Die Kli­makon­ferenz COP24 ist Geschichte und je nach­dem, welchen Poli­tik­er oder Aktivis­ten man fragt, liegt die Bew­er­tung des Erfol­gs irgend­wo zwis­chen „Meilen­stein“ und „Totalver­sagen“. Und das sind wohlge­merkt nur die Stim­men der Befür­worter, nicht von Kri­tik­ern der Kli­ma-Hys­terie und des alljährlichen Wan­derzirkus COP. Der Wun­sch der durch gut organ­isierte Lob­by­grup­pen aufge­het­zten Poli­tik­er, einst als Wel­tret­ter in die Geschichte einzuge­hen, lässt diese zu ger­adezu ekel­haften psy­chol­o­gis­chen Tricks greifen. Etwa, indem man ein fün­fzehn Jahre junges Mäd­chen mit Pip­pi-Langstrumpf-Zöpfen als Fack­el der sofor­ti­gen Decar­bon­isierung Europas und der ganzen Welt auf eine wie Zun­der bren­nende, aufgewiegelte Menge von Aktivis­ten los lässt, die zu jed­er noch so absur­den Selb­st­bezich­ti­gung fähig sind. Mea cul­pa, mea max­i­ma cul­pa! Ich berichtete darüber. Nun ist es eine Sache, eine Ide­olo­gie zu verspot­ten und als Buden­za­uber zu beze­ich­nen. Eine ganz andere jedoch, Vorschläge zu machen, wie es bess­er gehen soll. Schließlich seien bei dieser Art Kon­feren­zen aus­gewiesene Experten am Werk, da soll der Laie doch bess­er demütig schweigen.

Dieser Vor­wurf, gedacht als Totschla­gar­gu­ment, ist als Abwehrreak­tion ver­ständlich, aber unzuläs­sig. In einem Land mit 80 Mil­lio­nen Bun­de­strain­ern sollte klar sein, dass Exper­tise nicht alles sein kann. Son­st wür­den wir heute wohl noch Hex­en ver­bren­nen, schließlich gab es „Experten“, die genau zu wis­sen vor­gaben, woran eine Hexe zu erken­nen sei. Oder ein Kli­mawan­del. Um es etwas pop­ulär­er und mit Karl Kraus zu sagen: „Ich kann keine Eier leg­en, aber ich weiß, wenn eines schlecht ist.“ Im Bezug auf den Kli­ma-Alarmis­mus, der die Decar­bon­isierung vorantreiben und noch im let­zten Pfälz­er Forst eine weit­ere Etage für Win­dräder einziehen möchte, ist es aber schon das vorge­bliche Prob­lem, über das die Kri­tik­er eine gän­zlich andere Ein­schätzung haben als jene, die der Ide­olo­gie hin­ter­her­laufen oder von ihr prof­i­tieren. Um im Bild zu bleiben: es geht nicht darum, ob man eine Hexe ver­bren­nen oder ersäufen solle, son­dern um die Frage, ob es Hex­en über­haupt gibt.

Medi­al ist diese Frage längst entsch­ieden. Da fan­gen die Kle­bers und Gaus­es ihre Mod­er­a­tio­nen mit Sätzen an wie „In Zeit­en des Kli­mawan­dels…“ und leg­en damit die poli­tis­che Agen­da axioma­tisch fest. Kein Kon­junk­tiv und keine Frage verun­zieren die Fes­tle­gung, dass es immer wärmer werde, weil die Men­schheit zu viel CO2 ausstoße und das müsse sofort enden, weil son­st die Welt untergehe.

Let­ztlich geht es aber um die Ein­schätzung, ob CO2 tat­säch­lich einen so großen Ein­fluss auf das Kli­ma hat, wie Schel­len­hu­ber & Kol­le­gen von der Kanzel verkün­den und ob es unab­hängig von der Antwort nicht auch pos­i­tive Effek­te gibt, die die neg­a­tiv­en möglicher­weise sog­ar bei weit­em übertr­e­f­fen. Auch muss man kri­tisch betra­cht­en, ob CO2 und der Kli­mawan­del, der mit­te­lal­ter­lichen Vorstel­lung vom Teufel gle­ich, tat­säch­lich für all die beobachteten und gefühlten Katas­tro­phen ver­ant­wortlich ist, oder ob andere Erk­lärun­gen nicht sehr viel näher liegen.

Dieser „Krieg der Grun­dan­nah­men“ wird mit Worten geführt und brachte Wortschöp­fun­gen her­vor wie „Kli­makiller“, „Klimagift“ oder mein Lieblings-Totschlag-Wort „Kli­maleugn­er“. Dem kön­nte man in ein­er sach­lichen Diskus­sion gegenüber­stellen, dass man den Kli­mawan­del eben­so wenig leug­nen kann wie die Schw­erkraft und dass CO2 schlicht und ein­fach ein Grund­nahrungsmit­tel ist, näm­lich für Pflanzen. Die seit dem Beginn der Indus­tri­al­isierung um etwa 50ppm zugenommene Konzen­tra­tion führte dazu, dass die Erde grün­er wurde – und zwar mess­bar! Die leicht erhöhte Konzen­tra­tion von CO2 hat erhe­blichen Ein­fluss auf die Erträge der Land­wirtschaft, was in ein­er Sit­u­a­tion, in der die Welt die ras­ante Bevölkerungsen­twick­lung kom­plett aus dem Blick ver­loren hat, eine bedeu­tende Rolle spielt.

Ide­al für die Pho­to­syn­these wären übri­gens Konzen­tra­tio­nen von 600‑1600 ppm. Werte, von denen wir in der Prax­is– außer unter den kün­stlichen Bedin­gun­gen in Gewächshäusern – weit ent­fer­nt sind. Die Vorstel­lung, CO2 wäre in irgen­dein­er Weise tox­isch, darf man indes genau­so rubrizieren wie die Aus­sage, eine Frau sei eine Hexe, weil sie an ein­er Alraun­wurzel herum­schnitzt. CO2 ist ein weit­ge­hend inertes Gas, das keine gifti­gen Verbindun­gen bildet – schon gar keine für das Kli­ma „gifti­gen“. Zudem ist CO2 ein Stoff, den die Energiewende-Experten als Heils­bringer in ander­er Mis­sion ger­adezu sehn­suchtsvoll anschmacht­en, näm­lich wenn sie den durch Winden­ergie und Elek­trol­yse erzeugten Wasser­stoff (das ener­getisch wenig ergiebige Pow­er-to-Gas-Ver­fahren) in bess­er trans­portier­bares Methan umwan­deln wollen. Das klappt aber nur dann einiger­maßen effek­tiv, wenn das CO2 in aus­re­ichen­der Konzen­tra­tion bere­it­ste­ht. Und bevor sie jet­zt annehmen, ich wolle die Atmo­sphäre mit CO2 sät­ti­gen, um den Pow­er-to-Gas-Piloten einen guten Start zu verschaffen…bleiben sie ruhig, das würde nicht klap­pen. Die benötigten Werte kann die Atmo­sphäre nicht liefern, dafür braucht es CO2 im indus­triellen Maßstab, welch­es eben nur die Indus­trie liefern kann. Aber diese Abhängigkeit ist den grü­nen Bruch­pi­loten der Spe­ich­er­net­ze erst recht unan­genehm. Für Pflanzen jedoch machen 50ppm mehr in der Luft schon einen gewalti­gen Unterschied.

Tsunamis verur­sacht der Kli­mawan­del sich­er nicht, Herr Lauterbach!

Das Prob­lem ist nun, festzustellen, welche Konzen­tra­tion von CO2 und welche plan­etare Durch­schnittstem­per­atur die „richtige“ ist. Dum­mer­weise hat man beim Aus­pack­en des Plan­eten Erde vergessen, den Beipackzettel oder die Betrieb­san­leitung aufzube­wahren. Man ken­nt also bei­des schlicht nicht. Deshalb erk­lärt man kurz­er­hand einen schein­bar angenehmen Ist-Zus­tand zur Norm, indem man die Betrieb­stem­per­atur auf 15°C* und die ide­ale Konzen­tra­tion von CO2 auf das „vorindus­trielle“ Niveau von 350ppm ein­stellen will. Man möchte buch­stäblich ein dynamis­ches in ein sta­tis­ches Sys­tem ver­wan­deln, was in meinen Augen die eigentliche Bedeu­tung der „Leug­nung des Kli­mawan­dels“ ist. Das Kli­ma möge kon­stant sein, so gehal­ten wer­den und sich nicht ändern. Schlim­mer noch, man ver­bren­nt all jene auf dem ide­ol­o­gis­chen Scheit­er­haufen, die behaupten, Kli­mawan­del sei etwas völ­lig Nor­males und wir müssten ler­nen, damit umzuge­hen – wie wir es immer schon getan haben.

Rückkehr ins vorindustrielle Paradies

Unser Außen­min­is­ter glaubt, der Sicher­heit­srat befasse sich mit dem Weltk­li­ma. Stimmt! Aber sich­er nicht im physikalis­chen Sinn!

Warum man die Skep­tik­er, deren Anzahl nicht ger­ade klein ist, zur Paria macht und mit dem Wort „Kli­maleugn­er“ belegt, lernt man in der Pro­pa­gan­dis­ten­grund­schule. Oder in ein­er religiösen Schule, denn auch die Kli­mawan­del-Ver­hin­der­er erfüllen alle Merk­male ein­er dual­is­tis­chen Heil­slehre von Gut und Böse. Es gibt Jünger und Apos­tel, die Zus­tands­berichte des IPCC sind die Enzyk­liken, man trifft sich auf Syn­oden, verehrt Heilige wie Al Gore oder Schel­len­hu­ber. Nicht zu vergessen die Omnipräsenz des Glaubens, der wie ein fes­ter Teig über allen Phänome­nen aus­ge­bre­it­et wird und Außen­ste­hende oft am Ver­stand der Pro­tag­o­nis­ten zweifeln lässt. Man denke nur an den Tweed von Karl Lauter­bach, in dem er einen Vulka­naus­bruch mit Tsuna­mi in Indone­sien mit dem Kli­mawan­del verknüpfte. Man bekämpft das Böse und erteilt Ablass, ver­spricht Erlö­sung und hat ein Paradies anzubieten.

So verkün­det man, „vor der Indus­triezeit“, da liegt das Paradies, aus dem wir nach dem Sün­den­fall „Indus­tri­al­isierung“ ver­trieben wur­den und dort wollen wir wieder hin. Die Annehm­lichkeit­en unseres sündi­gen indus­triell-kon­sumori­en­tierten Lebens wollen wir aber dor­thin mit­nehmen und weil die Güter, schmutzig wie sie sind, nicht ins Paradies dür­fen, müssen sie angepasst und in den Zus­tand der Unschuld zurück­ver­set­zt wer­den. Wir fahren Rad, essen lak­tose­frei und veg­an und reisen gern mit leichtem Gepäck. Beson­ders ide­ol­o­gisch, denn da ist die Welt eingeteilt in Dinge, die dem Kli­ma und somit der Erlö­sung nutzen (Verzicht, Askese, Bio-Pro­duk­te, Wind­kraft, Migra­tion) und solche, die ihm schaden und in die Ver­damm­nis führen (Kon­sum, Verkehr, Indus­trie, Kohle, sog­ar Bargeld).

Nach­fol­gend möchte ich ver­suchen, anhand einiger Aspek­te ein Bild von dem zu entwer­fen, was im „Kli­maschutz“ falsch läuft und warum. Ich erhebe keinen Anspruch auf Voll­ständigkeit und sich­er kann man das alles auch unter anderen Blick­winkeln sehen. Ich bemühe mich, einige der Hys­te­rien zu erden, mit denen wir medi­al seit Jahren aufge­laden wer­den. Was das Kli­ma der Welt ange­ht, sieht die Zukun­ft näm­lich weit weniger düster aus, als uns die Alarmis­ten von COP, IPCC, PIK und Poli­tik glauben machen wollen.

1) Das richtige aus den falschen Gründen tun

Das Ver­track­te an der Kli­maret­terei ist, dass nicht alle ergrif­f­e­nen Maß­nah­men per se falsch sind. Manch­es ist dur­chaus sin­nvoll, nur eben aus anderen Grün­den. Deshalb ist es auch oft so schwierig, die Kli­ma-Agen­da in Bausch und Bogen zu ver­dammen. Dass die gut gemein­ten Maß­nah­men am Ende dann oft scheit­ern, liegt daran, dass man den Staat oder sog­ar inter­na­tionale Organ­i­sa­tio­nen mit der Durch­führung betraut und dort, wo sich keine Märk­te bilden wollen, Steuergeld mit vollen Hän­den aus­gibt. Dabei ist es ja dur­chaus sin­nvoll, zum Beispiel Ressourcen sparsam einzuset­zen. Bei gle­ich­er Ausstat­tung und iden­tis­chem Preis, wer führe nicht lieber ein Auto, das 5 Liter ver­braucht, als eines, das 10 Liter auf 100 km ver­schleud­ert? Wer würde sich nicht für ein Elek­troau­to entschei­den, wenn es den Ver­bren­nern tech­nisch und im Gebrauch­swert tat­säch­lich über­legen wäre? Und tat­säch­lich passen die aktuellen E‑Autos dur­chaus auf bes­timmte, sehr eingeschränk­te Nutzung­spro­file wie Kurzstreck­en oder “von-A-nach-B-pen­deln”, wenn in A und B Lade­in­fra­struk­tur existiert, das Laden sub­ven­tion­iert wird und nicht zu viele A‑B-Pendler unter­wegs sind.

Der Gebrauch­swert ist jedoch immer entschei­dend und um den zu betra­cht­en darf man nicht nur die Benutzung ins Kalkül ziehen, son­dern Her­stel­lung, prak­tis­che Eig­nung im Betrieb, Entsorgung und so weit­er. Auch ein Win­drad muss erst hergestellt, trans­portiert und dann gewartet wer­den und nach 20 Jahren müssen die bröseli­gen Fun­da­mente zurück­ge­baut wer­den. Ressourcenscho­nend ist die Sache also nicht, es sind nur andere Ressourcen, die ver­schleud­ert wer­den und man nimmt diese nicht so gern in den Blick. Es gilt aber dur­chaus, langfristig so viele Prozesse wie möglich in Stof­fkreis­läufen zu organ­isieren, um soge­nan­nte „Senken“ zu ver­mei­den. Das heißt, zu ver­hin­dern, dass Stoffe (Met­alle, Kohle, Öl…) durch die Nutzung durch den Men­schen erst konzen­tri­ert, dann aber ver­streut wer­den und nur noch schw­er nutzbar sind. Wir sind da schon auf einem guten Weg, wenn man zum Beispiel an die Wiederver­wen­dungsquoten von Met­allen denkt.

Für Öl und Kohle ist das schwieriger, weshalb es sehr sin­nvoll ist, Alter­na­tiv­en zur Ver­bren­nung fos­siler Lager­stät­ten zu find­en, weil wir diese langfristig sin­nvoller in anderen Bere­ichen ein­set­zen kön­nen, wo sich Recy­cling-Kreis­läufe bess­er ein­richt­en lassen. Einen Liter Ben­zin zu ver­bren­nen ist eine schnelle Sache. Es dauert aber unter Umstän­den Mil­lio­nen Jahre, bis wir diesel­ben Kohlen­stoff-Atome erneut in einem Liter Treib­stoff find­en wer­den. Das Bestreben, die vorhan­de­nen Ressourcen möglichst sparsam und sin­nvoll einzuset­zen, ist also – um es in der Kalauer­melodie eines Moritz Neumeier zu sagen – nicht Kli­maschutz, son­dern logisch.

2) Technologie & Subvention

Seit Jahren schon wird dem Bürg­er erzählt, die pro­gres­sive Poli­tik wolle die Welt ret­ten, während der rückschrit­tliche freie Markt am lieb­sten bis in alle Ewigkeit Kohle und Öl ver­bren­nen wolle – und zwar möglichst schmutzig. Doch das ist Blödsinn und lenkt von ein­er Abhängigkeit ab, in die sich Energiev­er­sorg­er und Indus­trie schon vor langer Zeit begeben haben. Es ist der Staat, der mit Sub­ven­tio­nen und Investi­tio­nen winkt. Hier bildete sich mit der Zeit eine höchst unselige Sym­biose aus Lob­by­is­mus und Poli­tik­be­trieb, die, solange sie funk­tion­iert, zu immer mehr Sub­ven­tio­nen führt. „Pecu­nia no olet“, das wusste schon Kaiser Hadri­an und Geld aus staatlichen Fördertöpfen sieht in den Unternehmens­bi­lanzen nicht schlechter aus als Umsätze auf echt­en Märk­ten mit freiem Wettbewerb.

Man muss sich nur mal fra­gen, warum und wann in Deutsch­land Atom­kraftwerke gebaut wur­den. Es war ja nicht so, dass Siemens oder RWE das unbe­d­ingt woll­ten. Gewollt war es von der Bun­desregierung, die ein gigan­tis­ches Förder­pro­gramm dafür auflegte. Die Kraftwerks­be­treiber woll­ten vor allem Wass­er heiß machen, Dampf erzeu­gen, damit Tur­binen antreiben und Strom verkaufen. Ob ein Kern­reak­tor oder ein Ham­ster im Laufrad dies bew­erk­stel­li­gen würde, war ihnen egal. Geld gab es aber nur für den Kern­reak­tor, nicht für den Ham­ster. Die Langzeitkosten blendete man bei der Förderung aus. Auch die Frage, ob die damals ver­füg­bare Tech­nik über­haupt geeignet war im Sinne von Punkt 1) weit­er oben, weil die Ressource Spalt­ma­te­r­i­al nur zu weni­gen Prozent genutzt wer­den kon­nte und dann für Mil­lio­nen Jahre als „Abfall“ Ärg­er machte. Die Wieder­auf­bere­itung änderte daran nur wenig.

Heute wis­sen wir, dass es auch anders geht. Man kann Kern­reak­toren neuer­er Gen­er­a­tio­nen mit ein­er Energieaus­beute betreiben, die um Größenord­nun­gen bess­er und deren Abfall­prob­lem um hun­dert­tausende Jahre kur­zlebiger ist. Wir haben also durch fehlgeleit­ete Sub­ven­tio­nen ein­er­seits eine teure Lernkurve hin­ter uns, nur um dann ander­er­seits auf­grund ein­er völ­lig unbe­grün­de­ten Panik infolge eines Tsunamis in Japan kom­plett aus der Tech­nolo­gie auszusteigen. Warum um alles in der Welt sind wir nur so sich­er, dass der aktuelle staatlich organ­isierte Förder- und Sub­ven­tion­swahnsinn der „erneuer­baren Energien“ zu anderen, besseren Ergeb­nis­sen führen wird?

Und während wir in Deutsch­land durch Sub­ven­tio­nen, Ver­bote, Volk­serziehung und Bestra­fung unsere Wirtschaft auf links drehen, glauben wir ern­sthaft, die Län­der der Drit­ten Welt wür­den uns aus tief­ster Überzeu­gung auf dem Weg der Kli­maret­tung fol­gen. Der 100 Mil­liar­den Dol­lar schwere Honig­topf, den die UN-Kli­ma­fonds pro Jahr auf dem Tisch stellen, sehen unsere Poli­tik­er nicht als Ursache der Hiob­s­botschaften aus den Regio­nen der „Kli­makatas­tro­phe“, son­dern als legit­ime Salbe für die Wun­den der drit­ten Welt, der „wir“ etwas schuldig seien. Bei der COP23 in Bonn, deren Gast­ge­ber eigentlich Fid­schi war, spielte die demokratis­che Legit­i­ma­tion des Regierungschefs keine Rolle, der sich zweimal durch einen Putsch die Macht sicherte. Die Kli­makirche absolviert bere­itwillig jeden Blut­fleck auf der poli­tis­chen Weste, solange beim Dik­ta­tor das Glaubens­beken­nt­nis und die Opfer­rolle richtig sitzen.

Dabei ist das Beispiel Fid­schi ger­adezu typ­isch für die Fehlin­ter­pre­ta­tion von unbe­stre­it­baren Prob­le­men, deren Zuschrei­bung an das Kli­ma und den dadurch verur­sacht­en Anstieg des Meer­esspiegels, eine „con­clu­sio lauter­bachii“ gewis­ser­maßen. Die Fid­schi-Inseln seien beson­ders stark vom Anstieg des Meer­esspiegels betrof­fen, so die pro­pa­gan­dis­tisch befeuerte Mei­n­ung. Dabei scheint der Meer­esspiegel auf den entle­generen Inseln Fid­schis, dort, wo Regierung, „Zivil­i­sa­tion“ und Kli­maret­ter nicht hin­schauen, sog­ar zu sinken! Wie kann das sein?

Ganz ein­fach: es han­delt sich nicht um den Kli­mawan­del, son­dern um Ero­sion und die ist in der Tat men­schengemacht. Aber nicht durch die­selver­bren­nende Europäer, son­dern durch Unwis­senheit der lokalen Bevölkerung. An den Küsten der Hauptin­sel wur­den jahre­lang exzes­siv See­gurken gesam­melt und als teure Delikatesse an Chi­na verkauft, ungeachtet der Tat­sache, dass es aus­gerech­net diese Tiere sind, die ver­hin­derten, dass der Sand ihrer Inseln wegge­spült wurde. Den auf die Beina­heaus­löschung der Bestände fol­gende Ero­sion­ser­schei­n­un­gen der Strände begeg­nete man dann mit völ­lig ungeeignete Küsten­schutz­maß­nah­men, etwa durch kleine Stein­mauern auf dem Sand. Man stelle sich mit nack­ten Füßen in die Bran­dung und beobachte, ob das eigene Gewicht in der Lage ist, den Sand unter den Füßen zu schützen. Man muss kein Hellse­her sein um zu erken­nen, dass sich die Lage auf diese Weise nur noch ver­schlechtert. Aber egal! Auf nach Bonn, unsere Inseln ver­schlingt der Klimawandel!

3) Täten wir nichts, wäre alles schon viel schlimmer…wirklich?

Fühlt sich ein Kli­maret­ter argu­men­ta­tiv umzin­gelt, ver­weist er nach mein­er Erfahrung gern auf die Erfolge, die das besin­nungslose Gel­daus­geben schon gezeit­igt hät­ten. Beson­ders der Umbau der deutschen Energiev­er­sorgung sei doch eine Erfol­gs­geschichte und auch für die Erneuerung von Kohle-Kraftwerken und Leitun­gen hätte man viel Geld investieren müssen. Außer­dem hört man immer wieder das Argu­ment, die „alte Energiewirtschaft“ hätte schließlich eben­falls massen­haft Sub­ven­tio­nen kassiert. Bei­des stimmt natür­lich. Man denke nur an die Kernen­ergie oder die Infra­struk­tur der Energieüber­tra­gung, die einst staatlich errichtet wurde. Mal ganz abge­se­hen davon, dass die Pri­vatisierung des Strom­mark­tes eige­nar­tig monop­o­lis­tis­che Gebilde her­vor­brachte, statt einen Markt zu schaf­fen. Ein Gegen­mod­ell hat­te ich hier kurz skizziert. Das bedeutet jedoch nicht, dass man auch die kün­ftige Energiev­er­sorgung staatlich her­beisub­ven­tion­ieren sollte.  Außer­dem fällt das Erset­zen ver­al­teter, amor­tisiert­er Anla­gen längst nicht so stark ins Gewicht, wie der par­al­lele Betrieb zweier hochsub­ven­tion­iert­er Energiesys­teme: eines für die Erneuer­baren und dazu ein kon­ven­tioneller Back­up-Kraftwerkspark, für den Fall, dass die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

Ver­gle­icht man zudem die Sit­u­a­tion in der (auch) sub­ven­tion­ierten ener­getis­chen Ver­gan­gen­heit mit der heuti­gen unter der Ägide des EEG, stellt man fest, dass die Belas­tun­gen der Bürg­er durch Steuern und Abgaben zwar gestiegen sind, die Energiepreise jedoch ger­adezu explodierten. Die Anzahl der Haushalte, denen der Strom abgestellt wurde, lag 2018 bei 344.000, mehr als 4,6 Mil­lio­nen sind mit den Zahlun­gen in Verzug. Die Zahlen sind erschreck­end und so hoch wie nie und angesichts der momen­tan pos­i­tiv­en Wirtschaft­slage wirken sie sog­ar bedrohlich. Wo liegen die Zahlen wohl in der näch­sten Wirtschaftsflaute?

Die Prof­i­teure des Kreuz­zugs gegen das CO2 mit Namen „Energiewende“ sind Haus­be­sitzer mit Platz für Pho­to­voltaik, Landbe­sitzer mit Platz für Win­dräder und Kap­i­talbe­sitzer, die die Sub­ven­tionsvorteile dort nutzen kön­nen, wo sie sich bieten. Es han­delt sich also um eine staatlich sub­ven­tion­ierte Umverteilungspumpe von unten, wo die Energiepreise bezahlt wer­den müssen, nach oben. Einge­fädelt übri­gens von Her­mann Scheer (SPD), dem geisti­gen Vater des EEG.

Doch wir sind schon so gut kon­di­tion­iert, dass wir die Umverteilung kaum kri­tisieren. Als Friedrich Merz den Bürg­ern riet, mehr Aktien zu kaufen, kam ein Shit­storm über ihn. Wenn unsere Poli­tik­er den Bürg­ern zu E‑Autos, Solaran­la­gen und Investi­tio­nen in Winden­ergie rat­en, applaudiert die Menge und das Wohlwol­lens der Presse ist gesichert. Doch wo genau ist der Unter­schied zwis­chen bei­den Vorschlä­gen? Mit Mark­twirtschaft hat die Energiewende und der Kampf gegen CO2 nichts zu tun, denn in einem Markt gewin­nen unter dem Strich stets bei­de, Anbi­eter und Kunde. Die heutige Energiewirtschaft ist pure Plan­wirtschaft, das zeigen bere­its die Zeiträume, für die dem ver­dutzten Beobachter Zahlen und Hochrech­nun­gen präsen­tiert, prog­nos­tiziert und ver­sichert werden.

4) Klimaschutz tötet Umweltschutz

Das Beispiel Fid­schi zeigt den Irrsinn der Ver­wech­slung von Ursache und Wirkung. Etwas salopp gesagt, drehen wir in Deutsch­land heute lieber die Heizung herunter, als den Ein­wohn­ern von Fid­schi zu rat­en, den Han­del mit See­gurken stark einzuschränken und den Kün­sten­schutz zu verbessern. Der Regierung von Fid­schi ist das nur recht, denn es winken großzügige Fördergelder, die man dann in die eigene Tasche oder in frag­würdi­ge Klimapro­jek­te lenken kann. Aus­baden müssen diesen Irrsinn auf allen Seit­en die schwäch­sten der Gesellschaft, sowohl auf Fid­schi, als auch in Europa. Der Umwelt- und, Arten­schutz und auch die Pflege von Kul­tur­land­schaften kom­men dabei voll­ständig unter die Räder. Mais-Raps-Monokul­turen zur Energiegewin­nung wer­den im Gegen­satz zu Pes­tiziden nie mit dem Rück­gang der Insek­ten­pop­u­la­tio­nen in Verbindung gebracht. Das wäre poli­tisch nicht opportun.

Eben­so zeigt die Hys­terie um den „Ham­bi“, dass Kli­maschutz heute einen Forst vor der Kohlegewin­nung ret­tet, während ein paar Kilo­me­ter weit­er diesel­ben Bäume ein­er Schneise für die Errich­tung eines Wind­parks weichen müssen. Hat­ten grüne NGOs für ihren Kampf für Arten­vielfalt, gegen Über­fis­chung und gegen die Ver­mül­lung unser­er Meere noch meine Unter­stützung, kann ich ihnen bei der Ret­tung des Weltk­li­mas nicht mehr fol­gen, weil sie ihre eige­nen Grund­sätze bere­itwillig mit Füßen treten, indem sie diese einem „höheren Ziel“ opfern. Genau genom­men erweisen sich lei­der auch viele der früher halb­herzig beschrit­te­nen Wege im Umweltschutz und die vorge­blichen Erfolge als Mogel­pack­ung. Man denke nur an den blühen­den Export von Müll in die Dritte Welt oder von Elek­tron­ikschrott nach Afri­ka oder die Ver­lagerung von Pro­duk­tion­s­stan­dorten nach Chi­na, was unser­er CO2-Bilanz natür­lich gut­tat. „Aus dem Auge, aus dem Gewis­sen“ lautet hier das abge­wan­delte Sprich­wort und auch in Zukun­ft möcht­en unsere Weltk­li­maret­ter so ver­fahren, wenn sie die Energieerzeu­gung mit Kohle und Atom in den Nach­bar­län­dern frech ins Kalkül ziehen, um die Energiesicher­heit in Deutsch­land beim Abschal­ten unser­er Kohlekraftwerke sauber herbeizurechnen.

5) Bildung statt Ideologie

Wie weit die Kli­maret­ter auf ihrem Holzweg bere­its gegan­gen sind, erken­nt man, wenn man deren Ziele mit den Maß­nah­men abgle­icht, die ergrif­f­en wur­den. Die CO2-Bilanz von E‑Autos ist ger­adezu ver­heerend und den im Ver­gle­ich zum Ben­zin­er CO2-fre­undlicheren Diesel hat man der Fein­staub­de­bat­te geopfert. Die „Verkehr­swende“ fällt also schon mal aus, weshalb man ide­ol­o­gisch bere­its daran arbeit­et, den Indi­vid­u­alverkehr ins­ge­samt für obso­let zu erk­lären – die Land­bevölkerung, die weit weg von S‑, U- und Die Bahn lebt, ballt schon die Fäuste in den Taschen. In der „Energiewende“ sieht es keinen Deut bess­er aus, zumal bei­des ohne­hin unglück­lich aufeinan­der auf­baut. Hier kom­men in den näch­sten zwei Jahren die ersten Win­dan­la­gen nach ins­ge­samt 20 Sub­ven­tion­ssat­ten Jahren an ihr Förderende, zahlre­iche müssen rück­ge­baut wer­den. Das kann pro Anlage schon mal eine Mil­lion Euro kosten.

Ganz gle­ich wohin man schaut, die Gren­zw­erte und Maß­nah­men, die Jahr für Jahr auf COP-Kon­feren­zen beschlossen wer­den, tau­gen offen­sichtlich nicht dazu, die Real­ität zu verän­dern. Ein Grund mehr für die Kli­maret­ter, darauf zu behar­ren, dass zumin­d­est die The­o­rie stimmt. Doch auch die bekommt immer mehr Risse, die man mit immer größerem medi­alem Aufwand zuk­leis­tern muss. Die Poli­tik assistiert hier bere­itwillig, schließlich möchte man nicht erleben, dass die Schar­la­tane vom Hof gejagt wer­den und sie sich Fra­gen stellen müssen, was sie all die Jahre mit dem Geld der Steuerzahler gemacht haben. Ein­er der Heili­gen der Kli­makirche, Al Gore, der mit Preisen und Lobpreisun­gen für seinen Film „Eine unbe­queme Wahrheit“ über­schüt­tet wurde, musste bere­its vor Gericht zahlre­iche Fehler einräumen.

Leg­endär ist in diesem Zusam­men­hang ein Inter­view von Stu­art McNish mit Free­man Dyson, einem 95-jähri­gen und äußerst renom­mierten amerikanis­chen Physik­er, der sich seit mehr als 60 Jahren mit dem Erd­kli­ma befasst.

McNish: „Ich habe Al Gores Film „Eine unbe­queme Wahrheit“ gese­hen und dort sagt er, wenn man Wasser­dampf mal bei­seit­elässt, ist CO2 für 30% des Treib­haus­ef­fek­ts verantwortlich.“
Dyson: „Das stimmt“
McNish: „Aber […] der Ein­fluss von Wasser­dampf beträgt 90%!“
Dyson: „Ja“
McNish: „Aber wenn der so hoch ist, wie kann man ihn dann beiseitelassen?“
Dyson: „Kann man nicht [lacht]. Das würde nur passen, wenn man vom Mars spräche.“
McNish: „Weil es dort keinen Wasser­dampf gibt?“
Dyson: „Genau!“

Auch John Cole­man, Mete­o­rologe und Fernse­hwet­ter­frosch-Urgestein, geht hart mit Al Gore ins Gericht, indem er dessen Men­tor Roger Rev­elle zitiert, einen der ersten Wis­senschaftler, die dem anthro­po­ge­nen CO2 die Hauptschuld am Kli­mawan­del unter­stell­ten. Rev­elle entschuldigte sich kurz vor seinem Tod im Jahr 1991 für die Schlussfol­gerun­gen sein­er Forschun­gen, die so viele Men­schen „in die falsche Rich­tung“ geführt hät­ten. Es ist also dur­chaus nicht so, dass die alarmistis­che Vorstel­lung vom Kli­mawan­del all­ge­mein Kon­sens wäre, vor allem nicht in der Peer-Group aus Kli­maforsch­ern, Geolo­gen, Mete­o­rolo­gen und anderen, auch wenn das IPCC dies gern so darstellt. Es gibt sie schlicht nicht, die 97%ige „Übere­in­stim­mung“, was Ursachen und Fol­gen der Erder­wär­mung angeht.

In den Papers des IPCC oder der COP-Kon­feren­zen wer­den sie zum Beispiel nicht lesen, dass es seit 1997 eine Peti­tion des Inhaltes gibt, dass die unterze­ich­nen­den Wis­senschaftler anzweifeln, dass es Beweise für einen anthro­po­ge­nen Kli­mawan­del gäbe. Und während 31.487 Wis­senschaftler Art Robin­sons „Peti­tion Project“ unterze­ich­net haben, darunter zahlre­iche Mete­o­rolo­gen, Astro­physik­er, Geolo­gen und andere Physik­er, ver­fassten den IPCC-Bericht “AR5″ von 2014 ganze 51 Autoren. Das muss man nicht eige­nar­tig find­en, kann man aber.

6) Problemen die richtigen Ursachen zuordnen

Hur­rikans in der Karibik, Tai­fu­ne in Asien, Tsunamis in Erd­bebenge­bi­eten, Vulka­ne auf dem paz­i­fis­chen Feuer­ring, Küsten­ero­sion, zer­störte Häuser, Starkre­gen, Dürre, Mis­sern­ten und Hitzewellen und schon wieder keine „weiße Wei­h­nacht“ in Berlin-Friedrichshain – die Mel­dun­gen über Naturkatas­tro­phen wer­den von Jahr zu Jahr dichter. Aber häufen sich auch die Ereignisse, oder eher die Mel­dun­gen und deren medi­ale Poten­zierung und damit auch die Fehlin­ter­pre­ta­tio­nen? Fakt ist, dass die Schä­den steigen (außer in Berlin-Friedrichshain vielle­icht), was Sta­tis­tiken der großen Ver­sicherun­gen und Rück­ver­sicherun­gen bele­gen. Aber han­delt es sich tat­säch­lich um Fol­gen des Kli­mawan­dels, oder tre­f­fen hier Wahrnehmung und poli­tis­che Agen­da nur per­fekt aufeinan­der? Die mete­o­rol­o­gis­chen Effek­te, die zur Bil­dung von Hur­rikans führen, haben seit je her mit der Sahara, dem Wass­er des Atlantiks und der Erdro­ta­tion zu tun, nicht mit dem Kli­mawan­del. Auch die Anzahl und Inten­sität der tro­pis­chen Megastürme hat nicht sig­nifikant zugenom­men. Gestiegen ist nur die Höhe der Schä­den, die sie anricht­en. An diesem Fakt kommt man nicht vorbei.

Doch woran liegt das? Gibt es anthro­po­gene Ursachen? Und tat­säch­lich, die gibt es! Denn ger­ade in der Karibik und Südostasien hat in den let­zten 20–30 Jahren der Touris­mus mas­siv zugenom­men, eben­so die wirtschaftliche Abhängigkeit der Insel­staat­en und Überseege­bi­ete vom Touris­mus. Und wohin zieht es die son­nen­hun­gri­gen Europäer und Amerikan­er? Ans Wass­er, an die Strände. Die Infra­struk­tur wird also aus­gerech­net dort errichtet, wo zum Beispiel in der Karibik seit Men­schenge­denken die soge­nan­nte „Tor­na­do-Alley“ durchzieht. Deshalb wach­sen die Schä­den, deshalb wächst die Aufmerk­samkeit der Medi­en. Es hat­te Gründe, warum die Ein­wohn­er von Domini­ca oder den Bahamas früher am Strand eher Hüt­ten errichteten und anson­sten etwas weit­er im Inselin­neren lebten. Eine Hütte war nach den regelmäßi­gen Herb­st­stür­men schnell wieder­aufge­baut, der Schaden über­schaubar. In den Bucht­en ihrer Inseln wim­melten vor 30 Jahren auch noch nicht die Yacht-Flot­ten von Char­ter­fir­men, die der Hur­rikane “Irma” zu hun­derten auf Land drück­te und demolierte. Ver­sicher­er wis­sen dies und rech­nen die Gefahr in die Prämien ein. Es ist zum Beispiel ver­dammt teuer für einen Boot­seign­er, sein Schiff nördlich von 12,5° Nord in der Karibik zu parken – und zwar aus gutem Grund. Die Beze­ich­nung „Inseln unter dem Wind“ hat­ten Aru­ba, Bonaire und Curaçao schon, als es den Begriff „Kli­makatas­tro­phe“ noch gar nicht gab. Die liegen alle­samt unter der Tor­na­do-Straße, die sich durch die Karibik bis unge­fähr nach Hon­duras im Süden und den Car­oli­nas im Nor­den erstreckt. Immer schon. Dies ist nur ein Beispiel von vie­len, wie Wet­ter­phänomene oder lokal unangepasstes und kurzsichtiges men­schlich­es Ver­hal­ten zur über­all am Werk befind­lichen Klima­hexe aufge­blasen wird. Doch das Kli­ma ist an der­lei Phänome­nen gän­zlich unschuldig.

Entwick­lung­spro­jek­te, die Ziegen nach Äthiopi­en brin­gen (wo sie, poten­ziert durch die wach­sende Bevölkerung die ohne­hin spär­liche Veg­e­ta­tion wegfressen und zur Ver­wüs­tung beitra­gen), Über­bevölkerung ganz all­ge­mein, Raub­bau von Küsten­sand (Thai­land, Viet­nam) und Grund­wass­er (etwa in Jakar­ta, Indone­sien) oder Fluss­wass­er (Aralsee), Ver­salzung von Böden … es gibt end­los viele Beispiele und eben­so end­los sind die Ver­suche, dies alles und die unmit­tel­baren Fol­gen dem Kli­mawan­del in die Schuhe zu schieben. Wun­dert es, dass zahlre­iche Entwick­lungslän­der in das­selbe Horn blasen? Nein, denn so bekom­men kor­rupte und despo­tisch regierte Staat­en die per­fek­te Entschuldigung für ihr Han­deln, weil die west­lichen Demokra­tien plöt­zlich die alleinige Schuld bei sich selb­st zu find­en glauben. Wom­it wir wieder beim „Mea-cul­pa-Kult“ vom Anfang sind.

Fazit: Kommt damit klar!

Das Kli­ma der Erde hat sich zu allen Zeit­en verän­dert. Wir ken­nen eine ganze Rei­he von entsprechen­den Zyklen, die jedoch nicht mit dem CO2-Gehalt der Atmo­sphäre kor­re­lieren, geschweige denn, mit diesem in ursäch­lichem Zusam­men­hang ste­hen. Der Ein­fluss, den CO2 auf das Erd­kli­ma hat, ist viel zu ger­ing für die Effek­te, die man ihm zuschreibt. Mit verän­derten Umweltbe­din­gun­gen ist der Men­sch bis­lang immer fer­tig gewor­den, sofern er sich auf Anpas­sung ver­legte und nicht voller Jam­mer und Angst Ret­tung von ein­er höheren Instanz erhoffte. Wenn man in der Kälte sitzt, wärmt es nicht, um Feuer zu beten – man muss eines anzün­den. Das­selbe gilt auch für die Her­aus­forderun­gen, vor denen die Men­schheit ste­ht. In 10.000 – 15.000 Jahren ste­ht beispiel­sweise wieder eine richtige Eiszeit an, spätestens dann (aber sehr wahrschein­lich schon viel früher) wird die Hys­terie der Erder­wär­mung ein­er noch hys­ter­ischeren Angst vor der Abküh­lung weichen. Die älteren wer­den sich erin­nern, dass uns dieses Schick­sal vor 20 Jahren auch schon prophezeit wurde — für das Jahr 2100!

Doch bis dahin haben wir genug zu tun, egal ob es etwas wärmer oder käl­ter wird oder der Hahn doch nur auf dem Mist kräht und mit unserem Kli­ma über­haupt nichts geschieht, was man außer­halb sta­tis­tis­ch­er Schwankun­gen erken­nen oder mit Mod­ell­rech­nun­gen simulieren kön­nte. Küsten­schutz, Umweltver­schmutzung, Über­bevölkerung, Stof­fkreis­läufe schließen, neue ergiebige und preiswerte Energiequellen tech­nisch entwickeln…die Liste ist ger­adezu end­los. Lasst uns doch erst mal das alles erledi­gen und nicht aus­gerech­net einem Spuren­gas hin­ter­her­laufen, das nicht unser Feind ist, son­dern bei der Ernährung der Welt und der Wieder­auf­forstung von Gebi­eten, die VOR der Indus­tri­al­isierung vom Men­schen ent­waldet wur­den, sog­ar unser Ver­bün­de­ter. Die 100 Mil­liar­den Dol­lar, die zur Abwen­dung ein­er nicht ein­treten wol­len­den “Katas­tro­phe” Jahr für Jahr auf den Tisch gelegt wer­den, währen an ander­er Stelle sich­er bess­er investiert.

* In Wirk­lichkeit ändert sich auch die Def­i­n­i­tion dieses „Kli­maop­ti­mums“ immer wieder und geht ten­den­ziell nach unten. Heute liest man oft schon von 14°C. Und schwup­ps, schon hat sich durch die Absenkung der Bezugs­größe die Erde um 1°C erwärmt. Doch diese Erwär­mung ist nur durch die geän­derte Bezugs­größe entstanden.

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11 Kommentare

  1. Da wo in dem Artikel aus dem Inter­view von Stu­art McNish mit Free­man Dyson zitiert wird:
    McNish: „Aber […] der Ein­fluss von Wasser­dampf beträgt 90%!“
    Dyson: „Ja“
    da hätte der Autor nach bohren sollen. Diese 90 % Ein­fluss des Wasser­dampfes sind näm­lich sehr wohl und dazu auch ziem­lich preiswert und effizient lokal zu bee­in­flussen. In
    https://www.freizahn.de/2018/11/wirksamer-klimaschutz-ist-gemeinde-und-laendersache/
    habe ich dazu einige Quellen in deutsch­er Sprache zusammengetragen.
    Die Fix­ierung auf die CO2-Emis­sio­nen ist auf den ersten Blick für viele wirtschaftliche höchst attrak­tiv, ABER, wenn die richti­gen Leute ern­sthaft zum Glauben an diese blödsin­nige The­o­rie kon­vertieren, dann kön­nte das das Ende Zivil­i­sa­tion in Europa und Nor­dameri­ka mit sich brin­gen ( https://www.freizahn.de/2018/10/warum-bald-krieg/ ) weil die schnellest und effizien­teste Meth­ode der Senkung der CO2-Emis­sio­nen (und der Reduzierung des Ver­brauchs nicht nachwach­sender Rohstoffe) z.B. aus Chi­ne­sis­ch­er Sicht, dier Her­beiführung eines total­en Wirtschaftlichen Kol­laps­es der west­lichen Indus­tri­es­taat­en ist.

  2. Vor Jahren wurde das Käl­temit­tel R12 als der Treib­haus­fak­tor her­auss­gestellt. In der Tat wurde die Pro­duk­tion von diesem Käl­temit­tel eingeschränt. Dabei muss man beacht., dass das Käl­temit­tel leichter als Luft ist und deme­nentsprechend in die Höheren Bere­iche der Luftschicht gelangen.
    Nicht so beim CO2. Dieses gas ist das schw­er­ste Gas in der Luft und sinkt deshalb immer zur Boden­nähe. Es hält sich nur durc Tur­bu­len­zen mit Aufwind in größeren Höhen auf und sinkt bei geringer Luft­be­we­gung ab.
    Wie sollte sich auf län­gere Zeit ein solch­es Gas in der höheren Atmo­sphäre halten.
    Ange­blich soll die Rück­streu­ung der Imfrarot­strahlung die Erder­wär­mung bewirken. Kurz das Son­nen­licht trifft auf die Erdober­fläche und die nun erwärmte Erdober­fläche strahlt ein energiearmes Licht im Imfrarot­bere­ich ab. Nun soll die CO” belastete Luft diese Strahlung nicht durch­lassen und somit die Erde erwärmen.
    Eine ein­fache Beobach­tung zeigt, dass dies nicht der Fall ist: Bei ein­er bewölk­ten Nacht kühlt die Tem­per­atur nur wenig ab. Ist die Nacht jedoch wolken­los, so wird die Abküh­lung sig­nifikant merklich.

  3. Man stelle sich vor, es wäre in den let­zten Jahren eine Trock­en­heit aufge­treten wie vor 140 Jahren. Damals, von 1876 bis 1878, lit­ten weite Teile Süd- und Ostasiens, Brasiliens und Afrikas unter ein­er mehrjähri­gen Dürre, die ver­heerende Ern­teaus­fälle zur Folge hatte.
    Berichtet hat darüber Deep­ti Singh von der Wash­ing­ton State Uni­ver­si­ty in ein­er neulich im Jour­nal of Cli­mate veröf­fentlicht­en Studie (https://journals.ametsoc.org/doi/full/10.1175/JCLI-D-18–0159.1).
    Verur­sacht wurde die extreme Trock­en­heit durch eine Kom­bi­na­tion natür­lich­er Kli­maschwankun­gen, die sich in ihrer Wirkung gegen­seit­ig ver­stärk­ten: auf eine mehrere Jahre anhal­tende küh­le Phase im Paz­i­fik fol­gte ein extrem stark­er El Niño (1877–78), der mit einem extrem pos­i­tiv­en Indis­chen Ozean Dipol (1877) zusam­men­fiel, hinzu kamen über­aus warme Ver­hält­nisse im nördlichen äqua­to­ri­alen Atlantik (1878).
    Die Trock­en­heit begann in Indi­en mit dem Aus­bleiben des Win­ter­mon­sums 1875, anschließend hielt die Trock­en­heit bis zum Som­mer 1877 an. In Ostasien set­zte die Trock­en­heit im Früh­jahr 1876 ein und hielt bis zum Ende des Som­mers 1878 an. In der Fol­gezeit entwick­el­ten sich in Teilen Südafrikas, Nordafrikas und im Nor­dosten Brasiliens Dür­ren, die bis min­destens 1878 andauerten. Ver­gle­ich­sweise kürzere, aber schwere Dür­ren trat­en auch in West­afri­ka, Südostasien und Aus­tralien zwis­chen Mitte 1877 und 1878 auf.
    Infolge der Ern­teaus­fälle kam es zu Hunger­snöten, denen weltweit schätzungsweise zwis­chen 30 und 60 Mil­lio­nen Men­schen zum Opfer gefall­en sind (in Indi­en 12,2 bis 29,3 Mil­lio­nen, in Chi­na 19,5 bis 30 Mil­lio­nen, in Brasilien rund 2 Mil­lio­nen). Das entspricht rund 3 Prozent der dama­li­gen Weltbevölkerung.
    Das war in der heilen “vorindus­triellen Zeit”, als das Kli­ma noch nicht vom Men­schen mal­trätiert wurde. Man kann sich aus­malen, wie die Kli­makirche rotieren würde, wenn eine solche Katas­tro­phe in in den let­zten Jahren passiert wäre…

  4. Welche Idi­otie läuft hier eigentlich ? Dieses Geschwurbele vom Men­schen gemachter Kli­mawan­del ist reine Pro­pa­gan­da, die nur einem ges­timmten Zweck dient. Ratet mal welchem ?
    Ich hätte da mal eine Frage ? Woraus unsere Massen an Kohle ent­standen wis­sen wir ja, also gab es schon mehrere War­mzeit­en, die auch wieder ver­gan­gen sind — ohne uns -.
    Was jed­er auch weiß ist “alles ist in Bewe­gung und Verän­derung ” vor allem das Klima.

    • Ja genau so ist das, seit­dem die Erde existiert. 

      Zitat aus “Der lange Zyk­lus. Die Erde in 10 000 Jahren” Ein Buch von Salomon Kroo­nen­berg, Pro­fes­sor für Geolo­gie an der TU Delft aus dem Jahr 2008:

      “So sich­er, wie nach dem Som­mer der Win­ter kommt, fol­gt auf das Inter­glazial die näch­ste Eiszeit. Die einzige Möglichkeit, diesen Effekt abzu­mildern, ist, dafür zu sor­gen, dass so viel CO2 wie möglich in die Atmo­sphäre gelangt. Also heizen, Green­peace! Ret­tet das Kli­ma der Finnen!”

      Im Übri­gen ein sehr lesenswertes Buch, das den Fin­ger auf die Schwach­stellen in der Argu­men­ta­tion der Kli­maalarmis­ten legt. Es gibt es noch zu kaufen.

  5. Guter Beitrag, der aber wohl Jahre zu spät kommt: Gegen die Kraft ein­er Ide­olo­gie, die mit aller Macht weltweit zur Ersatzre­li­gion erhoben wurde, sind Fak­ten, Argu­mente und sach­lich-nüchterne Über­legun­gen chan­cen­los. Die Ver­fechter der Kli­ma- und Öko­hys­terie haben mit sys­tem­a­tis­ch­er Pro­pa­gan­da ganze Arbeit geleis­tet. Es kön­nte bis zu drei Gen­er­a­tio­nen dauern und einige Schocks (Wirtschaft­skrise, Stro­maus­fälle, Masse­nar­beit­slosigkeit usw.) erfordern, die links­grüne Gehirn­wäsche und deren Auswirkun­gen zu überwinden.

    • Ich schreibe seit Jahren gegen diesen Wahnsinn an. Das blöde ist, dass jedes Jahr neuer Blödsinn hinzukommt, den man niederkämpfen muss. John Cole­man hat es in dem oben ver­link­ten Video gut zusam­menge­fasst. Es ist ver­dammt schw­er, dieser Bil­lio­nen-Dol­lar-Kli­main­dus­trie beizukom­men. Das einzige was sie stop­pen kann, ist die Zeit. Leider.

    • Argu­mente und Fak­ten stinken in der Tat nicht wirk­sam gegen Dauer­pro­pa­gan­da an, den­noch macht sich
      merk­lich ein Gefühl inner­halb der Bevölkerung bre­it; eine Art dezen­ter Wider­wille gegen ständi­ge Indok­trinierung und hys­ter­ische Katas­tro­phen­mel­dun­gen. Eben­so eine Aver­sion gegen staatlichen Pater­nal­is­mus in Form ständig neuer, irra­tional begrün­de­ter, Anweisun­gen und moralisch einge­fordert­er Hal­tun­gen, bei gle­ichzeit­ig öffentlich insze­nierten Unwahrheit­en in der Art der Chem­nit­zlüge, die auf aller­höch­ster poli­tis­ch­er Ebene gespon­nen wurde. Immer mehr Men­schen erken­nen die getunte Berichter­stat­tung des Staats­fernsehns. Es existiert immer noch der gesunde Men­schen­ver­stand. Der stete Tropfen höhlt den Stein. Deshalb ist jed­er Artikel, jede Richtig­stel­lung, jede wehrhafte Argu­men­ta­tion wichtig und uner­läßlich. Jed­er Weg begin­nt mit einem ersten Schritt. Nicht nur in der Aktion, son­dern auch in der Reak­tion erken­nt man die wahre Geis­te­shal­tung. Deshalb ohne unsere Aktion, keine Reaktion.
      der poli­tis­chen Akteure.

  6. Die 15jährige Schwedin wurde erfol­gre­ich indok­trinert, um selb­st zu indok­trinieren .In den let­zten 2 Jahrzehn­ten etablierten sich Linke und Grüne beru­flich an den Schalt­stellen der Gesellschaft und formten, unbe­merkt und unter­schätzt vom bürg­er­lichen Lager, den heute beste­hen­den Zeit­geist, einen moralisch begrün­de­ten Forderungskat­a­log der soge­nan­nten mul­ti­kul­turellen Kli­ma ‑und Weltverbesser­er. Er ist unsin­nig und kon­trapro­duk­tiv , wie Sie selb­st fest­stellen und nur der Vor­wand für einen gesellschaftlichen Umbau, ein­er Umverteilung im Sinne link­er egal­itär­er Poli­tik, durch Abschaf­fung der Natio­nen und Umfor­mung in ein iden­titäts-und struk­tur­los­es Gebilde. Dieses, so glauben die linken Ide­olo­gen, sei ein­fach­er zu manip­ulieren und den eige­nen ökonomis­chen Vorstel­lun­gen anzu­passen. Als Angela Merkel, zu ihrem eige­nen Machter­halt, die linke medi­ale Pro­pa­gan­dam­as­chine durch ihren Linksruck bedi­ente, öffnete sie Tür und Tor für die Machen­schaften der Gut­men­schen, und stellte sich noch, beflügelt durch die weltweite Anerken­nung glob­aler Migra­tions­be­für­worter — und Nutznießer wie Soros, Oba­ma und Gore, an die Spitze ihrer Bewe­gung und arbeit­ete aktiv am Entwurf des Migra­tionspak­tes mit, einem ide­ol­o­gis­chen Abklatsch des UN ‑Flüchtlingspak­tes. Das Nar­ra­tiv des Kli­mawan­dels wird mit­tler­weile mit der Erzäh­lung des kli­ma­trau­ma­tisierten Migranten ver­bun­den und nimmt bizarr-wahn­hafte Züge an. Egal, es wird aufrecht
    erhal­ten um j e d e n Preis, mit Lüge, Wahlbe­trug, Kor­rup­tion, Despo­tismus, und allem, was die dun­kle Seite des Men­schen zu bieten hat. Es wer­den Men­schen geopfert, verge­waltigt, geschla­gen, desavouiert, aber wahrhaft schuldig im Sinne links-grün­er Moral ist immer nur der, der sich ihnen ide­ol­o­gisch in den Weg stellt: Don­ald Trump, der Brex­it, die AFD und alle Men­schen, die sich kri­tisch dage­gen äußern.
    Tat­sachen und Wider­sprüche sind Mar­gin­alien. So ein­fach ist das.

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