„Sched­ule 7“ ist ein Bün­del von dur­chaus sin­nvollen admin­is­tra­tiv­en und polizeilichen Maß­nah­men, das in Großbri­tan­nien für die Ter­ror­bekämp­fung angewen­det wird – Lau­ren South­ern weiß das nun genau. Diese Maß­nah­men erlauben es der britis­chen Polizei, auf mögliche ter­ror­is­tis­che Bedro­hun­gen schnell und unmit­tel­bar zu reagieren und auch Ver­haf­tun­gen und Ver­höre vorzunehmen. Man hat­te bei der Ver­ab­schiedung der entsprechen­den Geset­ze an genau jene Art von Ter­ror­is­mus gedacht, der die Welt und damit auch Großbri­tan­nien seit fast 20 Jahren in Atem hält. Die für die Ver­ab­schiedung nötige Erfahrung hat­te man sich in ein­er Jahrzehn­te­lan­gen bluti­gen Schlacht gegen die ter­ror­is­tis­che IRA erwor­ben. Doch auch wenn wir die aktuelle Erfol­gsquote von MI5 und Scot­land Yard nicht wirk­lich ken­nen, schlüpften doch noch immer so viele Atten­täter durch die Maschen der Abwehr­net­ze, dass es im ganzen Land seit 2005 immer wieder zu islamistisch motivierten Ter­ro­ran­schlä­gen gekom­men war.

Gute und schlechte Ideologien

Selb­st­mord­bomber, Messer­schwinger, Trucks-in-Men­schen­men­gen-Fahrer, öffentliche Enthauptungen…die Band­bre­ite ist uns in Europa ja mit­tler­weile zum bun­ten All­t­agsmix gewor­den und ohne tägliche Messer­mel­dung geht in Deutsch­land schon seit langem nichts mehr. Die Erre­gungskur­ven der Bevölkerung flachen von Mal zu Mal schneller ab, es bleiben nur die latente Angst und der Ein­druck, die Behör­den bei­der­seits des Ärmelka­nals macht­en nicht ger­ade eine glück­liche Fig­ur bei der Ver­hin­derung islamistis­chen Ter­rors. Spek­takuläre Ver­haf­tun­gen oder Fah­n­dungser­folge sind auch im Kön­i­gre­ich eher sel­ten, wohinge­gen bekan­nte Dschi­had-Predi­ger, die selb­st den pak­istanis­chen Behör­den zu radikal sind und deshalb in Pak­istan Berufsver­bot haben, ohne Mühe dor­thin ein­reisen kön­nen, um ihre men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gie in den englis­chen Moscheen zu predi­gen und gle­ichzeit­ig von staatlich­er Wohlfahrt zu leben. Auch mit diversen „Syrien-Heimkehrern“ haben die Britis­chen Behör­den offen­bar kein Prob­lem – oder möcht­en vielmehr, das ist meine Ver­mu­tung, keine Prob­leme mit ihnen bekom­men. Deshalb lässt man sie unge­hin­dert ins Land, während man am 12.3.2018 eine junge kanadis­che Frau in Calais daran hin­dert, ins Land zu kom­men und stattdessen ver­haftet. Was spielt es da schon für eine Rolle, dass sie so harm­los und unverdächtig ist, dass sie selb­st zum Fün­fuhrtee der Queen und in jedes englis­che Postkarten­klis­chee­bild passen würde! Lau­ren South­ern, so ihr Name, wurde auf ihrer Fahrt von Bel­gien nach Dover in Calais aus dem Bus geholt und unter Ver­weis auf „Sched­ule 7“ – also unter Ter­rorver­dacht – stun­den­lang von der englis­chen Polizei ver­hört, bis man ihr schließlich die Ein­reise nach Großbri­tan­nien ver­weigerte und in Calais vor die Tür setzte.

Was hat­te Lau­ren South­ern in Lon­don vor, dass man Sched­ule 7 anwen­den musste? Nicht etwa Bomben wer­fen oder Autos auf Them­se­brück­en in die Menge steuern (man fragte sie beim Ver­hör tat­säch­lich, was sie empfände, wenn ein Truck in eine Men­schen­menge fährt – speziell, wenn die Opfer Mus­lime seien), sie plante kein Atten­tat und war auch nicht im Auf­trag des Schwe­fel­buben Trump dort – nein, sie wollte Fre­unde besuchen. Ein Prob­lem kön­nte sein, dass South­ern das ist, was man wohl zurecht „Erzkon­ser­v­a­tiv“ nen­nen kann, was eigentlich noch ein weit­er­er Grund für eine Ein­ladung zum Tee bei „Her Majesty“ sein sollte.

So gefährlich wie eine Tasse verschütteter Tee

Die „Right-Wing“ Aktivistin und YouTu­berin mit etwa ein­er hal­ben Mil­lion Fol­low­er gibt aber eben keine Beau­ty-Tipps oder mimt die Influ­encerin, indem sie ihre gespon­serten Einkäufe augen­klimpernd begiggelt, son­dern spricht zu The­men wie Extrem­is­mus, Ras­sis­mus, Islamis­mus und Mei­n­ungs­frei­heit. Sie berichtete auch über die Ver­suche der Antifa, Ver­anstal­tun­gen von Milo Yiannopou­los oder Ben Shapiro an amerikanis­chen Hochschulen zu ver­hin­dern oder den G20-Gipfel in Ham­burg aufzu­mis­chen. Zulet­zt drehte sie eine pro­fes­sionelle Doku­men­ta­tion mit zahlre­ichen Inter­views über die sys­tem­a­tis­chen Morde an weißen Farmern in Südafri­ka – wurde also Zeu­g­in eines gelebten Ras­sis­mus, der in Südafri­ka heute unter anderen Vorze­ichen stat­tfind­et, ohne dass dies unseren Main­streamme­di­en einen Aufreger wert wäre.

Ja, sie ist kon­ser­v­a­tiv, sog­ar lib­ertär ange­haucht und manche ihrer Wertvorstel­lun­gen teile ich nicht, aber sie ist nicht der Teufel und sie ist schon gar keine Ter­ror­istin. Man muss nicht die Tür ver­ram­meln, wenn sie über die Straße kommt und Eng­land abriegeln ist wohl auch nicht nötig. Sie nimmt jedoch das für sich in Anspruch, was viele in ihrer Gen­er­a­tion schein­bar aufgegeben oder nie gel­ernt haben: sie bildet sich ihre eigene Mei­n­ung und kann sie elo­quent und klar vertreten. Das passt nicht jedem. Doch wie kommt die britis­che Polizei dazu, Lau­ren South­ern unter Ter­rorver­dacht sechs Stun­den lang festzuset­zen und zu ver­hören? Wie kann es sein, dass eine Ein­wohner­in des Com­mon­wealth (Kanadas Staat­sober­haupt ist zum Glück nicht Herr Trudeau, son­dern die englis­che Queen) sich nicht in Großbri­tan­nien aufhal­ten darf? Die Insel gehört auch noch zur EU und koop­er­a­tiv sog­ar noch zum Schen­gen­raum und da South­ern sich vorher ganz legal in Bel­gien und Frankre­ich aufhielt, und auch dort nichts ille­gales tat, ist ihre Fest­set­zung und Ausweisung ein Akt der Willkür.

Das Vorspiel in Luton

Doch da gab es ja vor eini­gen Tagen ein Vor­spiel in der englis­chen Stadt Luton, wo Lau­ren South­ern am 24. Feb­ru­ar an ein­er Aktion teil­nahm. Das was dort geschah ist Anlass dafür, dass sie sich nun auf der Bannliste wiederfind­et. Aus­ge­hend von einem Vice-Artikel, in dem Jesus zum Helden der LGBT-Com­mu­ni­ty hochge­jaz­zt wurde (eventuell dieser hier) und in dem die These vertreten wurde, Jesus müsse schwul sein, dacht­en sich South­ern und ein paar Fre­unde, dies könne man doch auch mal auf andere Reli­gio­nen über­tra­gen. Und mal ehrlich: wenn schon die LGBT-Aktivis­ten für die Errich­tung eines islamistis­chen Gottesstaates in Palästi­na auf die Straße gehen, warum dann nicht gle­ich Allah selb­st zum Schutzher­rn aller Les­ben, Schwulen und Queeren aus­rufen und unter dem Mot­to „Allah is gay, allah is a god for gays as well“ auf einem Stand in Luton Info­ma­te­r­i­al verteilen? Gesagt, getan, das Exper­i­ment wurde unter­nom­men. Fly­er wur­den gedruckt, ein Stand herg­erichtet und Lau­ren South­ern fand sich mit ihren Fre­un­den in der Rolle ein­er linken LGBT-Aktivistin wieder, die den Islam vertei­digt. Die Reak­tion kam prompt und eben am 24. Feb­ru­ar 2018 – in Gestalt der englis­chen Polizei. Die räumte den Stand und alle Info-Mate­ri­alien umge­hend ab. Äußerun­gen dieser Art seien ver­boten*, hieß es zur Begrün­dung! Dabei blieb es.

Nie­mand wurde ver­warnt oder ver­haftet, nie­mand wurde ver­let­zt. Aber dieser Vor­fall holte South­ern ein, denn das Schreiben mit ihrer Ausweisung, welch­es ihr die Polizei aushändigte, warf ihr „dis­tri­b­u­tion of racist mate­r­i­al in Luton“ vor. Wir kön­nen also fes­thal­ten, dass der Islam für die englis­che Polizei keine Reli­gion, son­dern eine Rasse ist und dass sie, statt jagt auf ter­ror­pla­nende Islamis­ten zu machen, lieber deren Rechtsver­ständ­nis von Blas­phemie exeku­tiert. Ganz so, als befände man sich nicht im Herzen von Europa, son­dern in Haider­abad oder Mekka.

Ein leichter Fang für die Sicherheitskräfte

Dem ver­ständlichen britis­chen Wun­sch, die Kon­trolle über die eige­nen Gren­zen zu behal­ten, ste­ht das soge­nan­nte „home­grown“ Prob­lem des Islamis­mus ent­ge­gen. Die Seg­re­ga­tion und die Entste­hung von Par­al­lelge­sellschaften mus­lim­is­ch­er Ein­wan­der­er ist ein altes, kein neues Prob­lem der britis­chen Regierung. Zudem eines, dass sie nicht in den Griff bekommt. Die „Asien Com­mu­ni­ties“, so der Euphemis­mus für die meist pak­istanis­chen mus­lim­is­chen Gemein­schaften sind so fest gefügt und undurch­läs­sig, dass sich selb­st krim­inelle Zwang­spros­ti­tu­tion von Kindern – meist solchen aus den unter­sten sozialen Schicht­en – oft Jahrzehn­te­lang ver­tuschen ließen. Cathrin Kalh­weit von der SZ schrieb dazu in einem Artikel:** „Die Liste der Orte, wo geschah, was in Rother­ham geschah, ist end­los: New­cas­tle, Rochdale, Hud­der­s­field, Leeds, Man­ches­ter, Sheffield, Der­by, Keigh­ley, Skip­ton, Black­pool, High Wycombe, Leices­ter, Dews­bury, Mid­dles­brough, Peterbor­ough, Bris­tol, Hal­i­fax, Oxford. Die Täter hat­ten fast alle Migra­tionsh­in­ter­gund: Pak­istan, Indi­en, Bangladesh, Iran, Irak, Türkei.“ Die Polizei scheint macht­los, der Empörungspegel bei islamistis­chem „Home­grown-Ter­ror“ oder offen­sichtlich­er Sklaverei und Men­schen­rechtsver­let­zun­gen der beson­ders ekel­haften Sorte hält nicht lange an. Es wird ignori­ert, dass die Ter­rorab­wehr wed­er im inneren funk­tion­iert, noch an den Gren­zen die wirk­lich gefährlichen Typen abgewiesen werden.

Doch was macht man nun, wenn man zwar eine ganze Rei­he schar­fer Werkzeuge gegen den Ter­ror­is­mus in der Hand hat, jedoch längst nicht mehr die Kraft auf­bringt, diese auch einzuset­zen? Man set­zt sie an ander­er Stelle ein. Dort, wo nicht mit Wider­stand zu rech­nen ist. Man erfind­et eine Bedro­hung, die es nicht gibt und die deshalb auch nicht zurückschlägt und Rache nimmt. Und so exeku­tieren britis­che Beamte heute ohne mit der Wim­per zu zuck­en steinalte Blas­phemiege­set­ze, wie sie aktuell nur noch in der Scharia Gültigkeit haben. Diese Umla­belung ist uns in Europa dur­chaus schon bekan­nt. Als näm­lich 2005 das dänis­che Blatt „Jyl­lands Posten“ einige Mohammed-Kar­rika­turen veröf­fentlichte, waren die Vertei­di­ger des „ver­ant­wor­tungsvollen Umgangs mit der Presse­frei­heit“ an vorder­ster Beschwich­ti­gungs­front damit befasst, den Propheten des Islam vor jed­er Belei­di­gung zu beschützen. Der Tenor lautete in etwa so: Natür­lich gibt es die Presse­frei­heit, aber den Islam belei­di­gen ist unangemessen. Und klein­laut weiter…man weiß doch wie dessen Anhänger so drauf sind. Das dacht­en wohl auch die Polizis­ten in Luton, als sie den „Allah is gay“ Stand hek­tisch abräumten und eben­falls die Gren­zpolizei, die wenig später aus ein­er satirisch ver­pack­ten Islamkri­tik einen Ras­sis­musvor­wurf gegen Lau­ren South­ern strickte.

Kommt “Free Speech” in Großbritannien unter die Räder?

Dass Lau­ren South­ern für Großbri­tan­nien keine Gefahr darstellt, die größer sein kön­nte als eine Tasse ver­schüt­teter Tee, ist natür­lich auch den Sicher­heit­skräften klar, die hier nur Befehlen fol­gten. Keine ihrer Äußerun­gen oder Veröf­fentlichun­gen, die bei ein­er 22 Jahre jun­gen Frau noch über­schaubar und leicht zurück­zu­ver­fol­gen sind, recht­fer­tigt auch nur einen Hauch des Ter­rorver­dachts. Ihre Reden und Videos wirken jedoch als Gegen­mit­tel zu den Seda­ti­va aus Unaufmerk­samkeit und Ablenkung von den tat­säch­lichen Prob­le­men im Land. So war sie schon in Südafri­ka dadurch aufge­fall­en, dass sie über die dort grassierende Mord­serie an weißen Farmern berichtete und eini­gen Mit­gliedern des ANC vor laufend­er Kam­era State­ments ent­lock­te, die ohne Zweifel einen fin­steren Schat­ten des Ras­sis­mus auf die Rain­bow-Nation wer­fen – dies­mal unter umgekehrten Vorze­ichen. Was South­ern wohl aus Lon­don zu bericht­en hätte…?

Es ist anzunehmen, dass nicht nur die britis­che Regierung in Zukun­ft noch stärk­er nach dem Mot­to „If the mes­sage is uncom­fort­able, lock up the mes­sen­ger“ han­deln wird. Ein Umstand, der für das Mut­ter­land von „Free Speech“ beson­ders beschä­mend ist. Rede­ver­bote, Medi­en­bann und Ver­leum­dung sind pro­bate Mit­tel, an der Rep­u­ta­tion von unbe­que­men Men­schen zu kratzen. Dass auch weit­er­hin zu solchen Mit­teln der falschen Bezich­ti­gung gegrif­f­en wird, ste­ht zu befürcht­en. Diese Entwick­lung ist auch in Deutsch­land schon seit län­gerem im Gange, man erin­nere sich nur an die Schneisen des Schweigens, die das Net­zw­erk­durch­set­zungs­ge­setz durch die sozialen Net­ze schlägt. Von Mei­n­ungs­frei­heit kann in Europa schon eine ganze Weile kaum noch die Rede sein.

Fazit

Einen Plus­punkt gibt’s für den Schneid von South­ern und ihren Fre­un­den, sich mit solch ein­er Aus­sage in die Fußgänger­zone von Luton zu stellen. Die Debat­te an sich ist mir Schnuppe und aus der Prax­is wis­sen wir, dass Reli­gion­ss­tifter vor Anwür­fen aller Art nicht sich­er sind und unseres Schutzes auch nicht bedür­fen. Witze über Moses, Bud­dah oder Jesus fall­en heute nicht mehr unter einen Blas­phemie-Para­grafen, Gottes­lästerung ste­ht nicht unter Strafe – wed­er hier noch in Großbri­tan­nien. Und würde man als Reisender an den Hof von Harun al Rashid im Bag­dad des 8. Jahrhun­derts gelan­gen, kön­nte man sich dort sog­ar mit den neuesten Spott­versen über den Propheten Mohammed ver­sor­gen. Das ist heute anders, wie wir wis­sen, auch immer häu­figer aus eigen­er Anschau­ung. Ein Spott hier, eine Karikatur dort, eine Kri­tik oder Rep­lik – alles, was mit dem Islam zusam­men­hängt, wird heute als „to hot to han­dle“ betra­chtet. Lieber nicht, die Mus­lime kön­nten sauer wer­den. Der Humor, so ler­nen wir, kni­et nicht auf dem Gebet­step­pich. Das Abwehrgeschütz wird geladen und abge­feuert. Pro­phy­lak­tisch. Wumm – Ras­sis­mus, selb­st wenn keine ras­sis­chen Stereo­typen im Spiel sind. Rumms – Islam­ophopie, auch wenn es sich hier­bei nicht um ein psy­chol­o­gis­ches Krankheits­bild han­delt, das man noch dazu abschal­ten kön­nen soll wie einen Toast­er. Da wird eine Reli­gion in Wat­te gepackt, wie dies die Spreng­meis­ter im Straßen­bau des vor­let­zten Jahrhun­derts mit den Flaschen voller Nitro­glyc­erin tat­en, die bei der kle­in­sten Erschüt­terung in die Luft gin­gen. Dazu passen allerd­ings das ständi­ge Beschwichti­gen und die Ver­sicherung nicht, es han­dele sich um eine „Reli­gion des Friedens“ – denn sobald ein­er zuckt, knallt‘s offen­sichtlich gewaltig!

Jet­zt also der Ver­such, die Kri­tik­er der gewalt­samen und intol­er­an­ten Aspek­te des Islam mit eben­den Werkzeu­gen zu pack­en, die sie eigentlich schützen soll­ten. Das ist nicht nur schäbig, son­dern eine Kapit­u­la­tion vor dem Islamis­mus, der unter­dessen weit­er schal­ten und wal­ten kann, wie es ihm behagt – in Großbri­tan­nien und ander­swo in Europa. Bleibt noch eine einzige andere Erk­lärung für die Ausweisung von Lau­ren South­ern aus Großbri­tan­nien, doch die ist beina­he noch nieder­schmettern­der: man glaubt, sie als Islamkri­tik­erin dort nicht aus­re­ichend schützen zu können.

Übri­gens: das “Luton-Exper­i­ment” ist mit einem ein­deuti­gen Ergeb­nis been­det wor­den. Vice darf fol­gen­los “Jesus is gay” schreiben, währen man für den Satz “Allah is gay” in Großbri­tan­nien als Ter­ror­ist behan­delt und aus dem Land gewor­fen wird. Let this sink in!

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* Zwar hat Großbri­tan­nien 2008 das Blas­phemiege­setz abgeschafft, es wurde jedoch bere­its 2006 der „Racial and Reli­gious Hatred Act“ ver­ab­schiedet, der es unter Strafe stellt, auf­grund religiös­er Ein­stel­lung Hass auf Men­schen zu schüren. Dies scheint jedoch nicht auf Has­spredi­ger zuzutr­e­f­fen, die in englis­chen Moscheen zum Dschi­had gegen „Ungläu­bige“ auf­s­tacheln. Doch selb­st wenn man diesen Act zur Begrün­dung der Ausweisung South­erns her­anzöge, bräuchte es zu dessen Durch­set­zung im Einzelfall immer eines: ein recht­skräftiges Urteil vor einem ordentlichen englis­chen Gericht – in der Causa South­ern gab es jedoch keine Anklage, keinen Kläger, keine Anwälte, keinen Richter und auch kein Urteil. Nur eine willkür­liche Ausweisung.

** Hier eine Alter­na­tive Quelle

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38 Kommentare

  1. Falls sich jemand dafür inter­essiert, für welch­es Ver­hal­ten genau die Dame als Ter­ror­istin zum Abschuss freigegeben wurde, der find­et hier das Cor­pus Delicti:

    https://www.youtube.com/watch?v=AxjH5hZYTbQ

    Man muss sie ein­fach lieben. 

    Abge­se­hen davon eignet sich das Video als gutes Argu­ment gegen Anti-Ter­ror Geset­ze, die es nicht geben sollte, weil sie miss­braucht wer­den, UND gegen Mul­ti-Kul­ti. Es zeigt, dass bei­des ein Land in ein Freiluft-Gefäng­nis ver­wan­delt, in dem die Geset­ze gegen JEDEN miss­braucht wer­den, um durch Inkom­pat­i­b­litäten her­vorgerufene Kon­flik­te nicht offen aus­brechen zu lassen. Und es zeigt, dass Mul­ti­kul­ti-Staat­en gegenüber Gewalt und Lynchjus­tiz klein beigeben, und bei­des in diesen Freiluft-Gefäng­nis­sen erfol­gsver­sprechende Strate­gien sind, von denen auch wir mehr erwarten können.

      • ” Wofür war dieses Minus? ”

        Form und Inhalt.

        ” Keine Argumente? ”

        Keine Zeit zu verschwenden.

        • Was genau ist an Form und Inhalt auszusetzen? 

          Fühlst Du, dass daran etwas verkehrt ist, so wie meine Fre­undin fühlt, dass sie eine neue Hand­tasche braucht, oder meinst Du es, so wie ich meine, dass Bat­man viel cool­er als Spi­der­man ist? Oder schlum­mert in Deinem Kop­fi eine Argu­men­ta­tion, die Du nicht raus­lassen willst? Du weißt, sowas mit Argu­menten und Logik. Kennst Du das?

        • ” Was genau ist an Form und Inhalt auszusetzen? ”

          Form:
          Ihr Duk­tus ist unangemessen, Ihre Vok­a­beln verfehlt.
          (Aber bei­des dur­chaus auf­schlussre­ich, nicht nur in Ihrem obi­gen Kommentar.)
          Inhalt:
          Ihre Prämis­sen sind meist, Ihre Kon­klu­sio­nen regelmäßig fehlerhaft.
          (Nicht nur in ihrem obi­gen Kommentar.)

          ” […] Du weißt, sowas mit Argu­menten und Logik. Kennst Du das? ”

          Was genau haben Sie daran …
          ‘Keine Zeit zu verschwenden.’
          .. nicht ver­standen? Ich argu­men­tiere i.d.R. nur, wenn ich zumin­d­est die Hoff­nung hege, dass diie Argu­mente auch erfasst wer­den. Alles andere wäre die besagte Zeitverschwendung.
          Und:
          Was genau wis­sen Sie als Außen­ste­hen­der über Logik?

          Btw.: Kaufen Sie Ihrer Fre­undin eine neue Hand­tasche. Der resul­tierende Effekt ist gewöhn­lich enorm befriedend.

        • Da ich schon vor langem damit aufge­hört habe, wie aus dem vor­let­zten Jahrhun­dert zu klin­gen, über­set­ze ich das von meinem Vorred­ner geschriebene mal, und fasse es zusammen:

          “Dein Sprach­stil ist ist unangemessen, und Deine Behaup­tun­gen und Schlüsse sind regelmäßig fehlerhaft. 

          Da fall­en mir auf Anhieb vier Fra­gen ein:

          1. Welche Behaup­tung genau entspricht nicht den Tatsachen?
          2. In welch­er Quelle genau ste­ht das?
          3. Welch­er Schluss ist fehlerhaft?
          4. Wo genau liegt der logis­che Fehler?

          “Du bist blöd, weil ich was Besseres bin, und es nicht nötig habe, mit niederem Gesin­del wie Dir meine Zeit zu verschwenden.”

          Aha. Kannst Du nicht, oder willst Du nicht? Ich tippe darauf, dass Dus nicht kannst.

          “Kauf Dein­er Fre­undin ne neue Hand­tasche, dann gibts Sex”

          Danke für den Ratschlag, aber meine Fre­undin hat bere­its sehr viele Hand­taschen, und ich halte es für unklug, Dinge zu ver­schenken, die bere­its im Über­maß vorhan­den sind. Über­maß bedeutet abnehmender Nutzw­ert bei gle­ich­bleiben­den Anschaffungskosten.

          Ich hab auch einen gut gemein­ten Ratschlag für Dich: Hör auf, wie Kant in sein­er Kri­tik der reinen Ver­nun­ft zu schreiben, um darüber hin­wegzutäuschen, dass Du nichts zu sagen hast. Hab stattdessen etwas zu sagen, und drück das, was Du zu sagen hast, ein­fach ver­ständlich und ohne Fremd­worte, Schach­tel­sätze, und diese lächer­lich wirk­ende Über­he­blichkeit aus. Bei dem, was Du machst, blamierst Du Dich eben­so vor Leuten, die sich von Dein­er Bil­dungs-Schwuchtelei täuschen lassen, wie auch vor Leuten, bei denen dies nicht klappt. Nur aus jew­eils anderen Gründen.

    • Hmm, wohl mal wieder Zeit für eine freie inter­pre­ta­tion des beliebten Zitates (Brecht? Sandburg?):
      “Stell Dir vor, da ist ein Messer­stech­er und Du gehst nicht hin …”

      Wie geht’s noch in der realen Welt weiter?

        • 😀
          Oder nur ein gewaltig langes Mess­er: So ab 20 m aufwärts.
          Alter­na­tiv natür­lich ein ganz ganz langer Arm. Dann klapp­t’s auch mit der Arm­länge Abstand! >;o)

  2. Ergänzung um ein Missver­ständ­nis vorzubeu­gen. Der let­zte Satz bezieht nicht auf Sell­ner, der ist sich­er ein Rechter, son­dern auf meinen ersten Absatz.

    • Selb­st wenn Herr Sell­ner ein “Rechter” ist (was ich nicht beurteilen kann, da ich mich nicht mit ihm beschäftigt habe) , so hat er den­noch das Recht, seine Mei­n­ung frei (!) zu äussern. Selb­st, wenn er den grössten Blödsinn verzapfen würde, so wäre dies sein gutes Recht!

      Natür­lich stünde es in diesem Fall auch jedem Anderen zu, frei Kri­tik an seinen Ansicht­en zu üben. Jedoch zu ver­suchen, ihn vom Sprechen anzuhal­ten (wie jet­zt in UK), oder einem Ver­lag nahezule­gen, sich von einem Autoren zu tren­nen, oder von ein­er Partei zu fordern, ein Mit­glied auszuschliessen (Sar­razin), das sind alles Ver­suche, die Mei­n­ungs­frei­heit einzuschränken, oder nur in den engen Gren­zen eines “Mei­n­ungsko­r­ri­dors” zuzulassen.

      Wer dies hin­nimmt, der darf sich anschliessend nicht über die näch­ste Dik­tatur beschweren. 

      Ohne Mei­n­ungs­frei­heit gibt es keine Freiheit!

      • Sell­ner ist ein Lib­ertär­er. Das bedeutet für viele Poli­tik­er, die sich an den wach­senden Etatismus gewöh­nt haben, dass er selb­st den Teufel beim Wür­feln bescheißen würde. Ich sehe das etwas anders, obwohl ich im Gegen­satz zu Sell­ner nicht glaube, dass es ganz ohne Staat geht.

        • Ich bin mir mit­tler­weile nicht ein­mal mehr sich­er, alle zeit­genös­sis­chen “Kampf­be­griffe” kor­rekt zu erfassen: “Lib­ertär­er”, “Neolib­er­al”, “Glob­al­ist”, etc, wer­den — für mich jeden­falls — zunehmend neb­ulös, und tra­gen nichts zur Klärung der Frage bei, WAS GENAU die Leute denn nun eigentlich im Sinn haben.

          Der Kern mein­er Gesellschaft­sauf­fas­sung ist deck­ungs­gle­ich mit dem 1st Amend­mend in den USA. Jed­er hat das Recht, zu sagen, was er will, solange nicht gezielt zu Gewalt aufgerufen wird.

        • Auch wenn ich ungerne den Klugscheißer spiele:
          Sell­ner ist ein Iden­titär­er, also schon ein­deutig rechts (was ja legit­im ist, wie links zu sein) und lt. Ver­fas­sungss­chutz und weit­er­er in dieser Beziehung mehr oder weniger kom­pe­ten­ter Quellen sog­ar recht­sex­trem. Ich per­sön­lich habe da noch nichts Extremes bei den Iden­titären ent­deck­en kön­nen bis auf vielle­icht eine leichte Springerstiefelromantik.
          Bish­er haben sich die Iden­titären meines Wis­sens nach auss­chließlich friedlich­er Aktio­nen bedi­ent. Sind also so eine Art Green­peace der Recht­en Szene.

          Lib­ertär ist was anderes…
          Und nein, ohne Staat (ein­schließlich der Beamten) geht es wirk­lich nicht. Da haben wir eine richtig gute Basis in Deutsch­land, die es zu bewahren gilt.

        • “Iden­titär­er”, ein weit­er­er schwammiger Begriff, der für mich unbrauch­bar ist. Dieses zwang­hafte In-Schubladen-ein­sortieren-wollen ist kontraproduktiv.

          Lassen Sie doch die Leute ein­fach ihre Mei­n­ung aus­drück­en, ver­bal und in Schrift­form. Dann sortiert sich das schon entsprechend des Sinngehaltes.

          Wofür der Ver­fas­sungss­chutz gut sein soll, dass muss mir allerd­ings wohl irgend­wann jemand erk­lären. In meinen Augen ein nut­zlos­er Haufen.

          “Ohne Staat (ein­schließlich der Beamten) geht es wirk­lich nicht.”

          Mit dem gegen­wär­ti­gen (Vielfrass-)Staatswesen wird es allerd­ings nicht mehr lange gut gehen. Fällt der Finanzsek­tor, so fällt der Rest:

          https://www.nzz.ch/finanzen/interview-mit-markus-krall-der-draghi-crash-ist-nur-eine-frage-der-zeit-ld.1308458

        • Herr Sell­ner ist lib­ertär und der Ver­fas­sungss­chutz ist ein krim­ineller Stasi-Gestapo-Ersatzvere­in, der so viele Straftat­en began­gen hat, dass daran Parteiver­botsver­fahren vor Gericht gescheit­ert sind.

  3. Herr Letsch, man­no mann, hier fassen Sie heiße Eisen an. Als Vertei­di­ger der Rechte der Recht­en ist man dann plöt­zlich selb­st ein­er. Umkehr unmöglich und dann wird es ungemütlich. Denn um die Rechte klein zu hal­ten ist jedes Mit­tel legit­im. Es wird öffentlich so gehand­habt aber auch im Pri­vat­en. Dieses empfinde ich als unbe­grei­flich bis entset­zlich. Danke, dass Sie sich dage­gen stellen.

    Kurz noch zwei Ergänzun­gen: Lau­ren South­ern, da war doch schon­mal was:
    http://meedia.de/2017/07/10/nach-hetzjagd-vorwuerfen-beim-g20-zeit-online-trennt-sich-von-stoerungsmelder-autor-soeren-kohlhuber/

    Eben­falls die Ein­reise in Mut­ter­land der Freien Rede ver­weigert wurde kür­zlich Mar­tin Sell­ner (nein, muss man auch nicht gut find­en den Mann, aber gewaltig ist der auch nicht …) ein­schließlich 2 Tage Knast:
    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Nach-Festnahme-Identitaeren-Chef-meldet-sich-zu-Wort/325755001

    Für die Linke ist alles, was nicht links ist, rechts. Und im Zweifel ist rechts dann auch gle­ich recht­sex­trem. Darunter fall­en dann schnell auch die Liberalen.

    • Die einzige Gren­ze der Mei­n­ungs­frei­heit ist das Strafrecht. Wenn das nicht mehr gilt, kön­nen wir nicht mehr von Mei­n­ungs­frei­heit reden. Das gilt selb­stver­ständlich nicht nur für Linke. Bei Sell­ner und Pet­ty­bone liegt die Sache übri­gens etwas anders, wen­ngle­ich ich es in diesen Fällen genau­so verurteile, sie gle­ich einzus­per­ren. Sell­ner ist Aktivist und wollte an ein­er poli­tis­chen Ver­anstal­tung teil­nehmen — hier haben die Briten aus­re­ichend Autorität, eine Ein­reise zu unterbinden. Sell­ner ist näm­lich kein Brite. Pet­ty­bones Fall ist noch kom­pliziert­er, weil sie zwar Aktivistin, aber auch Jour­nal­istin ist. In South­ern Fall ist die Sach­lage imho ein­deutig, deshalb habe ich dieses Beispiel gewählt.

      • [[ Die einzige Gren­ze der Mei­n­ungs­frei­heit ist das Strafrecht. ]]

        Exakt.

        Allerd­ings denken sich wohl viele Deutsche, dass in der Ver­gan­gen­heit für das Vertreten der aktuellen Regierungsmei­n­ung noch nie ein Bürg­er an die Wand gestellt wor­den ist.

        Obrigkeits­denken, Feigheit, und Grup­pen­ver­hal­ten, das ist jeden­falls meine Mei­n­ung zu den Ursachen des rück­rats­seit­i­gen Meinungsfreiheitsdefizites.

      • “Die einzige Gren­ze der Mei­n­ungs­frei­heit ist das Strafrecht.”

        Also kann man die Rede­frei­heit beliebig beschränken. Man schreibt die Beschränkun­gen ein­fach ins Strafge­set­zbuch, und schon ist der Roger zufrieden. Zumin­d­est, bis es den Roger selb­st trifft. Aber dann ist der Roger ganz alleine, weil diejeni­gen, die es vor ihm getrof­fen hat, schon weg sind, und diejeni­gen, die es nach ihm tre­f­fen wird, froh sind, dass es nicht sie erwis­cht hat.

        Unrecht ist Unrecht, egal in welchem Buch es steht.

        • Das diese Aus­sage nur für Sys­teme gilt, die über eine frei­heitliche Grun­dord­nung ver­fü­gen, muss man doch nicht wirk­lich jedes mal dazu sagen, oder? 😉

        • Ich denke Herr Spahn trifft den Nagel auf den Kopf. Die frei­heitliche Grun­dord­nung definiert sich vor allem durch die Wahrung der Mei­n­ungs­frei­heit und der Geset­zge­ber hat da keine beliebige Weisungsmacht. 

          Das wird gerne ver­wis­cht, indem so getan wird, als wäre es schwierig eine ern­stzunehmende Dro­hung von der Veröf­fentlichung ein­er Mei­n­ung zu unter­schei­den. Oder als wäre ein Geheimnisver­rat ver­wech­sel­bar mit ein­er Mei­n­ung. In Wahrheit ist nichts mit ein­er Mei­n­ung ver­wech­sel­bar und eine frei­heitliche Grun­dord­nung definiert sich dadurch, dass die Mei­n­ungsäußerung akzep­tiert wird. Deutsch­land hat keine frei­heitliche Grun­dord­nung. Wir sind nur freier als andere Staat­en, die es noch schlechter machen, wie Chi­na oder Russland.

        • Wo genau sehen Sie denn eine frei­heitliche Grun­dord­nung? Doch wohl eher nicht im zeit­genös­sis­chen Europa, oder sehe ich das falsch? 

          Abge­se­hen davon wurde auch in der Sow­je­tu­nion das Recht auf Rede­frei­heit in der Ver­fas­sung fest­geschrieben. Ich würde ein­mal behaupten, dass dieses Recht in der Sow­je­tu­nion nicht das Papi­er wert war, auf dem es geschrieben stand. Im End­ef­fekt läuft doch alles auf die Frage hin­aus, wie sehr eine Regierung die Priv­i­legien miss­braucht, die ihr ver­liehen wur­den. Ums mit Bas­ti­at zu sagen, kann man eine Regierung nicht dazu zwin­gen, moralisch zu sein, man kann sie nur daran hin­dern, unmoralisch zu sein. Let­zteres erre­icht man, indem man ihr alle Mit­tel nimmt, die sie miss­brauchen kön­nte. Und aus dem Grund bin ich, was solche Rechte wie die Rede­frei­heit ange­ht, ein Abso­lutist. Jede Ein­schränkung ist Unrecht, egal, in welchem Buch sie ste­ht. Und jede Abwe­ichung von dieser Richtlin­ie eröffnet Miss­brauch Tür und Tor. Und je kom­pliziert­er ein Rechtssys­tem ist, desto leichter kann es miss­braucht wer­den. Deshalb sind Aus­nah­men und Son­der­regelun­gen inakzeptabel.

        • [[ Und aus dem Grund bin ich, was solche Rechte wie die Rede­frei­heit ange­ht, ein Absolutist. ]]

          Ein exzel­len­ter Punkt.

          Je länger ich darüber nach­denke, desto mehr tendiere ich dazu, Ihnen zuzustimmen.

          Schauen wir uns doch ein­mal die gegen­wär­ti­gen legalen Gren­zen der Mei­n­ungs­frei­heit an:

          Aufruf zur Gewalt, Belei­di­gung, Leug­nung des Holo­causts, und die Her­ab­würdi­gung von Volks­grup­pen und Reli­gio­nen, fällt mir spon­tan ein.

          Das einzige, was für mich rel­e­vant ist, das ist der Aufruf zur Gewalt. Ander­er­seits, wenn man angesichts der ständi­gen “Vorkomm­nisse” mit messer­be­wehrten Jung­mus­li­men zur Bil­dung von Bürg­er­wehren aufriefe — was ja dur­chaus in Gewalt enden kön­nrw — ist man dann bere­its jen­seits des GG? A la “Bil­dung ein­er ter­ror­is­tis­chen Vereinigung”?

          Ich per­sön­lich ver­ab­scheue den Islam, und alles, wofür er ste­ht. Ich betra­chte diese Ide­olo­gie als die momen­tan grösste Bedro­hung der Men­schheit (neben der Über­bevölkerung). Und mir passt es über­haupt nicht, dass man das in vie­len Online-Foren so nicht aus­drück­en kann.

          Der Rest, Belei­di­gung, etc, sind für mich Petitessen. Und wenn jemand ern­sthaft meint, in Anbe­tra­cht all der über­wälti­gen­den Beweise, den Holo­caust leug­nen zu kön­nen, dann soll er das ruhig tun. Es ist immer noch das beste Mit­tel, Ver­rück­te ein­fach solange reden zu lassen, bis sie sich aus ihren eige­nen Wort einen Strick gedreht haben.

        • Hey “-1”,

          ich würde gerne eine Begrün­dung für “-1” lesen.

          Her­zlich,
          Holger

        • Schön, dass zur Abwech­selung auch mal jemand über Sinn und Unsinn vom hiesi­gen Recht nach­denkt. Dieser ganze Kadav­erge­hor­sam gegenüber dem, was irgendwelche Poli­tik­er beschließen, ist auf Dauer deprim­ierend. Es gab in der Ver­gan­gen­heit mehr als genü­gend Unrecht, um es ange­bracht erscheinen zu lassen, mal darüber nachzu­denken, was genau sowas ausmacht. 

          Ich hab mir jet­zt über­legt, ob ich ne Argu­men­ta­tion schreibe, weshalb jede einzelne Ein­schränkung der Rede­frei­heit größere Schä­den anrichtet, als das ursprüngliche Prob­lem, aber ich wäre zu faul, etwas zu schreiben, das höchst­wahrschein­lich nicht veröf­fentlicht wird. In jedem Fall unter­drückt man Wahrheit­en und schafft Mär­tyr­er. Man legt eben­falls eine zutief­st men­schen­ver­ach­t­ende Welt­sicht an den Tag, wenn man meint, für Andere entschei­den zu kön­nen, was die Wahrheit ist. Und selb­st, wenn es einen Rechtsweg gibt, auf dem man vor Gericht beweisen kann, dass eine Behaup­tung den Tat­sachen entspricht — sofern Tat­sachen­be­haup­tun­gen über­haupt geschützt sind, was bei Belei­di­gung zum Beispiel nicht der Fall ist — ist so ein Gerichtsver­fahren mit so vie­len Kosten und Aufwand ver­bun­den, dass ein Ver­fahren an sich bere­its eine Bestra­fung darstellt. Allein durch die Exis­tenz solch­er Geset­ze schafft man Unrecht, egal, was genau im Geset­zes­text steht.

          Bezüglich der Bürg­er­wehr fällt mir etwas ein, das in der, auf dem Papi­er, noch frei­heitlichen Grun­dord­nung der USA steht:

          “A well reg­u­lat­ed Mili­tia, being nec­es­sary to the secu­ri­ty of a free State, the right of the peo­ple to keep and bear Arms, shall not be infringed.”

          So kann man das mit den Bürg­er­wehren auch lösen. Man macht ein­fach ein Grun­drecht daraus. Per­sön­lich halte ich das für die Ide­al­lö­sung. Men­schen, die arbeit­en gehen und die Kinder ver­sor­gen müssen, haben keine Zeit, um mit Demon­stra­tio­nen beim Staat bet­teln zu gehen. Im Gegen­satz zu vol­lzeital­i­men­tierten Antifan­ten, deren Woh­lerge­hen davon abhängt, dass mehr und mehr umverteilt wird. Nor­male Men­schen sind in der poli­tis­chen Are­na ein­fach im Nachteil. Wenn die nor­malen Men­schen dann auch noch entzah­nt sind, kön­nen sie keine Bedin­gun­gen schaf­fen, in denen man ihnen zum Beispiel mal erk­lären muss, welch­es höhere Gut durch eine Poli­tik geschaf­fen wird, die die Verge­wal­ti­gungs-Wahrschein­lichkeit ihrer Frauen und Kinder mas­siv erhöht, und die oben­drein auf unpro­duk­tivste Weise schweine­teuer ist. Man kann dann ein­fach durchregieren, und die Prob­leme aus­sitzen. Schließlich gibts nie­man­den, der etwas tun kön­nte. Die Bevölkerung ist unterworfen. 

          BTW, ich würde wet­ten, dass es solche Äußerun­gen sind, die die meis­ten Minus ein­brin­gen. Manche Men­schen sind halt stolz darauf, dass sie sich frei­willig bück­en, während man andere erst dazu zwin­gen muss. Die erst­ge­nan­nten kriegen Panikan­fälle, wenn jemand im Angesicht der Author­ität nicht die Arschback­en spreizt, und find­en es geil, wenn jemand gezwun­gen wird. Ich halte das für eine Art von Stock­holm Syn­drom. Und es scheint häu­figer zu wer­den. Es gab hier ja sog­ar jeman­den, der den aktuellen Beamten­staat als Ganzes für erhal­tenswert hält, was eine Sichtweise ist, die ich in dieser Form nicht­mal mehr von Beamten kenne. Diejeni­gen, die ich kenne, ver­di­enen so halt ihr Geld, find­en anson­sten aber vieles daran scheiße. Das ist zumin­d­est meine Erk­lärung für das ‑1.

        • Herr Spahn, Ihr neuester Beitrag erfüllt mein rebel­lis­ches Herz mit Freude! 🙂

        • Nanu, fehlt hier nicht ein­er mein­er Beiträge? 😉

          Schlug ich über die Stränge?

        • Ja und ja. Denn es gilt zwar das Prinzip der Mei­n­ungs­frei­heit, da ich aber für das Gesamtwerk hier ver­ant­wortlich zeichne, möchte ich bes­timmte For­mulierun­gen hier nir­gends an den Wän­den haben. Meine Wände, meine Regeln. 😉

        • [[ …möchte ich bes­timmte For­mulierun­gen hier nir­gends an den Wän­den haben. ]]

          Ich ver­wende eben manch­mal gerne auch drastis­che For­mulierun­gen, um auf den Punkt zu kom­men. Ganz beson­ders dann, wenn es um die Mei­n­ungs­frei­heit geht. 

          [[ Meine Wände, meine Regeln. ]]

          Abso­lut nachvollziehbar.

      • Ich habe eine ‘Dau­men hoch’ gegeben, aber mir ist nur bed­ingt wohl dabei. Denn das Strafrecht kön­nte beliebig geän­dert wer­den und damit eben jenes Grun­drecht sys­tem­a­tisch aus­ge­höhlt wer­den. Sich­er, auch das Strafrecht ste­ht unter dem Grundge­setz. Aber wir haben es prak­tisch am Net­zDG gese­hen, wie leicht man die Grun­drechte aushe­beln kann.

        For­mal gese­hen müsste das Grun­drecht des DG also seine Gren­zen nur im Kon­text des GG find­en. Die Durch­führung im Strafrecht darf dieses nicht beliebig aushebeln.

  4. Lau­ren South­ern wurde beim G20-Gipfel vom Antifa-Mob regel­recht gejagt. Als sie und ihre Kam­eraleute die Klei­dung wech­sel­ten, um weit­er­hin unerkan­nt Inter­views zu führen, wur­den sofort Bilder von ihr ver­bre­it­et, und die Gruppe fort­ge­set­zt ange­grif­f­en. Ihr wurde schliesslich nahegelegt, sich doch bess­er woan­ders aufzuhal­ten, weil man “ihre Sicher­heit nicht gewährleis­ten könne”. Gelebte Mei­n­ungs­frei­heit 2017.

    Die Dame ist allerd­ings wirk­lich bewun­der­swert. Mit welchem Mut sie sich immer wieder völ­lig ver­rück­ten Per­so­n­en ent­ge­gen stellt, das ist schon höchst respek­ta­bel! Hier eines mein­er Lieblingsvideos von ihr:

    https://www.youtube.com/watch?v=PSsk_k7MBpw

    und hier noch ein Best-Of-Lauren-Southern:

    https://www.youtube.com/watch?v=1C0ZPMbqTsM

    Die britis­che Polizei und Jus­tiz kann man allerd­ings nur noch als beschä­mend beze­ich­nen. Aus Rother­ham (1400 in der Mehrzahl von Pak­ista­nis miss­brauchte englis­che Mäd­chen) wurde nichts gel­ernt. Ger­ade wurde bekan­nt, das in Telford diesel­ben Ver­brechen von den gle­ichen Verdächti­gen über Jahre hin­weg began­gen wurde (1000 englis­che Mäd­chen unter Dro­gen geset­zt, verge­waltigt, an andere “Män­ner” ver­liehen, und zur Pros­ti­tu­tion gezwun­gen, und — wohl in drei Fällen — auch umgebracht).

    Als Grund, warum die Polizei & die Jus­tiz nicht ein­schritt, wurde angegeben: “Man wollte den Unter­stützern von Ras­sis­ten und Frem­den­has­sern nicht in die Hände spielen”.

    Wenn also, um diesen Vor­gang ein­mal auf Deutsch­land zu über­tra­gen, die AfD die Unter­drück­ung von islamis­chen Ver­brechens­meldun­gen bemän­geln wurde, dann wäre nicht das Ver­brechen das Prob­lem, son­dern die AfD wäre es, da diese das Ver­brechen auf das scham­los­es­te “poli­tisch instru­men­tal­isiert”. Ver­rück­te Welt!

    • Es mag ja dur­chaus sein, dass die Ter­rorge­set­zge­bung in GB wirk­lich zur Bekämp­fung von Ter­ror­is­mus einge­führt wurde. Das Prob­lem bei solchen Geset­zen ist aber immer, genau zu definieren, was man denn unter “Ter­ror­is­mus” zu ver­ste­hen hat.
      Da dieses Gesetz jet­zt gegen Lau­ren South­ern angewen­det wurde, ver­mute ich, dass das Gesetz eben ger­ade nicht ein­deutig definierte, was unter “Ter­ror­is­mus” zu ver­ste­hen sei.
      Gle­ichzeit­ig lässt man näm­lich IS-Anhänger (offen­bar britis­che Staats­bürg­er?) sowie aus­gewiesene Has­spredi­ger, die zum Krieg gegen “Ungläu­bige” aufrufen, unbe­hel­ligt einreisen.
      Man erken­nt daran, dass diese Ter­ror­is­mus­ge­set­ze Gum­mi­para­graphen enthal­ten, die von bes­timmten Inter­es­sen­grup­pen gegen missliebige (bzw. erwün­schte) Per­so­n­en angewen­det wer­den können.
      Ein Trauerspiel!

      • [[ Da dieses Gesetz jet­zt gegen Lau­ren South­ern angewen­det wurde, ver­mute ich, dass das Gesetz eben ger­ade nicht ein­deutig definierte, was unter “Ter­ror­is­mus” zu ver­ste­hen sei. ]]

        Die britis­chen Behör­den scheinen eine Hei­de­nangst davor zu haben, dass der gesellschaftliche Deck­el vom Topf fliegt. Vergessen Sie nicht, dass in UK die “Paki-Prob­leme” wesentlich älter sind, als die Türken-/Kur­den­prob­lematik in DE. 

        Da schwelt wohl so einiges unter der Ober­fläche, und die Behör­den ver­suchen anscheinend mit allem Mit­teln, den Leuten ein­bläuen zu wollen “Gehn’se weit­er, hier jibt’s nüscht zu sehn” und “Allet is jut!”.

    • “Wenn also, um diesen Vor­gang ein­mal auf Deutsch­land zu über­tra­gen, die AfD die Unter­drück­ung von islamis­chen Ver­brechens­meldun­gen bemän­geln wurde, dann wäre nicht das Ver­brechen das Prob­lem, son­dern die AfD wäre es, da diese das Ver­brechen auf das scham­los­es­te “poli­tisch instrumentalisiert”. ”

      War das Prob­lem an der Köl­ner Neu­jahrs­feier mit der öffentlichen Gang­bang-Par­ty nicht auch, dass die Veröf­fentlichung dieser Mel­dung Ras­sis­ten und Aus­län­der­has­sern in die Hände spielt? Die erste Demon­stra­tion nach den Über­grif­f­en war doch auch “Gegen Ras­sis­mus, gegen Sex­is­mus”, um den Platz ja nicht irgendwelchen Nazis zu überlassen.

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