Ein Gespenst geht um, nicht nur in Euro­pa, aber dort zeigt es sich beson­ders häu­fig und immer auf der sehr lin­ken Sei­te des poli­ti­schen Spek­trums: Das bedin­gungs­lo­se Grund­ein­kom­men. In der deut­schen Lin­ken hat es beson­ders in den fun­da­men­tal­kom­mu­nis­ti­schen Krei­sen öko­no­misch mäßig begab­ter Vor­den­ker (Nach­den­ker kann man sie ja unmög­lich nen­nen) wie Kat­ja Kip­ping ein hei­me­li­ges Zuhau­se. In einer ihr zuzu­ord­nen­den „Denk­schrift“, die der cice­ro im Juli die­ses Jah­res zu Bit und Byte wer­den ließ, beschrieb sie die „lin­ke Ideen­ge­schich­te“ zu die­sem The­ma. Es ist ein theo­re­ti­sie­ren­des, welt­frem­des Mani­fest, wie es vie­le im Dunst­kreis kom­mu­nis­ti­scher Uto­pien gibt. Man ver­sucht, eine kri­ti­sche Mas­se an Befür­wor­tern und Ver­tei­di­gern der Idee her­bei­zu­re­den und nach der Metho­de „Aus viel Wort wird Wahr­heit“ öko­no­mi­sche Gesetz­mä­ßig­kei­ten außer Kraft zu set­zen. Und wie alle die­se Ideen benö­tigt auch die vom Grund­ein­kom­men eine beson­de­re Sor­te von Mensch für die Rea­li­sie­rung, wel­che Kom­mu­nis­ten zu allen Zei­ten immer dann zu ent­de­cken glau­ben, wenn sie in den Spie­gel bli­cken – den „neu­en Men­schen“, der das Gute stets ohne Zwang tut, das Böse stets ohne Zwang unter­lässt, nie eigen­nüt­zig denkt und han­delt und im Kol­lek­tiv und im Hel­den­ro­man lebt.

Ich möch­te sie hier nicht mit der Dar­le­gung der Ver­lo­ckun­gen und Gefah­ren des Grund­ein­kom­mens lang­wei­len. Es ist viel dar­über geschrie­ben wor­den und es gab und gibt bereits Expe­ri­men­te. Seit die­sem Jahr kön­nen wir eines in Finn­land bewun­dern, des­sen ängst­li­che Aus­prä­gung (560 Euro monat­lich, 2.000 Teil­neh­mer) wohl kaum die Eupho­rie recht­fer­tigt, die zum Bei­spiel die Huf­fing­ton-Post an den Tag leg­te. In Finn­land decken 560 Euro wohl kaum die ele­men­ta­ren Bedürf­nis­se der Teil­neh­mer, was ja eigent­lich die Idee des Grund­ein­kom­mens sein soll­te. Außer­dem fal­len 2.000 Teil­neh­mer makro­öko­no­misch über­haupt nicht ins Gewicht und den Teil­neh­mern ist zudem klar, dass der Geld­se­gen nach zwei Jah­ren wie­der vor­bei sein wird — Expe­ri­men­te mit Men­schen funk­tio­nie­ren eben anders, als sol­che mit Rat­ten. Das fin­ni­sche Expe­ri­ment ist ledig­lich der Beweis dafür, das unver­hofft zuge­flo­ge­nes Geld das Wohl­be­fin­den durch­aus posi­tiv beein­flus­sen kann. Was für eine Erkennt­nis! Las­sen Sie sich doch mal monat­lich von Ihrem Haus­arzt 500 Euro ver­schrei­ben — was glau­ben Sie, wie schnell sich Ihr Wohl­be­fin­den verbessert!

Gedankenexperimente am linken Ende

Die Gedan­ken­ex­pe­ri­men­te der Lin­ken hin­ge­gen, wel­che die gesell­schaft­li­chen Seg­nun­gen beschrei­ben, die durch etwa 1.500 Euro „für lau“ jeden Monat auf die Men­schen haben wür­den, sind hin­rei­chend beleuch­tet. Sowohl die Argu­men­te der Befür­wor­ter, die dar­in eine Auf­wer­tung von unbe­zahl­ter, frei­wil­li­ger Arbeit erbli­cken sowie eine Auf­wer­tung der Ver­hand­lungs­po­si­ti­on von Arbeit­neh­mern – denen im Auge der Lin­ken ja stets fet­te Kapi­ta­lis­ten­sä­cke mit aus­beu­te­ri­scher Absicht gegen­über­ste­hen –, als auch die Argu­men­te der Geg­ner, die ins Feld füh­ren, dass man eine Kuh nicht dau­er­haft im Him­mel füt­tern und auf der Erde mel­ken kön­ne. Zuge­ge­ben, ich fin­de das Bei­spiel mit der Kuh viel stich­hal­ti­ger, aber ich könn­te mich ja irren. Den Post­bo­ten jeden­falls, der Tag für Tag Pake­te in unse­rer Gegend aus­lie­fert, wür­de ich defi­ni­tiv nie wie­der­se­hen, meint er. 1.500 Euro wür­den ihm voll­auf rei­chen, das sei mehr, als er jetzt habe und wenn das Lau­fen und Schlep­pen nur end­lich ein Ende hät­te, wäre er sogar mit weni­ger zufrie­den. Er wür­de sich sei­nem Gar­ten wid­men, wofür ihm stets die Zeit fehle…ob das auch zu den frei­wil­li­gen sozia­len Pro­jek­ten zählt, die Kat­ja Kip­ping im Sinn hat, wen sie vom Grund­ein­kom­men träumt?

Doch da sind ja auch noch ande­re Zie­le, für wel­che gera­de die Lin­ke immer wie­der ein­tritt. Im Pro­gramm zur Bun­des­tags­wahl der Lin­ken stand bei­spiels­wei­se zum The­ma Asyl: „Das Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz wird abge­schafft. Asyl­be­wer­be­rin­nen und Asyl­be­wer­ber und hier leben­de EU-Bürgerinnen und ‑Bürger wer­den in die Min­dest­si­che­rung ein­be­zo­gen.“ Wobei mit Min­dest­si­che­rung im Moment Hartz4 gemeint ist. An ande­rer Stel­le heißt es: „DIE LINKE steht für offe­ne Gren­zen für alle Men­schen in einem soli­da­ri­schen Euro­pa, das sich nicht abschot­tet. Wir strei­ten für siche­re Flucht­we­ge und eine Gesell­schaft, die Men­schen­rech­te ver­wirk­licht – statt Mau­ern zu bau­en und Grund­rech­te der aktu­el­len Haus­halts- und Stim­mungs­la­ge anzupassen.“

Legen wir die lin­ke Pro­gram­ma­tik kurz bei­sei­te und beleuch­ten das The­ma Grund­ein­kom­men von einer ande­ren Sei­te. Ein Bedin­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men allein für Deutsch­land, das klän­ge ja wie Ego­is­mus mit natio­na­lem Ant­litz! Des­halb gibt es die Idee, das The­ma gleich etwas wei­ter zu fas­sen und eine soge­nann­te „Euro-Divi­den­de“ zu zah­len. Am 20. Sep­tem­ber ver­trau­te Kat­ja Kip­ping ihrer Face­book­sei­te an:

Ich bat den Wis­sen­schaft­li­chen Dienst um eine Aus­ar­bei­tung zum The­ma Grund­ein­kom­men und Euro-Divi­den­de. Es kam her­aus, dass in den Gre­mi­en der EU das Grund­ein­kom­men immer mehr ins Blick­feld gerät.“

„Ins Blick­feld gera­ten“ ist eine Schlin­gel­for­mu­lie­rung ers­ter Güte und sagt nichts über die Inten­tio­nen die­ses Bli­ckes aus. Ein Pferd kann schließ­lich auch ins Blick­feld gera­ten – in das des Rei­ters und das des Pferdediebs.

Der Wis­sen­schaft­li­che Dienst des Bun­des­ta­ges, des­sen Diens­te jeder Bun­des­tags­frak­ti­on in Anspruch neh­men kann, lie­fer­te jeden­falls die Ant­wort auf die Fra­gen der Roten Kat­ja. Was er beleuch­ten soll­te, war jedoch nicht die Fra­ge, ob eine sol­che „Euro-Divi­den­de“ sinn­voll oder erstre­bens­wert sei, son­dern, wel­che steu­er­li­chen Nivel­lie­run­gen euro­pa­weit nötig wären, um die Vor­aus­set­zun­gen dafür zu schaf­fen. Divi­den­de, wer­den sie den­ken, das klingt nach Gewinn­be­tei­li­gung und ist doch eigent­lich eine fai­re Sache: Macht die EZB Gewinn, gibt’s Divi­den­de. Macht sie Ver­lus­te, gibt’s nix. Doch die­se Wort-Anlei­he aus der Akti­en­welt ist so gar nicht gemeint. Da muss auch der Wis­sen­schaft­li­che Dienst (WD) sei­ner Ant­wort eine Klar­stel­lung vor­weg­stel­len: „Der Vor­schlag wird vor­lie­gend so ver­stan­den, dass die „Euro-Divi­den­de durch die EU an alle in der EU-Ansäs­si­gen geleis­tet wer­den soll.“ – ja, das habt ihr schon rich­tig ver­stan­den, genau so meint die Kat­ja das. Hier ihre Anfra­ge zur all­ge­mei­nen Erbau­ung im Wortlaut:

„Der vor­lie­gen­de Vor­schlag skiz­ziert die Idee der Ein­füh­rung einer „Euro-Divi­den­de“. Danach soll „jeder Per­son, die ihren recht­mä­ßi­gen Wohn­sitz in der Euro­päi­schen Uni­on oder einem der Mit­glied­staa­ten hat, die den Euro ent­we­der ein­ge­führt haben oder dies in Kür­ze tun wer­den“, ein Grund­ein­kom­men von durch­schnitt­lich 200 Euro pro Monat gezahlt wer­den. Durch die­ses Grund­ein­kom­men soll jedem Ein­woh­ner eine uni­ver­sel­le, bedin­gungs­lo­se Basis gebo­ten wer­den, die nach Belie­ben durch Arbeits­ein­kom­men, Kapi­tal­erträ­ge oder Sozi­al­leis­tun­gen ergänzt wer­den kön­ne. Der Vor­schlag sieht vor, das Grund­ein­kom­men dif­fe­ren­ziert aus­zu­ge­stal­ten: Je nach Lebens­hal­tungs­kos­ten kön­ne sein Niveau von Land zu Land vari­ie­ren, für jün­ge­re Men­schen nied­ri­ger und für Älte­re höher aus­fal­len. Die „Euro-Divi­den­de“ von durch­schnitt­lich 200 Euro pro Monat für alle in der EU ansäs­si­gen Per­so­nen soll über die Ein­nah­men aus der Mehr­wert­steu­er finan­ziert wer­den. Hier­zu sieht der Vor­schlag vor, „die har­mo­ni­sier­te Mehr­wert­steu­er­be­mes­sungs­grund­la­ge der EU mit einem Satz von etwa 20 Pro­zent“ zu besteuern.“

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages stöhnt auf

Wei­ter heißt es in der Ant­wort des WD: „Der Vor­schlag ist inso­weit weder ein­deu­tig noch wider­spruchs­frei.“, was ich mit eige­nen Wor­ten als „Was für eine dus­se­li­ge, unprä­zi­se Fra­ge“ über­set­zen wür­de. Dies hält die Wis­sen­schaft­ler vom Dienst natür­lich nicht davon ab, sie zu beant­wor­ten. Man ist offen­bar den Umgang mit Begriffs­stut­zi­gen gewöhnt. Und so rech­net man vor, dass das beab­sich­ti­ge Geschenk von monat­lich 200 Euro pro Per­son in der Euro­zo­ne einen jähr­li­chen Finan­zie­rungs­be­darf der EU von 821 Mil­li­ar­den Euro bedeu­ten wür­de, was bei einem Gesamt-Haus­halt der EU im Jahr 2017 von 158 Mil­li­ar­den Euro wohl auch dem wis­sen­schaft­li­chen Dienst als sehr ambi­tio­niert erscheint. Die Lin­ke möch­te gern die Mehr­wert­steu­er EU-Weit auf 20% fest­le­gen und einen Teil davon nach Brüs­sel lei­ten, um das Geschenk an die Bür­ger bezah­len zu kön­nen. Grö­ße­re Umver­tei­lun­gen in Rich­tung EU wür­den also anste­hen – frei­lich nichts, was einem gestan­de­nen Lin­ken die Schweiß­per­len auf die Stirn trie­be. Ent­eig­nun­gen im Namen der Gerech­tig­keit sind Mar­ken­kern und gehö­ren zum revo­lu­tio­nä­res Gepränge.

Für Sie und mich bedeu­te­te dies, dass wir über’s Jahr gerech­net ein Biss­chen höhe­re Mehr­wert­steu­er zah­len, dafür monat­lich 200 Euro geschenkt bekom­men, um die­se höhe­re Steu­er auch bezah­len zu kön­nen. Man könn­te natür­lich auch, und Ach­tung, jetzt wird’s revo­lu­tio­när und Ur-Links, alle Mil­lio­nä­re in der EU ent­eig­nen und deren Koh­le zur Finan­zie­rung her­an­zie­hen. Zunächst könn­te sich die Lin­ke das Ver­mö­gen der rei­chen Deut­schen holen, etwa 2,3 Bil­lio­nen Euro. Das wür­de dann für 2–3 Jah­re „Euro-Divi­den­de“ rei­chen. Und was dann? Dann müs­sen wir die Kuh des Nach­barn schlach­ten, etwa in Frank­reich. Die deut­sche Kuh kann man ja nicht mehr mel­ken, weil sie nun geschlach­tet ist. Noch dazu stellt sich die Fra­ge, wer die Ver­mö­gens­wer­te kau­fen soll, die wir ja zu Geld machen müs­sen. Man kann den hun­gern­den Mas­sen ja kei­ne Antei­le einer Luxus­yacht in Mona­co geben. Wer also kauft die Boo­te, Häu­ser, Schlös­ser, Fabri­ken, den Schmuck und all die Picas­sos? So eine Revo­lu­ti­on ist schon eine anstren­gen­de Sache und hier­bei könn­te auch der WD nicht helfen.

Auch war man beim WD offen­bar ver­wun­dert über den Kreis der Bezugs­be­rech­tig­ten, die die Rote Kat­ja im Sinn hat und stellt klar „Inso­fern stellt sich die Fra­ge nach dem Titel des vor­ge­schla­ge­nen Grund­ein­kom­mens, wenn die­ses nicht mit der Inte­gra­ti­on der Wirt­schafts- und Wäh­rungs­uni­on ver­bun­den ist, son­dern auf alle in der EU ansäs­si­gen Per­so­nen glei­cher­ma­ßen Anwen­dung fin­den soll.“ ­– auch hier über­set­ze ich mal, was der Wis­sen­schaft­li­che Dienst der Fra­ge­stel­le­rin wohl durch die Blu­me sagen woll­te, dies­mal benut­ze ich die Gebär­den­spra­che. Heben Sie also den rech­ten Zei­ge­fin­ger waa­ge­recht in Schlä­fen­hö­he und beschrei­ben sie damit klei­ne Krei­se im Uhr­zei­ger­sinn. „Alle in der EU ansäs­si­gen Per­so­nen“ Bedeu­tet schließ­lich nichts ande­res, als „die die neu sind, die, die schon län­ger hier woh­nen und die, die grad mal eben da sind“. Somit hät­ten wir einen nicht gera­de sehr über­sicht­li­chen Kreis von poten­zi­el­len Leistungsempfängern.

Geld für alle, überall und für immer!

Zeit, die hier auf­ge­zähl­ten Gedan­ken zusam­men­zu­füh­ren, was ich in über­spitz­ter aber sicher zutref­fen­der Art tun möch­te: Die Lin­ke – oder doch zumin­dest der Teil, der so tickt wie die rote Kat­ja, möch­te a) offe­ne Gren­zen, b) siche­re Flucht­we­ge, c) ein Bedin­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men für d) alle, die hier leben und dazu noch e) ein monat­li­ches Euro-Begrü­ßungs­geld in Höhe von 200 Euro für das Pri­vi­leg, sich des Zah­lungs­mit­tels Euro bedie­nen zu dür­fen! Ach, fast ver­ges­sen: f) dies alles unab­hän­gig von der Stim­mungs- oder Kas­sen­la­ge! Ja, das kann klap­pen. Dar­an glau­be ich ganz fest. Und des­halb satt­le ich jetzt mein blass­ro­sa Ein­horn und rei­te zum Ende des Regen­bo­gens, wo ein Topf vol­ler Gold und gebra­te­ne Tau­ben in Trüf­fel­rahm auf mich war­ten. Das wer­de ich dann in Zukunft häu­fi­ger machen, dank Bedin­gungs­lo­sem Grund­ein­kom­men und Euro-Divi­den­de habe ich viel Muße für sol­che Din­ge. Scha­de eigent­lich, dass ich den WD als Nor­mal­bür­ger nicht „um die Beant­wor­tung eini­ger Fra­gen“ bit­ten kann. Aber viel­leicht fin­det sich ja ein Abge­ord­ne­ter des neu­en Bun­des­ta­ges, der dies für mich ver­an­las­sen könnte?

  1. Wie groß wäre der Ein­fluss eines Bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­mens von ca. 1500 Euro pro Monat für jeden Erwach­se­nen und 650 Euro für jeden Min­der­jäh­ri­gen in der Bun­des­re­pu­blik, bzw. einer „Euro-Divi­den­de“ von monat­lich 200 Euro in Zei­ten von Mas­sen­mi­gra­ti­on und Flucht­be­we­gun­gen aller Art auf die Wan­de­run­gen in Rich­tung Euro­pa und Deutsch­land und wen genau wür­de das Grund­ein­kom­men anlocken?
  2. Könn­te man in dem Fall, dass ein Flä­chen­de­cken­des Grund­ein­kom­men in Deutsch­land von der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­führt wür­de, davon spre­chen, dass alle Bewoh­ner die­ses Lan­des zu Ange­stell­ten und Mün­deln des Staa­tes würden?
  3. Unkünd­bar­keit als Preis für Loya­li­tät ist ein Merk­mal des Staats­be­am­ten­tums. Nie­mand, der ein Grund­ein­kom­men bezieht, ist künd­bar, also ist jeder de fac­to Beam­ter des Staa­tes. Gilt die Loya­li­tät der Men­schen also dem Land, oder des­sen Regie­rung, die das Grund­ein­kom­men garantiert?
  4. Wenn ein Mensch satt ist, dafür aber an einer Lei­ne gehal­ten wird…ist er dann frei?
  5. Ist „satt“ zu sein, ein aus­rei­chen­des Sub­sti­tut für Freiheit?
  6. Wenn Punkt fünf mit „ja“ zu beant­wor­ten ist, soll­ten wir dann nicht alle Men­schen in die­sem Land zu ihrem eige­nen Wohl in Gefäng­nis­se einsperren?
  7. Wer arbei­tet in einem sol­chen Land frei­wil­lig als Per­so­nal, dass für die Rund-um-die-Uhr-Betreu­ung der Insas­sen sor­gen muss?
  8. Kann ich bit­te eine Zel­le weit weg von der Kat­ja Kip­pings bekommen?

 

PS: Ich woll­te eigent­lich als „Musik zum Text“ Dire Straits, „Money for not­hing“ emp­feh­len. Geht aber nicht mehr, denn Mark Knopf­ler ver­wen­det in den Lyrics das Wort „fag­got“, was über­setzt ja wohl „Schwuch­tel“ bedeu­tet. Ha! Die­ser dis­kri­mi­nie­ren­de, ras­sis­ti­sche alte wei­ße Mann ist sowas von erledigt!

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10 Kommentare

  1. Alle Frau­en sind scharf auf mich.
    Strom kommt aus der Steckdose.
    Geld wird aus Papier gemacht.
    — Yeah, right!

  2. Ein Freund mach­te mich gera­de dar­auf auf­merk­sam, dass ich schon im Titel ver­ne­beln­de Begrif­fe ver­wen­den wür­de. Dabei gäbe es für das BGE einen kur­zen, prä­gnan­ten und kla­ren Begriff, den man ruhig ver­wen­den sollte:

    Rente ab 18!

    Ich fin­de, er hat recht!

  3. @Henrik Wit­ten­berg:
    Selbst­ver­ständ­lich kos­tet es „den Staat“ kei­nen müden Cent (auch nicht extra), der Staat hat ja gar kein Geld. Es kos­tet aber den effek­ti­ven Steu­er­zah­ler etwas extra: genau 8820 Euro/Jahr, damit er die­se wie­der zurückerhält.
    Las­sen Sie mich raten: Sie sind in NRW zur Schu­le gegangen?
    Abge­se­hen davon gehe ich davon aus, das ein BGE kom­men wird, der Staat in sei­ner Not wird kei­ne Rück­sicht auf die letz­ten ver­blie­be­nen Steu­er­zah­ler neh­men. Anschlie­ßend wird hier das Licht aus­ge­schal­tet, und nein, es wird kei­nen Neu­start mehr geben, die Asia­ten wer­den müde lächeln über soviel Dummheit.

  4. Das BGE wird wie die heu­ti­gen staat­li­chen Trans­fer­leis­tun­gen an uns Bür­ger aus der jähr­li­chen Wert­schöp­fung finan­ziert wer­den, von der ein bestimm­ter Teil in Form einer mone­tä­ren Aus­schüt­tung oder Steu­er­gut­schrift an alle regel­mä­ßig in glei­cher Höhe ver­teilt wird.

    Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lich aus­ge­drückt, erfolgt die Finan­zie­rung eines BGE immer aus dem volks­wirt­schaft­li­chen Leis­tungs­ge­sche­hen, wel­ches jähr­lich in der VGR, der »Volks­wirt­schaft­li­chen Gesamt­rech­nung« abge­bil­det wird. Es geht ledig­lich dar­um, wie der Ertrag (das »Volks­ein­kom­men«) in pri­va­te und öffent­li­che Ein­kom­men auf­ge­teilt wird. Das BGE wäre ein öffent­lich bereit­ge­stell­tes Ein­kom­men (im Gegen­satz zu pri­va­ten Ein­kom­men, die – nach Steu­ern – zum BGE hin­zu­ad­diert würden).

    Ein Bei­spiel: wenn wir das Exis­tenz­mi­ni­mum (8.820 Euro/Jahr, 735 Euro/Monat in 2017), das schon heu­te jedem Bun­des­bür­ger ent­we­der per steu­er­frei­em Grund­frei­be­trag oder via Grund­si­che­rung (ALG 2, Grund­si­che­rung im Alter etc.) zusteht, ab mor­gen direkt an die glei­chen Bür­ger aus­zah­len, kos­tet das den Staat kei­nen Cent extra (für Kin­der wäre das BGE ana­log etwas niedriger).

    Wie hoch die (Mehr-)Kosten im Ver­gleich zu den heu­ti­gen Trans­fer­leis­tun­gen sein wer­den, hängt dabei immer von der Höhe des bGE ab. Je höher das bGE sein soll, des­to mehr steu­er­li­che Umver­tei­lung ist nötig, dafür kön­nen im Gegen­zug aller­dings mehr Sozi­al­leis­tun­gen in Höhe des bGE abge­schafft wer­den (Steu­er­erhö­hun­gen vs Einsparungen).

    http://bgekoeln.ning.com/forum/topics/bge-in-deutschland-einfach-zu-finanzieren

    • Wis­sen Sie, wor­an man sofort erkennt, dass Sie illu­sio­nä­ren Jar­gon ohne Rea­li­täts­ge­halt daher­schrei­ben: An Ihrer Wort­wahl. Hach, „hin­zu­ad­diert“ ist aller­liebst. Sie kön­nen Ihre erstaun­li­chen Flos­keln ein­fach mal hiweg­ad­die­ren und sehen, was übrigbleibt 😀

  5. Man soll­te, ganz im Sin­ne des idea­len Staa­tes, ganz anders vor­ge­hen: Zuerst das Ver­mö­gen aller lin­ken Par­tei­en beschlag­nah­men, die­se Par­tei­en ver­bie­ten und die Kne­te an die Bedürf­ti­gen ver­tei­len. Dazu braucht es kei­ne Steu­er­erhö­hun­gen. Weil wir aber nicht in einem idea­len Staat leben bzw. die Kal­ten Krie­ger von einst sich alle ganz doll lieb­ha­ben, ver­si­ckert das soeben sicher­ge­stell­te Ver­mö­gen in dunk­le, übel rie­chen­de Kanä­le. Und jeder, der es wagt, auch nur in Ansatz zu ermit­teln, erlei­det kur­zer­hand einen bedau­er­li­chen Unfall oder bekommt Besuch von der ita­lie­ni­schen, rus­si­schen, chi­ne­si­schen, japa­ni­schen usw. Mafia. Kurz: Alle Unter­neh­men, die auf das Weg­zau­bern von Par­tei­ver­mö­gen spe­zia­li­siert sind. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

  6. Herr­lich. Danke!
    Ein pfun­di­ges Argu­ment gegen alle „unge­recht“ behan­del­ten Umverteilungs-Freaks:
    „… Wer also kauft die Boo­te, Häu­ser, Schlös­ser, Fabri­ken, den Schmuck und all die Picassos?“
    bei der Suche nach und Rück­füh­rung des „falsch plat­zier­ten Bar­gel­des“ im Volks­ver­mö­gen unse­res „rei­chen Landes“.

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