Glenn Greenwald und die Natur der ZensurEs war einmal ein erfolg­rei­cher Anwalt, der mit dem Ver­fas­sen poli­ti­scher Artikel begann, weil er sich davon einen grö­ße­ren Ein­fluss auf die Ent­wick­lung der Gesell­schaft ver­sprach. Und Arti­kel­schrei­ben konnte er offen­bar so gut, dass der „Guar­dian“ begann, seine Texte zu ver­öf­fent­li­chen. Schließ­lich arbei­tete er bei der jour­na­lis­ti­schen Ver­wer­tung der Doku­mente Edward Snow­dens und wurde schnell auch inter­na­tio­nal bekannt und so geach­tet, dass er für seine Bericht­erstat­tung über den von Snowden auf­ge­deck­ten NSA-Skandal den Pulit­zer-Preis erhielt. Das Märchen handelt natür­lich von Glenn Green­wald, der im Jahr 2014 den Guar­dian verließ, um die Medi­en­platt­form „The Inter­cept“ mit­zu­grün­den. Green­wald wurde binnen weniger Jahre zu einem der geach­tets­ten, meist­ge­le­se­nen und – fast noch wich­ti­ger – meist zitier­ten Jour­na­lis­ten in den Ver­ei­nig­ten Staaten.

Glenn Greenwald und „The Intercept“

The Inter­cept“ wurde zwar mit dem Ziel gegrün­det, freien, unab­hän­gi­gen Jour­na­lis­mus zu ermög­li­chen, Green­wald ließ sich dennoch ver­trag­lich – also gewis­ser­ma­ßen als Rück­ver­si­che­rung – zwei spe­zi­elle Klau­seln ver­trag­lich bestä­ti­gen. Er ließ sich zusi­chern, dass seine Texte redak­tio­nell unver­än­dert erschei­nen müssen und nicht durch „Editing“ oder Zensur gegen seinen Willen ver­än­dert werden dürfen. Sollte die Redak­tion einen seiner Artikel dennoch – aus welchem Grund auch immer – nicht ver­öf­fent­li­chen, so habe er das Recht, dies an belie­bi­ger anderer Stelle auf eigene Ver­ant­wor­tung zu ver­an­las­sen. Er hatte sechs Jahre lang keinen Anlass, diese Klausel anzu­wen­den. Doch das änderte sich vor einigen Tagen.

The Intercept“ gefällt nicht, was Greenwald über Biden schreibt

Bei der Auf­de­ckung poli­ti­scher Skan­dale ist die ame­ri­ka­ni­sche Presse tra­di­tio­nell wenig zim­per­lich. Die Beweis­lage mag manch­mal dürftig sein, anonyme Quellen oder „gut unter­rich­tete Kreise“ reichen oft schon aus, um die ver­rück­tes­ten aber auch oft zutref­fen­den Geschich­ten an die mediale Öffent­lich­keit zu zerren. Auf die gele­akte Steu­er­erklä­rung Trumps bei­spiels­weise stürzte sich die New York Times mit großem Elan, selbst wenn die Quelle nicht veri­fi­ziert werden konnte. Doch der Stan­dard änderte sich schlag­ar­tig, als es aus­ge­rech­net die Biden-Familie war, die durch die Daten auf Hunter Bidens Laptop belas­tet wurde.

Wenig später erhär­tete sich der Ver­dacht durch öffent­li­che Zeu­gen­aus­sa­gen und die Bestä­ti­gung der Echt­heit der Mails durch den Chef der Inlands­ge­heim­dienste. Doch auch dann noch: Schwei­gen im Blät­ter­wald. Abge­se­hen von der New York Post, dem Wall­street Journal, einigen klei­ne­ren Lokal­me­dien und natür­lich FoxNews wollte keine Zeitung und kein Sender auch nur in Erwä­gung ziehen, sich kri­tisch mit den vor­lie­gen­den Fakten aus­ein­an­der­zu­set­zen. Man habe keine Beweise, es könnte sich um Fäl­schun­gen handeln, der Russe war’s…und als beste Begrün­dung von allen: so kurz vor der Wahl berich­ten wir nicht über sowas. Green­wald wollte berich­ten – und erlebte die Über­ra­schung seines Lebens.

Greenwald verlässt „The Intercept“

Am 27.10.2020 erhielt Green­wald ein Memo seines Chef­re­dak­teurs Peter Maas, in dem ihm klar gemacht wurde, dass man massive inhalt­lich Ände­run­gen in Green­walds sonst natür­lich bril­lan­ten Artikel erwarte. Da ist von feh­len­den Bewei­sen die Rede, wo Beweise vor­lie­gen, von frag­wür­di­gen E‑Mails, deren Her­kunft jedoch längst durch nach­voll­zo­gene Ketten aus Absen­dern und Emp­fän­gern gesi­chert ist sowie von der nur „kurzen“ Pres­se­kon­fe­renz des Zeugen Tony Bobu­linskis, die in Wirk­lich­keit Stunden dauerte. Das Memo ist ein langer Text, in welchem sich Schmei­che­leien mit Kritik mischt, die man so freund­lich wie möglich ver­packt. Am Ende ist nur klar: über die Anschul­di­gun­gen wegen Kor­rup­tion gegen Joe Biden soll im „The Inter­cept“ nichts stehen, ganz gleich, was die Fakten sagen.

Um auf meinen Vor­schlag am Anfang dieses Memos zurück­zu­kom­men, ich denke, dass der Entwurf funk­tio­nie­ren könnte, wenn er über­ar­bei­tet und gekürzt wird, um sich auf die Abschnitte über die Vor­ein­ge­nom­men­heit der libe­ra­len Medien zu kon­zen­trie­ren, darüber, dass Joe Biden nicht so viele direkte Fragen gestellt werden, wie es sein sollten […] und darüber, wie all dies zu einer sub­op­ti­ma­len Bericht­erstat­tung über die Kor­rup­ti­ons­vor­würfe bei­getra­gen hat, die, obwohl sie nicht durch Beweise unter­mau­ert werden, die Joe Biden selbst belas­ten, dennoch mehr Details darüber ent­hül­len, wie seine Familie seinen Namen für Pro­fitzwe­cke benutzt hat. Diese Version könnte etwa 2000 Wörter umfas­sen, was aus­reicht, um den von mir hier skiz­zier­ten Grund abzu­de­cken.“ 

Soll heißen: berichte darüber, dass die Medien Joe Biden zu sehr in Watte packen, beschul­dige seine ganze Familie, bleibe aber vage. Streue Zweifel an den Bewei­sen, hebe einmal kurz den Zei­ge­fin­ger, aber halte den Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten aus der Sache raus! Green­walds warf der Redak­tion dar­auf­hin vor, diese ver­öf­fent­li­che zwar ohne Beleg und ohne Beden­ken Mel­dun­gen, die Biden-Affäre sei ein rus­si­sches Kom­plott, wenn jedoch er, Green­wald, anhand von Belegen das Gegen­teil bewei­sen könne, ver­wehre man ihm das nicht nur, sondern biete ihm auch noch an, dass die „Russian Col­lu­sion“ Redak­teure beim Ein­kür­zen seines Arti­kels behilf­lich sein könnten.

Green­wald lehnte ab und deutete an, in diesem Fall von seinem Recht Gebrauch machen zu wollen, den Artikel ent­we­der unver­än­dert oder anderswo ver­öf­fent­li­chen zu wollen. Betsy Read, eben­falls Inter­cept-Redak­teu­rin, ver­suchte dar­auf­hin, den Schwar­zen Peter an Green­wald zurück­zu­ge­ben – obwohl sie wissen musste, dass Green­wald laut Vertrag das Recht hat, unzen­siert zu bleiben oder anderswo zu veröffentlichen:

Mit der Über­sen­dung des Memos wollten wir errei­chen, dass du die Geschichte für die Ver­öf­fent­li­chung über­ar­bei­test. Aus deiner Antwort von heute Morgen geht jedoch klar hervor, dass du nicht bereit bist, dich, wie wir gehofft hatten, auf einen pro­duk­ti­ven redak­tio­nel­len Prozess zu diesem Artikel ein­zu­las­sen. Es wäre bedau­er­lich und schäd­lich für „The Inter­cept“, wenn diese Geschichte an anderer Stelle ver­öf­fent­licht würde.“

(Den kom­plet­ten Wort­wech­sel in den Memos finden Sie auf Glenn Green­walds Blog).

Die Tür war also geöff­net, Glenn Green­wald musste nur noch hin­durch gehen. Er hatte die Wahl, bei einer Firma zu bleiben, die er zwar einst mit­be­grün­det hatte, die sich um seine ver­trag­li­chen Rechte jedoch nicht mehr schert und sich, statt unab­hän­gige Bericht­erstat­tung zu liefern, auf die Seite einer Partei schlägt und dafür zur Zensur greift. Also verließ Green­wald am 29.10.2020 „The Inter­cept“ mit den Worten:

Jetzt wird nicht einmal mein mini­ma­les, aber grund­le­gen­des Recht auf meinen eigenen Jour­na­lis­mus respek­tiert, sondern von einer zuneh­mend auto­ri­tä­ren, von Angst getrie­be­nen, repres­si­ven Redak­tion in New York unter­drückt, die darauf aus ist, allen Autoren ihre eigenen ideo­lo­gi­schen und par­tei­li­chen Prä­fe­ren­zen auf­zu­zwin­gen und gleich­zei­tig dafür sorgt, dass bei „The Inter­cept” nichts mehr ver­öf­fent­licht wird, was ihren eigenen engen, homo­ge­nen ideo­lo­gi­schen und par­tei­li­chen Ansich­ten wider­spricht. Genau um das zu ver­hin­dern wurde „The Inter­cept” – mehr als für jedes andere Ziel – jedoch geschaffen.“

Nachtreten, wenn’s am peinlichsten ist

The Inter­cept“ konnte es indes nicht lassen, Green­wald noch ein paar Schau­feln Dreck hin­ter­her zu werfen:

Die Ent­schei­dung Glenn Green­walds, „The Inter­cept“ zu ver­las­sen, geht auf eine grund­le­gende Mei­nungs­ver­schie­den­heit über die Rolle der Redak­teure im Jour­na­lis­mus und die Natur der Zensur zurück. Glenn fordert das abso­lute Recht zu bestim­men, was er ver­öf­fent­li­chen will. Er glaubt, dass jeder, der mit ihm nicht über­ein­stimmt, korrupt ist, und jeder, der sich anmaßt, seine Worte zu edi­tie­ren, ein Zensor ist.“

Das ist dreist und eine Lüge! Erstens hatte Green­wald dieses Recht ver­trag­lich, er musste also nichts fordern und zwei­tens ging es ja nicht um For­mu­lie­run­gen oder unbe­deu­tende inhalt­li­che Kor­rek­tu­ren – es sollte viel­mehr ein bestimm­ter ankla­gen­der Aspekt einfach aus dem Artikel ver­schwin­den, um ihm die Brisanz zu nehmen. Ein wenig Medi­en­schelte hier, ein biss­chen fami­liäre Korruption…nichts Ernstes! Nichts, worüber sich die Ame­ri­ka­ner bei ihrem mög­li­cher­weise zukünf­ti­gen Prä­si­den­ten Sorgen machen müssten! Hier ist also nicht redak­tio­nel­les Hand­werk, sondern die häss­li­che „Natur der Zensur“ am Werk. Man schließt mit den Worten:

Wir haben keinen Zweifel daran, dass Glenn ein neues Medi­en­un­ter­neh­men auf den Weg bringen wird, bei dem er nicht mit Redak­teu­ren zusam­men­ar­bei­ten muss – dies ist die Ära von Sub­stack und Patreon. In diesem Zusam­men­hang ist es für Glenn wirt­schaft­lich sinn­voll, sich als letzter wahrer Hüter des inves­ti­ga­ti­ven Jour­na­lis­mus zu posi­tio­nie­ren und seine lang­jäh­ri­gen Kol­le­gen und Freunde als vor­ein­ge­nom­men zu ver­leum­den. Wir haben das ver­stan­den. Aber Fakten sind Fakten, und die Bilanz von „The Inter­cept“ als furcht­lo­ser, rigo­ro­ser, unab­hän­gi­ger Jour­na­lis­mus spricht für sich selbst.“

Kommt Ihnen der Tenor dieser Zeilen bekannt vor, liebe Leser? So und nicht anders klingt es, wenn man Verrat an der ver­meint­lich guten Sache wittert und jeman­dem, der nicht nach dem Motto „die Reihen fest geschlos­sen“ leben will, noch einen ver­nich­ten­den Bann­strahl nach­sen­den zu müssen glaubt. „Vom Feinde bezahlt“ insze­niere sich Green­wald als auf­rech­tes Opfer und ver­leumde aus hei­te­rem Himmel lang­jäh­rige Kol­le­gen als Par­tei­sol­da­ten und Akti­vis­ten. Erwischt, würde ich sagen! Denn genauso stellt sich die ver­suchte Zensur mit pro-Biden-Schlag­seite nämlich dar. Und was die rest­li­chen Fakten angeht: die gute Bilanz von „The Inter­cept” beruht zu einem nicht gerin­gen Teil auf der Arbeit und dem Renom­mee von Glenn Green­wald. Doch der wollte nicht in der vor­ge­ge­be­nen Spur laufen, hat den Laden ver­las­sen und die Tür laut hinter sich zuge­schla­gen. Unab­hän­gi­ger Jour­na­lis­mus spricht eben für sich, nicht für „The Intercept”.

Greenwald: Hier entlang zum Biden-Skandal

Den Artikel über die Ver­stri­ckun­gen der Biden-Familie konnte „The Inter­cept“ am Ende doch nicht ver­hin­dern. Green­wald hat ihn bei Sub​stack​.com offen lesbar ein­ge­stellt, so dass sich jeder selbst ein Bild von den redak­tio­nel­len „Unstim­mig­kei­ten” mit „The Inter­cept“ machen kann. Green­wald reiht sich mit seinem Weggang ein in eine ganze Reihe bekann­ter und talen­tier­ter Jour­na­lis­ten (ich nenne hier nur Bari Weiss, die die NYT ver­las­sen hat, ebenso Matt Taibbi, ehemals Rolling Stone), die alle­samt die Nase voll haben von den immer enger wer­den­den Dis­kursräu­men poli­tisch eng­stir­ni­ger Mainstream-Medien.

Und für alle Jour­na­lis­ten, Autoren und Schrei­ber­linge, die bei uns in Deutsch­land glauben, Cancel-Unkul­tur, Zensur und Mei­nungs­druck hätten nichts mit ihnen zu tun und beträ­fen sie selbst nicht, weil sie ja die rich­tige, weil mög­lichst linke Haltung hätten: Weder Weiss noch Taibbi noch Green­wald sind kon­ser­va­tive oder gar „rechte“ Autoren. Alle drei sind im ame­ri­ka­ni­schen Sinn linke Libe­rale und mit Sicher­heit alles andere als Trump-Fans! Das Voka­bu­lar, dass bei­spiels­weise Bari Weiss zur Dar­stel­lung Trumps ver­wen­det, ist mit „ver­ächt­lich” nur unzu­rei­chend umschrieben.

Doch Weiss, Taibbi und Green­wald haben sich ihre Unab­hän­gig­keit bewahrt und ihren Blick für „die Story“. Ihr Gespür für fal­sches Spiel ließ sich weder unter­drü­cken noch kaufen. Green­wald schreibt in seinem Artikel über Bestech­lich­keit, Betrug und Nepo­tis­mus – dass sich die Geschichte in der Familie Biden und nicht in der Familie Trump abspielt, ändert für ihn nichts daran, dass sie ans Licht muss – seine Redak­tion sah das anders und monierte, dass Green­wald die „nature of cen­sor­s­hip“ nicht ver­stünde. Es kann also jeden treffen, ganz gleich, wo er oder sie poli­tisch steht.

Spiegel-Titel der Sorte "Trump"Doch ob nun Water­gate oder Biden-Gate…es ist die Aufgabe inves­ti­ga­ti­ver Jour­na­lis­ten, jede Schwei­ne­rei ans Licht zu bringen, derer man habhaft werden kann. Die Fakten nach Oppor­tu­ni­tät, Wahl­ter­min und poli­ti­scher Färbung zu erfin­den oder zu unter­bin­den, ist keine Option, wenn man nicht das Feld des blinden Akti­vis­mus betre­ten will, wo sich heute leider die meisten Medien ein­ge­fun­den haben, um Stim­mung für die eigene Agenda zu machen.

Am 3.11. haben die Ame­ri­ka­ner dank des media­len Dau­er­feu­ers eigent­lich eine schlechte Wahl. Nämlich die zwi­schen einem Kan­di­da­ten, den die Medien seit Jahren als Teufel mit Haar­teil dar­stel­len, sowie einem anderen Kan­di­da­ten, der sich in seiner langen Poli­ti­ker­kar­riere womög­lich scham­los berei­chert hat, indem er zur Tarnung seine Familie als Proxy ver­wen­dete, dessen kri­mi­nelle Machen­schaf­ten die Medien aber tun­lichst ver­schwei­gen. Wir erleben also im Grunde keine Prä­si­den­ten­wahl, sondern ein Ple­bis­zit über die Frage, ob man die Medien für Lügner oder Apostel der Wahr­heit hält. „The Inter­cept“ hat auf die Seite der Lüge gewech­selt und dorthin wollte Glenn Green­wald nicht folgen. Vor dieser Ent­schei­dung kann ich nur meinen Hut ziehen.

7 Kommentare

  1. Mir ist erst seit 2014, seit der Grün­dung vom ISIS-Kalifat, langsam bewusst gewor­den, wie absto­ßend viele Men­schen sind. Damals gingen gut situ­ierte Euro­päer, Ärzte, Inge­nieure, Soft­ware­ent­wick­ler etc. nach Syrien in den Dschi­had. Da war ich schon ver­blüfft, wie unfass­bar undank­bar und bös­ar­tig Leute, die im Nach­kriegs­wes­ten auf­ge­wach­sen sind, noch sein können. Monster, die man ledig­lich in Geschichts­bü­chern oder auf anderen Kon­ti­nen­ten wähnte, waren also unter uns. 

    Und nun? Immer scham­lo­ser wer­dende Eliten im Westen, die absolut gar nichts von der Frei­heit halten. Ich frag mich, ob ich so lügen könnte und ich kann es nicht. Es heißt „Gele­gen­heit macht Diebe”, aber in Wahr­heit lief und läuft man sein ganze Leben an diesen Gele­gen­hei­ten vorbei, in denen man sich richtig scheiße beneh­men könnte. Nur einige sind es, die sich solche Gele­gen­hei­ten nicht ent­ge­hen lassen.

    Der „Inter­cept” wirft mit sül­zi­gen Ver­rats­vor­wür­fen nach Green­wald. Alte Freunde und Kol­le­gen habe er ver­ra­ten. Aber kann man solche Leute über­haupt als Freunde halten? Ist das über­haupt machbar, ohne selbst gezwun­gen zu werden, zum Monster zu werden?

  2. Weiss, Taibbi und Green­wald habe Jahr­zehn­te­lang die Linke Mons­trö­si­tät mit ihren Arti­keln gefüt­tert und unter­stützt. Sie haben unsach­li­che und belei­di­gende Artikel über Trump geschrie­ben, auch Behauptu­gen auf­ge­stellt ohne Beweise. Die haben das ver­dient. Ist immer so: Die Linken eli­mi­nie­ren zuerst ihre eigenen Leute die ihnen zu gefähr­lich werden könnten oder es einfach mode­ra­ter angehen wollten. Trotz­dem hoffe ich, dass diese Abweich­ler einige Linke zur Skepsis bewegen können. Und viel­leicht wech­seln sie ja selber nach Rechts. Wäre nicht das erste Mal.

  3. Hat jemand über die Cause Green­wald in den deut­schen Medien geschrie­ben? Snowden, Pulit­zer und Poitras-Oscar sollten doch genug „virtue signa­ling” sein, oder nicht?

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