Ein Schiff wird kommen – mit der CEIBA zurück in die Vergangenheit

13

Es könnte ein wirk­lich schönes Schiff werden, wenn es in zwei bis vier Jahren fertig ist: das Holz- Segel­fracht­schiff „CEIBA“, dessen Bau letztes Jahr in Costa Rica begann. Die schönste Art, einen Ozean zu berei­sen, ist ohnehin das Segeln und warum nicht das Ange­nehme mit dem Gewinn­brin­gen­den ver­bin­den und Fracht trans­por­tie­ren? Die sich auf der Reise ein­stel­lende Ent­schleu­ni­gung und Unmit­tel­bar­keit ist eine wahre Wonne und wenn man sich Riss und Segel­plan der „CEIBA“ ansieht, findet man das Schiff für seine Zwecke aus­ge­spro­chen taug­lich. Einige Rah­se­gel am Fock­mast, um Pas­sat­winde gut nutzen zu können, ansons­ten Gaf­fel­se­gel, die sich auch mit wenig Per­so­nal und von Deck aus bedie­nen lassen. Alles sehr schön und mit viel Vintage-Appeal. Das fertige Schiff wird eine Zierde aller sieben Meere sein, da bin ich mir sicher. Ganz ernst­haft! Selbst die avi­sier­ten Bau­kos­ten von 3,2 Mil­lio­nen Euro sehen ange­sichts der aus dem Ruder lau­fen­den Kosten für die kariöse „Gorch Fock“ der Bun­des­ma­rine wie Taschen­geld aus. Unsere Kanonen-Ursel sollte einen ihrer exter­nen Berater auf die Helling in Costa Rica schi­cken. weiter lesen

Chancengleichheit – Freie Menschen folgen Neigungen, nicht Ideologien

9

Das servile Inter­view der „Zeit“-Journalistin Jana Hensel mit der Kanz­le­rin sorgte für hef­ti­ges Sod­bren­nen bei jenen Publi­zis­ten, die sich nicht wider­spruchs­los in die Reihen der Merkel-Ära-Cla­queure ein­rei­hen wollen, um der Kanz­le­rin den Roten Teppich bis in die Geschichts­bü­cher aus­zu­rol­len. Alex­an­der Wendt zum Bei­spiel file­tiert auf Publi­co­mag die dümm­li­che Sprache in den Fragen und For­mu­lie­run­gen, in denen er Buch­ti­tel­po­ten­zial ent­deckt. Beim Nach­le­sen der Hen­se­liade in der „Zeit“ muss man in der Tat die Nar­ren­kappe als Schutz­helm tragen, um unfall­frei durch den Text zu kommen. Sätze wie Ich zog in das Merkel-Gefühl ein wie in eine zweite Haut“ sind nüch­tern und in ernst­haf­ter Stim­mung kaum zu ertra­gen, kopie­ren aber perfekt den pseu­do­in­tel­lek­tu­el­len Sing­sang, mit dem fest ver­schraubte DDR-Lite­ra­ten Stalin noch nach dessen Tod pein­li­che Wort­denk­male errich­te­ten. Die „Johan­nes R. Becher Medaille“ wäre Jana Hensel für ihre Lob­hu­de­lei jeden­falls sicher! Dem „Neuen Deutsch­land“ sollte – sofern es von den Geset­zen der Markt­wirt­schaft nicht bald end­gül­tig hinweg gerafft wird – ein Revival diese Preis­ver­lei­hung ange­le­gen sein. weiter lesen

Heiko Maas: mit Blindheit gegen Unwissen und Antisemitismus

8

Hamas-Kämpfer, Foto: www.honestlyconcerned.info

Außen­mi­nis­ter Heiko Maas beweist wieder einmal, wie ober­fläch­lich und ein­di­men­sio­nal sein Denken ist. Richtig ist, dass der Anti­se­mi­tis­mus zunimmt in Europa und in Deutsch­land. Maas blickt jedoch in die falsche Rich­tung, wenn er mal wieder die Gefahr von rechts pro­pa­giert und die Gefahr des mil­lio­nen­fach impor­tier­ten isla­mi­schen Anti­se­mi­tis­mus igno­riert. Der Islam als Quelle des Hasses kommt in Heikos Schul­auf­satz, dem „Die Welt“ eine Bühne gab, über­haupt nicht vor. Und er macht unver­zeih­li­che Kate­go­rie­feh­ler, wenn er anmahnt, Gedenk­stät­ten wie das Haus der Wann­see­kon­fe­renz zu besu­chen, wo der Mas­sen­mord an den Juden geplant wurde. Ausch­witz, Bergen-Belsen, Buchenwald…das alles sind genuin deut­sche Schre­cken­sorte, an denen gewiss deut­sche Jugend­li­che etwas über ihre Groß­vä­ter und Urgroß­vä­ter lernen können – den isla­mi­schen Anti­se­mi­tis­mus tan­gie­ren sie nicht, weil diese Orte nur Teil der deut­schen Ver­gan­gen­heit sind, nicht aber der Ver­gan­gen­heit von Migran­ten aus Syrien, Sudan oder Afgha­ni­stan. weiter lesen

Geraten Sie bitte JETZT in Panik, der Klimawandel ist da!

16

Davos schein ein wenig auf den Hund gekom­men zu sein in diesem Jahr. Es hagelte Absagen der „Big Player“ aus den USA, China, Frank­reich und Groß­bri­tan­nien. Man war höchs­tens sub­al­tern ver­tre­ten, was natür­lich größere Bühnen für Merkel, Lagarde oder Soros bedeu­tete. Der tiefere Sinn dieses kaum „Ver­an­stal­tung“ nenn­ba­ren jähr­li­chen Alm-Auf­triebs hat Dellen bekom­men. Doch während bisher gerade linke Pau­schal-Kri­ti­ker des Kapi­ta­lis­mus mit Ver­ach­tung und Miss­trauen auf die Kamin­ge­sprä­che der Mäch­ti­gen blick­ten, sieht die Sache ganz anders aus, wenn man in Davos ein paar Pin­sel­stri­che „Kli­ma­po­li­tik“ über die Schwei­zer Alpen malt. Greta Thun­berg, die im Dezem­ber noch vor leeren Sälen auf der COP in Kato­wice an das Welt­kli­mage­wis­sen appel­lierte, ist extra mit dem Zug aus Schwe­den ange­reist, um auch in Davos ihr Sprüch­lein auf­zu­sa­gen, Hände zu schüt­teln, Schul­schwän­zer zu adeln und all die rüh­ren­den inter­na­tio­na­len „Awhhhs“ und „Owhhhs“ ein­zu­sam­meln. Wie toll sie doch ist! Was für ein Gra­tis­mut, für das zu kämpfen, was längst unhin­ter­fragt regie­rungs­amt­li­che Politik aller Glo­ba­lis­ten ist! Da die nächste COP im fernen Chile statt­fin­det und Greta bis zur end­gül­ti­gen Kli­ma­ret­tung Flug­zeug-Ent­hal­tung gelobt hat, muss sie sich beeilen mit der Welt­ret­tung. Es scheint, als sei sie noch ein wenig mili­tan­ter gewor­den in den letzten Wochen, denn die Auf­merk­sam­keit der Welt reicht ihr heute nicht mehr: weiter lesen

Tempolimits und andere Gerechtigkeiten in Wendezeiten

17

Auf einigen wenigen deut­schen Auto­bah­nen gele­gent­lich Vollgas geben zu können, gehört sicher in die Reihe natio­na­ler Eigen­ar­ten wie islän­di­scher Gam­mel­hai oder ame­ri­ka­ni­sche Waf­fen­ge­setze und es lassen sich natür­lich für jede Abwei­chung von einer nicht defi­nier­ten „inter­na­tio­na­len Norm“ Gründe finden, diese Marot­ten zu regu­lie­ren und zu ver­bie­ten. Das feh­lende gene­relle Tem­po­li­mit auf unseren Auto­bah­nen gehört bislang zu den inter­na­tio­nal bekann­te­ren deut­schen Mythen, bekann­ter noch als fins­tere deut­sche Wälder, Kuckucks-Uhren oder Leder­ho­sen und dient nicht selten als Erklä­rung für die Zuver­läs­sig­keit deut­schen Auto­mo­bil­baus. Doch da sich letz­te­rer ohnehin auf dem Weg der ideo­lo­gi­schen Abschaf­fung befin­det, braucht man die „freie Fahrt für freie Bürger“ wohl auch nicht mehr. In schöner Regel­mä­ßig­keit wird folg­lich das „Ende der Raserei“ gefor­dert. Die jüngste Debat­ten­auffri­schung kam von der „Natio­na­len Platt­form Zukunft der Mobi­li­tät – für eine bezahl­bare, nach­hal­tige und kli­ma­freund­li­che Mobi­li­tät“, einer per­so­nal­star­ken regie­rungs­amt­li­chen Fazi­li­tät, welche reich an Wich­tig­keit und arm an Selbst­zwei­feln und direkt dem Koali­ti­ons­ver­trag der Regie­rungs­par­teien ent­sprun­gen ist. Seit einem Jahr schauen die Exper­ten dieser Regie­rungs­kom­mis­sion nun schon in ihre Kris­tall­ku­gel und haben her­aus­ge­fun­den, was gesche­hen müsse in Deutsch­land, um die Ver­kehrs­wende ein­zu­lei­ten: Tem­po­li­mits auf Auto­bah­nen und Steu­er­erhö­hun­gen auf Diesel – kleine Grau­sam­kei­ten sind erlaubt, weil man sonst die „Wende” nicht schafft…wer hätte das gedacht! weiter lesen

Brexit: Ein Stern weniger und ein oberflächlicher Brief

4

Wir leben in einer Zeit der gera­dezu epi­de­mi­schen Ver­brei­tung von Sym­bo­len sowie deren poli­ti­scher Auf­la­dung und Instru­men­ta­li­sie­rung. Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete der SPD tragen weiße Blusen anläss­lich 100 Jahre Frau­en­wahl­recht, Demons­tran­ten in Europa und den USA tragen rosa Mützen als Protest gegen Donald Trump, gelbe Westen dürfte der Fran­zö­si­sche Prä­si­dent noch in seinen Alb­träu­men sehen und neu­er­dings tragen deut­sche Jus­tiz­mi­nis­te­rin­nen mit EU-Ambi­tio­nen dun­kel­blaue Hoodies samt EU-Logo mit Stern­aus­fall um…ja um was eigent­lich aus­zu­sa­gen? „Wer in der Krea­tiv­szene was auf sich und sein poli­tisch auf­ge­klär­tes Image hält, der besitzt so einen Pulli“ meint die Welt. Auf­ge­klär­tes Image also und Frau Barley hält sich offen­bar für kreativ. Dem EUnify-Pulli fehlt nämlich ein Stern, es sind nicht zwölf, sondern nur elf. Die Briten sind raus. De facto noch nicht ganz und viel­leicht sogar nie richtig, mora­lisch sind sie abge­schrie­ben von „Genera­tion EU-Iden­ti­tät“ denn sie haben gezwei­felt am Weg der EU und nun wirft man ihnen schnell noch ein paar ver­lo­gene Kro­ko­dils­trä­nen hin­ter­her. weiter lesen

Vereinte Nationen gegen Israel – wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

8

Eine Rezen­sion zum Buch von Alex Feu­er­herdt und Florian Markl. Wer Bücher wie dieses wirk­lich inten­siv liest, bekommt eine Vor­stel­lung davon, was es heißt, sich ein Thema wirk­lich zu erar­bei­ten. Es ist zeit­auf­wän­dig, in den Quellen nach­zu­schla­gen, aber ich habe es immer wieder getan, um Gewiss­heit über das zu erlan­gen, was ich doch schon aus eigenen Recher­chen und Arti­keln oder aus anderen Büchern kannte. Die Fakten spre­chen eine klare Sprache und in Sachen Israel und UN besteht diese Sprache seit Jahr­zehn­ten vor­wie­gend aus grund­lo­sen Ver­ur­tei­lun­gen, halt­lo­sen Unter­stel­lun­gen, gefälsch­ten Anschul­di­gun­gen und der Ver­harm­lo­sung von Terror. Tuvia Tenen­boms Buch „Allein unter Juden“ lie­ferte bereits vor einigen Jahren einen guten Über­blick über Agenda und Vor­ge­hens­weise von UN und den zahl­rei­chen NGO in Israel, das Buch von Feu­er­herdt und Markl liefert ein chro­no­lo­gisch sor­tier­tes eis­kal­tes Buffet an Fakten dazu, dass einem beim Beladen des Tellers schon schlecht werden kann. Ange­kom­men auf Seite 239 von „Ver­einte Natio­nen gegen Israel“ gab mein Text­mar­ker auf – leer. Aber da lagen nur noch 43 Inhalts­sei­ten vor mir, den Rest des Buches bilden 701 Quellen-Anmer­kun­gen und 22 Seiten ver­wen­dete Lite­ra­tur. Was der Umfang des Buches zunächst nur erahnen lässt, zeigt sich spä­tes­tens dort: es ist eine der wohl umfang­reichs­ten und voll­stän­digs­ten Arbei­ten zum Thema. weiter lesen

Zwischen Leber und Miliz – Schreiben am Rande des Gesinnungsdeliriums

9

Sebas­tian Leber ist beim Tages­spie­gel für die Beleuch­tung zustän­dig. Er setzt dort den „rechten Rand“ in schar­fes und den „linken Rand“ in schmei­chel­haft weiches Licht. Etwa als er mit Blick auf Chem­nitz fragt, „Wie rechts ist die Stadt?“ oder im Artikel „Danke, liebe Antifa!“ mit pas­tel­le­nen Farben zur Ver­tei­di­gung einer „viel geschol­te­nen Subkultur (meine Her­vor­he­bung) anhob. Doch was ist der Schnee von gestern gegen einen Shit­s­torm von heute! Einem solchen sah sich nämlich aktuell Nicole Diek­mann vom ZDF aus­ge­setzt und wer wollte bestrei­ten, dass derlei sozial-mediale Fle­ge­leien eine unan­ge­nehme und meist auch völlig unan­ge­mes­sene Sache sind. Was mich zum Bei­spiel prin­zi­pi­ell an solchen Wut-Tiraden stört, ist die völlige Abwe­sen­heit sach­li­cher Argu­mente, die es auch in diesem Fall durch­aus gegeben hätte. Es ging statt­des­sen nur noch darum, mög­lichst kräftig aus­zu­ho­len, um Knie und Schien­beine des Kon­tra­hen­ten zu treffen. „Ad hominem” also und damit an der Sache vorbei. Die Kon­den­sa­ti­ons­kerne, um die herum sich die Gewit­ter­wol­ken bilden, kommen jedoch seit Jahren von aus­nahms­los allen (!) poli­ti­schen Par­teien und die Saat scheint gut auf­zu­ge­hen in diesem Land, wie der aktu­elle Anschlag auf den Bremer AfD-Chef gezeigt hat. Für bedau­ernde Sprüche und schein­hei­lige Aufrufe zur Mäßi­gung ist es wohl leider schon zu spät, der poli­ti­sche Gegner wird nicht mehr als Mensch wahr­ge­nom­men und ist längst zum Zerr­bild des Feindes schlecht­hin mutiert. Soviel zum Prin­zi­pi­el­len, wenden wir uns dem Spe­zi­el­len des Falles Diek­mann zu und was der Beleuch­ter Leber damit zu schaf­fen hat. weiter lesen

Beweis erbracht: Facebook hat sie nicht mehr alle!

7

24-Stunden-Sperre

Nachdem Joachim Stein­hö­fel auf seiner Wall-of-Shame darüber berich­tete, dass Roland Mösl für das Posten eines Welt-Arti­kels aus dem Jahr 2014 gesperrt und der Artikel bei Face­book auto­ma­ti­siert gelöscht wird, wollte ich wissen, ob die auto­ma­ti­sierte Sperre auch bei mir zuschnappt. Fast 24 Stunden war der Artikel online und immer wieder berich­te­ten User, dass ihr eigener Selbst­ver­such binnen Minuten zur Löschung und Ver­war­nung führte.

Nun auch bei mir, zuzüg­lich einer 24-Stün­di­gen Sperre mit Andro­hung eines Zuschla­ges, sollte ich mich künftig nicht besser beneh­men. Nun, das kannst Du schon mal ver­ges­sen, Face­book! „Die Welt“ ist ein aner­kann­tes – wenn sicher auch nicht all­seits belieb­tes Medium der deut­schen Pres­se­land­schaft. Der Autor des Arti­kels, Clemens Wergin, ist im Gegen­satz zu vielen anderen noch nicht durch Relo­tia­den auf­ge­fal­len, sein Text war und ist von der im Grund­ge­setz ver­an­ker­ten Presse- und Mei­nungs­frei­heit geschützt, ebenso mein Recht auf Link und Zitat. Face­book ver­stößt also gegen meine Grund­rechte. Nur Halb-Auto­ma­ti­siert, wie es den Anschein hat. weiter lesen

Betreutes Twittern mit Robert Habeck

10

Nein, gemeint hat der Robert Habeck natür­lich nicht, was er da schon mehr­fach auf Twitter raus­ge­hauen hat. Bayern befreien, Thü­rin­gen demo­kra­ti­sie­ren… Miss­ver­ständ­nisse, Ein­zel­fälle. Der Robert hatte sich nur kurz­fris­tig nicht unter Kon­trolle, das kommt vor. Und wer von uns hätte sich nicht schon mal in der Eile zwi­schen zwei Rot-Phasen an der Ampel oder wegen der Hektik beim men­ta­len Ver­ar­bei­ten einer Mes­ser­at­ta­cke in der Nach­bar­schaft vertwit­tert oder ver­face­bookt? Der Unter­schied zwi­schen den ver­ba­len Social-Media-Ent­glei­sun­gen unserer sono­ri­gen Sei­den­schal-Poli­ti­ker und den wut­bür­ger­li­chen Stimmen der Plebs an der Pegida-Basis ist aber eben, dass der Aus­rut­scher des einen eine läss­li­che Sünde dar­stellt, (sofern der Shit­s­torm aus dem Ruder läuft, sonst ist es nämlich gar keine) während der andere prin­zi­pi­ell zum miesen Kerl mit braunen Vor­fah­ren und schwar­zer Seele her­un­ter­ge­schrie­ben wird, der Flücht­linge zum Früh­stück ver­speist und alle Grenzen mit Selbst­schuss­an­la­gen ver­se­hen möchte – und zwar die von 1937! Weiße alte Männer eben. Kennste den aus Braunau, kennste alle! Des einen kleiner Aus­rut­scher ist des anderen see­len­tie­fes Hate-Speech. Manche sind eben habe­cker als andere. Das NetzDG löscht zwar fleißig, aber eben die Klas­sen­un­ter­schiede des Sag­ba­ren nicht aus. weiter lesen

Deutschland und die IT – ein Blick in meine USB-Glaskugel

6

Die Nerven liegen blank im poli­ti­schen Berlin, seit ein Daten­leck unbe­kann­ter Pro­ve­ni­enz und Größe die Mit­tel­mä­ßig­keit unseres Regie­rungs­ma­te­ri­als und der ihm zuar­bei­ten­den Büro­kra­tie offen­bart hatte. Schon wieder! Man über­bie­tet sich nun in mar­ki­gen For­de­run­gen und schüt­telt drohend die Faust in unbe­kannte Rich­tung, was aus der Ferne betrach­tet so wirkt, als würden die Ver­ant­wort­li­chen mit ver­bun­de­nen Augen ver­su­chen, eine Piñata zu treffen. Doch was für lächer­li­che Knüppel stehen für diese Aufgabe zu Gebote! weiter lesen

Der Gipfel der Verlogenheit

9

Ich wusste ehrlich nicht, ob ich lachen oder heulen sollte, als ich eben neue Bilder des staat­li­chen schwe­di­schen TV-Senders sah, der den Zuschau­ern in einem kurzen Clip die Kli­ma­ak­ti­vis­tin Greta Thun­berg vor­stellte. Wir erin­nern uns an die Meldung, die anläss­lich der Kli­ma­kon­fe­renz in Kat­to­wice in ARD und ZDF rauf und runter gezeigt wurde. Im offi­zi­el­len Clip ist am Ende von Gretas Rede zwar nur spär­li­cher Applaus zu hören, aber die Totale einer dicht besetz­ten Stuhl­reihe machte den Ein­druck eines gut besetz­ten Audi­to­ri­ums. Die Bilder des schwe­di­schen TV-Teams sind da ehr­li­cher und näher an dem, was wirk­lich war: ein so gut wie leerer Saal! Niemand inter­es­sierte sich für Gretas Akti­vis­ten­ge­zwit­scher! Ihre Rede war nie als Kopf­wä­sche an die zu langsam arbei­ten­den Kli­ma­ret­ter gedacht. Die dachten nämlich über­haupt nicht daran, sich von einer 15-jäh­ri­gen beleh­ren zu lassen. Wir waren die Ziel­gruppe! Lasst doch die Zuschauer in aller Welt Trän­chen der Rührung ver­gie­ßen, wir Kli­ma­ret­ter brau­chen keine Beleh­run­gen – nicht von kri­ti­schen Wis­sen­schaft­lern und auch nicht von über­ei­li­gen Akti­vis­ten. Greta war für Selfies gut, nicht für Grund­satz­re­den! Wenn es noch eines Bewei­ses bedurft hätte, was für ver­lo­gene Ver­an­stal­tun­gen diese COP-Kon­fe­ren­zen sind – einige grund­sätz­li­che Worte hatte ich hier zu sagen – dann ist er nun erbracht. Ebenso bewie­sen ist die mani­pu­la­tive Art der Bericht­erstat­tung unserer Medien, die uns ein gut besetz­tes Publi­kum vor­gau­kel­ten, obwohl nur eine Hand­voll Men­schen anwe­send war, die wohl den Nacht­zug nach War­schau ver­passt hatten. Wir hätten unseren Ohren trauen sollen, nicht unseren Augen. Was für eine erbärm­li­che Scheiße! weiter lesen

Fast geschafft: das Bloggerjahr 2018

5

Das Gefühl, ver­ein­nahmt zu werden, kann dem der Hilf­lo­sig­keit sehr ähnlich sein. Sofern man dies zulässt. Der Vorwurf, sich ver­ein­nah­men zu lassen ist es deshalb, gegen den man sich im Laufe der Zeit immer häu­fi­ger zur Wehr setzen muss. Die Ein­schläge, abge­feu­ert aus den Kanonen „Ver­leum­dung“ und „Zuschrei­bung“ kommen immer häu­fi­ger und es ent­wi­ckelt sich immer mehr zum täg­li­chen Sport, ihnen aus­zu­wei­chen. Aber wenn man wie ich in 2018 fast 120 Artikel schrieb, in denen ich mich am Main­stream aus Kli­ma­ret­tung, Ver­plan­wirt­schaf­tung, Migra­ti­ons­be­sof­fen­heit, media­len Schön­wet­ter­fron­ten, ster­ben­den Par­teien und anti-israe­li­scher Pro­pa­ganda abar­bei­tete, darf man sich natür­lich nicht wundern, wenn man hin und wieder auf die Mütze bekommt. Das hält fit. Auf der anderen Seite freue ich mich immer wieder die­bisch, wenn Trigger und Tret­mi­nen in meinen Arti­keln exakt so zünden, wie ich es beab­sich­tigte und damit die rich­ti­gen Leute zum Kochen bringe. Deren Beschimp­fun­gen nehme ich stets sehr gern ent­ge­gen, auch wenn ich nie ver­ste­hen werde, warum man glaubt, mir die deto­nier­ten Zünder appor­tie­ren zu müssen. weiter lesen

Klimawandel – was ist zu tun? Ein etwas anderes Fazit der COP24

11

Die Kli­ma­kon­fe­renz COP24 ist Geschichte und je nachdem, welchen Poli­ti­ker oder Akti­vis­ten man fragt, liegt die Bewer­tung des Erfolgs irgendwo zwi­schen „Mei­len­stein“ und „Total­ver­sa­gen“. Und das sind wohl­ge­merkt nur die Stimmen der Befür­wor­ter, nicht von Kri­ti­kern der Klima-Hys­te­rie und des all­jähr­li­chen Wan­der­zir­kus COP. Der Wunsch der durch gut orga­ni­sierte Lob­by­grup­pen auf­ge­hetz­ten Poli­ti­ker, einst als Welt­ret­ter in die Geschichte ein­zu­ge­hen, lässt diese zu gera­dezu ekel­haf­ten psy­cho­lo­gi­schen Tricks greifen. Etwa, indem man ein fünf­zehn Jahre junges Mädchen mit Pippi-Lang­strumpf-Zöpfen als Fackel der sofor­ti­gen Decar­bo­ni­sie­rung Europas und der ganzen Welt auf eine wie Zunder bren­nende, auf­ge­wie­gelte Menge von Akti­vis­ten los lässt, die zu jeder noch so absur­den Selbst­be­zich­ti­gung fähig sind. Mea culpa, mea maxima culpa! Ich berich­tete darüber. Nun ist es eine Sache, eine Ideo­lo­gie zu ver­spot­ten und als Buden­zau­ber zu bezeich­nen. Eine ganz andere jedoch, Vor­schläge zu machen, wie es besser gehen soll. Schließ­lich seien bei dieser Art Kon­fe­ren­zen aus­ge­wie­sene Exper­ten am Werk, da soll der Laie doch besser demütig schwei­gen. weiter lesen

Haltungsschaden – das systemrelevante Prinzip Relotius

7

Was dachten Sie zuerst, als Sie von der Spiegel-Meldung „in eigener Sache“ hörten, man habe da ein gewis­ses Problem, kenne den genauen Schaden noch nicht, hätte den Betrü­ger jedoch bereits gefeu­ert und arbeite mit Hoch­druck an der Auf­ar­bei­tung des Skan­dals? Falls Sie ehrlich ent­setzt und über­rascht waren, müssen Sie die letzten Jahre mit geo­lo­gi­schen Studien in der Wüste Gobi zuge­bracht haben, sofern sie Leser des Spie­gels sind oder waren. Ein lautes „wie-konnte-das-nur-pas­sie­ren“ kam denn auch nur von Jour­na­lis­ten­kol­le­gen. Denen war nämlich offen­bar nichts auf­ge­fal­len an den „Repor­ta­gen“ von Claas Relo­tius und die Branche hofierte ihn, über­häufte ihn mit Preisen und Lau­da­to­ren aller Couleur über­zu­cker­ten seine Arbeit mit gefüh­li­gen Super­phra­sen und stell­ten ihm Zeug­nisse aus, die ihn als Staats­rats­vor­sit­zen­den qua­li­fi­ziert hätten. Etwa Patri­cia Riekel, ehe­ma­lige Chef­re­dak­teu­rin der „Bunte”, die Claas Relo­tius anläss­lich der Ver­lei­hung des Katho­li­schen Medi­en­prei­ses 2017 am 16. Oktober 2017 in Bonn über den grünen Klee lobte: weiter lesen