Tauziehen am Mittelmeer

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Als Kämpfer an der Front des Huma­nis­mus eigent­lich „Brüder im Geiste“, pissen sich manche NGO’s gegen­sei­tig so heftig ans Bein, dass man sie in der Rea­li­tät als Kon­kur­ren­ten am selben Fut­ter­trog betrach­ten kann. Dabei ist es eher selten, dass die Öffent­lich­keit davon Wind bekommt, weil die ver­schie­de­nen Agenden, Berichte und Stra­te­gie­pa­piere selten neben­ein­an­der gelegt werden, um auf Strin­genz über­prüft zu werden. Es gibt auch keinen TÜV für Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen oder einen inter­na­tio­na­len Dach­ver­band, der Rich­tung und Ziele im Auge behält und uni­ver­selle Maß­stäbe vorgibt. Sie denken jetzt an die UN? Ver­ges­sen Sie’s, die UN ist die NGO der NGO’s und der Staaten und damit die größte NGO von allen. weiter lesen

Nicht Kampf – love is in the air!

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© http://www.reykjavikboulevard.com/
© www​.reyk​ja​vik​bou​le​vard​.com

Frau Käßmann setzt sich dafür ein, Ter­ro­ris­ten mit Liebe und Gebeten zu begeg­nen und glaubt sich damit in direk­ter geis­ti­ger Nach­folge der Berg­pre­digt. Eine ganze Reihe neuer christ­li­cher Mär­ty­rer könnte die Folge sein, wenn sich die Meinung durch­setzt, dass man Selbst­mord­at­ten­tä­ter umarmen müsse. Wenn sich der Atten­tä­ter am Ende dennoch in die Luft sprengt könnte das daran gelegen haben, dass er nicht innig genug umarmt wurde.

Aber ist Frau Käßmann nicht Bot­schaf­te­rin eines beson­de­ren Ereig­nis­ses, welches auf den Schutz­pa­tron ihrer Kon­fes­sion, Martin Luther, zurück­geht? Feiern wir nicht 2017 den 500. Jah­res­tag eines Pro­zes­ses, der das Chris­ten­tum erst in die Lage ver­setzt hatte, sich der Moderne zu stellen? Anstatt also den Chris­ten das Kuscheln mit dem Islam zu ver­ord­nen, wie wäre es mal mit der Anre­gung einer Refor­ma­tion im Islam? Warum spricht Frau Käßmann nicht zu den Mus­li­men über die Erfah­run­gen, die das Chris­ten­tum in 500 Jahren machte und gibt Tipps? Keine Idee, Frau Käßmann? Hier haben Sie ein paar gedank­li­che Eck­punkte für zukünf­tige Reden in Kairo, Riad und Teheran, denen ich mit Freude ent­ge­gen sehe: weiter lesen

Maos neue Junge Garde

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maos-kulturrevolution
Foto: Baseler Zeitung

In meiner Schul­zeit war die Welt noch einfach. Es gab die Guten, die bauten fried­lich an unserer sozia­lis­ti­schen Heimat, und es gab die bösen, die rüs­te­ten in Bonn auf. Die bösen Impe­ria­lis­ten ver­such­ten alles was sie nur konnten, um uns fried­li­che DDR-Bürger am Aufbau zu hindern. Selbst ihren Wohl­stand schufen sie nur zu dem einen Zweck: uns zu ver­füh­ren und vom Schaf­fen abzu­hal­ten. Die Kon­ter­re­vo­lu­tion lauerte überall, wir mussten also wachsam sein!

Da den Deut­schen offen­sicht­lich die Spann­kraft ver­lo­ren geht, wenn sie kein großes Ziel vor Augen haben – man kann die Jugend ja nicht einfach zu Mei­nungs­frei­heit, Tole­ranz und Demo­kra­tie erzie­hen – mussten nach dem Unter­gang der DDR neue Ziele her. Der Natio­nal­so­zia­lis­mus kam in der Rück­be­trach­tung gar nicht gut an, der Sozia­lis­mus war gerade in einer Wolke aus Bespit­ze­lung, Miss­wirt­schaft und West-Kaf­fee­pul­ver implo­diert und war so gar nicht mehr sexy. Wir brau­chen also Ziele! Die Jugend könnte auf dumme Ideen kommen, womög­lich fangen die Kids sogar an, sich für Mathe und Physik zu inter­es­sie­ren, das musste ver­hin­dert werden. weiter lesen

Fotojournalismus, Idomeni und Palästina-Syndrom

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Fotojournalismus in der Flüchtlingskrise
Foto­jour­na­lis­mus in der Flücht­lings­krise

Wissen Sie noch, wann Sie das erste Mal einem Foto nicht trauten? Ich meine nicht die übli­chen Selfies oder Urlaubs­bil­der, auf denen man immer zu dick erscheint oder blöd guckt. Nicht das lustige Foto in Ihrem Füh­rer­schein – beson­ders, wenn es noch ein grauer oder roter ist. Auch nicht den wie üblich mit Pho­to­shop auf­ge­hübsch­ten Bilder in Hoch­glanz­ma­ga­zi­nen. Ein paar Krä­hen­füße weniger bei der Beauty-Prin­zes­sin von Neun­zehn­hun­dert­schwarz­weiss, ein sanft zurück geschubs­tes Speck­röll­chen beim fran­zö­si­schen (Ex)Präsidenten … das sind kaum noch Auf­re­ger. Nein, ich spreche von den Bildern, die von der inter­na­tio­na­len Empö­rungs- und Mit­leid­in­dus­trie seit einiger Zeit wie am Fließ­band pro­du­ziert werden. weiter lesen

Die Anordnungen des Personals sind unter allen Umständen zu befolgen!

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18887459.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxWenn Poli­ti­ker Schlüsse aus Wahl­er­geb­nis­sen ziehen, wird es selten span­nend. Selbst aus kra­chen­den Nie­der­la­gen lässt sich ja aus dem rich­ti­gen Blick­win­kel noch ein Denk­zet­tel, Ansporn oder ein Koali­ti­ons­ver­spre­chen ablei­ten. Die Erklä­rungs­ver­su­che von Angela Merkel jedoch, ihre Beschwich­ti­gun­gen und Schluss­fol­ge­run­gen aus den Land­tags­wah­len in Sachsen-Anhalt, Baden-Würt­tem­berg und Rhein­land-Pfalz ver­set­zen mich wie viele andere ihrer Erklä­run­gen in eine Stim­mung, die mir vor Jahren noch unbe­kannt war. Es ist eine wilde Mischung aus Ärger, Wut und Ohn­macht. Es sind nicht die man­geln­den rhe­to­ri­schen Mög­lich­kei­ten Merkels, es ist der beleh­rende, infan­ti­li­sie­rende Unter­ton, die Her­ab­las­sung, die sie nur spär­lich umflos­kelt. Es ist die vor­sätz­li­che Belei­di­gung des Intel­lekts der Zuhörer und Zuschauer, welche sie flehend ansehen und denken „gib dir bitte Mühe, ich will anstän­dig ver­arscht werden“. Frau Merkel ver­steckt die Oster­eier jedoch nicht, sie kippt sie gleich­sam den Wählern vor die Füße und sagt „nun sucht mal schön“. Es ist wie Kin­der­gar­ten­sprech oder Psych­ia­trie-Sprache aus den Fünf­zi­gern, man trifft diese Sprache auch heute manch­mal bei Pfle­ge­kräf­ten, wenn sie mit älteren Men­schen spre­chen. „Wie geht es uns den heute Herr Hinz? Da haben sie aber fein auf­ge­ges­sen Frau Kunz!“. Man wird Zeuge solcher Gesprä­che und es packt einen die Wut. weiter lesen

War das Protest oder kann das weg?

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Die Zahl des Tages: 40%

protestDas ist die Zahl der Wähler, die nicht zur letzten Land­tags­wahl gingen und bei der aktu­el­len Land­tags­wahl die AfD gewählt haben. Ist das gut oder schlecht, war das Protest oder kann das weg? Eins muss man der AfD jeden­falls lassen. Sie hat bewie­sen, dass die immer wieder beschwo­rene Poli­tik­ver­dros­sen­heit in Wirk­lich­keit eine Poli­ti­ker­ver­dros­sen­heit ist.

Im Ergeb­nis der drei Land­tags­wah­len lesen die Auguren derzeit wie im Tau­ben­flug. Es wird gerech­net und zuge­ord­net, da werden his­to­ri­sche Par­tei­ba­sen beschwo­ren und überall der Versuch unter­nom­men, Par­teien und Per­so­nen zu einer anderen, gera­dezu magi­schen Zahl zusam­men­zu­schie­ben: der 50%+X. Denn so viel braucht man ja angeb­lich, um eine „stabile“ Regie­rung zu bilden, meinen die Jour­na­lis­ten und Wahl­ex­per­ten. Da werden munter Jamaika-, Ampel- und Deutsch­land­ko­ali­tio­nen her­bei­ge­rech­net und dabei schon wieder fahr­läs­sig der Wäh­ler­wille umge­deu­tet. 50%+X ergibt mit­nich­ten eine stabile Regie­rung. Zeigt nicht gerade die CDU/C­SU/­SPD-Regie­rung in Berlin, das diese Art von „Komme-was-wolle-es-wird-schon-reichen-Koali­tion“ von Übel ist? Es gibt aus den Wahlen in Baden-Würt­tem­berg, Rhein­land-Pfalz und Sachsen-Anhalt nur eine logi­sche Kon­se­quenz: Es wird Zeit, das deut­sche Länder vor­an­ge­hen in der Bildung von Min­der­heits­re­gie­run­gen! Grün/Rot in Baden-Würt­tem­berg, Rot/Grün in Rhein­land-Pfalz, Schwarz/Rot in Sachsen-Anhalt. Fangt endlich wieder an, um Themen und Zustim­mun­gen zu kämpfen, zwingt euch, Tag für Tag mit der Basis im jewei­li­gen Land um Konsens zu strei­ten. Wer sagt das Regie­ren nur mit mög­lichst kom­for­ta­blen Mehr­hei­ten möglich ist? weiter lesen

Nur eine Fleischwunde?

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Anmer­kung des Autors: auf der rechten Seite sehen Sie NICHT die AfD, auf der linken NICHT Jakob Aug­stein

Liest man Jakob Aug­steins aktu­elle Kolumne bei Spiegel Online könnte man anfangs glauben, er gehe den Linken von der Fahne. Doch er macht nur einen auf „Daniel“ und mene­te­kelt den Deut­schen was ihnen blüht, wenn sie vom rechten, also dem linken Weg abkom­men. Eine Revo­lu­tion von rechts rolle in Gestalt der AfD auf uns zu!

Nun sammeln sich in der AfD Popu­lis­ten, ent­täuschte Linke, ent­täuschte Rechte, Pro­tes­tie­rer, Kar­rie­ris­ten, kluge, dumme und Durch­schnitts­leute. So gesehen unter­schei­det sich die AfD in ihrer Zusam­men­set­zung nicht wesent­lich von anderen Par­teien in Deutsch­land. Im Gegen­satz zu den Regie­rungs­par­teien, die zumin­dest gele­gent­lich ver­su­chen, sich nicht gegen­sei­tig ans Bein zu pinkeln und den soge­nann­ten Oppo­si­ti­ons­par­teien, die sich als gefühlte Regie­rungs­par­teien auf­füh­ren und lieber der APO ans Bein pinkeln, stellt die AfD aber die eine Frage, welche sich weder CDU, SPD, Linke noch Grüne zu stellen wagen: „Wollt ihr uns ver­ar­schen?“. Das ist auch schon ihr ganzes Pro­gramm, von Revo­lu­tion keine Spur. Es sollte also eigent­lich leicht sein, mit dieser Partei fertig zu werden – man muss nur die eine Frage ehrlich beant­wor­ten. Darauf warte wohl nicht nur ich bisher ver­geb­lich. weiter lesen

PMW Youtube-Account gekündigt!

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pmwPales­ti­nian Media Watch ist eine Orga­ni­sa­tion, die sich kri­tisch mit den Medien in Paläs­tina und deren Rolle bei den ter­ro­ris­ti­schen Atta­cken auf Israe­lis befasst. Heute hat Youtube den Video-Kanal von PMW ein­sei­tig gekün­digt. Die Begrün­dung ist, die Videos würden den Sta­tu­ten von Youtube wider­spre­chen (hate speech). Die Frage ist nun, trifft dies auch auf Accounts zu, welche die Welt­öf­fent­lich­keit über die Hass­ti­ra­den im ara­bi­schen Fern­sehn infor­mie­ren? Ich glaube, nein.

Deshalb fordere ich alle Leser auf, bei Youtube gegen die Sper­rung des Accounts zu pro­tes­tie­ren. Hier der Wort­laut, den ich via „Send Feed­back” an Youtube geschickt habe: weiter lesen

Schwarzgrün ist der Fasel-Stuss

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nussBerlin, 1.3.2016. Wenn sich die „Münch­ner Runde“ des BR in Berlin trifft, sollte man nicht bei allen Betei­lig­ten geo­gra­fi­sche State­ments der Extra­klasse erwar­ten. Aber so ist die Medi­en­land­schaft heute eben gestrickt, man bekommt nicht immer, was im Titel steht. Das ist hier im Blog anders, ver­spro­chen. Es geht nämlich um die Kanz­le­rin­nen­po­li­tik (also schwarz), Frau Roth war anwe­send (grün?), die sich wie ein Preis­bo­xer für die Politik ihrer Kanz­le­rin stark machte (schwarz­grün). Der Rest des Titels ergibt sich zwin­gend aus dem Roth-Sprech in der Sendung. In Muttis Boxring macht Claudia Roth ihre Sache gut. Merkel kann das Gesagte in Clau­dias Bewer­bungs­mappe für einen Minis­ter­pos­ten ab 2017 abhef­ten. Familie? Land­wirt­schaft? Viel­leicht was mit Medien und Malen? Man wird sehen. weiter lesen

Schon Napoleon wusste: am schönsten regiert es sich im Sattel!

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napoleonSchlaue Köpfe, Sta­tis­ti­ker natür­lich, haben aus­ge­rech­net, welche Aus­wir­kun­gen das Fußball-Som­mer­mär­chen 2006 oder die gewon­nene WM 2014 auf BIP und Wirt­schafts­wachs­tum in Deutsch­land hatten. Ein messbar posi­ti­ves jeden­falls. Ich wüsste nun wirk­lich gern, ob man die Aus­wir­kun­gen des Inter­views von Anne Will mit der Kanz­le­rin vom 28.2.2016 eben­falls in BIP, IFO-Index und Konsum-Klima sehen kann. Als Delle ver­mut­lich. Dabei ist es für Poli­ti­ker oft gar nicht nötig so lange zu reden, um durch unbe­dachte Äuße­run­gen ein schwe­res poli­ti­sches oder media­les Beben aus­zu­lö­sen. Ein flap­si­ges „Ab sofort…das tritt ab sofort in Kraft“ reichte aus, um die DDR so flach wie ein Spie­gelei zu legen. Eine her­ab­las­sende Bemer­kung des Deut­sche Bank Chefs über ver­meint­li­che Kre­dit­un­wür­dig­keit reichte aus, um Leo Kirchs Medi­en­bude den Todes­stoß zu ver­set­zen. Frau Merkel hat nun zum wie­der­hol­ten Male „Deutsch­land und Europa sind für alle da“ ver­kün­det. Außer­dem ist sie davon über­zeugt, dass dieser Weg der einzig rich­tige ist, während die Bürger sich schon mal an den Gedan­ken gewöh­nen sollen, dem­nächst die „Regeln unseres Zusam­men­le­bens täglich neu aus­zu­han­deln“. Ich schlage vor, die Radar­kon­trol­len auf unseren Straßen kom­plett ein­zu­stel­len oder für nichtig zu erklä­ren. Wer dafür ist, hebe die Hand…Gegenprobe?…Vorschlag ange­nom­men! weiter lesen

Wohnen als Provokation, Leben aus Protest

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betonEs gibt Häuser, die stehen im Weg. Oder wenigs­tens ihre Bewoh­ner. Beson­ders diese. Wenn zum Bei­spiel eine große Ener­gie­trasse geplant ist, von der die Strom­ver­sor­gung einer Stadt abhängt, wenn eine Lan­de­bahn errich­tet, ein Kanal gegra­ben oder eine Umge­hungs­straße gebaut werden soll, stehen oft Häuser im Weg. Der Fort­schritt ruft dann empört aus „was macht das Haus da, das Haus muss weg“ und die Bau­her­ren sorgen mit Geld, Geduld oder Gewalt dafür, dass das Haus dem Fort­schritt nicht länger im Weg steht. weiter lesen

Gravitation und Journalismus

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schokotaler1Oxfam ist eine meiner Lieblings-NGO’s! Wie man es dort schafft, eine Welt­ret­ter-Orga­ni­sa­tion fast wie eine Sekte zu orga­ni­sie­ren und Frei­wil­lige in Massen auf Mission zu schi­cken, nachdem sie das klare Welt­bild von Oxfam tief genug inha­liert haben, wie man kreativ Spenden sammelt und sogar noch die Konsum-Sucht der Main­stream-Gesell­schaft und deren schlech­tes Gewis­sen für sich arbei­ten lässt, indem man Woll­müt­zen, Kin­der­spiel­zeug und FairTrade-Lebens­mit­tel unter die Leute bringt, ist einfach phä­no­me­nal! Oxfam rules, ehrlich! weiter lesen

Völker, stört die Signale!

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diem25Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der Demo­kra­tie.“ So hätte er lauten können, der erste Satz des Mani­fests der DiEM25, der fun­kel­na­gel­neuen Demo­kra­ti­sie­rungs­be­we­gung, die Gianis Varou­fa­kis am 9. Februar aus­ge­rech­net in Berlin, dem Herz der fis­ka­len Fins­ter­nis, aus der Taufe hob. Mein kleiner Anfangs­satz war natür­lich eine Anleihe aus Marx’ Kom­mu­nis­ti­schem Mani­fest, in dem es weiter heißt „Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer hei­li­gen Hetz­jagd gegen dies Gespenst [den Kom­mu­nis­mus] ver­bün­det…“. Aber so weit durfte die Ähn­lich­keit wohl nicht gehen, weshalb der erste Satz des DiEM-Mani­fests lautet: „Obwohl sich die Mäch­ti­gen in Europa so um ihre welt­weite Wett­be­werbs­fä­hig­keit, um Migra­tion und Ter­ro­ris­mus sorgen, jagt ihnen nur eines wirk­lich Angst ein: die Demo­kra­tie!“ Ein Schelm, der da auf Ähn­lich­kei­ten hin­weist. weiter lesen

Fehlerteufel und aufmerksame Leser

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fehlerIch bin wirk­lich und ehrlich begeis­tert, dass sich einige Leser für meinen Artikel auf der „Achse des Guten“ die Zeit genom­men haben, den kleinen Ausflug ins Latei­ni­sche zur Kennt­nis zu nehmen und eine feh­ler­hafte Dekli­na­tion zu kor­ri­gie­ren. Und das meine ich wirk­lich genauso, wie ich es hier schreibe! Liber­ta­tem ist wirk­lich falsch, es muss liber­tas heißen. So viel Latein muss schon sein. Danke für den Hinweis. Offen­sicht­lich gibt es Men­schen, die wirk­lich GENAU lesen, was ich schreibe – und dafür möchte ich DANKE sagen! Danke und weiter so! weiter lesen

Freiheit, die ich meine

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omaIch bin zehn Jahre alt, sitze am Mit­tags­tisch und mag nicht auf­es­sen. Groß­mutter ist wütend. „Du bleibst hier so lange sitzen, bis der Teller leer ist“. Im Alter von zehn emp­fin­det sicher jeder diese Situa­tion als unfair. Dass es sich um Nöti­gung unter dem Mantel der Für­sorge handelt, wird einem aber erst viel später bewusst. Groß­mutter will ja nur mein bestes und wofür mein Magen Platz haben muss, glaubt sie ent­schei­den zu können. Alter­na­tiv­los, denn ver­han­delt wird nicht. Oma bekam schnell die Kurve auf eine emo­tio­na­lere Ebene, um mich mit ihren selbst­ge­wähl­ten Moral­bei­spie­len zur Ein­sicht zu bewegen. „Denk an die Kinder, die in Afrika hungern müssen“. Da ich mich satt fühlte und dennoch zum Essen gezwun­gen werden sollte, fraß ich den Hun­gern­den in aller Welt offen­sicht­lich auch noch alles weg, dabei wollte Oma sicher nur Dank­bar­keit evo­zie­ren, weil sie sich so rührend um mich küm­merte und mir zu essen gab. Ich war aber dennoch satt. Und voll von Schuld­ge­füh­len, weil ich Ver­ur­sa­cher des Hungers in der Welt war. weiter lesen