Der welt­weite Klima-Zirkus hat eine neue Gal­li­ons­fi­gur. Sie heißt Greta Thun­berg, kommt aus Schwe­den und ist 15 Jahre alt. Auf der Kli­ma­kon­fe­renz COP24 hatte Greta Gele­gen­heit, den laschen erwach­se­nen Kli­ma­nicht­ret­ten­kön­nern ordent­lich den Marsch zu blasen, als sie im Namen der Initia­tive „Climate Justice Now“ zu den ver­sam­mel­ten Welt­ret­tern spre­chen durfte. Die Rede war vom „Not­bremse ziehen“, von „Gerech­tig­keit in der Kli­ma­frage“ und davon, dass „unsere Zivi­li­sa­tion geop­fert wird, um Geld zu machen“. Man kann sich natür­lich nicht ernst­haft kri­tisch über die Ver­stie­gen­hei­ten von Teen­agern äußern, aber Greta agiert ja nicht im leeren Raum, sie ist das Produkt einer Sozia­li­sie­rung und eines Bil­dungs­sys­tems. Und wie das in Schwe­den – und nicht nur dort – gepolt ist, weiß man spä­tes­tens nach Gretas Aussage, dass „die Armut der Vielen den Luxus der Wenigen“ bezahle. Das ist nämlich barer Unsinn und ent­spricht exakt den Vor­stel­lun­gen linker Ideo­lo­gen, deren Denken in dumpfer Kapi­ta­lis­mus­kri­tik stecken geblie­ben ist.

Es ist jedoch aus­ge­rech­net der Kapi­ta­lis­mus, der die welt­weite Armut wirksam bekämpft und mit dessen Res­sour­cen zum Bei­spiel eben jene Kon­fe­ren­zen aus­ge­rich­tet werden, auf denen man ihm Geld für den Kli­ma­schutz aus der Tasche ziehen kann. Greta Thun­berg ist rand­voll mit dieser Ideo­lo­gie und hat deren Ziele völlig ver­in­ner­licht. An dieser Stelle ist sie so ehrlich und hell­sich­tig wie Jeanne d’Arc und genau so kom­pro­miss­los. Sie glaubt an die Hei­li­gen der Kli­ma­kir­che und kennt den pro­phe­zei­ten Beel­ze­bub, das CO2. Mit diesem Wissen aus­ge­stat­tet und in der festen Über­zeu­gung, Schwe­den sei „ein reiches Land“, fällt der Ruf nach der „Not­bremse“ leicht. Das fossile Teu­fels­zeug soll im Boden bleiben und alle Men­schen Elek­tro­au­tos fahren. Um das „wie“ muss sie sich nicht kümmern, ähnlich wie Jeanne d’Arc, die zwar ein Banner in die Schlacht tragen konnte, aber kein Land zu führen hatte.

Die Kopf­wä­sche durch Greta Thun­berg hatten sich die COP24-Teil­neh­mer redlich ver­dient, denn ich bin fest davon über­zeugt, dass unter diesen kaum jemand sein kann, der sich über die Ver­geb­lich­keit seiner Bemü­hun­gen nicht völlig im Klaren ist. Die Welt­ge­mein­schaft bekommt ihre ideo­lo­gi­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen und Kriege nicht in den Griff, will aber das Klima davon abhal­ten, sich mehr als 1,5°C zu erwär­men. Jedem ist bewusst, dass wenn die Indus­trie erst zwangs­de­kar­bo­ni­siert und abge­schal­tet sein würde, sie auch keine gol­de­nen Eier mehr legen kann, über deren Ver­tei­lung auf COP-Kon­fe­ren­zen debat­tiert werden kann. Der immer schril­ler wer­dende Alar­mis­mus der Kli­ma­to­lo­gen und deren düstere Zukunfts-Sze­na­rien bewir­ken immer häu­fi­ger regel­rechte Kurz­schlüsse in den Köpfen, beson­ders in denen junger Men­schen. Man ruft nach Buße, Ver­zicht und Kathar­sis und beginnt kon­se­quent beim eigenen Ver­hal­ten, dass man mit sym­bo­li­schen Hand­lun­gen auflädt. Zogen im 13. Jahr­hun­dert die Fla­gel­lan­ten durch die Städte Ober­ita­li­ens und Deutsch­lands, um sich die eigene Sünd­haf­tig­keit selbst aus den Körpern zu peit­schen, bestraft sich Greta mit dem Total­ver­zicht auf Flüge und dadurch, dass sie per Elektro-Auto von Schwe­den nach Kat­to­wice reiste. Wie vor­bild­lich! Ich vermute, dass auch eine Auto­fähre benutzt wurde, wenn man auf­grund der geo­gra­fi­schen Lage Schwe­dens und der nötigen Lade­zei­ten für die Akkus eines E-Autos nicht eine Woche oder länger unter­wegs sein wollte. Womit die Schiffe der Stena-Line ange­trie­ben werden, sagen wir Greta lieber nicht.

Freitags ist sie nie da

Doch was – außer der Fähig­keit, flam­mende Reden zu halten – qua­li­fi­zierte Greta Thun­berg dafür, auf der Kon­fe­renz zu spre­chen? Sie ist Klima-Akti­vis­tin und Initia­to­rin welt­wei­ter Schul­streiks! Immer Freitag geht’s nicht zur Schule, sondern vor das schwe­di­sche Par­la­ment, um dort für mehr Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. Schu­leschwän­zen für den guten Zweck. Die Begrün­dung ist bestechend simpel, um nicht zu sagen schrei­end naiv: Wenn das mit dem Kli­ma­wan­del so weiter gehe, hätte sie ja ohnehin keine Zukunft, für die es zu lernen lohne. Für die Bewoh­ne­rin eines Landes, dass es nur auf­grund der Kli­ma­er­wär­mung nach der letzten Eiszeit über­haupt bewohn­bar ist und welches sich bis heute Jahr für Jahr noch um 10mm hebt, ist das der maximal leist­bare Ver­zicht. Gewis­ser­ma­ßen Selbst­mord aus Angst vor dem Tod anderer.

Das Para­doxe an dieser Aktion ist natür­lich, dass sie erstens inkon­se­quent ist, denn ein echter Akti­vist darf das Klima nicht nur am Freitag retten. Außer­dem könnte man doch den Druck erhöhen, wenn man an die Wirk­sam­keit dieses Pro­tes­tes glaubt, indem man einfach so lange die Luft anhält, bis das Klima geret­tet ist. Da würden sich die schwe­di­schen Poli­ti­ker sicher erwei­chen lassen und das Klima mit einem Sofort­pro­gramm aus der Krise ziehen. Zwei­tens erleben wir aktuell einen per­ver­sen Wett­lauf um die Deu­tungs­ho­heit in Sachen Zukunft zwi­schen „indi­vi­dua­lis­ti­schem Kapi­ta­lis­mus“ und „kol­lek­ti­vis­ti­scher Welt­ret­tung“, bei dem Greta der Welt­ret­tung die Daumen drückt, obwohl diese nur gelin­gen kann, wenn der Kapi­ta­lis­mus die Mittel dazu bereit­stellt.

Wis­sen­schaft­li­cher und tech­no­lo­gi­scher Fort­schritt gelingt dann am besten, wenn sich beides aus einem freien Wett­streit der Ideen und jen­seits aller Denk­ver­bote abspielt. Außer­dem gibt es viele Fak­to­ren, die ent­schei­den, welche Ideen sich durch­set­zen und welche sich als Sack­gasse erwei­sen werden. Dum­mer­weise weiß man immer erst hin­ter­her, welcher Weg die Sack­gasse war, weshalb man alle Wege aus­pro­bie­ren muss. Als Ergeb­nis von Versuch und Irrtum gibt es immer wieder tech­no­lo­gi­sche Sprünge, die niemand vor­her­ge­se­hen hat, die sich dann jedoch mit rasen­der Geschwin­dig­keit und vor allem ohne jeden staat­li­chen Ein­griff durch­set­zen, wenn man sie nicht behin­dert. Will­helm II. hielt das Auto­mo­bil für eine Mode­er­schei­nung und setzte aufs Pferd. Nokia belä­chelte das iPhone und sah dafür keinen Markt. Bekannt­lich lagen beide gründ­lich daneben. Wenn es nun oppor­tun sein sollte, unsere Wirt­schaft kom­plett zu decar­bo­ni­sie­ren – die Dis­kus­sion darüber, ob dies wirk­lich sinn­voll oder auch nur machbar ist, hat man poli­tisch leider kom­plett abge­schal­tet – dann stellt sich die Frage nach dem tech­ni­schen „wie“. Diese Frage hat die Politik jedoch eigen­mäch­tig eben­falls beant­wor­tet, indem sie bestimmte Tech­no­lo­gien prä­fe­riert und diese mit hohen Sub­ven­tio­nen fördert. Im Ener­gie­sek­tor sind dies Sonne und Wind, die jedoch ohne Sub­ven­tio­nen nicht pro­fi­ta­bel sein können und den Bedarf nach heu­ti­gem tech­no­lo­gi­schem Stand niemals decken werden. Ein qua­li­ta­ti­ver Sprung blieb aus und wurde, gerade in Deutsch­land, durch einen quan­ti­ta­ti­ven Over­kill ersetzt. Man stelle sich nur mal die langen Gesich­ter vor, wenn es irgend­wann doch zu einem qua­li­ta­ti­ven Sprung in der Ener­gie­er­zeu­gung geben wird und sich in Deutsch­land dann zu zehn­tau­sen­den inef­fek­tive Wind­tur­bi­nen an unpro­duk­ti­ven Stand­or­ten drehen.

Gleich­zei­tig werden durch Gesetze andere, inno­va­tive und pro­fi­ta­ble Indus­trie­zweige ver­nich­tet, um einen Tech­no­lo­gie­wech­sel ins Nichts poli­tisch zu erzwin­gen. Der Ver­bren­nungs­mo­tor bei­spiels­weise sieht in Deutsch­land keiner guten Zukunft ent­ge­gen. Dass die Deut­sche Umwelt­hilfe beim Diesel-Motor nicht Halt machen wird, ist bekannt und wird durch Dampf-Twit­te­rer wie Karl Lau­ter­bach medial befeu­ert. Die Frage ist nun, was zuerst ein­tritt: der benö­tigte Tech­no­lo­gie­sprung oder die Agonie der Märkte, die ihn her­vor­brin­gen sollten. Denn trotz aller Kon­fe­ren­zen und poli­ti­schen Sonn­tags­re­den steht eines fel­sen­fest: Poli­ti­ker mögen gedank­lich und in ihren Reden weit sprin­gen können – Erfin­dun­gen haben sie jedoch noch nie zustande gebracht. Statt­des­sen drücken sie die Indus­trie gewis­ser­ma­ßen mit dem Kopf unter Wasser, hoffend, dass ihr Kiemen wachsen, bevor der Delin­quent ersäuft. In der Zwi­schen­zeit stellen wir die Land­schaft mit den Aus­wüch­sen einer tech­no­lo­gi­schen Sack­gasse zu, hoffend, dadurch das Klima zu kühlen. Man ist der festen Über­zeu­gung, es sei besser irgend etwas zu tun, solange man nicht weiß, was das Rich­tige wäre.

Auch für Greta Thun­berg hat die Sache einen bösen Haken. Sie lernt pro Woche einen Tag weniger, weshalb die drin­gend nötigen tech­no­lo­gi­schen Sprünge in Zukunft wohl eher in Shang­hai als in Stock­holm statt­fin­den werden. Ihr bleibt wohl nur, als Akti­vis­tin den Grünen bei­zu­tre­ten, dafür braucht man ja höchs­tens ein abge­bro­che­nes Studium der Thea­ter­wis­sen­schaf­ten. Haupt­sa­che die Gesin­nung sitzt schön straff und das Auge ist auf eine Utopie hinter dem Hori­zont gerich­tet. Sie kann dann in 20 Jahren vor dem schwe­di­schen Reichs­tag pro­tes­tie­ren, weil Schwe­den kein reiches Land mehr ist. Für diese Klage wäre die Politik dann mal wirk­lich der rich­tige Adres­sat.

Kinder (nicht) an die Macht

Skep­ti­ker der Klima-Hys­te­rie müssen sich immer wieder vor­wer­fen lassen, sie hätten doch im Grund keine Ahnung und sollten das Thema doch lieber den Exper­ten über­las­sen. Das liegt auch daran, dass die Exper­ten, die eben­falls so ihre Zweifel an dem Zirkus haben, nicht zu Wort kommen und falls doch, wird ihnen ihre dabei man­gel­hafte Elo­quenz zum Ver­häng­nis. Denn der Disput geht schnell von der Sach­ebene weg auf die Ebene der Wünsche, Träume und Emo­tio­nen. Aber diese Skep­ti­ker seien ja ohnehin nur noch wenige ewig gest­rige und spä­tes­tens an dieser Stelle kommt die Sprache auf die omi­nö­sen 97% Zustim­mung, die der anthro­po­gene Kli­ma­wan­del in der Fach­welt angeb­lich habe. Das klingt nach großer Über­ein­stim­mung und soll nach dem demo­kra­ti­schen Mehr­heits­prin­zip belegen, dass 97% natür­lich im Recht sein müssen. Diese soge­nannte Cook-Studie ist aller­dings ein aus­ge­mach­ter Schwin­del, für den man kur­zer­hand die Daten­ba­sis der Meta-Studie fri­sierte. Für den rich­ti­gen (guten) Zweck ist sowas offen­bar erlaubt. Es ist, als wolle man belegen, dass die Mensch­heit frei­wil­lig auf den Verzehr von Fleisch ver­zich­tet, aber nur Veganer nach ihren Ess­ge­wohn­hei­ten fragt.

Während man Skep­ti­ker also stets nach ihrer Qua­li­fi­ka­tion beur­teilt, genügt bei den Jüngern der Kli­ma­wan­del­kir­che die glit­zernde Gesin­nung völlig aus, um Glaub­wür­dig­keit zu erlan­gen. An der Cook-Studie, heute eines der Evan­ge­lien der Kli­ma­kir­che, schrieb eine nach Selbst­aus­kunft „beim NABU auf Kli­ma­ak­ti­vis­mus umge­schulte“ Pro­gram­mie­re­rin mit (siehe Tex­tende im Link) und eine 15 Jahre junge Teil­zeit­schul­schwän­ze­rin erhebt den mora­li­schen Anspruch, die Welt zu retten. Akti­vis­ten, NGO-Lai­en­pre­di­ger und Teen­ager sind mitt­ler­weile die Haupt­dar­stel­ler dieser mora­li­schen Hybris und niemand kommt auf die Idee, auch mal dort nach der fach­li­chen Kom­pe­tenz zu fragen. Das ist auch ein Grund dafür, dass Skep­ti­ker stets „ad hominem“ ange­grif­fen werden. Wer den Kli­ma­wan­del nicht auf­hal­ten will, muss ja ein schlech­ter Mensch sein und Geld von den Ölscheichs anneh­men – mit belast­ba­ren Fakten können die Akti­vis­ten nicht auf­war­ten, weshalb sie die Argu­mente der Skep­ti­ker nicht zur Kennt­nis nehmen wollen und für den guten Zweck sogar vor Betrug und Fäl­schung nicht zurück­schre­cken (siehe hier, hier und hier).

Es genügt, zu glauben und die Welt in Gläu­bige und Ketzer ein­zu­tei­len. Mit Greta Thun­berg hat die Kli­ma­kir­che jeden­falls ihre neue Jeanne d’Arc gefun­den, die stolz das Banner der Kli­ma­ge­rech­tig­keit schwenkt. Immer Freitag, wenn sie die Schule schwänzt und ihre per­sön­li­che Zukunft als Opfer auf den Altar der Kli­ma­ge­rech­tig­keit legt.

15 Kommentare

  1. Natür­lich ist der Westen an der großen Zahl der Armen in den Pro­blem­re­gio­nen schuld. Denn erst durch die Medizin und Tech­no­lo­gien des 19. und 20. Jahr­hun­derts ging die demo­gra­phi­sche Kurve steil nach oben. Wir haben nicht die Armut auf dem Kerb­holz, sondern die große Zahl.

    Erst moder­nes Wissen hat ein lange ein­ge­spiel­tes öko­lo­gi­sches Gleich­ge­wicht zer­stört, nämlich dass nur so viel Nach­wuchs groß wird, wie eine öko­lo­gi­sche Nische auch ernäh­ren kann. Oder dass eine Kultur nur so viele Res­sour­cen her­vor­bringt, um eine stabile Popu­la­tion zu ernäh­ren.

    Die Öko­lo­gie hat als Wis­sen­schaft der Fließ­gleich­ge­wichte ange­fan­gen, die sich bei schwan­ken­den Werten von Nahrung oder Fress­fein­den neu ein­stel­len, bis hin zu grö­ße­ren Zyklen. Leider ist sie dann von Model­lie­rung kom­ple­xer Systeme gekippt zu einer plumpen Ver­göt­te­rung der Natur – oder besser der roman­ti­schen Vor­stel­lun­gen, die sich deut­sche Spießer von der Natur machen. Am besten Natur pur, ganz ohne den bösen alten weißen Mann; womit wir wieder beim Edlen Wilden wären.

  2. Inhalt­lich stimme ich Ihrem Artikel voll zu. Greta ist von Schwe­den über Däne­mark und Deutsch­land nach Polen gefah­ren. Laut https://​www​.sued​deut​sche​.de/​p​a​n​o​r​a​m​a​/​i​n​t​e​r​v​i​e​w​-​e​s​-​m​u​e​s​s​t​e​-​h​o​e​c​h​s​t​e​-​p​r​i​o​r​i​t​a​e​t​-​h​a​b​e​n​-​1​.​4​2​3​5​645 musste ihr Vater alle zwei Stunden anhal­ten und tanken. Das Inter­view zeigt eine sehr aktive Wort-Akti­vis­tin.

  3. Greta ist ein bedau­erns­wer­tes Geschöpf. Sie wurde durch andere wie zu DDR Zeiten instru­men­ta­li­siert. Wer glaubt, dass sie diese Rede aus­ar­bei­tete, der glaubt auch an den Weih­nachts­mann. Viel mehr nutzt man scham­los ihre kind­li­che Nai­vi­tät aus. Das ist ver­ach­tens­wert!

    • Ja genau. Und unbe­dacht sind die Eltern auch noch, sie mit Kleid­chen und blonden Zöpfen der Welt­öf­fent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren. Wo doch jeder in der Bro­schüre der Amadeu-Antonio-Stif­tung („Ene, mene, muh – und raus bist du”) nach­le­sen kann, welcher Gesin­nung diese Eltern ange­hö­ren.

    • Ich zweifle nicht daran, dass der Text von ihr ist. Asper­ger-Leute sind oft insel­be­gabt, denken oft strin­gen­ter und for­mu­lie­ren besser als viele Nor­ma­los, vor allem die Laber­ta­schen in der Politik.

      Dafür sind sie ohne jede Empa­thie für die mensch­li­chen Kol­la­te­ral­schä­den, wie einst die Nazis. Was sie als logisch ansehen, muss selbst­ver­ständ­lich für ihr ganzes Umfeld gelten. Ein Gegen­stand, der am Stelle Platz steht, wird auch schon mal weg­ge­wor­fen; denn die Regeln sind klar und müssen für alle gelten. Für die Rechte der anderen und für die Frei­heit, auch mal fünf gerade sein zu lassen fehlt ihnen jedes Gespür. Kurz: die idealen Grünen.

      • Ich weiß auch nicht was es bringen soll, sich an Gretas ver­mu­te­ten Befind­lich­kei­ten abzu­ar­bei­ten, das ginge auch völlig am Thema vorbei. Greta ist offen­sicht­lich weder blöde noch sonst­was, sie ist mani­pu­liert. Sie selbst kann dafür am aller­we­nigs­ten! Ich dachte, das hätte ich klar gemacht. (Und damit meine ich jetzt nicht Sie, Wolf­gang)

  4. Die Wis­sen­schaft ist nicht demo­kra­tisch, d.h. eine Mehr­heits­mei­nung muss nicht richtig sein. Seit Gal­li­leo sollte das auch jeder eini­ger­ma­ßen Gebil­dete auch wissen.

    Auch wenn 99,9% der Wis­sen­schaft­ler von einer men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­ver­än­de­rung aus­ge­hen ist das noch kein Beweis für die Rich­tig­keit dieser Aussage,

    Paul

  5. Guten Abend, der Dr…köter unseres Nach­barn heißt auch Greta und bellt den ganzen Tag nur dumm rum. Zu seiner Ent­schul­di­gung muss man sagen, dass er auf 4×5 Meter im Garten zuzüg­lich Haus gehal­ten wird (also absolut nicht Art­ge­recht). Dem Problem könnte man abhel­fen, wenn der Halter von Greta in der Lage wäre, den Schä­fer­hund jeden Tag eine Vier­tel­stunde intel­li­gent zu beschäf­ti­gen (Gassi gehen oder so was). Ich fürchte, bei der jungen Frau reicht das nicht und von den Haltern, äh Eltern des Kindes ist wohl auch keine Unter­stüt­zung zu erwar­ten.

    Und hier muss ich auch mal zur Ehren­tet­tung des damals viel geschol­te­nen Guido Wes­ter­welle anset­zen. Mit seiner Gesell­schafts­kri­tik, die in der Fest­stel­lung „spät­rö­mi­scher Deka­denz“ gip­felte, hat er meines Erach­tens wei­test­ge­hend Recht behal­ten, wie man an den oben beschrie­be­nen Aus­wüch­sen einmal mehr fest­stel­len muss. Obelix würde wahr­schein­lich noch ein „die spinnen, die Schwe­den“ anfügen.

  6. Für die Bewoh­ne­rin eines Landes, dass es nur auf­grund der Kli­ma­er­wär­mung nach der letzten Eiszeit über­haupt bewohn­bar ist und welches sich bis heute Jahr für Jahr noch um 10mm hebt, ist das der maximal leist­bare Ver­zicht.”

    Da steckt ein Fehler. Als „Eiszeit” bezeich­net man eine Periode in der Erd­ge­schichte, in der die Pol­kap­pen vereist sind. Was wir gerade erleben, ist ein soge­nann­tes Inter­gla­zial, auch „Warm­zeit” genannt. Siehe hier: https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​W​a​r​m​z​eit

    Der Nor­mal­zu­stand der Erde ist ein Klima, das deut­lich wärmer ist, als es gerade ist, weil die Ant­ark­tis nor­ma­ler­weise offenes Land ist, und von Farnen über­wu­chert wird. Jedoch: Die Periode, in der wir leben, IST eine Eiszeit, die gerade mal tem­po­rär etwas nach­ge­las­sen hat. Der Nor­mal­zu­stand der Periode, in der wir leben, ist ein Klima, das deut­lich kälter ist, als es gerade ist. Würde die Warm­zeit, in der wir uns befin­den, zuende gehen, befände sich auf dem Punkt, an dem wir in diesem Augen­blick sitzen, mehrere Kilo­me­ter dickes Eis.

    Rein erd­ge­schicht­lich könnte es durch­aus sein, dass die Warm­zeit im Begriff war, zuende zu gehen, als unsere Spezies damit anfing, große Mengen CO2 frei­zu­set­zen, und ohne unser Auf­tre­ten eine kilo­me­ter­di­cke Eis­schicht dort wäre, wo wir jetzt sitzen. Da es uns noch ncht so lange gibt, ist die Wahr­schein­lich­keit dafür eher niedrig, aber sie ist vor­han­den, und man sollte diese Option in Erwä­gung ziehen, wenn man die mög­li­chen kata­stro­pha­len nega­ti­ven Effekte der Kli­ma­er­wär­mung betrach­tet, die eben­falls mit einer gerin­gen Wahr­schein­lich­keit ein­tre­ten. Eben­falls sollte man sich mit dem erd­ge­schicht­lich nor­ma­len CO2 Level beschäf­ti­gen, das höher war, als es jetzt ist, weil dieses kon­ti­nu­ier­lich abnimmt, da es im Hima­la­ya­ge­birge mit Kalk­ge­stein reagiert, und deshalb aus der Atmo­sphäre ver­schwin­det. Durch diese Abnahme des CO2-Levels sind wir bereits dem Punkt recht nahe, ab dem Pho­to­syn­these phy­si­ka­lisch nicht mehr möglich ist, weil es mehr Energie kostet, eine Pho­to­syn­these betrei­bende Zelle am Leben zu erhal­ten, als diese durch die Pho­to­syn­these des vor­han­de­nen Koh­len­stoff­di­oxids pro­du­zie­ren kann. Die Über­schrei­tung dieses Punkts würde bewir­ken, dass alles höhere Leben, das derzeit auf der Erde exis­tiert, aus­stirbt, weil der Nah­rungs­kreis­lauf zusam­men­bricht. Wir ein­ge­schlos­sen. Wenn man schon die Welt retten will, dann sollte man sich auch für die Kata­stro­phen inter­es­sie­ren, die man dadurch aus­lö­sen könnte, falls man Erfolg hat.

    Neben­bei bemerkt möchte ich erwäh­nen, dass wir bereits über die Tech­no­lo­gie ver­fü­gen, um die Erde künst­lich zu kühlen, oder zu erwär­men. Wir können große Wolken aus Was­ser­dampf über dem Meer erzeu­gen, die die Albedo der Erde erhöht, wodurch mehr Licht reflek­tiert wird, wodurch sich wie­derum die Atmo­sphäre abkühlt. Eben­falls könnten wir große Spiegel aus dünner Folie in den Orbit schi­cken, die Son­nen­licht in eine Rich­tung reflek­tie­ren, in der sich keine Erde befin­det. Beson­ders im Bezug zur zweiten Option möchte ich erwäh­nen, dass das gesamte Apollo-Pro­gramm weniger gekos­tet hat, als in Deutsch­land seit 2015 für die damals ein­ge­wan­der­ten Asy­lan­ten bezahlt wurde, und es schwe­rer ist, Men­schen auf den Mond und zurück zu schi­cken, als eine große Rolle reflek­tie­rende und hit­ze­be­stän­dige Folie am Lagran­ge­punkt zwi­schen Erde und Sonne zu posi­tio­nie­ren.

    Gretas Recht, die Schule zu schwän­zen, möchte ich aber aus­drück­lich bekräf­ti­gen. Schul­pflicht in dem Sinne, dass Kinder all ihre „Bildung” beim Staat lernen, und der Staat mit Gewalt durch­setzt, dass erstens keine Alter­na­ti­ven exis­tie­ren, und Kinder diesem „Angebot”, zwei­tens, nicht ent­zo­gen werden können, ist eine Erfin­dung der Nazis, die ein­ge­führt wurde, um die nächste Genera­tion mit natio­na­lis­ti­schen Werten und Welt­bild zu indok­tri­nie­ren, bezie­hungs­weise, um Kinder zu guten Staats­bür­gern zu erzie­hen. Eine Gesell­schaft, die auf zwangs­wei­ser Indok­tri­na­tion basiert, hat es genau so wenig ver­dient, zu exis­tie­ren, wie die Gesell­schaft der Nazis. Ich würde den Gretas dieser Welt zugu­te­hal­ten, dass sie dies kapiert haben, und sie sich dem­entspre­chend ver­hal­ten.

    P.S.

    Lieber Roger,

    könn­test Du reCap­t­cha durch etwas erset­zen, das para­noide Tor-Nutzer wie mich nicht dis­kri­mi­niert? Es gibt Libs, die Cap­t­chas ser­ver­sei­tig erzeu­gen, und die, sofern mas­sen­weise sie im Voraus erzeugt werden, den Sei­ten­auf­ruf auch nicht ver­lang­sa­men. Natür­lich sind die kom­mer­zi­el­len Anbie­ter besser, aber sie tracken auch, und es ist für Dich Over­kill, Cap­t­chas zu nutzen, die nicht durch neu­ro­nale Netze angreif­bar sind, weil niemand einen Bot schrei­ben wird, der ein neu­ro­na­les Netz nutzt, um Deine Captcha-Abfrage zu über­win­den, nur um Deine Kom­men­tar­sek­tion voll­zu­spam­men.

    • Cap­t­chas als Mittel der Aus­gren­zung von para­noi­den und Analphabeten.…großartig! Aber Spaß bei­seite: wenn Du einen kon­kre­ten Vor­schlag hast, immer her damit. Schalte ich die Cap­t­chas nämlich aus, habe ich täglich 50–100 Kom­men­tare und Kon­takt­ver­su­che. Das nervt extrem.

  7. Ein freies Land für Klima ALar­mis­ten!
    Dort, wo sie frei von Kapi­ta­lis­mus , uns ihre Rea­li­tät vor­le­ben können. Ohne Zangs­steu­ern von den Anderen zu pressen oder zu drang­sa­lie­ren. Es müsste doch groß­ar­tig für die Alar­mis­ten sein, ihre Ideale aus eigener Kraft zu errei­chen. Ich bin es satt ständig irgend­wel­che Spinner zu sanie­ren.

  8. Hier ein paar Anmer­kun­gen dazu:
    – Bau von Wind­tur­bi­nen heißt weniger Bäume, die CO2 zum Leben brau­chen (Foto­syn­these) und Dezi­mie­ren
    von Vögeln durch Klein­häck­seln zu Hun­dert­tau­sen­den,
    – woher soll der Strom für die gewünsch­ten Mil­lio­nen E-Autos eigent­lich kommen?? Von den ‚erneu­er­ba­ren’ Ener­gien wohl kaum,
    – glaubt Herr Lau­ter­bach, E-Autos pro­du­zie­ren keinen Fein­staub (u.a. Abrieb der Reifen)?? Wei­ter­hin: durch das unge­bremste Bevöl­ke­rungs­wachs­tum in Afrika (alle 30 Jahre Ver­dop­pe­lung der Ein­woh­ner­zahl) ent­steht nunmal viel wei­te­res CO2. Die Argu­mente, die Kli­ma­hys­te­rie betref­fend, lassen sich fort­set­zen. Mir fällt bei diesen wenig sinn­vol­len Kon­fe­ren­zen das berühmt-berüch­tigte Wald­ster­ben ein, das mit ähn­li­cher Hys­te­rie hoch­ge­puscht wurde. Aller­dings endete es an Deutsch­lands Grenzen und die Dis­kus­sion endete irgend­wann auf wun­der­same Weise – und der Wald lebt lustig weiter.
    Zu Greta Thun­berg: ich habe auch gleich an den Grö­ne­meier-Song „Kinder an die Macht” gedacht. Mehr Lernen wäre besser für sie und ihre Zukunft.

  9. Mein Gott, dieses naive Mädel­chen. Dahin­ter stehen als Eltern die gut betuchte und gut gebuchte Opern­sän­ge­rin Malena Ernmann und der Mitt­le­klas­se­schau­spie­ler Svante Thun­berg, der es als Schau­spie­ler zum Lil­le­mann in Skärgårds­dok­torn gebracht hat. Das Kind leidet nach Angaben der Eltern am Asper­ger­syn­drom.
    Hier belehrt Ober­schich­te­wohl­stand mit dem Wissen von Kul­tur­schaf­fen­den den Rest der Welt über Kli­ma­ver­än­de­run­gen mit dem Mitteln dieses Mäd­chens. Dessen Weichen für die Zukunft sind nun gestellt, inso­fern die schwe­di­sche Gesell­schaft eine hat.

  10. Wie süß! Herz­al­ler­liebst. Welche Wer­be­agen­tur hat denn das schwe­di­sche Schnucki­lein gecas­tet? Also damals, als so ein Schätz­chen trä­nen­reich ver­kün­dete das Saddams Sturm­trup­pen Früh­chen in kuwai­ti­schen Kran­ken­häu­sern aus den Brut­käs­ten zerren und auf den Boden schmei­ßen und sie als junge Kran­ken­schwes­ter dort als Augen­zeu­gin war, stand die Agentur Hill&Knowlton dahin­ter. Die Nummer kostete eine Million Dollar und rollte der Ope­ra­tion „Desert Storm” den roten Teppich aus – so gesehen eine loh­nende Inves­ti­tion. Die junge Kran­ken­schwes­ter war natür­lich keine Kran­ken­schwes­ter sondern die Tochter des kuwai­ti­schen Bot­schaf­ters in den USA. Warum sie aber nicht den Oscar für ihre Vor­stel­lung bekom­men hat ver­stehe ich nicht, sie hätte ihn ver­dient gehabt. Und jetzt haben wir Gre­talein, die den „doofen” Erwach­se­nen einfach mal die Leviten liest – und das vor Weih­nach­ten! Ich greif mir gleich mit feuch­ten Augen Charles Dickens’ „A Christ­mas Carol” aus dem Bücher­re­gal ; ).

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