Eins muss man dem ZDF lassen: man gibt sich dort redlich Mühe, um nicht der Fra­ter­ni­sie­rung mit dem erklär­ten Feind oder gar der unvor­ein­ge­nom­me­nen Bericht­erstat­tung bezich­tigt werden zu können. Beim Som­mer­inter­view mit AfD-Chef Alex­an­der Gauland über­ließ man nichts dem Zufall. Mode­ra­tor Thomas Waldes Fragen endeten denn auch stets mit der plump hin­ge­zir­kel­ten Fest­stel­lung, dass die AfD vor allem eines sei – keine Alter­na­tive für Deutsch­land. Der ZDF-Fern­seh­rat wird sich fragen lassen müssen, warum der Hinweis „Dau­er­wahl­wer­be­sen­dung für alle Par­teien, außer dieser einen“ nicht ein­ge­blen­det wurde.

Gleich zu Beginn behaup­tet Walde, die Men­schen litten ja so ent­setz­lich unter dem Kli­ma­wan­del, obwohl sie streng genom­men nur unter einer unge­wöhn­li­chen Som­mer­hitze leiden und manche es vor lauter Spaß am schönen Wetter auch mit dem Leiden nicht so genau nehmen. Dass jedoch Wetter und Klima heute ständig zu einem poli­ti­schen Angst­brei zusam­men­ge­rührt werden, daran haben sich die ZDF-Macher offen­bar schon so gewöhnt, dass es jedem Mode­ra­tor flüssig über die Lippen geht. Deshalb leitet man eine Frage zum Kli­ma­wan­del und was die AfD gegen die Affen­hitze zu tun gedenke, mit einer Fest­stel­lung ein, dieser sei ja klar und ohne Zweifel men­schen­ge­macht. Darüber lässt man keine Zweifel zu und wer wie Gauland nicht gut im Thema drin­steckt und anders als Ver­tre­ter anderer Par­teien nicht zumin­dest den Ein­druck ver­mit­telt, Experte für alles zu sein, muss sich vor­füh­ren lassen wie ein Tanzbär.

Doch eigent­lich ist es nicht die Aufgabe des Mode­ra­tors, Behaup­tun­gen zu unum­stöß­li­chen Fakten auf­zu­bla­sen und als Pflöcke ins Gespräch zu schla­gen, um die herum der inter­viewte Delin­quent brav laufen soll. Die Aufgabe des Mode­ra­tors wäre es, Fragen zu stellen, und zwar sach­li­che, mei­net­we­gen auch pro­vo­kante. Aber Walde leitet das Thema Ren­ten­kon­zept mit einem rot­zi­gen „Warum haben sie sich die Mühe nicht gemacht, eins zu ent­wi­ckeln“ ein, obwohl die AfD bei jeder Gele­gen­heit betont, dass sie dies sehr wohl tue und dafür einen eigenen Par­tei­tag ange­setzt habe. Wusste Walde dies nicht? Unwahr­schein­lich. Dazu wurde diese Frage schon viel zu oft gestellt, wenn auch noch nie in einer derart unsach­li­chen Form. Waldes For­mu­lie­rung war somit nichts als eine Pro­vo­ka­tion, die wie alle seine Fragen dem Zuschauer vor allem eines klar machen sollten: Gauland ist hier nicht erwünscht, die AfD ist hier nicht erwünscht. Wir vom ZDF würden sie lieber ver­trei­ben und zum Teufel jagen und lieber als uns in Inter­views mit Ver­tre­tern der AfD zu unter­hal­ten, würden wir in deren Abwe­sen­heit über sie reden.

An einem Ein­spie­ler zum Thema Rente von Jörg Meuthen, in dem dieser „…die Men­schen Schritt für Schritt in eine selbst­ge­wählte Form der Alters­vor­sorge ent­las­sen“ will, arbei­tet man sich denn auch sehr selek­tiv ab. Die Äuße­rung bedeute ja wohl, dass man das Soli­dar­prin­zip bei der Rente abschaf­fen wolle. Walde insis­tiert gera­dezu, Gauland solle doch endlich zugeben, dass er die Hand an die Rente legen wolle, um mög­lichst viele Men­schen ins Elend zu stürzen. Dass Meu­thens Idee die Worte „Schritt für Schritt“ enthält, eben weil man selbst bei kom­plet­ter Umstel­lung des Ren­ten­sys­tems niemals bereits erwor­bene Ansprü­che einfach so strei­chen kann, igno­riert das ZDF geflis­sent­lich. Die Bot­schaft an die Zuschauer lautet hier: Die AfD hat zwar noch kein Ren­ten­kon­zept, aber sie will euch auf jeden Fall die Rente weg­neh­men. Das ist natür­lich keine Unter­stel­lung, das ist Qua­li­täts­jour­na­lis­mus!

Nächste Frage: Digi­ta­li­sie­rung. Gauland bekennt, dazu kaum Erhel­len­des bei­tra­gen zu können und Walde möchte die Gele­gen­heit nutzen, zum Todes­stoß anzu­set­zen: „Wenn jetzt jemand morgen an seinen Arbeits­platz zurück geht kann er auch nicht sagen, „tut mir Leid, Chefin, ich hab von digi­ta­len Dingen jetzt nicht wirk­lich Ahnung, ich lass das bleiben.“ Die Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer müssen sich jeden Tag damit beschäf­ti­gen und ihre Partei hat da keine Alter­na­tive für Deutsch­land.“

Da ist er wieder, der Claim „keine Alter­na­tive für Deutsch­land”, der immer wieder auf­taucht, damit der Zuschauer auch nicht ver­gisst, was der Zweck der Sendung ist. Man muss sich jedoch wundern, ob man beim ZDF die Fragen, die man stellt, durch irgend­eine Art von Redak­tion laufen lässt, oder ob Walde solchen Blöd­sinn spontan raus­haut. Stellt er sich so die Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung vor? Man kommt zur Arbeit und dann ist sie plötz­lich da, die Digi­ta­li­sie­rung und die Chefin sagt, das machen wir jetzt mal so? Doch bevor man etwas Zeit hatte, die Sug­ges­tion in ihrer ganzen Ver­kom­men­heit zu begrei­fen, steigt das ZDF noch eine Stufe höher auf der Empö­rungs­lei­ter.

Ein lautes „Buhhh“ aus dem Off und Beschimp­fun­gen setzen ein, und man darf sich fragen, wie die Anti-Gauland-Demons­tran­ten es geschafft haben, so klar in den Ton des ZDF zu kommen. Auch dass gleich eine Kamera parat war, die die Störer nur Sekun­den später ins Live-Bild rückte, erscheint im nicht gerade für Spon­ta­ni­tät bekann­ten ZDF doch etwas merk­wür­dig. Der Gipfel der Frech­heit war jedoch, dass der Mode­ra­tor seinen Talk-Gast fragte, ob dieser die Rufer bestellt habe. Man weiß ja, wie diese AfD-ler ticken…ohne Beschimp­fun­gen und „Gauland, hau ab!“-Sprechchöre gehen die ja nicht mal zum Bäcker! Diese Begleit­mu­sik hielt man bei den Main­zel­männ­chen offen­bar für sehr passend, weshalb Walde auch die flap­sige Zwi­schen­be­mer­kung „Sie kommen damit klar?“ ein­streute. Für einen spon­ta­nen Zwi­schen­fall sah die Störung bemer­kens­wert orga­ni­siert aus.

Brauchen wir Schutz vor AirBnB?

Schwach reagierte Gauland zum Schluss auf die Frage, wie die AfD mit der Woh­nungs­not umzu­ge­hen gedenke. Walde wört­lich. „AirBnB macht Druck auf den Miet­woh­nungs­markt, wie wollen sie Men­schen davor schüt­zen?“ Hier hätte ich doch erwar­tet, dass jemand, der von sich behaup­tet, kon­ser­va­tiv zu sein, zunächst mal die Fra­ge­stel­lung ent­larvt. Kampf gegen AirBnB, wirk­lich? Warum soll man ein Symptom bekämp­fen, statt die Ursache anzu­ge­hen? Auf­grund umständ­li­cher Bau­ge­neh­mi­gun­gen, Dämm­auf­la­gen, Ener­gie­päs­sen und anderen büro­kra­ti­schen Hürden sta­gniert der Bau von Woh­nun­gen, während in den letzten Jahren über eine Million Men­schen ins Land kamen, die für ein extre­mes Ungleich­ge­wicht am Woh­nungs­markt sorgen. Die durch die per­ma­nente Euro­ret­tung zusam­men­ge­schrumpf­ten Anla­ge­mög­lich­kei­ten treiben die Immo­bi­li­en­märkte in eine gigan­ti­sche Blase hinein und außer­dem sorgt die Miet­preis­bremse für ein Aus­wei­chen in den lukra­ti­ven Markt der Kurz­zeit­ver­mie­tung. Eigen­tum ver­pflich­tet, sagt das Grund­ge­setz – und zwar zu ver­ant­wor­tungs­vol­lem Umgang mit dem­sel­ben. Wer daraus ablei­tet, man müsse es am besten kos­ten­los oder doch zumin­dest zu mög­lichst kleinem Preis jedem zur Ver­fü­gung stellen, der danach fragt, ist nicht nur schief, sondern sozia­lis­tisch-schief gewi­ckelt. Das mag in Vene­zuela usus sein und auch ein Mode­ra­tor des ZDF mag so ticken. Damit sollte man es aber auch bewen­den lassen. Poli­ti­ker sollten – ganz gleich, welcher Coleur – stets deut­lich machen, das die Pro­bleme am Woh­nungs­markt schon etwas kom­ple­xer sind, als das man sie durch die Jagd auf AirBnB-Anbie­ter lösen könnte. Gauland kur­zer­hand als Hexer zu ver­bren­nen, würde dem ange­spann­ten Woh­nungs­markt übri­gens auch nicht helfen – ganz gleich, wie gern Walde die erste Fackel gewor­fen hätte.

Das die Staats­gläu­big­keit beim ZDF ein warmes Zuhause hat, bewies Thomas Walde übri­gens in seinem abschlie­ßen­den State­ment: „Die Men­schen, die gern eine Antwort darauf hätten, wie sie ihre Zukunft gestal­ten und welche Rolle ihre Partei dabei spielt, welche Alter­na­ti­ven ihre Partei anbie­tet, dazu erfährt er in dem Pro­gramm nichts und muss sich das irgend­wie zusam­men­su­chen…“

Lieber Herr Walde, Sie irren sich. Die Men­schen erwar­ten keine Antwort der Politik auf die Frage, wie sie ihr Leben gestal­ten sollen. Solche Ant­wor­ten geben nur auto­ri­täre Staaten. Die Men­schen sollten jedoch erwar­ten können, dass sich die Politik bei der Gestal­tung der Zukunft nicht mit Gän­ge­lung und Ziel­vor­ga­ben in ihr Leben ein­mischt. Leider fehlte es Gauland hier an Schlag­fer­tig­keit, um dieser letzten Unver­schämt­heit ange­mes­sen zu begeg­nen.

Fazit

Anders als etwa beim ARD-Som­mer­inter­view mit dem Grünen Robert Habeck, der aus­führ­lichst Regie­rungs­kri­tik äußern durfte, sollte sich Gauland in einer Weise zu Poli­tik­fel­dern äußern, als hätte er das Ver­sa­gen der Regie­rung dort zu ver­ant­wor­ten. Während sich Poli­ti­ker der Grünen auf gefäl­lige Stich­worte ver­las­sen können und höchs­tens mit ihren eigenen Aus­sa­gen kon­fron­tiert werden, erwar­tet man von Gauland, dass er zu jedem Satz, den je ein AfDler von sich gegeben hat, inhalt­lich Stel­lung bezieht. Tut er dies dann auch kri­tisch, bläst man seine abwei­chende Meinung zum par­tei­in­ter­nen Dissens auf. Das kann man machen, hin­ter­lässt beim Zuschauer aber ein G’schmäckle, das sich durch die Art und Weise, wie Gauland vom ZDF vor­ge­führt wurde, nur noch ver­stärkt. Unsere öffent­lich-recht­li­chen Medien sind immer schnell dabei, der AfD vor­zu­wer­fen, sie hätte sich in einer Opfer­rolle ein­ge­rich­tet, gehen aber gleich­zei­tig extrem unpro­fes­sio­nell mit deren Ver­tre­tern um. Inhalt­lich hatte Gauland in der Tat wenig bei­zu­tra­gen, was natür­lich auch an den Fragen gelegen hat. Dass ihm und seiner Partei das ZDF-Inter­view auf­grund des unwür­di­gen Auf­tritts des Mode­ra­tors Thomas Walde am Ende eher nützen als schaden wird, war vom ZDF jedoch mit Sicher­heit anders „bestellt”.

16 Kommentare

  1. Hinzu könnte man bemer­ken, dass die AfD mit Bernd Lucke und seiner EU kri­ti­schen Haltung für den Main­stream um vieles gefähr­li­cher war, weil sie die Struk­tu­ren der Finanz­elite angriff. Die jetzige AfD sammelt die Ent­rüs­tungs­stim­men, inbes,. gegen die Flücht­linge. Nur das Flücht­lings­pro­blem wurde von den Macht­ha­ber selbst erzeugt, also die Flücht­linge sind nur ein Werk­zeug in ihren Händen und somit AfD kämpft gegen Werk­zeuge und nicht gegen die Hand, die das Werk­zeug hält. Man braucht sich nur in AfD umzu­schauen, wer da an der Spitze ist um fest­zu­stel­len, die Natio­na­len sind da iso­liert und Feder­füh­rung haben die, die auf Neben­the­men drauf­hauen. Solche Sen­dun­gen haben auch den Zweck, die Iso­la­tion zu ver­stär­ken, bzw. einen Druck auf die aus­zu­üben, die noch nicht zu dem atlan­ti­schen Lager gehören oder das Spiel mit der Illu­sion der Demo­kra­tie zu spielen.
    Hier bleibt eine gute Frage unbe­ant­wor­tet, wieso hat sich Gauland zur ZDF ein­la­den lassen. Es musste für ihn klar sein, was für eine Rolle er da für ihn bestimmt war. Wenn er das trotz­dem gemacht hat, dann ist das ein Hinweis, dass er in dem Spiel des Main­streams mit­spielt.
    Die Rolle von AfD ist analog zu der Rolle der Rechts­ex­tre­men in der BRD. Die Rechts­ex­treme faseln über die Welt, die seit 70 Jahren nicht mehr exis­tiert und leben in der nicht exis­tie­ren­den Welt. Somit sind sie ein aus­ge­zeich­ne­tes Ziel für ver­schie­dene Staats­dienste, um sie für andere Zwecke ein­zu­span­nen. Das geschah auch und ist sogar bekannt gewor­den, dass es mit staat­li­chen Unter­stüt­zung war ;).
    Und genauso die jetzige AfD – die, die sie unter­stüt­zen, haben nicht begrif­fen, das es eine von dem Main­stream vor­ge­scho­bene Partei ist, die sich nicht mit dem Ursa­chen, sondern Neben­wir­kun­gen beschäf­tigt.

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  2. Eine Hoch­zeit des Schmie­ren­thea­ters!
    Falls es in ferner Zukunft wieder eine Schule für seriö­sen Jour­na­lis­mus geben sollte, müßte dieses „Glanz­stück” den Student*innen als Bei­spiel dafür gezeigt werden, was Schmie­ren­jour­na­lis­mus ist.
    Zur Frage, weshalb sich Herr Gauland das „angetan” hat: Viel­leicht hat er sich geop­fert – „laßt mich da hin­ge­hen, ich habe eine dicke Haut – Plus­punkte sammeln wir trotz­dem” – nur so ein Gedanke.

  3. Vieles deutet an, dass AfD nach der feind­li­chen Über­nahme ein Projekt der USA Olig­ar­chen ist. Wenn man auf AfD aus der USA schaut, ist sie gar nicht so unak­zep­ta­bel.
    Natür­lich AfD mit seinem Pro­gramm hat viele Deut­sche ange­zo­gen, die sich zu Deutsch­land beken­nen auf die oder andere Weise. Das gibt AfD einen Anschein der Volk­par­tei, der Bür­ger­nähe. Jedoch dass es nur ein Anschein ist, spricht z.B. die Befür­wor­tung von NATO, was sicher­stellt, dass BRD ein US – Vasal bleibt und sich aus den neo­ko­lo­nia­len, impe­ria­lis­ti­schen Struk­tu­ren nicht aus­rei­ßen kann. Alles andere ist eine Neben­sa­che.
    Lieb­lings­thema von AfD, die Flücht­linge, ist den Macht­ha­bern nicht so wichtig. Die Men­schen wurden und werden schließ­lich nicht des­we­gen ein­ge­la­den, weil man sie für irgend­wel­chen realen Aspekt des Landes gebraucht hat, sondern für dunkle poli­ti­sche Machen­schaf­ten, damit man sie auf die Deut­sche hetzen kann, damit man Deut­sche auf die Flücht­linge hetzt, damit AfD ein Ent­rüs­tungs­thema bekommt. AfD hat die Aufgabe Ent­rüs­tungs­stim­men zu sammeln und als Prü­gel­knabe in den Medien. Um Demo­kra­tie vor­zu­täu­schen braucht man einen poli­ti­schen Streit. Da jeder Streit zwi­schen SPD, CDU, CSU, Grünen unglaub­wür­dig ist, füllt AfD die Lücke aus.
    Wenn AfD die Geset­zes­brü­che der Regie­rung kri­ti­siert, dann halb­her­zig und nur auf die Regie­rung bezogen, nicht auf das System, das dies ermög­licht.
    Wenn also AfD an die Macht käme, hätte sie exakt die­selbe Posi­tion ein­ge­nom­men, welche jetzt CDU hat.

  4. Das ganze Inter­view war von vorne bis hinten eine lächer­li­che Farce, ein bil­li­ges Affen­thea­ter mit dem ein­zi­gen Ziel, die AfD zu dif­fa­mie­ren. Thomas Walde wirkte abge­rich­tet und dres­siert wie einst Kom­mis­sar Rex, seine Fragen waren dumm, über­flüs­sig und völlig unin­ter­es­sant. Die haben wir doch schon tausend Mal gehört. Hinzu kamen dann noch einige dahin bestellte Demons­tran­ten, die wie Sta­tis­ten wirkten. Ein bißchen Her­um­ge­plärre, ein paar Schild­chen mit dummen Sprü­chen hoch­ge­hal­ten .….…, und schon hat das ZDF wieder einmal den deut­schen Michel für blöd ver­kauft. Leider, leider funk­tio­niert dieses ein­fa­che Rezept sogar. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber für mich zählen die Deut­schen hier im Westen mehr­heit­lich (nicht alle !) zu den igno­ran­tes­ten und dümms­ten Indi­vi­duen der Welt. Nur deshalb kann eine Merkel und ihre Entou­rage ihren Ver­nich­tungs­plan gegen Deutsch­land bis zum bit­te­ren Ende durch­zie­hen. Und genau das wird sie tun. Und was tuen die Deut­schen (bis auf einige Aus­nah­men)? Nichts ! Oder doch .…, ja, sie werden sie wieder wählen.
    Doris Mahl­berg

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  5. Herr Dr. Gauland sollte einen Rhetorik–Kurs besu­chen. Statt sich ständig in die Defen­sive drängen zu lassen, hätte er auf die Ver­ur­sa­cher der Miss­stände – die Regie­rung – ver­wei­sen und Kor­rek­tur von dieser Seite fordern sollen. Das Thema
    „Flücht­linge” samt stei­gen­der Kri­mi­na­li­tät durch die „Gold­stü­cke” hätte er sich nicht aus der Hand nehmen lassen dürfen. Merk­wür­di­ger­weise kam von Walde aber auch keine Frage nach dem evtl. Aus­schluss von Lars Steinke. Zum Glück sind die AfD–Abgeordneten im Bun­des­tag rhe­to­risch weit besser drauf.

    • Beson­ders unan­ge­nehm ist mir auf­ge­fal­len, dass Gauland beim Inter­view sonstwo hin­schaut, aber nicht in die Augen seines Gegen­über oder in die Kamera. Das kommt gar nicht gut, sieht ver­huscht aus und hat Walde sicher ermu­tigt, noch ein wenig mehr auf­zu­dre­hen.

      • Herr Gauland ist 78 Jahre alt und erfah­rungs­ge­mäß läßt in diesem Alter die Kon­flikt­fä­hig­keit nach. Er wird sich ver­mut­lich über kurz oder lang sowieso aus der Politik zurück­zie­hen. Hat man es mit 78 Jahren denn immer noch nötig, sich mit so einem insze­nier­ten Affen­thea­ter herumzu-
        schla­gen ? Viel­leicht nicht. Hut ab vor Herrn Gauland, daß er diesen Blöd­sinn über­haupt bis zum Ende mit­ge­macht hat.
        Doris Mahl­berg

  6. Mehr und mehr ent­wi­ckelt sich das ZDF (aber auch Teile der ARD) zum reinen Pro­pa­ganda-Sender all der poli­ti­schen Strö­mun­gen, die links der CSU ange­sie­delt sind. D.h. aller Par­teien außer CSU und AFD. Wie steht dazu der zustän­dige Fern­seh­rat? Darf ein öffent­lich recht­li­ches Medium, finan­ziert durch den Zwangs­bei­trag GEZ eine anschei­nend poli­ti­sche Min­der­heit in dieser Art dif­fa­miert werden? Es erin­nert mich doch sehr an Staats­sen­der wie in der DDR oder im Reich von Putin und Erdogan. Es ist an der Zeit, daß die Bürger sich über­le­gen sollten, wei­ter­hin die GEZ zu zahlen.

  7. Jo, der Walde hätte den Grünen beim Inter­view ruhig mal zu Anna­lehn­chens „Das-Netz-ist-von-uns-durch­ge­rech­net-als-aus­rei­chen­der-Spei­cher” vor­han­den, oder „Brau­koh­le­strom-ver­stopft-die-Lei­tun­gen” bla­mie­ren können. Hate er nicht. Anstatt eine solch absurde These (Physik Quarta-Stoff ) mal gründ­lich zu hin­ter­fra­gen und zwar nach­drück­lich, schweigt er zu dem Blöd­sinn lieber, mög­li­cher­weise fehlt ihm da auch die Bildung, das All­ge­mein­wis­sen. Er könnte mal einen Hin­ter­grund­er­klär­ter aus dem Hause „Slomka-Medien” befra­gen. Walde ist nur ein Links­po­pu­list der zu den Besten der Guten gehören will.
    Wohlan…

  8. Im Ein­lei­tungs­satz störte mich spontan, daß der Autor des Arti­kels im Zusam­men­hang mit dem „ZDF” das Wort „redlich” ver­wen­det. Ist es doch laut Duden (Ety­mo­lo­gie, Ausgabe 01.10.1963) im heu­ti­gen Sprach­raum des Deut­schen (im Gegen­satz zu seiner Bedeu­tung im Alt-bzw. Mit­tel­hoch­deut­schen) für „ehrlich, anstän­dig” gebräuch­lich.
    Die polit-jour­na­lis­ti­sche Sauerei Waldes, die Herr Lesch im fol­gen­den Text beschreibt, kann nur zu der damit begrün­de­ten Fest­stel­lung führen, daß das Wort „redlich” in keiner Weise mit dem Zweiten Deut­li­chen Fern­se­hen in Zusam­men­hang gebracht werden kann bzw. darf.
    Sel­bi­ges gilt in hohem Maße für den pro­pa­gan­dis­ti­schen Mainstream-‚Journalismus’ in Mer­kel­stan schlecht­hin. In den Ankün­di­gungs­spots im ZDF zu dieser all­jähr­li­chen Som­mer­thea­ter­in­sze­nie­rung über­raschte es, daß auch die AfD als teil­neh­mende Partei auf­ge­zeigt wurde. Bei miß­traui­schen Zuschau­ern wird bereits dort der Ver­dacht auf­ge­kom­men sein, daß, den Erfah­run­gen aus sog. Talk­shows ent­spre­chend, der/die jewei­lige AfD-Ver­tre­ter/in zur Schlacht­bank geführt werden würde. Und so ist es ja auch gesche­hen. Dieser Staat und seine öffent­lich recht­li­chen Pro­pa­gan­da­sen­der können nur noch Abscheu, eher sogar Ekel her­vor­ru­fen.

    • Im Sinne der Sati­re­ver­ord­nung aus dem Jahr 1792 hätte der Autor sogar das Wort „ehrlich” ver­wen­den können, selbst wenn die Ver­wen­dung des­sel­ben im Zusam­men­hang mit dem ZDF selten ist. 😉

  9. Diesen Tief­punkt des Jour­na­lis­mus, den auch der Sudel Ede kaum noch hätte toppen können, hielt ich genau drei Minuten aus!
    Dann schal­tete ich ab und griff lieber zur Welt­wo­che.
    Eine Offen­ba­rung!
    Selten wird einem der Unter­schied zwi­schen Jour­na­lis­ten und Pres­sti­tu­ier­ten so deut­lich vor­ge­führt.
    Hier übri­gens das Welt­wo­che Inter­view mit Gauland von Roger Köppel:
    https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2018–30/artikel/in-der-afd-gibt-es-keine-rechtsextremen-die-weltwoche-ausgabe-30–2018.html

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  10. So also stellt es sich Herr Walde vor, wenn man es der AfD, dem poli­ti­schen Erz­feind, der Alter­na­tive zu einer
    fehl­ge­lei­te­ten gender-multi -kulti-Politik, besorgt. Man setzt sich in inqui­si­to­ri­scher Haltung dem etwas ermat­tet wir­ken­den Gauland gegen­über und fragt nach jeder sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­ten Ein­spie­lung nach, warum jener oder seller, das so und nicht anders behaup­tet hat. Und weil diese dil­le­tan­ti­sche Dar­bie­tung Waldes für das ZDF die AfD noch nicht gemein genug und hin­rei­chend ent­lar­vend dar­zu­stel­len schien, wurde noch eine kleine Truppe rüh­ren­der AfD-Hasser mit selbst­ge­mal­ten Pla­ka­ten, zufäl­lig in guter Ton -und Bild­qua­li­tät, dem Publi­kum prä­sen­tiert, um dem Aller­blö­des­ten der Zuschauer zu zeigen, wie unbe­liebt die Alter­na­tive für Deutsch­land in Wahr­heit in den Augen des ZDF ist. ’ Ich nehme an, Sie kommen damit klar’ fragte Walde den etwas kon­ster­niert wir­ken­den Gauland, ( selbst über­haupt nicht über­rascht, ob der media­len Inszenierung),nworauf Gauland leider den Gespräch­dfa­den verlor. Das Inter­view zeigte einen über­eif­ri­gen Erfül­lungs­ge­hil­fen grün-linker Anti-AfD-Pro­pa­ganda, einen müde wir­ken­den älteren Herren, der viel­leicht auf eine reelle Unter­hal­tung gehofft hatte und sich doch wieder dem gewohn­ten Des­avou­ie­rungs­mo­dus gegen­über sah. Eine ins­ge­samt infan­tile und pein­li­che Dar­bie­tung, die das schlechte Licht, in welches man die AfD zu stellen beab­sich­tigte, aus­schließ­lich auf Walde und das ZDF selbst strah­len läßt. Welche Klein­geis­ter!

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    • Stimmt. Das erstaun­lichste aber ist, dass diese Vor­ge­hens­weise zu funk­tio­nie­ren scheint.

      Es ist ziem­lich unge­wöhn­lich, dass Men­schen, die man im Alltag trifft, Posi­tio­nen ver­tre­ten, die nicht in exakt der selben Form auch im Fern­se­hen ver­tre­ten werden. Das dort ver­mit­telte Overton-Window ist ja nur ein kleiner Teil­be­reich dessen, was möglich wäre. Wäre ich weniger zynisch, würde ich diese Tat­sa­che als ziem­lich erschre­ckend betrach­ten. Beson­ders deshalb, weil sich eigent­lich jeder mit einem Thema aus­kennt, das jedes Mal, wenn es in den Medien behan­delt wird, schlecht bis grund­le­gend falsch dar­ge­stellt wird. Und Men­schen, die nicht kapie­ren, dass sich von ihrer Stich­probe auf die Durch­schnitts­qua­li­tät schlie­ßen lässt, haben das Wahl­recht. Das ist schon ziem­lich erschre­ckend.

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