Der weltweite Kli­ma-Zirkus hat eine neue Gal­lions­fig­ur. Sie heißt Gre­ta Thun­berg, kommt aus Schwe­den und ist 15 Jahre alt. Auf der Kli­makon­ferenz COP24 hat­te Gre­ta Gele­gen­heit, den laschen erwach­se­nen Kli­manichtret­tenkön­nern ordentlich den Marsch zu blasen, als sie im Namen der Ini­tia­tive „Cli­mate Jus­tice Now“ zu den ver­sam­melten Wel­tret­tern sprechen durfte. Die Rede war vom „Not­bremse ziehen“, von „Gerechtigkeit in der Kli­mafrage“ und davon, dass „unsere Zivil­i­sa­tion geopfert wird, um Geld zu machen“. Man kann sich natür­lich nicht ern­sthaft kri­tisch über die Ver­stiegen­heit­en von Teenagern äußern, aber Gre­ta agiert ja nicht im leeren Raum, sie ist das Pro­dukt ein­er Sozial­isierung und eines Bil­dungssys­tems. Und wie das in Schwe­den – und nicht nur dort – gepolt ist, weiß man spätestens nach Gre­tas Aus­sage, dass „die Armut der Vie­len den Luxus der Weni­gen“ bezahle. Das ist näm­lich bar­er Unsinn und entspricht exakt den Vorstel­lun­gen link­er Ide­olo­gen, deren Denken in dumpfer Kap­i­tal­is­muskri­tik steck­en geblieben ist.

Es ist jedoch aus­gerech­net der Kap­i­tal­is­mus, der die weltweite Armut wirk­sam bekämpft und mit dessen Ressourcen zum Beispiel eben jene Kon­feren­zen aus­gerichtet wer­den, auf denen man ihm Geld für den Kli­maschutz aus der Tasche ziehen kann. Gre­ta Thun­berg ist rand­voll mit dieser Ide­olo­gie und hat deren Ziele völ­lig verin­ner­licht. An dieser Stelle ist sie so ehrlich und hell­sichtig wie Jeanne d’Arc und genau so kom­pro­miss­los. Sie glaubt an die Heili­gen der Kli­makirche und ken­nt den prophezeit­en Beelze­bub, das CO2. Mit diesem Wis­sen aus­ges­tat­tet und in der fes­ten Überzeu­gung, Schwe­den sei „ein reich­es Land“, fällt der Ruf nach der „Not­bremse“ leicht. Das fos­sile Teufel­szeug soll im Boden bleiben und alle Men­schen Elek­troau­tos fahren. Um das „wie“ muss sie sich nicht küm­mern, ähn­lich wie Jeanne d’Arc, die zwar ein Ban­ner in die Schlacht tra­gen kon­nte, aber kein Land zu führen hatte.

Die Kopfwäsche durch Gre­ta Thun­berg hat­ten sich die COP24-Teil­nehmer redlich ver­di­ent, denn ich bin fest davon überzeugt, dass unter diesen kaum jemand sein kann, der sich über die Verge­blichkeit sein­er Bemühun­gen nicht völ­lig im Klaren ist. Die Welt­ge­mein­schaft bekommt ihre ide­ol­o­gis­chen Auseinan­der­set­zun­gen und Kriege nicht in den Griff, will aber das Kli­ma davon abhal­ten, sich mehr als 1,5°C zu erwär­men. Jedem ist bewusst, dass wenn die Indus­trie erst zwangs­dekar­bon­isiert und abgeschal­tet sein würde, sie auch keine gold­e­nen Eier mehr leg­en kann, über deren Verteilung auf COP-Kon­feren­zen debat­tiert wer­den kann. Der immer schriller wer­dende Alarmis­mus der Kli­ma­tolo­gen und deren düstere Zukun­fts-Szenar­ien bewirken immer häu­figer regel­rechte Kurz­schlüsse in den Köpfen, beson­ders in denen junger Men­schen. Man ruft nach Buße, Verzicht und Kathar­sis und begin­nt kon­se­quent beim eige­nen Ver­hal­ten, dass man mit sym­bol­is­chen Hand­lun­gen auflädt. Zogen im 13. Jahrhun­dert die Fla­gel­lanten durch die Städte Ober­i­tal­iens und Deutsch­lands, um sich die eigene Sünd­haftigkeit selb­st aus den Kör­pern zu peitschen, bestraft sich Gre­ta mit dem Totalverzicht auf Flüge und dadurch, dass sie per Elek­tro-Auto von Schwe­den nach Kat­tow­ice reiste. Wie vor­bildlich! Ich ver­mute, dass auch eine Aut­ofähre benutzt wurde, wenn man auf­grund der geografis­chen Lage Schwe­dens und der nöti­gen Ladezeit­en für die Akkus eines E‑Autos nicht eine Woche oder länger unter­wegs sein wollte. Wom­it die Schiffe der Ste­na-Line angetrieben wer­den, sagen wir Gre­ta lieber nicht.

Freitags ist sie nie da

Doch was – außer der Fähigkeit, flam­mende Reden zu hal­ten – qual­i­fizierte Gre­ta Thun­berg dafür, auf der Kon­ferenz zu sprechen? Sie ist Kli­ma-Aktivistin und Ini­tia­torin weltweit­er Schul­streiks! Immer Fre­itag geht’s nicht zur Schule, son­dern vor das schwedis­che Par­la­ment, um dort für mehr Kli­maschutz zu demon­stri­eren. Schuleschwänzen für den guten Zweck. Die Begrün­dung ist bestechend sim­pel, um nicht zu sagen schreiend naiv: Wenn das mit dem Kli­mawan­del so weit­er gehe, hätte sie ja ohne­hin keine Zukun­ft, für die es zu ler­nen lohne. Für die Bewohner­in eines Lan­des, dass es nur auf­grund der Kli­maer­wär­mung nach der let­zten Eiszeit über­haupt bewohn­bar ist und welch­es sich bis heute Jahr für Jahr noch um 10mm hebt, ist das der max­i­mal leist­bare Verzicht. Gewis­ser­maßen Selb­st­mord aus Angst vor dem Tod anderer.

Das Para­doxe an dieser Aktion ist natür­lich, dass sie erstens inkon­se­quent ist, denn ein echter Aktivist darf das Kli­ma nicht nur am Fre­itag ret­ten. Außer­dem kön­nte man doch den Druck erhöhen, wenn man an die Wirk­samkeit dieses Protestes glaubt, indem man ein­fach so lange die Luft anhält, bis das Kli­ma gerettet ist. Da wür­den sich die schwedis­chen Poli­tik­er sich­er erwe­ichen lassen und das Kli­ma mit einem Sofort­pro­gramm aus der Krise ziehen. Zweit­ens erleben wir aktuell einen per­versen Wet­t­lauf um die Deu­tung­shoheit in Sachen Zukun­ft zwis­chen „indi­vid­u­al­is­tis­chem Kap­i­tal­is­mus“ und „kollek­tivis­tis­ch­er Wel­tret­tung“, bei dem Gre­ta der Wel­tret­tung die Dau­men drückt, obwohl diese nur gelin­gen kann, wenn der Kap­i­tal­is­mus die Mit­tel dazu bereitstellt.

Wis­senschaftlich­er und tech­nol­o­gis­ch­er Fortschritt gelingt dann am besten, wenn sich bei­des aus einem freien Wettstre­it der Ideen und jen­seits aller Denkver­bote abspielt. Außer­dem gibt es viele Fak­toren, die entschei­den, welche Ideen sich durch­set­zen und welche sich als Sack­gasse erweisen wer­den. Dum­mer­weise weiß man immer erst hin­ter­her, welch­er Weg die Sack­gasse war, weshalb man alle Wege aus­pro­bieren muss. Als Ergeb­nis von Ver­such und Irrtum gibt es immer wieder tech­nol­o­gis­che Sprünge, die nie­mand vorherge­se­hen hat, die sich dann jedoch mit rasender Geschwindigkeit und vor allem ohne jeden staatlichen Ein­griff durch­set­zen, wenn man sie nicht behin­dert. Will­helm II. hielt das Auto­mo­bil für eine Mod­eer­schei­n­ung und set­zte aufs Pferd. Nokia belächelte das iPhone und sah dafür keinen Markt. Bekan­ntlich lagen bei­de gründlich daneben. Wenn es nun oppor­tun sein sollte, unsere Wirtschaft kom­plett zu decar­bon­isieren – die Diskus­sion darüber, ob dies wirk­lich sin­nvoll oder auch nur mach­bar ist, hat man poli­tisch lei­der kom­plett abgeschal­tet – dann stellt sich die Frage nach dem tech­nis­chen „wie“. Diese Frage hat die Poli­tik jedoch eigen­mächtig eben­falls beant­wortet, indem sie bes­timmte Tech­nolo­gien präferiert und diese mit hohen Sub­ven­tio­nen fördert. Im Energiesek­tor sind dies Sonne und Wind, die jedoch ohne Sub­ven­tio­nen nicht prof­ita­bel sein kön­nen und den Bedarf nach heutigem tech­nol­o­gis­chem Stand niemals deck­en wer­den. Ein qual­i­ta­tiv­er Sprung blieb aus und wurde, ger­ade in Deutsch­land, durch einen quan­ti­ta­tiv­en Overkill erset­zt. Man stelle sich nur mal die lan­gen Gesichter vor, wenn es irgend­wann doch zu einem qual­i­ta­tiv­en Sprung in der Energieerzeu­gung geben wird und sich in Deutsch­land dann zu zehn­tausenden inef­fek­tive Wind­tur­binen an unpro­duk­tiv­en Stan­dorten drehen.

Gle­ichzeit­ig wer­den durch Geset­ze andere, inno­v­a­tive und prof­itable Indus­triezweige ver­nichtet, um einen Tech­nolo­giewech­sel ins Nichts poli­tisch zu erzwin­gen. Der Ver­bren­nungsmo­tor beispiel­sweise sieht in Deutsch­land kein­er guten Zukun­ft ent­ge­gen. Dass die Deutsche Umwelthil­fe beim Diesel-Motor nicht Halt machen wird, ist bekan­nt und wird durch Dampf-Twit­ter­er wie Karl Lauter­bach medi­al befeuert. Die Frage ist nun, was zuerst ein­tritt: der benötigte Tech­nolo­giesprung oder die Ago­nie der Märk­te, die ihn her­vor­brin­gen soll­ten. Denn trotz aller Kon­feren­zen und poli­tis­chen Son­ntagsre­den ste­ht eines felsen­fest: Poli­tik­er mögen gedanklich und in ihren Reden weit sprin­gen kön­nen – Erfind­un­gen haben sie jedoch noch nie zus­tande gebracht. Stattdessen drück­en sie die Indus­trie gewis­ser­maßen mit dem Kopf unter Wass­er, hof­fend, dass ihr Kiemen wach­sen, bevor der Delin­quent ersäuft. In der Zwis­chen­zeit stellen wir die Land­schaft mit den Auswüch­sen ein­er tech­nol­o­gis­chen Sack­gasse zu, hof­fend, dadurch das Kli­ma zu kühlen. Man ist der fes­ten Überzeu­gung, es sei bess­er irgend etwas zu tun, solange man nicht weiß, was das Richtige wäre.

Auch für Gre­ta Thun­berg hat die Sache einen bösen Hak­en. Sie lernt pro Woche einen Tag weniger, weshalb die drin­gend nöti­gen tech­nol­o­gis­chen Sprünge in Zukun­ft wohl eher in Shang­hai als in Stock­holm stat­tfind­en wer­den. Ihr bleibt wohl nur, als Aktivistin den Grü­nen beizutreten, dafür braucht man ja höch­stens ein abge­broch­enes Studi­um der The­ater­wis­senschaften. Haupt­sache die Gesin­nung sitzt schön straff und das Auge ist auf eine Utopie hin­ter dem Hor­i­zont gerichtet. Sie kann dann in 20 Jahren vor dem schwedis­chen Reich­stag protestieren, weil Schwe­den kein reich­es Land mehr ist. Für diese Klage wäre die Poli­tik dann mal wirk­lich der richtige Adressat.

Kinder (nicht) an die Macht

Skep­tik­er der Kli­ma-Hys­terie müssen sich immer wieder vor­w­er­fen lassen, sie hät­ten doch im Grund keine Ahnung und soll­ten das The­ma doch lieber den Experten über­lassen. Das liegt auch daran, dass die Experten, die eben­falls so ihre Zweifel an dem Zirkus haben, nicht zu Wort kom­men und falls doch, wird ihnen ihre dabei man­gel­hafte Elo­quenz zum Ver­häng­nis. Denn der Dis­put geht schnell von der Sachebene weg auf die Ebene der Wün­sche, Träume und Emo­tio­nen. Aber diese Skep­tik­er seien ja ohne­hin nur noch wenige ewig gestrige und spätestens an dieser Stelle kommt die Sprache auf die ominösen 97% Zus­tim­mung, die der anthro­po­gene Kli­mawan­del in der Fach­welt ange­blich habe. Das klingt nach großer Übere­in­stim­mung und soll nach dem demokratis­chen Mehrheit­sprinzip bele­gen, dass 97% natür­lich im Recht sein müssen. Diese soge­nan­nte Cook-Studie ist allerd­ings ein aus­gemachter Schwindel, für den man kurz­er­hand die Daten­ba­sis der Meta-Studie frisierte. Für den richti­gen (guten) Zweck ist sowas offen­bar erlaubt. Es ist, als wolle man bele­gen, dass die Men­schheit frei­willig auf den Verzehr von Fleisch verzichtet, aber nur Veg­an­er nach ihren Ess­ge­wohn­heit­en fragt.

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Während man Skep­tik­er also stets nach ihrer Qual­i­fika­tion beurteilt, genügt bei den Jüngern der Kli­mawan­delkirche die glitzernde Gesin­nung völ­lig aus, um Glaub­würdigkeit zu erlan­gen. An der Cook-Studie, heute eines der Evan­gelien der Kli­makirche, schrieb eine nach Selb­stauskun­ft „beim NABU auf Kli­maak­tivis­mus umgeschulte“ Pro­gram­miererin mit (siehe Tex­tende im Link) und eine 15 Jahre junge Teilzeitschulschwänz­erin erhebt den moralis­chen Anspruch, die Welt zu ret­ten. Aktivis­ten, NGO-Laien­predi­ger und Teenag­er sind mit­tler­weile die Haupt­darsteller dieser moralis­chen Hybris und nie­mand kommt auf die Idee, auch mal dort nach der fach­lichen Kom­pe­tenz zu fra­gen. Das ist auch ein Grund dafür, dass Skep­tik­er stets „ad hominem“ ange­grif­f­en wer­den. Wer den Kli­mawan­del nicht aufhal­ten will, muss ja ein schlechter Men­sch sein und Geld von den Ölsche­ichs annehmen – mit belast­baren Fak­ten kön­nen die Aktivis­ten nicht aufwarten, weshalb sie die Argu­mente der Skep­tik­er nicht zur Ken­nt­nis nehmen wollen und für den guten Zweck sog­ar vor Betrug und Fälschung nicht zurückschreck­en (siehe hier, hier und hier).

Es genügt, zu glauben und die Welt in Gläu­bige und Ket­zer einzuteilen. Mit Gre­ta Thun­berg hat die Kli­makirche jeden­falls ihre neue Jeanne d’Arc gefun­den, die stolz das Ban­ner der Klim­agerechtigkeit schwenkt. Immer Fre­itag, wenn sie die Schule schwänzt und ihre per­sön­liche Zukun­ft als Opfer auf den Altar der Klim­agerechtigkeit legt.

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15 Kommentare

  1. Natür­lich ist der West­en an der großen Zahl der Armen in den Prob­lem­re­gio­nen schuld. Denn erst durch die Medi­zin und Tech­nolo­gien des 19. und 20. Jahrhun­derts ging die demographis­che Kurve steil nach oben. Wir haben nicht die Armut auf dem Kerb­holz, son­dern die große Zahl.

    Erst mod­ernes Wis­sen hat ein lange einge­spieltes ökol­o­gis­ches Gle­ichgewicht zer­stört, näm­lich dass nur so viel Nach­wuchs groß wird, wie eine ökol­o­gis­che Nis­che auch ernähren kann. Oder dass eine Kul­tur nur so viele Ressourcen her­vor­bringt, um eine sta­bile Pop­u­la­tion zu ernähren.

    Die Ökolo­gie hat als Wis­senschaft der Fließ­gle­ichgewichte ange­fan­gen, die sich bei schwank­enden Werten von Nahrung oder Fress­fein­den neu ein­stellen, bis hin zu größeren Zyklen. Lei­der ist sie dann von Mod­el­lierung kom­plex­er Sys­teme gekippt zu ein­er plumpen Vergöt­terung der Natur – oder bess­er der roman­tis­chen Vorstel­lun­gen, die sich deutsche Spießer von der Natur machen. Am besten Natur pur, ganz ohne den bösen alten weißen Mann; wom­it wir wieder beim Edlen Wilden wären.

  2. Gre­ta ist ein bedauern­swertes Geschöpf. Sie wurde durch andere wie zu DDR Zeit­en instru­men­tal­isiert. Wer glaubt, dass sie diese Rede ausar­beit­ete, der glaubt auch an den Wei­h­nachts­mann. Viel mehr nutzt man scham­los ihre kindliche Naiv­ität aus. Das ist verachtenswert!

    • Ja genau. Und unbe­dacht sind die Eltern auch noch, sie mit Klei­d­chen und blonden Zöpfen der Weltöf­fentlichkeit zu präsen­tieren. Wo doch jed­er in der Broschüre der Amadeu-Anto­nio-Stiftung („Ene, mene, muh – und raus bist du”) nach­le­sen kann, welch­er Gesin­nung diese Eltern angehören.

    • Ich zwei­fle nicht daran, dass der Text von ihr ist. Asperg­er-Leute sind oft insel­be­gabt, denken oft strin­gen­ter und for­mulieren bess­er als viele Nor­ma­los, vor allem die Laber­taschen in der Politik.

      Dafür sind sie ohne jede Empathie für die men­schlichen Kol­lat­er­alschä­den, wie einst die Nazis. Was sie als logisch anse­hen, muss selb­stver­ständlich für ihr ganzes Umfeld gel­ten. Ein Gegen­stand, der am Stelle Platz ste­ht, wird auch schon mal wegge­wor­fen; denn die Regeln sind klar und müssen für alle gel­ten. Für die Rechte der anderen und für die Frei­heit, auch mal fünf ger­ade sein zu lassen fehlt ihnen jedes Gespür. Kurz: die ide­alen Grünen.

      • Ich weiß auch nicht was es brin­gen soll, sich an Gre­tas ver­muteten Befind­lichkeit­en abzuar­beit­en, das gin­ge auch völ­lig am The­ma vor­bei. Gre­ta ist offen­sichtlich wed­er blöde noch sonst­was, sie ist manip­uliert. Sie selb­st kann dafür am aller­wenig­sten! Ich dachte, das hätte ich klar gemacht. (Und damit meine ich jet­zt nicht Sie, Wolfgang)

  3. Die Wis­senschaft ist nicht demokratisch, d.h. eine Mehrheitsmei­n­ung muss nicht richtig sein. Seit Gallileo sollte das auch jed­er einiger­maßen Gebildete auch wissen.

    Auch wenn 99,9% der Wis­senschaftler von ein­er men­schengemacht­en Kli­maverän­derung aus­ge­hen ist das noch kein Beweis für die Richtigkeit dieser Aussage,

    Paul

  4. Guten Abend, der Dr…köter unseres Nach­barn heißt auch Gre­ta und bellt den ganzen Tag nur dumm rum. Zu sein­er Entschuldigung muss man sagen, dass er auf 4x5 Meter im Garten zuzüglich Haus gehal­ten wird (also abso­lut nicht Art­gerecht). Dem Prob­lem kön­nte man abhelfen, wenn der Hal­ter von Gre­ta in der Lage wäre, den Schäfer­hund jeden Tag eine Vier­tel­stunde intel­li­gent zu beschäfti­gen (Gas­si gehen oder so was). Ich fürchte, bei der jun­gen Frau reicht das nicht und von den Hal­tern, äh Eltern des Kindes ist wohl auch keine Unter­stützung zu erwarten.

    Und hier muss ich auch mal zur Ehrentet­tung des damals viel gescholte­nen Gui­do West­er­welle anset­zen. Mit sein­er Gesellschaft­skri­tik, die in der Fest­stel­lung „spätrömis­ch­er Dekadenz“ gipfelte, hat er meines Eracht­ens weitest­ge­hend Recht behal­ten, wie man an den oben beschriebe­nen Auswüch­sen ein­mal mehr fest­stellen muss. Obelix würde wahrschein­lich noch ein „die spin­nen, die Schwe­den“ anfügen.

  5. “Für die Bewoh­ne­rin eines Lan­des, dass es nur auf­grund der Kli­ma­er­wär­mung nach der let­zten Eiszeit über­haupt bewohn­bar ist und welch­es sich bis heute Jahr für Jahr noch um 10mm hebt, ist das der max­i­mal leist­bare Verzicht.”

    Da steckt ein Fehler. Als “Eiszeit” beze­ich­net man eine Peri­ode in der Erdgeschichte, in der die Polkap­pen vereist sind. Was wir ger­ade erleben, ist ein soge­nan­ntes Inter­glazial, auch “War­mzeit” genan­nt. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Warmzeit

    Der Nor­malzu­s­tand der Erde ist ein Kli­ma, das deut­lich wärmer ist, als es ger­ade ist, weil die Antark­tis nor­maler­weise offenes Land ist, und von Far­nen über­wuchert wird. Jedoch: Die Peri­ode, in der wir leben, IST eine Eiszeit, die ger­ade mal tem­porär etwas nachge­lassen hat. Der Nor­malzu­s­tand der Peri­ode, in der wir leben, ist ein Kli­ma, das deut­lich käl­ter ist, als es ger­ade ist. Würde die War­mzeit, in der wir uns befind­en, zuende gehen, befände sich auf dem Punkt, an dem wir in diesem Augen­blick sitzen, mehrere Kilo­me­ter dick­es Eis. 

    Rein erdgeschichtlich kön­nte es dur­chaus sein, dass die War­mzeit im Begriff war, zuende zu gehen, als unsere Spezies damit anf­ing, große Men­gen CO2 freizuset­zen, und ohne unser Auftreten eine kilo­me­ter­dicke Eiss­chicht dort wäre, wo wir jet­zt sitzen. Da es uns noch ncht so lange gibt, ist die Wahrschein­lichkeit dafür eher niedrig, aber sie ist vorhan­den, und man sollte diese Option in Erwä­gung ziehen, wenn man die möglichen katas­trophalen neg­a­tiv­en Effek­te der Kli­maer­wär­mung betra­chtet, die eben­falls mit ein­er gerin­gen Wahrschein­lichkeit ein­treten. Eben­falls sollte man sich mit dem erdgeschichtlich nor­malen CO2 Lev­el beschäfti­gen, das höher war, als es jet­zt ist, weil dieses kon­tinuier­lich abn­immt, da es im Himalayage­birge mit Kalkgestein reagiert, und deshalb aus der Atmo­sphäre ver­schwindet. Durch diese Abnahme des CO2-Lev­els sind wir bere­its dem Punkt recht nahe, ab dem Pho­to­syn­these physikalisch nicht mehr möglich ist, weil es mehr Energie kostet, eine Pho­to­syn­these betreibende Zelle am Leben zu erhal­ten, als diese durch die Pho­to­syn­these des vorhan­de­nen Kohlen­stoff­diox­ids pro­duzieren kann. Die Über­schre­itung dieses Punk­ts würde bewirken, dass alles höhere Leben, das derzeit auf der Erde existiert, aus­stirbt, weil der Nahrungskreis­lauf zusam­men­bricht. Wir eingeschlossen. Wenn man schon die Welt ret­ten will, dann sollte man sich auch für die Katas­tro­phen inter­essieren, die man dadurch aus­lösen kön­nte, falls man Erfolg hat.

    Neben­bei bemerkt möchte ich erwäh­nen, dass wir bere­its über die Tech­nolo­gie ver­fü­gen, um die Erde kün­stlich zu kühlen, oder zu erwär­men. Wir kön­nen große Wolken aus Wasser­dampf über dem Meer erzeu­gen, die die Albe­do der Erde erhöht, wodurch mehr Licht reflek­tiert wird, wodurch sich wiederum die Atmo­sphäre abkühlt. Eben­falls kön­nten wir große Spiegel aus dün­ner Folie in den Orbit schick­en, die Son­nen­licht in eine Rich­tung reflek­tieren, in der sich keine Erde befind­et. Beson­ders im Bezug zur zweit­en Option möchte ich erwäh­nen, dass das gesamte Apol­lo-Pro­gramm weniger gekostet hat, als in Deutsch­land seit 2015 für die damals einge­wan­derten Asy­lanten bezahlt wurde, und es schw­er­er ist, Men­schen auf den Mond und zurück zu schick­en, als eine große Rolle reflek­tierende und hitzebeständi­ge Folie am Lagrangepunkt zwis­chen Erde und Sonne zu positionieren.

    Gre­tas Recht, die Schule zu schwänzen, möchte ich aber aus­drück­lich bekräfti­gen. Schulpflicht in dem Sinne, dass Kinder all ihre “Bil­dung” beim Staat ler­nen, und der Staat mit Gewalt durch­set­zt, dass erstens keine Alter­na­tiv­en existieren, und Kinder diesem “Ange­bot”, zweit­ens, nicht ent­zo­gen wer­den kön­nen, ist eine Erfind­ung der Nazis, die einge­führt wurde, um die näch­ste Gen­er­a­tion mit nation­al­is­tis­chen Werten und Welt­bild zu indok­trinieren, beziehungsweise, um Kinder zu guten Staats­bürg­ern zu erziehen. Eine Gesellschaft, die auf zwangsweis­er Indok­tri­na­tion basiert, hat es genau so wenig ver­di­ent, zu existieren, wie die Gesellschaft der Nazis. Ich würde den Gre­tas dieser Welt zugute­hal­ten, dass sie dies kapiert haben, und sie sich dementsprechend verhalten.

    P.S.

    Lieber Roger,

    kön­ntest Du reCaptcha durch etwas erset­zen, das para­noide Tor-Nutzer wie mich nicht diskri­m­iniert? Es gibt Libs, die Captchas ser­ver­seit­ig erzeu­gen, und die, sofern massen­weise sie im Voraus erzeugt wer­den, den Seit­e­naufruf auch nicht ver­langsamen. Natür­lich sind die kom­merziellen Anbi­eter bess­er, aber sie track­en auch, und es ist für Dich Overkill, Captchas zu nutzen, die nicht durch neu­ronale Net­ze angreif­bar sind, weil nie­mand einen Bot schreiben wird, der ein neu­ronales Netz nutzt, um Deine Captcha-Abfrage zu über­winden, nur um Deine Kom­men­tarsek­tion vollzuspammen.

    • Captchas als Mit­tel der Aus­gren­zung von para­noiden und Analphabeten.…großartig! Aber Spaß bei­seite: wenn Du einen konkreten Vorschlag hast, immer her damit. Schalte ich die Captchas näm­lich aus, habe ich täglich 50–100 Kom­mentare und Kon­tak­tver­suche. Das nervt extrem.

  6. Ein freies Land für Kli­ma ALarmisten!
    Dort, wo sie frei von Kap­i­tal­is­mus , uns ihre Real­ität vor­leben kön­nen. Ohne Zangss­teuern von den Anderen zu pressen oder zu drangsalieren. Es müsste doch großar­tig für die Alarmis­ten sein, ihre Ide­ale aus eigen­er Kraft zu erre­ichen. Ich bin es satt ständig irgendwelche Spin­ner zu sanieren.

  7. Hier ein paar Anmerkun­gen dazu:
    — Bau von Wind­tur­binen heißt weniger Bäume, die CO2 zum Leben brauchen (Foto­syn­these) und Dezimieren
    von Vögeln durch Klein­häck­seln zu Hunderttausenden,
    — woher soll der Strom für die gewün­scht­en Mil­lio­nen E‑Autos eigentlich kom­men?? Von den ‘erneuer­baren’ Energien wohl kaum,
    — glaubt Herr Lauter­bach, E‑Autos pro­duzieren keinen Fein­staub (u.a. Abrieb der Reifen)?? Weit­er­hin: durch das unge­brem­ste Bevölkerungswach­s­tum in Afri­ka (alle 30 Jahre Ver­dop­pelung der Ein­wohn­erzahl) entste­ht nun­mal viel weit­eres CO2. Die Argu­mente, die Klimahys­terie betr­e­f­fend, lassen sich fort­set­zen. Mir fällt bei diesen wenig sin­nvollen Kon­feren­zen das berühmt-berüchtigte Wald­ster­ben ein, das mit ähn­lich­er Hys­terie hochge­puscht wurde. Allerd­ings endete es an Deutsch­lands Gren­zen und die Diskus­sion endete irgend­wann auf wun­der­same Weise — und der Wald lebt lustig weiter.
    Zu Gre­ta Thun­berg: ich habe auch gle­ich an den Gröne­meier-Song “Kinder an die Macht” gedacht. Mehr Ler­nen wäre bess­er für sie und ihre Zukunft.

  8. Mein Gott, dieses naive Mädelchen. Dahin­ter ste­hen als Eltern die gut betuchte und gut gebuchte Opern­sän­gerin Male­na Ern­mann und der Mit­tleklass­eschaus­piel­er Svante Thun­berg, der es als Schaus­piel­er zum Lille­mann in Skärgårds­dok­torn gebracht hat. Das Kind lei­det nach Angaben der Eltern am Aspergersyndrom.
    Hier belehrt Ober­schichte­wohl­stand mit dem Wis­sen von Kul­turschaf­fend­en den Rest der Welt über Kli­maverän­derun­gen mit dem Mit­teln dieses Mäd­chens. Dessen Weichen für die Zukun­ft sind nun gestellt, insofern die schwedis­che Gesellschaft eine hat.

  9. Wie süß! Herza­ller­lieb­st. Welche Wer­beagen­tur hat denn das schwedis­che Schnuck­ilein gecastet? Also damals, als so ein Schätzchen trä­nen­re­ich verkün­dete das Sad­dams Sturmtrup­pen Frühchen in kuwait­is­chen Kranken­häusern aus den Brutkästen zer­ren und auf den Boden schmeißen und sie als junge Kranken­schwest­er dort als Augen­zeu­g­in war, stand die Agen­tur Hill&Knowlton dahin­ter. Die Num­mer kostete eine Mil­lion Dol­lar und rollte der Oper­a­tion “Desert Storm” den roten Tep­pich aus — so gese­hen eine lohnende Investi­tion. Die junge Kranken­schwest­er war natür­lich keine Kranken­schwest­er son­dern die Tochter des kuwait­is­chen Botschafters in den USA. Warum sie aber nicht den Oscar für ihre Vorstel­lung bekom­men hat ver­ste­he ich nicht, sie hätte ihn ver­di­ent gehabt. Und jet­zt haben wir Gre­talein, die den “doofen” Erwach­se­nen ein­fach mal die Leviten liest — und das vor Wei­h­nacht­en! Ich greif mir gle­ich mit feucht­en Augen Charles Dick­ens’ “A Christ­mas Car­ol” aus dem Bücherregal ; ).

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