Fundstücke (Archiv 2017)

31.12.2017, Syl­ves­ter: 
Jungfer ich knet’ dir den Hack­fleisch­kranz,
er wird dich beschüt­zen vor Nafri­an­tanz.
Zum Zwecke des Schut­zes kommt auch wie bestellt,
auf Berlins Feier-Meile das Frau­en­zelt.
Und bis du in Köln auf des Domes Platt’,
geschützt ist dort gut, wer ein Armband hat.
Wie die Kanz­le­rin sagt in der Neu­jahrs­an­spra­che:
der Schutz ihrer Bürger ist Ehren­sa­che!

—passt auf euch auf! Wir sehen uns 2018!


30.12.2017: Der SWR fragt, ganz Sendung mit der Maus, warum es eine Rolle spielt, ob der Kandel-Stecher ein Jugend­li­cher sei, oder nicht. Ja, für das Straf­maß, schon. Wie schön! Wer hätte da auch drauf kommen können in einem Land, in dem man erst mit 18 rauchen darf, das bei abge­lau­fe­nen Per­so­nal­aus­wei­sen oder ver­spä­te­ter Ummel­dung nach Umzug Strafen ver­hängt und das auch sonst immer gern genau weiß, was seine Bür­ger­lein wann, wo und mit wem treiben. Für die Frage, ob er hier den gut dotier­ten Schutz­sta­tus, Betreu­ungs­an­ge­bote, Taschen­geld und ein Dach über dem Kopf gestellt wurde, spielte das Alter offen­sicht­lich keine Rolle, sonst würde man ja jetzt nicht so bla­miert daste­hen, liebe Behör­den. Ansons­ten ist schon wieder „busi­ness as usual”, wenn da nur der Hass nicht wäre! Aber den bekommt ihr schon noch weg­ge­quatscht. Mit Kan­del­ge­la­ber!


29.12.2017: Liberia hat gewählt, die deut­sche Presse ist begeis­tert! Es ist ein ehe­ma­li­ger Welt­fuß­bal­ler, ein Star, ein Guter! Er wird die Kor­rup­tion beenden, die Kri­mi­na­li­tät eindämmen…auch Clausi Kleber spricht vom “Hoff­nungs­schim­mer”, denn “King George Weah” hat die Wahl gewon­nen! Mag sein, was soll man anderes tun, als Daumen drücken und gra­tu­lie­ren. Ich gebe jedoch zu beden­ken, dass wir in Deutsch­land auch solch einen Hoff­nungs­schim­mer haben könnten: Lothar Mat­thäus, Welt­fuß­bal­ler, ein Star, ein Guter, hätte Zeit! Was uns in Liberia jubeln lässt, ist für Deutsch­land gerade gut genug! Ein Libero als Kanzler! Das wär’s doch…dann schaf­fen wir das sicher!


Immer noch 25.12.2017, nur habe ich jetzt die Weih­nachts­an­spra­che des Bun­des­prä­si­den­ten auch GESEHEN.


25.12.2017: Ein wenig guter Wille für nächs­tes Jahr:


24.12.2017: Einige meiner aus­führ­lichs­ten Artikel habe ich zum weiten The­men­feld „Ener­gie­wende“ ver­fasst, [hier] und [hier], unter anderem zu dem Zweck, mittels einiger ein­fa­cher Modell­rech­nun­gen nach­zu­voll­zie­hen, ob diese Reise für uns und unsere Indus­trie am Ende über­haupt gut aus­ge­hen kann. Wenig über­ra­schend kam ich zu dem Ergeb­nis, dass dies wohl nicht der Fall sein kann, wenn man nicht an Wunder glaubt. Dabei ist es nicht allzu kom­pli­ziert, an die Fakten hinter den Legen­den vom „grünen Strom“ und der vom schlech­ten Öko­ge­wis­sen befrei­ten Mobi­li­tät zu schauen, alle Daten sind offen zugäng­lich, man muss nur etwas an der Ober­flä­che kratzen. Doch das Problem war meiner Meinung nach, dass es sich bei den kri­ti­schen Mei­nun­gen stets um For­schun­gen und Mes­sun­gen von Phy­si­kern, Che­mi­kern, Meteo­ro­lo­gen und Ener­gie­ex­per­ten han­delte, deren Äuße­run­gen gern in eine verschroben/schrullige Ecke gedrückt werden, weil sie mit wenig Elo­quenz und viel tech­ni­schem Kau­der­welsch vor­ge­tra­gen werden. Mediale und poli­ti­sche Auf­merk­sam­keit genie­ßen heut­zu­tage jedoch nur noch Ethik­räte aus Theo­lo­gen, Sozio­lo­gen, Gen­der­wis­sen­schaft­lern und Migra­ti­ons­for­schern – und genau so sieht unsere Energie- und Kli­ma­po­li­tik ja auch aus.

Umso erfreu­ter war ich, diesen Vortrag des Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lers Prof. Hans Werner Sinn auf YouTube zu finden, der sich dem Thema Ener­gie­wende aus der Per­spek­tive der Mach­bar­keit genä­hert hat, das Thema also vom Ende her rück­wärts gedacht hat. Erschre­cken­der­weise hat das vor ihm noch niemand ver­sucht. Dabei gehört Prof. Sinn nicht zu den soge­nann­ten „Kli­ma­skep­ti­kern“, er glaubt tat­säch­lich, dass wir etwas tun müssen. Aber er kommt, was die Mach­bar­keit der Sache angeht, leider zu einem ebenso ver­hee­ren­den Ergeb­nis wie ich mit meinen dilet­tan­ti­schen empi­ri­schen Betrach­tun­gen. Ein äußerst emp­feh­lens­wer­tes Video!


19.12.2017: Wer die Deutsch­land­fahne schwingt, ist schon fast rechts, meint Herr Heni in einem Inter­view der FR. Das Som­mer­mär­chen 2006 sei der Weg­be­rei­ter der „Neo-Faschis­mus Marken“ Pegida und AfD. Es waren schon 2006 nur deut­sche Beden­ken­trä­ger, denen unsere Fahne irgend­wie pein­lich war. Die Gäste des soge­nann­ten Som­mer­mär­chens stell­ten statt­des­sen fest, dass die Deut­schen sehr viel locke­rer waren, als man all­ge­mein gedacht hatte. Das konnte natür­lich zu nichts Gutem führen! Ver­ges­sen wir für einen Moment, dass das Grün­dungs­mo­ment der AfD mit dem Euro zu tun hat und Pegida eine laut­starke bis schrille Antwort auf gewisse Vor­komm­nisse in der deut­schen Ein­wan­de­rungs­po­li­tik war. Aber kann man auch ver­ges­sen, dass die deut­sche Gast­freund­schaft und das gestie­gene Selbst­be­wusst­sein der Deut­schen ein­an­der bedin­gen? „Ohne 2006 wäre es nicht in diesem Ausmaß zu Pegida gekom­men, und ohne Pegida gebe es keine AfD in dieser Form. Die Deutsch­land-Fahne bei der WM hat eine unglaub­li­che Bedeu­tung für das Zusam­men­schwei­ßen von ato­mi­sier­ten Ein­zel­nen, die sich zu großen Teilen gar nicht für Fußball inter­es­siert haben.“ Ohne 2006 also kein 2017, das ist klar. Schon 2007 hätte es nicht geben können, wäre ihm 2006 nicht vor­aus­ge­gan­gen. Warten wir also ab, bis ein His­to­ri­ker her­aus­fin­det, dass die eigent­li­che Schuld an der Misere das Jahr 2005 hat – denn alles hängt bekannt­lich mit allem zusam­men.


noch immer 10.12.2017: Besat­zer!

Besat­zer“ brüllt der Ali-Cem,
und meint damit Jeru­sa­lem.
Doch hat „beset­zen“ auch sein Gutes,
denn Schlim­me­res ver­hin­dern tut es.

Besetzt der Schim­mel doch den Käse,
nicht nur zum Zeit­ver­treib der Näse,
schafft dem Genusse freie Bahn,
Sta­phy­lo­kok­kus kommt nicht ran!

Irgend­was war heut’ im Essen,
in Reime sich Gedan­ken pressen.


10.12.2017: Winter

Über deut­schen Dächern: Ruh’,
Schnee deckt Solar­an­lage zu,
Windrad dreht nicht von allein,
solch’ Jah­res­zeit darf nimmer sein!

Berech­net einst in dem Modell,
Latif schwimmt weg das Kli­ma­fell,
der Skep­ti­ker darf nun froh­lo­cken,
die Wahr­heit fällt in weißen Flocken.

Bla­miert ist auch der Schelln­hu­ber,
Natur wäscht gern im großen Zuber,
sie kümmert sich nicht um Geschwätz,
bei ihr gilt noch Natur­ge­setz.

Und dies Gesetz sieht vor in Breiten,
in denen Jah­res­zei­ten leiten,
dass die Pro­phe­ten schwei­gen sollen,
Erd­bahn­be­we­gung Achtung zollen.

Der Jovi ist’s, der hier bestimmt,
des Bovi’s Wort er nicht ver­nimmt,
Die Erd’ sich zur Eklip­tik neigt,
weshalb die Sonn’ grad kaum noch steigt.

Über deut­schen Dächern: Ruh’,
Schnee deckt Solar­an­lage zu,
Windrad dreht nicht von allein,
so war es stets, so soll’s auch sein.


7.12.2017: Schulz fordert die „Ver­ei­nig­ten Staate von Europa”, und zwar bis 2025. Wie das gehen soll? Ganz einfach: mit fran­zö­si­schen Atom­ra­ke­ten, bel­gi­schen Waffeln, ita­lie­ni­scher Ver­wal­tung, rumä­ni­scher Kor­rup­ti­ons­be­kämp­fung, pol­ni­schem Katho­li­zis­mus, grie­chi­schem Katas­ter­amt und deut­schem Geld. Ja, das kann klappen.


6.12.2017: So so, Han­ne­lore Kraft wird Auf­sichts­rä­tin bei den „Koh­le­strol­chen” von der RAG. Da kommt mir doch glatt ein unpas­sen­der Ver­gleich in den Sinn:

Nach dem Falle (eine Parabel in zwei Kreis­läu­fen)
Kohle ist ein Sedi­ment,
das im Ofen knis­ternd brennt,
Als Blatt und Farn zu Boden fielen,
macht Druck und Zeit aus Holz und Stielen,
die gänz­lich unnütz nur so lagen,
Nütz­li­ches an kalten Tagen.

Nicht ex-Minis­ter­prä­si­den­ten,
schwim­men oben, wie die Enten,
sitzen dann in Auf­sichts­rä­ten,
ziehen weiter an den Drähten,
halten ungewasch’ne Reden,
nütz­lich sind sie nicht für jeden.


2.12.2017: Eine meinem Meta­bo­lis­mus offen­sicht­lich frem­den­feind­lich gegen­über ste­hende ägyp­ti­sche Sal­mo­nelle ver­hin­derte auf perfide Weise, dass ich es im ägyp­ti­schen Museum in Kairo in den ersten Stock schaffte, wo die wun­der­ba­ren Klein­odien des eher unbe­deu­ten­den Pharaos Tuten­cha­mun, den die Ägypter in respekt­lo­ser Ver­kür­zung „King Tuti“ nennen, bisher auf­be­wahrt und prä­sen­tiert werden – ich brach bereits auf der Treppe dehy­driert und bewusst­los zusam­men. Aber ich will mich nicht beklagen, auch die Stunden im Erd­ge­schoss ver­gin­gen bei Dioser, Snofru, Ramses und Kol­le­gen zwar voller Übel­keit und Schwin­del­ge­füh­len, aber ange­sichts der ver­ge­gen­wär­ti­gen his­to­ri­schen Dimen­sio­nen wie im Fluge.
Wer die vati­ka­ni­schen Museen in Rom kennt, hat eine unge­fähre Vor­stel­lung des Begrif­fes „Over­kill“ – das ägyp­ti­sche Museum in Kairo schlägt das in Rom in Sachen Umfang, Chaos, feh­len­der Sys­te­ma­tik und nach­läs­si­ger Prä­sen­ta­tion jedoch um Längen! Schon die Vitri­nen selbst müssten längst als Aus­stel­lungs­stü­cke in einem eng­lisch-vik­to­ria­ni­schen Museum zu bestau­nen sein. Das soll nun endlich, ENDLICH anders werden und alle Freunde der Ägyp­to­lo­gie, die die Zeit eher in Dynas­tien als in Jahr­zehn­ten messen, werden sich freuen, dass es nun doch schon bald so weit sein soll: Ein neues Museum in Kairo, spe­zi­ell für „Tuti“! Nach nur 20 Jahren Ankün­di­gung, nach nur 30 Jahren Planung, nach nur 100 Jahren schrei­en­dem Bedarf. Wann genau Eröff­nung sein soll? Einen Termin wage ich als Deut­scher weder zu erfra­gen oder ein­zu­for­dern, ange­sichts der Pla­nungs­pein­lich­kei­ten Elphie, S21 und BER. Wird schon kommen, inschal­lah, irgend­wann. Die Aus­stel­lung und die über­quel­len­den Kairoer Lager, Keller und Kase­mat­ten, die voller unent­deck­ter, wieder ver­ges­se­ner und niemals kata­lo­gi­sier­ter antiker Schätze stecken, wird sich freuen. Und ich freue mich auch – nach all dem Terror in letzter Zeit endlich mal gute Nach­rich­ten aus Kairo.

Ren­de­ring

27.11.2017: Manche Pro­blem­lö­sung ist so genial, dass man schon ein beson­ders ver­schraub­tes Hirn braucht, um sie zu finden. Unver­ges­sen der unter­stellte Vor­schlag der fran­zö­si­schen Königin, die Leute sollten doch Kuchen essen, wenn sie kein Brot hätten, was ihr einen Ehren­platz im Club der Kopf­lo­sen ein­brachte. An derlei glor­rei­che Ideen knüpft nun auch Schwe­den an, wo man es für einen erwäh­nens­wer­ten Beitrag zum Koh­le­aus­stieg hält, wenn man Kohle durch unver­käuf­li­che H&M-Klamotten ersetzt. Ja, bei solchen Ver­bren­nungs­pro­zes­sen wird nur edels­tes Haute Couture-CO2 frei­ge­setzt, vor­aus­ge­setzt, die ent­hal­tene Baum­wolle musste nicht von Kin­der­hand gepflückt werden, die ent­hal­tene Kunst­fa­ser erblickte das Licht der Welt nicht in einem Tröpf­chen sau­di­schen Erdöls und die Fädchen wurden unter gewerk­schaft­lich aner­kann­ten Bedin­gun­gen in Stöff­chen ver­wan­delt. Aber das Ergeb­nis zählt! Und der gute Wille natür­lich! Denn eine Tonne Kla­mot­ten aus Ban­gla­desch ver­k­nus­pert im Ofen zu gewis­sen­haf­ter Nicht-Kohle-Energie, währen Kohle aus Kolum­bien heute nur noch zu Knöpfen an den Mänteln schwe­di­scher Schnee­män­ner ver­ar­bei­tet werden sollte! In Schwe­den ist jeden­falls seit neu­es­tem das ganze Jahr hin­durch Kar­ne­val und der Elfer­rat ver­bal­lert schräge Nach­rich­ten wie Kamelle. Und falls in Deutsch­land über­legt wird, die Klei­der­samm­lun­gen des Roten Kreuzes in Ener­gie­spen­den umzuwandeln…der Heiz­wert unbrauch­ba­rer Par­tei­pro­gramme ist bei uns allemal höher!


25.11.2017: Das Bild sagt mehr über das Natu­rell des Herrn Schelln­hu­ber, als ihm lieb sein kann. Sein Griff nach der ideo­lo­gi­schen Welt­herr­schaft, die Bezeich­nung „Klima-Papst”, der er nur ungern wider­spre­chen würde…alles an dem Mann ist Grö­ßen­wahn und Glau­bens­dogma. Wer also wissen möchte, wem wir die seit Jahren gras­sie­rende Klima-Panik ver­dan­ken und wie jemand tickt, der die einzig gültige Wahr­heit sein Eigen nennt, der muss dieses Inter­view lesen. Von seinen Zehn Geboten, den „10 Must knows“ stimmt leider nur das erste: der Kli­ma­wan­del exis­tiert. Der Rest, nun ja…da muss man eben „dran glauben”. Hier ein Satz aus dem Inter­view, der einem markt­wirt­schaft­lich den­ken­den Men­schen ideo­lo­gisch-reli­giöse Schauer über den Rücken laufen lässt: „Als gesell­schaft­li­che Neue­rung mit poten­ti­ell enormen Aus­wir­kun­gen auf die Finanz­märkte macht gerade das soge­nannte Dive­st­ment, also das ethisch begrün­dete Abzie­hen von Kapital aus fos­si­len Geschäf­ten, Furore.” Ein echter Schelln­hu­ber eben, ein Ver­nich­ter und Rache­en­gel vor dem Herrn, der nur zu gerne blitzen würde. Donnern kann er ja schon!


20.11.2017: Die Reak­tion des libe­ra­len Deutsch­land auf die Nach­richt, dass die FDP die Ver­hand­lun­gen zu „Jamaika” beendet.


15.11.2017: #sim­babwe, erklärt in fünf Sekun­den und drei Tags.


13.11.2017: Das COP23 in Bonn, dessen Gast­ge­ber das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rium ist, hat eine Whats­app-Gruppe, über die der ganz heiße Scheiß der Kli­ma­kon­fe­renz in die Welt gebla­sen wird, da musste ich mich natür­lich ein­tra­gen. Klima retten? Ja bitte, aber nicht ohne Gender-Action-Plan – und der steht nun…yeah! #cop23 hat nun zumin­dest das Wesent­li­che geklärt, es wird Dop­pel­spit­zen geben – Grün lässt schön grüßen! Ich glaube, hier drehen alle langsam kom­plett durch! 


9.11.2017: „Jeder Muslim solle seine Iden­ti­tät so aus­le­ben, wie er will. Ganz egal, ob es dabei um seine Sexua­li­tät geht oder etwas anderes, das ihn zu dem macht, was er ist”. – zitiert Bento-Bube Marc Röhlig die Mit­ar­bei­te­rin eines aus­tra­li­schen Mode­la­bels. Das kann man so sehen. Die einen tragen eben Kopf­tü­cher, die anderen schnei­den Köpfe ab, auf denen diese fehlen. Sein Hand­werk macht den Henker zu dem, was er ist: ein Hand­wer­ker, der etwas tut, was er gern tut. Mich macht zum Beispiel aus, dass ich „Jour­na­lis­ten“, die solch einen Mist zusam­men­schrei­ben, für naturstoned halte. Röhlig meint, „zum Glück gibt es nun Kopf­tü­cher in Regen­bo­gen­far­ben!” Für mehr Tole­ranz im Islam!
Doch warum tragen auch diese Lappen schon wieder nur die mus­li­mi­schen Frauen statt deren Männer? Diese haben Tole­ranz doch viel nötiger!
Übrigens…stellen sie sich mal auf einen Markt­platz in Berlin, ersetz­ten sie im ersten Satz das Wort „Muslim“ durch „Deut­scher“ und sagen sie ihn laut und mehr­fach auf. Ver­mut­lich ist es dann egal, ob sie ein Rege­bo­gen­kopf­tuch auf­ha­ben, oder nicht.


7.11.2017: Die neuen Trikots der „le Mann­schaft” für die WM in Russ­land wurden vor­ge­stellt. Ganz ohne Natio­nal­far­ben, ganz so, als müsse man einem Markt von TV-Kunden von vor Neun­zehn­hun­dert­schwarz­weiß einen Gefal­len tun. Wollte man Pro­vo­ka­tio­nen ver­mei­den? Klar, das schwarz-rot-gold löst ja welt­weit Beklem­mung und Furcht aus, beson­ders zwi­schen Gar­misch und Kiel, Aachen und Chem­nitz. Da galt es, Kon­flikt­po­ten­zial zu ver­mei­den. Aber mal ehrlich Leute, ihr müsst das ver­ste­hen! Die Son­die­rungs­ge­sprä­che laufen, einen Regie­rung haben wir noch nicht…wer kann schon wissen, welche Farben wir am Ende bekom­men werden? Hier eine Mög­lich­keit.


1.11.2017: Der Gewöh­nungs­ef­fekt ist längst ein­ge­tre­ten. So wie eine Herde Zebras sich schnell wieder beru­higt, sobald ein sie umkrei­sen­des Rudel Löwen ihre Wahl auf der Spei­se­karte getrof­fen hat, so senken auch die Erklä­rer der Welt­po­li­tik die Köpfe von Vorfall zu Vorfall immer schnel­ler wieder zur grünen Wiese und fressen und tweeten unge­niert und schmat­zend weiter. Und wie in so vielen Dingen ist uns Amerika auch hierbei um Jahre voraus. Isla­mis­ti­sche Ter­ror­an­schläge unter­halb des 911-Niveaus schaf­fen es kaum in die Auf­merk­sam­keit mancher Jour­na­lis­ten. Doch einfach die Klappe halten und nichts sagen? Kommt über­haupt nicht in Frage! Man kann die Gele­gen­heit solcher „klei­ne­rer Events“ wun­der­bar nutzen, um sich über die berech­ti­gen Ängste seiner Mit­bür­ger kalt lächelnd zu erheben. Der Ter­ror­an­schlag des netten Uber-Fahrers aus der Nach­bar­schaft in New York kostete ja nur acht Men­schen das Leben – eine Klei­nig­keit, denkt und twit­tert es aus dem Jour­na­lis­ten und Asien-Exper­ten Fish. „a small ter­ro­rist attack“ – worüber sich diese emp­find­li­chen Trumpi­ans aber auch immer auf­re­gen…!


23.10.2017: Ein Gott, Zweit­frau, Dritt­pass, Hartz4, fünf Kinder, sechs Sozi­al­ar­bei­ter, sieben Moscheen in der Nähe…achtbare Muslime, zieht nach Deutsch­land, um den neun­mal­klu­gen Deut­schen in spä­tes­tens zehn Jahren mit wei­te­ren 11 Mil­lio­nen Recht­gläu­ben eins auf die Zwölf zu geben! Ich glaube, es schlägt 13!

22.10.2017: Ergän­zende Frage an die ZEIT-Jour­na­lis­tin Andrea Back­haus (Achgut-Fund­stück von Henryk Broder): Ob es in der Zeit von 1933–1945 auch Jour­na­lis­ten gab, die sich dagegen wehrten, dass der Natio­nal­so­zia­lis­mus als Ideo­lo­gie und Ersatz­re­li­gion in Bausch und Bogen ver­ur­teilt wurde, und sich statt­des­sen mit den ein­zel­nen Ver­blen­de­ten zu befas­sen, „die ihn miss­brauch­ten” – so wie Frau Back­haus das mit dem Islam tun möchte? Wenn ja, haben sie es jeden­falls nicht in die Geschichts­bü­cher geschafft. Back­haus Kritik an Islam-Exper­ten wie Hamed Abdel-Samad und Necla Kelek geht genau in diese Rich­tung. Ich halte da ein gegen­tei­li­ges Vor­ge­hen für ziel­füh­ren­der: Man muss die Ideo­lo­gie zer­schla­gen und kann dann die­je­ni­gen absol­vie­ren, die sich von ihr lösen. Stellt man die Ideo­lo­gie, die dem Islam inne­wohnt, unter Arten­schutz, belässt man die Wurzel des Übels in der Erde und muss sich in der Folge über das kräf­tige Sprie­ßen des Unkrauts nicht wundern. Als die Alli­ier­ten 1945 Rhein und Oder über­quer­ten, ver­han­del­ten sie nicht. Zum Glück! Der poli­ti­sche Islam ist heute genau das, was Abdel-Samad und Necla Kelek in ihm sehen: eine Gefahr für Zivi­li­sa­tion und Demo­kra­tie, die Par­al­le­len zur Nazi-Ideo­lo­gie sind gera­dezu schla­gend deut­lich. Man sollte nicht mit ihm ver­han­deln oder ele­gi­sche Artikel über ihn schrei­ben. Man muss ihn bekämp­fen. Mit Geset­zen, mit Worten und mit allem, was eine frei­heit­li­che Demo­kra­tie zu bieten hat.


21.10.2017: Robert Mugabe wird also UN-Bot­schaf­ter. Meine Güte, Sim­babwe schickt wirk­lich seine Besten! 


12.10.2017: Auf der Frank­fur­ter Buch­messe demons­triert der Bör­sen­ver­ein gegen einen Verlag, den er selbst auf die Messe ein­ge­la­den hat, dessen Stand­ge­büh­ren er kas­siert, den er aber ganz schreck­lich findet. Das schreit ja gera­dezu nach einer befrei­en­den Demo! Mehr dazu hier.


10.10.2017: Heute ist in Nord­ko­rea mal wieder ein Tag zum feiern: die alt­sta­li­nis­ti­sche „Partei der Arbeit” hat Geburts­tag – es ist schon der 72ste! Zeit für Geschenke! Hier mein Vor­schlag für ein neues Staats­wap­pen. Die Arbeit, die ich damit hatte, geht selbst­ver­ständ­lich auf’s Haus, Genos­sen!


5.10.2017: Wer im Hotel sein Früh­stück mit einer Pau­schale bezahlt, langt tüchtig zu. So könnte man es auch mit dem Buffet bei ARD und ZDF halten, dessen Inhalt man ja monat­lich mit 17 Euro auf dem Zettel hat. Mein Problem ist, dass ich gegen das meiste im Angebot eine Infor­ma­ti­ons­un­ver­träg­lich­keit ent­wi­ckelt habe, von Genuss kann also keine Rede sein. Das trifft in beson­de­rem Maße auf deut­sche TV-Film­pro­duk­tio­nen zu. Ja, auch auf den „Tatort”. Unglaub­wür­dige Plots, grau­en­hafte Schau­spie­ler und als Schuss­fa­den in beinahe jedem dieser Gewebe immer der Anspruch, aus dem Betrach­ter einen bes­se­ren, net­te­ren, groß­zü­gi­ge­ren, tole­ran­ten, kurz: sys­tem­kom­pa­ti­ble­ren Staats­bür­ger zu machen. Der Drei­tei­lige ZDF-Kos­tüm­schin­ken „Maxi­mi­lian” wäre mir deshalb sicher ent­gan­gen, gäbe es nicht auf­merk­same Kol­le­gen von Achgut​.com – in dem Fall Claudio Casula – die auf­merk­sam zuschauen. Der Film wird nicht lange in der ZDF-Media­thek bleiben, weshalb ich die Szene aus Teil 2 zwi­schen Minute 44 und 45 kurz tran­skri­biere. Szene: Maria und ihr Beglei­ter gehen durch eine Kirche in Gent, in der erschöpfte, hus­tende Flücht­linge (sic!) am Boden liegen.

Marias Beglei­ter: Tau­sende sind gekommen..und täglich kommen mehr. Sie haben nichts, nur die Hoff­nung, dass es hier besser ist.
Maria von Burgund: Nächs­ten­liebe zu üben ist unsere Pflicht.
Marias Beglei­ter: Doch wer bezahlt das? Die Ver­pfle­gung, Klei­dung und Unter­kunft?
Maria: Alle, denen es besser geht!
Marias Beglei­ter: Eure Unter­ta­nen werden unruhig. Die Bürger wollen keine Fremden.
Maria: Wir schaf­fen das! –
Nein, liebes ZDF. Ihr schafft mich!


2.10.2017: Welche Kon­se­quen­zen die Ame­ri­ka­ner nach dem Mas­sa­ker in Las Vegas ziehen werden, ist noch nicht klar. Klar ist indes, dass es sich um ein ame­ri­ka­ni­sches Problem handelt und wir kennen auch EINE wich­tige Ursache: die dor­ti­gen Waf­fen­ge­setze. Was mich aber schon wieder kirre macht, sind die neun­mal­klu­gen Beleh­run­gen deut­scher „Exper­ten”, die Ver­glei­che mit unseren hie­si­gen Geset­zen ziehen – das ist erstens unan­ge­mes­sen und zwei­tens ein Ver­gleich von Äpfeln mit Birnen. Dazu ein kleines, flap­si­ges Gedicht von mir. Äpfel mit Birnen kann ich nämlich auch ver­glei­chen.

Geschwin­dig­keit der Deut­sche schätzt,
Amerika auf Waffen setzt.
Wir rasen auf der Auto­bahn
kein Unfall ficht den Wahn­sinn an.
Amerika glaubt unter­des­sen,
sich gegen Königs Inter­es­sen
(des eng­li­schen in Übersee),
zu wappnen und ich nicht versteh’
wie zur V e r n u n f t die Deut­schen mahnen,
derweil sich ihre Autos bahnen
mit Über­schall durch Wald und Wild.
John Wayne schnell mit der Waffe schießt,
deut­sche Moral noch schnel­ler sprießt.
Und die Moral von der Geschicht’?
Betritt den „moral High Ground“ nicht.


28.9.2017: Wer hat uns ver­ra­ten? EU-Büro­kra­ten!


24.9.2017, Qual­sonn­tag: …versüßt durch eine wun­der­bare Replik auf ein Stück (oder Schluck) moderne Kunst (750 L gesam­mel­ter Eigen­urin) eines kana­di­schen Künst­lers. Gefun­den (den Text natür­lich) bei Michael Klo­n­ovsky.
„…Wofür aber hat der, die oder das brave Trans­gen­der so fleißig getrun­ken, gepul­lert und gehor­tet? Mit der „unge­wöhn­li­chen Instal­la­tion”, erklärt die Welt, übt unser Män­necken (?) Piss nichts weniger als Kritik. Woran? Am Nie­ren­stein? Am Zustand der öffent­li­chen Urinale in seinem Land? An der die Uro­lo­gen-Mafia? An der Benach­tei­li­gung der Männer bei der Ver­tei­lung öffent­li­cher Gelder für geschlechts­spe­zi­fi­sche Krebs­vor­sorge, sprich: Pro­stata-Krebs? Natür­lich nicht, sondern, na an wem schon, an Donald Trump! Weil der schlimme Donald die von seinem Vor­gän­ger Barack Obama ein­ge­führte Rege­lung annul­liert hat, dass Trans­gen­der-Men­schen selber ent­schei­den dürfen, welche öffent­li­chen Toi­let­ten und Umklei­de­räume sie benut­zen. Unsen­si­bel wie er nun mal ist, denkt sich der Trump, die Sache sei ganz einfach, nämlich wer einen Prügel, Pimmel oder Pisi­mann hat, ver­schafft sich seine Erleich­te­rung dort, wo Jungs dran­steht, wer indes eine Mimi sein oder eben doch besser ihr köst­lich Eigen nennt, geht zu den Mädels. Dieser Prä­si­dent ver­steht nichts von den Nöten seiner Bevöl­ke­rung, und der Trans­gen­der-Künst­ler, nicht mehr wissend, wohin mit seiner Not­durft, zog sie auf Fla­schen. Er hegte seinen Harm im Harn, schlug den großen his­to­ri­schen Bogen von Marcel Duch­amps Pissoir bis in die Gegen­wart und schuf damit, Protest hin, Dach­scha­den her, ein Werk, das womög­lich wie kein zweites stell­ver­tre­tend für den geis­ti­gen Gehalt und die ästhe­ti­sche Funk­tion der moder­nen Kunst steht.”
Hier der ganze Text


18.9.2017: „Während sein Heer mit den Lon­go­bar­den kämpfte, saß der König der Heruler ruhig in seinem Zelte und spielte Schach. Er bedrohte mit dem Tode den­je­ni­gen, der ihm eine Nie­der­lage melden würde. Der Späher, der, auf einem Baume sitzend, dem Kampfe zuschaute, rief immer: »Wir siegen! wir siegen!« – bis er endlich laut auf­seufzte: »Unglück­li­cher König! Unglück­li­ches Volk der Heruler!« Da merkte der König, daß die Schlacht ver­lo­ren, aber zu spät! Denn die Lon­go­bar­den drangen zu gleicher Zeit in sein Zelt und ersta­chen ihn…” (Hein­rich Heine)

Die Extreme in Deutsch­land sind schwach und die Mitte ist stark. Deutsch­land ist eines der wenigen Länder des Westens, das noch über ein sta­bi­les Par­tei­en­sys­tem verfügt. Wir haben bei der letzten Bun­des­tags­wahl gezeigt, dass man als Partei der Mitte über 40 Prozent gewin­nen kann. Das Grund­ver­trauen in die Politik gene­rell und ins­be­son­dere das Ver­trauen in die CDU ist gewach­sen.…” (Peter Alt­maier)


16.9.2017: Vor zwei Tagen glaubte der Bezahl­sen­der ZDF seinen Zuschau­ern (den frei­wil­li­gen wie den Unfrei­wil­li­gen) die Simu­la­tion von Bür­ger­nähe und Kanz­le­rin­nene­lo­quenz in einer Sendung namens „Klar­text, Frau Merkel!” vor­füh­ren zu müssen. Das Aus­ru­fe­zei­chen im Titel war jedoch das schärfte, was die Sendung zu bieten hatte – außer der Tat­sa­che natür­lich, dass die Show von vorn bis hinten insze­niert war, das „Publi­kum” aus ZDF-Sta­tis­ten aus dem Fundus und aus­ge­wähl­ten Fra­ge­stel­lern bestand und dass man Gäste ohne Begrün­dung aus­ge­la­den hatte, weil deren Fragen die ewige Kanz­le­rin in Bedräng­nis hätten bringen können. Etwa Terror-Opfer, von denen es ja mitt­ler­weile in unserem bunten Land eine Menge gibt. Ver­kauft wurde dem Zuschauer diese ranzige Polit-Selbst­dar­stel­lung als „Bevöl­ke­rungs­quer­schnitt”, obwohl alles abge­spro­chen und insze­niert war – was Merkel aber auch nicht half, denn ihre Flos­keln waren genauso platt, müde und unin­spi­riert wie immer. Doch Lügen haben große Mode­ra­ti­ons­kärt­chen und das Volk (fast) flä­chen­de­ckend 4K-TV. So riss eine unacht­same Hand­be­we­gung des Mode­ra­to­ren­dar­stel­lers den Camou­flage für einen Moment zur Seite und sorgte für einen bers­ten­den Büh­nen­schein­wer­fer in der ZDF-Trueman-Show oder einen Blick hinter die Kulis­sen der Sma­rag­den­stadt des Zau­be­rers von Oz. Dieses Bild, gefun­den bei Gunnar Kaiser auf Face­book, illus­triert das ganze Dilemma des ÖRR in diesem Land wie kein zweites.


14.9.2017: Ich ver­su­che schon mal, mich an die Logik der „Zeit” zu gewöh­nen. Nur für den Fall, dass der eine oder andere deren Redak­teure nach der Wahl in Pres­se­spre­cher-Ämter auf­steigt, die es neu zu beset­zen gilt.


13.9.2017: EU-Haus­frau­en­re­gel Nr. 328: „Kleine Pro­bleme lässt man am leich­tes­ten ver­schwin­den, indem man sie ver­grö­ßert.” Auszug aus der Juncker-Rede vor dem EU-Par­la­ment in der er die Zwangs­be­glü­ckung von Polen, Tsche­chien, Rumä­nien, Bul­ga­rien, Schwe­den u. A. EU-Staaten mit dem Euro fordert. Herz­li­chen Glück­wunsch! 


3.9.2017: Kapi­ta­lis­mus, sag’ ich dir,
das ist der Mensch­heit schönste Zier!
So schwelgt die Katz’ im Über­fluss,
derweil der Angler schuf­ten muss.
(Foto gefun­den bei FB)


2.9.2017: Ich glaube wirk­lich nicht, dass meine Lands­leute so dämlich sind, dass sie ihren Pro­mi­nen­ten aus Showbiz, Sport und Medien ver­trauen, wenn es um die poli­ti­sche Zukunft des Landes geht. Denn mal ehrlich: halten sie den fetten Bizeps von Ralf Möller, das Vakuum zwi­schen den Ohren von Sofia Tho­m­alla oder eine klatsch­nasse Fran­ziska van Almsick für fähiger, Ihre Wahl­ent­schei­dung zu beein­flus­sen, als Ihr eigenes Urteils­ver­mö­gen? Eigent­lich fehlt in der Reihe der Unter­stüt­zer nur Chuck Norris, dann stünde der Wie­der­wahl nichts mehr im Weg, Frau Merkel. Ich konnte auch noch ein Mit­glied der Adams-Family dazu bewegen, ihrer Unter­stüt­zer-Gang bei­zu­tre­ten.


1.9.2017: Wer hätte gedacht, dass aus­ge­rech­net SPON noch mal einen Artikel bringen würde, der sich mit Aspek­ten des all­täg­li­chen Lebens in Israel beschäf­tigt. Genauer gesagt mit der per­ma­nen­ten Bedro­hung und dem Bela­ge­rungs­zu­stand, dem die Men­schen dort täglich aus­ge­setzt sind. Israel und seine Bunker: Schre­cken und Hoff­nung in einem.


30.8.2017: Rule 1: If your nations leader starts singing on tele­vi­sion, your’e in trouble. Rule 2: When Hol­ly­wood Cele­bri­ties visit your country to praise your leader, your’e in trouble. If happens both, your’e doomed. Prager U über Vene­zuela.


24.8.2017: Heute wurde einer meiner Auto­ren­kol­le­gen der Achse des Guten, Archi W. Bech­len­berg, bei Face­book gesperrt. Auch wenn es nur 24 Stunden sind, ist der Vorgang unge­heu­er­lich. Zeigt er doch, dass die Richt­schüt­zen an den Lösch­ma­schi­nen so voll­kom­men unbe­schenkt von Satire, Ironie und Humor sind, dass sie für jeden FB-User mit einem IQ über Zim­mer­tem­pe­ra­tur gefähr­lich werden. Wir erleben gerade die Macht­über­nahme von Dumm­heit, Oppor­tu­nis­mus und Duck­mäu­ser­tum. Es ist zum ver­zwei­feln…


17.8.2017: Das Aus­wär­tige Amt befürch­tet wohl, die Spanier könnten zwei und zwei zusam­men­zäh­len und der deut­schen Regie­rung eine Mit­schuld am Ter­ror­an­schlag in Bar­ce­lona geben. Denn anders ist dieser Tweet nicht zu erklä­ren:

Nicht ent­zweien? Warum sollte der isla­mis­ti­sche Terror das mit Spanien und Deutsch­land denn tun? Sind euch die Text­bau­steine ver­rutscht, ihr Super­di­plo­ma­ten? Lingual mail­func­tion!


17.8.2017: Genervt…


Der 15.8.2017 ist noch nicht halb rum, da kommt diese Nach­richt: Ein Imam lässt die „Achse des Guten” auf YouTube zen­sie­ren! Gestern glaubte ich noch an einen tech­ni­schen Defekt, aber nun stellt sich heraus, das YouTube den Film tat­säch­lich einfach gelöscht hat! Der im Film vor­kom­mende Imam möchte seine Zitate, die er selbst bei YouTube anbie­tet, nicht im Zusam­men­hang mit Hamed Abdel-Samad, Henryk M. Broder und Seyran Ateş sehen. Hadrous Aus­sa­gen sind nämlich so strunz­däm­lich, dass ich hoffe, es war die Scham, die ihn zu derlei Posse trieb – denn eine Isla­mi­sie­rung findet nicht statt, sagt der Innen­mi­nis­ter. Außer in der Reli­gion, den öffent­li­chen Sitten, dem Respekt vor dem Ramadan und der unmaß­geb­li­chen Meinung von selbst­er­nann­ten Reli­gi­ons­füh­rern, deren Gel­tungs­an­spruch wir kul­tur­sen­si­bel abfe­dern, indem wir einfach nur alles auf­ge­ben müssen, was wir uns über Jahr­hun­derte erkämpft haben: Mei­nungs­frei­heit und Gleich­be­rech­ti­gung.


15.8.2017: „Aus­wan­dern nach Ungarn”. Repor­tage zu einem heiklen Thema – und das auch noch in der ARD! Der Ton der Mode­ra­tion ist aller­dings uner­träg­lich her­ab­las­send, so als wären die Men­schen, die schwe­ren Herzens das Land ver­las­sen, alles nur ver­wirrte Spinner, denen die böses rechte Pro­pa­ganda den Kopf ver­dreht hat. Rei­sende soll man nicht auf­hal­ten? Aber man kann sich fragen, ob es wirk­lich besser für’s Land ist, wenn sie gehen. Bis 2008 war lag die Anzahl der deut­schen Rentner, die dau­er­haft im Ausland lebten, bei ca. 100.000. Heute sind es 300.000. Weil wir den Spruch „Rei­sende soll man nicht auf­hal­ten” etwas zu groß­zü­gig inter­pre­tiert haben, weichen nun die ersten Lands­leute dem Ansturm aus. Eigent­lich logisch, oder? Man könnte auch weiter denken und sich fragen, ob die Vor­schläge von Poli­ti­kern wie Ska Keller, man solle doch ganze syri­sche Dorf­ge­mein­schaf­ten in Ost­eu­ropa ansie­deln, nicht auch anders­herum funk­tio­nie­ren kann – solange Deut­sche noch will­kom­men sind in Ungarn, der Slo­wa­kei oder anderswo. Nach den Rent­nern folgen dann die Men­schen, die sie betreuen, dann die­je­ni­gen, die in orts­an­säs­si­gen deut­schen Firmen Arbeit finden, dann… Die Regie­rung eines Landes, die dessen Bevöl­ke­rung für ver­zicht­bar, aus­tausch­bar und belie­big hält, muss sich nicht wundern, wenn die Bin­dungs­kräfte schwin­den, die ein Land zusam­men­hal­ten. Auch heute könnte der Spruch wieder Gül­tig­keit erlan­gen, der in den letzten Tagen der DDR in aller Munde war: Der letzte macht das Licht aus.

Aus­wan­dern nach Ungarn!Immer mehr Deut­sche ver­las­sen das „sin­kende Schiff” und wandern aus. Wohin? Nach Ungarn. Warum? Einer­seits sind die Immo­bi­lien dort spott­güns­tig, aber haupt­säch­lich weil Ungarns Poli­ti­ker, allen voran Minis­ter­prä­si­dent Viktor Orban, die Ungarn gegen unkon­trol­lierte Armuts­zu­wan­de­rung schüt­zen. In dieser unkon­trol­lier­ten Mas­sen­zu­wan­de­rung hier zu Lande sehen die deut­schen Aus­wan­de­rer den Grund dafür, ihrer Heimat den Rücken zu kehren.

Posted by Infor­ma­ti­ons­schal­ter on Montag, 14. August 2017


14.8.2017: Stimmen muss man abgrei­fen, solange man sie noch findet, sagen sich die Grünen und bekle­ben ihre Wahl­pla­kate mit blauen Störern „Jetzt Brief­wahl anfor­dern”. 


11.8.2017: Wenn man ein Buch im The­men­kreis „Libe­ra­lis­mus“ schreibt, kommt man an Roland Baader nicht vorbei, dem 2012 ver­stor­be­nen Volks­wirt und Publi­zis­ten, der so gut wie kaum ein anderer die Gedan­ken von Mises und Hayeks zusam­men­fas­sen und erklä­ren konnte – was man von einem Hayek-Schüler natür­lich auch erwar­ten sollte. Einen kleinen, soli­tä­ren und bemer­kens­wer­ten seiner Texte, eigent­lich einen Traum, möchte ich hier kurz zitie­ren. Es ist die nie gehal­tene Rede eines Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten den es nie gab aus dem Jahr 1991. Leider wird es einen solchen wohl auch nie geben:

«Meine Damen und Herren: Ich bin ein glü­hen­der Anhän­ger des demo­kra­ti­schen Rechts­staats; ich bekenne mich zur frei­heit­li­chen, indi­vi­dua­lis­ti­schen und christ­li­chen Kultur, Tra­di­tion und Zivi­li­sa­tion des Abend­lan­des und der freien west­li­chen Welt. Und genau aus diesem ernsten Grund sage ich allen hier ver­sam­mel­ten Volks­ver­tre­tern, allen Par­teien, Poli­ti­kern und Regie­rungs­mit­glie­dern: Ich brauche Eure Sub­ven­tio­nen und Trans­fer­zah­lun­gen nicht; ich will nicht Euer Kinder-, Mut­ter­schafts-und Ster­be­geld, nicht Eure tausend Almosen und milden Gaben, die Ihr mir vorher aus der Tasche gezogen habt –und mir und meinen Kindern noch in fünfzig Jahren aus der Tasche ziehen werdet. Ich brauche keine sub­ven­tio­nierte Butter, kein Quoten-Rind­fleisch und keine preis­ga­ran­tierte Milch, keine EG-genorm­ten Plan­wirt­schafts-Erbsen und keine minis­ter­ge­lis­te­ten Medi­ka­mente; ich brauche keinen Schwer­be­schä­dig­ten-Ausweis für meine Platt­füße und keinen Almosen-Frei­be­trag für meine pfle­ge­be­dürf­tige Groß­mut­ter, auch keine Kilo­me­ter­pau­schale und keinen Kan­ti­nen-Essens­bon über eine Mark dreißig. All Eure Wahl­fang-Pfen­nige und -Scheine könnt Ihr Euch an den Hut stecken. Aber: Laßt mich dafür auch in Frieden. Ich bin nicht Euer Buch­hal­ter, Sta­tis­ti­ker und Beleg­samm­ler, der die Hälfte seiner Lebens­zeit damit zubringt, Eure Schnüf­fel-Büro­kra­tie zu befrie­di­gen, der von einem Para­gra­phen-Knäuel zum anderen taumelt und sich wie eine gehetzte Ratte durch alle Kanal­win­dun­gen Eurer kranken Steu­er­ge­hirne windet. Schickt Euer Mil­lio­nen­heer von Fau­lär­schen und para­si­tä­ren Umver­tei­lern nach Hause, Eure Vor-und Nach­den­ker moder­ner Wege­la­ge­rei und Strauch­die­bes­kunst, Eure Batail­lone von Steu­er­filz-Pro­du­zen­ten, Laby­rinth-Pfad­fin­dern und Para­gra­phen-Despe­ra­dos, Eure Funk­tio­närs-Bri­ga­den von Ver­ord­nungs-Gue­ril­le­ros und Stem­pel­fuch­sern, all die nutz­lo­sen For­mu­larzäh­ler und Arbeits­ver­hin­de­rungs-Fürsten. Laßt mich einen festen, ein­deu­ti­gen und ein für allemal fixier­ten Steu­er­satz zahlen, und bezahlt damit eine ange­mes­sene Ver­tei­di­gungs-Armee und ein ver­läß­li­ches Rechts­we­sen, aber haltet Euch ansons­ten heraus aus meinem Leben. Dies ist mein Leben; ich habe nur eines, und dieses eine soll mir gehören. Ich bin nie­man­des Sklave, nie­man­des Krie­cher und nie­man­des Lie­be­die­ner. Ich bin ein freier Mann, der für sein Schick­sal selbst und allein ver­ant­wort­lich ist, der sich in die Gemein­schaft einfügt und die Rechte anderer genauso respek­tiert wie er seinen eigenen Pflich­ten nach­kommt, der aber keine selbst­er­nann­ten Ammen und schein­hei­li­gen Guten Onkels, keine aus­beu­te­ri­schen Wohl­tä­ter und von mir bezahl­ten Para­dies­ver­kün­der braucht. Was ich brauche, das sind: Freunde, Familie und recht­schaf­fene Chris­ten­men­schen, in guten und in schlech­ten Zeiten; und ich bin Freund, Fami­li­en­glied und Christ, auch dann, wenn es anderen schlecht geht; aber dazu brauche ich keine Funk­tio­näre und Schma­rot­zer, keine bezahl­ten Scher­gen und staats­ver­sorg­ten Wohl­tä­ter. Dazu brauche ich nur die mir Nahe­ste­hen­den und den Herr­gott. Hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders!»


3.8.2017: Douglas Murray, bri­ti­scher Autor und Publi­zist über das, was seit Jahren mächtig schief läuft in Europa – und beson­ders in Deutsch­land: „In my belief, when speech goes wrong, the ideas go wrong and when the ideas go wrong, the poli­tics go wrong.” (gefun­den bei Michael Klo­n­ovsky)


2.8.2017: Die Deut­schen und ihre Ängste…
Erleich­tert stellt der Deut­sche fest,
die Hand um Messers Heft gepresst,
das tief im Wanst ihm stecken tut:
„Am Kli­ma­wan­del, stirbt sich’s gut!“


31.7.2017: Die Nach­rich­ten der letzten Tage aus Jeru­sa­lem kennen wir alle. Und ganz schlaue Leute, die sonst einen Esel kaum von einem Maul­tier unter­schei­den können, sind sich auch sehr sicher, wer Schuld hat an den Unruhen…Israel natür­lich! Wer hätte auch je erlebt, dass Metall­de­tek­to­ren irgendwo auf­ge­stellt würden, wo viele Men­schen zusam­men­kom­men. Na gut, auf jedem Flug­ha­fen. Oder auf dem Peters­platz und vor der großen Moschee in Mekka auch, ja. Aber sonst? Meine Güte, ja…auch der einzige Aufgang für Nicht­mus­lime zum Tem­pel­berg wird ent­spre­chend kon­trol­liert – aber da gehen ja auch keine Muslime hoch. Muslime zu kon­trol­lie­ren ist nämlich ein Ver­bre­chen! Ganz sicher! Und diesen Juden ist doch alles zuzu­trauen. Die wagen es doch sogar, an einer öffent­li­chen Was­ser­stelle eine Trink­fla­sche auf­fül­len zu wollen – das können die von der Waqf bezahl­ten Krei­sch­wei­ber natür­lich nicht durch­ge­hen lassen…


28.7.2017: Eines der trau­rigs­ten Bilder, die ich je sehen musste. Gefun­den auf Twitter bei Waleed Al-huss­eini.


25.7.2017: Die FAZ behaup­tet zu erklä­ren, warum der Spiegel das Buch „Finis Ger­ma­nia” aus der Best­sel­ler­liste gestri­chen hat: „Eine Ver­lags­spre­che­rin [beim Spiegel] erklärte: „Der Titel war nur einmal in der Liste zu finden, in der Ausgabe, die am 15. Juli erschie­nen ist.“ Danach habe die Chef­re­dak­tion ent­schie­den, das umstrit­tene Buch des His­to­ri­kers Sie­ferle (1949−2016) nicht mehr zu berück­sich­ti­gen. Im aktu­el­len Heft sind in der Best­sel­ler­liste 20 Sach­bü­cher auf­ge­führt – es gibt also keine Lücke. Statt „Finis Ger­ma­nia“ ist der Titel auf dem Platz dahin­ter einfach eine Stelle nach vorne gerückt.” – Jeder ist wohl ent­behr­lich, meint der Spiegel. Und wenn ein Kopf rollt, tritt der hinter dem Delin­quen­ten ste­hende einfach einen Schritt nach vorn. Eine Lücke gibt es nicht! Es ist, als sei nie etwas gesche­hen. Man wolle, so die stellv. Chef­re­dak­teu­rin des Spie­gels, das Buch „in seiner Best­sel­ler­liste nicht mehr berück­sich­ti­gen” und dadurch womög­lich „den Verkauf eines solchen Buches […] beför­dern”. Man sollte sich diese Worte und das Datum merken, denn heute hat der Spiegel eine seiner ältes­ten Rubri­ken umbe­nannt – von „Best­sel­ler-Liste” in „Was wir ihnen zu lesen gestat­ten”.
Ach, liebe FAZ, deine „Erklä­run­gen” waren auch schon mal besser. Aller­dings habe ich in diesem Fall auch nichts anderes erwar­tet. Schließ­lich kam die erste Fackel an dem gigan­ti­schen Schei­ter­hau­fen, der vom Feuil­le­ton unter dem Buch errich­tet wurde, aus deinem Haus.


23.7.2017: Wer kennt Sie nicht, die Insek­ten­lam­pen, die etwa in Bäcke­reien dafür sorgen sollen, dass die Wespen nicht allzu lästig werden. Insek­ten werden vom Licht ange­zo­gen und werden von der Lampe gegrillt. Häss­li­che Geräu­sche und Gerüche sind die Folge. Nun stellen sie sich eine Lampe vor, die um einiges größer ist und mitten in der Land­schaft steht. Stellen Sie sich vor, die Anlage sei so gigan­tisch, dass nicht nur die Insek­ten aus weitem Umfeld ange­zo­gen werden, sondern die Vögel, die auf der Jagd nach diesen Insek­ten sind, zu Zehn­tau­sen­den gleich mit auf den Grill geraten…schöne neue Welt der erneu­er­ba­ren Ener­gien! Was Wind­rä­der nicht schred­dern, das grillen Solar­ther­mie­kraft­werke.  Der Artikel ist aus dem Jahr 2014, aber immer noch hoch­ak­tu­ell.

Quelle: afp, Welt

23.7.2017: Irgendwo in Italien, ich tippe auf Sizi­lien, testen ita­lie­ni­sche Neu­bür­ger ihre kom­pe­ti­ti­ven Fähig­kei­ten auf einem Stra­ßen­markt. Ja, das klappt schon mal ganz gut. Und was in Italien geht, geht sicher auch bald in Frei­burg, Kassel oder Vis­sel­hö­vede.


21.7.2017: Unge­klärte Fragen könnten zün­dende Ideen für grüne Wahl­kampf­ver­an­stal­tun­gen werden. Herr Trittin, über­neh­men Sie!


17.7.2017: Hayek Tage 2017 in Bonn, Gruß­worte von Roland Tichy und Henryk M. Broder.


10.7.2017: Wie man einen Bür­ger­krieg vor­be­rei­tet.
Als es um das NetzDG ging, habe ich die Linke für ihre Haltung im Bun­des­tag noch vor­be­halt­los gelobt, beson­ders die Rede von MdB Petra Sitte, der ich per­sön­lich gedankt hatte. Was ich ihr aber auch sagte, war, dass ich Zustim­mung nicht vom poli­ti­schen Lager abhän­gig mache, sondern Ver­nunft. Die Haltung der Linken im Fall des Ver­su­ches von Heiko Maas, die Mei­nungs­frei­heit abzu­schaf­fen, fand ich richtig. Nun beschlie­ßen die Linken auf ihrem Par­tei­tag (1.7.), dass sie in Berlin gleich­zei­tig Regie­rungs­par­tei UND Radi­kal­op­po­si­tion sein wollen, indem sie Poli­zei­ar­beit massiv behin­dern möchten. Mal abge­se­hen davon, dass dies für die Polizei mal wieder ein Schlag in die Fresse durch ver­ant­wor­tungs­lose Poli­ti­ker ist, wirft es doch auch ein helles Schlag­licht auf die Poli­tion von Leuten die behaup­ten, die Randale in Hamburg würde nicht von Linken aus­ge­hen, andere behaup­ten sogar, die Ver­mumm­ten seinen in Wirk­lich­keit Rechte Pro­vo­ka­teure.

Um die Vor­gänge in Hamburg richtig ein­zu­ord­nen, muss man nur sehen, wer die Täter in Schutz nimmt und mit welchen Argu­men­ten. Unsere linken Polit­gran­den aller Rottöne über­tref­fen sich gerade dabei, die Chaoten aus ihrer Mitte zu exkom­mu­ni­zie­ren, während sie ihnen hin­ten­rum die Anwälte bezah­len. „Anwalt­li­cher Not­dienst”, „Rote Hilfe”…alles bekannt. Selbst Par­tei­tags­be­schlüsse der Linken zeigen deut­lich, wen man in diesem Land als Feind betrach­tet und mit wem man es hält. Ralf Stegner (SPD) behaup­tet sogar bei Twitter, „echte Linke” würden sowas wie in Hamburg nie tun (er muss sie alle kennen, wenn er so bereit­wil­lig bürgt). Er klingt wie gewisse mus­li­mi­sche Ver­bands­chefs, die in genau der­sel­ben Weise argu­men­tie­ren, um Gewalt und Islam nicht unter der­sel­ben Lampe beleuch­ten zu müssen. Aber es ist eben das Milieu, das soetwas begüns­tigt. Bei den Linken genau wie bei den Isla­mis­ten.

Habe ich eigent­lich schon erwähnt, dass die über­wie­gende Mehr­heit der Linken – selbst der extre­men – völlig fried­lich ist? Genau wie bei den Mus­li­men. Aber in beiden Fällen spielt das leider keine Rolle, weil die radi­ka­len die Agenda bestim­men und mit 500 Mann eine Demo von 20.000 in eine Hölle ver­wan­deln können und sich die wenigen Gewalt­be­rei­ten inner­halb der fried­li­chen Masse ihrer Sym­pa­thi­san­ten bewegen wie der berühmte Mao’sche „Fisch im Wasser”. Par­tei­tags­be­schlüsse wie dieser berei­ten den Boden für Anar­chie und Gewalt, wenn nicht Schlim­me­res.


noch immer 9.7.2017: „Der Kapi­ta­lis­mus schafft die voll­stän­di­gen mate­ri­el­len Vor­aus­set­zun­gen für den Sozia­lis­mus” sagte Marx. Das ist prak­tisch, wenn man auf Unter­wä­sche von Cal­vin­Klein und Drinks von JimBeam steht.


9.7.2017: Nettes Plä­doyer, Frau Anwäl­tin! Und der Web­seite dieser NGO ergänzt dazu: „Eine zen­trale Aufgabe des anwalt­li­chen Not­diens­tes ist die Ver­tre­tung von Betrof­fe­nen von frei­heits­ent­zie­hen­den Maß­nah­men, die im Zusam­men­hang der Pro­teste gegen die Gipfel in Hamburg durch die Ham­bur­ger Polizei voll­zo­gen werden.” – so steht es im „about”. Einig­keit und Recht auf Freizeit…so sagt es doch schon das GG. Oder so ähnlich. Außer­dem bezweifle ich, dass eine Anwäl­tin ohne kon­kre­tes Mandat in einer Menge Demons­tran­ten über wesent­lich mehr Auto­ri­tät und Immu­ni­tät verfügt, als die Scharia-Polizei in Wup­per­tal – „Neon-Leib­chen“ hin oder her. Inter­es­sant auch, dass es weniger Sorgen gibt, die Betrof­fe­nen könnten es viel­leicht nicht recht­zei­tig zur Arbeit schaf­fen, wenn sie sich in poli­zei­li­chem Gewahr­sam befin­den. Aber Freizeitentzug…das geht gar nicht, da ver­steht der „Auto­nome” keinen Spaß!
Der Anwalt­li­che Not­dienst wurde für „die Gipfel” ins Leben gerufen und befasst sich deshalb auch mit Straf­ta­ten, die im Milieu eben so vor­kom­men – man sollte also nicht auf die Idee kommen, deren Not­ruf­num­mer zu wählen, wenn man es nicht geschafft hat, nachts heil durch den Gör­lit­zer Park zu laufen – außer man ist dort Dro­gen­händ­ler, der von der Polizei am Aus­le­ben seiner kul­tu­rel­len Iden­ti­tät gehin­dert wurde. Unter­stützt wird der Not­dienst übri­gens von der „Roten Hilfe e.V.”, einem extrem­lin­ken Soli­da­ri­täts­ver­ein mit lupen­rei­nem Demo­kra­tie­ver­ständ­nis. Aber egal, ein Anwalt, der im Auftrag DIESER Man­dan­ten spricht, kann gar nicht anders, als alle Schuld der Polizei in die Schuhe zu schie­ben. Viel­leicht sollte die Frau Anwäl­tin ihre nächste PK in der Schanze abhal­ten und den Bewoh­nern erklä­ren, wie die Polizei auch dort – nur eben diesmal durch Abwe­sen­heit – die Lage eska­lie­ren ließ.
Abschlie­ßend würde ich sagen „lasset die Klagen begin­nen”, in der Hoff­nung, dass Aus­sa­gen der Art „Wir stehen zu unseren Poli­zis­ten” in den Innen­mi­nis­te­rien nicht nur Sonn­tags­re­den sind.


8.7.2017: Nein Bento, die einzige Aus­zeich­nung die diese junge Frau ver­dient, ist „Dumme Nuss des Tages“ – mit Hel­den­mut hat das nichts zu tun. Was könnte denn die Aussage einer Aktion wie dieser sein? Was wollte die „Heldin“ damit errei­chen, als sie auf einen Räum­pan­zer der Polizei klet­terte? Ist das die Art von „fried­li­chem Protest“, zu dem die Polizei applau­die­ren soll, während sie mit Stahl­ku­geln und Steinen bewor­fen wird und es zu Hun­der­ten ver­letzte Beamte gibt? Es gibt kein Men­schen­recht auf „Ver­ar­sche der Polizei“, kein Bür­ger­recht auf Protest auf den Dächern von Autos oder Panzern. Wer sowas auch noch abfei­ert wie die Redak­teure von Kin­der­gar­ten-Spiegel namens Bento, sollte drin­gend mal wieder das Grund­ge­setz lesen!

dpa­top­bil­der – RECROP – Eine Frau klet­tert am 07.07.2017 auf die Front­haube eines Son­der­wa­gens „SW 4” der Polizei beim Gorch-Fock-Wall in Hamburg und wird von Poli­zis­ten mit Pfef­fer­spray besprüht.. Am 07. und 08. Juli kommen in der Han­se­stadt die Regie­rungs­chefs der füh­ren­den Indus­trie­na­tio­nen zum G20-Gipfel zusam­men. Foto: Boris Roessler/dpa +++© dpa – Bild­funk+++ | Ver­wen­dung welt­weit

7.7.2017: Einer muss es ja sagen:


29.6.2017: Nein, einen bes­se­ren Ort hätte Joachim Stein­hö­fel nicht finden können, um gegen das morgen mit großer Wahr­schein­lich­keit durch­zu­win­kende NetzDG zu wettern: Das Stasi-Museum in Berlin. Danke für die klaren Worte, Joachim! Hier ein Video­mit­schnitt der Rede.


25.6.2017: Danke für den Mau­er­fall, liebe Sozi­al­de­mo­kra­ten! Wir hatten ja alle keine Ahnung, wie lange der Schulz­zug mit Schaff­ne­rin Manu schon durch unsere Geschichte braust! Danke auch für den West­fä­li­schen Frieden, die gewon­nene Schlacht im Teu­to­bur­ger Wald und natür­lich das Feuer! Danke, danke, danke!


22.6.2017: Ich möchte hier einfach mal Danke sagen, Danke an den WDR, der durch seinen dilet­tan­ti­schen Umgang mit dem Film und dem Thema Anti­se­mi­tis­mus eine Auf­merk­sam­keit erreicht hat, von dem all die Men­schen, die Israel nicht für den Satan halten und die auch nicht an die „große jüdi­sche Welt­ver­schwö­rung” glauben, nur träumen konnten. Danke, dass ihr euren Vor­ur­tei­len freien Lauf gelas­sen habt, so dass alle sie sehen konnten und dank des „Fak­ten­checks” nun auch lesen dürfen. Danke, dass ihr gestern die „Jour­na­lis­ti­schen Stan­dards” so hoch gehängt habt, dass ihr da leider selbst nicht mehr her­an­rei­chen könnt. Danke, danke, danke! Eigent­lich schade, dass ihr euren Sen­de­be­trieb nun eigent­lich ein­stel­len müßt.


20.6.2017: Heute ist Welt­flücht­lings­tag, anläss­lich dessen an die vielen Men­schen erin­nert werden soll, die vor Krieg und Ver­fol­gung fliehen mussten und of nicht mehr als das retten konnten, was sie am Leibe trugen. Gedacht werden soll auch der Helfer, die sich um genau diese Men­schen kümmern. Nicht zu ver­ges­sen die Trans­port- und Betrof­fen­heits­in­dus­trie, die die Begriffe „Flucht” und „Seenot” mora­lisch geka­pert haben, um daraus ein lukra­ti­ves Geschäft zu machen. Ganz vor­ne­weg die Skipper und Eigner der „Sea Watch”, Sea Watch 2″, „Tango”, „Aqua­rius”, „See­fuchs”, „Iuventa”, „Golfo Azzurro” und anderen. Ihnen ist diese Grafik von Mari​ne​traf​fic​.com gewid­met. Sie zeigt nämlich, dass man die „Flücht­linge” am besten dort abholt, wo man sie hin­be­stellt hat: Direkt vor die Küste Libyens zwi­schen Tripoli und Zuwarah. Und diesen Helfen wird gleich doppelt gedacht: Am 1.März ist nämlich der Tag des Taxi­fah­rers. Ich finde, das ist aber auch das min­deste, was sie sich ver­dient haben.


19.6.2017: For­scher PROGNOSTIZIEREN mit einem Kli­ma­MO­DELL das WETTER. Finde die Fehler (SPON).


17.6.2017: Mus­li­mi­sche Anti-Terror-Demo in Köln. Leider gabs kein Ramadan-Frei. 


Der 13.6.2017 geht weiter: Wie schein­hei­lig ist das denn, Arte? In einem Pres­se­state­ment zur Ver­öf­fent­li­chung des Films „Aus­er­wählt und aus­ge­grenzt – Der Hass auf Juden in Europa” erklärt der Sender, man habe „zur Kennt­nis genom­men, dass Bild​.de die Doku­men­ta­tion […] in eigener Ver­ant­wor­tung online gestellt hat”. Nicht ohne am Ende zur Begrün­dung dafür, dass die Doku nicht auf Arte zu sehen sein wird, nochmal auf die haus­ei­gene „edi­to­riale Linie” zu ver­wei­sen. Und die liege, weil ARTE ein euro­päi­scher Sender sei, eben nicht im Nahen Osten, sondern in Europa. Eigen­ar­tig ist dann aber, dass es eine Doku­men­ta­tion wie „Bitter ver­dient” ins aktu­elle Pro­gramm schafft, die von vorn bis hinten über die Arbeits­be­din­gun­gen von Men­schen in China refe­riert. Liegt Israel nicht auch in Asien, ihr geo­gra­fi­schen Leg­asthe­ni­ker?


13.6.2017: Eine dop­pelte Pre­miere heute! Erstens, ist der Film „Aus­er­wählt und Aus­ge­grenzt – der Hass auf Juden in Europa” endlich zu sehen. Zwei­tens ist es meines Wissens das erste mal, dass ich eine Aktion der BILD-Zeitung feiere. Die war es nämlich, die den Film heute eigen­mäch­tig für 24 Stunden ins Netz stellte, obwohl Arte und der WDR immer neue Aus­flüchte finden, ihn der Öffent­lich­keit vor­zu­ent­hal­ten. Liebe Sophie Hafner, lieber Joachim Schro­eder, euer Film ist her­vor­ra­gend recher­chiert, tech­nisch ein­wand­frei umge­setzt, inhalt­lich richtig und poli­tisch bitter nötig. Und in Zeiten von Inter­net, Soci­al­Me­dia und YouTube reichen 24 Stunden allemal, um ihn unters Volk zu bringen. Danke liebe Autoren, danke BILD!

https://​youtu​.be/​m​E​Q​5​M​N​G​z​2I4


5.6.2017: Nachdem DJT das Klima zer­stört, die Demo­kra­tie beer­digt, den deut­schen Außen­han­del gestoppt und den dritten Welt­krieg ange­fan­gen hat, könnten deut­sche Medien sich viel­leicht mal inves­ti­ga­tiv mit seiner dunklen Ver­gan­gen­heit befas­sen. Das Som­mer­loch kommt gewiss…


28.5.2017: Falls Sie sich ange­sichts des anste­hen­den Netz­werk­durch­set­zungs­ge­set­zes fragen, ob sich nicht endlich mal jemand dazu her­ab­las­sen könnte, zu defi­nie­ren, was Hate-Speech eigent­lich genau sein soll, hat die Tages­schau in Zusam­men­ar­beit mit der Amadeu-Antonio-Stif­tung ein kurzes und knappes Auf­klä­rungs­vi­deo für Sie. Wenn Sie zum Bei­spiel sagen würden „Ich habe nichts gegen Migran­ten, solange sie sich an die Gesetze halten”, ver­brei­ten Sie Hass. So einfach ist das. Also sagen Sie sowas lieber nicht! Falls Sie doch mal nicht an sich halten können und etwas über Migra­tion und Gesetze sagen müssen, ver­su­chen sie es doch mal mit der gegen­tei­li­gen Aussage „Ich habe nichts gegen Migran­ten, egal, ob sie sich an die Gesetze halten”, die ist sicher in Ordnung.


Fund­stück, ein Jahr her, Zafer Senocak im Deutsch­land­funk, 16.4.2016:
„…Jene Muslime, die ihre Bildung aus­schließ­lich aus den Quellen ihrer Reli­gion, aus Koran­ver­sen und Pro­phe­ten­sprü­chen erhal­ten, sind auch heute selten fein­sin­nige, ästhe­ti­sche Men­schen und kaum in der Lage, sich mit anderen aus­zu­tau­schen. Die isla­mi­sche Reli­gion in ihren über­lie­fer­ten Tra­di­tio­nen, so scheint es, ver­fei­nert die gläu­bi­gen Men­schen nicht mehr. Sie macht aus ihnen eng­stir­nige Bes­ser­wis­ser, ängst­li­che Unter­ta­nen, und leider allzu oft für Anders­gläu­bige oder nicht­gläu­bige Mit­men­schen gefähr­li­che Zeit­ge­nos­sen. Der Islam und der unge­ho­belte Mensch schei­nen heute unmit­tel­bar zusam­men­zu­ge­hö­ren.”… man muss sich ja nicht ständig wie­der­ho­len. Lasst Zitate spre­chen!


24.5.2017: Was pas­siert, wenn linke „Mehr von allem für alle” Pro­pa­ganda auf wirt­schaft­li­chen Sach­ver­stand trifft und über die EU geredet wird? Sach­ver­stand sticht, während Pro­pa­ganda von gemein­sa­mer Ver­schul­dung und Trans­fer­union träumt, an „obszöne Reich­tü­mer” ran will, Aus­gleich zwi­schen Ländern schaf­fen will und alles andere als diese Illu­sion als Illu­sion bezeich­net. Bartsch vs. Sinn in „Unter den Linden” – sehens­wert!


17.5.2017: Wie war das doch gleich nochmal? Hass ist keine Meinung? Von wegen! Hass ist sogar Kunst und die darf bekannt­lich alles. So sieht es das Land­ge­richt Hamburg und hat die Klage von Alice Weidel wegen Belei­di­gung („Nazi-Schlampe”)gegen extra3 abge­schmet­tert. Im Grunde ist die Ent­schei­dung des Gerichts, Weidels Klage in allen Punkten abzu­wei­sen, eine gute Nach­richt. Bedeu­tet dies im Rahmen des hoch­hei­li­gen Gleich­be­hand­lungs­grund­sat­zes doch auch, dass man ‚quid pro quo’ Merkel ohne Angst als FDJ-Schlunze und Kahane als Stasi-Schlampe bezeich­nen darf. Es lebe die Debatte unter der Gür­tel­li­nie! Kant dreht sich gerade wie wild im Grab und über­legt, was die Leute nur an seinem kate­go­ri­schen Impe­ra­tiv nicht ver­stan­den haben. Ich fand es vor über einem Jahr schon lächer­lich, dass Frau von Storch eine Klage gegen ein Ber­li­ner Theater ange­strengt hat, weil sie in einem der pein­lichs­ten Stücke aller Zeiten auf der Bühne ermor­det wurde – zu viel Auf­merk­sam­keit für schlechte Kunst, die man durch Nicht­be­ach­tung zum Tode ver­ur­teilt hätte. Aber wenn wir nun höchst­rich­ter­lich fest­ge­stellt bekom­men, dass Men­schen nicht belei­dig­bar sind…wogegen kämpfen dann eigent­lich Maas und Schwe­sig? Ergibt das noch Sinn? Wohl eher nicht!


8.5.2017: Arte hat beschlos­sen, seinen Zuschau­ern einen Film nicht zu zeigen, den Arte durch die Firma Peview Pro­du­ti­ons hat pro­du­zie­ren lassen. Thema: Anti­se­mi­tis­mus. Der Film ist den Inhalte-Abni­ckern nicht „ergeb­nis­of­fen genug”, was wohl bedeu­ten soll, es gäbe eben nicht nur schlech­ten, sondern auch guten Anti­se­mi­tis­mus. Außer­dem glaubt sich ins­be­son­dere die fran­zö­si­sche Seite zuhause „…zwi­schen isla­mi­scher und jüdi­scher Lobby ein­ge­zwängt…“, weshalb man den Film nicht senden will. Der WDR lehnte auch dankend ab. Mehr über den Fall hier auf Lizas Welt. Und hier ein Blick in den Film. Die durch­ge­knall­ten Aus­sa­gen der Linken Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Annette Groth, die leider keiner Über­prü­fung in der Rea­li­tät stand­hal­ten – außer in einem nächt­li­chen feuch­ten Traum von Jürgen Toden­hö­fer – zeigen deut­lich die Mischung aus Vor­ur­tei­len, Lügen und Anti­se­mi­tis­mus, der in Europa wieder salon­fä­hig ist. Davon handelt der Film – und das darf er nicht. Das sollte er aber!


4.5.2017: Zu den Lebens­mit­tel­aus­ga­ben der Tafeln geht niemand gern, der schon länger in diesem Land lebt und dessen Selbst­wert­ge­fühl in nicht uner­heb­li­chem Maße davon bestimmt ist, ob man mit seiner Hände Arbeit für sich und seiner Familie Unter­halt sorgen kann. Abhän­gig zu sein von mild­tä­ti­gen Spenden oder von Dingen, die man aus dem „nor­ma­len” Waren­ver­kehr aus­sor­tiert hat, ist demü­ti­gend. Was für ein Schlag in die Fresse muss es dann sein, wenn man dann auch noch lesen muss, dass man mit dem Vorlieb nehmen soll, was andere Bedürf­tige, die Vorzug genie­ßen, aus kul­tu­rel­len und per­sön­li­chen Gründen nicht anzu­neh­men bereit sind? Meine bio­deut­schen Mit­bür­ger haben – bei allem attes­tier­ten guten Willen – ein Händ­chen dafür, durch einen simplen „Ver­wal­tungs­akt” ihre Ver­ach­tung für das aus­zu­drü­cken, was sie in der Theorie so abgöt­tisch feiern: Gleich­be­hand­lung und Gleich­be­rech­ti­gung. An manchen Tagen möchte man sich vor Scham nur noch im Keller ver­ste­cken!


3.5.2017: Ein inter­es­san­ter Vortrag von Prof. Hans Werner Sinn über die EU-Per­spek­ti­ven der Ver­tre­ter des Frei­han­dels inner­halb der EU unter den Vor­zei­chen des Brexit. Außer­dem werden Sie eine sehr inter­es­sante These über die Ursa­chen der schlei­chen­den Bar­geld­ab­schaf­fung hören. Mög­li­cher­weise denken Sie nach diesem Video etwas anders über den gigan­ti­schen Über­schuss in der deut­schen Außen­han­dels­bi­lanz – mir jeden­falls ist er mitt­ler­weile ebenso wenig geheuer wie der Höhen­flug deut­scher Aktien.


24.4.2017: Torsten Krauel schreibt für die Welt und ist nicht glück­lich. Nein, das was das BKA da an soge­nann­ten Fakten ver­öf­fent­licht hat, kann er nur als Versuch sehen, Wasser auf die Mühlen der AfD zu geben – wenn nicht sogar Öl und Feuer im Spiel sind. Er fordert eine feinere Dif­fe­ren­zie­rung der Sta­tis­tik, in der „Migran­ten” zu pau­schal vor­kom­men und damit über­re­prä­sen­tiert sind. Da seien schließ­lich auch Aben­teu­rer und Durch­rei­sende dar­un­ter, die man doch bitte in sepa­ra­ten Sta­tis­ti­ken führen möge. Wenn diese dreiste Art des Schön­re­dens nicht so krass wäre, könnte man darüber lachen. Aber die Kom­men­tare unter dem Welt-Artikel sind Anlass zur Hoff­nung. Herr Krauel steht mit seinen krea­ti­ven Sta­tis­tik-Übungen nämlich ziem­lich alleine da.


23.4.2017: Eine kleine Zeit­reise zurück ins Jahr 2008. Ralph Gior­da­nos Rede auf der „kri­ti­schen Islam­kon­fe­renz“. Die Rede zeigt, dass die Pro­bleme, die wir heute mit IS, Hamas und anderen Strö­mun­gen des poli­ti­schen Islam haben und die Tat­sa­che, dass die Inte­gra­ti­ons­pro­bleme bestimm­ter Bevöl­ke­rungs­grup­pen, die unbe­rech­tig­ter­weise gern der Mehr­heits­ge­sell­schaft über­ge­stülpt werden, schon lange exis­tie­ren – und schlim­mer werden, wenn wir nicht handeln. Aus heu­ti­ger Sicht klingen Gior­da­nos Worte wie ein Mani­fest und gleich­zei­tig ein Mene­te­kel. Die tech­ni­sche Qua­li­tät des Videos mag man­gel­haft sein, der Inhalt jedoch ist preis­ver­däch­tig. Aus­drück­lich unter­schreibe ich jedes Wort der Rede.


20.4.2017: Das Land­le­ben könnte so schön sein, wenn nur diese Bauern nicht wären! Rück­sichts­los kippen sie Gülle auf ihre Felder, damit dort Gras wächst, das sie dann den Kühen geben, deren Milch sie rauben! Schämen sollen sie sich! Kein Mensch brauch das, was ihr pro­du­ziert! So dachte und sprach auch eine Spa­zier­gän­ge­rin, als sie einen Bauern mit ver­ba­ler Gülle über­goss. Sher­lock Holmes würde mes­ser­scharf kom­bi­nie­ren: Eine Vega­ne­rin mit Gott­kom­plex und Nah­kampf­aus­bil­dung in der Partei der Grünen. Und falls Sie sich nach dem Video fragen, womit die guten Bio-Salate, von denen sich diese Frau zu ernäh­ren vorgibt, denn nun wirk­lich gedüngt werden, will ich es Ihnen gern sagen: mit dem Sach­ver­stand über Pflan­zen­wachs­tum von Vega­nern. Deshalb kostet der Salat auch ein wenig mehr – der Dünger ist nicht sehr ergie­big. In diesem Sinne – Salathu akbar!


11.4.2017: Als im Januar des Jahres 2000 der Inter­net­pio­nier­zwerg AOL den Unter­hal­tungs­rie­sen Time Warner für eine geschätzte Phan­tas­til­li­arde Dollar über­nahm, rieben sich alle ver­wun­dert die Augen. Wozu diese „Neuen Märkte” so alles fähig waren…unglaublich. Doch wer zu allem fähig ist, ist auch häufig zu nichts zu gebrau­chen. Der ganze Deal hatte ein Volumen, dass den Jah­res­um­satz sowohl des großen als auch des kleinen Fisches um einige Grö­ßen­ord­nun­gen über­stieg. Bei AOL waren es wohl sogar eher einige Zeh­ner­po­ten­zen. Aber Schwamm drüber! Die Dotcom-Blase nahm bekannt­lich den Weg aller Blasen, die ent­we­der der Inkon­ti­nenz anheim fallen, oder gar platzen. Es ist noch nie gut aus­ge­gan­gen, wenn der Schwanz ver­sucht, mit dem Hund zu wedeln. Doch nun ist alles anders, wir haben ja gelernt, das Poten­zial einer Idee korrekt ein­zu­schät­zen. Tesla ist nun jeden­falls der „wert­vollste Auto­bauer”, und das, obwohl Elon Musk oder seine Aktio­näre noch nie auch nur einen Dollar an den Autos ver­dient haben, die sie ver­kau­fen oder auf ihren Wunsch­lis­ten stehen haben. Nicht, dass heute wie vor 17 Jahren nur die Hoff­nung auf eine Hoff­nung den Markt befeu­ert, nein.

Heut darf’s was hand­fes­te­res sein.
Eine Bilanz viel­leicht?
Ein Markt viel­leicht, so groß und reich,
dass er für Jahre reichen tut?

Oh nein, allein die Hoff­nung wallt das Blut.
Drum freut die Firma Tesla sich,
obwohl, sucht man am Stra­ßen­strich
deren Elek­tro­au­tos stehn,
nur selten ward einer gesehn.
Allein der Wert der Anteils­scheine,
spielt in der Liga ganz alleine.
Und die Moral von der Geschicht?
Gewinne machen, braucht es nicht.


Immer noch 8.4.2017: Heute wäre eigentllich der pas­sende Tag für SPON und Co, eine Reprise der Trumpiade „Yes­ter­day in Sweden…Sweden!!” zu bringen. Aber man titelt lieber „Russ­land und Iran werfen Trump Unbe­re­chen­bar­keit vor”. Das gibt eine glatte 7,9 auf der nach oben offenen Kaba­rett-Skala.


8.4.2017: Zu den wenig beach­te­ten Auf­ga­ben der EU-Granden gehört es, sich Ver­dienste ans Revers zu heften, die sie zwar nicht ver­ant­wor­ten, sich aber wegen ihrer all­um­fas­sen­den Bedeu­tungs­klam­mer für Europa jedoch gern zuschrei­ben. Es ist das alte sta­tis­ti­sche Ver­wirr­spiel aus Kor­re­la­tion und Zusam­men­hang, das unaus­rott­bar in der Wahr­neh­mung der Bevöl­ke­run­gen Deutsch­lands exis­tiert. Wie zwi­schen Brexit und Fla­tu­lenz lassen sich auch Zusam­men­hänge zwi­schen Frieden in Europa und der EU her­bei­rech­nen – sofern man wie in solchen Fällen üblich die Daten­ba­sis ordent­lich fri­siert. Denn welche Bedeu­tung das Projekt EU wirk­lich für den Frieden in Europa hat, wird durch die Lektüre des Weiß­bu­ches, das Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Junckers im März vor­stellte, nicht wirk­lich deut­lich. Aber da helfe ich doch gern mit einer kleinen, wenn auch unvoll­stän­di­gen, Kor­rek­tur. Die Ori­gi­nal­gra­fik finden sie übri­gens auf Seite 6 des Berich­tes.


6.4.2017: Brüssel ist besser als Berlin!
Na bitte, geht doch! Man muss das „Prinzip EU“ nur hin­rei­chend sim­pli­fi­zie­ren und mit einer zwar ner­ven­den aber doch lie­bens­wer­ten Familie ver­glei­chen. EU ist, wenn Leute, die Pleite sind, sich um die Men­schen kümmern, die mit dem ganzen neu­mo­di­schen Digital-Kram nicht klar­kom­men und der schlaue Jonas der schimp­fen­den Oma Hen­ri­ette erklärt, dass sie Vor­ur­teile gegen die Geld­ver­schwen­dung der EU hat, die er ihr mit­hilfe ein­fa­cher sta­tis­ti­scher Ver­glei­che abge­wöh­nen muss. Früher hätte Jonas noch das winzige pro­vin­zi­elle Köln für einen Ver­gleich der Anzahl im öffent­li­chen Dienst Beschäf­tig­ten mit denen in Brüssel her­an­ge­zo­gen, weil das in etwa so viele sind, wie im Brüs­se­ler Bie­nen­korb – wo sie aller­dings besser bezahlt werden als in Köln und auch nicht den Müll abholen oder Knöll­chen ver­tei­len müssen. Aber Jonas hat dazu gelernt und zieht lieber gleich die 114.000 Beschäf­ti­gen Berlins als Ver­gleich heran, dem deut­schen Bun­des­land also, in dem Regie­rungs­pöst­chen und Staats­se­kre­tärs-Stellen schnel­ler wachsen als der Bambus in China. Klar, so gesehen ist in Brüssel noch Luft nach oben, Ber­li­ner Luft! Und da kann auch Oma Hen­ri­ette nicht anders, als auf die Jonas Seite zu wech­seln und endlich der rich­ti­gen Meinung zu sein. Im wirk­li­chen Leben könnte Oma Hen­ri­ette ihren vor­lau­ten Enkel ent­er­ben, was in der EU-Familie aber leider nicht vor­ge­se­hen ist. Hier sehen Sie das Erklär­vi­deo zum Text.

https://​youtu​.be/​C​G​J​E​U​w​9​Z​eFQ


5.4.2017: Cora Stephan: „Ich bin es leid. Ich will mein Europa, ich will mein Deutsch­land zurück – nicht das Kli­schee von Deutsch­land, das jene gern zeich­nen, die das Land im Grunde ver­ach­ten, sondern das, was es in den letzten Jahr­zehn­ten gewor­den ist: zivil, ent­spannt, befrie­det, eine alternde Gesell­schaft mit sin­ken­dem Gewalt­po­ten­tial. Trotz mancher Absur­di­tä­ten des Geschlech­ter­kampfs: ein Land, in dem Frauen sich Respekt erobert haben, in dem sie sich nicht ver­ste­cken und ver­hül­len müssen, in dem die Nacht ihnen gehört, und nicht jungen Männern aus frau­en­ver­ach­ten­den Kul­tu­ren. Ein Land der Mei­nungs­frei­heit, in dem Reli­gion Pri­vat­sa­che ist und niemand auf die Idee kommt, für seinen Glauben mit Gewalt kämpfen zu müssen. Ein Land, in dem der Islam keinen nen­nens­wer­ten Ein­fluss hat.” mehr davon auf achgut​.com


23.3.2017: Verdi mar­schiert!
Ich habe ja in letzter Zeit einiges an Vor­wür­fen und Vor­ur­tei­len gelesen, die gegen ver­meint­li­che Rechts­po­pu­lis­ten die Runde machen. Immer wieder habe ich auch den Begriff des „Block­war­tes“ bemüht. Ich hatte aller­dings keine Ahnung, das wir schon wieder deut­lich weiter sind. Es werden schon wieder Fleiß­bi­en­chen an ver­diente Denun­zi­an­ten ver­teilt, Benimm­fi­beln für den moder­nen Denun­zi­an­ten her­aus­ge­bracht und saubere Regeln für kor­rek­tes Denun­zie­ren am Arbeits­platz auf­ge­stellt. Denn Denun­zie­ren ist ein anstren­gen­des und schein­bar wieder „ehren­vol­les“ Geschäft, dass man mit Ver­ant­wor­tung und Sorg­falt ausüben muss! Es kann nicht einfach jeder drauf­los­de­nun­zie­ren – die Gewerk­schaft ver.di hilft dem Berufs­star­ter mit Info­ma­te­rial und Check­lis­ten. Die Seite hat ver.di vom Netz genom­men, weil ver­mut­lich (und hof­fent­lich) in den Fluren bereits knie­hoch die Jauche steht. Hier eine gespei­cherte Version des Denun­zia­ti­ons­pa­piers.


20.3.2017: Gestern in Schwe­den, oder vor­ges­tern, oder über­mor­gen
Tim Pool, ein ame­ri­ka­ni­scher Jour­na­list aus Chicago wollte das tun, was Jour­na­lis­ten eigent­lich von Berufs wegen tun sollen: eine Aussage eines Poli­ti­kers über­prü­fen. (Hier im Inter­view bei Paul Joseph Watson). Nach Trumps legen­dä­rer „yes­ter­day in Sweden.…Sweden!!“-Aussage dachte er sich, ok, ich muss das über­prü­fen. Seine Kol­le­gen ver­su­chen, ihm das aus­zu­re­den. Wozu dorthin fahren, wenn Trump doch sowieso lüge, File closed! Pool fuhr trotz­dem und was er fand, möchte man weder in Schwe­den, noch in Deutsch­land gern hören. „Schwe­den hat ein kul­tu­rel­les Problem“, sagt er.

Ja, es gebe Pro­bleme in Schwe­den, wenn auch nicht gerade „gestern“, sondern eigent­lich ständig. Nein, es wären nicht die Migran­ten des letzten Jahres, die diese Pro­bleme ver­ur­sach­ten, die kämen höchs­tens noch „on top“ – es sei die fehl­ge­lei­tete Inte­gra­tion der Migran­ten der zweiten Gene­ra­tion, die zwar nach der Defi­ni­tion Schwe­den seien, aber kei­ner­lei Iden­ti­fi­zie­rung mit der schwe­di­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft emp­fin­den. Sie spre­chen die Sprache schlecht, leben geballt in bestimm­ten Stadt­vier­teln und schlös­sen sich Banden an. Und die Mehr­heits-Schwe­den? Die würden viel lieber über Begriffe und Defi­ni­tio­nen eines Pro­blems reden, als über das Problem selbst. Tim Pools Kame­ra­team wird inzwi­schen von der schwe­di­schen Polizei aus dem Stadt­vier­tel eskor­tiert, in dem es ja eigent­lich keine Pro­bleme gibt, die Polizei bestrei­tet dies später – was wenig Sinn ergibt, wie Pools Video zeigt. Von Schwe­den lernen heißt, Pro­bleme weg­de­fi­nie­ren lernen. Was aber, wenn schon die Polizei sich in bestimm­ten Gegen­den der Städte nicht sicher fühlt? Pool dazu: „You don’t get scared on an air­p­lain, unless the flight­at­ten­dent is getting scared.” Irgend­wie kommt mir das bekannt vor.


15.3.2017: Das Impe­rium twit­tert zurück! Reife Leis­tung, Erdogan! Wenn Du uns so lieb bittest, werden wir natür­lich nochmal genau drüber nach­den­ken, Dich und Deine Wesire Schmie­re­reien in den Köpfen der Deutsch­tür­ken aus­füh­ren zu lassen, wo Du Dich mit Schmie­re­reien im Netz jetzt so gut aus­kennst. Und wozu soll­test Du über­haupt um Erlaub­nis fragen! Einfach drauf­los, die Welt gehört Dir – und „Die Welt” wohl auch.


7.3.2017: Heute beim Augen­arzt. Eine junge tür­ki­sche Familie, zwei kleine Kinder, ein drittes offen­sicht­lich unter­wegs, sitzt mit mir im War­te­zim­mer. Beide Eltern spre­chen tür­kisch mit­ein­an­der, die bekopf­tuchte Mutter deutsch mit ihrem etwa vier­jäh­ri­gen Sohn. Papa bekommt von der Sprech­stun­den­hilfe Augen­trop­fen, Mama muss tupfen, Pascha bewegt sich nicht. Mama muss auch erklä­ren, was die Sprech­stun­den­hilfe über das Ansin­nen des Arztes erklärt hat, weil Papa es nicht ver­stan­den oder nicht begrif­fen hat. Aber er würde auch immer schwarz sehen, sagt Mama über ihren Pascha zur Sprech­stun­den­hilfe. ‚Kenn ich, ist aber was Poli­ti­sches, hat nix mit den Augen zu tun‘ dachte ich, schwieg aber. Das Vor­ur­teil klopft leicht von innen an meine Stirn, alle schon bekannt, nichts Neues aus klein Ankara im Norden Han­no­vers. Muttern bespielt wieder den for­dern­den Sohn, der ihr große Spiel­zeug­zah­len aus dem Fundus der Praxis vor die Nase hält. Mama fragt, was das denn sei, als der kleine ihr eine Fünf vor die Nase hält. „Prim­zahl!“ Ruft der Kleine.
Schweig still, Vor­ur­teil. Hoff­nung, fang an zu singen!


4.3.2017: In der Türkei werden Jour­na­lis­ten, Par­la­men­ta­rier und Richter ver­haf­tet? … „Warum inter­es­siert Sie das“.…einsame Klasse diese Jung­tür­ken! Schau einfach nicht hin, dann passt das schon – aber wehe, du bezeich­nest die Türkei als Des­po­tie. Wer hat dir erlaubt, hin­zu­se­hen. Echt zum tot­la­chen.
Aber warte mal, bis die SPD sich den Erdogan-Schmacht­fet­zen „Reis“ ana­ly­siert hat. Die drehen glatt ein Sequel über Martin Schulz. Wie er Hera­kles bezwingt, wie er den Drachen tötet, wie er mit seinem Atem das Klima abkühlt und im Namen der Ener­gie­wende Dumm­heit in Strom ver­wan­delt.


1.3.2017: Lied des n-tv-Redak­teurs
Drum reih’ Dich ein,
in die Köter-Erzie­hungs-Ein­heits­front!
Reih’ Dich ein, reih’ Dich ein, reih’ Dich ein!

In Zeiten wie diesen, wo Minis­te­rien den Ange­hö­ri­gen des Köter­ras­sen­vol­kes am liebs­ten mittels „ein­fa­cher Sprache“ erklä­ren, wo der Frosch die Locken hat, geht es auch für private Medien darum, sich recht­zei­tig einen Platz im Ret­tungs­boot MS-Sys­tem­re­le­vant zu sichern. Wohl­ver­hal­tens­punkte sammelt man am besten dadurch, dass man Miss­ver­ständ­nisse beim Leser oder Zuschauer gar nicht erst auf­kom­men lässt. Deshalb ent­schloss sich der Sender n-tv, Serdar Somun­cus „Alter­na­tiv­los schmut­zig: Wie extrem wird der Wahl­kampf?” am Diens­tag­abend nicht zu senden.
Begrün­dung: „Die Zuschauer erwar­ten gerade in Zeiten von gefühl­ter Unsi­cher­heit und oft unüber­schau­ba­ren Nach­rich­ten­la­gen von einem Nach­rich­ten­sen­der Ori­en­tie­rung und Ein­ord­nung”
Falsch, liebe n-tv-Kol­le­gen! Der Zuschauer mag von einem Nach­rich­ten­sen­der viel­leicht keine Satire erwar­ten, aber für „Ori­en­tie­rung und Ein­ord­nung“ sollten selbst Zuschauer Ihres Senders immer noch selbst ver­ant­wort­lich sein.
Aus Raider wurde Twix, aus Feig­heit „Ori­en­tie­rung“, aus Zensur „Ein­ord­nung“ und als „mutig und cou­ra­giert” gilt heute, wer eine Sendung nicht aus­strahlt oder die­sel­ben leeren Phrasen drischt, wie 99% aller anderen auch. Und nein, es geht mir nicht um die Qua­li­tät der Sendung oder das Wirken von Serdar Somuncu. Es geht geht um die Begrün­dung der Abset­zung der Sendung.


28.2.2017: „Ich ent­ziehe dem Abge­ord­ne­ten das Wort!“ – diese Floskel werden die Zuschauer der „ner­ven­auf­rei­ben­den” Debat­ten im euro­päi­schen Par­la­ment wohl dem­nächst sel­te­ner zu hören bekom­men, denn „bei Hass und Belei­di­gun­gen“ darf im EU-Par­la­ment dem­nächst einfach der Stecker gezogen werden, wenn das Stand­ge­richt der Ein-Mann-Armee namens Par­la­ments­prä­si­dent (oder einer der 14 Vizes) Hass und Belei­di­gung erken­nen. Viel­leicht sollte im Zusam­men­hang mit der EU wieder mehr gebetet werden:
Herr schütze uns vor Sturm und Wind,
und Regeln, die aus Brüssel sind!


17.2.2017: Eigent­lich kann ein Elek­tro­mo­tor (im Gegen­satz zu Ver­bren­nern) ja nicht stot­tern. Der Motor der „Ener­gie­wende” tut es trotz­dem! In jedem Segment hinkt diese den irr­wit­zi­gen Plänen der Bun­des­re­gie­rung hin­ter­her – außer bei den Kosten, da ist der Plan längst über­erfüllt! Und was macht man, wenn’s grad nicht so gut läuft? Klar, man säuft sich die Lage schön. Am besten, mit Steu­er­geld!


17.2.2017: Paul Joseph Watson befasst sich mal wieder sehr poin­tiert mit dem „moral high ground” in Sachen Flücht­lings­krise, auf dem so mancher Celeb­re­tie in UK so seine Runden dreht.


16.2.2017: Die Kosten, denkt an die Kosten… was wie das Mantra eines deut­schen Buch­hal­ters klingen mag, ist in Bezug auf die lang­jäh­rige Erfah­rung mit deut­schen Pres­tige-Bauten die Mutter der Por­zel­lan­kiste. Die Planer von „Elphie“ können nun zumin­dest ein präch­ti­ges Haus voller Inno­va­tio­nen vor­wei­sen, „BER“ jedoch kämpft nun schon mit der nächs­ten Ver­schie­bung der Eröff­nung. Waren es diesmal zu mick­rige Rohr­lei­tun­gen für Lösch­was­ser oder bieten die Zapf­an­la­gen für edle Biere in den Flug­ha­fen­re­stau­rants zu wenig Auswahl…ich hab’s ver­ges­sen. Geld jedoch hat Berlin im Über­fluss – es kommt per Rohr­post aus München und Stutt­gart. Und nun soll es in ein neues Denkmal fließen, dessen Rea­li­sie­rung seit Jahren sprich­wört­lich auf der Kippe steht: Die Ein­heits­wippe kommt!
Kosten? Vor­aus­sicht­lich 15 Mil­lio­nen Euro. Ein Drittel mehr, als geplant. Es darf bezwei­felt werden, dass dies schon das letzte Wort ist. Schließ­lich gibt es noch erheb­li­che Pro­bleme, die Wippe „Bar­rie­re­frei“ zu gestal­ten, von anderen „kine­ti­schen“ Pro­ble­men einmal abge­se­hen. Ich frage mich gerade, ob der Turmbau zu Babel jemals in Berlin hätte statt­fin­den können…ach, ver­ges­sen wir das, reden wir über die Kosten für das neue Erin­ne­rungs­kleinod im mär­ki­schen Sand und fragen mal Claudia Roth, die ihre Kom­pe­tenz in Sachen Bau sicher als Mana­ge­rin der Band „Ton Steine Scher­ben“ gemacht hat. Und als Exper­tin in Sachen Bau­kos­ten kommt Frau Roth zu dem Schluss, „der Respekt vor Bür­ger­be­we­gun­gen, vor Frei­heits­be­we­gun­gen, die Idee von Frei­heit kann uns gar nicht teuer genug sein.“
Was bin ich dankbar, dass selbst unser meschug­ge­ner Staat Claudia Roth nicht einmal die Kas­sen­füh­rung für ein Spar­schwein anver­traut!


12.2.2017: Wie Wein werden auch manche Artikel besser, größer und deut­li­cher, wenn man ihnen ein paar Jahre Zeit zum Reifen lässt. Dieser Artikel von Harald Mar­ten­stein ist fünf Jahre alt und gäbe es ihn nicht bereits, müsste er heute drin­gend geschrie­ben werden. Ein Zeit­lo­ses Doku­ment des Wahn­sinns, der heute in Form der all­ge­gen­wär­ti­gen Nazi-Bezich­ti­gun­gen um sich greift, und bereits von fünf Jahren begann, aus­zu­bre­chen. Viel­leicht wird der Spuk erst enden, wenn jeder schon länger hier leben­der Mensch sich nicht mehr um das Etikett schert, das ihm auf­ge­klebt wird. Denn wenn der Begriff sich weiter mit rasan­ter Geschwin­dig­keit abnutzt, wird er bald über­haupt keine Bedeu­tung mehr haben.


11.2.2017: Schwei­zer Medien seien das neue West­fern­se­hen, hörte ich neulich jeman­den sagen. Beob­achte seit einigen Tagen mein eigenes Medi­en­ver­hal­ten. Finde, jemand hat Recht.


10.2.2017: Losung der Dekade, heute von Michael Klo­n­ov­ski in seiner Acta diurna: „Weil diese Notate zuwei­len gern miss­ver­stan­den und fehl­zi­tiert werden: Ich träume kei­nes­wegs von einem bio­deut­schen Para­dies, im Gegen­teil, mich widern viele meiner Lands­leute an, auch unter den besorg­ten Bürgern, zu schwei­gen von den Mario-Barth- und Dieter-Nuhr-Guckern, von braunen, grünen und roten Zeloten, von feigen Pro­fes­so­ren und noch fei­ge­ren Gene­rä­len, von TV-Tro­glo­dy­ten und Gen­de­ris­ten, von Soh­len­gän­ge­rin­nen und all den pfiffig-ver­heu­chel­ten, zu jedem Verrat berei­ten bio­deut­schen Back­pfei­fen­ge­sich­tern in Büros und Redak­ti­ons­stüb­chen, es wäre öde unter ihnen allein.
Wovon ich frei­lich träume, das ist ein Leben unter Zivi­li­sier­ten.”


10.2.2017: Was soll dieses Ätsch-Bätsch, in SPON, anläss­lich 25 Jahre Maas­tricht und Wun­der­waffe Euro? Man kann den Kri­ti­kern von vor 20 Jahren schlecht vor­wer­fen, dass sie die per­ma­nen­ten Regel­brü­che und Rechts­beu­gun­gen der EU, der EZB und der Bun­des­re­gie­rung in ihre Pro­gno­sen nicht mit ein­ge­preist haben. Wenn es etwas gibt, das man aus 25 Jahren Maas­tricht lernen kann, dann das man im Grund über­haupt keine Regeln braucht, weil sie bei aller­ers­ter Gele­gen­heit sowieso gebro­chen werden. Vor dem Regel­bruch ist immer nach der Regu­lie­rung. Herz­li­chen Glück­wunsch!


8.2.2017: Liebe Dresd­ner,
ihr solltet darauf bestehen, das Monu­ment exakt so auf­ge­baut zu bekom­men, wie es in Aleppo gestan­den hat. Dann wehte oben drauf nämlich noch die Flagge der Ahrar-al-Sham, die zur Al Nusra gehört, die zur Al Quaida gehört. Erst dann ist das Bild voll­stän­dig und die Reden eures Bür­ger­meis­ters bekom­men noch mal einen schönen Spin ins Absurde.
Viel­leicht drückt die Bun­des­staats­an­walt­schaft im Namen der Kunst ja mal ein Auge zu. Ist doch für eine gute Sache, denn alles, was Deutsch­land heut­zu­tage der Lächer­lich­keit preis gibt, ist bitter nötig und muss unter­nom­men werden. Also, wenn schon, denn schon! Traut euch! (Ori­gi­nal­zi­tat meines User­kom­men­tars auf ZON, weg­zen­siert)


1.2.2017: Anlei­tung zur Selbst­dia­gnose. Wenn Du Traum und Wirk­lich­keit durch­ein­an­der bringst, Dein Talent zur poli­ti­schen Intrige von Netflix prä­sen­tiert wird und deine Tweets genauso über­flüs­sig sind wie die von Prä­si­dent Trump, dann merkst Du, dass es unan­ge­nehm aus Dir steg­nert.


immer noch 31.1.2017: „Unser Land ist mehr wert als eine Million Ame­ri­kas”, sagt ein Libyer gegen­über Al Jazeera, als er auf das US-Ein­rei­se­ver­bot ange­spro­chen wird. Auch der Süd­deut­schen, die darüber berich­tet, scheint diese Aussage als ganz legi­ti­mer Aus­druck von Natio­nal­stolz zu gelten. Ob das auch für die Aussage „Unser Land ist mehr wert als eine Million Libyens” gelten würde, der von einem ent­nerv­ten Dun­kel­deut­schen in die Kamera des Heute-Jour­nals gespro­chen würde, oder würde Claus Kleber unwei­ger­lich einen Hinweis auf die erste Strophe des Deutsch­land­lie­des bringen? Ich finde ja beide Aus­sa­gen als Aus­druck der ganz per­sön­li­chen Prä­fe­renz völlig in Ordnung. Aber was weiss ich schon von den Regeln der PC.


31.1.2017: Die Welt ist voller großer Kinder mit selt­sa­men Ansich­ten und Tuvia spricht mit allen – so etwa würde ich die Repor­ta­gen, Kolum­nen und Bücher zusam­men­fas­sen, die Tuvia Tenen­bom schreibt. Gäbe es ihn nicht, würde ich die Web­seite der „Zeit” wohl deut­lich sel­te­ner besu­chen. Hier eine wun­der­bare Moment­auf­nahme aus seiner Hei­mat­stadt New York zur Zeit der Amts­ein­füh­rung von Prä­si­dent Trump. Es lohnt sich.


29.1.2017: EU ver­bie­tet Bunt­stifte und Was­ser­far­ben. Was der große Schnit­ter Tod eigent­lich für das Ende des Lebens vor­ge­se­hen hat, möchte die EU gern schon an den Anfang des Lebens setzten: Alle Men­schen gleich­ma­chen. Das Endziel der EU wird sein, dass jeder Mensch bei seiner Geburt in einen Kokon aus natur­be­las­se­ner Baum­wolle, die der Wind auf nur mit Zie­gen­mist gedüng­ten Feldern zusam­men­ge­weht hat, ein­ge­wi­ckelt wird. Jedes indi­vi­du­elle Lebens­ri­siko wird ega­li­siert oder abge­schafft, alle sehen gleich aus, ver­hal­ten sich gleich und sind bere­chen­bar wie eine lineare Glei­chung. Nächs­tes Nor­mungs­pro­jekt: Der EU-Ter­ro­rist. Bio­lo­gisch abbau­ba­rer Spreng­stoffe, Atten­tate nur noch mit Elekro-Autos und Mes­ser­at­ta­cken nur noch mit Messern mit Manu­fak­tum-Qua­li­tät. Nimm das, chi­ne­si­scher Bil­lig­mes­ser­ex­por­teur!


29.1.2017: Der Bun­des­tag ging mit gutem Bei­spiel voran und bietet aus­ge­wählte (wenige) Inhalte auf seiner Web­seite auf Ara­bisch an. Nun können in Deutsch­land auch Fahr­prü­fun­gen auf Ara­bisch absol­viert werden. Das kann aber erst der Anfang von einer großen, breiten Bunt­heits­of­fen­sive in unserem Schwarz­weiss­land sein, meint Henryk Broder. Ich lache mit.


28.1.2017: Dieses kleine Video möchte dem Betrach­ter ver­mit­teln, dass die Welt dem Islam fünf bahn­bre­chende Erfin­dun­gen ver­dankt. Gewagte These, wie ich finde. Die größten Pro­du­zen­ten und Ver­brau­cher von Kaffee sind heute jedoch nicht die mus­li­mi­schen Staaten, Ent­wick­lun­gen wie Kaf­fee­fil­ter, Espres­so­ma­schine oder Kap­sel­sys­teme sind west­li­che. Nach deren „Erfin­dung” wurden sämt­li­che Ent­wick­lun­gen in der Algebra eben nicht von mus­li­mi­schen Gelehr­ten gemacht, die Lehre in isla­mi­schen Uni­ver­si­tä­ten ver­flachte nach kurzer Blüte ins ein­di­men­sio­nale, heute gehört keine davon auch nur zu den Top100, wenn es nicht gerade um isla­mi­sche Theo­lo­gie geht. Keine Kamera und Kein Flug­zeug wurde je in einem mus­li­mi­schen Land ent­wi­ckelt, viel­leicht wurden einige in Lizenz gebaut. Das Video ist eigent­lich der Beleg dafür, dass der Islam lang­fris­tig nur brem­send auf Ideen und Erfin­dun­gen des Men­schen wirkt. Auch was seine unbe­strit­te­nen Groß­ta­ten für die Mensch­heit angeht, lebt der Islam in der Ver­gan­gen­heit und träumt von ver­gan­ge­ner Größe.


23.1.2017: Kommt mal wieder runter, liebe Trump-Hater, An-der-Demo­kra­tie-Ver­zweif­ler, Fakten-nicht-Wahr­ha­ben­woller und Kon­ter­re­vo­lu­tion-sofort-For­de­rer. Hier ein kleines Video für euer Amü­se­ment und wenn es schon nicht der Bildung dient, hilft es viel­leicht dabei, in Zukunft auf solche Pein­lich­kei­ten zu ver­zich­ten. Ich wäre euch wirk­lich sehr ver­bun­den.


19.1.2017. Es hänselt wieder
Gerald Hensel ist wieder auf Sendung, ein ganz neuer Mensch, der alles besser machen will. Dazu startet er in schöner Umkehr von Ursache und Wirkung nun ein Täter­schutz­pro­gramm für geschei­terte Shit­s­torm­los­tre­ter. Er kann die Grab­bel­fin­ger­chen einfach nicht von der Scheiße lassen. Aber jetzt ist er „einen Level drüber”: „Stop Hate­ver­ti­sing”. Das ist so abge­ho­ben und ver­schraubt, dass ich an der selbstat­tes­tier­ten Lern­fä­hi­ge­keit dieses Würst­chens doch erheb­li­che Zweifel habe. Die „Wut” hat das Stock­werk über­flu­tet, in dem er so schön warm und trocken saß. Nun ist er einfach eine Etage höher gezogen.

Stellen Sie sich vor, Sie eröff­nen eine Kneipe. Jeden Abend tagen da ein Haufen sehr zwie­lich­ti­ger Gestal­ten. Und wenn die Nach­barn sich beschwe­ren, heben Sie die Hände und sagen: ‚Ich kann nichts dafür, ich bin nur der Wirt.’ Da ist etwas falsch in der Logik. „

Ja, Hensel. Und zwar der Ver­gleich. Dafür ist er wun­der­bar ent­lar­vend, dafür muss ich danken. Ist es jetzt schon Bür­ger­pflicht des Nach­barn, den Begriff „zwie­lich­tig“ mit denun­zi­an­ti­schem Inhalt zu füllen? Ich dachte, das Leben sei so bunt und viel­fäl­tig? Sind Sie da nicht ein wenig zu wertend und vor­ver­ur­tei­lend, um nicht zu sagen dis­kri­mi­nie­rend? Sind wir jetzt wieder ein Volk der Block­warte und Kapos, die „acht geben“, was der Nachbar für zwie­lich­tige Gestal­ten kennt, die viel­leicht schon nach ihrem Äußeren als „ver­däch­tig“ erschei­nen? Sie sind und bleiben ein Denun­zi­ant, Herr Hensel. Das Inter­view zeigt dass es nichts genützt hat, sie im Mono­poly über „los“ zu schi­cken, weil Sie ganz offen­sicht­lich immer noch nicht gelernt haben, was Mei­nungs­frei­heit wirk­lich bedeu­tet. Am besten, Sie tauchen schnell wieder in der Twigh­light-Zone aus Denun­zia­tion und krea­ti­ver Finan­zie­rung ab.


17.1.2017: Wenn ein Shit­s­torm über einem zusam­men­schlägt, ist das für den Betrof­fe­nen nie wirk­lich lustig. Der Anlass jedoch, nun ja…der ist von Zeit zu Zeit doch so unfrei­wil­lig durch­ge­knallt, dass es schon fast eine Kunst­form ist, sich sowas aus­zu­den­ken. Gelehrt wird diese Kunst­form übri­gens in den Öffent­li­chen Bedürf­nis­an­stal­ten der Poli­ti­cal Über-Cor­rect­ness und das kann – wie im Fall des Chef­re­dak­teurs der Welt-Gruppe – schon mal heftig ins Auge gehen. Wenn man auf einer ver­kopf­ten Meta-Eben etwas in die Menge wirft…es landet als Tief­schlag in der Rea­li­tät.

War einmal ein Bume­rang;
Werfer dacht‘ er würfe lang.
Bume­rang flog ein Stück,
Kam zum Werfer prompt zurück.
Publi­kum – noch stun­den­lang –
Freute sich an Bume­rang.

sehr frei nach Rin­gel­natz


15.1.2017: Mir wird beson­ders eine Eigen­schaft der Briten fehlen, wenn sie die EU ver­las­sen haben: Ihre Fähig­keit, Gemein­hei­ten diplo­ma­tisch so zu ver­pa­cken, dass sie wie Zuge­ständ­nisse an die Gegen­seite aus­se­hen. Theresa May strebt nun also einen „harten Schnitt” an und Martin Schulz, der im Juni 2016 noch Wochen­fris­ten für den Kün­di­gungs­brief anmahnte, könnte sich als Sig­fried fühlen, der endlich den Insel­d­ra­chen besiegt hat. Wäre da nicht eine Kleinigkeit…man müsse womög­lich das bri­ti­sche Wirt­schafts­mo­dell über­den­ken, „wenn man uns zwingt, etwas anderes zu sein, dann werden wir etwas anderes werden müssen”. Im Klar­text: Je härter die EU nun die Aus­tritts­ver­hand­lun­gen führen wird, umso steu­er­pa­ra­die­si­ger wird das künf­tige Groß­bri­tan­nien werden. Ein dickes Lob, Frau Pre­mier­mi­nis­te­rin. Allein schon für den Schneid!


14.1.2017: Roger Köppel ist Mit­glied im Schwei­zer Natio­nal­rat und Her­aus­ge­ber der Welt­wo­che und führt einen Vor­na­men, der ihn zur Ehr­lich­keit ver­pflich­tet ;). Dieses Video ent­stand kurz vor der Wahl Trumps zum US-Prä­si­den­ten und erlaubt einen Blick auf Europa und die Welt durch die „Schwei­zer Brille”, die eine sehr prag­ma­ti­sche Brille ist. Sehens­wert.

https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​T​2​S​b​P​a​d​4​WRc


14.1.2017: Lieber Spiegel,
warum nur hin­ter­lässt der Titel „An Israel traut Putin sich nicht ran“ bei mir den Ein­druck, ihr seid irgend­wie sehr ent­täuscht von Putin? Während ihr sonst nicht müde werdet, den Ver­bre­cher Assad an den Pranger zu stellen und Putin dafür zu ver­ur­tei­len, dass er den Dik­ta­tor stützt, schreibt ihr in diesem Fall Israel zum Aggres­sor hoch, der den wehr­lo­sen Syrern ihre schönen Rake­ten­stel­lun­gen kaputt und deren Waf­fen­lie­fe­run­gen an die anti­is­rae­li­sche His­bol­lah unmög­lich macht. „Und was unter­nimmt Moskau dagegen? Nichts!“ Schäbig, Spiegel. Einfach schäbig!


12.1.2017: Wahr­schein­lich wird man den wei­ner­li­chen Auf­tritt von Meryl Streep in Erin­ne­rung behal­ten, die sich bei den „Golden Globes” Donald Trump vor­knöpfte. Wirk­lich wert, erin­nert zu werden sind die Auf­tritte von Schau­spie­lern aber stets dann, wenn sie das tun, was sie wie sonst niemand können: genial schau­spie­lern! Danke Kristen Wiig und Steve Carell.


9.1.2017: Deutsch­land­funk, Europa HeuteDas tür­ki­sche Par­la­ment debat­tiert über seine Selbstent­mach­tung und der tür­ki­sche Prä­si­dent ist der Einzige, der die rich­ti­gen Par­al­le­len in der Geschichte gefun­den hat. Ob er merkt, wie richtig er unab­sicht­lich mit seiner Aussage liegt? 

Erdogan ab 3:40min: „Das Deut­sche Reich wurde par­la­men­ta­risch regiert und dies bewahrte die Deut­schen nicht vor der Hit­ler­dik­ta­tur“. Genau, Herr Erdogan! Weil das deut­sche Par­la­ment für genau solch ein „Ermäch­ti­gungs­ge­setz“ (Reichs­tag, 24.3.1933) stimmte, wie Sie es nun für die Türkei gern hätten. Ein Schelm, wer da Par­al­le­len bei den han­deln­den und pro­fi­tie­ren­den Per­so­nen erkennt!


4.1.2017: Ok, für einen echten Piraten hatte er ein Auge zu viel. Das muss Chris­to­pher Lauer auch klar gewesen sein, denn mitt­ler­weile hat er ein anderes Par­tei­buch. Wer schon seit 150 Jahren in der poli­ti­schen Karibik unter­wegs ist, der kennt sich sicher aus, dachte er sich, und heuerte auf der stark unter­ta­kelte, unter­be­setz­ten und bohr­wurm­zer­fres­se­nen Bark „SPD“ an. Es scheint jedoch, dass er dort nicht das prallste Segel an den Rahen ist, denn er wollte sich als Leicht­ma­trose „Lack Beard“ einen Namen machen, indem er „Feuer frei“ auf eine poli­ti­sche AfD-Unter­stüt­zer-Land­ratte rief, nachdem dieser den Fehler beging, den lau­ern­den Leicht­ma­tro­sen vom Kutter seines Arbeit­ge­bers (Spar­kasse) aus den Marsch zu blasen – weshalb Leicht­ma­trose Lauer sich zum Zwecke der Kiel­ho­lung an den Reeder der Land­ratte wandte. Gaaanz schlechte See­mann­schaft das!
Denn merke: ob die Kritik an den Äuße­run­gen des ver­hin­der­ten Piraten „Lack Beard“ begrün­det sind, stand gar nicht zur Debatte, weil die Land­ratte das falsche Megafon ver­wen­det hat – nämlich das der Spar­kasse. Nach diesem pein­li­chen Tief­schlag des „Polit­pro­fis“ Lauer gegen einen Polit-Amateur, hoffe ich, dass der Skipper der „SPD“, seinen Piraten-Über­läu­fer zum Kar­tof­fel­schä­len abkom­man­diert, ihm zu diesem Zweck nichts als einen Cäpt’n Hook-Haken aus­hän­digt und ein Auge ver­bin­det. Lustig ist das Pira­ten­le­ben. Auch auf anderen Schif­fen.


1.1.2017: Ja, der Islam und sein nega­ti­ves Image! Da geht doch sicher noch was, sagte sich der Bun­des­in­nen­mi­nis­ter und plant deshalb für Anfang 2017 einen Work­shop „in dem Chef­re­dak­teure aller rele­van­ten Medien in Deutsch­land lernen sollen, wie man richtig über den Islam berich­tet“. Man muss halt das Gute und Posi­tive auch sehen wollen und dabei möchte der Innen­mi­nis­ter den Jour­na­lis­ten gern helfen, weil er offen­bar der Meinung ist, dass Jour­na­lis­ten von Poli­ti­ker­dar­stel­lern gesagt bekom­men müssen, wie sie ihre Arbeit zu machen haben. Schön­schrift ist kein Schul­fach mehr, Schön­schrei­ben hat aber Zukunft. Wenn die Ver­an­stal­tung gut läuft ist sicher mit Vor­set­zun­gen auch zu anderen Themen zu rechnen, die durch­ge­hend negativ besetzt sind und drin­gend auf­ge­hübscht werden müssen. Man denke nur an mög­li­che Ver­an­stal­tun­gen wie „Ich habe Aids – und das ist auch gut so“ oder „Hämor­rhoi­den als Chance für das Steh­ver­mö­gen“.