorfall im Transporterprotokoll löschen! Wie lange brauchen Sie?“
„Acht Stunden“
„Ich gebe Ihnen vier!“
„Ich schaffe es sicher in zwei!“
„Sehr gut, danke Scotty!“
„Aye aye, Captain!“


6.1.2020: Anfrage an Radio Eriwan: Kann man Impfstoffe strecken? Antwort: Im Prinzip schon, man muss dazu bei Vollmond Tau von frischen Gräbern sammeln, mit Nieswurz, Kettenfett und Eierlikör zu einem Sud kochen und dabei einer schwarzen Katze über den Rücken lecken. Das nützt zwar alles nichts, aber man kann das machen.