Es ist kein Zufall, dass aus­ge­rech­net der gemein­sa­me Spar­ten­ka­nal von ARD und ZDF mit der Ziel­grup­pe „Kids“, KiKA, Ende Novem­ber und erneut am 7.1.2018 eine Doku­men­ta­ti­on über eine ara­bisch-deut­sche Lie­bes­be­zie­hung zeig­te. Inte­gra­ti­on ist schließ­lich ein The­ma, das man in die Hir­ne pflan­zen muss, solan­ge sie noch weich sind und das deut­sche Bezahl­fern­se­hen ist dem nicht ergeb­nis­of­fe­nen Mul­ti­kul­ti­ge­säu­sel herz­lich zuge­tan. For­ma­te, die sich an Kin­der und Jugend­li­che wen­den, fal­len in Deutsch­land zudem seit Jah­ren durch unge­nier­te erzie­he­ri­sche Indok­tri­na­ti­on auf – man den­ke nur an die zahl­rei­chen unsäg­lich bevor­mun­den­den Arti­kel im Kin­der­spie­gel „ben­to“. KiKA erzählt in der Doku die Lie­bes­ge­schich­te der 16-jäh­ri­gen Deut­schen Mal­vina und des Syrers Diaa, des­sen Alter mit 17 ange­ge­ben wird. Hof­fen wir, dass nie ein Gericht die­se Anga­be über­prü­fen muss und ich mit mei­ner eige­nen Schät­zung zu hoch lie­ge. Abge­se­hen von der „Bra­vo love-sto­ry“, die uns hier ver­kauft wird, wirft der Film unab­sicht­lich unan­ge­neh­me Schlag­lich­ter auf eini­ge der fun­da­men­ta­len Pro­ble­me sol­cher Bezie­hun­gen einer­seits und des grund­le­gen­den kul­tu­rel­len Miss­ver­ständ­nis­ses ande­rer­seits auf. Denn Diaa macht klar – dafür reicht sein brü­chi­ges Deutsch locker aus – dass er sei­ne Kul­tur und Reli­gi­on für nicht ver­han­del­bar hält – in mei­nen Augen ein Hin­weis dar­auf, dass sein Auf­ent­halt in Deutsch­land nichts mit Flucht zu tun hat.

Mal­vina trägt kei­ne kur­zen Klei­der mehr, sie ver­zich­tet auf Schwei­ne­fleisch, weil Diaa es so will und möch­te sie Freun­de umar­men oder mit ande­ren Män­nern spre­chen, sorgt dies für Streit. Diaa sähe es viel lie­ber, wenn Mal­vina ein Kopf­tuch trü­ge, zum Islam kon­ver­tie­re und ihn recht bald hei­ra­te, denn sie gehö­re nun ihm. Über­haupt strei­ten bei­de oft, wie man erfährt. Da Mal­vina am Ende aber meist nach­ge­be, sei alles gut – die­se Art der „Bei­le­gung“ eines Strei­tes kennt Mal­vina schon mal. Ihren Eltern ist anzu­mer­ken, dass sie sich in einer Zwick­müh­le befin­den. Einer­seits ver­su­chen sie wie die meis­ten Eltern von 16-jäh­ri­gen in die­sem Land, sich dar­an zu gewöh­nen, dass ihre Kin­der selbst ent­schei­den, was gut für sie ist. Ande­rer­seits hof­fen sie vol­ler Sor­ge, dass Mal­vina ihre letz­ten „roten Lini­en“, etwa das Tra­gen des Kopf­tu­ches, nicht auf­ge­ben wer­de. Da ihre Toch­ter sich in der Wahl ihrer Klei­dung bereits den Vor­ga­ben ihres Freun­des beugt, ist die­se Sor­ge ja nicht unbegründet.

Erziehungsfernsehen bei KiKA

Schaut man genau­er hin, macht der Film sehr deut­lich, wie schnell Inte­gra­ti­on zur Illu­si­on wird. Die Illu­si­on näm­lich, dass Mal­vina ihren ara­bi­schen Traum­prin­zen bekommt und den­noch wei­ter als „Eman­ze“ (so nennt sie sich selbst) leben kann. Genau betrach­tet hat der Film drei Erzähl­ebe­nen. Der Sen­der möch­te eine Love-Sto­ry im Mul­ti­kul­ti-Land mit Hap­py-End ver­kau­fen. Ein unglei­ches Paar, das gemein­sam Wider­stän­de besei­tigt und gegen eine Welt vol­ler Vor­ur­tei­le besteht und ich möch­te ergän­zen: und dabei genau die­se Vor­ur­tei­le bestä­tigt. Doch er erzählt gleich­zei­tig von Anpas­sung und sehr ein­sei­ti­ger kul­tu­rel­ler Fle­xi­bi­li­tät gegen­über einer hier­ar­chisch-patri­ar­cha­len Gesell­schaft, der man (bes­ser: frau) sich nicht auf einen Schlag, son­dern Stück für Stück ergibt. Denn hät­te Mal­vina einen Kar­tof­fel­freund, wären ihre Klei­der wohl immer noch eher Geschmack, Jah­res­zeit und Anlass als der „Moral“ ange­mes­sen. Die drit­te Ebe­ne ist viel­leicht die wich­tigs­te und es darf ange­nom­men wer­den, dass KiKA die­se nicht absicht­lich erzäh­len woll­te: die Ebe­ne der all­ge­gen­wär­ti­gen Ver­mi­schung der Begrif­fe und Ursa­chen von Flucht, Ver­trei­bung und Migra­ti­on. Diaa stammt aus Alep­po, ist seit zwei Jah­ren in Deutsch­land und haupt­säch­lich damit beschäf­tigt, sei­ne Fami­lie nach­zu­ho­len. Diaas Mut­ter und sei­ne jün­ge­ren Geschwis­ter rei­sen am Ende des Films mit dem Flug­zeug nach Deutsch­land – eine Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung, die nume­risch genau­so auch in die ande­re Rich­tung hät­te statt­fin­den kön­nen und die so wie jetzt gesche­hen frü­her hät­te statt­fin­den müs­sen, wenn die Fami­lie in Syri­en in Gefahr war. Ich kom­me noch dar­auf zurück.

Integration unter falscher Prämisse

Ob wir wohl jemals eine Geschich­te mit „Hap­py End“ im deut­schen Fern­se­hen sehen wer­den, die unter umge­kehr­ten Vor­zei­chen statt­fin­det? Der Plot dafür müss­te dann etwa so aus­se­hen und jeder weiß sofort, dass dies nie­mals gesche­hen könn­te: die 16-jäh­ri­ge Ays­he aus Damas­kus, die mit ihrer Mut­ter aus Syri­en floh, lernt in Deutsch­land den 17-jäh­ri­gen Klaus ken­nen, legt den Hijab ab, geht mit ihrem Freund in Clubs, über­nach­tet bei ihm, bei­de lie­ben sich min­des­tens genau so innig, wie Mal­vina und Diaa. Er möch­te, dass sie zum Chris­ten­tum kon­ver­tiert aber sie meint, sie sei noch nicht so weit. Der Film müss­te dann auch eine Sze­ne am Flug­ha­fen haben, wenn Ays­hes Vater aus Damas­kus anreist, um sei­nen Schwie­ger­sohn zu umar­men um dann am Ende sei­ner Toch­ter bei der Hoch­zeit in der Niko­lai­kir­che in Ber­lin mit Freu­den­trä­nen in den Augen alles Gute zu wün­schen. In die­sem Fall könn­te man von gelun­ge­ner Inte­gra­ti­on in das Gast­land spre­chen, statt immer nur eine Inte­gra­ti­on des Gast­lan­des zu fei­ern. Gibt es sol­che Fäl­le nicht, ist auch die „Inte­gra­ti­on“ eine Illu­si­on, weil sie eine Ein­bahn­stra­ße ist. Eine Stra­ße, die immer in die Kul­tur des Her­kunfts­lan­des führt, so gut wie nie in die des Gast­lan­des – und wenn, dann ist es am Ende Auf­ga­be von Poli­zei, Frau­en­häu­sern, Anwäl­ten und Gerich­ten, die „kul­tu­rel­len Falsch­fah­re­rin­nen“ vor ihrer wüten­den Fami­lie zu beschützen.

Natür­lich muss die Bezie­hung von Mal­vina und Diaa nicht wie in Kan­del enden, dies ist für bei­de zu hof­fen. Man soll ja nicht ver­all­ge­mei­nern. Rea­lis­tisch betrach­tet gibt es zu einer sol­chen Eska­la­ti­on – egal ob mit oder ohne die töd­li­chen Kon­se­quen­zen – nur eine Alter­na­ti­ve für Mal­vina: sie wird sich wei­ter anpas­sen müs­sen. Sie wird ihre Wer­te und roten Lini­en Stück für Stück wei­ter ver­schie­ben, sie wird Teil der Groß­fa­mi­lie Diaas wer­den und sich anpas­sen – oder die Kon­se­quen­zen tra­gen, wenn sie sich nicht fügt. Reli­gi­on sei das wich­tigs­te, sagt Diaa, denn sonst hät­te man kei­ne Regeln. Über die are­li­giö­sen Regeln, die es in sei­nem Gast­land sehr wohl gibt und die für das Zusam­men­le­ben unter­schied­lichs­ter Men­schen völ­lig aus­rei­chen, ver­liert im Film nie­mand auch nur ein Wort. Dass in Diaas Augen die ein­zig wah­re Reli­gi­on der Islam ist, lächelt Mal­vina zwar noch weg, aber an der Reli­gi­on hän­gen eben auch die Regeln, denen sie sich schon so bereit­wil­lig beugt. Doch auch dann, wenn sie nie kon­ver­tie­ren wür­de, wären ihre Kin­der Mus­li­me – spä­tes­tens da ken­nen weder der Islam noch Diaas Tra­di­ti­on irgend eine Form von Alternative.

Kein Druck im Kessel der Integration

Sehen­den Auges bewegt sich die deut­sche Gesell­schaft argu­men­ta­tiv in eine Situa­ti­on hin­ein, in der vie­len die Ent­ste­hung von Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten und deren Dul­dung und För­de­rung als ein­zi­ger Aus­weg aus der ver­fah­re­nen Lage an der „Inte­gra­ti­ons­front“ erscheint. Jeder, der in SPD und bei den Grü­nen den mas­sen­haf­ten Fami­li­en­nach­zug for­dert, gesteht im Grun­de das Schei­tern aller Inte­gra­ti­ons­be­mü­hun­gen ein. Sie ahnen, dass wir einer­seits nicht die Kraft auf­brin­gen wer­den, die­je­ni­gen in ihre Hei­mat­län­der zurück­zu­schi­cken, die kein Anrecht auf Asyl haben – und das ist die über­wie­gen­de Mehr­heit der Neu­an­kömm­lin­ge. Sie wis­sen, dass die meis­ten der nun in den War­te­schlei­fen der Dul­dungs- und Asyl­be­schei­de Fest­hän­gen­den der Treib­stoff für eine staat­lich ali­men­tier­te Migra­ti­ons­in­dus­trie sind, wel­che bes­tens struk­tu­riert, orga­ni­siert und finan­ziert ist und die sie selbst geschaf­fen haben. Sie hof­fen, wenn man es den Migran­ten nur end­lich gestat­te, ihre Fami­li­en nach­zu­ho­len, wür­den zumin­dest sta­bi­le Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten ent­ste­hen, die sich selbst kon­trol­lie­ren und orga­ni­sie­ren, so dass Ver­bre­chen wie in Kan­del dann nur noch mög­lichst inner­halb eines Kul­tur­krei­ses statt­fin­den wür­den und die läs­ti­ge Auf­merk­sam­keit der ver­un­si­cher­ten Bevöl­ke­rung nach­las­sen wer­de. Doch sie ahnen tief im Inne­ren, dass der Fami­li­en­nach­zug nur ein teu­er erkauf­ter Frie­de auf Zeit wäre und dass sich hier­durch nicht die Tür zur Gewalt schlie­ßen, son­dern die Tür zu unkon­trol­lier­ba­rer Ein­wan­de­rung und noch schnel­le­ren Umwand­lung der Gesell­schaft öff­nen würde.

Ein anderes Konzept von „Familie“

Hört man den Migra­ti­ons­for­schern und vie­len Poli­ti­kern zu, fal­len immer wie­der Satz­bau­stei­ne wie fol­gen­de: „Es blieb ihnen nichts als die Flucht…“, „er floh vor Krieg, Armut und Per­spek­tiv­lo­sig­keit…“ oder „nie­mand ver­lässt sei­ne Fami­lie, wenn er nicht gezwun­gen ist…“ – die völ­lig irr­sin­ni­gen Aus­sa­gen der Grü­nen zu „Kli­ma­f­lücht­lin­gen“ las­se ich hier mal sogar noch außen vor. Sol­che Schwät­zer, die jeder­zeit bereit sind, „kul­tu­rell fein zu unter­schei­den“ und die tau­send gute Grün­de nen­nen kön­nen, war­um ihre Schütz­lin­ge gar nicht anders konn­ten, als so oder so zu han­deln, ver­drän­gen und miss­ach­ten die Struk­tur der Fami­li­en in allen ara­bisch-isla­mi­schen Län­dern. Man setzt das Stre­ben unse­rer 15 oder 16-jäh­ri­gen Jugend­li­chen nach Eigen­stän­dig­keit und der Akzep­tanz ihrer Ent­schei­dun­gen auch bei Jugend­li­chen aus Irak, Tune­si­en oder Afgha­ni­stan vor­aus. Doch das ist ein Irr­tum! Ein Jugend­li­cher von 16 Jah­ren kann in Alge­ri­en, Marok­ko oder Syri­en nicht ent­schei­den, was er tut oder lässt. Das kann er auch mit 20 oder 30 noch nicht, weil er Teil einer Fami­lie ist. Sein Vater bestimmt, sei­ne Onkel bestim­men, die Fami­lie bestimmt. Sie bestimmt, wen der Sohn hei­ra­tet, wo sein Haus ste­hen wird und ob er in der Werk­statt sei­nes Cou­sins arbei­tet. Jugend­li­che, die eine Fami­lie haben, ent­schei­den auch nicht selbst, ob sie nach Deutsch­land zie­hen – das ent­schei­det die Fami­lie. Diaas Vater sagt selbst, er hät­te die Braut sei­nes Soh­nes lie­ber selbst aus­ge­wählt, wie es Tra­di­ti­on ist. Das hät­te ihm den müh­sa­men Anpas­sungs­pro­zess erspart, den die Schwie­ger­toch­ter nun durch­lau­fen wird.

Die durch­schnitt­li­che Alters­struk­tur der hier ankom­men­den Migran­ten ist ein schla­gen­der Beweis dafür, dass es die Fami­li­en sind, die ent­schei­den, wer sich auf die Rei­se machen soll – man schickt die stärks­ten Söh­ne. Die Tat­sa­che, in wel­chem Umfang nun ein Fami­li­en­nach­zug erwar­tet wird, zeigt zwin­gend, dass es sich bei den aller­we­nigs­ten um Flücht­lin­ge han­delt. „Schick­lin­ge“ wäre die pas­sen­de­re Bezeich­nung. Diaa ist der Anker, er hol­te sei­nen Vater nach. Als nächs­te durf­te eine Schwes­ter nach­kom­men, als letz­te dann die Mut­ter mit ihren jün­ge­ren Kin­dern. Das ist kei­ne Flucht auf Raten, das ist Migra­ti­on mit Kal­kül. Nichts übri­gens, was man der Fami­lie vor­wer­fen kann, denn die Gele­gen­heit ist ein­ma­lig güns­tig: Der Ver­weis auf den Krieg in Syri­en und die Tat­sa­che, dass deut­sche Behör­den kei­nen blas­sen Schim­mer davon haben, wel­che Sog­wir­kung vom Sozi­al­sys­tem Deutsch­lands aus­geht, weil wir momen­tan noch jedes Pro­blem mit Geld gera­de­zu zuschüt­ten kön­nen, sorgt für gute Kon­junk­tur bei der Einwanderung.

Nach­dem ich mich bis­her bemüht habe, die Doku mög­lichst sach­lich und ohne Vor­ur­tei­le zu beschrei­ben, ist es wohl an der Zeit, für ein paar Wor­te Klar­text. Denn was wir da sehen ist nichts ande­res als der Zusam­men­stoß zwei­er Kul­tu­ren, von denen die eine zu jeder Tole­ranz ent­schlos­sen und die ande­re zu kei­ner Tole­ranz fähig ist. Aus sol­chen „Begeg­nun­gen“ gibt es für Frau­en meist kei­nen Weg zurück und eine 16-jäh­ri­ge ist wohl kaum in der Lage, die Trag­wei­te einer sol­chen Ent­schei­dung zu begrei­fen. Die Errun­gen­schaf­ten der Eman­zi­pa­ti­on schlägt hier in ihr Gegen­teil um und die Eltern sind völ­lig außer­stan­de, die Gefahr auch nur rich­tig zu benen­nen, ohne sich gesell­schaft­lich in eine Ecke zu stel­len, in die sie sicher nicht gehö­ren! Und so wird sich ein jun­ges deut­sches Frei­land­huhn wohl für ara­bi­sche Käfig­hal­tung ent­schei­den, noch dazu wird der Käfig in Deutsch­land ste­hen und zahl­rei­che Poli­ti­ker wer­den mit feuch­ten Augen auf all die Käfi­ge bli­cken und rufen „Schaut, wie bunt es bei uns zugeht.“

KiKA wird Mal­vina hof­fent­lich wie­der besu­chen, wenn sie 20 ist, drei Kin­der hat und mit dem vier­ten schwan­ger ist, „aus Lie­be“ ein Kopf­tuch trägt und der Schwie­ger­mut­ter in der Küche zur Hand geht, um das Fest­mahl anläss­lich der Beschnei­dung ihres ältes­ten Soh­nes vor­zu­be­rei­ten. Ob sie denn glück­lich sei, könn­te der Repor­ter dann fra­gen und Mal­vina wird ant­wor­ten, dass sie nicht so schnell drei Kin­der haben und eigent­lich stu­die­ren woll­te und über­haupt mehr von der Welt sehen…aber nun sei das Leben ein­mal so, da kön­ne man eben nichts machen, inschallah.

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31 Kommentare

  1. Ich bin kei­ne Deut­sche, habe lei­der kei­ne Kin­der. Was in D abläuft, ablau­fen kann, mög­lich ist, kann ich nicht
    anders als Wahn­sinn bezeich­nen. Wie man das Land kaputt macht, wie sehr man nicht an die fol­gen­de Genera­tio­nen denkt – das gleicht einem erwei­ter­ten Selbst­mord. „Ich muß sowie­so ster­ben, also sol­len die ande­ren auch nicht leben.“ Das läuft natür­lich nicht bewußt, so viel Bos­heit will ich nie­man­dem unter­stel­len, doch
    macht es genau die­sen Ein­druck. (Auf mich zumin­dest). Eine Unver­ant­wort­lich­keit son­der­glei­chen. Ein Skandal
    son­der­glei­chen. Mir tun die Kin­der (auch die Enkel­kin­der) unend­lich leid. Ich wäre so ger­ne Mut­ter gewe­sen, es hat zu mei­nem Schmerz nicht sein sol­len. Das ändert nichts dar­an, daß ich die fol­gen­de Genera­tio­nen immer wie­der in mei­ne Gedan­ken einschließe.
    lg
    caruso

  2. „Sie wis­sen, dass die meis­ten der nun in den War­te­schlei­fen der Dul­dungs- und Asyl­be­schei­de Fest­hän­gen­den der Treib­stoff für eine staat­lich ali­men­tier­te Migra­ti­ons­in­dus­trie sind, wel­che bes­tens struk­tu­riert, orga­ni­siert und finan­ziert ist und die sie selbst geschaf­fen haben.“
    Liest man öfters, aber ich kann es nicht nach­voll­zie­hen. Ver­gleicht man die Migra­ti­ons­in­dus­trie z.B. mit den klas­si­schen Honig­topf­bran­chen, Ver­wal­tung und Regu­lie­rung, so fällt auf, dass es den meis­ten ihrer Ange­stell­ten nicht beson­ders gut geht. Die Löh­ne sind schlecht, die Auf­ga­ben gewal­tig, die Kli­en­ten demo­ti­viert. Nicht umsonst ist der Anteil von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in die­ser Bran­che beson­ders groß.
    Mich wür­de inter­es­sie­ren was die Men­schen dort antreibt ihre Bran­che wach­sen zu las­sen. Haben Sie eine Arti­kel Empfehlung?

    • Dazu mache ich grad Recher­chen. Aber der Ver­gleich mit Ver­wal­tun­gen ist durch­aus kor­rekt. Die­je­ni­gen, die häu­fig sogar auf frei­wil­li­ger Basis die Migra­ti­ons­struk­tu­ren am Lau­fen hal­ten, wer­den nicht mit Geld über­schüt­tet. Am bes­ten geht es momen­tan den „Sekun­där­kreis­läu­fen“. Da wären zu nen­nen die Anwäl­te, die auf Staats­kos­ten auch noch die aus­sichts­lo­ses­ten Asyl­an­trä­ge zu den Instan­zen tra­gen, die NGO’s, die sich ihren Kampf gegen die Ableh­nung von Migra­ti­on durch För­der­mit­tel aus zahl­rei­chen staat­li­chen Stel­len bezah­len las­sen und drit­tens alle Ver­sor­ger. Das ging anfangs vom Bus-Unter­neh­men über Hand­wer­ker bis zum Anbie­ter güns­ti­gen Wohn­raums. Das gan­ze wird auf Pump finan­ziert, gelie­hen wird kräf­tig beim Steu­er­zah­ler und diver­sen Sozialkassen.

  3. Mein Kom­men­tar bei KIKA, den ich ges­tern ca. 18:00 absen­de­te, lau­te­te wie folgt:

    „Sehr geehr­te Damen und Her­ren (Anm.: damit mei­ne ich die KIKA-Redaktion),

    inhalt­lich schlie­ße ich mich den vie­len nega­ti­ven Kom­men­ta­ren, die nicht nur hier, son­dern auch in den Kom­men­tar­be­rei­chen ande­rer ver­brei­te­ter Medi­en mit über­gro­ßer Mehr­heit domi­nie­ren, an.

    Eine unty­pi­sche „Freund­schaft“ wird von Ihnen exem­pli­fi­ziert, aber eben nicht problematisiert.

    Auf sach­lich vor­ge­tra­ge­ne Kri­tik über­wie­gend von Eltern, die ich mal cum gra­no salis der sog. bür­ger­li­chen Mehr­heit zuord­nen möch­te, gehen Sie in Ihrer Replik gar nicht ein, son­dern geben ledig­lich eine fal­sche und m.E. mit Grün­den stark zu bezwei­feln­de Alters­ab­wei­chung des betei­lig­ten Man­nes an und ver­wei­sen abschlie­ßend auf die preis­ge­krön­te Kom­pe­tenz Ihres Autors.

    Mit Ver­laub, das ist kin­disch, zumal der­ar­ti­ge „Prei­se“ immer inner­halb der sel­ben Kli­en­tel ver­lie­hen wer­den nach dem Mot­to: Gibst Du mir ’nen Preis, geb ich Dir ’nen Preis!

    Ich tei­le die Mei­nung der vie­len ent­täusch­ten Eltern, die im Ver­trau­en auf die „Serio­si­tät“ des öffent­lich recht­li­chen Rund­funks Ihren Kin­dern den „unbe­auf­sich­tig­ten“ Kon­sum Ihrer Sen­dun­gen gestat­tet haben und sich jetzt dar­in getäuscht sehen.

    Ich emp­fin­de Ihre „Doku­men­ta­ti­on“ als üble Indok­tri­na­ti­on eines kind­li­chen Publi­kums, das eben noch nicht gelernt hat, sich sei­nes Ver­stan­des zu bedienen.

    Eine redak­tio­nel­le Kom­men­tie­rung der Äuße­run­gen des Moha­med D. wäre m.E. zwin­gend erfor­der­lich gewe­sen. Allein schon in sei­ner (Körper)sprache drückt der Mann aus, dass er das nai­ve Mäd­chen in der Tat als sein Eigen­tum betrach­tet. Der Arti­kel „mei­ne“ (mei­ne Frau) ist im Kon­text als wirk­li­ches besitz­an­zei­gen­des Für­wort zu betrach­ten und wird durch die wei­te­ren Gebo­te bzw. Ver­bo­te, die er aus­spricht, ja auch deut­lich bestätigt.

    Nur am Ran­de bemerkt sei, dass nor­ma­ler­wei­se nicht ver­hei­ra­te­te Jugend­li­che bzw. jun­ge Erwach­se­ne den Ter­mi­nus „mein/e Freund“ (sic!) ver­wen­den, wenn sie sich enger ein­an­der zuge­hö­rig fühlen.

    Lei­der muss ich für sol­che Mach­wer­ke auch noch sog. Gebüh­ren zah­len, obwohl „Pro­pa­gan­da­steu­er“ trifft’s eigent­lich besser.

    In die­sem Sin­ne“ (Ende mei­nes Kommentars)

    Ab ges­tern 14:00 wur­den kei­ne Kom­men­ta­re frei­ge­schal­tet. Heu­te um 16:23 teilt KIKA mit:

    „Sehr geehr­te User, die Erläu­te­rung zu „Schau in mei­ne Welt – Mal­vina, Diaa und die Lie­be“ wur­de sehr stark kom­men­tiert. Neue Aspek­te sind nicht hin­zu­ge­kom­men. Des­halb haben wir beschlos­sen, die Kom­men­tar­funk­ti­on zu schlie­ßen. Ihre KiKA-Redak­ti­on“ (Ende des Zitats).
    In 26 Stun­den soll nie­mand mehr was geschrie­ben haben. Das glau­be ich nicht. Es dürf­te eher die noch hin­zu gekom­me­ne Ableh­nung sein, vor der man die Augen schließt bzw. die man nicht offen­sicht­lich machen will. KIKA ist nun mal ein Spartenprogramm!

  4. Gefan­gen in Deutsch­land von Kat­ja Schneidt sei da nur zu emp­feh­len. 2011 erschie­nen, aber das erleb­te hat sich viel frü­her zuge­tra­gen. Es beschreibt eigent­lich genau was da in der Sen­dung passiert.

  5. Lie­ber Herr Letsch, ich habe Ihren Bei­trag auf der Ach­se gele­sen. Ges­tern las ich, was Herr Wal­l­asch auf TE zu dem The­ma geschrie­ben hat, rief die Erklä­run­gen des Sen­ders auf, und las sämt­li­che Leser-Kom­men­ta­re auf den 4 Foren. Ihr prä­zi­ser und alle Sei­ten beleuch­ten­der Arti­kel (der einem Leser aller­dings zu „lieb“ ist) bewegt mich, Ihnen mit einer Spen­de zu dan­ken. Mir ist Angst und Ban­ge um unse­re Kin­der, die in schreck­li­cher Wei­se indok­tri­niert wer­den, schon in Kita, Kin­der­gar­ten und Grund­schu­le. Die Früh­se­xua­li­sie­rung greift immer wei­ter um sich, und ich bin inzwi­schen fast froh, dass mei­ne Enkel­töch­ter in Ame­ri­ka auf­wach­sen. Neu­lich kam ich durch einen link auf „ben­to“, und mir wur­de schlecht beim Lesen (Kin­der wur­den ani­miert, doch anal zu expe­ri­men­tie­ren…). Und alles was Leser über die sons­ti­ge Indok­tri­na­ti­on der Kin­der bei Kika schrei­ben, ist wahr. Noch­mals dan­ke für Ihre Arbeit!

  6. In einer Hin­sicht ist der Bei­trag ja wirk­lich inter­es­sant. Er zeigt, wie schwie­rig die viel zitier­te Inte­gra­ti­on ist, die vie­le Grün­lin­ke (naiv …) als Kin­der­spiel sehen, auch das bun­te Mul­ti­kul­ti-Neben­ein­an­der von Wer­ten. Ein klei­ner Kurs mit theo­re­ti­schen Infos (Bei uns in Deutsch­land gilt : …) reicht eben nicht, wenn Ein­stel­lun­gen und Ver­hal­tens­wei­sen seit Jah­ren ver­in­ner­licht sind – und durch die nach­kom­men­de Fami­lie auf­recht­erhal­ten wer­den! Kul­tur ist lang­le­big, und nicht alles passt zusam­men, boden­lan­ge und Mini­rö­cke jeden­falls im sel­ben Wohn­zim­mer nicht. 

    Das jun­ge Mäd­chen passt sich an, der Flücht­ling, wie alt auch immer (?) und viel­leicht sogar „nett“, weicht kei­nen Zen­ti­me­ter von sei­nen Vor­stel­lun­gen ab. Das Mäd­chen wird am Ende also ganz auf sei­ner Linie sein (müs­sen), bestimmt. Genau so ent­ste­hen Par­al­lel­wel­ten, und so wird die Zeit in Deutsch­land zurück­ge­dreht. Und das Publi­kum des Kikas ist defi­ni­tiv zu jung, um die Trag­wei­te die­ser „Lie­be“ zu erkennen.

    • Der Hes­si­sche Rund­funk, der den Film pro­du­ziert hat, teil­te der BILD schrift­lich mit, dass Diaa in Wirk­lich­keit Moham­med heißt und 20 Jah­re alt ist. Das ist der letz­te Stand.

  7. Seit eini­gen Tagen glü­hen hier die Daten­lei­tun­gen, das The­ma treibt doch viel mehr Men­schen um, als ich gehofft habe. Und wie bestellt mel­det sich jetzt auch jemand zu Wort, der die Sache ganz anders sieht: nur rech­te Het­zer regen sich über die­sen Film auf, meint Huf­fing­ton Post. 

    http://www.huffingtonpost.de/entry/kika-doku-fluechtling-alter-rechte-hetzer-schande-afd_de_5a560f73e4b0d614e48b5039?utm_hp_ref=de-politik

    Der Kanal hät­te selbst­be­wusst zu sei­nem Film ste­hen müs­sen, meint Sebas­ti­an Christ. Aber er sei „ein­ge­knickt“ und habe sich ent­schul­digt. Sowas muss man nicht machen, weil die Klä­ger „rech­te Het­zer“ sind. Feh­ler? Na ja, die gäbe es. Der Name („oh Schreck“) sei Moham­med und das Alter stim­me auch nicht. Aber der ein­zi­ge Feh­ler des Sen­ders war, zurück­zu­ru­dern. Eine Schan­de sei das! 

    Dem Paar sei doch eigent­lich zu gra­tu­lie­ren und nun zer­rei­ße sich „die rech­te Hälf­te des Lan­des“ das Maul dar­über – zum Bei­spiel „die Het­zer von kath.net“. Tja, lie­be Katho­li­ken, will­kom­men auf der dunk­len Sei­te der Macht. Ihr seid nun auch offi­zi­ell zum Hetz­per­so­nal des 4. Rei­ches erklärt wor­den. Der Sebas­ti­an wird schon wis­sen, was er da kategorisiert.

    Er hat lei­der auch nur den Rosa­mun­de-Pil­cher-Teil des Films begrif­fen, des­halb schreibt er ja auch für Huffi.

    • Die­ses wohl­fei­le Stich­wort „rech­te Het­zer“, ach ja, jemand wur­de getrig­gert. Wer über rech­te Het­zer schwa­dro­niert, mag bloß kei­ne Kri­tik ertra­gen, und er will bloß nicht argumentieren.

  8. Was – um im Bild zu blei­ben – hat denn ein blas­ses deut­sches Jung­hähn­chen, dass schon in der KITA lernt, NACH den Hühn­chen zu picken, einem stol­zen und kampf­kräf­ti­gem Wild­hahn aus Ara­bi­en ent­ge­gen zu set­zen? Da fällt es dem Jung­huhn mal nicht schwer, dem Frei­land die Sicher­heit des Käfigs ent­ge­gen zu setzen.
    Auf die Gefahr hin, mich des „Bio­lo­gis­mus“ zei­hen zu las­sen. Es gibt pas­sen­de Evi­denz aus der Ver­hal­tens­be­ob­ach­tung von Geflü­gel, der zu Fol­ge jene Häh­ne bes­se­re Erfol­ge bei ihren Hen­nen haben. Dafür sind Häh­ne da. Wehr­haf­te Vögel halt!
    Und nein: Die Nai­vi­tät, die Jung­män­ner qua­si im „Schnell­wasch­gang“ weich spü­len zu wol­len, kann nicht ange­mes­sen beschrie­ben wer­den. Ohne Sar­kas­mus ist das nicht mehr zu ertragen.

  9. Habe eine Pro­gramm­be­schwer­de gemacht, da vie­le mus­li­mi­sche Frau­en nach der EHE
    ‑Besitz des Man­nes werrden
    2. Frau (offi­zi­el­le Frau, danach kommt die Frau zum Spass… bei vie­len, nicht bei allen Männern),
    ‑Im Vier­eck rum­ge­schla­gen wer­den darf von Mos­lems, die Poli­zei geht dann wie­der (Tür­kei, Ori­gi­nal­aus­sa­ge einer kul­ti­vier­ten Tür­kin in Istan­bul). Lernt man übri­gens auch bei BOSCH am Band, oder Ford am Band, ein­fach mal dort arbei­ten, da bekommt man vie­les mit!

    Noch ein ZITAT aus dem KORAN: “ Die Ungläu­bi­gen (Chris­ten) sind Brenn­ma­te­ri­al fürs Feu­er!“ So eine Kul­tur möch­te ich nicht im KIKA SEHEN! Ein­fach völ­lig irre, dass eine sol­che Isla­mi­sie­rungs­sen­dung im TV KOMMT!

  10. Oben ist an sich alles gut gesagt wor­den. Bleibt nur mein per­sön­li­cher Blick dazu. Ich bin wohl nun Bür­ger von Lem­ming­hau­sen mit der Haupt­stadt Schil­da. Da hat­ten ja selbst die Bre­mer Stadt­mu­si­kan­ten mehr Pepp, als es um ihr Schick­sal ging.

  11. ___

    (…)

    Bereits seit mehr als einem Jahr haben Kat­ja Ewe­ring und ihre Toch­ter Mal­vina Paten­schaf­ten für Geflüch­te­te über­nom­men. „Es kommt ganz viel zurück“, erklärt die 47-Jäh­ri­ge freu­de­strah­lend. Die 15-Jäh­ri­ge stimmt in das fröh­li­che Lachen ihrer Mut­ter ein. Gemein­sam stem­men die zwei Frau­en zahl­rei­che ehrenamlti­chen Auf­ga­ben – neben Frau­en­kreis und Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung auch zwei Paten­schaf­ten beim AWO Kreis­ver­band Fulda.

    Mit ihren syri­schen Paten Diaa (18) und Anas (32) unter­neh­men Mut­ter und Toch­ter viel. Wäh­rend sich der 32-Jäh­ri­ge erst seit Kur­zem in der Paten­schaft befin­det, kennt der 18-Jäh­ri­ge sei­ne Patin­nen seit mehr als einem Jahr. (…)

    Kon­takt:

    AWO Kreis­ver­band Fulda
    Sina Ilchmann

    (…)

    Markt­korb 08.01.2018 | 23:18:41 Uhr

    http://www.marktkorb.de/index.php?id=40&tx_ttnews%5Byear%5D=2016&tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&tx_ttnews%5Bday%5D=05&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1266&cHash=3bd4f2cd2d9f142305a809d075b4d78e

    ___

    16.12.2016 – Das Ide­al lädt zum 35. Mal zum Poe­try-Slam-Abend ein. Wir beglei­ten Mal­vina Ewe­ring aus Ful­da, die als New­co­me­rin teil­nimmt und zum zwei­ten Mal vor gro­ßem Publi­kum spricht. Ein Text von Anna Rockel. Mal­vina steht neben der Büh­ne, noch sieht das Publi­kum sie nicht. Sie ist aufgeregt

    Mal­vina erklimmt die Poe­try Slam-Büh­ne | Der Poe­try Slam im Ide­al | Ein Text von Anna Rockel | move36 ist das Online- und Print­ma­ga­zin für jun­ge Leu­te in Osthessen.

    http://www.move36.de/kultur/malvina-ewering/

  12. Ich habe schon vor eini­ger Zeit beschlos­sen, mei­ne Kin­der (außer ein paar aus­ge­such­ten Zei­chen­trick­se­ri­en) kein KIKA mehr schau­en zu las­sen. Schon vor Aus­strah­lung die­ses Bei­trags gab es Anlass dazu, den Kin­dern zu erklä­ren, dass auf die­sem Sen­der Mei­nungs­bil­dung voll­zo­gen wird. Dazu reicht es schon, sich ein­mal die für Kin­der auf­be­rei­te­ten Nach­rich­ten anzu­se­hen. Abscheu­lich, den Kin­dern wird vor­ge­kaut, wer ist Gut und wer ist Böse. Die neh­men das natür­lich auf und sind dann schon mal in jun­gen Jah­ren „abge­rich­tet“. Alle Eltern soll­ten mal ihre Kin­der befra­gen, wel­che Ein­stel­lung sie zur Poli­tik und ins­be­son­de­re zu eini­gen Poli­ti­kern haben. Da sträu­ben sich einem die Haare.

  13. Mitt­ler­wei­le hat KiKA auf die zahl­rei­che Kri­tik reagiert und eine Erklä­rung abge­ge­ben. Link am Ende des Kom­men­tars. Ja, das Alter Diaas habe man falsch dar­ge­stellt. Das ist aber auch schon der ein­zi­ge Kri­tik­punkt, mit dem sich der Sen­der aus­ein­an­der­setzt. Sonst gilt das geflü­gel­te Wort der Kanz­le­rin nach der ver­geig­ten Wahl: „Ich wüss­te nicht, was ich anders machen soll­te.“ Das Alter Diaas habe ich absicht­lich nur ange­deu­tet, das stellt im aktu­el­len Zustand der Bezie­hung auch kein Pro­blem dar – egal ob er jetzt 17 oder 19 ist. Mir stieß etwas ande­res unan­ge­nehm auf, der Sub­text und die Abfol­ge von Ent­schei­dun­gen und wohin das alles (fast) zwangs­läu­fig füh­ren wird. Es zeigt die Inte­gra­ti­on von Mal­vina, nicht die Diaas. 

    Am Ende der Erklä­rung folgt lei­der das, was immer kommt, wenn die Argu­men­te schwach und die Kri­tik groß ist: Exper­ti­se wird zele­briert. Wie­vie­le Prei­se der sicher ehren­wer­te, flei­ßi­ge Autor bis­her erhal­ten hat, tut im Zusam­men­hang mit dem, was die­ser Film aus­sagt, über­haupt nichts zur Sache! Es ist gera­de­zu obs­zön, Kri­tik mit einem „Exper­ten­jo­ker“ abzu­bü­geln, weil es dem Kon­su­men­ten, der die gan­ze Cho­se bezahlt, unter­stellt, er haben ein­fach kei­ne Ahnung. Miss­ver­ständ­nis­se in der Kom­mu­ni­ka­ti­on gehen aber immer zu Las­ten des Sen­ders, ist immer so gewesen.

    Men­schen, die auf libe­ra­len und kon­ser­va­ti­ven Wer­ten behar­ren wird heu­te gern vor­ge­wor­fen, sie woll­ten zurück in eine ver­meint­lich „hei­le Welt“ der 50er Jah­re – falls die Vor­wür­fe nicht gleich noch 20 Jah­re wei­ter rei­chen. Aber mir scheint doch, das Gegen­teil ist der Fall: gera­de unse­re ÖR-Sen­der tun noch immer so, als könn­ten sie mit ein paar päd­ago­gi­schen Knif­fen heu­te noch so agie­ren, wie vor 20 Jah­ren. Das Argu­ment, der Film rich­te sich eher an Erwach­se­ne, weil er erst nach 20 Uhr gesen­det wur­de, ist etwas für die Streu­sand­büch­se des Sand­manns. Der Film ist näm­lich rund um die Uhr im Inter­net abrufbar.
    http://www.kika.de/erwachsene/begleitmaterial/sendungen/schau-in-meine-welt/einordnung100.html

    • Ich bin immer wie­der hin- und hergerissen.

      Ist das nun ein­fach nur nai­ve Beseelt­heit, sich „gut“ füh­len zu wol­len, die die Macher die­ses Schmon­z­wer­kes antreibt? Oder ist es ein­fach nur Dumm­heit, das Resul­tat ver­gleich­ba­rer Bezie­hungs­kon­stel­la­tio­nen kur­zer­hand völ­lig miss­ach­tend? Oder even­tu­ell doch der Ver­such, eine „Ich-will-aber-das-es-so-ist!“ Men­ta­li­tät trot­zi­ger­wei­se durch­zu­set­zen? Oder ist es viel­leicht auch nur ein pro­fa­nes Mit­schwim­men­wol­len im lin­ken Medi­enstrom? Oder (Selbst-)Hass auf den ver­meint­lich „rei­chen“ Wes­ten? Oder das Helfersyndrom?

      Ich ver­ste­he die­se Leu­te nicht.

  14. Zwei Din­ge sind unend­lich, das Uni­ver­sum und die mensch­li­che Dumm­heit, aber bei dem Uni­ver­sum bin ich mir nicht ganz sicher. (A. Einstein)

  15. ist an dem Mädel die Eman­zi­pa­ti­on wirk­lich spur­los vor­über­ge­gan­gen? ich esse kein Schwei­ne­fleisch mehr, weil ER es so will? zum Glück habe ich kei­ne Kinder.….……

  16. Hier­zu fällt mir eigent­lich nur noch ein Zitat aus Ambro­se Bierce’s „Fan­tas­ti­schen Fabeln“ ein.

    WOLF UND LAMM

    Ein Wolf still­te sei­nen Durst an einem Fluss, als ein Lamm die Seite
    sei­nes Hir­ten ver­liess, dem Fluss her­ab­kam und demons­tra­tiv um den Wolf
    her­um­ging, um wei­ter unten zu trinken.

    „Ich bit­te zu beach­ten“, sag­te das Lamm, „das Was­ser im allgemeinen
    nicht berg­auf fliesst. Wenn ich hier ein Schlück­chen neh­me, kann es das
    Was­ser bei dir unmög­lich ver­un­rei­ni­gen; du fin­dest also nicht den
    lei­ses­ten Vor­wand, mich zu töten.“

    „Ich wuss­te bis­her nicht“, ent­geg­ne­te der Wolf, „dass ich einen Vorwand
    brau­che, um Lamm­kot­te­letts zu schätzen.“

    Ende die­ses klei­nen Logikers.

    (Määäh!)

  17. „Ande­rer­seits hof­fen sie vol­ler Sor­ge, dass Mal­vina ihre letz­ten „roten Lini­en“, etwa das Tra­gen des Kopf­tu­ches, nicht auf­ge­ben wer­de.“ Da wür­de dann schon die lie­be Ver­wandt­schaft des Liebs­ten für sor­gen, ansons­ten ist Schluss mit lus­tig. KiKa ist aber auch in ande­ren Berei­chen, nach eige­ner Erfah­rung durch mei­ne Kin­der, genau­so indok­tri­nie­rend. Gern genom­men sind die hei­li­gen Gebo­te der Klimakirche.…

  18. Die­ses ver­rückt gewor­de­ne deut­sche Volk hat beschlos­sen, sich zu Tode zu tole­rie­ren, es bie­tet sei­ne Töch­ter bereit­wil­lig den ein­strö­men­den viri­len Inva­so­ren an, finan­ziert die­sen gan­zen Hokus­po­kus mit sei­nen sau­er ver­dien­ten Steu­er­gel­dern und wählt kon­stant die Par­tei­en, die die­ses Land zuver­läs­sig in den Abgrund führen.
    Das nennt man wohl: Selbst­mord, aus Angst vor dem Tod.….

  19. Habe gera­de eine mail an kika@kika.de geschickt, in der ich mei­ne Empö­rung über die­se Sen­dung zum Aus­druck gebracht habe. Die­se Dar­bie­tung ist das Gegen­teil von Inte­gra­ti­on, es ist sozia­ler Spreng­stoff für unse­re Gesell­schaft. Für
    einen Kin­de­ka­nal erst recht. Was geht in den Köp­fen der­je­ni­gen vor, die der­ar­ti­gen Müll produzieren?

    • Wir sind ein Land von „Bau­er sucht Frau“, „Jun­g­le­camp“ und „Tat­or­ten“ mit mög­lichst aktu­el­len poli­ti­schen Bezü­gen – ich will gar nicht in sol­che Köp­fe bli­cken. Die ers­ten bei­den kann ich jedoch mit Miss­ach­tung stra­fen, wäh­rend ich für KiKA und ARD unfrei­wil­lig bezah­le. Das ist der Unter­schied zwi­schen Müll und Zwangsmüll.

      • NOCH kann man den Müll abschal­ten, bei Orwells 1984 ging der „Tele­vi­sor“ nicht abzu­stel­len – davon träu­men die bestimmt jetzt auch schon…

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