Fundstücke (Archiv 2021)

31.12.2021: Ein Kon­glom­er­at aus Lügen. Die Lind­nertruppe hat nichts geschaf­fen, nicht für die Frei­heit gekämpft und bewegt nur den eige­nen Stand­punkt. Men­schen, die in die Poli­tik gehen, um zu “gestal­ten”, sollte man mis­strauen. Mir sind die lieber, die aus Pflicht­ge­fühl, Verzwei­flung oder Notwehr diesen Schritt gehen. Gestal­ter, die dieses Land für füh­llosen Lehm hal­ten, dem sie in dilet­tan­tis­chen Töpfer­eiex­per­i­menten Form und Stem­pel ver­passen kön­nen, hat­ten wir weiß Gott schon genug!


21.12.2021: Noch auf der Suche nach ein­er Kleinigkeit für die Lieb­sten zum Fest? Warum nicht jet­zt schon an den Som­mer denken und was prak­tis­ches ver­schenken? So kom­men sie stets gut nachge­boost­ert durch den Tag.


6.12.2021: Aus, aus! Das Spiel ist aus!


2.12.2021: Geschicht­en aus der Deutsch­land-Psy­chi­a­trie, wie man sie sich nicht aus­denken kann. Ein Bla­sor­ch­ester, etwa 25 Mit­glieder, will proben. Als man sich nach den Lock­downs wieder tre­f­fen kon­nte, hat­ten sich natür­lich alle längst i*mpfen lassen, um den gel­tenden Regeln (2G) zu entsprechen. Nun gilt aber sog­ar 2G+ und alle müssen zusät­zlich einen Schnell­test vor­legen, der nicht älter als 24 Stun­den sein darf. Man trifft sich natür­lich abends und viele holen sich den Test schon mor­gens, auf dem Weg zur Arbeit. So auch mein Bekan­nter F. Vor­freude stellt sich ein, endlich mal wieder eine gemein­same Probe! Man nimmt die schikanösen Regeln in Kauf, um proben zu kön­nen und einem Hob­by nachzuge­hen, das wie so vieles andere nun zu Tode reg­ulierte wichtig ist für das men­tale Wohlbefind­en. Nun schreibt der musikalis­che Leit­er eine Rund­mail an alle und wäre es nicht so trau­rig, und wür­den durch herzhaftes Lachen nicht unnötig böse Aerosole in die Luft geblasen, woran umge­hend Oma und Opa elendiglich ver­reck­en kön­nten, dann käme man vor Lachen nicht in den Schlaf.
Die Rund­mail enthält die Absage der Probe. Der musikalis­che Leit­er hat ger­ade seinen “Boost­er” erhal­ten, was ihn mit Fieber und Schüt­tel­frost aus­ge­knockt und ans Bett gefes­selt hat. Umson­st getestet, umson­st gefreut. Die Probe eines Orch­esters kann wegen Kol­lat­er­alschä­den der Bekämp­fung ein­er Krankheit nicht stat­tfind­en, an der keines der Orch­ester­mit­glieder lei­det und die frag­würdi­ge Boost­erei ver­hin­dert, was sie laut der Ver­sprechen der Poli­tik hätte ermöglichen sollen.


17.11.2021: Entschei­de Dich!
Hab ich, ich will nicht.
Entschei­de Dich!
Wie schon gesagt, ich hab mich entsch­ieden.
Entschei­de Dich!

Entschei­de Dich!

Soll ich Dir bei der Entschei­dung helfen?
Nein!
Dann entschei­de Dich!
*Handge­menge*


16.11.2021: Verehrte Damen und Her­ren, ich möchte Ihre geschätzte Aufmerk­samkeit auf diesen Her­ren im Bild lenken. Thomas Binger ist der Staat­san­walt, der die Anklage gegen Kyle Rit­ten­house führt, also ein Angestell­ter des Staates. Im Prozess geht es unter anderem um die Frage, ob und wenn nein warum Rit­ten­house ver­ant­wor­tungs­los mit der Waffe umging, die hier im Bild zu sehen ist. Im Schlussplä­doy­er nimmt Binger nun eben diese Waffe aus der Hand eines Gerichts­di­eners, prüft nicht, ob die Kam­mer leer ist (ein Mag­a­zin ist ja nicht drin), legt Rich­tung Geschworene an und hat den Fin­ger am Abzug. Wir hal­ten also fest, dass dieser Staat­san­walt, der nicht wusste, dass der 17-jährige Rit­ten­house sehr wohl das Recht hat­te, diese Waffe zu führen (Rifle, not a Hand­gun) und offen­sichtlich in der Eric-Bald­win-Schule den Umgang mit Waf­fen gel­ernt hat, nun den Geschwore­nen zeigen will, wie man sorgsam mit Waf­fen umge­ht. Keine weit­eren Fra­gen, euer Ehren.


8.11.2021: Ein­er unbe­que­men und beim Main­stream ver­has­sten Inves­tiga­tiv­plat­tform wird ein Tage­buch zuge­spielt, das ange­blich von Bidens Tochter Ash­ley stammt. Das Cor­pus Delic­ti ist wei­thin schon längst durch­gesick­ert (etwa bei Red­dit) und kann von den Jour­nal­is­ten der Inves­tiga­tiv­plat­tform “Project Ver­i­tas” nicht ver­i­fiziert wer­den. Auch ist denen die Quelle nicht geheuer, weil Auszüge aus dem Tage­buch über­all auf­tauchen. Man gibt das Tage­buch an den Infor­man­ten zurück und macht keine Sto­ry daraus. Zu heikel, zu unsich­er, ob man da nicht in eine Falle läuft und alles nur eine Fälschung ist. Kurze Zeit später tritt das FBI beim Grün­der von “Project Ver­i­tas” früh­mor­gens die Türe ein, auf der Suche nach: „einem gestohle­nen Tage­buch“. Vergessen wir mal den wom­öglich brisan­ten Inhalt und die Tat­sache, dass der sich im Inter­net auch mit Haus­durch­suchun­gen bei unbe­liebten Jour­nal­is­ten nicht mehr ein­fan­gen lässt, stellen wir nun drei Dinge fest.

  1. Im Gegen­satz zu Steuerun­ter­la­gen genießen per­sön­liche Tage­büch­er in den Staat­en eigentlich keinen beson­deren infor­ma­tionellen Schutz. Der Ein­satz eines SEK zum Zweck der Auffind­ung ist also höchst frag­würdig.
  2. Wenn bish­er Zweifel an der Echtheit des Tage­buch­es bestanden – die man leicht auch absichtlich hätte ver­tiefen kön­nen – hat man die Echtheit durch die aus­drück­liche Suche nach dem „gestohle­nen Tage­buch“ nun verse­hentlich bestätigt, was der Ver­bre­itung der Inhalte sich­er neuen Schub geben dürfte.
  3. Alles was der Frank­furter Rund­schau in dieser Sit­u­a­tion ein­fällt, ist, “Project Ver­i­tas” als „Trump-nahe Gruppe“ zu beze­ich­nen, die „recht­sori­en­tiert“ und von Trump finanziert sei. Alles kom­plet­ter Blödsinn aber als Recht­fer­ti­gung ein­er Haus­durch­suchung bei einem Jour­nal­is­ten offen­bar schon genug für die FR, denn für einen Sozial­is­ten ist es völ­lig in Ord­nung, wenn die Staats­ge­walt dem poli­tis­chen Geg­n­er noch vor dem Früh­stück das Essz­im­mer durch den Hin­terkopf schiebt. Für die Leser dieses linksori­en­tierten und von der SPD finanzierten Blattes genügt hier die Ver­mu­tung, dass die Haus­durch­suchung an sich schon ein Schuld­be­weis sei, denn das FBI würde doch nie…ja sich­er!

7.11.2021: Bestes Indu­bio aller Zeit­en! Ich weiß gar nicht, wo ich mit der Beschrei­bung anfan­gen sollte. Deshalb: unbe­d­ingt anhören. Danke an Matthias Bur­chardt, Alexan­der Meschnig, Markus Somm und natür­lich Burkhard Müller-Ull­rich für 50 Minuten Gedankenge­wit­ter und See­len­lab­sal.
Eine Erk­lärung dann doch noch. Es wird dem Hör­er auf­fall­en, dass viele Aus­sagen von den Mit­disku­tan­ten mit dem Satz „Das sehe ich anders“ quit­tiert wer­den und man diese andere Erk­lärung dann stets genau­so strin­gent und logisch nachvol­lziehen kann wie die zuvor geäußerte. Wir haben es hier gewis­ser­maßen mit einem Kon­sens in der höheren Ebene zu tun – der Begriff „con­di­tio humana“ wurde genan­nt –, während man im Sach­bezug unter­schiedliche und teils sehr wider­sprüch­liche Betra­ch­tun­gen liefert. Dieses Bal­lett der „stre­i­t­en­den Mei­n­un­gen“ unter­schied sich so extrem und wohltuend von den ide­ol­o­gisch aufge­lade­nen ide­ol­o­gis­chen Debat­ten wie Sous-Vide-Garung von einem explodieren­den Schnel­lkochtopf.


2.11.2021: Meist bin ich froh, dass ich mich sel­ten an meine Träume erin­nern kann. Doch gestern Nacht hat­te ich einen Auftritt in einem Com­e­dy-Club in Cher­bourg. Das Pub­likum hat viel gelacht und ich war beim Aufwachen stinksauer, weil ich ger­ade mit­ten in ein­er Pointe war. Wenn ich mich wenig­stens an den Witz erin­nern kön­nte! Dum­mer­weise ver­ste­he ich kein Franzö­sisch.


1.11.2021: Mean­while in Edin­burgh…


30.10.2021: Hal­ber­stadt, 90er Jahre. Die Prob­leme mit den alten DDR-Tele­fon­leitun­gen ließen sich für unsere Fir­ma auch mit der funkel­nagel­neuen Siemens-Tele­fo­nan­lage nicht lösen. Fast täglich gab es Störun­gen. Anruf bei der Telekom, damals noch Post: „Ach, sie haben eine Siemens-Tele­fo­nan­lage? Dann müssen sie bei Siemens anrufen!“ Anruf bei Siemens: „Da kön­nen wir gar nichts machen, das liegt an der Leitung.“

Heute. Die Wort­wahl ist schon lustig. Kreuz­imp­fung klingt nach Exorzis­mus, „Mix & Match“ in den USA klingt wie eine Mot­topar­ty im Swinger­club. Entschei­dend ist, dass damit alle Sta­tis­tiken und Langzeit­stu­di­en wert­los wer­den und die Her­steller mit dem Fin­ger immer auf den anderen zeigen kön­nen, wenn es zu „Störun­gen“ kommt. Das Virus scheint sich in let­zter Zeit indes kaum verän­dert zu haben, die Epsilon-Kap­pa Vari­anten kom­men schein­bar nicht so richtig in Fahrt. Delta ist und bleibt dom­i­nant. Die nun ver­stärkt geforderten „Auf­frischun­gen“ wer­den also nicht wie bei der Grippe nötig, weil sich das Virus geän­dert hat, son­dern weil die Imp­fung nicht effek­tiv schützt. Bessere Impf­stoffe als die seit Dezem­ber verabre­icht­en gibt es aber nicht.

Die „Auf­frischung“ – in den Staat­en ist mit­tler­weile von der vierten Dosis die Rede – bringt dem Immun­sys­tem also keine neuen Infor­ma­tio­nen. Es ist vielmehr der Ver­such, Ein­steins Def­i­n­i­tion von Wahnsinn zu wider­legen: immer wieder das Gle­iche zu tun und andere Ergeb­nisse zu erwarten. Es ist, als knalle die Fliege immer wieder gegen die Scheibe und denke „an der Stelle war ich noch nicht“. Die Umde­f­i­n­i­tion von Covid ist deshalb längst vol­l­zo­gen, wenn von der „Pan­demie der Ungeimpften“ die Rede ist. Nicht das Virus, son­dern die Ver­weiger­er sind die Krankheit und weil man ersteres nicht bezwin­gen kann, stürzt man sich auf let­ztere. Wenn der let­zte „Zeuge“ beseit­igt und alle geimpft sind, wird es sein, als sei nie­mand geimpft.

Ach ja, mal sehen ob das Wort Katze noch funk­tion­iert, um dem Okkul­tismus bei Face­book zu ent­ge­hen. Für Ken­ner der Matrix-Trilo­gie: es ist die Agent-Smith-Wer­dung der Men­schheit: Me, me, me…also me.


21.10.2021: Das ist gruselig!


25.9.2021: Wind, der Stoff, aus dem die Ökostromträume gemacht sind, entste­ht durch Druck­un­ter­schiede, die wiederum durch Tem­per­atu­run­ter­schiede entste­hen. Die Geset­ze der Ther­mo­dy­namik leg­en fest, dass sich kalte Gebi­ete stärk­er erwär­men als bere­its wärmere, was im Fall ein­er glob­alen Erwär­mung Winde rein sta­tis­tisch eher schwäch­er als stärk­er wer­den lässt. Das sind generell schlechte Nachricht­en für die Wind­müller, denn mit ein­er Erwär­mung von 1–2° rech­nen ja selb­st die ambi­tion­iertesten Klimahüpfer. In den windi­gen Prog­nosen der Energieber­ater und den Prospek­ten von Bürg­er­wind­parks spiegelt sich dieses Naturge­setz aber nicht wider, weshalb man ger­ade sehr über­rascht wurde von der miesen Energieaus­beute des let­zten Jahres. Nun ist ein laues Jahr auch nichts anderes als ein ver­rauschter Punkt in ein­er absichtsvollen Sta­tis­tik, aber wenn – was ich ver­mute – überop­ti­mistis­che Gewin­nprog­nosen auf den oben beschriebe­nen Effekt tre­f­fen, ver­stärkt sich die EEG Katas­tro­phe natür­lich mit Ansage. Bekan­ntlich nicht die einzige Krankheit bei diesem geset­zge­berischen Murx. Konkret gebe ich die Hoff­nung nicht auf, dass die bei­den mega­lo­man­is­chen neuen WKA in mein­er Nach­barschaft nie errichtet wer­den, weil den Betreibern Geld und Opti­mis­mus aus­ge­hen kön­nten, 140 Meter hohe Türme in unseren ländlichen Boden zu ram­men. Der Bau der Fun­da­mente verzögert sich schein­bar schon…


24.9.2021: 420 mal „Nein“ gegen nur 9 „Ja“ lautete das Votum zu einem Gesetz, das von „The Squad“ unter Fed­er­führung von AOC einge­bracht wurde und mit dem das Fund­ing des israelis­chen Vertei­di­gungssys­tems „Iron Dome“ durch die USA been­det wer­den sollte. Damit ste­ht für mich fest: die USA ste­hen weit­er zu Israel, ihrem wichtig­sten Ver­bün­de­ten im Nahen Osten und auch die Islamis­mus-Ver­ste­herin­nen in der Viererbande um Alexan­dria Oca­sio-Cortez, Ilhan Omar und Rashi­da Tlaib kön­nen daran nichts ändern. Dems und Reps weisen das hin­ter­hältige Gesetz zurück — einig wie seit langem nicht mehr. Ange­blich gab es sog­ar noch ein Gespräch von Pelosi mit AOC, was dazu führte, dass AOC selb­st nur mit „anwe­send“, also Enthal­tung stimmte. Das hin­derte sie natür­lich nicht daran, nach der Nieder­lage kam­er­atauglich in Trä­nen auszubrechen. Was für ein Schmier­enthe­ater!


13.9.2021: Von einem gesun­den Men­schen trotz hohem Antikör­per­nach­weis eine Imp­fung zu ver­lan­gen, ist wie einem Delfin den Zutritt zum Freibad ver­weigern, weil er die Seep­fer­d­chen-Prü­fung nicht abgelegt hat.


30.8.2021: Glück im Unglück. Läge Afghanistan am Meer, hät­ten die Tal­iban jet­zt wohl auch einen Flugzeugträger.


24.8.2021: Das Herkun­fts- und Zweck­para­dox der Sol­i­dar­ität
1: Jedem, der auf dem Mit­telmeer in Seenot gerät, muss geholfen wer­den, obwohl er sich vorsät­zlich in Gefahr begeben hat.
2: Jedem, der sich nicht impfen lässt, darf nicht geholfen wer­den, weil er sich vorsät­zlich in Gefahr begeben hat.


16.8.2021: Nur zur Einord­nung. Biden macht Urlaub in Camp David, im Sit­u­a­tion Room dort gehen die Uhren noch nach Win­terzeit (oder man benutzt ein Stock-Foto, weil POTUS ger­ade nicht vorzeig­bar ist), eine Erk­lärung zu Afghanistan gibt er “dem­nächst” ab und seine Press­esprecherin ist auch im Urlaub. Diese Admin­is­tra­tion hat sowasvon­fer­tig!


15.8.2021: (Sym­bol­bild für diesen Tag)


11.8.2021: Am 14.9. kön­nte nach Cuo­mo der näch­ste unfähige Gou­verneur aus dem Amt gekegelt wer­den. Der Recall (gewis­ser­maßen ein kon­struk­tives Mis­strauensvo­tum der Wäh­ler) gegen New­som in Cal­i­fornien sieht im Moment Lar­ry Elder zweis­tel­lig in Führung. Wenn man den Umfa­gen trauen darf, kön­nte das das Ende der Ein­parteien­herrschaft an der West­küste sein. Dass die Presse in CA gerde Gift und Galle gegen Elder spuckt, zeigt die Ner­vosität im Estab­lish­ment. Wer ihn nicht ken­nt, dem sei sein Pod­cast auf YouTube emp­fohlen. Ich jeden­falls drücke ihm alle Dau­men.


10.8.2021: Und schwup­ps, schon geht alles ganz schnell. Aber nicht wegen der vie­len Toten, die auf sein Kon­to gehen, weil er C‑19-Patien­ten in Pflege­heime steck­te. Seine großfürstliche Bus­si-Bus­si-Bun­ga-Bun­ga Art brach Cuo­mo das Genick. Worst NY-Gou­verneur ever!
Zur Erin­nerung, wer das ist: Mr. “Shad­ow Pres­i­dent”, “Hero in the Pan­dem­ic”, “The Light in this Darkness”…über den grü­nen Klee wurde er gelobt. Jede Zeitung und die New York­er Promi­nenz ris­sen sich darum, den Typen in den Him­mel zu heben. Er ließ im Früh­jahr 2020 die Gefäng­nisse auf Furcht vor Covid öff­nen und Junkies in geschlosse­nen Luxu­sho­tels unter­brin­gen. Er beklagte sich darüber, von der Trump-Regierung nicht genug Beat­mungs­geräte zu bekom­men (was nicht stimmte) und wollte die in den eige­nen Lagern vorhan­de­nen nicht antas­ten, weil er sie “als Reserve” bräuchte. Und so weit­er und so weit­er. Ach ja, die Pflege­heime der älteren New York­er wur­den deshalb mit Patien­ten vollgestopft, weil Cuo­mo das riesige und per­fekt aus­ges­tat­tete Lazarettschiff der Navy nicht nutzen wollte, denn Trump hat­te es geschickt. Was sind schon ein zehn­tausend Tote, wenn man Orange­man eins auswis­chen kann. Wenn in den USA je ein Poli­tik­er in den Knast gehörte, dann Cuo­mo.


5.8.2021:


24.7.2021: Wenn das Geld armer Men­schen aus reichen Län­dern an reiche Men­schen in armen Län­dern fließt, nen­nt man das Entwick­lung­shil­fe. (Ste­fan Aust)


4.7.2021: Vor­sichtig, ganz behut­sam rückt der ÖRR von der grü­nen Heils­gestalt Baer­bock ab. Man lässt sie noch nicht fall­en, aber man öffnet schon mal die Hand zum Kon­junk­tiv und schaut, ob die Kan­di­datin, an die man sich nun nicht mehr klam­mert, steigt oder fällt. Wohl ohne es zu bemerken, liefert das ZDF durch eine zitierte und analysierte Textstelle aus dem strit­ti­gen Buch ein Psy­chogramm nicht nur von Baer­bock, son­dern dem ganzen grü­nen Wel­tret­tungszirkus. So ver­wen­det Baer­bock fol­gende For­mulierung der Poli­tolo­gin Flo­rence Gaub:

„Wer ständig in Krisen denkt, ver­har­rt in der Kurzfristigkeit und ver­liert an strate­gis­ch­er Tiefe.“
Ein guter, nachvol­lziehbar­er Satz, den sich die Poli­tik lei­der – siehe Coro­na – nicht zu Herzen nahm. Bei Baer­bock wird daraus:

„Wer immer nur von der Gegen­wart aus denkt, ver­har­rt in der Kurzfristigkeit und ver­liert an strate­gis­ch­er Tiefe“.

Aus „Krisen“ wurde „Gegen­wart“, was tief blick­en lässt. Schließlich betra­cht­en die Grü­nen die gesamte Gegen­wart (Baer­bock würde diesen Feind sich­er als „Jet­zt“ beze­ich­nen) als im Krisen­zu­s­tand, den es zu über­winden gilt. Alles umkrem­peln, alles umbauen, alles bess­er machen. Es ist der Total­i­taris­mus des Halb­wis­sens, das sich für erleuchtet hält und jeden Wider­stand als in der Krise ver­har­rend wol­lend wahrn­immt, mit dem kein Dia­log mehr nötig ist. Alles ist Krise und Gegen­wart, wir gestal­ten die krisen­freie Zukun­ft. Oder wie Annale­na Baer­bock es aus­drück­te: In dem Buch ste­ht, was ich mit diesem Land machen will. ⁠Übri­gens: “Von der Gegen­wart aus” zu denken ist die Pflicht jedes Poli­tik­ers. “Von der Ver­gan­gen­heit aus” denken His­torik­er, “von der Zukun­ft aus” Sci­ence-Fic­tion-Autoren.


30.6.2021: Es zeugt schon von Wurstigkeit, wie das ZDF Baer­bocks zusam­menkopiertes Buch in Schutz nimmt. Was mache es schon, dass weite Teile aus Wikipedia oder bpb-Artikeln abgeschrieben und von der Autorin nur san­ft nachge­gen­dert wur­den, die Quellen seien doch frei zugänglich. Sinn der ganzen Zitier­erei ist es aber ger­ade, dass der Leser immer weiß, wessen Gedanken er ger­ade fol­gt. Und weil der Gedanke der konkreten For­mulierung voraus geht, kön­nen in Baer­bocks Buch nicht viele ihrer eige­nen Gedanken enthal­ten sein.

Wie bei den vie­len Flunk­ereien in ihrem Lebenslauf find­et sich auch in ihrem Buch eine peter­paneske Denk­faul­heit, die sich immer nur auf die Leis­tun­gen ander­er stützt, sich selb­st aber jedes Lor­beerkranzes für würdig erachtet. Ist Annale­na nie erwach­sen gewor­den wie jen­er Peter aus Nim­mer­land? Oder hat sie erkan­nt, dass die eige­nen Gedanken nicht tief und gut genug sind und sam­melt deshalb lieber die Gedanken ander­er? Hat es deshalb nicht zu akademis­chen Meriten gere­icht, weil ihre Unfähigkeit zum selb­st­ständi­gen, nicht auf fremde Ideen bezo­ge­nen Denken im uni­ver­sitären Umfeld zu offen­sichtlich ist? Nun jeden­falls drückt sie mit einem Buch ihre Fäuste in die Hüfte und ver­sucht, mit geborgtem Feen­staub abzuheben. Annale­na selb­st kann eben­so wenig fliegen wie Peter Pan, ganz gle­ich wie das ZDF oder die Grü­nen es darstellen.


25.6.2021: Rüttes ehrlich­ster Satz ste­ht am Ende des Spiegel-Artikels: „Wir wollen Ungarn in die Knie zwin­gen.“ So spricht eine ver­hin­derte und verzweifelte Groß­macht, der erst bei der Expan­sion die Luft aus­ging, deren kün­stlich geschaf­fene Währung an Attrak­tiv­ität ver­liert, der ratio­nal entschei­dende Mit­glieder davon­laufen und die sich nun auf den inneren Zusam­men­halt mit jakobin­is­tis­chem Eifer stürzt.

Doch ich bezwei­fle, dass sich Ungarn je wieder zum Pro­tek­torat ein­er frem­den Macht wird machen lassen, ganz gle­ich, ob die in Istan­bul, Wien, Moskau oder Brüs­sel sitzt. Denn wer erst mal vor Jakobin­ern auf den Knien liegt, der ver­liert auch schnell seinen Kopf. Rütte, Regierungschef eines Steuer­paradieses, das der EU eben­falls ein Dorn im Auge ist, lenkt die Aufmerk­samkeit geschickt auf ein aktivis­tis­ches und dem Nor­mal­bürg­er kaum ver­ständlich­es Feld, das sich jedoch medi­al wun­der­bar beack­ern lässt.

Das geän­derte ungarische Gesetz hat dazu geführt, dass man sich Ungarn nun einzeln vorknöpfen kann. Vorher war es näm­lich die man­gel­nde Bere­itschaft zur Massenein­wan­derung. Doch in dieser Sache müsste man auch Griechen­land, Ital­ien, Däne­mark und Schwe­den an den ungarischen Pranger stellen und gegen gle­ich fünf Geg­n­er möchte man in der Haupt­stadt der Bürokratie nicht die Hand erheben, weshalb sich das The­ma LGTBQ bei Kindern – bekan­ntlich haben wir über­haupt keine anderen Prob­leme mehr – bestens eignet. Und nun haut alle kräftig drauf auf den ungarischen Rück­en!

Vielle­icht möchte Rütte im Bin­nen­meer der EU nach Großbri­tan­nien eine zweite Fluchtin­sel für Arbeit, Kap­i­tal und Frei­han­del entste­hen lassen? Das wird unweiger­lich passieren, wenn die EU weit­er solchen Druck ausübt und ihre sou­verä­nen Mit­gliedsstaat­en „in die Knie zwin­gen“ will. Nie­mand (außer Deutsch­land) wird vor Brüs­sel auf die Knie fall­en. Diese klaren, undiplo­ma­tis­chen Worte wer­den den Nieder­lan­den noch kräftig auf die Klom­pen fall­en.


18.6.2021: Es mag ver­rückt klin­gen, aber der Plan macht Sinn. Wir erin­nern uns an den stüm­per­haften Irak-Krieg von Bush Junior, in dessen Folge von jet­zt auf gle­ich die ganze irakische Armee aufgelöst wurde, statt nur Sad­dams Repub­likanis­che Garde zu ent­waffnen und die Armee weit­er zu bezahlen und Schulen, Fab­riken, Museen, Wasser­w­erke und Geschäfte bewachen zu lassen. Hun­dert­tausende junge Män­ner, arbeit­s­los, Pleite aber bewaffnet und jede Menge selb­ster­nan­nter Befreiungs­be­we­gun­gen und religiöse Spin­ner. Das war der eigentliche Start ins Chaos, von dem sich der Irak bis heute nicht erholen kon­nte.
Im bankrot­ten Libanon dro­ht Ver­gle­ich­bares. Wenn der libane­sis­che Staat seine Armee nicht mehr bezahlen kann, stünde die His­bol­lah sofort mit iranis­chem Geld bere­it, um die Sol­dat­en zu übernehmen und nach Süden, Rich­tung Israel marschieren zu lassen. Und das wäre am Ende eine viel schlechtere Vari­ante als die 675.000 libane­sis­che Pfund ($50!!) Monatssold pro Sol­dat inter­na­tion­al aufzubrin­gen, um die Truppe zu ver­sor­gen.


11.6.2021: Bester Dia­log auf ein­er PK diese Woche!
Vizepräsi­dentin Har­ris (USA): Wir müssen die Grun­dur­sachen bekämpfen, warum die Men­schen aus Guatemala nach Nor­den gehen, den Kli­mawan­del!
Präsi­dent Giammat­tei (Guatemala): Die Men­schen gehen nach Nor­den, weil Sie sie ein­ge­laden haben.


10.6.2021: Nicht nur bei der FR ist man offenkundig zu blöde, Einkom­men und Ver­mö­gen zu unter­schei­den. Sie reden zwar von Einkom­menss­teuer, wollen aber an die Ver­mö­gen ran. Man muss das richtig ver­ste­hen, die Vor­würfe richt­en sich nicht gegen ille­gale Prak­tiken, das ist alles völ­lig legal und entspricht der Steuerge­set­zge­bung in den Staat­en. Zu der kann man ja ste­hen wir man will, sollte sie aber ver­ste­hen, um sie sach­lich kri­tisieren zu kön­nen. Denn welche Steuer war denn Null bei Bezos, Musk und Co? Gemein­des­teuern? Fed­er­al oder State-Tax­es? Ihr wisst es schlicht nicht, meck­ert aber trotz­dem.
Und machen wir zum Schluss die Nagel­probe, liebe FR-Autoren: Wer von euch hat in let­zter Zeit seinen Steuer­ber­ater gebeten, eine Geset­zes­lücke zu find­en, dank der­er ihr mehr zahlen kon­ntet als ihr musstet? Na? Sehe ich ein paar Hände? Nein? Asoziales Gesin­del!


5.6.2021: Wenn ich Christoph Blocher richtig ver­standen habe – und das ist bei dessen aus­geprägten Schwiz­erdütsch nicht ganz ein­fach für mich – dann ist die Schweiz in eine Falle der EU getappt. Es gibt eine Zahlungsverpflich­tung der Schweiz gegenüber der EU, die aus einem Kohä­sion­s­abkom­men stammt und eigentlich den 2004 beige­trete­nen östlichen EU-Staat­en unter die Arme greifen soll. Für diesem Pro­gramm sind noch etwas mehr als eine Mil­liarde Euro an Zahlun­gen offen. Nach dem Scheit­ern des Rah­menabkom­mens hat die EU nun diese Restzahlun­gen ein­fach umbe­nan­nt und spricht nun intern von „Mark­tzutritts­ge­bühren“, welche die Schweiz an die EU zahlen muss. Nun ist die Befürch­tung Blochers, dass sich aus dieser Umwid­mung ein in die Ewigkeit ver­längert­er Straf­zoll entwick­eln kön­nte, denn so eine Gebühr ist ja auch irgend­wann man aufge­braucht und muss erneuert wer­den. Mir scheint, das Prob­lem hat außer der knor­ri­gen alten Eiche Blocher nie­mand auf dem Schirm. Ich kann mich irren, aber ich denke, die EU spielt hier mit gezink­ten Karten und will die Schweiz über den Tisch ziehen. Liebe Schweiz­er, die ihr hier lest, bitte steckt mir ein Licht auf.


4.6.2021: Bei den Forschun­gen in den Tiefen grün­er Pro­gram­matik für meinen let­zten Artikel ist einiges Mate­r­i­al übrig geblieben. Und weil kuriose Beweise dabei sind, dass die Grü­nen nicht nur gegen andere Parteien, son­dern vor allem gegen die Physik ihren Hut in den Ring gewor­fen haben, möchte ich Ihnen diese Fund­stücke nicht voren­thal­ten.

Fund­stück 1: „… geht es darum, nicht die Arbeit, son­dern die zur Ver­fü­gung gestellte Leis­tung zu ent­lohnen.“

Immer wenn ein Bürg­er­meis­ter einen Wind­park eröffnet, Bän­der durchgeschnit­ten wer­den und Pressekam­eras klick­en, kann man am näch­sten Tag in der Zeitung lesen, wie viele „Megawatt Leis­tung“ nun wieder ans Netz gegan­gen seien. Dabei geben die schö­nen großen Zahlen nur die instal­lierte Leis­tung an, als das, was die Anlage the­o­retisch an Energie erzeu­gen kön­nte, wenn sie denn über­haupt und dann auch noch opti­mal liefe. „Zur Ver­fü­gung gestellte Leis­tung“ ist also der dicke Porsche, der auf einen wartet, während man im Streck­ver­band auf der Inten­sivs­ta­tion liegt – genau­so schnell und nüt­zlich wie ein 2CV. Entschei­dend ist die von ein­er Anlage geleis­tete Arbeit, also wenn tat­säch­lich Strom pro­duziert wird, der auch tat­säch­lich ver­braucht wer­den kann. Die Grü­nen ver­wech­seln hier also entwed­er die Begriffe, oder sie wollen am beste­hen­den Konzept der „Vergü­tung von Aus­fal­lar­beit“ fes­thal­ten, bei dem eine Win­dan­lage auch dann Geld ein­bringt, wenn sie laufen kön­nte, aber nicht darf, weil vielle­icht die Net­ze ger­ade unter der Windernte eines Sturmtiefs ohne Nach­na­men ächzen. Das ist ökonomisch so sin­nvoll wie Kindergeld an jeden zeu­gungs­fähi­gen Erwach­se­nen auszuzahlen, nur weil er oder sie Kinder haben kön­nte.

Fund­stück 2: „Net­zaus­bau beschle­u­ni­gen… [also dafür sor­gen], dass der Strom von dort, wo er erzeugt wird, so schnell wie möglich dor­thin gelangt, wo er benötigt wird.“

Bei den Grü­nen scheint man zu glauben, dass die Win­dräder hier im Nor­den die Elek­tro­nen einzeln ein­fan­gen, ver­pack­en und auf die Reise nach Süden schick­en. Doch die Energie wird nicht per UPS, son­dern via Kupfer­k­a­bel über­tra­gen. Dort bewe­gen sich die Elek­tro­nen unab­hängig vom grü­nen Parteipro­gramm, und zwar kaum schneller als ein Fußgänger. Die Energie wird durch einen fort­laufend­en Impuls über­tra­gen, und erfol­gt etwa mit Licht­geschwindigkeit. „So schnell wie möglich“ Strom zu über­tra­gen ist also ein ziem­lich dummes Kri­teri­um für den Net­zaus­bau. Es geht um Kapaz­itäten und das ist etwas völ­lig anderes als Geschwindigkeit.


3.6.2021: Ein The­ater­stück, welch­es Kaf­ka lei­der nie geschrieben hat, wird es erst, wenn man eine Mel­dung und zwei auf der BILD-Seite ver­link­te Artikel richtig zusam­men­schnei­det.


28.5.2021: Die Schlüs­sel seien auf dem Weg nach Süd­deutsch­land. Dort wür­den sie in den kom­menden Tagen an einem Ort “aus­gestellt”, der unter dem Kli­mawan­del gelit­ten habe.” Ein Ort in Süd­deutsch­land, der unter dem Kli­mawan­del gelit­ten hat? Müssen wir jet­zt mit Kli­maflüchtlin­gen aus Wol­frat­shausen oder Tübin­gen rech­nen?


etwas später: <DLF an> Nachricht­en um 9:30 Uhr: Lux­em­burgs Außen­min­is­ter Assel­born: „Netan­jahu habe große Schuld auf sich geladen, er habe mit Ex-Präsi­dent Trump zusam­mengear­beit­et, um alles zu zer­stören, was Hoff­nung erlaubt hätte.“
Gemeint waren wohl die Friedensverträge mit ara­bis­chen Nach­barstaat­en, die Ein­stel­lung von Schutzgeldzahlun­gen an Ter­ror­is­ten und die Anerken­nung von Tat­sachen in Jerusalem. Der Applaus der Hamas ist Assel­born sich­er!
Genug DLF für heute!


20.5.2021: Ich lese immer wieder, Israel habe das RECHT auf Selb­stvertei­di­gung. Das ist eine sehr sim­ple, um nicht zu sagen hin­ter­hältige Darstel­lung. Israel hat vielmehr die PFLICHT, seine Bürg­er zu schützen! Die Gewährleis­tung der inneren und äußeren Sicher­heit ist eine exk­lu­sive staatliche Auf­gabe, kein Priv­i­leg. Wer immer nur von “Recht” spricht, impliziert, dass man darauf ja auch mal verzicht­en könne – oder gar solle! Würde Israel jedoch seinen Pflicht­en gegenüber sein­er Bevölkerung nicht nachkom­men, die diesen Staat mit ihren Steuern finanziert, ver­löre es seine Legit­im­ität eben­so wie die Hamas, die die eigene Bevölkerung ter­ror­isiert, statt sie zu schützen. Daraus fol­gt: wer Israel bei der Wahrnehmung sein­er staatlichen Pflicht­en in den Arm fall­en will, arbeit­et an dessen Dele­git­imierung. Das sollte auch unser Bir­nen­män­nchen von Außen­min­is­ter beacht­en, wenn er in Israel mal wieder “Deeskala­tion” anmah­nt.


7.5.2021: Die SPD ist wie Brausepul­ver. Laut schäumt sie ihrer Auflö­sung ent­ge­gen.


etwas später am 5.4.2021: Ich weiß ja nicht, wer hier schon das (jet­zt hätte ich beina­he „Vergnü­gen“ geschrieben) Priv­i­leg hat­te, die gast­fre­undlichen Annehm­lichkeit­en eines DDR-FDGB-Ferien­heims zu genießen? Ich ja, ein oder zwei mal, als Kind. Es sind nicht meine besten Erin­nerun­gen. Und es sind Mel­dun­gen wie diese hier, die mir das Blut in den Adern gefrieren lassen, weil sie zwar ober­fläch­lich human­is­tisch erscheinen, kratzt man jedoch an der Ober­fläche, vor Boshaftigkeit, Mis­sach­tung und Standes­dünkel nur so strotzen. Ich kann das Mit­tags­buf­fet, die Kartof­fel­pampe und die hell­braune Soße schon riechen, für die wir der Partei- und Staats­führung dankbar sein sollen. Ich für meinen Teil wäre lieber klam­mer Kunde im bil­lig­sten Hotel der Welt als Gnaden­gast auf Almosen­ba­sis bei ein­er Bun­des­be­hörde, die zu “meinem Wohl” Steuergelder ver­wen­det, weil sie auch bess­er als ich zu wis­sen glaubt, wie ich meinen Urlaub ver­brin­gen sollte!


5.4.2021: „Wenn alle, denen wir den Indi­vid­u­al­is­mus nicht zugeste­hen, Pflege­fälle sind, wenn wir den Men­schen also als Pflege­fall betra­cht­en, stellt sich die Frage, wer pflegt hier eigentlich.“ (Dieter Nuhr, aus meinem Gedächt­nis­pro­tokoll, aber im Video leicht wiederzufind­en.)
Nur soviel zum For­mat. Drei Stun­den Inter­view und Zuschauer­fra­gen bieten nicht nur ein gutes Bild über die Gedanken­welt von Dieter Nuhr, son­dern auch der Fragesteller und Inter­view­part­ner. Der Namens­be­standteil „Naiv“ scheint mir nicht zufäl­lig gewählt, aber ich will nicht klein­lich sein.
Die Gesprächs­führung war ok, Nuhr hat­te viel Zeit, sich in aller Ruhe und Gelassen­heit auszubre­it­en und es bleibt zu hof­fen, dass der „naive“ Teil des Gesprächs etwas gel­ernt hat. Um die Gelassen­heit benei­de ich Nuhr, das muss ich schon sagen! Er gehört mein­er Mei­n­ung nach zu den weni­gen noch unver­bo­ge­nen Aus­nah­men im deutschen Kabarett.
Dabei kommt er in vie­len sein­er Über­legun­gen zu gän­zlich anderen Schlussfol­gerun­gen als ich. Doch das stört mich kein Biss­chen, weil er auf densel­ben Wegen dor­thin gelangt. Es sind seine Erken­nt­nisse, nicht die eines steuern­den Kollek­tivs, es kostet ihn diesel­ben Mühen, er hat diesel­ben Zweifel, nur manch­mal sind die Erken­nt­nisse andere, weil sie sich auch aus anderen Quellen speisen. Ich halte das eigentlich sog­ar für die nor­mal. Wie lang­weilig wäre die Welt, wenn sie mit unseren Spiegel­bildern bevölk­ert wäre!
Ein Satz aus dem Inter­view, in dem immer wieder verge­blich ver­sucht wurde, Nuhr hin­ter die grüne Fichte zu führen, ragt für mich her­aus: „Wir müssen so tun, als sei der Men­sch als Indi­vidu­um zurech­nungs­fähig. Das halte ich für sehr wichtig.“ Dem kann ich mich nu(h)r anschließen. (Link zum emp­fohle­nen Video beim Google-Mit­be­wer­ber im Kom­men­tar. Ab 2:20 h kom­men die Zuschauer­fra­gen, die von “Alt & Naiv” mod­eriert wer­den. Da ist es am lustig­sten.)


28.4.2021: Wenn ich wie heute bei son­nigem Wet­ter und frischem Wind durch ins­ge­samt vier Wind­parks zur Arbeit fahre und sehe, dass etwa die Hälfte der Anla­gen Soda-Mühlen sind, weil sie ger­ade nur „so da“ ste­hen, wird mir immer ganz religiös zumute. „Sehet die Win­dräder unter dem Him­mel an. Sie drehen nicht, sie ern­ten nicht, und der Stromkunde ernährt sie doch.“ (Evan­geli­um Kem­fert, 6:26, „Gle­ich­nis von der Aus­fal­lleis­tung“)


24.4.2021: Jet­zt sollen also schon Schaus­piel­er Ver­ant­wor­tung tra­gen, wo unsere Poli­tik seit Monat­en der­art ver­ant­wor­tungs­los han­delt, dass es schon weh tut? Diese Hyper­moral­isierung, die jede noch so berechtigte Kri­tik dele­git­imiert, ist eines der Long-Covid-Symp­tome in diesem Land. Auch der Autor dieses Artikels schreibt “Sol­i­dar­ität” auf seinen Knüp­pel und prügelt drauf los. Ich finde das erbärm­lich und kurzsichtig. Wir sind auf dem besten Weg, ein Volk von Duck­mäusern zu wer­den, die im Gle­ich­schritt marschieren und dies für gesellschaftliche Har­monie hal­ten.


20.4.2021: Wenn ein­er schon “Eier­nock­erl” schreibt, dann weiß doch jed­er sofort bescheid! Wusstet ihr das? Also ich wusste das nicht. Aber ich arbeite ja auch nicht beim ZDF und weiß daher nicht, was Volde­mort ger­ade so treibt, was er gegessen oder wie solide seine Ver­dau­ung war. Ich kön­nte sog­ar stun­den­lang Eier auf­schla­gen ohne an Brau­nau zu denken. Aber da muss es wohl ein “Gute-Eier­speisen-Gesetz” oder sowas geben, welch­es am zwanzig­sten des April ver­bi­etet, dass Dot­ter und Eiweiß sich zu verdächti­gen Flock­en zusam­men­rot­ten. Ein Grund weniger, Veg­e­tari­er zu wer­den. Man macht sich heute ja so schnell verdächtig. Vorschlag zur Güte, liebe Naz­i­jäger: lasst den 29. Feb­ru­ar im Kalen­der und macht den 20.4. zum Schalt­tag. Dann muss man nur alle vier Jahre einen Tag lang im Bett bleiben und kann sich nicht schon wegen ein­er Eier­speise oder eines Salats der ver­sucht­en Anbräu­nung verdächtig machen. (Foto: Net­z­fund. Das Foto der Speise ers­pare ich euch., ich müsste euch son­st zur Ent­naz­i­fizierung schick­en. Ich geh mir jet­zt erst mal die Augen mit Seife auswaschen.)


11.4.2021: Neues iPhone aus dem Apple-Store: 600 Euro. Sys­temkri­tik: unbezahlbar! (Net­z­fund)


7.4.2021: Die Real­ität läuft schneller als good old Joe.


Der Oster­mon­tag schre­it­et weit­er voran: Laschets „Brück­en­lock­down“ bis genug geimpft sei, ist so sin­nvoll wie den Kessel von Stal­in­grad zu vertei­di­gen, bis Ver­stärkung ein­trifft.


5.4.2021: Der Wahnsinn der Seg­re­ga­tion rückt näher, ohne dass die deutsche Presse den Wind spürt, der uns ins Gesicht weht. Und dieser Wind kommt nicht nur aus den USA, wo die Rassen­tren­nung an Uni­ver­sitäten fast schon Geset­zeskraft hat und als großer Fortschritt gefeiert wird, son­dern aus Frankre­ich.

Zwar berichtete die SZ let­zten Monat über einen „akademis­chen Stre­it“ – zwei Dozen­ten der Hochschule in Greno­ble ste­hen dort unter Polizeis­chutz, weil sie von der Stu­den­tengew­erkschaft UNEF bedro­ht und als „Faschis­ten“ und „Islam­o­phob“ beze­ich­net wer­den – , von den Schlussfol­gerun­gen des franzö­sis­chen Staates aus den Aktiv­itäten der UNEF erfährt man indes wenig.

2019 ver­hin­derten Proteste der UNEF die Auf­führung eines Stück­es von Ais­chy­los (6. Jh. v.C.) an der Sor­bonne – Masken und dun­kles Make-up gehen bekan­ntlich gar nicht mehr in wok­en Zeit­en der kul­turellen Aneig­nung. Der Ton wird immer schriller. Schon vor zehn Jahren begann man bei der UNEF, reine Frauen­tr­e­f­fen zu organ­isieren, das weit­ete sich dann auf Min­der­heit­en aus, die dazu ange­hal­ten wur­den, sich über gemein­same Diskri­m­inierungser­fahrun­gen auszu­tauschen.

Nun hat die Regierung Macron die Reißleine gezo­gen. Der Sen­at hat das Ver­bot der UNEF beschlossen, die immer­hin die zweit­größte Gew­erkschaft des Lan­des ist. Die Ver­fü­gung ist als Zusatz von Macrons Gesetz gegen den Islamis­mus gestal­tet, muss aber noch rat­i­fiziert wer­den. Eines ist sich­er: Wenn das Ver­bot recht­skräftig wird, bren­nt in Frankre­ich die Lunte. Auch wenn ich wenig Sym­pa­thien für das elitäre Estab­lish­ment franzö­sis­chen Regierungs­be­triebs habe, kön­nte dessen Abschnei­den in diesem Machtkampf erhe­bliche Auswirkun­gen darauf haben, ob sich das Virus der Seg­re­ga­tion und des „pos­i­tiv­en“ Ras­sis­mus in Europa weit­er aus­bre­it­et.

Im NYT-Artikel kommt die UNEF erwartungs­gemäß gut weg, aber zumin­d­est die Fak­ten kann man ihm ent­nehmen. Um hin­ter die Bezahlschranke schauen zu kön­nen, ver­linke ich den Artikel via Way­back.


29.3.2021: Ich schätze Bari Weiss. Der offene Brief, mit dem sie die Tür der NYT hin­ter sich zuschlug, war inhaltlich uns stilis­tisch meis­ter­lich. Auch im Inter­view mit der BAZ sagt sie viel richtiges — ihrer Auf­forderung an Jour­nal­is­ten, Twit­ter zu ver­lassen, ist nichts hinzuzufü­gen. Aber wie so oft bei gefal­l­enen linken Engeln kommt auch sie aus dem Lager­denken und den ererbten Feind­bildern nicht her­aus. In Sätzen wie “Meine Welt ist das blaue Ameri­ka, das der Demokrat­en.” klin­gen Recht­fer­ti­gungs­druck, Tren­nungss­chmerz und Sehn­sucht an. Alles schre­it ger­adezu “Gebt mir meine kleine, heile Bub­ble wieder, in der die Demokrat­en gut und fortschrit­tlich und die Repub­likan­er dumm und rück­ständig waren.”

Doch der Kampf um Ameri­ka wird nicht zwis­chen Demokrat­en und Repub­likan­ern oder zwis­chen urbaner Elite und ländlich­er Farmidylle aus­ge­tra­gen, son­dern auf der einen Seite zwis­chen der Frei­heit, sein Leben im Rah­men ein­er guten Ver­fas­sung selb­st und so zu gestal­ten, wie man es will und ver­mag, und ein­er neuen Welt staatsab­hängiger Opfer­grup­pen, die sich beim Ren­nen an die Fut­tertröge mit Moralkeulen bear­beit­en auf der anderen.
 

Ich füge hinzu, dass es zum Beispiel Chi­na (aus Grün­den) sehr recht ist, dass es viele Amerikas gibt und dass Bari Weiss sich nur eins davon aus­ge­sucht hat. Für die Welt­gestal­tungspläne der chi­ne­sis­chen KP darf es ruhig “bunt” zuge­hen in den USA. Ein blaues und ein rotes und ein schwarzes und ein weißes und ein grünes Amerika…Das blaue Ameri­ka allein wird Tai­wan nicht ret­ten, das rote Ameri­ka allein kann Israel nicht beis­te­hen. Für bei­de Auf­gaben (und für viele andere) brauchen wir das ganze Ameri­ka. Das sollte Bari Weiss vielle­icht auch mal ins Kalkül ziehen, wenn sie als Jour­nal­istin in dieser Weise Partei ergreift.


25.3.2021:

Update, 28.5.20201: Das Hin­ter­grund­bild auf der linken Seite, welch­es einst Annale­na Baer­bock bei der Erzeu­gung von Seifen­blasen und in läs­siger Pose zeigte, habe ich nach Auf­forderung gelöscht. Ein jed­er denke sich das bekan­nte Foto ein­fach in die Szene hinein und seinen Teil dazu.


4.3.2021: Die ganze Zeit fragte man sich, wie die Beken­nt­nisse des RKI-Chefs Wiel­er, die Beat­mungsplätze in den Kliniken seien über­wiegend von ganz bes­timmten Migra­tionsh­in­ter­grün­den belegt, poli­tisch und medi­al wieder ein­fan­gen würde. Das übliche „Pois­en­ing the Well“ vielle­icht? Doch dann hätte man Wiel­er beschädigt und der wird noch gebraucht, um bei Bedarf Löf­fel­weise Angst und Panik austeilen zu kön­nen. Man entsch­ied sich let­ztlich für die dop­pelte Strate­gie aus „Missver­ständ­nis“ und „Zitier­fehler“, was lei­der bedeutet, dass man der Öffentlichkeit nun die „richtige Wahrheit“ schuldet. Die Zitate Wiel­ers, der von bekan­nten Prob­le­men sprach, über die man aber nicht reden könne, seien gar keine Tat­sachen­be­haup­tun­gen, son­dern lediglich Über­legun­gen gewe­sen. Auch gin­ge es in dem Gespräch lediglich um ganz spez­i­fis­che Kliniken, nicht um eine generelle Beschrei­bung der Lage. Also doch und sog­ar sehr konkret und nicht nur „Über­legung“? Und für alle Fans des Konkreten hat der Nord­kuri­er gute Zahlen: In der Bon­hoe­fer-Klinik liege die Zahl der beat­meten Migra­tionsh­in­ter­gründe bei unter einem Prozent! Toll, denkt sich der Leser. Dann gibt es ja kein Prob­lem und Frau Stein­bach muss ihre „Lügen­mar­iande“ (Alexan­der Lamb­s­dorff) selb­st aus­löf­feln.

Doch denkt und liest der Leser weit­er, erfährt er, dass diese Klinik im Kreis „Meck­len­bur­gis­che Seen­plat­te“ liegt. Nicht ger­ade ein Hotspot der wun­der­bun­ten Zuwan­derung, wo die einzig vere­del­nden Hin­ter­gründe sich drehende Win­dräder sind. Aber Berlin, was ist mit Berlin, wie sind die Zahlen­ver­hält­niss dort? Doch lei­der, so erfährt der Leser, erfasse man dort den Hin­ter­grund der Patien­ten gar nicht.

Wir fassen zusam­men: Klinikchefs in Hotspot-Großstädten bekla­gen im Gespräch mit dem RKI gewisse Auf­fäl­ligkeit­en bezüglich der Herkun­ft der Inten­siv­pa­tien­ten, von denen sie sta­tis­tisch eigentlich gar nichts wis­sen kön­nen (oder dürften), während eine Klinik im Land der drei Meere (Wald­meer, Sand­meer, nichts mehr) gern Auskun­ft darüber gibt, dass sie ein Prob­lem nicht hat, welch­es es dort man­gels Ziel­gruppe ohne­hin nicht geben kann.

Die Frage, wie wir von den Medi­en ver­arscht wer­den, ist damit auch kurz und bündig beant­wortet: schlecht!


28.2.2021: Inter­es­sante These. Ehrlich gesagt hielt ich den Effekt “Win­drad-macht-Wind-kaputt” immer nur für eine sta­tis­tis­che Größe. Errechen­bar aber nicht mess­bar. Anders sieht die Sache aus, wenn man das Mikrokli­ma rund um die Win­dan­la­gen betra­chtet. Vom Flächen­ver­brauch und dem Ein­fluss auf die Boden­feuchtigkeit mal ganz abge­se­hen.

Die schwäch­er wer­den­den West­winde in Europa haben aber sehr wahrschein­lich eine andere Ursache, die hier min­destens stark über­lagert: Die Kli­maer­wär­mung als solche ist ja weit­ge­hend unum­strit­ten (anders als deren Ursachen) und die Tem­per­at­u­ranstiege fall­en umso größer aus, je weit­er nördlich man schaut. Rich­tung Antark­tis scheint das noch nicht der Fall zu sein, die Ursachen dafür sind umstrit­ten, ver­mut­lich ist aber das Ver­hält­nis von viel trägem Ozean­wass­er und wenig Land­masse und die schiere Größe der Eis­fläche um den Süd­pol entschei­dend. Nein, im Nor­den spielt die Musik, egal ob in der Antark­tis ein Eis­berg abbricht oder in Chi­na ein Sack Reis umfällt.

Durch die Erwär­mung sinkt die Tem­per­atur­dif­ferenz zwis­chen den Polarge­bi­eten und südlichen Bre­it­en. Winde kom­men aber neben der generellen Ursache Erdro­ta­tion und Sonnene­in­strahlung konkret durch lokale Tem­per­atu­run­ter­schiede zus­tande, die zu Druck­un­ter­schieden führen, die zu Wind zwecks Druck­aus­gle­ich führen. Weniger Tem­per­atur­dif­ferenz führt also zwangsläu­fig zu weniger Wind. Die These der Kli­maret­ter, durch “mehr Energie im Sys­tem” wür­den auch die Wet­terex­treme und Unwet­ter zunehmen, ist unter dieser Prämisse übri­gens auch kaum halt­bar. Da haben wir es wohl vor allem mit “Aufmerk­samkeit­sökonomie” zu tun, die dafür sorgt, dass noch der dünnste Lufthauch seinen Namen und seine Schadenssta­tis­tik bekommt. Die Aufmerk­samkeit­sökonomie wird übri­gens ver­hin­dern, dass man dem im Artikel beschriebe­nen Effekt ein­fach mal etwas mehr Aufmerk­samkeit spendiert. Wäre im Sinne ein­er Tech­nikfol­gen­ab­schätzung eigentlich sin­nvoll, passt aber nicht ins Nar­ra­tiv. Wind­kraft gut, nix Risiken und Neben­wirkun­gen und Fra­gen beant­wortet wed­er der Apothek­er noch Frau Kem­fert.


8.2.2021: Wenn man im Yach­club Blanke­nese das Leben genießen, an der Hum­boldt-Uni Jura studieren und bei der Jugen­dor­gan­i­sa­tion der SPD das große Wort führen kann, sich aber für einen Kom­mu­nis­ten auf den gesellschaftlichen Bar­rikaden hält und mit Tweets auf Lib­erale schießt, dann lebt man im besten Deutsch­land, das es je gab. Äußerun­gen wie die des Bengt Rüste­meier, die vor allem aus hal­b­ver­schlüs­sel­ten Gewalt­phan­tasien beste­hen, kön­nen den Jusos aber eigentlich kaum pein­lich sein. Schließlich drückt man dort auch die Nach­wuchs-Hamas-Ter­ror­is­ten ans brüder­liche Herz. Wozu also die gespielte Empörung? Jed­er weiß, wie die Jung­sozial­is­ten zu Lib­eralen, Ver­mi­etern im All­ge­meinen und Jeff Bezos im Beson­deren ste­hen. Den Lib­eralen nei­det man das Selb­stver­ständ­nis (man beze­ich­net sich ja selb­st gern als lib­er­al), Ver­mi­eter ken­nt man nur in Gestalt von Mama und Papa, die einem ständig dro­hen, sie rauszuschmeißen, wenn sie nicht bald ihr Studi­um der ver­gle­ichen­den Gen­derolo­gie fer­tig­bekom­men und Jeff Bezos ken­nen sie nur als fer­nen Wei­h­nachts­mann, der das neuste Mac­Book vor­beib­ringt. Alles Feind­bilder des schlecht­en Gewis­sens, hin­ter denen man die eigene Bedeu­tungs- und Ziel­losigkeit ver­steckt. Laut­sprech­er wie das Bürschlein Bengt schafften es in unseren von Neg­a­ti­vauslese geprägten Parteien schon immer nach oben. Dort angekom­men küm­merten sich Presseref­er­enten, Lek­toren und rhetorisch geschulte Mitar­beit­er um die anson­sten ver­heerende Außen­wirkung. Dank der sozialen Medi­en gelingt es heute immer häu­figer auch den Wäh­lern selb­st, rechtzeit­ig ins Rad der Geschichte zu greifen, weil sich die Beng­ste unser­er Tage durch eigene, unge­filterte Äußerun­gen zur Ken­ntlichkeit entstellen.


1.2.2021: GameStop sei out und Sil­ber der neue heiße Scheiß, sagt Reddit…besser gesagt: sagen die Medi­en über Red­dit. Sowas in der Art war zu erwarten. Doch dass die Medi­en alle­samt auf den Betrug rein­fall­en — böse Zun­gen behaupten, sie hät­ten sich bezahlen lassen — ist schon dreist. Ein Blick zu Red­dit zeigt, dass es eine dreiste Lüge ist, r/wallstreetbet hätte den Kauf von Sil­ber emp­fohlen. Wer wirk­lich dahin­ter­steckt…? Nach dem Cui-Bono-Prinzip klar der Hedge­fond Citadel. Man ver­sucht das Geld zurück­zubekom­men, wo man es ver­loren hat.


27.1.2021: Zur schein­heili­gen Debat­te um die Lief­er­eng­pässe von Impf­stof­fen nur so viel. Erstens ist es schon dreist von EU-Vertretern, den Her­stellern Ver­sagen vorzuw­er­fen, wenn die Verzögerun­gen doch eigentlich auf die Unfähigkeit ein­er bedarf­s­gerecht­en Pla­nung und dem Wahn geschuldet sind, die Imp­fung staatlich und zen­tral kon­trol­liert, statt bre­it angelegt über die Hausärzte abwick­eln zu lassen. Ihr habt schlecht eingekauft, liebe Poli­tik­er, das ist ein zen­trales Prob­lem! Und wie üblich will nie­mand die poli­tis­che Ver­ant­wor­tung übernehmen.

Zweit­ens sind diejeni­gen, die fordern, die Pro­duk­tion der Impf­stoffe auf einen Fin­ger­schnipp hin auszuweit­en und zu beschle­u­ni­gen, diesel­ben Poli­tik­er, die durch Lock­downs und qui­etsch auf knirsch zusam­menge­fiedelte Coro­na­maß­nah­men sämtliche Liefer­ket­ten zur Desyn­chro­ni­sa­tion oder zum Zusam­men­bruch gebracht haben.

Glaubt ern­sthaft jemand, die Her­stel­lung von Impf­stof­fen sei nicht Teil der Wirtschaft und deshalb nicht von der gesamtwirtschaftlichen Lage betrof­fen? Auch Impf­stoffe sind Wirtschafts­güter und wenn zen­trale Plankom­mis­sio­nen die Erzeu­gung und Verteilung von Gütern organ­isieren, geht das eben schief! Ist immer so gewe­sen.


27.1.2021: Dem König schmeckt die Suppe nicht. Die sei stark ver­salzen und er möchte durch eine Expertenkom­mis­sion ein für alle Mal klären lassen, wer wieviel Salz in den Topf schüt­ten dürfe, damit sie noch genießbar sei. Der Kom­mis­sion „Salz“, beset­zt mit begeis­terten Sup­pe­salz­ern vor dem Her­rn, gefällt die Auf­gaben­stel­lung aber nicht. Im Abschluss­bericht emp­fiehlt sie deshalb, dem natri­um­chlo­rid­feindlichen Begriff „Ver­salzen“ kün­ftig durch „sehr würzig“ oder „reich­haltig“ zu erset­zen.
So etwa muss man sich die Arbeit der „Fachkom­mis­sion Inte­gra­tions­fähigkeit“ wohl vorstellen, in deren Abschluss­bericht der Gegen­stand ihrer Unter­suchung kurz­er­hand umgedeutet wurde und die, statt her­auszufind­en, wieviel Migra­tion gesund für die Gesellschaft sei, die Abschaf­fung des Begriffs “Migra­tionsh­in­ter­grund” emp­fahl, weil der diskri­m­inierend sei.


26.1.2021: “Schlim­mer als Hitler”, “bösar­tiger Tumor”, “gefährlich­ste Regierung der Welt­geschichte”…genau solche irren, maßlosen Übertrei­bun­gen sind es, die jede berechtigte Kri­tik an Trump diskred­i­tieren. Ich würde ja gern endlich aufhören, über Trump zu schreiben, denn er ist Geschichte. Viel inter­es­san­ter sind doch die medi­alen Dop­pel­stan­dards, wie sie nun unter Biden zu Tage treten. Denn der macht auch dann noch alles richtig, wenn er das­selbe wie Trump tut. Die ver­meintlichen “Sieger” über den “Trump­is­mus” kön­nen jedoch nicht von ihrem Popanz lassen. Noch den let­zten Tropfen Pressegift und Medi­en­galle müssen sie ihm abpressen. Ein unwürdi­ges Schaus­piel, zumal für einen ehe­mals großen Lin­guis­ten wie Chom­sky, der auf seine alten Tage offen­bar den Ver­stand ver­loren hat.


22.1.2021: Bekan­nt ist diese Posse ja schon länger, aber so knack­ig und witzig zusam­menge­fasst habe ich das heute zum ersten Mal gehört: Die CDU will also die Ergeb­nisse der Briefwahl abwarten, damit der demokratis­che Prozess gewahrt bleibt. Armin Laschet sei also for­mal noch nicht gewählt, meint der Deutsch­land­funk, fügt aber wie zur Beruhi­gung hinzu, dass die Briefwahl aber keinen Ein­fluss auf das Ergeb­nis haben könne, weil Röttgen und Merz gar nicht auf dem Stim­mzettel standen. Mein Lachen kon­nte man sich­er noch im Kon­rad-Ade­nauer-Haus hören. DLF und CDU soll­ten ihre Com­e­dy-Pro­gramme drin­gend zusam­men­le­gen, das hat wirk­lich Poten­zial!


9.1.2021: 
“Scott an Cap­tain Kirk”
“Was gibts, Scot­ty?”
“Beim Bea­men von Fäh­n­rich Wendler gab es Prob­leme. Wir kön­nen ihn nicht mehr mate­ri­al­isieren!”
“Wie kon­nte das passieren?”
“Ver­dammt, irgendw­er hat den Zen­sur­fil­ter mit 1200 Naidoome­ter Drehmo­ment ange­zo­gen und der lässt sich jet­zt nicht mal mehr mit dem quan­ten­ve­g­a­nen Hild­mannham­mer lösen.”
“Lass es wie einen Unfall ausse­hen, Scot­ty. Und den Vor­fall im Trans­porter­pro­tokoll löschen! Wie lange brauchen Sie?”
“Acht Stun­den”
“Ich gebe Ihnen vier!”
“Ich schaffe es sich­er in zwei!”
“Sehr gut, danke Scot­ty!”
“Aye aye, Cap­tain!”


6.1.2020: Anfrage an Radio Eri­wan: Kann man Impf­stoffe streck­en? Antwort: Im Prinzip schon, man muss dazu bei Voll­mond Tau von frischen Gräbern sam­meln, mit Nieswurz, Ket­ten­fett und Eier­likör zu einem Sud kochen und dabei ein­er schwarzen Katze über den Rück­en leck­en. Das nützt zwar alles nichts, aber man kann das machen.