Fundstücke (Archiv 2021)

31.12.2021: Ein Kon­glo­me­rat aus Lügen. Die Lind­ner­trup­pe hat nichts geschaf­fen, nicht für die Frei­heit gekämpft und bewegt nur den eige­nen Stand­punkt. Men­schen, die in die Poli­tik gehen, um zu „gestal­ten“, soll­te man miss­trau­en. Mir sind die lie­ber, die aus Pflicht­ge­fühl, Ver­zweif­lung oder Not­wehr die­sen Schritt gehen. Gestal­ter, die die­ses Land für fühl­lo­sen Lehm hal­ten, dem sie in dilet­tan­ti­schen Töp­fe­rei­ex­pe­ri­men­ten Form und Stem­pel ver­pas­sen kön­nen, hat­ten wir weiß Gott schon genug!


21.12.2021: Noch auf der Suche nach einer Klei­nig­keit für die Liebs­ten zum Fest? War­um nicht jetzt schon an den Som­mer den­ken und was prak­ti­sches ver­schen­ken? So kom­men sie stets gut nach­ge­boos­tert durch den Tag.


6.12.2021: Aus, aus! Das Spiel ist aus!


2.12.2021: Geschich­ten aus der Deutsch­land-Psych­ia­trie, wie man sie sich nicht aus­den­ken kann. Ein Blas­or­ches­ter, etwa 25 Mit­glie­der, will pro­ben. Als man sich nach den Lock­downs wie­der tref­fen konn­te, hat­ten sich natür­lich alle längst i*mpfen las­sen, um den gel­ten­den Regeln (2G) zu ent­spre­chen. Nun gilt aber sogar 2G+ und alle müs­sen zusätz­lich einen Schnell­test vor­le­gen, der nicht älter als 24 Stun­den sein darf. Man trifft sich natür­lich abends und vie­le holen sich den Test schon mor­gens, auf dem Weg zur Arbeit. So auch mein Bekann­ter F. Vor­freu­de stellt sich ein, end­lich mal wie­der eine gemein­sa­me Pro­be! Man nimmt die schi­ka­nö­sen Regeln in Kauf, um pro­ben zu kön­nen und einem Hob­by nach­zu­ge­hen, das wie so vie­les ande­re nun zu Tode regu­lier­te wich­tig ist für das men­ta­le Wohl­be­fin­den. Nun schreibt der musi­ka­li­sche Lei­ter eine Rund­mail an alle und wäre es nicht so trau­rig, und wür­den durch herz­haf­tes Lachen nicht unnö­tig böse Aero­so­le in die Luft gebla­sen, wor­an umge­hend Oma und Opa elen­dig­lich ver­re­cken könn­ten, dann käme man vor Lachen nicht in den Schlaf.
Die Rund­mail ent­hält die Absa­ge der Pro­be. Der musi­ka­li­sche Lei­ter hat gera­de sei­nen „Boos­ter“ erhal­ten, was ihn mit Fie­ber und Schüt­tel­frost aus­ge­knockt und ans Bett gefes­selt hat. Umsonst getes­tet, umsonst gefreut. Die Pro­be eines Orches­ters kann wegen Kol­la­te­ral­schä­den der Bekämp­fung einer Krank­heit nicht statt­fin­den, an der kei­nes der Orches­ter­mit­glie­der lei­det und die frag­wür­di­ge Boos­te­r­ei ver­hin­dert, was sie laut der Ver­spre­chen der Poli­tik hät­te ermög­li­chen sollen.


17.11.2021: Ent­schei­de Dich!
Hab ich, ich will nicht.
Ent­schei­de Dich!
Wie schon gesagt, ich hab mich entschieden.
Ent­schei­de Dich!

Ent­schei­de Dich!

Soll ich Dir bei der Ent­schei­dung helfen?
Nein!
Dann ent­schei­de Dich!
*Hand­ge­men­ge*


16.11.2021: Ver­ehr­te Damen und Her­ren, ich möch­te Ihre geschätz­te Auf­merk­sam­keit auf die­sen Her­ren im Bild len­ken. Tho­mas Bin­ger ist der Staats­an­walt, der die Ankla­ge gegen Kyle Rit­ten­house führt, also ein Ange­stell­ter des Staa­tes. Im Pro­zess geht es unter ande­rem um die Fra­ge, ob und wenn nein war­um Rit­ten­house ver­ant­wor­tungs­los mit der Waf­fe umging, die hier im Bild zu sehen ist. Im Schluss­plä­doy­er nimmt Bin­ger nun eben die­se Waf­fe aus der Hand eines Gerichts­die­ners, prüft nicht, ob die Kam­mer leer ist (ein Maga­zin ist ja nicht drin), legt Rich­tung Geschwo­re­ne an und hat den Fin­ger am Abzug. Wir hal­ten also fest, dass die­ser Staats­an­walt, der nicht wuss­te, dass der 17-jäh­ri­ge Rit­ten­house sehr wohl das Recht hat­te, die­se Waf­fe zu füh­ren (Rif­le, not a Hand­gun) und offen­sicht­lich in der Eric-Bald­win-Schu­le den Umgang mit Waf­fen gelernt hat, nun den Geschwo­re­nen zei­gen will, wie man sorg­sam mit Waf­fen umgeht. Kei­ne wei­te­ren Fra­gen, euer Ehren.


8.11.2021: Einer unbe­que­men und beim Main­stream ver­hass­ten Inves­ti­ga­tiv­platt­form wird ein Tage­buch zuge­spielt, das angeb­lich von Bidens Toch­ter Ash­ley stammt. Das Cor­pus Delic­ti ist weit­hin schon längst durch­ge­si­ckert (etwa bei Red­dit) und kann von den Jour­na­lis­ten der Inves­ti­ga­tiv­platt­form „Pro­ject Veri­tas“ nicht veri­fi­ziert wer­den. Auch ist denen die Quel­le nicht geheu­er, weil Aus­zü­ge aus dem Tage­buch über­all auf­tau­chen. Man gibt das Tage­buch an den Infor­man­ten zurück und macht kei­ne Sto­ry dar­aus. Zu hei­kel, zu unsi­cher, ob man da nicht in eine Fal­le läuft und alles nur eine Fäl­schung ist. Kur­ze Zeit spä­ter tritt das FBI beim Grün­der von „Pro­ject Veri­tas“ früh­mor­gens die Türe ein, auf der Suche nach: „einem gestoh­le­nen Tage­buch“. Ver­ges­sen wir mal den womög­lich bri­san­ten Inhalt und die Tat­sa­che, dass der sich im Inter­net auch mit Haus­durch­su­chun­gen bei unbe­lieb­ten Jour­na­lis­ten nicht mehr ein­fan­gen lässt, stel­len wir nun drei Din­ge fest.

  1. Im Gegen­satz zu Steu­er­un­ter­la­gen genie­ßen per­sön­li­che Tage­bü­cher in den Staa­ten eigent­lich kei­nen beson­de­ren infor­ma­tio­nel­len Schutz. Der Ein­satz eines SEK zum Zweck der Auf­fin­dung ist also höchst fragwürdig.
  2. Wenn bis­her Zwei­fel an der Echt­heit des Tage­bu­ches bestan­den – die man leicht auch absicht­lich hät­te ver­tie­fen kön­nen – hat man die Echt­heit durch die aus­drück­li­che Suche nach dem „gestoh­le­nen Tage­buch“ nun ver­se­hent­lich bestä­tigt, was der Ver­brei­tung der Inhal­te sicher neu­en Schub geben dürfte.
  3. Alles was der Frank­fur­ter Rund­schau in die­ser Situa­ti­on ein­fällt, ist, „Pro­ject Veri­tas“ als „Trump-nahe Grup­pe“ zu bezeich­nen, die „rechts­ori­en­tiert“ und von Trump finan­ziert sei. Alles kom­plet­ter Blöd­sinn aber als Recht­fer­ti­gung einer Haus­durch­su­chung bei einem Jour­na­lis­ten offen­bar schon genug für die FR, denn für einen Sozia­lis­ten ist es völ­lig in Ord­nung, wenn die Staats­ge­walt dem poli­ti­schen Geg­ner noch vor dem Früh­stück das Ess­zim­mer durch den Hin­ter­kopf schiebt. Für die Leser die­ses links­ori­en­tier­ten und von der SPD finan­zier­ten Blat­tes genügt hier die Ver­mu­tung, dass die Haus­durch­su­chung an sich schon ein Schuld­be­weis sei, denn das FBI wür­de doch nie…ja sicher!

7.11.2021: Bes­tes Indu­bio aller Zei­ten! Ich weiß gar nicht, wo ich mit der Beschrei­bung anfan­gen soll­te. Des­halb: unbe­dingt anhö­ren. Dan­ke an Mat­thi­as Bur­chardt, Alex­an­der Meschnig, Mar­kus Somm und natür­lich Burk­hard Mül­ler-Ull­rich für 50 Minu­ten Gedan­ken­ge­wit­ter und Seelenlabsal.
Eine Erklä­rung dann doch noch. Es wird dem Hörer auf­fal­len, dass vie­le Aus­sa­gen von den Mit­dis­ku­tan­ten mit dem Satz „Das sehe ich anders“ quit­tiert wer­den und man die­se ande­re Erklä­rung dann stets genau­so strin­gent und logisch nach­voll­zie­hen kann wie die zuvor geäu­ßer­te. Wir haben es hier gewis­ser­ma­ßen mit einem Kon­sens in der höhe­ren Ebe­ne zu tun – der Begriff „con­di­tio huma­na“ wur­de genannt –, wäh­rend man im Sach­be­zug unter­schied­li­che und teils sehr wider­sprüch­li­che Betrach­tun­gen lie­fert. Die­ses Bal­lett der „strei­ten­den Mei­nun­gen“ unter­schied sich so extrem und wohl­tu­end von den ideo­lo­gisch auf­ge­la­de­nen ideo­lo­gi­schen Debat­ten wie Sous-Vide-Garung von einem explo­die­ren­den Schnellkochtopf.


2.11.2021: Meist bin ich froh, dass ich mich sel­ten an mei­ne Träu­me erin­nern kann. Doch ges­tern Nacht hat­te ich einen Auf­tritt in einem Come­dy-Club in Cher­bourg. Das Publi­kum hat viel gelacht und ich war beim Auf­wa­chen stink­sauer, weil ich gera­de mit­ten in einer Poin­te war. Wenn ich mich wenigs­tens an den Witz erin­nern könn­te! Dum­mer­wei­se ver­ste­he ich kein Französisch.


1.11.2021: Mean­while in Edinburgh…


30.10.2021: Hal­ber­stadt, 90er Jah­re. Die Pro­ble­me mit den alten DDR-Tele­fon­lei­tun­gen lie­ßen sich für unse­re Fir­ma auch mit der fun­kel­na­gel­neu­en Sie­mens-Tele­fon­an­la­ge nicht lösen. Fast täg­lich gab es Stö­run­gen. Anruf bei der Tele­kom, damals noch Post: „Ach, sie haben eine Sie­mens-Tele­fon­an­la­ge? Dann müs­sen sie bei Sie­mens anru­fen!“ Anruf bei Sie­mens: „Da kön­nen wir gar nichts machen, das liegt an der Leitung.“

Heu­te. Die Wort­wahl ist schon lus­tig. Kreuz­imp­fung klingt nach Exor­zis­mus, „Mix & Match“ in den USA klingt wie eine Mot­to­par­ty im Swin­ger­club. Ent­schei­dend ist, dass damit alle Sta­tis­ti­ken und Lang­zeit­stu­di­en wert­los wer­den und die Her­stel­ler mit dem Fin­ger immer auf den ande­ren zei­gen kön­nen, wenn es zu „Stö­run­gen“ kommt. Das Virus scheint sich in letz­ter Zeit indes kaum ver­än­dert zu haben, die Epsi­lon-Kap­pa Vari­an­ten kom­men schein­bar nicht so rich­tig in Fahrt. Del­ta ist und bleibt domi­nant. Die nun ver­stärkt gefor­der­ten „Auf­fri­schun­gen“ wer­den also nicht wie bei der Grip­pe nötig, weil sich das Virus geän­dert hat, son­dern weil die Imp­fung nicht effek­tiv schützt. Bes­se­re Impf­stof­fe als die seit Dezem­ber ver­ab­reich­ten gibt es aber nicht.

Die „Auf­fri­schung“ – in den Staa­ten ist mitt­ler­wei­le von der vier­ten Dosis die Rede – bringt dem Immun­sys­tem also kei­ne neu­en Infor­ma­tio­nen. Es ist viel­mehr der Ver­such, Ein­steins Defi­ni­ti­on von Wahn­sinn zu wider­le­gen: immer wie­der das Glei­che zu tun und ande­re Ergeb­nis­se zu erwar­ten. Es ist, als knal­le die Flie­ge immer wie­der gegen die Schei­be und den­ke „an der Stel­le war ich noch nicht“. Die Umde­fi­ni­ti­on von Covid ist des­halb längst voll­zo­gen, wenn von der „Pan­de­mie der Unge­impf­ten“ die Rede ist. Nicht das Virus, son­dern die Ver­wei­ge­rer sind die Krank­heit und weil man ers­te­res nicht bezwin­gen kann, stürzt man sich auf letz­te­re. Wenn der letz­te „Zeu­ge“ besei­tigt und alle geimpft sind, wird es sein, als sei nie­mand geimpft.

Ach ja, mal sehen ob das Wort Kat­ze noch funk­tio­niert, um dem Okkul­tis­mus bei Face­book zu ent­ge­hen. Für Ken­ner der Matrix-Tri­lo­gie: es ist die Agent-Smith-Wer­dung der Mensch­heit: Me, me, me…also me.


21.10.2021: Das ist gruselig!


25.9.2021: Wind, der Stoff, aus dem die Öko­strom­träu­me gemacht sind, ent­steht durch Druck­un­ter­schie­de, die wie­der­um durch Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de ent­ste­hen. Die Geset­ze der Ther­mo­dy­na­mik legen fest, dass sich kal­te Gebie­te stär­ker erwär­men als bereits wär­me­re, was im Fall einer glo­ba­len Erwär­mung Win­de rein sta­tis­tisch eher schwä­cher als stär­ker wer­den lässt. Das sind gene­rell schlech­te Nach­rich­ten für die Wind­mül­ler, denn mit einer Erwär­mung von 1-2° rech­nen ja selbst die ambi­tio­nier­tes­ten Kli­ma­hüp­fer. In den win­di­gen Pro­gno­sen der Ener­gie­be­ra­ter und den Pro­spek­ten von Bür­ger­wind­parks spie­gelt sich die­ses Natur­ge­setz aber nicht wider, wes­halb man gera­de sehr über­rascht wur­de von der mie­sen Ener­gie­aus­beu­te des letz­ten Jah­res. Nun ist ein lau­es Jahr auch nichts ande­res als ein ver­rausch­ter Punkt in einer absichts­vol­len Sta­tis­tik, aber wenn – was ich ver­mu­te – über­op­ti­mis­ti­sche Gewinn­pro­gno­sen auf den oben beschrie­be­nen Effekt tref­fen, ver­stärkt sich die EEG Kata­stro­phe natür­lich mit Ansa­ge. Bekannt­lich nicht die ein­zi­ge Krank­heit bei die­sem gesetz­ge­be­ri­schen Murx. Kon­kret gebe ich die Hoff­nung nicht auf, dass die bei­den mega­lo­ma­ni­schen neu­en WKA in mei­ner Nach­bar­schaft nie errich­tet wer­den, weil den Betrei­bern Geld und Opti­mis­mus aus­ge­hen könn­ten, 140 Meter hohe Tür­me in unse­ren länd­li­chen Boden zu ram­men. Der Bau der Fun­da­men­te ver­zö­gert sich schein­bar schon…


24.9.2021: 420 mal „Nein“ gegen nur 9 „Ja“ lau­te­te das Votum zu einem Gesetz, das von „The Squad“ unter Feder­füh­rung von AOC ein­ge­bracht wur­de und mit dem das Fun­ding des israe­li­schen Ver­tei­di­gungs­sys­tems „Iron Dome“ durch die USA been­det wer­den soll­te. Damit steht für mich fest: die USA ste­hen wei­ter zu Isra­el, ihrem wich­tigs­ten Ver­bün­de­ten im Nahen Osten und auch die Isla­mis­mus-Ver­ste­he­rin­nen in der Vie­rer­ban­de um Alex­an­dria Oca­sio-Cor­tez, Ilhan Omar und Rashi­da Tlaib kön­nen dar­an nichts ändern. Dems und Reps wei­sen das hin­ter­häl­ti­ge Gesetz zurück - einig wie seit lan­gem nicht mehr. Angeb­lich gab es sogar noch ein Gespräch von Pelo­si mit AOC, was dazu führ­te, dass AOC selbst nur mit „anwe­send“, also Ent­hal­tung stimm­te. Das hin­der­te sie natür­lich nicht dar­an, nach der Nie­der­la­ge kame­ra­taug­lich in Trä­nen aus­zu­bre­chen. Was für ein Schmierentheater!


13.9.2021: Von einem gesun­den Men­schen trotz hohem Anti­kör­per­nach­weis eine Imp­fung zu ver­lan­gen, ist wie einem Del­fin den Zutritt zum Frei­bad ver­wei­gern, weil er die See­pferd­chen-Prü­fung nicht abge­legt hat.


30.8.2021: Glück im Unglück. Läge Afgha­ni­stan am Meer, hät­ten die Tali­ban jetzt wohl auch einen Flugzeugträger.


24.8.2021: Das Her­kunfts- und Zweck­pa­ra­dox der Solidarität
1: Jedem, der auf dem Mit­tel­meer in See­not gerät, muss gehol­fen wer­den, obwohl er sich vor­sätz­lich in Gefahr bege­ben hat.
2: Jedem, der sich nicht imp­fen lässt, darf nicht gehol­fen wer­den, weil er sich vor­sätz­lich in Gefahr bege­ben hat.


16.8.2021: Nur zur Ein­ord­nung. Biden macht Urlaub in Camp David, im Situa­ti­on Room dort gehen die Uhren noch nach Win­ter­zeit (oder man benutzt ein Stock-Foto, weil POTUS gera­de nicht vor­zeig­bar ist), eine Erklä­rung zu Afgha­ni­stan gibt er „dem­nächst“ ab und sei­ne Pres­se­spre­che­rin ist auch im Urlaub. Die­se Admi­nis­tra­ti­on hat sowasvonfertig!


15.8.2021: (Sym­bol­bild für die­sen Tag)


11.8.2021: Am 14.9. könn­te nach Cuo­mo der nächs­te unfä­hi­ge Gou­ver­neur aus dem Amt geke­gelt wer­den. Der Recall (gewis­ser­ma­ßen ein kon­struk­ti­ves Miss­trau­ens­vo­tum der Wäh­ler) gegen New­som in Cali­for­ni­en sieht im Moment Lar­ry Elder zwei­stel­lig in Füh­rung. Wenn man den Umfa­gen trau­en darf, könn­te das das Ende der Ein­par­tei­en­herr­schaft an der West­küs­te sein. Dass die Pres­se in CA ger­de Gift und Gal­le gegen Elder spuckt, zeigt die Ner­vo­si­tät im Estab­lish­ment. Wer ihn nicht kennt, dem sei sein Pod­cast auf You­Tube emp­foh­len. Ich jeden­falls drü­cke ihm alle Daumen.


10.8.2021: Und schwupps, schon geht alles ganz schnell. Aber nicht wegen der vie­len Toten, die auf sein Kon­to gehen, weil er C-19-Pati­en­ten in Pfle­ge­hei­me steck­te. Sei­ne groß­fürst­li­che Bus­si-Bus­si-Bun­ga-Bun­ga Art brach Cuo­mo das Genick. Worst NY-Gou­ver­neur ever!
Zur Erin­ne­rung, wer das ist: Mr. „Shadow Pre­si­dent“, „Hero in the Pan­de­mic“, „The Light in this Darkness“…über den grü­nen Klee wur­de er gelobt. Jede Zei­tung und die New Yor­ker Pro­mi­nenz ris­sen sich dar­um, den Typen in den Him­mel zu heben. Er ließ im Früh­jahr 2020 die Gefäng­nis­se auf Furcht vor Covid öff­nen und Jun­kies in geschlos­se­nen Luxus­ho­tels unter­brin­gen. Er beklag­te sich dar­über, von der Trump-Regie­rung nicht genug Beatmungs­ge­rä­te zu bekom­men (was nicht stimm­te) und woll­te die in den eige­nen Lagern vor­han­de­nen nicht antas­ten, weil er sie „als Reser­ve“ bräuch­te. Und so wei­ter und so wei­ter. Ach ja, die Pfle­ge­hei­me der älte­ren New Yor­ker wur­den des­halb mit Pati­en­ten voll­ge­stopft, weil Cuo­mo das rie­si­ge und per­fekt aus­ge­stat­te­te Laza­rett­schiff der Navy nicht nut­zen woll­te, denn Trump hat­te es geschickt. Was sind schon ein zehn­tau­send Tote, wenn man Oran­ge­man eins aus­wi­schen kann. Wenn in den USA je ein Poli­ti­ker in den Knast gehör­te, dann Cuomo.


5.8.2021:


24.7.2021: Wenn das Geld armer Men­schen aus rei­chen Län­dern an rei­che Men­schen in armen Län­dern fließt, nennt man das Ent­wick­lungs­hil­fe. (Ste­fan Aust)


4.7.2021: Vor­sich­tig, ganz behut­sam rückt der ÖRR von der grü­nen Heils­ge­stalt Baer­bock ab. Man lässt sie noch nicht fal­len, aber man öff­net schon mal die Hand zum Kon­junk­tiv und schaut, ob die Kan­di­da­tin, an die man sich nun nicht mehr klam­mert, steigt oder fällt. Wohl ohne es zu bemer­ken, lie­fert das ZDF durch eine zitier­te und ana­ly­sier­te Text­stel­le aus dem strit­ti­gen Buch ein Psy­cho­gramm nicht nur von Baer­bock, son­dern dem gan­zen grü­nen Welt­ret­tungs­zir­kus. So ver­wen­det Baer­bock fol­gen­de For­mu­lie­rung der Poli­to­lo­gin Flo­rence Gaub:

„Wer stän­dig in Kri­sen denkt, ver­harrt in der Kurz­fris­tig­keit und ver­liert an stra­te­gi­scher Tiefe.“
Ein guter, nach­voll­zieh­ba­rer Satz, den sich die Poli­tik lei­der – sie­he Coro­na – nicht zu Her­zen nahm. Bei Baer­bock wird daraus:

„Wer immer nur von der Gegen­wart aus denkt, ver­harrt in der Kurz­fris­tig­keit und ver­liert an stra­te­gi­scher Tiefe“.

Aus „Kri­sen“ wur­de „Gegen­wart“, was tief bli­cken lässt. Schließ­lich betrach­ten die Grü­nen die gesam­te Gegen­wart (Baer­bock wür­de die­sen Feind sicher als „Jetzt“ bezeich­nen) als im Kri­sen­zu­stand, den es zu über­win­den gilt. Alles umkrem­peln, alles umbau­en, alles bes­ser machen. Es ist der Tota­li­ta­ris­mus des Halb­wis­sens, das sich für erleuch­tet hält und jeden Wider­stand als in der Kri­se ver­har­rend wol­lend wahr­nimmt, mit dem kein Dia­log mehr nötig ist. Alles ist Kri­se und Gegen­wart, wir gestal­ten die kri­sen­freie Zukunft. Oder wie Anna­le­na Baer­bock es aus­drück­te: In dem Buch steht, was ich mit die­sem Land machen will. ⁠Übri­gens: „Von der Gegen­wart aus“ zu den­ken ist die Pflicht jedes Poli­ti­kers. „Von der Ver­gan­gen­heit aus“ den­ken His­to­ri­ker, „von der Zukunft aus“ Science-Fiction-Autoren.


30.6.2021: Es zeugt schon von Wurs­tig­keit, wie das ZDF Baer­bocks zusam­men­ko­pier­tes Buch in Schutz nimmt. Was mache es schon, dass wei­te Tei­le aus Wiki­pe­dia oder bpb-Arti­keln abge­schrie­ben und von der Autorin nur sanft nach­ge­gen­dert wur­den, die Quel­len sei­en doch frei zugäng­lich. Sinn der gan­zen Zitie­re­rei ist es aber gera­de, dass der Leser immer weiß, wes­sen Gedan­ken er gera­de folgt. Und weil der Gedan­ke der kon­kre­ten For­mu­lie­rung vor­aus geht, kön­nen in Baer­bocks Buch nicht vie­le ihrer eige­nen Gedan­ken ent­hal­ten sein.

Wie bei den vie­len Flun­ke­rei­en in ihrem Lebens­lauf fin­det sich auch in ihrem Buch eine peter­pa­nes­ke Denk­faul­heit, die sich immer nur auf die Leis­tun­gen ande­rer stützt, sich selbst aber jedes Lor­beer­kran­zes für wür­dig erach­tet. Ist Anna­le­na nie erwach­sen gewor­den wie jener Peter aus Nim­mer­land? Oder hat sie erkannt, dass die eige­nen Gedan­ken nicht tief und gut genug sind und sam­melt des­halb lie­ber die Gedan­ken ande­rer? Hat es des­halb nicht zu aka­de­mi­schen Meri­ten gereicht, weil ihre Unfä­hig­keit zum selbst­stän­di­gen, nicht auf frem­de Ideen bezo­ge­nen Den­ken im uni­ver­si­tä­ren Umfeld zu offen­sicht­lich ist? Nun jeden­falls drückt sie mit einem Buch ihre Fäus­te in die Hüf­te und ver­sucht, mit geborg­tem Feen­staub abzu­he­ben. Anna­le­na selbst kann eben­so wenig flie­gen wie Peter Pan, ganz gleich wie das ZDF oder die Grü­nen es darstellen.


25.6.2021: Rüt­tes ehr­lichs­ter Satz steht am Ende des Spie­gel-Arti­kels: „Wir wol­len Ungarn in die Knie zwin­gen.“ So spricht eine ver­hin­der­te und ver­zwei­fel­te Groß­macht, der erst bei der Expan­si­on die Luft aus­ging, deren künst­lich geschaf­fe­ne Wäh­rung an Attrak­ti­vi­tät ver­liert, der ratio­nal ent­schei­den­de Mit­glie­der davon­lau­fen und die sich nun auf den inne­ren Zusam­men­halt mit jako­bi­nis­ti­schem Eifer stürzt.

Doch ich bezweif­le, dass sich Ungarn je wie­der zum Pro­tek­to­rat einer frem­den Macht wird machen las­sen, ganz gleich, ob die in Istan­bul, Wien, Mos­kau oder Brüs­sel sitzt. Denn wer erst mal vor Jako­bi­nern auf den Knien liegt, der ver­liert auch schnell sei­nen Kopf. Rüt­te, Regie­rungs­chef eines Steu­er­pa­ra­die­ses, das der EU eben­falls ein Dorn im Auge ist, lenkt die Auf­merk­sam­keit geschickt auf ein akti­vis­ti­sches und dem Nor­mal­bür­ger kaum ver­ständ­li­ches Feld, das sich jedoch medi­al wun­der­bar beackern lässt.

Das geän­der­te unga­ri­sche Gesetz hat dazu geführt, dass man sich Ungarn nun ein­zeln vor­knöp­fen kann. Vor­her war es näm­lich die man­geln­de Bereit­schaft zur Mas­sen­ein­wan­de­rung. Doch in die­ser Sache müss­te man auch Grie­chen­land, Ita­li­en, Däne­mark und Schwe­den an den unga­ri­schen Pran­ger stel­len und gegen gleich fünf Geg­ner möch­te man in der Haupt­stadt der Büro­kra­tie nicht die Hand erhe­ben, wes­halb sich das The­ma LGTBQ bei Kin­dern – bekannt­lich haben wir über­haupt kei­ne ande­ren Pro­ble­me mehr – bes­tens eig­net. Und nun haut alle kräf­tig drauf auf den unga­ri­schen Rücken!

Viel­leicht möch­te Rüt­te im Bin­nen­meer der EU nach Groß­bri­tan­ni­en eine zwei­te Flucht­in­sel für Arbeit, Kapi­tal und Frei­han­del ent­ste­hen las­sen? Das wird unwei­ger­lich pas­sie­ren, wenn die EU wei­ter sol­chen Druck aus­übt und ihre sou­ve­rä­nen Mit­glieds­staa­ten „in die Knie zwin­gen“ will. Nie­mand (außer Deutsch­land) wird vor Brüs­sel auf die Knie fal­len. Die­se kla­ren, undi­plo­ma­ti­schen Wor­te wer­den den Nie­der­lan­den noch kräf­tig auf die Klom­pen fallen.


18.6.2021: Es mag ver­rückt klin­gen, aber der Plan macht Sinn. Wir erin­nern uns an den stüm­per­haf­ten Irak-Krieg von Bush Juni­or, in des­sen Fol­ge von jetzt auf gleich die gan­ze ira­ki­sche Armee auf­ge­löst wur­de, statt nur Sad­dams Repu­bli­ka­ni­sche Gar­de zu ent­waff­nen und die Armee wei­ter zu bezah­len und Schu­len, Fabri­ken, Muse­en, Was­ser­wer­ke und Geschäf­te bewa­chen zu las­sen. Hun­dert­tau­sen­de jun­ge Män­ner, arbeits­los, Plei­te aber bewaff­net und jede Men­ge selbst­er­nann­ter Befrei­ungs­be­we­gun­gen und reli­giö­se Spin­ner. Das war der eigent­li­che Start ins Cha­os, von dem sich der Irak bis heu­te nicht erho­len konnte.
Im bank­rot­ten Liba­non droht Ver­gleich­ba­res. Wenn der liba­ne­si­sche Staat sei­ne Armee nicht mehr bezah­len kann, stün­de die His­bol­lah sofort mit ira­ni­schem Geld bereit, um die Sol­da­ten zu über­neh­men und nach Süden, Rich­tung Isra­el mar­schie­ren zu las­sen. Und das wäre am Ende eine viel schlech­te­re Vari­an­te als die 675.000 liba­ne­si­sche Pfund ($50!!) Monats­sold pro Sol­dat inter­na­tio­nal auf­zu­brin­gen, um die Trup­pe zu versorgen.


11.6.2021: Bes­ter Dia­log auf einer PK die­se Woche!
Vize­prä­si­den­tin Har­ris (USA): Wir müs­sen die Grund­ur­sa­chen bekämp­fen, war­um die Men­schen aus Gua­te­ma­la nach Nor­den gehen, den Klimawandel!
Prä­si­dent Giam­mat­tei (Gua­te­ma­la): Die Men­schen gehen nach Nor­den, weil Sie sie ein­ge­la­den haben.


10.6.2021: Nicht nur bei der FR ist man offen­kun­dig zu blö­de, Ein­kom­men und Ver­mö­gen zu unter­schei­den. Sie reden zwar von Ein­kom­mens­steu­er, wol­len aber an die Ver­mö­gen ran. Man muss das rich­tig ver­ste­hen, die Vor­wür­fe rich­ten sich nicht gegen ille­ga­le Prak­ti­ken, das ist alles völ­lig legal und ent­spricht der Steu­er­ge­setz­ge­bung in den Staa­ten. Zu der kann man ja ste­hen wir man will, soll­te sie aber ver­ste­hen, um sie sach­lich kri­ti­sie­ren zu kön­nen. Denn wel­che Steu­er war denn Null bei Bezos, Musk und Co? Gemein­de­steu­ern? Federal oder Sta­te-Taxes? Ihr wisst es schlicht nicht, meckert aber trotzdem.
Und machen wir zum Schluss die Nagel­pro­be, lie­be FR-Autoren: Wer von euch hat in letz­ter Zeit sei­nen Steu­er­be­ra­ter gebe­ten, eine Geset­zes­lü­cke zu fin­den, dank derer ihr mehr zah­len konn­tet als ihr muss­tet? Na? Sehe ich ein paar Hän­de? Nein? Aso­zia­les Gesindel!


5.6.2021: Wenn ich Chris­toph Blo­cher rich­tig ver­stan­den habe – und das ist bei des­sen aus­ge­präg­ten Schwi­zer­dütsch nicht ganz ein­fach für mich – dann ist die Schweiz in eine Fal­le der EU getappt. Es gibt eine Zah­lungs­ver­pflich­tung der Schweiz gegen­über der EU, die aus einem Kohä­si­ons­ab­kom­men stammt und eigent­lich den 2004 bei­getre­te­nen öst­li­chen EU-Staa­ten unter die Arme grei­fen soll. Für die­sem Pro­gramm sind noch etwas mehr als eine Mil­li­ar­de Euro an Zah­lun­gen offen. Nach dem Schei­tern des Rah­men­ab­kom­mens hat die EU nun die­se Rest­zah­lun­gen ein­fach umbe­nannt und spricht nun intern von „Markt­zu­tritts­ge­büh­ren“, wel­che die Schweiz an die EU zah­len muss. Nun ist die Befürch­tung Blo­chers, dass sich aus die­ser Umwid­mung ein in die Ewig­keit ver­län­ger­ter Straf­zoll ent­wi­ckeln könn­te, denn so eine Gebühr ist ja auch irgend­wann man auf­ge­braucht und muss erneu­ert wer­den. Mir scheint, das Pro­blem hat außer der knor­ri­gen alten Eiche Blo­cher nie­mand auf dem Schirm. Ich kann mich irren, aber ich den­ke, die EU spielt hier mit gezink­ten Kar­ten und will die Schweiz über den Tisch zie­hen. Lie­be Schwei­zer, die ihr hier lest, bit­te steckt mir ein Licht auf.


4.6.2021: Bei den For­schun­gen in den Tie­fen grü­ner Pro­gram­ma­tik für mei­nen letz­ten Arti­kel ist eini­ges Mate­ri­al übrig geblie­ben. Und weil kurio­se Bewei­se dabei sind, dass die Grü­nen nicht nur gegen ande­re Par­tei­en, son­dern vor allem gegen die Phy­sik ihren Hut in den Ring gewor­fen haben, möch­te ich Ihnen die­se Fund­stü­cke nicht vorenthalten.

Fund­stück 1: „… geht es dar­um, nicht die Arbeit, son­dern die zur Ver­fü­gung gestell­te Leis­tung zu entlohnen.“

Immer wenn ein Bür­ger­meis­ter einen Wind­park eröff­net, Bän­der durch­ge­schnit­ten wer­den und Pres­se­ka­me­ras kli­cken, kann man am nächs­ten Tag in der Zei­tung lesen, wie vie­le „Mega­watt Leis­tung“ nun wie­der ans Netz gegan­gen sei­en. Dabei geben die schö­nen gro­ßen Zah­len nur die instal­lier­te Leis­tung an, als das, was die Anla­ge theo­re­tisch an Ener­gie erzeu­gen könn­te, wenn sie denn über­haupt und dann auch noch opti­mal lie­fe. „Zur Ver­fü­gung gestell­te Leis­tung“ ist also der dicke Por­sche, der auf einen war­tet, wäh­rend man im Streck­ver­band auf der Inten­siv­sta­ti­on liegt – genau­so schnell und nütz­lich wie ein 2CV. Ent­schei­dend ist die von einer Anla­ge geleis­te­te Arbeit, also wenn tat­säch­lich Strom pro­du­ziert wird, der auch tat­säch­lich ver­braucht wer­den kann. Die Grü­nen ver­wech­seln hier also ent­we­der die Begrif­fe, oder sie wol­len am bestehen­den Kon­zept der „Ver­gü­tung von Aus­fall­ar­beit“ fest­hal­ten, bei dem eine Wind­an­la­ge auch dann Geld ein­bringt, wenn sie lau­fen könn­te, aber nicht darf, weil viel­leicht die Net­ze gera­de unter der Win­dern­te eines Sturm­tiefs ohne Nach­na­men äch­zen. Das ist öko­no­misch so sinn­voll wie Kin­der­geld an jeden zeu­gungs­fä­hi­gen Erwach­se­nen aus­zu­zah­len, nur weil er oder sie Kin­der haben könnte.

Fund­stück 2: „Netz­aus­bau beschleu­ni­gen… [also dafür sor­gen], dass der Strom von dort, wo er erzeugt wird, so schnell wie mög­lich dort­hin gelangt, wo er benö­tigt wird.“

Bei den Grü­nen scheint man zu glau­ben, dass die Wind­rä­der hier im Nor­den die Elek­tro­nen ein­zeln ein­fan­gen, ver­pa­cken und auf die Rei­se nach Süden schi­cken. Doch die Ener­gie wird nicht per UPS, son­dern via Kup­fer­ka­bel über­tra­gen. Dort bewe­gen sich die Elek­tro­nen unab­hän­gig vom grü­nen Par­tei­pro­gramm, und zwar kaum schnel­ler als ein Fuß­gän­ger. Die Ener­gie wird durch einen fort­lau­fen­den Impuls über­tra­gen, und erfolgt etwa mit Licht­ge­schwin­dig­keit. „So schnell wie mög­lich“ Strom zu über­tra­gen ist also ein ziem­lich dum­mes Kri­te­ri­um für den Netz­aus­bau. Es geht um Kapa­zi­tä­ten und das ist etwas völ­lig ande­res als Geschwindigkeit.


3.6.2021: Ein Thea­ter­stück, wel­ches Kaf­ka lei­der nie geschrie­ben hat, wird es erst, wenn man eine Mel­dung und zwei auf der BILD-Sei­te ver­link­te Arti­kel rich­tig zusammenschneidet.


28.5.2021: Die Schlüs­sel sei­en auf dem Weg nach Süd­deutsch­land. Dort wür­den sie in den kom­men­den Tagen an einem Ort „aus­ge­stellt“, der unter dem Kli­ma­wan­del gelit­ten habe.“ Ein Ort in Süd­deutsch­land, der unter dem Kli­ma­wan­del gelit­ten hat? Müs­sen wir jetzt mit Kli­ma­f­lücht­lin­gen aus Wolf­rats­hau­sen oder Tübin­gen rechnen?


etwas spä­ter: <DLF an> Nach­rich­ten um 9:30 Uhr: Luxem­burgs Außen­mi­nis­ter Assel­born: „Netan­ja­hu habe gro­ße Schuld auf sich gela­den, er habe mit Ex-Prä­si­dent Trump zusam­men­ge­ar­bei­tet, um alles zu zer­stö­ren, was Hoff­nung erlaubt hätte.“
Gemeint waren wohl die Frie­dens­ver­trä­ge mit ara­bi­schen Nach­bar­staa­ten, die Ein­stel­lung von Schutz­geld­zah­lun­gen an Ter­ro­ris­ten und die Aner­ken­nung von Tat­sa­chen in Jeru­sa­lem. Der Applaus der Hamas ist Assel­born sicher!
Genug DLF für heute!


20.5.2021: Ich lese immer wie­der, Isra­el habe das RECHT auf Selbst­ver­tei­di­gung. Das ist eine sehr simp­le, um nicht zu sagen hin­ter­häl­ti­ge Dar­stel­lung. Isra­el hat viel­mehr die PFLICHT, sei­ne Bür­ger zu schüt­zen! Die Gewähr­leis­tung der inne­ren und äuße­ren Sicher­heit ist eine exklu­si­ve staat­li­che Auf­ga­be, kein Pri­vi­leg. Wer immer nur von „Recht“ spricht, impli­ziert, dass man dar­auf ja auch mal ver­zich­ten kön­ne – oder gar sol­le! Wür­de Isra­el jedoch sei­nen Pflich­ten gegen­über sei­ner Bevöl­ke­rung nicht nach­kom­men, die die­sen Staat mit ihren Steu­ern finan­ziert, ver­lö­re es sei­ne Legi­ti­mi­tät eben­so wie die Hamas, die die eige­ne Bevöl­ke­rung ter­ro­ri­siert, statt sie zu schüt­zen. Dar­aus folgt: wer Isra­el bei der Wahr­neh­mung sei­ner staat­li­chen Pflich­ten in den Arm fal­len will, arbei­tet an des­sen Dele­gi­ti­mie­rung. Das soll­te auch unser Bir­nen­männ­chen von Außen­mi­nis­ter beach­ten, wenn er in Isra­el mal wie­der „Dees­ka­la­ti­on“ anmahnt.


7.5.2021: Die SPD ist wie Brau­se­pul­ver. Laut schäumt sie ihrer Auf­lö­sung entgegen.


etwas spä­ter am 5.4.2021: Ich weiß ja nicht, wer hier schon das (jetzt hät­te ich bei­na­he „Ver­gnü­gen“ geschrie­ben) Pri­vi­leg hat­te, die gast­freund­li­chen Annehm­lich­kei­ten eines DDR-FDGB-Feri­en­heims zu genie­ßen? Ich ja, ein oder zwei mal, als Kind. Es sind nicht mei­ne bes­ten Erin­ne­run­gen. Und es sind Mel­dun­gen wie die­se hier, die mir das Blut in den Adern gefrie­ren las­sen, weil sie zwar ober­fläch­lich huma­nis­tisch erschei­nen, kratzt man jedoch an der Ober­flä­che, vor Bos­haf­tig­keit, Miss­ach­tung und Stan­des­dün­kel nur so strot­zen. Ich kann das Mit­tags­buf­fet, die Kar­tof­fel­pam­pe und die hell­brau­ne Soße schon rie­chen, für die wir der Par­tei- und Staats­füh­rung dank­bar sein sol­len. Ich für mei­nen Teil wäre lie­ber klam­mer Kun­de im bil­ligs­ten Hotel der Welt als Gna­den­gast auf Almo­sen­ba­sis bei einer Bun­des­be­hör­de, die zu „mei­nem Wohl“ Steu­er­gel­der ver­wen­det, weil sie auch bes­ser als ich zu wis­sen glaubt, wie ich mei­nen Urlaub ver­brin­gen sollte!


5.4.2021: „Wenn alle, denen wir den Indi­vi­dua­lis­mus nicht zuge­ste­hen, Pfle­ge­fäl­le sind, wenn wir den Men­schen also als Pfle­ge­fall betrach­ten, stellt sich die Fra­ge, wer pflegt hier eigent­lich.“ (Die­ter Nuhr, aus mei­nem Gedächt­nis­pro­to­koll, aber im Video leicht wiederzufinden.)
Nur soviel zum For­mat. Drei Stun­den Inter­view und Zuschau­er­fra­gen bie­ten nicht nur ein gutes Bild über die Gedan­ken­welt von Die­ter Nuhr, son­dern auch der Fra­ge­stel­ler und Inter­view­part­ner. Der Namens­be­stand­teil „Naiv“ scheint mir nicht zufäl­lig gewählt, aber ich will nicht klein­lich sein.
Die Gesprächs­füh­rung war ok, Nuhr hat­te viel Zeit, sich in aller Ruhe und Gelas­sen­heit aus­zu­brei­ten und es bleibt zu hof­fen, dass der „nai­ve“ Teil des Gesprächs etwas gelernt hat. Um die Gelas­sen­heit benei­de ich Nuhr, das muss ich schon sagen! Er gehört mei­ner Mei­nung nach zu den weni­gen noch unver­bo­ge­nen Aus­nah­men im deut­schen Kabarett.
Dabei kommt er in vie­len sei­ner Über­le­gun­gen zu gänz­lich ande­ren Schluss­fol­ge­run­gen als ich. Doch das stört mich kein Biss­chen, weil er auf den­sel­ben Wegen dort­hin gelangt. Es sind sei­ne Erkennt­nis­se, nicht die eines steu­ern­den Kol­lek­tivs, es kos­tet ihn die­sel­ben Mühen, er hat die­sel­ben Zwei­fel, nur manch­mal sind die Erkennt­nis­se ande­re, weil sie sich auch aus ande­ren Quel­len spei­sen. Ich hal­te das eigent­lich sogar für die nor­mal. Wie lang­wei­lig wäre die Welt, wenn sie mit unse­ren Spie­gel­bil­dern bevöl­kert wäre!
Ein Satz aus dem Inter­view, in dem immer wie­der ver­geb­lich ver­sucht wur­de, Nuhr hin­ter die grü­ne Fich­te zu füh­ren, ragt für mich her­aus: „Wir müs­sen so tun, als sei der Mensch als Indi­vi­du­um zurech­nungs­fä­hig. Das hal­te ich für sehr wich­tig.“ Dem kann ich mich nu(h)r anschlie­ßen. (Link zum emp­foh­le­nen Video beim Goog­le-Mit­be­wer­ber im Kom­men­tar. Ab 2:20 h kom­men die Zuschau­er­fra­gen, die von „Alt & Naiv“ mode­riert wer­den. Da ist es am lustigsten.)


28.4.2021: Wenn ich wie heu­te bei son­ni­gem Wet­ter und fri­schem Wind durch ins­ge­samt vier Wind­parks zur Arbeit fah­re und sehe, dass etwa die Hälf­te der Anla­gen Soda-Müh­len sind, weil sie gera­de nur „so da“ ste­hen, wird mir immer ganz reli­gi­ös zumu­te. „Sehet die Wind­rä­der unter dem Him­mel an. Sie dre­hen nicht, sie ern­ten nicht, und der Strom­kun­de ernährt sie doch.“ (Evan­ge­li­um Kem­fert, 6:26, „Gleich­nis von der Ausfallleistung“)


24.4.2021: Jetzt sol­len also schon Schau­spie­ler Ver­ant­wor­tung tra­gen, wo unse­re Poli­tik seit Mona­ten der­art ver­ant­wor­tungs­los han­delt, dass es schon weh tut? Die­se Hyper­mo­ra­li­sie­rung, die jede noch so berech­tig­te Kri­tik dele­gi­ti­miert, ist eines der Long-Covid-Sym­pto­me in die­sem Land. Auch der Autor die­ses Arti­kels schreibt „Soli­da­ri­tät“ auf sei­nen Knüp­pel und prü­gelt drauf los. Ich fin­de das erbärm­lich und kurz­sich­tig. Wir sind auf dem bes­ten Weg, ein Volk von Duck­mäu­sern zu wer­den, die im Gleich­schritt mar­schie­ren und dies für gesell­schaft­li­che Har­mo­nie halten.


20.4.2021: Wenn einer schon „Eier­no­ckerl“ schreibt, dann weiß doch jeder sofort bescheid! Wuss­tet ihr das? Also ich wuss­te das nicht. Aber ich arbei­te ja auch nicht beim ZDF und weiß daher nicht, was Vol­de­mort gera­de so treibt, was er geges­sen oder wie soli­de sei­ne Ver­dau­ung war. Ich könn­te sogar stun­den­lang Eier auf­schla­gen ohne an Brau­nau zu den­ken. Aber da muss es wohl ein „Gute-Eier­spei­sen-Gesetz“ oder sowas geben, wel­ches am zwan­zigs­ten des April ver­bie­tet, dass Dot­ter und Eiweiß sich zu ver­däch­ti­gen Flo­cken zusam­men­rot­ten. Ein Grund weni­ger, Vege­ta­ri­er zu wer­den. Man macht sich heu­te ja so schnell ver­däch­tig. Vor­schlag zur Güte, lie­be Nazi­jä­ger: lasst den 29. Febru­ar im Kalen­der und macht den 20.4. zum Schalt­tag. Dann muss man nur alle vier Jah­re einen Tag lang im Bett blei­ben und kann sich nicht schon wegen einer Eier­spei­se oder eines Salats der ver­such­ten Anbräu­nung ver­däch­tig machen. (Foto: Netz­fund. Das Foto der Spei­se erspa­re ich euch., ich müss­te euch sonst zur Ent­na­zi­fi­zie­rung schi­cken. Ich geh mir jetzt erst mal die Augen mit Sei­fe auswaschen.)


11.4.2021: Neu­es iPho­ne aus dem Apple-Store: 600 Euro. Sys­tem­kri­tik: unbe­zahl­bar! (Netz­fund)


7.4.2021: Die Rea­li­tät läuft schnel­ler als good old Joe.


Der Oster­mon­tag schrei­tet wei­ter vor­an: Lasche­ts „Brü­cken­lock­down“ bis genug geimpft sei, ist so sinn­voll wie den Kes­sel von Sta­lin­grad zu ver­tei­di­gen, bis Ver­stär­kung eintrifft.


5.4.2021: Der Wahn­sinn der Segre­ga­ti­on rückt näher, ohne dass die deut­sche Pres­se den Wind spürt, der uns ins Gesicht weht. Und die­ser Wind kommt nicht nur aus den USA, wo die Ras­sen­tren­nung an Uni­ver­si­tä­ten fast schon Geset­zes­kraft hat und als gro­ßer Fort­schritt gefei­ert wird, son­dern aus Frankreich.

Zwar berich­te­te die SZ letz­ten Monat über einen „aka­de­mi­schen Streit“ – zwei Dozen­ten der Hoch­schu­le in Gre­no­ble ste­hen dort unter Poli­zei­schutz, weil sie von der Stu­den­ten­ge­werk­schaft UNEF bedroht und als „Faschis­ten“ und „Isla­mo­phob“ bezeich­net wer­den – , von den Schluss­fol­ge­run­gen des fran­zö­si­schen Staa­tes aus den Akti­vi­tä­ten der UNEF erfährt man indes wenig.

2019 ver­hin­der­ten Pro­tes­te der UNEF die Auf­füh­rung eines Stü­ckes von Aischy­los (6. Jh. v.C.) an der Sor­bon­ne – Mas­ken und dunk­les Make-up gehen bekannt­lich gar nicht mehr in woken Zei­ten der kul­tu­rel­len Aneig­nung. Der Ton wird immer schril­ler. Schon vor zehn Jah­ren begann man bei der UNEF, rei­ne Frau­en­tref­fen zu orga­ni­sie­ren, das wei­te­te sich dann auf Min­der­hei­ten aus, die dazu ange­hal­ten wur­den, sich über gemein­sa­me Dis­kri­mi­nie­rungs­er­fah­run­gen auszutauschen.

Nun hat die Regie­rung Macron die Reiß­lei­ne gezo­gen. Der Senat hat das Ver­bot der UNEF beschlos­sen, die immer­hin die zweit­größ­te Gewerk­schaft des Lan­des ist. Die Ver­fü­gung ist als Zusatz von Macrons Gesetz gegen den Isla­mis­mus gestal­tet, muss aber noch rati­fi­ziert wer­den. Eines ist sicher: Wenn das Ver­bot rechts­kräf­tig wird, brennt in Frank­reich die Lun­te. Auch wenn ich wenig Sym­pa­thien für das eli­tä­re Estab­lish­ment fran­zö­si­schen Regie­rungs­be­triebs habe, könn­te des­sen Abschnei­den in die­sem Macht­kampf erheb­li­che Aus­wir­kun­gen dar­auf haben, ob sich das Virus der Segre­ga­ti­on und des „posi­ti­ven“ Ras­sis­mus in Euro­pa wei­ter ausbreitet.

Im NYT-Arti­kel kommt die UNEF erwar­tungs­ge­mäß gut weg, aber zumin­dest die Fak­ten kann man ihm ent­neh­men. Um hin­ter die Bezahl­schran­ke schau­en zu kön­nen, ver­lin­ke ich den Arti­kel via Way­back.


29.3.2021: Ich schät­ze Bari Weiss. Der offe­ne Brief, mit dem sie die Tür der NYT hin­ter sich zuschlug, war inhalt­lich uns sti­lis­tisch meis­ter­lich. Auch im Inter­view mit der BAZ sagt sie viel rich­ti­ges - ihrer Auf­for­de­rung an Jour­na­lis­ten, Twit­ter zu ver­las­sen, ist nichts hin­zu­zu­fü­gen. Aber wie so oft bei gefal­le­nen lin­ken Engeln kommt auch sie aus dem Lager­den­ken und den ererb­ten Feind­bil­dern nicht her­aus. In Sät­zen wie „Mei­ne Welt ist das blaue Ame­ri­ka, das der Demo­kra­ten.“ klin­gen Recht­fer­ti­gungs­druck, Tren­nungs­schmerz und Sehn­sucht an. Alles schreit gera­de­zu „Gebt mir mei­ne klei­ne, hei­le Bub­ble wie­der, in der die Demo­kra­ten gut und fort­schritt­lich und die Repu­bli­ka­ner dumm und rück­stän­dig waren.“

Doch der Kampf um Ame­ri­ka wird nicht zwi­schen Demo­kra­ten und Repu­bli­ka­nern oder zwi­schen urba­ner Eli­te und länd­li­cher Farm­idyl­le aus­ge­tra­gen, son­dern auf der einen Sei­te zwi­schen der Frei­heit, sein Leben im Rah­men einer guten Ver­fas­sung selbst und so zu gestal­ten, wie man es will und ver­mag, und einer neu­en Welt staats­ab­hän­gi­ger Opfer­grup­pen, die sich beim Ren­nen an die Fut­ter­trö­ge mit Moral­keu­len bear­bei­ten auf der anderen. 
 

Ich füge hin­zu, dass es zum Bei­spiel Chi­na (aus Grün­den) sehr recht ist, dass es vie­le Ame­ri­kas gibt und dass Bari Weiss sich nur eins davon aus­ge­sucht hat. Für die Welt­ge­stal­tungs­plä­ne der chi­ne­si­schen KP darf es ruhig „bunt“ zuge­hen in den USA. Ein blau­es und ein rotes und ein schwar­zes und ein wei­ßes und ein grü­nes Amerika…Das blaue Ame­ri­ka allein wird Tai­wan nicht ret­ten, das rote Ame­ri­ka allein kann Isra­el nicht bei­ste­hen. Für bei­de Auf­ga­ben (und für vie­le ande­re) brau­chen wir das gan­ze Ame­ri­ka. Das soll­te Bari Weiss viel­leicht auch mal ins Kal­kül zie­hen, wenn sie als Jour­na­lis­tin in die­ser Wei­se Par­tei ergreift.


25.3.2021:

Update, 28.5.20201: Das Hin­ter­grund­bild auf der lin­ken Sei­te, wel­ches einst Anna­le­na Baer­bock bei der Erzeu­gung von Sei­fen­bla­sen und in läs­si­ger Pose zeig­te, habe ich nach Auf­for­de­rung gelöscht. Ein jeder den­ke sich das bekann­te Foto ein­fach in die Sze­ne hin­ein und sei­nen Teil dazu.


4.3.2021: Die gan­ze Zeit frag­te man sich, wie die Bekennt­nis­se des RKI-Chefs Wie­ler, die Beatmungs­plät­ze in den Kli­ni­ken sei­en über­wie­gend von ganz bestimm­ten Migra­ti­ons­hin­ter­grün­den belegt, poli­tisch und medi­al wie­der ein­fan­gen wür­de. Das übli­che „Poi­se­ning the Well“ viel­leicht? Doch dann hät­te man Wie­ler beschä­digt und der wird noch gebraucht, um bei Bedarf Löf­fel­wei­se Angst und Panik aus­tei­len zu kön­nen. Man ent­schied sich letzt­lich für die dop­pel­te Stra­te­gie aus „Miss­ver­ständ­nis“ und „Zitier­feh­ler“, was lei­der bedeu­tet, dass man der Öffent­lich­keit nun die „rich­ti­ge Wahr­heit“ schul­det. Die Zita­te Wie­lers, der von bekann­ten Pro­ble­men sprach, über die man aber nicht reden kön­ne, sei­en gar kei­ne Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen, son­dern ledig­lich Über­le­gun­gen gewe­sen. Auch gin­ge es in dem Gespräch ledig­lich um ganz spe­zi­fi­sche Kli­ni­ken, nicht um eine gene­rel­le Beschrei­bung der Lage. Also doch und sogar sehr kon­kret und nicht nur „Über­le­gung“? Und für alle Fans des Kon­kre­ten hat der Nord­ku­rier gute Zah­len: In der Bon­hoe­fer-Kli­nik lie­ge die Zahl der beatme­ten Migra­ti­ons­hin­ter­grün­de bei unter einem Pro­zent! Toll, denkt sich der Leser. Dann gibt es ja kein Pro­blem und Frau Stein­bach muss ihre „Lügen­ma­ri­an­de“ (Alex­an­der Lambs­dorff) selbst auslöffeln.

Doch denkt und liest der Leser wei­ter, erfährt er, dass die­se Kli­nik im Kreis „Meck­len­bur­gi­sche Seen­plat­te“ liegt. Nicht gera­de ein Hot­spot der wun­der­bun­ten Zuwan­de­rung, wo die ein­zig ver­edeln­den Hin­ter­grün­de sich dre­hen­de Wind­rä­der sind. Aber Ber­lin, was ist mit Ber­lin, wie sind die Zah­len­ver­hält­niss dort? Doch lei­der, so erfährt der Leser, erfas­se man dort den Hin­ter­grund der Pati­en­ten gar nicht.

Wir fas­sen zusam­men: Kli­nik­chefs in Hot­spot-Groß­städ­ten bekla­gen im Gespräch mit dem RKI gewis­se Auf­fäl­lig­kei­ten bezüg­lich der Her­kunft der Inten­siv­pa­ti­en­ten, von denen sie sta­tis­tisch eigent­lich gar nichts wis­sen kön­nen (oder dürf­ten), wäh­rend eine Kli­nik im Land der drei Mee­re (Wald­meer, Sand­meer, nichts mehr) gern Aus­kunft dar­über gibt, dass sie ein Pro­blem nicht hat, wel­ches es dort man­gels Ziel­grup­pe ohne­hin nicht geben kann.

Die Fra­ge, wie wir von den Medi­en ver­arscht wer­den, ist damit auch kurz und bün­dig beant­wor­tet: schlecht!


28.2.2021: Inter­es­san­te The­se. Ehr­lich gesagt hielt ich den Effekt „Wind­rad-macht-Wind-kaputt“ immer nur für eine sta­tis­ti­sche Grö­ße. Erre­chen­bar aber nicht mess­bar. Anders sieht die Sache aus, wenn man das Mikro­kli­ma rund um die Wind­an­la­gen betrach­tet. Vom Flä­chen­ver­brauch und dem Ein­fluss auf die Boden­feuch­tig­keit mal ganz abgesehen.

Die schwä­cher wer­den­den West­win­de in Euro­pa haben aber sehr wahr­schein­lich eine ande­re Ursa­che, die hier min­des­tens stark über­la­gert: Die Kli­ma­er­wär­mung als sol­che ist ja weit­ge­hend unum­strit­ten (anders als deren Ursa­chen) und die Tem­pe­ra­tur­an­stie­ge fal­len umso grö­ßer aus, je wei­ter nörd­lich man schaut. Rich­tung Ant­ark­tis scheint das noch nicht der Fall zu sein, die Ursa­chen dafür sind umstrit­ten, ver­mut­lich ist aber das Ver­hält­nis von viel trä­gem Oze­an­was­ser und wenig Land­mas­se und die schie­re Grö­ße der Eis­flä­che um den Süd­pol ent­schei­dend. Nein, im Nor­den spielt die Musik, egal ob in der Ant­ark­tis ein Eis­berg abbricht oder in Chi­na ein Sack Reis umfällt.

Durch die Erwär­mung sinkt die Tem­pe­ra­tur­dif­fe­renz zwi­schen den Polar­ge­bie­ten und süd­li­chen Brei­ten. Win­de kom­men aber neben der gene­rel­len Ursa­che Erd­ro­ta­ti­on und Son­nen­ein­strah­lung kon­kret durch loka­le Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de zustan­de, die zu Druck­un­ter­schie­den füh­ren, die zu Wind zwecks Druck­aus­gleich füh­ren. Weni­ger Tem­pe­ra­tur­dif­fe­renz führt also zwangs­läu­fig zu weni­ger Wind. Die The­se der Kli­ma­ret­ter, durch „mehr Ener­gie im Sys­tem“ wür­den auch die Wet­ter­ex­tre­me und Unwet­ter zuneh­men, ist unter die­ser Prä­mis­se übri­gens auch kaum halt­bar. Da haben wir es wohl vor allem mit „Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie“ zu tun, die dafür sorgt, dass noch der dünns­te Luft­hauch sei­nen Namen und sei­ne Scha­dens­sta­tis­tik bekommt. Die Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie wird übri­gens ver­hin­dern, dass man dem im Arti­kel beschrie­be­nen Effekt ein­fach mal etwas mehr Auf­merk­sam­keit spen­diert. Wäre im Sin­ne einer Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung eigent­lich sinn­voll, passt aber nicht ins Nar­ra­tiv. Wind­kraft gut, nix Risi­ken und Neben­wir­kun­gen und Fra­gen beant­wor­tet weder der Apo­the­ker noch Frau Kemfert.


8.2.2021: Wenn man im Yach­club Blan­ke­ne­se das Leben genie­ßen, an der Hum­boldt-Uni Jura stu­die­ren und bei der Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der SPD das gro­ße Wort füh­ren kann, sich aber für einen Kom­mu­nis­ten auf den gesell­schaft­li­chen Bar­ri­ka­den hält und mit Tweets auf Libe­ra­le schießt, dann lebt man im bes­ten Deutsch­land, das es je gab. Äuße­run­gen wie die des Bengt Rüs­tem­ei­er, die vor allem aus halb­ver­schlüs­sel­ten Gewalt­phan­ta­sien bestehen, kön­nen den Jusos aber eigent­lich kaum pein­lich sein. Schließ­lich drückt man dort auch die Nach­wuchs-Hamas-Ter­ro­ris­ten ans brü­der­li­che Herz. Wozu also die gespiel­te Empö­rung? Jeder weiß, wie die Jung­so­zia­lis­ten zu Libe­ra­len, Ver­mie­tern im All­ge­mei­nen und Jeff Bezos im Beson­de­ren ste­hen. Den Libe­ra­len nei­det man das Selbst­ver­ständ­nis (man bezeich­net sich ja selbst gern als libe­ral), Ver­mie­ter kennt man nur in Gestalt von Mama und Papa, die einem stän­dig dro­hen, sie raus­zu­schmei­ßen, wenn sie nicht bald ihr Stu­di­um der ver­glei­chen­den Gen­de­ro­lo­gie fer­tig­be­kom­men und Jeff Bezos ken­nen sie nur als fer­nen Weih­nachts­mann, der das neus­te Mac­Book vor­bei­bringt. Alles Feind­bil­der des schlech­ten Gewis­sens, hin­ter denen man die eige­ne Bedeu­tungs- und Ziel­lo­sig­keit ver­steckt. Laut­spre­cher wie das Bürsch­lein Bengt schaff­ten es in unse­ren von Nega­tiv­aus­le­se gepräg­ten Par­tei­en schon immer nach oben. Dort ange­kom­men küm­mer­ten sich Pres­se­re­fe­ren­ten, Lek­to­ren und rhe­to­risch geschul­te Mit­ar­bei­ter um die ansons­ten ver­hee­ren­de Außen­wir­kung. Dank der sozia­len Medi­en gelingt es heu­te immer häu­fi­ger auch den Wäh­lern selbst, recht­zei­tig ins Rad der Geschich­te zu grei­fen, weil sich die Bengs­te unse­rer Tage durch eige­ne, unge­fil­ter­te Äuße­run­gen zur Kennt­lich­keit entstellen.


1.2.2021: Game­S­top sei out und Sil­ber der neue hei­ße Scheiß, sagt Reddit…besser gesagt: sagen die Medi­en über Red­dit. Sowas in der Art war zu erwar­ten. Doch dass die Medi­en alle­samt auf den Betrug rein­fal­len - böse Zun­gen behaup­ten, sie hät­ten sich bezah­len las­sen - ist schon dreist. Ein Blick zu Red­dit zeigt, dass es eine dreis­te Lüge ist, r/wallstreetbet hät­te den Kauf von Sil­ber emp­foh­len. Wer wirk­lich dahin­ter­steckt…? Nach dem Cui-Bono-Prin­zip klar der Hedge­fond Cita­del. Man ver­sucht das Geld zurück­zu­be­kom­men, wo man es ver­lo­ren hat.


27.1.2021: Zur schein­hei­li­gen Debat­te um die Lie­fer­eng­päs­se von Impf­stof­fen nur so viel. Ers­tens ist es schon dreist von EU-Ver­tre­tern, den Her­stel­lern Ver­sa­gen vor­zu­wer­fen, wenn die Ver­zö­ge­run­gen doch eigent­lich auf die Unfä­hig­keit einer bedarfs­ge­rech­ten Pla­nung und dem Wahn geschul­det sind, die Imp­fung staat­lich und zen­tral kon­trol­liert, statt breit ange­legt über die Haus­ärz­te abwi­ckeln zu las­sen. Ihr habt schlecht ein­ge­kauft, lie­be Poli­ti­ker, das ist ein zen­tra­les Pro­blem! Und wie üblich will nie­mand die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung übernehmen.

Zwei­tens sind die­je­ni­gen, die for­dern, die Pro­duk­ti­on der Impf­stof­fe auf einen Fin­ger­schnipp hin aus­zu­wei­ten und zu beschleu­ni­gen, die­sel­ben Poli­ti­ker, die durch Lock­downs und quietsch auf knirsch zusam­men­ge­fie­del­te Coro­na­maß­nah­men sämt­li­che Lie­fer­ket­ten zur Desyn­chro­ni­sa­ti­on oder zum Zusam­men­bruch gebracht haben.

Glaubt ernst­haft jemand, die Her­stel­lung von Impf­stof­fen sei nicht Teil der Wirt­schaft und des­halb nicht von der gesamt­wirt­schaft­li­chen Lage betrof­fen? Auch Impf­stof­fe sind Wirt­schafts­gü­ter und wenn zen­tra­le Plan­kom­mis­sio­nen die Erzeu­gung und Ver­tei­lung von Gütern orga­ni­sie­ren, geht das eben schief! Ist immer so gewesen.


27.1.2021: Dem König schmeckt die Sup­pe nicht. Die sei stark ver­sal­zen und er möch­te durch eine Exper­ten­kom­mis­si­on ein für alle Mal klä­ren las­sen, wer wie­viel Salz in den Topf schüt­ten dür­fe, damit sie noch genieß­bar sei. Der Kom­mis­si­on „Salz“, besetzt mit begeis­ter­ten Sup­pe­sal­zern vor dem Herrn, gefällt die Auf­ga­ben­stel­lung aber nicht. Im Abschluss­be­richt emp­fiehlt sie des­halb, dem natri­um­chlo­rid­feind­li­chen Begriff „Ver­sal­zen“ künf­tig durch „sehr wür­zig“ oder „reich­hal­tig“ zu ersetzen.
So etwa muss man sich die Arbeit der „Fach­kom­mis­si­on Inte­gra­ti­ons­fä­hig­keit“ wohl vor­stel­len, in deren Abschluss­be­richt der Gegen­stand ihrer Unter­su­chung kur­zer­hand umge­deu­tet wur­de und die, statt her­aus­zu­fin­den, wie­viel Migra­ti­on gesund für die Gesell­schaft sei, die Abschaf­fung des Begriffs „Migra­ti­ons­hin­ter­grund“ emp­fahl, weil der dis­kri­mi­nie­rend sei.


26.1.2021: „Schlim­mer als Hit­ler“, „bös­ar­ti­ger Tumor“, „gefähr­lichs­te Regie­rung der Welt­ge­schich­te“…genau sol­che irren, maß­lo­sen Über­trei­bun­gen sind es, die jede berech­tig­te Kri­tik an Trump dis­kre­di­tie­ren. Ich wür­de ja gern end­lich auf­hö­ren, über Trump zu schrei­ben, denn er ist Geschich­te. Viel inter­es­san­ter sind doch die media­len Dop­pel­stan­dards, wie sie nun unter Biden zu Tage tre­ten. Denn der macht auch dann noch alles rich­tig, wenn er das­sel­be wie Trump tut. Die ver­meint­li­chen „Sie­ger“ über den „Trumpis­mus“ kön­nen jedoch nicht von ihrem Popanz las­sen. Noch den letz­ten Trop­fen Pres­se­gift und Medi­en­gal­le müs­sen sie ihm abpres­sen. Ein unwür­di­ges Schau­spiel, zumal für einen ehe­mals gro­ßen Lin­gu­is­ten wie Chom­sky, der auf sei­ne alten Tage offen­bar den Ver­stand ver­lo­ren hat.


22.1.2021: Bekannt ist die­se Pos­se ja schon län­ger, aber so kna­ckig und wit­zig zusam­men­ge­fasst habe ich das heu­te zum ers­ten Mal gehört: Die CDU will also die Ergeb­nis­se der Brief­wahl abwar­ten, damit der demo­kra­ti­sche Pro­zess gewahrt bleibt. Armin Laschet sei also for­mal noch nicht gewählt, meint der Deutsch­land­funk, fügt aber wie zur Beru­hi­gung hin­zu, dass die Brief­wahl aber kei­nen Ein­fluss auf das Ergeb­nis haben kön­ne, weil Rött­gen und Merz gar nicht auf dem Stimm­zet­tel stan­den. Mein Lachen konn­te man sicher noch im Kon­rad-Ade­nau­er-Haus hören. DLF und CDU soll­ten ihre Come­dy-Pro­gram­me drin­gend zusam­men­le­gen, das hat wirk­lich Potenzial!


9.1.2021: 
„Scott an Cap­tain Kirk“
„Was gibts, Scotty?“
„Beim Bea­men von Fähn­rich Wend­ler gab es Pro­ble­me. Wir kön­nen ihn nicht mehr materialisieren!“
„Wie konn­te das passieren?“
„Ver­dammt, irgend­wer hat den Zen­sur­fil­ter mit 1200 Naidoo­me­ter Dreh­mo­ment ange­zo­gen und der lässt sich jetzt nicht mal mehr mit dem quan­ten­ve­ga­nen Hild­mann­ham­mer lösen.“
„Lass es wie einen Unfall aus­se­hen, Scot­ty. Und den Vor­fall im Trans­por­ter­pro­to­koll löschen! Wie lan­ge brau­chen Sie?“
„Acht Stunden“
„Ich gebe Ihnen vier!“
„Ich schaf­fe es sicher in zwei!“
„Sehr gut, dan­ke Scotty!“
„Aye aye, Captain!“


6.1.2020: Anfra­ge an Radio Eri­wan: Kann man Impf­stof­fe stre­cken? Ant­wort: Im Prin­zip schon, man muss dazu bei Voll­mond Tau von fri­schen Grä­bern sam­meln, mit Nies­wurz, Ket­ten­fett und Eier­li­kör zu einem Sud kochen und dabei einer schwar­zen Kat­ze über den Rücken lecken. Das nützt zwar alles nichts, aber man kann das machen.