«Lie­ber ein Narr sein auf eige­ne Faust, als ein Wei­ser nach frem­dem Gut­dün­ken!» – (Fried­rich Nietz­sche, „Also sprach Zarathustra“)

Sei­en wir ehr­lich. Die Ver­hal­tens­än­de­run­gen, die uns seit Mit­te März aner­zo­gen wur­den, ste­cken schon recht tief in den meis­ten von uns drin. Abstands­re­gel, Mas­ken­pflicht, Ein­schrän­kun­gen von Bewe­gungs­frei­heit und Akti­vi­tä­ten, sogar die Ange­wohn­heit, sich über aktu­el­le Ver­schär­fun­gen oder Locke­run­gen wie über das Wet­ter von mor­gen zu infor­mie­ren, sind in Fleisch und Blut über­ge­gan­gen. Vie­le haben sich sogar dar­an gewöhnt, dass die Regeln zeit­lich und ört­lich höchst unter­schied­lich sei­en, hier dem Lais­ser-fai­re, dort aber einer Buß­geld­ver­ord­nung unter­lie­gen kön­nen. Hieß die sinn­vol­le Losung noch im April „Flat­ten the cur­ve“, um unser Gesund­heits­sys­tem nicht zum Kol­laps zu brin­gen, stellt der Wirt­schafts­mi­nis­ter nun in Aus­sicht, dass erst unter 100 Neu­an­ste­ckun­gen pro Tag mit wei­te­ren Locke­run­gen, etwa dem Ende der Mas­ken­pflicht, zu rech­nen sei, ganz gleich wie flach die Kur­ve oder wie robust unser Gesund­heits­sys­tem auch sein mag.

Ich ver­su­che seit Wochen, dem pras­seln­den Coro­na-Regen wider­sprüch­li­cher Mel­dun­gen, War­nun­gen und Küchen­weis­hei­ten aus dem Weg zu gehen, allen­falls deren Echos errei­chen mich. Etwa die­ses, dass dank der Feh­ler­quo­te der Tests unter ein paar tau­send Getes­te­ten fast sicher immer 100 (schein­bar) Coro­na-Posi­tiv sein wer­den. Oder dass die Bun­des­re­gie­rung erwägt, Aus­rei­se­ver­bo­te über soge­nann­te „Hot-Spots“ zu ver­hän­gen und auch jene Mel­dung, dass die Zahl der Anti­kör­per bei Gene­se­nen offen­bar rasch wie­der abnimmt und man zum Schluss kom­men kann, dass ein Impf­schutz, wenn er denn end­lich ver­füg­bar sein soll­te, nur sehr kur­ze Zeit wir­ken wird.

Das Dilem­ma, in dem wir ste­cken, ist offen­sicht­lich. Da ist einer­seits eine Krank­heit, die nicht von uns las­sen will – oder wir nicht von ihr. Dazu gesellt sich eine gigan­ti­sche Lis­te an staat­li­chen Maß­nah­men, die stän­dig auf dem Prüf­stand der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ste­hen soll­ten, es aber nur sel­ten tun. Schließ­lich drit­tens die Tat­sa­che, dass unse­re am Boden lie­gen­de Wirt­schaft sich kurz­fris­tig weder die Krank­heit noch die staat­li­chen Gegen­maß­nah­men mehr wird leis­ten können.

Aus der viro­lo­gi­schen Debat­te hal­te ich mich her­aus, mir geht es heu­te um einen ande­ren, nicht ganz unwich­ti­gen Aspekt, der das Mit­ein­an­der in die­ser Kri­se betrifft, ganz gleich was der Ein­zel­ne für die Ursa­chen der­sel­ben hal­ten mag.

Von Nachlässigen und Maskenverweigerern

Das Ver­spre­chen Alt­mai­ers (>100 Fälle/Tag) als „Möh­re an der Angel“ neh­mend, die fast schon in Reich­wei­te scheint, strengt sich der deut­sche Esel noch mal so rich­tig an. Der Eifer, mit dem eini­ge unse­rer Mit­men­schen die Ein­hal­tung selbst der unsin­nigs­ten Regeln, zur staats­bür­ger­li­chen Pflicht erklä­ren und sich laut­stark mit nach­läs­si­gen Mas­ken­trä­gern, Abstan­di­gno­rie­rern und Hän­de­schütt­lern aus­ein­an­der­set­zen, ist befremd­lich. Wenn man jetzt nur nicht nach­las­se, alles brav exe­ku­tie­re, was an Regu­la­ri­en her­un­ter­ge­reicht wird und natür­lich auch die Coro­na-App instal­lie­re, dann, ja dann sei es nur noch eine Fra­ge von Mona­ten oder Wochen, bis wir wie­der zurück­keh­ren kön­nen in die Zeit der Sozi­al­kon­tak­te, des Fei­erns, der unbe­schwer­ten Strand­ur­lau­be, der Rock-Kon­zer­te und des Sta­di­on­er­leb­nis­ses aus Bier, Brat­wurst und Brüllgesängen.

Wenn, ja wenn da nicht die­se Ver­wei­ge­rer, die­se reni­ten­ten Nar­ren wäh­ren, wegen denen wir alle in Gei­sel­haft ste­cken, wegen derer Rene­ga­ten­tum wir umso län­ger auf die befrei­en­den Kanz­le­rin­nen­wor­te war­ten müs­sen: „Lie­be hier leben­den, ihr dürft wie­der Spaß haben tun!“

Am eif­rigs­ten dabei sind unse­re hal­tungs­ver­bes­sern­den Medi­en, die mit reich­lich Empö­rung von „Aus­brü­chen“ berich­ten, die natür­lich immer auf das glücks­schä­di­gen­de Ver­hal­ten ein­zel­ner (oder bes­ser: bestimm­ter) Per­so­nen zurück­zu­füh­ren ist, die sich angeb­lich am Kol­lek­tiv ver­sün­di­gen, weil sie auf des­sen Regeln pfei­fen. Ob die Regeln aber sinn­voll sind oder gar wir­ken – die­sen Beweis bleibt man schul­dig. Eben­so den, dass BLM-Demos kei­ne Ver­brei­tungs­her­de erzeugt, Trump-Ral­lys und Fleisch­ver­ar­bei­tung aber schon.

Die Macht der Gewöhnung

Das Tra­gen der Mas­ken ist läs­tig. Wer etwas ande­res behaup­tet, lei­det mitt­ler­wei­le unter dem Stock­holm-Syn­drom. Da hilft es auch nichts, auf Chir­ur­gen zu ver­wei­sen, weil die die Din­ger jeden Tag bei jeder Ope­ra­ti­on tra­gen. In ihrer Frei­zeit tra­gen auch Chir­ur­gen übli­cher­wei­se kei­ne Mas­ken, schon gar nicht, wenn sie ein Buch, ein paar Schu­he oder Kar­tof­feln kau­fen gehen. Dem Umsatz des Ein­zel­han­dels oder der zwi­schen­mensch­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on tun die Mas­ken jeden­falls nicht gut. Ich wür­de auch gern mal wis­sen, wie sich taub­stum­me Men­schen der­zeit mit ihren hören­den Mit­men­schen ver­stän­di­gen, wenn sie deren Lip­pen nicht lesen kön­nen. Die Kri­tik ver­stummt und die Welt mir ihr.

Stel­len wir uns einen Moment vor, durch die stän­di­gen (frei­wil­li­gen) erzie­he­ri­schen Ein­wir­kun­gen eini­ger unse­rer block­war­ti­gen Mit­men­schen hät­te sich die „All­tags­mas­ke“ – welch ein gru­se­li­ger Euphe­mis­mus – so durch­ge­setzt, dass es nie­man­den mehr gäbe, der sie in Fra­ge stell­te. Tun wir so, als wäre es nun die natür­lichs­te Sache der Welt, die Din­ger über­all zu tra­gen. Jeder wür­de glau­ben, ja wis­sen, dass die Mas­ke Schutz bie­te und könn­te sich gar nicht mehr vor­stel­len wie es war, als die unwis­sen­de Mensch­heit auf die­ses simp­le klei­ne Ding, das so viel Gutes bewir­ke, ver­zich­tet hat­te. War­um soll­te man die Mas­ken­pflicht dann über­haupt jemals aufheben?

Wenn sich eine Regel erst mal so ver­fes­tigt hat, dass der über­wie­gen­de Teil der Bevöl­ke­rung sie nicht mehr in Fra­ge stellt und viel­mehr alle Abweich­ler, die gegen die Regel ver­sto­ßen, selbst maß­re­gelt – wozu sie abschaf­fen? Wenn die Mas­ke heu­te schützt, dann tut sich das doch auch mor­gen und über­mor­gen und über­nächs­tes Jahr vor der über­über­nächs­ten Wel­le. Viel­leicht macht man irgend­wann eine groß­zü­gi­ge Ges­te, indem man die abso­lu­te Frei­wil­lig­keit nutzt, um die Pflicht abzu­schaf­fen? Das sichers­te Gefäng­nis ist schließ­lich jenes, das man nicht abschlie­ßen muss, weil der Gefan­ge­ne die Welt außer­halb als Gefäng­nis definiert.

Wenn die Ein­hal­tung der Regel den Staat zudem nichts kos­tet, weil die Unter­ta­nen in einer per­ver­sen Anwen­dung des Krab­ben­korb­ef­fek­tes den Ursprung der Regel nicht mehr hin­ter­fra­gen und sich gegen­sei­tig am Ent­kom­men hin­dern, wozu über­haupt etwas ändern? Ob Schaum­wein­steu­er, Kir­chen­fi­nan­zie­rung, Soli-Zuschlag oder „Demo­kra­tie­ab­ga­be“ ali­as GEZ – nichts geht von allein, wenn es als gege­ben oder gebo­ten gilt oder ihm per Nud­ging erfolg­reich eine gefälsch­te höhe­re Wei­he ver­lie­hen wur­de. Die Regel ist noch da, aber man hat ver­ges­sen, wem sie zu ver­dan­ken ist und wozu sie ursprüng­lich diente.

Bei der Abschaf­fung der Mas­ken­pflicht wird es unse­ren Poli­ti­kern min­des­tens am Mut feh­len, denn jeder posi­ti­ve Test danach gäl­te in unse­rer ver­dreh­ten neu­en Welt­ord­nung, in wel­cher einst mün­di­ge Bür­ger von Poli­ti­kern die zuver­läs­si­ge Aus­schal­tung des per­sön­li­chen Lebens­ri­si­kos erwar­ten, als gebro­che­nes Ver­spre­chen. Doch poli­ti­schen ad-hoc-Ent­schei­dun­gen liegt weder Zau­ber­kraft noch Wahr­heit inne. Wir ver­beu­gen uns vor einer Illu­si­on, so wie Doro­thy vor dem Zau­be­rer von Oz. Es braucht gele­gent­lich einen Toto, der an den Vor­hän­gen zieht.

Am erzie­he­ri­schen, angst­ma­chen­den modus ope­ran­di der Medi­en ist nichts mehr zu ändern, aber man kann sie igno­rie­ren und sich wei­gern, wie gewünscht mora­lisch zu Fackel und For­ke zu grei­fen, wenn jemand aus der Rei­he tanzt. Schlu­cken sie ihren Ärger viel­leicht bes­ser hin­un­ter, lie­be Leser, wenn jemand mal kei­ne Mas­ke trägt oder im Super­markt abstand­wid­rig unter ihrem Arm durch­taucht, um ein Stück But­ter aus dem Kühl­re­gal zu fischen. Und soll­te jemand zu zetern begin­nen und mit der Poli­zei dro­hen, sagen sie am bes­ten ein­fach und höf­lich „shut up!“.

Las­sen wir also eini­ge Krab­ben aus dem Korb ent­kom­men, selbst wenn wir selbst nicht zu den ers­ten Krab­ben gehö­ren, die die zurück­ge­won­ne­ne Frei­heit genie­ßen. Wir brau­chen die Quer­köp­fe, Reni­ten­ten und Unan­ge­pass­ten, die uns an unse­re Frei­heit wie auch unse­re Unter­wür­fig­keit erin­nern und wie leicht es immer wie­der ist, uns zu mani­pu­lie­ren und zu Kon­for­mis­mus zu erzie­hen. Egal zu wel­chem Zweck.

Vorheriger ArtikelZu wenig, zu spät – Regula Venske verteidigt die Redefreiheit
Nächster ArtikelHaltungsjournalismus: Von den Werten und Geboten der Presse

14 Kommentare

  1. Lus­tig zu lesen. Bei der kon­sta­tier­ten Unwirk­sam­keit von Mas­ken liegt der Aut­hor lei­der kom­plett falsch, ein gro­ber jour­na­lis­ti­scher Fehler.

    Reich­wei­te Hus­ten / Nie­sen ohne alles 2.4 m, mit halb­sit­zen­dem Tuch / Schal noch 1.1 m, mit selbst­ge­näh­tem Mund­schutz knapp 7 cm oder 0.07 m. Quel­le: Flo­ri­da Atlan­tic Uni­ver­si­ty, dor­ti­ges Labor.

    Dum­mer­wei­se hilft eine Mas­ke auch Pol­len­all­er­gi­kern im Frei­en. Eigent­lich gut nachvollziehbar.

    Groß­de­mos (auch BLM o. ä.), Boot­par­ties, Par­ties in Parks oder gro­ßen Plät­zen in den Städ­ten, Bal­ler­mann ohne Mund­schutz, Got­tes­diens­te mit zu wenig Abstand beim Sin­gen, Indus­tri­el­le Fleisch­ver­ar­bei­tung mit her­un­ter­küh­len­der Kli­ma-Umluft­an­la­ge (West­fleisch, Tön­nies, Döner­spie­ße aus Moers) und all­ge­mei­ne Abstands­un­ter­schrei­tun­gen ohne Mas­ken wer­den auch in Zukunft den not­wen­di­gen Grund­le­vel lie­fern und dafür sor­gen, dass das Virus nicht ver­schwin­det. Von Reimpor­ten ganz zu schweigen.

    Ein Impf­stoff ist noch nicht vor­han­den. Bei Grip­pe­imp­fun­gen liegt die Wirk­sam­keit hier bei uns je nach Sai­son bei 30 – 80 %. Das hat mich auch nicht wirk­lich über­zeugt. Ich bin trotz­dem kein Impfgegner.

    Und zu guter letzt: die Mas­ke ist auch eine PSA (Per­sön­li­che Schutz­Aus­rüs­tung). So wie in der Arbeits­welt Sicher­heits­schu­he, Schutz­bril­le, Gehör­schutz, Schutz­hand­schu­he, Helm. Ins­be­son­de­re letz­te­rer nervt extrem. Die­se trägt man ein gan­zes Arbeits­le­ben. Nicht weil gleich etwas pas­siert und einen dann schützt, son­dern um die Wahr­schein­lich­keit von Unfäl­len zu redu­zie­ren. Wer­den wir hier seit Jahr­zehn­ten von den Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten bevor­mun­det und geknechtet?

    Aber es gibt noch Hoff­nung: Coro­na­par­ties in USA. Das Teil ist schließ­lich mit 190 nm so klein, dass muss man sich mal näher anschauen.

  2. „…sich gar nicht mehr vor­stel­len wie es war, als die unwis­sen­de Mensch­heit auf die­ses simp­le klei­ne Ding, das so viel Gutes bewir­ke, ver­zich­tet hatte. ”

    Immer wie­der ist es tröst­lich, hier (und anders­wo) das zu lesen, was einen selbst stark bewegt, ja: beun­ru­higt. Man ist also nicht allei­ne. Nur: reicht das? Wenn ich im Bus oder S‑Bahn fah­re oder spa­zie­ren gehe, seh’ ich sie doch, all die Mer­kel und/oder Grün­links­wäh­ler. Sie sind die Mehr­heit und mer­ken wie­der mal nix.

  3. Gegen jede Grip­pe­wel­le hilft ein gutes Immun­sys­tem. Je bes­ser man sozi­al inte­griert ist, je mehr täg­li­che Kon­tak­te man hat, des­to stär­ker ist die­ses – von patho­lo­gi­schen Fäl­len mal abgesehen.

    Wir soll­ten also wie alle Pri­ma­ten Groo­m­ing betrei­ben, am Bal­ler­mann, auf dem Volks­fest und im Sta­di­on haben 20% der Bevöl­ke­rung rund 80% aller Sozi­al­kon­tak­te. Auch die Schnäpp­chen­jagd ist hilf­reich für das Immun­trai­ning, eben­so die Schule.

    Lei­der ist die Schul­ver­wal­tung ein­ge­knickt gegen­über den Gewerk­schaf­ten und will die Schü­ler im Sep­tem­ber mit Schnuf­fi durch die Gän­ge und auf die Schul­hö­fe schi­cken. Tau­sen­de gesun­de Jugend­li­che sol­len sich also ein­schrän­ken, nur weil ein paar alte Säcke Panik schieben?

    Da könn­te man ja gleich die Innen­städ­te auf Tem­po 30 redu­zie­ren und die Auto­bah­nen auf Tem­po 100. Bloß weil ein paar Wei­ber beim Fah­ren in der lin­ken Hand das Smart­pho­ne hal­ten müs­sen und in der rech­ten Hand den Lip­pen­stift, müs­sen Mil­lio­nen Pend­ler und Hand­wer­ker schlei­chen. Das kos­tet nichts, das zahlt der Staat.

    Wir ent­wi­ckeln uns direk­temang zur Dik­ta­tur des Pre­ka­ri­ats, denn bei uns bestim­men inzwi­schen jene Frau­en, Kin­der und Rent­ner, die sel­ber am wenigs­ten zum Wohl­stand bei­tra­gen. Vom Fünf­ten Stand ganz zu schweigen.

  4. Ein­heits­me­di­en sind die moder­nen Göt­ter in Deutsch­land, sie machen Köni­ge und Kanz­ler, nie­mand sonst! Es gab ein­mal Kar­tell­äm­ter die über­wach­ten ab wann ein­zel­ne Unter­neh­men eine markt­be­herr­schen­de Stel­lung, eine mono­po­lis­ti­sche Markt­macht hät­ten, die aus ihrer wett- und damit markt­wirt­schafts­feind­li­chen Bal­lung von Inter­es­sen Wett­be­werb und Markt ausschalten.
    Lei­der „ver­gaß” man irgend­wann den Medi­en­be­trieb, der ja als eins­ti­ge wich­ti­ge 4.Kontrollgewalt in frei­heit­li­chen Demo­kra­tien die Regie­rung noto­risch kri­tisch beob­ach­ten soll­te, die­se Auf­ga­be aber nur wahr­neh­men könn­te, wenn er eben kei­ne Mono­pol­stel­lung ein­näh­me, denn Viel­falt, Diver­si­tät der Mei­nun­gen und der Kri­tik wäre ja Vorraus­set­zung. In Zei­ten, in denen der Medi­en­ma­fia­markt volks­so­li­da­risch auf­ge­teilt ist in SPD Madsach&Co., und Mer­kel­un­ter­wür­fi­ges Bertelsmann,HAIM,Burda,Springerkartell – neben dem „voll­kom­men unab­hä­gni­gen ÖR” natür­lich – die alle­samt ihre Infor­ma­tio­nen immer direkt aus dem Ober­kom­man­do des Zen­tral­ko­mi­tees des Füh­rungs­an­spruchs der Alter­na­tiv­los­dig­keit der mer­kel­schen Welt­ein­tei­lung in „uner­hört und rück­gän­gig machen” was nicht gefällt, emp­fan­gen – vor­her durch die gar nicht „gehei­men Nach­rich­ten­diens­te” Redak­tio­nel­les Netz­werk und deut­sche Pres­se­agen­tur auf Linie gebracht – wirkt ein­fach die Macht der Eli­mi­nie­rung schlecht wirt­schaf­ten­der (berich­ten­der) Unter­neh­men nicht mehr, deren „Pro­duk­te” nie­mand kauft, weil die an den ewig sogar bis ins Wort und den Satz­bau glei­chen­den Abspra­chen was und wie berich­tet wird jeden Wett­be­werb aus­he­beln. Und aktu­ell, wenn sogar die­se mafiö­sen Regie­rungs­macht­schüt­zen­den Abspra­che­kar­tel­le und Aus­gren­zun­gen kri­ti­scher Mit­ar­bei­ter aus die­sen Betrie­ben nicht mehr fruch­ten, ver­sucht man alles bis dahin noch halb­wegs ver­meint­li­cher Betriebs­wirt­schaft unter­le­ge­ne mit ” Coro­na­hil­fen”, „Erleich­te­run­gen” und nach Habeck inzwi­schen sogar „Gemein­nüt­zig­keits­de­kla­rie­rung” in Rich­tung direk­ter Staats­pro­pa­gan­da des ÖR zu ver­schie­ben, wo kei­nes der grau­si­gen Pro­pa­gan­da­mär­chen mehr der „Frei­wil­lig­keit” des „Kaufs” durch Kun­den unter­wor­fen ist, weil der „Kun­de” es zwangs­wei­se kau­fen muß.
    Dort endet jeder Wett­be­werb als Trieb­fe­der frei­heit­lich-demo­kra­ti­scher Ver­hält­nis­se im Unter­schied zu kom­mu­nis­ti­scher Geschichts- und Rea­li­täts­klit­tern­der Regie­rungs­ju­bel­pres­se, die bereits schon ein­mal 12 und 40 jah­re lang die Wut von Ochs und Esel trotz­dem nicht bän­di­gen konnte.

  5. Tol­ler Arti­kel, vie­len Dank! Ich berich­te kurz von mei­nen Erfah­run­gen als „Coro­na-Rebell” : seit Wochen schon gehe ich ohne Mas­ke ein­kau­fen, zie­he mei­nen Schal nur auf direk­te Anspra­che ein wenig über Mund und Nase. Lei­der mache ich die Erfah­rung, je län­ger die­se unsäg­li­che Mas­ken­pflicht bei­be­hal­ten wird, des­to unge­hal­te­ner wer­de ich auf die feh­len­de Mas­ke ange­spro­chen, und zwar nur sel­ten vom Per­so­nal im Super­markt son­dern meis­tens von ande­ren Kun­den. Glück­li­cher­wei­se hat mir eine sehr net­te Ärz­tin ein Attest aus­ge­stellt, so dass ich ab sofort eine Art Ret­tungs­an­ker in mei­ner Tasche habe. Es wird wirk­lich Zeit, dass mehr Men­schen mit­ma­chen, ich den­ke wenn eine „kri­ti­sche Men­ge” an Leu­ten nicht mehr mit­macht, dann fällt die Mas­ke von alleine.

  6. Man kann der Tat­sa­che schon­mal ins Auge sehen: wenn das noch eine Wei­le so wei­ter­geht, wird „nasen­frei” das neue oben ohne (und es ist furchtbar).

  7. «Lie­ber ein Narr sein auf eige­ne Faust, als ein Wei­ser nach frem­dem Gut­dün­ken!» .Die­ses Zitat von Nietz­sche kann­te ich nicht. Ich muss aber sagen, mir sind bei­de Spe­zi­es geich unangenehm.
    Die „Nar­ren”: Fast alle Men­schen haben eine dezi­tier­te Mei­nung zu Allem und zu Jedem, und zwar auch dann, wenn sie sich nicht im Gerings­ten mit den Fak­ten ver­traut gemacht haben.. Den Fall, dass jemend sagt: Ich kann dazu kei­ne Mei­nung äußern, da ich die dahin­ter­lie­gen­den Fak­ten nicht genü­gend ken­ne – den gibt es prak­tisch nicht.
    Die „Wei­sen”: Was als eige­ne Über­zeu­gung daher­kommt, ist meist nichts Ande­res als eine gelun­ge­ne Anpass­un­gleis­tung an das Umfeld. Wie Fleisch­hau­er so schön sagt: Nie­mand möch­te einer sein, der bei der Fra­ge „Kommst Du mit zum Essen?” regel­mä­ßig über­gan­gen wird.

  8. Mut­ti hat doch auch kei­ne Freu­de am Leben, wie­so dann wir? Ob sie einen Sinn im Leben sieht weiß man auch nicht so genau.

  9. Gewöhnt eu h dran.
    Habeck: Der Vor­wurf, ein Tem­po­li­mit sei eine unge­bühr­li­che Ein­schrän­kung der bür­ger­li­chen Frei­heit auf der Auto­bahn, klingt jetzt irgend­wie noch lächer­li­cher als ohne­hin schon – jetzt nach der Schlie­ßung von Kir­chen, Schu­len und so weiter.“
    Princi­pi­is obs­ta sero medi­ci­na paratur!

  10. Ich gehö­re wohl auch eher zu den Reni­ten­ten, Unan­gepaß­ten, die sich für das Coro­na-Geschwur­bel in Main­stream­pres­se und ÖR nicht inter­es­sie­ren. Höchs­te Zeit, dass die Ver­ant­wort­li­chen aus VER­bo­ten GEbo­te machen. All­mäh­lich ver­stärkt sich bei mir der Ein­druck, gro­ße Tei­le des deut­schen Vol­kes mutie­ren auf­grund der inzwi­schen völ­lig über­zo­ge­nen Coro­na-Maß­nah­men mehr und mehr zum Kin­der­gar­ten: „Ja Mut­ti, wir fol­gen Dir”. Wenn künf­tig bei jeder neu auf­tre­ten­den Krank­heit sol­che Maß­nah­men erfol­gen, kön­nen wir die Wirt­schaft kom­plett ver­ges­sen. Und ein solch iso­lier­tes, ödes Leben soll noch Sinn/Freude machen?

  11. Fabel­haft! Punkt­ge­nau zutref­fend und auch noch sehr lus­tig- vie­len Dank!
    Las­sen wir Unwil­li­gen unse­ren wider­ständ­le­ri­schen Anwand­lun­gen also frei­en Lauf und zei­gen der Mani­fes­ta­ti­on Orwell­scher Zustän­de den ent­spre­chen­den Finger..!

  12. „nichts geht von allein“? „alles geht von allein“ schie­ne mir im logi­schen Zusam­men­hang des Sat­zes zutreffend.

Comments are closed.