Fundstücke, Fragen, Gedankensplitter

8.12.2019: Lex Augs­burg für Gewalt­ver­ste­her. Das Argu­ment ist übri­gens aus­bau­fä­hig! Wer Moham­med-Kari­ka­tu­ren zeich­net darf sich nicht wundern… Wer bei Charlie Hebdo arbei­tet, darf sich nicht wundern… Wer kurze Röcke trägt, darf sich nicht wundern… Bilde weitere Bei­spiele.


27.11.2019: „Wie kannst du es wagen! Der Stroh­halm in deinem Gin-Tonic ist aus Plastik und wird nur einmal benutzt! Der wandert dann ins Meer und tötet dort eine Schild­kröte!“ –
„Dann wird er doch aber mehr als einmal benutzt.“ (Leo Kearse)


21.11.2019: Ver­lo­cken­des Angebot zur aktiven Mit­wir­kung am Resett­le­ment-Pro­gramm der UN: Mentor werden und dafür auch noch kräftig zur Kasse gebeten werden! Dop­pel­tes Leid, dop­pel­ter mora­li­scher Gewinn! Ach, übri­gens: die Net­to­kalt­miete für zwei Jahre muss vorab auf ein eigens ein­ge­rich­te­tes Konto über­wie­sen werden. Wie lang mögen wohl die War­te­lis­ten bei www​.neu​star​tim​team​.de sein? Da möchte doch sicher jeder sofort mit­ma­chen, oder?


13.11.2019: Erwischt, Greta! Ob der Kom­men­ta­tor bei der WELT wohl deshalb nur von „Kli­ma­ver­träg­lich­keit” spricht, statt deiner Reise „CO2-Neu­tra­li­tät” zu attes­tie­ren? Der Cat „La Vag­abonde”, ein fran­zö­si­sches Seri­en­mo­dell, hat nämlich gleich ZWEI Die­sel­mo­to­ren und (falls meine Erin­ne­rung mich nicht täuscht) EINEN Die­sel­ge­ne­ra­tor an Bord. Wie heißt es doch so schön: In der größten Not frisst der Teufel Fliegen. Also, gute Rück­reise! Auch wenn ich bezweifle, dass du recht­zei­tig in Madrid ankommst. Und ver­schre­cke die beiden Aus­tra­li­schen Segler nicht mit deinen Beleh­run­gen. Die sind nämlich wirk­lich nett, auch wenn sie nicht CO2-frei leben.


10.10.2019: Längst hat man sich an ver­schärfte Sicher­heits­kon­trol­len gewöhnt, wenn man eine Ver­an­stal­tung besucht, die in einer jüdi­schen Gemeinde statt­fin­det. Daran gewöhnt, vor großen Syn­ago­gen einen 24/7 Poli­zei­schutz vor­zu­fin­den, aber man fragt sich immer wieder, was das für Leute sein mögen, wegen denen die Maß­nah­men not­wen­dig sind. Einen haben wir nun in Halle ken­nen­ge­lernt. Das Pro­to­koll der Äuße­run­gen von Stephan B., während der bal­lernd und flu­chend mordete und ver­suchte, in die Syn­agoge in Halle ein­zu­drin­gen, macht mich fas­sungs­los. „Völlig durch­ge­knallt“ lautet die nicht-medi­zi­ni­sche Dia­gnose.

Es zeigt sich, dass während in diesem Land eifrig Nazi-Stempel ver­teilt werden, „AfD-Hirse“ aus Bio­markt­re­ga­len gezerrt und Gast­wirte mit Boykott bedroht werden, weil sie ihre Gäste nicht auf Gesin­nung geprüft haben, man die wirk­li­chen Nazis völlig aus dem Blick ver­lo­ren hat. Seit Jahren versagt die Politik darin, die Maß­stäbe wieder zurecht zu rücken und es wird nicht lange dauern, bis die ver­ba­len Mes­ser­ste­che­reien wieder los­ge­hen und im Brust­ton der Über­zeu­gung gebrüllt wird, Weidel und Gauland hätten quasi mit­ge­schos­sen.

Und so wird die Spal­tung weiter fort­schrei­ten, weil die einen ein Feind­bild brau­chen, an dem sie ihre poli­ti­sche Unfä­hig­keit spie­geln können und die anderen sich weigern, dieses Feind­bild so aus­zu­fül­len, wie es pos­tu­liert wird. Den Opfern von Stephan B., die das Pech hatten, zur fal­schen Zeit am fal­schen Ort zu sein, wird das nicht helfen. Ebenso den Juden in diesem Land und den jüdi­schen Gemein­den, die sich nicht im selben Maß wie andere darauf ver­las­sen können, dass der Staat seinen hoheit­li­chen Auf­ga­ben – wozu in erster Linie die öffent­li­che Sicher­heit gehört – noch aus­rei­chend nach­kom­men kann.

Letzt­lich waren es nämlich weder die Polizei noch wohl­feile Poli­ti­ker­re­den oder gra­tis­mu­ti­ges „Auf­ste­hen gegen rechts“, die ein Mas­sa­ker in der Syn­agoge ver­hin­dert haben. Es war eine starke, schuss­si­chere Tür, welche die Gemeinde aus gutem Grund hat ein­bauen lassen.


immer noch 7.10.2019, nur sauer­stoff­hal­ti­ger: Udo Pollmer hat das Talent, kul­ler­äu­gi­gen Weih­nachts­mann-Gläu­bi­gen Klein­kin­dern am Hei­li­gen Abend mit einem mali­ziö­sen Lächeln die Her­kunft der Geschenke bei einer Portion Glüh­wein und Ren­tier­gu­lasch a la „Blizzen” zu erklä­ren. Liebe Kli­ma­kin­der, Regen­wald­ret­ter und Hambistreichler…ihr müsst jetzt ganz ganz stark sein!


7.10.2019: An alle Nost­al­gi­ker: Es gibt nichts zu feiern heute. Selbst ohne Mon­tags­de­mos, Gorbi und das Total­ver­sa­gen des Sozia­lis­mus (mit Ansage) hätte die DDR spä­tes­tens 2009 auf­ge­hört zu exis­tie­ren. Da wäre sie nämlich 60 gewor­den und weil sie dann als Rent­ne­rin hätte reisen dürfen, wäre sie in den Westen abge­hauen. Außer einem durch­ge­knall­ten Vetter in Nord­ko­rea, einem ver­arm­ten Onkel in Vene­zuela und einem senilen Opa auf Kuba hätte sie ja auch keine Familie mehr gehabt, die sie hätten halten können. In der Wirk­lich­keit waren schon 40 Jahre DDR weit mehr, als für die Bewoh­ner erträg­lich war.


6.10.2019: Etwas ver­spä­tet, ein Gedicht zu den Ideen von Magnus Söder­lund, den Kli­ma­wan­del durch Kan­ni­ba­lis­mus auf­zu­hal­ten.

Wes’ Magen knurrt,
ob früh, ob spät,
der braucht ein Bol­zen­schuss­ge­rät.

Was früher Metz­gers’ Frische-Theken,
findet sich für­der­hin auf Wegen,

in Ämter, Kirchen, Werks­kan­ti­nen,
sie laden ein, sich zu bedie­nen.

Doch wenn der kleine Hunger kommt,
prüf’ vorher, ob’s der Nase frommt.

Und mach am End’ nur jenen platt,
der sich zuvor gewa­schen hat.


30.9.2019: Moment mal! Heiko Maas zitiert tat­säch­lich Louis Antoine de Saint-Just? Den radi­kals­ten, irre­ge­lei­tets­ten, unmensch­lichs­ten, tech­no­kra­tischs­ten Ter­ro­ris­ten der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion? Einen Mann, der selbst Robes­pierre, den Adlaten Rous­se­aus noch an kalter Kon­se­quenz über­traf? Männ­lein aus dem Saar­land, mir graut vor dir! #nicht­Mein­Aus­sen­mi­nis­ter


20.9.2019: Welt­kli­ma­tag


19.9.2019: Nicht mal bei einer Film­kri­tik bekom­men die Spiegel-Schmier­fin­ken ihre Ideo­lo­gie aus den Schä­deln. Eng ver­schraubt und zu jeder noch so nie­der­träch­ti­gen Ana­lo­gie fähig. Von blu­ti­ger Rache und bru­ta­lem Gemet­zel träume er, dieser Trump. Deshalb pfeift er wohl gerade seinen Außen­mi­nis­ter Pompeo zurück und will Beweise für die ira­ni­sche Urhe­ber­schaft des Angriffs auf die Saudis. Deshalb blies er in letzter Sekunde die Ver­gel­tung für den Abschuss einer ame­ri­ka­ni­schen Drohne durch den Iran ab. Doch auch das könnte man sich im Spiegel noch zurecht­rü­cken, damit es wieder in das anti­ame­ri­ka­ni­sche Welt­bild passt. Sicher will Trump nur seine Kri­ti­ker ver­wir­ren, weil er all das nicht tut, was seine Kri­ti­ker sehn­süch­tig von ihm erwar­ten. Zum Bei­spiel mehr Mexi­ka­ni­sche Migran­ten abschie­ben als Obama. Oder mehr Droh­nen­an­griffe als Obama befeh­len. Oder den Iran weg­bom­ben, Kim hei­ra­ten und Texas an Putin ver­schen­ken. Geht’s nicht auch mal ein paar Nummern sub­ti­ler beim Spiegel?



17.9.2019: Bento und die Wahr­heit mal wieder. Im Artikel erwar­tet uns die Fest­stel­lung: „Doch obwohl 99,94 Prozent aller durch Fach­kol­le­gen geprüf­ten Artikel (Studie) zum Thema den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del bestä­ti­gen, gibt es noch immer Men­schen, die ihn leugnen – obwohl sie keine Exper­ten sind.“ Da sind wir also mitt­ler­weile ange­kom­men. Bei 99,94%. Beklatscht und beju­belt von Frei­tags­kin­dern, die sogar zu 100% keine Exper­ten sind. Jetzt wurde Greta ja auch noch von Amnesie … ich meine Amnesty Inter­na­tio­nal aus­ge­zeich­net, was sie sicher in den längst fäl­li­gen Exper­ten­sta­tus erhebt. Eine Lai­en­orga zeich­net einen Laien aus. Aber Minus mal Minus ergibt ja Plus.

Bei der ver­link­ten Studie müssen sich die fak­ten­ver­wöhn­ten bento-Leser übri­gens mit dem abs­tract begnü­gen, der Rest lauert hinter der uni­ver­si­tä­ren Bezahl­schranke. Aber es soll wohl aus­rei­chen, dass jemand uns sagt, was in der Black­box drin sein soll, so genau müssen wir das nicht wissen. Die letzte Meta­stu­die (deren Autor Cook auch im Text vor­kommt) kam nur auf 97% aber die über­zeugte nicht mehr, als die Black­box geöff­net wurde. Nun also 99,94%. Doch auch das abs­tract ist schon recht bemer­kens­wert, denn wenn man dort liest, kommen einem schon erste Ahnun­gen zum Zweck der Studie:

Je stärker die Öffent­lich­keit den Konsens für glaub­wür­dig hält, desto mehr befür­wor­ten sie die Maß­nah­men zur Bekämp­fung der glo­ba­len Erwär­mung, die die mensch­li­che Gesell­schaft so drin­gend benö­tigt.“

Ein Schelm, der da an Über­wäl­ti­gungs­rhe­to­rik denkt. Liest man einen Satz weiter, wird es aber richtig lustig: „Darüber hinaus ver­steht jeder, der weiß, dass Wis­sen­schaft­ler einst dachten, die Kon­ti­nente seien fest, die Mond­kra­ter vul­ka­nisch oder die Erde könne nicht älter als 100 Mil­lio­nen Jahre sein, dass sich manch­mal her­aus­ge­stellt, dass eine kleine Min­der­heit Recht hat. Es ist jedoch schwer, sich einen Fall in der Neuzeit vor­zu­stel­len, in dem Wis­sen­schaft­ler prak­tisch ein­stim­mig und falsch lagen.“

Ein­spruch: das ist schon vor­stell­bar, wenn man bedenkt, dass noch nie in der Neuzeit so viele Wis­sen­schaft­ler so fürst­lich dafür bezahlt wurden, in eine ver­engte Rich­tung zu denken und die Abweich­ler von eben diesem Konsens an der Ver­öf­fent­li­chung gehin­dert werden. Übri­gens: 0,06% ent­spricht bei der angeb­lich gesich­te­ten Gesamt­zahl von 54.195 Arti­keln 32,517 Autoren, die noch nicht auf Linie gebracht sind. Die muss man also bei den immer schril­ler wer­den­den „Panik et Cir­cen­sis“ Fest­spie­len noch den Löwen vor­wer­fen. Danisch liegt wohl richtig, wenn er von „to big to fail“ für den Zirkus spricht.
PS: Wer den bento-Artikel lesen möchte, begebe sich bitte selbst dorthin. Diesen Driss ver­linke ich nicht.


15.9.2019: Was wären unsere Städte schön, gäbe es kaum noch ver­blen­dete Akti­vis­ten, die jede wirt­schaft­li­che Regung bekämp­fen, weil sie selbst ihr ganzes Leben nur von Staats­a­li­men­ten leben und gar nicht begrei­fen, für wie viele Men­schen das Ende der IAA auch das Ende ihres Jobs bedeu­ten wird. Eines hat Jutta Dit­furth ver­mut­lich jetzt schon erreicht: jeder weiß, dass es ihr egal ist, wovon die Ange­stell­ten der Messe Frank­furt leben. Und wenn es keine IAA mehr gibt, sollen sie eben grüne Par­tei­pro­gramme fressen.


9.9.2019: Die beiden Markt­füh­rer bei der City­seu­che E‑Rollerei und „Wir-rollen-da-wo-wir-früher-einfach-gelau­fen-sind” bezeich­nen die Mit­ar­bei­ter, die die Dinger saftlos ein­sam­meln müssen euphe­mis­tisch „Juicer“ bzw. „Hunter“, was sicher die ober­cools­ten Berufs­be­zeich­nun­gen sind, die sich je ein hipper Start-Upper und Indus­trie­vier­punkt­nul­ler für Hand­lan­ger­tä­tig­kei­ten aus­ge­dacht hat. Die Stun­den­löhne, auf welche die Jäger und Safter so kommen, sind ange­sichts des dem­nächst ein­zu­füh­renden BGE „Precht vier“ natür­lich irrele­vant, aber man hat zu tun, ist an der fri­schen Luft und kann „was mit Medien“ machen, indem man GPS-Koor­di­na­ten abklap­pert. Und das beste: man kann für den guten Zweck noch lange eines dieser alt­mo­di­schen Ver­bren­ner-Autos fahren, um das Groß­stadt­klein­wild resp. die Groß­stadt­zi­trus­frucht dort ein­zu­sam­meln, wo es ent­saf­tet oder aus­ge­blu­tet zurück­ge­las­sen wurde. Vor­aus­set­zun­gen für diesen Beruf mit Zukunft? Ganz einfach: schall­dichte Kopf­hö­rer mit Noise-Can­cel­ling, um die nach Strom pie­pen­den Rol­ler­lei­chen im Kof­fer­raum zu ertra­gen und ein GPS-Jagd­di­plom von der Pokemon-Go-Aka­de­mie, um die ver­en­de­ten Roller zu finden. Ich wusste doch, dass dieses Spiel die Kids auf ihre Zukunft vor­be­rei­ten soll! Mir war nur noch nicht klar, auf welche. Schöne neue Welt! 



31.8.2019: Sach­sens Kul­tus­mi­nis­te­rin Stange sieht „die Demo­kra­tie in Sachsen noch nicht ange­kom­men”. Bei aller berech­tig­ten Empö­rung, diese Sicht­weise ist inter­es­sant. Denn Stange steht ja aus­ge­rech­net in jenem Bun­des­land dem Bil­dungs­sys­tem vor, das in allen Ran­kings in Deutsch­land den Spit­zen­platz belegt. Was will uns Frau Stange denn mit ihrer Aussage über den Stel­len­wert der Demo­kra­tie sagen? 🤣
Liebe Genos­sen von CDUSPDLINKSGRÜN, könntet ihr bitte ganz ganz schnell mit diesem Stuss auf­hö­ren und es unter­las­sen, die Wähler zu beschimp­fen? Nicht IHR habt zu bestim­men, wie Demo­kra­tie aus­se­hen muss. Ihr habt Wahl­er­geb­nisse zu akzep­tie­ren und umzu­set­zen, Basta. Und ich wette, wenn es morgen doch noch für die Ganz­ganz­große Koali­tion reichen sollte, werdet ihr die Demo­kra­tie wieder mal für geret­tet erklä­ren.


26.8.2019: „Nuthe­tal – SPD, CDU, Linke und Grüne in Nuthe­tal wollen ver­hin­dern, dass die AfD die Land­tags­wahl am 1. Sep­tem­ber gewinnt und haben für ihr Vor­ha­ben ein gemein­sa­mes Plakat ent­wor­fen.” — aber Genos­sen! Dafür muss man doch kein neues Plakat ent­wer­fen, da greift man gerade im Osten auf Bewähr­tes zurück! So tickt er halt, der Ossi. Ein­heits­par­teien fand der schon immer gut!


23.8.2019: Infra­test dimap wollte wissen, ob die Fridays-for-Future-Bewe­gung die per­sön­li­che Ein­stel­lung der Men­schen zur Kli­ma­ret­tung beein­flusst habe. Die schlechte Nach­richt, dass nämlich 72% sich einen feuch­ten Keh­richt darum scheren, ist auch gleich­zei­tig die gute für Gretas Truppe. Echt, kein Scherz! Es zeigte sich nämlich, dass es eine Gruppe gibt, die sehr affin ist für Panik, Ver­zichts­pre­digt und die Vor­stel­lung, Fräu­lein Thun­berg könne CO2 in Ein­horn­pfürze ver­wan­deln: Grünen-Anhän­ger! Eben jene Kerosin-Kathis und Lang­stre­cken-Luisas, die häu­fi­ger und weiter um die Welt jetten als alle anderen und in ihren hippen Groß­stadt-Lofts keine Solar­an­lage auf ihr Dach stellen können, um wenigs­tens so zu tun, als könnten sie den Tesla vor der Tür aus eigener Kraft ernäh­ren. Für die gewal­tige Leis­tung, der Möch­te­ger­nelite urbaner Mill­en­ni­als den Spiegel ihrer eigenen Schein­hei­lig­keit vor­ge­hal­ten zu haben, möchte ich Greta an dieser Stelle mal herz­lich und auf­rich­tig „Danke!“ sagen. „Do what we say, not what we do“ ist ein Motto, dem schon in der DDR die Men­schen nicht auf Dauer hin­ter­her­lau­fen wollten.


18.8.2019: Kli­ma­ak­ti­vis­ten mögen Marc Morano nicht, denn er ist Repu­bli­ka­ner und war auch schon in Kam­pa­gnen gegen demo­kra­ti­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten aktiv. Außer­dem – und das schlüge sogar eine NRA-Mit­glied­schaft an Nie­der­tracht – ist er ein ganz übler Kli­ma­l­eug­ner. Pfui Spinne!

Auf Wiki­pe­dia, die immer mehr zur Wand­zei­tung agen­da­ge­trie­be­ner Akti­vis­ten ver­kom­men­den ehe­ma­li­gen Wis­sens­platt­form, findet man für Morano denn auch Worte, die mit der ver­gif­te­ten Tinte der Ver­ach­tung und Anschmut­zung geschrie­ben sind: „2017 trat er als Gast­red­ner bei einer von den beiden Kli­ma­l­eug­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen EIKE und CFACT ver­an­stal­te­ten „Kli­ma­kon­fe­renz” in Düs­sel­dorf auf.“

Ja ja, die Anfüh­rungs­zei­chen­seu­che trennt deut­lich den ersten Kampf gegen die Kli­ma­ka­ta­stro­phe, wohin man mit Pri­vat­jets und großem Gefolge reist, vom wis­sen­schaft­li­chen Gott-sei-bei-uns-Teil, der ohne großes Bim­bo­rium aus­kommt. Ein „Hoch“ auf Anfüh­rungs­zei­chen und Kli­ma­l­eug­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen (was auch immer das sein soll). Aber lassen wir das. Morano hat ein Buch geschrie­ben, für das sich wahr­schein­lich kein deut­scher Verlag finden wird: „The Poli­ti­cally Incor­rect Guide to Climate Change“. Um dieses und vieles mehr geht es in diesem ein­stün­di­gen Video. Er nimmt darin so ziem­lich jedes Dogma aus­ein­an­der, dass die Klima-Alar­mis­ten bisher auf­ge­stellt haben. Sehr sehens­wert.

Btw: Sie finden das Buch bei Amazon, wenn auch nur auf Eng­lisch, auf der Wiki­pe­dia-Seite von Marc Morano finden sie jedoch keinen Hinweis auf dieses Buch. Dort scheint es, als sei Morano ein Publi­zist, der alles möglich tut (vor allem leugnen), nur nicht publi­zie­ren. Die Seite wurde zuletzt im Mai 2019 bear­bei­tet, das Buch erschien bereits im Februar 2018. Aber man muss das Publi­kum ja nicht auch noch ver­lei­ten, ver­bo­tene Bücher zu lesen! Sein 400 Seiten dickes Buch mag ein Argu­ment sein – aber eben für die falsche Seite.


14.8.2019: Man sollte den Hor­ror­mel­dun­gen unserer begeis­ter­ten und mit­füh­len­den Medien von den Ent­beh­run­gen der See­fahrt, dem unste­ten Wetter und der Unbill eines Eimers für gewisse Geschäfte (der eigent­lich eine Che­mietoi­lette ist, wie sie jeder Camper kennt) nicht allzu ernst nehmen. Auf Gretas Reise wurde nichts dem Zufall über­las­sen – schon gar nicht der Start­zeit­punkt und die Wet­ter­pla­nung. Eigent­lich kaum zu glauben, wieviel Glück die Göre und ihr Panik­or­ches­ter mit dem Wetter haben.

Glück? Nein, es ist Planung. Exakte Fore­casts und Wetter-Routing von Profis aus der Regat­ta­szene. Hier geht es außer­dem nicht darum, als erster durchs Ziel zu kommen, hier braucht man eine Route, die hübsch kommod und für Land­rat­ten erträg­lich ist. Und die Route sieht gut aus mit 15–20 kn Wind, wenn sie aus dem Kanal raus sind und nach Süden abdre­hen werden, ab da sogar ange­nehme raume Winde, kaum Böen, kaum Gegen­strö­mung, die die Welle auf­stei­gen lassen kann, nachts kein unan­ge­neh­mes Rollen. Ver­mut­lich wird der Skipper eine der Düsen zwi­schen den Kanaren nutzen, um mal etwas Fahrt zu machen. Greta kann dann winken, auf den Kanaren finden sich immer Jour­na­lis­ten, die zurück winken. Und dann, dank sta­bi­lem Passat biegt er südlich der Kanaren nach Westen ab und nimmt die ange­nehme ARC-Route in die Karibik.

Das wird keine Rei­er­reise, bei der die arme Gretel alle halbe Stunde Neptun opfert und aus dem Ölzeug nicht her­aus­kommt. Das wird auch nicht wie in „Der Sturm“ mit haus­ho­hen Wellen und überall nur weißer Gischt. Greta hat sehr wahr­schein­lich gera­dezu opti­ma­les Segel­wet­ter! (die Wet­ter­mo­delle sind für 5–6 Tage gerade im Nord­at­lan­tik sehr zuver­läs­sig – was man von den Kli­ma­mo­del­len der nächste 50–60 Jahre nicht sagen kann) Nur wird die Malizia Greta sehr wahr­schein­lich nicht nach New York bringen. Ich wette auf Florida oder etwas weiter nörd­lich. Ab da geht’s mit dem Zug weiter. (Ver­mut­lich auch deshalb, weil es sich für die Kameras besser machen wird, wenn sie in Central Station aus einem Eisen­bahn­wa­gon steigt, statt sich von ihren Fans von einer Fünf-Mil­lio­nen-Dollar-Yacht tragen zu lassen.)


14.8.2019: Thun­bergs Stu­dier­zim­mer, CO2 zu Greta:

Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Ich bin das Gas, das Du ver­neinst!
Und ohne Recht! Denn alles, was durch mich ent­steht,
Ist wert, dass es im Kreis­lauf geht.
Drum besser wär’s, wenn mehr ent­stünde.
So ist denn alles, was Du Sünde,
Zer­stö­rung, kurz das Böse nennst,
Dein Hirn­ge­spenst.


immer noch 13.8.2019: Spi­nat­grüne Kit­tel­schütze, dot­ter­wei­che semi femi-Argu­mente und kar­tof­feld­röge poli­ti­sche Wort­gir­lan­den. Seit ihrem „Einmal in der Woche Spinat mit Ei“ Auf­tritt im Bun­des­tag hat sich nicht viel getan im Gebälk von KGE. „Ich hätte mir vor ein paar Jahren nicht träumen lassen, welcher Hass Frauen in sozia­len Netz­wer­ken ent­ge­gen­schlägt.“Nein, Frau Göring-Eckardt, da muss ich Ihnen wider­spre­chen. Was Sie Hass nennen ist nichts als kalte Ver­ach­tung und die schüt­tet sich in sozia­len Netz­wer­ken über der Dumm­heit aus – ohne Ansehen des Geschlechts.


13.8.2019: Es ist ein Unter­schied, ob eine Mauer gewisse Leute draußen oder alle Leute drin halten will. Heute ist 58. Jah­res­tag des Ber­li­ner Mau­er­baus. Was das Foto hier sagt, beleuch­tet den anderen Aspekt. Die Wahr­heit liegt mal wieder in der Mitte.


10.8.2019: Ergän­zend zu Vince Eberts Aus­füh­run­gen (hier finden Sie den Spek­trum-Artikel) lässt sich sagen, dass der Mensch heute viele Ent­schei­dun­gen, die er ohnehin schon getrof­fen hat oder an deren Zustan­de­kom­men er nichts ändern konnte, nur zu gern falsch eti­ket­tiert, um dahin­ter seine Ohn­macht, Indif­fe­renz oder Faul­heit zu ver­ste­cken und gleich­zei­tig mora­li­schen Honig zu saugen.

Man würde wegen des Klimas nie einen SUV fahren, kann sich aber ohnehin keinen leisten. Man ver­zich­tet viel­leicht gänz­lich aufs Auto, hat aber in Wirklich­keit gerade seinen Füh­rer­schein abgeben müssen. Oder man ist empört, dass es Men­schen gibt, die allein auf ener­gie­fres­sen­den 100 Qua­drat­me­tern leben und drei Autos haben, weil man selbst nur 90 Qua­drat­me­ter und zwei Autos sein Eigen nennt.

Jeder ist eine kleine, wan­delnde mora­li­sche Elle, mit der die Welt ver­mes­sen wird. Ich zum Bei­spiel ver­zichte hel­den­haft und voll­stän­dig wegen der Mee­res­über­fi­schung auf den Verzehr von Fisch – ver­ra­ten sie bloß keinem, dass ich den ohnehin nicht ver­trage, mein Hel­den­mut bekäme Rost­fle­cke.

Etwas tun, was man ohnehin nicht ver­hin­dern kann, dafür Moral­punkte sammeln und sich über jene zu erheben, denen man mit Ver­bo­ten den­sel­ben Ver­zicht auf­nö­tigt. Das heißt, ganz Mensch und ganz Neid­ham­mel zu sein. Wenn also in Zukunft der Veganer und der Kar­ni­vore glei­cher­ma­ßen auf Fleisch ver­zich­ten, ist das Verbot gerecht ver­teilt – aber dem Kar­ni­vo­ren tut es mehr weh, was den Veganer wie­derum freut. Poli­ti­scher Sadis­mus, getarnt als Huma­ni­tät. Unser Alltag ist voll davon.


9.8.2019: Auf ins Schla­raf­fen­land, Freunde! Die Fahrt geht über „Dageht­noch­was”, „Wer­will­noch­mehr” und „Kost­ja­nix”.
Kopf -> Tisch!
Nach der Nummer will ich von diesem Blatt nie wieder ein ver­ächt­li­ches Wort über Ita­li­ens pro­ble­ma­ti­sche Staats­schul­den hören!


7.8.2019: Das nennt man übri­gens „über Bande spielen” oder „Kanz­ler­test”. Der Robert, denken dann alle, der Robert ist ja gar nicht so durch­ge­knallt wie die anderen Grünen. Der Robert, der kümmert sich um die kleinen Leute. Der Robert, der hat seine Partei im Griff, der würde doch auch als Kanzler nie zulassen…ich breche das Kopf­thea­ter an dieser Stelle ab, denn es ist das alte Spiel, was hier gespielt wird. Die Deut­schen schlu­cken die CO2-Steuer, weil ihnen ver­spro­chen wird, eine Fleisch­steuer wird es nicht geben und sie werden wenig später eine Fleisch­steuer schlu­cken, wenn man ihnen ver­spricht, das Bier nicht teurer zu machen. Die Deut­schen ver­zich­te­ten auf die D‑Mark, weil man ihnen ver­spro­chen hatte, Schul­den anderer Länder werde man nicht über­neh­men. Die Deut­schen akzep­tie­ren eine Ben­zin­preis­er­hö­hung um 10 Cent, weil es ja morgen schon wieder 9 Cent runter gehen wird. Die Deutschen…ach, lassen wir das. Wir sind halt keine Fran­zo­sen. Oder Hong­kong-Chi­ne­sen, oder Polen, oder Belgier, oder…ich sollte wirk­lich abbre­chen.


6.8.2019: Nachdem Werder Bremen, die Fan­schals mit der Auf­schrift „Auf gute Freunde” wegen Ver­dacht auf rechte Pro­pa­ganda aus dem Verkauf nahm (Gut so, Genos­sen!) soll nun auch die Firma Ferrero den Verkauf von Nutella gestoppt haben. Das Zeug sei einfach viel zu offen­sicht­lich braun, betonte ein Fir­men­spre­cher auf Anfrage. Die neue Spi­nella, ein Brot­auf­strich aus Spinat und Ket­ten­fett (kein Palmöl!) werde die Kunden sicher noch mehr begeis­tern. Eben­falls bis zur Umbe­nen­nung aus dem Verkauf genom­men wurden übri­gens „Heil­butt” und „Jagd­wurst”. Die Kom­mis­sion zur Rein­hal­tung der deut­schen Sprache gibt bekannt, dass die Begriffe durch „Grüß­butt” und „Forst­wurst” ersetzt werden.
Die Ver­brau­cher­zen­trale Bremen begrüßt die Umbe­nen­nung von Jagd­wurst in Forst­wurst, weil seit dem jüngst in Kraft getre­te­nen abso­lu­ten Fleisch­ver­bot ohnehin nur noch Säge­mehl und bunte Knete zur Her­stel­lung dieser deut­schen Spe­zia­li­tät Ver­wen­dung finden. Ver­brau­cher­täu­schun­gen werde man nicht tole­rie­ren, so die Ver­brau­cher­zen­trale. Die Export­wirt­schaft und das Güte­sie­gel „Made in Germany” stehe auf dem Spiel. (Wobei im feind­li­chen Ausland seit einiger Zeit die böse Unter­stel­lung kur­siert, dieses Siegel sei längst durch „Bei uns ist der Wurm drin” ersetzt worden. Die Kaha­ne­ge­sell­schaft für üble Nach­rede ermit­telt)


5.8.2019: Es sind übri­gens nicht die Künst­ler, die im Sozia­lis­mus als erstes unter die Räder kommen, es ist die künst­le­ri­sche Frei­heit. Wer jedoch seinen Lebens­sinn darin sieht, ein Sym­bo­le­an­rei­cher der Macht, also ein Willi Sitte oder Arno Breker zu sein, der lebt auch in der Dik­ta­tur ganz präch­tig. Thomas Köck, der das schlechte Deutsch, die schlechte Laune und den Selbst­be­trug der FFF-Kids mit schlech­ten Thea­ter­stü­cken beglei­tet und auf den „Sys­tem­wech­sel” hofft und in seinem ganzen Leben wahr­schein­lich noch keinen Schritt außer­halb des staat­lich ali­men­tier­ten Kul­tur­be­triebs gewagt hat, gehört wie so viele aus der Zunft der Abge­si­cher­ten und För­der­töp­fe­aus­schle­cker und von Steu­er­gel­dern­le­ben­der zu jener Sorte „Wirt­schafts­ex­per­ten”, deren logi­scher Hori­zont an der Nasen­spitze endet. Gute Nacht, Öster­reich, gute Nacht, Deutsch­land. Wenn das eure kul­tu­rel­len Eliten sind, die sich in Dinge ein­mi­schen, von denen sie so viel ver­ste­hen wie Paviane vom Tango und die Medien diese Affen auch noch zitie­ren, dann gnade euch wer will…Gott sicher nicht!


19.7.2019: Morgen ist Mond­lan­dungs­ju­bi­läum und aus­ge­rech­net die NYT bringt einen völlig ernst gemein­ten Artikel, der die Leis­tun­gen der NASA und deren Astro­nau­ten in den Dreck poli­ti­scher Ras­sis­mus­vor­würfe zieht. Waren doch alles nur weiße Männer, die das für andere weiße Männer getan haben! Die UdSSR hin­ge­gen hätte quasi den „Race for Equa­lity” gewon­nen, weil sie die erste Frau, den ersten Asiaten und den ersten Schwar­zen ins All geschos­sen hätten. Nur zur Erin­ne­rung: Vietnam und Kuba waren Mit­glie­der bei Inter­kos­mos, so wie alle Ost­block­staa­ten. Diese zahlten viel Geld in die rus­si­schen Töpfe, um in poli­tisch geneh­mer Rei­hen­folge (die wurde in Moskau fest­ge­legt) jeweils einen Kos­mo­nau­ten ins All schi­cken zu dürfen, den man dann als Held des Sozia­lis­mus durch die Manege schie­ben konnte. Sigmund Jähn war einer von ihnen. Das setzt die Leis­tung dieser Männer (Frauen waren soweit ich weiß keine dabei) in keiner Weise herab, dies aller­dings als Sieg der Diver­si­tät hin­zu­stel­len, ist bil­ligs­tes Virtue Signal­ling, dem die NYT hier voll auf den Leim geht. Es ging nämlich exakt um die Erzeu­gung SOLCHER PROPAGANDAARTIKEL! Nur dass die für gewöhn­lich in der Prawda oder dem Neuen Deutsch­land standen, nicht in der New York Times! Denn während der Sozia­lis­mus mit all seiner her­bei­ge­zau­ber­ten Equa­lity im All siegte, fiel zu Hause der Putz von der Decke, ver­rotte die Indus­trie und krümm­ten sich poli­ti­sche Gefan­gene in Lagern und Fol­ter­knäs­ten. Wieviel Lack muss man bei der NYT wohl gesof­fen haben, um solche geschichts­ver­ges­se­nen Artikel zu schrei­ben?

Übri­gens gab es Gründe, warum man in der Anfangs­zeit der bemann­ten Raum­fahrt auf beiden Seiten vor allem auf erfah­rene und abge­brühte Kampf­pi­lo­ten zurück­griff. Arm­strong wäre schon mit Gemini 8 ums Leben gekom­men, hätte er nicht die Skills eines erfah­re­nen Piloten gehabt: die Kapsel geriet nach einem Andock­ma­nö­ver so ins Rotie­ren, dass die Crew fast das Bewusst­sein verlor.
Erst in der Zeit der Nutz­last­spe­zia­lis­ten, wie sie im Space­Shut­tle mit­flo­gen, kam auch die Zeit für Zivi­lis­ten. Bestes Bei­spiel: die erste Frau im All, Valen­tina Teresch­kowa. Viel­leicht hätte sich auch eine erfah­rene Pilotin finden lassen. Man wollte jedoch das Signal „eine Frau aus dem ganz nor­ma­len Volk” senden und schickte die Näherin Valen­tina, deren einzige Qua­li­fi­ka­tion es war, poli­tisch voll auf Linie zu sein. Hier ein Artikel aus 2016, der die Pro­bleme ihres Fluges schil­dert – alles Infos, die streng geheim waren, solange der Sozia­lis­mus noch „von Sieg zu Sieg” eilte. Teresch­kowa hatte gefäl­ligst eine Heldin zu sein. Und nur das, Punkt. Es war aber doch ein wenig anders…


17.7.2019: Dia­lek­ti­sche Falle, Bei­spiel 32.453
Freund A, ein enga­gier­ter Kom­mu­nal­po­li­ti­ker: „Wir haben hier drei Vereine, die sich um die Flücht­linge geküm­mert haben. Wir könnten jeder­zeit wieder sagen wir hundert auf­neh­men. Die Struk­tu­ren sind noch da, die Leute sind noch da und ein­ge­spielt. Wir könnten doch…“
Ich, Spiel­ver­der­ber: „Wenn die Heide brennt, stockt man die Feu­er­wehr auf. Wenn die Feuer gelöscht sind, wünscht man sich dann zusätz­li­che Woh­nungs­brände, weil die Struk­tu­ren nun mal da sind?“


9.7.2019: Tauber ist also Favorit für die Nach­folge der Trup­pen­ur­sel? Ach, komm, ist doch eh schon egal! Grund­ge­setz­ex­perte Tauber könnte bei der Armee damit anfan­gen, die Rräch­ten zu suchen, denen er die Bür­ger­rechte ent­zie­hen will – bekannt­lich tickt jede uni­for­mierte Truppe mit Kom­man­do­struk­tur und Befehls­ton welt­weit irgend­wie rechts, sonst wären es keine Armeen, sondern Kirmes-Schieß­bu­den mit Dis­zi­plin­pro­ble­men, Frau­en­quo­ten, Mit­be­stim­mungs­rech­ten und Kum­mer­käs­ten. Obwohl, wenn ich so darüber nach­denke, könnte die Bun­des­wehr längst…streichen wir also den Ver­gleich. Aber ob Tauber für einen Neu­start unserer ver­husch­ten Truppe der Rich­tige ist? Warum nicht Gesine Schwan den Posten geben, die sucht doch Arbeit. Und ob sie nun die Reste der SPD oder die Reste der Bun­des­wehr abwi­ckelt, was macht das für einen Unter­schied? Oder noch besser: Dop­pel­spitze Tauber/Schwan. Zwei Fach­kräfte vœgeln die Bun­des­wehr! Ich meine natür­lich: Zwei Vögel vom Fach nach Kräften für die Bun­des­wehr.


3.7.2019: Glas­ku­gel­nach­rich­ten. Brüssel, EU-Kom­mis­sion, ein Jahr nach Amts­an­tritt von Bun­des­wehr­ab­wick­le­rin VdL: Beamte stoßen auf den Fluren zusam­men, stürzen ständig in Bars ab und treffen beim Pinkeln die Klo­schüs­seln nicht mehr. Sämt­li­che 4.432 Mck­in­sey-Berater der EU-Kom­mis­sion sind ratlos, Von der Leyen erwägt, zusätz­li­che Berater von BCG anzu­for­dern.


immer noch 2.7.2019, aber nach der Nomi­nie­rung Uschis zum Kom­mis­si­ons­zam­pano: Es sollen schon Schwärme freier Berater gesich­tet worden sein, die nun nach Brüssel fliegen. Der Tages­kurs des Euro hat an der Stelle übri­gens eine tiefe Kerbe, wo der weiße Rauch für die neue EZB-Prä­si­den­tin Lagarde auf­stieg. Kann natür­lich purer Zufall sein. Oder ein Ein­zel­fall. Oder ein Unfall. Oder doch ein Schlag­an­fall.


2.7.2019: Niemals könnte ich Pfeile wie diese so lässig aus dem Köcher ziehen und mit einer Melange aus Ekel und intel­lek­tu­el­ler Ver­ach­tung derart treff­si­cher ins acht­lose Weich­ziel lenken. Aber ich würde gern.

„Söder und Gabriel, diese Atlan­ten der Demo­kra­tie und Prä­zep­to­ren des Plu­ra­lis­mus, haben neben ihrer ten­denz­kon­for­men Aver­sion gegen den jewei­li­gen Paria viel gemein­sam: Beide sind knall­deut­sche Ple­be­jer, habi­tu­elle Bau­ern­bu­ben* in Funk­tio­närs­schu­hen, die Gnade der späten bzw. west­li­chen Geburt hat sie davor bewahrt, in einem echten Regime die Oppo­si­tion zu bekämp­fen und Haus­durch­su­chun­gen anzu­ord­nen, beiden eignet etwas Aggres­si­ves, Dröh­nen­des und zugleich Lau­ern­des, Ver­schla­ge­nes. Beiden ist anzu­se­hen, wie schwer ihnen die Selbst­kon­trolle fällt, beide wissen sich nicht zu bewegen, weil sie fürch­ten, dass man ihnen sofort das piefige Milieu anmerkt, dem sie ent­stam­men, beide sind unkul­ti­viert, unge­bil­det, lang­wei­lig, beide sind Pla­ti­tü­dendre­scher, in deren Wasch­brett­hir­nen außer tak­ti­schen Erwä­gun­gen nie ein eigener Gedanke vor­stel­lig wurde. Beide geben sich nass­forsch, sind aber tat­säch­lich feige bis in die Band­schei­ben­schä­den. Beide sind die Inkar­na­tion dessen, was der Schwur­belant Adorno den „auto­ri­tä­ren Cha­rak­ter” nannte und man bei der Zeit bis heute den „häss­li­chen Deut­schen” nennt. Nie­man­des Auge ruht mit Wohl­ge­fal­len auf ihnen. Wer wollte solche Figuren an seiner Mit­tags­ta­fel haben? Ein Kaffee wäre wahr­lich das Äußerste, was man sich an Höf­lich­keit und ent­ge­gen­kom­men­der Zivi­li­tät abrin­gen könnte…“ (Michael Klo­n­ovsky)


29.6.2019: Satzbau. So wichtig!


28.6.2019: A: „Ich wähle ab sofort die Grünen, die wollen 100 Euro Ener­gie­geld zahlen!
B: „Aber dafür wollen sie eine CO2-Steuer ein­füh­ren…!“
A: „Aber erst gibt’s 100 Euro!“
B: „Aber das Geld nimmt man dir mit der CO2-Steuer wieder weg!“
A: „Aber es gibt erst mal Geld, ich brauche Geld!“
B: „Ja, weil dir die Ener­gie­wende keins lässt!“
A: „Ener­gie­wende, genau. Die ist gut!“
B: „Und kostet dich bares Geld!“
A: „Doch nur, weil die Braun­kohle immer noch sub­ven­tio­niert wird!“
B: „Wenn Kohle und Atom vom Netz sind und sowohl die Ener­gie­er­zeu­ger als auch die Ver­brau­cher Sub­ven­tio­nen bekommen…wer bezahlt dann eigent­lich die Energie?“
A: „Die Grünen! Die geben jedem 100 Euro Ener­gie­geld!“


24.6.2019: Es war klar, dass der Spiegel am soge­nann­ten „Deal des Jahr­hun­derts“ etwas aus­zu­set­zen haben würde, denn dieser Plan für einen Nah­ost­frie­den ist von Trump. Es mag auch sein, dass viel­mehr die­je­ni­gen richtig liegen, die behaup­ten, es könne erst dann Frieden geben, wenn der letzte Küm­me­rer und Scheck­aus­stel­ler abge­zo­gen ist, die Paläs­ti­nen­ser sich selbst über­las­sen hat und diese erst­mals in ihrer kurzen Geschichte für sich selbst sorgen müssen. Was aber auf alle Fälle stimmt, ist die Tat­sa­che, dass SPON-Redak­teure immer lus­ti­gere Sachen schrei­ben, je wärmer es wird. Bei gefühl­ten 40° in den Ham­bur­ger Büros zum Bei­spiel sowas hier:

Manches wirkt unfrei­wil­lig komisch, etwa wenn der Plan Dubai und Sin­ga­pur zum Vorbild für das West­jor­dan­land und den Gaza­strei­fen erklärt. Beide asia­ti­sche Städte ver­dan­ken den Auf­schwung ihren rie­si­gen Flug­hä­fen. Weder im Gaza­strei­fen noch im West­jor­dan­land gibt es derzeit einen funk­tio­nie­ren­den Flug­ha­fen, und in Kush­ners Plan ist auch keiner vor­ge­se­hen.“

Dass der wirt­schaft­li­che Erfolg eines Landes von der Exis­tenz eines Groß­flug­ha­fens abhängt, muss zumin­dest für Berlin stimmen – und in diesem Fall sollte der R2G-Senat alles dafür tun, BER weiter am Boden zu halten. Wirt­schaft­li­cher Erfolg könnte natür­lich auch, wie im Fall Sin­ga­purs oder Dubais, an anderen Fak­to­ren liegen. Etwa jenen, die man man als öko­no­mi­sche Frei­heit bezeich­net. Rechts­si­cher­heit, Ver­trags­si­cher­heit, keine über­mä­ßi­gen Steuern, gut aus­ge­bil­dete Fachkräfte…Berlin würde auch mit BER nicht, Sin­ga­pur auch ohne Changi pro­spe­rie­ren.

Was den Super­plan von Trump angeht, emp­fehle ich, erst einmal abzu­war­ten. Nach 70 Jahren ver­geb­li­chen Bemü­hens, die ara­bi­sche Seite zum Frieden zu bewegen, kommt es auf einen Versuch mehr nun wirk­lich nicht an.


20.6.2019: Zuge­ge­ben, es ist schon eine Weile her, dass ich glaubte, durch das Lesen von einer Hand­voll deut­scher Medien all­ge­mein aus­rei­chend infor­miert zu sein. Neu an meiner Skepsis ist jedoch, dass deut­sche Medien, die nach außen wirken, offen­bar andere Mel­dun­gen abset­zen als jene, die das Volk ruhig halten und von der eigenen Groß­ar­tig­keit über­zeu­gen sollen. Die „Deut­sche Welle“, zwangs­fi­nan­zier­tes Aus­lands­sprach­rohr deut­scher Inter­es­sen, berich­tet, unsere Kanz­le­rin sehe „starke Beweise“ dafür, dass der Iran hinter den Angrif­fen auf zwei Öltan­ker im Per­si­schen Golf stecke. Soweit, so gut. Möglich ist das, denkbar und wahr­schein­lich sogar. Aber warum teilt die Kanz­le­rin diese Erkennt­nis mit der Welt, nicht jedoch mit ihrem kli­ma­hüp­fen­den Volk? Warum muss ich sowas auf Eng­lisch lesen, statt es mir von Kle­ber­cläu­sen und Gau­se­gun­du­las auf deutsch erzäh­len zu lassen und warum appeast sich der Maas-Anzug immer noch durch die Medien der Welt, um zu „dees­ka­lie­ren“? Soweit ich das sehen kann, berich­tete KEIN deut­sches Inlands­me­dium von den Evi­den­zen, die Merkel so strong vor Augen stehen. Dummer deut­scher Michel, das musst du nicht wissen?


19.6.2019: Die Klat­sche, die sich Scheuer und die CSU für ihre Maut-Pläne nun in Europa geholt haben, war hoch­ver­dient. Doch kein Jubel für die „Euro­päi­sche Gerech­tig­keit” bitte! Die Richter hätten die Maut sicher pas­sie­ren lassen, wenn es nicht die „Gegen­rech­nung” mit der Kfz-Steuer in Deutsch­land gegeben hätte. Man konnte wohl nicht aus­rei­chend erklä­ren, wie das „gerecht” von­stat­ten gehen sollte.

Die Maut­pläne waren ein wei­te­rer Beweis dafür, das die Politik ihre Finger nicht vom Geld der Bürger (nicht nur der eigenen) lassen kann und gierig wird, wenn sie erst mal die Hand erst mal in der Tasche der Bürger hat. Deshalb werden Regu­lie­run­gen und Gesetze in diesem Land ja auch nicht kor­ri­giert oder durch bessere ersetzt, sondern durch weitere ergänzt. So häuft sich Abgabe auf Steuer auf Zuschlag. Man kann eben nicht eine Maut haben und eine Kfz-Steuer, man wollte aber gern beides.

Ähnlich ist es beim Soli­da­ri­täts­zu­schlag, den man zwar abschaf­fen soll und will, aber doch lieber noch nicht so ganz. Ein­ge­führt wurde er übri­gens von heute auf morgen, an einen all­mäh­li­chen Ein­stieg, indem man erst mal nur die „Reichen“ belas­tete, dachte man damals nicht.

Auch die geplante CO2-Steuer soll nicht einen geplan­ten Umbau der Wirt­schaft in Rich­tung Dekar­bo­ni­sie­rung abbil­den – wir lassen hier mal bei­seite, ob dies über­haupt nötig und möglich ist – sondern als zusätz­li­che Ein­nahme dienen. Die Steu­er­mil­li­ar­den würden mit den ent­spre­chen­den Dekla­ra­tio­nen pro­blem­los im all­ge­mei­nen Staats­haus­halt ver­si­ckern. Es gibt genug Initia­ti­ven, Bewe­gun­gen und Hash­tags, die sich über mehr Steu­er­milch in den staat­li­chen Zitzen freuen.

Dabei ist eine CO2 Steuer sogar durch­aus denkbar! Ehrlich, kein Scherz! Es stünde sogar eine Steuer bereit, die bei Ein­füh­rung der CO2-Steuer ersatz­los weg­fal­len müsste. Da bei sämt­li­chen Waren, Dienst­leis­tun­gen und Pro­zes­sen CO2 ein­kal­ku­liert werden und berech­net werden kann, kommt als Sub­sti­tut nur die Umsatz­steuer in Frage. Noch Inter­esse, Herr Scholz?


17.6.2019: 70 Jahre Luft­brü­cke und Berlin bringt es fertig, die Lan­de­ge­ne­h­mi­gung für die musea­len Rosi­nen­bom­ber zu ver­wei­gern. God­speed, liebe Luft­brü­cken­pi­lo­ten. Danke für das, was ihr vor 70 Jahren für uns getan habt. Kommt gut nach hause, wir haben euch eine opti­male Route für die Rück­reise berech­net.


16.6.2019: Wir wissen noch nicht genau, was den gigan­ti­schen Black­out ver­ur­sacht hat, der in halb Süd­ame­rika die Strom­ver­sor­gung lahm­ge­legt hat. Ver­mu­tun­gen sind aber erlaubt und drängen sich gera­dezu auf. Ein kom­ple­xes System wie ein tau­sende Kilo­me­ter und Mil­lio­nen Ver­brau­cher umfas­sen­des Netz bricht aber vor allem wegen zwei sehr unter­schied­li­chen Phä­no­me­nen zusam­men: zu viel Auf­merk­sam­keit (also Expe­ri­mente wie die deut­sche Ener­gie­wende) oder zu wenig davon. Ganz gleich ob in Argen­ti­nien am Ende ein Umspann­werk, aus­ge­fal­lene Tur­bi­nen, Lei­tungs­schä­den oder mensch­li­ches Ver­sa­gen für den Ausfall ver­ant­wort­lich gemacht wird – Netze dieser Größe müssen über Reser­ven ver­fü­gen, in Sek­to­ren unter­teilt sein und dadurch genü­gend Resi­li­enz haben, um auch im Stö­rungs­fall keinen kom­plet­ten Black­out zu erlei­den. Wir sollten nicht glauben, dass solch ein ener­ge­ti­scher Super-Gau nicht auch in Deutsch­land längst in Reich­weite liegt.

Unser Strom­netz ist längst „auf Kante genäht“ und in den nächs­ten Jahren werden wir das dünne Fähn­chen noch weiter belas­ten. Die letzten AKW gehen vom Netz, dann kommen die grund­last­fä­hi­gen Koh­le­kraft­werke dran. Viel­leicht dürfen dann wenigs­tens unsere hoch­ef­fi­zi­en­ten Gas­kraft­werke durch­ge­hend laufen, die derzeit kaum kos­ten­de­ckend betrie­ben werden können – nicht jedoch wegen des Koh­le­stroms, der „die Netze ver­stopft“, sondern wegen der Vor­fahrt für Sonnen- und Wind­ener­gie. Viel­leicht sollte das mal jemand bei Gele­gen­heit den Trot­teln bei eXtra‑3 erklä­ren.
Wie auch immer, die Lücke wird größer, die Resi­li­enz des Gesamt­sys­tems kleiner. Argen­ti­nien ist chro­nisch pleite und rutscht von einer Wirt­schafts­krise in die nächste. Da haben solche Dinge wie Strom­netze nur geringe Prio­ri­tät. Es handelt sich wie überall auf der Welt um ein soge­nann­tes Low-Inte­rest-Product und die bestehen zu 99% aus Des­in­ter­esse und zu einem Prozent aus Panik. Strom einfach da, ganz selbst­ver­ständ­lich. Er kommt aus der Steck­dose. Bis…
Mit dem köl­schen Motte „Et is noch immer joot jejange“ sollten wir endlich Schluss machen und unsere Strom­ver­sor­gung wieder breiter auf­stel­len. Kern­ener­gie, Gas, moderne und saubere Koh­le­kraft­werke und natür­lich auch gern Sonne und Wind. Aber nicht als Netz­flu­ter ohne Bedarfs­steue­rung und ohne Grund­last­fä­hig­keit, sondern zum lokalen Ver­brauch oder zum Betrieb dezen­tra­ler Pro­zesse abseits der Netze. Der Black­out in Süd­ame­rika ist eine Warnung: Man spielt nicht mit der wich­tigs­ten tech­ni­schen Res­source einer Indus­trie­ge­sell­schaft!

12.6.2019: Top-Idee! HSV und Hannover96 zusam­men­le­gen! #fromAshes2champion

11.6.2019: Mögen Sie Mangos? Ich mag Mangos! Und der Kli­ma­wan­del mag Mangos auch. So zu lesen in einem SPON-Artikel, der uns erzählt, dass auf den Phil­ip­pi­nen zwei Mil­lio­nen Kilo Mangos „womög­lich wegen des Kli­ma­wan­dels“ zu ver­rot­ten drohen. „Nanu?“, denkt man sich, ist die Ernte schlecht? Im Gegen­teil! Sie ist zu gut. El Niño (übri­gens ein Wet­ter­phä­no­men, kein Kli­ma­wan­del­dings­bums) brachte frühe Blüte und Reife und weil die phil­ip­pi­ni­schen Mangos zu den Besten über­haupt zählen, würde man den Bauern nun gern gra­tu­lie­ren und dabei ihre köst­li­che Mangos essen. Doch leider ist der Kli­ma­wan­del unbarm­her­zig. Der sorgt nämlich für rück­läu­fige Exporte, weil er die Bauern offen­bar dazu zwingt, Pes­ti­zide in Massen ein­zu­set­zen, vor deren Rück­stän­den sich die Kon­su­men­ten fürch­ten. Nun bleibt man also wegen des Kli­ma­wan­dels auf der leicht ver­derb­li­chen Ernte sitzen. Ist es nicht wun­der­bar, dass man dem Kli­ma­wan­del heute selbst klare Fälle von Miss­wirt­schaft, feh­len­der Bildung und man­gel­haf­tem Mar­ke­ting in die Schuhe schie­ben kann? Apropos Schuhe: die Blase, die ich mir in Prag gelau­fen habe…ich bin sicher, das wäre ohne Kli­ma­wan­del nicht pas­siert!

4.6.2019:  Was muss man oft von bösen,
Männern hören oder lesen!
Der eine macht nur ungern Platz,
bei Frau­en­quot’ und Män­ner­hatz.
Des and’ren Opfer frau ver­misst,
weil er im Amt geblie­ben ist.
Und die Moral von der Geschicht:
Sto­kow­skis Gnade kriegt Mann nicht!


1.6.2019: Jeder Tag im alten Ägypten endete damit, dass Son­nen­gott Re „ver­schluckt“ wurde, dann durch die Duat (Unter­welt) hin­durch musste, um am nächs­ten Morgen wieder seine Son­nen­barke bestei­gen und durch den Himmel fahren zu können. Die „Zwi­schen­zeit des Re“ nannte man Nacht. Diese unum­stöß­li­che Wahr­heit der Götter war durch astro­no­mi­sche Beob­ach­tun­gen gut gesi­chert. Es gab nur wenige Zweif­ler (nennen wie sie Re-Leugner), von deren abwei­chen­den Erklä­run­gen leider nichts in Bildern oder Grab­schmuck auf die Nach­welt gekom­men ist. Später stellte sich heraus, dass es tat­säch­lich bessere Erklä­run­gen für den Tag-Nacht-Zyklus gab, als den Son­nen­gott Re, der einen recht ein­tö­ni­gen Job hatte. Eigent­lich wollte ich ja etwas Tröst­li­ches zu den Panik­ma­chern, Tripel-F-Kids, Gre­ta­is­ten und Kli­ma­not­stands­ver­hän­gern sagen. Ich weiß auch nicht, wie ich da aus­ge­rech­net an Ägypten denken muss.


28.5.2019: Die Euro­pa­wahl ist durch und die Grünen (nur in Deutsch­land) können vor Kraft kaum laufen. Höchste Zeit, einen Gang höher zu schal­ten und der neuen Rolle als „Volks­par­tei” (man strei­che „Volk”, denn das Wort mag Robert Habeck gar nicht) gerecht zu werden. Man schal­tet Mit­glie­der­wer­bung auf Face­book und fängt sich dort natür­lich sofort die übels­ten Kom­men­tare ein. Unschön, gewiss. Nicht mein Stil außer­dem. An derlei Schmä­hun­gen betei­lige ich mich nicht. Ich warte lieber in Ruhe ab, bis die Grünen sich selbst und von ganz alleine zur Strecke bringen, so wie in diesem Dis­c­lai­mer, wo dem ver­stock­ten Face­book-Publi­kum nochmal die Spiel­re­geln erklärt werden.

Dazu kann ich nur sagen: Aber sicher Robert! Ehren­sa­che! Mach’ ich doch doch immer! 😉


26.5.2019: Just remem­ber: don’t drink and vote!


24.5.2019: Darf ich vor­stel­len, das ist „Demo­kra­tie in Europa” die „Partei” von Yanis Varou­fa­kis. Nachdem seine linke Bewe­gung DiEM25 in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit vor sich hin dümpelt und die Termine der Welt­re­vo­lu­tion schon öfter ver­scho­ben hat als der BER seine Eröff­nung, hat er beschlos­sen, sich von deut­schen Pro­test­wäh­lern – die voller Ver­zweif­lung die Alt­par­teien nicht mehr und die Schwe­fel­bu­ben noch nicht wählen wollen – in ein euro­päi­sches Mandat hieven zu lassen. Weil linke Ideen derzeit nicht so richtig ver­fan­gen, möchte Yanis sein Wägel­chen nun an das Grüne Flie­wa­tüüt hängen und ver­spricht schon mal, deren Steig­bü­gel­hal­ter zur Macht zu sein, indem er einen AOC-mäßig end­gei­len „Green New Deal” auch für Europa ver­langt. Über­setzt hieße das, die moder­feuch­ten Träume der Grünen nach Deindus­tria­li­sie­rung, Zwangs­däm­mung aller Häuser, einer halbe Million Euro Kosten pro Haus­halt, Flug­ver­bo­ten, Fleisch­ver­bot etc. wahr werden zu lassen. Zum Glück zeigt bereits das Logo der Partei, dass der Wähler einen gewal­ti­gen Vogel haben muss, um beim Yanis ein Kreuz zu machen. Die Antwort lautet also: ohne 5‰ nicht wählbar!


22.5.2019: Proudly Member of Block­list. Was für ein erbärm­li­ches Würst­chen! Kann natür­lich sein, dass ich da schon länger gesperrt bin, schließ­lich habe ich dort noch nie was gelesen geschweige denn gepos­tet.


20.5.2019: Betrun­kene Männer, die wie picke­lige Teen­ager agieren. Haupt­dar­stel­le­rin ver­pi­xelt. Haupt­dar­stel­ler im zer­schlis­se­nen Unter­hemd, aber nicht Bruce Willis. Sechs Stunden Roh­ma­te­rial bei einer End­fas­sung von nur 6 Minuten. Zwei Jahre Cut und Post-Pro­duc­tion. Zumin­dest Hol­ly­wood kommt als Urheber des Strache-Videos nicht in Frage.


13.5.2019: Rich­tig­stel­lung. Ich habe gegen meine eigene „Regel Nummer 1“ ver­sto­ßen, welche lautet „schreib keinen Scheiß“. Denn der Spiegel-Artikel zur Stei­ge­rung des Wir­kungs­gra­des bei der Elek­tro­lyse bezog sich ledig­lich auf die Gas­er­zeu­gung, nicht jedoch auf den voll­stän­di­gen P2G2P-Prozess. Die von mir erwähnte Carnot-Schwelle „lauert“ natür­lich nicht bei der Elek­tro­lyse und der anschlie­ßen­den Metha­ni­sie­rung, sondern erst bei der Rück­ver­wand­lung des so gewon­ne­nen Gases über ther­mi­sche Pro­zesse (Ver­bren­nung). Ich hatte den Gesamt­pro­zess der Strom­erzeu­gung im Auge, von dem im Artikel aber gar nicht die Rede war. Die Syn­these von Methan ist natür­lich kein Carnot-Prozess und unter­liegt auch nicht der Wir­kungs­grad­be­schrän­kung, auch wenn es dort natür­lich eben­falls zu Ver­lus­ten kommt. Wie beschrie­ben gibt es heute tech­nisch die Mög­lich­keit, bei der Erzeu­gung von Gas Wir­kungs­grade von 75% zu erzie­len und es mag auch noch Luft nach oben sein, das ist korrekt. Meine Dar­stel­lung war es ein­deu­tig nicht. Ich ziehe meinen Spott also zer­knirscht zurück und werde damit statt­des­sen auf einen Artikel warten, der ähn­li­che Erfolge bei der Rück­ver­stro­mung meldet. Denn das ist es ja, was als Spei­cher­me­dium der Zukunft zur Sicher­stel­lung der Ver­sor­gungs­si­cher­heit pro­pa­giert wird. Die Her­stel­lung von Gas ist nur der erste Schritt des P2G2P-Ver­fah­rens.


3.5.2019: Demo­kra­tie leben (!) kann so geil sein, wenn der Staat das Cate­ring bezahlt! Die Essens­aus­gabe für die För­der­pe­ri­ode (ein Wort, schöner als ein Fünf­hun­der­t­eu­ro­schein) 2020 nimmt ab sofort Bestel­lun­gen ent­ge­gen, es müssen aber schon geeig­nete Pro­jekte sein, also nicht irgend so’n Mist! 2016 för­derte man u. A. künst­le­risch wert­vol­les wie den Druck von Koran­su­ren samt Erklä­rung auf Bier­de­ckel, wie wäre es dann für 2020 mit „Hijab demo­kra­tisch colo­rie­ren – mehr Farbe für eine bunte Gesell­schaft”. Das Fami­li­en­mi­nis­te­rium bezahlt die Anstrei­cher und die Wachs­mal­stifte. Aber hinten anstel­len, Freunde! Das ist meine Idee! Denkt euch selbst was schönes aus! Möge der bessere geför­dert werden!


24.4.2019: Nur in einem Land, dessen Regie­rung Daten­schutz­grund­ver­ord­nun­gen für eine gute Maß­nahme gegen Daten­miss­brauch und Wachs­tums­be­schleu­ni­gungs­ge­setze für Wachs­tums­be­schleu­ni­ger hält, kann man eine #more­Wo­man­Mo­re­Peace-Reso­lu­tion für ein wirk­sa­mes Mittel halten, um „sexu­el­ler Gewalt gegen Frauen in Kon­flik­ten“ bei­zu­kom­men. Man muss Ländern und Regie­run­gen, die diese Gräuel zulas­sen und sogar fördern, die Mittel strei­chen, sie inter­na­tio­nal iso­lie­ren und vor inter­na­tio­na­len Gerich­ten zur Ver­ant­wor­tung ziehen! Not­falls muss man ihnen schlicht auf’s Maul hauen. Aber dann wäre die UN-Voll­ver­samm­lung nur noch zu 20% gefüllt und auch der Sicher­heits­rat müsste auf­räu­men: dort sind derzeit Süd­afrika und Indo­ne­sien nicht­stän­dige Mit­glie­der. In beiden Ländern braucht es für sexu­elle Gewalt gegen Frauen nicht mal einen „Kon­flikt“, in Süd­afrika genügt es bereits, ein Taxi oder Uber zu bestei­gen.

Herr Maas, wenn Sie schon unbe­dingt in New York den Dr. Wichtig geben müssen, erspa­ren Sie uns doch bitte das Gebim­mel, jedes ver­dammt mal, wenn Sie ein Windei gelegt haben. Das ist pein­lich! Ter­ror­grup­pen wie Boko-Haram lesen den Mist nicht einmal, den sie bei Twitter raus­hauen und lassen sich davon auch nicht beein­dru­cken.

8.4.2019: Klima-News, 11.254 b.c.: „Exper­ten warnen. Geht die globale Erwär­mung so weiter, könnte die Dicke des Eis­schil­des bald nur noch wenige hundert Meter betra­gen. Schmelz­was­ser über­flu­tet weite Teile der Land­schaft und macht sie für alle Zeiten unbe­wohn­bar. Das Wasser bildet ste­hende Gewäs­ser, soge­nannte Seen, in denen sich Mücken explo­si­ons­ar­tig ver­meh­ren, die Sedi­mente des geschmol­ze­nen Eises wehen als giftige Fein-Stäube (Lös) durch die Lande und ver­rin­gern die durch­schnitt­li­che Lebens­er­war­tun­gen unserer Jäger und Sammler um eine Mond­länge auf 27 Son­nen­jahre. Das gesamte Öko­sys­tem der Erd­scheibe ist in Gefahr, es droht die Aus­lö­schung der Mensch­heit. Anhän­ger der Moos-Scha­ma­nen (Grüne) sind der Meinung, der Mensch sei die Ursache für die Kata­stro­phe, weil er ja unbe­dingt dieses neu­mo­di­sche Feuer ver­wen­den wolle. Ja schlim­mer noch, bereits der auf­rechte Gang sei das Grund­übel, weshalb alle wieder auf allen vieren krab­beln und Moss fressen sollten, um die Kata­stro­phe abzu­wen­den. Anton Moos­rei­ter krit­zelte an die Höh­len­wand des Häupt­lings die Losung „Ohne Moos nix los” und for­derte die Jäger auf, statt mit neu­mo­di­schen im Feuer gehär­te­ten Speeren lieber mit Son­nen­strah­len zu jagen. Kli­ma­höh­len­ma­ler Schel­len­hu­ber erklärt besorgt: „Jeder darf noch zwei Eis­wür­fel in sein Getränk tun, dann ist das Kon­tin­gent der Mensch­heit erschöpft.”
Das ist übri­gens der Grund, warum der Gin Tonic erst im 20. Jahr­hun­dert wie­der­ent­deckt wurde…
…inter­es­sant auch, dass gerade in den Alpen die Glet­scher immer wieder Bäume frei­ge­ben, die dort vor einigen tausend Jahren wuchsen. Allein die Baum­grenze lag früher schon deut­lich höher. Man findet diese Bäume (oder die Reste davon) noch in der Erde ver­wur­zelt und sie hatten Zeit, dort teil­weise mehrer hundert Jahre alt zu werden. Soviel zur Sin­gu­la­ri­tät unseres Kli­ma­ho­lo­zän und der antro­po­ge­nen Kli­ma­ka­ta­stro­phe und der Glet­scher­schmelze, lieber Focus!


1.4.2019: Stutt­gart (dap). Auf Drängen der grünen Lan­des­re­gie­rung setzte Bil­dungs­mi­nis­te­rin Eisen­mann (CDU) bei der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz durch, dass ab dem Schul­jahr 2019/2020 das Cur­ri­cu­lum im Fach Bio­lo­gie den Anfor­de­run­gen einer sich wan­deln­den Gesell­schaft ange­passt wird. Die soge­nannte „Pho­to­syn­these“ wird zur Theorie zurück­ge­stuft und aus dem Lehr­plan genom­men. Die unwis­sen­schaft­li­che Behaup­tung, grüne Pflan­zen würden das kar­zi­no­gene Kli­ma­kil­ler- und Luft­ver­schmut­zungs­mo­le­kül CO2 in Glukose und Sauer­stoff umwan­deln, könne der ein­ge­hen­den Prüfung grüner Fach­gre­mien nicht länger stand­hal­ten. Zuletzt sei auch eine lang­jäh­rige Studie mit Wün­schel­ru­ten und Ener­gie­pen­deln zu der abschlie­ßen­den und unum­stöß­li­chen Wahr­heit gelangt, Pflan­zen bräuch­ten nur Licht, Wind, Wasser (also Erneu­er­bare Ener­gien) und Liebe um zu wachsen, so Eisen­mann. Die not­wen­dige Neu­an­schaf­fung der Bio­lo­gie­bü­cher der Jahr­gangs­stu­fen 7 und 8 wird finan­ziert von der Stif­tung „Wind­kraft? Mehr davon!“, deren Vor­sit­zen­der Milan Schla­ge­tod der Minis­te­rin für ihr Enga­ge­ment dankte.


29.3.2019: Eine Schwalbe macht keinen Sommer, eine Kor­re­la­tion ist noch lange kein Kau­sal­zu­sam­men­hang und 3,7 mm Mee­res­spie­gel­an­stieg lassen Mosam­bik nicht knie­tief im Wasser ver­sin­ken. Aber langsam bin ich es leid, gegen die Kli­ma­pa­nik anzu­schrei­ben und auf Phä­no­mene wie Post­gla­ziale Hebung, exzes­sive Grund­was­ser­nut­zung, mise­ra­blen Küs­ten­schutz, Gezei­ten, Erosion, Vul­ka­nis­mus, Plat­ten­tek­to­nik uvm. zu ver­wei­sen. Ja, der Mee­res­spie­gel steigt, das tut er aber schon seit min­des­tens 10.000 Jahren. Nein, nicht überall und auch nicht gleich­mä­ßig und wenn es auch teil­weise mensch­li­che Ursa­chen dafür gibt, dann nicht den anthro­po­ge­nen Kli­ma­wan­del, sondern mensch­li­che Dumm­heit (siehe Küs­ten­schutz). Außer­dem frage ich mich, wie man der rein sta­tis­tisch ermit­tel­ten Zahl von 3,7 mm derart apo­dik­ti­sche Bedeu­tung zumes­sen kann, wo doch schon die Mess­feh­ler auf­grund der Wel­len­be­we­gun­gen der Meere um ein Viel­fa­ches größer sind. Aber bitte sehr, bleibt bei eurer Panik­ma­che. Gebt der Mensch­heit „noch zehn Jahre“ bis zum Unter­gang, so wie ihr das schon seit 1995 tut, ohne dass auch nur eine eurer Pro­gno­sen je ein­ge­tre­ten wäre – ebenso wie bisher JEDE Modell­rech­nung des IPCC daneben lag.


25.3.2019: Berlin bekommt eins auf den Deckel
Liebe Leser, falls Sie in Berlin leben: schauen sie drin­gend unter ihrem Bett nach, ob sich dort nicht das Mie­ten­mons­ter wohnt, um ihre Träume zu stehlen. Falls die dort eins finden, gegen sie zur SPD-Frak­tion des Senats und lassen sie sich diese ihre Träume aus dem volks­ei­ge­nen Staub­sauer­beu­tel der beklopp­ten Ideen klauben. Denn nir­gends ist Politik der SPD infan­ti­ler als in Berlin, wo sie längst Alltag, Träume und Exis­tenz von Bürgern und Inves­to­ren bedroht. Denn Vor­sicht! Der „Mie­ten­de­ckel“, den Sozi-Super­girl dem Mie­ten­mons­ter ver­pas­sen möchte, sieht nicht zufäl­lig wie ein Bier­de­ckel aus, er funk­tio­niert auch so! Denn am Ende muss die Striche auf dem Deckel jemand bezah­len. Wie es wohl weiter geht? Werden in Berlin Wohn­be­rech­ti­gungs­scheine vom Himmel fallen? Wird es in Berlin auf­hö­ren zu regnen, wenn das Mie­ten­mons­ter tot ist? Warum trägt Sawsan Chebli eine rote Maske, wenn sie doch überall erkannt werden will? Kann die SPD wirk­lich fliegen und wem muss man für diesen ham­mer­blö­den Film eigent­lich bis zum jüngs­ten Tag mit der flachen Hand locker gegen die Stirn klat­schen? Bleiben Sie deshalb unbe­dingt dran für den nächs­ten Teil der Sozi-Super­girl-Super­hel­d­en­gaga aus dem Hause Müller.


23.3.2019: Nach blu­ti­gen Ter­ror­an­schlä­gen ist es seit einigen Jahren gute west­li­che Tra­di­tion, für das Gegen­teil dessen zu demons­trie­ren, für was die Morde began­gen und gerecht­fer­tigt wurden. Wenn into­le­rante, reli­giös hirn­ver­lö­tete Selbst­mord­at­ten­tä­ter sich und andere in die Luft spren­gen, reagiert die Öffent­lich­keit bei­spiels­weise stets mit Tole­ran­ze­dik­ten und Jetzt-erst-recht-tiraden. Da ganz Neu­see­land von der Pre­mier­mi­nis­te­rin bis zur Poli­zis­tin nun Kopf­tuch trägt, muss der Mas­sen­mör­der von Christ­church wohl für die Befrei­ung der mus­li­mi­schen Frau vom reli­giös-tri­ba­len Patri­ar­chat ein­ge­tre­ten sein, weshalb man nun das Kopf­tuch als Zeichen für den Sieg eben dieses ver­bohr­ten reli­giös ver­bräm­ten Patri­ar­chats anlegt. Werden ehe­ma­lige Mus­li­mas in Neu­see­land, die es schaff­ten, das Kopf­tuch abzu­le­gen, um frei und selbst­be­stimmt zu leben, nun scheel ange­schaut, weil sie sich dem Gebot der Soli­da­ri­tät nicht beugen? Eigen­ar­tig diese Sym­bo­lik, oder? So voller dop­pel­ter Böden…ob Jacinda Ardern sich darüber bewusst ist, welche ver­schie­de­nen Ebenen die Begeis­te­rung hat, wenn ihr Kon­ter­fei samt Schleier auf dem Burj Khalifa in Dubai prangt?


16.3.2019: Von Licht allein leben? Natür­lich Blöd­sinn! Man muss schon auch das Kli­ma­gas CO2 essen, Wurzeln schla­gen und rasch mit der Pho­to­syn­these anfan­gen. Das muss der Weg sein, der den Kli­ma­ret­tern vor­be­stimmt ist. Schon mal drüber nach­ge­dacht, dass Fußpilz ein Fin­ger­zeig sein könnte, eine Sym­biose zur Nah­rungs­auf­nahme ein­zu­ge­hen, wie viele Bäume das mit ihren Füßen (Wurzeln) auch tun? Also, liebe Kli­ma­ret­ter, statt das CO2 zu ver­teu­feln, esst es! Und die Hände immer schön zum Himmel und den Schritt zur Wiese hin öffnen. Wohl bekomm’s!


13.2.2019: „Keiner blickt mehr durch bei diesem Brexit-Wirrwar, ich höre schon gar nicht mehr zu!“ Solche Worte hört man häufig dieser Tage. Deal, No-Deal, Ver­län­ge­rung, Elf­me­ter­schie­ßen, Münze werfen…und in der Tat ist noch nichts ent­schie­den. Am Ende läuft jedoch alles auf vier Wege hinaus:
1 und 2) Sollte es irgend­ei­nen Deal geben, wird die EU im Fall von „Rising UK“ sagen, dass der Deal dies bewirkte. Fällt das König­reich jedoch in eine lange Depres­sion, wird man in der EU behaup­ten, dass es ohne Deal noch schlim­mer gekom­men wäre.
3 und 4) Gibt es am Ende keinen Deal, würde man in Brüssel eine Rezes­sion in Groß­bri­tan­nien allein dem Brexit zuschie­ben. Ginge es ohne Deal aber auf­wärts mit der Wirt­schaft, wäre das wohl der Anfang vom Ende der EU wie wir sie kennen. Ein Aus­tritt ohne erpres­se­ri­sche Kne­be­lung ist dann erwie­sen möglich und gleich­zei­tig der Beweis erbracht, dass es auch ohne EU geht. Das wäre wie die Tür hinter dem Hori­zont in der „Trueman-Show“ oder ein Wind­hund, der beim Rennen die Hasen­pfote erwischt – ein Red-Pill-Ereig­nis. Ein Deal mit Groß­bri­tan­nien, egal wie er aus­fällt und ob er am Ende viel­leicht nur den Import von Peter­si­lie regelt, ist wichtig für die EU-Büro­kra­tie, denn so behält sie die Deu­tungs­ho­heit über die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Briten und eine Beru­hi­gungs- oder Droh­ku­lisse gegen weitere Segre­ga­tio­nen. Ein „No-Deal-Brexit“ ist mit­tel­fris­tig eine 50:50 Wette auf den Bestand der EU.


12.3.2019: Buch­stäb­lich jedes mal, wenn ich einen neuen Artikel ver­öf­fent­li­che, ver­liere ich Abon­nen­ten meines News­let­ters. Gleich­zei­tig tragen sich neue Abon­nen­ten ein. Das Net­top­lus ist gering, aber vor­han­den. Ich sehe das als Indiz dafür, dass ich reihum irgend­wann jedem mal derart auf die Füße trete, dass man lieber nichts mehr von mir lesen möchte. Das ist gut, denn ich möchte nicht eines Tages fest­stel­len müssen, dass ich auch nur eine Gele­gen­heit zum Frei­stoß aus­ge­las­sen habe. Bevor ich mich behag­lich in einem Mei­nungs­kor­ri­dor ein­richte, wo es wegen der befoh­le­nen fest geschlos­se­nen Reihen schnell eng wird, ver­derbe ich es mir lieber mit allen und habe eine Gedan­ken­länge Sicher­heits­ab­stand in alle Rich­tun­gen.


12.3.2019: Am 11. März 2011 müssen die Kühl­sys­teme in Fuku­shima voller Cola und Bier gewesen sein, weshalb sie dann anlass­los kol­la­bier­ten. Die Geschichte ging übri­gens so weiter: der Kollaps des AKW löste einen Tsunami und ein Erd­be­ben der Stärke 9,1 aus, bei denen zum Glück niemand mehr zu Schaden kam. Logisch! Die Opfer waren ja schon durch die Atom­ka­ta­stro­phe gestor­ben! Lan­des­zen­trale poli­ti­sche Ein­bil­dung! Kann man sich nicht aus­den­ken!


4.3.2019: Tim Pool liegt richtig wenn er sagt, dass die Demo­kra­tin AOC alias Ocasio-Cortez momen­tan die beste Waffe der Reps gegen die Dems ist. Die Demo­kra­ten schie­ben sie auch noch frei­wil­lig ins Schau­fens­ter und machen jeden Mist mit, den sie ver­zapft – auch wenn es ihnen in den Umfra­gen massiv schadet. Da wird offen­bar in Amerika gerade ein gigan­ti­scher Schulz­zug aufs Gleis 2020 gesetzt… Ocasio-Cortez setzt sich auch an die Spitze des Pro­tes­tes in New York, die eine Inves­ti­tion von Amazon ver­hin­dern wollen – und zwar mit der öko­no­misch hirn­ris­si­gen Begrün­dung, die drei Mil­li­ar­den Steu­er­erleich­te­rung, die die Stadt Bezos zuge­sagt hat (über einen Zeit­raum von meh­re­ren Jahren), solle die Stadt besser in Schulen und die U‑Bahn inves­tie­ren. Man kann aber keinen RABATT auf Steuern INVESTIEREN, die man nicht ein­nimmt, weil das Geschäft über­haupt nicht zustande kommt! So viel öko­no­mi­scher Unver­stand ist natür­lich Wasser auf Mühlen, oder wie Bill Clinton sagen würde „It’s the economy, stupid!”
Ach, übri­gens: laut Gallup ist die Anzahl der US-Staaten, die mehr­heit­lich uns SICHER demo­kra­tisch wählen, von 9 auf 6 gesun­ken. Und das alles, während und SPON, SZ und Tages­schau jeden Tag erzäh­len, morgen oder spä­tes­tens über­mor­gen sei Trump aus dem Amt ver­trie­ben und suche bei Putin Asyl.


1.3.2019: Ob wohl die Berater, die Von der Leyen in der Bera­teraf­färe beraten, Berater haben, die ihnen von diesem Job abge­ra­ten haben? Darüber ist leider nichts bekannt. Aller­dings geht der Wan­der­po­kal für die skur­rilste Head­line des Tages an den Spiegel: „Von der Leyen heuert Berater für Bera­teraf­färe an“ kann heute nicht mehr über­trof­fen werden. Nur die Regie­rungs-Rea­li­tät ist noch krasser. Was hier so abgeht, lässt sich bald gar nicht mehr in Worte fassen.


21.2.2019: Nur zur Ein­ord­nung: die ARD gibt 120.000 € für ein Sprach­kon­zept aus, mit dessen Hilfe sich die Zwangs­bei­träge beim Bürger besser anfüh­len sollen und die Bereit­schaft zu Bei­trags­er­hö­hun­gen steigt. Die Idee muss von Homöo­pa­then ent­wi­ckelt worden sein. Die sagen auch: was schadet, hilft! Irre, oder?


18.2.2019: Da kann man ruhig mal klat­schen, Genos­sen!


3.2.2019: Wofür macht man das alles eigent­lich? Das fragte neulich auch ein befreun­de­ter Autor und wollte wissen, wen man mit der hier all­ge­gen­wär­ti­gen Medien‑, Staats- und Par­tei­kri­tik eigent­lich zu irgend etwas bringen kann. Wahl­weise zum Umden­ken, Aus­ste­hen, Laut werden oder Pro­tes­tie­ren. Ich neige ja ehr­li­cher­weise auch dem Pes­si­mis­mus zu, was nicht aus­blei­ben kann, wenn man sich seit Jahren vor­wie­gend mit den Idio­tien und ideo­lo­gi­schen Ver­stie­gen­hei­ten von Leuten aus­ein­an­der­setzt, die „gestal­ten“ wollen und eine „Agenda“ haben. Was nützt der Spott oder das Zitat einer inhalt­li­chen Unge­heu­er­lich­keit? Wen erreicht man wirk­lich? Doch gele­gent­lich springt ein Funke über, wie in dem Bei­spiel, das ich kurz skiz­zie­ren möchte. Anläss­lich der letzten Islam­kon­fe­renz berich­tete ich über eine gera­dezu unge­heu­er­li­che Ent­glei­sung der DTA (Deutsch-Tür­ki­sche Aka­de­mi­ker) gegen­über Serap Güler, der Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­ten in NRW. Den Artikel las auf achgut​.com auch Martina Lenzen-Schulte, die sich bei mir meldete, um sich bezüg­lich der Quellen des Arti­kels zu ver­ge­wis­sern – ein lobens­wer­tes Vor­ge­hen, dabei war der Begriff „Relo­tiade“ noch gar nicht erfun­den. Die Vor­gänge rund um die Islam­kon­fe­renz und der Umgang mit Frau Güler, der auch mich erzürnte, hat nun Frau Lenzen-Schulte zur wei­te­ren Recher­che zu einem phä­no­me­na­len Artikel ver­an­lasst, den sie heute in „The European“ ver­öf­fent­lichte. Jedem, der wissen möchte, warum ich mir seit Jahren die Finger wund schreibe, sei dieser Artikel emp­foh­len. Genau deshalb mache ich das! Danke, Martina Lenzen-Schulte!


1.2.2019: Der Sozia­lis­mus ist auf dem Vor­marsch und am nächs­ten ist er uns in Berlin-Bran­den­burg, denn dort wird er am kon­se­quen­tes­ten geplant. Dachte die Repu­blik noch, der Ber­li­ner Flug­ha­fen käme wegen Schlam­pe­rei nicht ans Fliegen, sieht das im Licht der Funzel des Ber­li­ner Pla­nungs­bü­ros und seiner Fünf­jahr­pläne nun noch mehr nach Absicht aus. Der soll gar nicht fliegen! Fliegen erzeugt viel zu viel CO2. Genau wie Auto­fah­ren. Deshalb soll das Umland von Berlin nur noch dort wachsen dürfen, wo die Bahn (ver­spä­tet) fährt. Der Auto­ver­kehr wird abge­schafft und kom­plett aus der Planung genom­men. Straßen mit Anbin­dung an Berlin? Braucht eh keine Sau und die Leute werden dem Bran­den­bur­gi­schen Minis­ter­prä­si­den­ten und dem Ber­li­ner OB die Füße küssen, dass sie an der Demo­bi­li­sie­rung der Gesell­schaft mit­wir­ken dürfen. Minis­ter­prä­si­dent befiehl, wir folgen! Die poli­ti­sche Abschaf­fung des Autos als weitere Folge des Fort­set­zungs­ro­mans „BRD goes DDR” habe ich schon seit Monaten im Kopf. Die Rea­li­tät in der toxi­schen Nähe zu Berlin kommt meinen Dys­to­pi­schen Alb­träu­men aller­dings immer schnel­ler immer näher.


22.1.2019: Han­no­ver setzt sich an die Tabel­len­spitze! Nicht im Fußball, wohl aber in der Gender-Liga! Keine Red­ner­pulte mehr, nur noch Rede­pulte, keine Wähler mehr, sondern Wäh­lende. Alle Leh­ren­den, Pfle­gen­den und weitere Steu­er­zah­len­den werden spontan Fra­gen­den, die wissen wollen, ob die Bür­ger­meis­tern­den noch alle Tas­sen­den in den Schrän­ken­den haben!


13.1.2019: Die Ener­gie­wende zer­frisst die Reste der deut­schen Schwer­indus­trie. Alu- und Kupfer-Hütten, Glas­werke, Walz­werke und ähn­li­che ener­gie­in­ten­sive Unter­neh­men werden von den Netz­be­trei­bern als „Abschalt­bare Lasten“ bezeich­net. Diese können, wenn es zu soge­nann­ten Pro­gno­se­feh­lern kommt, binnen 15 Minuten vom Netz genom­men werden, um bei feh­len­dem Ener­gie­an­ge­bot, weil Sonne und Wind die Netz­sta­bi­li­tät nicht auf­recht­erhal­ten und nicht schnell Reser­ven zuge­schal­tet werden können. Last­ab­wurf nennt man den Vorgang, der dafür sorgt, dass in den Büros, Par­tei­zen­tra­len und Uni­ver­si­täts­ge­bäu­den, in denen die Ener­gie­wende erson­nen wurde (beinahe hätte ich „geplant“ geschrie­ben), die Lichter nicht aus­ge­hen. Die Schäden für die Unter­neh­men sind immens und sie bleiben darauf sitzen. Wir reden hier nicht nur von Pro­duk­ti­ons­aus­fäl­len, sondern von echten Sach­schä­den an den Anlagen. 78 Zwangs­ab­schal­tun­gen allein bei „Hydro Alu­mi­nium“ in Neuss und das ist erst der Anfang. Während die indok­tri­nier­ten Bürger noch glauben, die Ener­gie­wende gehe doch gut voran, gehen in der deut­schen Indus­trie bereits die Lichter aus. Denn eines ist klar: wenn die Pro­duk­tion von Alu­mi­nium, Glas, Kupfer, Zement oder Stahl und andere kon­ti­nu­ier­li­che Pro­zesse in Deutsch­land nicht mehr funk­tio­niert, werden die Unter­neh­men abwan­dern oder sich für die Aus­fälle ent­schä­di­gen lassen wollen. Letz­te­res aber eher kurz­fris­tig, weil kein Gramm Kupfer jemals durch Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen geschmol­zen wird. Die Ener­gie­wende wird uns also auf jeden Fall noch teuer zu stehen kommen. Als Ver­brau­cher, als Beschäf­tigte in der Indus­trie und als Steu­er­zah­ler.


12.1.2019: Bulette statt Smoot­hie? Aus­ge­präg­tes Leis­tungs­den­ken? Höhere Risi­ko­be­reit­schaft als ein durch­schnitt­li­cher Soja-Latte-Schlürfer? Dann leidest du wahr­schein­lich unter toxi­scher Männ­lich­keit und brauchst drin­gend Hilfe! Erkenne, dass Männ­lich­keit ein Kon­strukt ist, checke deine Pri­vi­le­gien, reflek­tiere deine Macht, fang an zu heulen und suche endlich eine Ärztin auf! Du kannst ja jeman­den mit­neh­men, der dir die Hand hält, du Schluffi! Wer das alles fordert, willst Du wissen? Katha­rina Alex­an­der natür­lich! Die kommt aus Hamburg, kennt sich mit inter­sek­tio­na­lem Femi­nis­mus aus und pflegt Zim­mer­pflan­zen zu Tode. Und Männer natür­lich, diese bier­trin­ken­den, bulet­ten­fres­sen­den Sozi­al­kon­strukte. Die Artikel der ze​.tt, wie bento Zen­tral­or­gan der Genera­tion Gen­der­stern­chen, muss man bom­ben­si­cher archi­vie­ren, um eines Tages den Archäo­lo­gen die Feld­ar­beit zu erleich­tern, wenn sie her­aus­fin­den wollen, wie unsere Zivi­li­sa­tion unter­ging und ab wann Männer wie Frauen nicht mehr danach beur­teilt wurden, wie gut sie sich um ihre Fami­lien, ihre Gemeinde ihre Pro­fes­sion und ihr Land sorgten, sondern welchen pH-Wert ihre Tränen hatten. Oder aber wie ziehen endlich die Reiß­leine und lassen ze​.tt und bento den Weg der Huf­fing­ton-Post gehen, in den Orkus des gnä­di­gen Ver­ges­sens, wo sie hin­ge­hö­ren.


immer noch 10.1.2019: Ein Gespräch von Gunnar Kaiser mit Moritz Neu­meier.
Der Moritz ist wie eine Reis­waf­fel. Viel Volumen, wenig Geschmack und wenn man es mal schafft, die Zähne rein­zu­schla­gen, staubt es so, dass man husten muss und aus dem Konzept kommt. Inhalt­lich wenig Kon­kre­tes jeden­falls. Dabei viele Kate­go­rie­feh­ler, von denen mir einer beson­ders sauer auf­ge­sto­ßen ist:
Wenn ich Angst vor dem Auto­fah­ren habe, fahre ich vor­sich­tig, kaufe mir einen fetten SUV oder fahre Bahn. Wenn ich, wie Neu­meier, Angst vor dem Bahn­fah­ren habe, fahre ich mit dem Auto (hört, hört!). Wer in Köln Angst vor dem Ertrin­ken hat, weil der Rhein so tief ist, der kann natür­lich an die Wupper ziehen. Aus­wei­chen ist möglich, eine Risi­ko­ein­schät­zung führt zur Ver­hal­tens­än­de­rung, die mein Leben nicht negativ beein­flus­sen. Aber ist das mit der Angst vor Terror auch so? Wie ver­mei­det man die? Die Hilf­lo­sig­keit bei der Beant­wor­tung dieser Frage kann man auf Weih­nachts­märk­ten und Ver­an­stal­tun­gen aller Art beob­ach­ten. Man kann ja noch aus­wan­dern, wenn man es kann. Machen mitt­ler­weile mehr, als der GEZ lieb sein kann, denn die die abhauen, sind nicht von der Zwangs­be­glü­ckung befreit – anders als die, die kommen. Und was, wenn eine Angst gar nicht auf mich selbst bezogen ist, sondern meine Kinder, Familie, Freunde, das Dorf oder meinen Sport­ver­ein betrifft? Was, wenn sich die ganze Gesell­schaft in eine Rich­tung bewegt, in der die sozia­len Inter­ak­ti­ons­kos­ten von Jahr zu Jahr steigen, die „gesell­schaft­li­chen Divi­den­den“ aber immer kleiner werden? Grup­pen­sit­zung mit Moritz, dass die Angst an einer Pilz­ver­gif­tung zu sterben, höher ist? Für jeman­den, dessen mora­li­scher Eck­pfei­ler nach eigener Aussage Empa­thie ist, kommt er ziem­lich ego­zen­trisch rüber. Die Ratio­na­li­tät ver­lässt er nur, wenn es ans eigene Leder gehen könnte, indem er Bahn fährt oder zum Äußers­ten, dem Aus­wan­dern greifen würde, um seine Wohl­fühl­blase nicht zu gefähr­den. Andere sind nicht so mobil, können nicht nach Gru­ne­wald ziehen und stehen auch nicht auf der Bühne, sondern müssen beim Besuch eines Neu­meier-Abends durch eine Sicher­heits­kon­trolle durch oder dürfen beim Besuch des Weih­nachts­mark­tes ihren Glüh­wein auf einem Beton­pol­ler abstel­len. Das alles sollte natür­lich nichts mit einem machen, meint Moritz. All die Bedro­hun­gen kommen „on top“, also zusätz­lich zu Auto­un­fäl­len, Blitz­ein­schlä­gen, Ertrin­ken in Köln und deut­schen Ver­ge­wal­ti­gern mit Kar­tof­fel­hin­ter­grund.
Bei all seinen schlauen Aus­weich-Sprü­chen bleibt Neu­meier doch immer schön im Unkon­kre­ten, was er mit seinen Über­trei­bun­gen perfekt aus­schmückt. Dort fühlt er sich sicher, dort ist Elo­quenz ent­schei­den­der als Fak­ten­si­cher­heit. Sein wich­tigs­ter Beitrag zur Gegen­warts­spra­che ist deshalb auch nicht „Das ist doch nicht links, sondern logisch“, sondern „Das hab‘ ich nicht gesagt“.


10.1.2019: Jedem Figür­chen sein Abi­tür­chen. Genera­tion Snow­flake und Genera­tion Allah treffen auf Genera­tion „Leis­tung wird über­be­wer­tet”. Wer wissen will, warum Bil­dungs­ab­schlüsse in isla­mi­schen Länder (aus vielen anderen Gründen natür­lich auch) oft das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt werden, der schaue sich die Ent­wick­lung in Deutsch­land an. Um Noten­druck, Frus­tra­tion und Leis­tungs­un­ter­schiede zu ver­mei­den, sollte zwi­schen der Ein­schu­lung und der Einser-Abitur-Feier am besten nur ein großer, kusche­li­ger Haufen Watte liegen, der von „Kumbaya” träl­lern­den Sozi­al­be­treu­ern, Event-Ver­an­stal­tern und Glücks­kä­fern umkreist wird. Am Ende steht dann der garan­tierte Stu­di­en­platz für Gen­de­ro­lo­gie und ver­glei­chende Frei­zeit­wis­sen­schaf­ten mit Voll­pen­sion an einer Elite-Uni in der Karibik. Das Leben könnte so schön sein…!


2.1.2019: Wer Israel schon einmal besucht hat und zudem die dor­ti­gen Wehr­diens­ge­setze kennt, wundert sich nicht über die im Stadt­bild all­ge­gen­wär­ti­gen oliv­grü­nen Uni­for­men. Wer die Geschichte Israels und die Feind­se­lig­keit seiner Nach­barn kennt, wundert sich indes nicht über diese Wehr­ge­setz­ge­bung, die (fast) alle jungen Erwach­se­nen in die IDF ein­zieht, Männer wie Frauen. Es sei hier nur am Rande erwähnt, dass ich die Ver­wei­ge­rung gewis­ser ultra­or­tho­do­xer Juden, Wehr­dienst zu leisten, nicht nach­voll­zie­hen kann. Denn die Geschichte zeigte über­deut­lich, dass der Anti­se­mi­tis­mus keinen Unter­schied zwi­schen bewaff­ne­ten und unbe­waff­ne­ten Juden macht. Aber das ist Sache der Israe­lis, nicht meine.

Meine Sache ist es schon eher, wenn sich eine deut­sche Dozen­tin an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem dazu berufen fühlt, eine Stu­den­tin wegen der IDF-Uniform, die sie trägt, zu maß­re­geln. Die „Jüdi­sche All­ge­meine“ berich­tet wie folgt:
„Ein ara­bi­scher Kom­mi­li­tone hatte die junge Frau wegen ihrer Uniform mitten im Unter­richt beläs­tigt und belei­digt, weshalb sich diese an Hilf­rich [Dr. Carola Hilf­rich] wandte und um Unter­stüt­zung bat. Doch damit war sie wohl an die Falsche geraten. »Sie können doch nicht ernst­haft so naiv sein und ver­lan­gen, wie eine Zivi­lis­tin behan­delt zu werden, wenn Sie hier in Uniform erschei­nen«, blaffte Hilf­rich die Stu­den­tin an.“

Das muss man erst mal sacken lassen. Laut Frau Hilf­rich ent­schei­det also eine Uniform der IDF, ob jemand belei­digt werden darf, oder nicht. Dum­mer­weise ent­schei­det aber seit 70 Jahren gerade die Anzahl dieser Uni­for­men und deren Präsenz und Ein­satz­be­reit­schaft darüber, ob an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem über­haupt ver­glei­chende Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­ten unter­rich­tet werden können! Die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten der IDF sichern die kom­mo­den Bedin­gun­gen, unter denen euro­päi­sche Lite­ra­tur-Pro­fes­so­ren, NGO-Akti­vis­ten, ARD-Nah­ost­kor­re­spon­den­ten und Toden­hö­fer-Jürgens ihrer Lieb­lings­be­schäf­ti­gung nach­ge­hen können: Juden dran­zu­krie­gen, die sich nicht so beneh­men, wie es die Anti­se­mi­ten von ihnen erwar­ten. Die rich­tige Reak­tion, werte Frau Hilf­rich, wäre es gewesen, den pöbeln­den Araber mit fol­gen­den Worten aus dem Hörsaal zu werfen. „Es ist das Ver­hal­ten von Männern wie Ihnen, die es not­wen­dig machen, dass israe­li­sche Frauen 21 Monate Uniform tragen müssen. Ändern Sie Ihre Haltung oder Ihre Erwar­tun­gen oder ver­las­sen Sie nicht nur diese Uni­ver­si­tät, sondern besser gleich das Land.“