Israel – sicher ist sicher!

10

Von Deutsch­land nach Israel zu reisen bringt es mit sich, dass man einen Haufen „Gepäck“ dabei hat, von dem man nichts ahnt. Ich meine das Bild, welches durch die vor­ein­ge­nom­mene Bericht­erstat­tung in vielen deut­schen Medien in die Hirne meiner Lands­leute ein­tröp­felt. Mal absichts­voll, mal unbe­wusst, aber stetig. Man merkt es bereits an den besorg­ten Blicken und Nach­fra­gen auf die Mit­tei­lung, dass man nach Israel fliegen werde. Selbst wenn man wie ich seit Jahren gegen die latent ankla­gende und war­nende Bericht­erstat­tung anschreibt, wundert man sich vor Ort in Israel dann über Dinge, die eigent­lich so über­haupt nicht ver­wun­der­lich sind. weiter lesen

Die unvollkommene Gesellschaft – Die ZEIT und der Kommunismus

23

Zerschlagung der Familie zugunsten einer Idee von Kommunismus, wie es ihn seit Mao und Pol Pot nicht mehr gegeben hat.Alle Utopien haben ein Problem gemein, sie enden an einer Grenze: der unseres Vor­stel­lungs­ver­mö­gens.“ So beginnt der Essay „Die eltern­lose Gesell­schaft“ von Lukas Herms­meier in der „Zeit“, welcher dort in der Rubrik „Kapi­ta­lis­mus­kri­tik“ erschie­nen ist. Auch bei der Zeit bestehen solche Kri­ti­ken neu­er­dings in Lob­ge­sän­gen auf den Kom­mu­nis­mus, was doch etwas ver­stö­rend ist für ein der Selbst­wahr­neh­mung nach „Leit­me­dium” deut­scher Medi­en­land­schaft und ange­sichts ver­schie­de­ner geschei­ter­ter sozia­lis­ti­scher Expe­ri­mente aller Farben in Deutsch­land. weiter lesen

Das Imperium schlägt zurück

12

Die Markt­wirt­schaft steht schon immer im Feuer sozia­lis­ti­scher Umge­stal­tung, das ist nicht neu. Inter­es­sant ist, wie geschickt sie manch­mal Bedro­hun­gen in Chancen umwan­delt und ihre erklär­ten Feinde vor­aus­schau­end kom­pro­mit­tiert. Bei­spiel Elek­tro­mo­bi­li­tät. Wir wissen um die Pro­ble­ma­tik, dass die Gewin­nung von Lithium eine Umwelt­sünde erster Güte ist (Wartet ab, bis Greta das in der chi­le­ni­schen Atacama-Wüste mit eigenen Augen gesehen hat. Sie wird ein Löf­fel­chen Diesel zur Beru­hi­gung brau­chen.) und viele seltene Erden, Mine­ra­lien und Metalle in Afrika buch­stäb­lich unter den Fin­ger­nä­geln von Kindern her­vor­ge­puhlt werden. So ein Akku für einen BMW i3 oder gar Tesla ist nicht nur von Seiten der Öko­bi­lanz eine Kata­stro­phe, sondern auch mora­lisch ein Damo­kles­schwert. weiter lesen

Negev, halb sechs am Kraterrand

6

Mitten in der israe­li­schen Negev-Wüste liegt der Mach­tesch Ramon, der größte Ero­si­ons­kra­ter der Welt. Es lohnt sich, an dessen schrof­fen und steil abfal­len­den Rändern Son­nen­auf- und Unter­gänge zu ver­brin­gen. Die Ein­drü­cke aus Licht, Schat­ten und Weite sind über­wäl­ti­gend. Schon kurz vor Ende der Däm­me­rung bei Son­nen­auf­gang werden die dort leben­den und streng geschütz­ten nubi­schen Stein­bö­cke aktiv und wenn – was um diese Zeit meist der Fall ist – die Tou­ris­ten noch nicht lärmend die Ebene am Kra­ter­rand bevöl­kern, ziehen ganze Gruppen dieser fas­zi­nie­ren­den Tiere am Betrach­ter vorbei, um auf den bereits vom mor­gend­li­chen Licht bestri­che­nen Felsen und Abhän­gen ein erstes Son­nen­bad nach kalter Nacht zu nehmen. Meist igno­rie­ren sie den Besu­cher, manch­mal zwin­kern sie ihm auch schein­bar zu. Verhält man sich ruhig und macht keine hek­ti­schen Bewe­gun­gen, wird man mit Bildern wie diesen belohnt. Viel Spaß damit. weiter lesen

Und täglich grüßt der Kobold – Baerbock im Interview

7

Grü­nen­che­fin und Kobold­for­sche­rin Baer­bock gab der Welt am 9.8.2019 ein Inter­view. Einige der schrägs­ten Ver­satz­stü­cke kann ich als an der großen schönen guten grünen Sache zwei­feln­der Schmier­fink und Kli­ma­gangs­ter nicht unkom­men­tiert lassen. (Anna­lena Baer­bocks Aus­sa­gen immer in kobol­di­gem Kursiv.)

Wer ein kli­ma­freund­li­ches Auto fährt, bekommt dafür einen Bonus. Der würde durch eine gezielte För­de­rung beim Kauf eines Autos mit gerin­gem CO2-Ausstoß aus­ge­zahlt. Davon pro­fi­tie­ren gerade Men­schen, die sich so teure Autos ohnehin nicht leisten können.“ weiter lesen

Frosch, sei wachsam! Schiefe Metaphern zur Klimarettung

5

Von Menschen, die bei der Klimarettung angeblich wie Frösche agieren.Es ist mühsam gewor­den, in Sachen Kli­ma­ret­tung eine andere Meinung zu ver­tre­ten, als es Politik, Medien und eine immer hys­te­ri­scher agie­rende und anwach­sende Schar von Akti­vis­ten tut. Mühsam deshalb, weil die Debatte mehr und mehr in reli­giö­sen Wahn abglei­tet und uns der Ein­druck ver­mit­telt wird, die Mensch­heit sehne sich gera­dezu nach Schuld, Bestra­fung und Kathar­sis. Die ganze Moderne mit ihren Erfin­dun­gen, dem tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt, Trans­port, Kom­mu­ni­ka­tion und Medizin, deren Basis letzt­lich die Kon­zen­tra­tion von Energie ist, erscheint im Licht des Kli­ma­wan­dels nur noch als Pur­ga­to­rium, das die sündige Mensch­heit in Rich­tung eines dif­fu­sen Lichts nun endlich ver­las­sen müsse. Irgend­was mit Sonne und Wind und Digi­ta­li­sie­rung warte da hinter dem Licht, aber genaue­res wissen wir nicht. Zahlen bekom­men wir nicht. Der Weg dorthin ist nicht bekannt. Wir sollen aber auf jeden Fall daran glauben, dass dieser Weg der einzige sei. Und während alle Büßer vor der Mons­tranz „Kli­ma­pa­nik“, die Greta vor sich her trägt, reu­mü­tig auf die Knie fallen und ihre Pries­ter zu Kli­ma­kon­fe­ren­zen jetten und zum Aus­gleich Ablass­briefe kaufen, hört niemand mehr die Skep­ti­ker, die am Rand stehen und rufen „Ich habe aber keine Panik, ich komme zurecht“. Die Rufe „Ketzer, Ketzer!“ sind einfach lauter und schril­ler. weiter lesen

Das „unterdrückte kulturelle Erbe“ des Islam

11

Unterdrückung der Frau im Islam als Folge viktorianischer Moralvorstellungen und Kolonialismus?Ali Ghan­dour, Islam­wis­sen­schaft­ler und gern gese­he­ner Gast­au­tor unter anderem bei der Zeit, ist das, was man etwas despek­tier­lich „One Trick Pony“ nennen könnte. Damit meine ich nicht das übliche und gesunde Maß an Ver­narrt­heit in den selbst­ge­wähl­ten Gegen­stand der wis­sen­schaft­li­chen Betrach­tung, sondern seine eigen­ar­tige, immer wie­der­keh­rende Schluss­fol­ge­rung aus der Beschäf­ti­gung mit diesem Gegen­stand, die das „One Trick Pony“ fast exklu­siv zu haben scheint. Egal, von welcher Seite sich Ghan­dour dem Gegen­stand Islam und seiner aktu­el­len Befind­lich­keit nähert, immer wieder ver­steigt er sich in die­sel­ben eigen­ar­ti­gen Erklä­run­gen der Pro­bleme. Doch der Reihe nach. weiter lesen

Von Rebenhunden und Olivenkatzen

3

Auf der „90“ entlang des Jor­dan­tals nach Norden fahrend, dem See Gene­za­reth ent­ge­gen, folge man in der Nähe von Tibe­rias dem ersten Hin­weis­schild, das einen nach rechts und damit nach Hamat Gader locken möchte. Dort fast oder schon gänz­lich ange­kom­men wider­stehe man der Ver­su­chung, in den ther­ma­len und schon von den Römern geschätz­ten Wassern Abküh­lung zu finden und blicke statt­des­sen nach Norden auf das wie eine Wand auf­ra­gende ocker­gelbe Gestein, durch das sich eine schmale Straße nach oben windet. Die gespar­ten 100 Schekel Ein­tritt für das bei den Israe­lis überaus beliebte Bade­ver­gnü­gen in Hamat Gader stecke man in die Hosen­ta­sche, man wird sie später noch brau­chen. weiter lesen

Kurze Pause in Israel

7

Liebe Leser,
falls Sie sich fragen, warum ich hier schon eine Weile nichts neues ver­fasst habe: ich bin für einige Tage dem Wahn­sinn ent­flo­hen, der sich über Deutsch­land wie ein dicker Hefe­teig gelegt zu haben scheint und seit langer Zeit endlich mal wieder in Israel.

Aus der Heimat dringen die Nach­rich­ten gerade nur wie ein fernes Flüs­tern zu mir durch: Neue Steuern, Kli­ma­ka­ta­stro­phe, das Ende der Welt gar…von hier aus gesehen erscheint das alles wie ein Fieber, unter dem meine Lands­leute mit einem gewis­sen per­ver­sen Stolz zu leiden schei­nen. Hier in Israel ist das Wetter wie das Wetter eben im Juli in Israel eben ist. Je nach dem wo und wann man ist, ist es mal zu heiß, mal genau richtig aber immer schön. weiter lesen

Puppenspieler Trump lässt auch Ralf Stegner tanzen

15

Die nur noch „The Squad“ genannte Gruppe junger Abge­ord­ne­ter im US-Reprä­sen­tan­ten­haus kann große Bekannt­heits­werte vor­wei­sen, wenn auch ihre durch Umfra­gen belegte extrem nied­rige Beliebt­heit bei den Wählern gern aus­ge­blen­det wird. Nicht nur den Trump-Anhän­gern sind Ilhan Omar, Rashida Tlaib, Ayanna Press­ley und Alex­an­dria Orcasio-Cortez einfach eine Nummer zu schrill. Ihre Migra­ti­ons­hin­ter­gründe, die sie medial geschickt in den Vor­der­grund spielen, und ihr offenes Ein­tre­ten für unbe­grenzte Zuwan­de­rung, Sozia­lis­mus und beson­ders im Fall Omar die poli­ti­sche Auf­wer­tung des Islam gehen selbst vielen Demo­kra­ten auf den Zeiger. Ein Höhe­punkt des Virtue Signal­ling war, als Orcasio-Cortez medi­en­wirk­sam und perfekt gestylt vor einem Zaun in Texas weinend in sich zusam­mensank, auch wenn hinter dem Zaun keine ein­ge­sperr­ten Migran­ten schmach­te­ten, sondern nur ein leerer Park­platz lag. Die Atti­tüde war natür­lich völlig berech­tigt! Denn wie sie selbst in einem Inter­view zugab, zählt Moral mehr als Fakten. weiter lesen