Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

6.7.2020: Der Iko­no­klas­mus ist uner­träg­lich gewor­den, denn er macht vor nichts mehr halt. Noch ist nichts Näheres bekannt über die Van­da­len, welche die Statue von Fre­de­rick Douglas (!) aus einem Park in Roches­ter, N.Y. ent­fern­ten und zer­stör­ten, aber ver­mut­lich waren es weder auf­ge­brachte Quäker noch MAGA-Müt­zen­trä­ger. Die Geschichts­ver­ges­sen­heit, ja, die tota­li­täre Igno­ranz, die aus solchen Vor­gän­gen spricht, hackt blind­wü­tig auf die Wurzeln der Auf­klä­rung, der Demo­kra­tie und der Zivi­li­sa­tion ein. Mit solchen Leuten ist kein Dialog möglich, für ihre Ideo­lo­gien darf es keine Tole­ranz geben und für ihre Taten keine mil­dern­den Umstände.


15.6.2020: Wir lagen ja soo falsch! Den Namen „CHAZ“ hat das natio­nal befreite Glücks­bär­chi-Kol­lek­tiv in Seattle sich gar nicht selbst gegeben! Das waren Kri­ti­ker und Leute, die ver­such­ten, die Soja-Latte-Revo­luz­zer mit Hang zu Grenzen, Waffen und spon­ta­ner Eigen­tums­über­tra­gung in ein fal­sches Licht zu rücken! Statt „Capitol Hill Auto­no­mous Zone“ oder kurz CHAZ, möchte man ab sofort „Capitol Hill Orga­ni­zed Protest“ kurz CHOP genannt werden. Das spie­gele den Cha­rak­ter der Bewe­gung besser wider. Dem kann ich nur bei­pflich­ten: „Chop“ passt perfekt!


15.6.2020: „Ras­sis­mus in der klas­si­schen Musik“, „Ras­sis­mus bei der Part­ner­wahl“, Ras­sis­mus bei Ghandi, Chur­chill, Kant und den ame­ri­ka­ni­schen Aboli­tio­nis­ten, Ras­sis­mus in Berlin, Köln, München, das Grund­ge­setz ist ras­sis­tisch, weil es nicht nach „Rasse“ benach­tei­ligt oder bevor­zugt, der Tages­spie­gel kämpft tapfer gegen Skla­ve­rei und die TAZ meint, Inte­gra­tion beför­dert Rassismus…es riecht überall brandig, weil über einem per­ver­sen Feuer gerade jeder sein kleines, ego­zen­tri­sches Mar­sh­mal­low solange röstet, bis es außen poli­tisch korrekt und ist. Mir gefällt der Stock nicht, auf dem es steckt.


22.5.2020: David Frost, bri­ti­scher Unter­händ­ler bei der EU und „Sherpa“ bei den Ver­hand­lun­gen über das künf­tige Frei­han­dels­ab­kom­men tut genau das Rich­tige, wenn er den Stand der Gesprä­che und die Hin­der­nisse öffent­lich macht, die seitens der EU auf­ge­türmt werden. Wie dünn das Eis doch längst ist, auf dem die EU-Büro­kra­ten ihre Runden drehen! Und wie clever sind doch die bri­ti­schen Ver­hand­lun­gen über die künf­ti­gen Bezie­hun­gen zur EU, die unter Zeit­druck und nun auch noch unter Q‑Flagge statt­fin­den. In der EU war man von Anfang an skep­tisch, ob dies gelin­gen würde. Nun wissen wir beides – woher der Opti­mis­mus der Briten und der Pes­si­mis­mus der Brüss­lok­ra­ten kommt: London sagt, es gibt ja bereits funk­tio­nie­rende und rati­fi­zierte Ver­träge der EU mit Dritt­staa­ten – warum also neu erfin­den, wenn das Rad schon rollt? Dieser Prag­ma­tis­mus, der dem Geist des angel­säch­si­schen Common-Law ent­springt, trifft in Brüssel auf wenig Gegen­liebe! Ele­mente des Frei­han­dels­ab­kom­mens der EU mit Kanada und Japan über­neh­men? Abgeleht! Das Fische­rei­ab­kom­men mit Nor­we­gen als Vorbild…abgeleht! Luft­fahrt, Nuklearabkommen…überall gibt es Vor­bil­der, die man auf­grei­fen und anwen­den könnte. Abge­lehnt! Die EU will auf ihren Ein­fluss in Albions Gefil­den einfach nicht ver­zich­ten und würde gern Brüs­se­ler Gesetze auch wei­ter­hin dort zur Anwen­dung bringen. Über Bande gespielt, ohne Mit­spra­che der Briten. Im CETA-Abkom­men erhielt sogar Mexiko bessere Bedin­gun­gen als Brüssel sie London zuge­ste­hen möchte!

Begrün­det werden die unver­schäm­ten For­de­run­gen der EU mit der „großen geo­gra­fi­schen Nähe“ des Ver­ei­nig­ten König­reichs. Das nenne ich ver­blüf­fende Ehr­lich­keit, denn genau das ist die Furcht der Brüs­se­ler Polit-Elite: das dem Weg der Briten Erfolg beschie­den sein könnte und dass London als Vorbild für andere EU-Mit­glie­der dienen könnte. Vorbild für Staaten, die ihre Selbst­stän­dig­keit nicht ver­lie­ren und als Mündel der EU-Tech­no­kra­tie enden wollen. Denn leider ist die EU längst zu einem anti­de­mo­kra­ti­schen Gebilde ver­kom­men, das eifer­süch­tig und mit allen Mitteln seine Macht aus­wei­ten und als bedeu­ten­der glo­ba­ler Player wahr­ge­nom­men werden will. Man zieht die Mauern gegen London hoch und schmiert gleich­zei­tig halb­sei­de­nen Staaten wie Alba­nien Bei­tritts­ho­nig ums Maul. Haupt­sa­che Macht­zu­wachs und ter­ri­to­riale Expan­sion. Ich will ja Alba­nien nicht zu nahe­tre­ten, aber für den wirt­schaft­li­chen Erfolg unserer Wirt­schaft und das inter­na­tio­nale Renom­mee wären opti­male und rei­bungs­lose Bezie­hun­gen zu Groß­bri­tan­nien tau­send­mal wich­ti­ger als der Bei­tritt des nächs­ten Bal­kan­staa­tes an der insta­bi­len Süd-Peri­phe­rie.

Der Brief Frosts macht mich wirk­lich wütend. Wütend auf jene, die glauben, in Brüssel auch meine Inter­es­sen zu ver­tre­ten. Für die habe ich eine Nach­richt: ihr ver­tre­tet meine Inter­es­sen schlecht!


16.5.2020: Wie wird man wohl auf dem Pla­ne­ten Brüssel auf die Stim­mungs­lage in Italien reagie­ren? Die For­mu­lie­rung, „es wäre besser, wenn Deutsch­land die EU ver­lässt” ist ja schon ziem­lich heftig. Ver­ges­sen wir mal, ob die popu­lis­ti­sche Dar­stel­lung, Deutsch­land hätte Italien in der Krise im Stich gelas­sen, in dieser Schärfe zutrifft. Erör­tern wir auch nicht, wie die Hilfe hätte aus­se­hen müssen, die man in Rom ver­misst und die man in Peking und Moskau zu finden glaubt. Schauen wir uns viel­mehr an, ob den Ita­lie­nern die Rich­tung passen kann, in die sich die EU offen­sicht­lich ent­wi­ckelt. Man spricht das zwar in Brüssel nicht offen aus, aber da die Unter­schiede in Leis­tungs­fä­hig­keit und Pro­duk­ti­vi­tät nicht ver­schwin­den werden – weil der Euro das ver­hin­dert – geht es immer mehr in Rich­tung einer offenen Trans­fer­union. De facto haben wir die ja schon. Zitat aus dem Artikel: „In Italien habe man das Gefühl, dass die nord­eu­ro­päi­schen Länder und allen voran Deutsch­land das Land als „Belas­tung und Kos­ten­fak­tor“ ansehen, der gerade in Kri­sen­zei­ten immer schwe­rer zu ertra­gen sei.“ Mit Deutsch­land als Zahl­meis­ter wird man dort diesen Ein­druck nicht zum Ver­schwin­den bringen und in Italien (und anderen) als Leis­tungs­emp­fän­ger wird er sich auch ver­fes­ti­gen. Es ist kein schönes Gefühl, als ali­men­tier­tes Mündel zu leben und auch der Artikel stellt das fest: „Diese ver­meint­lich nega­tive Wahr­neh­mung ver­letzt die Ita­lie­ner schwer“. Auf dem Euro­pla­ne­ten Brüssel glaubt man noch, alles mit deut­schem Geld zuschei­ßen zu können. Das erweist sich immer mehr als Irrtum. Der Euro, stets als Ver­ei­ner und Frie­dens­stif­ter dar­ge­stellt, ist der größte Spalter der EU. Die einen bläht er auf, den anderen drückt er die Luft ab.


15.5.2020: Attila, Vega­ner­kö­nig,
hatte an Ver­stand nur wenig.
„Für Nano­chips und Windows zehn,
in Seattle die Knöpfe stehn!“
„Der Gates, der ist ein Kör­per­fres­ser!“
Publi­kum wird blass und blässer.
Hild­manns Küche bleibt nun kalt,
und der Bill, der impft ihn bald.


14.5.2020: Alle Aus­nah­me­ein­fälle führen zu Ein­nah­me­aus­fäl­len. (poli­ti­sches Gestal­tungs­di­lemma)


11.5.2020: Glück­wunsch zum neuen Job, Frau Nahles! Zur Feier des Tages ein Lied:
Die Partei, die Partei, macht’s dir immer recht,
und Genos­sen es bleibet dabei:
Denn wer sitzt im Geflecht, der ver­dient nie schlecht,
auf welch’ Posten ist ganz einer­lei.


9.5.2020: Ob Kli­ma­ret­tung, Kern­ener­gie, Migra­tion oder nun Covid – alter­na­tiv­lose Mei­nun­gen werden aus der poli­ti­schen Chef­etage her­un­ter­ge­reicht und haben gefäl­ligst auch alter­na­tiv­los aus­ge­führt zu werden. Quod licet Iovi, non licet bovi! Und so hat man den zahl­rei­chen Quer­fron­ten (man kann Migra­ti­ons­be­für­wor­ter finden, die mit der Ener­gie­wende hadern und umge­kehrt) eine weitere hin­zu­ge­fügt, die die Men­schen ent­zweit. „Divide et impera“ in Voll­endung, weil aktuell durch Angst, Unsi­cher­heit und ver­wir­ren­den Des­in­for­ma­tio­nen ver­stärkt.

Pro­ble­ma­tisch ist jedoch, dass den selbst­er­nann­ten „Machern” unsers Lebens nun die All­tags­pro­bleme ALLER Men­schen buch­stäb­lich vor die Füße gekippt wurden und nervös über­for­dert stellen die Rainald Beckers in ÖRR und Politik fest, dass es ver­dammt anstren­gend ist, sich noch um die geringste Lebens­äu­ße­rung der Men­schen kümmern zu müssen. Wer den Leuten vor­schreibt, sie müssten 1,5 Meter Abstand von­ein­an­der halten, der darf sich nicht wundern, wenn die Belehr­ten fragen, warum nicht zwei Meter oder nur einer. Wer glaubt, sein Volk wie Kinder behan­deln zu müssen, darf sich nicht wundern, dass es sich irgend­wann auch so benimmt. Sind wir schon da? Sind wir schon da? Sind wir schon…

Beim aktuell weder wis­sen­schaft­lich noch empi­risch gesi­cher­ten Wirr­warr von Regeln, Ver­bo­ten, Aus­nah­men und Wider­sprüch­lich­kei­ten macht die Admi­nis­tra­tion zwangs­läu­fig viele Fehler und einige davon sind sehr offen­sicht­lich. Das kratzt an der eigenen Wis­sens­an­ma­ßung der Medien und unter­gräbt die mühsam her­bei­kom­men­tierte Kom­pe­tenz, die man sich als zuver­läs­si­ger Augur belie­bi­gen Regie­rungs­han­delns gern selbst attes­tiert.

Das Ergeb­nis sind extreme Dünn­häu­tig­keit und Aus­brü­che insze­nier­ter, aber ehr­li­cher Ver­ach­tung des zwangs­zah­len­den Publi­kums wie im ARD-Kom­men­tar von Becker. Und diese Ehr­lich­keit sagt: „Wir ver­ach­ten eure Anma­ßung von Frei­heit, weil sie sich nicht aus unserem über­le­ge­nen Wissen speist. Und wir ver­ach­ten euch dafür, dass ihr nicht das Volk von Heloten sein wollt, zu dem ihr [absicht­lich oder nicht] gemacht wurdet.”

Ansons­ten: was Tamara sagt!


8.5.2020: Der Tag der voll­stän­di­gen Nie­der­lage, die zur Frei­heit führte. Man­cher­orts mit 40 Jahren Ver­spä­tung.


5.5.2020: Stimmt auch nur die Hälfte dessen, was sich Johan­nes „Hass macht häss­lich“ Kahrs als Ruf in langer…wie sage ich es diplomatisch…Wühlarbeit erwor­ben hat, kann mit dieser Geschichte etwas nicht stimmen. Der Spiegel schreibt: „Als lang­jäh­ri­ger Bericht­erstat­ter für das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium im Haus­halts­aus­schuss hätte ich gern für das Amt des Wehr­be­auf­trag­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges kan­di­diert”

Hätte? Warum hat er nicht? „Aus Frak­ti­ons­krei­sen hieß es, Kahrs akzep­tiere aber, dass dazu wohl keine Mehr­heit im Bun­des­tag gefun­den werden konnte.“

Kars ist das, was ich Polit-Junkie nennen würde. Macht­geil, ruppig, unan­ge­nehm. Keinem Streit geht er aus dem Weg, poli­ti­sche Leichen pflas­tern seinen Weg. Legen­där waren etwa seine nächt­li­chen Droh­an­rufe, mit denen er einst in Hamburg eine lästige Kon­kur­ren­tin aus dem Weg räumen wollte. Kahrs wurde über­führt, aber ein Cha­rak­ter ändert sich nicht so leicht. Und nun will man uns erzäh­len, er ginge frei­wil­lig auf kalten Poli­tik­ent­zug, weil er nicht Wehr­be­auf­trag­ter werden konnte? Ein Amt, für das er gar nicht erst kan­di­diert hatte, weil er sich wenig Chancen aus­rech­nete? Und deshalb gibt er sogar sein Bun­des­tags­man­dat auf? Für wie dumm möchte man uns hier wohl ver­kau­fen? Ich würde ja eher darauf tippen, er ist über diese Sacher hier (https://​youtu​.be/​z​c​1​M​7​5​t​R​3LE) ganz böse gestol­pert. Zurecht, sollten die Vor­würfe zutref­fen.


2.5.2020: Die FAZ (und nicht nur die) meldet abson­der­li­ches: Die Rich­tung der Migra­tion über das Mit­tel­meer scheint sich gerade umzu­po­len.

In Gizeh einst, auf den Kamelen,
Tou­ris­ten sich für Klein­geld quälen.
Der Auf­stieg kostete fünf Pfund,
der Abstieg zehn­fach tat sich kund.

An Schlep­pers Afri­ka­ge­schäf­ten,
Racke­tes kleine Preise heften.
Der Rückweg Schlep­per dann ent­zückt:
kein Ret­ter­schiff die Preise drückt.

Und die Moral von der Geschicht?
Rei­se­büro, verzage nicht!
Denn wer stets One-Way-Tickes biet‘,
des‘ Laden auch in Krisen blüht!


2.5.2020: Der Schwer­punkt der von Q zitier­ten „kli­ma­re­por­ter“, deren Koope­ra­ti­ons­part­ner so klin­gende Namen haben wie Cor­rec­tiv, Neues Deutsch­land und chi­na­dia­lo­gue, liegt übri­gens in der „Bericht­erstat­tung von UN-Kli­ma­kon­fe­ren­zen, die in der deut­schen Öffent­lich­keit ansons­ten nur am Rande Beach­tung finden“. Kaum Beachtung…selten so gelacht! Pro­fes­sor Quatsch­dochnich zitiert also aus dem­sel­ben Biotop, das seinen Lehr­stuhl und seinen Akti­vis­mus finan­ziert. Was man unfreund­lich als „argumen­ta­tive Inzucht“ bezeich­nen könnte, würde ich etwas char­man­ter als selbst­re­fe­ren­zi­ell bezeich­nen. Doch das Problem bleibt: es gibt da eine unge­sunde Per­so­nal­union der Strol­che, Pro­fi­teure und Herolde der Ener­gie­wende. Man schreibt ein­an­der ele­gi­sche Artikel und Gefäl­lig­keits­gut­ach­ten, man kennt sich, zitiert sich und stimmt ein­an­der zu. Oder etwas popu­lis­ti­scher aus­ge­drückt: Bei den Ener­gier­wen­dern ist Dr. Malboro der Haupt­spon­sor der Pul­mo­lo­gen.


27.4.2020: Mas­ken­freies Pres­se­ku­scheln mit AKK beim Foto­ter­min mit ukrai­ni­schem Trans­port­flug­zeug, das Masken aus China nach Deutsch­land brachte. Das ist ja nicht die Bun­des­wehr – das ist mul­ti­ples Organ­ver­sa­gen.


21.4.2020: Wer billig tankt, kann ja auch höhere Strom­preise zahlen! (Marie Antoi­nette, deut­sche Exper­tin für Angebot und Lie­ber­nicht­nach­fra­go­lo­gie)


etwas weiter fort­ge­schrit­te­ner 4.4.2020: Service à la russe (Ser­vier­vor­schlag)


4.4.2020: Nanu? Ich dachte, tür­ki­sche Gast­ar­bei­ter haben dieses Land wie­der­auf­ge­baut. Und warum so plötz­lich wieder „Partner“? Viel­leicht weiß Trump nur noch nicht, dass es sowas wie eine deut­sche Bun­des­re­gie­rung als Partner gibt? Könnte es sein, dass Trump zum ersten Mal von Onkel Steini hört, weil der nach dem Ver­bleib von Atem­mas­ken fragt? Mir ist nicht ganz klar, ob Chebli hier jammert oder feiert. Denn schließ­lich verhält sich Trump nun doch endlich mal so, wie sie es schon immer von ihm erwar­tet hat: America first! Das unserer Bun­des­wehr in Kenia eine ganze Flug­zeug­la­dung Masken abhan­den kommt…geschenkt! Dass Deutsch­land es inner­halb von vier geschla­ge­nen Wochen nicht geschis­sen bekommt, genü­gend eigene Masken herzustellen…geschenkt. Dass 3M keine Hin­weise auf das „Weg­kau­fen“ von Masken hat…geschenkt. Dass in den USA die Hütte gerade stärker brennt als in Neu­kölln nach dem gest­ri­gen Moscheebesuch…geschenkt! Dass Daniel Sturm (Welt) auch Bra­si­lien auf die Liste der von Trump betro­ge­nen Länder setzt, obwohl Bol­so­naro als der leib­haf­tige Mini-Trump doch schließ­lich an allen Übeln im Land selbst schuld sein muss…geschenkt. Aber „Über­lebe, wer Geld hat“? Ernst­haft? Hat Deutsch­land etwa nicht genug Geld, um die gestie­ge­nen Preise für Schutz­aus­rüs­tung zu zahlen? Ich dachte, wir sind ein reiches Land? In der Türkei wird die Bevöl­ke­rung inzwi­schen dazu auf­ge­ru­fen, der Regie­rung Geld zu schi­cken. Viel­leicht sollten wir in Deutsch­land ja über Rolex-Spenden nach­den­ken.


24.3.2020:

18.3.2020: Beson­ders auf Twitter läuft seit Tagen eine hitzige Debatte über ein Inter­view, welches der pen­sio­nierte Arzt Dr. Wodarg von einer grie­chi­schen Insel aus gab. Das solle man sich doch mal ansehen, heißt es dann und die ganze Corona-Panik sei im Grunde Blöd­sinn und wir alle „auf dem fal­schen Dampfer“. Das Video hat mitt­ler­weile sicher jeder gesehen, deshalb hier nur kurz meine (lai­en­hafte) Ein­schät­zung, weil ich immer wieder dazu auf­ge­for­dert werde (warum auch immer):

Die teil­weise extrem schwe­ren Ver­läufe der Krank­heit legen nahe, dass es sich sehr wohl um ein neues Virus handelt. Wodarg liegt hier kom­plett falsch, meine ich. Womit er recht haben könnte ist sein Zweifel an der Zuver­läs­sig­keit der aktu­el­len Tests, die womög­lich breit­ban­dig alle mög­li­chen Corona-Viren finden. Die Genau­ig­keit der Tests von Drosten liegt ja angeb­lich irgendwo zwi­schen 40–70%. Es kann also sein, dass die gemel­de­ten Fall­zah­len auch „normale” Corona-Vor­komm­nisse erfas­sen, die wir schon immer haben. Das würde auch erklä­ren, warum Corona überall auf­tritt, sobald inten­siv getes­tet wird. Es kann auch sein, dass Corona-Viren bereits bei jeder simplen Erkäl­tung mit im Spiel sind, wir wegen des übli­cher­weise milden Ver­laufs nur nie so genau hin­ge­se­hen haben. Das ändert aber nichts daran, dass in Italien und anderswo TAUSENDE an einer Form der beid­sei­ti­gen Lun­gen­ent­zün­dung sterben, die es so noch nie gab.

Noch ein Wort zur „übli­chen Mor­ta­li­tät” bei Grippe. An der sterben nämlich hier­zu­lande nicht TAUSENDE pro Jahr. Die Zahlen sind nichts als Hoch­rech­nun­gen. In Deutsch­land ist die Zahl NACHWEISLICHER Grippe-Opfer, also von Fällen mit viro­lo­gi­schem Befund, deut­lich gerin­ger. Der höchste Wert, den ich da mal gelesen hatte, waren etwa 200. Was wir jetzt erleben, hat leider ganz andere Dimen­sio­nen.

Ob Wodarg übri­gens der Chef von Postel – der als begab­ter Hoch­stap­ler nicht nur ihn täuschte – war oder nicht, spielt hier sicher keine Rolle. Man sollte nicht alles was der Mann sagt, einfach so weg­wi­schen. Auch wenn ich seine Argu­mente größ­ten­teils nicht stich­hal­tig finde, ist Kritik doch prin­zi­pi­ell etwas Gutes. Und dass die Corona-Tests man­gel­haft und nicht veri­fi­ziert sind, ist leider eine Tat­sa­che, die man nicht so leicht abtun sollte. Ergäben bessere Tests nämlich prä­zi­sere Ergeb­nisse, würden die Fall­zah­len womög­lich schon beim Messen zurück­ge­hen und die Aus­brei­tungs­wege der spe­zi­el­len Covid-19-Vari­ante klarer zu sehen sein. Misst man nämlich in das Grund­rau­schen anderer Corona-Viren hinein, erfährt man gar nichts.

Ich erin­nere hier nur mal an das „Heil­bron­ner Phantom“, also die mit DNA ver­un­rei­nig­ten Wat­te­stäb­chen der Polizei, die dazu führten, dass eine „Täterin“ an allen mög­li­chen Tat­or­ten auf­tauchte und die Polizei nach einer „Seri­en­mör­de­rin“ fahn­dete. Wie sich her­aus­stellte, arbei­tet die Frau in der Firma, die Wat­te­stäb­chen her­stellte und ver­packte. Die Zuver­läs­sig­keit der aktu­el­len Tests kann man mit diesen Wat­te­stäb­chen ver­glei­chen…

Mit anderen Worten: die Lage ist ernst, aber womög­lich nicht so hoff­nungs­los, wie es scheint. Unnötig zu erwäh­nen, dass nicht nur an Impf­stof­fen, sondern auch an genaue­ren Tests gear­bei­tet wird. Und das ist auch gut so.


7.3.2020: Ohne es aus­zu­spre­chen impli­ziert die Tages­schau, dass es bei den Grünen am gleich­be­rech­tigs­ten zugeht. Betrach­tet man aller­dings die Aus­gangs­zah­len, nämlich den Anteil der Frauen an den Mit­glie­dern der Par­teien, stellt man fest, dass bei Grünen, SPD und Linken Frauen sogar über­pro­por­tio­nal Mandate erlan­gen, während in anderen Par­teien Frauen etwas unter­pro­por­tio­nal ver­tre­ten sind.

Die Grünen, Linken und die SPD müssten also für einen „gerech­ten“ Proporz sogar einige Frauen aus dem Bun­des­tag werfen (mir würden da eine oder zwei ein­fal­len). Um die Art Gerech­tig­keit zu erzwin­gen, die den Redak­teu­ren der Tages­schau vor­schwebt, müssten jedoch zunächst ALLE Par­teien Frauen zwangs­weise rekru­tie­ren oder Männer aus der Partei raus­schmei­ßen, bis 50:50 erreicht ist und dann stell sich noch die Frage, wie man erreicht, dass jeweils die Hälfte Männer und Frauen es für erstre­bens­wert halten, in den BT ein­zu­zie­hen. Kann man zwangs­ver­pflich­tet werden wie als Wahl­hel­fer? Die Wehr­pflicht ist abge­schafft und wir führen statt­des­sen eine Man­dats­pflicht ein? Groß­ar­tig! Das wäre aus­bau­fä­hig, indem wir ein Grund­recht auf fünf Jahre poli­ti­sches Mandat für alle ein­füh­ren, allein schon um der Alters­ar­mut durch Pen­si­ons­an­sprü­che zu begeg­nen.

Was die ARD da treibt ist „absichts­vol­les Lügen mit fal­schen Basis­wer­ten“ anläss­lich des inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges. Jeden Tag steht bei der ARD ein Redak­teur auf, der Framing-Dienst hat!


27.2.2020: Da ich nicht schon wieder einen lange Artikel über sie schrei­ben will – es wäre nun schon der dritte in diesem Monat und das sähe doch irgend­wie nach Obses­sion aus – möchte ich dieses aktu­elle Video von Claudia Kemfert, dem Num­mern­girl der Ener­gie­wende, hier nur kurz vor­stel­len. Ein Freund schickte mir gestern den Link, sonst hätte ich es schon in den letzten Artikel ein­ge­baut, denn das Video hat es in sich.

Wie so oft gibt es auch bei dieser Vor­stel­lung keinen Dialog, sondern Kan­zel­rede. Im Video doziert Frau Kemfert, was das eigent­lich für Typen sind, die da immer jammern, die Ener­gie­wende sei viel zu teuer. Ganz klar: die Ver­lie­rer, Typen also, die „auf fossile Energie“ gesetzt haben. So Typen wie sie, sie und sie da hinten, die nicht recht­zei­tig inves­tiert haben in erneu­er­bare Ener­gien. Und da hat sie natür­lich nicht ganz unrecht. Ver­lie­rer sind die Strom­ver­brau­cher, denen die monat­li­che Abschlags­zah­lung für Energie die Inves­ti­tion in Gold, Immo­bi­lien, Bür­ger­wind­par­k­an­teile und andere Dinge ver­mas­seln, die man sich für das, was der Staat vom Gehalt übrig lässt, leisten möchte.

Hätten nur mal alle auf Claudia Kemfert gehört und sich hinten ange­stellt, als die Sub­ven­tio­nen ver­teilt wurden, dann stünden manche heute nicht so blöd da und bet­tel­ten um Brot. Sie hätten schon vor Jahren anfan­gen können, sub­ven­tio­nierte Torten zu fressen!

Man kann das Video auch so inter­pre­tie­ren, dass es für Kemfert und ihre Stich­wort­ge­ber die Strom­ver­brau­cher als solche gar nicht gibt, also jene Men­schen, die sich nicht für Inves­ti­tio­nen inter­es­sie­ren, sondern einfach nur güns­ti­gen und zuver­läs­si­gen Strom haben wollen. Für Kemfert und die­je­ni­gen, die ihr solche abge­fah­re­nen Mono­loge ein­flüs­tern, gibt es nur Gewin­ner der Ener­gie­wende und deren ewig gest­rige Ver­hin­de­rer.

Das Video sollte kli­ma­wan­del­si­cher auf­be­wahrt werden, denn wir werden es im Ethik­un­ter­richt in einigen Jahren noch brau­chen, um die Abge­brüht­heit zu illus­trie­ren, mit welcher eine mit gol­de­nen Löffeln gefüt­terte Branche ihre Opfer für dumm ver­kauft. (PS: Achten sie beim Genuss dieser zwölf Minuten Pro­pa­ganda für Voll­trot­tel auf die Gesich­ter des schwei­gen­den Publi­kums.)


24.2.2020: Seit heute Pflicht: der Smart-Meter-Einbau„Durch sie sollen Strom­netze besser genutzt, der Ener­gie­ver­brauch gesenkt und strom­fres­sende Geräte aus­ge­macht werden.“ Strom­fres­sende Geräte aus­ma­chen konnte man anhand der Strom­kos­ten auch schon früher. Nun wird das exter­na­li­siert, indem der Netz­be­trei­ber von außen fest­stellt und fest­le­gen kann, was ein ange­mes­se­ner Ver­brauch ist. Schöne neue Welt aus Total­über­wa­chung und Strom­zu­tei­lung, ganz zu schwei­gen von der anfäl­li­gen Daten­si­cher­heit und unkla­ren Frage, was mit den erho­be­nen Daten noch alles geschieht.


21.2.2020: So egal es einigen ist, welche dem Anfangs­ver­dacht wider­spre­chen­den Erkennt­nisse nach und nach über den Mörder aus Hanau ans Licht kommen, so egal sind manchen Jour­na­lis­ten auch andere stö­rende Fakten. Tat­mo­tiv ver­weile doch, du warst so schön! Nicht nur greift Bert­hold Kohler, der Her­aus­ge­ber der FAZ, bei seiner Gene­ral­ab­rech­nung mit den poli­tisch Unbe­rühr­ba­ren nun schon Michael Klo­n­ovsky per­sön­lich an (dabei ist der bekannt­lich nicht Mit­glied der AfD). Er stellt auch gleich klar, dass er das Ergeb­nis einer von ihm erfleh­ten Beob­ach­tung der Schwe­fel­bu­ben durch den Ver­fas­sungs­schutz für nicht ent­schei­dend hält.
„Doch am Ende ist nicht dessen [gemeint ist der VVS] Urteil ent­schei­dend, sondern das des mün­di­gen Bürgers und Wählers.“ Will heißen: ‚was schert mich die mög­li­cher­weise fest­zu­stel­lende Rechts­staat­lich­keit einer Partei, wenn ich, Bert­hold der Besen­schwin­ger, die weg­ha­ben will!‘.
Aber „mündig“ will er ihn ja gar nicht, den Bürger. Dem Her­aus­ge­ber der Frank­fur­ter Ver­all­ge­mei­nern­den Zeitung genügt es, wenn der Wähler willig ist und ein­sich­tig und belehr­bar.
Die Gründe nämlich, warum jemand unter Andro­hung von Repres­sa­lien die AfD NICHT wählt, sind ihm in Wahr­heit herz­lich egal. Fun-Fact: Tobias R., dem geistig erheb­lich gestör­ten Mörder, war die AfD übri­gens „nicht radikal genug“, wie n‑tv berich­tete. Jemand, der die Absicht äußert, „20 Völker aus­zu­rot­ten” weil die dem Bau einer Zeit­ma­schine im Weg stehen, dem haben Typen, die sich beschimp­fen, aus­gren­zen und sich die Autos abfa­ckeln lassen, nichts zu bieten.


17.2.2020: Während einige Medien heute einer­seits schon wieder vom „aus der Zeit gefal­le­nen Anti­kom­mu­nis­mus“ schwa­feln, die Linke von der Wie­der­be­le­bung des Sozia­lis­mus träumt, für dessen real exis­tie­rende Reinkar­na­tion sie Rame­lows Thü­rin­gen halten und im Land bereits wieder Trans­pa­rente mit FDJ-Emblem und der Auf­schrift „30 Jahre sind genug“ fol­gen­los durch die Straßen getra­gen werden, bringt Arte eine drei­tei­lige Doku­men­ta­tion über das Gulag-System der Sowjet­union. Über jenes System also, das Anhän­ger von US-Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Bernie Sanders vor lau­fen­den Kameras loben, für „halb so schlimm“ halten und gern für die USA adap­tie­ren möchten. Möglich sind auf Skla­ve­rei basie­rende Systeme wie der Gulag nur, wenn es gelingt, durch Pro­pa­ganda eine duale, auf „Gut“ und „Böse“ basie­rende Ideo­lo­gie als ver­bind­lich zu eta­blie­ren – da läuten ange­sichts der aktu­el­len Hys­te­rie längst wieder die Alarm­glo­cken. Die Arte Doku: Gulag – Die sowje­ti­sche „Haupt­ver­wal­tung der Lager“. Absolut emp­feh­lens­wert!


10.2.2020: Die Schwe­fel­bu­bi­sie­rung der Oppo­si­tion
(eine Anlei­tung zur Eska­la­tion in acht Phasen)

Stets zustim­men,
nicht pro­tes­tie­ren!

Protest ja,
aber keine Par­tei­grün­dung!

Par­tei­grün­dung, na gut,
aber nicht wählen!

Wählen, ok,
aber unter der 5%-Hürde bleiben!

Die 5%-Hürde über­sprin­gen,
aber in den Par­la­men­ten igno­rie­ren!

In Debat­ten zur Kennt­nis nehmen,
aber sich nicht von ihnen wählen lassen!

Sich von ihnen wählen lassen,
aber nur den Rich­ti­gen!

Und wenn der Rich­tige gewählt wurde,
wozu dann noch pro­tes­tie­ren?


8.2.2020, Tag fünf des Put­sches gegen die Demo­kra­tie in Deutsch­land: Ich habe mich immer gefragt, wie man es eines Tages anstel­len wird bei der CDU, wenn in Kürze die Frage im Raum steht, auf Bun­des­ebene als Juni­or­part­ner mit den Grünen zu koalie­ren. Der „Sün­den­fall“ Thü­rin­gen bietet die per­fekte Gele­gen­heit, vor­be­rei­ten­den Säu­be­rungs­maß­nah­men ins Werk zu setzten. Uni­ons­po­li­ti­ker, die sich eine gewisse Grund­ver­bun­den­heit zu den Libe­ra­len bewahrt haben und deshalb treu­blind zu jeder Gra­tu­la­tion ent­schlos­sen sind, werden gerade als Spreu weg­ge­bla­sen. So bricht man die letzten Brücken ab zur liberal-kon­ser­va­ti­ven Ver­gan­gen­heit und kann Arme und Köpfe weit nach Links und zu den Grünen öffnen. Chris­tian Hirte, CDU-Staats­se­kre­tär und Ost­be­auf­trag­ter, machte sich am Diens­tag schul­dig, indem er dem FDP-Minis­ter­prä­si­den­ten von Thü­rin­gen gra­tu­lierte. Merkel meint, das mache ihn untrag­bar für sein Amt, er trat dar­auf­hin zurück – er wurde zurück­ge­tre­ten trifft es besser.


4.2.2020: Nach „fest“ kommt häufig „ab“. Das gilt nicht nur für Schrau­ben, wenn man sie über­dreht, sondern auch für poli­ti­sche Nar­ra­tive wie „russian col­lu­sion“. Von Trump berich­ten die deut­schen Medien derzeit gern, er würde seinen Wahl­kampf auf „Angst vor dem Sozia­lis­mus“ eines Bernie Sanders auf­bauen – ja was denn sonst, möchte man fragen. Sollen die USA den „demo­kra­ti­schen Sozia­lis­mus“ etwas will­kom­men heißen? Doch was bitte ist das, was der demo­kra­ti­sche Abge­ord­nete Adam Schiff da schwa­felt? Trump könnte, wenn er nicht recht­zei­tig aus dem Amt ent­fernt würde, den Russen Alaska ver­kau­fen, wenn er von dort Unter­stüt­zung für seine Wie­der­wahl erhielte. Wie bitte? Glaubt Schiff ernst­haft, dass diesen Blöd­sinn irgend­je­mand glaubt? Gut, Rachel Maddow viel­leicht, weil die das glauben will, aber sonst? Wie ver­zwei­felt müssen die Demo­kra­ten im Moment sein, um solchen Blöd­sinn zu ver­zap­fen? Ange­sichts von über­ge­schnapp­ten Dems wie Pelosi und Schiff würde ich mir ja mehr Sorgen darüber machen, ob Trump nicht lieber deren Hei­mat­staat Kali­for­nien an Mexiko zurück­gibt. Und ich dachte, vor allem unsere Poli­ti­ker hätten einen an der Waffel!


4.2.2020: CNN spricht von „mayor delay in results”, die New York Times noch tref­fen­der von „con­fu­sion”, während die Kan­di­da­ten der Demo­kra­ten sich irgend­wie alle als Sieger fühlen. DIE WELT fasst es in der tref­fen­den Head­line „Der denkbar pein­lichste, schlech­teste Start in ein Wahl­jahr” zusam­men. Hat man wirk­lich tech­ni­sche Pro­bleme oder dauert es nur so lange, den erwar­te­ten Sieg von Sanders abzu­wen­den? Denn während sich das Estab­lish­ment der Dems auf einen aus­sichts­lo­sen Kampf gegen das Wahl­er­geb­nis 2016 einließ, wurde die Partei von den Sozia­lis­ten um Sanders, und „The Squad” geka­pert und somit in einen Zwei­fron­ten­krieg gegen die Rea­li­tät ver­wi­ckelt. Man wollte so gern mit Biden auf dem abge­lau­fe­nen Obama-Ticket zurück ins Weiße Haus, doch das eigene Impeache­ment-Ver­fah­ren (und Bidens Lust­lo­sig­keit, der bislang noch nicht mal sowas wie ein Motto für seine Prä­si­dent­schaft hat) beschä­dig­ten diese Idee. Sanders, der mit der Par­tei­füh­rung seit seiner Abser­vie­rung 2016 noch eine Rech­nung offen hat, holte in den Umfra­gen auf. Die sozia­lis­ti­schen Spinner werden Biden oder Warren nicht akzep­tie­ren, das Partei-Estab­lish­ment wird Sanders nicht folgen. Trump ist der lachende Dritte. Sein Vor­wahl­er­geb­nis in Iowa lag pünkt­lich vor: 97,1%.


2.2.2020: Medien, Mons­tren, Muta­tio­nen – natür­lich sind Linke lustig, ich könnte mich den ganzen Tag über sie beöm­meln*. Das liegt wohl daran, dass ich in meiner Jugend noch mar­xis­tisch geschult wurde, das bildet Anti­kör­per. Und wer nicht glaubt, dass Rechte keine Men­schen mögen (außer gut durch­ge­bra­ten mit Salat­bei­lage), der wird das auf der Par­tei­schule „Jan Böh­mer­mann“ in einem zwei­jäh­ri­gen Inten­siv­stu­dium Mar­xis­mus-Humo­ris­mus schon lernen! Wer in Kursen wie „Bloß nicht den Kopf ver­lie­ren – der Revo­lu­tio­när in der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion“, „Kochen im Gulag – der Revo­lu­tio­när und die Diät“ oder „Klo­pa­pier wird über­schätzt – wie ich lernte, den Mangel in Vene­zuela zu lieben“ keinen Humor ent­wi­ckelt, ist kein guter Linker und wird dann schon sehen, was er davon hat.

*säch­si­scher Fach­be­griff für „am Boden liegen vor Lachen”. Word schlägt mir „baumeln” als Alter­na­tive vor, doch das ist ja eher das Gegen­teil und droht all jenen, die über linke Witz­bolde nicht lachen können oder die ver­pflich­tende Lach­ab­gabe (früher GEZ) nicht freudig ent­rich­ten.


31.1.2020: Neulich bei Lanz.


11.1.2020: Wer hätte gedacht, dass der­einst ein ent­schei­den­der Stand­ort­vor­teil für Indus­trie­an­sied­lun­gen südlich von Berlin die Nähe zur pol­ni­schen Grenze sein würde? Tesla bringt für seinen Fir­men­neu­bau in Haupt­stadt­nähe wohl mehr Prag­ma­tis­mus mit, als es sich deut­sche Poli­ti­ker auch nur aus­mah­len konnten. Auf der A10 werden dem­nächst nicht mehr nur pol­ni­sche Hand­wer­ker ins Ruhr­ge­biet, sondern Tesla-Schrau­ber nach Bran­den­burg pendeln. Und das ist auch gut so, denn es zeigt uns zwei Dinge:

Erstens, „Made in Germany“ heißt eben nicht „Made by Germans”. Zwei­tens, das Per­so­nal, das bei uns Industrie‑, Ver­kehrs- oder über­haupt Politik macht, ist gelinde gesagt „intel­lek­tu­ell her­aus­ge­for­dert“ und ließ sich von Tesla mit vagen Ver­spre­chun­gen und Absichts­er­klä­run­gen abspei­sen. Ich wette, in ihrer Über­heb­lich­keit haben unsere Spit­zen­po­li­ti­ker nicht mal daran gedacht, Tesla könne statt aufs hippe Berlin auf den pol­ni­schen Arbeits­markt schauen.

Warum Tesla nicht gleich in Polen gebaut hat? Ver­mut­lich waren die Geschenke dort nicht so üppig wie im besten Deutsch­land, dass wir je hatten.


11.1.2020: „Sie hat abge­lehnt.”
„Also wieder Siemens-Aktien kaufen?”
„Kaeser ist noch da.”
„Oh.”


10.1.2020: Märchen-Nach­hilfe für Joe Kaeser: Der Prinz soll den Drachen töten und ihm nicht das halbe König­reich anbie­ten!


Leicht ver­frühte Geburts­tags­wün­sche für die Partei der Günen, die am 13.1.1980 gegrün­det wurden.


10.1.2020: Wie es um Netz­aus­bau und Digi­ta­li­sie­rung in Deutsch­land steht, erkennt man daran, dass die der­zei­tige DDoS-Attacke auf die GEZ mit der Post kommen muss.


5.1.2020: Hat der Iran nun 2015 gelogen oder macht er 2020 nur Spaß? Nur zur Erin­ne­rung: der Iran hat immer bestrit­ten jemals ein Atom­waf­fen­pro­gramm gehabt zu haben. Ob Obama heute bereut, dass 2016 auf seine Anwei­sung 400 Mil­lio­nen Dollar in Bar per Flug­zeug nach Teheran gebracht wurden? Europa hätte auf Israel hören sollen!


5.1.2020: Das Femi­nis­ti­sche Mani­fest des Jens van Tricht, dass uns der Deutsch­land­funk hier so drin­gend ans Herz legt und das uns erklärt, warum „tra­di­tio­nelle Kon­zepte von Männ­lich­keit“ den Kli­ma­wan­del ver­ur­sa­chen (ver­mut­lich Grill­fleisch und CO2 im Bier) ist ein Renner in der Frau­en­be­we­gung! Ich vermute, jede femi­nis­ti­sche Biblio­thek und jede Uni mit Lehr­stuhl für Gender zwi­schen Flens­burg und Gar­misch hat eins ange­schafft – und da kommt bekannt­lich einiges zusam­men! Wie sonst hätte sich dieses Buch wohl auf Ver­kaufs­rang 9.921 hoch­schlei­men können? Dagegen sehen Best­sel­ler von Heiko Maas (Rang 415.876) blass aus! Van Trichts Buch muss mit seinen 180 Seiten eine gute Dicke haben, um Tische vom Kippeln abzu­hal­ten, denn gelesen hat es offen­bar noch niemand. Seit der Ver­öf­fent­li­chung am 11. Sep­tem­ber 2019 ist nämlich noch keine einzige Rezen­sion bei Amazon belegt. Ein Blick ins Inhalts­ver­zeich­nis und ins Buch bei Amazon offen­bart indes die wahren Absich­ten von Autor und DLF: Weil der übliche abge­stan­dene und offen­bar unbe­ach­tete Salm aus Sozi­al­kon­struk­ti­vis­mus, Männ­lich­keits­nor­men, Selbst­re­fle­xion und Eman­zi­pa­tion keinen Hund hinter dem Ofen her­vor­zie­hen kann, hebt man das Büch­lein einfach auf eine „höhere Ebene“, indem man es mit dem alles erschla­gen­dem Thema „Kli­ma­wan­del“ schau­mig auf­schlägt. Im Buch ist vom Kli­ma­wan­del und dessen männ­li­chen Ver­ur­sa­cher aber offen­bar nicht die Rede, kein ein­zi­ger Inhalts­punkt deutet auch nur in diese Rich­tung. Alter Wein in neuen Schläu­chen und der DLF als wil­li­ger Som­me­lier – unsere Gebüh­ren bei der pro­pa­gan­dis­ti­schen Arbeit!


noch dazu:


3.1.2020: Tausend Mal berührt und bis auf Blut pro­vo­ziert? Dieter Dehm, auf dessen Stru­vel­kopf es ordent­li­cher aus­sieht als darin, ver­misst also den Stra­ßen­kampf! Endlich mal wieder „Tod den USA“ brüllen und es nicht immer nur zu denken! Endlich wieder staat­lich finan­zierte kom­mu­nis­ti­sche „Frie­dens­mär­sche“, nur dass der letzte Finan­zier DDR nicht mehr zur Ver­fü­gung steht. Endlich wieder Unter­grund­aus­bil­dung an der Kalasch­ni­kow bei den ara­bi­schen Waf­fen­bet­sch­wes­tern… Aber viel­leicht sehen wir da auf Twitter gar nicht der rote Grütze aus Dehms Kopf beim Trock­nen zu, sondern der Grütze seines Medien-Buddys, des RAR-Ter­ro­ris­ten Chris­tian Klar, der sich um Dehms Inter­net­prä­senz kümmert? Ob Dehm und Klar Hand in Hand gegen den „US-Impe­ria­lis­mus“ auf die Straße gehen und die ganze Linke Frak­tion gleich mit, wird die USA aber in etwa so viel inter­es­sie­ren, wie wenn in Teheran ein Sack Pis­ta­zien umfällt. „Bis aufs Blut pro­vo­ziert“ kann ich aller­dings nicht als Schlin­gel­for­mu­lie­rung durch­ge­hen lassen für den ira­ni­schen Vorstoß in Rich­tung Israel, die ent­fes­selte, blut­rüns­tige Rhe­to­rik der Mullahs und den Versuch, wieder einmal eine ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaft zu stürmen. Dehm, mach die Tür zu deinem Haus in der Toskana hinter dir zu, halt einfach mal die Klappe und denk an die Arbei­ter­klasse. Tau­send­mal ist was pas­siert und Du hast nix kapiert!