Was ist eigent­lich aus der fol­gen­den For­mu­lie­rung gewor­den, die wohl jedem schon mal um die Ohren geschla­gen wurde, der sich kri­tisch mit Regie­rungs­han­deln oder dem Zustand unserer Medien beschäf­tigt hat. „Natür­lich hast du das Recht, deine Meinung zu sagen. Das heißt aber nicht, dass das keine Kon­se­quen­zen für dich hat.“ Natür­lich muss man die Kon­se­quen­zen in Rela­tion zum Fall sehen. Es ist schon ein Unter­schied, ob es viel­leicht um die Antwort auf die Frage „Schatz, wie steht mir dieses Kleid?“ geht, oder darum, jeman­den bei Bank, Arbeit­ge­ber oder Verein anzu­schwär­zen, weil die doch sicher gerne wissen wollen, „mit was für Leuten“ sich manche so abgeben und ob das wohl gut für den Ruf sei. Für Kon­se­quen­zen jen­seits von Streit und Denun­zia­tion gibt es jedoch Gerichte, die Vor­ge­hens­weise nennt sich Kla­ge­weg und ist in Deutsch­land klar gere­gelt. Jeman­dem den Kla­ge­weg zu ver­bie­ten und sich so die Gele­gen­heit ent­ge­hen zu lassen, den Kläger schei­tern zu sehen, ist schon ein starkes Stück. Zumal wenn man glaubt, im Recht oder gar unschul­dig zu sein.

Ein Journalist ist auch nur ein Mensch

Die Kon­se­quen­zen für die Äuße­rung einer Meinung sind für Jour­na­lis­ten prin­zi­pi­ell keine anderen, selbst wenn sich einige Jour­na­lis­ten für durch­aus bessere, ja edlere Men­schen halten mögen und ihre geäu­ßer­ten Mei­nun­gen für kon­sti­tu­ie­rend für die Demokratie…sie sind es nicht. Stellen wir uns also vor, eine Jour­na­lis­tin schreibt einen Artikel, sagen wir, über die Polizei im All­ge­mei­nen und die Letzt­ver­wen­dung der Poli­zis­ten im Spe­zi­el­len und Lesern wie Poli­zis­ten ver­schlägt es vor Ent­set­zen die Sprache. Sie wissen natür­lich, von welchem Artikel ich hier rede, sie kennen die Reak­tio­nen in den Medien, die der Autorin mit einem rasch aus­ge­druck­ten Satire-Etikett aus­hel­fen wollten. Von Bahners (FAZ) bis Sto­kow­ski (Spiegel) eilten alle zu Hilfe, weil man die Pres­se­frei­heit in Gefahr sah.

Will­kom­me­ner Anlass dieser Täter-Opfer-Umkehr mit dem Bei­geschmack der Kum­pa­nei waren indes nicht die Reak­tio­nen der Leser, der Poli­zis­ten oder die Klage, welche der Chef der Poli­zei­ge­werk­schaft ankün­digte. Selbst unter den Ver­tei­di­gern ging kaum jemand so weit, den Artikel inhalt­lich zu ver­tei­di­gen – außer Bahners und Sto­kow­ski natür­lich. Mei­nungs­frei­heit gelte auch für schlecht dar­ge­brachte oder leicht irre Mei­nun­gen, so die mode­ra­te­ren Hen­g­amehia­ner. Einer Ein­schät­zung, der ich mich schwe­ren Herzens anschlie­ßen müsste. Erst die Ankün­di­gung der Klage von Innen­mi­nis­ter See­hofer änderte die Lage. Nun ging es um’s Prinzip!

Der Prag­ma­ti­ker in mir würde emp­feh­len, die Sache auf klei­ne­rer Flamme zu kochen, denn das här­teste, in das dieser Innen­mi­nis­ter erfolg­reich seine poli­ti­schen Zähne geschla­gen hat, muss eine Weiß­wurst gewesen sein. Seine Klagen bleiben seit jeher in der Ankün­di­gung stecken. Seinen Ruf als Bett­vor­le­ger hat der Schorsch nicht zufäl­lig, er pflegt ihn hin­ge­bungs­voll. Erreicht hat er mit der aktu­el­len leeren Drohung, dass es nun nicht mehr um den Inhalt eines abscheu­li­chen Arti­kels geht, sondern der Kampf um den Erhalt der Pres­se­frei­heit aus­ge­ru­fen wurde. Und wer sich da in einem offenen Brief für dieser Schlacht zur Ver­tei­di­gung der Frei­heit in die erste Reihe stellt, ist weit bessere Satire als das Geschreib­sel einer TAZ-Autorin mit man­gel­haf­ter Impuls­kon­trolle, die in ihrem ganzen Leben noch keinen sati­ri­schen Satz zustande gebracht hat.

Auftritt der Gouvernanten

Die „friends of hen­g­ameh“ ver­öf­fent­lich­ten einen offenen Brief an die Kanz­le­rin und fordern, diese möge doch den „mas­si­ven Angriff gegen die Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit“ beenden, den ihr Innen­mi­nis­ter gegen die TAZ gestar­tet habe.

Die gefähr­li­che Instru­men­ta­li­sie­rung dieser Debatte durch den Innen­mi­nis­ter spaltet die Gesell­schaft, sie führt auch dazu, dass Autor_innen wie Hen­g­ameh Yag­hoo­bi­fa­rah von anderen Rechts­po­pu­lis­ten und Rechts­ex­tre­men massiv ange­fein­det, ange­grif­fen und bedroht werden.“

Merke: See­hofer spaltet die Gesell­schaft, TAZ-Autorin­nen tun sowas nicht. Doch wie Moses das Rote Meer, glaubt Hen­g­ameh die Mensch­heit in nütz­li­che Men­schen und Poli­zis­ten teilen zu können. Was bitte spaltet die Gesell­schaft mehr als dies? Natür­lich ergreift der Brief wie jedes Gewächs aus dem ideo­lo­gi­sier­ten linken Kräu­ter­gar­ten die Gele­gen­heit, im ewigen Kampf gegen rechts die Glocke zu läuten. Ist man sich wirk­lich sicher, dass bei den „Angrif­fen und Dro­hun­gen“ keine Satire im Spiel ist, die die Autorin nur nicht ver­stan­den hat? Kann es nicht auch sein, dass einigen einfach auch mal die Hut­schnur riss?

Sätze wie „Halten sie bitte die Fresse, wir sind hier in Deutsch­land“ ent­fleu­chen ja bekannt­lich sogar grünen Erz­engeln wie Cem Özdemir, der neben­bei bemerkt an dieser Stelle sogar richtig mensch­lich rüber­kam, nachdem er vorher im Inter­view nur belang­lose Text­bau­steine appor­tierte. Und wieso eigent­lich ist im Brief „von anderen Rechts­po­pu­lis­ten“ die Rede? Zählen die Unter­zeich­ner des Briefes etwa die TAZ-Autorin dazu? Oder den Minis­ter? Wollte das Lek­to­rat bei diesem Brief nicht mit­ma­chen?

Sie, sehr geehrte Frau Bun­des­kanz­le­rin, wissen genau wie wir, dass die Kolumne durch die im Grund­ge­setz ver­an­kerte Mei­nungs­frei­heit gedeckt ist.“

Halten wir uns hier nicht mit der Frage auf, ob die Unter­zeich­ner wissen können, was sie nur zu wissen glauben oder gar wissen, was, wie und ob die Kanz­le­rin denkt. Wis­sens­an­ma­ßung ist dort, wo TAZ & Co gemein­sam Stall­ge­ruch ver­strö­men, an der Tages­ord­nung. Ent­schei­dend ist, dass die Kolumne tat­säch­lich vom Grund­ge­setz geschützt ist. Auch wenn der Brief Presse- und Mei­nungs­frei­heit durch­ein­an­der­bringt. Und daraus ergeben sich zwei Fragen.

Erstens: Was ist eigent­lich noch alles von der Mei­nungs- oder Pres­se­frei­heit gedeckt, ohne dass dies die Brie­fe­schrei­ber inter­es­siert?

Zwei­tens: Wie verhält es sich in dem Fall mit dem Pos­tu­lat vom Anfang dieses Arti­kels, was sind die Kon­se­quen­zen?

Antwort zu eins: So einiges, von dem uns viele der Unter­zeich­ner des offenen Briefes immer wieder sagen, es gehöre abge­schafft, kri­mi­na­li­siert, ver­bo­ten und aus­ge­rot­tet.

Antwort zu zwei: Hier teilen sich die Zustän­dig­kei­ten. Da die Mei­nungs­frei­heit nicht ver­letzt ist, weil es sich bei dem Artikel klar um Meinung handelt, ist der Innen­mi­nis­ters hier nicht zustän­dig. Hinz und Kunz und natür­lich die Poli­zei­ge­werk­schaft dürfen klagen und meiner Meinung nach sollten sie dies auch tun. Alles andere hätten die Leser erle­digt, die sich in Scharen und mit Grausen von solchen Stür­me­reien abwen­den. Und die Leser hätten den Job auch zu Ende gebracht, wäre See­hofer der TAZ durch die Über­rei­chung der Opfer­rolle nicht bei­gesprun­gen. Es waren schließ­lich nicht die „Rechts­po­pu­lis­ten“, die die Autorin hart angin­gen, sondern zuerst mal die stramm­lin­ken TAZ-Leser in Briefen, Kom­men­ta­ren und Abon­ne­ment­kün­di­gun­gen. Das ist das mäch­tigste Werk­zeug in den Händen der öffent­li­chen Meinung, die einer Bewe­gung, einer Idee, einer Partei oder einem Medium Ver­trauen und Auf­merk­sam­keit ent­zie­hen und dem Lauf der Dinge beim Ver­trockne und Abster­ben der­sel­ben zusehen kann. Wenn man sie nur ließe und sie nicht ständig in eine bestimmte Rich­tung zu schub­sen ver­suchte.

Wir möchten in Deutsch­land eine kri­ti­sche, breite und faire Debatte über Ras­sis­mus, über Poli­zei­ge­walt und Macht­miss­brauch führen. Was durch die Straf­an­zeige gegen Hen­g­ameh Yag­hoo­bi­fa­rah pas­siert, ist eine poli­ti­sche Stim­mungs­ma­che gegen das Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setz in Berlin…“

Das ist eine glatte Lüge. Die Unter­zeich­ner wollen, dass man ihre Vor­stel­lung davon, was Ras­sis­mus, Poli­zei­ge­walt und Macht­miss­brauch sind, wider­spruchs­los akzep­tiert. Im kon­kre­ten Fall ging Gewalt zudem nicht von der Polizei aus, sondern in ver­ba­ler Form von der Autorin. Es ist schon dreist, sich auf diese Weise an die BLM-Bewe­gung „Unsere Stadt soll schöner werden“ anzu­wan­zen. Und was ist eigent­lich aus der poli­ti­schen Haudrauf­flos­kel „aus Worten werden Taten“ gewor­den? Gilt die nur für Höcke-Reden?

Zum erwähn­ten Ber­li­ner Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setz nur soviel: es sorgt für eine Beweis­last­um­kehr, weil nun ein beklag­ter Poli­zist bewei­sen muss, dass er nicht dis­kri­mi­niert hat. Juris­tisch gesehen ver­kehrte Welt, die wir besser nicht beju­beln sollten, wenn wir nicht erleben wollen, wie sich eine ame­ri­ka­ni­sche „blue flu” in Hamburg oder Köln anfühlt.

Diese Straf­an­zeige ist eine Ein­schüch­te­rungs­tak­tik gegen all jene, die sich öffent­lich für die Chan­cen­gleich­heit aller Bürger_innen in diesem Land posi­tio­nie­ren.“

Ein­schüch­te­rungs­tak­tik? Das ist RAF-Rhe­to­rik wie aus dem Lehr­buch. Wenn Vor­würfe wie oben übri­gens nicht gerade von linker Seite kommen, werden sie in unseren Medien stets genüss­lich bis empört als Ver­schwö­rungs­theo­rien bezeich­net. Chan­cen­gleich­heit? Das ist echt der Brüller für Medien, die jeden Tag der Gleich­heit der Ergeb­nisse das Wort reden.

Wir fordern ein Bekennt­nis zum Schutz von Journalist_innen, die kri­tisch die Arbeit poli­ti­scher Entscheidungsträger_innen beglei­ten und wich­tige Debat­ten ansto­ßen.“

Das ist mal ein Satz, der mir fast gefällt. Ich würde die zer­gen­der­ten „Jour­na­lis­ten” jedoch durch „Bürger“ erset­zen, denn es ist kein jour­na­lis­ti­sches Pri­vi­leg, die Arbeit poli­ti­scher Ent­schei­dungs­trä­ger kri­tisch zu beglei­ten – das ist gewis­ser­ma­ßen erste Bür­ger­pflicht. Aufgabe des Jour­na­lis­mus ist es eigent­lich, dem Bürger dafür gut recher­chierte und valide Fakten an die Hand zu geben und ihm als Sou­ve­rän die Schluss­fol­ge­run­gen zu über­las­sen. Das hat in letzter Zeit eher mit­tel­präch­tig funk­tio­niert. Auch frage ich mich im Zusam­men­hang mit dem als Rohr­kre­pie­rer geen­de­ten TAZ-Artikel, welche Debatte er wohl ange­sto­ßen haben mag. Etwa, wie weit man die verbale Gewalt gegen Teile der Exe­ku­tive (Polizei) eines Landes treiben kann, bis ein anderer Teil der Exe­ku­tive (der Innen­mi­nis­ter) „genug“ ruft? Eine Debatte über Müll­tren­nung viel­leicht?

Die Angst vor der vor­geb­li­chen Poli­zei­ge­walt kann jedoch bei der Presse ganz all­ge­mein nicht sehr groß sein, beson­ders wenn man die Schnapp­at­mung von heute mit der Lei­se­tre­te­rei von 2005 ver­gleicht, als die Mei­nungs­frei­heit von ganz anderer Seite unter Gewalt­ein­fluss geriet. Die TAZ druckte, soweit ich mich erin­nere, letzt­lich zumin­dest einige der Moham­med-Kari­ka­tu­ren aus „Jyl­lands Posten“ nach – die Welt alle, Spiegel und Focus keine. Die gewalt­tä­ti­gen „Kon­se­quen­zen“ aus unserem ein­füh­ren­den Satz waren mit Händen zu greifen gewesen und was der Preis unbe­que­mer Mei­nungs­frei­heit sein kann, wurde uns 2015 mit dem Mas­sa­ker in der Redak­tion von Charlie Hebdo deut­lich vor Augen geführt. Die hasen­fü­ßige Ablei­tung unseres Mottos von oben lautete 2005 für die Mehr­heit der euro­päi­schen Presse, man habe zwar das Recht auf Pres­se­frei­heit, müsse dieses aber ver­ant­wor­tungs­voll gebrau­chen! Kein offener Brief, kein Wort von „wir fordern…“ oder „wir lassen nicht zu“ – im Gegen­satz zu See­hofer machen die Adres­sa­ten der ein­ge­schränk­ten Kunst- und Pres­se­frei­heit aus 2005 nämlich Haus­be­su­che.

Die Dop­pel­stan­dards einiger der pro­mi­nen­ten Unter­zeich­ner des offenen Briefes, die sich hier aus­ge­rech­net zur Ver­tei­di­gung der Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit auf­schwin­gen, welche sie an anderer Stelle gern durch Zensur, Verbote und deftige Strafen „ergän­zen“ möchten, ist mit Händen zu greifen.

Sybille Berg etwa bezeich­nete die Peti­tion der Dresd­ner Buch­händ­le­rin Susanne Dagen gegen den Van­da­lis­mus auf der Frank­fur­ter Buch­messe 2017 als eine Aktion „für das Recht der Rechten, unge­stört Men­schen­hass zu ver­brei­ten“. Dabei hatte Dagen nur etwas dagegen ein­zu­wen­den, dass flach­hir­nige Akti­vis­ten fal­schen Gebrauch von Büchern machten, indem sie sie phy­sisch statt im Feuil­le­ton zer­ris­sen. Men­schen­hass konnte Frau Berg in den Aus­las­sun­gen besag­ter TAZ-Kolumne offen­bar nicht erbli­cken, was die hen­g­ame­hisch ange­hass­ten Poli­zis­ten gleich­wohl anders emp­fin­den dürfen.

Mit an Bord des Briefes auch Leicht­ma­tro­sin Carola Rackete, der es nach eigener Aussage mitt­ler­weile „zu voll“ in Deutsch­land ist, nachdem sie sich nach Kräften an der Füllung des ihr ver­hass­ten Landes betei­ligte. Zu Böh­mer­mann, Sto­kow­ski, Yücel und anderen Bet­sch­wes­tern, deren Geis­tes­welt bipo­la­rer und hass­erfüll­ter ist als der Kalte Krieg in der Cuba-Krise, ist ohnehin alles gesagt. Auch dass die halbe Beleg­schaft der TAZ, BLM Deutsch­land, die Chef­re­dak­tion von Titanic und sogar längst auf der­sel­ben kell­nernde Bento-Autoren den Brief unterzeichnen…geschenkt.

Dass aber aus­ge­rech­net ein lei­ten­der Mit­ar­bei­ter von CORRECTIV das Banner der Pres­se­frei­heit schwenkt, obwohl dessen Laden doch wie die Mistel vom Saft anderer Publi­ka­tio­nen lebt, indem man dort Mei­nun­gen „fak­ten­checkt“ und deren Reich­weite her­un­ter drückt, ist einfach nur grotesk!

Die Brie­fe­schrei­ber müssen aber keine Sorge haben, Mutti wird ihren Horst schon zurück in die Hütte pfeifen, von dem hat eure Hen­g­ameh nichts zu befürch­ten. Auch andere Klagen werden wohl aus­ge­hen wie das Horn­ber­ger Schie­ßen. Was sind schon die ver­ach­tens­wer­ten Krit­ze­leien einer unbe­deu­ten­den Person gegen die phy­si­sche Gewalt, der die Polizei mitt­ler­weile tag­täg­lich in den Städten aus­ge­setzt ist.

Ich setze daher eher auf die prak­ti­sche Intel­li­genz meiner Mit­bür­ger, die sich bei der Alter­na­tive, ob sie lieber auf die Polizei oder auf die TAZ ver­zich­ten würden, wahr­schein­lich für letz­te­res ent­schei­den werden. Und dem edel­wei­ßen Sören-Soja­latte-Kol­lek­tiv beim selbst­be­stimm­ten Ver­glim­men zuzu­se­hen, wärmt nicht nur länger als ein Molotov-Cock­tail, es ist auch besser für die Umwelt..

12 Kommentare

  1. Einer Ein­schät­zung, der ich mich schwe­ren Herzens anschlie­ßen müsste.”
    Immer mehr Men­schen im Lande erset­zen in besag­tem Text das Wort „Poli­zis­ten” durch das Wort „Jour­na­lis­ten”,
    Schön, dass das jetzt ganz offi­zi­ell durch Medi­en­ma­cher abge­seg­net ist…

  2. Ich würde die taz-Sache auch auf kleiner Flamme braten. Von mir aus kann die Dam*In mich auch öffent­lich auf die Müll­kippe wün­schen. Man muss auch nicht so tun, als ob man sich mag. Man mag sich nicht. So einfach ist das.

  3. So viel Kom­men­tar­text zu solch einer Lap­pa­lie. Viel Rauch um nichts. Weder die Taz, noch dieses unaus­sprech­li­che Weib haben irgend­eine Rele­vanz. Naja, durch Horst hat sie jetzt welche. Natür­lich hat sie welche auch in den linken Ter­ro­ris­ten­krei­sen. Immer­hin bin ich dann auch im Bilde, was sich im Unter­grund so tummelt. Kleine Para­si­ten, die sich ganz wichtig machen eben.

    Nütz­li­cher weise kann man deren Argu­mente in diesem offenen Brief ganz unver­hoh­len kopie­ren, wenn mal wieder scharf gegen den poli­ti­schen Gegner geschos­sen wird. Dann werden sie mit Autoren­be­nen­nung einfach zitiert. Boo­me­rang nennt man das dann tref­fend. Abge­wor­fen und gegen den eigenen Kopf gedon­nert.

    • Natür­lich sind taz und Hänga… in der Sache völlig irrele­vant und blöd­sin­nig. Das Problem ist aller­dings, dass weder der intel­lek­tu­elle, noch der Wahr­heits­ge­halt in der gesell­schaft­li­chen Debatte über­haupt noch eine Rolle spielt.

      Bei­spiels­weise haben die logi­schen und sach­li­chen Total­aus­fälle von Cook und Powell bezüg­lich 97% und 99% Konsens der Kli­ma­wis­sen­schaft­ler keine Kli­maf­a­na­ti­ker daran gehin­dert, unter Bezug auf eben diese Luft­num­mern „Follow the science!” zu rufen.

      Es geht nicht mehr um das qua­li­fi­zier­teste und zutref­fendste, sondern das lau­teste Argu­ment. Egal, wie blöd­sin­nig und irrele­vant es ist. Es ist ja noch nicht einmal mehr nötig, dass es formal über­haupt ein Argu­ment ist. Ad hominem reicht völlig.

      Inso­fern ist es völlig richtig, dass Blöd­sinn wie diese Poli­zis­ten­schmä­hung kei­ner­lei inhalt­li­che oder sach­li­che Rele­vanz haben. Dum­mer­weise und leider haben sie gesell­schaft­li­che Rele­vanz. Und Zünd­kraft. Und die Folgen sind leider alles andere als irrele­vant.

  4. Wenn ich die hohen und hehren Ziele, die die taz in ihrer Selbst­dar­stel­lung zu ver­fol­gen vorgibt, ins Ver­hält­nis zu dem küm­mer­lich-blöden Mach­werk, mit dem sich diese Henga­dings­bums selbst ein Armuts­zeug­nis aus­ge­schrie­ben hat, setze, fällt mir nur ein Uralt-Witz in neuer Fassung ein:

    Fällt eine Ausgabe der taz neben einen Kuh­fla­den und die beiden machen sich bekannt. Die taz: „Ich bin ein Stück Qua­li­täts­jour­na­lis­mus!“ Der Kuh­fla­den: „Ja, dann bin ich eine Torte!“

  5. Die Polizei sollte einfach mal strei­ken. Bevor­zugt in Gegen­den wo links-grün gewählt wird. Illegal? Wer soll sie den ver­haf­ten? 🙂

  6. In diesem Land darf jeder seine Meinung sagen – im Rahmen des Erlaub­ten, natür­lich!!!!
    Wo kämen wir denn auch sonst hin?? Mei­nungs­viel­falt erschwert das Regie­ren – und das wollen wir doch nicht – oder?

  7. Die Kanz­le­rin hat sich nach reif­li­cher und län­ge­rer Über­le­gung ziem­lich unver­schwur­belt geäu­ßert. Sogar linke DJV hat zu dem „taz-Text irgend­eine Meinung.
    In höf­li­ches Schwei­gen hüllt sich nach wie vor der Deut­sche Pres­se­rat, was der Jou­n­aille, Herrn See­hofer und den literar-ästhe­ti­schen Erwä­gen­den sehr spät oder gar nicht auffiel.
    Wahr­schein­lich liegt, es daran, dass der Deut­sche Pres­se­rat gar nicht dazu berufen ist, sich zu Läs­sig­kei­ten im Pres­se­ge­sche­hen zu äußern. Er wird es uns in all seiner Gnade dem­nächst wissen lassen, oder auch nicht.

  8. Lieber Roger, wie soeben als Eil­mel­dung über den Ticker läuft, hat Mutti den Horschti zurück­ge­pfif­fen.
    War nicht anders zu erwar­ten und auch richtig. Denn ja, auch solch wider­li­che Texte sind durch die Mei­nungs­frei­heit gedeckt.
    Inter­es­sant wird nur zu sehen sein, ob selbige auch gilt, wenn Mal wieder ein „Rechter” einen Text vom Stapel lässt, der der linken Mei­nungs­blase sauer auf­stößt.
    Ich fürchte aller­dings, dann ist es mit der Mei­nungs­frei­heit vorbei. Dann heißt es wieder Hass ist keine Meinung.

    See­hofer würde ich nur raten, eine Belei­di­gungs- und Ver­leum­dungs­klage ein­zu­rei­chen. Denn ihn, wie du ja auch fest­stellst, mit ANDEREN Rechts­po­pu­lis­ten und Rechts­ex­tre­men in einem Satz zu nennen dürfte dafür reichen.
    Ist das Dumm­heit oder Pro­vo­ka­tion?

  9. Ich setze daher auf die prak­ti­sche Intel­li­genz meiner Mit­bür­ger…” Werter Herr Letsch, da befürchte ich, dass Sie auf das sprich­wört­li­che „tote Pferd” setzen.

    • Soweit es nur die „Alter­na­tive, ob sie lieber auf die Polizei oder auf die TAZ ver­zich­ten würden” betrifft, wäre ich nicht ganz so skep­tisch. Und warten wir erst mal den Herbst ab, wenn es wirt­schaft­lich tat­säch­lich unge­müt­li­cher wird – viel­leicht jus­tiert dies dann die Prio­ri­tä­ten ein wenig.

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