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v.l.n.r.: Afri­ka, Entwick­lungsmin­is­ter Dr. Gerd Müller Foto: dpa/Michael Gottschalk/Photothek

Wann genau ging eigentlich Afri­ka ver­loren? Und wem kön­nte man die Schuld dafür in die Schuhe schieben?

Nach „Hart aber fair“ vom 19.9.2016 ste­ht für die Mehrheit der Talkrunde jeden­falls fest: Der Nor­den hat Schuld, also Europa, also auch Deutsch­land. Und Ungarn natür­lich. Wegen des Zauns und weil auch die Ungarn Smart­phones nutzen, in denen Coltan steckt. Bös­es Coltan! Würde man es nicht für Handys brauchen, läge es heute noch brav und unge­fährlich als Dreck irgend­wo im Kon­go rum. Böse High-Tech-Indus­trie, pfui Apple und Sam­sung!

Außer­dem Schuld ist jed­er Schoko­lade­ness­er und Afri-Cola-Trinker. Fra­gen Sie nicht, es muss so sein. Gin­ge es nach Plas­bergs Gast Elias Bierdel, gäbe es deshalb in Europa über­haupt keine Zäune und Gren­zen mehr, das habe Afri­ka sich ver­di­ent. Schließlich sei das früher auch so gewe­sen, der Zaun, der die spanis­che Enklave Ceu­ta von Afri­ka tren­nt, war bis 1992 nur 1,2m hoch. Nun misst er 8 Meter und hin­derte die Afrikan­er den­noch nicht daran, nach Europa zu gelan­gen – sie kom­men wegen des Zauns aber ange­blich schw­er­er wieder zurück. Kein Scherz! Zäune und Gren­zen hal­ten die Men­schen nicht auf, weiss Bierdel und damit hat er natür­lich recht. Aber ich wette, er schließt seine Woh­nung den­noch ab, wenn er mor­gens zur Arbeit geht – und das obwohl man schon von Leuten gehört hat, die durch ver­schlossene Türen nicht an Ein­brüchen gehin­dert wer­den kön­nen. Man hat schon von Gren­zen gehört, die aus ähn­lichen Grün­den existieren. Und aus anderen, rein prak­tis­chen Beweg­grün­den auch.

Dabei ist die Lage in Afri­ka wirk­lich ernst, wer wollte das bestre­it­en. Es kann gut sein, dass die Flut der Flüchtlinge aus dem ara­bis­chen Raum ein dünnes Rinnsal war, ver­glichen mit den Men­schen­massen, die jen­seits des Mit­telmeers auf ihren Traum vom Glück im Nor­den warten. Leise tuschelt man schon hier und dort, dass die Dik­ta­toren von Libyen und Tune­sien doch eigentlich ganz nüt­zliche Arbeit geleis­tet hat­ten, hiel­ten sie uns doch meist die Ter­ror­is­ten und die Flüchtlinge vom Leib – es sei denn, sie schick­ten sel­ber welche los. Von bei­den Sorten. Was mich an beina­he sämtlichen Gästen auf Plas­bergs „Afri­ka-Gipfel“ störte, war jedoch die Art, wie sich alle in moralis­ch­er Entrüs­tung zu übertr­e­f­fen sucht­en. Nor­bert Röttgen gab den „Schluss-mit-Reden-jet­zt-wird-gehan­delt-Poli­tik­er“, den der Mod­er­a­tor kaum vom Ärmel hochkrem­peln abhal­ten kon­nte. Elias Bierdel, der zugegeben­er­maßen auch einige wirk­lich gute Beiträge zum Diskurs leis­tete, gab anson­sten den großherzi­gen NGO’ler, der selb­stver­ständlich einen Flüchtling bei sich zuhause aufnehmen würde. Ob in seinem Gästez­im­mer oder in ein­er schick­en Ferien­im­mo­bilie im Tessin wie der Bun­destagsab­ge­ord­nete Dehm, bleibt offen. Und offen ist das Stich­wort. Lei­der kam näm­lich nie­mand auf die Idee, das ganze Szenario offen­er Gren­zen ein­mal mit nachvol­lziehbaren Zahlen und Fak­ten durchzurech­nen. Also müssen wir das jet­zt machen. Rech­nen wir!

Grenzen auf, das Spiel beginnt!

Deutsch­land hat seit 2015 eine unge­fähre Vorstel­lung davon, wie sich eine Mil­lion Flüchtlinge pro Jahr anfühlt, arbeit­en wir also mit dieser Zahl. Natür­lich springt unserem Plan “Afrikaret­tung — Europa löst Prob­leme” sofort die ungeteilte Europäis­che Sol­i­dar­ität zur Seite – es ist ja ein Spiel, wie man es sich sicher­lich auch in Paris, Rom, Warschau und Brüs­sel aus­denken würde. Jedes Mit­glied­s­land der EU nimmt pro Jahr eben­falls 1/82-stel sein­er Bevölkerungszahl an Flüchtlin­gen aus Afri­ka auf, wir acht­en streng auf Verteilungs­gerechtigkeit! Die Briten sind ja raus aus dem Spiel, aber der Rest der EU zusam­mengenom­men nimmt in unserem kleinen Rech­enex­em­pel ins­ge­samt 5,5 Mil­lio­nen Afrikan­er auf, gibt ihnen Wohn­raum, Sprachkurse, medi­zinis­che Ver­sorgung und gute Jobs. Jährlich natür­lich. Die Frage ist, wie lange das so funk­tion­ieren würde. Da in Afri­ka aktuell allein 19 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht sind und auf dem Kon­ti­nent pro Jahr ein Bevölkerungswach­s­tum von 30 Mil­lio­nen zu verze­ich­nen ist (Ten­denz steigend), gehen uns sich­er so schnell die Flüchtlinge nicht aus. Anders kön­nte das mit unseren eige­nen Ressourcen ausse­hen, aber ich unter­stelle ein­fach mal, dass wir das schon schaf­fen wer­den – einige beson­ders schlaue Poli­tik­er und Entwick­lung­shil­fe­ex­perten tun das ja auch. Es ist ja ein Spiel und da kann man schon mal große Räder drehen.

Irgen­det­was gefällt mir aber an der Rech­nung noch nicht. Genau, die gefährliche Reise der Flüchtlinge! Herr Bierdel ver­suchte in der Sendung den ungarischen Botschafter zu beschä­men, indem er vom Beispiel eines kleinen, ehe­mals ungarischen Dor­fes im Bur­gen­land berichtete, dessen Ein­wohn­er Anfang des let­zten Jahrhun­derts nach Chica­go auswan­derten und den zurück­ge­bliebe­nen Dorf­be­wohn­ern Geld schick­ten. Diese bedank­ten sich mit der Errich­tung eines Denkmals. Rührend! Das Beispiel sollte dem Botschafter sich­er vor Augen führen, wie viel weit­er unser Human­is­mus heute entwick­elt sein sollte – außer in Ungarn ver­ste­ht sich. Bierdel ver­gaß zu erwäh­nen, dass die Chica­go­er Bürg­er sich keinen Deut dafür inter­essierten, wie ihre zukün­fti­gen ungarischen Mit-Amerikan­er über den großen Teich kamen und ein her­zlich­es Willkom­men in der neuen Heimat gab’s auch nicht. Das kön­nen wir heute natür­lich bess­er! Alles andere wäre ja auch inhu­man. Vergesst den gefährlichen Weg über’s Mit­telmeer, liebe Afrikan­er. Nehmt nicht den lan­gen Weg durch die Wüste! Wir holen euch ab, was hal­tet ihr davon? Das sind wir euch schuldig wegen dem Kolo­nial­is­mus, dem Öl, dem Sklaven­han­del und dem Coltan. So kön­nt ihr auch das Geld für Schlep­per sparen und statt nur des ältesten Sohnes kann gle­ich die ganze Fam­i­lie nach Cas­trop-Raux­el ziehen! Das ist gelebter Human­is­mus und Wiedergut­machungskul­tur! Das ist die moralis­che Über­legen­heit des West­ens, den ihr wegen der schick­en Klam­ot­ten, dem guten Essen und den dick­en Autos ja so viel mehr liebt und zu schätzen wisst, als wir notorisch schuld­be­lade­nen Europäer, deren erratis­che Poli­tik seit Jahrhun­derten alles falsch macht.

Die Rech­nung ist immer noch nicht rund, wir haben näm­lich ein kleines Problem…wir wer­den Men­schen zurück­weisen müssen! So eine Quote von 5,5 Mil­lio­nen EU-Neubürg­ern pro Jahr wird wahrschein­lich in zwei bis drei Monat­en erschöpft sein. Was machen wir dann? Wen wählen wir aus, wen weisen wir ab? Nehmen wir die starken, arbeits­fähi­gen, weil in Europa die gut bezahlten Jobs in der IT-Branche warten oder doch lieber die kranken und schwachen, für die wir Plätze in unseren unter­belegten Kliniken und Pflege­heimen bere­it­gestellt haben? Ersteres ver­bi­etet uns ein Blick in den Spiegel (den an der Wand). Nur die „jun­gen und starken…?“ – das stinkt doch gewaltig nach Sklaven­han­del und Neun­zehn­hun­dertschwarzweiss. Nur die Kranken geht auch nicht, denn schließlich lechzen unsere dar­ben­den Sozial­sys­teme bere­its nach kräfti­gen 40-Jahre-Beitragzahlern, die unsere Rente finanzieren. Wür­feln wäre eine Möglichkeit. Oder Schnick, Schnack, Schnuck. Oder wir über­lassen die Auswahl den örtlichen Behörden…nee, geht auch nicht. Die Leute fliehen vor Per­spek­tivlosigkeit, Mis­s­wirtschaft, Kor­rup­tion und Gewalt. Alles Dinge, die von den unfähi­gen Regierun­gen vor Ort zumin­d­est mit verur­sacht wur­den. Wir wer­den deutsche Beamte nach Afri­ka schick­en müssen und von Bun­deswehrsol­dat­en bewachen lassen, Camps erricht­en, Flughäfen betreiben, Städte grün­den, Straßen bauen…Moment mal. Irgend­wie alles Dinge, die wir Deutschen, die Fran­zosen, Briten und Por­tugiesen vor gar nicht allzu langer Zeit auch schon in Afri­ka gemacht haben. Heute natür­lich ohne Gewalt und Ras­sis­mus und ganz ohne kolo­niale Absicht­en! Natür­lich wollen wir heute nur das Beste für die Men­schen dort. Wir wollen, dass es ihnen bess­er geht. Wollen, dass sie endlich die Seg­nun­gen der europäis­chen Zivil­i­sa­tion erfahren können…Moment. Schon wieder ein Flash­back mit Tropen­helm! Irgen­det­was stimmt in der Rech­nung immer noch nicht, es ist zum verzweifeln! Es stellt sich auch die Frage, was früher ein­treten würde: Frieden in Afri­ka oder Krieg und Anar­chie in Europa. Würde es die Prob­leme Afrikas lösen, wenn wir dem Kon­ti­nent jährlich über fünf Mil­lio­nen Men­schen “abnäh­men”, mit denen man in der Heimat nichts anz­u­fan­gen weiss, oder würde dieser Trans­fer für viele Afrikan­er nicht eher als die Lösung des Prob­lems an sich erscheinen? Rech­nen wir also lieber ein anderes Mod­ell durch, ver­suchen wir es mal mit der guten alten Entwick­lung­shil­fe.

Minister Müller bekämpft die Fluchtursachen

Haben Sie ich auch schon mal gefragt, was ein Bun­desmin­is­teri­um für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit und Entwick­lung so macht? Und dessen Min­is­ter, Dr. Gerd Müller? Man darf ja skep­tisch sein, nach­dem dessen Amtsvorgänger Niebel nach seinem Weg­gang müh­e­los einen Posten in der artver­wandten Rüs­tungsin­dus­trie fand – müh­e­los im moralis­chen Sinn, ver­ste­ht sich! Herr Müller jeden­falls bekämpft Fluchtur­sachen, indem er auf dem Zukun­ft­skongress in München „Inno­v­a­tive Lösun­gen für die glob­alen Her­aus­forderun­gen unser­er Zeit“ ein­fordert. Immer wenn die Floskeldichte den Wert 2 LpS (Leer­aus­sagen pro Satz) über­schre­it­et, rebel­liert mein Ver­stand, weil er sich ver­arscht fühlt. Es ist wie beim Verzehr von Süßstoff. Man schmeckt etwas Schönes, das bei genauer­er Ver­dau­ung jedoch lei­der keine einzige ver­w­ert­bare Kalo­rie hergibt. Müller wörtlich: “Die Flüchtlingskrise wird uns noch auf Jahrzehnte beschäfti­gen. Deshalb ist es wichtig, dass wir jet­zt endlich zu der Ein­sicht gelan­gen: Nur mit Investi­tio­nen in Bil­dung, erneuer­bare Energien und in ein nach­haltiges Wirtschaften wer­den wir die Her­aus­forderun­gen des 21. Jahrhun­derts lösen – mit einem ganz neuen Ansatz von glob­aler Entwick­lungspoli­tik.” – Dieser Satz erre­icht schon müh­e­los 3,78 LpS! Es sind nur deshalb nicht 4 LpS, weil sich ein Körnchen Wahrheit in die Aus­sage geschlichen hat, wenn dies auch sich­er nicht beab­sichtigt war. Das mit der Beschäf­ti­gung stimmt näm­lich! Auch weit­er­hin wer­den viele Men­schen Beschäf­ti­gung find­en, indem sie sich mit Entwick­lung­shil­fe befassen. Inter­es­san­ter­weise befassen sich bei der Bun­desregierung und in der EU aber noch viel mehr Men­schen damit, der Entwick­lung­shil­fe aus­re­ichend Elend bere­itzustellen. Durch Frei­han­delsabkom­men mit Afri­ka und Agrar­sub­ven­tio­nen in Europa. Wäre man ehrlich, müsste man sich angesichts der Bevölkerungsen­twick­lung z. B. in Afri­ka, der wirtschaftlichen Entwick­lung und den Flüchtlingszahlen dort eingeste­hen, dass wir ger­ade das gesamte Konzept der Entwick­lung­shil­fe beim Abnip­peln beobacht­en kön­nen – und das bere­its seit fün­fzig Jahren.

Fün­fzig Jahre Entwick­lung­shil­fe haben es nicht ver­mocht, die Zustände in Afri­ka auch nur einen Hauch zu verbessern. Man drehte aber gern an den bevorzugten Stellschräubchen und bekämpfte zum Beispiel erfol­gre­ich die Säuglingssterblichkeit, ver­lor dabei jedoch die Geburten­rate aus dem Blick und set­zte dadurch unfrei­willig eine Bevölkerung­sex­plo­sion in Gang. Tolle Hil­fe! Diese „Hil­fe“ war stets nichts anderes als ein moralis­ch­er Ablasshan­del, bei dem wir stolz verkün­den, bald 0,7% des BIP in die Entwick­lung­shil­fe zu steck­en, während die EU deut­lich größere Sum­men für Mark­t­pro­tek­tion­is­mus und Abschot­tung aus­gibt. Damit Sie mich hier richtig ver­ste­hen: Ich finde nicht, dass die 0,7% zu ger­ing sind, im Gegen­teil! Die Zahl ist um exakt 0,7% zu hoch! Fün­fzig Jahre lang reit­en wir dieses tote Pferd, kom­men nicht vom Fleck und glauben immer noch, mehr Fut­ter würde das tote Tier irgend­wann mal ans fliegen brin­gen. Es wäre sehr viel ehrlich­er, endlich abzusteigen.

Dabei fing alles so gut an! Immer wenn in Afri­ka eine Naturkatas­tro­phe bib­lis­chen Aus­maßes zuschlug, waren unsere Ret­ter im Ein­satz – und daran ist nichts auszuset­zen! Im Gegen­teil. Meine aller­größte Hochachtung gilt diesen Hil­f­skräften und der Hil­fs­bere­itschaft des reichen Nor­dens in solchen Not­la­gen. Aber dann kom­men die Entwick­lung­shelfer und die haben eine andere Agen­da. Sie bauen Straßen, bohren Brun­nen, impfen Kinder und ver­sor­gen ganze Dör­fer. Macht man das 50 Jahre lang, schafft es fatale Abhängigkeit­en und Finanzkreis­läufe, fördert Ungle­ich­heit­en und Kor­rup­tion und lähmt jede selb­st­ständi­ge Entwick­lung. Die inter­na­tionale Entwick­lung­shil­fe tut aus altru­is­tis­chen Motiv­en fast genau das­selbe, was die Kolo­nial­is­ten vor hun­dert Jahren aus Arro­ganz und Ego­is­mus tat­en: Afri­ka ohne dessen zutun densel­ben Trans­for­ma­tio­nen und damit auch Defor­ma­tio­nen zu unter­w­er­fen, die Europa und Nor­dameri­ka durchgemacht haben. Chan­cen? Von wegen! Die mas­siv­en Agrar­sub­ven­tio­nen Europas und Amerikas ver­hin­dern, dass sich Afri­ka zunächst mith­il­fe eigen­er Exper­tise und Fer­tigkeit­en aus der Scheiße zieht – durch selb­st­bes­timmte, sub­sidiare Agrar­wirtschaft und fairen Mark­tzu­gang. Stattdessen ver­sucht man mit phan­tastisch klin­gen Pro­jek­ten, Afri­ka gle­ich ins 24. Jahrhun­dert der Erneuer­baren Energie zu kat­a­pul­tieren. So geschehen in einem indis­chen Pro­jekt des „Bare­foot Col­lege“, in welchem afrikanis­che Frauen in einem Crashkurs zu „Solarin­ge­nieuren“ aus­ge­bildet wer­den. An die sich daraus ergebe­nen Fol­gen hat­te man schlicht nicht gedacht.

Wann genau ging Afrika verloren?

Wenn deutsche Poli­tik­er und Talk­showgäste voll­mundig ankündi­gen, die Fluchtur­sachen bekämpfen zu wollen, fol­gt selt­samer­weise nie ein konkreter Vorschlag, wie genau dieser Kampf ausse­hen solle. Kampf an sich ist schon mal der falsche Begriff – das riecht verdächtig nach Bun­deswehr und Marschbe­fehl, das ist natür­lich nie gemeint. Fol­gt man der Argu­men­ta­tion einiger Fäh­nchen­schwenker, ist zunächst mal der Kolo­nial­is­mus an allem schuld! Im Nahen Osten zog er Gren­zen, wo es vorher keine gab und Afri­ka bracht­en die europäis­chen Kolo­nialmächte nichts als Not und Elend. Aber man ist nicht wirk­lich kon­se­quent, denn anstelle eines „Roll­back“ in die ver­meintlich paradiesis­che Zeit des Präkolo­nial­is­mus ver­sucht die Entwick­lung­shil­fe die Staat­en Afrikas mit den Errun­gen­schaften des 21. Jahrhun­derts zu beglück­en.

Die Solaranlage ist die Glasperle des 21. Jahrhunderts

Es gibt heute kein Pro­jekt der Entwick­lung­shil­fe in Afri­ka, das nicht sämtliche Prüf­siegel der Nabelschau für Nach­haltigkeit, Energieef­fizienz und ökol­o­gis­che Unbe­den­klichkeit trüge. Die Ergeb­nisse sind lei­der noch weniger als beschei­den, denn die Entwick­lung­shelfer von heute bege­hen prinzip­iell diesel­ben Fehler wie die Kolo­nial­her­ren ver­gan­gener Jahrhun­derte. Nicht physisch, aber intellek­tuell! Wer Fluchtur­sachen in Afri­ka bekämpfen will, müsste dazu nicht das Mit­telmeer über­queren, son­dern zunächst ein­mal nach Brüs­sel gehen. Dort sitzt näm­lich ein­er der mächtig­sten Verur­sach­er und Prof­i­teure der Mis­ere in Afri­ka. Dieselbe EU, deren Bürg­er heute Angst davor haben, bei den Frei­han­delsabkom­men mit Kana­da und den USA über den virtuellen Tisch gezo­gen zu wer­den, hat mith­il­fe gigan­tis­ch­er Agrar­sub­ven­tio­nen eine unüber­wind­bar hohe Mauer um die europäis­chen Märk­te gezo­gen. Andere prak­tis­che Sperr-Rigel funk­tion­ieren lei­der nicht mehr so zuver­läs­sig, wie sie dies Jahrzehn­te­lang tat­en. Die Despoten Nordafrikas waren auf­grund reich­er Ölvorkom­men lange in der Lage, Europa nach Süden hin abzu­sich­ern und uns Europäern gle­ichzeit­ig einige schöne Bade­strände zu bieten. Wie prak­tisch. Eine Win-Win-Mir­DochE­gal-Sit­u­a­tion.

Es kann sein, dass es längst zu spät ist, die Fluchtur­sachen in Afri­ka zu bekämpfen. Gut möglich, dass wir das bere­its vor 30 oder 40 Jahren hät­ten tun müssen – was aus heutiger Sicht natür­lich fatal ist, doch wir waren damals so sehr mit dem kalten Krieg und Kap­i­tal­is­muskri­tik beschäftigt, wer dachte da schon an Afri­ka. Egal was wir auch tun, es wird nicht reichen. Wir kön­nen nicht jeden in Europa aufnehmen und ich bin es leid, jedem Trot­tel, der in Mathe Klasse 2 lieber Käsekästchen malte, zu erk­lären, dass selb­st unser ver­meintlich­er Reich­tum dies nicht schaf­fen kön­nte – auch nicht mit ein­er fet­ten Mil­lionärs-Steuer, wie die Linke sie fordert. Vielle­icht wäre es an der Zeit, drastis­che Maß­nah­men gegen die failed States Afrikas zu ergreifen, indem man Bono in seinem Bemühen stoppt, aus­gerech­net den afrikanis­chen Staat­en die Schulden zu erlassen, die sich durch beson­dere Mis­s­wirtschaft und Kor­rup­tion ausze­ich­nen und damit aus­gerech­net die weni­gen Staat­en bestraft, die es trotz schwierig­ster Umstände und trotz kolo­nialer Ver­gan­gen­heit und kaum über­wun­den­er Bürg­erkriege schaf­fen, eine langsame aber stetige Entwick­lung zu gener­ieren. Vielle­icht ist es endlich an der Zeit, dass Europa sein Mod­ell der Agrar­sub­ven­tion­ierung schrit­tweise aufgibt und so echte Chan­cen für afrikanis­che Erzeuger zulässt. Vielle­icht ist es an der Zeit, Jahrzehnte nach dem Ende der Kolo­nial­re­iche, europäis­che Inve­storen beson­ders im Agrar­bere­ich in die frucht­baren Län­der Afrikas zu lock­en und dort für ihre Sicher­heit und Pros­per­ität ihrer Far­men zu sor­gen. Denn vielle­icht war es keine gute Idee, zum Beispiel in Sim­bab­we aus­gerech­net den gegen­teili­gen Weg zu gehen, indem man dort einen wider­lichen und ruinösen Ras­sis­mus gegen weiße Farmer ent­fes­selte. Vielle­icht ist es an der Zeit, dass die Medi­en der afrikanis­chen Län­der endlich massen­haft Europa-Kor­re­spon­den­ten in den Nor­den schick­en, um zu bericht­en, mit welchen Prob­le­men wir uns hier herum­schla­gen, wenn wir nicht ger­ade schick Essen und Shop­pen gehen und mit unseren fet­ten SUV’s zwis­chen Kitzbühl und Kö’ pen­deln. Vielle­icht ist es an der Zeit, Afri­ka nicht mehr wie ein Kind zu behan­deln und endlich seine Eliten selb­st für ihr Ver­sagen zur Ver­ant­wor­tung zu ziehen, ohne sich immer noch ängstlich hin­ter dem Kolo­nial­is­mus ver­gan­gener Jahrhun­derte zu ver­steck­en und diese sich­er grausame Zeit für jedes Elend des schwarzen Kon­ti­nents ver­ant­wortlich zu machen.

Vielle­icht ist dann auch Europa noch zu ret­ten, denn Europa ist es lei­der völ­lig unmöglich, Afri­ka zu ret­ten.

Adde­num: Wie man Nothil­fe von Entwick­lung­shil­fe unter­schei­det
Sie erwarten Gäste und wollen einen Kuchen back­en. Es ist Son­ntag, Sie ste­hen in der Küche und stellen entset­zt fest, dass Sie vergessen haben, Eier zu kaufen. Also gehen Sie zum Nach­barn, erk­lären ihm die Lage und der geht zu seinem Kühlschrank. Er holt eine Pack­ung Eier her­aus und gibt ihnen mit den Worten „Gern geschehen“ lächel­nd drei davon. Das ist Nothil­fe.

Es ist Mon­tag­mor­gen, Sie wollen früh­stück­en und haben immer noch keine Eier im Haus. Sie kön­nten jet­zt einkaufen gehen oder ein­fach auf die Früh­stück­seier verzicht­en. Aber Sie haben ja auch einen net­ten Nachbarn…Sie klin­geln bei ihm. Er wun­dert sich, dass Sie schon wieder nach Eiern fra­gen und fragt Sie, warum Sie nicht einkaufen gehen kön­nen – die Geschäfte seien jet­zt geöffnet. Wenn Sie jet­zt empört antworten, dass Einkaufen völ­lig unnötig sei, weil der Nach­bar ja immer­hin noch sieben Eier habe, haben Sie den Ben­to-Test „Wie Afri­ka bin ich“ bestanden! Das ist Entwick­lung­shil­fe.

 

Nachtrag

Für gewöhn­lich kom­men­tiere ich meine Texte nicht, weil ich glaube, alles in ihnen gesagt zu haben, was ich für wichtig halte. Zu diesem Text gab es aber einen Aspekt, den ich kom­plett überse­hen habe und der erst durch einen Kom­men­tar unter dem Achgut-Artikel auf mein Radar geri­et: Das Märchen von der man­gel­haften Vor­bere­itung der Kolonien auf ihre Unab­hängigkeit.

Denn es ist nichts anderes als ein Märchen. Ein Märchen vom wilden, schwarzen Mann, denn der gute Onkel aus Europa erst beib­rin­gen muss, wie sich Frei­heit anfühlt und was man damit so alles anfan­gen kann. Vor­bere­it­en auf die Frei­heit? Hat man jemals Lud­wig XVI. von Frankre­ich vorge­wor­fen, er hätte sein Volk nicht angemessen auf die Rev­o­lu­tion vor­bere­it­et? Ver­acht­en wir Hitler dafür, dass er nicht den Grund­stein zur Demokratie in Deutsch­land gelegt hat? Nein! Aber afrikanis­che Völk­er hät­ten vor­bere­it­et wer­den müssen – oder kön­nen? Wie sieht solch eine Vor­bere­itung aus, wenn ein Bürg­erkrieg wie in Alge­rien oder ein Gueril­la-Krieg wie in Ango­la oder Moçam­bique oder Massen­proteste wie in Indi­en die Kolo­nial­her­ren sehr unsan­ft aus dem Land jagen? Vor­bere­it­en worauf? Dass mor­gen die Sonne aufge­ht? Alles Märchen, die dem schuld­be­lade­nen Europäer einen weit­eren Grund auf­drück­en, sich in der his­torischen Ver­ant­wor­tung eines Erziehungs­berechtigten Afrikas zu wäh­nen.

Auch erschienen auf achgut.com

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8 Kommentare

  1. Zu Mar­tin W.:
    Das BIP der asi­atis­chen Kolonien, ins­beson­dere Sin­ga­pur und Süd­ko­rea, ist nach der Unab­hängigkeit gestiegen. Das BIP der afrikanis­chen Kolonien ist dage­gen unter den Stand der Kolo­nialzeit gesunken.
    Zu Afri­ka:
    Demokratie ist dort weit­ge­hend ein Label für die Mach­tausübung durch die führen­den Aris­tokrat­en (Häuptlings­fam­i­lien) der jew­eils mächtig­sten Eth­nie. Trotz west­lichen Gehabes sind die meis­ten Län­der Afrikas gesellschaftlich mit den europäis­chen früh­feu­dalen Gesellschaften ver­gle­ich­bar. Warum das so ist kann dahingestellt bleiben. Es führt allerd­ings dazu, dass jedes übergestülpte Sys­tem, ob “west­lich” oder “sozial­is­tisch”, den streng stammes‑, aber vor allem hier­ar­chiebe­zo­ge­nen Regeln fol­gt. Qua­si als Beweis der Lenin’schen Idee von der Entwick­lung ein­er Gesellschaft. Da sich die herrschen­den Schichten/ Sip­pen nicht son­der­lich um das Fußvolk und schon gar nicht um andere Eth­nien küm­mern, übern­immt die Entwick­lung­shil­fe die Staat­sauf­gaben. Chi­na hat da einen gewalti­gen Vor­sprung gegenüber der west­lichen Entwick­lung­shil­fe: Chi­na investiert in die afrikanis­che Infra­struk­tur und erkauft sich dadurch spot­tbil­lig Aus­beu­tungsrechte der dor­ti­gen Rohstoffe. So neu ist die Idee an sich nicht, die DDR machte das genau­so.

    Nun wis­sen die Älteren bes­timmt noch, dass Afri­ka unter der Schulden­last des Neokolo­nial­is­mus litt. Nur wohin das geliehene Geld investiert wurde..? In Waf­fen natür­lich. Aber warum? Weil Onkel und Tante vom Häuptling [Präsi­dent] auch ein Stück vom “Korruptions“kuchen bzw. vom staatskred­it­fi­nanzierten Luxu­sleben abhaben woll­ten.

    Nun sind die Schulden der “Drit­ten Welt” aber längst erlassen. Kön­nte es da nicht einen wirtschaftlichen Auf­schwung geben? Kön­nte. Soll es aber nicht. Die rohstof­fre­iche “Dritte” soll der rohstof­far­men “Alten” und auch der “Neuen” Welt möglichst keine Konkur­renz machen. Wie schafft man das? Man kor­rumpiert die herrschen­den Sip­pen mit hor­ren­den Schmiergeldern und sorgt dafür, dass die wirtschaftliche Entwick­lung auf die bil­lige Energie aus … na klar, Kohlen­wasser­stof­fen! nicht für eine indus­trielle Entwick­lung zur Ver­fü­gung ste­ht. Daher sind Län­der wie Chi­na, Indi­en und Südafri­ka der­ar­tige Kli­maret­tungsver­weiger­er. Diese Län­der wollen erst mal ein wohl­standssattes Bil­dungs­bürg­er­tum her­anzücht­en was sich Gedanken um das Über­leben in der Welt in 200 Jahren macht und nicht um mor­gen. Oder den Rest des Tages.

    “Kli­maschutz” ist Neokolo­nial­is­mus in Reinkul­tur. Ger­ade aus diesem Grund sollte ich ein glühen­der “Alarmist” sein. Aber ich kann nicht anders, ich muss meinen Bil­dungs­bürg­erfin­ger in den Him­mel pieck­sen und quän­geln “Herr Lehrer, ich weiß was…” Aber vielle­icht bin ich auch nur wie ein mod­ern­er Poli­tik­er, der angesichts des abse­hbaren Kol­laps­es der deutschen Renten- und öffentlichen Kassen sagt: “Hey, es geht ohne­hin alles den Bach runter! Also lasst uns lauter ver­rück­te Dinge tun, die wir uns früher nie getraut hät­ten!” “Flüchtlinge! Die beruhi­gen das Gewis­sen und lenken ab! Energiewende! Ja geil, wenn das Strom­netz großflächig zusam­men­bricht sind die Leute nach­her froh, das über­lebt zu haben und fra­gen nicht nach dem Renten­mist und ihren wert­losen Spar­groschen! Lasst uns nur noch schnell die NPD ver­bi­eten, son­st wird die anschließend noch mehrheitlich protest­gewählt…” Aber jet­zt schweife ich zu sehr ab. Vielle­icht eins noch… Warum muss man die NPD ver­bi­eten? Weil, wenn sie den Kan­zler stellen würde, der weniger zu sagen hätte, als sein untergeben­er Innen­min­is­ter [der ist der Ober-Chef vom Ver­fas­sungss­chutz]. Das ist for­maljuris­tisch staat­srechtlich nicht trag­bar.

  2. (Südost-)Asien war vor 150 Jahren genau­so bet­te­larm und unter­en­twick­elt wie der afrikanis­che Kon­ti­nent und stand eben­so wie die meis­ten afrikanis­chen Län­der unter der Ver­wal­tung europäis­ch­er Großmächte. Nach dem zweit­en Weltkrieg entledigten sich die Asi­at­en gemein­sam mit den Afrikan­ern ihrer Kolo­nial­her­ren. Gle­iche Ver­gan­gen­heit, gle­ich­es Schick­sal, aber mit­nicht­en eine gle­iche Gegen­wart und eine gle­iche Zukun­ft.

    Warum geht des den Asi­at­en stattdessen so unver­gle­ich­lich viel bess­er als den Afrikan­ern?

    Gute Frage, Herr Letsch, oder?!

    Ein Beispiel: (Süd-)Korea war noch in den späten 50ziger Jahren des vorheri­gen Jahrhun­derts ein total kriegsz­er­störtes und bedürftiges, reines Agrar­land, gehört aber heute zu den 10 reich­sten Indus­trien­atio­nen der Welt und das trotz!!! eines ver­meintlich impe­ri­al­is­tis­chen West­ens, dem “Kap­i­tal­is­muskri­tik­er” unter­stellen, eifer­süchtig und habgierig darüber zu wachen, dass ja nur kein Entwick­lungs­land sich zu einem Platz an der Sonne vorar­beit­en kann. Diese ruchlosen Staat­en des Nor­dens wollen ‑zumin­d­est gemäß link­er Ver­schwörungs­the­o­rien- die Län­der der zweit­en und drit­ten Welt mit der Knute des Kriegs und der Kred­ite im Dunkel hal­ten, weil ihre bösen Konz­erne sie nur in der Fin­steris aus­beuten kön­nen. Eine absurde fixe Idee, die indes von zahllosen asi­atis­chen “Tiger­staat­en” mehr als beweiskräftig wider­legt wird.

    • danke für den Kom­men­tar. Die gle­ichen Argu­mente benutze auch ich den den Diskus­sio­nen. Die Antworten bleiben den­noch gle­ich. Immer soll Geld gegeben wer­den. Geld das die Kor­rup­tokra­tien per­pe­tuirt.

  3. Da braut sich was zusam­men.…..
    Die Armen dieser Welt wer­den die west­liche Welt über­ren­nen und nicht mehr danach fra­gen, wem was gehört und wer welche Recht hat. Irgend­wann nehmen sie es sich ein­fach. Wir sind bere­its mit­ten­drin. Und es wird schlim­mer, wenn wir unser eigenes Ver­hal­ten gegenüber diesen Län­dern nicht schle­u­nigst ändern.

    • Sie sind zu pes­simistisch. Die Ger­ma­nen kon­nten das römis­che Reich nur deshalb “über­ren­nen”, weil sie die mil­itärische Macht dazu hat­ten. Gle­ich­es haben die Armen der Welt natür­lich nicht. Wir kön­nen uns nur über­ren­nen lassen, wenn wir so selb­stvergessen sind, dies auch frei­willig zuzu­lassen. Also, wenn alle Deutschen solche von ihrem eige­nen Gut­sein besof­fe­nen Willkom­men­sjubler wären, wie die Ted­dy­bären wer­fend­en Bah­n­pas­sagiere auf dem Münch­n­er Haupt­bahn­hof anno 04. Sep­tem­ber 2015.

  4. Vie­len Dank für die tre­f­fende und zugle­ich trau­rige Analyse.
    Ein Fre­und von mir sagte vor unge­fähr 2 Jahren ange­sprochen auf die Ebo­lafieber Epedemie zu mir: “Afri­ka küm­mert sich um Afri­ka.……”
    Zu dem Zeit­punkt tin­gel­ten zahlre­ichen Fach­män­ner durch die ARD+ZDF Talk­shows und hat­ten zahlre­iche Ansätze, wie man Afri­ka bzgl. der Epedemie und auch im Ganzen ret­ten könne.
    Ich war und bin der fes­ten Überzeu­gung, dass alle Bemühun­gen der west­lichen Län­der das Gegen­teil bewirken als geplant. Man stelle sich nur vor, die Kinder­sterblichkeit läge niedriger und das das durch­schnit­tliche Einkom­men würde sig­nifikant ange­hoben — dann wür­den sich noch mehr auf den Weg nach Nor­den machen und uns kul­turell und wirtschaftlich bere­ich­ern.
    Das Bevölkerungswach­s­tum in den Län­dern wächst jedes jahrzehnt stetig.
    Es ist offen­sichtlich — Kinder vor dem Hunger zu bewahren erre­icht man nicht, in dem man spendet und die Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen unter­stützt.
    Kinder vor dem Hunger in Afri­ka zu bewahren kann man nur, indem man es ver­hin­dert, dass sie geboren wer­den. Lei­der ist das nicht nur ein Prob­lem in Afri­ka — in allen Drit­twelt­staat­en ist Ähn­lich­es zu beobacht­en.

    Aussprechen darf man das gewiss nicht — aber deswe­gen ist es nicht falsch.

    • Kinder vor dem Ver­hungern zu bewahren, dass erre­icht man in Afri­ka vornehm­lich durch Fam­i­lien­pla­nung. Sehr richtig!

  5. Dieser sehr fundiert analysiere Artikel zeigt deut­lich auf, dass das Mot­to “Sie woll­ten das Paradies und bracht­en die Hölle” (Robert Schnei­der, Kris­tus) sich wie ein rot­er Faden durch die Geschichte zieht.
    Über die Analyse hin­aus wer­den hier in diesem Artikel Lösungsan­sätze aufgezeigt.

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